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[M] Trambahn durch den Englischen Garten, aus: Was muß beim ÖPNV geändert werden? [Zur Themenübersicht]
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MünchnerFreiheit
Geschrieben am: 9 May 2003, 08:27


König


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Chat: MF71 

Alter: 45
Wohnort: 80802 Schwabing


Mal ne dumme Frage - ich lebe ja noch nicht solange hier in München - was genau sind eigentlich die Argumente gegen die Trambahn durch den E-Garten? Ich weiss lediglich, daß da mal die Emotionen recht hochkochten ;-)

Gruß

Flo
    
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Thomas089
Geschrieben am: 9 May 2003, 08:44


König


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Beiträge: 971

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Folgende Argumente werden immer wieder gegen eine Straßenbahn-Strecke durch den Englischen Garten vorgebracht:

1. Verschandelung des Parks durch die Gleistrasse.

2. Belastung des Parks durch den Straßenbahn-Verkehr.

3. Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit den Spaziergängern (Unfallgefahr).

zu 1.: Hier bestehen meiner Meinung nach berechtigte Bedenken, dass ähnlich wie bei der Linie 25 in der Steinstraße eine Trasse mit einer Oberleitung "wie bei einer ICE-Strecke" und einem Rasengleis mit größtenteils vertrocknetem Rasen gebaut wird. Hier wäre es Aufgabe der zuständigen Stellen, eine Planung vorzulegen, die diesbezügliche Bedenken ausräumt.

zu 2.: Dies ist eine Argumentation der CSU, die Emotionen schüren kann, aber meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist. Wenn der Englische Garten durch Verkehr belastet wird, dann durch den Mittleren Ring, der unmittelbar am Kleinhesseloher See vorbeiführt. (Nebenbei: Ob sich hier die CSU gegen einen 3-spurigen Ausbau zur Wehr setzen würde?)

zu 3.: Dieser Punkt ist meiner Meinung nach der kritischste. Entweder wird die Trasse auf der ganzen Länge mit Gittern abgeriegelt mit Fußgängerübergängen an bestimmten Stellen. Dann ist in der Tat so eine Art Sperrriegel durch den Englischen Garten entstanden. Oder das Gleis wird ähnlich wie in der Fußgängerzone Maffei- und Perusastraße in den Fußgängerverkehr integriert. Dann darf die Straßenbahn auf der ganzen Länge durch den Englischen Garten nur im Schritttempo fahren, was die Attraktivität der Linie deutlich mindert.

Gibt es noch weitere Argumente? Mir sind gerade diese eingefallen.

Viele Grüße,
Thomas

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Gruß, Thomas
    
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Jean
Geschrieben am: 9 May 2003, 09:43


Lebende Forenlegende


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zu Punkt 3: Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit den Spaziergängern (Unfallgefahr).
Dieses Problem müsste es aber auch mit den Bus geben.
Was die Oberleitung betrifft, so sage ich: seht mal zum Beispiel nach Straßburg: eine einfachleitung macht es auch, auch bei einem 3/4 Minutentakt! Und wenn ihr schon dabei seit: die Trambahn durch die Fußgängerzone klappt hervorragend, auch bei schmalen Straßen.
Nun währen wir eigentlich bei der allgebenden Erkenntniss:
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!!!!
Doch die CSU will die Trambahn im Englischen Garten nicht, und zwar aus Prinzip: keine Trambahn! sad.gif sad.gif[COLOR=red]

Bearbeitet von Jean am 9 May 2003, 09:44

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Welcher Kurs darf heute kommentarlos entfallen?

2% Fahrgastzuwachs bei 4% Bevölkerungszuwachs ist keine Glanzleistung!
    
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Wildwechsel
Geschrieben am: 9 May 2003, 10:16


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 6694

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Nicht zu vergessen: Da, wo die Trambahn fahren soll, verläuft derzeit eine Straße für den Bus (die für den normalen Autoverkehr gesperrt ist). Und die Straße sieht ja soooooooo viel schöner aus als Gleise....

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Beste Grüße usw....
Christian


Die drei Grundsätze der öffentlichen Verwaltung in Bayern:
1. Des hamma no nia so gmacht
2. Wo kamat ma denn da hi
3. Da kannt ja a jeda kemma
    
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Thomas089
Geschrieben am: 9 May 2003, 10:22


König


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QUOTE (Jean @ 9 May 2003, 09:43)
zu Punkt 3: Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit den Spaziergängern (Unfallgefahr).
Dieses Problem müsste es aber auch mit den Bus geben.

Für Schienenfahrzeuge gelten aber, so viel ich weiß, strengere Sicherheitsbestimmungen. Ist auch plausibel: Wenn ein Spaziergänger unversehens auf die Fahrbahn springt, hat der Bus (zumindest prinzipiell) noch die Möglichkeit auszuweichen. Bei einem Schienenfahrzeug ist das naturgemäß nicht möglich, d.h., die Gefahr, dass ein unachtsamer Spaziergänger überfahren wird, wäre bei einer Straßenbahn ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ungleich höher.

Viele Grüße,
Thomas

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Gruß, Thomas
    
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grtho
Geschrieben am: 9 May 2003, 11:44


Unregistered









Hbe gehört das die Schwabinger SPD gegen die Trambahn ist. sad.gif
    
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MünchnerFreiheit
Geschrieben am: 9 May 2003, 11:56


König


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Chat: MF71 

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Es ist natürlich ein unterschied, wenn man für den Betrieb einer Tram eine Sicherheitsumzäunung oder Ähnliches machen müßte. - dadurch würde der EGarten m.E. zweigeteilt. Bei einem Ausbau des Föhringer Rings auf zwei Spuren bzw. des Mittleren Rings würde eine bestehende Grenze lediglich vergrößert. Ich denke aber, daß es für das kurze Stück nicht so entscheidend wäre, würde die Tram wie in der Fußgängerzone halt mit Schrittgeschwindigkeit fahren - die jetzigen Busse können auch nicht schneller...und man hat 'nen schönen Ausblick ;-)

Gruß Flo
    
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Rathgeber
Geschrieben am: 11 May 2003, 20:16


EF-Pensionist


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Moin,

die ersten Planungen einer Straßenbahn gehen auf den Generallinienplan von 1929 (?) zurück. Zu diesem Zeitpunkt gab es die Verbindungsstraße durch den Englischen Garten noch nicht (sie wurde erst 1934 gebaut).

Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre wurde im Rahmen des ÖV-Konzepts 2000 neben der Reaktivierung der Osttangente, Linie 17, dem Neubau der Westtangente auch die Parktram im Rathaus (mit den Stimmen der CSU!!) beschlossen.

Die Schlacht um die Tram durch den Park ging vor ca. 7 Jahren los, als die Abendzeitung sich das ÖV-Konzept 2000 genauer durchsah... Um genügend Munition zu haben, gelang es der AZ neben dem damaligen Verwalter des Englischen Gartens, Waldemar Palten, der zwischenzeitlich verstorben ist, einige Prominente (u.a. Annette von Aretin aus der Schweinderl-Sendung mit Robert Lembke) zu mobilisieren.
Und weil man schon dabei war, ließ man doch die Anwohner in der Franz-Josef-Straße um ihre Parkplätze jammern...

Damit nahm das Unheil seinen Lauf. Die AZ stellte sich mit dieser Aktion vor allem gegen ihren prominentesten Leser, dem Oberbürgermeister, dem die AZ ansonsten recht wohlgesonnen ist.

Wie diese Schlammschlacht ausgeht, ist noch offen. Das Planfeststellungsverfahren für diese Strecke beschäftigt gerade Gerichte.

Tatsache ist, daß diese Strecke das Herzstück einer innerstädtischen Nordtangente ist. Warum das so ist, kan man täglich an der Münchner Freiheit beobachten...

@grtho:
Daß die Schwabinger SPD gegen die Parktram ist, bezweifle ich. So war Walter Klein (SPD), seinerzeit BA-Vorsitzender in Schwabing West, immer für die Parktram.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand von der Schwabinger SPD sich öffentlich gegen Ude positioniert, wohnt Ude doch selber in Schwabing...

Gruß

neudinho

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Smirne
Geschrieben am: 11 May 2003, 22:29


Unregistered









Wer sich mit der Tramgeschichte von München befasst, der wird die Tramschleife Nikolaiplatz kennen. Dies war eine vorläufige Endschleife, die nur in Betrieb sein sollte bis die Tram durch den E-Garten verlängert ist. Wie es aber halt so ist, das Provisorium hält am längsten. So war auch noch der Nikolaiplatz die Endhaltestelle, als die Strecke dorthin eingestellt wurde.

Gruß,
Marcus
    
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FloSch
Geschrieben am: 11 May 2003, 22:42


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Marcus Boelt @ 11 May 2003, 23:29)
Wer sich mit der Tramgeschichte von München befasst, der wird die Tramschleife Nikolaiplatz kennen. Dies war eine vorläufige Endschleife, die nur in Betrieb sein sollte bis die Tram durch den E-Garten verlängert ist. Wie es aber halt so ist, das Provisorium hält am längsten. So war auch noch der Nikolaiplatz die Endhaltestelle, als die Strecke dorthin eingestellt wurde.

Was für ne Strecke führte denn dort hin? Wurde die in Verbindung mit dem U-Bahn-Bau eingestellt?

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Thomas089
Geschrieben am: 11 May 2003, 23:01


König


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Das war die Linie 22 Schwabing - Neuhausen - Donnersberger Brücke - Harras, Teilstück eines "Mittleren Rings" für die Straßenbahn, der in dieser Form nie weitergeführt oder gar vollendet wurde. Geplant war ursprünglich u.a., diesen Mittleren Straßenbahnring durch den Englischen Garten zum Ostbahnhof fortzuführen. Vorläufer dieses Straßenbahnstücks war die Autobuslinie A22, heute die Buslinie 54 auf nahezu der gleichen Strecke.

Die Linie 22 wurde 1970 im Zuge des Ausbaus der Landshuter Allee und Donnersberger Brücke für den Mittleren Ring (!) eingestellt. Damals war es noch modern, Straßenbahnlinien zugunsten des Straßenbaus für die autogerechte Stadt einzustellen.

Vergleiche dazu auch Einstellung der Linie 5 (Ausbau der Candidstraße zum Mittlerer Ring), Linie 37 (Ausbau des Altstadtrings), Linie 10 zum Isarthalbahnhof nebst Einstellung der Isarthalbahn selbst (Ausbau der Brudermühlstraße zum Mittleren Ring), Linie 12 Stein-, Franziskaner-, Regerstraße, um den Rosenheimer Platz straßenbahnfrei zu bekommen im Zuge des S-Bahn-Baus, mittlerweile revidiert. Alles in den 60er Jahren geschehen.

Viele Grüße,
Thomas

Bearbeitet von Thomas089 am 12 May 2003, 07:59

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Gruß, Thomas
    
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Rathgeber
Geschrieben am: 12 May 2003, 09:30


EF-Pensionist


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Es sei noch angemerkt, daß selbst der Englische Garten für den Bau des Mittleren Rings geteilt wurde. Die Schneise Isarring teilt den Englischen Garten in eine Nord - und eine Süshälfte. Beide Hällften sind mit einer Fußgängerbrücke verbunden...

Gruß

neudinho

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Jean
Geschrieben am: 2 Jun 2003, 10:41


Lebende Forenlegende


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Ja, ja. Der mittlere Ring durch den Englischen Garten darf ausgebaut werden, doch die Trambahn nicht! Straßen haben ja keine Trennwirkungen, Bäume werden nicht gefällt und der Englische Garten nicht zerstört. blink.gif blink.gif blink.gif blink.gif

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Welcher Kurs darf heute kommentarlos entfallen?

2% Fahrgastzuwachs bei 4% Bevölkerungszuwachs ist keine Glanzleistung!
    
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MünchnerFreiheit
Geschrieben am: 2 Jun 2003, 13:50


König


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in dem Fall mit dem Straßenausbau durch den EGarten wird nicht eine neue Querschneise gezogen, sondern eine bestehende verbreitert - wenn man jedoch eine neue Straßenbahnlinie quer durch den Park führt, und diese Linie dann aus Sicherheitsgründen abgeschirmt werden muß ist das eine ganz erhebliche, neue Einschränkung in der Qualität des EGarten.

Gruß Flo
    
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Chep87
Geschrieben am: 2 Jun 2003, 13:52


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Und eine Straße ist nicht genauso so gefährlich wie eine Straba?
mad.gif mad.gif mad.gif mad.gif mad.gif mad.gif mad.gif mad.gif

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