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"Doppel-Lokomotive" mit Jakobs-Drehgestell? [Zur Themenübersicht]
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corsa636
  Geschrieben am: 24 Feb 2019, 11:14


Tripel-Ass


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Dec 12
Beiträge: 197




Hallo,

eine Frage in die Runde, gibt es / gab es/ macht so eine Konstruktion Sinn??

So zunächst zu den Hintergrundüberlegungen...

- Dieseln unter Strom ist Sinnlos und im Güterverkehr hat man häufig das Problem der (längeren) last-Mile
- Viele in der Foren führen an, da die neuen "leichten" BoBo Güterzugloks nicht ausreichend (Anfahrts??)Zugkraft auf den Boden bringen
- CoCo Lokomotiven nehmen die Schienen arg her...
- Doppeltraktion ist häufig überdimensioniert & daher unwirtschaftlich (~ 160 - 170 To Gewicht)

Kam mit irgendwie in den Kopf ob eine "Doppel-Lok" die sich gemeinsam auf einen Jakobs-Drehgestellt abstützt Sinn macht.
Die Lok sollte daher max. ~ 120-125 Tonnen wiegen.

Das zusätzliche Gewicht kann für stärkere Elektromotoren (sollten nicht soo viel wiegen, oder?) und natürlich für einen Dieselmotor verwendet werden (ähnlich wie bei BR245 oder BR 247 mit ~ 2,2-2,4MW mech.

Technische Daten (als Technik-Laie)

- Elektrisch: Wären hier 9,6 MW denkbar (und Sinnvoll) ?? ( 9,6 MW = 6,4MW(BR182) / 2 * 3 (Triebgestelle) )
- Diesel: Entweder 1 "großer" Motor oder wie bei der BR245 mehrere Kleine (4 Stück würden evtl. auch 5 gehen??), jeh-nach-dem was besser unterzubringen ist.
- Gewicht: 20 bzw. 22 Tonnen je Achse sind so Grenzen, wenn ich mich recht erinnere... somit irgendwie um 120 Tonnen (maximal wären ja sogar 132To möglich oder?)
- Mit ETCS sollte sich diese Lok in Europa relativ "frei" bewegen lassen.

Wie sieht ihr das ganze?
Was sind Schwächen von dem Konzept?
    
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143
  Geschrieben am: 24 Feb 2019, 12:15


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Jul 10
Beiträge: 887




CoCo-Lokomotiven sollten gleistechnisch nicht mehr das Problem sein. Wenn man europaweit fahren will gilt der Prüfbereich 5 für den Netzzugang (< 60 kN Querkraft pro Achse) Den schafft man auch mit einem Vierachser nicht mehr ohne weiteres. Man muß also so oder so zu Hydrobuchsen oder aktiven Elementen greifen. Das tut Stadler mit der neuen sechsachsigen Lok z.B. auch. Damit sollte man dann wieder recht gleisfreundlich unterwegs sein (wenn die Stadler-Zhalen stimmen).
Fährt man nur die Korridore hat man nicht mehr soviele enge Bögen. Da ist eine CoCo dann nicht mehr unbedingt nachteilig.
    
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Auer Trambahner
  Geschrieben am: 24 Feb 2019, 12:16


Lebende Forenlegende


Status: Globaler Moderator
Mitglied seit: 4 May 05
Beiträge: 10039

Wohnort: Drunt in da greana Au


Bo'Bo'Bo' gibts in Italien z.B. bei der E.656. Da gings zwar eher um Kurvengängigkeit aber erstmal grundsätzlich wärs das gesuchte in rein elektrisch.

Ob man mit moderner Technik auch noch Dieselgeschichten unterbringt, ohne wegen der nötigen Länge gleich wieder 2 Bo'Bo' mit nur einem Fst bauen zu können.

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Der mit dem Ölkännchen tanzt!
    
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corsa636
  Geschrieben am: 24 Feb 2019, 22:47


Tripel-Ass


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Dec 12
Beiträge: 197




Ja, genau so was wie die E.656 meine ich.

Wäre solch ein Konzept aktuell noch/ wieder denkbar und sinnvoll?
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 25 Feb 2019, 00:28


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 Oct 13
Beiträge: 3255




QUOTE (corsa636 @ 24 Feb 2019, 23:47)
Ja, genau so was wie die E.656 meine ich.

Wäre solch ein Konzept aktuell noch/ wieder denkbar und sinnvoll?

Frag mal den russischen Spion, das Thema hatten wir irgendwann mal, weil in Russland ne Lok damit rauskam. Einfach mal suchen, sollte zu finden sein.

War da auch ein Fan von, aber seit Stadler jetzt die Kurvenschonenden CoCo-DGs hat, ists mir eigentliche egal. Da seh ich eher Vorteile bei letzterem Typ, da der Achsabstand geringer sein dürfte als bei BoBoBo. Der Platzvorteil hat dann auch den Nebeneffekt, dass unterflur ggf. noch Platz für den schweren Trafo ist, bei Bo´Bo`Bo wirds schwerer. Nachdem eine 6Achslok mehr Leistung haben muss, d.h. der Trafo entsprechend größer ausfallen muss, fällt das umso schwerer ins Gewicht.

Sinnvoll könnte sowas im HGV werden, da dort die Achslast wichtig ist und man trotzdem Leistung braucht. Insbesondere in 15kV-Ländern mit den schweren Trafos. Wie man mittlerweile weiss, sind TKs + Wagenzug billiger im Unterhalt. Talgo braucht z.B. stärkere TKs, um ihren Avril mit 380 fahren lassen zu können. Mit den normalen 2x4MW Antrieb sind nur 320 drin. Sie wollten mal auf verteilte Antriebe mit Jakobs-DGs setzen, aber das finde ich suboptimal. Am Ende hat man dann 3 verschiedene DG-Typen im Zug.
Beim deutschen Talgo könnte ne Version mit einer Co´Co Lok + Steuerwagen möglicherweise auch für Tempo 250-280 gut sein. Wäre dann ein guter ICE2-Nachfolger und die 6 angetriebenen Achsen böten auch unter 100 km/h ne bessere Anfahr-Beschleunigung.

Ein Co´Co TK dürfte technisch auch deutlich ähnlicher zu bauen sein und der Wagenzug ist wieder identisch zum normalen Zug mit Bo´Bo-TKs.

Alstom könnte ein ähnliches Problem haben, wobei die den Vorteil haben, dass das erste DG ihrer Personenwagen ein normales DG ist, dass man ggf auch antreiben kann. Das bietet sich für die eigentlich an, am Ende hat man damit also Bo´Bo´Bo.

Die TSIs haben zwar gerade CoCo für HGV ausgeschlossen, aber nachdem jetzt der Verschleiß nachweislich gering ist, ist´s eigentliche egal. Da könnte Talgo+Stadler dafür sorgen, dass das wieder rausfliegt und stattdessen halt ein Verschleißlimit angewandt wird.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 25 Feb 2019, 00:34
    
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Russischer Spion
  Geschrieben am: 1 Mar 2019, 18:47


Kaiser


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Mitglied seit: 4 Jan 08
Beiträge: 1848

Alter: 42
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Die s.g. Doppelloks sind z.B. in Russland gängige Praxis. Und zwar nicht nur im Güter- sondern auch im Personenverkehr.

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Mühldorfer
  Geschrieben am: 28 Mar 2019, 22:34


König


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Mitglied seit: 11 Dec 10
Beiträge: 885




Hallo,
siehe Schweiz SBB Re 6/6. Einrahmig Achfolge Bo’Bo’Bo’

Gruß
    
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6 Antworten seit 24 Feb 2019, 11:14 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken

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