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EasyDor
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 11:08


Lebende Forenlegende


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Mir brennt dieses Thema schon lange unter den Fingern und ich würde einfach mal gerne eure Meinung dazu hören...

Ich finde nämlich, dass man es hier in den letzten Jahren doch deutlich übertreibt...

So muss es in zweiteiligen Fahrzeugen ein behindertengerechtes WC geben, selbst wenn diese auf Strecken fahren wo eine Fahrt selten länger als eine halbe Stunde dauert - ich nehme an da überlegt sich jeder Rollifahrer 2x ob er sich das antut, zumal er ja überhaupt erst in den Zug kommen muss, Rampen etc gibts selten.
Das Ergebnis ist hier aber, dass ein fast Viertel des Zuges für das Klo drauf geht und dieser Platz den 99,9999999% der Fahrgäste ohne Rollstuhl fehlt.

Ein weiterer Punkt sind gelbe Haltestangen die sich verbreiten wie der Löwenzahn in derselben Farbe.
Mir ist klar dass man wichtige Punkte für Sehbehinderte mit grellen farblichen Akzenten markieren muss damit diese auffallen. Aber wenn dann aus Kostengründen einfach alle Stangen inkl. der Halterung des Fahrkartenautomaten in gelb bestellt werden, dann habe sogar ich mit guten Augen manchmal bei schwierigem Licht in einer Bremssituation (Bus) die nächste Stange zu erwischen, so gut der Kontrast zwischen Grau und Gelb ist, so mies ist er zwischen Gelb und Gelb. So finden sich in solchen Bussen auch die Haltewunschtasten deutlich schwieriger - für normal sehende - wie ist das dann erst bei Leuten mit einer Einschränkung?!
So wie es die MVG bei ihren Bussen macht ist eigentlich perfekt - einfach im Bereich der Haltewunschtaster 30cm Gelb der Rest Grau. Das sieht obendrein auch einfach viel besser aus...

Schiebetritte... Braucht es sowas wirklich? Damit verlängert man die Haltezeit ungemein und überbrückt einen Spalt von 10cm......

Und zu guter letzt noch die Bahnhofsumbauten... Jedes - sorry - Kuhkaff muss bei einem Umbau eine Unterführung mit zwei oder mehr Aufzügen bekommen.
Was ist das Ergebnis? Man macht besser nur das nötigste um den Bestandsschutz zu behalten.
Und das ist leider nicht nur bei Bahnhöfen so sondern allgemein im öffentlichen Raum... Ich kenne eine Stelle da "surfen" die Leute den Hang runter um zum darunter liegenden Fußweg zu kommen den man auf normalem Wege nur mit einem Umweg von einem Kilometer erreicht. Man würde gerne eine Treppe bauen, müsste aber eine Rampe bauen (was dort nicht passt) und so passiert seit Jahren nichts. Also es passiert schon was und zwar brechen sich Leute die Füße oder knallen unten gegen das Geländer hinter dem Fußweg. Ist das sinnvoll?

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Geld ist wie Mist: Wenn alles auf einem Haufen ist stinkt es und lockt Ungeziefer an. Wenn es allerdings auf dem Land verteilt wird sorgt es für blühende Landschaften.
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 14:07


Lebende Forenlegende


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Sind halt EU-Vorgaben, die für alle EU-Länder gelten, unabhängig davon, wie viel oder wenig Unterschied das zu den vorherigen, nationalen Vorgaben macht und daher mehr oder weniger sinvoll bzw. sinnlos. Was in Frankreich eh schon teilweise Standard war, kann für Bulgarien eine spürbare Verbesserung sein.
Daher sind pauschale Einheitsregelungen oft nicht sinnvoll, aber wenn es Ausnahmen gibt, wollen alle ihre Ausnahmen und man kann es einfach bleiben lassen, wobei das manchmal in der Tat besser wäre.

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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hmmueller
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 14:28


König


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Wohnort: Grafing


Einmal ganz grade gefragt: Mit vielen Rollstuhlfahrern bist Du schon unterwegs gewesen, in Bus und S-Bahn, in der Stadt und am Land?

Ich kenn eine Handvoll oder so, und außerdem helf ich jedem, der's braucht - da lernt man viele Leute kennen: Da ist man für einige Dinge dankbar (v.a. erst einmal Platz, dann klarerweise jeden Aufzug, aber eben manchmal auch Schiebe- oder Klappplatten).

Fahr einmal nach Steinhöring, ins Betreuungszenrum (dort gibt's coole Feste - z.B. auch wenn wir mit unserer Band auftreten ;-)), und schau einmal, was an Aufwand nötig ist, wenn man mechanisch und evtl. auch geistig sich schwer tut mit der Welt: Da sind die Leute selber, die Betreuer, die Familien heilfroh über jede Möglichkeit und Erleichterung.

Wo Du meinst, dass es manchen Stellen zuviel ist, wird es eine ganze Reihe geben, die erklären können, wieso's dort oder da oder hier zuwenig ist - es wird auch keine "ideale Ausstattung" geben ...

... wobei ich mich mit diesen Sachen nicht als Fachmann auskenne und das daher nicht konkreter machen kann; wie gesagt, ich bin nur mit einigen Rollstuhlfahrern unterwegs und selten einmal mit Blinden (da gibt's bei uns heraußen zwei, die in München arbeiten) - ist also sicher auch eine laienhafte Beurteilung meinerseits.

H.M.


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Meine Eisenbahngeschichten - "Von Stellwerken und anderen Maschinen ..."

Die Organe der Bahnerhaltung sind ermächtigt, den Arbeitern zur Aneiferung angemessene Quantitäten von Brot, Wein oder Branntwein unentgeltlich zu verabfolgen.
Nr. XXVII - Vorschriften für das Verhalten bei Schneefällen, K. k. Österreichische Staatsbahnen, Gültig vom 1. Oktober 1906; Artikel 14(5)
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 22:19


Haudegen


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Mitglied seit: 5 Apr 18
Beiträge: 637




QUOTE
Ein weiterer Punkt sind gelbe Haltestangen die sich verbreiten wie der Löwenzahn in derselben Farbe.
Bei der Bahn findet man Sie hierzulande nicht.
QUOTE
Das Ergebnis ist hier aber, dass ein fast Viertel des Zuges für das Klo drauf geht
Wenn Ich mir einen Desiro ML anschaue Verbraucht das WC nur einen bruchteil des Platztes.
QUOTE
inkl. der Halterung des Fahrkartenautomaten
Zumindest bei uns haben fast keine Züge einen eingebaut.
QUOTE
Schiebetritte... Braucht es sowas wirklich?
Sicher das die rollstuhlfahrer in den Zug kommen.
QUOTE
Mit vielen Rollstuhlfahrern bist Du schon unterwegs gewesen, in Bus und S-Bahn, in der Stadt und am Land?
Mein Rekord war 4 Kinderwägen in einen Bus. dry.gif


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EasyDor
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 22:27


Lebende Forenlegende


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Alter: 36
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QUOTE (einen_Benutzernamen @ 2 Aug 2019, 22:19)
Bei der Bahn findet man Sie hierzulande nicht.
Wenn Ich mir einen Desiro ML anschaue Verbraucht das WC nur einen bruchteil des Platztes.
Zumindest bei uns haben fast keine Züge einen eingebaut.
Sicher das die rollstuhlfahrer in den Zug kommen.
Mein Rekord war 4 Kinderwägen in einen Bus. dry.gif

Von welchem hierzulande sprichst du? wink.gif
Die Werdenfelsbahn (DB) hat orangene, nicht sehr viel besser
Das ist auch eher ein Bus- bzw. U-Bahn (z.B. Berlin, Nürnberg) Problem...



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S-Bahn 27
  Geschrieben am: 2 Aug 2019, 23:31


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Mitglied seit: 10 Jan 07
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Ich glaube von dieser gelb/gelborangenen Farbgebung wegen besserer Kennzeichnung ist man inzwischen schon wieder abgekommen.
Die meisten der erwähnten Talent 2 sind da wirklich ein Graus, auch und besonders die Farbgebung im WC.
Allerdings gibt es inzwischen auch bei der DB genug neubeschaffte Fahrzeuge mit wieder angenehmeren Farben im WC Innenraum - eine Forderung aus der PRM TSI kann dieses Gelb also nicht sein.
In Berlin ist das wohl eher wegen der allgemeinen gelben Marketingfarbe der BVG so präsent und in Münchens Bussen gabs das auch schon seit 2002/2003 als Standard bei den Citaro Bussen.

Zur WC Größe: Ich finde die modernen gar nicht so wuchtig, der Durchgang daneben ist halt natürlich etwas schmal, aber in den alten 425 u. 426 (sind auch bloß 2-Teiler) nehmen die doch sogar mehr Platz weg?

Zu den Schiebetritten: Bei Bahnsteigen in Kurven kommst du da relativ schnell auf deutlich über 10 Zentimeter und du darfst die Funktion als Trittstufe bei niedrigerem Bahnsteig nicht vergessen, da ist der Spalt dann quasi quer zu messen. Die Ausfahr- und Einfahrzeit kann man auch hier bei modernen Fahrzeugen vernachlässigen, außer halt wirklich im reinen Stadtverkehr.


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Rohrbacher
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 02:32


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Wohnort: ja


QUOTE (S-Bahn 27 @ 3 Aug 2019, 00:31)
Die Ausfahr- und Einfahrzeit kann man auch hier bei modernen Fahrzeugen vernachlässigen, außer halt wirklich im reinen Stadtverkehr.

Das würd ich nicht sagen. Ich kenn' das als Extrembeispiel seit über 10 Jahren im München-Nürnberg-Express. Die Türanordnung und die extram langen Abfertigungszeiten die kosten südlich von Ingolstadt fast die ganze Zeit, die man mit viel Aufwand und 40-60 km/h mehr Vmax wieder reinfahren muss. Bei einer RB, die öfter hält, summieren die sich die Sekunden, die die Tritte zum Aus- und Einfahren brauchen doch ziemlich gewaltig. In BaWü macht man sich ja Sorgen, ob der LINT54 (mit vergleichbarem Wumms im Antrieb, aber Schiebetritten) die 650-Fahrzeiten zwischen Friedrichshafen und Singen halten können wird, was wegen der Eingleisigkeit und der recht knappen Kreuzungszeiten nicht so unwichtig wäre. Da wird allein westlich von Friedrichshafen Stadt viermal im Stadtgebiet gehalten. Bei angenommen 6 Sekunden pro Öffnungs- oder Schließvorgang ab dem Zeitpunkt der frühstmöglichen Türöffnung bzw. bis zur Freigabe der Traktion ist das schon eine ganze Minute bis der Zug aus Stadt kommend keine 7 km später in Klufern wegbeschleunigt. Sorry, 1 Minute auf 7 km sind fast Dimensionen, wo im eilzugmäßigen Betrieb ganz laut die Ablösung der ach so lahmen 628 gefordert wird. Die beschleunigen zwar langsam, fangen aber immerhin früher damit an. Ich weiß nicht, ob das gerade bei Dieselzügen so sinnvoll ist, hunderte von kW dafür zu verballern, damit wir mehr Zeit haben an den Türen zu warten.

Bearbeitet von Rohrbacher am 3 Aug 2019, 02:35

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Diskutierst du noch oder trollst du schon?
    
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S-Bahn 27
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 09:11


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 10 Jan 07
Beiträge: 2946

Wohnort: wenn München -> dann am Harras


Stell dich an den Münchner Hbf und beobachte bei der Werdenfelsbahn oder dem Meridian wie lange der Schiebetritt wirklich braucht und du wirst staunen wie schnell das geht.
Du darfst halt wirklich erst ab der Ausfahrbewegung rechnen, dass sich bei Fahrzeugstillstand erstmal relativ lange gar nix tut liegt nämlich nicht an den Tritten, sondern an zeitraubender Stillstandssignal-Übermittlung der modernen Leittechnik.

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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 09:44


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2473

Alter: 48
Wohnort: München


QUOTE (EasyDor @ 2 Aug 2019, 12:08)
Ein weiterer Punkt sind gelbe Haltestangen die sich verbreiten wie der Löwenzahn in derselben Farbe.
Mir ist klar dass man wichtige Punkte für Sehbehinderte mit grellen farblichen Akzenten markieren muss damit diese auffallen. Aber wenn dann aus Kostengründen einfach alle Stangen inkl. der Halterung des Fahrkartenautomaten in gelb bestellt werden, dann habe sogar ich mit guten Augen manchmal bei schwierigem Licht in einer Bremssituation (Bus) die nächste Stange zu erwischen, so gut der Kontrast zwischen Grau und Gelb ist, so mies ist er zwischen Gelb und Gelb. So wie es die MVG bei ihren Bussen macht ist eigentlich perfekt - einfach im Bereich der Haltewunschtaster 30cm Gelb der Rest Grau. Das sieht obendrein auch einfach viel besser aus...

Leider nicht mehr - die neue 43er-Serie kommt auch mit einem gelben Stangenwald daher, den man bislang nur bei den Subs gefunden hat. Und hier teile ich EasysDors Kritik ausdrücklich, im Gegensatz zu den gelben Banderolen hat ein solches Fahrzeug einen sehr unangenehmen Raumeindruck, bei dem man letztlich den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen sieht.

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Gruß vom Wauwi
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 09:52


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3379




QUOTE (S-Bahn 27 @ 3 Aug 2019, 10:11)
Stell dich an den Münchner Hbf und beobachte bei der Werdenfelsbahn oder dem Meridian wie lange der Schiebetritt wirklich braucht und du wirst staunen wie schnell das geht.

Nicht schnell genug für BaWü:

QUOTE
Mit diesen „sprintstarken Triebwagen“, so war auf den Sitzungen des Murrtalverkehrsverbandes stets zu vernehmen, könnten auch wieder die Bahnhöfe in Fichtenberg und Fornsbach von allen Zügen bedient werden.

Nun scheint es sich wohl aber abzuzeichnen, dass auch mit den neuen Triebwagen diese Halte nicht möglich sind. Die neuen Züge können zwar schneller beschleunigen, dieser Zeitgewinn geht aber beim Ein- und Ausfahren der Spaltüberbrückungen und Schiebetritte an den Einstiegen wieder verloren.

https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk...r-30341985.html

Anders gesagt muss der neue ET schneller beschleunigen, um die verbummelte Schiebezeit reinholen zu können.

Aus dem Grund sehe ich die Schiebetritte ebenfalls skeptisch. Würde das Problem mit breitere Wagenkästen wie bei der SBahn angehen. In sehr langen Kurvenbahnhöfen (wie in Stuttgartt) wird man die Schiebetritte trotzdem noch brauchen, aber wenn die nur noch dort ausfahren, wäre es zu verschmerzen.
    
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 11:05


Haudegen


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Beiträge: 637




Bei uns braucht der Desiro ML schon sehr lange bis die Türen aufgehen.
Genauso wie bei den KISS der Westbahn.

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 3 Aug 2019, 22:58


Lebende Forenlegende


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QUOTE (S-Bahn 27 @ 3 Aug 2019, 10:11)
Stell dich an den Münchner Hbf und beobachte bei der Werdenfelsbahn oder dem Meridian wie lange der Schiebetritt wirklich braucht und du wirst staunen wie schnell das geht.
Du darfst halt wirklich erst ab der Ausfahrbewegung rechnen, dass sich bei Fahrzeugstillstand erstmal relativ lange gar nix tut liegt nämlich nicht an den Tritten, sondern an zeitraubender Stillstandssignal-Übermittlung der modernen Leittechnik.

Ich kann hier gerne mal eine Messreihe starten – schliesslich lassen sich die Schiebetritte extra ansteuern (oder eben nicht).
Mit Nutzung selbiger muss man allerdings, um pünktlich zu sein, nach meinen Erfahrungen einen Fahrstil an den Tag legen, der nicht mehr schön ist...

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Aus Gründen...

Für mehr Zwergi nach Pasing!
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 5 Aug 2019, 19:58


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 12157

Wohnort: ja


golem.de: "Stuttgarter S-Bahn-Türen halten den Verkehr auf"

Ich hab' die neuen LINT54 der SWEG auf 6 Sekunden geschätzt, ein 430 braucht offensichtlich 7 Sekunden zum Öffnen der Türen. Vielleicht fährt man in München auch deswegen lieber die alten 420: "Interessant ist diesbezüglich, wie fix die selten gewordene Baureihe 420 war. Die Baureihe wird gerade wieder verstärkt in München eingesetzt. Laut der Antwort ist der 420er 6 bis 8 Sekunden schneller. Die ersten Modelle brauchten jeweils eine Sekunde für das Öffnen und Schließen. Modernere Varianten des Triebzuges brauchen beim Schließen 3 Sekunden."

Was ich eben sagte: Wenn du als Altfahrzeug einen 650 hast und allein um dessen Fahrzeiten zu halten, die neuen bwgeten LINT54 schon in der höchstmotorisierten Version nehmen musst, ist das einfach nicht zielführend schon bis zum Ortsschild von Friedrichshafen fast eine Minute beim Abfertigen zu verbummeln. Eine Minute bis zur ersten Kreuzung dürfte aus der Erinnerung das sein, was man gesammelt hat, wenn ausnahmsweise ein 628 im Takt war. Das waren bei jedem Halt immer so ein paar Sekunden, gar nicht mal so viel, weil der Beschleunigungsvorgang ja teilweise eh bis 70 oder 80 km/h geht bzw. teilweise durch den Weichenbereich künstlich eingebremst wird. Nur mal so als Sinnbild, wie man hochmotorisierte und entsprechend durstige VT mit solchen Features in der Praxis hochfrequent haltender RB-Linien fast auf 628-Niveau kastriert.

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S-Bahn 27
  Geschrieben am: 8 Aug 2019, 22:35


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 10 Jan 07
Beiträge: 2946

Wohnort: wenn München -> dann am Harras


So, BR 442, klassischer moderner ET: Bei optimaler Bahnsteighöhe zum Schiebetritt (i. d. Regel 55 cm und 76 cm - mit Ausnahmen) dauert das Türöffnen etwa 2,5 Sekunden länger, das Schließen sogar nur 2 Sekunden.
Ausgefahren wird bis zum Hindernis (= Bahnsteigkante) und wieder leicht zurückgefahren, deshalb geht das Einfahren etwas schneller.

Gerundet kann man sagen, das dauert maximal 5 Sekunden länger.

"Überlappt" der Tritt oder fährt unter dem Bahnsteig komplett aus, dauert das natürlich schon länger.

[QUOTE=selbst zitiert]Du darfst halt wirklich erst ab der Ausfahrbewegung rechnen, dass sich bei Fahrzeugstillstand erstmal relativ lange gar nix tut liegt nämlich nicht an den Tritten, sondern an zeitraubender Stillstandssignal-Übermittlung der modernen Leittechnik.[/QUOTE]

Das dauert hier etwa 2 Sekunden nach Halt und eben genauso auch ohne Schiebetritte.

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Entenfang
  Geschrieben am: 9 Aug 2019, 23:31


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 5378

Alter: 25
Wohnort: München


QUOTE (S-Bahn 27 @ 8 Aug 2019, 22:35)
So, BR 442, klassischer moderner ET: Bei optimaler Bahnsteighöhe zum Schiebetritt (i. d. Regel 55 cm und 76 cm - mit Ausnahmen) dauert das Türöffnen etwa 2,5 Sekunden länger, das Schließen sogar nur 2 Sekunden.
Ausgefahren wird bis zum Hindernis (= Bahnsteigkante) und wieder leicht zurückgefahren, deshalb geht das Einfahren etwas schneller.

Gerundet kann man sagen, das dauert maximal 5 Sekunden länger.

Sind das technische Daten des Herstellers oder woher kommen diese Werte?

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Für ein Ende der Ausschreibungen und für eine integrierte Eisenbahn - Netz und Betrieb sind untrennbar.
SBS kollidiert mit Baum wegen mangelhafter Vegetationspflege von DB Netz - Kompletteinstellung der SBS ohne Vorankündigung wegen Rechtsstreitigkeiten - Ausfall "einzelner" Züge bei der OPB und Alex Nord wegen Personalmangel - Totalausfall Alex Immenstadt - Oberstdorf vom 20.07. bis 14.12. wegen Personalmangel - Urlaub für die BRB zwischen Kaufering und Landsberg vom 29.07. bis 08.09. wegen Personalmangel - Zahlreiche Zugausfälle bei der BRB wegen Personalmangel - Massive Einschränkungen bei der BOB im Januar wegen nicht geräumter Gleise Ausfälle bei der Regio-S-Bahn Bremen über fast 1 Jahr - Vertrag mit der NWB trotzdem verlängert
    
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