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[B] Interessante Ausschreibung für S-Bahn Berlin, Drei Teilnetze werden ausgeschrieben [Zur Themenübersicht]
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gmg
  Geschrieben am: 12 Nov 2019, 22:00


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Das Land Bln schreibt seine S-Bahn in drei Teilen aus:

Es gibt die west-ost-verbindende Stadtbahn, von der der Name S-Bahn auch stammt.

Es gibt den Nord-Süd-Tunnel und

es gibt die Ringbahn.

Entsprechend dieser drei Stammstrecken werden die Linien gruppiert und ausgeschrieben. Auf die West-Ost- sowie auf die Nord-Süd-Gruppe kann man sich jeweils isoliert bewerben. Oder man kann sich auf das Gesamtnetz bewerben.

RBB-Artikel und Video

Nachtrag: Hätte fast vergessen, die Flotte wird gesondert ausgeschrieben. (Nachtrag Ende)

Ich finde das ziemlich cool, weil es sich tatsächlich um drei unabhängige Netze handelt, die vor Erfindung der S-Bahn auch unterschiedliche Betreiber hatten.
(Es ähnelt übrigens meinem Vorschlag, den ich vor kurzem gemacht habe: Ich wollte, dass die S-Bahn München die S2A und die S20 wegen Überforderung an einen anderen Betreiber abgibt.)

Bearbeitet von gmg am 12 Nov 2019, 22:06

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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uferlos
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 08:45


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Was willst du damit gewinnen die S20 und den Altopendel jemand anderem zu geben?
Der braucht auch Personal und geeignete Fahrzeuge. Mit den Leistungen kannst du nicht mal ne vernüftige Tf Schicht bauen, da nur zur HVZ.
Besser würde es sicher nicht werden, eher nur noch schlechter...

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mfg Daniel
    
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rautatie
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 09:04


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QUOTE (gmg @ 12 Nov 2019, 23:00)

Ich finde das ziemlich cool, weil es sich tatsächlich um drei unabhängige Netze handelt, die vor Erfindung der S-Bahn auch unterschiedliche Betreiber hatten.
(Es ähnelt übrigens meinem Vorschlag, den ich vor kurzem gemacht habe: Ich wollte, dass die S-Bahn München die S2A und die S20 wegen Überforderung an einen anderen Betreiber abgibt.)

Aber ist das wirklich so cool, ein Schienennetz einer Stadt in unterschiedliche Betreiberhände zu geben? Ich könnte mir vorstellen, dass das die Probleme eher verstärken könnte.

War das nicht früher häufiger so, dass U- oder Stadtbahnen in einer Stadt von unterschiedlichen Betreibern betrieben wurden, und man hat das aus Gründen der Zweckmäßigkeit irgendwann vereinigt? Warum genau will man jetzt wieder den gegenteiligen Weg gehen?

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Wo ist das Problem?
    
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Jean
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 09:07


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QUOTE (rautatie @ 13 Nov 2019, 09:04)
QUOTE (gmg @ 12 Nov 2019, 23:00)

Ich finde das ziemlich cool, weil es sich tatsächlich um drei unabhängige Netze handelt, die vor Erfindung der S-Bahn auch unterschiedliche Betreiber hatten.
(Es ähnelt übrigens meinem Vorschlag, den ich vor kurzem gemacht habe: Ich wollte, dass die S-Bahn München die S2A und die S20 wegen Überforderung an einen anderen Betreiber abgibt.)

Aber ist das wirklich so cool, ein Schienennetz einer Stadt in unterschiedliche Betreiberhände zu geben? Ich könnte mir vorstellen, dass das die Probleme eher verstärken könnte.

War das nicht früher häufiger so, dass U- oder Stadtbahnen in einer Stadt von unterschiedlichen Betreibern betrieben wurden, und man hat das aus Gründen der Zweckmäßigkeit irgendwann vereinigt? Warum genau will man jetzt wieder den gegenteiligen Weg gehen?

Gute Frage. Warum sollte ein Modell günstiger sein, wo das Land die Fahrzeuge kauft, dieser einer Fremdfirma zu Verfügung stellt und die Fremdfirma auch Gewinne machen will. Für den Fahrgast wäre eine gemeinnützige GmbH wohl das kostengünstigste.

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Christoph
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 09:52


König


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QUOTE (rautatie @ 13 Nov 2019, 10:04)
Aber ist das wirklich so cool, ein Schienennetz einer Stadt in unterschiedliche Betreiberhände zu geben? Ich könnte mir vorstellen, dass das die Probleme eher verstärken könnte.

Was in so einem Fall passiert, kann man desöfteren in Neuperlach Süd beobachten, wenn die S7 genau in dem Moment die Türen schließt und losfährt, in dem auf der, am gleichen Bahnsteig einfahrenden U5 die Türen geöffnet werden. Macht dann 19 1/2 Minuten Wartezeit im Freien aus...

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Pünktlichkeitsquote S-Bahn 1. Halbjahr 2019: 72%, Okt. 2019: 67,5%, Nov. 2019: 79%
    
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rautatie
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 10:59


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QUOTE (Christoph @ 13 Nov 2019, 10:52)
Was in so einem Fall passiert, kann man desöfteren in Neuperlach Süd beobachten, wenn die S7 genau in dem Moment die Türen schließt und losfährt, in dem auf der, am gleichen Bahnsteig einfahrenden U5 die Türen geöffnet werden. Macht dann 19 1/2 Minuten Wartezeit im Freien aus...

Dies knapp verpassten Anti-Anschlüsse sind insbesondere bei unterschiedlichen Betreibern anscheinend recht typisch, wobei die sich theoretisch ja trotzdem abstimmen könnten. Habe ich aber auch schon erlebt, nicht nur in München. Und als Begründung heißt es "Das ist eine andere Firma."

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 13:12


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Der Spruch ist zwar abgedroschen wie sonst noch was, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. smile.gif

Grüsse von einem, der neulich wieder 9 min auf den verspäteten Anschluss der anderen Bahngesellschaft warten durfte. (Und weil ich dadurch am Rückweg auch noch nicht ganz pünktlich war, hat der Kollege der Nachbarbahn den Anschluss natürlich auch abgewartet.) smile.gif

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Aus Gründen...

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 13:13


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Zum Thema: das wirkt in etwa so, wie wenn - auf München übertragen - die 3 U-Bahn-Stammstrecken auf einmal separate Betreiber haben sollen. Ich will mir das irgendwie nicht so recht vorstellen und kann mir auch nicht vorstellen, dass das sinnvoll klappen könnte... unsure.gif

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rautatie
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 13:43


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QUOTE (TramBahnFreak @ 13 Nov 2019, 14:13)
Zum Thema: das wirkt in etwa so, wie wenn - auf München übertragen - die 3 U-Bahn-Stammstrecken auf einmal separate Betreiber haben sollen.

Soweit ich weiß ist das in der Anfangszeit der New Yorker U-Bahn so gewesen, dass verschiedene Linienbündel von unterschiedlichen Betreibern bedient wurden. Hat sich aber anscheinend nicht bewährt, und irgendwann wurden alle Linien einer einzigen Betreibergesellschaft anvertraut.

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 14:27


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QUOTE (TramBahnFreak @ 13 Nov 2019, 14:13)
Ich (...) kann mir auch nicht vorstellen, dass das sinnvoll klappen könnte... unsure.gif
QUOTE (rautatie @ 13 Nov 2019, 14:43)
Hat sich aber anscheinend nicht bewährt

Das Fragmentieren von Eisenbahnen hat meines Wissens bis auf einzelne technisch und politisch begründbare Ausnahmen noch nie irgendwo echte Vorteile für die Allgemeinheit oder den Bahnbetrieb gebracht. Das ganze ist nix anderes als einst die Kleinstaaterei und die ist unheimlich ineffizient. Aber Ineffizienz dürfte zum Markenkern des Zwergstaats Stadtstaats Berlin gehören, würde also passen. ph34r.gif

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Balduin
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 14:37


Kaiser


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Aus Sicht der Parteien ist es mit das effizienteste, kann man doch schön Wasserkopfpöstchen für verdiente Genossen schaffen ph34r.gif

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Angie, Angie,when will those clouds all disappear? Angie, Angie, where will it lead us from here? With no loving in our souls and no money in our coats you can't say we're satisfied. But, Angie, Angie, they can't say we never tried. Angie, you're beautiful, yeah, but ain't it time we said goodbye?
Europe is falling apart: In the absence of war we are questioning peace
    
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Jean
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 14:37


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QUOTE (Rohrbacher @ 13 Nov 2019, 14:27)
Das Fragmentieren von Eisenbahnen hat meines Wissens bis auf einzelne technisch und politisch begründbare Ausnahmen noch nie irgendwo echte Vorteile für die Allgemeinheit oder den Bahnbetrieb gebracht. Das ganze ist nix anderes als einst die Kleinstaaterei und die ist unheimlich ineffizient. Aber Ineffizienz dürfte zum Markenkern des <s>Zwergstaats</s> Stadtstaats Berlin gehören, würde also passen. ph34r.gif

Da bin ich mal deiner Meinung. Eigentlich gehört die ganze Bahn und die ganzen ÖPNV Anbieter in gemeinnützige Gesellschaften mit der Verpflichtung die Gewinne in der Infrastrukur zu reinvestieren!

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Südostbayer
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 17:29


Kaiser


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QUOTE (rautatie @ 13 Nov 2019, 14:43)
Soweit ich weiß ist das in der Anfangszeit der New Yorker U-Bahn so gewesen, dass verschiedene Linienbündel von unterschiedlichen Betreibern bedient wurden. Hat sich aber anscheinend nicht bewährt, und irgendwann wurden alle Linien einer einzigen Betreibergesellschaft anvertraut.

Die New Yorker U-Bahnstrecken (und Hochbahnen) wurden ursprünglich von unterschiedlichen Betreibern erbaut und betrieben: Den privaten Gesellschaften IRT und BRT/BMT sowie der städtischen IND. Mit Verstaatlichung (Kauf von IRT und BRT/BMT durch die Stadt) 1940 wurden die drei Gesellschaften zusammengeführt. Betrieblich gibt es nach wie vor eine Aufteilung anhand der drei ursprünglichen Betreiber, zumal seit 1940 relativ wenig Erweiterungen erfolgten.

Auch in Berlin wurden die U-Bahnen ursprünglich privat errichtet und später (1929) verstaatlicht. Allerdings gab es dort trotz unterschiedlicher Erbauer (Siemens & Halske; AEG) und Eigentümer (u. a. die damals selbständige Stadt Schöneberg) nur eine Betreibergesellschaft.
    
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146225
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 18:28


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Jean @ 13 Nov 2019, 14:37)
Da bin ich mal deiner Meinung. Eigentlich gehört die ganze Bahn und die ganzen ÖPNV Anbieter in gemeinnützige Gesellschaften mit der Verpflichtung die Gewinne in der Infrastrukur zu reinvestieren!

Dann würden wir die Jahre nach dieser Reform halt damit verbringen, zu diskutieren wieso das in Deutschland nicht funktioniert. Es ist also so egal, wie deutschen Politikern die Eisenbahn im Querschnitt durch alle Parteien nun mal ist.

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Tågskryt!
    
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gmg
  Geschrieben am: 13 Nov 2019, 19:48


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QUOTE (uferlos @ 13 Nov 2019, 09:45)
Was willst du damit gewinnen die S20 und den Altopendel jemand anderem zu geben?
Der braucht auch Personal und geeignete Fahrzeuge. Mit den Leistungen kannst du nicht mal ne vernüftige Tf Schicht bauen, da nur zur HVZ.
Besser würde es sicher nicht werden, eher nur noch schlechter...

Die S-Bahn München ist ja offensichtlich mit ihrem Auftrag überfordert. Ihr fehlen Züge und Personal. Wenn man jetzt diese beiden Linien abkoppeln würde, wäre die S-Bahn München weniger überfordert und jemand, der meint, es besser schultern zu können, kann sich darauf bewerben. Das kann ja z.B. Transdev oder so sein, sofern sie Interesse daran haben.

In jedem Fall , also auch in Berlin sehe ich den Vorteil darin, dass wenn es bei einem Unternehmen nicht klappt, nur Teile des Netzes darunter leiden. Bisher hat sich das Gegenteil ja auch nicht als optimal erwiesen. Eine Zerteilung hätte auch den Vorteil, dass auch kleinere EVU sich mitbewerben könnten.

Im Regionalverkehr hat man ja auch viele verschiedene Anbieter. Warum nicht auch bei der S-Bahn?

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