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Münchner Bergbus, ein Angebot des Alpenvereins [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jun 2021, 11:08


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muenchen.de mit dem PM
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Bergsteigerbus startet am 19. Juni - Abfahrt, Routen, Tickets, Preise

(8.6.2021) Entspannte Anreise statt Parkplatz-Stress: Der Münchner Bergbus fährt ab 19. Juni 2021 von München ohne Zwischenstopp in die Ammergauer Alpen, zum Rofangebirge und in den Chiemgau. Gut für die Umwelt, gut für Bergfreunde, die gerne öffentlich unterwegs sind und so Regionen erreichen, die per Zug nicht so gut erschlossen sind. Wann, wo, wie? Hier die Infos zum Bergbus des Deutschen Alpenvereins (DAV): Routen, Haltepunkte, Abfahrtszeiten, Tickets und Preise.
Der Bergbus - ein Angebot des Alpenvereins München & Oberbayern

Der Berg ruft - und wer folgt seinem Locken nicht gerne für eine Bergtour oder einen Ausflug mit der Familie? Die Schattenseite: Der Autoverkehr von München in Richtung Alpen nimmt ständig zu. Um die Umwelt und die Anwohner zu entlasten, hat sich der Alpenverein München & Oberland etwas einfallen lassen: Den Münchner Bergbus. Für alle, die gerne in den Bergen unterwegs sind, ob zum Schauen und Genießen, für Spaziergänge, Tagestouren oder zum Biken. Das eigene Auto bleibt daheim, man erspart sich die Parkplatzsuche – und es werden drei Ziele angefahren, die bisher nicht so gut öffentlich zu erreichen waren.
Wohin fährt der Bergbus? Ammergau, Chiemgau, Blauberge/Rofan
Der Münchner Bergbus startet ab dem 19. Juni 2021 - zunächst für ca. 10 Wochen in einer Pilotphase mit vier Bussen pro Wochenende, samstags und sonntags.

Das sind die Ziele des Bergbusses:

    Ammergau: Zwei Busse fahren nach Ettal zu Schloss Linderhof. Es gibt verschiedene Ausstiegspunkte vor dem Ziel, zum Beispiel Kloster Ettal, Bad Kohlgrub mit dem Hörnle oder Unterammergau.
    Chiemgau: Es geht nach Aschau zur Kampenwand, nach Marquartstein zur Hochplatte und schließlich nach Schleching.
    Blauberge/Rofan: Über Bad Wiessee, Kreuth und Achenkirch geht's nach Steinberg am Rofan.

Wann und wo fährt der Bergbus München los? Die Abfahrtszeiten

Der Münchner Bergbus startet bis Ende August immer samstags und sonntags.

Abfahrten am Samstag:

    Bus 1: 6:30 Uhr Richtung Blauberge/Rofan ab Giesing/Bahnhof (Haltestelle 9)
    Bus 2: Im wöchentlichen Wechsel 6:30 Uhr und 8:30 Uhr Richtung Chiemgau ab Ostbahnhof Friedenstraße (ggü. Poststation)
    Rückfahrt ab 17:30 Uhr an der letzten Haltestelle
   

Abfahrten am Sonntag:

    Bus 1: 6:30 Uhr Richtung Ammergauer Alpen 1 ab Aidenbachstraße (Haltestelle 136 Richtung Solln Bhf)
    Bus 2: 8:30 Uhr Richtung Ammergauer Alpen 2 ab Aidenbachstraße (Haltestelle 136 Richtung Solln Bhf)
    Rückfahrt ab 17:30 Uhr an der letzten Haltestelle


Fahrräder mitnehmen ist möglich - der Bergbus hat WLAN

Zur Ausstattung der Bergbusse: Die Münchner Bergbusse sind moderne Doppelstockbusse mit Klimaanlage, USB-Anschlüssen zum Laden von Smartphones, es gibt WLAN und Antiviral-Filter.

    Gepäcktransport: Fahrräder bis 15 kg, Kinderwägen, Rollstühle, Kraxen, Kletterausrüstung - die Kapazität kann je nach Anzahl der Fahrräder variieren
    Hygienekonzept: Filter sorgen für Luftaustausch in unter zwei Minuten, Maskenpflicht im Bus, ggf. weitere Vorgaben aufgrund bay. Infektionsschutzgesetz abhängig von Inzidenz im Start- und Ziellandkreis
    Kinder fahren in Begleitung eines Erwachsenen/Erziehungsberechtigen mit dem Bergbus

Tickets und Preise für den Münchner Bergbus

Tickets gibt's unkompliziert online über die eigene Münchner-Bergbus-Website muenchnerbergbus.de - sie können per Kreditkarte oder Paypal bezahlt werden. Die MVV-Nutzung für die Hin- und Rückfahrt zur Start- und Endhaltestelle in München ist inklusive.

Die Preise:

    DAV-Mitglieder der Sektionen München & Oberland: 16 Euro
    Mitglieder anderer DAV-Sektionen: 18 Euro
    Nichtmitglied Kinder und Erwachsene: 22 Euro
    Mitglied Kind der Sektionen München & Oberland < 15 Jahre: 12 Euro
    Fahrradmitnahme (bis 15 kg): 4 Euro
    DAV-Mitglieder: bitte den Ausweis mitbringen und vorzeigen

Gut informiert im Bergsteigerbus: Infos von den Profis des DAV

Die Profis des Deutschen Alpenvereins DAV fahren euch nicht einfach nur in die Berge, sie haben auch jede Menge Informationen und Wissenswertes zu den jeweiligen Zielen und Touren und zum Bergsteigen und den Alpen allgemein:

Es gibt eine Sammlung von Wander-, Fahrrad- und Klettertouren, passend zu den jeweiligen Haltestellen auf dem Weg in die Ammergauer Alpen, in den Chiemgau oder in die Blauberge zum Rofan und Infos zu den Zielregionen. Außerdem: Tipps für Aktivitäten vor Ort und zu Hütten und Wirtschaften: Wo kann man einkehren? Und natürlich vermittelt der Alpenverein auch, wie man Bergsport und Alpinismus nachhaltig betreiben kann und bietet Infos zu Naturschutzräumen und besonderen Naturgegebenheiten.


Ich vermute anhand des Photos, dass es sich um die Busse handelt, die unter der Woche die Linie X732 auf der A8 bedienen.

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Valentin
  Geschrieben am: 8 Jun 2021, 15:15


Kaiser


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Wird man in den Bussen stehen dürfen?

Wenn Sonntags 2 vollbesetzte Busse in die Berge starten. Dürfen dann bei der Rückfahrt noch Übernachtungsgäste von den DAV-Hütten (Hinfahrt Sa) zusteigen? Das könnte dann schon einmal voll werden.
Vorrausschauend lässt man die 2 Busse schon zusammen nach München fahren.

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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jun 2021, 15:18


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So wie ich das verstanden habe, gibt es die Tickets nur online und ich vermute wenn der Bus ausgebucht ist, wird man auch kein Ticket mehr buchen können.

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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 8 Jun 2021, 16:42


Kaiser


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Wer hat den Bus beauftragt der DAV selber?

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ET 415
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 08:27


Routinier


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Ja, der Bergbus ist ein Angebot der DAV-Sektionen München und Oberland.
    
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Jean
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 08:38


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Es ist zumindest ein Versuch wert. Mit Linienverkehr hat es natürlich nichts zu tun.

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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:16


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Ist halt die Frage, ob es bei den am Linienverkehr angelehnten Preisen für den Nicht-Linienverkehr ein Erfolg werden kann. Vielleicht sollte man so etwas gleich als Charterverkehr mit einer Art Reisekalender zu abwechselnden Zielen organisieren. Und eine 15-kg-Beschränkung beim Fahrrad schließt gleich mal das E-MTB aus - vermutlich auf Bestreben des Auftraggebers.

Mir würde ein ordentlich vertakteter Linienverkehr mit mehr als zwei Fahrten pro Tag und ohne kryptisches Tarifwesen, wenn es mal über eine Landesgrenze geht, wesentlich mehr bei meinem Bedürfnis nach Naherholung helfen.

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Gruß vom Wauwi
    
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rautatie
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:26


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QUOTE (MVG-Wauwi @ 9 Jun 2021, 13:16)
Mir würde ein ordentlich vertakteter Linienverkehr mit mehr als zwei Fahrten pro Tag und ohne kryptisches Tarifwesen, wenn es mal über eine Landesgrenze geht, wesentlich mehr bei meinem Bedürfnis nach Naherholung helfen.

Das geht mir auch so. Ein halbwegs getakteter Linienbus, der noch irgendwie in ein verfügbares Tarifsystem integriert wäre, würde mir mehr bringen bzw. ich würde es wahrscheinlich eher nutzen als so ein vorzubuchender, einmal täglich verkehrender Bus. So eine fixe einmalige Rückfahrt finde ich oft unpraktisch, weil ich entweder schon viel früher von meiner Wanderung zurück bin und dann noch ewig auf die Fahrt warten muss, oder es wird knapp und es besteht die Gefahr, dass man den Bus verpasst.

Ich selbst würde wahrscheinlich eher ein Angebot nutzen, das meinetwegen alle zwei Stunden fährt.

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Wo ist das Problem?
    
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ET 415
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:34


Routinier


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Der Bergbus ist ein Versuch, Gebiete besser erreichbar zu machen, die bisher öffentlich schlecht zu erreichen sind oder bei denen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wesentlich länger dauert als mit dem Auto. Beispielsweise kommt man nach Sachrang mit dem Auto in einer Stunde. Öffentlich dauert es wesentlich länger, da die Busanschlüsse in Aschau bzw. Bergen nicht auf den Zug abgestimmt sind.

Ob sich der Bergbus rentiert, wie er angenommen wird etc. wird vom DAV nach einer zehnwöchigen Pilotphase evaluiert.
    
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rautatie
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:40


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QUOTE (ET 415 @ 9 Jun 2021, 13:34)
Öffentlich dauert es wesentlich länger, da die Busanschlüsse in Aschau bzw. Bergen nicht auf den Zug abgestimmt sind.


Eine Frage, die ich mir immer mal wieder stelle: woran liegt es eigentlich, dass die Busanschlüsse nicht auf den Zug abgestimmt sind? Wäre es nicht mal in Erwägung zu ziehen, hier die Anschlüsse so anzugleichen, dass ein Umstieg problemlos möglich ist?

Sowas kommt ja häufiger vor. Ich erinnere mich noch, als ich vor einigen Jahren mal im Chiemgau von einem Bus auf eine Bahn umsteigen wollte: der Bus kam fahrplanmäßig exakt zu der Minute am Bahnhof an (ich glaube, es war Bergen), als der Zug Richtung München abfuhr. Man konnte ihm dabei zusehen, wie er die Türen schloss und losfuhr, während der Bus gerade die Türen öffnete. Über die Sinnhaftigkeit solcher Anti-Anschlüsse habe ich schon häufiger nachgegrübelt, ohne eine Antwort zu finden.

Bearbeitet von rautatie am 9 Jun 2021, 13:43

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Wo ist das Problem?
    
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Jean
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:47


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QUOTE (rautatie @ 9 Jun 2021, 14:40)
Über die Sinnhaftigkeit solcher Anti-Anschlüsse habe ich schon häufiger nachgegrübelt, ohne eine Antwort zu finden.

Du kriegst eine doofe Antwort von mir: damit die Leute ja mit dem MIV fahren und nicht den ÖPNV benutzen. Wahrscheinlich kostet ein verbesserter Anschluss ein Zusatzbus...was das wieder an Kosten verursacht! Nee nee...

Nein, Anschlüsse sind eine Kleinigkeit die zumindest abgestimmt gehört. Nicht umsonst ist Bayern der Schlusslicht im ÖPNV in Deutschland.

Ich glaube, aber diese Antwort wolltest du so nicht hören.

Bearbeitet von Jean am 9 Jun 2021, 13:47

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rautatie
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:55


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QUOTE (Jean @ 9 Jun 2021, 13:47)

Ich glaube, aber diese Antwort wolltest du so nicht hören.

Warum nicht? Mich interessiert ja nur, warum es oft so ist, wie es ist.

Früher hatte ich auf Fragen nach schlechten Anschlüssen gelegentlich die Antwort gehört "Weil es sich um verschiedene Firmen handelt". Wobei diese Antwort nicht erklärt, warum unterschiedliche Firmen sich nicht abstimmen können. Was spräche dagegen, sich an solchen Umsteigepunkten gemeinsam auf abgestimmte Fahrpläne zu einigen? Das ließe sich doch theoretisch auch bewerkstelligen, obwohl es sich um verschiedene Firmen handelt?

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Wo ist das Problem?
    
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Jean
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 13:58


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QUOTE (rautatie @ 9 Jun 2021, 14:55)
Früher hatte ich auf Fragen nach schlechten Anschlüssen gelegentlich die Antwort gehört "Weil es sich um verschiedene Firmen handelt". Wobei diese Antwort nicht erklärt, warum unterschiedliche Firmen sich nicht abstimmen können. Was spräche dagegen, sich an solchen Umsteigepunkten gemeinsam auf abgestimmte Fahrpläne zu einigen? Das ließe sich doch theoretisch auch bewerkstelligen, obwohl es sich um verschiedene Firmen handelt?

Das ist in der Tat eine gute Frage. Wenn die Zugfahregäste den Busanschluss jedes Mal verpassen werden sie diesen nicht benutzen und somit hat der Bus weniger potentielle Fahrgäste...

Ich würde sagen wir haben in Bayern noch sehr verkrustete Strukturen was dem Bereich betrifft.

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 14:22


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QUOTE (rautatie @ 9 Jun 2021, 14:40)
Sowas kommt ja häufiger vor. Ich erinnere mich noch, als ich vor einigen Jahren mal im Chiemgau von einem Bus auf eine Bahn umsteigen wollte: der Bus kam fahrplanmäßig exakt zu der Minute am Bahnhof an (ich glaube, es war Bergen), als der Zug Richtung München abfuhr. Man konnte ihm dabei zusehen, wie er die Türen schloss und losfuhr, während der Bus gerade die Türen öffnete. Über die Sinnhaftigkeit solcher Anti-Anschlüsse habe ich schon häufiger nachgegrübelt, ohne eine Antwort zu finden.

Weil die Buslinien halt oft nicht einfach nur Stichlinien sind, sondern untereinander verknüpft und ggf. auch von Unterrichts- und Schichtzeiten gewisser Unternehmen abhängig. Wenn die Bahn dann mal wieder einen Takt oder das gesamte Taktgefüge verschiebt, passt es nicht mehr. Oder der Anschluss besteht mangelns Nachfrage eh nur in eine Richtung. Das kommt auf den Einzelfall an. Aber oft kann man sowas nicht lösen, weil die Busse (auch wenn's nicht im Fahrplan steht) irgendwo durchgebunden sind, wo dann ggf. ein relevanterer Anschluss ist. Das hat mir ein SBG-Fahrer vor vielen Jahren mal genau erklärt, gerade am Wochenende fahren bzw. damals fuhren die Busse oft die Einzelfahrten oder den ausgedünnten Wochenendtakt mehrerer Linien hintereinander weg bis die 4,5 Stunden voll sind. Das ging bei der Umlauferstellung mal auf, dann wurde irgendwo bei der Bahn mal eine Kreuzung verlegt und schon geht der ganze Betriebstag nicht mehr auf. Und dann schaut man vielleicht, kann man das irgendwie durch einen anderen Umlauf lösen, wenn nicht, hat man mehr Umsteiger vom einen oder anderen Bahnhof oder wo auch immer die Fahrgäste herkommen und dann ist es halt irgendwo suboptimal. Die Sache ist ja die, dass da teilweise Subunternehmer eingebunden sind, die an dem Tag mit dem Bus X auch anderer Verkehre fahren. Auch zeitweise Baufahrpläne oder Umleitungen bringen solche Situationen zumindest vorübergehend mit. Dann kommt dazu, dass man für den Bahnanschluss gewisse Zeiten von A nach B einhalten müsste, wenn dann aber der Landkreis sagt, uns ist der Umweg über C wichtiger, dann kommt sowas auch gerne mal rum. Auch möglich ist, dass die Busse einen sauberen Takt fahren sollen/müssen, der Bahntakt aber generell oder bei einzelnen Zügen und an unterschiedlichen Verkehrstagen wackelt. Vielleicht klappt der Anschluss an einem anderen Tag ...

Manchmal war der Busfahrplan aber auch immer schon so, wie gesagt, das muss man immer im Einzelfall rausfinden. Wenn ich bei den Busunternehmen frag, sagen sie die Bahn informiert sie nicht, frag ich bei der Bahn, sagen die was von der Fahrplanabhängigkeit vom ICE in Fulda. Und bei den Landkreisen machen sowas oft die Leute, die auch die Biotonnen verwalten. ph34r.gif

Ganz konkret hab ich z.B. schon für mehrere Veranstaltungen Buszubringer geplant. Da hab ich oft das Problem, wenn ich auf den Zug aus Richtung A warte, beschweren sich die Leute aus A, dass der Anschluss so knapp ist, gleichzeitig beschweren sich die Leute, die aus Richtung B kommen, dass der Anschluss so lang ist. Optimiere ich die Abfahrt für B, dann fährt mein Bus knapp vor der Ankunft aus A. Und die Zeiten der Züge verlegen kann ich halt nicht. Und in meinem Fall hab ich auch gerne Umlaufzeiten von 35, 70 oder 95 Minuten, weil ich natürlich auch die Straße nicht anders bauen kann und irgendwer findet, dass wir halt auch über C fahren sollten. Das Problem ist, auf den Hauptstrecken der Bahn haben wir zum Teil (wackelnde) Halbstundentakte, ins Hinterland jenseits des Massentourismus ist so ein Fahrplan aber oft nicht drin, schon gar nicht am Wochenende. Da ist oft einfach nicht mehr drin als ein Bahnbusfahrplan anno 1980. Da muss der Planer irgendwo Entscheidungen treffen. Und so blöd das klingt, das hat 1980 oft besser funktioniert, weil man da auch die wenigen Züge dann so hat planen können, dass wenn mal Anschluss sein sollte, hat die DB einen Zug (!) einfach so gelegt, dass der Anschluss in beide Richtungen passt und dann auch noch in der Wartezeitvorschrift angewiesen, dass speziell die letzten Busse gefälligst zu warten haben. Da gab's dann aber natürlich keinen ITF, denn irgendwo anders ging sich das dann deswegen vielleicht zwischen Bahn und Bahn nicht mehr aus.

Bearbeitet von Rohrbacher am 9 Jun 2021, 14:27

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Nur echt mit Schachtelsatz.
    
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mapic
  Geschrieben am: 9 Jun 2021, 14:26


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QUOTE (rautatie @ 9 Jun 2021, 14:55)
Früher hatte ich auf Fragen nach schlechten Anschlüssen gelegentlich die Antwort gehört "Weil es sich um verschiedene Firmen handelt". Wobei diese Antwort nicht erklärt, warum unterschiedliche Firmen sich nicht abstimmen können. Was spräche dagegen, sich an solchen Umsteigepunkten gemeinsam auf abgestimmte Fahrpläne zu einigen? Das ließe sich doch theoretisch auch bewerkstelligen, obwohl es sich um verschiedene Firmen handelt?

Firmen spielen in der Angelegenheit im Nahverkehr heute eigentlich keine Rolle mehr, weil die ja nicht selbst entscheiden wo, wann und wie oft sie fahren. Heute geht es darum, wer welche Verkehre bestellt. Und das sind eben Länder, Landkreise, Kommunen, Zweckverbände oder Verbünde und gerade beim Busverkehr häufig eine bunte Mischung aus allen genannten (bis auf die Länder).

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