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Mangfalltalbahn vs. Strecke über Grafing [Zur Themenübersicht]
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hmmueller
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 11:30


König


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In der Wikipedia steht unter Bahnstrecke Rosenheim-Salzburg, leider ohne Nachweis:
QUOTE

Am 15. Oktober 1871 wurde die Bahnlinie München–Grafing–Rosenheim eröffnet. Diese war eine topografisch günstigere Strecke, die den Einsatz von Vorspannlokomotiven unnötig machte.

"Topografisch günstiger" - ok, aber doch nicht wegen der Steigungen, sondern wegen der Kurven, würde ich meinen? Und die Strecke über Grafing wurde doch eher gebaut, weil die Mangfalltalbahn kaum mit einem zweiten Gleis versehen werden hätte können.
Hat irgendjemand irgendeine Information/Wissen zu den damals angeführten Gründen, wieso man München-Grafing-Rosenheim gebaut neu gebaut hat?

H.M.


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Meine Eisenbahngeschichten - "Von Stellwerken und anderen Maschinen ..."

Die Organe der Bahnerhaltung sind ermächtigt, den Arbeitern zur Aneiferung angemessene Quantitäten von Brot, Wein oder Branntwein unentgeltlich zu verabfolgen.
Nr. XXVII - Vorschriften für das Verhalten bei Schneefällen, K. k. Österreichische Staatsbahnen, Gültig vom 1. Oktober 1906; Artikel 14(5)
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 15:12


Lebende Forenlegende


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Wegen der Kurven wurden Vorspannlokomotiven unnötig??
    
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AK1
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 18:37


König


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Wer sagt, denn, dass Vorspann im Mangfalltal nötig war? Das bezieht sich auf die Strecke München-Mühldorf-Linz, die aus dem Grund nicht mehr für Fahrten Richtung Wien genutzt wurde (und wird - ist ja nach wie vor die kürzeste Verbindung).
Die Mangfalltalbahn war wohl von Anfang an für zweigleisigen Ausbau vorgesehen, das hat sich dann nur aufgrund der Strecke über Grafing erübrigt, aber möglich wäre das sicher gewesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mangfalltalbahn

Bearbeitet von AK1 am 11 Feb 2018, 18:39
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 18:56


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 9549




Na das oben genannte Zitat sagt das.
    
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hmmueller
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 19:04


König


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QUOTE (AK1 @ 11 Feb 2018, 19:37)
Die Mangfalltalbahn war wohl von Anfang an für zweigleisigen Ausbau vorgesehen, ...

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ... das habe ich einfach übersehen - danke.

QUOTE

Wegen der Kurven wurden Vorspannlokomotiven unnötig??

Nein, wegen der Kurven der Mangfallbahn (denke ich) ist diese topografisch ungünstiger (würde ich denken). Das mit den Vorspannlokomotiven kapier ich eben nicht - wo wurde auf der Verbindung über Holzkirchen überhaupt Vorspann gebraucht? (hat jemand irgendwo einen Längsschnitt)?

Auch auf der Grafinger Strecke wird wohl keiner gebraucht worden sein - "gefühlsmäßig" (was anderes habe ich nicht) ist Kirchseeon...Aßling(...Ostermünchen?) ein Anstieg und umgekehrt von Rosenheim rauf bis ein Stück vor Großkaro einer von irgendwas unter 10 Promille - jedenfalls wär's betriebstechnisch auch in den 1860ern superblöd gewesen, hier Vorspannstrecken einzuplanen ... daher eben kapier ich das mit dem Vorspann überhaupt nicht ...

H.M.


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AK1
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 19:10


König


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QUOTE (Cloakmaster @ 11 Feb 2018, 18:56)
Na das oben genannte Zitat sagt das.

Nein, das Zitat oben sagt nur, dass über Grafing kein Vorspann nötig war. Wie gesagt, die Strecke wird mit der über Mühldorf verglichen:

Am 1. Juni 1871 wurde die Bahnstrecke München–Mühldorf–Linz in Betrieb genommen. Von nun an sollte der ganze Verkehr nach Wien über diese Strecke laufen, da diese kürzer war. Am 15. Oktober 1871 wurde die Bahnlinie München–Grafing–Rosenheim eröffnet. Diese war eine topografisch günstigere Strecke, die den Einsatz von Vorspannlokomotiven unnötig machte.
    
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spock5407
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 20:10


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Sicher, dass dies nicht einfach dem Anschluss Salzburgs geschuldet war?

Btw, welche Neigung hats eigentlich von Bergen rauf unter der A8 durch?

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hmmueller
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 20:19


König


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QUOTE (AK1 @ 11 Feb 2018, 20:10)
Nein, das Zitat oben sagt nur, dass über Grafing kein Vorspann nötig war. Wie gesagt, die Strecke wird mit der über Mühldorf verglichen:

Am 1. Juni 1871 wurde die Bahnstrecke München–Mühldorf–Linz in Betrieb genommen. Von nun an sollte der ganze Verkehr nach Wien über diese Strecke laufen, da diese kürzer war. Am 15. Oktober 1871 wurde die Bahnlinie München–Grafing–Rosenheim eröffnet. Diese war eine topografisch günstigere Strecke, die den Einsatz von Vorspannlokomotiven unnötig machte.

Ah - jetzt versteh ich Deine Interpretation, was da wie zusammenhängen soll. Wobei - wo auf der Mühldorfer Strecke braucht man Vorspann??? - und irgendwie ist der Vergleich von München-Mühldorf unter dem Lemma Salzburg-Rosenheim eigentlich ziemlich daneben ... und vielleicht auch meine ganze Diskussion, weil sowohl Mangfalltal wie Grafing ja außerhalb dieser Strecke liegen ...

H.M.


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spock5407
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 20:27


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Simbach - Ried - Neumarkt-Kallham hat lt. Wiki auch max. 12 Promille.

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AK1
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 20:34


König


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Keine Ahnung, wo man den Vorspann brauchen könnte... Wobei das ja irgendwo zwischen München-Ost und Linz sein kann. Auch wenn es irgendwo in Österreich ein Steilstück gibt, spricht das für die Fahrt über Salzburg.

@spock5407 Die Anbindung Salzburgs ist unzweifelhaft auch ein wichtiges Argument für die südliche Variante. Was damals das Entscheidende war, weiß ich nicht...
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 11 Feb 2018, 23:24


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Wohnort: ja


Das Thema Vorspann muss man vielleicht im historischen Kontext sehen. Zwischen 1850 und 1910 stiegen die Zuglasten, aber auch Traktionsleistung und Gewicht der Lokomotiven enorm an. Ohne jetzt den konkreten Fall zu kennen, vielleicht ließ die Mangfalltalbahn noch nicht den Einsatz von neueren und damit schwereren Maschinen zu, sodass man die Züge mit Vorspann führen musste. Der beim Eisenbahnunglück in Röhrmoos 1889 verunglückte Schnellzug hatte zwei Lokomotiven an der Spitze. Es kann durchaus sein, dass irgendwo mal eine kurze Steigung mit Vorspann gefahren wurde, gerade als die Züge immer schwerer wurden, wo man sich das heute nicht vorstellen kann. Früher waren die Dimensionen ganz anders. Noch heute gibt es Strecken, wo man nur mit 2x 211 (15,5 t Achslast), aber nicht mit 218 (20 t) fahren kann, z.B. wenn man einen schweren Zug über die Wutachtalbahn bringen wollen würde. Obwohl die Strecke relativ flach ist, wäre aufgrund der eingeschränkten Streckenklasse unter Umständen die Bespannung mit zwei leichten Lokomotiven notwendig. Eine schwere geht einfach nicht.

Das Problem mit zu niedrigen Streckenklassen gab es ja bis weit ins 20. Jahrhundert rein sogar auf Hauptbahnen. Deswegen hatte noch die DRG als Schnellzugloks für 120 km/h neben der 01/02 (20,2 t Achslast) auch die 03 (17,7 bis 18,3 t) in ihrem Einheitsprogramm drin und die eigentlich nicht mehr taufrische bayerische 18.4 (16,8 t) bis 1931 weitergebaut.

Bearbeitet von Rohrbacher am 11 Feb 2018, 23:29

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hmmueller
  Geschrieben am: 14 Feb 2018, 09:36


König


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Mitglied seit: 22 Apr 11
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QUOTE (Rohrbacher @ 12 Feb 2018, 00:24)
... Streckenklassen ...

Oh ja - das kann (wird) natürlich (auch) ein Grund sein: Tatsächlich sieht man auf vielen sehr alten Fotos Doppeltraktionen, wo steigungsmäßig keine nötig sind, fällt mir auf - zumindest auf den Bildern, die ich von österreichischen Eisenbahnen kenne. Woher die Info in der WP stammt und ob dort mehr dazu geschrieben steht, wär trotzdem interessant ... aber so einfach ist die Sache also nicht. Besten Dank!

(Sorry für späte Reaktion, war 2 Tage nicht am Internet)

H.M.


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Markus
  Geschrieben am: 1 May 2020, 18:03


Routinier


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Alter: 42
Wohnort: Holzkirchen


Wo an der Strecke München - Rosenheim kann man gut mit einem 4-Jährigen Güterzüge schauen?

Mein Großer hat die stetigen Meridian-Züge an der Strecke Holzkirchen - Rosenheim satt. BOB und S-Bahnen sind auch langweilig.

Der "österreichische ICE" (Railjet) steht auch hoch im Kurs bei ihm.

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 1 May 2020, 18:16


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Alter: 26
Wohnort: GR


Südlich vom Bahnhof Aßling, etwa 5 Gehminuten entfernt, gibt es westlich der Strecke einen kleinen Hügel, von dem aus man einen netten Blick auf die Strecke hat und von wo aus sich auch Fotos anbieten, (falls ältere Begleiter da Interesse dran haben... wink.gif ).

(Ich hoffe, da sieht's noch so aus wie 2013...)

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Markus
  Geschrieben am: 9 May 2020, 12:08


Routinier


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Wohnort: Holzkirchen


QUOTE (TramBahnFreak @ 1 May 2020, 19:16)
Südlich vom Bahnhof Aßling, etwa 5 Gehminuten entfernt, gibt es westlich der Strecke einen kleinen Hügel, von dem aus man einen netten Blick auf die Strecke hat und von wo aus sich auch Fotos anbieten, (falls ältere Begleiter da Interesse dran haben... wink.gif ).

(Ich hoffe, da sieht's noch so aus wie 2013...)

Vielen Dank für den Tipp. Wir fahren das heute Nachmittag an.
Auf Google Maps konnte ich das ausfindig machen. smile.gif

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