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Bahn-Bashing in den Medien [Zur Themenübersicht]
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Jojo423
  Geschrieben am: 27 Mar 2012, 23:48


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3839

Wohnort: München bei Pasing


Hallo.
Mir ist heute auf YouTube wieder ein sehr interessantes Video aufgefallen. (Link) Es ist schon krass, wie in diesem Land auf die Bahn eingeprügelt wird. Sei es der Güterverkehr, Streichungen von Leistungen, Nicht-Investition in angeblich wichtige Projekte, etc... Klar läuft nicht alles richtig bei der Bahn, aber ich finde es doch immer wieder erstaunlich wie Politiker, die einerseits einen haufen Geld an Dividende von der Bahn haben wollen, gleichzeitig aber sich dann beschweren, wenn Leitungen aufgrund von unwirtschaftlichkeit gestrichen werden.
Wie die Bahn es macht, es ist immer falsch, so könnte man zumindest meinen. Irgendwie traurig...

Bearbeitet von Jojo423 am 28 Mar 2012, 00:07

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Viele Grüße

Jojo423
BahnComfort Status
    
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Electrification
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 00:25


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3973




Das ist leider in Mode in diesem Land, damit erkauft man sich ein Schulterklopfen des Stammtisches. Jeder primitive Naivling klatscht doch Beifall bei diesem Bashing und leider gibts davon auch genug in diesem Land.

Bei unserer Eisenbahn ist vieles verbesserungswürdig, aber es ist eine Sauerei wie sie von den (lobbygesteuerten?) Medien nieder macht wird. Wir haben trotz der Probleme eines der besten Eisenbahnsysteme der Welt, das es gilt zu verbessern.

Doch genau wenn es um Verbesserungen geht fehlt die Hilfe für das System, denn die Eisenbahn wird seit Jahrzehnten systematisch benachteiligt und wird es leider auch weiterhin.
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 01:17


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Es ist eine (traurige) Tatsache, das die DB AG die Länder zwingen will, für den eingestellten Fernverkehr Ersatzleistungen aus den Regionalsierungsmitteln zu bestellen.

Ziele, die ich nicht mit dem ICE erreichen kann, fahre ich mit dem Auto oder gar nicht an.

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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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Rathgeber
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 01:44


EF-Pensionist


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Wohnort: Unter der Bavaria


QUOTE (Electrification @ 28 Mar 2012, 01:25)
Das ist leider in Mode in diesem Land, damit erkauft man sich ein Schulterklopfen des Stammtisches. Jeder primitive Naivling klatscht doch Beifall bei diesem Bashing und leider gibts davon auch genug in diesem Land.

Ich halte die Berichterstattung nicht unbedingt für lobbygesteuert. Das Problem ist eher, daß man unter den Journalisten eher Autofreaks als Kenner der Bahn(politik) findet. Siehe z.B. diese vollkommen unsinnige Reihe im ZEIT-Magazin"Autotest", in der Redakteur/innen aus allen Ressorts jede Woche einen anderen Schlitten vorstellen dürfen.

Hinzu kommt, daß sich die Berichterstattung über den Autoverkehr in vielen Zeitungen auch nur auf die Empörung über zu hohe Benzinpreise und zu viele Baustellen auf den Autobahnen in den Sommerferien beschränkt. Qualitätsjournalismus erkenne ich hier auch nicht.

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| Kurz gesprochen | Länger gesprochen | Mit Bildern gesprochen |

| Kommentar zum ÖPNV-Ausbauprogramm |
    
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Electrification
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 01:46


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3973




Traurig Tatsache ist dass der sekundäre Fernverkehr nicht ausgeschrieben wird.
Die DB AG handelt wie ein normaler, marktwirtschaftlicher Wirtschaftsbetrieb und die meisten Fernverkehre sind nicht gerade gewinnbringend ohne staatliche Zuschüsse.
Herr Autobahn würde das doch genauso machen wenn er DB-AG-Vorstand wäre.
Es ist und war ein Fehler der Bahnreform dass der Fernverkehr eigenwirtschaftlich zu sein hat. Der Bund entzieht sich ganz seiner Verantwortung!

Wir brauchen wieder einen flächendeckenden, vernetzten Fernverkehr. Dazu muss man sekundäre Fernverkehrsnetze zusammenstellen, wo man die IC-Linien und viele RE-Linien mit langen Laufwegen reinpackt und damit ein dem RE überlegenen Komfortmaßstab festlegen kann, jedoch mit allen normalen Tickets nutzbar.

Jedoch braucht es dafür auch höhere Finanzmittel, die man aber u. a. mittels der Lkw-Maut und einer noch einzuführenden Pkw-Maut finanzieren kann.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 11:34


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Chat: BorisM 

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QUOTE (Autobahn @ 28 Mar 2012, 02:17)
Es ist eine (traurige) Tatsache, das die DB AG die Länder zwingen will, für den eingestellten Fernverkehr Ersatzleistungen aus den Regionalsierungsmitteln zu bestellen.

Schon eine Sauerei, dass ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das ja bekanntlich alles besser macht, auf die unverschämte Idee kommt, nicht rentable Verbindungen einzustellen. Aber das kommt bestimmt nur daher, dass bei der Bahn noch so viele Beamte arbeiten, wenn man alle bösen Beamten rauswerfen würde, dann würde die Bahn doch bestimmt auch unrentable Verbindungen weiter betreiben, oder?

--------------------
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 11:55


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@ Electrification

Natürlich würde ich es als DB-Chef nicht anders machen wink.gif

Wenn es aber einen ausgeschriebenen B-Fernverkehr geben sollte, kann dies nur zu Lasten langlaufender RE-Linien gehen, die dann als Interregio laufen würden. Diese würden dann an den Landesgrenzen nicht gebrochen werden. Keinesfalls dürfen diese Linien dann aber dann mit einem Nahverkehrsticket benutzt werden dürfen, wenn es auf der Relation Nahverkehrsangebote gibt. Ein von Dir geforderter (und für lange Strecken sicher notwendiger) höherer Komfort rechtfertigt auch einen höheren Preis.

Ich will es mal an einem kleinen Beispiel deutlich machen, von Düsseldorf nach Dortmund habe ich die Wahl zwischen S-Bahn, Regionalexpress, Intercity und ICE. Mit einem Nahverkehrsticket (VRR-Preisstufe D) zahlte ich 12,00 Euro. Dafür kann ich zwischen S-Bahn (Fahrtzeit: 1:11 h) und RE (Fahrtzeit: 0:53 h) wählen. Wähle ich den IC (Fahrtzeit: 0:55 h) zahle ich 17,50 Euro, beim ICE (Fahrzeit: 0:48 h) darf ich 23,50 Euro auf den Tisch legen. Und diese Preisdifferenzen halte ich auf Grund des höheren Komforts für gerechtfertigt. Dies würde den Fernverkehr abwerten, da dann die Billigheimer den IC stürmen würden und potentielle echte Fernverkehrskunden abschrecken.

QUOTE
Jedoch braucht es dafür auch höhere Finanzmittel, die man aber u. a. mittels der Lkw-Maut und einer noch einzuführenden Pkw-Maut finanzieren kann.

Das ist eine gerne kolportierte Forderung bestimmter Eisenbahnfreunde, die aber verfassungsrechtlich bedenklich ist.

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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 12:38


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QUOTE (Autobahn @ 28 Mar 2012, 12:55)
Das ist eine gerne kolportierte Forderung bestimmter Eisenbahnfreunde, die aber verfassungsrechtlich bedenklich ist.

Warum sollte?

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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MVVUser
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 12:50


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QUOTE (Boris Merath @ 28 Mar 2012, 13:38)
Warum sollte?

Die Maut ist eine zweckgebundene Steuer, welche nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern (z.B. Bahn) verwendet werden darf. Das Geld darf nur in den Aus- und Neubau von Straßen fließen.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 13:01


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QUOTE (MVVUser @ 28 Mar 2012, 13:50)
Die Maut ist eine zweckgebundene Steuer, welche nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern (z.B. Bahn) verwendet werden darf. Das Geld darf nur in den Aus- und Neubau von Straßen fließen.

Ja, weil das so im Bundesfernstraßenmautgesetz steht - aber so ein Gesetz kann man ändern. Aber wo soll das verfassungsrechtliche Problem sein?

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Lazarus
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 13:05


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QUOTE (Boris Merath @ 28 Mar 2012, 14:01)
Ja, weil das so im Bundesfernstraßenmautgesetz steht - aber so ein Gesetz kann man ändern. Aber wo soll das verfassungsrechtliche Problem sein?

Die Auto-Lobby wird dafür sorgen, das sich da nix ändert ph34r.gif

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 13:06


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QUOTE (Lazarus @ 28 Mar 2012, 14:05)
Die Auto-Lobby wird dafür sorgen, das sich da nix ändert ph34r.gif

Auch das ist kein verfassungsrechtliches Problem.

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Bat
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 13:35


Kaiser


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QUOTE (Autobahn @ 28 Mar 2012, 02:17)


Ziele, die ich nicht mit dem ICE erreichen kann, fahre ich mit dem Auto oder gar nicht an.

Gut, dass das nicht alle machen ... . wacko.gif

*rofl*

Bearbeitet von Bat am 28 Mar 2012, 13:36

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Doofheit und Ignoranz verpflichten nicht zu Postings!
    
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MVVUser
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 15:19


Routinier


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Beiträge: 366

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QUOTE (Boris Merath @ 28 Mar 2012, 14:01)
Ja, weil das so im Bundesfernstraßenmautgesetz steht - aber so ein Gesetz kann man ändern. Aber wo soll das verfassungsrechtliche Problem sein?

Die Bahn hat das Problem, die Balance zwischen wirtschaftlichem Betrieb (was von der Politik gewollt ist) und einem guten Fahrtangebot zu finden.
Das dies Geld kostet ist keine Frage. Aber sollte man hierfür die Autofahrer (die offensichtlich die Bahn nicht nutzen) wirklich noch stärker belasten, als es ohnehin bereits jetzt der Fall ist?

Bearbeitet von MVVUser am 28 Mar 2012, 15:21
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 28 Mar 2012, 16:30


Lebende Forenlegende


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@ Boris

Die LKW-Maut ist keine Steuer, sondern eine Straßenbenutzungsgebühr, also eine Abgabe. Abgaben im engeren Sinne müssen aufgabenbezogen und zweckgebunden verwendet werden. Wenn Du in ein Schwimmbad gehst, dient der Eintritt ja auch nicht dafür, Futter für die Tiere im Zoo zu kaufen.

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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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