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Wie geht es nach 2019 mit dem GVFG weiter? [Zur Themenübersicht]
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Bummelbahn
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 11:40


König


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Mich würde echt mal interessieren, ob und wie es nach 2019 mit dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgsetz (GVFG) weitergeht. Wird der Staat das ganze unter den gleichen Bedingungen fortsetzen oder gibt es danach wenig bis deutlicher weniger Zuschüsse zu ÖPNV-Projekte oder sogar garnichts mehr? Das Thema geht ja alle Nahverkehrsnetze in Deutschland an.

Was meint ihr?
    
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Electrification
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 11:53


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Beiträge: 3975




Infrastrukturinvestitionen sind Investitionen in die Zukunft des Landes. Es ist ein Skandal dass es bisher immer noch kein Konzept für die Zeit nach 2019 gibt.
    
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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 12:39


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Unter den "gleichen Bedingungen" ist eine Fortführung wohl nicht zu erwarten und auch nicht sinnvoll. Vielmehr müsste eine allfällige Nachfolgeregelung auch das Thema Bestandssanierung aufgreifen, das kennt das alte GVFG in dieser Form nicht (abgesehen von Maßnahmen in den neuen Bundesländern nach der Wende). Der Erhalt wird für manchen Betrieb und manche Kommune noch zu einem drängendem Problem werden, dazu passt auch diese Meldung. Ebenfalls ungelöst ist die Infrastruktur-Finanzierung von NE-Bahnen. Da gäbe es also neben der Neubau-Förderung ein ganzes Paket zu schnüren, um die regionale und kommunale Infrastruktur zukunftsfest zu machen.

Bearbeitet von MVG-Wauwi am 12 Jun 2012, 12:39

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Gruß vom Wauwi
    
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Electrification
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 14:05


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Beiträge: 3975




Auch beim Straßenbau muss man endlich dazu übergehen die Neubauvorhaben aufs nötigste zu reduzieren. Wir haben eine perfekte Infrastruktur, da sind oft weitere Neubauten nicht notwendig. Bei einer Dorfstraße in ein Kleinstkaff ist es durchaus zumutbar sie zu belassen, statt sie zu verbreitern, wegen vielleicht 200 oder 300 Einwohnern.

Das Geld müsste auch eher in den Unterhalt wandern. Da wird aktuell weiteres Geld in die A 94 geschossen (für die parallele Bahnstrecke ist natürlich kein Geld da) und der Zustand der A 93Süd ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Man kommt in Kufstein über die Grenze und meint man ist in Albanien. Geschätzte 20 km mit Hg 80 und einem Zustand der einem Feldweg gleich kommt.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 17:18


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Nachdem die Länder in dem Punkt die Kompetenz haben wollten, gehe ich nicht davon aus dass der Bund ab 2019 weiter zahlen wird. Sämtliche kommunalen Förderprogramme müssten von den Ländern aufgelegt werden.

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
    
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spock5407
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 17:33


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Und wenn es keinen parallelen Budgettransfer gibt, kann man sich ausmalen was passieren wird.

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Boris Merath
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 17:55


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Beiträge: 18252
Chat: BorisM 

Wohnort: München


QUOTE (spock5407 @ 12 Jun 2012, 18:33)
Und wenn es keinen parallelen Budgettransfer gibt, kann man sich ausmalen was passieren wird.

Dass der Ausbau völlig eingestellt wird kann ich mir nicht vorstellen.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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tanne
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 18:02


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Beiträge: 31




Vielleicht sollte man schon mal anfangen diesen Damen und Herrn hier ein paar Fragen in diese Richtung zu stellen. Wäre vor allem spannend zu sehen, wer sich über das Thema schon Gedanken gemacht hat, wer nur irgendwelches allgemeines Partei-Geblubber abgibt, und vor allem, wie sie dann später zu dem Thema abgestimmt haben.

Vor allem sollten die Menschen auch mitbekommen, dass es Wähler gibt, denen das Thema wichtig ist, und die sich darüber Gedanken machen (und die vielleicht sogar bei richtigen oder auch falschen Antworten auch das Kreuzchen mal wo anders machen).
    
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Elch
  Geschrieben am: 12 Jun 2012, 21:42


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Dieser Artikel im Handelsblatt passt zum Thema dry.gif

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Wildwechsel
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 06:50


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QUOTE (Electrification @ 12 Jun 2012, 15:05)
und der Zustand der A 93Süd ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Man kommt in Kufstein über die Grenze und meint man ist in Albanien. Geschätzte 20 km mit Hg 80 und einem Zustand der einem Feldweg gleich kommt.

Ähm ja, da bin ich gestern nach längerer Zeit auch mal wieder gefahren. Wirklich gut war die Straße dort zwar noch nie, aber... (naja, bleiben wir sachlich). 80 ist bei dem Straßenzustand schon ein mutiges Tempo.

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Beste Grüße usw....
Christian


Die drei Grundsätze der öffentlichen Verwaltung in Bayern:
1. Des hamma no nia so gmacht
2. Wo kamat ma denn da hi
3. Da kannt ja a jeda kemma
    
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Elch
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 07:15


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Beiträge: 2065




QUOTE (Electrification @ 12 Jun 2012, 15:05)
Das Geld müsste auch eher in den Unterhalt wandern. Da wird aktuell weiteres Geld in die A 94 geschossen (für die parallele Bahnstrecke ist natürlich kein Geld da) und der Zustand der A 93Süd ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Man kommt in Kufstein über die Grenze und meint man ist in Albanien. Geschätzte 20 km mit Hg 80 und einem Zustand der einem Feldweg gleich kommt.

Ja, der Zustand der A93 Sued ist echt nicht gut, aber in Albanien waere das eine tolle Strasse die man sicher mit 240 mehmen wuerde ;-)
Ich hatte im April das Vernuegen auf einer Albanischen Berg"strasse" unterwegs zu sein. Trotz Allrad mit Gelaendeuntersetzung und diversen Sperren glich das eher einer Art von "Extremsport". Das ergebnis waren fast 3 Stunden fuer 45km.

Da lob ich mir doch die A93

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Electrification
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 10:57


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Naja, wie weit sind wir, wenn wir uns jetzt schon loben weil die A 93 Süd besser ist als der Zustand in Albanien. wink.gif

Gerade im Vergleich zum perfekten Zustand der österreichischen Inntalautobahn (ich erkenne nicht mal Flickstellen, liegt das nur an der Maut?) ist das schon sehr peinlich was man da anbietet.

Ich wäre eh für die Einführung einer Autobahnmaut in Deutschland, auch wenn ich mir auch hier damit Feinde mache, denn wenn das Geld dann für den Unterhalt aufgewendet würde, hätte man schon viel gewonnen.
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 17:37


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QUOTE (Boris Merath @ 12 Jun 2012, 18:55)
Dass der Ausbau völlig eingestellt wird kann ich mir nicht vorstellen.

Der Bund wird auch nach 2019 weiter Mittel an die Länder verteilen. Das Problem ist nur, das diese Gelder den Ländern nicht mehr zweckgebunden zur Verfügung gestellt werden. Ob sie es für die Schieneninfrastruktur ausgeben, ob sie damit Straßen bauen oder Paläste für Ministerien, ist nicht mehr geregelt. Gleiches droht auch bei den Regionalisierungmitteln für den SPNV.

Und dann heißt es: "Gute Landesregierung - schlechte Landesregierung!" Je nach dem, welche Klientel (=Wähler) bedient werden soll. Die Länder wollten es bei der Föderalismusreform eben so.

Ein anderes Problem, worauf der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schon seit längerer Zeit hinweist. Die Stadtbahnstrecken aus den 1960er - 1970er Jahren sind ziemlich am Ende. Allein in NRW fehlen für die Erneuerung von Tunneln, Bahnhöfen etc. 1,1 Milliarden, bundesweit sind es über drei Milliarden. Das trifft auch auf das Tramnetz zu. In Mülheim a.d.Ruhr musste kürzlich eine Trambahnstrecke gesperrt werden, weil die Gleise so marode sind, dass sie nicht mehr befahren werden können.

Der Witz: Für eine neue Tram-/Stadtbahnstrecke bekommt eine Kommune bis zu 90 Prozent an Fördermitteln. Die Erneuerung ist aber nicht "Förderungswürdig" und die Kommune oder das Verkehrsunternehmen bekommt gar nichts vom Bund bzw. vom Land.

Immerhin ist das Thema mittlerweile im Bundesverkehrsministerium "angekommen". So hat es Ramsauer bei der Jahrestagung des VDV am Dienstag anklingen lassen.

Aber damit ist noch nicht "die Kuh vom Eis".

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spock5407
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 18:47


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Beiträge: 13165




QUOTE (Autobahn @ 13 Jun 2012, 18:37)
Der Witz: Für eine neue Tram-/Stadtbahnstrecke bekommt eine Kommune bis zu 90 Prozent an Fördermitteln. Die Erneuerung ist aber nicht "Förderungswürdig" und die Kommune oder das Verkehrsunternehmen bekommt gar nichts vom Bund bzw. vom Land.

und was glaubst, wie weh das manchem Betreiber von Stadtbahn- und U-Bahntunneln noch tun wird.

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Autobahn
  Geschrieben am: 13 Jun 2012, 20:06


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QUOTE (spock5407 @ 13 Jun 2012, 19:47)
und was glaubst, wie weh das manchem Betreiber von Stadtbahn- und U-Bahntunneln noch tun wird.

Sehr weh. Aber nicht nur dem Betreiber, sondern auch den Fahrgästen.

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