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Lendenbraten und Knödelpressen, 3 Wochen bei den Tschechen [Zur Themenübersicht]
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  Geschrieben am: 24 Dec 2017, 16:45


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TRÖÖÖT! TRÖÖÖT! Kadongkadong. Kadongkadong.
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Im Hintergrund ist übrigens kein Nebel zu sehen, sondern der Rauch der zahlreichen Grills an einem Festival. Fetzen der Musik sind bis hier oben zu hören.

Lichttechnisch interessanter ist aber eigentlich der Gegenzug. Der steht mit +4 in der App. Und die Schatten wandern schnell, sehr schnell. Das Ende des Sommers macht sich bemerkbar.
So langsam könnte er aber wirklich mal kommen…

Mit +6 höre ich es tröten und es hätte keine Minute später sein dürfen.
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Nach einem kleinen Snack zum Abendbrot mache ich noch einen kleinen Spaziergang. Da der letzte Zug zur Rückfahrt mit +15 angekündigt ist, bleibt mir noch ein bisschen Zeit. Die Dämmerung bricht herein.
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Ich entdecke einen tollen Aussichtspunkt und bleibe dort hängen. Aus den +15 sind +35 geworden und ich bin kein bisschen böse drum. Also kann ich noch die blaue Stunde abwarten und hätte als Rückfallebene immer noch einen Bus um 22:00 Uhr.
„Pane! Mužete delat foto?“, ruft mir eine Gruppe Jugendlicher zu, während ich versuche, meiner Kamera stativlos einigermaßen Halt zu verschaffen.
Ich bekomme ein iPhone in die Hand gedrückt und versuche mein Glück. Für das Ergebnis will ich mir zwar nicht verbürgen, doch sie sind damit zufrieden (und ich bin zufrieden damit, dass ich verstanden habe, was sie von mir wollen…)

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Ich setze mich auf eine Bank, um den Abend noch ein wenig zu genießen. Routinemäßig kontrolliere ich nochmals die Abfahrt.
Uuups, der Zug hat hier in Ceský Krumlov 14 Minuten Aufenthalt. Dann habe ich doch nicht mehr so viel Zeit und trete schleunigst den Rückweg an.
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Der Bahnhof liegt ein gutes Stück außerhalb und oberhalb der Stadt, sodass ich nochmal kräftig strampeln muss. 5 Minuten nach der planmäßigen Abfahrt stehe ich am Bahnsteig, nur noch eine Frau wartet dort. Zwei Brotbüchsen sind abgestellt und dunkel.

Nach einer Viertelstunde klingelt der BÜ, ein Regionova fährt in das besetzte Gleis ein und hängt sich mit einem kräftigen Rumms an die beiden Brotbüchsen dran. Alle darin befindlichen Fahrgäste steigen aus, die Frau und ich werden in die vordere Brotbüchse gebeten.
Software scheint bei dem Dreierpack Triebwagen wohl kein Problem zu sein, alle drei Triebwagen haben sogar Licht.
Etwas 2,80€ kostet die Fahrt mit Fahrrad und IN25 über 31 km in 45 Minuten. Bald setzt sich der interessante Zug mit Tröten in Bewegung und die Luft des lauen Sommerabends strömt durch das offene Fenster. Der Fahrtwind trägt abwechselnd Dieselabgase, den Geruch des Dungs von den Feldern und der Nadelhölzer herein. TRÖÖÖT! Kadongkadong. Quieeeeeetsch! Dingding. Dingding. Pozor vlak!
In gemütlichem Tempo führt die stimmungsvolle Fahrt zurück nach Budweis und endet mit +26.
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Für ein Ende der Ausschreibungen und für eine integrierte Eisenbahn - Netz und Betrieb sind untrennbar.
SBS kollidiert mit Baum wegen mangelhafter Vegetationspflege von DB Netz - Kompletteinstellung der SBS ohne Vorankündigung wegen Rechtsstreitigkeiten - Ausfall "einzelner" Züge bei der OPB und Alex Nord wegen Personalmangel - Totalausfall Alex Immenstadt - Oberstdorf vom 20.07. bis 14.12. wegen Personalmangel - Urlaub für die BRB zwischen Kaufering und Landsberg vom 29.07. bis 08.09. wegen Personalmangel - Zahlreiche Zugausfälle bei der BRB wegen Personalmangel - Massive Einschränkungen bei der BOB im Januar wegen nicht geräumter Gleise Ausfälle bei der Regio-S-Bahn Bremen über fast 1 Jahr - Vertrag mit der NWB trotzdem verlängert
    
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  Geschrieben am: 25 Dec 2017, 19:25


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Tag 7 Lipno nad Vltavou

Auflösung von gestern: Bei der mysteriösen Beilage handelt es sich um Gurkensalat, der aber aus mehr Wasser als Gurke bestand.


Es ist Samstag – Zeit zum Ausschlafen und für einen weiteren Ausflug. Da es ein heißer Tag wird, passt die vorgesehene Tour in die Berge ganz gut.
Obwohl (oder gerade weil) die Abfahrt erst um 12:06 Uhr ist, schaffe ich es irgendwie, mich hoffnungslos zu vertrödeln und rase zum Bahnhof. 4 Minuten bis zur Abfahrt und ich muss noch eine Fahrkarte für mich und Fahrrad kaufen.

Wie könnte es anders sein, alle Schalter sind besetzt. Immerhin bin ich nach einer guten Minute dran. Die Uhr zeigt 12:03 Uhr.
Glücklicherweise fällt mir alles Notwendige auf Tschechisch ein. Die Mitarbeiterin erzählt mir etwas von Reservierung für das Fahrrad, ich nicke nur und sage ja und amen. 12:04.

Sie fragt nochmal etwas, dass ich nicht verstehe. Aber ich muss wohl alle notwendigen Infos gegeben haben, denn sie beginnt, die Fahrkarten zu drucken. Und das sind ganz schön viele. 12:05.

Sie deutet noch auf Wagen 362, aber ich nehme das gar nicht mehr richtig wahr, während ich die vier Fahrkarten in meinem Rucksack stopfe und in die Unterführung renne. Ich wuchte das Fahrrad die Treppe hoch, die Uhr steht bereits auf 12:06.

Als ich die EC-Wagen sehe, dämmert mir so langsam, was es mit der Reservierung für das Fahrrad auf sich hat. Das hatte ich nicht bedacht, denn in Tschechien galt für mich immer: Fahrkarte von A nach B kaufen und in den nächsten Zug einsteigen.
Am Treppenaufgang steht Wagen 359, der Zug ist abfahrtbereit, das Signal auf Fahrt und die Zeit überfällig.
Ihr habt 3 Sekunden, eine Entscheidung zu fällen.

Ich wähle reinspringen und blockiere mit meinem Fahrrad natürlich den Einstiegsbereich. Gut eine Minute später setzt sich der Zug in Bewegung. Eine Handvoll Fahrgäste quetscht sich in den nächsten Minuten an mir vorbei, aber niemand kommentiert etwas.

Was ich an diesem Land so toll finde, selbst wenn du etwas Dummes machst, motzen dich die Leute nicht gleich an und reiben dir deinen Fehler unter die Nase. Fußgänger entschuldigen sich sogar, wenn sie auf dem Fußweg den Radfahrern keinen Platz gemacht haben. Ob Radfahren auf dem Fußweg nun erlaubt ist oder nicht, konnte ich nicht klären.
Bei stockendem Verkehr blockiert niemand die Kreuzung, sondern die Wartepflichtigen werden reingelassen.
Na gut, die Schaffnerin meckert dann doch geringfügig. Davon verstehe ich maximal ein Viertel, entschuldige mich und deute auf das Verkaufsdatum der Fahrkarte. Dass ich offensichtlich alle benötigten Fahrscheine habe, besänftigt sie glücklicherweise etwas und ich verspreche, am nächsten Bahnhof in den richtigen Wagen umzusteigen.

Als mich die Schaffnerin beim nächsten Kontrollgang mit ordnungsgemäß verstautem Fahrrad entdeckt, nimmt sie das wohlwollend zur Kenntnis. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, dass die Rückfahrt glücklicherweise mit einem Os vorgesehen ist, für den ich keine Fahrradreservierung lösen muss.

Ich bereite mich auf den Umstieg in den Zug nach Vyšší brod vor. Dazu muss ein Reisendenübergang quer über alle Bahnhofsgleise benutzt werden.
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Als ich dem Fahrgaststrom folgen möchte, schnauzt mich ein Bahnmitarbeiter an. Er deutet auf das Empfangsgebäude und grummelt irgendwas.
Die Schaffnerin fragt mich, wohin ich wolle und ich sage Lipno. Sie bedeutet mir zu folgen, der Mann motzt aber wieder herum, ich solle warten. Herrje.
Eine halbe Minute später darf ich dann doch rüber. Der Gepäckwagen ist nicht in Benutzung und ich verlade mein Fahrrad in den Dosto.

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Feuchtwarme Sommerluft strömt herein.

Auf etwa halber Strecke muss in Vyšší brod klášter umgestiegen werden. Von dort pendeln an diesem Wochenende zwei Züge im 35-Minuten-Takt bis Lipno. Auf dem Abfahrtsplan lese ich etwas von Rafting-Event und wundere mich, was der Unfug soll.

Mit erheblicher Verspätung rollt der Zug aus Lipno herbei.
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Die Handvoll Fahrräder werden in den Dosto geschickt. Wofür haben wir denn einen Gepäckwagen, wenn er nicht verwendet werden soll?

Nun, die Antwort erhalte ich am nächsten Hp.
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Bald ist nicht nur der gesamte Gepäckwagen mit Kanus vollgestapelt, sondern auch der Dosto. Ich stehe eingepfercht zwischen nassen Kanus und ihren ebenfalls nassen Fahrern in Neopren-Anzügen. Einige Fahrgäste müssen zurückbleiben und mit +17 geht´s weiter. Am nächsten Halt wird ein Teil der Kanus wieder entladen.
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Auf dem im Bild sichtbaren Gleis hat übrigens wenige Augenblicke zuvor der Gegenzug gekreuzt, nachdem er sich mit Pfeifen angekündigt hatte und sich die Kanufahrer dicht gedrängt an den stehenden Zug geschmiegt haben.
Übrigens dürfte die Gleisnutzlänge zum Kreuzen wohl ausschlaggebend für die kurzen Zweiwagenzüge sein – mehr als Sandwichbespannung und zwei Wagen sind nicht fahrbar.
Dennoch scheint das Betriebskonzept wie gemacht für die Anforderung, denn aus der vorhandenen Infrastruktur wird das größtmögliche herausgeholt und dabei ein stabiler Fahrplan gefahren. Die Verspätungen übertragen sich nicht auf den Anschluss in Rybník und die nassen und verschmutzten Wagen bleiben ebenfalls in einem kleinen Einzugsbereich.
Nach der Ankunft in Lipno gleicht der Wagen einer Sauna und ich bin ziemlich nass – eine Mischung aus Schweiß und der Nässe der Kanufahrer.
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Anschließend verewige ich einige Fahrten.
Kurz vor der Ankunft in Lipno – argh, blöde Brennnessel!
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Gegenzug unweit des Loucovice zastávka
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Und die Rückfahrt im Wald bei Lipno
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Es folgt eine Fahrradtour um einen Teil des riesigen Stausees.
In Frymburk wechsle ich per Fähre die Seite und strample zurück zum Bahnhof.
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  Geschrieben am: 25 Dec 2017, 19:25


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Pause am Ufer
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Ein paar Minuten bleiben mir noch bis zur Abfahrt – Zeit genug für einen Blick auf das hübsche Bahnhofsgebäude.
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In Deutschland wäre der Bahnhof wohl längst zum Hp rückgebaut und das verfallene Empfangsgebäude durch einen kostengünstigen Fertigteilunterstand ersetzt worden.

Für ein Stück Kuchen hat es nicht mehr gereicht, doch in Vyšší brod habe ich 27 Minuten Umsteigezeit. Hm, der Coop hat samstags nur bis 12:30 Uhr geöffnet, der Bäcker vor 10 Minuten geschlossen. Laut Google gibt es aber einen kleinen Laden, der bis 22 Uhr geöffnet ist.
Ich schwinge mich auf den Sattel und finde ihn fünf Minuten später. Ein typischer vietnamesischer Tante-Emma-Laden, wie man ihn in Tschechien oft findet. Eine Packung Kekse reicher kehre ich zum Bahnhof zurück. Einzelne Zugleistungen werden morgen im SEV bedient. Vermutlich wird dieses Fahrzeug zum Einsatz kommen:
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An die Gemütlichkeit solcher Abteilwägen kommt einfach kein designpreisgekröntes Neufahrzeug dran.
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Laut summend kühlt der Lüfter die E-Lok auf der gemütlichen Rückfahrt nach Rybník.
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Solche Nebenbahnen kann man wohl nur bei geöffneten Übersatzfenstern richtig „erfahren“.

In Rybník geht noch immer derselbe Mitarbeiter anderen Fahrgästen auf die Nerven, doch der Tf des Zuges nach Budweis ist deutlich hilfsbereiter und organisiert den Schlüssel für den Gepäckwagen. Übrigens ist keiner der tschechischen Fahrgäste mit Fahrrädern auf die Idee gekommen, bei den normalen Türen einzusteigen und alles zu blockieren. Sie begeben sich stets zum Gepäckwagen.
Schnauze im Abendlicht
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Wir warten auf den SEV aus Linz und starten mit +9.

Der typische tschechische Provinzbahnhof an Hauptstrecken in unmodernisiertem Zustand
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Pozor vlak!
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Die Übersatzfenster bleiben einfach eine wunderbare Einrichtung – so wird jeder Abschied romantisch.
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Für ein Ende der Ausschreibungen und für eine integrierte Eisenbahn - Netz und Betrieb sind untrennbar.
SBS kollidiert mit Baum wegen mangelhafter Vegetationspflege von DB Netz - Kompletteinstellung der SBS ohne Vorankündigung wegen Rechtsstreitigkeiten - Ausfall "einzelner" Züge bei der OPB und Alex Nord wegen Personalmangel - Totalausfall Alex Immenstadt - Oberstdorf vom 20.07. bis 14.12. wegen Personalmangel - Urlaub für die BRB zwischen Kaufering und Landsberg vom 29.07. bis 08.09. wegen Personalmangel - Zahlreiche Zugausfälle bei der BRB wegen Personalmangel - Massive Einschränkungen bei der BOB im Januar wegen nicht geräumter Gleise Ausfälle bei der Regio-S-Bahn Bremen über fast 1 Jahr - Vertrag mit der NWB trotzdem verlängert
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 25 Dec 2017, 19:25


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Flotte Fahrt in den Sommerabend
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Der Tf weiß offenkundig, was er tut und bremst den Zug stets zielgenau ab. Bei dem straffen Fahrplan ist das Herausfahren von 4 Minuten Verspätung auf 52 Minuten Fahrzeit bis Budweis sicher keine schlechte Leistung.
„Praha tady! Nekdo Praha?“, ruft die Schaffnerin vom vorderen Teil des Bahnsteigs, wo der Anschluss nach Prag wartet.

Auf mich wartet nun noch die Fahrradrückgabe und das Abendessen. Sollte ich es als Kompliment nehmen, dass ich ungefragt die Speisekarte auf Tschechisch bekomme, obwohl es auch englische gibt?


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146225
  Geschrieben am: 26 Dec 2017, 06:05


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Entenfang @ 25 Dec 2017, 19:25)
An die Gemütlichkeit solcher Abteilwägen kommt einfach kein designpreisgekröntes Neufahrzeug dran.

In deinem jugendlichen Alter magst das gerne so sehen, wer "vor der Haustür" noch den Alltag mit dem Bm 232 (& Co.) jahrelang erfahren hat, ist oft etwas zurückhaltender mit derartigen Beurteilungen.

Bislang übrigens ein sehr interessanter Bericht, Danke für die Mühen. wink.gif

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Tågskryt!
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 26 Dec 2017, 18:17


Kaiser


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Da entführst du uns ja mal wieder in schmucke Altstädte und tolle Natur!
Da Weihnachten mich in Beschlag genommen hat, konnte ich erst heute alles lesen und nicht an den Rätseln teilnehmen. Aber ich hätte eh falsch gelegen. Dafür habe ich noch eine neunmal-schlaue Anmerkung:
QUOTE (Entenfang @ 20 Dec 2017, 20:31)
Bei Kaufland mache ich mich nicht gerade beliebt, weil ich vergessen habe, dass man in Tschechien Obst und Gemüse selbst wiegen muss.

Das ist in deutschen Kaufland-Märkten ebenfalls noch so.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Dec 2017, 23:56


Lebende Forenlegende


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Tag 8 Bechyne

Der Tag beginnt mit einer kurzen Obusfahrt zum Bahnhof, wo ich fix eine Fahrkarte erwerbe.
Die CD bietet Tageskarten für einzelne Regionen oder auch das ganze Land an. Die Preise variieren je nach Größe des Gebiets. Das celodenní jízdenka ähnelt unseren Ländertickets.
Die zwei wesentlichen Unterschiede sind die Gültigkeit in allen Zügen (im SC muss die obligatorische Platzreservierung dazugebucht werden) sowie die ausschließliche Anerkennung in CD-Zügen – also kein Stadtverkehr in Verbünden.
Für 7€ bekomme ich die Tageskarte für Südböhmen, ganz Tschechien kostet etwa 23€.

Die Fahrt startet mit dem Schnellzug nach Tábor, zunächst eher gemütlich durch dichten Wald auf eingleisiger Strecke, später dann schneller auf ausgebauter Strecke mit Lärmschutzwänden. Ich finde es erstaunlich, wie wenig Graffiti es in Tschechien verglichen mit Deutschland gibt.
Parallel wird gerade die Bundesstraße zur Autobahn ausgebaut.
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In Tábor begebe ich mich zum abseits liegenden Bahnsteig Richtung Bechyne. Dort wartet die historische E 422 0003 „Bobinka“ auf mich. Der historische Zug wird an Sommerwochenenden im Regelbetrieb eingesetzt und ist ohne Aufpreis nutzbar.
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Die 24 km lange Nebenbahn ist seit ihrer Eröffnung 1903 elektrifiziert und eine der ersten elektrisch betriebenen Eisenbahnen der Welt. 1500 V Gleichstrom ist für Tschechien ein ungewöhnlicher Wert, zumal im Süden des Landes die restlichen Strecken mit 25 kV Wechselstrom elektrifiziert sind.

In gemächlichem Tempo beginnt die Fahrt straßenbahnartig mit sehr engen Bögen zwischen den Häusern über bimmelnde BÜ. Ein Highlight der Strecke ist die Querung des Flusses Lužnice.
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Der Zug wird von Ausflüglern, aber auch von „normalen“ Fahrgästen genutzt, die nach und nach an den sehr ortsfern gelegenen Hp der Dörfer aussteigen.
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Die Strecke ist sehr geländenah mit extrem engen Bögen (125 m) und großen Längsneigungen (41%o) trassiert und erlaubt daher nicht zuletzt wegen der zahlreichen technisch nicht gesicherten BÜ maximal 50 km/h, oft aber deutlich weniger.
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Ein am BÜ wartender Autofahrer zückt spontan sein Handy, als er den historischen Zug erblickt.

Die meiste Zeit führt die Strecke durch offenes Gras- und Ackerland. Hier nähert sich der Zug dem vorletzten Halt Bechyne zastávka.
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Doch der interessanteste Abschnitt ist sicher die Überquerung des Bechynská duha (Bechyner Regenbogen), eine kombinierte Bahn- und Straßenbrücke. Und die betriebliche Regelung ist sicher das Highlight:
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Für die Straße handelt es sich um einen 200 m langen BÜ – aber wohlgemerkt nur in die Richtung, auf deren Seite das Gleis liegt. Wie unschwer zu erkennen ist, verkehrt der MIV im Gegenverkehr völlig normal.

Nachdem der Zug die Brücke befahren hat, darf der MIV sogleich nachfolgen.
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Wenn man vor lauter Begeisterung über dieses Kuriosum nicht in Schockstarre verfällt, kann man auch den Ausblick zum Franziskanerkloster genießen.
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  Geschrieben am: 26 Dec 2017, 23:56


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Während der Wendezeit lässt sich die Brücke problemlos fußläufig aufsuchen, um die Rückfahrt abzuwarten. Doch für die Eisenbahn eher ungewöhnlich besteht bei diesem Motiv durchaus die Zufahrproblematik – wird doch auch bei der Rückfahrt nur der MIV in eine Richtung angehalten. Doch zu meinem Glück kommt genau passend ein einziges Auto vorbei, welches sich aber schön im Hintergrund hält.
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Ich finde es nicht besonders vertrauenserweckend, dass die Brücke maximal 25t standhält – da sorgt auch das Zusatzschild „einzelne Fahrzeuge 40t“ nicht für Beruhigung, bringt doch alleine die Lok 48t auf die Waage…


Ich gehe ein wenig spazieren…
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…und erkunde den Schlosshof…
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…samt modellbahnartigem Blick ins Tal…
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…und die malerische Innenstadt.
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Nach dem Mittagessen nutze ich die Gelegenheit, den Kirchturm zu besteigen, da das erste Gewitter vorübergezogen ist.
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Blick auf den hübschen Námestí T.G. Masaryka mit für meinen Geschmack einem Tick zu vielen Parkplätzen, im Hintergrund die Bahnbrücke
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Während ich die Ankunft des Zuges abwarte, zieht es immer stärker zu.
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Für die Rückfahrt suche ich den nahegelegenen Park des Franziskanerklosters auf.
Zwei alte Frauen unterhalten sich, eine spricht mich an. Ja, schöne Aussicht. Kurzer Smalltalk in meinem brüchigen Tschechisch, doch merke dir, wenn dich jemand allzu freundlich anspricht, dann sind es die Zeugen Jehowas…
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Ein kurzer Schauer zieht durch, den ich unter einer mächtigen Linde abwarte und laufe anschließend Richtung Bahnhof.
Zwar handelt es sich um einen Kurort, doch für ein Dorf mit 5000 Einwohnern irgendwo in der Provinz ist es ziemlich gut ausgestattet.
Es gibt viele kleine Geschäfte, den typischen Dorf-Coop, der zwar üblicherweise sonntags geöffnet hat, aber am Wochenende äußerst begrenzte Öffnungszeiten bietet.
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Entenfang
  Geschrieben am: 26 Dec 2017, 23:56


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Es gibt sogar ein kleines Kino.
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Nachdem ich mich im Tesco mit Essen versorgt habe, bleibe ich am Bahnhof sitzen, da sich der Himmel immer weiter verdunkelt. Gute Entscheidung, denn bald regnet es.
Ein Bild des ankommenden Regionovas muss aber trotzdem sein.
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Schade, dass die Elektrifizierung nur für historische Fahrten genutzt wird und nicht alle Zugpaare damit gefahren werden.
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Der Regionova füllt sich auf der Rückfahrt wieder und im strömenden Regen unter einem Regenbogen erreichen wir Tábor. Von dort bringt mich der Schnellzug durch den dunstigen Abend zurück nach Budweis.
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Und ein Abendbild aus dem Fenster – die Sonne versinkt im Nebel.
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Hochhäuser im Dunst
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Lobedan
  Geschrieben am: 27 Dec 2017, 09:48


Kaiser


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QUOTE (Entenfang @ 26 Dec 2017, 23:56)
Ich finde es nicht besonders vertrauenserweckend, dass die Brücke maximal 25t standhält – da sorgt auch das Zusatzschild „einzelne Fahrzeuge 40t“ nicht für Beruhigung, bringt doch alleine die Lok 48t auf die Waage…

Vielleicht ist das die Zusatzlast zum Zug! unsure.gif
Oder die geringere Achslast der Lok im Verhältnis zu LKW gleicht es aus.
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 27 Dec 2017, 14:23


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QUOTE (Lobedan @ 27 Dec 2017, 09:48)
Vielleicht ist das die Zusatzlast zum Zug! unsure.gif
Oder die geringere Achslast der Lok im Verhältnis zu LKW gleicht es aus.

Oder die Brücke verträgt zusätzlich zum Zug noch maximal 25 t...?

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Aus Gründen...

Für mehr Zwergi nach Pasing!
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 27 Dec 2017, 17:04


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QUOTE (TramBahnFreak @ 27 Dec 2017, 14:23)
Oder die Brücke verträgt zusätzlich zum Zug noch maximal 25 t...?

Das wäre natürlich eine denkbare Möglichkeit...


Tag 9

Die Kaffeepause nutze ich zum Knipsen im nahegelegenen Stadtteilzentrum.
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Die Gegenrichtung – die beiden Vollwerbungen sind noch die der angenehmeren Sorte und der Bilderrahmen um das Fenster noch einigermaßen kreativ.
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Ein Hund bellt wie verrückt. In Tschechien gibt es einfach zu viele Kläffer, die sich gerne mal raufen.
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Es klart im Laufe des Tages auf und für die nächste Zeit ist wieder strahlender Sonnenschein angekündigt. Folglich muss wieder ein Fahrrad her. Nachdem ich im verleihenden Café ein Stück Torte verspeist habe, steht der Ausleihe des letzten verfügbaren Fahrrads nichts mehr im Wege.

Leider haben sich die auffallend rosafarbenen Fahrräder des Bikesharing-Systems Rekola nicht wirklich bewährt. https://www.rekola.cz/en/
Sie eignen sich nur für kurze Fahrten in der Stadt, nicht aber für längere Touren, denn sie haben keine Gangschaltung und die Bremsen sind auch eher mäßig.


Eine sehr schöne Fotostelle für regen Regional-, Stadt- und Obusverkehr findet sich an der Dlouhý Most (Lange Brücke). Im dichten Verkehr der nachmittäglichen HVZ wird meine Geduld aber stark strapaziert und ich suche die Stelle zu leicht veränderten Tageszeiten mehrfach auf, ehe ich einige halbwegs brauchbare Bilder bekomme.
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Einige Meter weiter an der Haltestelle U Zelené ratolesti…
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…und an der folgenden Haltestelle Poliklinika Sever.
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Leider muss sich der ÖPNV durch den in der HVZ permanent stockenden Verkehr um die Altstadt quälen. Mitten ins Zentrum wird aber immer ein Fußweg von rund einem halben Kilometer fällig, während man mit dem Auto direkt dorthin fahren kann. Eine flächendeckende Verkehrsberuhigung der Altstadt wäre äußerst wünschenswert.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 27 Dec 2017, 17:04


Lebende Forenlegende


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Nachmittags unternehme ich mal wieder eine Radtour durch Dörfer und Wiesen.
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Ein Bus hat sich mitten aufs Feld verirrt
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Ich passiere die Wendeschleife vom 9er und sehe einen Altwagen. Also schnell weiter und eine passende Stelle suchen. Da wagt sich noch ein Lichtstrahl zwischen den Bäumen hindurch… Doch die Wendezeit ist zu groß und das Licht hinfort, als das typische Heulen der Altwagen erklingt.
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Rangierdienst am Hbf
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Inzwischen habe ich die tschechische Küche satt und gönne mir ein Sandwich mit Hummus und Petersilie in einem Café, das genauso gut in Berlin-Kreuzberg sein könnte.

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Luas
  Geschrieben am: 28 Dec 2017, 17:19


König


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Der abgestellte Niederflurbus auf der Wiese könnte anhand der Farbgebung ein ehemaliger Linienbus aus Prag sein.

Und beide Daumen hoch für den faszinierenden Bilderbericht!

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Entenfang
  Geschrieben am: 28 Dec 2017, 18:30


Lebende Forenlegende


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Tag 10 Trebon

Den tschechischen Filmnachmittag lasse ich mal ausfallen und fahre als Alternativprogramm nach Trebon.

Richtung Osten ist es ganz schön hügelig, was die Strampelarbeit zwar massiv erhöht, aber dafür einige Ausblicke bietet, hier auf Rudolfov
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Erwähnenswert ist die Beschilderung der verwinkelten Gassen in vielen Dörfern. Oftmals bekommt man einen kleinen Stadtplan vorgesetzt und Spiegel ermöglichen den Blick um die Ecke.
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So schnell, wie die Tschechen über die kleinen und kurvigen Landstraßen rasen, sollte man besser oft beten…
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Angenehmerweise geht es zum Schluss nur noch bergab, ehe ich vor den Toren der Stadt an der Schwarzenberger Gruft einen kurzen Stop einlege. Es stammt vom Adelsgeschlecht der Schwarzenberger, die von 1660 bis 1924 die Entwicklung der Stadt prägten.
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Trebon ist für seine Karpfen bekannt. Im Spätherbst werden sie aus den unzähligen Fischteichen geangelt und sind in Tschechien ein äußerst beliebtes Weihnachtsessen.

Der Masarykovo námestí ist das Herz der Altstadt. In der Mitte befindet sich eine Mariensäule mit Brunnen, rechts das Rathaus. Die große Anzahl an Sitzbänken gefällt mir.
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Auf die Schnelle finde ich keine geeignete Fotostelle für den nächsten Zug, doch die hölzerne Kurbelschranke ist auf jeden Fall sehenswert.
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Der BÜ ist übrigens weder durch den Fdl einsehbar noch kameraüberwacht – in Deutschland undenkbar.

Kleiner Stadtspaziergang durch das überschaubare Zentrum
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