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agilis - Betrieb im Regensburger Stern, war: E-Netz Regensburg an die HHA [Zur Themenübersicht]
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Rathgeber
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 02:21


EF-Pensionist


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Beiträge: 7205

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Es ist schon erstaunlich, wie nach 40 Jahren Farbfernsehen das Schwarz-Weiß-Denken noch ausgeprägt ist...

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146225
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 08:11


Lebende Forenlegende


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Alter: 42
Wohnort: TH/EDBU


QUOTE (KBS 855 @ 1 Dec 2007, 00:03)
Wieso ist das wichtig? Es ist doch bekannt dass ich ein Fan der Regentalbahn/Länderbahn bin und alles was die Länderbahn nicht gewinnt, soll die DB gewinnen. Alle anderen EVU kann ich nicht ausstehen, so einfach ist das.

Schau an, wie klein die Welt doch ist... Es bleibt Dir ja freigestellt, aber denke bitte mal drüber nach, ob Du Dir sicher bist, daß Du mit dieser Einstellung weiterhin auch andere EVU diskrminieren willst, welche zum Teil eine lange Geschichte haben, erfolgreich sind, und/oder auch nicht schlechter zahlen als die DB. Ich werfe jetzt einfach mal die Namen HzL, SBB Cargo, SWEG, AVG, HGK (als Nachfolgerin von KBE / KBFE) ... in den Raum und ich bin mir sicher, meine Aufzählung ließe sich noch verlängern.

Zumal: Wie das EVU mit seinem Personal umgeht, und ob es Personal findet, welches sich diese Behandlung gefallen läßt, das kann dem Aufgabenträger furchtbar egal sein.

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But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of | You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk | Aus: Coolio, "Gangsta's Paradise"
    
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Daniel-Würzburg
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 13:00


Haudegen


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QUOTE (KBS 855 @ 30 Nov 2007, 22:05)
Die BEG hat hier absolut versagt, das muss man mal deutlich und hart sagen. Es ist eine Frechheit diesem Dumpingbetrieb den Zuschlag zu geben[...]

Die BEG hat ganz und gar nicht versagt. Eine Preissenkung ist schlichtweg der Grundgedanke von Ausschreibungen. Bei einem Wettbewerbsverfahren muss zwangsläufig der günstigste Anbieter den Zuschlag bekommen.

Es gibt lediglich zwei andere Möglichkeiten:
1. "Interessanbekundungsverfahren" à la Ostnetz in Schleswig-Holstein, man sieht ja wohin so etwas führt, ewiglanges Gezerre, hin und her und am Ende ist der Einsparungseffekt - wenn überhaupt - nur marginal.
2. Langfristige Verkehrsverträge mit der DB, auch nicht das Gelbe vom Ei, es sei auf das Beispiel Baden-Württemberg verwiesen, ich denke solche Verhältnisse wünscht sich hier keiner.

Es gibt also keine Alternative für knventionelle europaweite Ausschreibungen. Wer der billigere ist, gewinnt. Und hier hat eben die Hochbahn einfach das bessere Angebot abgegeben.

@KBS 855: Hör doch bitte auf, jetzt überall auf die Hochbahn zu schimpfen, die Ausschreibung ist entschieden, vielleicht ist beim nächsten Mal die DB oder die Regentalbahn wieder besser

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FÜR DEN AUSBAU DER WÜRZBURGER STRASSENBAHN
Wir brauchen neue Straßenbahnstrecken nach Versbach, Lengfeld, Gerbrunn und Höchberg!
    
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KBS 855
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 13:07


Unregistered









Nach einem Tag, sehe ich die Sache etwas gelöster, aber ich möchte das perverse Ausschreibungssystem an sich in Frage stellen. Es muss Schluss sein damit, dass der billigste Anbieter gewinnt. Hier müsste der Ausschreiber einen gewissen Spielraum haben und auch subjektive Entscheidungen treffen dürfen.

Und klar, die Tarifverträge handelt nicht die BEG aus.
Hier muss man eine klare Forderung an die verhandelnde Gewerkschaft stellen (das dürfte ja wohl Transnet sein), dass sie endlich mal einen vernünftigen Tarifvertrag aushandeln und nicht diese Dumpingtarifverträge.
Unglaublich dass man solche ungerechten Tarifverträge abschließt und das nennt sich dann Gewerkschaft???
    
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Daniel-Würzburg
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 13:29


Haudegen


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Mitglied seit: 25 Jun 07
Beiträge: 525

Wohnort: Würzburg, fußläufig zu NWS


QUOTE (KBS 855 @ 1 Dec 2007, 13:07)
Nach einem Tag, sehe ich die Sache etwas gelöster, aber ich möchte das perverse Ausschreibungssystem an sich in Frage stellen. Es muss Schluss sein damit, dass der billigste Anbieter gewinnt.

Dass genau das eben nicht geht, habe ich doch schon einen Beitrag weiter oben klarzumachen versucht. Wenn die Angebote der an einer Ausschreibung beteiligten Unternehmen teurer sind, muss die BEG mehr zahlen. Und wenn die BEG mehr zahlen muss, muss sie dieses Geld aus anderen Töpfen herausnehmen, z.B. aus denen, womit sie Angebotsausweitungen bezahlt. Es gäbe z.B. keinen München-Nürnberg-Express, keine Zusatzleistungen, die es momentan bei fast allen Ausschreibungen gibt usw.

QUOTE
Hier müsste der Ausschreiber einen gewissen Spielraum haben und auch subjektive Entscheidungen treffen dürfen.

Das ist ja gerade das Problem, das beim Ostnetz in Schleswig-Holstein aufgetreten ist. Wenn der Besteller nicht dem günstigsten Anbieter den Zuschlag gibt, beteiligt sich so gut wie kein Unternehmen, beim Ostnetz waren es gerade mal die DB und Veolia.

Und um das nochmal klarzustellen: Ich bin kein Freund der Hochbahn. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Regentalbahn den Regensburger Stern bekommt. Aber ich sehe ein, dass der Wettbewerb dieses mal eben die Hochbahn als Sieger hervorgebracht hat, das kann bei der nächsten Ausschreibung schon wieder anders sein.

Bearbeitet von Daniel-Würzburg am 1 Dec 2007, 13:32

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MAM
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 15:38


Haudegen


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Beiträge: 506




QUOTE (Daniel-Würzburg @ 30 Nov 2007, 17:41)
Im übrigen ist das ja eine Wahnsinns-Überraschung. Ich hätte sonst was verwettet, dass DB Regio auch hier wieder das Rennen macht.

Taj aber zwischendurch hat der Verkehrsminister gewechselt und der mag wohl die DB Regio nicht so sehr.
    
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FloSch
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 15:40


Lebende Forenlegende


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QUOTE (MAM @ 1 Dec 2007, 15:38)
Taj aber zwischendurch hat der Verkehrsminister gewechselt und der mag wohl die DB Regio nicht so sehr.

Da die Ausschreibung schon recht lange läuft und auch nicht nach persönlichem Gusto entschieden werden kann, ist das eher auszuschließen.

Dass man Ausschreibungen von vornerherein so auslegen kann, dass sie ein Anbieter der Wahl gewinnt, ist was anderes, das war hier aber wohl nicht der Fall wenn ich nicht irre.

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KBS 855
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 15:45


Unregistered









QUOTE (Daniel-Würzburg @ 1 Dec 2007, 13:29)

Dass genau das eben nicht geht, habe ich doch schon einen Beitrag weiter oben klarzumachen versucht. Wenn die Angebote der an einer Ausschreibung beteiligten Unternehmen teurer sind, muss die BEG mehr zahlen. Und wenn die BEG mehr zahlen muss, muss sie dieses Geld aus anderen Töpfen herausnehmen, z.B. aus denen, womit sie Angebotsausweitungen bezahlt. Es gäbe z.B. keinen München-Nürnberg-Express, keine Zusatzleistungen, die es momentan bei fast allen Ausschreibungen gibt usw.


Du machst es dir doch zu einfach. Wenn die Hochbahn nicht geboten hätte, dann wäre der nächste zum Zug gekommen und die BEG hätte trotzdem nichts gekürzt. Und wieso sollen die Mitarbeiter der Eisenbahn diese Angebotsausweitungen mit ihren Gehältern bezahlen? Findest du das in Ordnung?
Die Angebote liegen außerdem oft nur wenige Euro auseinander, bei der Passauer Strecke soll die DB sogar nur wenige Cent vor einem Wettbewerber gewesen sein, da erzähle mir keiner was von großen Schäden.

Ich persönlich kann auf einen Wettbewerb rein über den Preis verzichten. In der Schweiz hat man sowas auch nicht nötig und da brauch ich hier keine Leute die dieses perverse System auch noch verteidigen und mit Angebotseinschränkungen drohen.
Mobilität kostet was und das muss man sich leisten, für alles andere hat man es auch. Und Angebotsausweitungen auf Kosten des Personals kann ich nicht unterstützen!

QUOTE

Das ist ja gerade das Problem, das beim Ostnetz in Schleswig-Holstein aufgetreten ist. Wenn der Besteller nicht dem günstigsten Anbieter den Zuschlag gibt, beteiligt sich so gut wie kein Unternehmen, beim Ostnetz waren es gerade mal die DB und Veolia.


Ich finde das nicht schlimm, es kam trotzdem zu Kostensenkungen. Ich finde solche Wettbewerbe besser als klassische Ausschreibungen.

QUOTE

Und um das nochmal klarzustellen: Ich bin kein Freund der Hochbahn. Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Regentalbahn den Regensburger Stern bekommt. Aber ich sehe ein, dass der Wettbewerb dieses mal eben die Hochbahn als Sieger hervorgebracht hat, das kann bei der nächsten Ausschreibung schon wieder anders sein.


Natürlich kann es da schon anders sein, aber was ist wenn nicht? Dann wackeln bei der Länderbahn viele Arbeitsplätze (z. B. wenn die 855er verloren geht) und dann müssen gut bezahlte Mitarbeiter am Ende auf viel Geld verzichten, nur weil die EU und einige andere Hanseln solch einen perversen Wettbewerb wollen, den die Mitarbeiter teuer bezahlen sollen.
Hier muss wenigstens ein Tarifschutz her!
In Ausschreibungen darf nicht nur eine Tarifbindung (das ist ein dehnbarer Begriff, besonders bei Transnettarifen) vorgeschrieben sein, sondern jedes EVU das mitbietet, dürfte den Tarif des Bestands-EVU auf der ausgeschriebenen Strecke nicht unterbieten.
Das wäre fair und würde Lohndumping verhindern, dann könnte ich auch mit der Hochbahn (mehr oder weniger und schweren Herzens) leben.

Bearbeitet von KBS 855 am 1 Dec 2007, 15:45
    
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spock5407
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 17:26


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 13047




Ich frag mich nur, wo die Lirex 160 ausfahren können sollen...... Eigentlich nur Ri Plattling und zwischen Neuoffingen und Neu-Ulm.

Die Fahrplanlage wird interessant, ggf. könnte man die Züge in der HVZ so vertakten, dass Prüfening-Hbf-Obertraubling in etwa ein 15er-Takt rauskommt. In anderen Städten pappt da schon das weisse S im grünen Kreis an den Zügen....

Bearbeitet von spock5407 am 1 Dec 2007, 17:31

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luc
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 18:53


Lebende Forenlegende


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QUOTE (146225 @ 1 Dec 2007, 08:11)
Zumal: Wie das EVU mit seinem Personal umgeht, und ob es Personal findet, welches sich diese Behandlung gefallen läßt, das kann dem Aufgabenträger furchtbar egal sein.

Das ist der springende Punkt. Man muss Personal finden, dass zu den miserablen Konditionen arbeitet. Da hat die DB Tochter RAB Zugbus auch ihre Probleme und ist dadurch gezwungen, Leihlokführer einzusetzen.
Aber Transnet hat doch noch nicht mit der HHA verhandelt oder macht man sowas immer vor einer Ausschreibung? Welche Privatbahn-Tarifverträge hat Transnet bisher verhandelt?

QUOTE (spock5407 @ 1 Dec 2007, 17:26)
Die Fahrplanlage wird interessant, ggf. könnte man die Züge in der HVZ so vertakten, dass Prüfening-Hbf-Obertraubling in etwa ein 15er-Takt rauskommt. In anderen Städten pappt da schon das weisse S im grünen Kreis an den Zügen....
Da können wir froh sein, dass die BEG von solchen Kundenverarschungsmaßnahmen recht wenig hält (siehe den nicht vorhandenen IRE).

Bearbeitet von luc am 1 Dec 2007, 18:56

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Daniel-Würzburg
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 19:07


Haudegen


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QUOTE (KBS 855 @ 1 Dec 2007, 15:45)
Du machst es dir doch zu einfach. Wenn die Hochbahn nicht geboten hätte, dann wäre der nächste zum Zug gekommen und die BEG hätte trotzdem nichts gekürzt. Und wieso sollen die Mitarbeiter der Eisenbahn diese Angebotsausweitungen mit ihren Gehältern bezahlen? Findest du das in Ordnung?
Die Angebote liegen außerdem oft nur wenige Euro auseinander, bei der Passauer Strecke soll die DB sogar nur wenige Cent vor einem Wettbewerber gewesen sein, da erzähle mir keiner was von großen Schäden.

Wenn die BEG an ein Unternehmen mehr zahlen muss als an ein anderes, muss dieses Geld von irgendwo genommen werden und dieses Geld fehlt dann wieder an anderer Stelle, ist doch klar, oder? Sicherlich ist das für die Mitarbeiter unangenehm, inwieweit die Löhne der Hochbahn unter jenen der DB liegen, weiß ich leider nicht. Andererseits fallen mir bei privaten Anbietern öfter freundliche Mitarbeiter auf als beim Noch-Staats-Betrieb (z.B. beim Metronom (auch teilweise in Hochbahn-Besitz)). Das spricht für ein gutes Klima im jeweiligen Unternehmen, und nicht dafür, dass die Angestellten weit unter ihrem Wert bezahlt würden.

QUOTE
Ich persönlich kann auf einen Wettbewerb rein über den Preis verzichten. In der Schweiz hat man sowas auch nicht nötig und da brauch ich hier keine Leute die dieses perverse System auch noch verteidigen und mit Angebotseinschränkungen drohen.
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Hier darf man aber nicht nur auf die BEG schimpfen. Unserere Bundesregierung ist trotz "Klimakanzlerin" (angesichts ihrer Politik ist diese Bezeichnung völliger Quatsch) immer noch deutlich pro Straße und contra Schiene eingestellt. Stichwort Regionalisierungsmittelkürzung. Wenn der BEG immer noch die gleiche Höhe an Regionalisierungsmitteln zur Verfügung stände wie vor der Kürzung oder sogar noch mehr, hätte sie derartige Ausschreibungspraktiken vielleicht nicht nötig und könnte das Ausschreibungsergebnis stärker nach der Qualität und weniger nach dem Preis bewerten.

QUOTE
Ich finde das nicht schlimm, es kam trotzdem zu Kostensenkungen. Ich finde solche Wettbewerbe besser als klassische Ausschreibungen.

Da bin ich definitiv anderer Meinung. Bei einem "Interessenbekundungsverfahren" kann kein fairer Wettbewerb stattfinden, weil nicht alle Unternehmen die gleichen Ausgangsbedingungen haben. Wenn ich schon von vornherein ein präferiertes Unternehmen habe und durch Interessenbekundungsverfahren zum Schein anderen noch eine Chance gebe, die natürlich nicht gewinnen, überlegen es sich diese Unternehmen beim nächsten Mal gründlich, ob sie überhaupt mitbieten sollen. Beim Ostnetz waren es zwei Unternehmen, wenn die nächsten Netze/Strecken in Schleswig-Holstein wieder via Interessenbekundungsverfahren vergaben werden, ist vielleicht nicht mal mehr Veolia dabei. Dann gibts nur ein Unternehmen. Wo bleibt dann der Wettbewerb???

QUOTE
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Die Regelung, dass der Tarif des Bestands-EVU nicht unterboten werden darf, halte ich für wenig sinnvoll. Dann schon eher einen generellen Mindestlohn (so wie jetzt im Postgewerbe) für den Bahnbetrieb.

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viafierretica
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 22:06


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2411

Alter: 50



@KBS 855 vom Thread ALEX
QUOTE
Meine Vision ist einfach ein Wettbewerb unter öffentlichen Eisenbahnen. Die Deutsche Bahn AG, als Bundeseisenbahn im Wettbewerb mit klassischen NE-Bahnen, die im Mehrheitsbesitz von Bundesländern, Kreisen und Städten/Gemeinden ist.
Wo ist der Vorteil von Privatbahnen, die mit Steuergeldern subventioniert werden, die Gewinne aber, statt hier reinvestiert werden, nach Frankreich oder England wandern?


Ich dachte, Du würdest Dich über die Hamburger Hochbahn freuen: eine deutsche Bahn im Besitz einer Gemeinde bzw. Bundesland, die Gewinne bleiben im Land, neben der DB derzeit eine der wenigen Bahnen, die diese Anforderungen erfüllen......

Und auch hier wird die Kostensenkung wieder mal zu einer Ausweitung des Zugangebots genutzt.

    
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spock5407
  Geschrieben am: 1 Dec 2007, 23:32


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 13047




Ich halte von diesem zwangsverordneten Wettbewerb ehrlichgesagt nix. Mir reicht eine Bahn, eine Post und in einer Stadt ein Nahverkehrsunternehmen.

Und nein, ich bin kein Linkspartei-Wähler.

Bearbeitet von spock5407 am 1 Dec 2007, 23:32

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Daniel-Würzburg
  Geschrieben am: 2 Dec 2007, 00:23


Haudegen


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QUOTE (spock5407 @ 1 Dec 2007, 23:32)
Ich halte von diesem zwangsverordneten Wettbewerb ehrlichgesagt nix. Mir reicht eine Bahn, eine Post und in einer Stadt ein Nahverkehrsunternehmen.

Dann wären wir wieder auf dem Stand der Bundesbahn-Zeiten. Alte Silberlinge, unattraktive Tarifangebote, keine Konkurrenz und demzufolge auch kein Anreiz der Unternehmen, sich anzustrengen. Um jetzt die Vorteile des Wettbewerbs zu erläutern und klarzumachen, warum es gut so ist wie es ist, bin aber jetzt zu müde. Vielleicht ein anderes Mal...

QUOTE
Und nein, ich bin kein Linkspartei-Wähler.

Ich bin auch kein FDP-Anhänger, obwohl ich ganz klar für Wettbewerb bin.

Bearbeitet von Daniel-Würzburg am 2 Dec 2007, 00:23

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Steffen
  Geschrieben am: 2 Dec 2007, 12:49


Mitglied


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Beiträge: 29




QUOTE (luc @ 1 Dec 2007, 18:53)
#
Aber Transnet hat doch noch nicht mit der HHA verhandelt oder macht man sowas immer vor einer Ausschreibung? Welche Privatbahn-Tarifverträge hat Transnet bisher verhandelt?
#

Wenn ich mich recht entsinne war für die Hochbahn Ver.Di zuständig

Zum Thema Wettbewerb: Ich würde mich auch an keinen Verfahren beteiligen, bei dem die regeln später und nach eigenem ermessen verändert werden können. Die Regeln müssen von vornehrein klar sein. In anderen Fällen kämst du schnell mit dem Verwaltungsfundamenten "Rechtsstaat" und "Gesetzmäßigkeit der Verwaltung" aneinander.
Du mußt das so sehen: Die Verwaltung muß alle gleich behandeln. Jeder der sich ungerecht behandelt fühlt hat bei uns ein Recht den Vorgang nachprüfen zu lassen. Stell dir mal vor, die würde eine staatliche Leistung wegen "ich mag dich net" versagt.
    
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461 Antworten seit 30 Nov 2007, 15:23 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
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