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"Grundversorgung Nah/Regioverkehr" ? [Zur Themenübersicht]
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 8 Jan 2018, 20:47


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So Mal rein Neugierde halber:

Gibt es eigentlich einen irgendwie formulierten Rechtsanspruch auf eine Art "Grundversorgung" mit öffentlichen Nahverkehr"?

Man Stelle sich eine Stadt mit über 4000 festen Einwohnern vor, dazu jeder Menge Tourismus. In viele deutlich kleinere "Käffer" fährt der ÖPNV auch mit nur wenigen Fahrgästen bis spät in die Nacht.
Und diese Stadt wird nach 18 Uhr vom Rest der Welt abgetrennt, weil es nicht wirtschaftlich für den Betreiber ist, öfter bzw später noch Fahrten anzubieten.

Nach meiner Vorstellung sollte die öffentliche Hand auch zu sogenannte. "Schwachverkehr" Zeiten eine gewisse Grundversorgung aufrecht erhalten müssen. Oder bin ich da komplett auf den Holzweg?
    
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Jean
  Geschrieben am: 8 Jan 2018, 21:06


Lebende Forenlegende


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In Deutschland? Da bist du definitiv komplett auf den Holzweg. ph34r.gif

--------------------
Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Rev
  Geschrieben am: 8 Jan 2018, 22:40


Lebende Forenlegende


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Ich hab hier schon zur HVZ keine Grundversorgung #4.543 Einwohner laugh.gif #Touristisch überregional bekannt tongue.gif

Mal von ein wenige Schülerverkehr abgesehen der wohl auch normal mitbenutzt werden kann... Am Wochenden fährt hier übrigens genau 0. In den Ferien dürfte es vermutlich ähnlich sein.

Mit 4000 Einwohner reden wir auch eher über ein Dorf keine Stadt wink.gif

Bearbeitet von Rev am 8 Jan 2018, 22:46
    
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Jo33
  Geschrieben am: 8 Jan 2018, 23:52


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In BaWü wird so etwas angestrebt, durch die Grünen, heißt dort Mobilitätsgarantie:
Jeder soll egal wo er wohnt das Recht auf Mobilität haben.
Sprich konkret ab 2025 soll jeder Ort, egal ob per Bahn oder Bus min. stündlich, täglich auch sonntags von 5-24 Uhr bedient werden.
Wobei es da auch ein wenig realistisches zurückrudern mitlerweile gibt, bzw. man will das Geld nicht zum Fenster rauswerfen, indem man für leere Buse und Züge bezahlt. Sondern bei schwacher Nachfrage sollen die Bedienzeiten zwar garantiert erhalten bleiben, aber man will auch Rufbuse und Sammeltaxen mit einkalkulieren, gerade spät abends, sonntags und früh morgends wo Hase und Igel sich gute Nacht sagen.
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 01:17


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QUOTE (Rev @ 8 Jan 2018, 23:40)

Mit 4000 Einwohner reden wir auch eher über ein Dorf keine Stadt  wink.gif

Wenn man offiziell das Stadtrecht verliehen bekommen hat, ist man Stadt, und kein Dorf. Und darum eben Stadt.

3.5 Mio touristische Übernachtungen im Jahr mögen dabei auch eine Rolle spielen. Und nicht zu vergessen zahlreiche Einpendelt, die ihrer Arbeit nachgehen.

Bearbeitet von Cloakmaster am 9 Jan 2018, 01:20
    
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Rev
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 01:30


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QUOTE
Wenn man offiziell das Stadtrecht verliehen bekommen hat, ist man Stadt, und kein Dorf. Und darum eben Stadt.

Das ist irgendwie ne komische Sache hier im forum sobald es die ein Prozent Ausnahme gibt wird auf ihr rum geritten. Die meisten Ansammlung von Leuten im Bereich 4.000 sind aber halt Dorf ned Stadt...


QUOTE

3.5 Mio touristische Übernachtungen im Jahr mögen dabei auch eine Rolle spielen. Und nicht zu vergessen zahlreiche Einpendelt, die ihrer Arbeit nachgehen.

Welche 4000 Einwohner was auch immer pro Tag 9000 Übernachtung von Gästen ich meine das ist selbst für Neuschwanstein zu viel unsure.gif

Bearbeitet von Rev am 9 Jan 2018, 01:31
    
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rautatie
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 09:23


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QUOTE (Cloakmaster @ 8 Jan 2018, 21:47)

Nach meiner Vorstellung sollte die öffentliche Hand auch zu sogenannte. "Schwachverkehr" Zeiten eine gewisse Grundversorgung aufrecht erhalten müssen. Oder bin ich da komplett auf den Holzweg?

Ich denke, du bist auf dem Holzweg. Es gibt in Deutschland viele Orte und Kleinstädte, die schlecht bis sehr schlecht öffentlich erreichbar sind, ohne dass auch nur Konzepte zur Verbesserung dieser Situation zu existieren scheinen.

Mir fällt z.B. das etwa 5000 Einwohner zählende Oettingen in Bayern ein. Es soll eigentlich eine schöne Stadt sein, ich bin aber noch nicht dort gewesen, weil die Bahnlinie stillgelegt ist und anscheinend auch bleibt (von gelegentlichem Museumsverkehr mal abgesehen). Während der Wochentage gibt es noch Busse (hauptsächlich für den Schülerverkehr), aber am Wochenende scheint Oettingen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar zu sein. Das hat mir auch mal auf meine Anfrage das Fremdenverkehrsamt von Oettingen bestätigt.

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Wo ist das Problem?
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 10:10


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QUOTE (Rev @ 9 Jan 2018, 02:30)

Welche 4000 Einwohner was auch immer pro Tag 9000 Übernachtung von Gästen ich meine das ist selbst für Neuschwanstein zu viel unsure.gif

In Neuschwanstein gibt es auch nicht so viele Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen etc.

Mit 4000 sind auch nur die Wahlberechtigten Einwohner gemeint. Zusätzlich wird mit der Einstellung des ÖPNV auch nahezu der gesamte IPV rein oder raus abgeschnitten.

Es gibt ja zB im ALG 2 einen Anspruch auf "Bildung und Teilhabe". Und da würde ich jetzt gerne argumentieren, wie soll man denn teilhaben, wenn man vom Rest der Welt isoliert wird, weil der Unternehmer sagt "rentiert sich nicht", und die Kommune nicht bezuschussen bzw. Bestellen will?
Und das eben für jetzt doch nicht so gar wenig Leute. Ein kuhdorf von 100 Leuten ist es ja nun auch wieder nicht. Viele Fahrten von Regionalbahnen (von Bussen will ich gar nicht anfangen) sind doch gerade nach 18 Uhr in dem Sinne unwirtschaftlich. Und werden trotzdem bestellt und durchgeführt, um die Bevölkerung zu versorgen.

Bearbeitet von Cloakmaster am 9 Jan 2018, 10:13
    
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Bayernlover
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 10:58


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Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)


Um welchen Ort handelt es sich?

--------------------
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 13:08


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Um die Stadt Norderney in Niedersachsen.

Kürzlich hat ein Gericht festgehalten, daß der zwischen Norddeich und Norderney durchgeführte Verkehr ÖPNV ist, und auf diesen alle Regeln , jedes ändern ÖPNV unterworfen ist. Bei der Verhandlung ging es um die Schülerbeförderung, da es in Norderney kein Gymnasium gibt, und angehende Abiturienten damit gezwungen ein Gymnasium außerhalb der Stadt aufzusuchen, und dazu eben den ÖPNV nutzen.

Am liebsten wäre mir einfach die Verlängerung der Bahnstrecke. Sicher nicht ganz billig, aber die Bahnstrecke von Calais nach Dover war bestimmt teurer.

Bearbeitet von Cloakmaster am 9 Jan 2018, 13:19
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 14:54


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QUOTE
Am liebsten wäre mir einfach die Verlängerung der Bahnstrecke. Sicher nicht ganz billig, aber die Bahnstrecke von Calais nach Dover war bestimmt teurer.

Was für ein Vergleich ist das denn? Von Dover kommt man nach London, von Calais nach Paris, wo kommt man von Norderney hin, außer ins Wattenmeer?

Das ist einfach ne Sackgasse, das rentiert sich überhaupt nicht dort ne Bahnlinie hinzubauen. Da brächtest Du schon nen fetten Hochseehafen, um das rechtfertigen zu können. 5000 Ew allein sind viel zu wenig. Wieviel Abiturienten pro Jahrgang gibts da überhaupt, 10, 20 oder gar 50?

2014 gabs auf ganz Norderney(also der Insel, nicht der Stadt) laut stat. Bundesamt ingesamt nur 451 Schüler, selbst wenn die alle pendeln würden, würde sich dafür keine Bahnlienie rentieren.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 9 Jan 2018, 14:54
    
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rautatie
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 15:26


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Zu rechtfertigen wäre aber immerhin ein regelmäßiger Fährverkehr auch in den Abendstunden. Zu begründen wäre das am besten damit, dass man eben nicht so einfach per Individualverkehr hin- und wegkommen kann, im Gegensatz zu anderen Orten vergleichbarer Größe.

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Wo ist das Problem?
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 17:00


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QUOTE (Metropolenbahner @ 9 Jan 2018, 15:54)
Was für ein Vergleich ist das denn? Von Dover kommt man nach London, von Calais nach Paris, wo kommt man von Norderney hin, außer ins Wattenmeer?

Das ist einfach ne Sackgasse, das rentiert sich überhaupt nicht dort ne Bahnlinie hinzubauen.

Ist Westerland auch so eine vollkommen unrentable Sackgasse? Der Vergleich zu Dover sollte vor allem indizieren, daß ich, falls man sich mit dem Gedanken beschäftigt, eher an einen Tunnel denke, als an einen Damm. Die Strecke ist kurz, große tiefen brauchen man auch nicht, unter Umständen kann sogar einschwimmen und absenken, was ein relativ Preis günstiges Verfahren ist.

Die Nutzerzahlen würden sicher noch Mal deutlich ansteigen. Und es sind jetzt schon Fahrgastzahlen im Millionen Bereich.

Bearbeitet von Cloakmaster am 9 Jan 2018, 17:00
    
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Rev
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 17:38


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Das ist aber watt das ist ein eher sub optimales Gebiet für Tunnel Bohrungen wink.gif also muss der Tunnel ordentliche tief sein bis man da auf festes trockenes Gestein trifft. Auch absenken ist eher mäßig wenn sich der tunnel dann später weiter absenkt an einigen Stellen..

Dammbau wird man aufgrund von Naturschutz nicht mehr durch bringen heute...


Es ist außerdem die Frage ob das überhaupt gewollt ist das man dort eine bessere Anbindung bekommt. Im Gegensatz zu normalen Orten sind abgelegene Ort die damit auch ein Stück weit werben durchaus darauf bedacht nicht zu sehr zu in den mainstream zu kommen. Außerdem wer dort Urlaub macht ist ner unbedingt darauf aus abends nochmal auf dem Festland Party zu machen...

Ausserdem ist durch den tursimus dort eine gewisse Kultur gegeben auch am Abend. Ein recht auf Mobilität schließt für mich ned unbedingt ein das ich zwangsweise zur nächsten Großstadt komme...

Bearbeitet von Rev am 9 Jan 2018, 17:39
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 9 Jan 2018, 17:51


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Eine feste Mole ins wasser rein zu bauen war kein Problem, es brauchte nur ein etwas tieferes Fundament. Und genau so könnte man auch den Tunnel in ohne bohren erreichen.

Das Problem fur die Einwohner ist, daß man als Bewohner doch relativ häufig Termine auf dem Festland machen muss, da es vor Ort kaum Fachärzte gibt, auch Behörden sind nicht alle vorhanden. Von Kultur, zB Theater besuchen oder meinetwegen ein Besuch im Fussball Stadion ganz abgesehen. Viele dieser Fahrt sind mit Rückreise am selben Tag nicht möglich.

Sylt wird nach meiner Erfahrung noch immer als Insel wahrgenommen, groß Britannien ebenfalls.

Bearbeitet von Cloakmaster am 9 Jan 2018, 18:08
    
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