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Transportsystem Bögl, Nahverkehr Schwebebahn [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 10:49


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 17433




Handelsblatt Mittelständler baut Magnetbahn für chinesischen Nahverkehr

QUOTE
Die Baufirma Max Bögl hat für den Nahverkehr eine Schwebebahn mit Magnetbahntechnik entwickelt – und hofft vor allem auf den chinesischen Markt.


Statt auf Geschwindigkeit (nur max 150km/h) soll es auf geringe Kosten ausgelegt werden.
QUOTE
Zudem können die tonnenschweren, zwölf Meter langen Fahrwegsegmente aus Betonfertigteilen in einer Art Baukastenprinzip industriell in Sengenthal in der Oberpfalz gefertigt werden.
Anders als beim Transrapid, dessen Fahrzeug den Fahrweg umfasste, umschließt beim TSB der Fahrweg das Fahrwerk. So ist der Betrieb leiser und Menschen können näher an die Strecke heran.

QUOTE
Laut Branchenschätzungen dürfte der Bau einer aufgeständerten zweigleisigen Strecke pro Kilometer etwa 50 Millionen Euro kosten. „Damit ist der Bau deutlich günstiger als eine U-Bahn und liegt auf Augenhöhe mit konventionellen Personentransport-Systemen“, sagt Bögl. Bei einer U-Bahn seien schnell 300 Millionen Euro für einen Doppelkilometer fällig.


Ich habe so den leisen Verdacht, dass es bei den vier Millionen aus dem tz Artikel um eine Förderung dieser Technologie geht:
QUOTE
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat der Bund in der Nacht auf Donnerstag vier Millionen Euro in den Etat des Verkehrsministeriums aufgenommen, um eine Magnetschwebebahn auf dem Flughafen-Areal – formal gilt das nicht als Hochgeschwindigkeits-„Transrapid“ - zu prüfen.


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spock5407
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 11:03


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 10 Jul 2018, 11:49)
Ich habe so den leisen Verdacht, dass es bei den vier Millionen aus dem tz Artikel um eine Förderung dieser Technologie geht.

Jo; denn auf dem Flughafen tut es ein Peoplemover oder ein VAL-System auch.

Man könnte jetzt gar nicht auf die Idee kommen, dass hier die lokale Firmen gefördert werden sollen. Oder eine positive Grundhaltung zu einer gewissen Partei gepflegt wrden soll. ph34r.gif

Bearbeitet von spock5407 am 10 Jul 2018, 11:08

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Balduin
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 11:10


Kaiser


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Mitglied seit: 7 Mar 10
Beiträge: 1099




Hochbahn ist natürlich billiger als U-Bahn. Hat aber noch mehr Akzeptanzprobleme, zumindest in unseren Breiten.

Verstehe ich das richtig, der Preis/km liegt schlussendlich in der gleichen Größenordnung wie eben eine konventionelle Stadtbahn in Hochbahnlage (z.B. wie in Köln an einigen Stellen)?
Durch höhere Geschwindigkeit etc. wäre dann natürlich das Preis/Leistungsverhältnis gegenüber denen besser.

Wäre in diesem Fall ja auch für deutsche Großstädte interessant, zumindest für Ergänzungslinien im Außenbereich als Ring- bzw. Tangentialstrecken. Aber beim Thema ÖPNV herscht leider an den entscheidenden Stellen dermassen geistige Windstille, dass solche Innovationen kaum realistisch erscheinen....

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 12:02


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Beiträge: 3021




QUOTE (Balduin @ 10 Jul 2018, 12:10)
Verstehe ich das richtig, der Preis/km liegt schlussendlich in der gleichen Größenordnung wie eben eine konventionelle Stadtbahn  in Hochbahnlage (z.B. wie in Köln an einigen Stellen)?
Durch höhere Geschwindigkeit etc. wäre dann natürlich das Preis/Leistungsverhältnis gegenüber denen besser.

Der Fahrweg kostet ungefähr genausoviel, aber zu den Fahrzeugkosten samt laufender Kosten (Stromverbrauch!) haben die nichts gesagt.
Ich wär da weiter vorsichtig ... Preisfrage wäre außerdem, ob die Weichenproblematikproblematik besser als beim Transrapid gelöst wurde.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 10 Jul 2018, 12:10
    
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mmouse
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 12:07


Kaiser


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Wohnort: München


QUOTE (Metropolenbahner @ 10 Jul 2018, 12:02)
Preisfrage wäre außerdem, ob die Weichenproblematikproblematik besser als beim Transrapid gelöst wurde.

Fairerweise muss man sagen, dass Bögl offenbar einiges verändert/weiterentwickelt hat gegenüber dem Transrapid.

So umfasst jetzt - anders als beim Transrapid - z.B. der Fahrweg das Fahrzeug, was wohl auch die Weichen-Konstruktion deutlich einfacher machen dürfte.

Zum prognostizierten Energie- und Ressourcenverbrauch (Kupfer...) würde ich auch gerne mehr erfahren.

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Ein Vier-Milliarden-Tunnel ist kein Ersatz für ein sinnvolles Nahverkehrskonzept.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 12:12


Lebende Forenlegende


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QUOTE (mmouse @ 10 Jul 2018, 13:07)
Fairerweise muss man sagen, dass Bögl offenbar einiges verändert/weiterentwickelt hat gegenüber dem Transrapid.

So umfasst jetzt - anders als beim Transrapid - z.B. der Fahrweg das Fahrzeug, was wohl auch die Weichen-Konstruktion deutlich einfacher machen dürfte.

Ja ist mir auch aufgefallen, anscheinend gibts da auch nur 1 Magnet in der Mitte anstatt 2 links und rechts. Sollte die Weichen vereinfachen, aber solange man nichts genau weiss, muss man vorsichtig sein.

Einzigen Vorteil den ich im Moment sehe, wäre die Möglichkeit relativ billig ne Trasse über ner bestehenden Ringautobahn / Straße zu schaffen. Da könnte man z.B. die alte Transrapidstrecke wieder hernehmen und anstatt des sauteuren Tunnels bis zum Olympiapark die Landshuter Allee überspannen, anstatt zu untergraben, aber selbst wenn die neue Maglev leiser sein soll, würden die Anwohner da sicher auch auf die Barrikaden gehen.
    
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Balduin
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 12:39


Kaiser


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Ja schlussendlich hat man wohl den alten Transrapid konsequent abgespeckt in Hinblick auf geringere Geschwindigkeit.

Bzgl. Kosten: Für den FV-Transrapid wurde ja auch gerne damit geworben, dass das Gesamtpaket Strecke + Fahrzeuge eigentlich billiger sei gegenüber konventioneller NBS + ICE. Natürlich, besonders mit so vielen Jahren Abstand jetzt nur bedingt nachvollziehbar ob es stimmt.

Aber evtl. sehen wir es ja eben jetzt beim Nahverkehr, ob so ein System das hält was es verspricht.

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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 10 Jul 2018, 18:25


Haudegen


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Beiträge: 504




QUOTE
Jo; denn auf dem Flughafen tut es ein Peoplemover oder ein VAL-System auch.
Der VAL fährt ja schon seit Jahren sehr erfolgreich. biggrin.gif

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rabauz
  Geschrieben am: 11 Jul 2018, 02:23


Routinier


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Mitglied seit: 25 Jun 07
Beiträge: 418




Da kommt mir doch eine Verbindung etwa vom Flughafen nach Freising oder Garching in den Sinn ....
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 12 Jul 2018, 14:04


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3021




Boegl hat jetzt ne HP mit mehr Infos:

http://www.transportsystemboegl.com

Die techn. Daten sind hier
https://www.max-boegl.de/produkt/tsb/systemdaten.html

Angeblich sehr leise ("Nahezu geräuschlos und elegant gleitet das TSB über den Fahrweg.") und 10% Steigfähigkeit. Hört sich damit eigentlich gut an, das wäre damit schon ne Alternative zu den Seilbahnen auf der +1 Ebene über Fahrbahnen.

Außerdem soll in China eine 3,5km Teststrecke gebaut werden:
https://www.max-boegl.de/produkt/tsb/news.html#

Infos zu Weichen sind dagegen immer noch keine zu finden.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 12 Jul 2018, 14:07
    
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Iarn
  Geschrieben am: 12 Jul 2018, 14:05


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 17433




Danke für die Info!

QUOTE (Metropolenbahner @ 12 Jul 2018, 14:04)
Infos zu Weichen sind dagegen immer noch keine zu finden.

Gut am Flughafen könnte man evtl einen Rundkurs fahren, so dass man die Weichen nur zur Wartung bräuchte.

Bearbeitet von Iarn am 12 Jul 2018, 14:05

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mmouse
  Geschrieben am: 12 Jul 2018, 16:56


Kaiser


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Sehr interessante Links.

Mir sieht das so aus als hat Bögl wirklich konsequent versucht, die Schwächen des Transrapid-Systems zu beheben - wofür sich das Transrapid-Konsortium ja in ca. 30 Jahren Entwicklung zu fein war...

Bögl verwendet offenbar einen Kurzstator-Linearmotor (Transrapid: Langstator). Dafür braucht man meines Wissens dann zwar eine "aktive" Streckentechnik, spart sich aber tausende Kilometer Kupferdraht als Spule im Fahrweg.

Dann hat man sich von ein paar sinnlosen Superlativen verabschiedet: Leergewicht 18 Tonnen statt 170 Tonnen (!) bei ungefähr gleicher Fahrgastkapazität, Vmax im Normalbetrieb 150km/h statt 350-420 km/h. Mit entsprechend schlankerer Fahrstrecken-Konstruktion und geringerem Energieverbrauch. Dazu ein Kurvenradius von angeblich nur >45m - der Transrapid braucht bei Langsamfahrt schon mindestens 300m Radius, bei 200km/h wären es dann 900m.

Zum Thema Weiche bin ich auch gespannt auf einen funktionierenden Prototypen. Wenn ich mir den Bögl-Fahrweg so angucke, dann sollte das Problem aber signifikant einfacher zu lösen sein als mit dem Transrapid-Fahrweg. Zum Beispiel ähnlich wie bei der Berliner M-Bahn damals.


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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 12 Jul 2018, 21:38


Lebende Forenlegende


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QUOTE (mmouse @ 12 Jul 2018, 17:56)
Bögl verwendet offenbar einen Kurzstator-Linearmotor (Transrapid: Langstator). Dafür braucht man meines Wissens dann zwar eine "aktive" Streckentechnik, spart sich aber tausende Kilometer Kupferdraht als Spule im Fahrweg.

Ne, aktiv ist die Streckentechnik doch beim Langstator, der zieht den Zug. Beim Kurzstator muss das Fahrzeug angetrieben werden, das muss dann irgendwie an Energie kommen. Oder hast Dus so gemeint?
QUOTE

Zum Thema Weiche bin ich auch gespannt auf einen funktionierenden Prototypen. Wenn ich mir den Bögl-Fahrweg so angucke, dann sollte das Problem aber signifikant einfacher zu lösen sein als mit dem Transrapid-Fahrweg. Zum Beispiel ähnlich wie bei der Berliner M-Bahn damal


Jein, die M Bahn hatte ja auch Langstatoren. Denke mal, Bögl wird Stromschienen anwenden, um das Fahrzeug zu versorgen. Die müsste man dann bei Weichen ebenfalls berücksichtigen. Vermutlich kein Hexenwerk, aber nach wie vor heißts abwarten.

@Iarn:
QUOTE

Gut am Flughafen könnte man evtl einen Rundkurs fahren, so dass man die Weichen nur zur Wartung bräuchte.


Ja das wär dann natürlich das Optimum. Mal schauen wie leise das Teil bei 150 km/h ist, eventuell wärs wirklich was bis nach Dachau, wenn man bestehende Straßen einfach nur überbauen würde. Der fahrerlose Betrieb ist auch kein unwichtiger (Kosten)punkt.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 12 Jul 2018, 21:50
    
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mmouse
  Geschrieben am: 13 Jul 2018, 01:43


Kaiser


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Wohnort: München


QUOTE (Metropolenbahner @ 12 Jul 2018, 21:38)
Ne, aktiv ist die Streckentechnik doch beim Langstator, der zieht den Zug. Beim Kurzstator muss das Fahrzeug angetrieben werden, das muss dann irgendwie an Energie kommen. Oder hast Dus so gemeint?

Nee, ich hab einfach was durcheinandergeworfen. Meine Magnetbahn-Kenntnisse sind wohl ziemlich angestaubt huh.gif

Also den Nachteil des Langstators, nämlich den Kupferverbrauch durch die endlosen Spulen im Fahrweg, vermeidet man durch den Kurzstator.

Der Nachteil des Kurzstators ist die notwendige Stromzuführung zum Fahrzeug. Schleifkontakte haben Verschleiß, machen Lärm und begrenzen die mögliche Geschwindigkeit. Wobei unklar ist, wie man das bei Bögl jetzt konkret gelöst hat.


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bestia_negra
  Geschrieben am: 13 Jul 2018, 07:02


Kaiser


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QUOTE (mmouse @ 13 Jul 2018, 01:43)
Nee, ich hab einfach was durcheinandergeworfen. Meine Magnetbahn-Kenntnisse sind wohl ziemlich angestaubt huh.gif

Also den Nachteil des Langstators, nämlich den Kupferverbrauch durch die endlosen Spulen im Fahrweg, vermeidet man durch den Kurzstator.

Der Nachteil des Kurzstators ist die notwendige Stromzuführung zum Fahrzeug. Schleifkontakte haben Verschleiß, machen Lärm und begrenzen die mögliche Geschwindigkeit. Wobei unklar ist, wie man das bei Bögl jetzt konkret gelöst hat.

Man könnte ja eine Oberleitung drüberhängen... tongue.gif

Oder Akkus/Supercaps mit Nachladung an den halten...
    
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