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Der Deutschland-Takt kommt!, ...so verspricht es zumindest die Groko [Zur Themenübersicht]
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bayerhascherl
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 14:57


König


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Im Koalitionsvertrag der Groko, der vrsl. von den SPD Mitgliedern angenommen wird und somit eine grobe Richtschnur für die Regierungspolitik der kommenden Jahre bildet, ist der "Deutschland-Takt" als neue Leitidee aufgenommen worden. Damit wird das umgesetzt, was viele "Bahnfreunde" schon lange fordern, weg von der Konzentration auf Rennstrecken zwischen wenigen Stadtzentren in Deutschland, hin zu einem vertakteten Gesamtsystem.

Dazu passend möchte ich einen "frischen" Artikel von Zeit Online zur weiteren Lektüre verlinken und euch um eure Ansichten zum Thema bitten, denn das ist nun definitiv nicht mehr "rein hypothetisch" sondern zukünftig vrsl. konkrete Politik, die mit Leben gefüllt werden muss:

http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/bahn...komplettansicht
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 15:09


Lebende Forenlegende


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Ok, der VRR will das die ICE zur halben und vollen Stunde in Düsseldorf abfahren, der RMV will das gleiche in Frankfurt, und der MVV will das gleiche in München. Wer gibt nach? Sicherlich gibt es auch Lösusngen, aber viele Lösungen werden unterhalb des Optimums liegen.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 15:11


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Was ich an ITF recht problematisch finde, dass dank der Taktknoten zu einer bestimmten Minute oft mehrere gleichwertige Zuege unmittelbar hintereinander herfahren, so z.B. zwischen Ulm und Muenchen wo mit ICE und IC so eine Art 55-5 Takt entsteht.

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
    
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GSIISp64b
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 15:22


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Juhu, sind die Stuttgart21-Hasser mit ihrem "Ohne ITF werden wir alle sterben"-Blödsinn tatsächlich ernst genommen geworden. -.-

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Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 15:28


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QUOTE (Galaxy @ 4 Dec 2013, 15:09)
Ok, der VRR will das die ICE zur halben und vollen Stunde in Düsseldorf abfahren, der RMV will das gleiche in Frankfurt, und der MVV will das gleiche in München. Wer gibt nach? Sicherlich gibt es auch Lösusngen, aber viele Lösungen werden unterhalb des Optimums liegen.

Ob der Taktknoten jetzt zur vollen Stunde, zur Minute 20 oder Minute 37 stattfindet, ist doch relativ egal. Hauptsache, es gibt gute Anschlüsse. Dass nicht jeder 100% seiner Vorstellungen verwirklichen kann, ist doch selbstverständlich.

QUOTE
Was ich an ITF recht problematisch finde, dass dank der Taktknoten zu einer bestimmten Minute oft mehrere gleichwertige Zuege unmittelbar hintereinander herfahren, so z.B. zwischen Ulm und Muenchen wo mit ICE und IC so eine Art 55-5 Takt entsteht.

Das dürfte mancherorts tatsächlich ein Problem sein. Aber auf den meisten Strecken fahren keine ICE und IC dieselbe Strecke.

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"Die S-Bahn rollt wie ein Uhrwerk."

Frankfurter Abendpost am 29.5.1978, dem Tag nach der Inbetriebnahme des Frankfurter S-Bahntunnels
    
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GSIISp64b
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 15:32


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Dresden-Leipzig, Fulda-Frankfurt, Dortmund-Köln (da allerdings auf unterschiedlichen Laufwegen und auch heute schon miteinander vertaktet), ...

Das Problem hat man aber nicht nur mit IC und ICE, sondern genauso mit Strecken, auf denen mehrere ICE-Linien parallel laufen. Oder auch mit Regionalbahnen.

Für den ITF ist übrigens, soweit ich das sehe, ein definierendes Merkmal, dass der Knoten an jedem Bahnhof entweder um :00 oder um :30 (oder bei Stundentakt entweder um :00 und :30 oder um :15 und :45) stattfindet.

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bayerhascherl
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 16:00


König


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Mitglied seit: 29 Oct 09
Beiträge: 822




Ich sehe das utilitaristisch, das Konzept, welches der größten Kopfzahl an Fahrgästen den größten Nutzen bringt, wird jeweils der Zielfahrplan eines "Deutschland-Taktes", nach meiner Idealvorstellung. In Zeiten von leistungsfähigen Verkehrssimulationen per Computer sollte es ein leichtes sein, dies "objektiv", d.h. auf mathematischer Basis, errechnen zu lassen. Und dann müssen sich vielleicht manche Großstädter vom Anspruch verabschieden, das vom Steuerzahl subventionierte Schiennenetz diene nur dazu da, die Metropolen zu bedienen und das Gro der Bürger in kleinen und mittleren Städten müsse sich da eben hinten anstellen. Dann gilt eben der Kompromiss, der den größten Nutzen für die Gesamtbevölkerung bringt und dieser wird durch punktuelle Baumaßnahmen immer weiter maximiert, ebenfalls mathematisch priorisiert. Kein Regionalpatriotismus mehr, keine Bevorzugungen,... man wird ja noch träumen dürfen. Mir reicht ja schon, wenn man statt einzelner HGV Trassen mit dem selben Geld Bestandsstrecken flächendeckend ausbaut und das Gesamtsystem beschleunigt und dabei danach schaut, wo das im Sinne von attraktiven Umsteigebeziehungen die höchste Priorität hätte.
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 16:15


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Alter: 24
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Gros!

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Aus Gründen...

Wenn man sämtliche Aktivitäten der MVG unter dem Ziel des maximalen Fahrgast-Trollens betrachtet, geht's eigentlich...
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 16:39


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QUOTE (bayerhascherl @ 4 Dec 2013, 16:00)
Ich sehe das utilitaristisch, das Konzept, welches der größten Kopfzahl an Fahrgästen den größten Nutzen bringt, wird jeweils der Zielfahrplan eines "Deutschland-Taktes", nach meiner Idealvorstellung. In Zeiten von leistungsfähigen Verkehrssimulationen per Computer sollte es ein leichtes sein, dies "objektiv", d.h. auf mathematischer Basis, errechnen zu lassen. Und dann müssen sich vielleicht manche Großstädter vom Anspruch verabschieden, das vom Steuerzahl subventionierte Schiennenetz diene nur dazu da, die Metropolen zu bedienen und das Gro der Bürger in kleinen und mittleren Städten müsse sich da eben hinten anstellen. Dann gilt eben der Kompromiss, der den größten Nutzen für die Gesamtbevölkerung bringt und dieser wird durch punktuelle Baumaßnahmen immer weiter maximiert, ebenfalls mathematisch priorisiert. Kein Regionalpatriotismus mehr, keine Bevorzugungen,... man wird ja noch träumen dürfen. Mir reicht ja schon, wenn man statt einzelner HGV Trassen mit dem selben Geld Bestandsstrecken flächendeckend ausbaut und das Gesamtsystem beschleunigt und dabei danach schaut, wo das im Sinne von attraktiven Umsteigebeziehungen die höchste Priorität hätte.

Werden die Leute mit einem per Simulation erstellten Kompromis leben, oder doch (noch mehr?) das Auto bevorzugen das sich den individuellen Bedürfnissen besser anpassen lässt als jeder Fahrplan? Ess macht in vielen Fällen vielleicht doch Sinn einzelne Strecken zu bevorzugen.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 16:45


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Man kann es nicht jedem Recht machen. Aber ich denke schon, dass die Eisenbahn als Verkehrsmittel eine Verbesserung erreicht, wenn man sich nicht nur auf Verbindungen zwischen Metropolen beschränkt, sondern die Situation auch für den "Rest" (der ja eigentlich der größte Teil ist) verbessert.

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GSIISp64b
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 16:52


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QUOTE (Galaxy @ 4 Dec 2013, 16:39)
Werden die Leute mit einem per Simulation erstellten Kompromis leben, oder doch (noch mehr?) das Auto bevorzugen das sich den individuellen Bedürfnissen besser anpassen lässt als jeder Fahrplan? Ess macht in vielen Fällen vielleicht doch Sinn einzelne Strecken zu bevorzugen.

Bevorzugt gehört die Strecke, die am Wichtigsten ist. Und welche das ist, lässt sich heute am Besten per Verkehrsmodellierung und Fahrgastzählung herausfinden. Von daher hat bayerhascherl da schon recht.

Ich glaube nur: Der Fahrplan, der den meisten Leuten den meisten Nutzen bringt, ist kein ITF.

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DumbShitAward
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 17:00


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Beiträge: 3633

Wohnort: München


Ein instabiles Fahrplansystem in einem nicht ganz stabilen Netz.

Bauts schon mal die Wartesäle aus, das wird ein Spaß

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Lektion 73 in unserer Serie "Rechtsstaat für Anfänger", heute: §81 StGB

Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder die auf dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 17:03


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QUOTE (GSIISp64b @ 4 Dec 2013, 16:52)
Bevorzugt gehört die Strecke, die am Wichtigsten ist. Und welche das ist, lässt sich heute am Besten per Verkehrsmodellierung und Fahrgastzählung herausfinden. Von daher hat bayerhascherl da schon recht.

Ich glaube nur: Der Fahrplan, der den meisten Leuten den meisten Nutzen bringt, ist kein ITF.

Aber ich nehmer an Du brauchst das Geld auch der Fahrgäste die nicht am wichtigsten sind, sonst wird dein System unter finanziert. Das ist der Knackpunkt.
    
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Fichtenmoped
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 17:11


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Beiträge: 2176

Alter: 39
Wohnort: LK Freising


GroKo? Koalitionsvertrag? Deutschland-Takt?

Oh Wei... Wenn die Züge am Tag einmal im Takt verkehren reicht das bestimmt. Der Taktknoten wird wohl um 04:00Uhr liegen. Denn sonst müsstest die Politik ja der Bahn mehr Geld bewilligen...

Der Deutschlandtakt kommt so sicher nicht, wie zu 100% die PKW-Maut für den Bürger kommt. Ohne Erstattung und ohne Möglichkeit sich zu enthalten, auch wenn man keine Autobahn fahren will.

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Aufgrund von Rostschäden besteht Signaturersatzverkehr!

Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
    
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GSIISp64b
  Geschrieben am: 4 Dec 2013, 17:43


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Beiträge: 4419




QUOTE (Galaxy @ 4 Dec 2013, 17:03)
Aber ich nehmer an Du brauchst das Geld auch der Fahrgäste die nicht am wichtigsten sind, sonst wird dein System unter finanziert. Das ist der Knackpunkt.

Äh... Quark.

Es gibt keine Fahrgäste, die am Wichtigsten sind. Es gibt Relationen, die am Wichtigsten sind. Das sind die, auf denen die meisten Fahrgäste unterwegs sind.

Und diese Verbindungen gehören dann auch bevorzugt behandelt - weil es besser ist, wenigen Leuten ein paar Minuten mehr Fahrzeit zu verschaffen als vielen Leuten ein paar Minuten mehr Fahrzeit zu verschaffen. Logischerweise.

Man kann es nicht allen Recht machen. PUNKT. Verkehrsplanung ist immer eine Optimierungsaufgabe, die auf einer subjektiven Kriteriengewichtung basiert und in der verschiedene Interessen ohne klar erkennbares Optimum abgewogen werden müssen.

Bearbeitet von GSIISp64b am 4 Dec 2013, 17:44

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Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
    
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