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Eisenbahnforum.de > Regionalverkehr > Bahnstrecke Ulm-Lindau soll elektrifiziert werden


Geschrieben von: 218 466-1 am 27 Apr 2014, 20:24
Ich weiß, das ist jetzt seit fast 40 Jahren keine Neuigkeit mehr wink.gif aber doch mal ein eigenes Thema wert.

Wie bei der ABS48 http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=820a4e0074184d548bc4bf58dbe8b0c8&act=ST&f=2&t=1496&st=1020&#entry549709 erwähnt, stellt der Bund 2015 alles auf den Prüdstand, was bis dahin nocht nicht vertraglich unterschrieben worden ist. Anders als dort, kann man bei der Südbahn das aber vorher noch unter Dach und Fach bringen:
QUOTE
Im Verlauf der Jahre stiegen die errechneten Kosten für die Elektrifizierung der Südbahn von zunächst 140 auf jetzt 226 Millionen Euro. Umso wichtiger ist es, dass die Planfeststellung für alle fünf Abschnitte möglichst bis Ende dieses Jahres abgeschlossen ist. Damit erlangt das Projekt Baurecht, (...)  Aus heutiger Sicht sei die Erteilung dieses Baurechts Ende des Jahres, spätestens Anfang 2015 realistisch. „Wir streben mit aller Macht an, diese Termine einzuhalten“, bekräftigt Franke, der auch Geschäftsführer des Interessenverbands Südbahn ist. Die Eile hat ihrem Grund. Immer noch steht eine verbindliche Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Bund aus. Der Bund wiederum will erst dann einen entsprechenden Vertrag unterschreiben, wenn das Baurecht gesichert ist. Da aber 2015 die Fortschreibung des Verkehrswegeplans ansteht, in der die Dringlichkeit von Projekten im Straßen- und Schienensektor festgelegt wird, ist Eile geboten. Denn alle bis dahin nicht formal begonnenen Bauvorhaben werden neu bewertet. „Deshalb ist es unser oberstes Ziel, bis Ende des Jahres das Baurecht zu haben“, (...).

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Plaene-fuer-Elektrifizierung-Suedbahn-wartet-auf-das-Baurecht;art372474,6885376

Die beschriebene Fahrzeit ...
QUOTE
Nach der Elektrifizierung der Südbahn wird die Fahrzeit zwischen Ulm und Lindau rund 60 Minuten betragen. Damit sollen alle Anschlüsse in Friedrichshafen und Ulm sicher erreicht werden, ist die Zielvorstellung. Damit werden die Verbindungen vom See nach Stuttgart deutlich attraktiver.

... ist dann aber doch etwas übertieben. Der schnellste Zug heuer ist IC 1218, der TF - TU ohne Halt fährt (bzw. fuhr, aktuall Saisonpause) und diesen Abschnitt verspätungsbedingt mal in 53 Minuten geschafft hat. Wie das eine E-Lok mit 9-10 Halten, Fahrtrichtungswechsel und 25 km Mehr bis/ab Lindau in 60 Minuten schaffen soll wissen nur die Schreiberlinge.

Geschrieben von: JeDi am 27 Apr 2014, 21:05
m.W. sind die 60 Minuten die Zielfahrzeit zwischen Ulm und Friedrichshafen - das ist in etwa die heutige Sprinterfahrzeit mit allen IRE-Halten (und etwa 10 Minuten schneller als heute).

Geschrieben von: 146225 am 28 Apr 2014, 04:53
Wenn man sieht, wie lahm sich die 218 mit 4 Dosto aus Ulm herausquälen (und nach jedem Halt wieder weiter quälen), braucht es nicht so viel Fantasie um zu wissen, wo man mit einer anständigen Drehstrom-E-Lok (unter anderem) noch Fahrzeit rausholen kann.

Glauben tue ich an diese seit Jahrzehnten elektrifizierte Südbahn aber auch erst, wenn sie erfahrbar ist.

Geschrieben von: DumbShitAward am 28 Apr 2014, 05:44
Sollte schon klappen. Derzeit fahren die IRE Sprinter nach Basel mit VT611 und einer ganz ordentlichen Fahrplanreserve das ganze in ziemlich genau 60 Minuten, allerdings nur mit drei Zwischenhalten.

60 Minuten mit Elloks sollte nach Friedrichshafen schon hinhauen, nach Lindau aber nur mit großen Ausbauten, onne Halt zwischen Friedrichshafen und Lindau und definitiv nicht mit dem Inselbahnhof, alleine für die Einfahrt gehen da ja schon 10% drauf... wird praktisch aber kaum umsetzbar sein, aufgrund des großen Fahrgastwechsels in Friedrichshafen.

Ich glaube natürlich auch erst an den Südbahnausbau wenns fertig ist, aber auch jetzt schon ist das in meinen Augen nur ein Kompromiss. Ohne Bodenseegürtelbahnausbau bzw. Elektrifizierung (von der Hochrheinbahn spreche ich da noch gar nicht), ist der Nutzwert nur halb so groß. Heißt ja nicht, dass man es bleiben lassen sollte.

Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Apr 2014, 07:49
QUOTE (DumbShitAward @ 28 Apr 2014, 06:44)
Sollte schon klappen. Derzeit fahren die IRE Sprinter nach Basel mit VT611 und einer ganz ordentlichen Fahrplanreserve das ganze in ziemlich genau 60 Minuten, allerdings nur mit drei Zwischenhalten.

60 Minuten mit Elloks sollte nach Friedrichshafen schon hinhauen, nach Lindau aber nur mit großen Ausbauten, onne Halt zwischen Friedrichshafen und Lindau und definitiv nicht mit dem Inselbahnhof, alleine für die Einfahrt gehen da ja schon 10% drauf... wird praktisch aber kaum umsetzbar sein, aufgrund des großen Fahrgastwechsels in Friedrichshafen.

Das wäre in etwa ein 130 km/h Schnitt. Selbst mit Ausbau für 200 km/h würde das bei den Halten eng werden.
Ein möglicher ICE mit Halt nur in Friedrichshafen, könnte das dann gerade so noch schaffen. MLI <-> TF dauert ohne Halt z.Z. 17 Minuten. Mit Bf. Reutin und E-Traktion, kann mann vlt. auf ~13 Minuten verkürzen. mindesten 4 Minuten Halt in TF wegen Fahrtrichtungswechsel und dann ohne Halt bis Ulm in gut 43 Minuten bei Abschnittsweise 200 km/h. Das wären dann genau 60 Minuten.
Leider ist aber kein 200 km/h Ausbau vorgesehen, s.i.w. nichtmal 160 km/h und es wird zunächst wohl mit BR 146 und den Dosto gefahren. Unter 75 Minuten geht da nichts mit Halt in Lindau - Friedrichshafen - Ravensburg - Biberach - Ulm bei nur 140 km/h. Nicht zu vergessen die 100 km/h Abschnitte im Schussentobel und bei Essendorf.

QUOTE
Ich glaube natürlich auch erst an den Südbahnausbau wenns fertig ist, aber auch jetzt schon ist das in meinen Augen nur ein Kompromiss. Ohne Bodenseegürtelbahnausbau bzw. Elektrifizierung (von der Hochrheinbahn spreche ich da noch gar nicht), ist der Nutzwert nur halb so groß. Heißt ja nicht, dass man es bleiben lassen sollte.

Der entfallende Lokwechsel in Ulm ist schon ein Vorteil. Bei Baustellen wird heuer schon oft darauf verzichtet und nach Stuttgart durchgedieselt. Bei der Rückfahrt muss die 218 dann von der 146 oder 143 mitgeschleppt werden.
Die IC könnten mit der 1116 bzw. 101 durchfahren.http://www.bahnbilder.de/1200/der-momentan-wohl-interessanteste-zug-760658.jpg.
Ich stimme aber zu: Ob BR 101, 146 und 1116 bei der Inbetriebnahme der Elektrifizierung überhaupt noch fahren (und die fahren bestimmt noch midestens 20 Jahre) ist sehr fraglich.
Der zweigleisige Ausbau nach Lindau ist vorerst auch wieder vom Tisch.

Geschrieben von: Jogi am 28 Apr 2014, 08:37
QUOTE (218 466-1 @ 28 Apr 2014, 08:49)
Leider ist aber kein 200 km/h Ausbau vorgesehen, s.i.w. nichtmal 160 km/h [...]

https://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/mobilitaet-verkehr/schiene/suedbahn/?type=98&print=1 (alles andere wäre bei der "König-Wilhelm-Gedächtnis-"Streckenführung zwischen Ulm und Biberach doch verwunderlich).
Ob 200 Sachen für eine primäre RV-Strecke und GV-Umleiterstrecke wirklich nötig sind...? (<- rhetorische Frage wink.gif )

Geschrieben von: DumbShitAward am 28 Apr 2014, 11:01
@ Jogi

Das ist es ja gerade, was mich da etwas wurmt. Dass der Südbahnausbau bzw. dessen Elektrifizierung eine prima Sache ist, steht ja gar nicht in Frage, allerdings sollte man eben auch an eine Durchbindung bis ins Rheintal/Schweiz denken. Natürlich ist das Gebiet zwischen nordöstlichem Bodenseegebiet und Rheintal nicht unbedingt dicht besiedelt, aber es fehlt eben nach wie vor eine ordentliche Ost-West-Verbindung in dieser Region - nicht nur auf der Schiene. Eine gute Personenfernverkehrsverbindung wäre da eine wirkliche Bereicherung (man kann das ja nicht komplett auf die Schweiz abwälzen, von der Linienführung ist das ohnehin nicht sonderlich günstig) und könnte hier tatsächlich auch den Autoverkehr am Hochrhein bzw. Schwarzwald vermindern.

So wie die Planung jetzt ist, dürfte das für den Ost-Westverkehr sogar hinderlich sein, da mutmaßlich die IRE Sprinter (Ulm -)Friedrichshafen - Basel mit Elektrifizierung der Südbahn fallen werden, macht ja keinen Sinn die Südbahn durch unter Draht zu dieseln und durch den Umstieg in Friedrichshafen wäre der Zeitvorteil wieder dahin (Lokwechsel ist ja eher schwierig, da man danach ja GNT haben sollte), wenns blöd läuft kommt dann in Singen bzw. Radolfzell gleich der nächste Umstieg dazu.

Nachdem die Südbahn ja primär für den Personenverkehr interessant ist, wäre es zumindest bis Singen zielführend durchgehend Fahrdraht zu haben, sonst ist das ganze vom Potenzial her unausgeschöpft.

Geschrieben von: ropix am 28 Apr 2014, 11:06
Also bislang läuft die Elektrifizierung genau bis Lindau Äschach, der Teil bis Reutin fehlt erstmal smile.gif

Geschrieben von: JeDi am 28 Apr 2014, 11:22
QUOTE (DumbShitAward @ 28 Apr 2014, 12:01)
So wie die Planung jetzt ist, dürfte das für den Ost-Westverkehr sogar hinderlich sein, da mutmaßlich die IRE Sprinter (Ulm -)Friedrichshafen - Basel mit Elektrifizierung der Südbahn fallen werden, macht ja keinen Sinn die Südbahn durch unter Draht zu dieseln und durch den Umstieg in Friedrichshafen wäre der Zeitvorteil wieder dahin (Lokwechsel ist ja eher schwierig, da man danach ja GNT haben sollte), wenns blöd läuft kommt dann in Singen bzw. Radolfzell gleich der nächste Umstieg dazu.

Der Sprinter soll dann Lindau - Singen (-Basel) verkehren - der Umstieg in Friedrichshafen erfolgt dabei ohne Zeitverluste gegenüber heute. Zumindest für Ulm - Singen usw.

Betrachte die Südbahn-Sprinter als Elektrifizierungsvorlaufbetrieb zur Sicherstellung von Anschlüssen, die mit Elektrifizierung der "normale" IRE erreicht.

Geschrieben von: DumbShitAward am 28 Apr 2014, 11:35
QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 12:22)
Der Sprinter soll dann Lindau - Singen (-Basel) verkehren - der Umstieg in Friedrichshafen erfolgt dabei ohne Zeitverluste gegenüber heute. Zumindest für Ulm - Singen usw.

Der Umstieg von Ulm kommend oder von Lindau kommend (ich gehe mal davon aus, dass du hier Ulm meinst).
Heißt das dann, dass der Sprinter dann von Lindau bis nach Friedrichshafen unter Draht dieselt? Wirklich eine Alternative hat man ja eigentlich nicht, da ja wohl weiterhin bogenschnelle Verbrennungstriebwagen benutzt werden müssten. Und Umstieg ohne Zeitverlust... wenn ich mir die Massen anschaue, die von Ulm über Friedrichshafen hinaus so unterwegs sind und dann noch das allgemeine Fahrgastverhalten bei kurzen Umstiegen, dann habe ich so meine Zweifel ob das klappt (höchstens mit Kanibalisierung des Elektrifizierungsbonus der Südbahn und das wäre dann ja auch irgendwo ein "Verlust")

QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 12:22)

Betrachte die Südbahn-Sprinter als Elektrifizierungsvorlaufbetrieb zur Sicherstellung von Anschlüssen, die mit Elektrifizierung der "normale" IRE erreicht.

Na und das wird dann 2040 Realität rolleyes.gif

Geschrieben von: DumbShitAward am 28 Apr 2014, 11:37
QUOTE (ropix @ 28 Apr 2014, 12:06)
Also bislang läuft die Elektrifizierung genau bis Lindau Äschach, der Teil bis Reutin fehlt erstmal smile.gif

Wus?! Was soll den der Krampf?! Egal wie das mit den Bahnhöfen nun ausgeht, die paar Meter bis zum Gleisdreieck wo der Fahrdraht wieder anfängt hätte man ja auch unabhängig von der Bahnhofsentscheidung mal einplanen können...

Geschrieben von: JeDi am 28 Apr 2014, 11:42
QUOTE (DumbShitAward @ 28 Apr 2014, 12:37)
Wus?! Was soll den der Krampf?! Egal wie das mit den Bahnhöfen nun ausgeht, die paar Meter bis zum Gleisdreieck wo der Fahrdraht wieder anfängt hätte man ja auch unabhängig von der Bahnhofsentscheidung mal einplanen können...

...ist in der Allgäubahnelektrifizierung enthalten...

Geschrieben von: JeDi am 28 Apr 2014, 11:44
QUOTE (DumbShitAward @ 28 Apr 2014, 12:35)
Der Umstieg von Ulm kommend oder von Lindau kommend (ich gehe mal davon aus, dass du hier Ulm meinst).

Von Ulm.

QUOTE
Heißt das dann, dass der Sprinter dann von Lindau bis nach Friedrichshafen unter Draht dieselt?

Jawoll.

QUOTE
(höchstens mit Kanibalisierung des Elektrifizierungsbonus der Südbahn und das wäre dann ja auch irgendwo ein "Verlust")


Ohne Zeitverlust _gegenüber heute_! Das heißt - der elektrische IRE erreicht dann Fahrzeiten, die heute nur der Sprinter erreichen kann. Damit kann der normale IRE trotz mehr Halten die Relation ...Überlingen<->Ulm<-> Fernverkehr sicherstellen.

Von der Lage her: IRE von Ulm an Friedrichshafen :15; Weiter Richtung Überlingen :20. In Stunden ohne Sprinteranschluss hält der IRE zusätzlich in Friedrichshafen Flughafen (dann an Friedrichshafen :17). Weiter nach Lindau gehts dann auf Minute :22 (von wo um :19 der Zug Richtung Überlingen ankommen soll).

Mit der Hochrheinelektrifizierung (wenn sie denn kommt) wird dann in Singen nochmal gebrochen, dort entstehen dann durch die Nicht-Neigetechnik längere Übergangszeiten (WIMRE rund 50 Minuten)

Geschrieben von: ropix am 28 Apr 2014, 11:47
QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 12:42)
...ist in der Allgäubahnelektrifizierung enthalten...

und die wird halt erst deutlich nach der Südbahn fertig smile.gif

Mindestens

Geschrieben von: JeDi am 28 Apr 2014, 11:50
QUOTE (ropix @ 28 Apr 2014, 12:47)
und die wird halt erst deutlich nach der Südbahn fertig smile.gif

Müsste aber ein eigenes Planfeststellungs- und Zuschussgewährungsverfahren sein - irgendwann gliedert man Aeschach - Lindau Hbf [egal, wo der dann sein wird] ans passende Projekt an...

Geschrieben von: Jogi am 28 Apr 2014, 14:21
QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 12:22)
Betrachte die Südbahn-Sprinter als Elektrifizierungsvorlaufbetrieb zur Sicherstellung von Anschlüssen, die mit Elektrifizierung der "normale" IRE erreicht.

Heißt das im Umkehrschluss, dass nach endlich erfolgter Elektrifizierung anstatt der heute 1,5 Expressverbindungen (IRE plus IRE-Sprinter) zwischen Ulm und FN "nur noch" stündlich beschleunigt gefahren werden soll?

Geschrieben von: JeDi am 28 Apr 2014, 14:25
QUOTE (Jogi @ 28 Apr 2014, 15:21)
Heißt das im Umkehrschluss, dass nach endlich erfolgter Elektrifizierung anstatt der heute 1,5 Expressverbindungen (IRE plus IRE-Sprinter) zwischen Ulm und FN "nur noch" stündlich beschleunigt gefahren werden soll?

Ja. Wobei die zweite Expressverbindung ja ohnehin in zeitlicher Nähe zum Grundtakt fährt...

Geschrieben von: Jogi am 28 Apr 2014, 15:33
QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 15:25)
Ja. Wobei die zweite Expressverbindung ja ohnehin in zeitlicher Nähe zum Grundtakt fährt...

Stimmt. Ich hatte da noch irgendwo im Gedächtnis, dass die Sprinter in Richtung Basel in FN wenigstens noch Anschluss an die RB nach Lindau böten, aber die kommen ja wirklich im "Niemandsland" an, sieht man mal vom Hafenpendel ab. Aus der Warte ist die Reduktion verschmerzbar, wenn keine Anschlüsse flöten gehen.

Übrigens, danke für die prompte Antwort.

Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Apr 2014, 15:37
QUOTE (Jogi @ 28 Apr 2014, 09:37)
160 km/h sind vorgesehen (alles andere wäre bei der "König-Wilhelm-Gedächtnis-"Streckenführung zwischen Ulm und Biberach doch verwunderlich).
Ob 200 Sachen für eine primäre RV-Strecke und GV-Umleiterstrecke wirklich nötig sind...? (<- rhetorische Frage wink.gif

Nicht unbedingt, zumindest wenn man sieht, wie DB-Fernverkehr gerade die IC's von einigen Strecken abzieht...
Potential wäre aber schon da, wenn man z.B. die Bregenzer Flügel-RJ von Wien bis Lidau-Stuttgart-Frankfurt verlängern würde. Dazu noch ein paar IC und in der HVZ ein ICE Zugpaar. Das gäbe dann schon um 10/11 Züge pro Tag und Richtung, die die 200 km/h ausfahren könnten. Ist aber unrealistisch, dass es so kommt.
Bei 160 km/h dürfte Ulm-Friedrichshafen in ca. 60 Minuten gehen mit 7 Halten (Erbach*, Laupheim, Biberach, Bad Schussenried, Aulendorf, Ravensburg, Meckenbeuren/Flugh.). Bis Lindau ca. 78 Minuten.
* Der Alb-Donau-Kreis besteht auf den künftigen Halt.

QUOTE (DumbShitAward @ 28 Apr 2014, 12:01)
Dass der Südbahnausbau bzw. dessen Elektrifizierung eine prima Sache ist, steht ja gar nicht in Frage, allerdings sollte man eben auch an eine Durchbindung bis ins Rheintal/Schweiz denken.  Natürlich ist das Gebiet zwischen nordöstlichem Bodenseegebiet und Rheintal nicht unbedingt dicht besiedelt, aber es fehlt eben nach wie vor eine ordentliche Ost-West-Verbindung in dieser Region (...)
Nachdem die Südbahn ja primär für den Personenverkehr interessant ist, wäre es zumindest bis Singen zielführend durchgehend Fahrdraht zu haben, sonst ist das ganze vom Potenzial her unausgeschöpft.

Die Ost-West Strecken (Kißlegg-Herbertingen, Ulm-Immendingen und Friedrichshafen-Radolfzell sollen 2015 überhaupt erst in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Dort steht man noch ganz am Anfang.
Nach Basel würde die Elektrifizierung die Verbindungen sogar langsamer machen (!) da der Vorteil des Strom, den Nachteil der fehlenden NT nicht ausgleicht. Außer es kommt doch noch jemand auf die Idee, dass ein Regio-ET mit NT sinnvoll ist. Aber NT ist ja inzwischen nur noch ein Relikt aus den 90er Jahren. ph34r.gif

QUOTE (JeDi @ 28 Apr 2014, 12:50)
Müsste aber ein eigenes Planfeststellungs- und Zuschussgewährungsverfahren sein - irgendwann gliedert man Aeschach - Lindau Hbf [egal, wo der dann sein wird] ans passende Projekt an...

Dann können's im Zweifel gleich noch den kompletten neuen Hbf in Reutin bauen und die Bayern lachen sich kaputt. laugh.gif
Letztes Jahr geistete die Idee herum, vorerst nur die Südbahn bis Friedrichshafen zu elektrifizieren zwecks Kostensparung und Beschleunigung, aber das wurde offenbar wieder fallen gelassen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 4 May 2014, 19:28
Die Abgeordneten der Grünen aus Tübingen, dürften bei ihrer Anfrage zum Stand der Dinge bei der ABS Ulm - Friedrichshafen - Lindau, aus der http://www.agnieszka-brugger.de/fileadmin/dateien/Dokumente/Baden-Wuerttemberg/20140502_Drs_1811685_Suedbahn.pdf nicht wirklich schlauer geworden sein. sleep.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 8 May 2014, 18:50
Der Rückbau Die Modernisierung des Bf TAU (siehe auch http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=e3cd804e3da1743e83cb7e08b78a1a58&act=ST&f=3&t=6920&st=765&#entry550183), kommt http://abload.de/img/fileuvzhr.jpg.
Da soll noch mal jemand sagen, an der Südbahn wird nichts gebaut. ph34r.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 30 May 2014, 17:03
Nun ist es offiziell. Nur wenn es gelingt, bei der Südbahn 2015 mit dem Bau zu beginnen, wird nicht ein erneutes Bewertungsverfahren notwendig.

Dies ist klipp und klar aus der am 5.5.2014 veröffentlichen Liste ersichtlich: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-uebersicht-vorhaben-schiene.pdf?__blob=publicationFile

Demnach ist der Status von Lindau-Friedrichshafen-Ulm „nicht Bezugsfall (es sei denn, Baubeginn bis Ende 2015)“. Siehe Seite 2. Dabei bedeutet Bezugsfall, dass die Projekte des BVWP 2003 nicht mehr erneut bewertet werden müssen. Nicht im Bezugsfall bedeutet, dass die Projekte erneut untersucht (d.h. bewertet) werden müssen. Lindau-München hat dagegen den Status „Bezugsfall“ geschafft, obwohl erst 2017 mit dem Bau begonnen wird. Als Grund wird die Finanzierungsvereinbarung und der Staatsvertrag mit der Schweiz genannt. Allerdings gibt es ja auch eine ähnliche Finanzierungsvereinbarung bei Lindau-Ulm mit dem Land BW. Ich finde, da sollte protestiert werden.

Dabei werden neu vier Module in die Bewertung einbezogen: 1. Nutzen-Kosten-Analyse (wie bisher), 2. Umwelt- und naturfachliche Beurteilung (mit dem Scoping-Verfahren gab es so etwas ähnliches bisher auch), 3. Raumordnerische Beurteilung und 4. Städtebauliche Beurteilung. Sicher dauert ein solches Gutachten länger und ist teurer als bisher (abgesehen davon, dass dieses Gutachten ja nun sowieso ein zweites Mal erstellt werden muss).

Geschrieben von: 218 466-1 am 4 Aug 2014, 16:33
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 30 May 2014, 18:03)
Nun ist es offiziell. Nur wenn es gelingt, bei der Südbahn 2015 mit dem Bau zu beginnen, wird nicht ein erneutes Bewertungsverfahren notwendig.

Es ist gelingt nicht. Aus und vorbei.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/elektrifizierung-der-suedbahn-vorerst-vom-tisch/-/id=1612/nid=1612/did=13927212/nyvnst/index.html
sad.gif sad.gif sad.gif

Geschrieben von: Naseweis am 4 Aug 2014, 16:40
QUOTE (218 466-1 @ 4 Aug 2014, 17:33)
Es ist gelingt nicht. Aus und vorbei.

Geld wird für ... gebraucht.

Ok, jetzt wird es natürlich interessant, wie es mit den anderen Projekten aussieht: E-Hochrrhein usw.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 4 Aug 2014, 18:50
Das ist deutsche Verkehr(t)spolitik wie man sie kennt....


Ich rege mich schon gar nicht mehr auf und denke mir nur meinen Teil über die hochkompetenten Experten im Verkehrsministerium...

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 4 Aug 2014, 21:22
Nun steht MdB Andreas Schockenhoff CDU mit ziemlich abgesägten Hosen da: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/bodenseekreis/Bund-steht-zur-Suedbahn;art410936,6974161
Die Zusagen aus dem CSU BMVI Alexander Donrindts waren wertlos!

Geschrieben von: 146225 am 5 Aug 2014, 05:09
QUOTE (218 466-1 @ 4 Aug 2014, 17:33)
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/elektrifizierung-der-suedbahn-vorerst-vom-tisch/-/id=1612/nid=1612/did=13927212/nyvnst/index.html

Dann sollte sich die RAB wirklich ziemlich zügig um Lokomotiven der Baureihe 245 bemühen...und ja, es ist schade, dass Politik sich jahrzehntelanges Totalversagen leisten kann und darf, ohne dafür in persönliche Haftung gehen zu müssen. Aber auch hier wieder das gewohnte Bild deutscher Jammerlappen-Peinlichkeit: Es scheitert schon an einer einzelnen Strecke, wo die Notwendigkeit ja wäre, in Zusammenarbeit mit Bayern sämtliche Strecken im Allgäu, in Oberschwaben und am Bodensee unter Draht zu bringen. Technisch und finanziell könnte Deutschland ein solches Programm locker bis 2020 abgearbeitet haben - aber wenn man sich selbst das bürokratische Bein stellt...

Geschrieben von: 218 466-1 am 5 Aug 2014, 07:45
QUOTE (146225 @ 5 Aug 2014, 06:09)
Dann sollte sich die RAB wirklich ziemlich zügig um Lokomotiven der Baureihe 245 bemühen...

Das wäre zu schön, wird aber nicht geschehen. In Kempten werden 2020 acht solche frei und 2017 schon einige 642. Von daher besteht kein Bedarf und bis dahin können es die 218er noch richten.
Wir kennen das ja: wink.gif
QUOTE (146225 @ 16 Jul 2014, 20:02)
RegionaleAbfallBehörde DB ZugBus RAB (...) Regio-Fahrzeuge, die man anderswo nicht mehr will/braucht, landen in Baden-Württemberg...

Nur die 442 aus dem Werdenfels-Netz werden dann wohl nicht auf der Südbahn fahren können...

QUOTE
...und ja, es ist schade, dass Politik sich jahrzehntelanges Totalversagen leisten kann und darf, ohne dafür in persönliche Haftung gehen zu müssen. Aber auch hier wieder das gewohnte Bild deutscher Jammerlappen-Peinlichkeit: Es scheitert schon an einer einzelnen Strecke, wo die Notwendigkeit ja wäre, in Zusammenarbeit mit Bayern sämtliche Strecken im Allgäu, in Oberschwaben und am Bodensee unter Draht zu bringen. Technisch und finanziell könnte Deutschland ein solches Programm locker bis 2020 abgearbeitet haben - aber wenn man sich selbst das bürokratische Bein stellt...

Abseits von ICE-Magistralen (S21, VdE8) geht nichts voran. Die ABS48 auch nur schleppend selbst mit schweizer Druck und Hilfe. Wenn es aber darum geht die B30 durchgehend vierspurig auszubauen, sind alle mit vollem Elan dabei.
Einst hat Ramsauer die oberschwäbische Bevölkerung über die Südbahn für S21 gewonnen. 2016 kann man das Scheitern schön der jetzigen Landesregierung vorwerfen. 2016 vor der Landtagswahl wird die Südbahn wohl erneut schnell elektrifiziert und 2018 sind wir wieder auf dem heutigen Stand. So wie die letzten 40 Jahren und wohl auch in den kommenden 40.

Geschrieben von: corsa636 am 5 Aug 2014, 08:07
Puh, die Nachricht ist ein Paukenschlag... Man könnte auch "Armutszeugnis" dazusagen...

Geschrieben von: Tequila am 5 Aug 2014, 10:09
Tjaja, damit ist der nächste Baustein der Befürworter während des Volksabstimmungswahlkampfes geplatzt. Man hatte den Menschen an der Südbahn nämlich versprochen, dass die Elektrifizierung vor allem dann kommen würde, wenn Stuttgart 21 und die Neubaustrecke kommen würden. Mit entsprechendem Erfolg: Entlang der Südbahn gab es in der Volksabstimmung die größte Zustimmung zu Stuttgart 21. In Biberach stimmten sogar 75 Prozent gegen das Ausstiegsgesetz.

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/nachrichten-newsticker_artikel,-Land%C2%A0Bund-verweigert-Mittel-zur-Suedbahn-Elektrifizierung-_arid,268337.html

Zur Erinnerung vom 25.11.2011:
"Keinesfalls also würden die Südbahn oder ein anderes Bahn-Projekt in Baden-Württemberg unter Stuttgart 21 leiden: "Es gibt keine Kannibalisierung." Im Gegenteil, argumentierte der Bahn-Chef: Durch die Neubaustrecke Ulm-Suttgart, die untrennbar mit dem Bahnhofsprojekt verknüpft sei, werde auch die direkte Verbindung zwischen Bodensee und Landeshauptstadt verbessert. Der Tiefbahnhof in Stuttgart sei aber für Dieselloks tabu, daher müsse die Südbahn elektrifiziert werden. Das betonte später auch Eckart Fricke, der Konzern-Bevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg: "Stuttgart 21 macht für den Bund die Elektrifizierung der Südbahn dringlicher."

Noch einen Schritt weiter gingen die Fraktionsvorsitzenden von CDU und von SPD im baden-württembergischen Landtag, Peter Hauk und Claus Schmiedel. "Wenn Stuttgart 21 nicht kommt, steht die Elektrifizierung der Südbahn auf der Kippe", sagte Hauk."

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Landespolitiker-Nein-zu-Stuttgart-21-gefaehrdet-Suedbahn-Elektrifizierung;art4329,1229143

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 5 Aug 2014, 11:01
QUOTE (218 466-1 @ 5 Aug 2014, 08:45)
Abseits von ICE-Magistralen (S21, VdE8) geht nichts voran.

Selbst dort geht nichts voran, schau dir mal an wie stiefmütterlich die Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt - Halle/Leipzig behandelt wurde. Da gab es zeitweise sogar einen Baustopp, während man zwei (!) Autobahnen durch den Thüringer Wald ohne Rücksicht auf Kosten durchgeprügelt hat.


Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 5 Aug 2014, 12:19
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen: MdB Schockenhoff warf Grünen 2011 gezielte Falschaussagen vor: http://www.andreas-schockenhoff.de/download/111014_PM_Schockenhoff_Suedbahn_B30.pdf

Nun stellen sich nicht nur seine Aussagen von 2011 als falsch heraus, sondern auch seine Zusicherung aus dem BMVI (siehe: http://www.lothar-riebsamen.de/assets/pdfs/nachrichtenubilder/2014.06.27_Suedbahn.pdf). Ein Armutszeugnis für den CDU-Mann!

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 5 Aug 2014, 15:12
Soeben habe ich das folgende Email abgeschickt

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dobrindt
Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete aus der Region Bodensee-Oberschwaben
Sehr geehrter Herr Staatsminister Hermann

Zurzeit stehen zwei völlig gegensätzliche Pressemitteilungen im Raum. Jene vom 27.6.2014 der MdBs mit dem Titel „Dobrindt: „Bund steht ohne Wenn und Aber zur Südbahn“: http://www.lothar-riebsamen.de/assets/pdfs/nachrichtenubilder/2014.06.27_Suedbahn.pdf, welche mit gleichen Datum von Winfried Hermann begrüsst wurde: http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/verkehrsminister-hermann-begruesst-bekenntnis-des-bundes-zur-elektrifizierung-der-suedbahn/

Und jene von Winfried Hermann vom 4.8.2014 mit dem Titel „Bundesverkehrsminister Dobrindt verweigert Finanzierungsvereinbarung zur Südbahn“: http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/bundesverkehrsminister-dobrindt-verweigert-finanzierungsvereinbarung-zur-suedbahn/

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dobrindt, bitte teilen Sie uns mit, was jetzt nun gilt.

Die Planfeststellungsverfahren werden ja wohl bis Mitte 2015 abgeschlossen sein. Dies ist zumindest die Antwort der Bundesregierung vom 24.4.2014 auf eine Anfrage der Grünen MdB Agnieszka Brugger, Matthias Gastel, Christian Kühn (Tübingen): http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/012/1801257.pdf: „Das Baurecht für die Gesamtstrecke könnte nach aktuellen Angaben der Vorhabenträgerin bei optimalem Verlauf bis zum Ende des ersten Quartals 2015 erlangt werden.“

Sehr geehrter Herr Bundesminister, was spricht dagegen, dass die Bundesregierung im April 2015 die Finanzierungsvereinbarung trifft und anschliessend mit dem Bau begonnen wird, und somit ein zeitraubendes auf kostspieliges erneutes Bewertungsverfahren vermieden wird.

Ein zügiges Verfahren ist insbesondere deshalb angebracht, weil die MdB Andreas Schockenhoff im Oktober 2011 noch voller Inbrunst behauptete, dass bereits für 2012 mit einer Finanzierungsvereinbarung gerechnet werden könne: „Auf Basis der bereits abgeschlossenen Vorplanungen werden momentan die weiterführenden Planungen vorgenommen und noch in diesem Jahr [2011] für erste Abschnitte die Planungsfeststellungsverfahren eingeleitet. Diese Ergebnisse werden spätestens Ende des Jahres 2012 vorliegen. Sie sind gleichzeitig die zentrale Voraussetzung für den Abschluss von Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).“ Siehe: http://www.andreas-schockenhoff.de/download/111014_PM_Schockenhoff_Suedbahn_B30.pdf

Denn gemäss der aktuellen Liste der Bundesverkehrswegevorhaben – Schienen vom 15.5.2014 (http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-uebersicht-vorhaben-schiene.pdf?__blob=publicationFile), Seite 2 steht für das Vorhaben Südbahn folgender Kommentar: „nicht Bezugsfall (es sei denn, Baubeginn bis Ende 2015)“

Besten Dank für eine klärende Antwort. Da dieses Thema auch in der Presse viel Staub aufgewirbelt hat, habe ich diese auf cc genommen, damit auch diese informiert ist, was jetzt Sache ist und für Klärung sorgen kann.

Mit freundlichen Grüssen

Ralf Wiedenmann

Geschrieben von: 218 466-1 am 5 Aug 2014, 15:48
In der Oberschwaben brennt jetzt der Hut:
QUOTE (schwäbische @ 04. Aug 2014, 22:50)
Der Ravensburger CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff versteht den ganzen Wirbel nicht: „Das ist alles reine Routine. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung.“ Der Ravensburger Landtagsabgeordnete Manfred Lucha von den Grünen aber fürchtet (...) heftiger denn je um die Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und Lindau. „Faktisch hat Minister Dobrindt die Elektrifizierung der Südbahn begraben und die Infrastruktur der Region damit extrem geschwächt.“ (...) Andreas Schockenhoff aber verlässt sich darauf, dass Dobrindt sein Wort auch hält. Erst vor wenigen Wochen hatte dieser mehreren CDU-Abgeordneten aus der Region versprochen, dass die Elektrifizierung der Südbahn ungefährdet sei.

http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Debatte-um-Suedbahn-geht-in-neue-Runde-_arid,10061537.html

Geschrieben von: 146225 am 5 Aug 2014, 19:05
Wenn ein CSU-Politiker mal sein Wort halten soll... naja, vielleicht kann man ja in Oberschwaben ein paar € als "Entscheidungshilfe" für ihn sammeln. ph34r.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 19 Aug 2014, 20:56
Opposition und selbst CDU-MdBs fordern von Alexander Dobrindt Klarstellungen. Hier eine Liste von Zeitungsartikeln, Pressemitteilungen etc.:
Pressemitteilungen der Grünen BW, BY, Österreichs und der Schweiz vom 18.8.2014. http://www.gruene-landtag-bw.de/themen/verkehr/elektrifizierung-der-suedbahn-droht-auf-unabsehbare-zeit-verschoben-zu-werden.html
Wirtschaftsforum pro Ravensburg, 15.8.2014 (http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Wifo-fordert-klare-Aussagen-zur-Suedbahn-_arid,10067712_toid,535.html
Bundestagsabgeordnete Waldemar Westermayer (CDU), 13.8.2014 http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Westermayer-fordert-Bekenntnis-zur-Suedbahn;art1158552,2747773
Pro Bahn Baden-Württembertg, 7.8.2014 http://www.pro-bahn-bw.de/presse/index.php?pm=140#i140
SPD-Fraktion Landtag Baden-Württemberg, 11.8.2014 http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Schmiedel-Mehr-Gemeinsamkeit;art4319,2743672
Leitartikel Südwestpresse, 9.8.2014 http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Suedenbahn-Zugzwang-Leitartikel-Elektrifizierung-Abgesang-Strecke-Leitartikel-Suedbahn-Bund-unter-Zugzwang;art4295,2741938
Interessenverband Südbahn, 6.8.2014 http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Projekt-Elektro-Suedbahn-wird-zu-frueh-begraben;art372474,7152974
Kommentar Südkurier, 4.8.2014 http://www.suedkurier.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/themensk/meinung/Suedbahn-Nichts-gehalten;art1003858,7149259

Meiner Meinung ist der Druck aus Politik, Presse und Interessensverbänden recht gross. Dobrindt muss Stellung nehmen und wahrscheinlich auch für Lindau-Ulm - wie für Lindau-München - eine Ausnahme machen und das Projekt ungeprüft in den Bundesverkehrswegeplan aufnehmen. Es könnte im Laufe von 2015 allerdings noch einen Finanzierungspoker zwischen Baden-Württemberg und Bund geben

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 19 Sep 2014, 15:41
Appell an den Verkehrsausschuss: Elektrifizierung der Südbahn muss in den Bundeshaushaltsplan 2015:

Heute per Email verwchickt: An der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am 24.9.2014: http://www.bundestag.de/blob/329626/d7e870df55b05b2e2452bf844cf41d11/015_sitzung_24_09_2014-data.pdf wird über den Bundeshaushalt 2015 gesprochen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/020/1802000.pdf

Unter dem Titel „Investitionen in die Schienenwege der Eisenbahnen des Bundes“ werden auf Seite 1683 48 Baumassnahmen aufgelistet. Obwohl der Ausbau der Strecke Lindau-Friedrichshafen-Ulm bereits in der Planfeststellung ist und der Deutsche Bahn noch vor kurzem (am Bahngipfel Baden-Württemberg am 5.6.2013, http://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/milliardeninvestitionen-in-baden-wuerttembergische-eisenbahninfrastruktur-werden-fortgesetzt/?type=98&cHash=3090d2da6e3ad82e0901405a11e3862c&print=1) gemeldet hatte, dass die Planfeststellung im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden könne, ist diese Baumassnahme in der Liste nicht enthalten.

Leider hat sich der Termin des voraussichtlichen Endes des Planfeststellungsverfahrens inzwischen auf das erste Quartal 2015 verschoben. Siehe Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage von Agnieszka Brugger vom 28.04.2014: „Das Baurecht für die Gesamtstrecke könnte nach aktuellen Angaben der Vorhabenträgerin bei optimalem Verlauf bis zum Ende des ersten Quartals 2015 erlangt werden.“ (siehe http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/012/1801257.pdf)

Mir ist zwar klar, dass die Bundesregierung noch keine Mittel für die Südbahn in den Haushalt 2015 einstellen konnte. Allerdings hätte sie sehr wohl eine Vormerkung für die Folgejahre machen können analog zur Allgäubahn. Auf Seite 1683 des Entwurfs zum Haushaltsgesetz 2015 ist nämlich unter der laufenden Nummer 15. München-Geltendorf-Lindau Folgendes aufgelistet: Von den insgesamt eingestellten 105 Millionen Euro ist bis 2014 kein Cent ausgegeben, 2015 soll ebenfalls kein Cent ausgegeben werden. Aber unter der Spalte 6 Vorbehalten erscheinen die 105 Mio Euro. Und für Lindau-Geltendorf ist im Gegensatz zu Lindau-Ulm noch kein einziges Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Ich bitte Sie daher, zu beantragen, dass das Projekt Lindau-Friedrichshafen-Ulm analog zum Projekt Lindau-Memmingen-München im Haushaltsplan eingestellt wird und zwar in Höhe der bisher bekannten Kosten von 113 Millionen Euro (siehe Verkehrsinvestitionsbericht 2012, http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/verkehrsinvestitionsbericht-2012-teil-b.pdf?__blob=publicationFile, S. 55 im pdf-Dokument, bzw. S. 77 gemäss Seitennummerierung).

Besten Dank für Ihre Initiative.

Geschrieben von: ropix am 19 Sep 2014, 16:06
Na da bin ich mal auf die Antwort - und ihren Wert im Blablameter - gespannt.

Aber ja, das mit der Südbahn ist wirklich Pech. Wenn die DB irgendein Interesse hätte dann würde ich jetzt einfach auf Teufel (ach ne, Gretschmann) komm raus irgendwo mit dem Bauen anfangen und nachher drauf verweisen dass die Bauarbeiten noch rechtzeitig gestartet sind. Irgend einen der Planfeststellungsabschnitte wird man doch wohl noch bis Ende 2014 durchbekommen. Wenn der Bund nur wenigstens keinen Meter Straße mehr bauen dürfte ehe Lindau von 3 Seiten her elektrifiziert ist...

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 19 Sep 2014, 16:37
So einfach ist das leider nicht. Ohne Finanzierungsvereinbarung kein Bau. Und vom Bund wird ja Ulm-Lindau nicht ohne erneute Bewertung in den BVWP 2015 aufgenommen!

Geschrieben von: ropix am 19 Sep 2014, 20:44
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 19 Sep 2014, 17:37)
So einfach ist das leider nicht. Ohne Finanzierungsvereinbarung kein Bau. Und vom Bund wird ja Ulm-Lindau nicht ohne erneute Bewertung in den BVWP 2015 aufgenommen!

im Original stand noch drin wenn dieses Jahr Baubeginn isses drin, ansonsten Neubewertung. Hat sich das mittlerweile geändert?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 22 Sep 2014, 16:44
Nachtrag zum Appell an den Verkehrsausschuss: Elektrifizierung der Südbahn muss in den Bundeshaushaltsplan 2015

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Burkert
Sehr geehrte Damen und Herren

Warum es so immens wichtig ist, dass die Elektrifizierung der Südbahn in den Bundeshaushalt aufgenommen wird:

Zitat aus dem begleitendes Bericht zur Grundkonzeption zum Bundesverkehrswegeplan: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-2015-bericht-konsultationsverfahren.pdf?__blob=publicationFile: „Parallel zur Erarbeitung des neuen BVWP wird es natürlich noch Baubeginne geben. Diese neu zu bewerten macht allerdings wenig Sinn. Deshalb sind Projekte, die bereits im Bau sind bzw. bis voraussichtlich Ende 2015 in Bau gehen …, nicht erneut anzumelden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Projekte nur dann als „in Bau“ betrachtet werden, wenn sie, beispielsweise bei der Straße, im Straßenbauplan (Anlage zum Bundeshaushalt) eingestellt sind“. Beim Schienenverkehr ist dass die „Anlage 2 Investitionen in die Schienenwege der Eisenbahnen des Bundes“ unter Titel unter Titel 1222 Eisenbahnen des Bundes.

Darum ist es immens wichtig, dass die Südbahn Lindau-Friedrichshafen-Ulm noch in die „Anlage 2 Investitionen in die Schienenwege der Eisenbahnen des Bundes“ kommt (siehe http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/020/1802000.pdf), in der sie bisher nicht erscheint.

Ich hoffe, dass ich nach den zusätzlichen Erläuterungen nun auf Ihre Unterstützung an der nächsten Sitzung im Verkehrsausschuss am 24.9.29014 zählen kann. Ansonsten ist die Gefahr gross, dass der Zug für die Südbahn abgefahren ist.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 27 Sep 2014, 20:38
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 22 Sep 2014, 17:44)
Nachtrag zum Appell an den Verkehrsausschuss: Elektrifizierung der Südbahn muss in den Bundeshaushaltsplan 2015

Und, kam was bei raus oder dachten sich die Leute vielleicht, dass es auch ein Brennstofzellen-Triebzug tut (siehe anderer Thread)?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 28 Sep 2014, 07:39
Das Thema ist nun einmal deponiert. An der Sitzung am 24.9.2014 wurde jedoch der Bundeshaushalt nur vorgestellt, und noch nicht darüber debattiert. Die Abgeordneten der Opposition machten mir jedoch hinter vorgehaltener Hand wenig Hoffnung. Die Parlamentarier nennen sich zwar Volksvertreter, aber jene der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD stimmen in der Regel nicht gegen ihre Regierung. Zwar sind die Abgeordneten theoretisch nur ihrem Gewissen unterworfen. Leider haben die meisten Abgeordneten offensichtlich keines, oder sie fürchten, wenn sie gegen die Regierung stimmen, dass sie keine guten Posten oder Listenplätze mehr bekommen. Leider ist das auch bei den SPD-Abgeordneten, die ja noch kurz vorher in der Opposition waren, so. Aber vielleicht habe wir diesmal mehr Glück. Darum ist es auch so wichtig, dass wir Pressearbeit machen. Nichts fürchten Politiker und Parteien mehr, als in der Presse kritisiert zu werden. Leider haben die Wähler meist auch ein kurzes Gedächtnis. Dem versuchen wir auf der Seite http://www.railblog.info/?cat=72 nachzuhelfen.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 28 Sep 2014, 08:37
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 28 Sep 2014, 08:39)
Das Thema ist nun einmal deponiert. An der Sitzung am 24.9.2014 wurde jedoch der Bundeshaushalt nur vorgestellt, und noch nicht darüber debattiert. Die Abgeordneten der Opposition machten mir jedoch hinter vorgehaltener Hand wenig Hoffnung. Die Parlamentarier nennen sich zwar Volksvertreter, aber jene der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD stimmen in der Regel nicht gegen ihre Regierung. Zwar sind die Abgeordneten theoretisch nur ihrem Gewissen unterworfen. Leider haben die meisten Abgeordneten offensichtlich keines, oder sie fürchten, wenn sie gegen die Regierung stimmen, dass sie keine guten Posten oder Listenplätze mehr bekommen. Leider ist das auch bei den SPD-Abgeordneten, die ja noch kurz vorher in der Opposition waren, so. Aber vielleicht habe wir diesmal mehr Glück. Darum ist es auch so wichtig, dass wir Pressearbeit machen. Nichts fürchten Politiker und Parteien mehr, als in der Presse kritisiert zu werden. Leider haben die Wähler meist auch ein kurzes Gedächtnis. Dem versuchen wir auf der Seite http://www.railblog.info/?cat=72 nachzuhelfen.

Klar, das ist das übliche Geschäft, solange man den vollen Pensionsanspruch noch nicht beisammen hat, duckt man sich weg und tut was der Cheffe oben sagt.

Macht jeder in seinem Beruf ähnlich, solange er nicht gefeuert werden will.

Das mit dem Gewissen ist schön und gut, wenns unabhängig vom Geldbeutel wäre. Listenplatz ist da ein richtiges Stichwort. Wie das ausgeklüngelt wird, würde mich stark interessieren. Das ist wahrscheinlich höhere Hinterzimmermilchmäd..äh - mathematik.

Zur Pressekritik.
Der Blog in Ehren, aber wer liest den außerhalb der Bahnfankreisen? Da haben Zeitungen v.a. bei den alten Wähler nach wie vor ne größere Verbreitung. Einen Zeitungsartikel habt ihr ja im Blog ganz oben verlinkt: Die Bürger hätten Angst vor dem Fahrdraht: Viele laute Güterzüge und Elektrosmog im Kindergarten würden befürchtet.

Soviel zum Thema schlechte Presse. sad.gif

Geschrieben von: corsa636 am 28 Sep 2014, 08:57
Mal so in den Raum gefragt, um wieviele Minuten könnte man die Reisezeit Stuttgart - FN verkürzen durch elektrifizierung der Südbahn und die neue NBS Ulm-Wendlingen?

- Knapp 10 min durch das Wegfallen des Lokomotivwechsels in Ulm
- (Beim IC 10 min, da er 10 min langsamer ist als der IRE)
- ein paar Minuten durch die bessere Beschleunigung der Elektrotraktion im Vergleich zu Diesel

--> ca. 20 min auf der Südbahn (??)

Die NBS bringt weitere 30 min Zeitersparnis (Der IC benötigt aktuell 75 min von Stuttgart nach Ulm)

Somit könnten Fernverkehrszüge von Stuttgart nach Ulm um ca. 509 min beschleunigt werden (Oder hat die Berechnung einen Pferdefuss)
Die Reisezeit würde somit von betragen:

Stuttgart - FN ~ 1:45 betragen
Frankfurt - FN ~ 2:45
Köln - FN ~ 3:45


ich denke das wäre eine durchaus attraktive Fahrzeit und man könnte zahlreiche Fahrgäste (Messe!) gewinnen!

Oder wie sind Eure Einschätzungen?


Geschrieben von: Naseweis am 28 Sep 2014, 09:43
QUOTE (corsa636 @ 28 Sep 2014, 09:57)
Mal so in den Raum gefragt, um wieviele Minuten könnte man die Reisezeit Stuttgart - FN verkürzen durch Elektrifizierung der Südbahn und die neue NBS Ulm-Wendlingen?
- Stuttgart - FN ~ 1:45 betragen

Eine mögliche Antwort findest du im http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/uploads/tx_smediamediathek/20111130-Liniennetzgrafik.pdf. Dort hat es eine IRE-Linie von Würzburg bis Friedrichshafen über die neue Alb-SFS, natürlich Südbahn elektrifiziert:

---> L5 (Würzburg 01:37 -- TBF 03:00/01 --) Stuttgart 03:48/51 -- Ulm 04:33/35 -- Friedrichshafen 05:33
---> L5 Friedrichshafen 00:28 -- Ulm 01:26/28 -- Stuttgart 02:08/12 (-- TBF 02:55/57 -- Würzburg 04:21)
Das sind dann 01:40/42 h Fahrzeit bei Zwischenhalten S-Flughafen, Ulm, Bieberach, Aulendorf, Ravensburg und FN-Flughafen.

QUOTE
Oder wie sind Eure Einschätzungen?

Meiner persönlichen Einschätzung nach wäre ein 30-min-Takt auf der Südbahn wichtiger, wenn es mehr Fahrgäste werden. Mit Umstieg in den ICE ist man sogar ein ganz wenig schneller, da der auf der SFS 250 km/h fahren kann und nicht (unnötigerweise) am Flughafen hält (30 min + 7 min + 60 min = 01:37 h). Da die ICE Mannheim-München auch im 30-min-Takt fahren würden, ergibt sich ein 30-min-Takt für die Gesamtstrecke.

Die durchgehenden IREs Stuttgart-Lindau sollten auf der Filstalbahn bleiben. IREs über die SFS sehe ich nur dann als sinnvoll, wenn es Zwischenhalte gäbe (außer S-Flughafen) wie etwa bei Merklingen auf der Alb und Kirchheim/Weilheim oder gar den Turmbahnhof Wendlingen (vgl. Kinding/Allersberg). Ansonsten sind sie unnötige Konkurrenz zum eigenwirtschtlichen FV, dazu für den Besteller wegen der SFS-Trassengebühren zu teuer.

Gruß, naseweiß

Geschrieben von: Caesarion am 28 Sep 2014, 10:14
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 28 Sep 2014, 08:39)
Die Parlamentarier nennen sich zwar Volksvertreter, aber jene der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD stimmen in der Regel nicht gegen ihre Regierung. Zwar sind die Abgeordneten theoretisch nur ihrem Gewissen unterworfen. Leider haben die meisten Abgeordneten offensichtlich keines, oder sie fürchten, wenn sie gegen die Regierung stimmen, dass sie keine guten Posten oder Listenplätze mehr bekommen.

Von einem Eisenbahn-Lobbyisten ist es enttäuschend zu hören, dass er die Grundsätze des parlamentarischen Betriebs nicht kennt.
Fraktionsdisziplin hat gute Gründe: Erstens sichert sie die Arbeitsfähigkeit des Parlaments. Wenn 600 Abgeordnete kreuz und quer abstimmen würden, wäre die Gesetzgebung eine Farce. Zweitens wählen die Wähler in Deutschland Parteien, von denen sie erwarten, dass sie ihre Meinung geschlossen vertreten. Wenn Einzelne öffentlich ausscheren, wirkt das auf die Wähler der Partei verheerend, schließlich die Partei nicht in der Lage, den Bürger zu vertreten.
Fraktionsdisziplin bedeutet übrigens nicht, dass die Abgeordneten bloße Blockflöten sind. Abstimmungen innerhalb der Fraktion sind völlig frei und die Mehrheit bestimmt die Position der Gesamtfraktion, welche solidarisch nach außen vertreten wird. Auch anderweitig wie z. B. in den Ausschüssen bringem Abgeordnete ihre individuellen Positionen ein.

Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Sep 2014, 16:28
QUOTE (corsa636 @ 28 Sep 2014, 09:57)
Mal so in den Raum gefragt, um wieviele Minuten könnte man die Reisezeit Stuttgart - FN verkürzen durch elektrifizierung der Südbahn und die neue NBS Ulm-Wendlingen?
- Knapp 10 min durch das Wegfallen des Lokomotivwechsels in Ulm
- ein paar Minuten durch die bessere Beschleunigung der Elektrotraktion im Vergleich zu Diesel
Oder wie sind Eure Einschätzungen?

Aktuell:
Stuttgart - Ulm 60 Min.
Ulm Hbf 10 Min Tfz Wechsel
Ulm - Friedrichshafen 1,13h
Gesamt 2,23h

Künftig:
Stuttgart - Ulm ca. 40 Min? bei 160 km/h. Ist aber noch sehr fraglich. ICE sollen 28 Min. brauchen.
Ulm 2 Min Halt falls keine Anschlüsse abgewartet werden müssen.
Ulm - Friedrichshafen 58 Min.
Gesamt 1,40h

Ersparnis ca. 43 Minuten.

QUOTE
-  (Beim IC 10 min, da er 10 min langsamer ist als der IRE)

Warum sollte der IC (dann mit BR 101) 10 Min. langsamer sein? Außerdem sind nur die IRE-Sprinter 10 Min. schneller, aber deren Fahrzeitersparnis fällt dadurch entsprechend geringer aus.
QUOTE
--> ca. 20 min auf der Südbahn (??)

Max. 15 Min. Es sind nur 6 Halte, küftig soll mit Erbach ein 7. dazu kommen.
QUOTE
Die NBS bringt weitere 30 min Zeitersparnis  (Der IC benötigt aktuell 75 min von Stuttgart nach Ulm)

Von welchen Fahrplan hast du denn diese Fahrzeiten??? Es sind 55 Min. (ohne Halt) und 60 mit zwei Halten.
75 Minuten kann nur von deiner Uhr bei einer Mitfahrt unter den ganz normalen alltäglichen Bedingungen im Bahnbetrieb stammen. ph34r.gif


QUOTE (Naseweis Erstellt am 28 Sep 2014 @ 10:43)
Eine mögliche Antwort findest du im SMA-S21-Stresstest-Fahrplan.

Angesichts der bereits jetzt schon vielen Abweichungen, wird bei der tatsächlichen Inbetriebnahme m.E. nichts mehr davon zutreffen.
QUOTE
Die durchgehenden IREs Stuttgart-Lindau sollten auf der Filstalbahn bleiben. IREs über die SFS sehe ich nur dann als sinnvoll, wenn es Zwischenhalte gäbe (außer S-Flughafen) wie etwa bei Merklingen auf der Alb und Kirchheim/Weilheim oder gar den Turmbahnhof Wendlingen (vgl. Kinding/Allersberg). Ansonsten sind sie unnötige Konkurrenz zum eigenwirtschtlichen FV, dazu für den Besteller wegen der SFS-Trassengebühren zu teuer.

Das sehe ich komplett anders. Den Leuten in der Region Oberschwaben/Bodensee wurden durchgehende Züge über die SFS versprochen. Diese Region dann weiterhin zum Umstieg in Ulm auf ICE zu bewegen, oder weiterhin die langsamen Filstal-Fahrzeiten anzubieten, kannst du vergessen.
Der Plan mit stündlich abwechsellden IRE über SFS bzw. Filstal ist schon sinnvoll.
Die Trassengebühren sollten nicht so teuer sein, wie auf der NIM, da wir hier keine 300 km/h SFS haben werden.
Noch sinnvoller wäre ein 200 km/h Südbahn-Ausbau und anschließend entsprechend schnelle Züge einzusetzen, aber bei der Südbahn muss man ja froh sein, wen die Elektrifizierung nicht abgesagt wird.

Geschrieben von: Xenon am 28 Sep 2014, 17:04
QUOTE (218 466-1 @ 28 Sep 2014, 17:28)
Das sehe ich komplett anders. Den Leuten in der Region Oberschwaben/Bodensee wurden durchgehende Züge über die SFS versprochen. Diese Region dann weiterhin zum Umstieg in Ulm auf ICE zu bewegen, oder weiterhin die langsamen Filstal-Fahrzeiten anzubieten, kannst du vergessen.
Der Plan mit stündlich abwechsellden IRE über SFS bzw. Filstal ist schon sinnvoll.
Die Trassengebühren sollten nicht so teuer sein, wie auf der NIM, da wir hier keine 300 km/h SFS haben werden.

Nun dem Filstal wurde aber ebenfalls ein IRE-Stundentakt versprochen. Mal schauen wie man das Ganze zusammenbekommt.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 28 Sep 2014, 17:13
QUOTE (Caesarion @ 28 Sep 2014, 11:14)
Von einem Eisenbahn-Lobbyisten ist es enttäuschend zu hören, dass er die Grundsätze des parlamentarischen Betriebs nicht kennt.
Fraktionsdisziplin hat gute Gründe: Erstens sichert sie die Arbeitsfähigkeit des Parlaments. Wenn 600 Abgeordnete kreuz und quer abstimmen würden, wäre die Gesetzgebung eine Farce. Zweitens wählen die Wähler in Deutschland Parteien, von denen sie erwarten, dass sie ihre Meinung geschlossen vertreten. Wenn Einzelne öffentlich ausscheren, wirkt das auf die Wähler der Partei verheerend, schließlich die Partei nicht in der Lage, den Bürger zu vertreten.
Fraktionsdisziplin bedeutet übrigens nicht, dass die Abgeordneten bloße Blockflöten sind. Abstimmungen innerhalb der Fraktion sind völlig frei und die Mehrheit bestimmt die Position der Gesamtfraktion, welche solidarisch nach außen vertreten wird. Auch anderweitig wie z. B. in den Ausschüssen bringem Abgeordnete ihre individuellen Positionen ein.

Von einem Demokraten ist es enttäuschend zu hören, dass er das Grundgesetz nicht respektiert. Siehe Grundgesetz Art. 38. Absatz 1: "(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. Fraktionszwang soll es nach Grundgesetz nicht geben. Die Ur-Aufgabe eines jedes Parlamentes ist es die Regierung zu kontrollieren.

Vor allem die Direktabgeordneten wählen die Wähler wegen ihrer lokalen Agenda. Diese müssen sie dann auch vertreten, sonst fühlen sich die Wähler betrogen.
Nur eine kleine Auswahl, was die Direkt-Abgeordneten aus Oberschwaben in den letzten Jahren verlautbaren liessen:
http://www.josef-rief.de/blog_101111.php: "Die Südbahn zwischen Ulm, Friedrichshafen und Lindau soll bis 2017 elektrifiziert werden. Das Projekt hat oberste Priorität und liegt bei der Bahn voll im Plan." Und http://www.andreas-schockenhoff.de/download/PM_Suedbahn-Gespraech.pdf
http://www.schockenhoff.de/download/120119_Suedbahn_IRP.pdf
http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-CDU-vermeldet-Baubeginn-vor-2015-Oberschwaebische-SPD-zweifelt-_arid,160752.html
http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Westermayer-fordert-Bekenntnis-zur-Suedbahn;art1158552,2747773. Herr Westermeyer ist CDU MdB und kommt aus Leutkirch.

Was helfen all die Bekenntnisse der lokalen CDU-Prominenz, wenn diese bei der entsprechenden Abstimmungen gegen ihre eigenen Bekenntnisse stimmen? Demokratie wird nicht mehr funktionieren, wenn die Politik alle Glaubwürdigkeit verliert, nicht wenn ein paar Abgeordnete sich dem Fraktionszwang entziehen und anhand von sachlichen Argumenten Änderungen der von der Bürokratie ausgearbeiteten Vorschläge (Haushalt, BVWP 2015) verlangen.

Geschrieben von: Caesarion am 28 Sep 2014, 20:30
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 28 Sep 2014, 18:13)

[...]
Fraktionszwang soll es nach Grundgesetz nicht geben. Die Ur-Aufgabe eines jedes Parlamentes ist es die Regierung zu kontrollieren.

Vor allem die Direktabgeordneten wählen die Wähler wegen ihrer lokalen Agenda. Diese müssen sie dann auch vertreten, sonst fühlen sich die Wähler betrogen.
Nur eine kleine Auswahl, was die Direkt-Abgeordneten aus Oberschwaben in den letzten Jahren verlautbaren liessen:
[...]

Was helfen all die Bekenntnisse der lokalen CDU-Prominenz, wenn diese bei der entsprechenden Abstimmungen gegen ihre eigenen Bekenntnisse stimmen? Demokratie wird nicht mehr funktionieren, wenn die Politik alle Glaubwürdigkeit verliert, nicht wenn ein paar Abgeordnete sich dem Fraktionszwang entziehen und anhand von sachlichen Argumenten Änderungen der von der Bürokratie ausgearbeiteten Vorschläge (Haushalt, BVWP 2015) verlangen.


Das Zitieren von Art. 38 ist insofern naiv, als dass dieser Artikel nicht die heute praktizierte Fraktionsdisziplin verbietet. Es gibt nämlich keine Rechtsnorm oder einen Vertrag, welche das Ausscheren von Abgeordneten mit Sanktionen belegen würde. Dass sich Abgeordnete mit ihren Anliegen innerhalb der Fraktion artikulieren, liegt sehr wohl innerhalb des Art. 38. Das ist auch die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes. Die Regierung wird auch sehr wohl von den Regierungsfraktionen kontrolliert, die ihre Anliegen nicht öffentlich an diese herantragen. Die Regierung ist vom Vertrauen der Regierungsmehrheit abhängig und vor allen die direkt gewählten Abgeordnete pochen auf die Wahrung der Interessen ihrer Region, wenn sie dauerhaft der Regierung als Stütze dienen sollen. Stoiber kann ein Lied davon singen, dass selbst Fraktionen mit absoluter Mehrheit es nicht tolerieren, wenn ihre Regierung Politik ohne sie betreibt (G9, Verwaltungsreform u.a.) und sie als bloße Stimmmaschinen betrachtet.
Uraufgabe der Legislative ist es aber übrigens nicht, die Exekutive zu kontrollieren, sondern die Gesetzgebung.

Beim Studium der aufgezählten Links sollte man sich übrigens fragen, wieso diese für Fachleute erkennbar unhaltbaren Zahlen von den Abgeordneten in die Welt gesetzt worden sind. Die Entscheidungslage des Direktabgeordneten ist nämlich folgende: Das Verkehrsetat wird durch den Haushaltsplan vorgegeben, für ein begrenztes Budget wurden diverse Vorhaben angemeldet. Was er nur tun kann, ist das Vorhaben vorziehen zu lassen. Das versucht jedoch jeder andere der 600 Abgeordneten auch! Daher sind die Aussichten, dass das Verkehrsministerium ausgerechnet sein Vorhaben vorzieht, sehr gering. Zeitgleich fordert seine Wählerschaft ein Maximum an Infrastruktur, oft ein lächerlich hohes Ausmaß sogar. Um diese zu besänftigen, werden also aus Verzweiflung oft mediale Blendgranaten abgeschossen, zumal die Wählerschaft oft bei Verkehrprojekten kein langfristiges Interesse zeigt. Diese Entscheidungssituation ist das Grundproblem aller Parlamentarier von allen Parteien. Wenn man da was erreichen will als Lobbyist, sollte man nicht die Demokratietauglichkeit der Gegenseite in Frage stellen, sondern sinnvoll in Anbetracht dessen Situation argumentieren. Die meisten Abgeordneten von allen Parteien reagieren übrigens erfahrrungsgemäß sehr freundlich und konstruktiv, wenn man bereit ist, das selbe zu tun. Sie sind auch nur Menschen wink.gif


Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Sep 2014, 22:46
QUOTE (Xenon @ 28 Sep 2014, 18:04)
Nun dem Filstal wurde aber ebenfalls ein IRE-Stundentakt versprochen. Mal schauen wie man das Ganze zusammenbekommt.

Eventuell kommt IRE zur anderen Stunde aus den IC 60, also von München. Zumindest theoretisch eine Option.
Ob und welche IRE dann bei S21 über die SFS fahren wäre jetzt reine Spekulation. Ein 30 Min Takt abwechself Fils/SFS oder ein 2h Takt über SFS + Stundentakt Fils wäre denkbar, aber das weiß die NVBW zu jetzigen Zeitpunkt wohl selbst noch nicht so genau.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 2 Oct 2014, 20:28
QUOTE (Caesarion @ 28 Sep 2014, 21:30)
Wenn man da was erreichen will als Lobbyist, sollte man nicht die Demokratietauglichkeit der Gegenseite in Frage stellen, sondern sinnvoll in Anbetracht dessen Situation argumentieren. Die meisten Abgeordneten von allen Parteien reagieren übrigens erfahrrungsgemäß sehr freundlich und konstruktiv, wenn man bereit ist, das selbe zu tun. Sie sind auch nur Menschen wink.gif

Meine Schreiben an Politiker sind ja stets sachlich und freundlich, unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Siehe mein Mail vom 5.8.2014: http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=897b6f746072d4ddd6b9c1db7fed46ff&act=ST&f=3&t=14988&view=findpost&p=559024 und http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=897b6f746072d4ddd6b9c1db7fed46ff&act=ST&f=3&t=14988&view=findpost&p=562676
Was ich von der Politik jedoch fordere, ist etwas mehr Ehrlichkeit. Meinen Frust habe ich jedoch nur hier mitgeteilt, nicht den Parlamentariern. Aber etwas Kritik kann die Politik wohl vertragen.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 2 Oct 2014, 20:41
QUOTE (Metropolenbahner @ 28 Sep 2014, 09:37)
Zur Pressekritik.
Der Blog  in Ehren, aber wer liest den außerhalb der Bahnfankreisen? Da haben Zeitungen  v.a. bei den alten Wähler nach wie vor ne größere Verbreitung.  E


Wir setzen darauf, dass auch Politiker und Pressevertreter unseren Blog lesen. Auch wenn ich es nicht beweisen kann, werden wir nicht nur von Eisenbahnfreaks gelesen. Wir versuchen auch in die Presse zu kommen, aber das ist äusserst schwierig. Zur Südbahn habe ich es noch nicht geschafft, aber beim Thema Allgäubahn und S4-Ausbau werde ich oftmals zitiert. ... Ich ermuntere auch euch, diesen Weg zu versuchen, denn mit Lamentieren im eisenbahnforum erreichen wir politisch wohl nichts.

Geschrieben von: Galaxy am 3 Oct 2014, 00:38
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 2 Oct 2014, 21:28)
Was ich von der Politik jedoch fordere, ist etwas mehr Ehrlichkeit.

Das Problem ist das ehrliche Politiker sehr häufig abgewählt werden. Viele Menschen wählen Träume, keine Realität.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 3 Oct 2014, 09:33
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 2 Oct 2014, 21:41)
QUOTE (Metropolenbahner @ 28 Sep 2014, 09:37)
Zur Pressekritik.
Der Blog  in Ehren, aber wer liest den außerhalb der Bahnfankreisen? Da haben Zeitungen  v.a. bei den alten Wähler nach wie vor ne größere Verbreitung.  E


Wir setzen darauf, dass auch Politiker und Pressevertreter unseren Blog lesen. Auch wenn ich es nicht beweisen kann, werden wir nicht nur von Eisenbahnfreaks gelesen. Wir versuchen auch in die Presse zu kommen, aber das ist äusserst schwierig. Zur Südbahn habe ich es noch nicht geschafft, aber beim Thema Allgäubahn und S4-Ausbau werde ich oftmals zitiert. ... Ich ermuntere auch euch, diesen Weg zu versuchen, denn mit Lamentieren im eisenbahnforum erreichen wir politisch wohl nichts.

Ja gut ok, besser als nix allemal. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ...
Wenn die Gegner allerdings in der Zeitung stehen (Lärm!), ist es ziemlich aussichtslos sad.gif
Aber immerhin hat mans probiert, ist auch was wert.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 12 Oct 2014, 20:15
Südbahnforum organisiert Spitzentreffen zur Südbahn am 17.11.2014 und will Politiker zusammenbringen: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Bei-der-Suedbahn-sollen-alle-an-einem-Strang-ziehen-_arid,10099130_toid,351.html, in der http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Gipfeltreffen-soll-Klarheit-im-Suedbahn-Streit-bringen;art1157835,2835690 und http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Politiker-sollen-fuer-Suedbahn-in-ein-Boot;art4329,2830296.

Hoffentlich hilft es etwas...

Geschrieben von: Metropolenbahner am 13 Oct 2014, 11:25
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 12 Oct 2014, 21:15)
Südbahnforum organisiert Spitzentreffen zur Südbahn am 17.11.2014 und will Politiker zusammenbringen: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Bei-der-Suedbahn-sollen-alle-an-einem-Strang-ziehen-_arid,10099130_toid,351.html, in der http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Gipfeltreffen-soll-Klarheit-im-Suedbahn-Streit-bringen;art1157835,2835690 und http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Politiker-sollen-fuer-Suedbahn-in-ein-Boot;art4329,2830296.

Hoffentlich hilft es etwas...

Psst nein nur nicht so laut die Trommel wirbeln, du siehst das total falsch:
QUOTE
Vor diesem Hintergrund ist Landrat Seiffert auch der öffentliche Lärm um die Südbahn in letzter Zeit ein Dorn im Auge: „Da wäre ein taktvolles Vorgehen im Hintergrund sinnvoller gewesen“. Auch Riethe sprach von „unsäglichen Diskussionen“ um die Südbahn, die aufhören müssten: „Wir müssen alle gemeinsam an einem Strick ziehen“. Deshalb sollen alle Bundes- und Landtags-Abgeordneten entlang der Strecke am 17. November zu einem Südbahn-Gipfel eingeladen werden.


Also nach der Äußerung würde ich sagen, dass das intern schon tot ist und man sich tierisch über die viele, schlechte Publicity ärgert.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 20 Oct 2014, 13:40
Stadt Lindau und Bahn einigen sich bezüglich 2-Bahnhöfe-Lösung: http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=2028e81e3401f3c0de10ae8b6aa083fb&act=ST&f=2&t=1496&view=findpost&p=566195

Geschrieben von: 146225 am 24 Nov 2014, 21:57
Hurra, mal wieder! Anlässlich eines Straßenbau-Spatenstichs in Friedrichshafen hat die Staatssekretärin Bär aus dem Bundesverkehrtministerium die Gelder für die Elektrifizierung der http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/500-Besucher-beim-Spatenstich-fuer-die-B-31-neu;art372474,7432715 zugesagt. Ob es diesmal wahr ist bzw. wird, darf vor Verkehren der ersten elektrisch bespannten Züge noch jahrelang angezweifelt werden.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 26 Nov 2014, 19:30
Ausser Südkurier hat niemand darüber berichtet. Es wurde bisher weder bestätigt noch dementiert.

Geschrieben von: 146225 am 2 Dec 2014, 21:20
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 26 Nov 2014, 19:30)
Ausser Südkurier hat niemand darüber berichtet. Es wurde bisher weder bestätigt noch dementiert.

So langsam zieht es zumindest mal http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/suedbahn-elektrifizierung-schon-2015/-/id=1612/nid=1612/did=14641004/gg0ow0/index.html.

Geschrieben von: Entenfang am 2 Dec 2014, 22:22
QUOTE
Die Südbahn ist eine der wenigen nicht- elektrifizierten Bahnstrecken im Land.

Selten so gelacht. laugh.gif

Aber wenn es wirklich nächstes Jahr losgeht, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung! smile.gif

Geschrieben von: 146225 am 2 Dec 2014, 22:36
QUOTE (Entenfang @ 2 Dec 2014, 22:22)
Selten so gelacht. laugh.gif


Für Baden-Württemberg würde es, könnte man denn das Elektrifizierungs-Tempo der letzten 10-15 Jahre aufrecht erhalten, doch sogar stimmen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 3 Dec 2014, 16:37
Jetzt auch die http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Elektrifizierung-doch-schon-2015-_arid,10133514.html dazu:
QUOTE (schwäbische @ 2 Dez 2014, 18:28)
Nach Mitteilung mehrerer Landtagsabgeordneter (...) vom Dienstag hat die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), überraschend angekündigt, dass der Bau schon 2015 beginnen könne. Bär habe zugesagt, dass das Projekt nicht einer Neubewertung unterzogen werde. Voraussetzung sei, dass im kommenden Jahr schon das notwendige Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werde. (...)
Mit der Elektrifizierung soll die Bahnstrecke zwischen Ulm und Lindau mit Oberleitungen aufgerüstet werden, (...). Die reine Bauzeit schätzten Experten zuletzt auf vier bis fünf Jahre.

Mal angenommen dieser fromme Weihnachswunsch geht tatsächlich in Erfüllung: Dann wäre die Strecke Ulm - Lindau-Aeschach früher elektrifiziert, als die ABS48, die die Leitung zum neuen Hbf Reutin vorsieht.
Lässt man dann die Züge in Aeschach enden, oder elektrifiziert man den Damm für nur kurze Zeit? unsure.gif Auf der Insel sind die Gleisanlagen, die für sinnvolle Betriebsführung eletrifiziert werden müssten, noch relativ umfangreich.

Geschrieben von: ropix am 3 Dec 2014, 17:41
Naja, Friedrichshafen würde ja wohl fürs erste mal reichen - bis der Strick von da aus dann nach Lindau wächst wird man dort mit einem Umbau hoffentlich auch begonnen haben. Theoretisch wäre es ja möglich Lindau ab 2018 getrennt von München-Lindau umzubauen. Und wenn alle Stricke reißen - muss man halt einen Einholdiesel in Lindau stationieren biggrin.gif

Aber ja - ich kann mir nicht vorstellen dass der alte Bahnhof auf der Insel noch umfangreich elektrifiziert wird. Auch wenn der Steg der da im Weg steht wohl noch das geringste Problem darstellt.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 3 Dec 2014, 18:33
QUOTE (ropix @ 3 Dec 2014, 17:41)
Aber ja - ich kann mir nicht vorstellen dass der alte Bahnhof auf der Insel noch umfangreich elektrifiziert wird. Auch wenn der Steg der da im Weg steht wohl noch das geringste Problem darstellt.

Lindau Hbf ist doch elektrifiziert. Würde da nicht in Zukunft eh eine zweigleisige Anbindung auf die Insel reichen, mit viergleisigem Bahnhof?

Geschrieben von: 218 466-1 am 3 Dec 2014, 18:56
QUOTE (DSG Speisewagen @ 3 Dec 2014, 18:33)
Lindau Hbf ist doch elektrifiziert.

Nur Gleis 1-3 und nur aus Richtung Reutin.
ÖBB UND Südbahnzüge nur über Gleis 1-3 zu fahren ist von der Auslastung unmöglich.
QUOTE
Würde da nicht in Zukunft eh eine zweigleisige Anbindung auf die Insel reichen, mit viergleisigem Bahnhof?

"In Zukunft" = nach Fertigstellung des Hbf Reutin wird die Anbindung von Hergatz/Enzisweiler zur Insel gekappt.
Vorherige Umbauten um elektrisch auf dem Damm in die Bregenzer-Gleise einzuschwenken, wäre pure Geldverschwendung.

Viergleisiger Bahnhof!? ohmy.gif Wovon träumst du nachts? Was auf der Insel übrig bleiben wird, lässt sich http://www.bahnbilder.de/1024/am-bahnhof-oberammergau-gibt-es-426817.jpg sehr gut vergleichen. wink.gif Eingleisige Verbindung nur zum Hbf und selbst dafür musste die Stadt Lindau kämpfen.

Und ja, eigentlich reicht ggf. auch zunächst nur die eigentliche "Südbahn" TU - TFH.
Hermann könnte mit den Landesmitteln doch schonmal loslegen. Beim Bau der Strecke wurde 1847 in TF mit Inselbetrieb bis TRB begonnen. Bei der Elektrifizierung könnte man es 2015 wieder so machen. biggrin.gif

Geschrieben von: ropix am 3 Dec 2014, 19:14
QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 18:56)
Viergleisiger Bahnhof!? ohmy.gif Wovon träumst du nachts? Was auf der Insel übrig bleiben wird, lässt sich http://www.bahnbilder.de/1024/am-bahnhof-oberammergau-gibt-es-426817.jpg sehr gut vergleichen. wink.gif
Hm... - weißt du schon was, was noch keiner weiß?
QUOTE
Eingleisige Verbindung nur zum Hbf und selbst dafür musste die Stadt Lindau kämpfen.

Lindau und kämpfen - ich glaub eher, die waren zutiefst betrübt als ihr Volk den Inselbahnhof auf einmal doch haben wollte. Scheiß Demokratie am Rande biggrin.gif

Aber alles was ich bislang gehört hab ist die Zufahrt von Aeschach bleibt bestehen.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 3 Dec 2014, 20:49
Eigentlich muss der Hbf aus allen Richtungen angebunden bleiben und das mit 2gleisiger Streckenführung und viergleisigem Inselbf., so dass möglichst viele Züge die Insel ansteuern und bis auf die durchgehenden Züge nach Vorarlberg dürfte die Insel das Ziel der Träume sein und nicht das Festland, das ist nur für die Einheimischen interessant.

Geschrieben von: JeDi am 3 Dec 2014, 21:36
QUOTE (DSG Speisewagen @ 3 Dec 2014, 20:49)
Eigentlich muss der Hbf aus allen Richtungen angebunden bleiben und das mit 2gleisiger Streckenführung und viergleisigem Inselbf., so dass möglichst viele Züge die Insel ansteuern und bis auf die durchgehenden Züge nach Vorarlberg dürfte die Insel das Ziel der Träume sein und nicht das Festland, das ist nur für die Einheimischen interessant.

Demnach müssten die beiden Touribringenden Züge (Alex und IRE Stuttgart) auf der Insel bleiben, die ganzen lokalen Bummelzüge aber nach Reutin fahren?

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 3 Dec 2014, 21:46
QUOTE (JeDi @ 3 Dec 2014, 21:36)
Demnach müssten die beiden Touribringenden Züge (Alex und IRE Stuttgart) auf der Insel bleiben, die ganzen lokalen Bummelzüge aber nach Reutin fahren?

Bis auf die Friedrichshafener Strecke wird doch an jedem Potential für das Lindauer Festland vorbeigefahren. Denn zwischen Lindau und Hergatz gibt es keinen einzigen Halt und danach gehen die Ausrichtungen doch schon wieder ganz wo anders hin.
Zwischen Hergatz und Lindau würde es einige Halte geben die man reaktivieren könnte.

Auch nach Bregenz müsste es zwischen Reutin und Lochau noch einen Halt geben.

Geschrieben von: 218 466-1 am 3 Dec 2014, 22:06
QUOTE (DSG Speisewagen @ 3 Dec 2014, 20:49)
Eigentlich muss der Hbf aus allen Richtungen angebunden bleiben und das mit 2gleisiger Streckenführung und viergleisigem Inselbf., so dass möglichst viele Züge die Insel ansteuern und bis auf die durchgehenden Züge nach Vorarlberg dürfte die Insel das Ziel der Träume sein und nicht das Festland, das ist nur für die Einheimischen interessant.

Wozu baut man dann überhaupt einen neuen Hbf? rolleyes.gif
Der Anschluss vom Regionalverkehr (z.B. von der Südbahn) zu den EC wäre unnötig kompliziert, wenn man den Umweg über die Insel nehmen muss.
Außerdem soll es auch ein paar einheimische geben, die die Bahn nutzen.
Solln's eine viergleisige Einfahrt Bodenseegürtelbahn / Allgäubahn zw. Aeschach und Reutin bauen, damit sich die Züge nicht mehr gegenseitig behindern. Das wäre sinnvoller als die Züge weiträumig zu verteilen.
QUOTE (JeDi @ 3 Dec 2014, 21:36)
Demnach müssten die beiden Touribringenden Züge (Alex und IRE Stuttgart) auf der Insel bleiben, die ganzen lokalen Bummelzüge aber nach Reutin fahren?

ALX ist bis dahin Geschichte. IRE sollen möglicherweise bis Bludenz durchgebunden werden.
Für Touries reicht auch ein Pendel Hbf <-> Insel wobei der Stadtbus auch fährt. Aber die "Attraktion" der Fahrt über den Damm soll erhalten bleiben. M.E. wäre dafür sogar eine http://www.ticino.ch/pictures/infoturistica/full/trenino-ascona-2013.jpg am besten geeignet. ph34r.gif
QUOTE (DSG Speisewagen @ 3 Dec 2014, 21:46)
Auch nach Bregenz müsste es zwischen Reutin und Lochau noch einen Halt geben.

Welcher sollte das sein und wozu? unsure.gif

Geschrieben von: 146225 am 3 Dec 2014, 22:21
QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 22:06)
Aber die "Attraktion" der Fahrt über den Damm soll erhalten bleiben. M.E. wäre dafür sogar eine http://www.ticino.ch/pictures/infoturistica/full/trenino-ascona-2013.jpg am besten geeignet. ph34r.gif

Ich dacht jetzt' mehr an einen ET mit Panoramaverglasung, so a la MOB oder so...

Geschrieben von: ropix am 3 Dec 2014, 22:29
QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 22:06)
Wozu baut man dann überhaupt einen neuen Hbf?  rolleyes.gif
Weil der Bürger es so beschlossen hat
QUOTE

Der Anschluss vom Regionalverkehr (z.B. von der Südbahn) zu den EC wäre unnötig kompliziert, wenn man den Umweg über die Insel nehmen muss.
Kennst du die Fahrplankonzepte schon?
QUOTE
ALX ist bis dahin Geschichte. IRE sollen möglicherweise bis Bludenz durchgebunden werden.
Für Touries reicht auch ein Pendel Hbf <-> Insel wobei der Stadtbus auch fährt. Aber die "Attraktion" der Fahrt über den Damm soll erhalten bleiben. M.E. wäre dafür sogar eine http://www.ticino.ch/pictures/infoturistica/full/trenino-ascona-2013.jpg am besten geeignet. ph34r.gif
Solangs keine Windmühle ist...
QUOTE
QUOTE (DSG Speisewagen @  3 Dec 2014, 21:46)
Auch nach Bregenz müsste es zwischen Reutin und Lochau noch einen Halt geben.
Welcher sollte das sein und wozu? unsure.gif

Bregenz Hafen *duckundweg*

Geschrieben von: JeDi am 3 Dec 2014, 22:43
QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 22:06)
ALX ist bis dahin Geschichte.

Der Allgäu-Expresszug aus München halt. Dass der Nachfolger gemeint sein könnte, hätte man sich vielleicht eventuell denken können.
QUOTE
IRE sollen möglicherweise bis Bludenz durchgebunden werden.

Der IRE bleibt dem vernehmen nach auf der Insel, fährt also Insel -> Reutin. Was danach ist, keine Ahnung.
QUOTE
Für Touries reicht auch ein Pendel Hbf <-> Insel wobei der Stadtbus auch fährt.

Dann fahren die Touris halt Auto. Da muss man auch nicht umsteigen. Der Reiz an Lindau (ggü z.B. Konstanz) ist ja, dass man aus mehr als nur einer Richtung umsteigefrei per Bahn hinkommt.

Geschrieben von: Rohrbacher am 3 Dec 2014, 23:23
QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 18:56)
Viergleisiger Bahnhof!? ohmy.gif Wovon träumst du nachts? Was auf der Insel übrig bleiben wird, lässt sich http://www.bahnbilder.de/1024/am-bahnhof-oberammergau-gibt-es-426817.jpg sehr gut vergleichen.

Habe ich nicht neulich hier irgendwo was einigermaßen offizielles gelesen von einem Rückbau auf sechs (!) Bahnsteiggleise und einem Neubau von vier (?) Bahnsteiggleisen in Lindau-Reutin? Die nicht wenigen Züge, die auch in Zukunft in Lindau enden werden, muss man ja auch irgendwo hinstellen und einen nicht nur für Touris gedachten Hafen hinter'm Bahnhof gibt es in Reutin auch nicht.

Man wird auch ganz sicher nicht alle RB/RE/IRE bis tief nach Österreich oder sonst irgendwo durchbinden. Ein IRE Stuttgart - Bludenz hätte allerdings was. wink.gif

QUOTE (218 466-1 @ 3 Dec 2014, 22:06)
Der Anschluss vom Regionalverkehr (z.B. von der Südbahn) zu den EC wäre unnötig kompliziert

Wozu? Der schnellste Weg von Friedrichshafen Richtung Zürich ist westlich um den See: Alle zwei Stunden mit dem IRE aus Ulm nach Schaffhausen und da gibt's dann mit 4 Minuten Umsteigezeit schon recht optimal verknüpft den IC nach Zürich. Friedrichshafen - St. Gallen ist über (!) den See via Romanshorn heute schon über eine halbe Stunde schneller als über Lindau mit dem EC. Friedrichshafen - Winterthur kann man sowohl über Romanshorn wie auch Schaffhausen machen. Verbindungen über Lindau tauchen da im RIS heute kaum auf und dürften in Zukunft auch nicht so arg viel wichtiger werden.

Geschrieben von: ropix am 3 Dec 2014, 23:42
QUOTE (Rohrbacher @ 3 Dec 2014, 23:23)
Habe ich nicht neulich hier irgendwo was einigermaßen offizielles gelesen von einem Rückbau auf sechs (!) Bahnsteiggleise und einem Neubau von vier (?) Bahnsteiggleisen in Lindau-Reutin? Die nicht wenigen Züge, die auch in Zukunft in Lindau enden werden, muss man ja auch irgendwo hinstellen und einen nicht nur für Touris gedachten Hafen hinter'm Bahnhof gibt es in Reutin auch nicht.

Weiß nicht - so detailliert dürfte noch gar keine Planung sein?

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Stadt-und-Bahn-einigen-sich-ueber-Bahnhof-_arid,10108978_toid,441.html

Falls doch: http://buergerwiki.net/Lindauer_Bahnh%C3%B6fe_(Planungen)

Geschrieben von: 218 466-1 am 4 Dec 2014, 06:42
QUOTE (Rohrbacher @ Dec 2014, 23:23)
Man wird auch ganz sicher nicht alle RB/RE/IRE bis tief nach Österreich oder sonst irgendwo durchbinden. Ein IRE Stuttgart - Bludenz hätte allerdings was. wink.gif

Den meinte ich. Im 2-h Takt könnten die IRE durchgebunden werden, im Gegenzug evtl. die ÖBB 4024 als RB bis TF. In einem Artikel wurde diese Idee mal angedeutet u.a. mit der "Bodensee S-Bahn". Konktete Pläne gibt es dazu aber s.i.w. noch nicht.
Die Ausscheibung von NVBW und Vorarlberg muss abgewartet werden.
QUOTE
Wozu? Der schnellste Weg von Friedrichshafen Richtung Zürich (...) St. Gallen (...) Winterthur (...) Verbindungen über Lindau tauchen da im RIS heute kaum auf und dürften in Zukunft auch nicht so arg viel wichtiger werden.

Ich denke eher an Memmingen, Augsburg und München. wink.gif Die EC werden durchaus auch innerdeutsch genutzt.

QUOTE (ropix @ 3 Dec 2014, 23:42)
Weiß nicht - so detailliert dürfte noch gar keine Planung sein?
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Stadt-und-Bahn-einigen-sich-ueber-Bahnhof-_arid,10108978_toid,441.html
Falls doch: http://buergerwiki.net/Lindauer_Bahnh%C3%B6fe_(Planungen)

Jetzt doch größer mit richtigem Bahnhof? blink.gif
Zuvor war von einer "Haltestelle neben der Post" die Rede.


Geschrieben von: ropix am 4 Dec 2014, 18:58
QUOTE (218 466-1 @ 4 Dec 2014, 06:42)
Jetzt doch größer mit richtigem Bahnhof? blink.gif

Definitiv. Sicher ist auch schon dass es nur die Optionen es bleibt alles beim alten mit großem Inselbahnhof in dem der EC dann gar nicht mehr hält oder der Inselbahnhof wird zurückgebaut (wie stark keine Ahnung), ein neuer Bahnhof Reutin entsteht und die meisten Züge fahren beide Bahnhöfe an. Normalerweise dann mit Kopfmachen in beiden Bahnhöfen. So weit ich weiß, was allerdings auch schon ein gewisses Verfallsdatum hat existiert kein genaues Konzept wie man die Züge fährt. Klar ist - mit Inselbahnhof kommt die DACHSbahn (Stadtschnellbahn Deutschland Austria Chweiz) die von Bregenz über Reutin zur Insel fährt. Und von dort aus ggf. weiter nach Konstanz. Was mit den Zügen aus Ulm und München passiert ist hingegen völlig unklar. Öfters ist mal zu hören wie gehabt einfach nur auf die Insel. Das ist für die EC-Anbindung aber scheiße.

Geschrieben von: 218 466-1 am 12 Dec 2014, 19:20
Passend dazu:
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-S-Bahn-Aktivisten-fordern-grossen-Inselbahnhof-_arid,10137508_toid,441.html
QUOTE
Konkret fordert die Initiative Bodensee-S-Bahn deshalb einen Inselbahnhof mit Bahnsteiggeleise, auf denen möglichst nicht nur Nahverkehrszüge, sondern auch die Eurocitys halten sollen. Dann wären die EC zwischen München und Zürich zwar knapp zehn Minuten langsamer als bei einem Halt in Reutin, das verbessere aber die Umsteigemöglichkeiten. Außerdem sei ein Stundentakt dieser Züge in der Konkurrenz zu Fernbussen viel wichtiger als ein paar Minuten Fahrtzeit.

Nur schade, dass ein Stundentakt auf der eingleisigen Strecke weitere Fahrzeit kostet.
Durchbindungen Stuttgart - Bludenz hätten ebenfalls kaum noch Vorteile. rolleyes.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 13 Dec 2014, 21:38
http://www.rp-tuebingen.de/servlet/PB/menu/1396694/index.html

Geschrieben von: Jogi am 1 Jan 2015, 15:14
Den "Stuttgarter Nachrichten" nach könnte die Elektrifizierung bereits in diesem Jahr beginnen, wenn alle Planfeststellungsverfahren abgeschlossen würden (was realistisch sei *hust*) und wenn eine neuerliche Kosten-Nutzen-Bewertung positiv ausfällt (was wohl niemand bezweifelt), so sie überhaupt durchgeführt wird oder werden muss. Verwirrt? Vielleicht steigt da jemand anderes besser durch laugh.gif

Annette Mohl, 31.12.14: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schienennetz-suedbahn-ulm-lindau-nimmt-fahrt-auf.c6cf7589-c99d-4f6c-9a22-f394df69aa7c.html

QUOTE
Welche Variante nun auch stimmt: Die wichtigsten Hürden sind offenbar genommen. Im Frühjahr 2015 will eine Delegation aus Baden-Württemberg das Projekt bei Bundesverkehrsminister Dobrindt vollends auf den Weg bringen. Dies wurde im November auf einem Südbahn-Gipfel in Friedrichshafen beschlossen. Daran nahmen Landtagsabgeordnete sowie Vertreter aus Kommunen und Wirtschaft teil. Alle waren sich parteiübergreifend über die Dringlichkeit einig. In Berlin soll auch die Finanzierung abschließend geklärt werden.



An dieser Stelle: Beste Grüße für 2015,
Jogi

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 1 Jan 2015, 15:49
Wenn die 2015 anfangen, fliege ich freiwillig zum Mond und verschone dieses Forum von meinen Beiträgen. tongue.gif wink.gif

Ich kann mich da ohne Risiko weeeeeit aus dem Fenster lehnen. wink.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 14 Jan 2015, 22:11
Habe mal nachgefragt, wie es mit dem Bundesverkehrswegeplan 2015 weitergeht. Gemäss dem http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Bilder/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-2015-zeitplan.jpg?__blob=poster sollte Mitte 2015 die Bewertungsphase und Ende 2015 die Beteiligungs- und Abstimmungsphase beendet werden, so dass die Bundesregierung zwischen Mitte 2015 und Ende 2016 in die Beschlussphase treten könnte. Die Bewertungsphase hat nach diesem Schema bereits 2012 begonnen und die Abstimmungsphase sogar 2011. Allerdings ist in Bezug auf die Bewertungsphase zumindest was die Schienenverkehrswege betrifft, ausser der http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-uebersicht-vorhaben-schiene.pdf?__blob=publicationFile bisher nichts geschehen, oder zumindest noch nichts veröffentlicht. In dieser Liste von Mai 2014 werden einzig die Projekte aus dem letzten Bundesverkehrswegeplan 2003 aufgezählt und ihr Status im neuen BVWP (Bezugsfall – Nicht Bezugsfall) aufgelistet. Bekanntlich wurde der Status der Südbahn wie folgt angegeben: "nicht Bezugsfall (es sei denn, Baubeginn bis Ende 2015)". Daneben werden die Projektanmeldungen – ohne Kommentar – aufgelistet. Nun die Antwort eines Mitglieds des Verkehrsausschusses: "nach Auskunft der Bundesregierung sollen nach Ostern Ergebnisse des so genannten Quickscans veröffentlicht werden. Die abschließenden Ergebnisse der Bewertungsphase sollen im Sommer (Herbst) 2015 vorliegen und ins Internet gestellt werden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt im Anschluss. Ob es dieses Jahr noch zu einem Kabinettbeschluss kommt wird sich zeigen." Damit müssen wir nach Ostern schauen, wie es mit der Südbahn weitergeht. Wie sieht es mit der Bewertung aus? Oder bekommt die Südbahn doch noch den Status "Bezugsfall" wie angeblich Staatssekretärin Dorothee Bär angedeutet hat. Ganz ausgeschlossen ist die Baubeginn 2015 somit nicht ...

Geschrieben von: ropix am 14 Jan 2015, 22:43
Also alles deutet momentan darauf hin dass es Bezugsfall wird weil die Bagger angerollt sind. Ob das jetzt 2015 oder 2016 ist dürfte egal sein, interessant ist vor allen Dingen dass das EBA das Baurecht noch rechtzeitig rausgibt. Und da spricht momentan nichts dagegen?

Geschrieben von: 218 466-1 am 22 Apr 2015, 20:05
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Land-Baden-Wuerttemberg-macht-Druck-bei-der-Suedbahn-_arid,10218068.html

Geschrieben von: 146225 am 22 Apr 2015, 20:14
QUOTE (218 466-1 @ 22 Apr 2015, 21:05)
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Land-Baden-Wuerttemberg-macht-Druck-bei-der-Suedbahn-_arid,10218068.html

Es wird auch notwendig sein, den Dobrindt hier 3x täglich zu treten - von alleine tut der (Bund) bestimmt nix.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 22 Apr 2015, 23:37
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 14 Jan 2015, 23:11)
Nun die Antwort eines Mitglieds des Verkehrsausschusses: "nach Auskunft der Bundesregierung sollen nach Ostern Ergebnisse des so genannten Quickscans veröffentlicht werden.

Oster ist vorbei gabs was? Ich hab auf der Ministeriumsseite leider nichts gefunden sad.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 25 May 2015, 17:58
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Friedrichshafen-bekommt-erst-2029-einen-IC-Anschluss;art372474,7723573

Die orginal Überschrift "Friedrichshafen bekommt erst 2029 einen IC-Anschluss" ist angesichts der seit über 12 Jahren verkehrenden IC 118/119 und zeitweise auch IC 1218/1219, mehr als unglücklich gewählt. rolleyes.gif

Die RAB wollte ja keine BR 245. Das hat man nun davon.

Geschrieben von: 146225 am 25 May 2015, 18:47
QUOTE (218 466-1 @ 25 May 2015, 18:58)
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Friedrichshafen-bekommt-erst-2029-einen-IC-Anschluss;art372474,7723573

Die orginal Überschrift "Friedrichshafen bekommt erst 2029 einen IC-Anschluss" ist angesichts der seit über 12 Jahren verkehrenden IC 118/119 und zeitweise auch IC 1218/1219, mehr als unglücklich gewählt. rolleyes.gif

Die RAB wollte ja keine BR 245. Das hat man nun davon.

Naja, es ist wohl mehr der Tatsache geschuldet, dass die Elektrifizierung der Südbahn seit mindestens 40 Jahren, also so ungefähr dem Einsatzende der Baureihe 03, ganz bestimmt aber sicher jetzt dieses Mal wirklich bis zum ... bestimmt wieder nicht fertiggestellt wird.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 28 Jun 2015, 15:35
Baurecht für Planfeststellungsabschnitt I: http://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/323/docs/BR_Suedbahn_PfA1_201201.pdf

Siehe Schwäbische vom 26.6.2015: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Neuer-Dampf-fuer-die-Suedbahn-_arid,10258615_toid,535.html
Und SWR, 27.6.2015: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/wangen-im-allgaeu-ulm-baurecht-fuer-erste-etappe-der-suedbahn-elektrifizierung/-/id=1612/did=15742260/nid=1612/11eahz8/

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 3 Jul 2015, 12:22
Schwäbische, 2.7.2015: Ein Satz aus Berlin lässt Südbahnfreunde frohlocken: http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Ein-Satz-aus-Berlin-laesst-Suedbahnfreunde-frohlocken-_arid,10262408.html und Schwäbische, 2.7.2015: http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Durchbruch-noch-dieses-Jahr-_arid,10261899.html. Südwestpresse, 3.7.2015: Neue Hoffnung für die Südbahn. "Der Bund will noch in diesem Jahr die Finanzierung sichern und den Weg für die Elektrifizierung der Strecke freimachen": http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Neue-Hoffnung-fuer-die-Suedbahn;art4319,3313910

Hier noch die Originalantwort der Bundesregierung vom 26.6.2015 auf die Anfrage von Agnieszka Brugger (MdB, Grüne): http://www.agnieszka-brugger.de/fileadmin/dateien/Dokumente/Verkehr/20150626_Antwort_KA_Suedbahn_Drs_18_5140.pdf

Geschrieben von: 218 466-1 am 6 Jul 2015, 22:13
Unterdessen das http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Infrastruktur/Stilllegung/Bescheide/Rbsi_575.pdf?__blob=publicationFile&v=2 sad.gif

Geschrieben von: ropix am 7 Jul 2015, 00:06
Naja, das war abzusehen. Eine Strecke ohne Nutzen, auch wenn der vielleicht irgendwann mal wiederkommt?

Wie steht es eigentlich um die Aufhebung des Bahnhofs Niederbiegen? Ist der jetzt endlich mal weg oder gilt da Totgesagte leben am längsten? smile.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 7 Jul 2015, 01:49
QUOTE (ropix @ 7 Jul 2015, 01:06)
Wie steht es eigentlich um die Aufhebung des Bahnhofs Niederbiegen? Ist der jetzt endlich mal weg oder gilt da Totgesagte leben am längsten? smile.gif

Der ist noch immer örtlich besetzt mit Formsignalen und relativ umfangreichen Gleisanlagen.
Wohl erst wenn der irgendwann mal an die BZ Karlsruhe kommt, werden die Gleise auch zurückgenaut werden. Ob das mir der Elektrifizierung einhergehen wird, weiß ich nicht.
In südlicher Richtung sind heuer noch Überholungen möglich mit Einfahrt Zs1 und Ausfahrt mit Befehl Nr. 3. Kommt bei verspäteten IRE mit BOB-FN gelegentlich vor.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 7 Jul 2015, 12:04
QUOTE (ropix @ 7 Jul 2015, 01:06)
Naja, das war abzusehen. Eine Strecke ohne Nutzen, auch wenn der vielleicht irgendwann mal wiederkommt?


Wenn man die Strecke nicht entwidmet kann man sie auch stilllegen, ohne später bei einem potentiellen Nutzen, Probleme zu bekommen die ein Neubau erfordern würde.

Geschrieben von: ropix am 7 Jul 2015, 12:08
Also ganz ehrlich - diese eine Strecke - kennst du sie?

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 7 Jul 2015, 12:42
QUOTE (ropix @ 7 Jul 2015, 13:08)
Also ganz ehrlich - diese eine Strecke - kennst du sie?

Ich kenne sie nicht und wenn das Land BaWü hier kein Verkehrsbedürfnis sieht, dürfte es auch keines geben.

Mir ging es ja nur darum dass man die Strecke stilllegen kann, aber deswegen muss man sie ja nicht entwidmen.

Geschrieben von: ropix am 7 Jul 2015, 12:46
QUOTE (DSG Speisewagen @ 7 Jul 2015, 13:42)
Ich kenne sie nicht

und traust dich trotzdem irgendwas zu schreiben. Komm, fahr hin und schau dir an was da stillgelegt wurde (und noch nichtmal entwidmet ist)

dann reden wir weiter. Wenns wenigstens noch um die ganze alte LAG-Strecke gehen würde...

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 7 Jul 2015, 13:29
QUOTE (ropix @ 7 Jul 2015, 13:46)
und traust dich trotzdem irgendwas zu schreiben. Komm, fahr hin und schau dir an was da stillgelegt wurde (und noch nichtmal entwidmet ist)

dann reden wir weiter. Wenns wenigstens noch um die ganze alte LAG-Strecke gehen würde...

Wenn ihr eure Haudraufschreiben endlich mal einstellen würdet, das ist billigste Methodik.
Ausgerechnet von Leuten die immer Kommentare zu Themen abgeben bei denen sie selbst auch nur ihre eigene Meinung abgeben. Heuchelei, pure Heuchelei.

Was habe ich denn groß geschrieben? Ich habe geschrieben dass man die Strecke nicht entwidmen muss und auch nicht angezweifelt dass kein Verkehrsbedarf besteht. Was willst du Bürschl eigentlich von mir?


Nebenbei: Muss man eine Strecke persönlich begutachtet haben? Die Strecke ist eine reine Güterstrecke und hat auch aufgrund seiner Trassenführung kein PV-Potential, jedoch könnte ja im GV durchaus wieder ein Potential entstehen, wer weiß das schon.
Von daher muss man ja nicht entwidmen. So, der Teil war jetzt für die vernünftigen Leute, die nicht auf heuchlerische Hetze aus sind.

Geschrieben von: ropix am 7 Jul 2015, 13:44
QUOTE (DSG Speisewagen @ 7 Jul 2015, 14:29)
QUOTE (ropix @ 7 Jul 2015, 13:46)
und traust dich trotzdem irgendwas zu schreiben. Komm, fahr hin und schau dir an was da stillgelegt wurde (und noch nichtmal entwidmet ist)

dann reden wir weiter. Wenns wenigstens noch um die ganze alte LAG-Strecke gehen würde...

Wenn ihr eure Haudraufschreiben endlich mal einstellen würdet, das ist billigste Methodik.
Ausgerechnet von Leuten die immer Kommentare zu Themen abgeben bei denen sie selbst auch nur ihre eigene Meinung abgeben. Heuchelei, pure Heuchelei.

Gibstes jetzt endlich zu mit Argumenten am Ende zu sein?

Aber nein verlass dich drauf, ich geb gern auch mal das Gegenteil meiner Meinung in meinen Beiträgen wieder. Fällt mir vor allen Dingen in diversen Antworten auf deinen Schmarrn auf.

Dazu gäbs von mir dann noch Beiträge mit Fakten wie z.B. http://www.eisenbahnforum.de/index.php?act=ST&f=29&t=15671&view=findpost&p=590784 oder auch Berichte zu aktuellem Baugeschehen zumindest für den Münchner Nahverkehr.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 7 Jul 2015, 15:03
Nochmal: Wo ist dein Kritikpunkt? Ich habe lediglich meine Meinung dazu geäußert und mitgeteilt dass es hoffentlich keine Entwidmung gibt.
Muss man für diese Meinung die Strecke vor Ort besucht haben?

Was willst du jetzt eigentlich? Ich habe weder die Stilllegung kritisiert noch die Aufrechterhaltung der Strecke gefordert. Ich frag mich schon...

Geschrieben von: ropix am 9 Jul 2015, 10:19
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 28 Jun 2015, 16:35)
Baurecht für Planfeststellungsabschnitt I: http://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/323/docs/BR_Suedbahn_PfA1_201201.pdf

Siehe Schwäbische vom 26.6.2015: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Neuer-Dampf-fuer-die-Suedbahn-_arid,10258615_toid,535.html
Und SWR, 27.6.2015: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/wangen-im-allgaeu-ulm-baurecht-fuer-erste-etappe-der-suedbahn-elektrifizierung/-/id=1612/did=15742260/nid=1612/11eahz8/

http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/23_Suedbahn_PFA1.pdf?__blob=publicationFile&v=2

das Schriftstück dazu

Geschrieben von: 146225 am 9 Jul 2015, 18:08
QUOTE (ropix @ 9 Jul 2015, 11:19)
das Schriftstück dazu

111 Seiten nur für die Anbringung von Fahrdraht über ~ 15 km Bahnstrecke. Respekt, Deutschland. rolleyes.gif wacko.gif

Geschrieben von: ropix am 9 Jul 2015, 18:22
Ja und Nein.

Also es geht nicht um den Fahrdraht allein sondern um die Infrastrukturverbesserung bestehend aus:

-Anpassung der Geschwindigkeit an so weit wie möglich 160
-Anpassung nach EKrG
-Aufbau des Fahrdrahts

und nicht so wie im bayerischen wo man alles gestrichen hat was nicht unbedingt notwendig ist...


Geschrieben von: corsa636 am 9 Jul 2015, 18:57
Das lässt ja hoffen!!

Geschrieben von: 146225 am 9 Jul 2015, 18:59
QUOTE (corsa636 @ 9 Jul 2015, 19:57)
Das lässt ja hoffen!!

Auf noch ein paar tausend Seiten oder auf erfahrbare Taten an der Strecke?

Geschrieben von: ropix am 9 Jul 2015, 19:19
Die tausende Seiten sind doch schon längst geschrieben.

Die Taten an der Strecke müssen sein, allein schon weil:
QUOTE (DSG Speisewagen @ 1 Jan 2015, 16:49)
Wenn die 2015 anfangen, fliege ich freiwillig zum Mond und verschone dieses Forum von meinen Beiträgen.  tongue.gif  wink.gif

Ich kann mich da ohne Risiko weeeeeit aus dem Fenster lehnen.  wink.gif


Wobei nein, inständig hoff ich für den Baubeginn weil es Zeit wird - allerhöchste Eisenbahn sozusagen - dass ich mal wieder anders argumentieren kann als wie mit wenns mit der Bahn nicht klappt müssen es eben Straßen sein.

Und weil ich bemannte Raumfahrt irgendwie auch cool find smile.gif

Und natürlich - weil wenn sie 2015 anfangen wird einfach angefangen, ab 2016 wird's erheblich komplizierter...

Geschrieben von: 146225 am 9 Jul 2015, 19:53
QUOTE (ropix @ 9 Jul 2015, 20:19)
Die tausende Seiten sind doch schon längst geschrieben.

Und seit wann ist das in Deutschland ein Argument gegen noch ein paar Tausend mehr?

Geschrieben von: ropix am 9 Jul 2015, 19:56
QUOTE (146225 @ 9 Jul 2015, 20:53)
QUOTE (ropix @ 9 Jul 2015, 20:19)
Die tausende Seiten sind doch schon längst geschrieben.

Und seit wann ist das in Deutschland ein Argument gegen noch ein paar Tausend mehr?

Also rein rechnerisch sinds noch ~700 Seiten biggrin.gif

Geschrieben von: ZüriMünchner am 10 Jul 2015, 13:07
QUOTE (218 466-1 @ 6 Jul 2015, 23:13)
Unterdessen das http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Infrastruktur/Stilllegung/Bescheide/Rbsi_575.pdf?__blob=publicationFile&v=2 sad.gif

Als ich 2010 noch in der Gegend wohnte, wollte ich einmal mit dem Auto den Bahnübergang Mochenwanger Straße (K7946) in Baienfurt Richtung Norden überqueren.
Ausgerechnet in dem Moment schlossen sich die Schranken. Bald kam eine Rangierlok mit drei Wagen angezuckelt in Richtung Osten, also Richtung Firma XY, die damals noch per Bahn beliefert wurde.
Fragt mich jetzt nicht nach den Details, weder an die Firma noch an die Lok kann ich mich erinnern.

Und au weia, nachdem der Zug schon längst außer Sichtweite war, öffneten sich die Schranken nicht mehr. ph34r.gif

Nach wenigen Minuten überlegte ich mir umzukehren und eine Ausweichstrecke zu suchen. Ich schaute auf dem Stadtplan nach, den ich zufällig dabei hatte und fuhr dann über den Bahnübergang, der östlich parallel verläuft, die Straße wo auch die Baienfurter Postfiliale liegt. Danach links abgebogen und ich kam dann über enge Sträßchen durch die Straße "Rainpadent" (für alle die mal mit GoogleMaps reinschauen wollen, das Stichwort). Dort konnte ich wieder auf die Mochenwanger Straße direkt HINTER dem Bahnübergang abbiegen, geschafft! Im Rückspiegel sah ich die verdutzten anderen Fahrer stehen, inklusive des Linienbusses, der da bestimmt noch einige lange Ewigkeiten warten musste.

Als ich das nächste Mal wieder bei einer Zugdurchfahrt vorbei kam, war das Procedere für den TF sehr kompliziert, er musste erst irgendwo an der Strecke einen Schalter umstellen usw., folglich wurde die Schranken-Kontakt-Mechanik -/Elektronik nicht repariert. Ich dachte typisch Bahn, kein Geld für die Reparatur.

Aber nun ist es klar, die Bahn wollte die Strecke ja sowieso stilllegen, warum also noch was investieren...

Geschrieben von: 218 466-1 am 10 Jul 2015, 15:37
2014 gab es https://www.youtube.com/watch?v=QJcXFhPtLQY beim "Bodo-Erlebnistag" mit 650 315.
Heuer waren diese Fahrten schon nicht mehr im Programm.

Geschrieben von: 146225 am 10 Jul 2015, 20:17
QUOTE (ZüriMünchner @ 10 Jul 2015, 14:07)
Bald kam eine Rangierlok mit drei Wagen angezuckelt in Richtung Osten, also Richtung Firma XY, die damals noch per Bahn beliefert wurde.
Fragt mich jetzt nicht nach den Details, weder an die Firma noch an die Lok kann ich mich erinnern.

Eine Papier- und Kartonagenfabrik, die zwischenzeitlich an diesem Standort geschlossen wurde. Deswegen auch kein Güterverkehr mehr auf der Schiene. Ausnahmsweise ist S.C.Henker mal unschuldig.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 12 Jul 2015, 12:29
http://www.railblog.info/?p=13692

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Jul 2015, 17:56
Rv-news, 16.7.2017: Baurecht für Südbahn noch 2015: http://www.rv-news.de/interessengemeinschaft-erwartet-suedbahn-planungsrecht/

Geschrieben von: Didy am 2 Aug 2015, 17:30
In Erbach regt man sich über das EBA auf:
http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Laermschutz-bleibt-Thema;art4299,3360460

Geschrieben von: 146225 am 2 Aug 2015, 20:44
QUOTE (Didy @ 2 Aug 2015, 18:30)
In Erbach regt man sich über das EBA auf:
http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Laermschutz-bleibt-Thema;art4299,3360460

Also den angedachten IRE-Halt würd' ich anstelle der NVBW - das ist nämlich deren Thema - auch strikt verweigern. Fängt man in Erbach damit an, kann man ihn z.B. in Laupheim oder Weingarten auch nicht mehr verweigern.

Was die werten Gemeinderäte mir aber mal erklären sollten, ist wieso eine x-beliebige Drehstrom-E-Lok oder -ET mehr Lärm machen soll wie heute die ausgelutschten Windmühlen. Auch mit Fahrdraht wird es keinen 10-Minuten-Takt auf der Südbahn geben und die neue Güterzugtrasse im Süden schlechthin wirds schon auch nicht werden.

Geschrieben von: ropix am 2 Aug 2015, 21:04
Das EBA hat doch eh erklärt dass es für Zughalte nicht zuständig ist und bei den Lärmschutzwänden dass gesetzlich nunmal keine Lärmschutzwände möglich sind und die Stadt nicht fordern kann dass die Bahn den betroffenen Bürgern Schallschutzfenster einbaut - das kann nur der Bürger. Dieser EBA-Entscheid wird hier ein klein bisserl verkehrt dargestellt. Vermutlich hat die örtliche Politik nicht verstanden was drinsteht smile.gif

Es wäre ja auch noch schöner wenn die Gemeinde einfach so mir nix dir nix entscheiden könnte das Haus XY wird am Montag den um 6 Uhr 30 mit neuen Fenstern versehen wo die Bewohner z.B. an einer gewissen Schwerhörigkeit leiden.

Und dass die Gemeinde die betroffenen Bürger z.B. über Handzettel über ihre Rechte informiert hat das EBA ja nicht verboten smile.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 2 Aug 2015, 21:14
QUOTE (146225 @ 2 Aug 2015, 21:44)
Also den angedachten IRE-Halt würd' ich anstelle der NVBW - das ist nämlich deren Thema - auch strikt verweigern. Fängt man in Erbach damit an, kann man ihn z.B. in Laupheim oder Weingarten auch nicht mehr verweigern.

Ich denke, gemeint sind die regulären IRE Stuttgart - Lindau, die in Laupheim schon seit Einführung 2003 immer gehalten haben. Die Erbacher Forderung des Halt dieser Züge ist auch nicht neu.
Die IRE-Sprinter (sofern sie nach der Elektrifizierung erhalten bleiben) würden weiterhin nur in Biberach, Ravensburg und am Flugplatz halten.
QUOTE (146225 @ 2 Aug 2015, 21:44)
Was die werten Gemeinderäte mir aber mal erklären sollten, ist wieso eine x-beliebige Drehstrom-E-Lok oder -ET mehr Lärm machen soll wie heute die ausgelutschten Windmühlen. Auch mit Fahrdraht wird es keinen 10-Minuten-Takt auf der Südbahn geben und die neue Güterzugtrasse im Süden schlechthin wirds schon auch nicht werden.

Selbe Panikmache, wie im Allgäu. rolleyes.gif
Allerdings ist langfristig dazu das letzte Wort noch nicht gesprochen. Für Transitverkehr sind Versionen mit zweigleisiger Bodenseegürtelbahn, als auch Verbindungskurven in TAU und TKG für Fahrten ohne Richtungswechsel im Gespräch. Deren Umsetzung wird aber vmtl. weitere 40 Jahre dauern. wink.gif
Es steht der Stadt Erbach natürlich frei, die Lärmschutzwände selbst zu finanzieren, aber soooooo dringend braucht man die dann auch wieder nicht. ph34r.gif

Geschrieben von: ropix am 2 Aug 2015, 21:31
Wieso - Erbach hat doch ganz richtig erkannt dass man mit einem Lärmbekämpfungsplan die Bahn und den Bund durchaus in die Pflicht nehmen kann - auch finanziell.

Nur halt nicht im Rahmen der Elektrifizierung...

Geschrieben von: Didy am 2 Aug 2015, 23:13
Jepp. Habe mir das erst gespart dazuzuschreiben, was ihr richtig erkannt habt.

- Das EBA ist für die Frage des Verkehrsangebotes schlicht nicht zuständig.
- Das EBA ist genauso wenig für die Gesetzeslage zuständig, wer was verlangen kann.
- Wieso durch die Elektrifizierung was lauter werden soll ist genauso unklar. Evtl. mehr Züge, die dann aber leiser, dank E-Lok statt V-Lok.

Geschrieben von: DumbShitAward am 3 Aug 2015, 09:41
Ich kann ja irgendwo nachvollziehen, dass sich die Bewohner vor einer Verkehrszunahme, auch mit höherer Geschwindigkeit, fürchten. Natürlich dürfte eine Ellok auch mit 160 Sachen nicht den gleichen Radau verursachen wie eine 218 mit 140km/h aber irgendwann machts halt auch mal die Masse. Vermutlich nimmt der Gemeinderat die Elektrifizierung zum Anlass, wohl schon lange geforderte Lärmschutzmaßnahmen durchzudrücken.

So weit, so normal und nachvollziehbar.

Bei der Forderung nach einem IRE Halt hört der Spaß aber langsam auf. Was soll das? Dieser 13.000 Seelenort liegt jeweils 9 Bahnminuten von den IRE-Halten Ulm bzw. Laupheim entfernt. Gewiss, die Umsteigeverbindung nach Friedrichshafen ist ungünstig, aber der primäre Fokus dieser Gemeinde dürfte ohnehin auf Ulm liegen und da existiert kaum ein Fahrzeitunterschied.

Diese regionalpolitische Selbstüberschätzung hat uns doch schon genug ICE/IC/IRE-Halte an Misthaufen und Milchkannen beschert, um die Fahrzeiten im deutschen Bahnsystem konstant hoch zu halten. Es wäre beinahe zynisch, wenn genau diese Kommunen dann Zeter und Mordio schreien, weil man ja sooo viel Geld investiert hat, die Fahrzeiten aber dennoch nicht wesentlich gesunken sind, weil fünf andere Orte auf der Strecke eben auch ihren Prestiegehalt bekommen haben. Und so fahren sie dann doch alle wieder mit dem Auto. Außer Spesen nix gewesen.

Ich würde sicherlich denn Wunsch der Erbacher nach einer günstiger gelegenen Verbindung gen Friedrichshafen (so weit das fahrplanmäßig möglich ist) unterstützen, aber einen IRE Halt auf einer schnurgeraden Strecke in einem Vorort von Ulm soll, kann und darf es im Interesse aller anderen Bahnkunden einfach nicht geben!

Geschrieben von: ropix am 3 Aug 2015, 10:23
QUOTE (DumbShitAward @ 3 Aug 2015, 10:41)
Natürlich dürfte eine Ellok auch mit 160 Sachen nicht den gleichen Radau verursachen wie eine 218 mit 140km/h

zumindest solange man keine modernen Dieselloks wie eine ER20 hernimmt smile.gif

Blöde Frage: Der Krach nimmt rapide ab weil wärend man mit Rückenwind grad Volllast Öl in Krach verheizt um von 125 auf 140 zu kommen hat die E-Lok längst schon abgeschalten und lässt rollen?

Geschrieben von: 218 466-1 am 3 Aug 2015, 14:51
QUOTE (ropix @ 3 Aug 2015, 11:23)
zumindest solange man keine modernen Dieselloks wie eine ER20 hernimmt smile.gif

Das Beispiel "ER 20" ist unglücklich gewählt. Zumindest die 218er mit R40 Motoren sind keineswegs lauter als der Eurokübel, von dem die Südbahn zum Glück verschont geblieben ist. tongue.gif
BR 246 hat sogar identische Motoren, wie diese 218er.

Nur BR 245 ist deutlich leiser und kann es bei der Lautstärke sogar mit manchen E-Loks aufnehmen.
Die NVBW und RAB wollen die aber nicht, da nach S21 und Südbahnelektrifizierung überzählig.
QUOTE (ropix @ 3 Aug 2015, 11:23)
Blöde Frage: Der Krach nimmt rapide ab weil wärend man mit Rückenwind grad Volllast Öl in Krach verheizt um von 125 auf 140 zu kommen hat die E-Lok längst schon abgeschalten und lässt rollen?

In Erbach gibt es keinen Grund das Rad bzw. den Hebel auf Stufe "15" zu haben. Sowohl von Laupheim, als auch von Ulm sind die 140 km/h schon lange vorher erreicht. Man fährt dort meistens auf Stufe "7".
Eingentlich ist der Unterschied V-Lok - E-Lok kaum hörbar, da bei einer 140 km/h Durchfahrt die übrigen Gräusche des Zuges lauter sind, als die laufenden Motoren.

Beim beschleunigen von 120 km/h auf 140 km/h übertönen die Motoren von 218/223/246/232/285 den Zug, während 101/111/120/146 u.a. sowie 245 leiser bleiben.

Geschrieben von: 218 466-1 am 8 Oct 2015, 06:22
Stellvertretend in diesem Thema, da es hauptsächlich um die Südbahn geht:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/060/1806097.pdf

Geschrieben von: guru61 am 8 Oct 2015, 06:40
QUOTE (218 466-1 @ 8 Oct 2015, 07:22)
Stellvertretend in diesem Thema, da es hauptsächlich um die Südbahn geht:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/060/1806097.pdf

Spaghettibericht: Lang und dünn!

Der meistgelesene Satz:
QUOTE
wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.


Ich kann das Ganze in einem Satz zusammanfassen: "Fragt die DB, uns interssiert der ganze Klumpatsch nicht!"
Gruss Guru

Geschrieben von: 218 466-1 am 27 Oct 2015, 16:02
Aus http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=080a49a72e3c35666c30c34cb9d62ef7&act=ST&f=2&t=11527&st=120&#entry598703 :
QUOTE (Naseweis @ 27 Oct 2015, 16:06)
QUOTE (Didy @ 27 Oct 2015, 12:06)
http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Alb-Bahnhof-noch-in-Verhandlungsschleife-Brenzbahn-Ausbau-rueckt-naeher;art1158552,3491032
Interessant. Es die rede von ZWEI stündlichen Expresszügen nach Elektrifizierung der Südbahn.
- "Oberschwaben-Express" Stutgart-Lindau, Halt entlang der Südbahn nur in Biberach und Ravensburg
- "weiterer Express" Ulm-Friedrichshafen, hält auch in Erbach, also vermutlich mindestens alle heutigen RE-Halte
Wie gesagt, beide stündlich.

Beim Express sind die Endpunkte Stuttgart und Lindau eher strange. Mit S21 und "Lindau-Reutin 21" eigentlich nicht mehr, oder? unsure.gif
Die Frage ist, ob die geplanten IC2 Saarbrücken - Bludenz damit gemeint sind und die dann doch zusätzlich zum NV-Takt fahren, statt IRE abzulösen. Dann müsste es DB Bahn aber wohl eigenwirtschaftlich durchziehen. Ohne C-Tarif gebe ich den Zügen aber keine Chance, zumidest nicht W(Sa), wo IC 118/119 heuer mit zwei Wagen nichtmal voll ausgelastet wären.

Bei den IRE kommt wie erwartet der 7. Halt in Erbach dazu. Neu ist aber, dass in TF Schluss sein soll.
Außer wenn DAS die zusätzlichen Züge wären aber dass man TBSC, TAU und TMK beim bisherigen Takt kübelt, ist nur schwer vorstellbar.

Kann auch sein, dass man den "Express" IC zweistüdl. im Wechsel mit IRE Würzburg - Lindau fährt.

Geschrieben von: 146225 am 27 Oct 2015, 20:07
Ja gut, "mit Halt nur in Biberach (Riß) und Ravensburg" liest sich für mich wie ein Ersatzangebot für den IRE-Sprinter nach Basel Badisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man unterm Fahrdraht (so der noch wirklich mal kommt) noch mit 611 unterwegs sein wird.

Geschrieben von: Naseweis am 27 Oct 2015, 22:34
Danke für die Themen-Hygiene.

QUOTE (218 466-1 @ 27 Oct 2015, 17:02)
Beim Express sind die Endpunkte Stuttgart und Lindau eher strange.  Mit S21 und "Lindau-Reutin 21" eigentlich nicht mehr, oder? unsure.gif
... geplanten IC2 Saarbrücken - Bludenz ...

Dem stellv. Landrat werden diese geplanten Erweiterungen, sei es Würzburg wegen S21 (bzw. eigentlich auch Karlsruhe), Saarbrücken wegen der Fernverkehrsoffensive oder Bludenz (gibts dazu was Offizielles?) nicht so präsent gewesen sein. Was genau davon kommt, das halte ich auch für nicht feststehend und für nicht relevant. Wichtigstes Ziel für die Oberschwaben wird immer noch Stuttgart sein - in zweiter Linie der Umstieg zu den ICE, die weiter nach Norden fahren.

QUOTE
Bei den IRE kommt wie erwartet der 7. Halt in Erbach dazu. Neu ist aber, dass in TF Schluss sein soll.
Außer wenn DAS die zusätzlichen Züge wären aber dass man TBSC, TAU und TMK beim bisherigen Takt kübelt, ist nur schwer vorstellbar.

Bzgl. des Begriffsunterschieds Halteschema RE <-> IRE auf der Südbahn.
- RE-Takt alle größeren Zwischenhalte, geplant inkl. Erbach
- IRE-Takt nur Biberach und Ravensburg

Genau das ist ja das Interessante. Bisher war immer nur von einer stündlichen RE-Linie die Rede, die alle heutigen RE-Halte weiter bedient und trotzdem, dank Elektrifizierung, in Friedrichshafen den Anschluss nach Singen schafft. Der zusätzliche, zweistündliche IRE bis Friedrichshafen käme nur wegen der Direktverbindung über die neue SFS. Vermutlich haben sich nun die Rahmenbedingungen für den RE-Takt geändert. Der Zusatzhalt in Erbach macht ihn einerseits zu langsam. Andererseits könnte sich auch für den Bodenseegürtel-RE die Planung geändert haben, z.B. keine Neigetechnik mehr, angestrebter Stundentakt, Änderungen an Hochrhein- und Gäubahn usw. usf. Anscheinend geht man nun in Oberschwaben in die Offensive und fordert also zwei Stundentakte. Dabei soll der Langläufer (Karlsruhe/Saarbrücken/Würzburg -) Stuttgart - Lindau (- Bludenz sehr unwahrscheinlich) der schnelle Takt werden und die kleineren RE-Halte werden dem neuen Zusatztakt zugeschlagen. Auch der RE-Takt könnte bis Stuttgart fahren, denn mit dem S21-SFS-System stehen ja zwei (I)RE-Stundentakte in Ulm bereit, durchs Filstal und über die Alb. Das sehe ich als Hinweis bzw. Hoffnungsschimmer für einen, von mir favorisierten, ungefähren 30-min-Takt Stuttgart-Ulm-Bodensee. wub.gif

Gruß, naseweiß

Geschrieben von: 218 466-1 am 27 Oct 2015, 23:21
QUOTE (Naseweis @ 27 Oct 2015, 23:34)
Bzgl. des Begriffsunterschieds Halteschema RE <-> IRE auf der Südbahn.
- RE-Takt alle größeren Zwischenhalte, geplant inkl. Erbach
- IRE-Takt nur Biberach und Ravensburg

Genau das ist ja das Interessante. Bisher war immer nur von einer stündlichen RE-Linie die Rede, die alle heutigen RE-Halte weiter bedient und trotzdem, dank Elektrifizierung, in Friedrichshafen den Anschluss nach Singen schafft. Der zusätzliche, zweistündliche IRE bis Friedrichshafen käme nur wegen der Direktverbindung über die neue SFS. Vermutlich haben sich nun die Rahmenbedingungen für den RE-Takt geändert. Der Zusatzhalt in Erbach macht ihn einerseits zu langsam. Andererseits könnte sich auch für den Bodenseegürtel-RE die Planung geändert haben, z.B. keine Neigetechnik mehr, angestrebter Stundentakt, Änderungen an Hochrhein- und Gäubahn usw. usf. Anscheinend geht man nun in Oberschwaben in die Offensive und fordert also zwei Stundentakte. Dabei soll der Langläufer (Karlsruhe/Saarbrücken/Würzburg -) Stuttgart - Lindau (- Bludenz sehr unwahrscheinlich) der schnelle Takt werden und die kleineren RE-Halte werden dem neuen Zusatztakt zugeschlagen. Auch der RE-Takt könnte bis Stuttgart fahren, denn mit dem S21-SFS-System stehen ja zwei (I)RE-Stundentakte in Ulm bereit, durchs Filstal und über die Alb. Das sehe ich als Hinweis bzw. Hoffnungsschimmer für einen, von mir favorisierten, ungefähren 30-min-Takt Stuttgart-Ulm-Bodensee.  wub.gif

Aber beides stündlich wäre ja nochnal 25% Steigerung ggü. dem jetzigen Takt.
Gut, ob der IC2 überhaupt kommt ist ja noch nicht gewiss. Das "Zielnetz 2030" ist ja nur, was könnte wenn ...

Ich rechne aber weiter mut einer Bündelung zum 00 Knoten in Ulm, wegen dem unterschiedlichen Haltsystem 8-2 (inkl. FN-Flugplatz bei RE) und wegen der RB zum 30 Knoten, sowie dem blauen Bock im südlichen Abschnitt.
Also teilweise wird die Zeit 20 Jahre zurückgedreht, denn bis 1996 gab es jeweils kurz vor bzw. hinter dem IR auch einen RE, der damals übrigens auch in Erbach hielt, die IR dafür nicht in TMK, in TAU aber schon:
Ulm ab '11 und '18 - TF an '22 und '35
TF ab '18 und '33 - Ulm an '37 und '44.

Ok, mit Strom und 160 km/h dann schneller vmtl.
Ulm ab '10 und '15 - TF an '05 und '20,
TF ab '40 und '55 - Ulm an '45 und '50.

Die RE über Filstal nach RK und die IRE (ggf. IC2) über NBS nach Würzburg/Saarbrücken wäre logisch.

Geschrieben von: Naseweis am 28 Oct 2015, 10:12
QUOTE (218 466-1 @ 28 Oct 2015, 00:21)
Aber beides stündlich wäre ja nochnal 25% Steigerung ggü. dem jetzigen Takt.

Wenn mit Ausschreibungen die Landesausgaben für den Bestandsverkehr reduziert werden, ist das möglich. Zu Verkehrsausweitungen soll es ja an verschiedenen Stellen kommen. Im gleichen Artikel war von stündlichen IRE auf der Brenzbahn die Rede. Und die Fahrgastzahlen können auch noch steigen, wenn es in der Region gut läuft und das Bahnangebot attraktiver wird.

QUOTE
Gut, ob der IC2 überhaupt kommt ist ja noch nicht gewiss. Das "Zielnetz 2030" ist ja nur, was könnte wenn ...

Das Problem ist die Überschneidung von eigenwirtschaftlichem und bestelltem Verkehr. So kann man das als Erpressungsversuch durch die DB sehen, die die RE-Verkehre behalten will. Dabei hat sie den SüWex (Mannheim-Saarbrücken) schon gewonnen und den Übergangsvertrag für Stuttgart-Lindau bis S21/Elektrifzierung (Laufzeit?) wird sie auch sicher erhalten.

QUOTE
Ich rechne aber weiter mut einer Bündelung zum 00 Knoten in Ulm, wegen dem unterschiedlichen Haltsystem 8-2 (inkl. FN-Flugplatz bei RE) ...

Die 6 zusätzlichen Halte des REs gegenüber dem IRE sollten einen Fahrzeitunterschied von 12 min bedeuten. Der IRE wird sicher eine Kantenzeit von 60 min (Fahrzeit unter ...) erreichen können, die RE aber nur 01:15 h (Fahrzeit unter ...).

Die Filstal-(I)RE sollen wohl weiterhin rund um die Minute 00' in Ulm sein, aber die Alb-SFS-(I)RE zumindest im Stresstest-Fahrplan rund um die Minute 30'. Wenn beide sich vom ICE-30-min-Takt in Ulm überholen lassen (-> Korrespondenz), kämen beide um 30 min versetzt raus. Da in der klassischen Trasse (Ulm ab ca. 15') als IRE gefahren werden soll, wäre man vor 15' in Friedrichshafen. Die zusätzliche Trasse wäre der RE und 15 min langsamer, also nicht vor 45', sondern vor 00' in Friedrichshafen. Oder aber einer von beiden wird nicht in Ulm überholt. Dann wären sie entweder fast gleich auf um 00' in Friedrichshafen oder 30 min versetzt um 15' und 45'.

Persönlich plädiere ich ja lieber für alternierende Halte, sodass beide Takte an den Enden einen genauen 30-min-Takt halten. Es kommt aber natürlich auch auf die Rahmenbedingungen an, ob die ICE tatsächlich im 30-min-Takt fahren werden, wann der RE Singen-Friedrichshafen fahren wird usw. usf. Das ist Alles noch sehr ungewiss.

QUOTE
... und wegen der RB zum 30 Knoten, sowie dem blauen Bock im südlichen Abschnitt.

Im südlichen Abschnitt, Ravensburg-Friedrichshafen, gibt es bereits einen RB-30-min-Takt zur HVZ. Im nördlichen Abschnitt, Biberach-Ulm, ist es ein 15/45-min-Wechseltakt. 30-min-Takte auf beiden Seiten wäre logisch. Mit der Elektrifizierung soll doch auch eine durchgehende RB-Linie gebildet werden. Die müsste dann sowieso in Aulendorf überholt werden.

Geschrieben von: Jogi am 28 Oct 2015, 12:37
QUOTE (Naseweis @ 27 Oct 2015, 23:34)
Bzgl. des Begriffsunterschieds Halteschema RE <-> IRE auf der Südbahn.
- RE-Takt alle größeren Zwischenhalte, geplant inkl. Erbach
- IRE-Takt nur Biberach und Ravensburg

QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Die 6 zusätzlichen Halte des REs gegenüber dem IRE sollten einen Fahrzeitunterschied von 12 min bedeuten. [...]

Eine generelle Anmerkung zur Haltefrequenz: Im http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Alb-Bahnhof-noch-in-Verhandlungsschleife-Brenzbahn-Ausbau-rueckt-naeher;art1158552,3491032, der im NBS Stuttgart-Ulm-Thread ja Aufhänger für diese Diskussion ist, ist die Rede davon, dass der "Oberschwaben-Express"
QUOTE
unter anderem in Ulm, in Biberach und in Ravensburg
halten soll - also nicht nur in Biberach & Ravensburg. Sehr viel öfters dürfte er allerdings zwischen Ulm und Friedrichshafen auch nicht halten; der aktuelle Sprinter schaut zusätzlich noch am Flughafen FN vorbei.

Die Schlussfolgerungen zu Fahrzeit (1h bzw. 1:15h) und nördlicher Durchbindung erscheinen mir sehr passend smile.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Oct 2015, 17:00
QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Das Problem ist die Überschneidung von eigenwirtschaftlichem und bestelltem Verkehr. So kann man das als Erpressungsversuch durch die DB sehen, die die RE-Verkehre behalten will. Dabei hat sie den SüWex (Mannheim-Saarbrücken) schon gewonnen und den Übergangsvertrag für Stuttgart-Lindau bis S21/Elektrifzierung (Laufzeit?) wird sie auch sicher erhalten.

Und so hat sie sich die Gäubahn unter den Nagel gerissen, ohne eine Ausschreibung gewinnen zu müssen.
Die ersten EVU laufen auch schon Sturm gegen diesen Trick.
Die Südbahn wäre aber so oder so eine sichere "Bank" für DB Bahn, außer die NVBW fordert gänzlich Neufahrzeuge für die Zeit ab S21.
Im Saarland zählt man aber fest auf diese IC2 Saarbrücken - Bludenz und der NVBW werden die irgendwie schmackhaft gemacht (billiger da nur "Ausgleichszahlung" statt komplette Subventionierung, "höherer Komfort" Anbindung der Region an den "Fernverkehr" etc. ) ... und da dort vmtl. nicht alle Bahnfreaks sind, und selbst ohnehin S-Klasse fahen, werden sie wie schon auf der Gäubahn, die Mogelpackung IC2 annehmen.
QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Die 6 zusätzlichen Halte des REs gegenüber dem IRE sollten einen Fahrzeitunterschied von 12 min bedeuten. Der IRE wird sicher eine Kantenzeit von 60 min (Fahrzeit unter ...) erreichen können, die RE aber nur 01:15 h (Fahrzeit unter ...).

Bei bis zu 160 km/h und dem Fahrgastaufkommen in Laupheim und Aulendoof, rechne eher mindestens 15 Minuten.
Allerdings rechnest du m.E. etwas zu großzügig bei der Gesamtfahrzeit. Fahrzeit ca. 55 Minuten IRE und dennoch nur 1h 10m bei IRE scheint mir realistischer.
Zum Vergleich: Aktuell mit BR 218-Sandwich und 140 km/h erreicht der morgendliche Sprinter IRE 4240 (Halt nur TRB+TBI) bereits eine Fahrzeit von 61 Minuten, bei freier Einfahrt in Ulm tatsächlich 57 Minuten, Ankunft bis zu -4!
Nonstop wurden bereits 51 Minuten (Umleiter EC 193 mit 2x218 und acht Wagen, 09.09.2011) bzw. 53 Minuten (verspäteter IC 1218 mit 2x218+kalter 101 und sieben Wagen 04.01.2014) erreicht.
Daher wäre BR 146 mit 160 km/h und gleichen Halten locker in 55 Minuten durch inkl. Reserven.
QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Die Filstal-(I)RE sollen wohl weiterhin rund um die Minute 00' in Ulm sein, aber die Alb-SFS-(I)RE zumindest im Stresstest-Fahrplan rund um die Minute 30'. Wenn beide sich vom ICE-30-min-Takt in Ulm überholen lassen (-> Korrespondenz), kämen beide um 30 min versetzt raus. Da in der klassischen Trasse (Ulm ab ca. 15') als IRE gefahren werden soll, wäre man vor 15' in Friedrichshafen. Die zusätzliche Trasse wäre der RE und 15 min langsamer, also nicht vor 45', sondern vor 00' in Friedrichshafen. Oder aber einer von beiden wird nicht in Ulm überholt. Dann wären sie entweder fast gleich auf um 00' in Friedrichshafen oder 30 min versetzt um 15' und 45'.

Es wird wohl auf eine fliegende Überholung Filstal /SFS hinauslaufen. Die 30 Minuten versetzt gibt es m.E. in Stuttgart.
In Ulm beide kurz nacheinander im 00 Knoten, in TF nur um 15-20 Minuten versetzt.
QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Persönlich plädiere ich ja lieber für alternierende Halte, sodass beide Takte an den Enden einen genauen 30-min-Takt halten. Es kommt aber natürlich auch auf die Rahmenbedingungen an, ob die ICE tatsächlich im 30-min-Takt fahren werden, wann der RE Singen-Friedrichshafen fahren wird usw. usf. Das ist Alles noch sehr ungewiss.

Das ist schon für Durchfahrer aber schlecht für die Teilstrecken- und Anschlussfahrgäste, weil aus Richtung RRZ, TKG und THT gibt es weiterhin nur Stundentakt und bei dieser Version müsste man je nach Ziel ggf. zusätzlich Umsteigen und/oder 30 Minuten zuwarten.
Die Version schnell/langsam ist daher besser, weil der IRE sich mangels Anschlüsse z.B. um TAU weiterhin nicht scheren braucht und der RE weiterhin alle Anschlüsse abdeckt.
QUOTE (Naseweis @ 28 Oct 2015, 11:12)
Im südlichen Abschnitt, Ravensburg-Friedrichshafen, gibt es bereits einen RB-30-min-Takt zur HVZ. Im nördlichen Abschnitt, Biberach-Ulm, ist es ein 15/45-min-Wechseltakt. 30-min-Takte auf beiden Seiten wäre logisch. Mit der Elektrifizierung soll doch auch eine durchgehende RB-Linie gebildet werden. Die müsste dann sowieso in Aulendorf überholt werden.

In TAU mit der aktuellen Infrastruktur nicht möglich. Zumidest nicht im 00-Knoten weil dort gibt es nur 4 Bahnsteiggleise, die alle schon von Südbahn-RE und den ZAB-RB belegt sind.
Im mittleren Abschnitt zw. TBI und TAU braucht man eigentlich keine RB mangels Stationen, außer wenn Ummendorf und Essendorf reaktiviert werden. Uberholungen sehe ich eher in TBI (RE) und während der Bedinung Laupheim-Stadt (IRE), sofern es eine Durchbindung der RB gibt.
Würde dann in TAU noch zum 00-Knoten reichen, südl. Ri. IRE -->/'35, RE '49/'50, RB '59/'00, nördl. Ri RB '49/'50, RE '59/'00, IRE -->/'15.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 4 Nov 2015, 09:19
Planfeststellungsbeschluss für Planfeststellungsabschnitt 5: Landkreis Lindau vom Eisenbahnbundesamt am 28.10.2015 erteilt: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_Elektrifizierung_Ulm%E2%80%93Friedrichshafen-Lindau_PFA_5.html?nn=489110

Jetzt fehlen noch die Abschnitte 2-4.

Geschrieben von: 218 466-1 am 13 Nov 2015, 20:07
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Jetzt-herrscht-Baurecht-_arid,10341297.html

Geschrieben von: 146225 am 13 Nov 2015, 20:14
QUOTE (218 466-1 @ 13 Nov 2015, 21:07)
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Jetzt-herrscht-Baurecht-_arid,10341297.html

Na dann...auf gehts! Nicht noch 20 Jahre übers liebe Geld streiten!

Geschrieben von: ropix am 13 Nov 2015, 22:03
QUOTE (218 466-1 @ 13 Nov 2015, 21:07)
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Jetzt-herrscht-Baurecht-_arid,10341297.html

noch 47 Tage. Scheiße scheiße Kinners wird das knapp smile.gif

QUOTE (DSG Speisewagen @ 1 Jan 2015, 16:49)
Wenn die 2015 anfangen, fliege ich freiwillig zum Mond und verschone dieses Forum von meinen Beiträgen.  tongue.gif  wink.gif

Ich kann mich da ohne Risiko weeeeeit aus dem Fenster lehnen.  wink.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Nov 2015, 12:51
Bundesregierung geht von einem Baubeginn 2017 aus. Siehe: http://www.railblog.info/?p=14367

Geschrieben von: 218 466-1 am 16 Nov 2015, 18:35
http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/51_Suedbahn_PfA_2.pdf;jsessionid=E45F38969494DE8243DE4B746AB87053.live1041?__blob=publicationFile&v=1

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Nov 2015, 12:02
Durchbruch bei Finanzierung der Südbahn? Hermann sagt 112.5 Mio Euro zu. Siehe Südwestpresse, 17.11.2015. http://www.swp.de/3537906. Das ist die Hälfte der Gesamtkosten des Projekts, welche gemäss Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2013 auf 226 Mio Euro veranschlagt ist. Siehe S. 79 von http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/verkehrsinvestitionsbericht-2013.pdf?__blob=publicationFile

Geschrieben von: 146225 am 17 Nov 2015, 18:45
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 17 Nov 2015, 13:02)
Durchbruch bei Finanzierung der Südbahn? Hermann sagt 112.5 Mio Euro zu. Siehe Südwestpresse, 17.11.2015. http://www.swp.de/3537906. Das ist die Hälfte der Gesamtkosten des Projekts, welche gemäss Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2013 auf 226 Mio Euro veranschlagt ist. Siehe S. 79 von http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/verkehrsinvestitionsbericht-2013.pdf?__blob=publicationFile

Auch das ist eine gute Entscheidung der aktuellen Landesregierung - nun gilt es, die Mittel aus Berlin gemeinsam mit den Landesmitteln schnellstmöglich in ein bindendes Vertragswerk einzubringen, bevor eventuell nach den anstehenden Wahlen eine diesbezüglich "anders gepolte" Regierung die Uhren zurückdreht und nach Berlin ein "unwichtig" signalisiert, womit der groteske Zustand entstehen würde, dass man zwar das Baurecht für die Elektrifizierung hätte, die nächsten Jahrzehnte aber keine Mittel dafür.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Nov 2015, 21:00
Dieses Schreiben wurde an diverse Abgeordnete des Bundestags (Vorsitzendes und Obmänner des Haushaltsausschusses, Abgeordnete aus der Region, Finanzminister Schäuble) per Email verschickt: Norbert.brackmann@bundestag.de; wolfgang.schaeuble@bundestag.de; lothar.riebsamen@bundestag.de; annette.groth@bundestag.de; hilde.mattheis.wk01@bundestag.de; martin.gerster@bundestag.de; josef.rief@bundestag.de; agnieszka.brugger@wk.bundestag.de; ronja.schmitt@bundestag.de; Bartholomaeus.Kalb@bundestag.de; gerd.mueller@bundestag.de; gesine.loetzsch@bundestag.de; Johannes.kahrs@bundestag.de; ralph.brinkhaus@bundestag.de; eckhardt.rehberg@bundestag.de; Roland.claus@bundestag.de; sven-christian.kindler@bundestag.de; Tobias.lindner@bundestag.de; waldemar.westermayer@bundestag.de:

"Inzwischen liegt Baurecht für die Südbahn vor. Siehe http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Jetzt-herrscht-Baurecht-_arid,10341297.html.

Der Bundestag und dessen Ausschüsse sollten deshalb alles daran setzen, dass nun auch die Südbahn in der http://http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/055/1805500.pdf (Seiten 2085-2093 gemäss pdf-Nummerierung) aufgenommen wird und mit dem Bau so schnell wie möglich begonnen werden kann.

Schliesslich wurde dieses Projekt immer wieder verschoben, und die Planungen haben sich immer wieder verzögert."

Bisher hat mir noch niemand geantwortet. Hoffentlich hilft es etwas.

Geschrieben von: Didy am 29 Nov 2015, 23:43
Hermann wartet noch immer auf einen Termin vom Bund, würde notfalls aber auch an Heilig Abend oder Silvester antreten cool.gif
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Suedbahn-Land-wartet-auf-Termin;art4329,3558691

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 30 Nov 2015, 17:20
Jetzt sind alle Planfeststellungsbeschlüsse veröffentlicht:
PFA 1, 27.5.2015: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/23_Suedbahn_PFA1.html?nn=489086
PFA 2, 15.10.2015: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/51_Suedbahn_PfA_2.html?nn=489086
PFA 3, 15.10.2015: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/51_Suedbahn_PfA_3.html?nn=489086
PFA 4, 29.10.2015: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Baden_W/51_Suedbahn_PfA_4.html?nn=489086
PFA 5, 28.10.2015: http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_Elektrifizierung_Ulm%E2%80%93Friedrichshafen-Lindau_PFA_5.html?nn=489110

Nun warten wir noch auf die Unterschriften von den Streithähnen Dobrindt und Hermann.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 4 Dec 2015, 22:35
Dobrindt lässt sich Zeit für die Unterschrift zur Finanzierungsvereinbarung: Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, 4.12.2015: http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-zur-unterschrift-des-finanzierungsvertrags-zur-elektrifizierung-der-suedbahn-bereit/

Geschrieben von: Metropolenbahner am 4 Dec 2015, 23:46
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 4 Dec 2015, 23:35)
Dobrindt lässt sich Zeit für die Unterschrift zur Finanzierungsvereinbarung: Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, 4.12.2015: http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-zur-unterschrift-des-finanzierungsvertrags-zur-elektrifizierung-der-suedbahn-bereit/

Der neue BVWP verzögert sich auch ... da scheinen die Köpfe im Ministerium wohl ziemlich zu rauchen wink.gif

Geschrieben von: 146225 am 5 Dec 2015, 06:24
Jede Verzögerung, die da aus Berlin kommt hat in üblicher Niedertracht vermutlich ziemlich wenig mit dem BVWP oder ähnlichen Sachgründen zu tun, aber viel damit, dass die CDU nächstes Jahr in Baden-Württemberg gerne wieder regieren möchte und man einem grünen Minister(präsidenten) die "guten Nachrichten" nicht gönnen muss - bei entsprechendem Wahlausgang geht das dann ganz schnell, damit der Wolf & seine korrupten Geislein heucheln können "Seht ihr, mit der CDU läuft alles, was mit den Grünen nie geklappt hat."

Geschrieben von: 218 466-1 am 5 Dec 2015, 06:52
QUOTE (Metropolenbahner @ 5 Dec 2015, 00:46)
Der neue BVWP verzögert sich auch ... da scheinen die Köpfe im Ministerium wohl ziemlich zu rauchen wink.gif

Nö, die lassen sich nur Zeit, sonst würde das ja in Arbeit ausarten. ph34r.gif

Ob die Leute wirklich schon vergessen haben, was die CDU in den letzten 40 Jahen NICHT zu stande gebracht hat? unsure.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 11 Dec 2015, 11:08
Finanzierungsvertrag vom Bund unterschrieben: SWR, 10.12.2015:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/friedrichshafen/unterschrift-fuer-suedbahn/-/id=1542/did=16625940/nid=1542/6qeufc/

Schwäbisches Tagblatt: 10.12.2015: http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Elektrifizierung-der-Suedbahn-rueckt-in-greifbare-Naehe-254152.html

SWP, 10.12.2015: http://m.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Elektrifizierung-der-Suedbahn-rueckt-in-greifbare-Naehe;art1157835,3581466

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 18 Dec 2015, 17:25
Beim Bahnhof Lindau soll es nun ganz schnell gehen: Schwäbische, 15.12.2015: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Beim-Bahnhof-geht-es-jetzt-ganz-schnell-_arid,10360862_toid,441.html

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 18 Dec 2015, 17:27
BW hat nun auch so gut wie unterschrieben. Fehlt nur noch, dass die Bahn das Vertragswerk vorlegt. Pressemeldung vom 15.12.2015 des BW Verkehrsministeriums: https://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/kabinett-beschliesst-anteilige-finanzierung-der-elektrifizierung-der-suedbahn/

Geschrieben von: 218 466-1 am 18 Dec 2015, 17:43
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 18 Dec 2015, 18:25)
Beim Bahnhof Lindau soll es nun ganz schnell gehen: Schwäbische, 15.12.2015: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Beim-Bahnhof-geht-es-jetzt-ganz-schnell-_arid,10360862_toid,441.html

Auch hier würde ich das Wort SOLL groß, fett und zigfach unterstrichen schreiben:

SOLL

Es glaubt doch niemand ernsthaft dass die innerhalb von 4 Jahren da zwei Füße auf den Boden bekommen? ph34r.gif
Wie immer vor Weihnachten, darf man natürlich Wünsche äußern. wink.gif

Geschrieben von: Meikl am 19 Dec 2015, 07:57
Naja, in technischen Dokumenten kennzeichnet "soll" eine Anforderung, die verpflichtend umzusetzen ist... smile.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 24 Dec 2015, 10:39
Endlich: Südbahnvertrag ist unterschrieben: Schwäbische, 23.12.2015:
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Suedbahn-Vertrag-ist-unterschrieben-_arid,10365317.html

Und Südkurier: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Suedbahn-Vertrag-unterschrieben%3Bart372474,840466

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 3 Mar 2016, 18:17
Bahn sucht einen „Projektleiter Elektrifizierung Südbahn“: Das ist zwar ein Schritt nach vorn, aber wirklich eilig mit dem Baubeginn hat es die Bahn nicht:
http://www.railblog.info/?p=14948

Geschrieben von: ropix am 4 Mar 2016, 10:17
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 3 Mar 2016, 19:17)
Bahn sucht einen „Projektleiter Elektrifizierung Südbahn“: Das ist zwar ein Schritt nach vorn, aber wirklich eilig mit dem Baubeginn hat es die Bahn nicht:
http://www.railblog.info/?p=14948

Laufen die nicht erstmal die Vorwegmaßnahmen an?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Mar 2016, 22:57
Südbahn als Projekt Nr. 1 unter "Neue Vorhaben, Vordringlicher Bedarf" im "http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2030-gesamtplan.pdf?__blob=publicationFile", Seite 177. Als Planungsstand wird Baubeginn vrsl. 2016 angegeben. Nutzen-Kosten-Faktor: 2.7

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 19 May 2016, 13:54
Bahn sucht Projektingenieur Termin- und Kostenmanagement im Großprojekt Elektrifizierung Südbahn (w/m):

Nachdem die Deutsche Bahn bereits einen Projektleiter für das Vorhaben Elektrifizierung Südbahn gesucht hat (siehe Railblog-Eintrag vom 1.3.2016: https://www.railblog.info/?p=14948) wird nun auch ein Projektingenieur Termin- und Kostenmanagement im Großprojekt Elektrifizierung Südbahn (w/m) gesucht:
https://karriere.deutschebahn.com/de/de/suche/stellenboerse/?searchOpt=js&sortBy=-jobsOnlineSince&cityquery=&textquery=&facet.facetProfile=Anlagen%2C+Bau+und+Infrastruktur&offset=2&psid=246156_00009780

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 29 May 2016, 11:23
Mit viel Brimborium wurde noch kurz vor Weihnachten 2015 die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung für die Elektrifizierung der Südbahn gefeiert. Allerdings ist seither gemäss meiner Einschätzung wenig passiert. Zwar ist die Südbahn im Bundesverkehrswegeplan unter der Kategorie "vordringlicher Bedarf" enthalten: http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-001-V02/2-001-V02.html. Dort wird sogar von einem Baubeginn 2016 gesprochen. Allerdings konnte ich bisher keine europaweite Ausschreibung dieser Baumassnahme entdecken. Das Einzige, was bisher passierte, ist die Stellenausschreibung für einen Projektleiter Elektrifizierung Südbahn und für einen Projektingenieur Termin und Kostenplanung für das Grossprojekt Südbahn.

Auch in den Bauinformationsgesprächen der Deutschen Bahn vom Frühjahr 2016 wurde die Südbahn mit keinem Wort erwähnt. Während für die Elektrifizierung der Allgäubahn bereits 2018 feste Termine für verschiedenen Bauphasen vorgesehen sind (siehe http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2397888/_KnLnkt6YwKv9tasLM2B9jxXcEM/10806268/data/Steckbriefe_RB_Sued.pdf), herrscht bei der Südbahn weiterhin Funkstille. 2018 sollen auf dem Abschnitt Friedrichshafen-Lindau Gleis- und Weichenarbeiten und Eisenbahnüberführungsarbeiten gemacht werden, die Elektrifizierung wird mit keinem Wort erwähnt: http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2397888/JXXBYcqQOcXgIoarFwY3qbwC_vo/10806270/data/Steckbriefe_RB_Suedwest.pdf

Ich frage deshalb Bahn und Bundesverkehrsministerium, wann mit dem Baubeginn der Südbahn nun zu rechnen ist.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Jun 2016, 20:58
Die Erleichterung war gross, als Ende 2015 noch kurz vor Weihnachten die Finanzierungsvereinbarung für die Elektrifizierung der Südbahn unterschrieben wurde. Man hoffte, dass recht schnell die europaweite Ausschreibung und danach der Baubeginn erfolgen würde. Ebenfalls war man erleichtert, dass die Südbahn im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan unter „Vordringlicher Bedarf aufgenommen wurde“. Siehe Link: http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-001-V02/2-001-V02.html . Auf Seite 164 des Entwurfs zum Bundesverkehrswegeplan wird vom einem Baubeginn 2016 gesprochen: http://f-cdn-o-002.l.farm.core.cdn.streamfarm.net/18004initag/ondemand/3706initag/bmvi/bvwp2030/bvwp-2030-referentenentwurf.pdf



Schaut man sich jedoch den neusten Verkehrsinvestitionsbericht (S.88) an, wird von einem Baubeginn voraussichtlich 2018 gesprochen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/088/1808800.pdf


Weiss da eine Abteilung am BMVI nicht, was die andere schreibt?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 31 Jul 2016, 17:23
Baubeginn für die Elektrifizierung der Südbahn verzögert sich: Pressemeldung der Grünen vom 21.7.2016:
http://hallorv.de/region/landkreis-rv/19932-baubeginn-fuer-die-elektrifizierung-der-suedbahn-verzoegert-sich

Veröffentlicht: 21. Juli 2016
GALBaden-Württemberg - Grüne drängen auf schnelle Umsetzung. Die Elektrifizierung der Südbahn und des östlichen Teils der Bodenseegürtelbahn von Ulm über Friedrichshafen nach Lindau könnte sich weiter verzögern. Noch im November 2015 hatte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle, auf eine Frage des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Grüne) geantwortet, der Baubeginn für die Südbahn sei im Jahr 2017 zu erwarten.

Im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan, der im März dieses Jahres vorgelegt wurde, war sogar vom Jahr 2016 die Rede. Doch im Verkehrsinvestitionsbericht von Mitte Juni ist plötzlich vom Jahr 2018 die Rede. Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher seiner Fraktion, hatte daher nochmal nachgehakt.


Das Bundesverkehrsministerium hat daraufhin eingeräumt, dass von der Deutschen Bahn (DB) „die Antragsunterlagen für den Abschluss der Finanzierungsvereinbarung Bund/DB AG zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt wurden und einen Baubeginn für voraussichtlich 2018 ausweisen“. Bei den Projektbeteiligten wird aber immer noch eine Fertigstellung im Jahr 2021 für realistisch gehalten. „Dafür“, so Matthias Gastel, „wird es jetzt aber immer enger“.


Seine Fraktionskollegin, die Ravensburgerin Agnieszka Brugger erklärt dazu: „Die Elektrifizierung der Südbahn muss endlich auch bei der Bahn die große Priorität bekommen, die sie verdient, denn die Menschen in unserer Region warten schon viel zu lang auf dieses wichtige Bahnprojekt.

Zu spät eingereichte Unterlagen sind da wenig hilfreich. Es sollte alles dafür unternommen werden, um die Gefahr von weiteren Verzögerungen zu vermindern, damit ein möglichst früher Baubeginn erfolgen kann.“

Geschrieben von: 218 466-1 am 18 Aug 2016, 21:18
Jetzt sitzt auch der Bund endlich mit im Boot:
QUOTE
Der Entwurf des Bundeshaushalts für 2017, den das Kabinett beschlossen und den Kanzlerin Angela Merkel jetzt dem Bundestag vorgelegt hat, enthält knapp 97,5 Millionen Euro für das Projekt. (...)  Der Zeitplan der DB Bahn sieht vor, mit den eigentlichen Bauarbeiten im vierten Quartal 2018 zu beginnen. Dafür wird die Strecke abschnittsweise voll gesperrt. Ende 2021 soll das elektrische Zeitalter auf der Südbahn beginnen.

http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Bund-gibt-97-5-Millionen-Euro-fuer-Suedbahn-Ausbau;art1222881,3968623

Geschrieben von: 146225 am 4 Oct 2016, 11:30
Im weiteren Verlauf der Konjunktivitäten rund um eine elektrifizierte Südbahn vermeldet die Landespolitik jetzt einen möglichen http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/stuttgart-elektrifizierung-der-suedbahn-startet-2018/-/id=1622/did=18246542/nid=1622/aylhso/index.html und eine Fertigstellung bis 2021.

Geschrieben von: 218 466-1 am 6 Oct 2016, 15:41
Der neue Verkehrsvertrag seit 01.10. schreibt vor, dass alle Züge vorne und hinten einen Zugzielanzeiger haben müssen - auch 218er.
Eine https://abload.de/img/218_441341b6j.jpg ja mal. Der Rest fährt nun aber https://abload.de/img/00000000000000000127ytupj.jpg durch die Gegend.
Erkennbar am fehlenden "Südbahn" Schriftzug und an den abwechlungsreichen Einstiegshöhen sind die zugewanderten "neuen" Dostos.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 8 Oct 2016, 19:36
Umweltplanung ausgeschrieben:
http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:332338-2016:TEXT:DE:HTML

Von den Hauptarbeiten ist noch keine Rede. Wenn 2021 die Fertigstellung sein soll, sollte die Ausschreibung schnellstmöglich erfolgen.

Geschrieben von: Iarn am 9 Oct 2016, 08:35
Da in Stuttgart 21 noch ein paar Eidechsen beiseite getragen werden müssen, kann man sich hier auch noch ein wenig Zeit lassen. ph34r.gif

Geschrieben von: 146225 am 9 Oct 2016, 18:38
QUOTE (Iarn @ 9 Oct 2016, 09:35)
Da in Stuttgart 21 noch ein paar Eidechsen beiseite getragen werden müssen, kann man sich hier auch noch ein wenig Zeit lassen. ph34r.gif

Hee, Mappus regiert schon eine Weile nicht mehr, also darf eine elektrifizierte württembergische Südbahn auch für sich alleine sinnvoll sein. rolleyes.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Oct 2016, 10:16
Schwäbische, 14.10.2016: "Nonnenhornerin klagt gegen Südbahn. Nonnenhornerin fordert Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses". Klage hat jedoch keine aufschiebende Wirkung.
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Nonnenhornerin-klagt-gegen-Suedbahn-_arid,10544972_toid,456.html

Geschrieben von: 218 466-1 am 23 Oct 2016, 23:28
QUOTE (218 466-1 @ 6 Oct 2016, 16:41)
Der neue Verkehrsvertrag seit 01.10. schreibt vor, dass alle Züge vorne und hinten einen Zugzielanzeiger haben müssen - auch 218er.
Eine https://abload.de/img/218_441341b6j.jpg ja mal.  Der Rest fährt nun aber https://abload.de/img/00000000000000000127ytupj.jpg durch die Gegend.
Erkennbar am fehlenden "Südbahn" Schriftzug und an den abwechlungsreichen Einstiegshöhen sind die zugewanderten "neuen" Dostos.
Nach gerade mal drei Wochen ist das "Strohfeuer" auch schon wieder https://www.flickr.com/photos/frank_wilhelm/29815549304/. n-Wagen sind wieder da, Papierschildchen weg. laugh.gif

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2016, 05:08
QUOTE (218 466-1 @ 24 Oct 2016, 00:28)
Nach gerade mal drei Wochen ist das "Strohfeuer" auch schon wieder https://www.flickr.com/photos/frank_wilhelm/29815549304/. n-Wagen sind wieder da, Papierschildchen weg. laugh.gif

Betriebsdisziplin a la DB. Eigentlich ist jeder müde €, den der Laden vom Land überwiesen kriegt, noch mindestens einer zuviel. Zumindest auf einem Netz, wo man die Ausschreibung gewonnen hat, könnte man sich ja mal ein bisschen anstrengen, aber nein: die altbekannte Mangelwirtschaft gepaart mit einer "Leck mich doch..." - Einstellung beim die Mangelwirtschaft gründlich satt habenden Personal tuts ja auch. sad.gif mad.gif ph34r.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 24 Oct 2016, 05:48
Wobei man dem Tf (da Datum und Zugnummer im Link angegeben sind) keinen Vorwurf machen kann, denn 218 434-9 ist eine Lok aus dem Nicht-ZWS-Umlauf und sollte daher normal gar nicht mit Südbahn-IRE unterwegs sein. Daher hat der Kollege wohl auch vergeblich nach den Schildern gesucht.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 24 Oct 2016, 13:06
QUOTE (146225 @ 24 Oct 2016, 06:08)
Betriebsdisziplin a la DB. Eigentlich ist jeder müde €, den der Laden vom Land überwiesen kriegt, noch mindestens einer zuviel. Zumindest auf einem Netz, wo man die Ausschreibung gewonnen hat, könnte man sich ja mal ein bisschen anstrengen, aber nein: die altbekannte Mangelwirtschaft gepaart mit einer "Leck mich doch..." - Einstellung beim die Mangelwirtschaft gründlich satt habenden Personal tuts ja auch. sad.gif mad.gif ph34r.gif

Natürlich ist das eine Sauerei, aber man kann es doch irgendwie trotzdem nicht verübeln. Man will noch so lange es geht so viel Geld wie möglich schaufeln. Das ist eben auch eine Folge wenn man die Eisenbahn zum Spekulationsobjekt macht.
Betriebswirtschaftlich betrachtet ist das alles nachvollziehbar, aus Kundensicht natürlich nicht.

Es ist eben generell heute so dass die Führungsetagen nur noch von 12 bis Mittag denken. Neuer Verkehrsvertrag? Da bin ich ja vielleicht schon nicht mehr da, aber so habe ich eine gute Erfolgsbilanz mit hohen Gewinnen und kann dann mit dieser Referenz wo anders hinwechseln...

Geschrieben von: NJ Transit am 24 Oct 2016, 13:32
QUOTE (DSG Speisewagen @ 24 Oct 2016, 14:06)
Neuer Verkehrsvertrag? Da bin ich ja vielleicht schon nicht mehr da, aber so habe ich eine gute Erfolgsbilanz mit hohen Gewinnen und kann dann mit dieser Referenz wo anders hinwechseln...

Du kannst in Baden-Württemberg da ruhig konkreter werden: "Den gewinnt eh mein neuer Arbeitgeber" ph34r.gif

Geschrieben von: 146225 am 24 Oct 2016, 17:54
Also zumindest bis zum Tage X, wo die durchgehende Elektrifizierung in Betrieb ist und mit E-Fahrzeugen neu ausgeschrieben wird, hat die DB doch mal 6-7 Jahre Ruhe und die Südbahn-IRE in der Tasche. Aber vermutlich ist das halt nicht gut genug, ein 25-Jahres-Vertrag mit 25 €/km hätte es wohl schon sein müssen ...

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 24 Oct 2016, 19:42
QUOTE (146225 @ 24 Oct 2016, 18:54)
Also zumindest bis zum Tage X, wo die durchgehende Elektrifizierung in Betrieb ist und mit E-Fahrzeugen neu ausgeschrieben wird, hat die DB doch mal 6-7 Jahre Ruhe und die Südbahn-IRE in der Tasche. Aber vermutlich ist das halt nicht gut genug, ein 25-Jahres-Vertrag mit 25 €/km hätte es wohl schon sein müssen ...

Würden wir das nicht auch ausnutzen? Würde ein anderes EVU nicht genauso handeln, wenn die Anteilseigner so viel wie möglich rausholen wollen? Ja, natürlich.

Das Problem ist doch dass die Elektrifizierung sich viel zu lange hinzieht und da sind wir wieder beim Thema dass der Bund zu wenig Geld locker macht.

Geschrieben von: 218 466-1 am 9 Nov 2016, 23:38
Ein Wort taucht auf, das im Zusammenhang mit "Bahn" in Vergessenheit geraten ist: "Früher" ohmy.gif
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/friedrichshafen/suedbahn-strecke-von-ulm-nach-friedrichshafen-elektrifizierung-frueher-als-geplant/-/id=1542/did=18453926/nid=1542/1d1mv1n/index.html

Geschrieben von: Lobedan am 19 Nov 2016, 11:51
Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, werden zusätzliche Gelder in die Südbahnbauarbeiten gesteckt, um die Auswirkungen des NBS-Haltes Merklingen auf die Südbahn-IRE zu kompensieren. Anscheinend werden diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, um künftig alle Anschlüsse zum Beispiel in Aulendorf sicherzustellen. Auch eine Brechung der IRE in Friedrichshafen steht zur Debatte.
Hier steht alles recht ausführlich: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Merklinger-Halt-sorgt-fuer-Suedbahn-Kummer-_arid,10563709_toid,112.html

Geschrieben von: Iarn am 19 Nov 2016, 13:03
Ich würde das mit dem Halt Merklingen einfach lassen. Diese Summen wären wahrscheinlich an fast jeder Stelle im Netz effektiver und ohne Nebenwirkungen besser eingesetzt.

Geschrieben von: JeDi am 19 Nov 2016, 13:16
QUOTE (Iarn @ 19 Nov 2016, 13:03)
Ich würde das mit dem Halt Merklingen einfach lassen. Diese Summen wären wahrscheinlich an fast jeder Stelle im Netz effektiver und ohne Nebenwirkungen besser eingesetzt.

Nein.

Geschrieben von: Rohrbacher am 19 Nov 2016, 16:28
Ich hab nach Lesen des Artikels eher das Gefühl, da sollen Südbahner und Merklingen irgendwie gegeneinander ausgespielt werden oder es läuft was anderes politisches, als dass das technisch bedingt wäre. Irgendwo ein Signal mehr oder ein Signal versetzen, Strecken-Vmax leicht anheben (die Südbahn hat hinterher sicher nicht ausnahmslos durchgehend 160 km/h), Haltzeit in Ulm kürzen und die 2-3 Minuten sind wieder drin, zwischen Merklingen und Aulendorf sind's ja ein paar Kilometer. Oder man sucht einfach einen Grund und Schuldigen, um die Züge auf Friedrichshafen einzukürzen, das spart vielleicht einen Zug ein oder so.

Und wenn's gar nicht anders geht: Bei Skoda ein paar Dostozüge für 190 km/h bestellen. ph34r.gif

Geschrieben von: Lobedan am 19 Nov 2016, 16:45
QUOTE (Rohrbacher @ 19 Nov 2016, 16:28)
Und wenn's gar nicht anders geht: Bei Skoda ein paar Dostozüge für 190 km/h bestellen. ph34r.gif

Die dann aber bitte nicht durch diese im Artikel genannte Linie Würzburg-Bludenz verheizen, nur weil das Stück NBS auf dem Weg liegt. Dann lieber den IRE Karlsruhe-Stuttgart auf die NBS und weiter auf die Südbahn, dann kann man die höhere Geschwindigkeit auch zwischen Stuttgart und Vaihingen noch mal nutzen und braucht nicht so viele teure Garnituren.

Geschrieben von: Rohrbacher am 19 Nov 2016, 17:45
QUOTE (Lobedan @ 19 Nov 2016, 17:45)
dann kann man die höhere Geschwindigkeit auch zwischen Stuttgart und Vaihingen noch mal nutzen und braucht nicht so viele teure Garnituren.

Sind sie denn teuer? Die sechs Skoda-Züge kosten 110 Mio. Euro, das sind 18,33 Mio. pro Zug. Ein IC2 mit einer 146 aus der Nachbestellung kostet wohl um die 17 Mio. Euro, ist also fast so teuer wie der Skoda-Zug, der einen Wagen mehr hat, komplett neu konstruiert und als Kleinserie statt aus einem riesen Rahmenvertrag bestellt wurde, druckdicht und schneller ist. Die 102 hat auch ein bisschen mehr Leistung als eine 146, auf der SFS wären das vielleicht schon die 2-3 Minuten. Noch fahren sie nicht, man soll Züge nicht loben, bevor sie ein Jahr gefahren sind, aber ich weiß nicht, ob die hundsgemeinen RE160-Bombardier-Züge unter vergleichbaren Umständen wirklich günstiger wären als die RE190(p) von Skoda. ph34r.gif

Geschrieben von: Lobedan am 19 Nov 2016, 19:07
Gut möglich, so genaue Zahlen kenne ich da auch nicht.

Die Länge der Strecke finde ich angesichts solch knapper Anschlüsse, wo diese zwei, drei Minuten relevant werden, dennoch unsinnig. Wie vermittle ich dem Reisenden für beispielsweise Ulm-Kißlegg, dass er seinen Anschluss in Aulendorf verpasst, weil der Zug in Würzburg auf verspätete Anschlussreisende aus Hamburg gewartet hat? Im DSO hat jemand durchgerechnet, dass Würzburg-Bludenz mit NBS fast sechs Stunden Regiofahrt wären. So lange fahren nicht mal die langläufigen VBB-Ostsee-Linien. Ich verweise auf den dortigen RE 2, der in genau solch eine Lage gequetscht wurde: Ständige Verspätungen durch ICE-Überholungen und die Berliner Stadtbahn, auf dem Südast einen Fahrplan praktisch ohne Reserven*, um den Knoten in Cottbus zu erreichen, und am südlichen Linienende dann noch einen traumhaften eingleisigen Flaschenhals. Frag mal die Pendler aus der Lausitz, wie oft sie ihren 5-Minutenanschluss in Cottbus zur OE 65 verpassen, weil der RE 2 durch den hohen Füllgrad und entsprechend lange Fahrgastwechsel südlich von Berlin eher noch an Verspätung zulegt als welche abzubauen. Nun hat man der Linie ein paar Halte gestrichen und dafür Busersatz eingerichtet, bis irgendwann mal eine zusätzliche RB-Linie dafür ausgeschrieben wird.

In dem ganzen Merklingen-Südbahn-Szenario kommt nun hinzu, dass man neben etlichen Knoten südlich von Stuttgart ja auch noch die Faktoren S21 und IRE auf der NBS knapp zwischen zwei Takt-ICE hat. Lass da also einmal die Zugfolge im Stuttgarter Tiefbahnhof durcheinander geraten und du hast dasselbe Ergebnis wie auf der Berliner Stadtbahn. Dann darf deswegen in Merklingen vielleicht noch eine ICE-Überholung abgewartet werden und schon war es das mit den Anschlüssen. Dieser Linie ist meines Erachtens also einfach aus der Erfahrung heraus nur zu wünschen, dass sie möglichst wenigen anderen Störfaktoren ausgesetzt und damit entsprechend kurz gehalten wird, sonst braucht es am Ende doch wieder zusätzliche Südbahn-Sprinter für die Anschlüsse in Friedrichshafen und darüber hinaus ...


*Hier bleibt noch anzumerken, dass das auch ein bisschen auf die Fehlkalkulationen beim Streckenaufbau zurückzuführen ist. Die heutige ist-Fahrtzeit Cottbus-Berlin liegt fast zehn Minuten hinter der damals prognostizierten Soll-Fahrtzeit. Und das bei gerade mal fünf Zwischenhalten auf knapp über 100 km.

Geschrieben von: Rohrbacher am 19 Nov 2016, 21:47
Die Länge von Zugläufen ist immer relativ. In erster Linie kommt es drauf an, wie der Umlauf der eingesetzten Fahrzeuge aussieht. Um bei München - Nürnberg zu bleiben: Die Strecke hat "nur" 171 km, anfangs fuhren aber beide Züge einen täglichen Umlauf von je über 1710 km mit den bekannten Wendezeiten von 10 Minuten. Da ist es völlig wurscht, ob ein Zug während eines aktuellen mehrstündigen Zuglaufs seine Verspätungen sammelt oder ob sie um 17 Uhr noch aus "vorheriger Fahrt" von 8 Uhr stammt, wie das sehr oft der Fall war.

Auch in Vor-Regionalisierungszeiten war es auch üblich, Züge teilweise mehrfach durchzubinden, auch wenn es nicht immer im Fahrplan stand. Schon damals konnte man in München oder Stuttgart Frankfurter oder Dortmunder Loks und Wagen in Eilzügen finden oder andersrum. Beispiel von 1986: E 3002 München Hbf 6:15 nach Augsburg Hbf 6:58, fährt um 7:32 weiter als E 3280 nach Würzburg Hbf 10:04, fährt weiter um 10:34 als E3172 bis Bebra 12:36 und von dort direkt weiter als N3172 mit allen Unterwegshalten bis Kassel Hbf 13:47. Da stehste dann in Röhrenfuth, wartest auf den "Vorortzug" nach Kassel, der kommt aber später, weil in Mering was war... Ich müsste suchen, aber da gibt es sogar noch längere Durchläufe. Nachmittags wieder retour und der Zug ist abends wieder daheim in München. Auch die ersten Kemptener 628.2-Umläufe 1987 waren richtig krass mit über 1.000 km am Tag. Der Zug hat u.U. an einem Tag Ingolstadt und auch Seebrugg gesehen, damit die "neue Bahn" überall zu sehen war. Auch zu Reichs- und Länderbahnzeiten war es völlig normal, dass ein bayerischer Zug (Salzburg/Lindau -) München - Nürnberg - Lichtenfels - Hof durchläuft, mit allen Unterwegsmilchkannen, damals 15 oder 20 Stunden, z.B. in Nürnberg alles, was weiterfährt, auf einen anderen Zug umladen wäre ja behämmert gewesen, so musste man nur einen Teil umladen, wenn man nicht eh mit zig Kurswagen gearbeitet hat, quasi Einzelwagenverkehr im Reiseverkehr. Dass Zuggarnituren nur auf vergleichsweise kurzen Strecken systematisch auf einen Gegenzug wenden, ist eine neuere Sache, das kam eigentlich erst mit dem Taktverkehr und wurde dann durch die Regionalisierung und die Ausschreibungen, wo selten ein Zug sein Netz verlässt, noch weiter verschlimmert. Vielleicht ist man das heute nicht mehr gewohnt. wink.gif

Ich persönlich finde Durchläufe grundsätzlich gut und wünsche mir viel mehr davon. Für den, der umsteigen muss, ändert sich nichts, andere haben neue/alte Direktverbindungen ohne zusätzlich zu bestellende Zugkilometer.

Wenn die effektiven Pufferzeiten dadurch nicht gekürzt werden bleibt das Verspätungsrisiko im Schnitt auch eigentlich gleich. Natürlich kann man Verspätungen aus Würzburg zum Bodensee mitziehen. Aber anstatt dass der Gegenzug die Verspätung u.U. wieder mit zurück nach Würzburg trägt, kommt ja der Gegenzug vom Bodensee pünktlich. Da Kopfmachen und Wenden immer länger dauert als in der gleichen Richtung weiterfahren, kann man mit durchgebundenen Zügen aus meiner Sicht durchaus sogar mehr Verspätung wieder abbauen als mit alle 50 Minuten wendenden, wo man durch das Wenden weniger Zeit zum Verheizen von Verspätung hat. Beispielsweise unser Eilzug von 1986 hat seine je 30 Minuten in Augsburg und Würzburg voll dazu nutzen können, Verspätung abzubauen und wäre bei +30 nach kurzem Halt einfach mit +2 weitergefahren und bald wieder im Plan gewesen. Würde der Zug wenden, mal angenommen es wäre ein Wendezug gewesen, könnte man höchstens 24 Minuten abbauen, eher nur 20 und würde +10 mit auf den Gegenzug übertragen. In Summe wären bei gleichem Zugangebot 8 Verspätungsminuten mehr im System. Ein RE München - Nürnberg, der ja auch ein sehr enges Fenster zwischen den ICE hat, kann mit 10-15 Minuten Standzeit in Ingolstadt mehr eigene oder durch ICE aufgezwungene Verspätung abbauen und verbraucht weniger Kapazität als beim Wenden in 10 Minuten in München oder Nürnberg.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 19 Nov 2016, 21:58
QUOTE (Rohrbacher @ 19 Nov 2016, 17:28)
Und wenn's gar nicht anders geht: Bei Skoda ein paar Dostozüge für 190 km/h bestellen. ph34r.gif

Mit was plant man eigentlich aktuell?

Bin noch auf dem Stand, dass man die Kosten-Nutzen-Rechnung pro Merklingen hinbog, indem man mit Fahrzeug-Altmaterial rechnete. Dachte das wären damals IC-Wagen für Tempo 200 gewesen, bin mir aber nicht sicher.

Geschrieben von: Rohrbacher am 19 Nov 2016, 23:04
QUOTE (Metropolenbahner @ 19 Nov 2016, 22:58)
Mit was plant man eigentlich aktuell?

Mit ganz normalen Dostos = Altmaterial, oder nicht? unsure.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 19 Nov 2016, 23:53
QUOTE (Iarn @ 19 Nov 2016, 14:03)
Ich würde das mit dem Halt Merklingen einfach lassen. Diese Summen wären wahrscheinlich an fast jeder Stelle im Netz effektiver und ohne Nebenwirkungen besser eingesetzt.

Und welches andere Projekt genau, würde durch den Bf. Merklingen verhindert werden?
Immer dieses typische Gejammer, dies nicht, das nicht, dafür was anderes. Die einzige Alternative wäre, dass halt nichts investiert wird. dry.gif

Solln's den Halt in Erbach weglassen und schon passt es zeitlich wieder. ph34r.gif

Oder halt doch noch IC-Mod-Wagen nach jetzigem MüNüX-Vorbild 200 km/h statt 160 km/h Dostln um die drei Minuten auszuglichen.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 19 Nov 2016, 23:54
QUOTE (Rohrbacher @ 20 Nov 2016, 00:04)
Mit ganz normalen Dostos = Altmaterial, oder nicht? unsure.gif

Bilde mir ein, dass sie damals geschrieben haben, dass man Tempo 200 braucht, um den Fahrplan zu halten.
Aber gut, möglicherweise sind die aktuellen Planungen eines Auswirkungen davon, dass man nun doch nur mit 160 fahren will.

Edit:
Böser Gedanke: Möglicherweise kann man im Albaufstieg in der Steigung auch gut Zeit durch Traktion und Leistung wettmachen ... wie hoch ist das Risiko, dass Talent2 fahren könnten ...?

Geschrieben von: NJ Transit am 20 Nov 2016, 00:00
QUOTE (Metropolenbahner @ 20 Nov 2016, 00:54)
wie hoch ist das Risiko, dass Talent2 fahren könnten ...?

0, denn den hätte man bereits vor längerem bestellen müssen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 20 Nov 2016, 00:10
QUOTE (NJ Transit @ 20 Nov 2016, 01:00)
0, denn den hätte man bereits vor längerem bestellen müssen.

In Nürnberg werden welche frei, wenn dann irgendwann mal in ferner Zu(g)kunft der neue Verkehrsvertrag erfüllt wird, wie von der BEG gedacht.
Ansonsten geht Talent 3 neu, da der 2 nicht mehr produziert wird, was NJT damit andeuten wollte.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 20 Nov 2016, 02:37
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2016, 01:10)
In Nürnberg werden welche frei, wenn dann irgendwann mal in ferner Zu(g)kunft der neue Verkehrsvertrag erfüllt wird, wie von der BEG gedacht.
Ansonsten geht Talent 3 neu, da der 2 nicht mehr produziert wird, was NJT damit andeuten wollte.

Lol .. Kindsköpfe ... also wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für nen Talent3 oder Zweieinhalb oder was auch immer? smile.gif

Geschrieben von: Lobedan am 20 Nov 2016, 18:57
QUOTE (Rohrbacher @ 19 Nov 2016, 21:47)
Wenn die effektiven Pufferzeiten dadurch nicht gekürzt werden bleibt das Verspätungsrisiko im Schnitt auch eigentlich gleich. Natürlich kann man Verspätungen aus Würzburg zum Bodensee mitziehen. Aber anstatt dass der Gegenzug die Verspätung u.U. wieder mit zurück nach Würzburg trägt, kommt ja der Gegenzug vom Bodensee pünktlich. Da Kopfmachen und Wenden immer länger dauert als in der gleichen Richtung weiterfahren, kann man mit durchgebundenen Zügen aus meiner Sicht durchaus sogar mehr Verspätung wieder abbauen als mit alle 50 Minuten wendenden, wo man durch das Wenden weniger Zeit zum Verheizen von Verspätung hat. Beispielsweise unser Eilzug von 1986 hat seine je 30 Minuten in Augsburg und Würzburg voll dazu nutzen können, Verspätung abzubauen und wäre bei +30 nach kurzem Halt einfach mit +2 weitergefahren und bald wieder im Plan gewesen. Würde der Zug wenden, mal angenommen es wäre ein Wendezug gewesen, könnte man höchstens 24 Minuten abbauen, eher nur 20 und würde +10 mit auf den Gegenzug übertragen. In Summe wären bei gleichem Zugangebot 8 Verspätungsminuten mehr im System. Ein RE München - Nürnberg, der ja auch ein sehr enges Fenster zwischen den ICE hat, kann mit 10-15 Minuten Standzeit in Ingolstadt mehr eigene oder durch ICE aufgezwungene Verspätung abbauen und verbraucht weniger Kapazität als beim Wenden in 10 Minuten in München oder Nürnberg.

Ich danke für den Exkurs in die Zeit, als ich noch Quark im Schaufenster war. tongue.gif

Wenn wir beim geplanten Zuglauf bleiben, stellt sich dann die Frage, wo überhaupt größere Standzeiten kommen können. Den Nordast von Würzburg bis Stuttgart kenne ich persönlich nicht, im aktuellen Fahrplan gibt es bei den acht RE-Zwischenhalten nur fünf mit gerade mal einer Minute Standzeit. Wenn die Strecke selbst also nicht reichlich Puffer hat, wäre frühestens in Stuttgart längeres Warten drin. Gibt es da irgendwelche Vorabplanungen aus dem Stresstest oder dergleichen? Könnte man bei verspäteten Fernzügen auch zum Flughafen weiterfahren und eine Überholung dort durchführen oder bekommt der Flughafenbahnhof keine Überholgleise?
In Ulm wird man die heutige Umspann-Standzeit wohl recht weit reduzieren müssen, um die Fahrtzeit nach Friedrichshafen aufs Papier zu bekommen. Damit landen wir also doch wieder beim geschilderten Problem analaog zum VBB-RE 2: Der gesamte Südast ab Stuttgart wird kaum Puffer haben, weil man fast jede Minute braucht, um die Knoten zu erreichen und Merklingen bedienen zu können. Wenn die Fahrzeuge dann nicht mal ETCS bekommen, sondern die langen PZB-Blöcke auf der NBS nutzen müssen, wird jede ICE-Verspätung noch mal doppelt bestraft werden, analog zu den Überholungen vom angesprochenen RE 2, der auch kein LZB bekommen hat, obwohl es für gerade diese Fälle sinnvoll gewesen wäre.

Geschrieben von: 146225 am 21 Nov 2016, 06:03
"Problem" bei der aktuellen Fahrlage der Züge in Richtung Heilbronn-Stuttgart aus dem Knoten Würzburg heraus ist, dass man bei verspäteter Abfahrt (z.B. wegen Anschlussaufnahme vom FV) stets mit der RB in Richtung Ansbach ein Problem bekommt, die ja bis zum Abzw. Würzburg-Heidingsfeld West dasselbe Gleis benötigt. Danach ist die Strecke an sich entspannt, wenn man von Extremereignissen wie 200 umsteigenden Radfahrern in Lauda o.ä. absieht, der einzige knappe Anschluss der dranhängt, ist in Osterburken die S-Bahn in Richtung Mosbach - Heidelberg. Der Anschluss in Bad Friedrichshall Hbf in Richtung Sinsheim ist, wenn man von RE/RE ausgeht, mit einer guten Viertelstunde nicht kritisch, der Stadtbahn-Eilzug nach Karlsruhe, der ein sinnvoller Anschluss wäre, wird in Heilbronn Hbf ohnehin seit Jahren nicht erreicht. Dann kommt noch Bietigheim-Bissingen, wo man im Status quo nur 5 Minuten Umsteigezeit in Richtung Vaihingen (Enz) hat, wobei das allerdings sich durch die geplanten Änderungen auf dieser Relation (Metropol-Ex im Halbstundentakt) ändern bzw. auch egalisieren dürfte.

Fakt ist halt: in Stuttgart muss man durch den Keller durchbinden, auf Gedeih und Verderb. Das gilt auch für die Gegenrichtung, und da sehe ich den Beliebtheitsgrad genauso "wackelig" - es dürfte keiner in Heilbronn Lust auf dauernde Verspätungen haben, weil es irgendwo in Oberschwaben klemmt.

Geschrieben von: JeDi am 21 Nov 2016, 09:14
QUOTE (Rohrbacher @ 19 Nov 2016, 17:45)
Sind sie denn teuer? Die sechs Skoda-Züge kosten 110 Mio. Euro, das sind 18,33 Mio. pro Zug. Ein IC2 mit einer 146 aus der Nachbestellung kostet wohl um die 17 Mio. Euro, ist also fast so teuer wie der Skoda-Zug, der einen Wagen mehr hat, komplett neu konstruiert und als Kleinserie statt aus einem riesen Rahmenvertrag bestellt wurde, druckdicht und schneller ist.

Und genau wegen dieser Preisverhältnisse würde ich davon ausgehen, dass der Skodapreis ein klassischer Markteintrittspreis war (zum Vergleich: 12 Link für die Oberpfalzbahn: ~2,6 Mio EUR das Stück, 9 Link für die NEB ~3 Mio EUR/Stück, 52 Lint 41 für Abellio: ~3,3 Mio EUR das Stück), und man einen derartigen Preis nicht nochmal erzielen kann.
QUOTE (Rohrbacher @ 19 Nov 2016, 23:04)
Mit ganz normalen Dostos = Altmaterial, oder nicht?

Zumindest bis 2023, ja. Die Eröffnung der SFS ist aktuell für 2021 geplant...
QUOTE (Lobedan @ 20 Nov 2016, 18:57)
Wenn die Fahrzeuge dann nicht mal ETCS bekommen, sondern die langen PZB-Blöcke auf der NBS nutzen müssen, wird jede ICE-Verspätung noch mal doppelt bestraft werden, analog zu den Überholungen vom angesprochenen RE 2, der auch kein LZB bekommen hat, obwohl es für gerade diese Fälle sinnvoll gewesen wäre.

Die Fahrzeuge werden ETCS bekommen müssen, eine Doppelausstattung mit PZB und ETCS ist maximal bis Wendlingen geplant.

Geschrieben von: Iarn am 21 Nov 2016, 09:22
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2016, 00:53)
Und welches andere Projekt genau, würde durch den Bf.  Merklingen verhindert werden?
Immer dieses typische Gejammer, dies nicht, das nicht, dafür was anderes. Die einzige Alternative wäre, dass halt nichts investiert wird. dry.gif

Solln's den Halt in Erbach weglassen und schon passt es zeitlich wieder. ph34r.gif

Oder halt doch noch IC-Mod-Wagen nach jetzigem MüNüX-Vorbild 200 km/h statt 160 km/h Dostln um die drei Minuten auszuglichen.

Das zeitliche Aufrechnen von Halten woanders oder Beschleunigungen woanders (Südbahn) funktioniert nur im Buchfahrplan. Hast Du verspätete Fernzüge bringt der Halt in Merklingen ein Problem, weil der RE dort dann wahrscheinlich erst die verspäteten Fernzüge vorbeilassen muss und so aus anderen Strecken Verspätungen einkoppelt.
Für einen verspätungstoleranten Fahrplan ist Merklingen ungünstig. Einzig und allein das von Dir angesprochene schnellere Zugmaterial könnte für eine gewisse Entspannung sorgen, aber auch da ist es am verspätungstolerantesten 200 km /h Material mit den Fernzügen mitschwimmen zu lassen.

Geschrieben von: JeDi am 21 Nov 2016, 09:38
QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 09:22)
Für einen verspätungstoleranten Fahrplan ist Merklingen ungünstig. Einzig und allein das von Dir angesprochene schnellere Zugmaterial könnte für eine gewisse Entspannung sorgen, aber auch da ist es am verspätungstolerantesten 200 km /h Material mit den Fernzügen mitschwimmen zu lassen.

Möglich. Sinn von schnellem Regionalverkehr ist aber die Anbindung der Region (Merklingen bewirkt da einen ähnlichen Effekt wie Kinding - eine Gegend, die bislang nur die Autobahn hatte bekommt wieder Bahnanschluss), und nicht die (bestellte) Konkurrenz zum Fernverkehr. Nach derzeitigem Stand ist auf der SFS genug Platz für 160 km/h-Regionalzüge mit Halt in Merklingen.

Geschrieben von: Iarn am 21 Nov 2016, 10:19
Da möchte ich entgegnen, Sinn der Schnellfahrtstrecke ist aber eben nicht der Regionalverkehr sondern der Fernverkehr. Die Südbahn läuft halt aus historischen Gründen über die Strecke.
Und bei nachträglichen Einfügungen bin ich halt immer skeptisch, ob man da nichts verschlimmbessert und das scheint hier der Fall zu sein. Um den Regionalzughalt einzufügen, nimmt man Instabilitäten bei der Südbahn in Kauf.

Geschrieben von: JeDi am 21 Nov 2016, 10:26
QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 10:19)
Da möchte ich entgegnen, Sinn der Schnellfahrtstrecke ist aber eben nicht der Regionalverkehr sondern der Fernverkehr. Die Südbahn läuft halt aus historischen Gründen über die Strecke.

Nach der Argumentation müsste man aber gleich durchs Filstal fahren. Dort müsste man - im Sinne eines möglichst Verspätungstoleranten Fahrplans - aber ebenfalls ohne Halt (aber mit 100 km/h) fahren, um Konflikte mit dem Güterverkehr zu vermeiden. Stellt sich dann halt die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, für 2 Züge pro Stunde eine SFS hinzusetzen, oder ob man sie dann nicht doch besser für den Regionalverkehr (natürlich mit Halt Merklingen) mitnutzt. Übrigens ist die SFS Wendlingen-Ulm explizit auch für den Regionalverkehr und schnelle Leichtgüterzüge geplant, und Platz sollte da zwischen den Fernzügen eigentlich genug sein. Ebenso wie allfällige Überholungen sehr fix gehen sollten.
QUOTE
Und bei nachträglichen Einfügungen bin ich halt immer skeptisch, ob man da nichts verschlimmbessert und das scheint hier der Fall zu sein. Um den Regionalzughalt einzufügen, nimmt man Instabilitäten bei der Südbahn in Kauf.

Inwiefern tut man das denn? Übrigens war Friedrichshafen schon immer als Ziel der heutigen IRE-Linie Stuttgart-Lindau geplant, dass diese aktuell bis Lindau fährt, ist eher Zufall (zwischen Friedrichshafen und Lindau sind die 4 Dosto eigentlich auch überdimensioniert).

Geschrieben von: Jogi am 21 Nov 2016, 12:30
QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 11:19)
Da möchte ich entgegnen, Sinn der Schnellfahrtstrecke ist aber eben nicht der Regionalverkehr sondern der Fernverkehr.

Das ist IMHO eine ziemlich eng gefasste Sicht:

Die SFSen Hannover-Würzburg & Mannheim-Stuttgart erlauben auch Fahrten im SGV - und zwischen Vaihingen und Stuttgart wird letztere im Regionalverkehr planmäßig befahren und sie dient für RE-Züge sogar als planmäßige Umleitungsstrecke. Der MüNüX wurde schon erwähnt. Und sogar zwischen Bamberg/Ebensfeld und Coburg werden sich rote Züge tummeln, nachdem der blaue Zug mit 200 km/h auf der 300-km/h-Strecke zwischen Börsengang und Baustopp das Zeitliche gesegnet hatte...
Sprich, diese (inter-)regionalen Züge laufen kaum dem originären Sinn eine Strecke entgegen, dort Bahnenn verkehren zu lassen, um Menschen und Güter zu transportieren. Alleine daraus, dass die Strecken für HGV projektiert sind, ergibt sich keine Zwangsläufigkeit, nur mit HGV-Zügen dort zu fahren.

Und vom Genellen zum Konkreten, ein RV-Paar je Stunde ist zwischen Wendlingen und Ulm seit Jahren vorgesehen, ebenso die optionale Verlängerung nach Friedrichshafen (wo auch immer Bludenz herkommt) sowie die Weiterführung bis Würzburg, und entsprechend projektiert. Mit dem neuen Halt in Merklingen kommt der sogar seiner originären Funktion sogar noch mehr nach, die Region an die Zentren anzuschließen.

QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 11:19)
Die Südbahn läuft halt aus historischen Gründen über die Strecke.

Nein, "historisch" gesehen läuft die Schwäbsche Eisebahn ("Schdugard, Ulm onnd Biberach, Meckebeure, Durlesbach") von Stuttgart über die Geislinger Steige nach Friedrichshafen. Auch daran ablesbar, dass die Kilometrierung in der Landeshauptstadt beginnt und am Bodensee aufhört. Es ergibt sich schlicht die Möglichkeit, neue und schnellere Direktverbindungen anzubieten, die mutmaßlich eine hohe Nachfrage haben und zudem neue Nachfrage generieren. Exemplarisch sei die Möglichkeit genannt, in gut eineinhalb Stunden von Friedrichshafen zum Stuttgarter Flughafen und zur Messe zu kommen - heute braucht man dafür über zweieinhalb Stunden.

QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 11:19)
Und bei nachträglichen Einfügungen bin ich halt immer skeptisch, ob man da nichts verschlimmbessert und das scheint hier der Fall zu sein. Um den Regionalzughalt einzufügen, nimmt man Instabilitäten bei der Südbahn in Kauf.

Aber die Probleme haben nichts mit der Schnellfahrstrecke und ihrem Betriebsprogramm zu tun, bremsen also nicht per se den Fernverkehr aus.

Davon ab werden die Instabilitäten eben nicht in Kauf genommen, sondern es wirdnach Lösungen gesucht: schnellere Züge, leichtes Verschieben der Trasse, Erweiterungen an der Infrastruktur, Anfragen in Bayern, ob in Kißlegg Verschiebungen möglich sind, Brechen in Friedrichshafen. Was genau am Ende rauskommt, steht noch nicht gänzlich fest.

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QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 10:22)
Das zeitliche Aufrechnen von Halten woanders oder Beschleunigungen woanders (Südbahn) funktioniert nur im Buchfahrplan.

Bitte? Die Effekte mögen kleinteiliger sein und von anderen, mehr Faktoren abhängig sein, aber dass sie nicht funktionieren würden, ist so pauschal nicht richtig: Aktuell scheinen (in Nord-Süd-Richtung betrachtet) die drei Minuten, die der Halt in Merklingen kostet, bis Friedrichshafen "durchgeschleppt" zu werden, bis sie in der Zeppelinstadt nahezu wieder ausgeglichen sind. Die besprochenen Maßnahmen sind insoweit Maßnahmen, um die aufgefressenen Pufferzeiten wieder auszugleichen. Das funktioniert natürlich auch im Betrieb, so lange andere Faktoren (z.B. Verzögerung beim Fahrgastwechsel, s.u.) das nicht überkompensieren.

QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 10:22)
Hast Du verspätete Fernzüge bringt der Halt in Merklingen ein Problem, weil der RE dort dann wahrscheinlich erst die verspäteten Fernzüge vorbeilassen muss und so aus anderen Strecken Verspätungen einkoppelt.

Ja und nein. Nein, weil für solche Fälle ja die Pufferzeiten auf anderen Streckenteilen vorgesehen sind - und ja, weil dies natürlich nur für einen gewissen Zeitraum gilt nach dem Motto, bis drei Minuten sind Verspätungen verkraftbar, ab fünf Minuten können Anschlüsse nicht mehr abwarten. Das hängt vom konkreten Szenario und den Folgewirkungen (also etwa Anschlüsse des IRE in Aulendorf und Friedrichshafen, Kreuzungskonflikte zwischen Friedrichshafen und Lindau; Anschlüsse in Augsburg und München; nicht zuletzt die vorhandenen Bahnsteigkanten in Ulm) ab.

Etwas genereller gesagt folgt daraus auch, dass es nicht in Stein gemeißelt ist, dass der verspätete ICE unbedingt den pünktlichen IRE in Merklingen überholen muss. Gerade wenn der IRE wirklich bis Bludenz fahren sollte haben implizieren die Folgewirkungen (Anschlüsse) und Zwangspunkte (Eingleisigkeit zw. Fr'hafen, Lindau und Bregenz) eine gewisse Priorität, während ein ohnehin unpünktlicher ICE auf seinen "letzten Kilometern" bis München salopp gesagt nicht mehr viel aufholen kann.

QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 10:22)
Für einen verspätungstoleranten Fahrplan ist Merklingen ungünstig. Einzig und allein das von Dir angesprochene schnellere Zugmaterial könnte für eine gewisse Entspannung sorgen, aber auch da ist es am verspätungstolerantesten 200 km /h Material mit den Fernzügen mitschwimmen zu lassen.

Das "angesprochene schnellere Zugmaterial" ist in der Praxis mit Sicherheit nicht verspätungstolerant: technische Unzuverlässigkeit, hoher und realiter steigender (!) Wartungsaufwand, absehbares Ende der wirtschaftlichen und technischen Nutzungsdauer und nicht zuletzt die geringe Fahrgastwechselkapazität (namentlich zwei Turspüren je Wagen, zwei bis drei Stufen beim Einstieg, kaum vorhandener "Drängelraum") würden auf den stark nachgefragten Abschnitten Heilbronn-Stuttgart, Stuttgart-Ulm und Stuttgart/Ulm-Friedrichshafen (Radler!!) die Fahrzeiten sprengen, weil die vorgesehenen Haltezeiten kaum eingehalten werden können.

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QUOTE (JeDi @ 21 Nov 2016, 10:14)
[Lok+Dostos:] Zumindest bis 2023, ja. Die Eröffnung der SFS ist aktuell für 2021 geplant...

Die SFS dürfte sogar klappen, beim Bahnhof wird's eng... ph34r.gif

Wie ist das eigentlich mit der Weiterführung nach Würzburg? Ab Ende 2019 soll doch für 13 Jahre Go Ahead als RE auf der Frankenbahn rumFLIRTen. Bleibt ja eigentlich nur, dass die ensprechenden Leistungen entweder von Go Ahead auf den neuen IRE übergehen oder dass der SFS-IRE dort zusätzlich zum Go Ahead-RE fährt... unsure.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 21 Nov 2016, 15:15
Was macht man eigentlich, wenn man im Betrieb merken sollte, dass Stuttgart21 vorne und hinten nicht funktioniert? ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 21 Nov 2016, 15:30
Meine unmaßgebliche Meinung ist einen Teil des Verkehrs über Bad Cannstatt abzuwickeln dürfte die schnellste und billigste Lösung sein.

Geschrieben von: Bayernlover am 21 Nov 2016, 16:47
Aussiedlungsprogramme - wobei, die meisten gehen früher oder später sowieso freiwillig ph34r.gif

Geschrieben von: Jogi am 21 Nov 2016, 16:59
QUOTE (Rohrbacher @ 21 Nov 2016, 16:15)
Was macht man eigentlich, wenn man im Betrieb merken sollte, dass Stuttgart21 vorne und hinten nicht funktioniert? ph34r.gif

Stuttgart 22 bauen - vielleicht den Bahnhof wieder nach oben und dafür die Stadt nach unten huh.gif

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QUOTE (Iarn @ 21 Nov 2016, 16:30)
Meine unmaßgebliche Meinung ist einen Teil des Verkehrs über Bad Cannstatt abzuwickeln dürfte die schnellste und billigste Lösung sein.

Das bringt dir nur was für Züge aus Richtung Schwäbisch Knall-Hessental, Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch-Plochingen, weil die die einzigen Richtungen sind, aus denen der Bahnhof Cannstatt erreicht werden kann. Außer vom Hbf natürlich... wink.gif Fraglich allerdings, inwieweit bei den vier Bahnsteigkanten Platz zum Wenden besteht.

Was du wohl eher meinst, ist die Umfahrung Stuttgarts über die Güterumgehung Untertürkheim-Kornwestheim/SFS nach Mannheim. Aber keine Sorge, mir könnet schließlich elles außer Hochdeutsch schwätze und haben dafür vorgesorgt, diese Alternative nicht allzu attraktiv zu machen wink.gif


Geschrieben von: Metropolenbahner am 21 Nov 2016, 17:54
QUOTE (Rohrbacher @ 21 Nov 2016, 16:15)
Was macht man eigentlich, wenn man im Betrieb merken sollte, dass Stuttgart21 vorne und hinten nicht funktioniert? ph34r.gif

Na die Gleise oben nicht abreißen.

Der kluge Schwabe schaut sich das erstmal an, ob es funktioniert und wenn nicht, dann hat er einen 1A unterirdischen Fernbahnhof samt nen 1A oberirdischen Regionalbahnhof:


QUOTE
Die derzeitigen Bahnflächen, die die Stadt schon gekauft hat, sollen im Europaviertel und im künftigen Rosensteinviertel Platz für weitere 6500 Wohnungen bieten. Nur für etwa 1000 können Flächen an der Nordbahnhof- und an der Rosensteinstraße vergleichsweise schnell entwickelt werden. Bei den anderen ist die Stadt auf die Fertigstellung des Bahnhofes angewiesen. Selbst bei einer Inbetriebnahme Ende 2021 wären die Flächen kaum vor 2025 verfügbar, weil der Bahnbetrieb erst mit Erfolg umgestellt und etwaige Altlasten beseitigt werden müssen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neuer-zeitplan-fuer-stuttgart-21-stuttgart-21-betroffene-leiden-laenger.ac6465ad-eb7b-4cad-9f9c-ea6affad7bb9.html

ph34r.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 21 Nov 2016, 18:01
QUOTE (Jogi @ 21 Nov 2016, 13:30)
Das "angesprochene schnellere Zugmaterial" ist in der Praxis mit Sicherheit nicht verspätungstolerant: technische Unzuverlässigkeit, hoher und realiter steigender (!) Wartungsaufwand, absehbares Ende der wirtschaftlichen und technischen Nutzungsdauer und nicht zuletzt die geringe Fahrgastwechselkapazität (namentlich zwei Turspüren je Wagen, zwei bis drei Stufen beim Einstieg, kaum vorhandener "Drängelraum") würden auf den stark nachgefragten Abschnitten Heilbronn-Stuttgart, Stuttgart-Ulm und Stuttgart/Ulm-Friedrichshafen (Radler!!) die Fahrzeiten sprengen, weil die vorgesehenen Haltezeiten kaum eingehalten werden können.
Aber was man bei der NIM versäumt hat, könnte man hier berücksichtigen: 250+ Meter Bahnsteige sodass auch [101]-7 oder mehr Bpmz-[101] möglich wäre, d.h. gesamt mehr Türen, bessere Beschleunigung und 200 km/h.
Zum technischen: Es müssen ja nicht unbedigt genau DIE Wagen des jetzigen MüNüX sein. Bis zur Inbetriebnahme der durchgehenden Leine SFS+Südbahn, sollten durch ICE4 bereits genug ICmod frei sein, die in besserem Zustand sind und die auf )p( zurückgebauten Wagen reichen hier ja auch.
Eine Dauerlösung ist das natürlich nicht. Neufahrzeuge (z.B. Talent 3 gibt es s.i.w. auch für 200 km/h) übernehmen mittelfristig. Davor wäre das halt ein Kompromiss um den Betrieb besser durchführen zu können und Radler evtl. mit Vergünstigungen noch eine Zeit lang auf die Filstalbahn vertrösten.
QUOTE (Jogi @ 21 Nov 2016, 17:59)
Stuttgart 22 bauen - vielleicht den Bahnhof wieder nach oben und dafür die Stadt nach unten  huh.gif
S22 als Hochbahnhof auf Stelzen über der Stadt.ph34r.gif Und am besten mit schwebenden Zügen von ThyssenKrupp. wink.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 21 Nov 2016, 19:24
QUOTE (218 466-1 @ 21 Nov 2016, 19:01)
Aber was man bei der NIM versäumt hat, könnte man hier berücksichtigen: 250+ Meter Bahnsteige

Wenn ich mich nicht täusche, werden in Merklingen allein schon die Bahnsteiggleise ziemlich kurz, aus Platzgründen und weil der Bahnhof nicht als Überholbahnhof eh in der Streckenplanung dabei ist. ph34r.gif

QUOTE (Metropolenbahner @ 21 Nov 2016, 18:54)
Der kluge Schwabe schaut sich das erstmal an

Dann sollte man sich als Freund der Kombilösung eigentlich wünschen, dass es schiefgeht. biggrin.gif

Geschrieben von: Jogi am 21 Nov 2016, 19:37
QUOTE (Rohrbacher @ 21 Nov 2016, 20:24)
Wenn ich mich nicht täusche, werden in Merklingen allein schon die Bahnsteiggleise ziemlich kurz, aus Platzgründen und weil der Bahnhof nicht als Überholbahnhof eh in der Streckenplanung dabei ist. ph34r.gif

Die Bahnsteige sollen lt. PF-Beschluss 215 m lang werden; die Gleise selber nicht viel länger, weil richtigerweise nachträglich hinzu gekommen.

Winkewinke mit Zaunpfahl, hier geht's um die unter Strom zu setzende Südbahn, nicht ums Für & Wider über Stuttgart 21

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 6 Jan 2017, 06:56
Pro Bahn rügt Verspätungen auf der Südbahn seit neuem Fahrplan: http://www.pro-bahn-bw.de/presse/index.php?pm=158#i158

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Feb 2017, 16:25
Elektrifizierung Ulm-Friedrichshafen-Lindau startet im September 2018
Totalsperrung Ulm-Laupheim, 10.9.-8.12.2018
Siehe Seiten 260- 261 von Aktualisierte Zusammenstellung der Netzfahrplan-Baukorridore 2018: http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2397888/vrCBIdmZPR8nfoDQJDdJ3UtM2SI/13312954/data/2017_zBID_Netzfahrplan2018-2.pdf

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 14 Apr 2017, 15:17
Schwäbische, 13.4.2017 zum Fahrplan nach Elektrifizierung: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Werden-voellig-neues-Bahnzeitalter-erleben-_arid,10650284_toid,112.html

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 24 Apr 2017, 08:37
Südbahn: Monatelang fährt kein Zug: Während der Elektrifizierung braucht es gute Nerven: Schwäbische, 24.4.2017
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Suedbahn-Monatelang-faehrt-kein-Zug-_arid,10654779_toid,112.html

Geschrieben von: Lobedan am 24 Apr 2017, 09:30
Diese Aussage finde ich mit Blick auf den Zeitplan interessant:
QUOTE
Nicht möglich sei es, die Südbahn abschnittweise unter Strom zu schalten. „Die Stromeinspeisung geschieht zentral, deswegen muss die Elektrifizierung komplett abgeschlossen sein.

Ende 2019 hängt der Fahrdraht Ulm-Aulendorf, man muss dann aber noch zwei Jahre den südlichen Abschnitt abwarten, ehe man elektrisch fahren kann. Ginge das echt nicht anders?

Geschrieben von: Metropolenbahner am 24 Apr 2017, 10:53
QUOTE (Lobedan @ 24 Apr 2017, 10:30)
Ende 2019 hängt der Fahrdraht Ulm-Aulendorf, man muss dann aber noch zwei Jahre den südlichen Abschnitt abwarten, ehe man elektrisch fahren kann. Ginge das echt nicht anders?

Na da ist nur 1 Unterwerk in der Mitte der Strecke zwischen Aulendorf und Ravensburg geplant:

https://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/3655/gallery/ulm-friedrichshafen-lindau-aeschach-suedbahn-uebersicht-pfa-3.jpg

Solange das dann nicht fertig ist geht im Nordabschnitt nichts.

Keine Ahnung, wo das nächste Unterwerk wäre, falls das noch Kapazitäten frei hätte, könnte man den Draht eventuell schon mal anschließen - aber das wäre den Aufwand für die paar Monate und auch nur für die Hälfte der Strecke nicht wert. Wären überhaupt die elektrischen Fahrzeuge schon vorzeitig einsatzbereit?

Ne das passt schon so, sieht zwar etwas ungünstig aus, aber die Alternative - so sie denn überhaupt möglich wäre - wäre unverhältnismäßig teuer.

Geschrieben von: Jogi am 24 Apr 2017, 11:21
QUOTE (Lobedan @ 24 Apr 2017, 10:30)
Ende 2019 hängt der Fahrdraht Ulm-Aulendorf, man muss dann aber noch zwei Jahre den südlichen Abschnitt abwarten, ehe man elektrisch fahren kann. Ginge das echt nicht anders?

Neben dem technischen Aspekt - sinnvoll ließen sich nur die RB-Leistungen zwischen Ulm, Laupheim Stadt/Biberach und Aulendorf umstellen. Die IRE-Züge beider Linien würden weiterhin bis Ulm durchdieseln oder müssten alternativ in Aulendorf umgespannt oder gebrochen werden, was neben der verlängerten Fahrzeit bestimmt zu Sommerzeiten schön anzusehen wäre, wenn vier knallvolle Dostos samt Radfahrerhorden sich über den Aulendorfer Bahnsteig von einem in den anderen Zug ergießen.

Dieses Problem spiegelt sich auch in den projektierten Bauzeiträumen ab: Von Mitte Mai bis Mitte September sind 2019, 2020 und 2021 keine Sperrungen vorgesehen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 24 Apr 2017, 15:40
QUOTE (Jogi @ 24 Apr 2017, 12:21)
Die IRE-Züge beider Linien würden weiterhin bis Ulm durchdieseln oder müssten alternativ in Aulendorf umgespannt oder gebrochen werden, was neben der verlängerten Fahrzeit bestimmt zu Sommerzeiten schön anzusehen wäre, wenn vier knallvolle Dostos samt Radfahrerhorden sich über den Aulendorfer Bahnsteig von einem in den anderen Zug ergießen.
Nix nur Bahnsteig. Gleis 3 und 4 braucht man zwingend für ZAB1/Württ. Allgäubahn bzw. BOB-FN. TAU hat nur zwei bzw. 2,5 Bahnsteige für Gl. 1-4 und 13 (1a).
Man dürfte also gegenseitige Völkerwanderung durch die Unterführng beobachten. Der gleiche Schei... den die BEG in MIH beim MüNüX an Wochenenden bei einigen Zügen veranstaltet. rolleyes.gif
Aber ein Bruch, oder Tfz-Tausch in TAU wenn man heuer sogar immernoch z.T. bis TS durchdieselt um Verspätungen zu reduzieren, halte ich für ausgeschlossen.
Inbetriebnahme 12/2020 TU - MLIR auf einmal. Wurde ja eh schon so beschrieben, dass die Leitung erstmal kalt bleibt und 2019 nix umgestellt wird.

Geschrieben von: Martin H. am 2 May 2017, 22:34
Na wenn da dann nicht mal findige Metalldiebe... mm

Geschrieben von: 218 466-1 am 14 Jun 2017, 20:26
Über Ausfälle von Klimaanlagen muss man sich auf der Südbahn momentan https://www.flickr.com/photos/frank_wilhelm/35305050485/ ph34r.gif
Für kantige Dosto-DBbzfa dürfte das nach fast 25 Jahren Einsatzzeit sogar noch die Premiere auf dieser Strecke sein.

Geschrieben von: 146225 am 14 Jun 2017, 20:30
Ist ja alles unheimlich konform mit dem Verkehrsvertrag. Aber wenn es der RAB ohnehin sch...egal ist (was zu erwarten war), dann wird es Zeit für Züge mit DBuza / DABbuzfa. ph34r.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 18 Jun 2017, 10:59
Spatenstich Elektrifizierung verschiebt sich
SWP, 18.6.2017:
http://m.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/wegen-elektrifizierung-drohen-wochenlange-sperrungen-15249920.html

Geschrieben von: Jogi am 30 Jun 2017, 09:43
http://www.deutschebahn.com/presse/stuttgart/de/aktuell/presseinformationen/14556838/2017-191_pm_elektrifzierung_suedbahn.html?start=0&itemsPerPage=10 von gestern über den aktuellen Stand: Konkrete Arbeiten sollen im Dezember 2017 starten, wenn zwischen Ulm und Laupheim gerodet und später mit Kabeltiefbauarbeiten (wie immer: Wer ein Wort für Hangman sucht... - gern geschehen) wird. Vom 10. September 2018 bis zum 21. Dezember soll der Streckenabschnitt komplett gesperrt werden, um mit der eigentlichen Elektrifizierung und u.a. dem Neubau einer Straßenbrücke zu beginnen.

QUOTE
Elektrifizierung Südbahn auf Kurs: Bau startet im Frühjahr 2018

[...]

Die Deutsche Bahn AG ist bei der Elektrifizierung der Südbahn weiter im vorgesehenen Terminplan unterwegs. Bei der 21. Sitzung des Interessenverbands Südbahn (IV Südbahn) am 21. Juni in Aulendorf hat die Bahn den aktuellen Planungsstand vorgestellt.

Bauabschnitt Ulm–Laupheim West

Erste Ausschreibungen für Leistungen in diesem Bauabschnitt sind bereits veröffentlicht, weitere in Vorbereitung. Als bauvorbereitende Maßnahme beginnen hier voraussichtlich im Dezember 2017 Rodungsarbeiten. Im Frühjahr 2018 folgen Kabeltiefbauarbeiten entlang der Strecke. Für die Hauptbauarbeiten - Bau der Oberleitungsanlagen, Herstellung neuer Stützwände und der neuen Brücke „Benzstraße“ in Ulm-Donautal – wird der Streckenabschnitt vom 10. September bis 21. Dezember 2018 komplett gesperrt und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Derzeit beginnt die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH mit der Erarbeitung der Konzeption für den Schienenersatzverkehr (SEV). Die Planungen für den SEV werden mit dem Land Baden-Württemberg und der IV Südbahn abgestimmt.

Die Deutsche Bahn nutzt die 15-wöchige Vollsperrung auch für andere Instandhaltungsarbeiten an der Strecke. Somit können sonst notwendige weitere Sperrungen vermieden werden.

Bauabschnitt Laupheim West–Aulendorf

In diesem Abschnitt werden 2018 Rodungs- und Kabeltiefbauarbeiten durchgeführt und der Neubau der Brücke B 465 in Biberach begonnen.

Bauabschnitte Aulendorf–Friedrichshafen und Friedrichshafen–Lindau

In beiden Bauabschnitten sind 2018 keine Bauarbeiten geplant.

Für den IV Südbahn betont Verbandsdirektor Wilfried Franke: „Wir haben uns in der gesamten Region für die Elektrifizierung der Südbahn stark gemacht. Jetzt freuen wir uns, dass es ab 2018 mit dem Bau dieses für ganz Oberschwaben enorm wichtigen Projektes losgeht. Wir werden uns bei den notwendigen Streckensperrungen beim Land und bei der Deutschen Bahn AG intensiv für ein optimal funktionierendes Busersatzkonzept einsetzen.“

Der offizielle Spatenstich für die Arbeiten an der Südbahn ist für das Frühjahr 2018 geplant.

Kontaktdaten „Elektrifizierung Südbahn“:

Infos finden sich auf dem Bauinfoportal im Internet unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/suedbahn

Darüber hinaus können Fragen und Anregungen per E-Mail an dbnetz.suedwest[at - J.]deutschebahn.com gerichtet wenden.

Fakten zum Projekt Elektrifizierung der Südbahn:
  • Für die Elektrifizierung werden auf der 100 Kilometern langen zweigleisigen „Südbahn“ und auf der 25 Kilometern langen eingleisigen „Bodenseegürtelbahn“ rund 4.000 Masten errichtet und rund 300 Kilometer Oberleitung verlegt. Dabei werden auch Eisenbahn- und Straßenüberführungen angepasst und Arbeiten am Gleisoberbau durchgeführt. Insgesamt werden drei Straßenüberführungen, zwei Geh- und Radwegverbindungen und eine Eisenbahnüberführung neu gebaut.
  • Die Gesamtstrecke ist in vier Bauabschnitte eingeteilt:
    - Abschnitt Ulm–Laupheim West
    - Abschnitt Laupheim West–Aulendorf
    - Abschnitt Aulendorf–Friedrichshafen
    - Abschnitt Friedrichshafen–Lindau
  • Vorbereitende Arbeiten (Rodungsarbeiten) starten voraussichtlich ab Ende 2017 zwischen Ulm und Laupheim. Im Jahr 2018 Bauarbeiten hauptsächlich im Abschnitt 1 und beginnend im Abschnitt 2.
  • Erhöhung der Streckengeschwindigkeit bereichsweise von 140 km/h auf 160 km/h 
  • Die Arbeiten in allen vier Bauabschnitten werden im Jahr 2021 abgeschlossen sein.
  • Die Gesamtinvestitionen (Preisstand 2015) liegen bei rund 222 Millionen Euro

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 7 Jul 2017, 16:34
Elektrifizierung Südbahn: Baubeginn Ulm-Aulendorf Ende 2018
Baubeginn Dezember 2018
Siehe ab Seite 79: http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/13590296/WfCUlcd1_cyVwlC6I45M9LpgOqM/14496656/data/korridorsteckbrief_teilnetz_west.pdf

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Jul 2017, 13:17
Forderung: Zweites Gleis von Lindau nach Friedrichshafen. Schwäbische, 16.7.2017: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Forderung-Zweites-Gleis-nach-Friedrichshafen-_arid,10702179_toid,441.html

Geschrieben von: 218 466-1 am 18 Jul 2017, 17:37
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 16 Jul 2017, 08:17)
Forderung: Zweites Gleis von Lindau nach Friedrichshafen. Schwäbische, 16.7.2017: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Forderung-Zweites-Gleis-nach-Friedrichshafen-_arid,10702179_toid,441.html
QUOTE (schäbige @ 16 Jul 2017)
Denn trotz immenser Zeiteinsparungen durch die Elektrifizierung und trotz der im Bau befindlichen schnellen neuen Bahntrasse von Stuttgart bis Ulm, sollen möglicherweise nicht mehr alle Züge wie bisher kurz vor jeder vollen oder halben Stunde in Lindau ankommen. Damit würde auch die Verbindung in der Gegenrechnung fehlen.
dry.gif

Geschrieben von: Lobedan am 17 Nov 2017, 11:55
Eine Vorabmeldung für den SEV während der Vollsperrungen Ulm-Laupheim (September bis Dezember 2018 sowie September bis Oktober 2019):
Mangels Kapazitäten am ZOB Ulm wird ein Teil des SEV über Neu-Ulm abgewickelt. Stündlich werden drei Gelenkbusse in Neu-Ulm abfahren und ankommen. Dazu sollen sogar einige Züge aus Ulm nach Neu-Ulm verlängert werden, um die Anschlüsse zu wahren.

SWP: https://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/ersatzverkehr-faehrt-ueber-neu-ulm-24099694.html

Geschrieben von: Trapeztafelfanatiker am 17 Nov 2017, 12:46
Ich verstehe nicht wieso man für eine Elektrifizierung eine Vollsperrung benötigt, zumal das auch noch eine zweigleisige Strecke ist.
Diese Vollsperrerei gegen den Willen der EVU, Aufgabenträger usw. nimmt immer mehr Überhand. Es sollte ja einen runden Tisch geben. DB Netz handelt im reinen Eigeninteresse und das ist konträr zu denen der EVU und Fahrgäste.

Bei Bundes- und Reichsbahn hätte es wegen einer schnöden Elektrifizierung keine Vollsperrung gegeben.

Geschrieben von: Mark8031 am 17 Nov 2017, 13:08
2018 finden wohl nur Mastgründungen statt (http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/13590296/AkPTjPQncYgUlK4hAnsdsyEEsrI/13891212/data/2017_zBID_Netzfahrplan2018-2.pdf), da verstehe ich das auch nicht. 2019 werden auch noch Gleise gewechselt und an Eisenbahnüberführungen gearbeitetet (http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/13590296/rtA1gcwwsFltunxi7TzTOyDNtaY/14642076/data/korridorsteckbriefe_2019.pdf).

Geschrieben von: 218 466-1 am 17 Nov 2017, 17:25
QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 17 Nov 2017, 07:46)
Ich verstehe nicht wieso man für eine Elektrifizierung eine Vollsperrung benötigt,
Dass Du nichts verstehst, wissen wir schon lange... wink.gif
QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 17 Nov 2017, 07:46)
zumal das auch noch eine zweigleisige Strecke ist.
Diese Vollsperrerei gegen den Willen der EVU, Aufgabenträger usw. nimmt immer mehr Überhand. Es sollte ja einen runden Tisch geben. DB Netz handelt im reinen Eigeninteresse und das ist konträr zu denen der EVU und Fahrgäste.
Man hat die Wahl zw. Wochen mit Vollsperrung und Monaten(!) mit Einseitigen Sperrungen. Letzteres kann keine Lösung sein.
QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 17 Nov 2017, 07:46)
Bei Bundes- und Reichsbahn hätte es wegen einer schnöden Elektrifizierung keine Vollsperrung gegeben.
Falsch. Gab es.

Geschrieben von: Lobedan am 25 Feb 2018, 18:48
https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb-donau/suedbahn-neun-wochen-gesperrt-24860308.html Am 23. März beginnen die Bauarbeiten für das Umspannwerk in Niederbiegen nördlich von Ravensburg.

Und der erste Bauabschnitt der Oberleitungsmasten ist nun auch genau terminiert: Vom 10. September bis zum 8. Dezember ist Ulm-Laupheim gesperrt. In der Zeit wird der IRE aus Stuttgart, wie oben schon mal erwähnt, nach Neu-Ulm verlängert, da dort mehr Platz für den SEV ist und die Wege kürzer sind.

Geschrieben von: Eurorail am 1 Mar 2018, 21:54
Gute nachichten :
QUOTE
Die ganze Strecke an den Bodensee und von Friedrichshafen nach Lindau soll bis Herbst 2021 elektrifiziert sein.





Geschrieben von: Jo33 am 25 Mar 2018, 11:34
Hier noch 2 PM von Spatenstich:
http://www.t-online.de/nachrichten/id_83440098/spatenstich-fuer-elektrifizierung-der-suedbahn.html
https://www.swr.de/swraktuell/bw/friedrichshafen/bahn-startet-bauarbeiten/-/id=1542/did=21390694/nid=1542/sofls0/index.html

Die Fahrzeit soll nach der Elektrifizierung zwischen Friedrichshafen und Ulm u.a. auch durch den mit einhergehenden Streckenausbau auf ca. 1 Stunde schrumpfen, inklussive 7 Zwischenhalten.
Was einer Reisegeschwindigkeit zwischen Ulm und Friedrichshafen von über 100 km/h entspricht und somit mehr als Konkurenzfähig zum Auto ist, da es ja dort keine Autobahn gibt, sondern nur eine Bundesstraße die zwar zur Häflte Autobahnähnlich ausgebaut ist, es jedoch fast die ganze Strecke ein Tempolimit von 100 oder 120 km/h gibt, samt Staugefahr zwischen Friedrichshafen und Bad Waldsee, wie auch um Ulm herum.
Vor dem Regenbogen kommt aber noch die Regenzeit: ab September dann die erste 3 monatige Vollsperrung zwischen Ulm und Laupheim.

Geschrieben von: Rohrbacher am 25 Mar 2018, 14:32
QUOTE (Jo33 @ 25 Mar 2018, 11:34)
Was einer Reisegeschwindigkeit zwischen Ulm und Friedrichshafen von über 100 km/h entspricht

1:01 Stunden ist heute schon die Regelfahrzeit des "IRE Sprinter" mit VT 611, macht einen Schnitt von 105,3 km/h. Der heutige Sprinter hat zwar nur drei Halte, einem Durchreisenden ist letztlich aber egal wie die Fahrzeit zustande kommt. Würde ich sagen. wink.gif Neu ist, dass diese Fahrzeit jetzt jede Stunde möglich ist und mit eben mehr Halten. Schneller werden damit vor allem die Reisezeiten von und zu den Zwischenstationen.

Über die B30 gibt Google eine Fahrzeit von 1:17 Stunden an, will aber vermutlich aufgrund der gerade im Sommer etwas zähen Verkehrssituation lieber, dass man in etwa der gleichen Zeit via A7, A96 und B31 fährt. Es gibt also durchaus eine Autobahn.

Aber schön, dass die Elektrifizierung von Ulm - Friedrichshafen - Lindau - Memmingen - München vorangeht. Schade, dass Friedrichshafen - Radolfzell vorerst eine Dieselinsel bleibt und auch die Hegau-Ablachtalbahn ungenutzt bleibt. Da könnte man einen hübschen Diesel-RE zum Flügeln Ulm - Mengen - Donaueschingen/Radolfzell bauen.

Geschrieben von: Jo33 am 25 Mar 2018, 18:09
QUOTE (Rohrbacher @ 25 Mar 2018, 14:32)
1:01 Stunden ist heute schon die Regelfahrzeit des "IRE Sprinter" mit VT 611, macht einen Schnitt von 105,3 km/h. Der heutige Sprinter hat zwar nur drei Halte, einem Durchreisenden ist letztlich aber egal wie die Fahrzeit zustande kommt. Würde ich sagen. wink.gif Neu ist, dass diese Fahrzeit jetzt jede Stunde möglich ist und mit eben mehr Halten. Schneller werden damit vor allem die Reisezeiten von und zu den Zwischenstationen.


Ja es stimmt schon das die Sprinter Züge schon jetzt diese Fahrzeit erreichen, allerdings eben nicht mit allen Halten und auch nicht stündlich, was in Zukunft gehen soll.
Außerdem soll es ja weiterhin Sprinterzüge min. zweistündlich wenn nicht gar stündlich zumindest zur HVZ geben, die dann ebenfalls durch nur 3 Zwischenhalte nochmals schneller sind und wohl etwa 50 min brauchen werden geben.
Aber wie kommst du auf 105 km/h ?
Ulm ist Kilometer 94,0 und Friedrichshafen Stadt ist, dachte ich, Kilometer 197,6 macht eine Entfernung von 103,6 km oder laut Trassenpreissoftware doch nur 103,0 km.
Somit wären es aktuell bei einer Fahrzeit von 61 min beim Sprinter komm ich auf 98,7 km/h.

Geschrieben von: 218 466-1 am 25 Mar 2018, 22:10
QUOTE (Jo33 @ 25 Mar 2018, 05:34)
https://www.swr.de/swraktuell/bw/friedrichshafen/bahn-startet-bauarbeiten/-/id=1542/did=21390694/nid=1542/sofls0/index.html
QUOTE (SWR)
Immer noch im Einsatz auf der Südbahn: das Stellwerk von Enzisweiler
Ganz klar Fake News rolleyes.gif
QUOTE (Rohrbacher @ 25 Mar 2018, 08:32)
1:01 Stunden ist heute schon die Regelfahrzeit des "IRE Sprinter" mit VT 611, macht einen Schnitt von 105,3 km/h. Der heutige Sprinter hat zwar nur drei Halte, einem Durchreisenden ist letztlich aber egal wie die Fahrzeit zustande kommt. Würde ich sagen. wink.gif Neu ist, dass diese Fahrzeit jetzt jede Stunde möglich ist und mit eben mehr Halten. Schneller werden damit vor allem die Reisezeiten von und zu den Zwischenstationen.
Ja, aber die regulären RE brauchen heuer 1:10 bzw. 1:13 mit 6 Halten, künftig 9 bzw. 12 Min. weniger mit einem Halt (Erbach) mehr.
Nonstop mit 2x218 bei grüner Welle geht bereits in 0:51 wie im Thema bereits erwähnt. Dies dürfte dann künftig in ca. 48 Min. möglich sein.

Geschrieben von: Rohrbacher am 26 Mar 2018, 03:52
QUOTE (218 466-1 @ 25 Mar 2018, 22:10)
Ja, aber

Das mag sein, die Frage ist aber in der Praxis nunmal nicht, was geht, sondern was gemacht wird. Für den durchfahrenden Fahrgast stellt sich das so dar: Der schnellste Zug ist heuteder IRE mit drei Halten fährt heute alle zwei Stunden und braucht heute 1:01 Stunden. Künftig braucht der schnellste Zug ähnlich lang, fährt aber stündlich und ist der RE mit etwa sieben Halten. Schneller wird's freilich für die Fahrgäste von den Zwischenhalten und alle, die den bisherigen RE genutzt haben, der natürlich schneller ist als bisher. Durch Wegfall des heutigen IRE wird die schnellste Verbindung dennoch nicht schneller sein als heute mit IRE. Durch den wegfallenden Lokwechsel und die Fahrt über Merklingen wird aber natürlich auch die Verbindung Stuttgart - Friedrichshafen deutlich beschleunigt, das ist schon klar.

Wie ist das jetzt eigentlich? Künftig fährt jede Stunde ein (I)RE Würzburg - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen. Den Ast Friedrichshafen - Lindau fährt künftig wieder der dann stündliche (?) IRE aus Basel? Sollte die Hochrheinbahn elektrifiziert werden, fahren die dortigen Züge aber dann eher nach Konstanz (- Kreuzlingen), dachte ich. Dann würde Radolfzell - Friedrichshafen (- Lindau) nur noch die Bummelbahn fahren!? Ohne dass man die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert, könnte man da untenrum keine sinnvollen überregionalen Züge mehr fahren. Man wird ja kaum trotzdem am Hochrhein dieseln, nur um Radolfzell - Friedrichshafen fahren zu können. Lokbespannt mit Lokwechsel ist so sinnvoll für die paar Meter auch nicht und kommt mir jetzt nicht mit fiktiven Hybrid-Zweikraft-Rennzügen mit D/CH-Zulassung. Mit durchgehender Elektrifizierung Basel - Friedrichshafen - Ulm könnte ich mir ohne den IRE aber sogar einen zweistündlichen IC nach München vorstellen, also mal wieder einen echten Fernzug: München Hbf 14:47 - Augsburg Hbf 15:17 - Günzburg 15:48 - Ulm Hbf 16:02/16:12 - Biberach (Riß) 16:30 - Ravensburg 16:53 - Friedrichshafen Stadt 17:13 - Überlingen Therme 17:35 - Radolfzell 17:53 - Singen (Hohentwiel) 18:02 - Schaffhausen 18:16 - Waldshut 18:36 - Bad Säckingen 18:53 - Basel Bad Bf 19:10 - Müllheim (Baden) 19:33 - Bad Krozingen 19:43 - Freiburg (Breisgau) Hbf 19:51. So ganz grob ging der wohl bei den heutigen Taktzeiten plus Beschleunigung minus Fernverkehrsfahrgastwechsel minus Neigetechnik. wink.gif

Geschrieben von: 146225 am 26 Mar 2018, 05:00
Wenn der Hochrhein unter Draht kommen sollte und Fernverkehr sieht, ist das ein IR Basel-St.Gallen - alles andere ist dann doch, weil Deutschland, eher unrealistisch.

Geschrieben von: 218 466-1 am 26 Mar 2018, 06:15
QUOTE (Rohrbacher @ 25 Mar 2018, 21:52)
Wie ist das jetzt eigentlich? Künftig fährt jede Stunde ein (I)RE Würzburg - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen. Den Ast Friedrichshafen - Lindau fährt künftig wieder der dann stündliche (?) IRE aus Basel? Sollte die Hochrheinbahn elektrifiziert werden, fahren die dortigen Züge aber dann eher nach Konstanz (- Kreuzlingen), dachte ich. Dann würde Radolfzell - Friedrichshafen (- Lindau) nur noch die Bummelbahn fahren!? Ohne dass man die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert, könnte man da untenrum keine sinnvollen überregionalen Züge mehr fahren.
Letzter "Wasserstand" den ich vernommen habe:
2h Takte IRE Würzburg - Stuttgart - SFS - Ulm - Lindau - Bludenz (wird lt. DB Wunschdenken Zielnetz 2030 in IC2 Saarbrücken - Blundenz umgewandelt)
Andere Stunde IRE Karlsruhe - Stuttgart - Filstal - Ulm - Friedrichshafen -> Anschluss zum 612 IRE Basel - Lindau
QUOTE (Rohrbacher @ 25 Mar 2018, 21:52)
Mit durchgehender Elektrifizierung Basel - Friedrichshafen - Ulm könnte ich mir ohne den IRE aber sogar einen zweistündlichen IC nach München vorstellen, also mal wieder einen echten Fernzug: München Hbf 14:47 - Augsburg Hbf 15:17 - Günzburg 15:48 - Ulm Hbf 16:02/16:12 - Biberach (Riß) 16:30 - Ravensburg 16:53 - Friedrichshafen Stadt 17:13 - Überlingen Therme 17:35 - Radolfzell 17:53 - Singen (Hohentwiel) 18:02 - Schaffhausen 18:16 - Waldshut 18:36 - Bad Säckingen 18:53 - Basel Bad Bf 19:10 - Müllheim (Baden) 19:33 - Bad Krozingen 19:43 - Freiburg (Breisgau) Hbf 19:51. So ganz grob ging der wohl bei den heutigen Taktzeiten plus Beschleunigung minus Fernverkehrsfahrgastwechsel minus Neigetechnik. wink.gif
Was wollt's den ihr alle dauernd mit dem Ulm- oder Lindau-Käse mit überflüssigem Richtungswechel? Das waren früher schon in den 1980er und 90er nur E und damals sind die ünnötigerweise über Lindau gefahren, obwohl über Bad Waldsee viel schneller gewesen wäre und Ravensburg alleine mehr Fahrgäste zieht, als Wagen und Lindau zusammen.
Und Stuttgart zugunsten von Friedrichshafen abhängen? Also meine Linienabweichung der IC bis Neuoffingen von Passau - Regensburg - Ingolstadt - Donauwörth ist da aber wesentlich sinnvoller.
Und für München - Schaffhausen - Basel / Zürich die Kombilösung mit ABS48 und Südbahn auch. Mal der direkte Vergleich, bemessen für gleiches Materal, z.B. BR 101 mit sechs Eurofima-schachteln:
München Hbf 14:47 - Buchloe* 15:17 - Memmingen 15:46 - (Kisslegg durch 16:11 - Aulendorf durch 16:31 -) Ravensburg 16:45 - ätsch, schneller und betrieblich einfacher. tongue.gif
*Vorausgesetzt S-Bahn steht nicht im Weg
Allerdings hast du die Südbahnfahrzeit mit drei Halten und 61 Min. wieder für BR 611 berechnet, die die NT dort heuer nicht nutzen kann. 2003/2004 als die 611 noch nach Lindau fuhren, hatten die Südbahnsprinter (Stuttgart -) Ulm - Friedrichshafen sogar mit BR 218 diese Fahrzeit. wink.gif

Geschrieben von: Jo33 am 26 Mar 2018, 11:07
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 03:52)
Wie ist das jetzt eigentlich? Künftig fährt jede Stunde ein (I)RE Würzburg - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen. Den Ast Friedrichshafen - Lindau fährt künftig wieder der dann stündliche (?) IRE aus Basel?

Das ist denke ich eine gute Frage, die weder Stuttgart noch die Region selbst weiß, was sie wie will, wie sie es will, was möglich ist seitens der Strecke und was bezahlbar ist.
Der IRE stündlich gibts zumindest nicht vor einem Ausbau Radolfzell - Friedrichshafen selbst eine Elektrifizierung reicht dafür nicht, es fehlen Doppelspurinsel oder gleich ein zumindest längeren 2gleisigen Abschnitt. Der stündliche IRE ab Basel wird weiterhin nur nach Singen fahren.

Dazu kommen aktuell ja noch 2 weitere Probleme die massiv Auswirkungen haben S21 wird später fertig, die NBS geht früher in Betrieb. Dafür sollen ja aktuell die Planungen laufen und das Fahrplan Ergebnis dann ab August wohl evtl. veröffentlicht werden.
Dann soll ab April wohl eine Art Prioritätenliste von Strecken die, wohl ähnlich dem aktuellen bayrischen Model, so schnell wie möglich Elektrifiziert werden sollen. Es handelt sich wohl um 6 Strecken die man die nächsten 10 Jahre elektrifiziert sehen will, allerdings nicht allein finanziert durch das Land, sondern man hofft auf die laut Koalisationsvertrag versprochenen Mittel dafür anzapfen zu können, wie auch evtl. die Regionen finanziell sich beteiligen sollen. Ein heißer Kanditat dafür scheint auch die Bodenseegürtelbahn zu sein.

Mein letzter Stand ist, der sich aber fast täglich ändert:
Jetzt scheinbar:
stündlich Stuttgart - NBS - Ulm - 7 Zwischenhalte - Friedrichshafen. Anschluss zweistündlich an IRE nach Basel und Lindau.
stündlich Stuttgart - Filstal - Ulm - 3 Zwischenhalte - Friedrichshafen - Lindau.
Wie allerdings die Halteoptionen für Friedrichshafen - Lindau ausschauen ? Wie bisher 2 stündlich im Wechsel der IRE Basel ohne Zwischenhalt nach Lindau?
Somit macht man dann wohl dem Fernverkehr weniger Konkurenz, da die beiden schnellen Zugabschnitte nicht miteinander kombiniert werden, außerdem streckt man so die Fahrzeit dass man dadurch eben quasie einen fast Halbstundentakt hat. Allerdings Fahrzeugtechnisch dann wohl eher eine Verschwendung, zumal man ja wohl für die NBS 200km/h Material braucht, wegen Halt in Merklingen, um auch gut im Verkehr mitschwimmen zu können auf der NBS. Daher alles noch recht fraglich und wohl noch keine Ideale Lösung gefunden, alles hat seine Vor- wie auch Nachteile.
Oder man lässt bewusst es dann wirklich dem Fernverkehr, falls es je zu Fernverkehr kommt beides zu kombinieren, NBS und 2-3 Zwischenhalte.
Ob die Züge westlich oder nordlich von Stuttgart weiter fahren und wohin, ist immer noch fraglich. Ebenso ob die Züge auch ins Ausland nach Östereich oder die Schweiz fahren.

Jedenfalls hoff ich bis Ende des Jahres auf eine Lösung man muss dafür ja auch spätetens nächstes Jahr Fahrzeuge langsam beschaffen bzw. ausschreiben, oder man gibt doch irgendwie direkt an DB oder Landesbahn zumindest bis S21 fertig ist.

Geschrieben von: Rohrbacher am 26 Mar 2018, 12:30
QUOTE (218 466-1 @ 26 Mar 2018, 06:15)
Was wollt's den ihr alle dauernd mit dem Ulm- oder Lindau-Käse mit überflüssigem Richtungswechel? Das waren früher schon in den 1980er und 90er nur E und damals sind die ünnötigerweise über Lindau gefahren, obwohl über Bad Waldsee viel schneller gewesen wäre und Ravensburg alleine mehr Fahrgäste zieht, als Wagen und Lindau zusammen.

Weil über Memmingen kein Platz ist? Weil Kißlegg - Aulendorf zusätzlich elektrifiziert werden müsste? Weil Augsburg und Ulm vielleicht noch mehr Fahrgäste generieren? Weil da ein zweistündlicher IC-Takt frei ist, der passt und in dem eh schon ein IC-Paar nach Basel via Stuttgart fährt? Ob "meiner" jetzt ein paar Minuten schneller irgendwo ist und vielleicht irgendwo länger steht, habe ich wie gesagt nicht haarklein ausgerechnet, nur grundsätzlich.

QUOTE (Jo33 @ 26 Mar 2018, 11:07)
Der IRE stündlich gibts zumindest nicht vor einem Ausbau Radolfzell - Friedrichshafen selbst eine Elektrifizierung reicht dafür nicht, es fehlen Doppelspurinsel oder gleich ein zumindest längeren 2gleisigen Abschnitt. Der stündliche IRE ab Basel wird weiterhin nur nach Singen fahren.

Nachdem die RB Friedrichshafen - Radolfzell stündlich in beide Richtungen fährt, warum sollte der IRE dann nicht auch grundsätzlich stündlich reinpassen? unsure.gif

QUOTE (Jo33 @ 26 Mar 2018, 11:07)
Das ist denke ich eine gute Frage, die weder Stuttgart noch die Region selbst weiß, was sie wie will, wie sie es will, was möglich ist seitens der Strecke und was bezahlbar ist.

Stimmt, den Bludenzer Zug habe ich vergessen und das Filstal. Ups. Ich war irgendwie auf dem Trip, man macht das wie bei uns im Altmühltal und es gibt nach Eröffnung der SFS nur noch eine RB auf der Altstrecke. laugh.gif

Geschrieben von: Jo33 am 26 Mar 2018, 13:42
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 12:30)
Nachdem die RB Friedrichshafen - Radolfzell stündlich in beide Richtungen fährt, warum sollte der IRE dann nicht auch grundsätzlich stündlich reinpassen? unsure.gif

Das hab ich mich auch gefragt. Aber offiziel heißt es, es gibt dort keine freie Trasse mehr. Hat vielleicht auch damit zu tun, dass man auch irgendwie Güterzüge fahren lassen möchte und man da auch für Trassen braucht und die unangestatet haben will. Außerdem fährt der IRE Basel - Ulm zwar zweitstündlich allerdings gerade zwischen Radolfzell und Friedrichshafen verkehrt der Gegenzug etwa eine Stunde versetzt und eben nicht in der selben Stunde.
Jedenfalls hieß es ohne mindestens eine zusätzliche Kreuzungsmöglichkeit sei dies nicht möglich. Zumal dies wiederum dann auch weiter die RB ausbremst, sprich die wird erneut künstlich verlangsamt, weil sie auf den Gegenzug warten muss, die RB ist ja schon jetzt künstlich um fast 10 min gestreckt, bzw. muss Zeit abbumeln, damit es zu den Kreuzungstellen passt. Daher es bräuchte um einen fexiblen und vernünftigen Fahrplan fahren zu lassen, dann doch 2-3 Kreuzungstellen mindestens mehr.
Oder wie gesagt auch als größere Alternative eine NBS, Ausweichrouten, statt 2gleisig die bisherige Strecke, wieso nicht auch eine neue Verbindungsstrecke direkter am See von Friedrichhafen nach Uhldingen, anstatt den Umweg über Salem, um somit auch die B31 etwas zu entlasten. Die Staus insbesondere zwischen Friedrichshafen und Hagnau jeden Sommer sind ja legendär, aber es gibt keine vernünfitge Alternative, da der Umweg über Salem insbesondere mit RB und Bus dann doch meist länger dauert als im Stau zu stehen, insbesondere wenn Start und Ziel nicht direkt am Bahnhof sind.

Geschrieben von: 218 466-1 am 26 Mar 2018, 15:46
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 06:30)
Nachdem die RB Friedrichshafen - Radolfzell stündlich in beide Richtungen fährt, warum sollte der IRE dann nicht auch grundsätzlich stündlich reinpassen? unsure.gif
Weil sich die IRE dann irgendwo bei Uhldingen in die Kisten fahren würden, oder besser gesagt - einer einen Betrienshalt einlegen müsste, was sich dann mit den RB-Kreuzungen in Manzell und Ü-Therme nicht mehr ausgeht.

Geschrieben von: Jo33 am 26 Mar 2018, 18:22
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 12:30)
Stimmt, den Bludenzer Zug habe ich vergessen und das Filstal. Ups. Ich war irgendwie auf dem Trip, man macht das wie bei uns im Altmühltal und es gibt nach Eröffnung der SFS nur noch eine RB auf der Altstrecke. laugh.gif

Die Frage ist ja auch, was fährt DB Fernverkehr und was sind dort die Haltewünsche? Da ist ja ebenfalls großes Schweigen bzw. Ratlosigkeit, wieviel ICE und IC fahren je Stunde, bleibt es beim aktuellen Angebot, was fährt über die NBS, was fährt übers Filstal. Da fehlt auch ein schlüssiges Konzept, bzw. eines worauf man sich verlassen kann.
Laut mündlicher Ausssage soll eine IC Linie durchs Filstal bleiben, aber was man von Aussagen seitens DB halten kann, sah man ja schon im Saaletal, oder zuletzt beim ICE Bahnhof Stuttgart Flughafen. Daher die große Unbekannte ist der Fernverkehr, wir sind halt nicht in der Schweiz wo zuerst ein Fahrplanentwurf gemacht wird und dann dazu die passenden Strecken gebaut werden, sondern in D gibts meist ein Flickwerk an neuen Strecken und irgendwie bastelt man dann einen halbwegs passenden Fahrplan.
Wohl der ursprünglich geplante ICE Halbstundentakt Frankfurt - München über Stuttgart wird wohl nicht kommen, da dafür die NBS Mannheim - Frankfurt noch fehlt, es sei den man fährt über Heildelberg - Darmstadt mit entsprechend längerer Fahrzeit, aber will das DB Fernverkehr überhaupt, hat man dafür überhaupt Züge und Personal, wohl kaum, wenn man sich ähnlich ja auch NBS München - Berlin anschaut. Evtl wird die zweitsündliche Hamburgerlinie die in Stuttgart endet, nach München zurück verlängert. Oder fährt evtl. doch ein IC auch von Münchner oder Nürnbergerseite (über Donauwörth) an den Bodensee, bzw. darüber hinaus ins Ausland. Daher Fragen über Fragen, nur keine Antworten, wie passen da dann die Anschlüsse in Ulm, wenn der Zug 25 min früher in Ulm ist bzw. 25 min später abfährt.
Wie sieht es mit der IC Saarbrücken - Vorarlberg aus, kommt dieser ehemalige IR wieder als IC oder bloß heiße Luftnummer bzw. will man dafür Geld sehen haben vom Land damit dieser fährt.
Das Land kann im Grunde nur reagieren, auf den Taktgeber DB Fernverkehr.
Oder da man mit der Leistung von der DB nicht zufrieden ist, bzw. sie kein verlässlicher Partner ist, wird man gar Fernverkehr ausschreiben, zumal dies wohl nicht teurer werden wurde als so Zwitterungen a la Gäubahn IC. Wäre da die ÖBB, die SNCF direkt oder indirekt über die Westbahn evtl. dran interressiert?

Geschrieben von: 218 466-1 am 26 Mar 2018, 18:53
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 06:30)
Weil über Memmingen kein Platz ist?
Für ein Zugpaar ist immer Platz. S. Wiesn'-Verstärker, s. Baustellenumleiter usw. usf.
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 06:30)
Weil Kißlegg - Aulendorf zusätzlich elektrifiziert werden müsste?
Muss es eh mittelfristig. Und TF - RRZ muss auch, also.
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 06:30)
Weil Augsburg und Ulm vielleicht noch mehr Fahrgäste generieren?
Nein, weil du den IC in den IRE-Takt integrieren willst, was eine tarifliche - und für die Durchfahrten eine gänzliche Taktlücke verursacht (IC 118/119 sind an W(Sa) bereits leer genug. Drei statt acht Wagen würden locker reichen). und das in der HVZ. Gaaanz toll. rolleyes.gif Dazu den Stuttgart - Lindau Fahrgästen 2x umsteigen auferlegen, in Ulm wäre eine Garnitur zu viel, die für die Rückfahrt ab Lindau fehlt - ne du. Vlt. im Masstab 1:87, aber nicht real. wink.gif
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 06:30)
Weil da ein zweistündlicher IC-Takt frei ist, der passt und in dem eh schon ein IC-Paar nach Basel via Stuttgart fährt?
Nicht nur die Fahrleitung ist der Grund, waum der via Stuttgart fährt...

Geschrieben von: Rohrbacher am 26 Mar 2018, 19:04
QUOTE (218 466-1 @ 26 Mar 2018, 18:53)
Nicht nur die Fahrleitung ist der Grund, waum der via Stuttgart fährt...

Aber stattdessen über Bad Waldsee fahren wollen... ne du, vielleicht in 1:160, aber nicht edeka. wink.gif

QUOTE (218 466-1 @ 26 Mar 2018, 18:53)
Nein, weil du den IC in den IRE-Takt integrieren willst

Wenn du Beiträge auch lesen würdest statt sie nur zu zerpflücken, hättest du sicherlich gesehen, dass ich fälschlicherweise vom Entfall des IRE ausgegangen war. rolleyes.gif

QUOTE (218 466-1 @ 26 Mar 2018, 18:53)
Muss es eh mittelfristig.

Es muss gar nichts. Erfahrungsgemäß.

Geschrieben von: 218 466-1 am 26 Mar 2018, 19:14
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 13:04)
Aber stattdessen über Bad Waldsee fahren wollen...
... was eben die schnellste Variante wäre.
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Mar 2018, 13:04)
Wenn du Beiträge auch lesen würdest statt sie nur zu zerpflücken, hättest du sicherlich gesehen, dass ich fälschlicherweise vom Entfall des IRE ausgegangen war. rolleyes.gif
Der entfällt ja auch, aber du hast den falschen Takt gewählt. Ulm ab 16:05 statt erst 16:13. Tja, aber dafür reicht halt die Wendezeit nicht.

Geschrieben von: Lobedan am 26 Mar 2018, 19:41
QUOTE (Jo33 @ 26 Mar 2018, 18:22)
Wohl der ursprünglich geplante ICE Halbstundentakt Frankfurt - München über Stuttgart wird wohl nicht kommen, da dafür die NBS Mannheim - Frankfurt noch fehlt, es sei den man fährt über Heildelberg - Darmstadt mit entsprechend längerer Fahrzeit, aber will das DB Fernverkehr überhaupt, hat man dafür überhaupt Züge und Personal, wohl kaum, wenn man sich ähnlich ja auch NBS München - Berlin anschaut. Evtl wird die zweitsündliche Hamburgerlinie die in Stuttgart endet, nach München zurück verlängert. Oder fährt evtl. doch ein IC auch von Münchner oder Nürnbergerseite (über Donauwörth) an den Bodensee, bzw. darüber hinaus ins Ausland. Daher Fragen über Fragen, nur keine Antworten [...]

Doch, ich habe welche: Im Rahmen von S21/NBS Stuttgart-Ulm war gar doch kein 30-Minutentakt Frankfurt-München geplant, ich kenne nur Aussagen zu einem 30-Minutentakt Stuttgart-München. Zum bestehenden ICE-Stundentakt soll dafür die IC-Linie 60 in eine ICE-Linie umgewandelt werden. Für die dann noch zweistündige Lücke gab es zuletzt Szenarien zwischen Verlängerung einer in Stuttgart endenden ICE-Linie nach München, über Verlängerung des RJ von München nach Stuttgart, bis hin zu Verlängerung des TGV von Stuttgart nach München. Für all diese Züge braucht man keine zusätzlichen Kapazitäten nördlich von Stuttgart.

Inwieweit ein sauberer 30er Takt aber überhaupt fahrbar ist, solange Ulm-Augsburg noch nicht ausgebaut ist, steht aber auf einem anderen Blatt. Sowohl im Zulauf nach Ulm als auch nach Augsburg hat man dort ab Mitte der 2020er zwei bis vier Regionalzüge/"S-Bahnen" pro Stunde, da bleibt nicht mehr so viel Platz für schnelle Züge.

Geschrieben von: Trapeztafelfanatiker am 26 Mar 2018, 21:00
Radolfzell - Friedrichshafen muss unbedingt auch elektrifiziert werden. Es wäre verrückt diese Strecke als Insel zu belassen und in die Bedeutungslosigkeit zu verfrachten, da alle Direktverbindungen wegfallen würden. Ebenso ist das in Zeiten der Elektromobilität nicht mehr vermittelbar.

Allerdings sollte man Friedrichshafen - Radolfzell mit zweigleisigen Inseln versehen (es ist klar dass das aus Platzgründen nicht überall möglich ist), dort wo es strategisch günstig ist, so dass Plattstehen am Bahnhof zur Kreuzung wegfällt und damit Fahrzeiten gekürzt werden können (bzw. ein Verspätungspuffer vorhanden ist).

Geschrieben von: corsa636 am 21 Apr 2018, 22:26
Eine Frage kam mir Gerade in den Sinn:
Gibt oder gab es Ideen/ Konzepte für eine Eisenbahnbrücke über den Bodensee?

Wie könnte eine solche Brücke aussehen? (Wäre womöglich ein Tunnel besser/ günstiger?)
Wie beurteilt Ihr solche ggf. vorhandenen Konzepte?
Welche Vorteile würden damit einhergehen?
Um wieviel könnten z.b. Züge von Stuttgart und/ oder München nach Zürich beschleunigt werden?

Geschrieben von: Rohrbacher am 21 Apr 2018, 22:56
QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
Gibt oder gab es Ideen/ Konzepte für eine Eisnebahnbrücke über den Bodensee?

Nein, nicht ernsthaft. Okay, in den 60ern http://www.zeit.de/1971/10/zehn-minuten-bis-konstanz mal, natürlich als Straßenbrücke, aber damals wollte man auch Stadtautobahnen über den Viktualienmarkt bauen.

QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
Wie könnte eine solche Brücke aussehen?

In jedem Fall furchtbar.

QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
(Wäre womöglich ein Tunnel besser/ günstiger?)

Der See ist halt mal tief. Sehr tief. 254 Meter maximal, in der Mitte selten mal wo weniger als 120 Meter und am Rand könnte man ja einfach drumrum fahren statt teuer einen Tunnel bauen. Zum Vergleich: Der Fehmarnbelt hat an der tiefsten Stelle 30 Meter, der Ärmelkanal im Bereich des Eurotunnels etwa 50 Meter.

QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
Wie beurteilt Ihr solche ggf. vohandenen Konzepte?

Meist sitzend.

QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
Welche Vorteile würden damit einhergehen?

Der Bodensee hätte einen Siphon.

QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 23:26)
Um wieviel könnten z.b. Züge von Stuttgart und/ oder München nach Zürich beschleunigt werden?

Gar nicht. Beide Strecke verkehren heute schon nicht über den Bodensee, die Stuttgarter Verbindung schneidet den See nichtmal in der Luftlinie und von München kommend kommen beide breiten Hauptbahnen in Lindau = am Rand des Sees raus, also kein Grund nicht einfach wie bisher drumrum zu fahren.

Geschrieben von: Jo33 am 22 Apr 2018, 11:57
QUOTE (corsa636 @ 21 Apr 2018, 22:26)
Eine Frage kam mir Gerade in den Sinn:
Gibt oder gab es Ideen/ Konzepte für eine Eisenbahnbrücke über den Bodensee?

Wie könnte eine solche Brücke aussehen? (Wäre womöglich ein Tunnel besser/ günstiger?)
Wie beurteilt Ihr solche ggf. vorhandenen Konzepte?
Welche Vorteile würden damit einhergehen?
Um wieviel könnten z.b. Züge von Stuttgart und/ oder München nach Zürich beschleunigt werden?

Doch es gab vor etwa 30 Jahren mal seitens der Schweiz Untersuchungen wie man das Schweizerschienennetz besser an die damals hoch angepriesene europäische Hochgeschwindigkeitachse Paris - Budapest besser anschliessen könnte.
Dabei hat man eine Projktstudie gemacht bei dem man als Resultat heraus kam: Ein Projekt was ca. 1,2-1,5 Mrd DM bzw. CHF gekostet hätte, damals war der Wechselkurs DM und CHF etwa 1 zu 1, ähnlich wie heute EUR und CHF. Aber man musste wohl schnell feststellen das Deutschland an so etwas kein Interresse hat, insbesondere wenn man dazu selbst Geld beisteuern hätte sollen, davon geblieben ist nun teils die bekannten zukünftig verwirklichten Lösungen, die ebenfalls wohl ohne Geldgeschenke und Druck seitens der Schweiz in D, nie in absehbarere Zeit realsisiert worden wären.

Man merke in der Schweiz macht man zuerst den Fahrplan und schaut dann was dafür an Neu-, Kunst und Ausbauten nötig sind:
Man sah auf der schweizer Seite eine Fahrzeit Zürich - Konstanz von knapp 1 Stunde vor, dazu wurde man eine kleinen Seerückentunnel zwischen Konstanz und Frauenfeld benötigen um den nötigen Fahrzeiten zu erzielen.
Die nächste Etappe wäre eine Fahrzeit Konstanz - Ulm von ebenfalls knapp einer Stunde:
Dazu wäre dann vorgesehen gewesen einen einröhrigen Tunnel etwas westlich von Konstanz unter dem Überlingersee bis westlich von Meersburg, ab dort dann über Meersburg eine NBS nach Ravensburg etwa entlang der B33 nach Ravensburg, mit einem kleinen Tunnel, und ab Ravensburg dann die Südbahn auf Vmax. 200 km/h zu bringen und natürlich zu elektrifizieren.
Ab Ulm dann die damals bereits ebenfalls schon fest geplanten aber noch nicht gebauten Projekte, Neu und Ausbauten nach Stutgart und München.
Womit am Ende eine Fahrzeit Stuttgart - Zürich von ca. 2,5 Stunden realisiert werden sollte und Zürich - München von ca. 3 Stunden.
Jedenfalls gabs da schon konkrete Planungen, die Schweizer haben die Südbahn dazu sogar extra vermessen lassen von Fachleuten vor Ort, und waren eher erstaunt wie leicht, billig man die Strecke auf Vmax. 200 km/h bringen kann und sich eher gefragt warum Deutschland da nicht schon lange Geld investiert hat, für schweizer Verhältnisse unverständlich, sieht man ja auch an der Bodenseegürtelbahn im Vergleich zu den Fahrzeiten die auf ähnlicher Infrastruktur mit etwas Ausbau möglich sind auf der schweizer Seite Realittät sind.

Heute wurden wohl wenn etwas kommen sollte wohl eher eine Brücke und wohl auch immer in Verbindung mit Straße kommen. Der Bodensee so schön er auch ist, ist aber eben auch ein Hinderniss, dass man nicht leicht über- oder unterqueren kann, direkt da wo die Fähre Meersburg - Konstanz im dichten Takte verbindet, ist der See immer noch über 4 km breit und immer noch 150 m tief, erst westlicher davon wird er flacher je weiter nach westen man geht werden Tunnel oder Brücken billiger, allerdings spart man dann auch weniger Fahrzeit am Ende ein, was so ein Projekt ebenfalls wieder unattraktiver werden lässt. Aber möglich denke ich wäre so ein Projekt schon, insbesondere wenn man Mautgebühren in ähnlihcer Höhe wie aktuell die Fährpreise sind verlangen wurde. Allerdings sind auch Brücken hierbei nicht unproblematisch, da der Boden des Bodensees nicht flach oder eben ist, sondern gerade im Bereich um Überlingen rum auch sehr zerklüftet ist, mit Steilhängen von teils über 50 m, also ein ständiges Hoch und Tief was jährlich meheren Tauchern das Leben kostet.

Wobei sich die Fahrzeiten mit einer Führung über Schaffhausen, anstatt über Konstanz und sich so den Bodenseetunnel oder die -Brücke spart, wohl in ähnlicher Form realisieren lassen würde, wenn man die angestrebten Aus- und Neubauten in Deutschland wie damals vorgeschlagen unternehmen wurde. Allerdings hört Deutschland für Berliner Verhältnisse normalerweise mit Stuttgart und München auf, südlich davon ist Niemandsland, daher sollte man auf eine solche Realisierung wohl nicht hoffen, sie wird wohl ein Wunschtraum eine Vision bleiben, wenn nicht irgend ein Wunder geschieht.

Geschrieben von: Iarn am 22 Apr 2018, 12:47
Auch wenn ich jetzt Jehovas sage, aus Deutscher Sicht ist die Schweiz als Verknüpfung im international Fernverkehr nicht wirklich Priorität.
Ich denke erst mal sollte Deutschland die EU Partner vernünftig anschließen, bevor man sich über die Schweiz Gedanken macht. Alles andere wäre auch außenpolitisch eher grotesk.

Geschrieben von: Rohrbacher am 22 Apr 2018, 13:33
QUOTE (Iarn @ 22 Apr 2018, 13:47)
Auch wenn ich jetzt Jehovas sage, aus Deutscher Sicht ist die Schweiz als Verknüpfung im international Fernverkehr nicht wirklich Priorität.
Ich denke erst mal sollte Deutschland die EU Partner vernünftig anschließen, bevor man sich über die Schweiz Gedanken macht. Alles andere wäre auch außenpolitisch eher grotesk.

1.) Es gab mal Zeiten, da fuhren Züge Stuttgart/München - Zürich - Mailand. München - Zürich ist ja Luftlinie grad mal so weit wie München - Würzburg. 2.) Der Flughafen Zürich wird von mehr als drei EU-Bürgern meist deutscher Herkunft am Tag genutzt. 3.) Mei, EU... Die Eisenbahn hat schon viele Bündnisse, Freunde und Feinde kommen und gehen sehen. Verkehrswege würde ich nach verkehrlichen Gesichtpunkten bauen und betreiben, nicht nach politischen. Zumal die Schweiz quasi für den EU-Binnenverkehr BeNeLux-Deutschland-Italien einen tollen Tunnel gebaut hat. Man muss unsere Anti-Eisenbahn-Haltung schon sehr verdrehen, um bei deiner Sichtweise zu landen.

Geschrieben von: 146225 am 22 Apr 2018, 13:36
Das eine tun heisst ja nicht das andere lassen - natürlich muss man aus deutscher Sicht gerade mehr dafür tun, dass die Blamage im Hinblick auf die Verbindungen nach Österreich und Dänemark nicht unnötig noch größer wird als sie ohnehin schon ist, auch zum Thema Frankreich haben wir noch Bringschulden, und was Polen und die Tschechische Republik angeht, sind auch noch Potenziale offen. Alles gut, kann man machen.

Hinsichtlich der Schweiz sollte man mal den Allerwertesten hochkriegen - sollten wir es schaffen, die Oberrheinstrecke Mannheim-Basel ohne ein zweites Rastatt-Desaster noch erkennbar vor 2040 fertig zu bekommen, wäre das sicher kein negatives Auffallen - zugleich würde das eigene Land ja auch noch davon profitieren.

Geschrieben von: Iarn am 22 Apr 2018, 16:29
Leute bleibt mal auf den Teppich, der Vorschlag war eine Bodensee Querung.
So was wäre ein eindeutig politisches Projekt und keine verkehrlich notwendige Maßnahme.
Und so was kann man erst angehen wenn man Fehmarn und Brenner vernünftig angebunden hat.

Geschrieben von: Naseweis am 22 Apr 2018, 16:49
QUOTE (Iarn @ 22 Apr 2018, 17:29)
Leute bleibt mal auf den Teppich, der Vorschlag war eine Bodensee Querung.
So was wäre ein eindeutig politisches Projekt und keine verkehrlich notwendige Maßnahme.

Ziemlicher Unfug. Eisenbahn-Projekte für die Region Bodensee:

Bereits in Bau, hohe Priorität:

- Südbahn Ulm-Lindau elektrifizieren (Thema hier!)
- Allgäu-Route München-Zürich elektrifizieren

Danach:

- Bodenseegürtelbahn elektrifizieren/ausbauen (+ Bodensee-S-Bahn)
- Gäubahn-Route Stuttgart-Zürich wieder beschleunigen

Langfristig wäre wieder nationaler Fernverkehr zum Bodensee, etwa auf den alten IR-Routen, denkbar:

- über die Schwarzwaldbahn nach Konstanz
- über die Südbahn nach Lindau

Geschrieben von: Trapeztafelfanatiker am 23 Apr 2018, 12:53
Das sind alles Sparausbauten, z. B. Buchloe - Hergatz weiterhin eingleisig und teilweise mit Nebenbahngeschwindigkeiten (fast).
Bei der Südbahn wäre auch mehr drin gewesen.

Die Gäubahn könnte man recht wirkungsvoll ausbauen mit einer NBS vom Flughafen nach Tübingen und danach weiter nach Rottweil.

Eine Bodenseequerung wäre ja Unsinn, aber man könnte die langsame Strecke um Bregenz, teilweise eingleisig und mit Bahnübergängen. Da könnte man sich fragen ob eine Tieferlegung hier möglich wäre oder nicht bzw. wie man das zweigleisig bekommt.

Geschrieben von: 218 466-1 am 23 Apr 2018, 16:40
QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 23 Apr 2018, 06:53)
aber man könnte die langsame Strecke um Bregenz, teilweise eingleisig und mit Bahnübergängen. Da könnte man sich fragen (...) wie man das zweigleisig bekommt.
Das ist ja nur ein kurzes Stück zw. Bregenz und Lochau-Hörbranz, eingleisig. Da ist zw. Wasser und Bebauung aber http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieselloks--92-80-~br-1-225-db-v163-umbau/533469/225-028-0-und-eine-weitere-unerkannt.html http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Grenzverkehr~Deutschland+---+Osterreich/757418/101-089-1-mit-den-wagen-des.html für ein zweites Gleis. Das ginge nur mit Aufschüttung und Verlegung des Radwegs.

Geschrieben von: Lobedan am 18 Jul 2018, 10:55
Inzwischen sind übrigens die Fahrpläne für die Vollsperrung Ulm - Laupheim im RIS oder auch hier als pdf abrufbar: https://www.ding.eu/de/aktuelles/homepage-themen/elektrifizierung-suedbahn/
Hinter dem Link findet man auch die Zeitpläne für die weiteren Sperrungen in den kommenden Jahren.

Geschrieben von: Lobedan am 7 Sep 2018, 15:09
Die Bahn ist ihrer Zeit ausnahmsweise mal voraus und gibt über die App bereits für heute den SEV zwischen Ulm/Neu-Ulm und Laupheim aus, was dazu führt, dass Spontanreisende, die sich auf die App verlassen, vergeblich auf einen Bus warten. rolleyes.gif

Geschrieben von: Metropolenbahner am 7 Sep 2018, 15:28
QUOTE (Lobedan @ 7 Sep 2018, 16:09)
Die Bahn ist ihrer Zeit ausnahmsweise mal voraus und gibt über die App bereits für heute den SEV zwischen Ulm/Neu-Ulm und Laupheim aus, was dazu führt, dass Spontanreisende, die sich auf die App verlassen, vergeblich auf einen Bus warten. rolleyes.gif

Das nennt man dann verappelt, oder wie? wink.gif

Geschrieben von: Lobedan am 10 Sep 2018, 12:13
So, heute ging es dann aber wirklich und hochoffiziell mit dem SEV los. Die Expressbusse Neu-Ulm - Laupheim fahren wie versprochen überwiegend als Gelenkbusse und meistens im Doppelpack. Zudem hat man allein in Neu-Ulm vier Reisendenlenker vor Ort, die fleißig Baustellenfleyer, Fahrpläne und Nüsse verteilen. Wie (eigentlich) zu erwarten war, steigen viele Ulm-Pendler nun aber direkt in Neu-Ulm auf den Stadtverkehr um, darauf ist dieser nicht wirklich vorbereitet. Ist natürlich auch nicht sein Job, aber das interessiert die Pendler reichlich wenig.

Ein Pharmaunternehmen aus Biberach hat derweil seinen eigenen SEV mit Direktbussen Biberach-Ulm auf die Beine gestellt, die 20 Minuten schneller als SEV + Zug sind. Nach Werksangaben wollen rund 400 Mitarbeiter den Service nutzen. Sie bekommen dafür ein separates Ticket, das genauso viel wie die Zeitkarten zwischen Ulm und Biberach kostet.
SWR-Link: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/Laupheim-Erster-Abschnitt-der-Suedbahn-gesperrt,suedbahnstrecke-wegen-bauarbeiten-gesperrt-100.html

Geschrieben von: Jogi am 20 Nov 2018, 10:41
Wie schon bei anderen Bauprojekten, etwa beim Ausbau der Strecke Dresden-Berlin, wird nun auch für die Elektrifizierung der Südbahn https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/suedbahn/projekttagebuch. Im ersten Beitrag vom 13.11.18 heißt es:
QUOTE
Südbahn-Baugeschichten: Es geht los!

Wo wird derzeit gebaut? Was wurde bereits realisiert? Welche Arbeiten sind für die nächsten Wochen und Monate geplant? Wird es laut werden?

Wenn gebaut wird, gibt es viele Fragen. Und wir möchten Ihnen Antworten geben!

Unsere Mitarbeiter nehmen Sie bei unseren Südbahn-Baugeschichten mit zu einem Besuch auf ihre Baustellen und schildern Ihnen ihre ganz persönlichen Eindrücke von den Bauarbeiten. Den Anfang machen wir in Kürze auf unserem ersten Bauabschnitt zwischen Ulm und Laupheim, wo Ihnen Andreas Blätzinger nähere Einblicke in den aktuellen Bauablauf geben wird.



Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Herzliche Grüße,
Das Projektteam der Südbahn

Geschrieben von: Lobedan am 20 Nov 2018, 11:54
Bei der Gelegenheit habe ich gerade auch mal ein wenig auf der https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/suedbahn rumgeblättert und neue Termine für 2019 beim Zeitplan gefunden:
QUOTE
Abschnitt Ulm – Laupheim West
Januar bis September 2019: Oberleitungsarbeiten in Nachtsperrpausen zwischen Ulm und Laupheim
16. September bis 3. November 2019 Vollsperrung mit SEV: Oberbauarbeiten

Abschnitt Laupheim West – Aulendorf
11. März bis 16. Mai 2019 eingleisiger Betrieb im Abschnitt Laupheim – Biberach (Gleiswechselbetrieb) mit eingeschränktem Verkehr: Oberleitungsarbeiten, Brücke Laupheim
11. März bis 15. Juli 2019 Vollsperrung mit SEV im Abschnitt Biberach–Aulendorf: Bau Oberleitung und Kabeltiefbau
4. November bis 9. Dezember 2019 Vollsperrung mit SEV im Abschnitt Biberach – Aulendorf: Oberbauarbeiten

Abschnitt Friedrichshafen – Lindau
7. Januar bis 10. September 2019: vorbereitende Arbeiten während der Nachtsperrpausen
19. September bis 14. Dezember 2019 Vollsperrung mit SEV: Einbau der Brücke „über die Argen“, Bau Oberleitung und Kabeltiefbau

Nächsten Herbst also noch mal denselben Spaß wie derzeit zwischen Ulm und Laupheim und anders als ursprünglich kommuniziert bis in dem Juli hinein SEV Biberach-Aulendorf. Das dürfte den Ausflugsverkehr dann doch erheblich treffen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 15 Apr 2019, 07:23
Die Südbahnsperrung Aulendorf - Biberach wurde von DB Netz noch bis Laupheim West https://www.feuerwehr-schemmerhofen.de/eins%C3%A4tze/einsatzbericht/366.htmlph34r.gif
https://www.swp.de/blaulicht/zugstrecke-zwischen-ulm-und-biberach-gesperrt-30734172.html

Geschrieben von: 218 466-1 am 7 Mar 2020, 05:21
Jetzt gibt es ein abendliches Baustellen-Zugpaar, Ulm - Lindau via TAU und TKG, weil die Südbahn zw. TAU und TRB dicht ist.

https://prnt.sc/rcucbe
https://prnt.sc/rcubuj
Wer den Fahrplan wieder erstellt hat, würde ich gerne einmal wissen. Abgesehen davon, dass die Durchfahrten in TBWA absoluter Schwachfug sind, schafft du TAU-TKG im Leben nicht in 14 Min!
Das schafft man nichteinmal mit einer 225 Lz nonstop. 17 Min. mit grüner Welle und Durchfahrt auch in TKG über Gleis 2 weiter Ri. TLK war eine praktische Erfahrung mit grüner Welle und Fahrt am Anschlag...
Dazu will RAB das noch - anders als damals - mit 40er Durchfahrt in TBWA über Gleis 2 (öRil Durchfahrten Ri. TKG über Gleis 1 mangels Einsehbrkeit der Asig nicht mehr gestattet) und 40er Einfahrt in TKG n. Gleis 3 in 3. Min weniger schaffen... rolleyes.gif
Die http://prntscr.com/rcuhm8, die bereits ohne jegliche Fahrzeitreseven fahren, brauchen mit drei Halten 24 Min.
So kann man natürlich Verspätungen auch pruduzieren.

Geschrieben von: Jo33 am 8 Mar 2020, 13:01
Mittlerweile scheint der Fahrplan aktualisiert worden zu sein.
Bisher inklussive Heute, entfallen die Halte Lindau und Kißlegg. Wobei es gut möglich ist dass der Zug doch fährt, aber eben ohne Fahrgäste.

Aber ab Morgen scheinen die Baustellenzufuhr Züge zu fahren mit wohl angepassten, eher extrem langen Fahrzeiten:

Nun Kißlegg - Aulendorf ca. 25 min Fahrzeit, plus 30 min Standzeit in Kißlegg und 25 min in Aulendorf.
und Aulendorf - Kißlegg ca. 1 Stunde 15 min Fahrzeit, plus 20 min Standzeit in Aulendorf und 25 min Standzeit in Kißegg.

Wobei man im Grunde auch einen zusätzlichem Halt in Hergatz und Wangen einplanen könnte, auf die paar Minuten sollte es nun auch nicht ankommen, wäre sicherlich auch eine neue interressante Direktreiseverbindungen, gerade Abends Ulm - Wangen.

Geschrieben von: Jo33 am 23 Sep 2020, 11:04
Mittlerweile eilt die Elektrifizierung auf die Zielgerade, ihrem Abschluss entgegen.
Die Strecken Friedrichshafen - Lindau Aeschach sind schon verkabelt, ebenso die Strecke Ulm - Ravensburg hat schon Leitungen bekommen, allerdings alles noch ohne Strom.
Nun ist man auf den letzten Ettapenstück Ravensburg - Friedrichshafe, inklussiver Stichstrecke zum Hafen angekommen.
Gebaut wird mit 2 Baumanschaften, die eine Gruppe arbeitet aktuell von Ravensburg in Richtung Meckenbeuren, die andere Gruppe von Meckenbeuren in Richtung Ravensburg. Zumindest ist dies der Stand, welcher sich vor Ort für mich darstellt, ob es noch eine 3te Baugruppe gibt, kann natürlich auch sein, welche sich vielleicht im Raum Friedrichshafen austobt.
Die Masten liegen teilweise schon überall an der Strecke rum. Interressant ist auch zu sehen wie so ein Betonmasten aufgebaut ist: Sieht man aktuell sehr gut auf den Bahnsteigen von Meckenbeuren, dass dieser Mastentyp hohl ist und aus mehreren Einzelteilen besteht, war mir bisher nicht bekannt. Wie schon anderweitig bei der Elektrifizierung zu beobachten, wechseln sich die Mastentypen kontinuierlich ab, von Außenmasten mit Arm für 2 Gleise, Innenmasten in T-Form, Stahl und Beton, klassich Außen für ein Gleis. Man findet im Grunde alle Typen, jeweils innerhalb von 10 km Strecke an der Südbahn. Langweilig wird es für die Lokführer in Zukunft dadurch nicht, die Aussicht ändert sich stets. Auch für die Fotografen, ergeben sich dadurch vielleicht auch neue Motive und Perspektiven.

Auch am Umspannwerk bei Niederbiegen, der Einspeisung für die Strecke wird/wurde nun doch schon gearbeitet.

Es scheint alles läuft wie am Schnürchen.

Was nächsten Jahr dann noch ansteht sind wohl nur noch kleine Restarbeiten, wie auch die Elektrifizierung des kleinen Teilstücks Lindau Aeschach - Lindau Insel, welches zum eigenstängigen Projekt Bahnknoten Lindau gehört.

Geschrieben von: Jo33 am 30 Sep 2020, 10:10
Hier noch eine Führerstandmitfahrt wo man zumindest den Baufortschritt der Oberleitung vom Stand letzten Jahres sieht:


https://www.youtube.com/watch?v=EQIpWGlmXMQ

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 25 Nov 2020, 15:38
PM vom 24.11.20: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/system/pdf/?tx_rsmbwbrowserlesspdf_pi1%5Burls%5D%5B0%5D=https%3A%2F%2Fvm.baden-wuerttemberg.de%2Fde%2Fservice%2Fpresse%2Fpressemitteilung%2Fpid%2Fneue-zuege-und-mehr-fahrten%2F%3FcHash%3Dbd7276cddb31fe8470323875e8cb50f5&type=98&print=1
QUOTE
Mit dem Start des elektrischen Betriebs auf der Südbahn und Bodenseegürtelbahn im Dezember 2021 wurde vereinbart, dass alle planmäßigen Leistungen auf der Strecke Ulm &#8211; Friedrichshafen &#8211; Lindau mit elektrischen Fahrzeugen erbracht werden. Davon ausgenommen sind einzelne Überführungsfahrten in das Betriebswerk nach Ulm. Bei der Linie des Regionalexpresses (RE) von Stuttgart an den Bodensee entfällt der Wechsel auf die Diesellokomotive in Ulm. Hier kommen zukünftig durchgehend elektrische Lokomotiven der Baureihe 146 zum Einsatz, welche dann die bekannten Doppelstockwagen ziehen werden. Alle übrigen Regionalbahn(RB)- und RE-Verkehre werden auf elektrische Triebzüge (ET 425) umgestellt.
&#8222;Pünktlich mit der Elektrifizierung legen wir den Schalter um und setzen elektrische Fahrzeuge auf der Südbahn ein. Gemeinsam mit der DB Regio ist es uns gelungen, dass der Einsatz von Dieselfahrzeugen auf den neu elektrifizierten Strecken, die absolute Ausnahme bleibt. So kommen mit der Inbetriebnahme der elektrifizierten Südbahn schon sehr viele Vorteile zum Tragen&#8220;, sagte Minister Hermann. &#8222;Weitere Schritte, wie die schnellere Direktverbindung nach Stuttgart folgen dann mit der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs in Stuttgart, wenn die Vorteile der Schnellfahrstrecke Stuttgart-Ulm vollumfänglich realisiert werden.&#8220;
Mit der Elektrifizierung wird auch das Angebot ausgeweitet. Zukünftig sind zwei stündliche RE-Linien zwischen Ulm und Friedrichshafen unterwegs. Damit nimmt die Anzahl der Zugverbindungen um rund ein Drittel zu.

Geschrieben von: Lobedan am 25 Jan 2021, 19:02
Schon ein paar Wochen alt, aber es ging erst kürzlich durch die Lokalpresse, wo es aber überall hinter Bezahlschranken steckt:
https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/9000/16_9552_D.pdf:
QUOTE
Ist es geplant, die zukünftig auf der elektrifizierten Südbahn verkehrenden Regional-Express-Züge (RE) in Erbach halten zu lassen?

Bis Inbetriebnahme des E-Netzes Stuttgart-Bodensee (ehemals E-Netz Südost) sind keine Halte der Expresszüge in Erbach vorgesehen. Mit Inbetriebnahme des E-Netzes Stuttgart-Bodensee wird das Angebot in Erbach auf einen ganztägig halb-stündlichen RB-Takt verdichtet. Darüber hinaus soll ein Halt des Regionalexpress Ulm&#8211;Friedrichshafen im Rahmen einer Betriebsprogrammstudie bei der DB Netz AG geprüft werden. Diese Linie soll mit Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn und Hochrheinbahn über Friedrichshafen hinaus bis Basel durchgebunden werden.

Meinen Erinnerungen zufolge sollte der Halt zumindest aktiv auf seinen Nutzen untersucht werden, auch mit Blick auf die NBS und S21 und den damit verbundenen, attraktiveren Reisezeiten nach Stuttgart. Diese Prüfung hat man nun offenbar auf etwaige Elektrifizierungen an Bodensee und Hochrhein vertagt, wobei diese dann ja trotzdem keine Direktverbindungen nach Stuttgart mit sich bringen dürften, sondern eher zum Bodensee und bis nach Basel.

Geschrieben von: Jo33 am 21 Feb 2021, 13:36
Die Elektrifizierung neigt sich nun dem Ende, bzw. ist in der Schlussphase.

Nun wurde das bevorstehene Fahrplankonzept für die nächsten Jahren offiziel vorgestellt, hier der Link vom Land BW.

https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/fahrplankonzept-fuer-die-suedbahn-und-bodenseeguertelbahn-ab-dezember-2021-steht-fest/

Kurz es wird viele Veränderungen in den nächste Jahren geben. Im Grunde fast jedes Jahr ein wenig ein neuer Fahrplan.

Das positive vorne weg ist gibt mehr Verkehr, wesentlich mehr Verkehr in den kommenden Jahren.

Ab Dez. 2021
Zukünftig gibt es einen Halbstundenhinketakt Ulm - Friedrichshafen, durch die Linien Stuttgart - Lindau Reutin und neu Ulm - Friedrichhafen, anstatt Ulm - Basel.
Als Fahrzeuge werden wohl 146er und neu 5 Dostos Ulm - Lindau fahren. Basel - Friedrichshafen zweitstündlich anstatt 612er mit 245er und 3 Dostos. Die RBs übernehem 425er und 426er(wohl BOB)
Es wird leider keine große Fahrzeitverkürzung Stuttgart - Friedrichshafen geben, die Züge warten in Ulm weiterhin 10 min, trotz das kein Lokwechsel mehr nötig ist.
Ebenso wird die Fahrzeit Basel - Friedrichshafen ohne Neigetechnik und mit Zusatzhalt u.a. in Salem ca. 15-20 min längern dauern als Heute.

Ab Dez. 2022
Wenn die NBS in Betrieb geht, wird es größere Änderungen geben. Die ICEs werden schneller und damit müssen die Anschlüsse auch angepasst werden.
Neu es gibt einen stündlichen Pendel Wendlingen - Merklingen - Ulm (nicht mehr wie zuerst geplant nur zweistündlich, jedoch nur bis Wendlingen, weil die ICEs die Trassen Wendlingen - Plochingen auffressen)
Die Linie Stuttgart - Lindau wird um eine halbe Stunde verschoben und fährt dann bis S21 fertig ist, nur noch von Stuttgart bis Friedrichshafen. Dafür wird die Linie Ulm - Friedrichshafen ebenso um eine halbe Stunde verschoben, damit wieder Halbstundentakt Ulm - Friedrichshafen und bis Lindau verlängert.
Es soll aber dennoch bereits ab Dez. 2021 möglich sein 2 mal die Stunde von Lindau nach Ulm zu kommen, jedoch dann halt mit Umsteigen.
Die Linie Stuttgart - Friedrichshafen wird um ca. 10 min beschleunigt, weil der Zug in Ulm keine Standzeit mehr hat, er fährt nach kurzem Halt direkt weiter.

Ab S21
Soll es dann wohl stündlich die neue Linie, exIR Karlsruhe - NBS - Stuttgart - NBS - Ulm - Friedrichshafen - Lindau geben.
Und wohl eine Linie stündlich Stuttgart - Altstrecke - Ulm - Friedrichshafen.
Daher es wird wohl dauerhaft eher ein Halbstunden Hinketackt bleiben.

Wenn Bodenseegürtelbahn und Hochrhein ausgebaut und elektrifiziert ist
Dann soll es wohl wieder eine Durchbindung, und neu dann im Stundentakt, Basel - Ulm geben und vermutlich sogar bis Stuttgart.

Was sonst noch neu ist, im Bodo Gebiet, werkelt man an einem Ringzukonzept Allgäu-Bodensee, dazu wurde wohl auch schon eine Studie in Auftrag geben im Dezember für 10.000 ¤.
Konkret geht es darum die Fahrzeiten auf der Schiene von den Kleinstädten im Kreis und Bodo Gebiet kürzer und vorallem Umsteigefrei in das Oberzentrum Mittleres Schussental (Ravensburg/Weingarten und ihre Anliegergemeinden die Städte und Gemeinden sind mittlerweile alle zusammengebaut man erkennt keine Grenzen mehr dazwischen und haben zusammen knapp 100.000 Einw.) herzustellen.
Sprich es soll zukünftig vermehrt Durchbindungen geben. Als als erstes Ettapen Ziel ist wohl Züge Leutkirch - Kißleg - Aulendorf - Ravensburg fahren zu lassen. Langfristig soll wohl wohl auch einen Ring fahren können Lindau - Friedrichshafen - Aulendorf - Kißleg - Lindau. Ebenso langfristig wohl auch die Schienenanbindung Bad Wurzach, Bad Saulgau und Insy umsteigefrei, nach Ravensburg und Friedrichshafen. Im Grunde könnte man da auch neudeutch von einer Art neuen Regio-Sbahn die Rede sein, was man da nun doch langfristig vor hat.
Glückwunsch dazu.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 18 Apr 2021, 22:36
QUOTE

Strecken bzw. Streckenabschnitte, für die der 3. Gutachterentwurf zum &#8222;Deutschland-Takt&#8220; einen zweigleisigen Ausbau vorsieht, den der Bund derzeit in mehreren Stufen auf Wirtschaftlichkeit prüft:
...
Strecke Friedrichshafen &#8211; Lindau: Abschnitt Enzisweiler &#8211; Lindau
Bei den o. g. Streckenabschnitten besteht Einvernehmen mit dem Bund, dass ein zweigleisiger Teilausbau grundsätzlich wünschenswert wäre. Die genaue Lage der zweigleisigen Abschnitte ist jedoch noch nicht abgestimmt und festgelegt. Dies soll spätestens dann nachgeholt werden, wenn die Wirtschaftlichkeitsprüfung des Bundes eine grundsätzliche Finanzierungsperspektive aufgezeigt hat.

Aus: Anfragen zum Plenum
(zu den Plenarsitzungen am 08./09./10.12.2020)
mit den dazu eingegangenen Antworten der Staatsregierung des Bayer. Landtags: https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000007500/0000007742.pdf

Nr. der Frage: 7; Seite: 11 bzw. 17 gemäss pdf-Nummerierung.

Geschrieben von: 146225 am 19 Apr 2021, 05:20
Auf deutsch: man weiß heute schon, dass man einen Engpass hat, aber mit einem Ausbau ist - wenn überhaupt - vor 2050 nicht mehr zu rechnen.

Geschrieben von: Jo33 am 4 Jul 2021, 15:18
Der Strom fließt.
So heißt es nun zumindest offiziell.

Wann die ersten Test- und Abnahmfahrten stattfinden ob schon in den kommenden Wochen angefangen wird, ist die Frage.
Vermutlich nach den Sommerferien, wird losgelegt mit dem Testprogramm.

Geschrieben von: 218 466-1 am 14 Sep 2021, 13:28
Heute finden die ersten https://www.suedbahnforum.de/read.php?1,66465,66475#msg-66475 auf der Südbahn statt.
BR101+BR101+BR218+BR101+BR101

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Sep 2021, 11:52
Neuer Fahrplan ab Dez. 2021 im Rahmen der Fahrplanmitwirkung bei Bodo veröffentlicht:
Abschnitt Lindau-Friedrichshafen: https://intern.bodo.de/s/7h0CPB5cT66L9Zg/download
Abschnitt Friedrichshafen-Lindau: https://intern.bodo.de/s/SqzwNefO9soNaAi/download

Abschnitt Lindau-Friedrichshafen: https://intern.bodo.de/s/GHGG8lwlAkt21yU/download
Abschnitt Friedrichshafen-Ulm: https://intern.bodo.de/s/7h0CPB5cT66L9Zg/download

Es wird folgende Railjet/IC Frankfurt-Innsbruck geben:

RJ867 IC119
Frankfurt
Stuttgart
Ulm 9:03 14:11
Friedrichshafen 10:10 15:32
Lindau-Reutin 10:29 15:55

Viel Spass beim Studieren. Man kann auch zu allen Zug- und Buslinien noch Kommentare und Wünsche anbringen.

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