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Zukunft der Bahn, Sammelthema um die Zukunft der Bahn [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 15:41


Lebende Forenlegende


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Laut einem Artikel des Spiegels (vollständiger Artikel morgen als Print)
Laut diesem Artikel will die Bahn beabsichtigten Streckenstilllegungen stoppen und eine Arbeitsgruppe für Reaktivierungen einsetzen.
Auch Pofalla zeigt sich reuig
QUOTE
"Wir brauchen in Deutschland jeden Kilometer Gleis, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen und das System Schiene robuster zu machen", sagte der Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla dem SPIEGEL.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 16:09


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Wenn es so kommt, eine gute Sache. Das ist innerhalb der DB aber keine neue Erkenntnis, das wussten die schon immer. Aber scheinbar ist der Bund neuerdings wieder bereit, das ganze auch zu unterstützen und zu finanzieren.

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 16:14


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QUOTE (Rohrbacher @ 6 Dec 2019, 17:09)
Wenn es so kommt, eine gute Sache. Das ist innerhalb der DB aber keine neue Erkenntnis, das wussten die schon immer. Aber scheinbar ist der Bund neuerdings wieder bereit, das ganze auch zu unterstützen und zu finanzieren.

Na das wird jetzt aber spannend. Jeder "Meter Gleis" nützt ohne Oberleitung eher nur wenig.
Da wird man dann auch Elektrifizierungen durchsetzen = bezahlen müssen.

Aktuell läuft da ein Interessantes Projekt mit der Kurve Kassel, die Anwohner in Kassel wollen lieber die Elektrifizierung einer alten nördlichen Strecke über Northeim. Unter der neuen Prämisse müsste eigentlich auch die Bahn dafür sein, denn mehr Stabilität im Netz schafft man durch mehr vorhandene Routen und nicht dadurch, wenn man schon belastete Streckenteile durch ne Kurve verbindet.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 16:34


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QUOTE (Metropolenbahner @ 6 Dec 2019, 16:14)
Na das wird jetzt aber spannend. Jeder "Meter Gleis" nützt ohne Oberleitung eher nur wenig.
Da wird man dann auch Elektrifizierungen durchsetzen = bezahlen müssen.

Das sehe ich nicht so. Gerade kommen immer mehr Loks auf den Markt mit Fähigkeit die letzte Meile ohne Oberleitung zu überwinden, Triebwagen dito.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 16:58


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QUOTE (Iarn @ 6 Dec 2019, 17:34)
QUOTE (Metropolenbahner @ 6 Dec 2019, 16:14)
Na das wird jetzt aber spannend. Jeder "Meter Gleis" nützt ohne Oberleitung eher nur wenig.
Da wird man dann auch Elektrifizierungen durchsetzen = bezahlen müssen.

Das sehe ich nicht so. Gerade kommen immer mehr Loks auf den Markt mit Fähigkeit die letzte Meile ohne Oberleitung zu überwinden, Triebwagen dito.

Jaein ... stimmt schon, es gibt jetzt die Vectron-Dual für Güterzüge, aber ob 2MW Leistung reichen, um die Steigungen der Altstrecken bewältigen zu können? Da steigt dann der Dieselverbrauch auch schnell an, wobei die Tanks bei den Dual-Loks systembedingt kleiner sind.

Also längere Abschnitte sollte man schon elektrifizieren, denn dann kann man auf den dortigen Stichstrecken auch eher Akku-ETs einsetzen. Ich denke das wäre ein guter Kompromiss.

Schau Dir z.B: den konkreten Fall Altenbeken - Northeim - Nordhausen an, das ist zu lange und es gibt dort auch ne Menge - teilweise stillgelegter Anschlussstrecken, bei denen sich dann ein kurzer Diesel/Akku-Einsatz rentieren würde.

Ähnlich Marktredwitz-Regensburg, das nicht zu elektrifizieren wäre ebenfalls suboptimal.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 6 Dec 2019, 16:59
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 17:02


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Altenbeken - Northeim - Nordhausen sowie Marktredwitz-Regensburg sind doch keine Reaktivierungsstrecken.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 17:07


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QUOTE (Iarn @ 6 Dec 2019, 18:02)
Altenbeken - Northeim - Nordhausen sowie Marktredwitz-Regensburg sind doch keine Reaktivierungsstrecken.

Jein, bei Altenbeken-Nordhausen wurde teilweise ein Gleis abgebaut.
Aber in dem Fall gings mir jetzt auch eher um die nötige Elektrifizierung.

Aber gut - wäre dann die Frage, ob richtig stillgelegte Verbindungen überhaupt so wichtig / lang genug wären, um eine Elektrifizierung zu rechtfertigen. Wohl eher nicht.

Hier noch die Übersicht der Allianz pro Schiene, auf deren Basis die Bahn Reaktivierungen prüfen will.

https://www.allianz-pro-schiene.de/wp-conte...n_Broschüre.pdf
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 17:08


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QUOTE (Metropolenbahner @ 6 Dec 2019, 17:14)
Na das wird jetzt aber spannend. Jeder "Meter Gleis" nützt ohne Oberleitung eher nur wenig.

Schon im dritten Beitrag... uff... ja, natürlich brauchen wir im besten Fall ein durchelektrifiziertes Netz.

Aber selbst ein uralter Dieselzug hat eine bessere Energieeffizienz als die gleiche Transportleistung in Pkw. Wenn in einem 628 nur 10 Leute sitzen, ist der CO2-Ausstoß im Mittel schon nicht mehr höher als wenn 10 duchschnittliche Diesel-Pkw fahren! Im Mittelwert über den Tag schaffen diese Quote wohl echt auch die hintersten Nebenstrecken deutlich zu unterbieten. Natürlich wäre es noch besser, wenn die Strecke elektrifiziert wäre. Aber ein Dieselzug ist in der Fläche besser als gar kein Zug. Das gilt für Personen- und vor allem auch für den Güterverkehr. Wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich erst ein vollelektrifiziertes Bahnnetz haben will oder statt der heute nur noch ca. 2000 wieder über 10.000 Güteranschlüsse, würde ich letzteres nehmen. Deren Nutzung würde für's erste deutlich mehr CO2 einsparen. Der Schritt vom Straßenverkehr überhaupt auf die Eisenbahn ist viel größer als der Schritt vom 628/648/650 auf ET.

QUOTE (Iarn @ 6 Dec 2019, 17:34)
Gerade kommen immer mehr Loks auf den Markt mit Fähigkeit die letzte Meile ohne Oberleitung zu überwinden

Das ist bis auf die Rangierloks zur Zustellung von Güterwagen in teils aus technischen Gründen nicht regulär zu elektrifizierenden Anschlüssen nix weiter als eine ausdrückliche Übergangstechnik oder schlicht politisch motivierte Symbolik. Zwei Antriebe sind immer teurer, aufwändiger und schwerer als die reine fahrleitungsabhängige E-Traktion, also im Grunde nie der anzustrebende Optimalfall. Hybridzüge sind gerade im SPNV ein Symptom für den schlechten Zustand des Netzes, Planungsfehler oder ähnliches! Ähnlich wie Züge mit "Kompromisshöhe" am Einstieg, die am Optimum vielleicht näher dran sind, aber dennoch keinen barrierefreien Zugang haben. Umspurbare Züge ersetzen auch nicht den Optimalfall, dass man sich mal auf eine Spurweite geeignet hat, sondern sind letztlich nur das Rumdoktorn an einem weiter vorhandenen Problem.

Grundsätzlich bleibt's aber natürlich dabei, selbst eine hybridangetriebene Umspurbahn sollte fast immer die bessere Klimabilanz haben, ist also am Optimum näher dran als der Straßenverkehr. Wenn man mal im Personenverkehr von einer durchschnittlichen Auslastung zwischen 5 und 20 Personen absieht, wo es in Bayern ganz nebenbei eindeutig an Regionalbussen mangelt, deren Fahrgäste die Züge ggf. zu reaktivierender Bahnstrecken füllen könnten.

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 Dec 2019, 23:33


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QUOTE (Rohrbacher @ 6 Dec 2019, 18:08)
Aber selbst ein uralter Dieselzug hat eine bessere Energieeffizienz als die gleiche Transportleistung in Pkw. Wenn in einem 628 nur 10 Leute sitzen, ist der CO2-Ausstoß im Mittel schon nicht mehr höher als wenn 10 duchschnittliche Diesel-Pkw fahren!

Jaja, keine Gegenrede, das ist mir schon bewusst, die Frage war vor dem Hintergrund zu sehen, dass Pofalla meinte, dass man die stillgelegten Strecken für mehr Robustheit des Systems Schiene bräuchte.
Da hilft es bei der Streckensperrung aber halt nichts, wenn der E-Güterzug nicht über die unektrifizierte Trasse umgeleitet werden kann. Planverkehr mit Hybridloks geht natürlich, aber wie viele gibts davon bisher in D?

Ansonsten:
QUOTE
Laut einem Artikel des Spiegels (vollständiger Artikel morgen als Print)

Der vollständige Artikel unterscheidet sich vom Onlineartikel um ein einziges, unwichtiges Wort am Schluss ("... abgesagt worden"). Also nur dafür rentiert der Kauf leider nicht.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 7 Dec 2019, 08:56


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Danke für den Bericht zum Print Artikel.

Ich glaube der Satz von Pofalla war nicht wörtlich zu nehmen. Von Stilllegung betroffen sind ja eher Stichstrecken, die wenig als Umleiter beitragen können. Die wenigen Ausnahmen sind Strecken die nach dem zweiten Weltkrieg stillgelegt würden oder gar durch Brücken Sprengungen im zweiten Weltkrieg zerstört.
Man wollte halt ein griffiges Argument um die Kehrtwende zu erklären. Insofern verzeihe ich ausnahmsweise sogar Pofalla für seine Unaufrichtigkeit.
    
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JeDi
  Geschrieben am: 7 Dec 2019, 11:42


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QUOTE (Iarn @ 7 Dec 2019, 08:56)
Von Stilllegung betroffen sind ja eher Stichstrecken, die wenig als Umleiter beitragen können. Die wenigen Ausnahmen sind Strecken die nach dem zweiten Weltkrieg stillgelegt würden oder gar durch Brücken Sprengungen im zweiten Weltkrieg zerstört.
Man wollte halt ein griffiges Argument um die Kehrtwende zu erklären. Insofern verzeihe ich ausnahmsweise sogar Pofalla für seine Unaufrichtigkeit.

Warum steht dann die Stilllegung von sowas wie Mayenburg-Priemerburg sehr konkret im Raum? Was ist das, wenn keine Umleitungsstrecke in Richtung Seehafen Rostock?

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trans Revolution! Fight the Cistem!
    
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Iarn
  Geschrieben am: 7 Dec 2019, 12:56


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Von dieser Stillegung wusste ich nichts, aber ja tatsächlich wäre dies wohl eine der (in meinen Augen immer noch wenigen) Strecken, die Tatsächliche keine Erschließungs sondern auch eine Bypass Funktion haben könnten und von Stilllegung bedroht sind.
    
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ET 415
  Geschrieben am: 14 Jan 2020, 14:28


Doppel-Ass


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Es gibt mal wieder ein Milliardenpaket für das Schienennetz der DB. Das wie vielte Paket ist das eigentlich, mit dem "alles besser werden soll", aber von dem man außer großmündigen Ankündigungen nichts merkt?
    
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 14 Jan 2020, 16:32


Kaiser


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Beiträge: 1024




@Rohrbacher
Es kommt immer darauf an wohin man möchte. Wenn man jemanden 3 Dörfer weiter besuchen möchte kommt man um sein eigenen Kraftwagen schwer aus.
Ich kenne natürlich nicht jede Strecke in DE aber was Ich aus div. Reisen in div. Länder weiss der Bahnhof bzw die Bahnstrecke liegt oft weit weg vom Dort.
Auch aus den Grund gibt es genug Bahnstrecken wo der Zug leider leer herum fährt während der Parallel Bus oft voll ist. Die einzige Lösung wäre es hier eine komplett neue Regio-Tram Strecke zu bauen die durch das Dort fährt und nicht viele km entfernt.

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🚨 Nur ein kleines Forum. Nichts spezielles. Einfach ignorieren. 🚨
    
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eisenbahnn
  Geschrieben am: 14 Jan 2020, 17:15


Doppel-Ass


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Mitglied seit: 15 Dec 19
Beiträge: 100




Die Bahn ist in NRW zu einer Katastrophe verkommen. Täglich auf der S1 S3 Verspätungen.
    
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