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Eisenbahnforum.de > 10 vorne > USA Sammelthema


Geschrieben von: Iarn am 14 Dec 2012, 19:54
Um nicht andere Threads mit off-topic zuzumüllen eröffne ich ein USA Sammelthema.

Trauriger Anlass im konkreten ein Grundschulen Massaker mit zweistelligen Toten http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schiesserei-an-grundschule-in-connecticut-mit-vielen-toten-a-873054.html

Geschrieben von: andreas am 15 Dec 2012, 10:12
naja, ganz einfache Lösung (nach Argumentation des NRA): hätten die Kinder alle Waffen getragen, dann wäre nichts passiert....

Aber wenn ich sowas lese, dann bin ich immer wieder froh um unsere strengen Waffengesetze

Geschrieben von: Electrification am 19 Dec 2012, 14:15
Das interessante ist ja dass die Leute jetzt massenweise die Waffenläden stürmen, verrückter geht es nicht. Angeblich wäre es die Angst vor schärferen Waffengesetzen.

Ich bezweifle leider dass man sich gegen die übermächtige Waffenlobby durchsetzen wird und in der Bevölkerung sind ja auch viele schon so mit der Propaganda infiltriert dass sie auch gegen schärfere Regeln kämpfen werden.

Die hohe Kriminalitätsstatistik zeigt ja dass Waffen eben nicht schützen.
Mag sein dass sich jemand der solche Geschichten plant nicht aufhalten lässt, der bekommt das auch illegal. Nur wird immer übersehen dass der größte Teil der Taten Gelegenheitstaten sind und wer eine Waffe hat und leicht rankommt, der kommt damit auch leichter auf dumme Gedanken.
Ist ähnlich wie beim Diebstahl, wo bei günstigen Gelegenheiten eben Leute klauen die das sonst nie machen würden.

Geschrieben von: JeDi am 19 Dec 2012, 15:36
...und der Durchschnittsdeutsche schüttelt über die laxen Waffengesetze den Kopf - und brettert dann mit 210 über die Autobahn....

Geschrieben von: elchris am 19 Dec 2012, 19:16
QUOTE (JeDi @ 19 Dec 2012, 15:36)
...und der Durchschnittsdeutsche schüttelt über die laxen Waffengesetze den Kopf - und brettert dann mit 210 über die Autobahn....

Das tötet weniger Menschen!

Geschrieben von: ropix am 19 Dec 2012, 19:23
QUOTE (elchris @ 19 Dec 2012, 19:16)
Das tötet weniger Menschen!

da wäre ich mir nicht mal so sicher.

Geschrieben von: Russischer Spion am 19 Dec 2012, 19:26
QUOTE
naja, ganz einfache Lösung (nach Argumentation des NRA): hätten die Kinder alle Waffen getragen, dann wäre nichts passiert....

Aber wenn ich sowas lese, dann bin ich immer wieder froh um unsere strengen Waffengesetze

Mit Waffen hat diese Geschichte wenig zu tun. In Lateinamerika ist es kaum schwieriger an die Waffen zu kommen als in den USA. In Israel oder in der Schwez hat fast jeder Erwachsene eine Waffe zu Hause. Aber dort passiert sowas nie. Die Ursache liegt woanders und das wisst Ihr selber.

Geschrieben von: Galaxy am 19 Dec 2012, 21:12
Ich hatte ursprünglich nicht vor hier zu Antworten aber nun ja. Ein paar Kommentare

Das größte Problem das eine schärfer Regulierung der Waffen in den USA verhindert ist nicht die NRA, sondern das oberste US Bundesgericht. Die haben 2010 noch mal betont das aus ihrer Sicht das Recht Waffen zu tragen auf der gleichen Stufe wie Meinungsfreiheit steht.

Das bei diesem Attentat benutzte halbautomatische AR-15 Sturmgewehr ist in Deutschland legal zu kaufen. Allerdings muss es derart modifiziert werden das maximal 3 Patronen simultan in der Waffe sein können. Das ist möglicherweise auch eine Option für die USA. Nicht das man das Magazine nicht nachträglich modifizieren kann, aber es ist eine Hürde wenn jemand spontan ausrastet.

Die hohe Waffen Kriminalität in den USA geht primär auf das Konto von Gangs wie die Hells Angels usw.. Wenn man Waffen verbietet haben die die Ressourcen eigene zu bauen. Allgemein gilt jedoch für die USA das in den letzten 20 Jahren wie Anzahl der Waffen in Privatbesitz sich verdoppelt haben, die kriminelle Nutzung jedoch in den meisten Gebieten zurückgeht.

Faszinierend finde ich wie unterschiedlich Polizisten in den USA, und Deutschland das Thema Schusswaffen im Privatbesitz betrachten. Die Polizei in Deutschland würde sie am liebsten komplett verbieten, während die US Polizei es sogar positive sieht wenn Menschen sich bewaffnen. Im Endeffekt ist es einfach ein kultureller Unterschied.

Persönlich sehe ich das Thema differenziert. Leider ist es (zumindest noch nicht) möglich das sich Waffen beim verlassen des Grundstücks deaktivieren. Für das eigene Haus kann ich mich mit der "castle doctrine" sehr anfreunden. Wenn ein kriminelle in ein Haus einbrechen will um die Bewohner zu schaden sollte er sich nicht beklagen dürfen wenn er von einer Winchester double shot empfangen wird. In der Öffentlichkeit sehe ich das ganze kritischer. Sicherlich, eine zierliche Frau kann einen Vergewaltiger mit einer Schusswaffe stoppen, allerdings ist die Gefahr wenn jemand ausrastet doch sehr hoch. Man benutzt schnell die Waffe, statt die Fäuste.

Für diejenigen hier die das Thema Sicherheit komplett beim Staat sehen wollen will ich noch folgendes sagen: Die herrschende Meinung im Forum ist ja das der ÖPNV eine Staatsaufgabe ist, außerdem scheint die Mehrheit der Ansicht zu sein, das der ÖPNV eher schlecht geführt wird. Zumindest wird hier viel genörgelt. Wenn Ihr der Auffassung seit das der Staat euch nicht mal adäquat von A nach B bringen kann, warum wollt ihr eure Sicherheit komplett der gleichen Organisation anvertrauen?



Geschrieben von: Autobahn am 19 Dec 2012, 21:47
Es ist ja nicht nur der Besitz einer Schusswaffe, auch der richtige Umgang will gelernt sein. Sonst schießt man sich noch selbst die E.... ab.

Daher ist das Argument, man könne sich mit einer Schusswaffe selbst verteidigen, schizophren.

Frei nach Wyaett Earp, wer kann schneller ziehen.

Geschrieben von: Galaxy am 19 Dec 2012, 23:01
QUOTE (Autobahn @ 19 Dec 2012, 21:47)
Es ist ja nicht nur der Besitz einer Schusswaffe, auch der richtige Umgang will gelernt sein. Sonst schießt man sich noch selbst die E.... ab.

Daher ist das Argument, man könne sich mit einer Schusswaffe selbst verteidigen, schizophren. 

Frei nach Wyaett Earp, wer kann schneller ziehen.

http://www.airliners.net/aviation-forums/graphics/smilies/checkmark.gif

+ 100

Das sollte aber zumindest in den USA kein wirkliches Problem sein. Die Pfadfinder bieten Waffenkurse an. Es gibt überall Trainingsplätze und 300 Schuss .22 Munition gibt es für ca. $15. Außerdem muss jede Schule und Universität die Bundesgelder annimmt eine Art Pentagon Jugend Programm anbieten. Die bekommen ebenfalls Waffenkunde. Ich weiß nie ob ich die sogenannten JROTC Programme belustigend oder beängstigend finden sollte. unsure.gif

http://www.youtube.com/watch?v=WvenLdd2pPg

"How about you open your mouth!?" Yup der Tag wird ungemütlich. biggrin.gif

Edit: Bitte keine Bilder von anderen Seiten einbinden, auch wenn sie noch so klein sind.

Geschrieben von: Bayernlover am 19 Dec 2012, 23:09
QUOTE (Galaxy @ 19 Dec 2012, 23:01)
http://www.youtube.com/watch?v=WvenLdd2pPg

"How about you open your mouth!?" Yup der Tag wird ungemütlich. biggrin.gif

Entschuldigung, aber ich musste das wegklicken. Das ist nur noch krank.

Geschrieben von: Galaxy am 19 Dec 2012, 23:21
QUOTE (Bayernlover @ 19 Dec 2012, 23:09)

Entschuldigung, aber ich musste das wegklicken. Das ist nur noch krank.

Vor allem mit der Geschichte der Hitler Jugend zweifelhaft, und auch in den USA umstritten. Allerdings sind die USA nicht die einzigen die derartiges treiben. Unter anderem Canada und Großbritannien haben ähnliche Programme.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 19 Dec 2012, 23:38
QUOTE (Galaxy @ 19 Dec 2012, 21:12)

Persönlich sehe ich das Thema differenziert. Leider ist es (zumindest noch nicht) möglich das sich Waffen beim verlassen des Grundstücks deaktivieren. Für das eigene Haus kann ich mich mit der "castle doctrine" sehr anfreunden. Wenn ein kriminelle in ein Haus einbrechen will um die Bewohner zu schaden sollte er sich nicht beklagen dürfen wenn er von einer Winchester double shot empfangen wird.

Naja - gibt nur ein Problem: In den USA sterben die meisten Menschen, die durch Schusswaffen getötet werden... zu Hause!
Meistens entweder durch "Unfälle" oder weil sich ein Einbrecher irgendwie der Waffe bemächtigen konnte!

Das Problem, wenn ein Einbrecher einem Lauf einer (vielleicht geladenen) Waffe entgegenschaut ist hauptsächlich eins: Der Einsatz erhöht sich enorm. Für den Einbrecher geht es jetzt um Leben und Tod. Also wird der EInbrecher hier die Eskalation suchen!
Auf der anderen Seite der Hausbesitzer. Der wird aufgeschreckt und muss jetzt entscheiden - still verhalten oder agressiv mit der Waffe vorgehen. Im ersten Fall kann er sich und seine Familie sichern indem er sich verbarikadiert. Im zweiten Falle läuft es ebenfalls auf Eskalation hinaus - hat der Einbrecher eine Waffe? Oder nicht? Wird er freiwillig gehen? Oder lieber kämpfen?
Da kommt noch eine psychologische Komponente hinzu - hat derjenige mit der Waffe den MUMM sazu, auch abzudrücken? Nix für ungut - eine Waffe in den Händen zu halten, sie handhaben zu können und wöchentlich 5x am Schießstand das Magazin mit 30 Schuss leerballern befähigt nicht automatisch dazu auf "lebende" Ziele zu feuern. Dazu gehört etwas mehr. Eine Abgebrühtheit - die man aber nicht im normalen Zivilleben erlernt!

Der beste Schutz ist immer noch eins: Den Einbrecher NICHT ins Haus zu lassen. Ist er drin, ist es zu spät. Da hilft auch keine Waffengewalt...
Das ist auf beiden Seiten des Atlantiks so. Nur die Gesetze unterscheiden sich...

Geschrieben von: Galaxy am 20 Dec 2012, 00:02
QUOTE (Fichtenmoped @ 19 Dec 2012, 23:38)

Naja - gibt nur ein Problem: In den USA sterben die meisten Menschen, die durch Schusswaffen getötet werden... zu Hause!
Meistens entweder durch "Unfälle" oder weil sich ein Einbrecher irgendwie der Waffe bemächtigen konnte!

Das Problem, wenn ein Einbrecher einem Lauf einer (vielleicht geladenen) Waffe entgegenschaut ist hauptsächlich eins: Der Einsatz erhöht sich enorm. Für den Einbrecher geht es jetzt um Leben und Tod. Also wird der EInbrecher hier die Eskalation suchen!


Oder er sucht den Rückzug weil ihm das Risiko zu groß ist.
QUOTE



Auf der anderen Seite der Hausbesitzer. Der wird aufgeschreckt und muss jetzt entscheiden - still verhalten oder agressiv mit der Waffe vorgehen. Im ersten Fall kann er sich und seine Familie sichern indem er sich verbarikadiert. Im zweiten Falle läuft es ebenfalls auf Eskalation hinaus - hat der Einbrecher eine Waffe? Oder nicht? Wird er freiwillig gehen? Oder lieber kämpfen?
Da kommt noch eine psychologische Komponente hinzu - hat derjenige mit der Waffe den MUMM sazu, auch abzudrücken? Nix für ungut - eine Waffe in den Händen zu halten, sie handhaben zu können und wöchentlich 5x am Schießstand das Magazin mit 30 Schuss leerballern befähigt nicht automatisch dazu auf "lebende" Ziele zu feuern. Dazu gehört etwas mehr. Eine Abgebrühtheit - die man aber nicht im normalen Zivilleben erlernt!


Bei Delikten wie Diebstahl würden die meisten definitive zögern. Wenn bei einer Frau der Vergewaltiger schon im Haus ist, ist die Hemmschwelle sicherlich wesentlich geringer.

QUOTE

Der beste Schutz ist immer noch eins: Den Einbrecher NICHT ins Haus zu lassen. Ist er drin, ist es zu spät. Da hilft auch keine Waffengewalt...
Das ist auf beiden Seiten des Atlantiks so. Nur die Gesetze unterscheiden sich...


Ja, in Amerika könnte man in der Tat mal in bessere Türen investieren.

Übrigens Notwehr wird in Deutschland anscheinend auch relative groszügig betrachtet.

http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1716221/Rentner-erschiesst-Einbrecher-Fall-eingestellt.html


Geschrieben von: JeDi am 20 Dec 2012, 00:20
QUOTE (Galaxy @ 20 Dec 2012, 00:02)
Übrigens Notwehr wird in Deutschland anscheinend auch relative groszügig betrachtet.

http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1716221/Rentner-erschiesst-Einbrecher-Fall-eingestellt.html

Der Springerpresse glaub ich sowas erstmal nicht...

Geschrieben von: Iarn am 20 Dec 2012, 01:11
Also auch wenn das jetzt politisch unkorrekt ist und bestimmt gegen eine Forenregel verstößt, für mich ist Galaxy:
Entweder
Troll
seelisch gestört
Oder US Bürger

Geschrieben von: Cloakmaster am 20 Dec 2012, 17:01
Warum Oder ? smile.gif

Für mich haben die meisten Amis einen an der Klatsche... Trotzdem bin ich immer wieder mal ganz gerne dort, und könnte mir prinzipiell auch vorstellen, längerfristig drüben zu verweilen, falls zB ein interessantes Jobangebot mir den Weg dorthin öffnen würde.

Zum Waffenthema: Es ist was anderes, wenn du in einer Grossstadt wohnst, und das Polizeirevier 50 Meter um die Ecke ist, oder auf einer Ranch und der nächste Nachbar 200 Meilen weit weg ist. Hier muss man sich gegen Angreifer - unter anderem auch vierbeinige Angreifer selbst zur Wehr setzen, denn eine Hilfe, welche erst hinzugerufen werden muss, wird in jedem Falle zu spät eintreffen. Der Vierbeiner hat zwar keine Schusswaffe, ist dafür aber auch nicht für irgendwelche Vernunftsgespräche zu haben, und oft nicht ungefährlicher als ein Zweibeiner.

Dem Rancher die Waffe zu erlauben, dem Städter aber nicht, wäre eine grobe ungelcih-Behandlung, man muss sich also entscheiden, welche Rechte man beiden zugestehen will, oder nicht.

Geschrieben von: Electrification am 20 Dec 2012, 17:22
Bei der hohen Kriminialitätsrate dürfte auch das unmenschliche bzw. nicht vorhandene Sozialsystem (ist ja sozialistisch und bähhh) eine Rolle spielen. Wenn man ansieht dass wenige Meter abseits der Touristen- und Prachtstraßen das Elend herrscht, dann braucht man sich nicht wundern dass hier eine explosive Spannung entsteht.

Ein gesundes Sozialsystem ist in gewisser Weise auch ein Schutz vor hoher Kriminalität und Unruhen.

Geschrieben von: Autobahn am 20 Dec 2012, 18:17
QUOTE (Electrification @ 20 Dec 2012, 17:22)
Bei der hohen Kriminialitätsrate dürfte auch das unmenschliche bzw. nicht vorhandene Sozialsystem (ist ja sozialistisch und bähhh) eine Rolle spielen.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Auch in Staaten mit guten Sozialsystemen gibt es Mord und Totschlag sowie Eigentumsdelikte.

Es hat sich auch gezeigt, dass es bei Amokläufen nicht um soziale Gerechtigkeit geht. Es sind in der Regel psychisch Gestörte, die für einen kleinen Moment ihre Macht ausleben wollen. Dies wird durch laxe Waffengesetze erleichtert, denn wenn sie nur ihre Fäuste hätten, kämen sie nicht weit.

Geschrieben von: Caesarion am 20 Dec 2012, 18:19
Naja, der hohe Zahl an Raubmorden in den USA deutet schon auf eine wirtschaftliche Motive hin.

Geschrieben von: Galaxy am 20 Dec 2012, 18:38
QUOTE (Iarn @ 20 Dec 2012, 01:11)
Also auch wenn das jetzt politisch unkorrekt ist und bestimmt gegen eine Forenregel verstößt, für mich ist Galaxy:
Entweder
Troll
seelisch gestört
Oder US Bürger

Brauchst nicht politisch Korrekt zu sein, das nimmt auf beiden Seiten des Atlantiks überhand.


Ich nehme an für dich ist C = a +b? ph34r.gif wink.gif

Für einen Troll bin ich, behaupte ich mal, zu höflich, seelisch gestört hoffentlich nicht, US Bürger allerdings auch nicht. Ich lebte jedoch 9 1/2 in den USA und fühlte mich dort sauwohl. Meine 3 Töchter sind dort geboren, weshalb ich die Kritik Amerikaner sind alle ungebildete rednecks teilweise doch persönlich nehme. Außerdem habe ich den größten Teil meiner Kindheit und Jugend in Canada verbracht. Das deutsche Bildungssystem kenne ich nur vom Kindergarten und der 1. Klasse. Ich bin also schon angelsächsisch geprägt, obwohl mich meine Eltern "deutsch" erzogen haben, und ich in Kanada auch teilweise auf einer deutschen Schule war. Der Flagge Allianz pledgen wollte ich, zumindest bis jetzt, jedoch nicht.

Ich kann mir gut vorstellen das einige hier meinen ich betrachte die Welt nur durch eine rot, weiß, blaue Flagge. Glaubt mir, mir ist durchaus bewusst das die USA einige Fehler hat. Was mich jedoch teilweise schon in rage bringt ist das in Deutschland tendenzielle alles die USA betreffend schlecht geredet wird. Man hat irgendwie immer was zu nörgeln. Teilweise recht abstrus. Als die NASA GRAIL Sonden vor ein paar Tagen gelenkt auf dem Mond zerschellten nörgelten bei Focus tatsächlich einige das es natürlich die Umwelt verschmutzende USA ist die jetzt anfängt den Mond voll zu müllen, man hätte die Sonden ja auch in die Sonne fliegen können. Ich hätte fast geantwortet das die GRAIL Sonden niemals genügend delta-v generieren könnten um den Mondorbit zu verlassen, geschweige den den Erdorbit, aber das wäre sicherlich pure Zeitverschwendung. Apropos Umweltschutz: Die USA machen sicherlich einiges falsch, aber sie als den größten Umweltsünde schlechthin zu bezeichnen ist eine weitere Sache die mich aufregt. Nach meiner Erfahrung wissen 95% der Deutschen nicht das Deutschland die Einführung des Katalysators verglichen mit der USA um 10 Jahre verschlafen hat. Und die EU hat es bis Heute nicht geschafft die Dieselabgase auf Benziner niveau zu bringen. Aber nein, der Golf TDI Fahrer fährt ökologisch ganz korrekt, es ist der F-150 Fahrer der eine Gefahr für die Menschheit darstellt, plus man hat in der Bild Zeitung irgendetwas von Kyoto gelesen.

Geschrieben von: andreas am 20 Dec 2012, 20:15
QUOTE (ropix @ 19 Dec 2012, 19:23)
da wäre ich mir nicht mal so sicher.

30 000 Schußwaffetote in den USA - gegen wieviele Verkehrstote? 5000?

Geschrieben von: andreas am 20 Dec 2012, 20:17
QUOTE (Russischer Spion @ 19 Dec 2012, 19:26)
QUOTE
naja, ganz einfache Lösung (nach Argumentation des NRA): hätten die Kinder alle Waffen getragen, dann wäre nichts passiert....

Aber wenn ich sowas lese, dann bin ich immer wieder froh um unsere strengen Waffengesetze

Mit Waffen hat diese Geschichte wenig zu tun. In Lateinamerika ist es kaum schwieriger an die Waffen zu kommen als in den USA. In Israel oder in der Schwez hat fast jeder Erwachsene eine Waffe zu Hause. Aber dort passiert sowas nie. Die Ursache liegt woanders und das wisst Ihr selber.

ja und nein. Natürlich liegts nicht nur an den Waffengesetzen - aber die leichte Verfügbarkeit von Waffen erhöht die Wahrscheinlichkeit, daß solche Tatan massiven Schaden anrichten massiv.

Ich wüßte jetzt so auf die schnelle nicht, wo ich grad mal eben ein Sturmgewehr und ein paar Pistolen herbekommen würde um morgen Amok zu laufen.

Und alle anderen theoretischen Varianten, vom Messer bis zum Auto sind meistens nicht so verheerend wie Schußwaffen.

Geschrieben von: Electrification am 20 Dec 2012, 20:29
QUOTE (Autobahn @ 20 Dec 2012, 18:17)
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Auch in Staaten mit guten Sozialsystemen gibt es Mord und Totschlag sowie Eigentumsdelikte.

Es hat sich auch gezeigt, dass es bei Amokläufen nicht um soziale Gerechtigkeit geht. Es sind in der Regel psychisch Gestörte, die für einen kleinen Moment ihre Macht ausleben wollen. Dies wird durch laxe Waffengesetze erleichtert, denn wenn sie nur ihre Fäuste hätten, kämen sie nicht weit.

Solche Amokläufe sind doch Randerscheinungen, so schlimm sie sind. Das sind natürlich Gestörte, aber es passieren abseits davon täglich tausende Morde und das hat durchaus wirtschaftliche Gründe.

Warum sind denn nirgends so viele Menschen in Gefängnissen wie in den USA und warum hat man dort so eine erschreckend hohe Kriminalitätsrate?

Ich will das Land nicht generell kritisieren, es hat viele faszinierende Seiten und diesen stupiden Hass den es in manchen Foren bzw. von manchen Leuten gibt, kann ich nicht nachvollziehen.
Allerdings muss man einfach kritisieren dass es dort zu viele Verlierer des Systems gibt, weil es kaum ein soziales Netz gibt und die Leute oftmals vom Good-Will von Einzelpersonen abhängig sind, denen es oftmals darum geht sich damit ins Rampenlicht zu befördern. Tue Gutes und rede nicht darüber, nur dann kommt es von Herzen und ist nicht von Eigennutz bedient.

Alles in allem fehlt ein anständiges Sozialsystem. Man müsste ja nicht mal das europäische System 1:1 übertragen, aber man darf doch große Teile der Bevölkerung nicht ausschließen.

Geschrieben von: Autobahn am 20 Dec 2012, 21:45
QUOTE (Electrification @ 20 Dec 2012, 20:29)
Alles in allem fehlt ein anständiges Sozialsystem. Man müsste ja nicht mal das europäische System 1:1 übertragen, aber man darf doch große Teile der Bevölkerung nicht ausschließen.

Gewinner und Verlierer gibt es in jedem (Sozial-)System. Du wirst kein staatliches System finden, wo es allen Menschen gleich gut geht. Selbst in sozialistischen Staaten gab es Unterschiede und Kriminalität um des Geldes Willen. Diese waren aber wegen der Pressezensur nicht bekannt und der private Waffenbesitz war dort so gut wie verboten.

Aber wenn es Dich beruhigt, ein nicht geringerer als Aaron Elvis Presley hat schon 1969 (!) auf diese Verhältnisse hingewiesen.

QUOTE
Während der Schnee fällt :
Wird An einem kalten grauen Chicago Morgen,
ein kleines armes Baby geboren,
im Ghetto...
Und seine Mutter weint...
weil das letzte was sie brauchen kann,
ein weiterer hungriger Mund ist, der gefüttert werden muss,
im Ghetto...

Aber die Menschen wollen nicht verstehen, dass dieses Kind eine helfende Hand braucht,
oder er wird eines Tages ein wütender junger Mann sein.
schaut euch selbst und mich an, sind wir zu blind um zu sehen ?
Oder drehen wir uns einfach weg um dann in eine andere richtung zu schauen ?

Die Welt dreht sich weiter :
Und der hungrige kleine Junge mit der laufenden Nase spielt in den Straßen wärend der kühle Wind bläst,
im Ghetto...
Und sein Hunger brennt...
so fängt er an sich in der Nacht auf den Straßen zu bewegen, so lernt er dort zu stehlen, so lernt er dort zu kämpfen,
im Ghetto...

Dann, in einer verzweifelten Nacht, bricht der junge Mann aus,
er kauft die "Waffe", er stiehlt das Auto, versucht zu flüchten doch er kommt nicht weit, und seine Mutter weint...

während sich eine Menschenmenge um den wütenden jungen Mann "zusammenrottet".
liegt er mit dem Gesicht zur Strasse und der "Waffe" in der Hand,
im Ghetto...

Und wärend der junge Mann stirbt :
Wird an einem kalten grauen Chicago Morgen,
ein anderes Baby geboren,
im Ghetto...

Und seine Mutter weint........


Das kann sich aber in der ganzen Welt zugetragen haben, nicht nur in den USA

https://www.youtube.com/watch?v=XXxPOW9GhyA

Geschrieben von: Galaxy am 20 Dec 2012, 23:30
QUOTE (andreas @ 20 Dec 2012, 20:15)
30 000 Schußwaffetote in den USA - gegen wieviele Verkehrstote? 5000?

32.367 Verkehrstote in 2011.

Von den 31.224 Toten durch Schusswaffen (2007) waren 17.352 (über 55%) Selbstmord. Natürlich immer noch zu hoch.

Interessant: In Boston hatten zwischen 1990-1994 75% alle Mordopfer durch Schusswaffen eine kriminelle Vergangenheit. In Philadelphia waren 1993 93% der Mordopfer vorher schon Kriminelle. Wenn sich die Hells Angels mit ihren Rivalen beschießen hat das auf mich eigentlich keine Auswirkung. Genau so wie die Hells Angels in Deutschland für die allgemeine Bevölkerung nicht eine allzu große Gefahr darstellt.

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_motor_vehicle_deaths_in_U.S._by_year

http://en.wikipedia.org/wiki/Gun_violence_in_the_United_States

Ja Wikipedia, aber die zitieren Behörden.

Geschrieben von: JeDi am 20 Dec 2012, 23:36
QUOTE (Galaxy @ 20 Dec 2012, 23:30)
32,367 Verkehrstote in 2011.

In Deutschland warens 4009 im Jahr 2011 - auf die Einwohnerzahl der USA hochgerechnet also etwa 15.200.

Was ich mit dem Kommentar aber nur sagen wollte (und das völlig ohne Wertung): Es gibt auch Gesetze (oder eben nicht-Gesetze) über die so ziemlich alle andren den Kopf schütteln - zumal um die US-Waffengesetze in unseren Nachbarländern kein so großer Hype gemacht wird.

Achja - du magst nicht zufällig den Punkt als 1000er-Trennzeichen benutzen? Mit dem Komma sieht das doch sehr gewöhnungsbedürftig aus...

Geschrieben von: Galaxy am 20 Dec 2012, 23:40
QUOTE (Electrification @ 20 Dec 2012, 20:29)

Solche Amokläufe sind doch Randerscheinungen, so schlimm sie sind. Das sind natürlich Gestörte, aber es passieren abseits davon täglich tausende Morde und das hat durchaus wirtschaftliche Gründe.

Warum sind denn nirgends so viele Menschen in Gefängnissen wie in den USA und warum hat man dort so eine erschreckend hohe Kriminalitätsrate?

Ich will das Land nicht generell kritisieren, es hat viele faszinierende Seiten und diesen stupiden Hass den es in manchen Foren bzw. von manchen Leuten gibt, kann ich nicht nachvollziehen.
Allerdings muss man einfach kritisieren dass es dort zu viele Verlierer des Systems gibt, weil es kaum ein soziales Netz gibt und die Leute oftmals vom Good-Will von Einzelpersonen abhängig sind, denen es oftmals darum geht sich damit ins Rampenlicht zu befördern. Tue Gutes und rede nicht darüber, nur dann kommt es von Herzen und ist nicht von Eigennutz bedient.

Alles in allem fehlt ein anständiges Sozialsystem. Man müsste ja nicht mal das europäische System 1:1 übertragen, aber man darf doch große Teile der Bevölkerung nicht ausschließen.



Teilweise ja. Das Problem ist das die Spannweite recht groß ist. Es gibt sicherlich Menschen sie samt Kinder obdachlos worden. Anderseits werden vom Steuerzahler bezahlte Handys an die Armen verteilt. Ich bin eigentlich ein Gegner von Washington DC und sein streben immer mehr Macht zu zentralisieren, allerdings sind einige Programme vielleicht doch besser zentralisiert. Obamacare ist sicherlich ein guter Schritt, auch wenn ich mich frage warum das Gesetz über 1.000 Seiten lang ist. huh.gif

Geschrieben von: Galaxy am 20 Dec 2012, 23:52
QUOTE (JeDi @ 20 Dec 2012, 23:36)
In Deutschland warens 4009 im Jahr 2011 - auf die Einwohnerzahl der USA hochgerechnet also etwa 15.200.

Was ich mit dem Kommentar aber nur sagen wollte (und das völlig ohne Wertung): Es gibt auch Gesetze (oder eben nicht-Gesetze) über die so ziemlich alle andren den Kopf schütteln - zumal um die US-Waffengesetze in unseren Nachbarländern kein so großer Hype gemacht wird.


Es gibt sicherlich viele Waffengesetze die verbessert werden müssen. Keiner muss mit einer P-90 rumlaufen. Allerdings haben Länder wie die Schweiz eine ähnlich hohe Waffen dichte, ohne die Probleme. Die Frage ist warum? Die soziale Komponente mag eine Rolle spiele. Wenn die Antwort einfach wäre hätte man bestimmt schon reagiert.

QUOTE

Achja - du magst nicht zufällig den Punkt als 1000er-Trennzeichen benutzen? Mit dem Komma sieht das doch sehr gewöhnungsbedürftig aus..


Hoppla korrigiert.

Geschrieben von: Galaxy am 21 Dec 2012, 00:02
QUOTE (andreas @ 20 Dec 2012, 20:17)
Ich wüßte jetzt so auf die schnelle nicht, wo ich grad mal eben ein Sturmgewehr und ein paar Pistolen herbekommen würde um morgen Amok zu laufen.


Ich wüsste jetzt auch nicht wo ich Kokain, oder Crystal Meth herbekomme. Die denjenigen die es wollen kommen aber dran. Ich denke für Menschen die einen barbarischen Akt planen ist das alles kein Problem. Natürlich gibt es dann noch die spontan ausraster. Da spielt der Besitz von Schusswaffen eine destruktive Rolle.

Geschrieben von: 146225 am 21 Dec 2012, 00:43
QUOTE (Galaxy @ 20 Dec 2012, 23:30)
Interessant: In Boston hatten zwischen 1990-1994 75% alle Mordopfer durch Schusswaffen eine kriminelle Vergangenheit. In Philadelphia waren 1993 93% der Mordopfer vorher schon Kriminelle. Wenn sich die Hells Angels mit ihren Rivalen beschießen hat das auf mich eigentlich keine Auswirkung.

Auf die Polizeiarbeit dürfte so etwas sehr wohl Auswirkungen haben - stelle ich mir auch nicht so toll vor, wenn man quasi alltäglich bei Einsätzen befürchten darf, daß scharfe (halb-)automatische Waffen im Spiel sind. Zumindest im urbanen Raum ein vermeidbares Risiko, auch für unbeteiligte Dritte.

Geschrieben von: andreas am 21 Dec 2012, 12:38
QUOTE (Galaxy @ 21 Dec 2012, 00:02)
QUOTE (andreas @ 20 Dec 2012, 20:17)
Ich wüßte jetzt so auf die schnelle nicht, wo ich grad mal eben ein Sturmgewehr und ein paar Pistolen herbekommen würde um morgen Amok zu laufen.


Ich wüsste jetzt auch nicht wo ich Kokain, oder Crystal Meth herbekomme. Die denjenigen die es wollen kommen aber dran. Ich denke für Menschen die einen barbarischen Akt planen ist das alles kein Problem. Natürlich gibt es dann noch die spontan ausraster. Da spielt der Besitz von Schusswaffen eine destruktive Rolle.

ja, aber selbst dann ist das Risiko, daß ich schon bei der suche nach bei uns Illegalen Feuerwaffen ertappt werde sehr groß.
Kein Vergleich zum Weg von der Küche ins Wohnzimmer....

der Punkt ist halt der - der Primärzweck einer Schußwaffe ist töten, egal wie oft man da nur auf Scheiben oder was schießt.

Es gibt keinen Grund, warum jemand Waffen in einer Privatwohnung haben sollte. Keinen.

Geschrieben von: andreas am 21 Dec 2012, 12:40
QUOTE (146225 @ 21 Dec 2012, 00:43)
Auf die Polizeiarbeit dürfte so etwas sehr wohl Auswirkungen haben - stelle ich mir auch nicht so toll vor, wenn man quasi alltäglich bei Einsätzen befürchten darf, daß scharfe (halb-)automatische Waffen im Spiel sind. Zumindest im urbanen Raum ein vermeidbares Risiko, auch für unbeteiligte Dritte.

naja, wenn ich mir überlege, wie bei uns eine Polizeikontrolle abläuft, dann denke ich, daß die Polizisten unsere Waffengesetze schon ganz gut finden.
Denn die Wahrscheinlichkeit auf einen Gangster, besoffenen Waffennarr ec zu tretten ist halt doch relativ gering.

in den USA sind 2012 121 Polizisten während der Dienstausübung gestorben, über ein Drittel davon erschossen
http://www.odmp.org/search/year/2012?ref=sidebar

Geschrieben von: Caesarion am 21 Dec 2012, 12:53
QUOTE (andreas @ 21 Dec 2012, 12:38)

der Punkt ist halt der - der Primärzweck einer Schußwaffe ist töten, egal wie oft man da nur auf Scheiben oder was schießt.

Es gibt keinen Grund, warum jemand Waffen in einer Privatwohnung haben sollte. Keinen.

Dieser Standpunkt zu einseitig. Es kann durchaus Situationen geben, z.B. Morddrohungen gegen sich, wo man nichts zu verlieren hat. Auch kann es Vorkommen, dass die öffentliche Sicherheit auf einmal nicht mehr gegeben ist; man denke nur an den Kroatienkrieg ab 1993, wo es innerhalb von 4 Jahren eine massive politische Umstrukturierung gab, und am Ende serbische/kroatische Milizen mordend durch die Gegend gezogen sind. Da kann die Privatwaffe schon sehr nützlich werden, um Zusammen mit meinem Nachbarn Heim und Herd zu beschützen. Ebenso bei Naturkatastrophen, siehe die Plünderungen bei Hurricane Kathrina. Ich möchte nicht nur mit einem Baseballschläger bewaffnet sein, wenn 5 Plünderer mein Haus umstellt haben. Polizei rufen? Keine Chance, die evakuieren gerade die Menschen...

Wir in Deutschland sind schon sehr verwöhnt, was Sicherheit angeht. Zusammen mit unserer übertrieben pazifistischer Tradition seit 1945 kann sich der Durchschnittsdeutsche gar nicht mehr Situationen vorstellen, wo Schusswaffengebrauch aus Notwehr nötig sein kann.

Geschrieben von: TravellerMunich am 21 Dec 2012, 13:35
Die Argumente pro Waffen kommen mir schon etwas konstruiert vor:

Motto, irgendwann umzingeln Plünderer Markt Schwaben und dann ist man besser bewaffnet - oder ein Bürgerkrieg bricht zwischen Franken und Oberbayern aus, mit finsteren Mordsgesellen angeführt von General "el Presidente" Söder, zusammen mit dem blutrünstigen Beckstein als rechte Hand...

Das erinnert mich fatal an die Argumente der Gurtpflicht-Gegner ("was wenn man mit dem Auto in einen reißenden Fluss fällt und der Sicherheitsgurt klemmt - oder man sieht eine Cruise Missle auf sich zurasen und kann den Gurt nicht schnell genug öffnen, um rauszuspringen.

Klar, das alles kann mit der Chance eines Blitzschlags passieren, real sind jedoch die Tatsachen.
So wie die Gurtpflicht wohl tausende Leben rettet (u.a. wohl auch mal meines), so sterben durch Waffen in Privathaushalten viele Menschen. Wie sieht noch mal die Statistik in den USA aus? Bei 90% der Fälle, in denen in einem Haushalt Schusswaffen zum Einsatz kommt, stirbt ein Familienmitglied. Meist durch Totschlag durch andere Familienmitglieder oder Unfälle (Kinder etc.), so dass der Schaden deutlich höher ist als der potenzielle Nutzen. Und da man jemanden erheblich leichter durch das Betätigen eines Abzugs umbringt als durch Messer oder Totschlag, steigt auch die Mordrate. Die Hemmschwelle ist einfach niedriger und die Erfolgsquote höher.

Geschrieben von: Electrification am 21 Dec 2012, 22:54
QUOTE (Caesarion @ 21 Dec 2012, 12:53)
Wir in Deutschland sind schon sehr verwöhnt, was Sicherheit angeht. Zusammen mit unserer übertrieben pazifistischer Tradition seit 1945 kann sich der Durchschnittsdeutsche gar nicht mehr Situationen vorstellen, wo Schusswaffengebrauch aus Notwehr nötig sein kann.

Wie kann man übertrieben Pazifistisch sein? Wenn jeder Mensch weltweit so veranlagt wäre, hätten wir eine bessere Welt.
Außerdem gibt es bei uns auch genug die alles andere als pazifistisch sind, wenn ich mir die Kommentare vieler Foren anschaue, denn erkenne ich einen hohen Prozenzsatz latent rechten Denkens in der Bevölkerung.
Wir haben genug angerichtet, ich denke die Verbrechen reichen für die nächsten Jahrhunderte, daher ist Pazifismus ein lobenswertes Unterfangen.

Die Waffenlobby um die NRA dreht jetzt auch noch völlig durch:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/nach-amoklauf-us-waffenlobby-will-schulen-mit-waffen-schuetzen-a-874425.html

Denn das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe sei: ein guter Mensch mit einer Waffe.
oder wie wäre es alternativ dazu damit:
Das einzige Mittel ein Feuer zu bekämpfen ist die Feuerwehr mit Flammenwerfern auszustatten. Feuer mit Feuer bekämpfen.

Abgesehen davon, wer soll das bezahlen? Die weltfremden NRAler sicher nicht, denen geht es nur darum mehr Waffen zu verkaufen.
Fehlt nur noch die Forderung alle Schüler mit Waffen auszustatten. wink.gif


Hier noch ein Artikel und jetzt wirds immer besser, sogar Naturkatastrophen sollen Schuld an solchen Amokläufen sein. wink.gif
http://www.spiegel.de/politik/ausland/national-rifle-association-geht-in-us-waffendebatte-zum-gegenangriff-ueber-a-874445.html

Zum Abschluss noch folgendes Textzitat:
In der einen Woche seit Newtown starben mindestens 78 weitere Amerikaner durch Waffengewalt.

Geschrieben von: andreas am 22 Dec 2012, 09:30
Gibts dann auch Seminare, daß die 'Guten' mit der Waffe gleich die 'Bösen' mit der Waffe erkennen?
Wie verhindert man, daß ein 'Guter' auf einmal ein 'Böser' wird?

Geschrieben von: Russischer Spion am 22 Dec 2012, 11:14
QUOTE
Auf die Polizeiarbeit dürfte so etwas sehr wohl Auswirkungen haben - stelle ich mir auch nicht so toll vor, wenn man quasi alltäglich bei Einsätzen befürchten darf, daß scharfe (halb-)automatische Waffen im Spiel sind.

Deswegen muss man gleich 12 Schuesse abgeben um auf Nummer sicher zu gehen cool.gif :

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LhnY17F_eiQ

Es lebe amerikanische Demokratie und Freiheit.

Geschrieben von: JNK am 22 Dec 2012, 11:43
Interessanter Aufmacher der Huffington Post:
http://www.huffingtonpost.com/
http://www.huffingtonpost.com/2012/12/21/us-shooting-deaths-sandy-hook_n_2348466.html

Geschrieben von: TravellerMunich am 22 Dec 2012, 11:50
Schusswaffen erleichtern einfach das töten - ob gewollt oder als Unfall.
Es gehört schon mehr dazu, jemanden zu erstechen oder zu erschlagen, als einen Abzug zu ziehen.
Abgesehen von den vielen Unfällen mit Waffen.

Zudem ist es mir schleierhaft, wozu jemand zu Selbstverteidigung ein Sturmgewehr benötigt.

Geschrieben von: Iarn am 22 Dec 2012, 12:27
QUOTE (TravellerMunich @ 22 Dec 2012, 11:50)
Zudem ist es mir schleierhaft, wozu jemand zu Selbstverteidigung ein Sturmgewehr benötigt.

Du hast noch nie einen Zombie Film gesehen oder? biggrin.gif

Ne mal im Ernst bei Bedrohungen durch schwere Waffen/ Profi Soldaten zieht man als Freizeit Kämpfer meist den kürzeren.
Im Libanon gibt es auch viele Handfeuerwaffen. Die nutzen den Zivilisten aber gar nichts wenn die israelische Armee durch das Land pflügt.
In Amerika leben allerdings Menschen in dem Glauben dass sie sich mit ihrer Bürgerwehr dagegen schützen können wenn die schwarzen UN Hubschrauber das Land besetzen wollen. Keine Ahnung woher diese verbreitete Verschwörungstheorie mit den UN Hubschraubern kommt, ist jedoch auf Mittelwelle der Südstaaten ein beliebtes Thema.

Geschrieben von: Iarn am 24 Dec 2012, 12:16
Langsam wird es absurd: http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-874579.html

Geschrieben von: ms0815 am 24 Dec 2012, 13:49
Die Amis haben weniger Angst vor ominösen UN Truppen (dagegen hätten sie ihr Militär), als vor ihrer eigenen (Zentral-)Regierung.
Und in den USA gab es schon mal einen Bürgerkrieg, der den Leuten dort noch sehr gut in Erinnerung ist.

In den USA ist es Ausdruck der persönlichen Freiheit, beliebige Waffen besitzen zu können.
Bei uns ist es das fehlen einer Geschwindigkeitsbegranzung auf der Autobahn.
Bei den Griechen, dass man keine Steuern zahlt ...
Jedes Land hat da seine eigenen Verrücktheiten.

Ich finde, wir sollte nicht so mit dem Finger auf die USA zeigen.
Bei uns gibt es reihenweise Schützenvereine und die Waffengesetze werden vielfach nicht kontrolliert.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Dec 2012, 15:47
QUOTE (ms0815 @ 24 Dec 2012, 13:49)
Bei uns gibt es reihenweise Schützenvereine und die Waffengesetze werden vielfach nicht kontrolliert.

Dann mach Dich mal über Schützenvereine schlau. Das einzige Mal, wo in einem Schützenverein nach der Waffe (Einzelschuss, Kleinkaliber) gegriffen wird, ist beim Königsschießen. Und das auf einen hölzernen Vogel, der weit über den Köpfen der Schützen hängt.

Was Du meinst, sind die Sportschützen. Die schießen aber auch mit Kleinkaliber, auf jeden Fall nicht aus Sturmgewehren.

Nach den jüngsten Vorfällen in Deutschland sind die Waffengesetze verschärft worden. Niemand ist berechtigt, eine schussbereite Sport- oder Jagdwaffe mit sich zu führen. Zum Transport müssen Waffe und Munition getrennt aufbewahrt werden. Selbst Jäger haben keinen Waffenschein, sondern nur eine Waffenbesitzkarte und die Waffen sind einschließlich Schussspuren bei der Polizei registriert.

Sicher gibt es auch illegale Waffen, die sind aber nicht so verbreitet wie es den Anschein hat.

Geschrieben von: ms0815 am 24 Dec 2012, 16:20
QUOTE (Autobahn @ 24 Dec 2012, 15:47)
Was Du meinst, sind die Sportschützen. Die schießen aber auch mit Kleinkaliber, auf jeden Fall nicht aus Sturmgewehren.

Nach den jüngsten Vorfällen in Deutschland sind die Waffengesetze verschärft worden. Niemand ist berechtigt, eine schussbereite Sport- oder Jagdwaffe mit sich zu führen. Zum Transport müssen Waffe und Munition getrennt aufbewahrt werden. Selbst Jäger haben keinen Waffenschein, sondern nur eine Waffenbesitzkarte und die Waffen sind einschließlich Schussspuren bei der Polizei registriert.

Sicher gibt es auch illegale Waffen, die sind aber nicht so verbreitet wie es den Anschein hat.

Dass ich nicht lache, in Deutschland gibt es doppelt so viele illegale Waffen, wie legale!

Die Gesetze sind auch nicht das Problem, sondern die (kaum vorhandenen) Kontrollen.
Es gab vor ein paar Monaten mal eine Umfrage bei diversen Gemeinden, wie viele Kontrollen diese durchführen.
Die Anzahl war bei vielen minimal, einige haben ein ganzes Jahr lang keinen einzigen Besitzer kontrolliert.

PS: Wikipedia:
QUOTE
In Deutschland gibt es ca. 10 Millionen registrierte Schusswaffen. Dies sind etwa 12 % der weltweit registrierten Schusswaffen. Damit ist die Quote legaler Schusswaffen gegenüber anderen Ländern extrem hoch. Der Anteil illegaler Schusswaffen in Deutschland überwiegt jedoch aufgrund einer Änderung des Waffengesetzes 1972.

Geschrieben von: Electrification am 24 Dec 2012, 16:27
QUOTE (ms0815 @ 24 Dec 2012, 16:20)
Dass ich nicht lache, in Deutschland gibt es doppelt so viele illegale Waffen, wie legale!

Die Gesetze sind auch nicht das Problem, sondern die (kaum vorhandenen) Kontrollen.
Es gab vor ein paar Monaten mal eine Umfrage bei diversen Gemeinden, wie viele Kontrollen diese durchführen.
Die Anzahl war bei vielen minimal, einige haben ein ganzes Jahr lang keinen einzigen Besitzer kontrolliert.

Schau mal wie hoch die Kriminalität in Deutschland oder Europa allgemein ist und vergleiche das mit den USA.

Für die Kontrollen fehlen wohl Mitarbeiter und die dürften dem allgemeinen Sparwahn zum Opfer gefallen sein, so wie auch Finanzbeamte fehlen (obwohl die ihre Kosten mehrfach reinholen würden) oder um bei der Eisenbahn zu bleiben, EBA-Mitarbeiter.

Meiner Meinung nach müsste der gesamte private Waffenbesitz verboten werden. Jäger und andere müssten ihre Gewehre für die Zeit des Gebrauchs bei einer speziellen Verwahrstelle abholen und danach wieder zurückbringen. Die Munition muss auch streng rationiert abgegeben werden und die Nutzer haben für jeden Schuss Rechenschaft abzugeben und einen schriftlichen Bericht zu erstellen.


Geschrieben von: Boris Merath am 24 Dec 2012, 18:34
QUOTE (Electrification @ 24 Dec 2012, 16:27)
Die Munition muss auch streng rationiert abgegeben werden und die Nutzer haben für jeden Schuss Rechenschaft abzugeben und einen schriftlichen Bericht zu erstellen.

Das stelle ich mir insbesondere bei Jägern und Sportschützen lustig vor.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Dec 2012, 19:12
QUOTE (Boris Merath @ 24 Dec 2012, 18:34)
Das stelle ich mir insbesondere bei Jägern und Sportschützen lustig vor.

Es ist nicht lustig, sondern real. Jäger und Sportschützen müssen Nachweise über ihren Munitionsverbrauch führen, die so genannten Schießbücher.

Darüber hinaus wird auch der Erwerb von Waffen und Munition peinlich genau festgehalten und den Behörden übermittelt.

Geschrieben von: andreas am 24 Dec 2012, 23:06
ich mein, man macht sich immer über unsere Kuscheljustiz lustig und über unsere geringen Strafen, aber wenn man das liest
QUOTE
ie USA haben weltweit sowohl absolut als auch relativ zur Bevölkerung die größte Gefängnispopulation.[34] 2008 befanden sich über 2,4 % der Bevölkerung der USA entweder im Gefängnis (2,3 Millionen) oder sie waren zur Bewährung (4,3) oder zur Haftaussetzung (0,828) auf freiem Fuß.[35] Bis zum Jahr 2011 stieg die Zahl der Gefangenen auf über 2,4 Millionen.[36] Damit stehen die Vereinigten Staaten im Verhältnis von Gefängnisinsassen zur Einwohnerzahl mit Abstand weltweit an der Spitze. Die Kriminalitätsrate blieb hingegen zunächst konstant und nahm später sogar ab.
, dann muß man sagen, so falsch kanns dann doch nicht sein....

geklaut bei der wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Gefängnissystem_der_Vereinigten_Staaten

Geschrieben von: Electrification am 25 Dec 2012, 15:16
Naja, ein Mittelweg wäre schon angebracht, denn manchmal ist es schon enttäuschend wenn Jugendliche die jemanden ins Koma treten, oftmals sehr glimpflich davonkommen. Oftmals wird schwere Körperverletzung weniger schwer bestraft als Finanzbetrug, dabei ist die körperliche Unversehrtheit doch das wichtigste Gut und wichtiger als jeder finanzielle Schaden.
Die Strafen in Deutschland sind großteils in Ordnung, nur für schwere Körperverletzung sind sie oftmals zu niedrig und es werden zu viele Ausreden akzeptiert.

In den USA wird man doch für jeden Mist eingesperrt und man sieht dass die Leute dort erst recht zu Verbrechern werden. Die härtesten Strafen bringen nichts, wenn man nicht auch dafür sorgt dass die Leute sich bessern und wenn sie rauskommen möglichst nicht mehr straffällig werden. Auch sind die Zustände dort oftmals unwürdig und wenn dann Kleinganoven mit Schwerverbrechern zusammenkommen ist das für Erstere, die ja das Potenzial am ehesten haben da raus zu kommen, nicht gerade positiv.

Man muss eben abwägen und Leute wegen kleiner Vergehen nicht gleich einsperren sondern sinnigere Strafen wie Sozialarbeit usw. aufbrummen. Dazu sollte man Kleinkriminelle nie in der Nähe von denen haben die sich nie bessern werden, von Schwerverbrechern wie Mördern, die das Potenzial haben das wieder zu machen (also keine Affekt-Totschlag-Kandidaten, auch wenn das auch nicht schön ist).


Geschrieben von: Electrification am 10 Jan 2013, 22:54
Niedrige Lebenserwartung in USA: Der kürzere Way of Life

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/usa-lebenserwartung-junger-amerikaner-niedriger-als-in-deutschland-a-876726.html


Dort scheint ja schon das Tragen eines Gurtes bei der Autofahrt eine Einschränkung der Freiheit zu sein. Gurte sind wahrscheinlich sozialistisch. wink.gif

Das interessanteste ist ja dass man dort das mit Abstand teuerste Gesundheitssystem hat (pro Kopf 8000 Dollar, im Vergleich zum OECD-Schnitt von 3200 Euro), aber auch das mit Abstand schlechteste.
Liegt wohl an den hohen Kosten für Versicherungen und Absicherungen, um sich gegen Millionenklagen zu schützen und die überhöhten Verdienste der Ärzte und entsprechende Folgekosten für das Gesundheitssystem.

Geschrieben von: 146225 am 10 Jan 2013, 23:14
QUOTE (Electrification @ 10 Jan 2013, 22:54)
[...] und die überhöhten Verdienste der Ärzte [...]

Der einzige Punkt, wo ich Dir entschieden widersprechen muß: Gute Ärzte sowie auch gutes nichtärztliches medizinisches (Pflege-)Personal kosten genauso sehr Geld wie gute Lokführer. Warum wohl haben wir in Deutschland von alledem zu wenig?

Geschrieben von: Galaxy am 10 Jan 2013, 23:36
QUOTE (Electrification @ 10 Jan 2013, 22:54)





http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/usa-lebenserwartung-junger-amerikaner-niedriger-als-in-deutschland-a-876726.html

Du hast mal wieder ein polydimensionales Problem auf 1 oder 2 Dimensionen beschränkt.

QUOTE

Das interessanteste ist ja dass man dort das mit Abstand teuerste Gesundheitssystem hat (pro Kopf 8000 Dollar, im Vergleich zum OECD-Schnitt von 3200 Euro), aber auch das mit Abstand schlechteste.
Liegt wohl an den hohen Kosten für Versicherungen und Absicherungen, um sich gegen Millionenklagen zu schützen und die überhöhten Verdienste der Ärzte und entsprechende Folgekosten für das Gesundheitssystem.


Im vergleich zu Deutschland wo Stationsärzte im Krankenhaus für €5.000 im Monat 36 Stunden Dienste ableisten müssen (der Gesetzgeber geht davon aus das die Ärzte Nachts im Krankenhaus schlafen und "nur" im Notfall einspringen rolleyes.gif) und am Ende verklagt werden können wenn sie völlig übermüdet Fehler produzieren, sind Ärzte in den USA überbezahlt ja.


Geschrieben von: GSIISp64b am 11 Jan 2013, 00:11
Ich kenne Erzählungen, nach denen man in den USA für eine einzelne Krankenhausmahlzeit oder sogar für die Verabreichung einer Aspirin-Tablette dreistellige Dollarbeträge zahlen kann.

Geschrieben von: Galaxy am 11 Jan 2013, 00:38
QUOTE (GSIISp64b @ 11 Jan 2013, 00:11)
Ich kenne Erzählungen, nach denen man in den USA für eine einzelne Krankenhausmahlzeit oder sogar für die Verabreichung einer Aspirin-Tablette dreistellige Dollarbeträge zahlen kann.

3 Stellig sicher nicht. Es wird aber in der Tat mehr für Medikamente wie Aspirin berechnet um damit andere Kosten zu subventionieren.

Im Durchschnitt berechnen Krankenhäuser Aspirin mit $ 0.65 pro Tablette.

http://www.npr.org/blogs/money/2009/11/18_dollar_asprin.html

Geschrieben von: Electrification am 11 Jan 2013, 00:50
QUOTE (146225 @ 10 Jan 2013, 23:14)
Der einzige Punkt, wo ich Dir entschieden widersprechen muß: Gute Ärzte sowie auch gutes nichtärztliches medizinisches (Pflege-)Personal kosten genauso sehr Geld wie gute Lokführer. Warum wohl haben wir in Deutschland von alledem zu wenig?

Ich gebe dir ja absolut recht dass das Pflegepersonal, ob Krankenschwester oder Arzt in Deutschland zu wenig verdient, das müsste absolut mehr sein. Auch Landärzte verdienen zu wenig.
Wie in vielen Artikeln zu lesen ist, wäre aber schon alleine durch Umschichtung von Geldern von den Fachärzten hin zu Landärzten und Klinikärzten die Geschichte abzumildern und das ohne Zusatzkosten.

Ich bin der letzte der hier nicht mehr für unser Klinikpersonal fordern würde, aber in den USA scheint es genau ins andere Extrem auszuarten und das führt u. a. (nicht alleine) zu diesen Kosten.
Es kann ja nicht sein dass ein Land zwar die höchsten Kosten hat, aber die mieseste Versorgung für alle die zu den 99% gehören und vor allem für die, die sich keine Krankenversicherung leisten können.
Interessant sind ja hierzu die Antworten von Leuten die in den USA gelebt haben oder leben.

QUOTE (Galaxy)

Im vergleich zu Deutschland wo Stationsärzte im Krankenhaus für €5.000 im Monat 36 Stunden Dienste ableisten müssen (der Gesetzgeber geht davon aus das die Ärzte Nachts im Krankenhaus schlafen und "nur" im Notfall einspringen rolleyes.gif) und am Ende verklagt werden können wenn sie völlig übermüdet Fehler produzieren, sind Ärzte in den USA überbezahlt ja.


Ich habe nie behauptet dass bei uns die Bezahlung gut wäre, es ging hier um die USA und unser System müsste dringend geändert werden, auch um sich die Fachkräfte zu erhalten.
Aber dort wo es besser geregelt ist, wie in den skandinavischen Ländern, wie auch nicht in US-Größenordnungen verdient. Eine gute Bezahlung ist wichtig, aber so wie man liest haben die USA das teuerste Medizinstudium und durch die völlig überhöhten Kosten sind dann natürlich verständlicherweise hohe Löhne an der Tagesordnung, auch um die Schulden abzubezahlen. Da tritt dann wieder die Frage auf ob hohe Studiengebühren wirklich sinnvoll sind.

Zu den dreistelligen Werten, im Spiegel-Forum steht ein Beitrag eines Users der wegen Beschwerden beim Arzt war, nicht mal richtig untersucht wurde und für ca. 30 Minuten 600 $ zahlen musste.

Geschrieben von: JeDi am 11 Jan 2013, 11:47
QUOTE (Electrification @ 11 Jan 2013, 00:50)
Zu den dreistelligen Werten, im Spiegel-Forum steht ein Beitrag eines Users der wegen Beschwerden beim Arzt war, nicht mal richtig untersucht wurde und für ca. 30 Minuten 600 $ zahlen musste.

Ich denk aber nicht, dass man das verallgemeinern kann. Hier wie dort gibts vermutlich schwarze Schafe in so ziemlich allen Berufsgruppen (eben auch bei den Ärzten). Sei es in Sachen Kompetenz, sei es in Sachen gestalterisch anspruchsvolle Abrechnungen.

Geschrieben von: Galaxy am 12 Jan 2013, 17:04
QUOTE (Electrification @ 11 Jan 2013, 00:50)
Es kann ja nicht sein dass ein Land zwar die höchsten Kosten hat, aber die mieseste Versorgung für alle die zu den 99% gehören und vor allem für die, die sich keine Krankenversicherung leisten können.


99%? Die Mehrheit der Amerikaner geniest ein excellentes Gesundheitssystem. Die meisten sind über den Arbeitgeber versichert. Das Problem ist das bisher 15% der Bevölkerung keinen wirklichen Zugang dazu hatte. Das Problem sind nicht die Armen. Die Senioren (über 65) und die Armen werden durch die US Bundesregierung versichert. Das Problem an der Sache ist das Arm wirklich Arm bedeutet. Die 15% hatten genügend Geld um nicht als arm zu gelten, konnten sich aber keine private Versicherung leisten. Das Medicaid Programm hat das gleiche moralische Dilemma wie Hartz4 in Deutschland. Diejenigen die ihr Geld verprassen kommen sofort in den Genuss des Programms, und derjenige der Geld beiseite gelegt hat und ein Haus angespart hat muss alles liquidieren.

Übrigens der Bundesstaat Massachusetts hat seit 2006 eine staatlich garantierte Versicherung für alle Bürger. Würde eingeführt durch die kapitalistische Heuschrecke Mitt Romney. wink.gif

QUOTE

Eine gute Bezahlung ist wichtig, aber so wie man liest haben die USA das teuerste Medizinstudium und durch die völlig überhöhten Kosten sind dann natürlich verständlicherweise hohe Löhne an der Tagesordnung, auch um die Schulden abzubezahlen. Da tritt dann wieder die Frage auf ob hohe Studiengebühren wirklich sinnvoll sind.


Wenn man mal von Institutionen wie die Harvard Medical School absieht bin ich mir gar nicht sicher ob das Medizinstudium in den USA wirklich teurer ist. Der Unterschied ist das ein Lokführer in den USA seinem Arzt nicht per Steuern das Studium mitfinanziert hat.


Geschrieben von: Galaxy am 12 Jan 2013, 17:25
Etwas für den Humor:

Die USA bauen nicht den "Todesstern."

Es gab eine Gruppe von Scherzkekse die dieses per Petition gefordert haben. Da sie innerhalb von 30 Tagen 25.000 Unterschriften gesammelt haben war das White House gezwungen dazu offiziell Stellung zunehmen.

https://petitions.whitehouse.gov/petition/secure-resources-and-funding-and-begin-construction-death-star-2016/wlfKzFkN

biggrin.gif

- Ein Death Star würde $850,000,000,000,000,000 kosten. Wir wollen das Defizit reduzieren nicht vergrößern.

- Die Obama Administration unterstützt nicht die Zerstörung ganzer Planeten.

- Die ISS wird erwähnt. "That's no moon, it's a space station"

- Der NASA Mars Roboter Curiosity hat immerhin ein Laser an bord.

- DARPA (forschungs Abteilung vom Pentagon) arbeitet an Roboter die den AT-ATs von Star Wars ähneln.

- POTUS Obama kann mit einem Lichtschwert umgehen.

- Ach ja und wenn ihr eine Karriere in den Bereichen Wissenschaft, Technik, oder Mathematik nachgeht, möge die Macht mit euch sein.









Geschrieben von: Iarn am 12 Jan 2013, 18:00
Die beste Nachricht aus den USA seit langem!
Jetzt müssen sie nur noch aufhören den Planet anderweitig kaputt zu machen..

Geschrieben von: Iarn am 3 Feb 2013, 20:34
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/chris-kyle-autor-von-american-sniper-erschossen-a-881232.html

Abgesehen von der Ironie das der angeblich beste Schütze der USA erschossen wurde:
Vielleicht können im Irak nun ein paar Witwen und Waisen besser schlafen.

Geschrieben von: chris232 am 3 Feb 2013, 21:38
QUOTE (Iarn @ 3 Feb 2013, 20:34)
Vielleicht können im Irak nun ein paar Witwen und Waisen besser schlafen.

Und vielleicht können im Irak und darüber hinaus einige Verheiratete und Ledige dank ihm besser schlafen.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 12:40
Das das Problem mit ObamaCare die komplexität ist, habe ich ja schon öfters erwähnt. Gott sei dank, haben die Behörden das ganze jetzt mit Beispielen erläutert.

"Example 1. Unmarried employee with no dependents. Taxpayer A is an unmarried individual with no dependents. In November 2015, A is eligible to enroll in self-only coverage under a plan offered by A’s employer for calendar year 2016. If A enrolls in the coverage, A is required to pay $5,000 of the total annual premium. In 2016, A’s household income is $60,000. Under paragraph (e)(3)(ii)(A) of this section, A's required contribution is $5,000, the portion of the annual premium A pays for selfonly coverage. Under paragraph (e)(1) of this section, A lacks affordable coverage for 2016 because A’s required contribution ($5,000) is greater than 8 percent of A’s household income ($4,800).
Example 2. Married employee with dependents. Taxpayers B and C are married and file a joint return for 2016. B and C have two children, D and E. In November 2015, B is eligible to enroll in self-only coverage under a plan offered by B’s employer for calendar year 2016 at a cost of $5,000 to B. C, D, and E are eligible to enroll in family coverage under the same plan for 2016 at a cost of $20,000 to B. B, C, D, and E’s household income is $90,000. Under paragraph (e)(3)(ii)(A) of this section, B's required contribution is B's share of the cost for self-only coverage, $5,000. Under paragraph (e)(1) of this section, B has affordable coverage for 2016 because B’s required contribution ($5,000) does not exceed 8 percent of B’s household income ($7,200). Under paragraph (e)(3)(ii)(B) of this section, the required contribution for C, D, and E is B's share of the cost for family coverage, $20,000. Under paragraph (e)(1) of this section, C, D, and E lack affordable coverage for 2016 because their required contribution ($20,000) exceeds 8 percent of their household income ($7,200)

(i) In 2016 Taxpayers M and N are married and file a joint return. M and N have two children, P and Q. M, N, P, and Q are ineligible to enroll in minimum essential coverage other than coverage in the individual market for a month in 2016. The annual premium for M, N, P, and Q’s applicable plan is $20,000. The adjusted annual premium for M, N, P, and Q’s applicable benchmark plan (within the meaning of §1.36B-3(f)) is $25,000. M and N’s household income is $80,000, which is 347 percent of the Federal poverty line for a family size of 4 for the taxable year. (ii) Under paragraph (e)(4)(ii)© of this section, the credit allowable under section 36B is determined pursuant to section 36B. With household income at 347 percent of the Federal poverty line, the applicable percentage is 9.5. Because each month in 2016 is a coverage month (within the meaning of §1.36B-3©), the maximum credit allowable 61 under section 36B is the excess of the premium for the applicable benchmark plan over the product of the household income and the applicable percentage ($17,400). Therefore, under paragraph (e)(4)(ii)(A) of this section, the required contribution for M, N, P, and Q is $2,600. Under paragraph (f)(2) of this section, M, N, P, and Q have affordable coverage for 2016 because their required contribution ($2,600) does not exceed 8 percent of their household income ($6,400)."


http://www.irs.gov/PUP/newsroom/REG-148500-12%20FR.pdf


Ahh, jetzt wird alles klar. rolleyes.gif

Geschrieben von: hmmueller am 4 Feb 2013, 12:55
QUOTE (Galaxy @ 4 Feb 2013, 12:40)
Ahh, jetzt wird alles klar. rolleyes.gif

Fast:

QUOTE
M and N’s household income is $80,000 ... the applicable percentage is 9.5.  ... the product of the household income and the applicable percentage ($17,400)


80,000 mal 0,095 ist aber 7600, nicht 17400. Wo kann ich nachfragen?

... sonst schaut das auch nicht ärger aus als die Beispiele bei jedem billigen deutschen Steuerprogramm,

Geschrieben von: Iarn am 4 Feb 2013, 15:16
Wie lauten eigentlich die republikanischen Steuerpläne wenn sie die Mehrheit in beiden Kammern plus Präsident hätten?

20 000 $ pro Kopf, Kinder das doppelte
Veteranen aller Kriege außer Vietnam 50% Steuernachlass *
Mitglieder von Bürgerwehren 50% Steuernachlass **
Kauf von Waren, Munition und Fahnen (Stars&Stripes, Confed, Lone Star) ist abzugsfähig
Spenden an US Kirchen sind abzugsfähig ***
Wer es schafft, einen INS Beamten zu erlegen, gilt in dem Jahr als steuerbefreit

* die haben ja nur geraucht in Vietnam, deswegen haben die USA auch nicht glorreich gewonnen
** als Bürgerwehr gilt, wer einmal im Jahr einen Fremden erschossen hat, der anders aussah als die Bewohner des Viertels
*** als US Kirche gilt, wenn diese in Amerika von einem Amerikaner gegründet wurde und ihrer Firmensitz in den USA oder auf den Virgin Islands hat

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 15:36
Die Republikaner sind nicht Satan.

Geschrieben von: Boris Merath am 4 Feb 2013, 15:45
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 15:36)
Die Republikaner sind nicht Satan.

Alle nicht, aber manche schon.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 15:48
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 15:16)
Wie lauten eigentlich die republikanischen Steuerpläne wenn sie die Mehrheit in beiden Kammern plus Präsident hätten?

20 000 $ pro Kopf, Kinder das doppelte
Veteranen aller Kriege außer Vietnam 50% Steuernachlass *
Mitglieder von Bürgerwehren 50% Steuernachlass **
Kauf von Waren, Munition und Fahnen (Stars&Stripes, Confed, Lone Star) ist abzugsfähig
Spenden an US Kirchen sind abzugsfähig ***
Wer es schafft, einen INS Beamten zu erlegen, gilt in dem Jahr als steuerbefreit

* die haben ja nur geraucht in Vietnam, deswegen haben die USA auch nicht glorreich gewonnen
** als Bürgerwehr gilt, wer einmal im Jahr einen Fremden erschossen hat, der anders aussah als die Bewohner des Viertels
*** als US Kirche gilt, wenn diese in Amerika von einem Amerikaner gegründet wurde und ihrer Firmensitz in den USA oder auf den Virgin Islands hat

Nun die Eckpfeiler des Romney Plan war: 20% Reduktion aller Einkommenssteuersätze. 0% Abgeltungssteuer für alle Individuen bis $100.000, bzw. $200.000 für Ehepaare. Von den $551 Milliarden in Abschreibungen (wovon vor allem die Reichen profitiert haben) sollten $360 Milliarden abgeschafft werden.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 15:52
QUOTE (Boris Merath @ 4 Feb 2013, 15:45)
Alle nicht, aber manche schon.

Einverstanden. Aber das gilt auch für Democrats, CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke oder alle anderen politischen Parteien auf dem Planeten.

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 16:25
QUOTE (Boris Merath @ 4 Feb 2013, 15:45)
Alle nicht, aber manche schon.

Man kann's aber auch wirklich übertreiben mit der Dämonisierung.

Geschrieben von: Iarn am 4 Feb 2013, 16:25
Die Republikaner waren eigentlich ganz moderat, bis zwei Dinge passierten:

Um die Jahrtausend Wende kam die neokonservative Strömung des New American Century, welche aufgrund des Zusammenbruchs des Ost Blocks auf die Idee kamen, die amerikanische Idee hätte sich durchgesetzt und die USA wären nun dazu berufen, auch noch den restlichen Planeten nach ihrem Vorbild umzukrempeln.

Dann kam die Tea Party und mobte jeden Republikaner weg, der irgendwie Kompromisse machte. Mit der Folge, dass jeder der die Vorwahlen zu irgendwas gewinnen will, sich ultra rechts geben muss.
Während sich die Tea Party bürgernah und basisdemokratisch gibt, ist sie für mich eine extrem gefährliche rechtsradikale Strömung, gerade weil sie so wenig von der Kaderuniformität anderer rechtsradikaler Strömungen wie KKK oder NSDAP hat.

Geschrieben von: Iarn am 4 Feb 2013, 16:27
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 16:25)
Man kann's aber auch wirklich übertreiben mit der Dämonisierung.

Sorry aber die 'Birther' diffamieren Obama mit den selben Methoden wie die Nazis ihre Gegner, irgendwann ist echt Ende der Fahnenstange.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 16:38
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 16:27)
Sorry aber die 'Birther' diffamieren Obama mit den selben Methoden wie die Nazis ihre Gegner, irgendwann ist echt Ende der Fahnenstange.

Obama hat die birthers und deren Anführer Donald Trump ordentlich geohrfeigt.

http://www.youtube.com/watch?v=7eJpWOY3r18



biggrin.gif

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 16:49
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 16:27)
Sorry aber die 'Birther' diffamieren Obama mit den selben Methoden wie die Nazis ihre Gegner, irgendwann ist echt Ende der Fahnenstange.

Genau, deshalb diffamiert man die gesamten Republikaner als einen Haufen sabbernder Vollidioten und BorisM sagt, die Tea Party sei Satan. Leute, geht's noch?

Und ja, ich bin mir der Situation in den USA bewusst und finde das, was die Ultrarechte da abzieht, ganz schön scheiße. Aber irgendwer muss ja auch Advo... äh Anwalt des Teufels spielen.

Geschrieben von: Iarn am 4 Feb 2013, 17:06
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 16:49)
Genau, deshalb diffamiert man die gesamten Republikaner als einen Haufen sabbernder Vollidioten und BorisM sagt, die Tea Party sei Satan. Leute, geht's noch?

Und ja, ich bin mir der Situation in den USA bewusst und finde das, was die Ultrarechte da abzieht, ganz schön scheiße. Aber irgendwer muss ja auch Advo... äh Anwalt des Teufels spielen.

Also mein Beitrag zu den republikanischen Steuervorschlägen war ironisch gemeint. Ich bin allerdings weiterhin nicht dazu bereit Ironietags zu verwenden.
Ich bin sicher, dass keiner hier an Satan glaubt oder jemand mit ihm vergleichen will.

Natürlich sind nicht alle Republikaner Rassisten und manche können sogar in mehreren Sprachen lesen und Schreiben <Ironie>, aber es sind auch nicht alle NPDler stramme Nazis. Vielleicht ist da auch das ein oder andere verwirrte alte Mütterchen dabei die ihr altes Ostpreußen wiedersehen möchte oder ein einfach gestrickter Bauarbeiter der einfach nur Angst vor ausländischer Konkurrenz hat.
Trotzdem muss sich eine Partei, die extreme Positionen duldet, auch dafür als ganzes verantworten. Und solange noch reihenweise Republikaner behaupten, Obama wäre kein Amerikaner oder ein Moslem, halte ich die Partei für rechtsradikal. Allein die Tatsache Moslem als Rufmordmethode zu benutzen halte ich schon für sehr streng verdächtig, das Erbe der NSDAP aufzugreifen.

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 17:09
Dir ist aber klar, dass man eine Partei in den USA aufgrund der Funktionsweise des gesamten Systems nicht mit einer deutschen Partei - und schon gar nicht mit einer deutschen Splitterpartei mit dreieinhalb Mitgliedern! - vergleichen kann?

Die Vielfalt innerhalb einer einzelnen Partei ist in den USA aufgrund des Zweiparteiensystems und der parteiinternen demokratischen Mechanismen (Vorwahlen etc) eine ganz andere als in einer deutschen Partei. Und damit beschränkt sich dann auch die Möglichkeit der gemäßigten Reps, gegen die extremistischen Reps irgendwas zu tun, sehr stark.

Geschrieben von: andreas am 4 Feb 2013, 17:11
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 16:49)
Genau, deshalb diffamiert man die gesamten Republikaner als einen Haufen sabbernder Vollidioten und BorisM sagt, die Tea Party sei Satan. Leute, geht's noch?

Und ja, ich bin mir der Situation in den USA bewusst und finde das, was die Ultrarechte da abzieht, ganz schön scheiße. Aber irgendwer muss ja auch Advo... äh Anwalt des Teufels spielen.

ich finds die Amis lustig - erst ruinieren Bush und co. in Rekordzeit das Land und dann schaffen es die Republikaner auch noch, daß die Leute glauben, das wäre Obamas Schuld...
Wer sich wirklich informieren will, der informiert sich mal, wie die US Haushalte am Ende der Clinton Regierung ausgeschaut haben und was GWB und sein Verein da draus gemacht haben

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 17:19
Ich finde die politische Situation als Außenstehender auch ziemlich unterhaltsam, und habe immer wieder meine Probleme, zu verstehen, wie zur Hölle sich so viele unsinnige politische Positionen, unsaubere Wahlkampftaktiken bis hin zu glattem Wahlbetrug, archaische Regelungen und populistische Hetzreden in der heutigen Zeit noch halten lassen.

Trotzdem muss es doch möglich sein, über das Thema auf einem anderen Niveau als "Die Republikaner sind die Bösen" zu diskutieren - alternativ sollte man es einfach sein lassen. Das schürt im Grunde nur antiamerikanische Ressentiments und wird der Sache nicht im Ansatz gerecht.

Geschrieben von: Iarn am 4 Feb 2013, 17:20
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 17:09)
Dir ist aber klar, dass man eine Partei in den USA aufgrund der Funktionsweise des gesamten Systems nicht mit einer deutschen Partei - und schon gar nicht mit einer deutschen Splitterpartei mit dreieinhalb Mitgliedern! - vergleichen kann?

Die Vielfalt innerhalb einer einzelnen Partei ist in den USA aufgrund des Zweiparteiensystems und der parteiinternen demokratischen Mechanismen (Vorwahlen etc) eine ganz andere als in einer deutschen Partei. Und damit beschränkt sich dann auch die Möglichkeit der gemäßigten Reps, gegen die extremistischen Reps irgendwas zu tun, sehr stark.

Lies bitte meinen Beitrag von 16:25 deutscher Zeit, insbesondere zu meiner Meinung zu dem Mechanismus den die Tea Party bei den Vorwahlen. Mir ist das US System sehr gut bekannt, ich bin vier-fünf mal im Jahr drüben so auch bei der Wiederwahl Obamas.

Ich habe, die NPD und die Republikaner nur in dem Punkt verglichen, dass sie beide nationalsozialistisches Gedankengut bei ihren Mandatsträgern schweigend tolerieren, trotzdem nicht alle Mitglieder / Anhänger Nazis sind.

Geschrieben von: Boris Merath am 4 Feb 2013, 17:34
QUOTE (GSIISp64b @ 4 Feb 2013, 16:49)
und BorisM sagt, die Tea Party sei Satan.

Wo?

Geschrieben von: GSIISp64b am 4 Feb 2013, 18:00
QUOTE (Boris Merath @ 4 Feb 2013, 15:45)
QUOTE
Die Republikaner sind nicht Satan.

Alle nicht, aber manche schon.

Da.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 18:24
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 17:20)

Ich habe, die NPD und die Republikaner nur in dem Punkt verglichen, dass sie beide nationalsozialistisches Gedankengut bei ihren Mandatsträgern schweigend tolerieren, trotzdem nicht alle Mitglieder / Anhänger Nazis sind.


Der eklatante Unterschied ist aber, das bei der NPD vielleicht 50% (ich bin mal großzügig) Extrimisten sind. Bei der GOP vielleicht 10%. Das Problem ist das die Presse diesen 10% viel gehöre schenkt.

QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 17:06)

Und solange noch reihenweise Republikaner behaupten, Obama wäre kein Amerikaner oder ein Moslem, halte ich die Partei für rechtsradikal.


Und wo war deine Kritik als Democrats 2008 behaupteten John McCain sei nicht in den USA geboren weil er auf einer US Militärbasis in Panama geboren war? Congress hat sogar eine Untersuchung gestartet ob McCain als in Amerika geboren betrachtet werden kann. Das ist was mich stört, das der exakt gleiche Sachverhalt so Unterschiedlich bewertet wird.

Übrigens, als die Birthers auch Obama angriffen hat McCain das in seinem Senats Wahlkampfvideo benutzt zum zu zeigen was für Idioten das sind.

http://www.youtube.com/watch?v=jZLrxtoVahw

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 18:43
QUOTE (andreas @ 4 Feb 2013, 17:11)

ich finds die Amis lustig - erst ruinieren Bush und co. in Rekordzeit das Land und dann schaffen es die Republikaner auch noch, daß die Leute glauben, das wäre Obamas Schuld...


Obama hat aber nochmal den gleichen Betrag wie Bush drauf gehauen.


QUOTE

Wer sich wirklich informieren will, der informiert sich mal, wie die US Haushalte am Ende der Clinton Regierung ausgeschaut haben und was GWB und sein Verein da draus gemacht haben



Wen Du dich wirklich informieren willst, dann würdest Du feststellen das Bill Clinton Schwachsinn erzählt hat mit seinem ausgeglichenen Haushalt. Durch einen demographischen Effekt hat das US Sozialsystem zur Zeiten der Clinton Administration Milliarden Überschüsse produziert, per US Bundesgesetz sind die Sozialsysteme gezwungen Überschüsse in US Staatsanleihen zu investieren. Das haben die auch gemacht, und damit einen Teil der Clinton Ausgaben finanziert. President Clinton argumentiert das dies keine Schulden seien, da die linke Tasche der Rechten Geld ausleiht. Das Problem an der Sache ist nur das die linke Tasche bei ihren Ausgaben davon ausgeht das die rechte Tasche das Geld mit Zinsen zurückzahlt. Defakto hat Clinton also Schulden gemacht. Allerdings kam er dem Ziel eines ausgeglichenen Budgets nähe als alle anderen in den lezten ~40 Jahren.

Geschrieben von: Bayernlover am 4 Feb 2013, 19:55
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 16:25)
Um die Jahrtausend Wende kam die neokonservative Strömung des New American Century, welche aufgrund des Zusammenbruchs des Ost Blocks auf die Idee kamen, die amerikanische Idee hätte sich durchgesetzt und die USA wären nun dazu berufen, auch noch den restlichen Planeten nach ihrem Vorbild umzukrempeln.

Da passte 9/11 wunderbar in den Kram - denn ab da wurde diese Einstellung mehrheitsfähig.

Geschrieben von: Galaxy am 4 Feb 2013, 20:27
Ein etwas anderes Thema. Eine Super Bowl Werbung für den Dodge Ram pickup truck.

http://www.youtube.com/watch?v=sillEgUHGC4

Fraglich ist ob das religiöse Thema für eine kommerzielle Werbung angebracht ist, aber die Werbung hat mich dazu gebracht den Apfel anzugucken den ich gerade einfach in mich reingestopft habe und darüber nachzudenken wie viel arbeit in diesem Apfel steckt. Ich bin neugierig wie die Werbung hier ankommt.

Geschrieben von: Iarn am 5 Feb 2013, 00:07
QUOTE (Galaxy @ 4 Feb 2013, 18:24)
QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 17:20)

Ich habe, die NPD und die Republikaner nur in dem Punkt verglichen, dass sie beide nationalsozialistisches Gedankengut bei ihren Mandatsträgern schweigend tolerieren, trotzdem nicht alle Mitglieder / Anhänger Nazis sind.


Der eklatante Unterschied ist aber, das bei der NPD vielleicht 50% (ich bin mal großzügig) Extrimisten sind. Bei der GOP vielleicht 10%. Das Problem ist das die Presse diesen 10% viel gehöre schenkt.

QUOTE (Iarn @ 4 Feb 2013, 17:06)

Und solange noch reihenweise Republikaner behaupten, Obama wäre kein Amerikaner oder ein Moslem, halte ich die Partei für rechtsradikal.


Und wo war deine Kritik als Democrats 2008 behaupteten John McCain sei nicht in den USA geboren weil er auf einer US Militärbasis in Panama geboren war? Congress hat sogar eine Untersuchung gestartet ob McCain als in Amerika geboren betrachtet werden kann. Das ist was mich stört, das der exakt gleiche Sachverhalt so Unterschiedlich bewertet wird.

Übrigens, als die Birthers auch Obama angriffen hat McCain das in seinem Senats Wahlkampfvideo benutzt zum zu zeigen was für Idioten das sind.

http://www.youtube.com/watch?v=jZLrxtoVahw

1. Kommt drauf an wie Du Extremisten definierst. Wenn Du Glatzköpfe mit Springerstiefeln und Aryan Nation T-Shirts meinst, hast Du wahrscheinlich sogar recht. Wenn es um Zustimmung zu rechten Thesen geht, schenken die beiden sich nicht viel. Beim Thema Schwulenhass sehe ich sogar die US - Republikaner vorne.
Als ich bei der letzten Wahl drüben war kamen nie Menge statistische Erhebungen wie viel Anhänger welcher Partei bei welchen Thesen zustimmen. Bei vielen Thesen die ich persönlich für rechtsradikal halte, war eine Mehrheit der bekennenden Republikaner dafür

2. Die Frage ob John Mc Cain in den USA geboren wurde, war nie eine rassistische in Bezug auf John McCain. Ich war letzte Woche in Panama, trotz aller US Kolonisierungsversuche ist das mittlerweile freies Land. Im Gegenteil ich hätte Hemmungen eine US Basis in Panama als amerikanischen Boden zu bezeichnen. Es gab da auch eine Menge Zoff deswegen, zum Glück haben die USA ihren Kurs mittlerweile weitestgehend korrigiert.
Meiner Auffassung nach wurde John McCain in einem besetzten Land (Panama) geboren.

Geschrieben von: Catracho am 5 Feb 2013, 00:38
QUOTE (Iarn @ 5 Feb 2013, 00:07)
Im Gegenteil ich hätte Hemmungen eine US Basis in Panama als amerikanischen Boden zu bezeichnen. Es gab da auch eine Menge Zoff deswegen, zum Glück haben die USA ihren Kurs mittlerweile weitestgehend korrigiert.
Meiner Auffassung nach wurde John McCain in einem besetzten Land (Panama) geboren.

Ob Du Hemmungen hast eine Armeebasis in Panama als US-amerikanischen Boden zu bezeichnen ist hier aber völlig irrelevant. Denn McCain wurde nicht auf einer US-Basis in Panama geboren, sondern auf einer US-Basis in den USA.

Die Panamakanalzone (nicht ganz Panama) war von 1903 bis 1979 als "unincorporated territory" Teil der USA. Sie war amerikanisches Staatsgebiet und dort geborene Personen volle US-Staatsbürger, mit allen Rechten und Pflichten (auch wenn das erst ab 1937, allerdings rückwirkend, vom Kongress so beschlossen wurde). So wenig das den Panameños auch passt, de jure war die Kanalzone 76 Jahre lang nun mal nicht Teil ihres Landes.

Somit ist auch McCain eben nicht in Panama, oder auf einer US-Basis in Panama, oder gar in einem besetzten Land, sondern in den USA geboren worden. Dass dieser Teil der USA eine Exklave war, ist dabei nicht relevant.

Mfg
Catracho

Geschrieben von: Iarn am 5 Feb 2013, 01:01
QUOTE (Catracho @ 5 Feb 2013, 00:38)
QUOTE (Iarn @ 5 Feb 2013, 00:07)
Im Gegenteil ich hätte Hemmungen eine US Basis in Panama als amerikanischen Boden zu bezeichnen. Es gab da auch eine Menge Zoff deswegen, zum Glück haben die USA ihren Kurs mittlerweile weitestgehend korrigiert.
Meiner Auffassung nach wurde John McCain in einem besetzten Land (Panama) geboren.

Ob Du Hemmungen hast eine Armeebasis in Panama als US-amerikanischen Boden zu bezeichnen ist hier aber völlig irrelevant. Denn McCain wurde nicht auf einer US-Basis in Panama geboren, sondern auf einer US-Basis in den USA.

Die Panamakanalzone (nicht ganz Panama) war von 1903 bis 1979 als "unincorporated territory" Teil der USA. Sie war amerikanisches Staatsgebiet und dort geborene Personen volle US-Staatsbürger, mit allen Rechten und Pflichten (auch wenn das erst ab 1937, allerdings rückwirkend, vom Kongress so beschlossen wurde). So wenig das den Panameños auch passt, de jure war die Kanalzone 76 Jahre lang nun mal nicht Teil ihres Landes.

Somit ist auch McCain eben nicht in Panama, oder auf einer US-Basis in Panama, oder gar in einem besetzten Land, sondern in den USA geboren worden. Dass dieser Teil der USA eine Exklave war, ist dabei nicht relevant.

Mfg
Catracho

Im ursprünglichen Vertrag von 1904 sollte der Kanal "neutral"es Gebiet sein. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hay-Bunau-Varilla-Vertrag
Der schleichende Übergang der amerikanischen Rechtsauffassung, dass es sich um US Territorium handelt kam erst später.

PS hätten die USA den ursprünglichen Vertrag respektiert und nicht nur das Sterne Banner flattern lassen, dann hätte es nicht so viel Zoff gegeben und man hätte nicht komplett nachgeben müssen. Egal, wie gesagt, das ist nur meine Meinung. Jeder kann dazu seine eigene haben. Aber es gab meines Wissens nie eine völkerrechtliche Abtretung von Gebiet an die USA, nur den Vertrag von 1904 welcher eine neutrale Zone vorsah. Die pananamesische Seite warf den USA früh vor, sich nicht an den Vertrag zu halten und sah dem entsprechen den Vertrag im folgenden als zunehmen nichtig an.

Geschrieben von: Catracho am 5 Feb 2013, 02:17
QUOTE (Iarn @ 5 Feb 2013, 01:01)
Im ursprünglichen Vertrag von 1904 sollte der Kanal "neutral"es Gebiet sein. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hay-Bunau-Varilla-Vertrag
Der schleichende Übergang der amerikanischen Rechtsauffassung, dass es sich um US Territorium handelt kam erst später.

PS hätten die USA den ursprünglichen Vertrag respektiert und nicht nur das Sterne Banner flattern lassen, dann hätte es nicht so viel Zoff gegeben und man hätte nicht komplett nachgeben müssen. Egal, wie gesagt, das ist nur meine Meinung. Jeder kann dazu seine eigene haben. Aber es gab meines Wissens nie eine völkerrechtliche Abtretung von Gebiet an die USA, nur den Vertrag von 1904 welcher eine neutrale Zone vorsah. Die pananamesische Seite warf den USA früh vor, sich nicht an den Vertrag zu halten und sah dem entsprechen den Vertrag im folgenden als zunehmen nichtig an.

Leider ist diese Zusammenfassung von Wikipedia nicht korrekt.

Im Originaltext des Vertrages wird in Artikel III explizit festgelegt, dass Panama die Ausübung seiner Souveränität über die Kanalzone an die USA abtritt:

"The Republic of Panama grants to the United States all the rights, power and authority within the zone mentioned and described in Article II of this agreement, and within the limits of all auxiliary lands and waters mentioned and described in said Article II which the United States would possess and exercise, if it were the sovereign of the territory within which said lands and waters are located to the entire exclusion of the exercise by the Republic of Panama of any such sovereign rights, power or authority."

Diese Flaggengeschichte ist dann wieder was völlig anderes und hat mit dem Inhalt des Hay-Bunau-Varilla-Vertrag direkt nichts zu tun. Die Flagge Panamas parallel zur US-Flagge auf nicht-militärischen Gebäuden in der Zone zu hissen war ein Zugeständnis der US-Regierung (erst unter Kennedy, dann nach den Unruhen 1964), zu dem man vertraglich nicht im geringsten verpflichtet war.

Auch wenn es für die rechtliche Bewertung nicht weiter relevant ist, man darf auch die politische Entstehungsgeschichte des Kanals nicht vergessen.
Die USA wollten den Kanal zu ihren Bedingungen bauen, aber der kolumbianische Senat (Panama war damals eine Provinz Kolumbiens) hat seine Zustimmung verweigert und bessere Konditionen verlangt. Bunau-Varilla war Verteter der panamischen Unabhängigkeitsbewegung und hat den USA, im Tausch für politische und militärische Unterstützung der Unabhängigkeitsbestrebungen, den Bau zu ihren Konditionen zugesichert. Das heißt, ohne den von den USA gewollten Kanal gäbe es den Staat Panama höchstwahrscheinlich gar nicht. Panama war mit den politischen Konditionen des Vertrags von 1904 natürlich nie glücklich, aber war damals quasi gezwungen ihn zu unterschreiben - anderweitig hätte man sich die Unabhängigkeit nämlich abschminken können. Man hat dann über Jahrzehnte hinweg immer wieder versucht, die Souveränität zurück zu erlangen (zumindest symbolisch, siehe der Flaggenstreit), das gelang aber erst mit den Torrijos-Carter-Verträgen 1977.

Kurzum und wie ich schon schrieb: Die Kanalzone und das Verhalten der USA mag den Panameños ein Dorn im Auge gewesen sein, aber rechtlich war das Ganze korrekt. Die USA haben nie gegen den Vertrag von 1904 verstossen.

Mfg nach Mittelamerika!
Catracho

Geschrieben von: Autobahn am 8 Feb 2013, 23:04
Noch ein Unikum aus der US-Justiz:

QUOTE
Im Prozess um Zwangsrasuren bei den Amischen in Ohio ist der Gemeindeführer zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Bischof Samuel Mullet müsse wegen Anstiftung zu religiös motivierten Hassverbrechen ins Gefängnis, urteilte am Freitag das Bezirksgericht in Cleveland.


http://www.rp-online.de/panorama/ausland/15-jahre-fuer-anfuehrer-der-bart-attacken-1.3180772

Geschrieben von: Galaxy am 8 Feb 2013, 23:31
QUOTE (Autobahn @ 8 Feb 2013, 23:04)
Noch ein Unikum aus der US-Justiz:



http://www.rp-online.de/panorama/ausland/15-jahre-fuer-anfuehrer-der-bart-attacken-1.3180772

Ich habe jetzt 30 Sekunden drüber nachgedacht und ich verstehe nicht ganze die Kontroverser dahinter. Ok, 15 Jahre sind hart, aber in Deutschland würde eine Zwangsrasierung auch als Körperverletzung geahndet.

Geschrieben von: Martin H. am 8 Feb 2013, 23:42
Was ist dann die Schur bei der Bundeswehr?

Geschrieben von: Fichtenmoped am 9 Feb 2013, 11:37
QUOTE (Martin H. @ 8 Feb 2013, 23:42)
Was ist dann die Schur bei der Bundeswehr?

Freiwillig... Zumindest bei mir war sie zu 100% freiwillig, das war 2002.

Geschrieben von: GSIISp64b am 9 Feb 2013, 15:48
QUOTE (Martin H. @ 8 Feb 2013, 23:42)
Was ist dann die Schur bei der Bundeswehr?

Soweit ich mich entsinnen kann, wird niemand gezwungen, zur Bundeswehr zu gehen.

(Vor der Abschaffung der Wehrpflicht wäre die Frage imho allerdings schon berechtigt. Für die Bundeswehr und auch für gewisse andere Berufszweige ist da einfach eine Abwägung zwischen persönlicher Freiheit und Erfordernissen des Berufs nötig. Schwierige Frage sicherlich - zum Glück messen die meisten Menschen ihrem Bart allerdings keine religiöse Bedeutung zu.)

Geschrieben von: Fichtenmoped am 9 Feb 2013, 16:00
QUOTE (GSIISp64b @ 9 Feb 2013, 15:48)
Soweit ich mich entsinnen kann, wird niemand gezwungen, zur Bundeswehr zu gehen.

(Vor der Abschaffung der Wehrpflicht wäre die Frage imho allerdings schon berechtigt. Für die Bundeswehr und auch für gewisse andere Berufszweige ist da einfach eine Abwägung zwischen persönlicher Freiheit und Erfordernissen des Berufs nötig. Schwierige Frage sicherlich - zum Glück messen die meisten Menschen ihrem Bart allerdings keine religiöse Bedeutung zu.)

Wäre ich zur Einberufung oder aus einem Urlaub mit einer (gepflegten) Fellfresse eingerückt, hätte keiner der Vorgesetzten was machen können. Drei-Tage-Bart oder so war aber nicht...

Geschrieben von: Auer Trambahner am 9 Feb 2013, 16:12
Bei den Amischen dürfte die "religiöse Körperverletzung" mitspielen.

Geschrieben von: andreas am 9 Feb 2013, 16:32
QUOTE (Catracho @ 5 Feb 2013, 00:38)
QUOTE (Iarn @ 5 Feb 2013, 00:07)
Im Gegenteil ich hätte Hemmungen eine US Basis in Panama als amerikanischen Boden zu bezeichnen. Es gab da auch eine Menge Zoff deswegen, zum Glück haben die USA ihren Kurs mittlerweile weitestgehend korrigiert.
Meiner Auffassung nach wurde John McCain in einem besetzten Land (Panama) geboren.

Ob Du Hemmungen hast eine Armeebasis in Panama als US-amerikanischen Boden zu bezeichnen ist hier aber völlig irrelevant. Denn McCain wurde nicht auf einer US-Basis in Panama geboren, sondern auf einer US-Basis in den USA.

Die Panamakanalzone (nicht ganz Panama) war von 1903 bis 1979 als "unincorporated territory" Teil der USA. Sie war amerikanisches Staatsgebiet und dort geborene Personen volle US-Staatsbürger, mit allen Rechten und Pflichten (auch wenn das erst ab 1937, allerdings rückwirkend, vom Kongress so beschlossen wurde). So wenig das den Panameños auch passt, de jure war die Kanalzone 76 Jahre lang nun mal nicht Teil ihres Landes.

Somit ist auch McCain eben nicht in Panama, oder auf einer US-Basis in Panama, oder gar in einem besetzten Land, sondern in den USA geboren worden. Dass dieser Teil der USA eine Exklave war, ist dabei nicht relevant.

Mfg
Catracho

ist doch Haarspalterei oder? Die USA haben z.b. auch Hawaii völkerrechtswidrig annektiert und dann über Tricks zu einen US-Bundesstaat gemacht.

Geschrieben von: andreas am 9 Feb 2013, 16:34
QUOTE (Galaxy @ 8 Feb 2013, 23:31)
QUOTE (Autobahn @ 8 Feb 2013, 23:04)
Noch ein Unikum aus der US-Justiz:



http://www.rp-online.de/panorama/ausland/15-jahre-fuer-anfuehrer-der-bart-attacken-1.3180772

Ich habe jetzt 30 Sekunden drüber nachgedacht und ich verstehe nicht ganze die Kontroverser dahinter. Ok, 15 Jahre sind hart, aber in Deutschland würde eine Zwangsrasierung auch als Körperverletzung geahndet.

seh ich genauso - ich mein, man muß das ja auch irgendwo im Religiösen Zusammenhang sehen und was das für die Amish bedeutet (und das man da als Nebeneffekt einen Radikalen losgeworden ist dürfte nicht ungelegen gekommen sein)

Geschrieben von: Autobahn am 9 Feb 2013, 20:07
QUOTE (andreas @ 9 Feb 2013, 16:34)
seh ich genauso - ich mein, man muß das ja auch irgendwo im Religiösen Zusammenhang sehen und was das für die Amish bedeutet (und das man da als Nebeneffekt einen Radikalen losgeworden ist dürfte nicht ungelegen gekommen sein)

Die Amish sind zwar radikal, aber nur gegen sich selbst wink.gif

Geschrieben von: Auer Trambahner am 9 Feb 2013, 20:23
Ach!

Geschrieben von: GSIISp64b am 9 Feb 2013, 20:29
QUOTE (Autobahn @ 9 Feb 2013, 20:07)
Die Amish sind zwar radikal, aber nur gegen sich selbst  wink.gif

Dass diese Taten von einer ultrakonservativen Sekte der Amish ausgingen, die sich durch diese Taten von anderen Amish abgrenzen wollten, ist dir bei dieser Aussage vermutlich egal?

Geschrieben von: Autobahn am 9 Feb 2013, 20:36
QUOTE (GSIISp64b @ 9 Feb 2013, 20:29)
Dass diese Taten von einer ultrakonservativen Sekte der Amish ausgingen, die sich durch diese Taten von anderen Amish abgrenzen wollten, ist dir bei dieser Aussage vermutlich egal?

Vielleicht war mein Beitrag zu ungenau. Es sollte heißen, gegen sich selbst als Glaubensgemeinschaft.

Mit anderen Worten, in dem Punkt unterscheiden sie sich von Ziegenbart-Propheten der Salafisten.

Geschrieben von: GSIISp64b am 9 Feb 2013, 20:38
Jemanden, der mir Gewalt antut, weil er meine religiösen Ansichten nicht teilt, ist zumindest in meinem Weltbild kein Bestandteil der gleichen Glaubensgemeinschaft wie ich, sondern ein asoziales Arschloch.

Geschrieben von: Galaxy am 11 Feb 2013, 12:21
QUOTE (GSIISp64b @ 9 Feb 2013, 20:29)
Dass diese Taten von einer ultrakonservativen Sekte der Amish ausgingen, die sich durch diese Taten von anderen Amish abgrenzen wollten, ist dir bei dieser Aussage vermutlich egal?

Ich habe Schwierigkeiten mir einen ultrakonservativen Amish vorzustellen. Werden die runden Räder an der Kutsche durch eckige ersetzt?

Geschrieben von: hmmueller am 11 Feb 2013, 13:36
QUOTE (Galaxy @ 11 Feb 2013, 12:21)
Ich habe Schwierigkeiten mir einen ultrakonservativen Amish vorzustellen. Werden die runden Räder an der Kutsche durch eckige ersetzt?

Vorsicht: Nicht alle(s) über einen Leisten scheren:

http://amishamerica.com/amish-rollerblades/
http://amishamerica.com/how-do-amish-travel/
http://www.amishnews.com/amisharticles/amish_tech.htm - einige Auszüge daraus:

"... some Amish use solar panels, which can recharge a 12-V battery in about seven days.

An Amishman who does accounting operates his computer with car batteries. An inverter changes the 12-volt direct current to 110-volt alternating current for computer. ...

The Amish have, of course, used telephones for years. ... "It's not the use, but the abuse, of the phone we worry about." Many Amish businesses rely on answering machines or services, ...

Cell phones have become fairly common, especially among Amish businessmen, ... the Amish are actually quite sophisticated "because they have an elaborate system by which they evaluate the tools they use." Modern Americans, and much of the world at large, will unleash a new technology and then see what happens, for good or bad. "Amish are very adaptive techno-selectives who devise technologies to fit their self-imposed limits."


Geschrieben von: Russischer Spion am 15 Feb 2013, 16:29
Verhaftet wegen falscher Socken.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/schulen-in-mississippi-betreiben-schule-gefaengnis-pipeline-a-883006.html

QUOTE
Verweise wegen falscher Schuhe, Jugendarrest wegen Pupsens: An den Schulen des US-Bundesstaats Mississippi wird bei kleiner Flegelei knallhart durchgegriffen. Schon Zweit- und Drittklässlern droht bei Disziplinlosigkeiten Verhaftung.

Geschrieben von: Iarn am 15 Feb 2013, 19:40
Mich wundert bei dem Drecksland gar nichts mehr.
Ich wurde bei meinem letzten TRANSIT durch die USA nicht nur zum zehnten Mal meine Fingerabdrücke dort lassen und mein Leben durch zwei sinnlose Röntgen Aktionen verkürzt sondern man hat auch mein Gepäck durchwühlt oder besser gesagt verwüstet. Alles war in Tüten verpackt, Dreck Wäsche und Medikamente. Nachher war alles ein Brei und ein Zettel der TSA lag drin.
Jetzt könnte ich mich online beschweren aber ehrlich gesagt habe ich schiss dass ich beim nächsten Grenzübertritt noch mehr schikaniert werde.

Geschrieben von: Electrification am 16 Feb 2013, 14:48
So sieht sieht sie also aus die freie Welt. wink.gif

Wer dann mal in den großen Städten sieht wie nah das Elend oft nur wenige Meter vom Luxus entfernt liegt, der wird sich fragen ob dieses Land wirklich Vorbild sein soll.
Abseits der heilen Welt, der Touristen- und Prachtstraßen sieht man schnell wie mies es vielen Menschen geht und wie hoch die Armut ist.

Geschrieben von: andreas am 16 Feb 2013, 16:08
http://de.wikipedia.org/wiki/Rikers_Island

2, 4 Millionen Strafgefangene haben die USA - das ist fast ein Prozent der Bevölkerung....

Geschrieben von: Boris Merath am 16 Feb 2013, 16:43
QUOTE (andreas @ 16 Feb 2013, 16:08)
http://de.wikipedia.org/wiki/Rikers_Island

2, 4 Millionen Strafgefangene haben die USA - das ist fast ein Prozent der Bevölkerung....

Laut SZ leben 5% aller Menschen in den USA. Und 25% aller Strafgefangenen weltweit sitzen in Gefängnissen der USA.

Private Gefängnisbetreiber sponsern übrigens in einigen Bundesstaaten der USA ihren Wunschkandidaten (besondere Hardliner) den Wahlkampf bei der Sheriff-Wahl. Und machen Lobbyarbeit für strengere Gesetze.

Geschrieben von: Galaxy am 16 Feb 2013, 19:02
In Deutschland wurde vor kurzem ein Kind auf die Sexualstraftäterliste gesetzt weil er einer Mitschülerin einen Kuss gab, die Bundesagentur für Arbeit wollte vor ein paar Jahren einer jungen Frau einen Job als Prostituierte vermitteln, und kürzte ihr die Sozialhilfe als sie diesen ablehnte, eine Ausländerin wurde in einem deutschen Gerichtssaal vor den Augen des Richters getötet.

Wer im Glashaus sitzt....


Es gibt in beiden Ländern problematische Aspekte, aber hier wird so getan als ob alles außerhalb von Fairfax Virginia ein Ghetto wäre, und das 90% der amerikanischen Bevölkerung es an Respekt, an Bildung, an Manieren, kurz; an allem mangelt was sie von einem Baby Schimpansen absetzt. user posted image




Geschrieben von: Galaxy am 16 Feb 2013, 19:10
QUOTE (Iarn @ 15 Feb 2013, 19:40)
Mich wundert bei dem Drecksland gar nichts mehr.
Ich wurde bei meinem letzten TRANSIT durch die USA nicht nur zum zehnten Mal meine Fingerabdrücke dort lassen und mein Leben durch zwei sinnlose Röntgen Aktionen verkürzt sondern man hat auch mein Gepäck durchwühlt oder besser gesagt verwüstet. Alles war in Tüten verpackt, Dreck Wäsche und Medikamente. Nachher war alles ein Brei und ein Zettel der TSA lag drin.
Jetzt könnte ich mich online beschweren aber ehrlich gesagt habe ich schiss dass ich beim nächsten Grenzübertritt noch mehr schikaniert werde.

Meine Güte, dann benutze die USA nicht als Transitland! Es gibt sicherlich Möglichkeiten (die wahrscheinlich mehr Zeit und Geld kosten) die USA zu vermeiden.

Wenn dich das Land derart ankotzt dann solltest Du überlegen ob Du in einer Branche wo die USA doppelt so viel Geld ausgibt wie alle anderen Kunden für dich die richtige ist. Such die lieber einen Job wo Du dich jeden Abend in den Englischen Garten setzen kannst, im Hintergrund spielt eine Band "Im Krug zum grünen Kranze," dann machst Du dein Bierchen auf und freust dich.

Geschrieben von: JeDi am 16 Feb 2013, 19:26
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:02)
In Deutschland wurde vor kurzem ein Kind auf die Sexualstraftäterliste gesetzt weil er einer Mitschülerin einen Kuss gab

Irrtum. Ein Amtsrichter in der Provinz hat das versucht - das Urteil ist aber nie rechtskräftig gewesen.

Geschrieben von: Galaxy am 16 Feb 2013, 19:48
QUOTE (JeDi @ 16 Feb 2013, 19:26)
Irrtum. Ein Amtsrichter in der Provinz hat das versucht - das Urteil ist aber nie rechtskräftig gewesen.

Ahh, dann ist ja alles in Ordnung. OK, dann nehme ich als Ersatz die Tatsache das man in Deutschland ein Gesetz brauchte um klar zu stellen das spielende Kinder nicht auf einer Ebene mit einer startenden Boeing 777 zu setzen sind. wink.gif

Geschrieben von: JeDi am 16 Feb 2013, 20:11
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:48)
OK, dann nehme ich als Ersatz die Tatsache das man in Deutschland ein Gesetz brauchte um klar zu stellen das spielende Kinder nicht auf einer Ebene mit einer startenden Boeing 777 zu setzen sind. wink.gif

Das ist akzeptiert... Ich hatte ja http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=6c57209e37d14341cada568aa443a065&act=ST&f=9&t=14044&view=findpost&p=493680 schon mal anklingen lassen - es gibt sicher auf beiden Seiten Gesetze, Vorschriften, Sitten oder Gebräuche, für die sich die jeweils andere Seite nur an den Kopf langen kann. Ein großer Teil davon ist vermutlich kulturell bedingt.

Umgekehrt @Iarn - hast du schonmal versucht, als Russe nach Deutschland einzureisen? Da sind die USA noch Kindergarten gegen...

Geschrieben von: 146225 am 16 Feb 2013, 20:15
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:02)
Es gibt in beiden Ländern problematische Aspekte, aber hier wird so getan als ob alles außerhalb von Fairfax Virginia ein Ghetto wäre, und das 90% der amerikanischen Bevölkerung es an Respekt, an Bildung, an Manieren, kurz; an allem mangelt was sie von einem Baby Schimpansen absetzt.

Nein, aber man könnte den Eindruck bekommen, es mangele dem einen oder anderen dort an der notwendigen Bildung, Unvoreingenommenheit und Weitsicht um die Welt außerhalb der USA auch richtig verstehen zu können.

Geschrieben von: Galaxy am 16 Feb 2013, 23:08
QUOTE (146225 @ 16 Feb 2013, 20:15)
Nein, aber man könnte den Eindruck bekommen, es mangele dem einen oder anderen dort an der notwendigen Bildung, Unvoreingenommenheit und Weitsicht um die Welt außerhalb der USA auch richtig verstehen zu können.

Teilweise ja. Die USA haben eine an Arroganz grenzende Selbstsicherheit gewonnen, und vielleicht ist es gut das diese teilweise erschüttert wird. Aber was für ein Vorbild hat der Rest der Welt abgegeben?

Am Anfang des 20 Jahrhundert hat man die USA nicht für voll genommen. In den nächsten 45 Jahren hat Europa (Sorry für die Aussprache) nur Scheiße gebaut, und Amerika musste dies ausbaden.

Versetze dich jetzt in die Situation eines Amerikaners in den 50 Jahre. Das britische und französische Imperium ist am Ende, Europa ist ein Trümmerhaufen. Die restliche Welt ist im Mittelalter, oder auch in Trümmern. Während es in Europa als Zeichen von Erfolg gilt wenn man einen VW Käfer, oder einen  Citroën 2CV besitzt, haben ganz normale amerikanische Familienautos Klimaanlage, Servolenkung, alles elektrisch gesteuert usw. Autos wie der normale Dodge Coronet Lancer hatten in den 50er Jahre als Option eine Plattenspielerwechseler der 5 Schallplatten aufnehmen konnte und (mit einer sehr komplexen Mechanik) die Schallplatten automatisch wechseln konnte. Das hatte in Deutschland nicht einmal der 600er Mercedes! Am anderen Ende des Spektrums erschien 1958 der Cadillac Eldorado Brougham. Die Optionsliste dieses Autos könnte aus den 2000er stammen: Luftfederung, elektrisch verstellbare Sitze mit Memory Funktion, Tempomat, Karosserie aus Edelstahl, automatischer Kofferraum Öffner, automatisch abblendendes Fernlicht, Radio mit automatischem Sucher, und und und und und. Ein VW up! hat Heute weniger Features. Cadillac hat sich damals als Referenz an der die Welt gemessen wird beworben. Das war kein billiger Werbeslogan das war schlicht und einfach die Wahrheit. Und es galt für Amerika als ganzes. Natürlich gab es Rückschläge: Sputnik, und Gagarin. Aber Apollo 11 mit Neil Armstrong, Buzz Aldrin, und Michael Collins haben das gerade gebogen. 1990 war der große Gegner besiegt. Die sowjetische Marine bestand größtenteils aus Rost, während die US Navy 600 Kapitalschiffe hatte, und 15 Flugzeugträger Kampfverbände, wovon jeder einzelne eine größere Feuerkraft hat als die meisten (es gab nur eins, zwei Ausnahmen) Länder. Das man sich das schon damals nicht wirklich leisten konnte wollte keiner wahrhaben. Die USA wollen jetzt alle Flugzeugträger der Nimitz-Klasse für über U$ 65 Milliarden ersetzen durch Schiffe der Ford Klasse ersetzen; LOL, wobei dies möglicherweise billiger ist als die chinesischen Inkasso Unternehmen........

Jetzt haben wir 2013. Obama hat letzte Woche in seiner State of the Union Rede das deutsche Ausbildungssystem als Vorbild genannt. Die Neo-liberale Wall Street Journal, und die Links-liberale New York Times nennen beide Angela Merkel als Vorbild, und das einflussreiche Forbes Magazine bezeichnet Merkel als 2weit mächtigsten Menschen auf diesem Planeten. Ich behaupte jetzt mal das die meisten Amerikaner von„Angie“ schon mal gehört haben. Es ändert sich etwas.

Geschrieben von: Electrification am 17 Feb 2013, 01:32
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:02)
Es gibt in beiden Ländern problematische Aspekte, aber hier wird so getan als ob alles außerhalb von Fairfax Virginia ein Ghetto wäre, und das 90% der amerikanischen Bevölkerung es an Respekt, an Bildung, an Manieren, kurz; an allem mangelt was sie von einem Baby Schimpansen absetzt.

In Europa ist auch nicht alles Gold was glänzt, vor allem wird vieles durch marktradikale Hardliner verschlechtert und das ist genauso schlimm wie andere Extreme, denn Extreme sind immer schlecht, eben auch Marktradikalismus.

Ich bin auch absolut jemand der es nicht mag wenn in diversen Foren irgendwelche Leute ihren US-Hass ausleben oder alle Bürger dort als dumm bezeichnen, was sie wohl selber sind, nur nicht merken. Grundsätzlich habe ich eine positive Einstellung den USA gegenüber, es gibt von dort viele gute Dinge und gerade unser Land hat den USA viel zu verdanken nach dem 2. WK.

Was ich kritisiere ist das miese Sozialsystem, das fehlende soziale Netz. Mag sein dass es Länder gibt wo es zu viel Staat gibt (früher die klassischen kommunistischen Staaten), es gibt aber auch zu wenig Staat und auch das ist nicht gut.

Die hohe Armut kann man nicht leugnen, das ist sichtbarer und dramatischer als in Westeuropa. Hier gibt es auch Probleme mit ärmeren Vierteln, aber selbst dort sind die Zustände besser als das was man in den USA in allen großen Metropolen erlebt, dazu die ständige Gefahr für Leib und Leben.
Ein Kollege hat dort Verwandte drüben und da haben viele Angst nachts alleine raus zu gehen, z. B. zum eigenen Auto.

Dass es Extremer ist kann man nicht von der Hand weisen. Man hat vielleicht bei Erfolg deutlich mehr Geld und ein besseres Leben als hier, aber die vielen die es nicht schaffen, weil es nur ein Teil schaffen kann (was natürlicht ist), denen geht es mit Abstand schlechter als den Europäern.
Die Leute sind aber so erzogen dass sie das System gut finden, weil sie daran glauben dass sie es auch schaffen können und auch sie nach oben kommen können. Aber schon realistisch betrachtet schaffen das nur die wenigsten und ist es das Wert?

Kritik muss erlaubt sein, allerdings immer im ordentlichen Rahmen und nicht so wie viele das machen die ihre Abneigung gegen dieses oder jenes Land ausleben.

Geschrieben von: Russischer Spion am 17 Feb 2013, 10:19
QUOTE
Private Gefängnisbetreiber sponsern übrigens in einigen Bundesstaaten der USA ihren Wunschkandidaten (besondere Hardliner) den Wahlkampf bei der Sheriff-Wahl. Und machen Lobbyarbeit für strengere Gesetze.


http://pagewizz.com/amerikas-haertester-sheriff-laesst-im-internet-ueber-polizeifoto-des-tages-abstimmen/

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/webcam-amerikas-haertester-sheriff-zeigt-knackis-live-im-internet-a-85846.html

http://www.youtube.com/watch?v=fJamcjCNiLM

Geschrieben von: andreas am 17 Feb 2013, 11:02
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:02)
In Deutschland wurde vor kurzem ein Kind auf die Sexualstraftäterliste gesetzt weil er einer Mitschülerin einen Kuss gab, die Bundesagentur für Arbeit wollte vor ein paar Jahren einer jungen Frau einen Job als Prostituierte vermitteln, und kürzte ihr die Sozialhilfe als sie diesen ablehnte, eine Ausländerin wurde in einem deutschen Gerichtssaal vor den Augen des Richters getötet.

Wer im Glashaus sitzt....


Es gibt in beiden Ländern problematische Aspekte, aber hier wird so getan als ob alles außerhalb von Fairfax Virginia ein Ghetto wäre, und das 90% der amerikanischen Bevölkerung es an Respekt, an Bildung, an Manieren, kurz; an allem mangelt was sie von einem Baby Schimpansen absetzt. user posted image

Wenn die USA so gut sind, warum geben sie dann Hawaii nicht wieder an die Ureinwohner zurück?
Jeder schimpft über China, die Tibet annektiert haben, keinen interessierts, daß die USA Hawaii annektiert haben.



Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 12:40
QUOTE (andreas @ 17 Feb 2013, 11:02)
QUOTE (Galaxy @ 16 Feb 2013, 19:02)
In Deutschland wurde vor kurzem ein Kind auf die Sexualstraftäterliste gesetzt weil er einer Mitschülerin einen Kuss gab, die Bundesagentur für Arbeit wollte vor ein paar Jahren einer jungen Frau einen Job als Prostituierte vermitteln, und kürzte ihr die Sozialhilfe als sie diesen ablehnte, eine Ausländerin wurde in einem deutschen Gerichtssaal vor den Augen des Richters getötet.

Wer im Glashaus sitzt....


Es gibt in beiden Ländern problematische Aspekte, aber hier wird so getan als ob alles außerhalb von Fairfax Virginia ein Ghetto wäre, und das 90% der amerikanischen Bevölkerung es an Respekt, an Bildung, an Manieren, kurz; an allem mangelt was sie von einem Baby Schimpansen absetzt.  user posted image

Wenn die USA so gut sind, warum geben sie dann Hawaii nicht wieder an die Ureinwohner zurück?
Jeder schimpft über China, die Tibet annektiert haben, keinen interessierts, daß die USA Hawaii annektiert haben.

Nun ja, wäre ein wenig zu spät... bei nur 6% Bevökerung Hawaiianischer Abstammung...
Und die restlichen sind nicht umgebracht worden, sondern einfach durch die zahlreiche Einwanderung - speziell durch Asiaten - zur Minderheit gemacht worden.

Kann man gut oder schlecht finden, aber eine Rückgabe heute würde ziemlich sinnfrei sein.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 12:44
QUOTE (Russischer Spion @ 17 Feb 2013, 10:19)

http://pagewizz.com/amerikas-haertester-sheriff-laesst-im-internet-ueber-polizeifoto-des-tages-abstimmen/

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/webcam-amerikas-haertester-sheriff-zeigt-knackis-live-im-internet-a-85846.html

http://www.youtube.com/watch?v=fJamcjCNiLM



Das mit dem im Glashaus sitzen gilt für dich im besonderen Maße. Ein Russe, der sich hier als Putin Fan geoutet hat, kritisiert amerikanische Gefängnisse !?! blink.gif

QUOTE (andreas @ 17 Feb 2013, 11:02)

Wenn die USA so gut sind, warum geben sie dann Hawaii nicht wieder an die Ureinwohner zurück?
Jeder schimpft über China, die Tibet annektiert haben, keinen interessierts, daß  die USA Hawaii annektiert haben.


Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

Die ursprüngliche Annexion war zwar Völkerrechtswidrig, in den Jahrzehnten danach haben die Bürger jedoch sehr, sehr, sehr hart dafür gekämpft ein US-Bundesstaat zu werden. Sie wollten Amerikaner sein. Es gibt in Hawaii keine Truppen die Unabhängigkeitsaktivisten niederschießen (Es gibt keine Unabhängigkeitsaktivisten Punkt.) Es gibt keine Menschen die sich aus Protest verbrennen. Das Du Hawaii mit Tibet vergleichst ist doch absurd. Eine schnelle Google Suche zeigt zwar das es eine (sehr, sehr kleine) Royalisten Bewegung in Hawaii gibt, aber die gibt es überall. Es gibt auch eine Bewegung die Schleswig von Holstein trennen will, um es in Dänemark einzugliedern.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 13:03
QUOTE (Electrification @ 17 Feb 2013, 01:32)

Dass es Extremer ist kann man nicht von der Hand weisen. Man hat vielleicht bei Erfolg deutlich mehr Geld und ein besseres Leben als hier, aber die vielen die es nicht schaffen, weil es nur ein Teil schaffen kann (was natürlicht ist), denen geht es mit Abstand schlechter als den Europäern.
Die Leute sind aber so erzogen dass sie das System gut finden, weil sie daran glauben dass sie es auch schaffen können und auch sie nach oben kommen können. Aber schon realistisch betrachtet schaffen das nur die wenigsten und ist es das Wert?

Kritik muss erlaubt sein, allerdings immer im ordentlichen Rahmen und nicht so wie viele das machen die ihre Abneigung gegen dieses oder jenes Land ausleben.



Ja, der Untersicht geht es in den USA sicherlich schlechter als in Europa.


Es ist aber nicht so das die USA ein Land sind wo nur Ärzte, Anwälte, Top-Ingenieure usw. einen Vorteil haben was oft behauptet wird.

Laut Statistik der US-Regierung verdiente ein Lokführer in den USA laut einer Erhebung im Mai 2011 im Durchschnitt $52.940 (€ 39.570) pro Jahr. Die Einkommensspanne liegt zwischen $35.730 und $ 79.340.

http://www.bls.gov/oes/current/oes534011.htm

Ich habe keine offizielle Statistik für Deutschland gefunden, nur ein Pressestatement von der GDL, wo die Behaupten das bei der DB bei ungefähr € 33.000 Schluss ist. Dazu kommt noch das obwohl der €uro wesentlich mehr Wert ist als der U$, hat der Dollar in den USA eine höhere Kaufkraft als der €uro in Deutschland. Wenn man mal von Lebensmitteln abzieht, die in Deutschland fast versenkt werden. Ich glaube nicht das die DB versuchen sollte US Lokführer abzuwerben.

Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 13:13
Habe mal eben nachgeschaut, was ein Busfahrer beim städtischen Nahverkehrsunternehmen in Philadelphia verdient (keine Boomstadt):
Nach vier Jahren Dienst zwischen 24$ und 26$ pro Stunde.
Bei übrigens weniger Steuern und Sozialabgaben...

Und ja, im Lande des Kapitalismus gibt es noch kommunale Verkehrsbetriebe und Kostendeckungsgrade, die nach deutschem Maßstab unterirdisch sind...

Geschrieben von: Iarn am 17 Feb 2013, 13:19
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 12:44)
Eine schnelle Google Suche zeigt zwar das es eine (sehr, sehr kleine) Royalisten Bewegung in Hawaii gibt, aber die gibt es überall. Es gibt auch eine Bewegung die Schleswig von Holstein trennen will, um es in Dänemark einzugliedern.

Da die Ureinwohner systematisch durch die Besiedlung an den Rand gedrängt wurden (heute ist nur jeder 15. ein Nachfolger der Hawaiianer) ist es nicht verwunderlich, dass die Seperatisten nicht die Mehrheit stellen. Aber breit ist die Bewegung trotzdem http://en.wikipedia.org/wiki/Hawaiian_sovereignty_movement

Und die ganzen Indianer haben sich Deiner Meinung nach sicher auch freiwillig in die USA assimiliert und haben nach Typhus verseuchten Decken gebettelt, alles klar :phear:

Geschrieben von: Electrification am 17 Feb 2013, 14:02
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 13:03)
Ja, der Untersicht geht es in den USA sicherlich schlechter als in Europa.


Es ist aber nicht so das die USA ein Land sind wo nur Ärzte, Anwälte, Top-Ingenieure usw. einen Vorteil haben was oft behauptet wird.

Laut Statistik der US-Regierung verdiente ein Lokführer in den USA laut einer Erhebung im Mai 2011 im Durchschnitt $52.940 (€ 39.570) pro Jahr. Die Einkommensspanne liegt zwischen $35.730 und $ 79.340.

http://www.bls.gov/oes/current/oes534011.htm

Ich habe keine offizielle Statistik für Deutschland gefunden, nur ein Pressestatement von der GDL, wo die Behaupten das bei der DB bei ungefähr € 33.000 Schluss ist. Dazu kommt noch das obwohl der €uro wesentlich mehr Wert ist als der U$, hat der Dollar in den USA eine höhere Kaufkraft als der €uro in Deutschland. Wenn man mal von Lebensmitteln abzieht, die in Deutschland fast versenkt werden. Ich glaube nicht das die DB versuchen sollte US Lokführer abzuwerben.

Was du vergisst sind die zusätzlichen Kosten die man hat und will man die Kinder aufs College schicken darf man sehr viel Geld ansparen um das finanzieren zu können.

Man kann das alles nicht vergleichen und bei 33.000 Euro ist nicht Schluss, das dürfte ein Wert von vor 2007 sein. Maximal dürfte es aber bei 39.000-40.000 Euro enden.

Mag sein dass der US-Lokführer ein paar Jahre mehr verdient, nur was ist wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann oder wenn er länger mal krank wird, kann ja alles passieren? Die Leute sind schneller gefeuert als sie schauen können und dann ist es schwer wieder auf die Füße zu kommen.

Da pfeift man doch darauf wenn man ein paar Jahre mehr verdient, am Ende aber dann tief sinken kann.
So geht es auch den Leuten hier die bei den schwarzen Schafen arbeiten, dort hackeln ohne Ende und dafür weit über 3000 Euro netto verdienen, aber wie lange können sie das machen? Dann sind sie arbeitsunfähig, krank, ausgelaugt und evtl. den Rest ihres Lebens müssen sie mit wenig Geld auskommen. Kurzfristiges Denken hat noch nie was gebracht.

Was den letzten Satz angeht, warum sollte man Leute abwerben die weder die vorausgesetzte Sprache können noch entsprechende Vorschriften und Ausbildung haben? Nur weil sie eine ähnliche Tätigkeit ausüben die nicht mal so richtig vergleichbar ist.
Würde insgesamt keinen Sinn ergeben.

Insgesamt bleibe ich natürlich dabei dass die breite Masse in Europa besser leben kann und Europa an sich auch freier ist, auch wenn das einige wieder anzweifeln werden.
Ich würde auf keinem anderen Kontinent wohnen wollen.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 14:08
QUOTE (Iarn @ 17 Feb 2013, 13:19)
Da die Ureinwohner systematisch durch die Besiedlung an den Rand gedrängt wurden (heute ist nur jeder 15. ein Nachfolger der Hawaiianer) ist es nicht verwunderlich, dass die Seperatisten nicht die Mehrheit stellen. Aber breit ist die Bewegung trotzdem http://en.wikipedia.org/wiki/Hawaiian_sovereignty_movement

Und die ganzen Indianer haben sich Deiner Meinung nach sicher auch freiwillig in die USA assimiliert und haben nach Typhus verseuchten Decken gebettelt, alles klar :phear:

Ok, Touché.

Was für Konsequenzen sollte man jetzt daraus ziehen? Sollte Congress einseitig Hawaii als unabhängig deklarieren; Sorry tut uns leid, alles gute für die Zukunft? Heute wollen die meisten doch Amerikaner sein. Wahrscheinlich würde ein unabhängiges Hawaii relative schnell kollabieren. Nun, immerhin könnte jemand nicht einfach einmarschieren. Die Air National Guard von Hawaii betreibt ein Teil der F-22 Raptor Flotte.

Geschrieben von: firefly am 17 Feb 2013, 15:05
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 13:03)
Dazu kommt noch das obwohl der €uro wesentlich mehr Wert ist als der U$, hat der Dollar in den USA eine höhere Kaufkraft als der €uro in Deutschland.

Das stimmt überhaupt nicht. Die Kaufkraft des Euros ist nirgends höher als in Deutschland. Und auch gegenüber den USA ist der deutsche Euro fürchterlich unterbewertet.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 15:24
QUOTE (firefly @ 17 Feb 2013, 15:05)
Das stimmt überhaupt nicht. Die Kaufkraft des Euros ist nirgends höher als in Deutschland. Und auch gegenüber den USA ist der deutsche Euro fürchterlich unterbewertet.

Wie viel kWh Strom bekommst Du für einen €/$
Wie m3 Wasser bekommst Du für einen €/$
Wie viel Liter Benzin bekommst Du für einen €/$
Wie viel qm Grundstück bekommst Du für einen €/S
Vergleich die Prise für Laptops, TVs, Autos. Es ist nicht ungewöhnlich das man hier das gleiche in €uro zahlt.


Das Lebensmittel eine wichtige Ausnahme sind, habe ich ja gesagt.


Geschrieben von: firefly am 17 Feb 2013, 17:04
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 15:24)
Wie viel kWh Strom bekommst Du für einen €/$
Wie m3 Wasser bekommst Du für einen €/$
Wie viel Liter Benzin bekommst Du für einen €/$
Wie viel qm Grundstück bekommst Du für einen €/S
Vergleich die Prise für Laptops, TVs, Autos. Es ist nicht ungewöhnlich das man hier das gleiche in €uro zahlt.


Das Lebensmittel eine wichtige Ausnahme sind, habe ich ja gesagt.

Das sind aber nicht die gleichen Produkte. Der hier in Deutschland verkaufte Strom wird zum Beispiel mit sehr viel höheren Umweltauflagen generiert. Die hier verkauften Autos sind wohl auch höherwertig. Mit jedem Liter Benzin finanziere ich öffentliche Haushalte, aus denen wiederum u.a. öffentlicher Nahverkehr finanziert wird. Ich bekomme also auch sehr viel mehr als nur das Benzin.

Kuck dir auch mal an, was ein Kilometer Strassenbahn in Deutschland und in den USA kostet. Vielleicht gehen dir dann die Augen auf.

Geschrieben von: Russischer Spion am 17 Feb 2013, 17:12
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 12:44)
Ein Russe, der sich hier als Putin Fan geoutet hat, kritisiert amerikanische Gefängnisse !?!  blink.gif

Erstens bin ich kein Putin-Fan (wo habe ich das behauptet??) und zweitens geht es hier um ein Land das fuer "Demokratie" die Bomben auf die anderen wirft.

P.S. Was wuerde passieren wenn die russ. Polizei sowas gemacht haette huh.gif ?

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LhnY17F_eiQ

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 17:52
QUOTE (firefly @ 17 Feb 2013, 17:04)
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 15:24)
Wie viel kWh Strom bekommst Du für einen €/$
Wie m3 Wasser bekommst Du für einen €/$
Wie viel Liter Benzin bekommst Du für einen €/$
Wie viel qm Grundstück bekommst Du für einen €/S
Vergleich die Prise für Laptops, TVs, Autos. Es ist nicht ungewöhnlich das man hier das gleiche in €uro zahlt.


Das Lebensmittel eine wichtige Ausnahme sind, habe ich ja gesagt.

Das sind aber nicht die gleichen Produkte. Der hier in Deutschland verkaufte Strom wird zum Beispiel mit sehr viel höheren Umweltauflagen generiert. Die hier verkauften Autos sind wohl auch höherwertig. Mit jedem Liter Benzin finanziere ich öffentliche Haushalte, aus denen wiederum u.a. öffentlicher Nahverkehr finanziert wird. Ich bekomme also auch sehr viel mehr als nur das Benzin.

Kuck dir auch mal an, was ein Kilometer Strassenbahn in Deutschland und in den USA kostet. Vielleicht gehen dir dann die Augen auf.

Das einzige was ich sagen will ist das man mit $1 weiter kommt, als mit einem €.

Geschrieben von: Boris Merath am 17 Feb 2013, 18:20
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 17:52)
Das einzige was ich sagen will ist das man mit $1 weiter kommt, als mit einem €.

Das hängt davon ab, was der Grundbedarf (Lebensmittel!) kostet. Das ist nämlich insbesondere für kleine Einkommen u.U. das entscheidende.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 18:21
QUOTE (Russischer Spion @ 17 Feb 2013, 17:12)
Erstens bin ich kein Putin-Fan (wo habe ich das behauptet??) und zweitens geht es hier um ein Land das fuer "Demokratie" die Bomben auf die anderen wirft.


Ich habe den Thread noch einmal gelesen. Du warst in der Tat nicht so Pro-Putin wie ich dass in Erinnerung hatte. Ich bezog mich auf folgendem Thread:
http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=6d1610f39497c375aba1537a21e59235&act=ST&f=9&t=9355&st=225

QUOTE

P.S. Was wuerde passieren wenn die russ. Polizei sowas gemacht haette huh.gif  ?

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LhnY17F_eiQ


Die Reaktion der Polizei war völlig übertrieben, darüber braucht man gar nicht diskutieren. Ich behaupte aber mal das es schon einen unterschied gibt zwischen A: Einem Berufsverbrecher der 9 Straftaten in seiner Historie hat, und der -mal wieder - per Haftbefehl gesucht wird, und dann nicht nur einfach die Anweisungen der Polizei ignoriert, sondern auch ein Wurfmesser in der Hand hält, und B: Bürgerrechtler die statische gesehen sehr häufig getötet werden.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 18:29
QUOTE (Boris Merath @ 17 Feb 2013, 18:20)
Das hängt davon ab, was der Grundbedarf (Lebensmittel!) kostet. Das ist nämlich insbesondere für kleine Einkommen u.U. das entscheidende.

Nun, ich kenne keine genauen Zahl aber gefühlt ist es schon erheblich teurer. Wäre interessant mal die Prise zwischen Aldi Deutschland, und Aldi USA zu vergleichen. biggrin.gif

Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 18:49
QUOTE (Boris Merath @ 17 Feb 2013, 18:20)
Das hängt davon ab, was der Grundbedarf (Lebensmittel!) kostet. Das ist nämlich insbesondere für kleine Einkommen u.U. das entscheidende.

Leider sind viele "normale" Einkommen in Deutschland niedriger als in den USA - egal ob Briefträger, Busfahrer, Erzieher oder Verkäufer.

Wo ein Unterschied besteht: Die Sozialleistungen für Menschen ohne Arbeit.
Allerdings bin ich da inzwischen auch eher Zwiegespalten, wenn man sieht, wie viele Menschen es sich durchaus in Hartz IV einrichten.
Doch dann verständlich wenn man sieht, dass man mit Arbeit oft kaum über Hartz IV ohne Arbeit kommt...

Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 18:55
Noch als Ergänzung: Immerhin gibt es in der USA einen Mindestlohn - $7,25, wobei der je nach Bundesstaat auch mal bei $10 liegen kann...
Und nur rund 5% der Amerikaner bekommen den Mindestlohn.

Wer arbeitet, hat sicher dort keinen schlechten Lebensstandard.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 19:12
QUOTE (Electrification @ 17 Feb 2013, 14:02)

Was du vergisst sind die zusätzlichen Kosten die man hat und will man die Kinder aufs College schicken darf man sehr viel Geld ansparen um das finanzieren zu können.

Man kann das alles nicht vergleichen und bei 33.000 Euro ist nicht Schluss, das dürfte ein Wert von vor 2007 sein. Maximal dürfte es aber bei 39.000-40.000 Euro enden.

Mag sein dass der US-Lokführer ein paar Jahre mehr verdient, nur was ist wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann oder wenn er länger mal krank wird, kann ja alles passieren? Die Leute sind schneller gefeuert als sie schauen können und dann ist es schwer wieder auf die Füße zu kommen.

Da pfeift man doch darauf wenn man ein paar Jahre mehr verdient, am Ende aber dann tief sinken kann.
So geht es auch den Leuten hier die bei den schwarzen Schafen arbeiten, dort hackeln ohne Ende und dafür weit über 3000 Euro netto verdienen, aber wie lange können sie das machen? Dann sind sie arbeitsunfähig, krank, ausgelaugt und evtl. den Rest ihres Lebens müssen sie mit wenig Geld auskommen. Kurzfristiges Denken hat noch nie was gebracht.




Eine Frage zum Anfang. Ist es gerecht wenn ein Bauarbeiter sein Leben lang Steine klopft und eine recht bescheidende Existenz hat, und dann noch über die Steuern das Jura Studium vom Sohn des Anwalts mit bezahlt, damit der Sohnemann genau wie Papa ein Porsche Cabrio fahren kann?

Ich würde die Frage übrigens mit Ja beantworten. Die ganze Gesellschaft hat etwas von Akademikern. Möglicherweise verteidigt der Sohnemann den Arbeiter irgendwann vor Gericht. Aber es ist nicht einfach Schwarz Weiß.

Die Studenten werden mit den kosten nicht allein gelassen. Es gibt wahrscheinlich über 1000 Programme um an Geld zu kommen.

Die Lokführer sind über den Arbeitgeber Kranken versichert. Das beinhaltet das auch eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit, wobei man i.d.R 2 Jahre über die private Krankenversicherung abgesichert ist. Danach übernimmt das staatliche Medicare Programm den Versicherungsschutz.

Ich kenne keine Persönlich, aber ich denke man kann sagen denen geht es nicht schlecht. Im Gegenteil.

QUOTE

Was den letzten Satz angeht, warum sollte man Leute abwerben die weder die vorausgesetzte Sprache können noch entsprechende Vorschriften und Ausbildung haben? Nur weil sie eine ähnliche Tätigkeit ausüben die nicht mal so richtig vergleichbar ist.
Würde insgesamt keinen Sinn ergeben.


Das war mehr ironisch gemeint.

QUOTE

Insgesamt bleibe ich natürlich dabei dass die breite Masse in Europa besser leben kann und Europa an sich auch freier ist, auch wenn das einige wieder anzweifeln werden.
Ich würde auf keinem anderen Kontinent wohnen wollen.


Nun, das ist natürlich dein gutes Recht.




Geschrieben von: firefly am 17 Feb 2013, 19:16
QUOTE (TravellerMunich @ 17 Feb 2013, 18:55)
Wer arbeitet, hat sicher dort keinen schlechten Lebensstandard.

Das meinst du ja wohl nicht ernst. In einer schlecht isolierten Spannplatten-Hütte hausen und jeden Tag gezwungener Massen weite Strecken mit dem Auto pendeln halte ich für einen ziemlich schlechten Lebensstandard. Bei jedem stärkeren Sturm fällt der Strom aus. Also ich kann darauf verzichten.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 19:34
QUOTE (firefly @ 17 Feb 2013, 19:16)
Das meinst du ja wohl nicht ernst. In einer schlecht isolierten Spannplatten-Hütte hausen und jeden Tag gezwungener Massen weite Strecken mit dem Auto pendeln halte ich für einen ziemlich schlechten Lebensstandard. Bei jedem stärkeren Sturm fällt der Strom aus. Also ich kann darauf verzichten.

Und komischerweise sterben jedes Jahr Menschen beim versuch dieses Land zu erreichen.


Geschrieben von: Boris Merath am 17 Feb 2013, 19:37
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 19:34)
Und komischerweise sterben jedes Jahr Menschen beim versuch dieses Land zu erreichen.

Weil die USA immer noch bessere Verhältnisse bietet als Mexiko. Allerdings stellt sich da halt die Frage, ob Mexiko jetzt der Maßstab ist?

Geschrieben von: Autobahn am 17 Feb 2013, 19:43
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 18:29)
Nun, ich kenne keine genauen Zahl aber gefühlt ist es schon erheblich teurer. Wäre interessant mal die Prise zwischen Aldi Deutschland, und Aldi USA zu vergleichen.  biggrin.gif

Habe ich gerad mal gemacht. Allerdings nur an einem Beispiel, weil man das Warenangebot nur bedingt vergleichen kann.

http://aldi.us/us/html/offers/2827_20243_ENU_HTML.htm sind aber vergleichbar mit http://www.aldi-sued.de/de/html/product_range/2744_7560.htm. Und da kosten die Nudeln in den USA (umgerechnet auf Packungsgröße 300 gr. und Wechselkurs) 1,61 Euro, in Deutschland 1,69 Euro.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 19:49
QUOTE (Boris Merath @ 17 Feb 2013, 19:37)
Weil die USA immer noch bessere Verhältnisse bietet als Mexiko. Allerdings stellt sich da halt die Frage, ob Mexiko jetzt der Maßstab ist?

Sicherlich nicht.

Aber es sind ja nicht nur die Massen an Armen die ankommen. Die Uni Absolventen der Welt pilgern ja nicht in die USA um eine, firefly es formulierte, schlecht isolierten Spannplatten-Hütte zu wohnen.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 19:54
QUOTE (Autobahn @ 17 Feb 2013, 19:43)
Habe ich gerad mal gemacht. Allerdings nur an einem Beispiel, weil man das Warenangebot nur bedingt vergleichen kann.

http://aldi.us/us/html/offers/2827_20243_ENU_HTML.htm sind aber vergleichbar mit http://www.aldi-sued.de/de/html/product_range/2744_7560.htm. Und da kosten die Nudeln in den USA (umgerechnet auf Packungsgröße 300 gr. und Wechselkurs) 1,61 Euro, in Deutschland 1,69 Euro.

Gut dann ist Filled Italien Pasta billiger. Trotzdem ist das ein Punkt wo ich eingestehe das die hier USA teurer sind.

Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 22:01
QUOTE (firefly @ 17 Feb 2013, 19:16)
Das meinst du ja wohl nicht ernst. In einer schlecht isolierten Spannplatten-Hütte hausen und jeden Tag gezwungener Massen weite Strecken mit dem Auto pendeln halte ich für einen ziemlich schlechten Lebensstandard. Bei jedem stärkeren Sturm fällt der Strom aus. Also ich kann darauf verzichten.

Ich habe schon in solchen "Spanplatten" gewohnt. Die in der Regel mit Klimaanlage und Garten kommen.
Man hat in der Regel extrabreite Straßen und Stellplätze, die auch für Anfänger nicht zu verfehlen sind.

An Regeln hält man sich dort inzwischen eher als in Deutschland - pöbelnde, rauchende Jugendliche, wie sie in der Münchner S-Bahn inzwischen am Wochenende eher die Regel sind, wird man selbst in New York nicht finden.

Und wenn ich mir die Wahnsinnspendler anschaue, die inzwischen in Massen aus 50 km Entfernung mit dem Pkw nach München einfallen und dann stop-and-go machen, dann ist dies auch nicht viel anders.

Was die Stromausfälle bzw. Infrastruktur betrifft, hat Deutschland inzwischen eh einen ähnlichen Weg eingeschlagen.

Und ein Normalverdiener erhält in den USA noch immer ein höheres Gehalt als in Deutschland (egal ob Busfahrer oder Kindergärtnerin) und kann auch ein besseres Leben führen.

Zudem leben die meisten Menschen eben nicht in Los Angeles oder New York, sondern in vielen kleineren Städten mit kurzen Wegen. Obwohl ich persönlich viele dieser Gemeiden als langweilig empfinde.

Geschrieben von: Martin H. am 17 Feb 2013, 22:40
QUOTE (firefly @ 17 Feb 2013, 17:04)
Das sind aber nicht die gleichen Produkte. Der hier in Deutschland verkaufte Strom wird zum Beispiel mit sehr viel höheren Umweltauflagen generiert. Die hier verkauften Autos sind wohl auch höherwertig.
.....

Also das war ja letztes Jahr in den Nachrichten, dass ein VW Passat, größer und besser ausgestattet, in den USA billiger als bei uns verkauft wird.

Geschrieben von: andreas am 17 Feb 2013, 22:48
der wird da aber auch von Mexikanern zusammengezimmert.....

und weil es keine Gesetzliche Alterversorge gibt sterben reihenweise US Firmen an den hohen Pensionsbelastungen, weil sie halt die Rücklagen auf irgendwelchen Aktienmärkten verspielt haben oder was auch immer.

der US Postal Service dürfte der nächste sein.

Geschrieben von: TravellerMunich am 17 Feb 2013, 22:52
QUOTE (andreas @ 17 Feb 2013, 22:48)
und weil es keine Gesetzliche Alterversorge gibt sterben reihenweise US Firmen an den hohen Pensionsbelastungen, weil sie halt die Rücklagen auf irgendwelchen Aktienmärkten verspielt haben oder was auch immer.

der US Postal Service dürfte der nächste sein.

Na ja, nicht ganz.
Anders als im privatisierungswahnsinnigen Europa ist die Post in den USA noch immer eine staatliche Behörde.
Die allerdings, zugegeben, derzeit dank politisch gewolltem viel zu geringem Porto unter finanziellem Druck steht.
Und sicher auch deshalb, weil man dort als Postbeamter noch ziemlich gut verdient.

Geschrieben von: Galaxy am 17 Feb 2013, 23:47
Du stellst Sachen als bestätigte Fakten da, die aber falsch sind.


QUOTE (andreas @ 17 Feb 2013, 22:48)
und weil es keine Gesetzliche Alterversorge gibt....


Was glaubst Du ist das Retirement Insurance Benefits Programm?

QUOTE

... sterben reihenweise US Firmen an den hohen Pensionsbelastungen, weil sie halt die Rücklagen auf irgendwelchen Aktienmärkten verspielt haben oder was auch immer.


Ja, und die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist total sicher mit der demographischen Entwicklung hier....... rolleyes.gif Deren "Reserven" liegen bei unter 2 Monaten. Pensionsfonds haben wenigstens Reserven. In der Theorie soll zwar beim Zahlungsausfall der Bund einspringen aber..... Es interessiert dich vielleicht das der größte Aktionär der Welt der norwegische Pensionsfond ist. Wenn Du bei den Amerikaners skeptisch bist, überzeugt es dich vielleicht wenn die Norweger das gleiche machen.

Geschrieben von: firefly am 18 Feb 2013, 00:08
Norwegen häuft die Reserven nur an, weil sie durch das Nordseeöl zu gigantischen Fremdwährungsbeständen gekommen sind und kaum eine andere Möglichkeit haben, das Geld sinnvoll anzulegen. Interessanter für uns wären die Rentensysteme Schwedens oder Dänemarks.

Geschrieben von: Bayernlover am 18 Feb 2013, 00:09
Ich finde es belustigend dass sich in diesem Thema ein US-Amerikaner und ein Russe darüber streiten, welches ihrer jeweiligen Heimatländer weniger Leid auf der Welt angerichtet hat - das hat etwas herrlich Groteskes cool.gif

Komisch, dass hier noch keiner die Staatsverschuldung angesprochen hat. Die ist in den USA aberwitzig. Und sieht man sich mal in den Auswanderer-Foren um, herrscht dort der Grundtenor vor, dass man als Einwanderer viel Geduld (und vor allem finanzielle Rücklagen) benötigt, um auf einen grünen Zweig zu kommen. So rosig ist auch die USA nicht mehr, denn auch dort ist die Arbeitslosigkeit mittlerweile relativ hoch.

Geschrieben von: TravellerMunich am 18 Feb 2013, 00:14
Das mit der Arbeitslosigkeit trifft jedoch auf Europa erst recht zu - Deutschland ist da eher die Ausnahme.

Geschrieben von: Boris Merath am 18 Feb 2013, 00:15
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 23:47)
Ja, und die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist total sicher mit der demographischen Entwicklung hier....... rolleyes.gif Deren "Reserven" liegen bei unter 2 Monaten. Pensionsfonds haben wenigstens Reserven. In der Theorie soll zwar beim Zahlungsausfall der Bund einspringen aber..... Es interessiert dich vielleicht das der größte Aktionär der Welt der norwegische Pensionsfond ist. Wenn Du bei den Amerikaners skeptisch bist, überzeugt es dich vielleicht wenn die Norweger das gleiche machen.

Bei der Wirtschaftskrise hat man ja deutlich gesehen, wie unsicher kapitalgedeckte Rentenversorgung ist. Da mussten mit viel Steuergeldern Unternehmen und Banken gerettet werden, um die kapitalgedeckten Altersvorsorgen zu retten. Das ging diesmal noch gut, aber was, wenn es in der nächsten Krise nicht klappt?

Geschrieben von: TravellerMunich am 18 Feb 2013, 00:28
In Hinsicht auf die Rentenversicherung ist tatsächlich das ursprüngliche deutsche Modell noch immer am krisensichersten.
Leider wurde es systematisch kaputt gemacht, um die Menschen in die private Vorsorge reinzudrängen.

Geschrieben von: Galaxy am 18 Feb 2013, 00:36
QUOTE (Boris Merath @ 18 Feb 2013, 00:15)
Bei der Wirtschaftskrise hat man ja deutlich gesehen, wie unsicher kapitalgedeckte Rentenversorgung ist. Da mussten mit viel Steuergeldern Unternehmen und Banken gerettet werden, um die kapitalgedeckten Altersvorsorgen zu retten. Das ging diesmal noch gut, aber was, wenn es in der nächsten Krise nicht klappt?

Ich bin mir hier nicht 100% sicher, aber meines Wissens wurde kein Pensionsfond durch Steuergelder gerettet. In allen Fällen haben die Rückversichere eingegriffen.

Geschrieben von: Boris Merath am 18 Feb 2013, 00:40
QUOTE (Galaxy @ 18 Feb 2013, 00:36)
Ich bin mir hier nicht 100% sicher, aber meines Wissens wurde kein Pensionsfond durch Steuergelder gerettet. In allen Fällen haben die Rückversichere eingegriffen.

Es wurden u.a. Banken mit Steuergeldern gerettet mit der Begründung, dass sonst die kapitalgedeckten Renten in Bedrängnis geraten.

Und auch Rückversicherer können nicht beliebig Schäden begleichen.

Geschrieben von: chris232 am 18 Feb 2013, 00:42
Es wurden auch Banken mit Steuergeldern gerettet mit der Begründung, [hier Text über Mondlandung oder schönes Wetter einsetzen].

Geschrieben von: Galaxy am 18 Feb 2013, 01:15
QUOTE (Boris Merath @ 18 Feb 2013, 00:40)
Es wurden u.a. Banken mit Steuergeldern gerettet mit der Begründung, dass sonst die kapitalgedeckten Renten in Bedrängnis geraten.

Und auch Rückversicherer können nicht beliebig Schäden begleichen.

Was die Banken angeht sind wir uns in so fern einige das die ganze Situation nicht akzeptable ist. Es ist eigentliche gegen meine Überzeugung, aber wenn eine Bank "to big to fail" ist dann ist die Bank vielleicht einfach to big.

Das stimmt natürlich das die Reserven der Rückversicherer begrenzt sind. Bei einer Krise wie in den 30 Jahre kommen aber auch Staaten an ihre Grenze. Im Prinzip könnte zwar die jeweilige Zentralbank grenzenlos quantitative easing betreiben und mit dem frisch gedruckten Geld Staatsanleihen kaufen die man dann gleich im Karmin verfeuern kann, aber das holt das Kind auch nicht aus dem Brunnen raus.


Und bevor jemand anfängt: Ja, die Clowns bei der US Federal Reserve spielen in dieser Hinsicht mit dem Feuer.


Geschrieben von: Boris Merath am 18 Feb 2013, 01:19
QUOTE (Galaxy @ 18 Feb 2013, 01:15)
Was die Banken angeht sind wir uns in so fern einige das die ganze Situation nicht akzeptable ist. Es ist eigentliche gegen meine Überzeugung, aber wenn eine Bank "to big to fail" ist dann ist die Bank vielleicht einfach to big.

Ist die Frage ob das hilft. Wenn statt einer großen Bank zehn kleine pleite gehen, sind die in der Summe auch "too big to fail".

QUOTE
Bei einer Krise wie in den 30 Jahre kommen aber auch Staaten an ihre Grenze.

Trotzdem ist die umlagefinanzierte Rente da relativ sicher - es werden halt sowohl die Beiträge der arbeitenden Bevölkerung als auch die Renten entsprechend der Inflation angehoben.

Dafür sind die Renten halt abhängig von der Zahl der arbeitenden Menschen.

Geschrieben von: Electrification am 18 Feb 2013, 03:10
QUOTE (TravellerMunich @ 17 Feb 2013, 22:01)
Und ein Normalverdiener erhält in den USA noch immer ein höheres Gehalt als in Deutschland (egal ob Busfahrer oder Kindergärtnerin) und kann auch ein besseres Leben führen.

Das stimmt doch so schon lange nicht mehr. Es waren schon mehrfach Dokumentationen dran und Berichte in seriösen Zeitungen dass viele Normalverdiener nur noch mit Zweit- und Drittjob über die Runden kommen. (Leider gibt es das bei uns auch immer mehr, aber nicht in diesen Dimensionen)
Ist das also das bessere Leben? Wo findet das statt? Mag sein dass es da noch Gegenden gibt wo man gut dran ist.
Entscheidend ist auch nicht die Gehaltshöhe, sondern die Kaufkraft des Gehalts und auch das soziale Fangnetz wenn man gefeuert wird. Viele verdienen nämlich gut, aber fallen schnell sehr tief wenn sie rausgeworfen werden.

Abgesehen davon, wie ist die hohe Armut und das Elend (tw. wenige Meter entfernt von den Prachtstraßen) zu erklären. Das siehst du in jeder Stadt, egal ob Las Vegas, San Francisco oder LA und es ist keine Randerscheinung.

Ich bezweifle die Theorie von einem besseren Leben, aber grundsätzlich ist das ja subjektiv zu betrachten.


Geschrieben von: 146225 am 18 Feb 2013, 06:17
QUOTE (Autobahn @ 17 Feb 2013, 19:43)

http://aldi.us/us/html/offers/2827_20243_ENU_HTML.htm sind aber vergleichbar mit http://www.aldi-sued.de/de/html/product_range/2744_7560.htm. Und da kosten die Nudeln in den USA (umgerechnet auf Packungsgröße 300 gr. und Wechselkurs) 1,61 Euro, in Deutschland 1,69 Euro.

Derartige Gerichte vergleichen sich nicht gut, da zahlst Du bei allen fleischhaltigen Füllungen in Deutschland doch noch einen kleinen Aufschlag für den Pferde-Anteil... ph34r.gif

Geschrieben von: andreas am 18 Feb 2013, 07:33
QUOTE (Galaxy @ 17 Feb 2013, 23:47)
Du stellst Sachen als bestätigte Fakten da, die aber falsch sind.


QUOTE (andreas @ 17 Feb 2013, 22:48)
und weil es keine Gesetzliche Alterversorge gibt....


Was glaubst Du ist das Retirement Insurance Benefits Programm?

QUOTE

... sterben reihenweise US Firmen an den hohen Pensionsbelastungen, weil sie halt die Rücklagen auf irgendwelchen Aktienmärkten verspielt haben oder was auch immer.


Ja, und die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist total sicher mit der demographischen Entwicklung hier....... rolleyes.gif Deren "Reserven" liegen bei unter 2 Monaten. Pensionsfonds haben wenigstens Reserven. In der Theorie soll zwar beim Zahlungsausfall der Bund einspringen aber..... Es interessiert dich vielleicht das der größte Aktionär der Welt der norwegische Pensionsfond ist. Wenn Du bei den Amerikaners skeptisch bist, überzeugt es dich vielleicht wenn die Norweger das gleiche machen.

ja, aber die Deutsche Rentenversicherung wurde von der Politik im Zuge der Wiedervereinigung ruiniert, das System an sich hätte noch deutlich länger funktioniert, wenn die Politik damals nicht so massive Fehler gemacht hätte.

Geschrieben von: Caesarion am 18 Feb 2013, 10:00
QUOTE (andreas @ 18 Feb 2013, 07:33)

ja, aber die Deutsche Rentenversicherung wurde von der Politik im Zuge der Wiedervereinigung ruiniert, das System an sich hätte noch deutlich länger funktioniert, wenn die Politik damals nicht so massive Fehler gemacht hätte.

Wie kommt man nur auf solche Aussagen...???

Geschrieben von: JeDi am 18 Feb 2013, 10:15
QUOTE (andreas @ 18 Feb 2013, 07:33)
ja, aber die Deutsche Rentenversicherung wurde von der Politik im Zuge der Wiedervereinigung ruiniert, das System an sich hätte noch deutlich länger funktioniert, wenn die Politik damals nicht so massive Fehler gemacht hätte.

Wenn wir ein kapitalbasiertes System hätten, würde das stimmen. Im Umlagefinanzierten System ist aber relativ wurscht, wer vorher schon eingezahlt hat oder auch nicht.

Geschrieben von: andreas am 18 Feb 2013, 10:20
QUOTE (Caesarion @ 18 Feb 2013, 10:00)
QUOTE (andreas @ 18 Feb 2013, 07:33)

ja, aber die Deutsche Rentenversicherung wurde von der Politik im Zuge der Wiedervereinigung ruiniert, das System an sich hätte noch deutlich länger funktioniert, wenn die Politik damals nicht so massive Fehler gemacht hätte.

Wie kommt man nur auf solche Aussagen...???

ist doch ganz einfach: es war ein Riesenfehler, die ganzen Ostrentner aus der Rentenkasse zu bezahlen.
Das hat das System nicht verkraftet, daß da von heute auf morgen große Mengen zusätzliche Empfänger dazukommen - die auch noch recht hohe Bezüge bekommen.

Die Experten haben damals vorgeschlagen, die Bezüge der Ostrentner aus Steuermitteln zu bezahlen (unabhängig von der Rentenversicherung), so wäre die Belastung für den Steuerzahler mit den Jahren immer mehr gesunken - und die Rentenkasse wäre durch zusätzliche Einzahler im Osten auch noch entlastet worden.


Geschrieben von: JeDi am 18 Feb 2013, 10:22
QUOTE (andreas @ 18 Feb 2013, 10:20)
Die Experten haben damals vorgeschlagen, die Bezüge der Ostrentner aus Steuermitteln zu bezahlen (unabhängig von der Rentenversicherung), so wäre die Belastung für den Steuerzahler mit den Jahren immer mehr gesunken - und die Rentenkasse wäre durch zusätzliche Einzahler im Osten auch noch entlastet worden.

Das hätte den Effekt aber nur um ein paar Jahre hinausgezögert...

Geschrieben von: firefly am 18 Feb 2013, 12:28
QUOTE (andreas @ 18 Feb 2013, 10:20)
ist doch ganz einfach: es war ein Riesenfehler, die ganzen Ostrentner aus der Rentenkasse zu bezahlen.
Das hat das System nicht verkraftet, daß da von heute auf morgen große Mengen zusätzliche Empfänger dazukommen - die auch noch recht hohe Bezüge bekommen.

Mit der Wiedervereinigung wurden doch einfach nur die Rentenkasse mit einander vereinigt. Und zu dieser Vereinigung haben Ost wie West ihre Rentner wie auch ihre Einzahler mit eingebracht. Alles andere wäre auch unsinnig gewesen.

Dass man u.a. die Rentenkasse anschliessend dafür missbraucht hat, durch eine schnelle Erhöhung der Ostrenten Kaufkraft künstlich in den Osten zu transferieren, ist ein andere Sache. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass in einem Umlage finanzierten, eigentlich in jedem, Rentensystem Einzahler und Empfänger zusammen gehören.

Geschrieben von: hmmueller am 18 Feb 2013, 13:17
Seid's ihr zum "USA Sammelthema" nicht schon ganz schön OT?

Geschrieben von: Martin H. am 18 Feb 2013, 13:50
Danke!

Geschrieben von: Iarn am 7 Mar 2013, 21:56
http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-filmaufnahmen-aus-einem-folter-gefaengnis-der-amerikaner-a-887519.html

Laut Galaxy wahrscheinlich wieder Beispiele dafür, wie die Welt am Beispiel Amerikas gesunden kann ph34r.gif

Geschrieben von: Galaxy am 7 Mar 2013, 23:22
QUOTE (Iarn @ 7 Mar 2013, 21:56)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-filmaufnahmen-aus-einem-folter-gefaengnis-der-amerikaner-a-887519.html

Laut Galaxy wahrscheinlich wieder Beispiele dafür, wie die Welt am Beispiel Amerikas gesunden kann ph34r.gif

Irakische Beamte lassen sich wissentlich filmen wie sie jemandem ausnehmen, und US Soldaten geben Journalisten eine Tour der Folterkammer? Also, irgendetwas ist hier nicht plausible. Desweiteren: Die ARD hatte diese aufnahmen seit 2004, und hat sie erst jetzt veröffentlicht? Die hätten doch voller Begeisterung so etwas gesendet.

Geschrieben von: Galaxy am 16 Mar 2013, 02:08
Ich weine gerade ein wenig.

http://www.wired.com/threatlevel/2013/03/nsl-found-unconstitutional/

Im Prinzip ist das Urteil ja positive, aber:

"After the telecom challenged the NSL, the Justice Department took its own extraordinary measure and sued the company, arguing in court documents that the company was violating the law by challenging its authority."


Das Justiz Ministerium argumentiert also das es illegal ist seine Autorität gerichtlich herauszufordern!?!

http://2.bp.blogspot.com/-86VtIU20wX4/T_rAGoYMioI/AAAAAAAAABE/5jXG2IrLL6k/s1600/dafuq.jpg


^ Das war genau mein Gesichtsausdruck als ich das gelesen habe. Wo sind die Ripon-Republicans wenn man sie braucht... sad.gif

Edit:Keine fremden Bilder einbinden.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 16 Mar 2013, 05:58
Das denk ich mir auch. Das Gelalle vom Googelübersetzer hilft da auch nicht wirklich weiter, zu verstehen um was es geht.

Geschrieben von: Galaxy am 21 Mar 2013, 01:12
Man hat die 1. Stufe einer Saturn 5 Rakete fast 5 km unter dem Ozean gefunden. Gemessen an der Position ist es relative wahrscheinlich das es sich um die S-1C-6 Stufe von Apollo 11 handelt.

Die Expedition bezahlt Amazon Gründer Jeff Bezos aus seiner Pri­vat­scha­tul­le.

http://www.bezosexpeditions.com/updates.html


Geschrieben von: Iarn am 15 Apr 2013, 20:22
Die erschütternden Worte eines Insassen des US Folterlagers Guantanamo Bay:
http://www.nytimes.com/2013/04/15/opinion/hunger-striking-at-guantanamo-bay.html?smid=pl-share

Ich glaube der Hauptunterschied zu einem KZ ist, dass man die Insassen aus PR Gründen am Leben halten will.

Dieser Mann ist seit elf Jahren dort ohne jede Gerichtsverhandlung. Das sollte jeder zweimal überdenken, der die USA einen Rechtsstaat nennt.

Geschrieben von: andreas am 15 Apr 2013, 20:43
es ist eine harte Welt dadraußen - gut daß wenigstens Deutschland noch Prozesse platzen läßt, weil die falschen Journalisten im Zuschauerraum sitzen.
Putin ist böse
Der Ami ist Böse
der Chinese ist Böse
Nordkorea sowieso,
der Iran erst recht
der Frosch ist unberechenbar
die Inselmenschen sind der Knecht der Amis

aber wenigstens Deutschland ist gut. Macht keine Geschäfte mit bösen Diktatoren wie den in Weißrussland und kann somit mit allen auf den Finger zeigen.
Wir liefern unsere Waffen natürlich nur an Israel, ganz und gar nicht an die Saudis und unser Öl kommt auch nur von braven Demokratien.....

Geschrieben von: Iarn am 15 Apr 2013, 20:52
Also ich mag die Frösche. Sowohl kulinarisch als auch kulturell.
Prinzipiell komme ich mit ca 98 % aller Länder weltweit einigermaßen aus.

Das die Münchner Justiz scheiße gebaut hat, stellt auch so gut wie niemand in Abrede. Das wiederum finde ich recht beruhigend.

Geschrieben von: GSIISp64b am 15 Apr 2013, 20:58
Die Münchener Justiz hat für ihre Fehler aber auch ordentlich Kreide fressen und sie letzten Endes korrigieren müssen. Erklär mir doch bitte mal wer, was genau daran ein Beweis für den Untergang der deutschen Demokratie ist. Danke.

Geschrieben von: andreas am 15 Apr 2013, 21:35
ich weiß nicht, ich finds nach wie vor eher blöde, wenn man die Ausländer jetzt bevorzugt - es galt wer zuerst kommt kriegt die Plätze und fertig - ich mein, wie lächerlich ist es, wenn sich alle Pressevertreter weltweit gleichzeitig akkreditieren können müssen? muß man da warten, bis das zur letzen Südsee Insel geschwommen worden ist?
Und gerade die türkischen Medien, von denen es ja auch in Deutschland nicht wenige gibt, sollten sowas eigentlich wissen.
das man wegen dem Zirkus jetzt den Prozess verschiebt ist hanebüchend - ich mein, sollen sie den Prozess doch in die Olympiahalle verlegen, dann bekommt jeder seinen Platz, auch das letzte Monatsblatt aus dem hintersten Kurdistan....

es stellt sich wirklich die Frage, was ist wichtiger? ein geordneter Ablauf des Prozesses oder die Pressevertreter?
Ich stell mir das grad vor, wie die Angehörigen der Opfer sich jetzt fühlen - kommen teilweise aus der Türkei, haben Urlaub genommen, Hotel gebucht und jetzt? Wegen ein paar so lahmarschigen Pressefritzen wird der Prozess verschoben. Sind wir denn eine Bananenrepublik?

Geschrieben von: JeDi am 15 Apr 2013, 21:41
Wenn einzelne Medien die Einladungsmail später kriegen, ist da sehr wohl ein Problem.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 15 Apr 2013, 21:44
QUOTE (JeDi @ 15 Apr 2013, 22:41)
Wenn einzelne Medien die Einladungsmail später kriegen, ist da sehr wohl ein Problem.

Vor allem, wenn es auch Medienvertreter in DEUTSCHLAND gab, die diese E-Mail zu spät bekommen haben.

Was auch zu USA passt:
http://www.spiegel.de/panorama/explosionen-beim-boston-marathon-a-894525.html

QUOTE
USA: Explosionen beim Boston-Marathon - Tote und Verletzte

Beim Marathonlauf in Boston ist es in der Nähe des Ziels zu zwei Explosionen gekommen. Mindestens zwei Menschen starben. Fernsehbilder zeigen Zerstörungen und eine Rauchwolke. Laut der Polizei handelt es sich um Bombenanschläge.

Geschrieben von: andreas am 15 Apr 2013, 22:06
QUOTE (JeDi @ 15 Apr 2013, 22:41)
Wenn einzelne Medien die Einladungsmail später kriegen, ist da sehr wohl ein Problem.

ja, es mag ein Problem sein, aber ich finde das eigentlich ein belangloses Problem. deswegen den Prozess zu verschieben ist einfach ein schlechter Witz....

was kommt als nächstes? werden dann die Plätze ausgelost?

oder meistbietend bei Ebay versteigert?

Geschrieben von: Autobahn am 15 Apr 2013, 23:06
Ich weiß nicht, was der NSU-Prozess (komisch, bei NSU denke ich immer noch an die alte Moped- und Automarke) zu tun hat.

Aber gut, dass das Auswahlverfahren für die Journalisten neu justiert werden muss, ist angesichts der meist türkisch-stämmigen Opfer wohl klar.

Auf der anderen Seite ist die türkische Seite aber auch hyperventiliert, wenn irgendwo in Deutschland türkisch-stämmige Mitbürger durch ein Unglück (z. B. durch einen Wohnungsbrand) zu Schaden kommen. Dabei gehen sie selbst mit ihren ethnischen und religiösen Minderheiten auch nicht gerade sanft um.

Geschrieben von: andreas am 18 Apr 2013, 20:29
Die NRA hilft Terroristen und Gangstern - mit segen der Politik....

http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenrecht-senat-in-usa-lehnt-reform-ab-a-895259.html

manchmal bin ich schon froh, daß nicht alles, was in Amiland so abgeht sich auch bei uns durchgesetzt hat.

Geschrieben von: NJ Transit am 18 Apr 2013, 20:34
Dieses ungemein vielschichtige und komplexe Thema lässt sich nicht einfach auf eine einfache Stammtischparole reduzieren, auch wenn es noch so bequem ist.

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 20:41
QUOTE (NJ Transit @ 18 Apr 2013, 21:34)
Dieses ungemein vielschichtige und komplexe Thema lässt sich nicht einfach auf eine einfache Stammtischparole reduzieren, auch wenn es noch so bequem ist.

Ich würde mir wünschen, Du würdest so was auch mal zu Galaxys Stammtischparolen äußern.

Geschrieben von: GSIISp64b am 18 Apr 2013, 20:43
QUOTE (Iarn @ 18 Apr 2013, 21:41)
Ich würde mir wünschen, Du würdest so was auch mal zu Galaxys Stammtischparolen äußern.

Kannst du doch selber.

Geschrieben von: andreas am 18 Apr 2013, 20:44
QUOTE (NJ Transit @ 18 Apr 2013, 21:34)
Dieses ungemein vielschichtige und komplexe Thema lässt sich nicht einfach auf eine einfache Stammtischparole reduzieren, auch wenn es noch so bequem ist.

was ist dadran vielschichtig und komplex?
Wo ist es denn verwerflich, sich beim Kauf einer Waffe (einen Instrument, dessen Zweck Töten ist, egal ob Mensch oder Tier) sich zu registrieren?

Es ist doch offensichtlich, das die US Waffengesetze und die massive Verbreitung von Schußwaffen für viele unnötige Todesfälle sorgen, da ist doch nichts vielschichtig und komplex dran.

Das Thema ist einfach, die Lösung wäre einfach, nur halt in den USA nicht wirklich populär.

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 20:45
QUOTE (GSIISp64b @ 18 Apr 2013, 21:43)
Kannst du doch selber.

Mache ich auch biggrin.gif

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 20:46
Bei dem Thema US Schusswaffen möchte ich auch noch auf die Tatsache verweisen, dass der Anschlag von Boston durch die Tatsache, dass man in den USA Schießpulver wie Mehl kaufen kann, extrem erleichtert wurde.

Geschrieben von: andreas am 18 Apr 2013, 20:49
QUOTE (Iarn @ 18 Apr 2013, 21:46)
Bei dem Thema US Schusswaffen möchte ich auch noch auf die Tatsache verweisen, dass der Anschlag von Boston durch die Tatsache, dass man in den USA Schießpulver wie Mehl kaufen kann, extrem erleichtert wurde.

jetzt kommt dann gleich ein Gunnut und wird dir erzählen, das man ja auch Schnellkochtöpfe einfach so kaufen konnte und die haben ja auch zum Terror in Boston beigetragen....

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 20:54
QUOTE (andreas @ 18 Apr 2013, 21:49)
jetzt kommt dann gleich ein Gunnut und wird dir erzählen, das man ja auch Schnellkochtöpfe einfach so kaufen konnte und die haben ja auch zum Terror in Boston beigetragen....

Du hast Recht. Allerdings würde ich solche Statements einfach als Begründung nehmen, wieso ich persönlich in meiner bescheidenen Meinung bestimmte Bevölkerungsgruppen für hohl halte.

Geschrieben von: Galaxy am 18 Apr 2013, 21:00
QUOTE (Iarn @ 18 Apr 2013, 21:46)
Bei dem Thema US Schusswaffen möchte ich auch noch auf die Tatsache verweisen, dass der Anschlag von Boston durch die Tatsache, dass man in den USA Schießpulver wie Mehl kaufen kann, extrem erleichtert wurde.

Und Du wirfst mir Stammtischparolen zu benutzen?

Es ist noch gar nicht geklärt (oder zumindest veröffentlicht) was für ein Sprengstoff benutzt wurde. Aber Herr Iarn weiß das Schwarzpulver verwendet wurde.

Geschrieben von: JeDi am 18 Apr 2013, 21:05
QUOTE (Galaxy @ 18 Apr 2013, 22:00)
Es ist noch gar nicht geklärt (oder zumindest veröffentlicht) was für ein Sprengstoff benutzt wurde. Aber Herr Iarn weiß das Schwarzpulver verwendet wurde.

Das hat er wo geschrieben?

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 21:08
Von Schwarzpulver schrieb ich sowenig, wie vor einigen Tagen von der NSU.

Das Wort Gunpowder hingegen wurde in über 18 Millionen von Google in den letzten Tagen verlinkten Artikeln zum Thema Boston verwendet.

Laut diverses mir zugänglicher Wörterbücher wird der Begriff Gunpowder in der deutschen Sprache mit Schießpulver übersetzt.

Geschrieben von: Galaxy am 18 Apr 2013, 21:13
QUOTE (Iarn @ 18 Apr 2013, 22:08)
Von Schwarzpulver schrieb ich sowenig, wie vor einigen Tagen von der NSU.

Das Wort Gunpowder hingegen wurde in über 18 Millionen von Google in den letzten Tagen verlinkten Artikeln zum Thema Boston verwendet.

Laut diverses mir zugänglicher Wörterbücher wird der Begriff Gunpowder in der deutschen Sprache mit Schießpulver übersetzt.

Nun, die Medien haben aber auch berichtet das man die Täter schon verhaftet hat........

Die futtern momentan zu viel Spekulatius.

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 21:16
Selbst wenn es Spekulatius ist, unbestritten ist, dass es wenige Länder auf der Welt gibt, in denen man Schnellkochtöpfe und Sprengstoffe legal in größeren Mengen kaufen kann, was solche Anschläge vereinfacht.

Geschrieben von: Galaxy am 18 Apr 2013, 21:22
QUOTE (Iarn @ 18 Apr 2013, 22:16)
Selbst wenn es Spekulatius ist, unbestritten ist, dass es wenige Länder auf der Welt gibt, in denen man Schnellkochtöpfe und Sprengstoffe legal in größeren Mengen kaufen kann, was solche Anschläge vereinfacht.

Diesel + Dünger gibt es in Deutschland nicht zu kaufen?


Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 21:26
QUOTE (Galaxy @ 18 Apr 2013, 22:22)
Diesel + Dünger gibt es in Deutschland nicht zu kaufen?

Diesel und Dünger sind technisch um einiges schwieriger zu handhaben als Schießpulver.

Natürlich ist ein Karatekämpfer des zehnten Dans auch relativ tödlich auf kurze Distanz aber eine Schrotflinte ist leichter abzufeuern. Ist immer eine Frage wie leicht man es einem potentiellen Angreifer macht.

Geschrieben von: Autobahn am 18 Apr 2013, 21:29
@ Iarn

Schnellkochtöpfe gibt es in jedem Haushaltswarengeschäft. O.K. vielleicht nicht im Sudan oder ähnlichen Ländern.

Geschrieben von: Iarn am 18 Apr 2013, 21:32
QUOTE (Autobahn @ 18 Apr 2013, 22:29)
@ Iarn

Schnellkochtöpfe gibt es in jedem Haushaltswarengeschäft. O.K. vielleicht nicht im Sudan oder ähnlichen Ländern.

Das ist mir bewusst wink.gif

Geschrieben von: andreas am 18 Apr 2013, 21:49
QUOTE (Galaxy @ 18 Apr 2013, 22:22)
Diesel + Dünger gibt es in Deutschland nicht zu kaufen?

und der normale Landhandel ist angehalten, keine kleinmengen (unter 200 kg) an Ammoniumdünger abzugeben und erst recht nicht an Leute, die sie nicht kennen

Geschrieben von: Galaxy am 18 Apr 2013, 23:08
QUOTE (andreas @ 18 Apr 2013, 22:49)
und der normale Landhandel ist angehalten, keine kleinmengen (unter 200 kg) an Ammoniumdünger abzugeben und erst recht nicht an Leute, die sie nicht kennen

Jeder Dünger im Gartenzentrum enthält Ammoniumnitrat.


Geschrieben von: Fichtenmoped am 18 Apr 2013, 23:25
QUOTE (Galaxy @ 19 Apr 2013, 00:08)
Jeder Dünger im Gartenzentrum enthält Ammoniumnitrat.

Und was Ammoniumnitrat anrichten kann, haben wir ja erst Heute gesehen:
http://www.fr-online.de/panorama/unglueck-in-texas-schock-wie-bei-einem-erdbeben,1472782,22400994.html

Was auch interessant ist: Am 16.April 1947 gab es eine Explosion von Ammoniumnitrat in Texas City. Die Explosion und das darauf folgende Feuer hat eine Raffinerie verwüstet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Texas-City-Explosion


Geschrieben von: andreas am 19 Apr 2013, 06:46
QUOTE (Galaxy @ 19 Apr 2013, 00:08)
Jeder Dünger im Gartenzentrum enthält Ammoniumnitrat.

ja, in sehr geringen Mengen, 3, 4 %.
Damit wirst dir hart tun mit dem Bombe bauen.

Geschrieben von: Galaxy am 19 Apr 2013, 10:56
Nun einer der Terroristen ist tot, leider starben dabei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der MIT-Universität, außerdem ist ein Mitarbeiter des ÖPNV von Boston schwer verletzt worden.

Der 2te Täter ist noch auf der Flucht und wird von 9.000 Polizisten verfolgt.

Martin H.: Beleidigende Bezeichnung einer Personengruppe geändert.

Geschrieben von: JeDi am 19 Apr 2013, 11:11
QUOTE (Galaxy @ 19 Apr 2013, 11:56)
Nun einer der Terroristen ist tot, leider starben dabei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der MIT-Universität, außerdem ist ein Mitarbeiter des ÖPNV von Boston schwer verletzt worden.

Ist er? Woher weißt du das?

QUOTE
Der 2te Täter ist noch auf der Flucht und wird von 9.000 Polizisten verfolgt.


Herabwürdigende Bezeichnung eines Obdachlosen? Intreressant.

Geschrieben von: JNK am 19 Apr 2013, 11:18
QUOTE (JeDi @ 19 Apr 2013, 12:11)
Ist er? Woher weißt du das?

http://www.bostonglobe.com/metro/2013/04/18/mit-police-officer-hit-gunfire-cambridge-police-dispatcher-says/4UeCClOVeLr8PHLvDa99zK/story.html

Geschrieben von: JeDi am 19 Apr 2013, 11:21
QUOTE (JNK @ 19 Apr 2013, 12:18)
QUOTE (JeDi @ 19 Apr 2013, 12:11)
Ist er? Woher weißt du das?

http://www.bostonglobe.com/metro/2013/04/18/mit-police-officer-hit-gunfire-cambridge-police-dispatcher-says/4UeCClOVeLr8PHLvDa99zK/story.html

Korrekt - aber woher wisst ihr, dass das der "richtige" war? Nicht umsonst steht ja nahezu überall "der mutmaßliche Attentäter" oder eine ähnliche Formulierung. Könnte ja durchaus passieren, dass man jetzt den falschen umgelegt hat.

Geschrieben von: JNK am 19 Apr 2013, 11:30
Der Tod ist der Beweis der Schuldigkeit. Beweisaufnahme abgeschlossen. ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 19 Apr 2013, 13:22
QUOTE (Galaxy @ 19 Apr 2013, 11:56)
Der 2te Täter ist noch auf der Flucht und wird von 9.000 Polizisten verfolgt.

Das meine ich mit Stammtischparolen.

Geschrieben von: Galaxy am 19 Apr 2013, 13:33
QUOTE (Iarn @ 19 Apr 2013, 14:22)
Das meine ich mit Stammtischparolen.

Und was nennst Du das:

QUOTE (Iarn @ 15 Feb 2013, 20:40)
Mich wundert bei dem Drecksland gar nichts mehr.


?


Geschrieben von: Iarn am 19 Apr 2013, 13:39
QUOTE (Galaxy @ 19 Apr 2013, 14:33)
?

Zumindest benutze ich nicht herabwürdigende Begriffe für Obdachlose und benutze die dann auch nicht noch als Schimpfwort.

Geschrieben von: Electrification am 19 Apr 2013, 14:49
Ist es nicht so dass die Leute mehr NY-Times-Menschen und weniger dumme, hirnverbrannte FoxNews-Zuschauer bräuchte?
Das Problem dürfte ja nicht in den aufgeklärten Metropolen und Städten liegen, sondern mehr in den Hinterwäldlerorten oder in solchen Mia-san-Mia-Staaten wie Texas.

Ich nenne das wahre Demokratie, wenn Organisationen wie die NRA so viel Einfluss auf die Politik haben, dass sie jedes Gesetz verhindern können dass gegen ihre Interessen ist (wobei das natürlich in Deutschland leider nicht anders ist).
Da braucht sich keiner wundern dass so viele Menschen die Schnauze voll haben von der Politik, wenn diese nur eigene Interessen oder die Interessen einiger weniger mit sehr viel Macht vertreten, aber nicht die Interessen der Bevölkerungsmehrheit.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 22 Apr 2013, 04:00
Bin ich der einzigste, der das Vorgehen der Sicherheitsbehörden nach dem Attentat bei der Fahndung für überzogen hält?

Was haben wir denn so...
http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-deutschland-international/jagd-nach-zweitem-terrorverdaechtigen-in-bosten--ausgangssperre-fuer-gesamte-stadt/r-polizeiticker-deutschland-international-a-184566.html
QUOTE
Die Jagd auf die Terrorverdächtigen hatte das Leben in weiten Teilen der Ostküstenmetropole lahmgelegt. Tausende Beamte waren im Einsatz. Der Luftraum wurde gesperrt. Der Nahverkehr wurde mitten im beginnenden Berufsverkehr komplett unterbrochen. Die Polizei verhängte eine Ausgangssperre für die gesamte Großstadt. Die Harvard-Universität im Vorort Cambridge blieb ebenfalls geschlossen.

Zudem durchsuchte die Polizei jedes einzelne Haus in Watertown nach dem flüchtigen Verdächtigen. Die Ermittler teilten per Twitter mit, dass uniformierte Beamte von Tür zu Tür gehen würden.


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/boston-streit-ueber-behandlung-dschochar-zarnajews-a-895656.html
QUOTE
In den USA streiten Juristen und Politiker, ob der mutmaßliche Attentäter von Boston als Terrorist behandelt werden soll. Damit würde Dschochar Zarnajew unter anderem das Recht zu schweigen einbüßen. Doch derzeit ist unklar, ob er überhaupt wieder wird sprechen können.


Stellt Euch das mal in Deutschland vor - wenn bei der Fahndung nach EINEM Verbrecher mal so eben eine Großstadt mit 600.000 Einwohnern (Frankfurt/Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund oder Essen) belagert wird. Das eine AUSGANGSSPERRE verhängt wird! Und das ein Vorort dann mit tausenden Polizisten abgeriegelt wird und dann JEDES Haus durchsucht wird?! Sind die USA etwa im Krieg?!

Das dann dem überlebendem Terroristen dann auch die Grundrechte aberkannt werden ist einer Demokratie ebenfalls unwürdig und stellt defacto die USA auf eine Stufe mit anderen Regiemes. Stichwort "Willkür"...

Geschrieben von: Galaxy am 22 Apr 2013, 09:41
Das mit der Ausgangssperre ist in der Tat kritisch zu betrachten. Zumindest ist es ein rutschiger Abhang. Ich würde sagen es ist gerade noch gerade akzeptable da die Polizei es mit Tätern zu tun hatte die mit selbst gebauten Handgranaten um sich geworfen haben. Außerdem war nicht klar ob es andere Personen gab.


Den zweiten Aspekt den Du ansprichst ist ebenfalls rutschiger Abhang. Wobei Spiegel über das ganze nicht akkurat berichtet hat. Er hat seine Rechte, er wird über diese allerdings nicht informiert. Wenn er einen Anwalt verlangt hat das FBI Pech. Außerdem dürfen die Behörden <u>nicht willkürlich</u> Fragen stellen. Sie dürfen nur Fragen stellen wie z.B.: was es wo für Waffen gibt, welche Personen laufen frei herum die Anschläge durchführen wollen usw. Sie dürfen den Jungen nicht z.B. fragen ob er den MIT Campus Polizist erschossen hat, oder ob er selbst die Bomben auch deponiert hat.
Außerdem ist es ja nicht so als ob es in Deutschland nicht auch Ausnahmen gibt. Ein verdeckter Ermittler kann sich auch fleißig mit mutmaßlichen Tätern unterhalten und die StPO Regeln die bei einer Vernehmung normalerweise angewandt werden ignorieren. Ich behaupte mal die deutsche Polizei kann es steuern ob eine Person die sie interessiert mit einem verdeckten Ermittler in Verbindung kommt.

Falls es dich interessiert: Hier...

http://verdict.justia.com/2013/04/22/mirandas-public-safety-exception

... ist ein Artikel der beschreibt wie sich die miranda rights, und die public safety exception clause seit 1966 entwickelt haben.

Geschrieben von: spock5407 am 22 Apr 2013, 17:12
QUOTE (Galaxy @ 22 Apr 2013, 10:41)
Außerdem ist es ja nicht so als ob es in Deutschland nicht auch Ausnahmen gibt. Ein verdeckter Ermittler kann sich auch fleißig mit mutmaßlichen Tätern unterhalten und die StPO Regeln die bei einer Vernehmung normalerweise angewandt werden ignorieren.

Wie war das damals vor ein paar Jahren bei der Kindsentführung, wo der Polizist Schmerzen/Folter androhte? Da gabs doch nen Prozess hierzulande, wenn ich mich recht entsinne.

Geschrieben von: JNK am 22 Apr 2013, 17:50
QUOTE (spock5407 @ 22 Apr 2013, 18:12)
Wie war das damals vor ein paar Jahren bei der Kindsentführung, wo der Polizist Schmerzen/Folter androhte? Da gabs doch nen Prozess hierzulande, wenn ich mich recht entsinne.

http://de.wikipedia.org/wiki/Entf%C3%BChrung_von_Jakob_von_Metzler

Geschrieben von: Galaxy am 23 Apr 2013, 06:57
Nichts mit enemy combatant.

http://www.justice.gov/usao/ma/news/2013/April/criminalcomplaint1304211847.pdf

Erklärung: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Ungesetzlicher_Kombattant

Geschrieben von: JeDi am 23 Apr 2013, 07:17
QUOTE (Galaxy @ 23 Apr 2013, 07:57)
Nichts mit enemy combatant.

Isses eigentlich so schwer, Deutsch zu reden? Es nervt, ständig irgendwelche englischen Begriffe nachschlagen zu müssen, die ich noch nie gehört hab und vermutlich nie wieder hören werde...

Feindlicher Kämpfer!

Geschrieben von: hmmueller am 23 Apr 2013, 07:35
QUOTE (JeDi @ 23 Apr 2013, 08:17)
Isses eigentlich so schwer, Deutsch zu reden? Es nervt, ständig irgendwelche englischen Begriffe nachschlagen zu müssen, die ich noch nie gehört hab und vermutlich nie wieder hören werde...

Feindlicher Kämpfer!

Ich glaub, an dieser Stelle hat der englische Begriff schon Sinn gemacht, weil es eben um diesen spezifischen amerikanischen juristischen Begriff geht (Anführungszeichen hätten geholfen, das klarzustellen).

Geschrieben von: JNK am 23 Apr 2013, 12:03
Sarah Palin will Bomben über Prag, Islambad und Tehran regnen lassen. Schließlich waren die Bostoner Attentäter Tschetschen.
http://www.humanist-news.com/boston-attentate-sarah-palin-fordert-als-konsequenz-die-usa-solle-in-tschechien-einmarschieren/

Heulen oder Lachen?

Geschrieben von: Caesarion am 23 Apr 2013, 12:19
Diesen Fehler macht nicht nur Sarah Palin. http://www.straight.com/blogra/374166/ambassador-clarifies-czech-republic-not-chechnya

Geschrieben von: Galaxy am 23 Apr 2013, 12:33
QUOTE (JNK @ 23 Apr 2013, 13:03)
Sarah Palin will Bomben über Prag, Islambad und Tehran regnen lassen. Schließlich waren die Bostoner Attentäter Tschetschen.
http://www.humanist-news.com/boston-attentate-sarah-palin-fordert-als-konsequenz-die-usa-solle-in-tschechien-einmarschieren/

Heulen oder Lachen?

Nun da es eine Satire-website ist würde ich zu Lachen tendieren.

Geschrieben von: GSIISp64b am 23 Apr 2013, 14:13
Die gleiche Nachricht habe ich auch schon anderswo gelesen, konnte auf der betreffenden Seite aber nicht wirklich einnorden, ob das jetzt Satire oder blanke Wahrheit ist (es greift Poe's Law).

Entweder ist also doch was dran oder die Pointe ist einfach verdammt naheliegend. Naja, sich über Palins Intellekt lustig machen ist ziemlich unbefriedigend, weil viel zu einfach.

Geschrieben von: Catracho am 23 Apr 2013, 14:24
Es ist tatsächlich Satire. Aber gut gemachte Satire, habe den Artikel im englischen Original gelesen, da wirkt es noch reeller als in der Übersetzung. Wohl auch, weil man das Gesagte Sarah Palin ohne weiteres zutrauen kann.

Mfg
Catracho

Geschrieben von: chris232 am 23 Apr 2013, 14:40
http://iknowczechia.com/

Geschrieben von: Autobahn am 23 Apr 2013, 22:21
QUOTE (Catracho @ 23 Apr 2013, 15:24)
Es ist tatsächlich Satire.

Das ist Satire, aber es wirft ein Schlaglicht auf die Unwissenheit großer Teile der US-Bürger in geografischen Fragen. Kanada und Mexiko kennen sie gerade noch, weil es Nachbarstaaten sind.

Geschrieben von: Cloakmaster am 24 Apr 2013, 18:41
Aus der 'allgemeinbildung' vieder durchschnittlicher US-Bürger:

- Der deutsche Präsident heisst Hitler.

- Berlin liegt in Europa, und dort steht eine Mauer, die früher bewacht wurde. Heute wird sie nur noch besichtigt.

- BMW und Porsche sind klassische US-Autobauer.

- Die Deutschen feiern jedes Jahr im Herbst ein Festival mit einem speziellen Bier mit acht Prozent Alkohol: Das Okto-Bierfest.

Geschrieben von: Galaxy am 24 Apr 2013, 19:51
QUOTE (Cloakmaster @ 24 Apr 2013, 19:41)
- BMW und Porsche sind klassische US-Autobauer.


Die deutschen Hersteller überschlagen sich darin zu demonstrieren wer mehr deutsch ist. Audi wirbt sogar mit dem deutschen Slogan "Vorsprung durch Technik."

VW hat das ganze aber auf die Spitze getrieben.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=0I0WfnhVs2s


Geschrieben von: Cloakmaster am 24 Apr 2013, 19:58
Als Merceds Chrysler kaufte, war ich gerade in den USA. Und viele meiner Kollegen und Bekannten dort waren sich darin einig, daß sie nun keinen Chrysler mehr kaufen bzw. fahren könnten, da man als Amerikaner schliesslich dem "buy American" treu sein müsste. Und daraum käme Chrysler, da von den Deutschen gekauft ("assimiliert"!!) , nun eben nicht mehr in Frage, es müsse eine Alternative her: Porsche oder BMW.

Geschrieben von: Bayernlover am 24 Apr 2013, 20:22
Es stimmt schon, dass die Amis sehr patriotisch eingestellt sind und dass man dort mit einem deutschen Auto eher ein Exot ist.
Aber dass Porsche, BMW, Audi und Mercedes deutsche Firmen sind, wissen eigentlich alle.

Geschrieben von: 146225 am 24 Apr 2013, 20:48
QUOTE (Bayernlover @ 24 Apr 2013, 21:22)
Es stimmt schon, dass die Amis sehr patriotisch eingestellt sind und dass man dort mit einem deutschen Auto eher ein Exot ist.
Aber dass Porsche, BMW, Audi und Mercedes deutsche Firmen sind, wissen eigentlich alle.

Da gab es doch irgendwann irgendwo auch mal die Debatte, daß man in New York keine EvoBus Citaro als Stadtbus wollte - unter anderem auch, weil es die "reicheren" Schichten der Stadt nicht verkraftet hätten, wenn die "ärmeren" Bus fahrenden New Yorker einen "Luxus-" Bus mit dem Stern darauf gehabt hätten. Also hat eben die amerikanische Tochter herhalten müssen... sad.gif rolleyes.gif wacko.gif blink.gif

Geschrieben von: Galaxy am 24 Apr 2013, 21:10
QUOTE (Bayernlover @ 24 Apr 2013, 21:22)
Es stimmt schon, dass die Amis sehr patriotisch eingestellt sind und dass man dort mit einem deutschen Auto eher ein Exot ist.
Aber dass Porsche, BMW, Audi und Mercedes deutsche Firmen sind, wissen eigentlich alle.

Exot ist übertrieben. Immerhin verkaufen Mercedes, Porsche, und BMW mehr Autos in den USA als in Deutschland.

Übrigens tauchen deutsche Autos in den USA teils in komischer Form auf. 2 Beispiele:

Cadillac Catera, alias Opel Omega. Das top modell bei Opel war das basis modell bei Cadillac

Buick Regal, alias Opel Insignia. Gleiches Szenario, das Auto bildet bei Buick die Basis.

Soviel zum Mist den die IG Metal verbreitet das Opel angeblich keinen zugang zum US Markt hätte.

Geschrieben von: Bayernlover am 24 Apr 2013, 21:24
QUOTE (Galaxy @ 24 Apr 2013, 22:10)
Soviel zum Mist den die IG Metal verbreitet das Opel angeblich keinen zugang zum US Markt hätte.

Haben sie auch nicht, denn Opel sieht für die Cadillacs keinen Cent.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Apr 2013, 21:31
Was viele US-Bürger nicht wissen:
QUOTE (Wiki @ ,)
Freightliner Trucks ist ein US-amerikanischer Lastkraftwagen-Hersteller und eine Marke der Daimler Trucks North America LLC, des größten Herstellers von Schwerlastfahrzeugen in Nordamerika. Freightliner wurde 1981 von Daimler-Benz übernommen und gehört seitdem zum Daimler-Konzern. Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Portland, Oregon. Weitere Produktionsstätten existieren in den Vereinigten Staaten und in Mexiko.

http://de.wikipedia.org/wiki/Freightliner

Dem zu Folge wird auch der in Düsseldorf gebaute Mercedes Sprinter in den USA als Freightliner Sprinter verkauft.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b3/Sprinter_News_1.jpg/800px-Sprinter_News_1.jpg
aber auch als Doge Sprinter (gehört zu Chreyler)
http://www.auto123.com/ArtImages/97633/2007-dodge-sprinter-0001.jpg

VW, Audi und BMW bauen aber auch jetzt schon Autos in den USA, weitere Werke sollen folgen. Auch Daimler will Werke dort bauen.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Apr 2013, 21:35
QUOTE (Galaxy @ 24 Apr 2013, 22:10)
Übrigens tauchen deutsche Autos in den USA teils in komischer Form auf. 2 Beispiele:

Cadillac Catera, alias Opel Omega. Das top modell bei Opel war das basis modell bei Cadillac

Buick Regal, alias Opel Insignia. Gleiches Szenario, das Auto bildet bei Buick die Basis.

Soviel zum Mist den die IG Metal verbreitet das Opel angeblich keinen zugang zum US Markt hätte.

In Rüsselsheim entwickelt, in den USA gebaut. Mehr braucht man nicht zu wissen.

Geschrieben von: Galaxy am 24 Apr 2013, 21:59
QUOTE (Autobahn @ 24 Apr 2013, 22:35)

In Rüsselsheim entwickelt, in den USA gebaut. Mehr braucht man nicht zu wissen.

Der Cadillac Catera wurde immer in Rüsselsheim gebaut, der Buick Regal am Anfang in Rüsselsheim, später wechselte die Produktion in die USA.

Aber davon abgesehen, ist es wurscht wo die Autos produziert werden , Opel bekommt für jeden Catera, und Regel Lizenzgebühren.

Geschrieben von: Autobahn am 24 Apr 2013, 22:37
QUOTE (Galaxy @ 24 Apr 2013, 22:59)
Aber davon abgesehen, ist es wurscht wo die Autos produziert werden , Opel bekommt für jeden Catera, und Regel Lizenzgebühren.

Bist Du in der Buchhaltung von GM oder Opel tätig?

Geschrieben von: Galaxy am 24 Apr 2013, 23:45
Opel ist eine eigenständige juristische Person, die für die eigenen Schulden haftet (von den Interessen des Fiskus ganz abgesehen) und eigene Bücher hat. GM kann sich genausowenig einfach bei Opel entwicklungen bedienen, wie sich Opel kostenlos bei der GM Komponentenkiste bedienen kann.

Geschrieben von: Catracho am 25 Apr 2013, 00:01
QUOTE (Autobahn @ 24 Apr 2013, 22:31)
VW, Audi und BMW bauen aber auch jetzt schon Autos in den USA, weitere Werke sollen folgen. Auch Daimler will Werke dort bauen.

Audi hat kein Werk in den USA.

Deutschland (Ingolstadt, Neckarsulm), Belgien (Brüssel), Slowakei (Bratislava), Ungarn (Györ), Spanien (Martorell), China (Changchun), bald Mexiko (San José Chiapa) - das wars.

Daimler hingegen hat bereits Werke in den USA.

Im Übrigen gibt es in der Automobilindustrie so manche Geschäftsbeziehung, die den Otto-Normalverbraucher überraschen würde. So bietet VW in Nordamerika den Routan an, nichts anderes als ein leicht modifizierter Chrysler Voyager mit dem VW-Logo, der natürlich auch von Chrysler gebaut wird - in Kanada. Die Volkswagen Crafter-Familie läuft bei Mercedes vom Band, da sie bis auf den VW-Motor baugleich mit dem Sprinter ist. Ein Teil der Mercedes A-Klasse wird in Finnland von Valmet gefertigt - die haben bis vor ein paar Jahren noch Baureihen von Saab, Opel und die Porsche Boxster und Cayman gebaut. Letzterer wird dafür jetzt von Volkswagen in Osnabrück hergestellt. Renault baut die kleinen Dieselmotoren für Mercedes-Modelle......

Bei den Fertigungsstätten ist es genau dasselbe. Wie viele Deutsche wissen wohl dass ihr VW Golf Kombi aus Mexiko kommt - oder der Porsche Cayenne zum Großteil aus Bratislava - und eben nicht aus Leipzig? Weiß der Asiatische BMW-Kunde dass sein X6 von Avtovor in Kaliningrad gefertigt wird? Der afrikanische S-Klasse-Fahrer dass sein Fahrzeug ein CKD aus Ägypten ist? Wohl kaum.

Zeigt alles sehr schön, wie dämlich diese ganze Marken- und Imagegeilheit ist.

Mfg
Catracho

Geschrieben von: JeDi am 25 Apr 2013, 04:48
QUOTE (Galaxy @ 25 Apr 2013, 00:45)
Opel ist eine eigenständige juristische Person, die für die eigenen Schulden haftet (von den Interessen des Fiskus ganz abgesehen) und eigene Bücher hat. GM kann sich genausowenig einfach bei Opel entwicklungen bedienen, wie sich Opel kostenlos bei der GM Komponentenkiste bedienen kann.

Wirklich tief in die buchhalterische Trickkiste muss man aber nicht greifen, um das zu ermöglichen - mit (festgeschriebenen) konzerninternen Lizenzzahlungen von 1 Simbabwedollar o.ä. kann man da schon was drehen. Daher muss ich mich Autobahns Frage doch glatt anschließen: Du bist bei GM in der Buchhaltung tätig?

Geschrieben von: Cloakmaster am 26 Apr 2013, 03:13
Wenn ich die Diskussionen um den geplanten, aber dann doch nicht durchgeführten Verkauf von Opel durch GM richtig verfolgt habe, sorgen die aktuell gültigen Verträge dafür, daß sämtliche Eigenentwicklungen der Adam Opel AG unmittelbar in das geistige Eigentum von GM übergehen. Opel darf grosszügiger Weise derarigtes GM-Eigentum nutzen, ohne dafür Lizenzgebühren an die Konzernmutter zahlen zu müssen.

Geschrieben von: Electrification am 26 Apr 2013, 13:47
Ich will nochmal das Thema mit den Terroristen aus Tschetschenien aufgreifen. Es ist schon schlimm dass viele das mit Tschechien verwechseln, aber die Reaktionen finde ich auch derart heftig, wobei das kein US-Problem ist, man hat leider weltweit genug von solchen "Vollpfosten" die dann z. B. fordern ganz Tschechien (gemeint Tschetschenien) zu bombardieren und auszulöschen.

Also wollen da Leute ein ganzes Land dem Erdboden gleich machen, weil zwei Leute die zufällig aus diesem Land kommen, einen Anschlag vollzogen haben und darunter sollen dann viele Unschuldige leiden?

An was erinnert das? Doch nicht etwa an die NS-Ideolgie? Dort wurden auch ganze Dörfer ausgelöscht, wenn durch einen Heckenschützen ein Soldat umkam.

Was lernen wir daraus? Das menschenverachtende und von Hass geprägte Weltbild vieler Menschen ist nicht aus den Köpfen zu bringen. Aber um das nochmal klar zu stellen, das ist kein US-Problem, bei uns gibt es auch genug von dieser Sorte, leider.

Geschrieben von: GSIISp64b am 26 Apr 2013, 14:10
Wer will denn ganz Tschechien bombardieren?

Geschrieben von: Electrification am 26 Apr 2013, 15:25
QUOTE (GSIISp64b @ 26 Apr 2013, 15:10)
Wer will denn ganz Tschechien bombardieren?

Das waren Einträge in Foren, Facebook usw., auch auf offiziellen Seiten der tschechischen Vertretung in den USA durch viele Bürger.
Diese Leute kann man nicht ernst nehmen, aber unglaublich sind solche Aussagen schon, denn sie stellen sich damit auf eine Stufe mit den Terroristen, aber das merken diese Leute ja nicht mal.

Geschrieben von: GSIISp64b am 26 Apr 2013, 15:28
Na dann guck dir mal an, was deutsche Idioten so in den Kommentarspalten der Onlinezeitungen, auf Twitter, auf Facebook et cetera schreiben.

Geschrieben von: Electrification am 26 Apr 2013, 15:30
QUOTE (GSIISp64b @ 26 Apr 2013, 16:28)
Na dann guck dir mal an, was deutsche Idioten so in den Kommentarspalten der Onlinezeitungen, auf Twitter, auf Facebook et cetera schreiben.

Lies mal nochmal meinen Beitrag von 14:47 Uhr durch, dann findest du doch schon eine Antwort darauf oder nicht?

Geschrieben von: GSIISp64b am 26 Apr 2013, 15:32
QUOTE (Electrification @ 26 Apr 2013, 16:30)
Lies mal nochmal meinen Beitrag von 14:47 Uhr durch, dann findest du doch schon eine Antwort darauf oder nicht?

Trotzdem hast du den Beitrag von 14:47 geschrieben - also bist du offenbar der Meinung, dass das deine Argumentation nicht zerstört.

Geschrieben von: Catracho am 26 Apr 2013, 15:49
QUOTE (GSIISp64b @ 26 Apr 2013, 16:28)
Na dann guck dir mal an, was deutsche Idioten so in den Kommentarspalten der Onlinezeitungen, auf Twitter, auf Facebook et cetera schreiben.

Genau den selben Mist. Und das hat Electrification in seinem Beitrag um 14:47 weder unterschlagen, noch bestritten, sondern recht deutlich gemacht:
QUOTE
wobei das kein US-Problem ist, man hat leider weltweit genug von solchen "Vollpfosten"

QUOTE
Aber um das nochmal klar zu stellen, das ist kein US-Problem, bei uns gibt es auch genug von dieser Sorte, leider.


Mfg
Catracho

Geschrieben von: andreas am 2 May 2013, 06:01
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kentucky-fuenfjaehriger-erschiesst-seine-zweijaehrige-schwester-a-897609.html

da denkt man, es könnte nicht schlimmer sein, dann liest man sowas.

Was ist das für ein Volk, was sind das für Eltern, die einem 5jährigen eine Waffe als Spielzeug kaufen? Die so gefährlich ist, daß man damit jemanden erschießen kann?

Geschrieben von: Spirit of ChristianMUC am 2 May 2013, 07:40
"Qualitätswaffen für Amerikas Jugend" - erster Härtetest bestanden. ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 2 May 2013, 08:33
QUOTE (andreas @ 2 May 2013, 07:01)
Was ist das für ein Volk, was sind das für Eltern, die einem 5jährigen eine Waffe als Spielzeug kaufen? Die so gefährlich ist, daß man damit jemanden erschießen kann?

Ich warte ja nur darauf, dass sich der erste Republikaner hinstellt und erklärt, dass wäre nicht passiert, wenn die zweijährige bewaffnet gewesen wäre.

Geschrieben von: Galaxy am 5 May 2013, 16:36
Nein, ich arbeite nicht beim General in der Buchhaltung, aber ich stelle die Frage gerne an euch. Glaubt ihr wirklich das GM Opel beauftragen könnte eine ganze Familie an Autos zu bauen, Opel borgt sich dafür Milliarden, GM sagt Danke, und lässt Opel und die Banken dann auf den Schulden liegen? Von den Interessen des deutschen Fiskus mal ganz abgesehen.

Geschrieben von: JeDi am 5 May 2013, 16:39
QUOTE (Galaxy @ 5 May 2013, 17:36)
Glaubt ihr wirklich das GM Opel beauftragen könnte eine ganze Familie an Autos zu bauen, Opel borgt sich dafür Milliarden, GM sagt Danke, und lässt Opel und die Banken dann auf den Schulden liegen? Von den Interessen des deutschen Fiskus mal ganz abgesehen.

Klar geht das. Sogar ganz legal. Und genau so verlagert man Gewinne von Hochsteuerstaaten in Niedrigsteuerstaaten.

Geschrieben von: Galaxy am 5 May 2013, 16:46
QUOTE (Catracho @ 25 Apr 2013, 01:01)
Zeigt alles sehr schön, wie dämlich diese ganze Marken- und Imagegeilheit ist.

Mfg
Catracho

Es kommt darauf an. Ein Audi A6 ist ein hervorragendes Auto egal ob es in Neckarsulm, oder Changchun vom Band purzelt. Problematisch sind Autos wie der Mercedes Vaneo der als premium Produkt verkauft wurden, aber in wirklichkeit ein Stück Müll waren. Es gab aber nicht viele die Mercedes täuschen konnte.

Der Phaeton bei dir aus der Stadt ist ein gutes Beispiel wo ein Auto das grandiöse war, allein wegen Mangel an Image schlecht verkauft wurde.

Geschrieben von: Galaxy am 5 May 2013, 19:58
Aus dem Zeit ÖPV Thread rüber geholt:

QUOTE (Iarn @ 5 May 2013, 18:12)
Oder wie ein Beitrag von Dir, die USA wären eine mustergültige Demokratie  ph34r.gif


QUOTE (Electrification @ 5 May 2013, 19:08)
Würde auch nicht stimmen, da muss man nicht nur an Guantanamo denken, wo jedes rechtsstaatliche Prinzip missachtet wird.



Das mit Guantanamo bereut man im White House rückwirkend betrachtet. Eine "mustergültige" Lösung hat man aber immer noch nicht. Man kann sie nicht als POWs halten, er fehlt die Flaggenzugehörigkeit, und Menschen die in einem fremden Land von US Streitkräfte aufgegabelt werden lassen sich schlecht vor einem US Strafrichter zerren. Möglicherweise ist hier das deutsche Strafrecht flexibler, wenn ich recht informiert bin hat Deutschland Piraten verurteilt.



Es gibt sicherlich vieles was man an America kritisieren kann, Kritik an sich stört mich natürlich nicht, was mich aber auf die Palme bringt ist wie einseitig die Kritik in Deutschland oft ist. Und teilweise fehlt es vielen an Informationen. Die USA werden häufig als Umweltsünder dargestellt, es gibt sicherlich einiges zu kritisieren, aber ich habe das gefühlt das 99% der Kritiker nicht wissen das die USA den Katalysator 10 Jahre vor Deutschland vorgeschrieben hat, und das Abgasnorm für Diesel erheblich strenger ist als EU. Die USA haben Naturschutzgebiete eingeführt als es die Öko-Bewegung in Europa noch nicht gab.

Viele unterschätzen auch wie linksliberal die USA teilweise sind. Zum Beispiel: Es gibt in den USA sogenannte sanctuary cities, das sind Städte wo das Stadtparlament der Polizei und städtische Mitarbeiter verboten hat den Immigrationsstatus von Menschen zu überprüfen. Sanctuary cities sind unter anderem New York, Salt Lake City, Denver, Miami, Houston, und ironischerweise die Hauptstadt Washington DC. Insgesamt müssten es so an die 30 Städte sein, wie man sieht sind auch Städte aus Texa, und Utah dabei, Staten die aus deutsche Sicht fast extremistisch einzuordnen sind. Wenn also illegale Einwandere in Washington DC mit ihren illegal eingewanderten Kinder bei einer Schule auftauchen dann werden die Kinder aufgenommen und mit Schulutensilien versorgt. Nicht wenige US Schulen verteilen sogar laptops. Das könnte man durchaus als "mustergültige Demokratie" bezeichnen.







Geschrieben von: GSIISp64b am 5 May 2013, 20:37
Wenn man Guantanamo im weißen Haus retrospektiv ach so bereut, warum zur HÖLLE hat Obama es nach einer gesamten Legislaturperiode immer noch nicht geschlossen bzw. sich nicht mal erkennbar angestrengt, genau das zu tun?

Geschrieben von: Iarn am 5 May 2013, 21:10
QUOTE (Galaxy @ 5 May 2013, 20:58)
Man kann sie nicht als POWs halten, er fehlt die Flaggenzugehörigkeit, und Menschen die in einem fremden Land von US Streitkräfte aufgegabelt werden lassen sich schlecht vor einem US Strafrichter zerren.

Wieso denn überhaupt vor einen US Strafrichter zerren?
Wenn man den Leuten in Afghanistan Verbrechen zur Last legt, die von internationaler Bedeutung sind, dann wäre der internationale Strafgerichtshof die korrekte Adresse.

QUOTE
Und teilweise fehlt es vielen an Informationen. Die USA werden häufig als Umweltsünder dargestellt, es gibt sicherlich einiges zu kritisieren, aber ich habe das gefühlt das 99% der Kritiker nicht wissen das die USA den Katalysator 10 Jahre vor Deutschland vorgeschrieben hat, und das Abgasnorm für Diesel erheblich strenger ist als EU. Die USA haben Naturschutzgebiete eingeführt als es die Öko-Bewegung in Europa noch nicht gab.


Gut bei dem Katalysator an sich magst Du recht haben, dummerweise lieben die Amerikaner in der Regel so große Motoren, dass trotz Katalysator immer noch zuviel Abgase hinten rauskommen. Ansonsten sind die USA aus eigener Anschauung (mit Ausnahme von Kalifornien und Hawaii, die ich noch nicht bereist habe und aus zweiter Hand recht sauber sein sollen) wirklich eine Kloake.
Ich habe kaum einen Bundesstaat bereist in dem ich nicht gleich auf ein total umgekipptes Gewässer gestoßen bin, und wir reden hier nicht von Schadstoffen, sondern von klinisch tot, nicht mal mit dem dreiköpfigen C. Montgomery Burns Gedächnisfisch.
Weiterhin sind so simple Erfindungen wie winddichte Fenster in den USA so gut wie unbekannt. Ich erinnere mich an dichtes Schneetreiben im nördlichen New York und dass es durch das geschlossene Fenster in einem 250$ Hotel reingeschneit hat.

QUOTE
Viele unterschätzen auch wie linksliberal die USA teilweise sind.


Und wie rechtsradikal. http://publicmind.fdu.edu/2013/guncontrol/
QUOTE
Overall, the poll finds that 29 percent of  Americans think that an armed revolution in order to protect liberties might be necessary in the next few years, with another five percent unsure.


Auf gut deutsch, etwas ein Drittel (inkl der unentschlossenen) US Bürger trägt sich mit dem Gedanken eines bewaffneten Aufstands, weil man dem Rednecks ihre Knarren wegnehmen will.
Dagegen bin ich ja schon fast pro-amerikanischer als die meisten US Republikaner, weil ich denke ein bewaffneter Aufstand gegen die US Regierung wäre eine schlechte Idee.

Geschrieben von: Caesarion am 5 May 2013, 21:19
QUOTE (Galaxy @ 5 May 2013, 20:58)
Möglicherweise ist hier das deutsche Strafrecht flexibler, wenn ich recht informiert bin hat Deutschland Piraten verurteilt.


Nein, das mit den Piraten hat nichts mit den nationalen Rechtssystemen zu tun. Die internationalen Seerechtsüberienkommen regeln die Gerichtsbarkeit in Fällen von Piraterie in internationalen Gewässern und erlauben nach dem Weltrechtsprinzip die Anwendung deutschen Rechts auch auf Piraten. Sprich, wenn deutsche Marineschiffe Piraten festnehmen, wird ihnen der Prozess vor einem der Landgerichte gemacht.
Das Seerecht hat jedoch auf an Land festgenommene Terroristen freilich keinerlei Einfluss. Selbst wenn man diese an Bord von Schiffen festnimmt, muss und wird ihnen der Prozess dann eben vor einem US-Bundesgericht gemacht werden.

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 10:50
QUOTE (GSIISp64b @ 5 May 2013, 21:37)
Wenn man Guantanamo im weißen Haus retrospektiv ach so bereut, warum zur HÖLLE hat Obama es nach einer gesamten Legislaturperiode immer noch nicht geschlossen bzw. sich nicht mal erkennbar angestrengt, genau das zu tun?

Er kann ja nicht einfach die Tore öffnen, immerhin befinden sich in Gitmo Personen wie Khalid Sheikh Mohammed, der Architekt von 911.

Das er sich nicht erkennbar angesträngt hat kann man nicht behaupten. Er hat versucht die Menschen vor ein Militärtribunal zu bringen. Es gab 3 Verurteilungen, 2 davon hat das oberste US Bundesgericht wieder kassiert, das 3te Urteil wurde nur akzeptiert da es ein Deal war das dem Gefangenen die Reise nach Australien ermöglicht. Obama hat die Strafvollzugsbehörde für $ 165 Millionen ein Supermax Gefängnis vom Bundesstaat Illinois kaufen lassen um Gitmo Gefangene aufzunehmen, das ganze ist an Congress und juristischen Problemen erstmal gescheitert. 70 Gefangene wurden von der Obama Administration zur Freilassung bestimmt, ihre Heimatländer wollen jedoch nichts mit ihnen zu tun haben, da sie vor diesen Männern angst haben. Ich würde sagen Obama hat resigniert. Wobei, in den letzten Tagen ist Gitmo wieder auf der Agenda mit den Hungerstreiks.

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 11:38
QUOTE (Iarn @ 5 May 2013, 22:10)
Wieso denn überhaupt vor einen US Strafrichter zerren?
Wenn man den Leuten in Afghanistan Verbrechen zur Last legt, die von internationaler Bedeutung sind, dann wäre der internationale Strafgerichtshof die korrekte Adresse. 


Das ICC ist nur für Straftaten nach Juli 2002 zuständig. Die 911 Bande fällt also komplett raus. Das ICC hat seit Juli 2002 grandiose 30 Anklagen erhoben, es kam zu 2 Urteile. 1 mal schuldig, 1 mal unschuldig. Anders ausgedrückt, die quälen sich genauso mit juristischen Problemen wie die USA. Egal ob USA oder Deutschland, das Verständnis eine Strafuntersuchung ist geprägt von der Beweissammlung nach BKA, FBI Standards. Versuch das mal in Afghanistan. Das video eines Global Hawk der aus 18km Höhe filmt wie jemand eine Schule angreift weil dort Mädchen unterrichtet werden kannst Du gleich in die Tonne hauen.


QUOTE

Gut bei dem Katalysator an sich magst Du recht haben, dummerweise lieben die Amerikaner in der Regel so große Motoren, dass trotz Katalysator immer noch zuviel Abgase hinten rauskommen.


Kommt drauf an, was CO2 angeht ja, aber nach Euro 5 Norm darf ein 100ps Golf TDI mehr NOx produzieren als eine 647ps starke Corvette ZR1.

Die Deutschen lieben keine starken Motoren? Audi hat den A6 Kombi allein in der letzten Generation 5.500 mal mit dem 580ps bi-turbo V10 (RS6) gebaut. Was ist hier der anvisierte Markt? Nicht die USA die mögen, leider, keine Kombis. Ich denke bei € 100.000 plus Autos ist der Unterschied nicht so groß. Der Unterschied liegt bei Autos wie Passat & CO, die in den USA gerne mit starken 6 Zylinder gekauft werden. Die frage ist mögen Deutsche diese Autos nicht, oder können sie sich diese Autos nicht leisten, weil der Staat sie teuer gemacht hat?

Persönlich hoffe ich das man in naher Zukunft die Wasserstoff basierte Mobilität (Grün hergestellt versteht sich) realisieren wird. Dann ist es nur eine frage der Kosten.

QUOTE

Ansonsten sind die USA aus eigener Anschauung (mit Ausnahme von Kalifornien und Hawaii, die ich noch nicht bereist habe und aus zweiter Hand recht sauber sein sollen) wirklich eine Kloake.
Ich habe kaum einen Bundesstaat bereist in dem ich nicht gleich auf ein total umgekipptes Gewässer gestoßen bin, und wir reden hier nicht von Schadstoffen, sondern von klinisch tot, nicht mal mit dem dreiköpfigen C. Montgomery Burns Gedächnisfisch.


Das ist die Art Übertreibung die ich meinte. Es gibt unumstritten problematische Gewässer, aber es so zu übertrieben und das Land als Kloake zu bezeichnen?

QUOTE

Weiterhin sind so simple Erfindungen wie winddichte Fenster in den USA so gut wie unbekannt. Ich erinnere mich an dichtes Schneetreiben im nördlichen New York und dass es durch das geschlossene Fenster in einem 250$ Hotel reingeschneit hat.


Dan war das Fenster kaputt. Ich hoffe Du hast die Rechnung gekürzt.

Man hat vielleicht Hausbauer in der Vergangenheit teilweise zu viel Freiheiten gelassen (wobei in vielen Teilen der USA man ein Eigeninteresse hat das Haus gut zu isolieren.ph34r.gif) damit ist aber vorbei. Das Baurecht wurde extrem verschäft. Selbst die Beleuchtung ist in Zukunft in privat Häusern bei neubauten teilweise nur noch Sensor gesteuert erlaubt.

QUOTE

Und wie rechtsradikal. http://publicmind.fdu.edu/2013/guncontrol/

Auf gut deutsch, etwas ein Drittel (inkl der unentschlossenen) US Bürger trägt sich mit dem Gedanken eines bewaffneten Aufstands, weil man dem Rednecks ihre Knarren wegnehmen will.
Dagegen bin ich ja schon fast pro-amerikanischer als die meisten US Republikaner, weil ich denke ein bewaffneter Aufstand gegen die US Regierung wäre eine schlechte Idee.



Wow 863 Wähler befragt. Haben die bevorzugt Nummern in Alabama benutzt? ph34r.gif

Geschrieben von: GSIISp64b am 6 May 2013, 12:01
QUOTE (Galaxy @ 6 May 2013, 11:50)
Er kann ja nicht einfach die Tore öffnen, immerhin befinden sich in Gitmo Personen wie Khalid Sheikh Mohammed, der Architekt von 911.

Pardon my french, aber das muss jetzt einfach raus:

Obama hatte mittlerweile fünf verf***te Jahre Zeit und passiert ist gar nichts. Also erzähl mir nichts von Schwierigkeiten. Wenn Obama wirklich daran gelegen wäre, sein KZ zu schließen, wäre mittlerweile wenigstens irgendwas passiert.

Geschrieben von: Cloakmaster am 6 May 2013, 12:14
Warum sollte man denn Gitmo unbedingt dicht machen? Hat sich doch über die Jahre bewährt.

Geschrieben von: Electrification am 6 May 2013, 12:16
QUOTE (Caesarion @ 5 May 2013, 22:19)
Nein, das mit den Piraten hat nichts mit den nationalen Rechtssystemen zu tun. Die internationalen Seerechtsüberienkommen regeln die Gerichtsbarkeit in Fällen von Piraterie in internationalen Gewässern und erlauben nach dem Weltrechtsprinzip die Anwendung deutschen Rechts auch auf Piraten. Sprich, wenn deutsche Marineschiffe Piraten festnehmen, wird ihnen der Prozess vor einem der Landgerichte gemacht.

Sind wir doch mal ehrlich, die Piraten haben doch damit das große Los gezogen. Die leben ohne Piraterie in Armut und jedes deutsche Gefängnis ist da doch luxoriöser als daheim. Ich denke die wenigsten machen das aus Geldgier, sondern weil sie die Not dazu zwingt, dort ihr Leben zu riskieren, denn die fetten Gewinne aus den Lösegeldern usw. werden sich doch nur wenige einstreichen, wie immer und überall.

Geschrieben von: GSIISp64b am 6 May 2013, 12:16
QUOTE (Cloakmaster @ 6 May 2013, 13:14)
Warum sollte man denn Gitmo unbedingt dicht machen? Hat sich doch über die Jahre bewährt.

Ich hoffe mal, da fehlt ein Smiley...

Geschrieben von: Cloakmaster am 6 May 2013, 12:31
QUOTE (GSIISp64b @ 6 May 2013, 13:16)
Ich hoffe mal, da fehlt ein Smiley...

Nur bedingt. Aus meiner Sicht ist die gewöhnliche Zivil-Jurisdiktrion mit extremen Terrorzellen schlicht überfordert. Es ist nahezu unmöglich, die Architekten von 9/11 des mehrtausendfachen Mordes derart zu überführen, daß ein Zivilgericht sie schuldig sprechen würde. Aus meiner Sicht sind insbesondere ausländische Terrorzellen in jedem Falle als militärisch einzustufen, und dementsprechend - wenn überhaupt - vor ein Militärgericht zu stellen. Gitmo ist nicht mehr das Gitmo, das es war, als es eingerichtet wurde, dafür haben Amnesty International und Konsorten schon gsorgt, daß den armen Menschen hinter Gittern nicht zu viele Haare gekrümmt werden. Gitmo ist nicht mehr wesentlich anders als die zahlreichen anderen Militärgefängnisse, die die USA betreibt - nur eben weiter weg. Dafür aber wesentlich särker im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit, als der Sache gerecht würde.

Und auch wenn der Umkehrschluß nicht gerade fair ist: Angenommen, ein US-Bürger würde ähnliches in der Heimat von Khalid Mohammed durchziehen: Würde der Mensch dort in ein Gefangenlager gebracht werden, bis ihm der Prozeß gemacht wird? Würden sich dort auch die Medien - sowohl in als auch ausländische Medien - aufbauen, und über die "Skandalösen Zustände" mokieren?

Gitmo ist hässlich, ja. Aber die Welt besteht nunmal nicht nur aus Rosenbeeten. Und wer ein Ende von Gimo fordert, sollte auch in der Lage sein, brauchbare Alternativen aufzuzeigen. An denen fehlt es aber nach wie vor. Und darum bleibt Gitmo wohl noch eine Weile erhalten.

Geschrieben von: andreas am 6 May 2013, 12:31
QUOTE (Cloakmaster @ 6 May 2013, 13:14)
Warum sollte man denn Gitmo unbedingt dicht machen? Hat sich doch über die Jahre bewährt.

ja, am besten als vorbild nehmen für ein neues, unkompliziertes rechtssystem. so Zirkus wie der nsu Prozess, wer braucht das schon

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 13:34
QUOTE (GSIISp64b @ 6 May 2013, 13:01)
Pardon my french, aber das muss jetzt einfach raus:

Obama hatte mittlerweile fünf verf***te Jahre Zeit und passiert ist gar nichts. Also erzähl mir nichts von Schwierigkeiten. Wenn Obama wirklich daran gelegen wäre, sein KZ zu schließen, wäre mittlerweile wenigstens irgendwas passiert.

Wenn Du ein Presidential Executive Order als nichts bezeichnet....

EXECUTIVE ORDER -- REVIEW AND DISPOSITION OF INDIVIDUALS DETAINED AT THE GUANTÁNAMO BAY NAVAL BASE AND CLOSURE OF DETENTION FACILITIES

blah, blah, blah

Sec. 3. Closure of Detention Facilities at Guantánamo. The detention facilities at Guantánamo for individuals covered by this order shall be closed as soon as practicable, and no later than 1 year from the date of this order. If any individuals covered by this order remain in detention at Guantánamo at the time of closure of those detention facilities, they shall be returned to their home country, released, transferred to a third country, or transferred to another United States detention facility in a manner consistent with law and the national security and foreign policy interests of the United States.

blah, blah, blah

BARACK OBAMA

THE WHITE HOUSE,
January 22, 2009.


http://www.whitehouse.gov/the-press-office/closure-guantanamo-detention-facilities


Das ein President eine executive order nicht durchsetzen kann ist peinlich. Es kann nur durch eine 2/3 Mehrheit im Congress, oder vom Bundesrichter blockiert werden. Wenn ich es richtig im Kopf habe kam es in diesem Fall nicht dazu, er hat selber zurückgesteckt als ihm die Probleme bewusst wurden. Einige Probleme habe ich weiter oben geschildert, es gibt sicherlich noch mehr. Ich kann nicht behaupten in dieser komplexen Materie eine umfassende Übersicht zu haben.

Geschrieben von: GSIISp64b am 6 May 2013, 13:36
Das ist richtig, ein wirkungsloses Stück Papier ("no later than one year" my ass!) bezeichne ich als "nichts".

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 13:51
QUOTE (GSIISp64b @ 6 May 2013, 14:36)
Das ist richtig, ein wirkungsloses Stück Papier ("no later than one year" my ass!) bezeichne ich als "nichts".

Mit diesem Papier hat er sich seinen politischen Gegnern als lähmendes Beutetier präsentiert. Das macht man nicht mit Absicht, ich denke man kann sagen das seine Intentionen ehrlich waren.

Die Realität ist halt das ein President nicht einfach mit Air Force One nach Kuba fliegen kann um einfach die Zellen zu öffnen.

Geschrieben von: GSIISp64b am 6 May 2013, 14:32
Er muss doch aber in fünf Jahren mehr machen können als ein wirkungsloses Stück Papier zu unterschreiben, gerade bei so einem verdammt wichtigen Thema.

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 15:18
QUOTE (GSIISp64b @ 6 May 2013, 15:32)
Er muss doch aber in fünf Jahren mehr machen können als ein wirkungsloses Stück Papier zu unterschreiben, gerade bei so einem verdammt wichtigen Thema.

Das einzige was Obama in 5 Jahren geschafft hat ist ObamaCare, wobei das möchte ich nicht klein reden, das wird sein legacy sein. Momentan ist er nicht einmal in der Lage ein Budget durchs Parlament zu bekommen. Die US-Bundesregierung wird momentan quasi Monat für Monat finanziert.

Um das Budget Problem von Obama zu verdeutlichen muss man sich nur das Rückrat der USAF anschauen, die F-16:




F-16 C/D
8th Fighter Wing — Two squadrons combat mission ready through September

77th Fighter Squadron — Stands down April 9

55th Fighter Squadron — Combat mission ready through September

79th Fighter Squadron — Basic mission capable through July, then combat mission ready through September

555th Fighter Squadron — Stands down April 9

510th Fighter Squadron — Combat mission ready through September

13th Fighter Squadron — Combat mission ready through September

14th Fighter Squadron — Basic mission capable through September

51st Wing — One squadron combat mission ready through September

57th Wing — One squadron (Thunderbirds) stands down April 9

158th Fighter Wing — One squadron stands down April 9

169th Fighter Wing — One squadron stands down April 9

187th Fighter Wing — One squadron stands down April 9

354th Fighter Wing — One squadron stands down April 9

4th Fighter Squadron — Basic mission capable until redeployment

421st Fighter Squadron — Basic mission capable through September



Selbst eine F-22 Staffel ist seit dem 9 April am Boden. Interessanterweise ist die 89th Airlift Wing eins der wenigen das keine Kürzungen hinnehmen muss. Die 89th ist für die VIP Flüge de Bundespolitiker zuständig. Hmmm. mad.gif Ich finde die Air Force sollte den Politikern sagen das sie in Zukunft den Bus nehmen bis ein Budget durchs Parlament ist.


Du siehst er hat seinen Teller voll.

Geschrieben von: Fichtenmoped am 6 May 2013, 18:17
Bus? Nee... Die sollen mit der Bahn fahren! laugh.gif

Geschrieben von: Galaxy am 6 May 2013, 22:41
QUOTE (Fichtenmoped @ 6 May 2013, 19:17)
Bus? Nee... Die sollen mit der Bahn fahren!  laugh.gif

Der Präsident hatte bis ca. 1955, einen eigenen Eisenbahnwagon den Ferdinand Magellan Railcar, oder U.S. Car. No. 1. Er war immer der letzte Waggon von ca. 12 im Zug.

http://www.cityprofile.com/forum/attachments/florida/8525-miami-fermag_car1.jpg
http://alexf.smugmug.com/Trains/Gold-Coast-Railroad-Museum/i-8LWp8pR/0/O/DSC_2151web.jpg

Geschrieben von: andreas am 7 May 2013, 05:24
Die Republikaner sind schon witzig - erst ruinieren sie mit GWB das Land, dann lassen sie es über die Klippe springen....

aber Hauptsache 5jährige bekommen ihre Gewehre....


Geschrieben von: 146225 am 7 May 2013, 19:25
QUOTE (andreas @ 7 May 2013, 06:24)
Die Republikaner sind schon witzig - erst ruinieren sie mit GWB das Land, dann lassen sie es über die Klippe springen....

aber Hauptsache 5jährige bekommen ihre Gewehre....

Irgendwo muß man ja Prioritäten setzen. Wirtschaftliche Stabilität, finanzielle Solidität und soziale Sicherheit werden ja ohnehin völlig überbewertet. ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 24 May 2013, 21:34
Die Stasi war ein Dreck dagegen
http://vr-zone.com/articles/the-fbi-wants-a-backdoor-into-all-communications-software/20433.html

Mittlerweile ist mir Fußpilz sympathischer als dieses Land ph34r.gif

Bei diesem Thema fällt mir ein hervorragendes Buch eines Briten ein:
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

Geschrieben von: TravellerMunich am 24 May 2013, 22:00
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 22:34)
PS nicht dass mir blinder Amerika Hass unterstellt wird, bei diesem Thema fällt mir ein hervorragendes Buch eines Amerikaners ein:
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

George Orwell war Brite.

Geschrieben von: NJ Transit am 24 May 2013, 22:11
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 22:34)
Mittlerweile ist mir Fußpilz sympathischer als dieses Land ph34r.gif

Ein Land besteht nicht nur aus einem - in diesem Falle definitiv mehr als fragwürdigem - Regierungsapparat.

Geschrieben von: Iarn am 24 May 2013, 22:17
QUOTE (TravellerMunich @ 24 May 2013, 23:00)
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 22:34)
PS nicht dass mir blinder Amerika Hass unterstellt wird, bei diesem Thema fällt mir ein hervorragendes Buch eines Amerikaners ein:
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

George Orwell war Brite.

Strike, natürlich. Schande auf mein Haupt! Irgendwie dachte ich wohl an Aldous Huxley. Brave New World ist auch nicht soweit vom Thema weg.

Geschrieben von: Iarn am 24 May 2013, 22:24
QUOTE (NJ Transit @ 24 May 2013, 23:11)
Ein Land besteht nicht nur aus einem - in diesem Falle definitiv mehr als fragwürdigem - Regierungsapparat.

Dieser Regierungsapparat wird bei halbwegs freien Wahlen (sorry Ohio) immer wieder bestätigt. Die einzig Oppositonspartei mit einem realistischen Wählerpotential (sorry Ralph Nader) ist noch wesentlich rechtsgerichteter und totalitärer.

Geschrieben von: NJ Transit am 24 May 2013, 22:37
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 23:24)
Dieser Regierungsapparat wird bei halbwegs freien Wahlen (sorry Ohio) immer wieder bestätigt. Die einzig Oppositonspartei mit einem realistischen Wählerpotential (sorry Ralph Nader) ist noch wesentlich rechtsgerichteter und totalitärer.

Nur ist leider der Einfluss des Wählers ein relativ geringer. Eine echte, plebiszitäre Demokratie bietet da erheblich mehr Änderungspotential, denn die bestehenden Strukturen sind größtenteils so festgefahren und transparent wie der Vatikanstaat.
Und wenn ich Deutschland anhand des Parteienspektrums bewerten würde... lassen wir das lieber smile.gif
Ich verüble es niemanden, wenn man etwas gegen den Staatsapparat der USA hat, oder die Außenpolitik der USA, oder oder oder, im Gegenteil. Nur finde ich, darf man unter keinen Umständen vergessen, dass das Land nicht nur aus Politik und Politikern (und Geheimdiensten und Armee) besteht.

Geschrieben von: Iarn am 24 May 2013, 22:48
QUOTE (NJ Transit @ 24 May 2013, 23:37)
Ich verüble es niemanden, wenn man etwas gegen den Staatsapparat der USA hat, oder die Außenpolitik der USA, oder oder oder, im Gegenteil. Nur finde ich, darf man unter keinen Umständen vergessen, dass das Land nicht nur aus Politik und Politikern (und Geheimdiensten und Armee) besteht.

Wer hat Auswirkungen auf mein Leben und das der restlichen 7 Milliarden Menschen? Politik und Politiker und Geheimdienste und Armee.

Klar gibt es auch ein paar nette Amerikaner aber machen die mein Leben wirklich besser? Klar hat man auch ein paar nette Unterhaltungen in irgendeiner Bar, dafür schnüffelt das Regime in meinen Emails, da fallt der Small-Talk nicht mehr so wirklich ins Gewicht.

Und selbst wenn man Godwin bemüht: selbst das NS Regime war niemals so stark durch Wahlen legitimiert wie das US Regime (NSDAP 1933 43,9 %, Obama 2012 50,96 % Romney 47,31 % = 98% totalitäre Stimmen), trotzdem geht niemand hin und sagt, ach Hitler Deutschland war ein nettes Land, mal abgesehen vom Führer und der SS und Gestapo.

Geschrieben von: Boris Merath am 25 May 2013, 01:00
QUOTE (Galaxy @ 6 May 2013, 11:50)
Er kann ja nicht einfach die Tore öffnen, immerhin befinden sich in Gitmo Personen wie Khalid Sheikh Mohammed, der Architekt von 911.

Dann soll man ihm nachweisen, dass er Architekt von 911 war (was ist das eignetlich für eine bescheuerte Formulierung?).

QUOTE
Das er sich nicht erkennbar angesträngt hat kann man nicht behaupten. Er hat versucht die Menschen vor ein Militärtribunal zu bringen. Es gab 3 Verurteilungen, 2 davon hat das oberste US Bundesgericht wieder kassiert, das 3te Urteil wurde nur akzeptiert da es ein Deal war das dem Gefangenen die Reise nach Australien ermöglicht.

Noch ein Grund mehr, Guantanamo zu schließen. Hallo??? Gehts noch? Wenn das oberste Gericht die Verurteilungen wieder kassiert hat, ist das noch ein Argument mehr gegen Guantanamo. Wo kommen wir da hin, wenn wir Leute nicht vor Gericht stellen, weil es ja sein kann, dass sie nicht verurteilt werden? Das ist das Verhalten eines Unrechtsstaates.

QUOTE
Obama hat die Strafvollzugsbehörde für $ 165 Millionen ein Supermax Gefängnis vom Bundesstaat Illinois kaufen lassen um Gitmo Gefangene aufzunehmen, das ganze ist an Congress und juristischen Problemen erstmal gescheitert.

Dann sollte man mal anfangen sich an die eigenen Gesetze und an die Menschenrechte zu halten - dann klappts auch mit den eigenen Gerichten. Wenn es keine rechtliche Basis dafür gibt, jemanden einzusperren, dann hat der gefälligst unverzüglich freigelassen zu werden.

QUOTE
70 Gefangene wurden von der Obama Administration zur Freilassung bestimmt, ihre Heimatländer wollen jedoch nichts mit ihnen zu tun haben, da sie vor diesen Männern angst haben.

Und dann lassen wir sie halt einfach noch für 10 weitere Jahre eingesperrt? Wobei, warum nicht gleich ohne Urteil die Todesstrafe, dürfte billiger sein.

Geschrieben von: NJ Transit am 25 May 2013, 09:12
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 23:48)
trotzdem geht niemand hin und sagt, ach Hitler Deutschland war ein nettes Land, mal abgesehen vom Führer und der SS und Gestapo.

Doch, sonst wäre nämlich die Kollektivschuldtheorie heutzutage wesentlich verbreiteter, um es mal provokant zu sagen.

Geschrieben von: Iarn am 30 May 2013, 19:45
Versuchter Giftanschlag auf Obama und New Yorks Bürgermeister Bloomberg
http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-giftbriefe-an-obama-und-bloomberg-abgefangen-1.1683916
QUOTE
Rizin in Briefumschlag: An den New Yorker Bürgermeister Bloomberg wurde ein vergifteter Drohbrief verschickt - offenbar wegen seines Einsatzes für eine Verschärfung der Waffengesetze. Ein identisches Schreiben ging auch an Präsident Barack Obama.

Wie Waffenfreaks da drüber werden mir immer sympathischer ph34r.gif

Geschrieben von: Galaxy am 3 Jun 2013, 09:46
QUOTE (Iarn @ 30 May 2013, 20:45)
Versuchter Giftanschlag auf Obama und New Yorks Bürgermeister Bloomberg
http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-giftbriefe-an-obama-und-bloomberg-abgefangen-1.1683916

Wie Waffenfreaks da drüber werden mir immer sympathischer  ph34r.gif

Ich darf daran erinnern dass Du hier meine Orthografie kritisiert hast? tongue.gif

Geschrieben von: Galaxy am 3 Jun 2013, 09:52
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 22:34)
Die Stasi war ein Dreck dagegen
http://vr-zone.com/articles/the-fbi-wants-a-backdoor-into-all-communications-software/20433.html

Mittlerweile ist mir Fußpilz sympathischer als dieses Land ph34r.gif

Bei diesem Thema fällt mir ein hervorragendes Buch eines Briten ein:
http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)

Nun, im Prinzip sind wir hier einer Meinung. Aber ist der "Bundestrojaner" so viel harmloser? Im Prinzip scheint das FBI zu faul zu sein, ihre Software selber einschleusen so wollen. Also will man es gleich mit ausliefern und dafür macht man Pause im Donut Laden.

Geschrieben von: Galaxy am 3 Jun 2013, 10:05
QUOTE (NJ Transit @ 24 May 2013, 23:37)
Nur ist leider der Einfluss des Wählers ein relativ geringer. Eine echte, plebiszitäre Demokratie bietet da erheblich mehr Änderungspotential, denn die bestehenden Strukturen sind größtenteils so festgefahren und transparent wie der Vatikanstaat.
Und wenn ich Deutschland anhand des Parteienspektrums bewerten würde... lassen wir das lieber smile.gif

Es gibt ein Problem. Würde man wirklich ein System Ein Man eine Stimme einführen, dann zählen bei einer Wahl nur Florida, New York, California, und Texas, Illinois, Pennsylvania, und vielleicht auch noch Ohio. Die Bürger der restlichen 43 Staaten brauchen zur Wahl erst gar nicht erscheinen. Ganz extrem ist das Verhältnis ja im Senat. Jeder Bundesstaat egal ob California mit 38 Millionen Einwohner, oder Wyoming mit 500.000 schickt 2 Senatoren nach Washington. Persönlich würde ich bei der Präsidentenwahl, und der Wahl zum House of Representatives 1 Man 1ne Stimme einführen, und den Senat so lassen, damit die Mehrheit der Bundesländer nicht unter die Räder kommen.

Geschrieben von: Galaxy am 3 Jun 2013, 10:13
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 23:48)
Wer hat Auswirkungen auf <u>mein</u> Leben und das der restlichen 7 Milliarden Menschen? Politik und Politiker und Geheimdienste und Armee.

Klar gibt es auch ein paar nette Amerikaner aber machen die mein Leben wirklich besser? Klar hat man auch ein paar nette Unterhaltungen in irgendeiner Bar, dafür schnüffelt das Regime in meinen Emails, da fallt der Small-Talk nicht mehr so wirklich ins Gewicht.


Du solltest dir eher Gedanken um einige EU Mitglieder machen. Mittlerweile fordern ja sogar Länder wie Frankreich das man Deutschlands Exporte beschränken sollte. Du Iarn mit deinem Fleiß bist eine gefahr für die 35 Stunden Woche in Frankreich.

QUOTE

Und selbst wenn man Godwin bemüht: selbst das NS Regime war niemals so stark durch Wahlen legitimiert wie das US Regime (NSDAP 1933 43,9 %, Obama 2012 50,96 % Romney 47,31 %  = 98% totalitäre Stimmen), trotzdem geht niemand hin und sagt, ach Hitler Deutschland war ein nettes Land, mal abgesehen vom Führer und der SS und Gestapo.


blink.gif Du vergleichst wirklich die USA mit Nazi-Deutschland- blink.gif Gitmo mag problematisch sein, aber Du willst doch nicht wirklich behaupten das die Inhaftierten auf einer Stufe mit Juden, Homosexuelle, usw. sind?!? blink.gif

Geschrieben von: Galaxy am 3 Jun 2013, 10:41
QUOTE (Boris Merath @ 25 May 2013, 02:00)
Dann soll man ihm nachweisen, dass er Architekt von 911 war (was ist das eignetlich für eine bescheuerte Formulierung?).


Der Begriff wurde entweder von den US Medien, oder der Bush Administration geprägt. Im Prinzip bedeutet das, dass Bin Laden der CEO war, und Khalid Sheikh Mohammed der COO.


Wie ich auf den vergangenen Seiten versucht habe darzustellen ist das schwer Möglich. Das Militär, und vom Militär gewonnene Informationen hat i.d.R in normalen Strafprozessen nichts zu suchen. Es wäre aber auch nicht möglich gewesen (und auch illegal) das FBI, oder BKA nach Afghanistan zu schicken.

Die Probleme fangen schon damit an das dass Juristische Protokoll verlangt hätte das die USA Afghanistan, und Pakistan hätte bitten müssen diese Menschen auszuliefern. Ja, das hätte sicherlich funktioniert...


QUOTE

Noch ein Grund mehr, Guantanamo zu schließen. Hallo??? Gehts noch? Wenn das oberste Gericht die Verurteilungen wieder kassiert hat, ist das noch ein Argument mehr gegen Guantanamo. Wo kommen wir da hin, wenn wir Leute nicht vor Gericht stellen, weil es ja sein kann, dass sie nicht verurteilt werden? Das ist das Verhalten eines Unrechtsstaates.


Dann sollte man mal anfangen sich an die eigenen Gesetze und an die Menschenrechte zu halten - dann klappts auch mit den eigenen Gerichten. Wenn es keine rechtliche Basis dafür gibt, jemanden einzusperren, dann hat der gefälligst unverzüglich freigelassen zu werden.


Im Grunde hast Du Recht, aber es wäre anderseits auch völlig inakzeptable gewesen wenn eine Organisation die 3000 menschen getötet hat unbestraft geblieben wäre, nur weil die konventionelle Strafverfolgung keinen Zugriff auf sie hat.

QUOTE

Und dann lassen wir sie halt einfach noch für 10 weitere Jahre eingesperrt? Wobei, warum nicht gleich ohne Urteil die Todesstrafe, dürfte billiger sein.


Ich gehe davon aus das Obama das Problem in seiner verbliebenen Amtszeit lösen wird. Wenn es sein muss mit unorthodoxen Mitteln. Der Inselstaat Palau hat 17 Guantanamo Insassen Asyl gewährt die in ihren Heimatländern nicht mehr erwünscht sind. Die USA haben dafür Palau $ 250 Millionen bezahlt. Vielleicht sollte man solcher Deals machen wo die Drucker der US Notenbank den Wert des $ noch nicht komplett vernichtet haben.

Geschrieben von: Galaxy am 7 Jun 2013, 14:33
QUOTE (Iarn @ 24 May 2013, 22:34)

http://vr-zone.com/articles/the-fbi-wants-a-backdoor-into-all-communications-software/20433.html


Nun, so wie es aussieht war die NSA schneller....

http://news.cnet.com/8301-13578_3-57588143-38/nsa-has-backdoor-access-to-internet-companies-databases/

Angeblich haben die Zugang zu Datenbanken von u.a. Apple, Google, Microsoft, Facebook, Yahoo, AOL, und PayPal. Dropbox "coming soon."

Desweiteren scannen die im großen still Telefon Verbindungsdaten, und Kreditkarten Transaktionen.


Obama ist so ein Heuchler.

Geschrieben von: JNK am 7 Jun 2013, 14:40
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free?*

*Aus der US-amerikanischen Nationalhymne

Geschrieben von: Galaxy am 7 Jun 2013, 14:58
QUOTE (JNK @ 7 Jun 2013, 15:40)
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free?*

*Aus der US-amerikanischen Nationalhymne

Na ja, im großen und ganzen gilt das immer noch. Der Adler der Freiheit hat nur einen - hoffentlich temporären - schwäche Anfall.

Anstatt der US Nationalhymne neben einige vielleicht den Refrain von dem Toby Keith Lied "Beer for my horses" zu ernst.

'Cause justice is the one thing you should always find
You got to saddle up your boys
You got to draw a hard line
When the gun smoke settles we'll sing a victory tune
And we'll all meet back at the local saloon
We'll raise up our glasses against evil forces
Singing: Whiskey for my men! Beer for my horses!

Geschrieben von: Iarn am 7 Jun 2013, 15:51
Ich denke mittlerweile dürfte der imperiale Marsch aus Star Wäre die passende Hymne sein.

Geschrieben von: Electrification am 7 Jun 2013, 22:09
QUOTE (Galaxy @ 7 Jun 2013, 15:33)
Obama ist so ein Heuchler.

Im Grunde ist es doch egal wer dort Präsident ist, meiner Meinung entscheiden ganz andere Personen, was hier mal wieder bestätigt wird und den Leuten wird ein 2-Parteiensystem vorgegaukelt, wo sie die Wahl haben. Bei Romney wäre es nicht anders gelaufen.

Totale Überwachung, das nenne ich Freiheit, aber egal, hauptsache Waffen gibts so viel man will, dann ist die Welt in Ordnung.

Mit dem Finger braucht keiner zeigen, Europa entwickelt sich ähnlich und ist kein bisschen besser.

Geschrieben von: Iarn am 7 Jun 2013, 22:52
QUOTE (Galaxy @ 3 Jun 2013, 11:13)
blink.gif Du vergleichst wirklich die USA mit Nazi-Deutschland-  blink.gif  Gitmo mag problematisch sein, aber Du willst doch nicht wirklich behaupten das die Inhaftierten auf einer Stufe mit Juden, Homosexuelle, usw. sind?!?  blink.gif

Zumindest stellt die NSA die GeStaPo deutlich in den Schatten, was das Ausmaß ihrer Operationen angeht. ph34r.gif

In Guantanamo wurde gefoltert
- Schläge auf die Hoden,
- unterirdische Haft in totaler Dunkelheit über einen Zeitraum von drei Wochen mit Nahrungs- und Schlafentzug,
- Bedrohung … durch Injektionen von Zysten des Hundebandwurms,
- Beschmieren von Gefangenen mit Exkrementen,#
- Waterboarding
(alles aus einem Bericht des spanischen Untersuchungsrichters an Spaniens Nationalem Gerichtshof)

In Guantanamo wurden wahrscheinlich medizinische Experimente an Gefangenen vollzogen http://www.berliner-zeitung.de/archiv/menschenrechtler-werfen-den-usa-medizinische-experimente-an-gefangenen-vor--murat-kurnaz-kann-die-vorwuerfe-aus-eigener-erfahrung-bestaetigen-guantanamo-haeftlinge-als-versuchskaninchen,10810590,10774538.html

Weiterhin wurden beispielsweise die Uiguren aufgrund der Zugehörigkeit zu einer "verdächtigen" Volksgruppe nach Guantanamo verschleppt.

Fazit: für mich verwischen die Grenzen zwischen Dachau und Guantanamo, zu Ausschwitz ist zum Glück noch ein Unterschied (der Fokus liegt auf Folter nicht aus Vernichtung) aber das ist ein schwacher Trost.

Geschrieben von: Iarn am 8 Jun 2013, 21:21
Interessant ist, dass sich die Dementis zu Prism der betroffenen Konzerne gleichen:

Page / Google We have not joined any program that would give the US government—or any other government—direct access to our servers.
Zuckerberg / Facebook Facebook is not and has never been part of any program to give the US or any other government direct access to our servers.
Chief Security Officer Joe Sullivan / Facebook Protecting the privacy of our users and their data is a top priority for Facebook. We do not provide any government organization with direct access to Facebook servers.
Yahoo We do not provide the government with direct access to our servers, systems, or network.
Paltalk Paltalk does not provide any government agency with direct access to its servers.
Apple We do not provide any government agency with direct access to our servers

http://www.buzzfeed.com/jwherrman/direct-access-is-the-defining-phrase-of-the-nsa-scandal

Geschrieben von: GSIISp64b am 8 Jun 2013, 21:23
Ja, vermutlich deshalb, weil in bestimmten Fällen ein indirekter Zugriff gesetzlich erzwungen werden kann und ein Dementi für irgendetwas anderes als direct access dementsprechend erstunken und erlogen wäre.

Du könntest also auch das "not" oder das "provide" unterstreichen, das hätte genauso viel Aussagekraft.

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