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Dieselverbote in deutschen Großstädten? [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 19:17


Lebende Forenlegende


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Nach Stuttgart (dort im S-Bahn Thema nicht artgerecht diskutiert) scheint es nun bald auch München zu treffen:
Süddeutsche München muss sich auf Diesel-Fahrverbote vorbereiten
QUOTE
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat Freistaat und Stadt dazu verpflichtet, noch in diesem Jahr ein Konzept für mögliche Diesel-Fahrverbote in München vorzulegen.

Ich bin in der Frage zwiegespalten. Zum einen bin ich auch für ein nachdrücklicheres Vorgehen gegen schlechte Luft, auf der anderen Siete habe ich mir vor nicht allzu langer Zeit einen sparsamen Euro5 Diesel (damals die höchste Euronorm Schadstoffklasse) gekauft. Wenig C02 Ausstoss mit der höchstmöglichen Euronorm, was kann da schief gehen?

PS DIe FAZ sieht in dem Urteil ebenfalls Signalwirkung

Bearbeitet von Iarn am 1 Mar 2017, 19:29

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Moderate nachfragegerechte Kapazitätsreduzierung
Mein Highlight des MVG Leisfungsprogramms 2019
    
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Lazarus
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 19:46


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Ich hab da ehrlich gesagt nur Zweifel, ob das rechtlich durchgeht, wenn der Bann nur PKW trifft. Ich sage nur Stichwort Diskriminierungsgesetz....

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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146225
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 19:55


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Man kann natürlich auch weitere 50 Jahre typisch deutsch einfach nix machen, was die arme Autorepublik auch nur zart erschütttert, spätestens wenn in Peking die Luft besser ist als in den meisten deutschen Großstädten wird man sich dann doch bewusst, dass es Grütze war.

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Und vergessen Sie nicht: Bevor Sie gehen -
HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!
    
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Lazarus
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 20:04


Lebende Forenlegende


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QUOTE (146225 @ 1 Mar 2017, 19:55)
Man kann natürlich auch weitere 50 Jahre typisch deutsch einfach nix machen, was die arme Autorepublik auch nur zart erschütttert, spätestens wenn in Peking die Luft besser ist als in den meisten deutschen Großstädten wird man sich dann doch bewusst, dass es Grütze war.

Natürlich muss was passieren. Ich sehe aber halt auch das Problem, was macht man mit denen, die keine S-Bahn direkt am Ort haben? Will man die dann vom Leben ausschließen?

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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martinl
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 20:13


König


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QUOTE (Lazarus @ 1 Mar 2017, 21:04)
Natürlich muss was passieren. Ich sehe aber halt auch das Problem, was macht man mit denen, die keine S-Bahn direkt am Ort haben? Will man die dann vom Leben ausschließen?

Es geht hier zunächst einmal um die Innenstädte der Großstädte und nicht um irgendwelche Orte, die keinen nennenswerten ÖPNV haben. Dann fahren die Leute halt bis zum Stadtrand mit dem Diesel-PKW und steigen dort in Bus und Bahn um. Vom Leben ausgeschlossen wird dadurch niemand.
    
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Balduin
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 20:14


König


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Scheinbar sind die Fakten immer noch nicht bis in diverse Redationsstuben, Politikerbüros und Gerichtssääle vorgedrungen: Für Feinstaub und Co. ist der Autoverkehr mittlerweile nur noch im einstelligen Prozentbereich verantwortlich - die Löwenanteil kommt da von Industrie, Stromerzeugung und v.a. Heizung von Privathaushalten. Bei letzteren haben die in den letzten Jahren die vielen neuen "ökologischen" Holzheizungen da für Verschlechterung der Bilanz gesorgt. (Mal abgesehen davon, dass momentan der Großteil des in Deutschland verheizten Holzes durch Raubbau an den rumänischen Wäldern gewonnen wird - also auch so ziemlich das Gegenteil von Natur- und Klimaschutz).

Von daher- reine Luftnummer. Man kann genauso gut homöopatische Globuli bei Grippe einsetzen, dürfte mit dem Placeboefekt sogar mehr bringen...

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Angie, Angie,when will those clouds all disappear? Angie, Angie, where will it lead us from here? With no loving in our souls and no money in our coats you can't say we're satisfied. But, Angie, Angie, they can't say we never tried. Angie, you're beautiful, yeah, but ain't it time we said goodbye?
Europe is falling apart: In the absence of war we are questioning peace
    
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Jean
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 20:22


Lebende Forenlegende


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Recht hast du Balduin. Aber die gegen die Industrie wird man nicht vorgehen und gegen "Öko Holzheizungen" sicherlich auch nicht da diese ja gefördert wurden...

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Welcher Kurs darf heute kommentarlos entfallen?

2% Fahrgastzuwachs bei 4% Bevölkerungszuwachs ist keine Glanzleistung!
    
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Bayernlover
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 20:41


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Chat: Bayernlover 

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Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)


QUOTE (Balduin @ 1 Mar 2017, 20:14)
Für Feinstaub und Co. ist der Autoverkehr mittlerweile nur noch im einstelligen Prozentbereich verantwortlich - die Löwenanteil kommt da von Industrie, Stromerzeugung und v.a. Heizung von Privathaushalten.

Wenn man Gesamtdeutschland betrachtet, vielleicht. In Stuttgart sollen es 50 Prozent sein am Neckartor.

Allerdings ist die Schlussfolgerung halt Unsinn. Benzindirekteinspritzer sind viel schlimmer als Diesel, deshalb wird sich wie immer nichts ändern.

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Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
    
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Valentin
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 21:25


Kaiser


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QUOTE (Balduin @ 1 Mar 2017, 20:14)
Scheinbar sind die Fakten immer noch nicht bis in diverse Redationsstuben, Politikerbüros und Gerichtssääle vorgedrungen: Für Feinstaub und Co. ist der Autoverkehr mittlerweile nur noch im einstelligen Prozentbereich verantwortlich - die Löwenanteil kommt da von Industrie, Stromerzeugung und v.a.

Welcher Industriebetrieb oder welches Kraftwerk liegt den an der Landshuter Allee und verursacht dort die extrem hohen Schadstoffwerte?

Im Durchschnitt mag der Verkehr nicht der große Verursacher sein, wohl aber an manchen Straßenverbindungen.
Im Westpark dagegen stammt die extreme Feinstaubbelastung nicht von der nahen Autobahn - sondern im Sommer. von den grillenden Frischluftfreunden blink.gif
    
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Balduin
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 22:28


König


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Beiträge: 944




QUOTE (Valentin @ 1 Mar 2017, 22:25)
QUOTE (Balduin @ 1 Mar 2017, 20:14)
Scheinbar sind die Fakten immer noch nicht bis in diverse Redationsstuben, Politikerbüros und Gerichtssääle vorgedrungen: Für Feinstaub und Co. ist der Autoverkehr mittlerweile nur noch im einstelligen Prozentbereich verantwortlich - die Löwenanteil kommt da von Industrie, Stromerzeugung und v.a.

Welcher Industriebetrieb oder welches Kraftwerk liegt den an der Landshuter Allee und verursacht dort die extrem hohen Schadstoffwerte?

Im Durchschnitt mag der Verkehr nicht der große Verursacher sein, wohl aber an manchen Straßenverbindungen.
Im Westpark dagegen stammt die extreme Feinstaubbelastung nicht von der nahen Autobahn - sondern im Sommer. von den grillenden Frischluftfreunden blink.gif

Du magst vielleicht im Moment nur den Grill oder die Autos nebenan riechen - den Dreck der im Grunde konstant von einem ein paar Kilometern entfernten Kraftwerk per Wind hingeblasen wird fällt deiner Nase nicht auf weil er immer da ist und damit sensorisch als "Grundrauschen" weggefiltert wird. Obwohl es eigentlich effektiv mehr Belastet.

Wenn du einen Radius beliebig klein machst um Quellen zu finden wirst du nur bei den entsprechenden naheliegenden bleiben. Aber ob das dann wirklich alles ist was vorhanden ist? Das wage ich zu bezweifeln.



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Entenfang
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 22:43


Lebende Forenlegende


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Alter: 24
Wohnort: München


QUOTE (Balduin @ 1 Mar 2017, 20:14)
Scheinbar sind die Fakten immer noch nicht bis in diverse Redationsstuben, Politikerbüros und Gerichtssääle vorgedrungen: Für Feinstaub und Co. ist der Autoverkehr mittlerweile nur noch im einstelligen Prozentbereich verantwortlich - die Löwenanteil kommt da von Industrie, Stromerzeugung und v.a. Heizung von Privathaushalten.

Diese Aussage stimmt nur im Bezug auf Gesamtdeutschland. Genau aus diesem Grund gibt es auch Luftmessstationen mit ländlichem Hintergrund, städtischem Hintergrund und verkehrsnah. Auf diese Weise kann niemand abstreiten, dass an den Hauptstraßen fast ausschließlich der Verkehr dafür verantwortlich ist, dass die Luft so schlecht ist. Und man sollte auch nicht vergessen, dass da nicht irgendwelche ominösen Zahlenwerte überschritten werden, sondern dass das eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für die Menschen darstellt.
Da üblicherweise die Mieten an stark befahrenen Straßen niedriger sind, trifft es wie immer die Ärmsten der Gesellschaft.

QUOTE
Von daher- reine Luftnummer. Man kann genauso gut homöopatische Globuli bei Grippe einsetzen, dürfte mit dem Placeboefekt sogar mehr bringen...

Das Fazit ist schlichtweg falsch - das Gegenteil ist der Fall. In Stuttgart wird es am Neckartor nahezu keine Verbesserung der Werte durch ein Verbot von Holzkaminen zu verzeichnen geben, wenn nicht der MIV reduziert wird.

Das Umweltbundesamt hat weitere Informationen zum Thema, auch auf S.7 sehr schön erkennbar, dass die städtisch verkehrsnahen Stationen deutlich mehr Überschreitungen der Grenzwerte aufweisen.

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"Die S-Bahn rollt wie ein Uhrwerk."

Frankfurter Abendpost am 29.5.1978, dem Tag nach der Inbetriebnahme des Frankfurter S-Bahntunnels
    
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Russischer Spion
  Geschrieben am: 1 Mar 2017, 23:59


Kaiser


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Beiträge: 1777

Alter: 41
Wohnort: Moskau



Die Ökoterroristen drehen durch ph34r.gif .

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 2 Mar 2017, 04:21


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 11416

Wohnort: ja


QUOTE (Russischer Spion @ 1 Mar 2017, 23:59)
Die Ökoterroristen drehen durch  ph34r.gif  .

Lebenserwartung Deutschland 1960: 69 Jahre (Kohlezeitalter, keine Abgasreinigung, Asbest, "davon-stirbt-man-nicht-Mentalität")
Lebenserwartung Deutschland 2014: 81 Jahre (Energiewende, Rußfilter, Merkel, "Ökoterrorismus")

Lebenserwartung Russland 1960: 66 Jahre (Kohlezeitalter, keine Abgasreinigung, Asbest, "davon-stirbt-man-nicht-Mentalität")
Lebenserwartung Russland 2014: 70 Jahre (Kohlezeitalter, wenig Abgasreinigung, Asbest, Putin, "davon-stirbt-man-nicht-Mentalität")

Merkst was? ph34r.gif

Quelle: Weltbank

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"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's."
    
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146225
  Geschrieben am: 2 Mar 2017, 06:08


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 1 Apr 07
Beiträge: 13195

Alter: 40
Wohnort: TH


Bundesweit wird man sicherlich auch durch eine Reduktion der Kohleverstromung die Schadstoffwerte in der Luft senken können, das ist keine Frage. Dass man allerdings in den hoch mit Verkehr belasteten Verdichtungsräumen den Verkehr von Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor als "unschuldig" und "kleiner Anteil" ausschließen kann, ist das Wunschdenken deutscher Autogeilheit und letzten Endes das seit Jahrzehnten gehabte Voranstellen der eigenen Bequemlichkeit über die Gesundheit anderer. Stuttgart z.B. wird es nie schaffen, die Schadstoffwerte zu senken, wenn man dort die tägliche Staulawine einfach immer so weiter rollen lässt. Aber ich hätte ja beinahe vergessen: für die örtlichen Autofahrer sind es dort ja die Baumaschinen von Stuttgart21, also wenn das mal fertig ist, wird alles gut. Und was ist die Münchner Ausrede?

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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 2 Mar 2017, 07:45


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Beiträge: 2352

Alter: 46
Wohnort: München


Hier in München haben wir die zweite S-Bahn-Stammstrecke, die alles gut und jedweden Ausbau an anderer Stelle überflüssig macht.
Und mit dem Diesel hat sich die Autoindustrie halt verzockt. Um die immer größeren SUV unters Volk zu bringen, ist die Flotten-Verdieselung nicht das richtige Mittel, um CO2-Werte einzuhalten. Rein physikalisch müsste es mal ans Downsizing der Fahrzeuggrößen gehen, um hier voranzukommen.

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Gruß vom Wauwi
    
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