Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | Chat | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Hilfe

Seiten: (77) « Erste ... 75 76 [77]  ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |
USA Sammelthema [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Metropolenbahner
  Geschrieben am: 14 Apr 2017, 16:02


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 1070




QUOTE (Galaxy @ 14 Apr 2017, 00:47)
Als erstes: Die Medaille für den bescheuertesten Kommentar über den Syrien Angriff bekommt Brian Williams von MSNBC (links liberal nicht necon) die kann er zu seinen 12 Emmy Awards stellen; "Wir sehen diese schönen Fotos, Nachts, von den Decks dieser zwei US Navy Schiffe im östlichen Mittelmeer, Ich fühle mich geneigt den großen Leonard Cohen zu zitieren "Ich bin geleitet von der Schönheit unserer Waffen" Und es sind wunderschöne Bilder von furchterregender Munition (....)


Das klingt in der Tat abstrus. Ichs versuch es mir mit der in der USA üblichen Waffengeilheit zu erklären, aber es bleibt ein verstörende Eindruck. Wenn das in USA linksriberal ist, will ich nicht wissen was dort rechts ist ...

QUOTE
QUOTE (Metropolenbahner @ 12 Apr 2017, 22:37)
QUOTE (Galaxy @ 12 Apr 2017, 01:15)
Das Völkerrecht ist eine komplizierte Angelegenheit.

Also ohne genau definierte Grenzen? wink.gif

Es ist unmöglich die Grenzen in Stein zu meißeln.


Wir halte also fest: Es gibt in diesem Fall keine festen Grenzen. Die werden je nach gusto und nach Fall willkürlich festgelegt, wie es einem gerade in den geopolitischen Kram passt.


In den 1980ern war Saddam unser Mann, er durfte Kurden vergasen, Sümpfe trockenlegen und v.a. Iraner bomben, dafür war er eingekauft. Wo da die Grenzen waren/sind .. hat keinen interessiert. Vorbei mit ihm war es erst mit dem Angriff auf Kuwait, denn dort wurden dann "Grenzen" überschritten, als teuflische Soldaten Babys aus den Brutkästen rissen. Das war zwar alles auch nur erfunden, aber dass weiss man nur jetzt im Nachhinein. Wichtig war, dass die "Grenze" überschritten war und man somit das Tor für Golfkrieg No 1 öffnen konnte.

Für Golfkrieg Nummer 2 mussten dann angebliche Massenvernichtungswaffen herhalten ... blöd nur, dass man keine fand: Ergo auch diese "Grenze" war erfunden.

Das Wort Grenze ist in der Diskussion hier also nutzlos. Einmal liegt sie hier, ein andermal dort, "Willkür" ist für die Sachverhalte das passendere Wort.

Wem das nicht gefällt, der muss erklären, wie man ohne genauere objektive Definition und Kriterien darüber entscheiden sollte, welcher Staat gut ist, und wann schlecht?

Beispiel: Wieso ist die Regierung in Saudi-Arabien gut, die in Syrien aber schlecht?

Wieso ist es gut Saudi Arabien Leo II, F16 und sonstige moderne Waffensysteme zu liefern (die nebenbei den Jemen in die Steinzeit bomben, aber das interessiert keinen, soll nur als Nebeninfo dienen, für die Menschen dort gelten bekanntlich keine Menschenrechte) aber schlecht, wenn Russland MIGs nach Syrien schickt?

Und was ist mit unserem Freund in Ägypten, der 1000 Leute der Opposition hat hängen lassen, dann aber von Merkel mit Dschingarassabumm täterä samt rotem Teppich empfangen wurde? Da hätte man auch Assad einladen können.

QUOTE
QUOTE
Oder anders gesagt, den Lerneffekt aus Irak, Libyen, etc. pp. zeigen und sich aus Syrien raushalten.

Und was war der Lerneffekt aus Deutschland und Japan? Nation building scheint in der Tat etwas was die USA verlernt hat. Vielleicht ist es einfacher etwas neu zu bauen was man in 1.000 Stücke zerschlagen hat, als etwas was nur leicht angetickt wird.

Es kommt aufs Umfeld an. Weder in Europa noch in Südostasien hast Du einen (starken) militanten Islam als Gegner, der alles moderne samt der ganzen Demokratie als Sünde ablehnt. Dass das ein Problem im nahen Osten ist, sollte man mittlerweile gelernt haben.
Syrien war bis vor dem Krieg doch noch ein Musterland an Modernität, Gleichberechtigung und westlichem Lebenstil. Dass man ausgerechnet die nun ins Kamelzeitalter zurückbomben will und deswegen auch noch mit Al-Kaida koaliert und sich einen noch schlimmeren (wer hätte das gedacht, dass es davon noch ne Steigerung geben könnte) Islamischen Staat hochzüchtet ist doch ein Witz hoch 3 unserer westlichen Kriegskoalition.

QUOTE
QUOTE
Doch, solange ihre Schuld nicht bewiesen sind sind sie genau das, gemäß unseren Gesetzen und Werten.  "In dubio pro reo" gabs bekanntlich auch schon bei den Römern. Entweder verteidigt man die Werte, oder man verabschiedet sich davon. Damit verlöre man dann aber auch den Kriegsgrund und ne Menge mehr.
Auf dem Schlachtfeld kann man nicht die gleichen Maßstäbe setzen wie bei einem normalen Strafprozess. Bei einem Strafprozess wird z.B. jede Kugel ballistisch analysiert, was auf dem Schlachtfeld unmöglich ist.

Es geht nicht darum, was auf dem Schlachtfeld passiert, sondern darum, wieso wir überhaupt auf dem Schlachtfeld sind und wild um uns schießen. Laut unserer eigenen, freiheitlichen Werte haben wir da unten nichts zu suchen. Wie fände es wohl Trump, wenn ihm plötzlich ein Mexikaner oder Kanadier sagen würde, was er zu tun und zu lassen hätte? Kein Guantanamo, keine CIA-Operationen, ansonsten Krieg und Bomben. Genügend durchgeknallte Gruppierungen in den USA, die die Regierung stürzen wollen, gäbe es zu Hauf ... da nen Bürgerkrieg a la Syrien anzuzetteln wäre ein leichtes. Sah man schon daran, dass Trump gewinnen konnte. Lass da mal nen noch durchgeknallteren "Führer" kommen ...

QUOTE
QUOTE
Wie wär es mal sich nicht einzumischen und die Leute machen zu lassen?

Man kann nicht allen helfen, aber gewisse Grenzen sollte man setzen.

"Grenzen" deren Grenzen Du weder kennst noch genau definieren kannst sind - schlicht gesagt - hohles Geschwätz, das dazu noch brandgefährlich ist. Denn damit kannst Du alles und nichts begründen, je nachdem wer nun diese "gefühlten" Grenzen festlegt oder nicht.

QUOTE
QUOTE
Rhetorische Frage: Gabs diese Terrorcamps eigentlich vor dem Beginn des Syrienkrieges?

Terror organizationen wie die Hezbollah sind seit Jahrzehnten in Syrien aktive. Israel ist allerdings ziemlich effektive darin mit dem Hammer drauf zu hauen.

Hmm und wieviel Selbstmordattentäter der Hisbollah suchten in den letzten Jahren Europa heim?
Wer legt außerdem fest, was Terroristen und nicht Rebellen / Freiheitskämpfer sind? Die Hisbollah hat im Libanon einen sehr starken Rückhalt in der Bevölkerung.

QUOTE
Die meisten Namen sagen mir aus dem steh auch nichts. William Binney ist ein ex-NSA Mitarbeiter der wahrscheinlich für RT arbeitet um Essen auf den Tisch zu bringen. Berechtigt oder unberechtigt die NSA sorgt dafür das er in den USA nie mehr arbeitet bekommt.
Für Fakten hab ich immer ein Ohr, aber was ist "wahrscheinlich"? Wird der nun von RT bezahlt oder nicht? Für Umstände, die man nur vom Hörensagen kennt, wird aktuell gerne schnell das Wort "Verschwörungstheorie" gebraucht .. also besser vorsicht.

QUOTE
Der kurioseste  Namen auf der Liste, der mir etwas sagt, ist Scott Ritter. Ehemaliger US Marine Corp Nachrichtenoffizier. Später arbeitete er für die UNO, wo er in den 1990er die Untersuchung Saddams WMD Programme betreffend leitete. Damals vertrat er die Meinung das die UNO, und USA sich von Saddam täuschen lassen. Weil er sich von den USA nicht genügend unterstützt fühlte nahm er Datensätze von amerikanischen Spionageflugzeugen um sie von Israel auswerten zu lassen. Ritter war damit einer von wenigen, wenn nicht gar einzige Mensch, der sowohl bei der Saddam, als auch bei der Clinton Administration in Ungnade gefallen ist. Das muss man erstmal schaffen. 1998 ist er bei der UNO zurückgetreten weil er der Meinung war das sich die UNO, und USA von dem Irak verarschen lassen.  Während der GWB Zeit hat er dann eine 180 Grad wende hingelegt. Aber das ist nicht sein eigentliches Problem.

Sein eigentliches Problem ist das er zwei mal verhaftet wurde weil er Sex mit Minderjährigen angestrebt hat. 2001 wollte er eine junge Teenagerin für Sex bezahlen. Das Mädchen war aber ein Köder der Polizei. Ritter hatte Glück das dem Richter diese Art der Fallen stellung Bauchschmerzen bereitet hat, man einigte sich das er wegen versuchter Gefährdung des Wohlergehens eines Kindes rolleyes.gif  zu 6 Monaten auf Bewährung verteilt wurde.  2009 hat er mit einer 15 Jährigen im Internet gechattet, in Wirklichkeit war es aber ein Polizist. Er wurde zu 5 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt.

Scott Ritter kann sich in den USA nicht mehr blicken lassen.

Klingt in der Tat sehr merkwürdig, aber sein eigentliches "Problem" ist Dein erster Part, nicht der Zweite. Seine sexuellen Vorlieben interessieren nicht die Bohne. Ich distanziere mich deutlich von Pädophilen, aber in der Sache macht das genauso wenig aus, als wenn er homo-, bi-, trans- oder sonstwie sexuell wäre.

QUOTE
Ich behaupte nicht das alle auf der Liste zwielichtig sind (wie gesagt die meisten Namen sagen mir nichts) und auch die zwielichtigen haben durchaus vertretbare Meinungen. Selbst Ritter hat auf diesen Gebieten brauchbares zu sagen, trotzdem stelle ich die These auf das die meisten auf dieser Liste Geld brauchen, oder mit der USA eine Rechnung offen haben.

Ok, also einerseits sagst Du, dass Du außer den 2 Namen keinen kennst, andererseits reicht Dir das trotzdem, um alle Personen pauschal zu verurteilen. Das entspricht leider abermals nicht unseren westlichen Werten. Damit bist Du auf bester Dikatorenlinie. Wenn es da einer Probleme macht, inhaftiert man sicherheitshalber auch gleich die ganze Sippe, obwohl sich die nichts zu schulden haben kommen lassen. Mit etwas Sarkasmus könnte man jetzt sagen: Ja wenns "solche" Werte sind, die in Syrien verteidigt werden, dann passt es. Allerdings erzeugt man mit solchen "Werten" keine Verbesserung über den aktuellen Diktator ... da kommt dann sowas wie im Irak oder Libyen raus.

Dafür soviel Geld und Leben zu riskieren sowie Millionen Flüchtlingen zu schaffen, nur um einen Diktator der Russland hörig ist, gegen einen zu ersetzen der seine Befehle aus Washington entgegen nimmt, ist ein Aberwitz und zwar ein übelst schlechter.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 14 Apr 2017, 16:03
    
     Link zum BeitragTop
Metropolenbahner
  Geschrieben am: 14 Apr 2017, 16:30


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 1070




QUOTE (TravellerMunich @ 13 Apr 2017, 22:57)
Es gibt in dieser Welt sicherlich viele Grautöne. Manches ist nicht ganz so eindeutig und etliche der bösen Gestalten der Jugend (wie Reagan oder auch Kaiser Wilhelm 2) sind nicht ganz so simpel einzuordnen.

Doch ab und zu gibt es die Gelegenheit, den moralischen Kompass klar zu eichen.
Historisch und auch in der Gegenwart. Manche Menschen verursachen so viel Böses und säen solchen Hass, dass es keinen Zweifel gibt, wer die Hand führt. Ich bin nicht religiös, aber man spürt da den kalten Hauch des Bösen.

Lol, klingt toll, Du solltest Krimiautor werden wink.gif
Es sei aber daran erinnert, dass für eine Diskussion in der Sache Fakten nötig wären wink.gif


QUOTE
Man kann Hitler die Treue halten, oder Stalin, oder Assad und auch Erdogan verteidigen oder auch Putin oder den dicken Kim.

Da wirfst Du nun aber etwas viele Leute in einen Topf ... viel zu pauschal.

QUOTE
Aber dann sollte man ab und zu in den Spiegel schauen und prüfen, ob man inzwischen schon eine Ähnlichkeit entwickelt zu Grima Schlangenzunge.

Wie bereits erwähnt, Du hast Talent wink.gif

QUOTE
Das Urteil kommender Generationen zu Putin und Assad wird eindeutig sein - und ich habe noch immer die Hoffnung, dass die nächste Generation von Russen sich vor Grausen schütteln wird, wenn der Name Putin erwähnt wird.

Putin ist v.a. der, der den Saustall aufräumte, den unser Mann Jelzin hinterließ. Mal im Ernst, Erdölförderverträge, für die der russische Staat 0,0 Euro/Barrel sah und als einzige Gegenleistung die dann rostigen Förderanlagen nach 30 jähriger Nutzung bekommen hätte, wobei die Quellen in der Zeit sicherlich auch leergesaugt waren, der Alkoholiker hat sich wirklich grandios über den Tisch ziehen lassen.
Klar, dass Putin seitdem eine Persona non grara in der amerikanischen Oberschicht ist, wie konnte der sich auch nur erdreisten plötzlich eine Erdölausfuhrsteuer einzuführen ... pöser Junge dieser Vladimir.
Mann kann Russland viel vorwerfen, in einem Vergleich zur USA muss man aber feststellen, dass sie weltpolitisch der USA/Nato in Sachen Chaosstiften nicht das Wasser reichen können. Wieviel Kriege gehen denn auf Jelzin und Co seit den 1990er? Wieviele Failed-States gibt es aktuell und wer ist dafür verantwortlich?

QUOTE
P.S.: Ich bin selbst in den 80ern bei Friedensmärschen mitgelaufen, aber es hat mich damals schon ein wenig verwundert, dass nur die NATO und der Westen Feinde des Friedens sein sollten und die Sowjetunion auch schon damals das friedensliebende, vom bösen Kapitalismus bedrohte Opfer. Damals hat die Sowjetunion einige der Aktivisten wenigstens direkt bezahlt, wie sich ja anschließend raus gestellt hat. Ich befürchte aber, die Ostermarschierer machen das (mit unverändertem Feindbild) heutzutage aus Gewohnheit sogar umsonst.

Naja, wenn Du damals schon mitgelaufen bist, dann sollte Dir die Drohungen der Reagan-Regierungen noch im Ohr sein ... die Verwicklungen in diversen Militärputsche, z.B. Pinochet, der mind. auf einem Level mit Assad steht, wenn nicht sogar schlimmer und Chile noch bis 1990 regierte, war damals ebenfalls noch ganz frisch, ebenfalls Falklandkrieg der UK, die Invasion in Grenada und die Unterstützung von Dikaturen in El Salvador und Nivaragua. Dazu kam, dass er die Entspannungspolitk der Vorgängerregierungen aufkündigte und stark in Rüstung investierte. Zu gute halten kann man Reagan dann die 2. Amtszeit, als er Ende der 80er mit Gorbatschow weitreichende Abrüstungsgespräche geführt hat. Denen verdanken wir die komplette Zerstörung der strategischen Mittelstreckenatomraketen. Das war schon ein deutlicher Schnitt.

Abschließend sei daran erinnert, dass keiner der genannten Personen ein Waisenknabe ist. Das gilt für unser politisches Personal aber im gleichen, wenn sie meinen im Ausland Husarenstückchen fernab jeglicher Rationalität und abseits der UN-Charta durchführen zu müssen.

Wie lange gibt es das Problem mit islamischen Radikalen? Richtig, seitdem wir da unten Krieg führen. Wie blöd muss man sein und sich seine Gegner selbst schaffen? Aber naja .. vermutlich ist das der Antrieb für die ganze Chose, ohne Gegner wär das Militär schließlich arbeitslos.

    
     Link zum BeitragTop
Galaxy
  Geschrieben am: 15 Apr 2017, 00:06


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 7 Mar 11
Beiträge: 2572




QUOTE (TravellerMunich @ 14 Apr 2017, 14:23)

Nun ja, in gewisser Weise war auch die DDR das erfolgreichste Land im Ostblock.


Und Äthiopien ist momentan das erfolgreichste Land Afrikas.


QUOTE

Hat das Zusammenleben im osmanischen Reich in Syrien funktioniert? Nun, beliebt war die türkische Herrschaft da nicht


Vielleicht war die Abneigung gegen die Türken das was die Völkergruppen verbunden hat.

QUOTE

Insgesamt war es dennoch ein großer Selbstbetrug der Amerikaner, sie hätten eine so tolle Propagandaleistung und erfolgreiche Umerziehung betrieben, dass aus Bestien plötzlich deutsche Demokraten wurden. Die Anlage hierzu war längst gegeben, genau wie auch die Anlage dazu, alternativ den Stalinisten zu folgen


Also konnten sowohl die Amerikaner, als auch die Soviets die Deutschen formen. Ich würde behaupten die im Westen hatten das bessere Los gezogen.


QUOTE (Metropolenbahner @ 14 Apr 2017, 17:02)

Wir halte also fest: Es gibt in diesem Fall keine festen Grenzen. Die werden je nach gusto und nach Fall willkürlich festgelegt, wie es einem gerade in den geopolitischen Kram passt.


Das mit dem je nach gusto und Fall zu Fall würde ich zustimmen, das mit dem geopolitischen Kram in dieser Situation nicht.

Die amerikanischen Nationalisten kehren Trump den Rücken wegen diesen Angriff. Und es lässt sich zwar nicht beweisen, aber es ist sehr Wahrscheinlich das Steve Bannon von Trump aus dem Rat für Nationale Sicherheit geworfen wurde weil er gegen den Angriff war.

QUOTE

"Grenzen" deren Grenzen Du weder kennst noch genau definieren kannst sind - schlicht gesagt - hohles Geschwätz, das dazu noch brandgefährlich ist.


Es lässt sich eben nicht alles definieren. Rückblickend kann man sagen, für die USA hätte die Invasion von Polen 1939 eine rote Linie sein sollen. Das hatte man damals nicht erkannt. Man kann es Roosevelt auch nicht übel nehmen das er lieber einen National Park nach dem anderen eröffnen wollte.

QUOTE

Klingt in der Tat sehr merkwürdig, aber sein eigentliches "Problem" ist Dein erster Part, nicht der Zweite. Seine sexuellen Vorlieben interessieren nicht die Bohne. Ich distanziere mich deutlich von Pädophilen, aber in der Sache macht das genauso wenig aus, als wenn er homo-, bi-, trans- oder sonstwie sexuell wäre.


Was ich damit ausdrücken wollte ist das man annehmen kann das er für RT arbeitet weil das für ihn der einzige Weg ist um Geld zu verdienen.

QUOTE (Metropolenbahner @ 14 Apr 2017, 17:30)
[ Wieviel Kriege gehen denn auf Jelzin und Co seit den 1990er? Wieviele Failed-States gibt es aktuell und wer ist dafür verantwortlich?


Russland konnte Anfang der 1990er den Sold der Soldaten nicht bezahlen. Es war nicht Möglich militärisch zu operieren. Was failed States angeht. Die gesamte Ost-EU bzw, ehemalige West-Soviet Union war eine Sammlung an Failed States.



QUOTE (Metropolenbahner @ 14 Apr 2017, 17:30)
[Falklandkrieg der UK


Was gibt es da Auszusetzen? Ein Militärdiktator geht gegen Groß Britannien in die Offensive und nimmt British Bürger quasi als Geiseln. Margaret Thatcher hat ihm eine Ohrfeige verpasst von dem er sich nie mehr erhohlt hat. Leopoldo Galtieri wurde aus dem Amt entfernt weil er den Krieg verloren hat. Der Fall der Militär Diktatur in Argentinien war der Stein der dein Fall der anderen in Süd Amerika ins rollen gebracht hat.

Bearbeitet von Galaxy am 15 Apr 2017, 00:18

--------------------
user posted image
Quelle: NASA
    
     Link zum BeitragTop
Russischer Spion
  Geschrieben am: 15 Apr 2017, 00:41


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 4 Jan 08
Beiträge: 1739

Alter: 40
Wohnort: Moskau


QUOTE (Galaxy @ 15 Apr 2017, 01:06)
Die gesamte Ost-EU bzw, ehemalige West-Soviet Union war eine Sammlung an Failed States.

Wo der Bildungsstand wesentlich höher war als "im Westen" laugh.gif .

--------------------
-
    
     Link zum BeitragTop
TravellerMunich
  Geschrieben am: 15 Apr 2017, 07:52


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 21 Jan 09
Beiträge: 2268

Wohnort: München


In den Fächern wissenschaftlicher Marxismus-Leninismus sowie Wehrkunde auf jeden Fall!
Ansonsten ist es ein gern verbreiteter Mythos. Für die Vergangenheit kann ich es bei meinen persönlichen Erfahrungen nicht bestätigen, bei den älteren Pisa-Studien (allerdings natürlich nach Ende der Sowjetunion) lagen die Werte von Russland auf dem Level von Griechenland bzw. der Türkei. Inzwischen hat Russland wieder Boden gut gemacht und liegt in Mathematik inzwischen vor den USA, aber unter Deutschland (trotz Herausforderungen für Deutschland durch den hohen Migrantenanteil), in Naturwissenschaften aber noch unter Spanien und Lettland und auch unter den USA.

Zu der These von Metropolenbahner, Russland wäre seit den 90ern sehr friedlich geblieben und hätte keine Failed States produziert - noch unter Gorbatschow wurden in Baltikum, Georgien, Aserbaidschan und Armenien Anläufe unternommen, die Unabhängigkeit mit Gewalt zu stoppen. Später folgten die sehr blutigen Tschetschenienkriege. In Georgien unterstützte Russland die Abspaltung von Abchasien mit brutaler Gewalt, bei der rund die Hälfte der Bevölkerung (Georgier) von einer Minderheit vertrieben oder massakriert wurde.

Putin, der ja von Jelzin aktiv gefördert wurde und auch Jelzins Korruption anschließend deckte, agierte noch aktiver. Zählt eigentlich Venezuela auch indirekt zu Russlands Failed States? :-)

Zu Galaxy:
Natürlich waren die Deutschen in der Lage, sich an unterschiedliche Systeme anzupassen. Das ist menschlich, so lange wie man das Grundbestreben hat, ein normales, stabiles Leben zu führen. Teils haben dies die USA im Sezessionskrieg auch erlebt: Da waren die Nordstaatler genau so loyal auf Seiten Lincolns und seiner Sache, wie man im Süden überzeugt für die Sache der Sklavenhalter kämpfte. Und anschließend hat man sich mit dem neuen System arrangiert. Die Deutschen waren dennoch nicht das Geschöpf der USA, auch wenn man das in den USA noch immer annimmt und denkt, man könne dieses Talent auch an den Arabern ausprobieren. Im Osten hat man sich halt mit dem Sozialismus arrangieren müssen, abgesehen von den 3 Mio. Menschen, die ziemlich rasch in den Westen abgehauen sind und dem Rest, der 1989 dann die Schnauze voll hatte. Und die auch ohne amerikanische Umerziehung und trotzt sowjetischer Propaganda mutig auf die Straßen von Leipzig und anderen Städten gegangen sind, überall im Land. So wie sie auch 1953 bereits einen Aufstand in vielen Städten versucht haben.
    
    Link zum BeitragTop
Metropolenbahner
  Geschrieben am: 23 Apr 2017, 17:02


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 1070




QUOTE (Galaxy @ 15 Apr 2017, 01:06)
QUOTE (Metropolenbahner @ 14 Apr 2017, 17:02)
Wir halte also fest: Es gibt in diesem Fall keine festen Grenzen. Die werden je nach gusto und nach Fall willkürlich festgelegt, wie es einem gerade in den geopolitischen Kram passt.


Das mit dem je nach gusto und Fall zu Fall würde ich zustimmen, das mit dem geopolitischen Kram in dieser Situation nicht.

Wieso? Auch Trump hält sich jetzt mehr oder minder aus Zwang am Krieg in Syrien. Vorher hatte er mal getönt, dass er da rauswolle, jetzt hört man davon nichts mehr. Ergo führt auch er die geopolitsche Vorgaben von Obama und Co. weiter. Oder anders gesagt: An der außenpolitischen Linie hat sich bis jetzt überraschend wenig getan.
QUOTE
Die amerikanischen Nationalisten kehren Trump den Rücken wegen diesen Angriff. Und es lässt sich zwar nicht beweisen, aber es ist sehr Wahrscheinlich das Steve Bannon von Trump aus dem Rat für Nationale Sicherheit geworfen wurde weil er gegen den Angriff war.

Mag sein, aber wie wichtig sind denn die Nationalen? Gewicht hat das Militär und das freut sich, wenn es was zu tun bekommt. Die verantwortlichen Generäle stehen ja nicht an der Front.


QUOTE
QUOTE
"Grenzen" deren Grenzen Du weder kennst noch genau definieren kannst sind - schlicht gesagt - hohles Geschwätz, das dazu noch brandgefährlich ist.

Es lässt sich eben nicht alles definieren.

Dann darf man es aber nicht Grenze nennen. Anderes Beispiel: Bei Assad heißts in den Überschriften immer brutal, dass er das "eigene Volk" zubombe. Abgesehen von der "unparteiischen Formulierung", durch die natürlich Ekel und Hass gegenüber dem bösen Diktator geschürt werden soll, fragt man sich was denn gleichzeitig in der Türkei passiert. Was macht denn unser Liebling Nato-Partner Erdogan mit den Kurden? Sind das keine türkischen Staatsbürger die da sterben? Würde man gleiche "Grenzen" wie in Syrien ansetzen, dann müsste man aus Menschenliebe und Minderheitenschutz auch in der Türkei intervenieren ...

Tut man aber nicht .. warum wohl ... weil der eine Diktator nach unserer Pfeife tanzt, aber der andere nicht. Unverschämtheit, natürlich muss man dann diesen brutalen Bösewicht sofort bomben.

QUOTE
Rückblickend kann man sagen, für die USA hätte die Invasion von Polen 1939 eine rote Linie sein sollen. Das hatte man damals nicht erkannt. Man kann es Roosevelt auch nicht übel nehmen das er lieber einen National Park nach dem anderen eröffnen wollte.

Ne, die rote Linie war schon die Zerschlagung der "Rest-Tschechei". Ein paar Monate vorher hatte Hitler noch nen Vertrag in München unterschrieben, dass er nicht mehr als das Sudentenland "heim ins Reich" holen wolle und schwupps .. hatte er es schon vergessen. Aber Tschechien hat damals halt nun überhaupt keinen interessiert. Außerdem hatte Hitler in den USA ja auch ein paar Freunde. Auch aktuell dürfte das noch gelten, Trumps ist bekanntlich kein Minderheiten und Ausländerfreund. Selbst Du erwähnst ja so nebenbei von den "amerikanischen Nationalisten".

QUOTE
Was ich damit ausdrücken wollte ist das man annehmen kann das er für RT arbeitet weil das für ihn der einzige Weg ist um Geld zu verdienen. 

Ahh ok, sorry falsch verstanden, so macht es Sinn.

QUOTE

QUOTE (Metropolenbahner @ 14 Apr 2017, 17:30)
[ Wieviel Kriege gehen denn auf Jelzin und Co seit den 1990er? Wieviele Failed-States gibt es aktuell und wer ist dafür verantwortlich?
Russland konnte Anfang der 1990er den Sold der Soldaten nicht bezahlen. Es war nicht Möglich militärisch zu operieren.

Und? Ändert das was an der Anzahl der Failed-States?
QUOTE
Was failed States angeht. Die gesamte Ost-EU bzw, ehemalige West-Soviet Union war eine Sammlung an Failed States. 

Na ne, zumindest gabs in Polen, Ukraine & Co noch ne halbwegs funktionierende Polizei. Mit Somalia, Afghanistan und Co. ist das nicht zu vergleichen. V.a. gabs keine bewaffneten Kampf und folglich auch keine Opfer.

QUOTE
Was gibt es da Auszusetzen? Ein Militärdiktator geht gegen Groß Britannien in die Offensive und nimmt British Bürger quasi als Geiseln. Margaret Thatcher hat ihm eine Ohrfeige verpasst von dem er sich nie mehr erhohlt hat.
Naja, die Insel liegt wie viel Kilometer von Argentinien bzw. von der brit. Insel weg? Die Falklandinseln sind auch nur ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit und verdammt weit weg. Von daher war es ein Versuch die Fixierung der Friedensbewegung auf UK+US zu erklären, auch wenns ein Dikator war, der angegriffen hat. Ob es wirklich eine Rolle spielte, keine Ahnung, müsste man mal in den Archiven ergründen.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 23 Apr 2017, 17:15
    
     Link zum BeitragTop
Metropolenbahner
  Geschrieben am: 23 Apr 2017, 17:15


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 1070




QUOTE (TravellerMunich @ 15 Apr 2017, 08:52)
Zu der These von Metropolenbahner, Russland wäre seit den 90ern sehr friedlich geblieben und hätte keine Failed States produziert - noch unter Gorbatschow wurden in Baltikum, Georgien, Aserbaidschan und Armenien Anläufe unternommen, die Unabhängigkeit mit Gewalt zu stoppen. Später folgten die sehr blutigen Tschetschenienkriege. In Georgien unterstützte Russland die Abspaltung von Abchasien mit brutaler Gewalt, bei der rund die Hälfte der Bevölkerung (Georgier) von einer Minderheit vertrieben oder massakriert wurde.
.

Ok, nehmen wir mal Georgien / Abchasien mit auf. Wer da wirklich Schuld war ist wie immer müßig zu erforschen, aber Russland spielte gewiss eine aktive Rolle.
Tschetschenien war dann sicher ein Blutbad, aber auch hier hab ich mehr Verständnis dafür, wenn es die eigenen Grenzen betrifft und nicht die militärische Intervention auf nem anderen Erdteil 1000e Kilometer entfernt.

Im Vergleich zum Chaos und den Opferzahlen im Irak, Libyen, Syrien und Co. sind beide Konflikte nur ein Fliegenschiss der Weltgeschichte. Nur mal so als Richtwert, der Syrienkrieg geht mittlerweile ins 6. Jahr!

Anläufe im Baltikum und Co. mags gegeben haben, aber sie wurden letzten Endes dann doch nicht durchgezogen. Panzer hatte die SU Ende der 1990er genug, wenn sie also wirklich gewollt hätten ...

QUOTE
Putin, der ja von Jelzin aktiv gefördert wurde und auch Jelzins Korruption anschließend deckte, agierte noch aktiver

Aha und wo?
Und zum Thema Korruption: Der ganze US-Wahlkampf ist nach deutscher Rechtsauffassung pure Korruption. Das taugt als Putin-Malus nicht wirklich.
    
     Link zum BeitragTop
Fichtenmoped
  Geschrieben am: 23 Apr 2017, 22:02


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 5 Jul 10
Beiträge: 2062

Alter: 38
Wohnort: LK Freising


QUOTE (Metropolenbahner @ 23 Apr 2017, 18:02)

Naja, die Insel liegt wie viel Kilometer von Argentinien bzw. von der brit. Insel weg? Die Falklandinseln sind auch nur ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit und verdammt weit weg. Von daher war es ein Versuch die Fixierung der Friedensbewegung auf UK+US zu erklären, auch wenns ein Dikator war, der angegriffen hat. Ob es wirklich eine Rolle spielte, keine Ahnung, müsste man mal in den Archiven ergründen.

Tja, der Falklandkrieg hat die Bemühungen Argentiniens, die Falklandinseln zurückzubekommen um glatt 100Jahre zurück geworfen... Die Briten wollten die Falklands schon längst loswerden und hatten entsprechende Schritte bereits eingeleitet.

--------------------
Aufgrund von Rostschäden besteht Signaturersatzverkehr!

Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
    
     Link zum BeitragTop
TravellerMunich
  Geschrieben am: 23 Apr 2017, 22:27


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 21 Jan 09
Beiträge: 2268

Wohnort: München


QUOTE (Fichtenmoped @ 23 Apr 2017, 23:02)
QUOTE (Metropolenbahner @ 23 Apr 2017, 18:02)

Naja, die Insel liegt wie viel Kilometer von Argentinien bzw. von der brit. Insel weg? Die Falklandinseln sind auch nur ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit und verdammt weit weg. Von daher war es ein Versuch die Fixierung der Friedensbewegung auf UK+US zu erklären, auch wenns ein Dikator war, der angegriffen hat. Ob es wirklich eine Rolle spielte, keine Ahnung, müsste man mal in den Archiven ergründen.

Tja, der Falklandkrieg hat die Bemühungen Argentiniens, die Falklandinseln zurückzubekommen um glatt 100Jahre zurück geworfen... Die Briten wollten die Falklands schon längst loswerden und hatten entsprechende Schritte bereits eingeleitet.

Na ja - Argentinien hatte nur zwischen 1820 und 1833 mal eine Siedlung auf den Inseln. Davor waren sie, je nach Sichtweise, spanisch, englisch oder französisch. Seit 1833 sind die Falklands durchgehend britisch - und zwar nicht britisch dank irgendwelcher britischer Besatzungstruppen, sondern durch die Bevölkerung, von der bei der Abstimmung 2012 nur 3 Einwohner nicht zum Vereinigten Königreich gehören wollten. Dort gibt es noch nicht mal irgendwelche Argentinier oder Menschen, die auch nur Sympathien für Argentinien haben...

Inwiefern ist es also ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit? Was, außer britisch, sollte die Insel denn doch sein? Wäre es nicht vielmehr eine Kolonie, wenn Argentinien sich in einem Akt des Imperialismus die Insel unter den Nagel reißt? Weil die Inseln rund 400 km vor Argentinien liegen, sollen sie argentinisch sein??? ph34r.gif

Da leben reale Menschen, keine Steine. Und die wollen auch weiterhin, wie seit 180 Jahren, zu Großbritannien gehören.
Ansonsten fordere ich auch Namibia wieder für Deutschland zurück, das war sogar länger als 13 Jahre von Deutschen besiedelt... ph34r.gif
    
    Link zum BeitragTop
TravellerMunich
  Geschrieben am: 23 Apr 2017, 22:33


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 21 Jan 09
Beiträge: 2268

Wohnort: München


QUOTE (Metropolenbahner @ 23 Apr 2017, 18:15)
Tschetschenien war dann sicher ein Blutbad, aber auch hier hab ich mehr Verständnis dafür, wenn es die eigenen Grenzen betrifft und nicht die militärische Intervention auf nem anderen Erdteil 1000e Kilometer entfernt.

Tschetschenien war und ist eine russische Kolonie, das ist wirklich eine Unterjochung.
Die Tschetschenen wollten nicht zu Russland gehören, weder unter dem Zaren, noch unter Stalin oder Putin. Insofern habe ich da gar kein Verständnis für diese brutalen Kriege und die heutigen Zustände mit einem blutigen Statthalter.

Den Irak wollten die USA nie annektieren. Ich denke, man hat schon in den USA daran geglaubt, eine Mission zu haben, um das Land von Saddam zu befreien. Und zumindest das hat man geschafft.
    
    Link zum BeitragTop
Galaxy
  Geschrieben am: 24 Apr 2017, 00:00


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 7 Mar 11
Beiträge: 2572




QUOTE (Metropolenbahner @ 23 Apr 2017, 18:02)

Wieso? Auch Trump hält sich jetzt mehr oder minder aus Zwang am Krieg in Syrien. Vorher hatte er mal getönt, dass er da rauswolle, jetzt hört man davon nichts mehr. Ergo führt auch er die geopolitsche Vorgaben von Obama und Co. weiter. Oder anders gesagt: An der außenpolitischen Linie hat sich bis jetzt überraschend wenig getan.


Nochmals: Egoistisch betrachtet wäre es für die USA am besten wenn man Assad einfach agieren lässt. Putin hat durchaus recht wenn er behauptet das der Cruise Missile Angriff die Islamisten gestärkt hat. Es gab keine geopolitische Agenda hinter dem Angriff, Trump hat die Bilder vom dem chemischen Angriff gesehen und ist ausgerastet, das ist zwar auch problematisch aber in andere Hinsicht.

QUOTE

Gewicht hat das Militär und das freut sich, wenn es was zu tun bekommt. Die verantwortlichen Generäle stehen ja nicht an der Front.


Beim amerikanischen Militär sind die höchsten Autoritäten Zivilisten und Politiker. Und auch die militärische Führung ist durch die Politik direkt bestimmt. Das Pentagon selber kann Offiziere nur maximal zum 2 Sterne General/Admiral befördern. Alle darüber werden vom Senat, auf Nominierung des Präsidenten, gewählt. Die sind halbe Politiker. Das Parlament ist eher das Problem. Es gibt weniger Politiker die gedient haben, bzw. Kinder haben die dienen. Die hohen Offiziere dagegen kommen fast alle aus militärischen Familien und deren Kinder dienen eher als Regel beim Militär.


QUOTE

Was macht denn unser Liebling Nato-Partner Erdogan mit den Kurden?


Erdogan ist noch nicht auf einer Stufe mit Assad, er ist aber auf gutem Weg dorthin. Übrigens Obama hat die Kurden bewaffnet, zumindest im Iraq, aber die Grenzen sind ja porös.


QUOTE

Und? Ändert das was an der Anzahl der Failed-States?

Na ne, zumindest gabs in Polen, Ukraine & Co noch ne halbwegs funktionierende Polizei. Mit Somalia, Afghanistan und Co. ist das nicht zu vergleichen.


Irak würde ich gelten lassen, aber bei den meisten anderen failed states, ist die USA nicht der Grund warum sie failed sind. Die könnten sie nur nicht stabilisieren.

QUOTE

V.a. gabs keine bewaffneten Kampf und folglich auch keine Opfer.


Das ist eine Verhöhnung der ~20 Million Opfer der SU. Es waren alleine zwischen 80.000-100.000 in Ost Deutschland.





--------------------
user posted image
Quelle: NASA
    
     Link zum BeitragTop
Thema wird von 1 Benutzer gelesen (1 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
1150 Antworten seit 14 Dec 2012, 19:54 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (77) « Erste ... 75 76 [77] 
<< Back to 10 vorne
Antworten | Neues Thema | Neue Umfrage |