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Maßnahmen zum Wachstum der Ballungsräume [Zur Themenübersicht]
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gmg
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 15:12


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 14 Oct 04
Beiträge: 3826

Wohnort: München


Hallo zusammen!

Es dürfte hier ja keinem entgangen sein, dass in vielen der großen Ballungsräume Deutschlands massive Bevölkerungszunahmen zu verzeichnen sind.
Der ÖPNV kommt damit an seine Grenzen, ebenso wie der Straßenverkehr.
Auch Wohnungsnot ist die Folge.


Jetzt würde ich hier mal gerne ein paar Ideen hören, wie man dem in Zukunft begegnen sollte. Die Ideen, die man in Politik und Medien hört, überzeugen mich nämlich nicht.
die Politiker würden ja die Städte und ihre Umländer immer weiter mit Straßen zupflastern und auf der anderen Seite aber Dieselautos verbannen.
Der Wohnungsnot will man mit sozialem Wohnungsbau begegnen. Den ÖPNV müsste man massiv ausbauen, tut es aber nur zögerlich.

Ich bin der Meinung, man sollte schon lieber einmal etwas gegen die Bevölkerungszunahme in den Ballungsräumen tun, anstatt verzweifelt zu versuchen, auf sie zu reagieren. Und zwar indem man die Leute von dort weglockt.
hier fände ich es gut, man würde sich durch Ausschreibungen bestimmte Dörfer und Kleinstädte heraussuchen, die man massiv födert, um dort ein kontrolliertes Bevölkerungswachtum hinzulenken. Mögliche Maßnahmen wären die folgenden
1. Man könnte dort neue Wohnungen bauen, so wie man es bisher an den Rändern der Großstädte macht. Würde man z.B. nicht in Karlsfeld, sondern in Landshut viele Wohnungen bauen, würden die Leute dort eher bleiben oder sogar hinziehen.

2. Man könnte den Unternehmen Steuervergünstigungen anbieten, die sich dort ansiedeln oder dort angesiedelt sind und vor Ort expandieren.

3. Einrichtungen zur Kinderbetreuung und Beschulung könnte man dort fördern.

4. Dem ÖPNV sollte man dort mit einem besonders großen Angebot und günstigen Preisen vorschub leisten.

Auf diese Weise könnte man ganze Regionen sinnvoll besiedeln. Die geförderten Kommunen würden benachbarte Dörfer in der Region durch ihre Nähe vor dem Bevölkerungsschwund schützen. In den Ballungsräumen würden sich der Immobilienmarkt und der Verkehr beruhigen, indem weniger Leute zuziehen und manche sogar abwandern.

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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143
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:11


Haudegen


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Mitglied seit: 18 Jul 10
Beiträge: 723

Alter: 29



- Staatliche Stellen könnten Arbeitsplätze aufs Land verlegen.

- Internet Ausbau auf dem Land

- Förderung von Home Office

- Ausgaben für F&E für KMU steuerlich absetzbar machen


Ist mir auf die Schnelle noch eingefallen...
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:13


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 7361




Nur ist meist dann doch noch einfacher einen bestehenden ÖPNV auszubauen, als einen Nichtbestehenden neu aufzubauen. Es braucht ja nicht nur Wohnung und ÖPNV, sondern auch Nahversorgung, Unterhaltung usw usf. Die meisten Städte, die auf dem Reißbrett entstanden sind, waren unterm Strich doch nicht so wirklich gelungen. Insofern habe ich leise Zweifel, in wie weit das gelingen mag.
    
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Bayernlover
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:20


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 13744
Chat: Bayernlover 

Alter: 29
Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)


Wie Iarn an anderer Stelle schon sagte, diese versuchten Zwangsumsiedlungen haben doch nie was gebracht.

Bearbeitet von Bayernlover am 5 Mar 2018, 17:20

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Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
    
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Balduin
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:30


König


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Beiträge: 930




QUOTE (Cloakmaster @ 5 Mar 2018, 18:13)
Nur ist meist dann doch noch einfacher einen bestehenden ÖPNV auszubauen, als einen Nichtbestehenden neu aufzubauen.

Naja, ist es mittlerweile nicht eher andersrum? Also bestehnde Systeme zu verbessern mit neuen Linien, Verlängerungen, Taktverdichtungen scheinen kaum noch möglich oder brauchen Ewigkeiten...

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Balduin
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:31


König


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Beiträge: 930




QUOTE (Bayernlover @ 5 Mar 2018, 18:20)
Wie Iarn an anderer Stelle schon sagte, diese versuchten Zwangsumsiedlungen haben doch nie was gebracht.

Aufbau Ost war sicher kein Ruhmesblatt - anderseits, die Zonenrandförderung davor schien halbwegs funktioniert zu haben

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:38


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2087




QUOTE (gmg @ 5 Mar 2018, 16:12)
Hallo zusammen!

(...)

So kompliziert mit soviel Förderung muss es gar nicht sein. Die Münchner Immo-Preise sind schon Druck genug, als das man die Leuten aufs Land locken müsste.

Was man bräuchte wäre ne schnelle Bahnanbindung an die Metropolen aus der richtigen Pampa, nicht nur mehr vom Speckgürtel aus.

Die Regio-Expresse schaffen das nicht mehr, da selbst sie noch zu oft halten, zumindest wenn man weiter weg wohnt.

Man bräuchte Linien, die in der Pampa kurz als RB fahren und dann nonstop in die Metropole weiterfahren. 1-2 max.3 Halte an Vorort-Bahnhöfen mit Anschluss ans S-/U-/T-Bahnnetz, dann weiter zum Hbf.

Insbesondere Bayern als Flächenstaat bräuchte sozusagen REs mit Tempo 200. Prinzipiell gibts solche Züge auch schon: Allen voran den MünüX, aber auch der neue Coburg-Express (wenn auch nur Vmax 160) und die Alex würde ich dazu zählen. Wobei ich die Alex noch in Feldmoching und/oder Moosach halten lassen würde. Optimal wäre Laim, aber tja ...

Fahrzeugmäßig könnte man das Ganze von den kommenden Münchner SBahnen ableiten: 3-Teiler, 2MW Leistung, 200 Plätze, maximal Langzüge aus 3 Fahrzeugen = 200m Länge. Mit den 3-Teilern kann man auch flügeln - was bei S-Bahnfahrzeugen ebenfalls schon optimiert sein müsste (gibt da ja bei Dostos und Co. immer mal Problemchen. SBahnfahrzeuge sind sicher auch nicht perfekt, aber zumindest sollte man viel Hirnschmalz investiert haben, dass es so gut und zügig wie möglich geht).

Anders gesagt: Man sollte alle Strecken ~50km rings um die Metropolgrenzen auf 200 ausbauen, also
München-Landshut
München-Dorfen
München-Rosenheim
München-Geltendorf
München-Weilheim

Augsburg ist bereits ziemlich gut versorgt, nur die Nebenstrecke nach Ingolstadt wäre ein Problem, die hat aktuell ja nicht mal Strom.

In Nürnberg dann:
Nürnberg- Treuchtlingen
Nürnberg- Ansbach
Nürnberg- Neustadt a.d.Aisch
Nürnberg- Parsberg
Nürnberg- Hersbruck

Das alles käme auch dem FV zu gute, zB. geht die Ausbaustrecke mit Vmax200 erst in Neustadt a.d. Aisch inRichtung Würzburg los, danach/zuvor heißt es Bummelei mit 110-140.

Unterm Strich würde man damit also oft ein gutes Kosten/Nutzenverhältnis schaffen - wenn - es in Deutschland keine Trennung zw. NV+FV gäbe.

Allein für PV oder NV werden sich aber die wenigsten Projekte rechnen, die hohen Kosten zur BÜ-Beseitigung gehen schnell ans Geld und Güterzüge haben sowieso nix von Tempo 200, eher im Gegenteil.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 5 Mar 2018, 17:40
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 17:47


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 7361




Was spricht eigentlich gegen Güterzüge mit vmax 200 und ggfs mehr?
    
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Balduin
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 18:10


König


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Beiträge: 930




QUOTE (Cloakmaster @ 5 Mar 2018, 18:47)
Was spricht eigentlich gegen Güterzüge mit vmax 200 und ggfs mehr?

Für das Tempo bräuchte man komplett neue Güterzugwagentypen. Also mindestens sowas wie die alten Postzüge, sprich Waggons mit Eigentschaften wie Schnellzugwaggons (möglichst bündige Außenhaut und Übergänge). Siehe ja auch die Ideen die es für so Züge auf Basis ICE/TGV gab.
Bei normalen Güterwagen ist das Problem, dass durch ihre Form und besonders durch die Lücken zwischen den Wagen die Aerodynamik bei größer 120 km/h katastrophal wird, und man immens viel Energie verbauchen würde um weiter zu beschleunigen.

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 18:48


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Cloakmaster @ 5 Mar 2018, 18:47)
Was spricht eigentlich gegen Güterzüge mit vmax 200 und ggfs mehr?

Allen voran der Energieverbrauch. Person A zahlt gerne einen Aufpreis, um schneller von X nach Y zu kommen, aber für einen Sack Kartoffeln trifft das weniger zu wink.gif

Bei solchen Güter rentiert es sich nicht, sie um ein paar Minuten schneller ans Ziel zu bringen. Höchstens bei schnell verderbliche Waren, aber dafür gibts dann wiederum Kühltransporte.

Punkt 2 wäre dann das von Balduin angesprochene Wagenmaterial. Die DB wollte mal Schnellgüterzüge über die Neubaustrecke fahren, im Nachtsprung von Hamburg nach München, Vmax 160 ... im Tunnel verbogen sich dann bei den Zugbegegnungen die Güterzugtüren...

Fazit: Man bräuchte was Druckertüchtigtes ... noch teurer. Zahlt keiner, den Post - TGV gibts auch nicht mehr.
    
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146225
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 19:18


Lebende Forenlegende


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Und selbst wenn das angesprochene Konzept einer Stärkung und Nachverdichtung ländlicher Räume gelingen würde - und ohne Frage gäbe es in Deutschland noch diese ländlichen Räume, wo noch etwas Platz vorhanden ist - so muss dies nicht gleichbedeutend mit Entlastung der Verdichtungsräume um die größeren Städte herum sein. Baden-Württemberg hat diese ländlichen Räume wie Hohenlohe oder Schwarzwald-Baar, wo ein hoher Lebensstandard und praktisch Vollbeschäftigung herrscht, wo die Unternehmen - oft führende Spezialisten mit weltweiter Geschäftstätigkeit - sogar noch händeringend nach guten Mitarbeitern suchen. Das löst aber den Dreck und den Dauerstau rund um und in Stuttgart - um nur das grottigste Beispiel zu nennen - auch nicht auf.

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Galaxy
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 20:23


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Metropolenbahner @ 5 Mar 2018, 19:48)
Person A zahlt gerne einen Aufpreis, um schneller von X nach Y zu kommen, aber für einen Sack Kartoffeln trifft das weniger zu wink.gif

Bei solchen Güter rentiert es sich nicht, sie um ein paar Minuten schneller ans Ziel zu bringen.  teurer. Zahlt keiner, den Post - TGV gibts auch nicht mehr.

Andererseits Amazon hat in weniger als 2 Jahren eine Flotte von 32 Frachtflugzeugen aufgebaut, und wird 2020 über 100 Flugzeuge haben, und die transportieren überwiegend Waren die eigentlich nicht Zeitkritisch sind. Der Bedarf an schneller Frachtbeförderung ist schon grundsätzlich da.
    
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spock5407
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 20:37


Lebende Forenlegende


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Wohnort: neben 8000261-Vorfeld


Es gab ja den Versuch mit dem InterCargoExpress für 160 km/h für den Transport im Nachtsprungverkehr. Wurde nach wenigen Jahren mangels Wirtschaftlichkeit eingestellt.

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München, Stadt der Nachfrage und Gerechtigkeit. Make Munich Tram Great Again!
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 21:32


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2087




QUOTE (Galaxy @ 5 Mar 2018, 21:23)
Andererseits Amazon hat in weniger als 2 Jahren eine Flotte von 32 Frachtflugzeugen aufgebaut, und wird 2020 über 100 Flugzeuge haben, und die transportieren überwiegend Waren die eigentlich nicht Zeitkritisch sind. Der Bedarf an schneller Frachtbeförderung ist schon grundsätzlich da.

Jein, da gehts um Schiff gegen Flugzeug, das macht nen Unterschied aus Asien von ~3 Wochen aus.
Schiffe sind für viele Sachen zu langsam, das ist richtig, deswegen baut ja auch die Bahn den Verkehr von/nach China aus.

Für Elektronik-Klimbim sind 3 Wochen riesig, da gibts viele Verrückte die extra zahlen um mal schnell das neueste Eifon zu haben.

Aber innerdeutsch ist es egal, da machts es keinen Unterschied. V.a. sind LKWs trotz Vmax 80 oftmals immer noch schneller.
    
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gmg
  Geschrieben am: 5 Mar 2018, 22:15


Lebende Forenlegende


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QUOTE (146225 @ 5 Mar 2018, 20:18)
Das löst aber den Dreck und den Dauerstau rund um und in Stuttgart - um nur das grottigste Beispiel zu nennen - auch nicht auf.

In Stuggi hat es ja auch topographische Gründe, dass es in seinen Abgasen erstickt, soweit ich weiß. Es ist ja von Bergen umgeben und leidet unter häufigem Inversionswetter.
Und wer sagt, dass Stuttgart nicht längst aus allen Nähten platzen würde, wenn andere Städte in BW nicht auch attraktiv wären?

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Aquí se habla s-bahñol.
    
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