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Einmal Ostsee und zurück (Xavier-Edition) [Zur Themenübersicht]
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Lobedan
  Geschrieben am: 12 Oct 2017, 20:39


Haudegen


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Mich hat es für ein verlängertes Wochenende an die Ostsee verschlagen, genauer gesagt nach Usedom. Dorthin würde ich euch gern mitnehmen. Bahnbezug werden nur die An- und Abreise haben, aber mit Landschaftsfotos kann man hier ja auch viele begeistern und allein die Schilderung der Hinfahrt ist mir definitiv einen Beitrag wert, warum dann nicht mit ein paar Fotos vom Meer garnieren?

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(Blick auf die Seebrücke Bansin)

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es wirklich für ein Bingo! gereicht hat, wahrscheinlich für keine komplette Reihe. Zahlenmäßig habe ich aber locker das halbe Feld zusammenbekommen.
Startpunkt der Reise war gewissermaßen kurz nach Ostern dieses Jahres. Da ein runder Geburtstag in der Familie anstand und das ganze Drumherum bereits im Winter geplant wurde, habe ich natürlich die großzügige Vorverkaufsfrist genutzt und im April meine Fahrten gebucht. So ergatterte ich eine erstklassige Hinfahrt für 34,40 Euro und eine zweitklassige Rückfahrt mit Reservierung für 26,25 Euro. Und dann wuchs die Vorfreude von Tag zu Tag, denn ich malte mir gedanklich eine wunderbar entspannte zehnstündige Fahrt aus, nach der ich im letzten Licht das Meer begrüßen und anschließend das Buffet plündern könnte. Ungefähr so:

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(Seebrücke Heringsdorf, allerdings im Morgen-, nicht im Abendlicht)

Selbstverständlich kam es anders.

Dass das Sturmtief Xavier in der vergangenen Woche ein bisschen was im deutschen Schienennetz kaputt gemacht hat, dürfte sogar jeder Autofahrer mitbekommen haben. Folglich war der Anruf meiner Familie am vergangenen Freitagabend nur folgerichtig, ob ich denn auch wie vereinbart ankommen würde. Natürlich hatte ich unlängst gelesen, dass die Bahnstrecke Berlin-Stralsund zu diesem Zeitpunkt gesperrt war und die Freigabeprognose erst den Sonntag in Aussicht stellte. Die DB vermeldete online für diese Strecke jedoch keinerlei Einschränkung im Fernverkehr und auch der Verspätungsalarm blieb still.
Auf alles vorbereitet, aber dennoch zuversichtlich startete ich daher am vergangenen Samstagmorgen um kurz vor 6 mit dem Agilis von Ulm nach Ingolstadt. Zu meiner Enttäuschung bietet die 1. Klasse im Agilis-Mops exakt dieselben Sitze und Sitzabstände wie die 2. Klasse, sodass zwei Stunden Schlummern eher zur unbequemen Angelegenheit verkamen. Wie schon bei meiner letzten Agilisfahrt verweigerte auch diesmal das Terminal des Zugbegleiters den Scan eines Handytickets, aber zu dieser frühen Stunde war der gute Mann ohnehin nicht allzu motiviert und zog dann einfach schulterzuckend weiter.
Die Weiterfahrt verlief einem Samstagmorgen entsprechend unspektakulär. Kurzer Stopp bei der Einfahrt nach Ingolstadt, um den München-Nürnberg-Express vorzulassen, sodass ich beim Bahnsteigwechsel nicht trödeln konnte, dann begann auch schon die Fahrt im ICE 1512. Fahrtziel laut Bahnsteiganzeiger: Ostseebad Binz. Fahrtziel laut Zug-FIS: Ostseebad Binz. Fahrtziel laut Begrüßungsdurchsage: Stralsund. Prima, also komme ich wie geplant ans Ziel!
Mein Einzel-Sitzplatz erwies sich leider als weniger ruhig und entspannt als erwartet. Das lag zum einem am gefühlten 1. Klasse-Füllgrad von 95 %. Rüstige Rentnertruppe? Hoffentlich fahren die jetzt nicht acht Stunden lang mit und plappern die ganze Zeit vor sich hin ... Zum anderen lag der Platz im Wagen 27. Der Wagen jenseits oder diesseits (zutreffendes bitte gemäß eigener Klassenpräferenz auswählen) des Bordrestaurants, der aus zwei Dritteln 2. und aus einem Drittel 1. Klasse besteht. Der Wagen, der nur am 1. Klasse-Ende Toiletten hat, weil am anderen das Restaurant ist. Sitzt man hier in der 1. Klasse, kommen also alle naselang 2. Klasse-Reisende vorbei, die ihre Blase nicht beherrschen können. Und 1. Klasse-Reisende, die nicht auf den am-Platz-Service warten können. Ausgewiesen ist der 1. Klasse-Bereich hier dennoch als Ruhezone. Ha!
Kurz darauf wird mir ein Gratissnack in Form eines Schokoriegels gereicht. Danke, Sie dürfen gern noch ein paar Mal vorbeikommen! Es sollte der erste und letzte Schokoriegel an diesem Tag sein. Es folgt die Ticketkontrolle (war da nicht mal was mit Selbst-Check-Inn?) mit nicht-versagendem Terminal. Am Zweier neben mir sitzt ein Rentnerpärchen, das die Definition von Sparpreis missverstanden hat:
"Ja, Sie dürfen mit Ihrem Ticket bis nach Rügen fahren. Aber mit diesem ICE hier nur bis nach Stralsund. Schauen Sie hier auf Ihrem Ticket steht das auch: ICE bis Stralsund und danach mit dem Regionalzug weiter. Wie genau, das fragen Sie bitte noch mal nach dem Personalwechsel in Naumburg, ich habe dazu keine Informationen hier." Unsicher, ob die zwei das wirklich verstanden haben, zieht die Zubse von dannen. Vielleicht lag der unsichere Blick aber auch an dieser zuvorkommenden Information. War da nicht mal was mit 1. Klasse-Service?

Kurz darauf erreichen wir Nürnberg. Zu meiner Erleichterung verlässt die plappernde Rentnertruppe hier ihren Vierer. Parallel zu uns fährt am Nachbargleis der ICE nach Hamburg ein. Es vibriert in meiner Hose. Die Blechelse verkündet die nächsten Anschlüsse: "ICE 1512 nach Ostseebad Binz über Erlangen. Heute ohne Halt in Berlin Gesundbrunnen, Eberswalde Hauptbahnhof, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam, Züssow, Greifswald."
Okay, denke ich, also werden wir wohl über Neustrelitz nach Stralsund umgeleitet? Ich ziehe mein Smartphone aus der Hose, öffne den Verspätungsalarm: Bei allen Halten jenseits von Berlin Hbf steht "Halt entfällt". Ja was denn nun?
"Wir begrüßen nun auch alle in Nürnberg zugestiegenen Fahrgäste auf unserer Fahrt nach ... Berlin. Sehr geehrte Fahrgäste, leider erreichte uns soeben die Nachricht, dass dieser Zug heute nur bis Berlin Hauptbahnhof verkehrt. Für Ihre Anschlüsse zu Zielen jenseits von Berlin wenden Sie sich bitte am Informationsschalter in Berlin Hauptbahnhof an das örtliche Personal."
Ich seufze. Zum einen darüber, dass die nächsten Stunden nicht so werden wie geplant. Zum anderen darüber, dass solche Ansagen genau der Grund sind, warum Menschen sich das Bahnfahren abgewöhnen.
Ich telefoniere kurz, um meine Familie darüber zu informieren.

Es folgen zwei ereignislose Stunden durch den Frankenwald. Bis wir kurz vor Saalfeld zum Stehen kommen:
"Sehr geehrte Fahrgäste. In wenigen Minuten werden wir einen außerplanmäßigen Halt in Saalfeld einlegen, um dort Fahrgäste eines ausgefallenen Zuges aufzunehmen. Ich bitte Sie, Jacken und Gepäck von freien Sitzplätzen zu entfernen, um auch den dort zusteigenden Reisenden Platz bieten zu können."
Immerhin! In Saalfeld steht eine gestrandete IC-Garnitur im 101er-Sandwich am Bahnsteig und es steigen nicht wenige Menschen zu. Kurz darauf lässt sich mal wieder eine Zugbegleiterin blicken und fragt unmotiviert, wer Fahrgastrechte-Formulare benötigt. Da sie jedoch geradezu an uns allen vorbeirauscht und nicht sonderlich laut gefragt hat, nimmt niemand in Sichtweite dieses Angebot wahr. Es sollte für heute das letzte Mal sein, dass ich einen Zugbegleiter in diesem Zug sehe.
In Jena steigt der Füllgrad weiter, aber noch findet offenbar jeder einen Sitzplatz, zumindest entdecke ich in der benachbarten 2. Klasse noch etliche nur einfach belegte Zweier. Nach dem Personalwechsel in Naumburg erfolgt zuallererst folgende Durchsage: "Für alle Fahrgäste mit Fahrtziel jenseits von Berlin: Bitte bleiben Sie unbedingt bis Berlin Hauptbahnhof im Zug. Ich informiere Sie über weitere Fahrtmöglichkeiten, sobald ich Informationen dazu habe."
Das mit den halb besetzten Zweiern ändert sich in Leipzig. Zwar steigen viele Menschen aus, aber noch viel mehr zu. Mit dieser Anzahl ist der solo T7 dann doch überfordert, im Übergang zum nächsten 1. Klasse-Wagen bleiben etliche Menschen stehen, darunter eine Familie mit zwei lautstarken Kleinkindern. Der Füllgrad erhöht zumindest die bis dahin frostig anmutende Innenraumtemperatur ein wenig, viele behalten ihre Jacken dennoch an.
In Bitterfeld warten wir Anschlussreisende eines verspäteten Zuges ab, trotzdem stehen bislang nur +10 auf der Uhr. Das ändert sich eine halbe Stunde später, als wir kurz vor Luckenwalde zum Stehen kommen: "Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund der Unwetterschäden der letzten Tage ist der folgende Streckenabschnitt nur eingleisig befahrbar. Wir müssen nun einige entgegenkommende Züge abwarten und setzen unsere Fahrt in etwa 20 Minuten fort und erreichen Berlin Südkreuz dann gegen 13:50 Uhr. Ich habe nun bereits Informationen zu ersten Anschlüssen in Berlin: Sie erreichen dort einen IC nach Hamburg, Abfahrt am Hauptbahnhof um 14:26 Uhr. Reisende nach Neustrelitz nutzen ab Berlin Hauptbahnhof bitte die S-Bahn nach Berlin-Buch. In Berlin-Buch besteht Anschluss zu einem Schienenersatzverkehrsbus nach Bernau. In Bernau besteht Anschluss zu einem Schienenersatzverkehrsbus nach Eberswalde. Und ab Eberswalde verkehren wieder planmäßige Züge nach Neustrelitz."
Ich blinzle, schaue mich um, entdecke jedoch bei sonst niemandem eine Regung zu dieser Ansage. Neustrelitz. Das liegt auf der Bahnstrecke Berlin-Rostock. Dort, wo der Abzweig nach Neubrandenburg und Stralsund ist. Dort wäre unser Zug planmäßig niemals langgefahren. Und mit dieser Reisekette erreicht man auch ganz sicher niemals Neustrelitz. An diesem Tag nicht mal mit diesen Umwegen, da Neubrandeburg-Neustrelitz ebenfalls wegen Sturmschäden dicht war.

Ich überlege, ob ich zur Zugchefin gehen und sie über diese falsche Durchsage informieren sollte, doch fürs erste hat meine eigene Reisekette Vorrang. Da ich online lediglich Infos zur Regiosperrung Berlin-Eberswalde gefunden habe, aber nichts zum SEV, kalkuliere ich die weitere Fahrt durch: S-Bahn nach Buch mit Umstieg am Hbf sind schon mal mehr als 30 Minuten. Dann S-Bahn-SEV nach Bernau und schließlich Regio-SEV nach Eberswalde ... locker eine Stunde. Ab Eberswalde fährt alle zwei Stunden ein RE zur Ostsee weiter ... natürlich genau so, dass ich dort noch mal eine Stunde warten darf ... wenn alles gut läuft, bin ich also 18:50 Uhr in Anklam. Statt 15:50 Uhr mit dem ICE. Wohlgemerkt sah der Plan vor, dass ich von der autofahrenden Familie in Anklam aufgesammelt und mit auf die Insel genommen werde, da mir die Umwegfahrt mit der UBB über Züssow dann doch etwas zu langatmig und dank UBB-Zuschlag auch zu teuer war.
Ich telefoniere und habe Glück: "Wir sind noch vor Berlin, sollen wir dich nicht lieber dort aufsammeln?" - "Hmja. Dann aber besser Südkreuz, das ist gleich an der Stadtautobahn."
Es ist inzwischen 14 Uhr, wir stehen immer noch. Bisher kamen uns ein ICE und ein EC entgegen. 10 Minuten später kommt noch ein Regio, dann gehts mit +45 weiter. Gegen 14:20 Uhr erreichen wir Berlin Südkreuz. Zuvor ertönte nochmals die Durchsage mit Anschlüssen nach Hamburg (der IC wartet sogar auf uns!) und Neustrelitz via Eberswalde. Wenn der SEV auch noch schief gegangen wäre, hätte ich in Eberswalde dann womöglich sogar den RE verpasst und wäre noch zwei Stunden später angekommen. Stattdessen erwarteten mich nun noch 3,5 Stunden beengte Autofahrt im Dauerregen und eine alles andere als entspannte Ankunft gegen 18 Uhr in Heringsdorf. Ein bisschen Licht für den Gang zum Meer wäre noch vorhanden gewesen, aber nach dieser 12-stündigen Tortur steht mir gerade nicht der Sinn danach. Das Hotel wartet. Und die restliche Familie auch.

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(Das Hotel)
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 12 Oct 2017, 21:53


Haudegen


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Der erste Abend oder: Das Hotel

Aber wer bin ich, dass ich mir von dieser Anreise den Urlaub verderben lasse, auf den ich mich so lange gefreut habe?
Die Atmosphäre im Hotel vermag auf den ersten Blick sehr zu überzeugen. Überall flauschiger Teppich, Holzverkleidungen und Verzierungen aller Art, innovative Raumtrenner - eine warme Grundstimmung, die nur durch den großküchenartigen Essensgeruch beeinträchtigt wird, der aus dem offenen Speisesaal in die Lobby wabert: Es gibt Dillsoße!

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(Der Speisesaal mit Blick zur Lobby, tagsüber erhellt durch ein Glasdach)

Nun stelle ich sehr schnell fest, dass dieses Hotel vor allem eines ist: Verwinkelt. Der Zugang von der Straßenseite erfolgt auf Ebene 3. Dort liegen die Lobby und Rezeption, die Wellnesseinrichtungen und eine kleine Ladenzeile. Zum Speisesaal geht es nach unten, Ebene 2, die Zimmer liegen auf insgesamt vier Etagen, Ebenen 1-4. Der direkte Zugang zur Strandpromenade liegt auf Ebene 1. Auf Ebene 0 liegt noch ein großer Veranstaltungssaal.
Unsere Zimmer lagen allesamt auf Ebene 2. Es gibt jedoch keinen direkten Weg von dort zum Speisesaal, dazu muss man zuerst zur Ebene 3 rauf und dann wieder nach unten fahren. Oder laufen. Sofern man die Treppe vom Zimmerbereich nach oben findet, denn die ist hinter diesem mit Vogelzwitschern beschalltem Entspannungsbereich versteckt:

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Ganz oben, Ebene 5, gibt es einen Wintergarten mit Außenterrasse und unbeheiztem Außenpool. Das Ambiente hier ist durchaus ansprechend:

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Und die Aussicht ist ebenfalls nicht ohne:

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Der Weg dorthin war allerdings ähnlich verzwickt: Zuerst in die Lobby zur Ebene 3, dort befindet sich eine unscheinbare Tür mit der Aufschrift Wintergarten, hinter der man einen Fahrstuhl findet, der bis ganz nach oben fährt. Ob es auch eine Treppe gibt, habe ich nicht herausfinden können. Die Tür ist vor allem deswegen unscheinbar, weil sich direkt neben ihr diese "Wand" befindet:

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Wer sich bis hier hin noch nicht verlaufen hat, kann dann auch einfach baden gehen:

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Leider sieht dieser Innenpool wärmer aus als er war: lediglich 28 Grad laden keineswegs zum entspannten Faulenzen im Wasser ein, sondern fordern eher die Schwimmer heraus. Alternativ bot der Außenpool auf der Dachterrasse stolze 18 Grad Wassertemperatur. Da die Ostsee mit 13 Grad und noch frischerem Wind deutlich unterhalb unserer Hemmschwelle lag, blieb aber zumindest dieses Erlebnis. Ganz erstaunt zeigte man sich an der Rezeption nach diesem Wunsch, wollte uns jedoch keinen Schlüssel aushändigen, sondern kam kurzerhand selbst mit nach oben, um dem Schauspiel beizuwohnen. "Eigentlich wollten wir das Wasser in den nächsten Tagen ablassen ..."
Für den Sprung ins kühle Nass gab es dann sogar eine Urkunde sowie eine Flasche Sekt. Wenn das nichts ist!

Nunja, mein zweiter Eindruck von diesem 4-Sterne-Hotel am ersten Abend lautete schlichtweg: Dekadent. Um nicht zu sagen: Zu dekadent für meine Verhältnisse. Dass ich mit meinen 26 Jahren weniger als halb so alt wie der Durchschnittsgast war, bekräftigte diesen Eindruck auch nur. Aber was solls, mir bleibt ja noch das Buffet, von dem ich ganz sicher überdurchschnittliche Mengen verdrückt habe. Das Durchschnittsalter zeigte sich beim Abendessen, das von 18-21:30 Uhr geboten wurde, nicht zuletzt auch daran, dass ab 19 Uhr nur noch die halbe Größe der Buffetfläche genutzt wurde: Die ganzen Rentner essen zeitig und eher wenig. Leider schlug sich das auch im Angebot nieder, manche Speisen wurden nicht nachgefüllt, was mir insbesondere bei den Desserts nicht so entgegen kam.

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(Welches Besteck war noch gleich wofür?)

Letztlich war die Auswahl für einen Vegetarier auch eher begrenzt. Ich aß mich durch die Beilagen und kalten Platten, türmte Salatteller voll und nahm mehrere Dessertgänge mit. Das Highlight in diesem ganzen Spaß war aber ohnehin unser Kellner: Ein Mann aus dem nahen Polen. Auf positive Art wortkarg und dafür gestenreich. Am zweiten Abend wusste er, wer was trinken wollte (und zeigte sich situationskomisch erschrocken, wenn jemand nicht wieder das gleiche wollte) oder sein Glas auf der linken Seite abstellte. Er trieb den einen oder anderen Scherz mit den Gästen und über seine Kollegen (lange Nase, weil er schneller zur Stelle war gefällig?) und zelebrierte den Abschluss des Abends mit der Verteilung kleiner Schokoladen in weiß, Vollmilch und Zartbitter, die er recht zielsicher an den Gast brachte. Sein Trinkgeld hat er sich jedenfalls absolut verdient. Auch wenn mir bewusst ist, dass nicht jeder offen für solch einen Menschen ist. Bei uns war er damit aber genau richtig.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 18:12


Lebende Forenlegende


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Da hast du ja einen schönen Tag für eine Zugfahrt quer durch Deutschland erwischt...

QUOTE
Das Durchschnittsalter zeigte sich beim Abendessen, das von 18-21:30 Uhr geboten wurde, nicht zuletzt auch daran, dass ab 19 Uhr nur noch die halbe Größe der Buffetfläche genutzt wurde: Die ganzen Rentner essen zeitig und eher wenig.

Einen Vorteil haben die Spätesser: Sie müssen nirgends Schlange stehen und bekommen extragroße Portionen.

Oh, Moment. Ich glaube, da verwechsle ich gerade was biggrin.gif

QUOTE
(Welches Besteck war noch gleich wofür?)

Genau daran erkenne ich, dass ein Laden zu teuer für mich ist...

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Zwei Mädels, etwa 17 Jahre alt, unterhalten sich in der S-Bahn. Als wir einen abgestellten Autotransportzug passieren, meint eine: "Boah, ich würde jetzt gerne eines dieser Autos nehmen und losfahren!" Darauf die andere: "Ah, und wer von uns hat denn einen Führerschein???" "Na wenn es Automatik sind, dann geht das schon..."
    
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JeDi
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 18:23


Lebende Forenlegende


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Wohnort: Unterwegs zuhause.


QUOTE (Entenfang @ 13 Oct 2017, 19:12)
Genau daran erkenne ich, dass ein Laden zu teuer für mich ist...

Ach, sehr viel Besteck hatte ich letztens im Speisewagen bei Arriva Trains Wales - und da war das Essen im Fahrpreis enthalten ;-)

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Before calling at Jesenice, this train also stops at Faak am See.
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 19:52


Haudegen


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Alter: 26



QUOTE (Entenfang @ 13 Oct 2017, 19:12)
Einen Vorteil haben die Spätesser: Sie müssen nirgends Schlange stehen und bekommen extragroße Portionen.

Oh, Moment. Ich glaube, da verwechsle ich gerade was biggrin.gif

Wir haben uns immer gegen halb sieben zum Essen getroffen, das war gar nicht so spät. Aber wir blieben eben viel länger.

QUOTE (Entenfang @ 13 Oct 2017, 19:12)
Genau daran erkenne ich, dass ein Laden zu teuer für mich ist...

Für mich eigentlich auch. Aber ich hatte ja keine Wahl, konnte der Familie schlecht sagen, dass ich woanders nächtige. ph34r.gif

QUOTE (JeDi @ 13 Oct 2017, 19:23)
Ach, sehr viel Besteck hatte ich letztens im Speisewagen bei Arriva Trains Wales - und da war das Essen im Fahrpreis enthalten ;-)

Und was gabs da Feines?

~~~

Tag 2 oder: Ein Tag am Meer

*klopf-klopf*
Es klopft.
"Zimmerservice!"
Ich blinzle. Meine Uhr auf dem Nachttisch zeigt 8 Uhr. Morgens. "Nein", sage ich halblaut vor mich hin.
Es klickt an der Tür, aber sie öffnet sich nicht.
"Dann kommen wir wohl später wieder."
Ein wenig verwirrt und definitiv nicht gerade glücklich über diesen Weckservice schließe ich wieder die Augen. Kurz darauf höre ich aus dem Nachbarzimmer den Staubsauger.
So ist das eben im Rentnerhotel: 8 Uhr sind alle schon auf den Beinen. Ich aber eben nicht.
Als ich später aufstehe, suche ich vergeblich nach einem Bitte nicht stören-Schild. Na toll. Immerhin weiß der Blick aus dem Fenster zu überzeugen:

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Eine Stunde später finde ich mich am Frühstücksbuffet wieder. Es ist noch erstaunlich viel los. Die Auswahl ist weniger erstaunlich, jedenfalls für einen Käseliebhaber wie mich. Ich stürze mich daher auf die hausgemachte Erdbeer-Mango-Johannisbeer-und-noch-ganz-viel-mehr-Marmelade (ja, da war auch irgendeine Zitrusfrucht drin!) und diverse Konfitüren und gebe auch den Croissants eine Chance, indem ich sie mit belgischer Nuss-Nougat-Creme verziere. Sie sind erstaunlich gut. Mal wieder bin ich der letzte am Tisch, der fertig wird. Aber das nimmt mir keiner übel.

Danach geht es ans Meer. Am Strand treffen wir ein paar verirrte Strandkörbe:

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Auch die Brandung gibt einiges her, es weht die rote Flagge, da trauen sich selbst die Möwen nicht allzu weit ans Wasser:

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Da es sich im tieferen Sand nicht allzu bequem läuft, wird der Rest des Weges auf der Strandpromenade fortgesetzt. Die Dünenvegetation ist ohnehin vielfältiger:

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Aber auch die zu Hotels und Ferienwohnungen umfunktionierten alten Villen oder als ebensolche erbauten Häuser wissen zu entzücken:

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Nach zwei Kilometern sind wir im benachbarten Bansin gelandet. Auch hier wachen die Möwen, diesmal auf dem Wagen der örtlichen Schausteller:

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Für alle Nicht-Vegetarier gibt es fleischhaltige Erbsensuppe, Fischsuppe oder Fischbrötchen. Der Imbiss hat genau nichts fleisch- oder fischloses im Angebot, aber ich bin ohnehin noch gesättigt vom Frühstück.

Am Ufer bildet sich derweil eine Menschentraube. Ein Feuerwehrboot kommt herangesaust und zieht Kreise. Kurz darauf kommt ein Strandfahrzeug mit Blaulicht, das ein Schlauchboot zu Wasser lässt. Beide hüpfen suchend über die Wellen, doch der Anlass dafür ist nicht auszumachen. Das ferne Martinshorn verheißt jedoch nichts gutes. Kurz darauf dreht sogar noch ein Helikopter seine Runden. In der Traube behauptet jemand, einen Menschen im Neoprenanzug gesichtet zu haben und glaubt an eine Übung. An einem Sonntag? Immerhin behindert niemand die Einsatzkräfte am Strand.

Da nicht alle so gut zu Fuß sind wie ich, fahren wir mit dem Kaiserbäder-Express zurück nach Heringsdorf. Warum ich von diesem Eisenbahn-ähnlichen Gefährt kein Foto gemacht habe, weiß ich nicht, aber äußerlich ist es ja überall dasselbe. Zwei Euro kostet die Fahrt pro Kopf, das ist weniger, als man vielerorts für eine Einzelfahrt im Stadtverkehr bezahlt. Unterwegs gibt es per Lautsprecher Informationen zu den Seebädern und der Insel Usedom, weitgehend sogar auf die Gebäude und Landschaft abgestimmt, die gerade vorbeizieht. Nach gut 15 Minuten endet die Fahrt ohne Polster und Beinfreiheit, für längere Touren empfehle ich dringend ein anderes Verkehrsmittel.
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 19:55


Haudegen


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Alter: 26



Da das Wetter bis auf kurze April-artige Schauer hält, folgt ein Gang auf die Seebrücke. Mit 508 Metern handelt es sich um die längste Seebrücke Deutschlands:

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In dem mittleren Teil befindet sich eine kleine Einkaufspassage mit, der extrovertierten Lage entsprechend, saftigen Preisen. Erstaunlicherweise bekomme ich hier dennoch meine Postkarten für 40 Cent das Stück. In der größeren Passage am Zugang zur Seebrücke wollte man 1 Euro für dieselben Motive. In der Pyramide am Ende befindet sich ein Restaurant.

Sich diesen Rekord zu krallen, war für Heringsdorf ähnlich unschwer wie der Bau des höchsten Kirchturms der Welt am Ulmer Münster: Man hat einfach solange gewartet, bis die Konkurrenz fertig war und dann ein Stück länger gebaut.
Na ja so ähnlich. Tatsächlich wurde die heutige Seebrücke aber erst 1995 fertig gestellt. Davor gab es die 1893 fertiggestellte Kaiser-Wilhelm-Brücke, die immerhin auch 500 Meter maß. Wikipedia hat sogar eine Ansicht davon:

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Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel das gute Stück leider und brannte 1957 schließlich nieder. Heute zeugen nur noch die Holzstümpfe 50 Meter westlich der neuen Brücke davon, dass dort mal etwas stand. Sie sind beliebter Ruheplatz der Möwen:

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Der Blick an die Küste ist den Weg aber definitiv wert. Nach Südosten gen Ahlbeck:

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Und nach Nordwesten gen Bansin:

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Was dort im Wasser steht, ist nicht etwa doch ein Mahnmal der alten Seebrücke, sondern Halterung für eine Leinwand.

Strandkorbparade:

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Kurz bevor der nächste Schauer aufzieht, entdecke ich den Wegweiser zum nächsten Goldtopf. Da ich nicht das nächste Einsatzziel des noch immer kreisenden Hubschraubers werden möchte, muss ich auf diesen Tauchgang jedoch verzichten:

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Leider hat meine Handykamera nicht genug Brennweite, um den gesamten Regenbogen gleichzeitig aufzunehmen, daher das andere Ende extra. Im Hintergrund der Hafen vom polnischen Swinemünde:

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Kaum sind diese Aufnahmen auf dem Chip, bricht der Regen los und durchnässt uns vollständig. Wir treten den Rückweg zum Hotel an, legen uns trocken und verbringen die Zeit bis zum Abendessen drinnen.
Was nun folgt, könnte als größtes Gelage seit dem heroischen Sieg über die Orks ... ähm ich glaube, ich muss dringend Sport machen!
Es gibt Gnocchi. Und Tomatensalat. Einen Traum von Tomatensalat. Ich habe nie besseren gegessen. Und auch noch nie so viel davon. Und zum Abschluss noch eine luftige Erdbeercreme. Also ... nicht nur eine. Aber ich durfte ja leider nichts davon mit aufs Zimmer nehmen! mad.gif
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 20:00


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Entenfang @ 13 Oct 2017, 18:12)
Genau daran erkenne ich, dass ein Laden zu teuer für mich ist...

Generation Schachtelwirt... tongue.gif

Aber ähm ja, "dekadent"... so deckt man halt einen Tisch in einem normalen Restaurant!? Vorspeise + Hauptgang + ggf. Dessert. So sieht ein normaler Mittelklassetisch in jeder Wirtschaft aus, die wenigstens ein bisschen was auf sich hält, wo man für einen Zwanni sonntags ganz gut was kriegt. Wenn man nur satt werden will und nicht selbst kochen will, geht man zu Aldi.

Bearbeitet von Rohrbacher am 13 Oct 2017, 20:01

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"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's."
    
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JeDi
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 21:16


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Lobedan @ 13 Oct 2017, 20:52)
Und was gabs da Feines?

Grundsätzlich das ;-) (Speisekarte auf Englisch und Walisisch).

Was ich vergessen hatte: Danke für den Bericht ;-)

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NJ Transit
  Geschrieben am: 13 Oct 2017, 21:59


EF-Pensionist


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Wohnort: Wabe 320


QUOTE (Rohrbacher @ 13 Oct 2017, 21:00)
Aber ähm ja, "dekadent"... so deckt man halt einen Tisch in einem normalen Restaurant!? Vorspeise + Hauptgang + ggf. Dessert. So sieht ein normaler Mittelklassetisch in jeder Wirtschaft aus, die wenigstens ein bisschen was auf sich hält, wo man für einen Zwanni sonntags ganz gut was kriegt. Wenn man nur satt werden will und nicht selbst kochen will, geht man zu Aldi.

Zwischen dem Gezeigten (Restaurant ja, eine "Wirtschaft" hat sowas eher selten) und Aldi oder Schachtelwirt gibt es aber schon noch kleine Nuancen, die man gar nicht so mit überheblicher Verachtung strafen braucht. Ich suche zum Beispiel gerne Wirtschaften auf, in denen das Besteck im Keferloher auf dem Tisch steckt.

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My hovercraft is full of eels.

SWMdrölf. Jetzt noch nächer, noch hältiger, noch fitter. Bist auch du Glasfaser und P-Wagen?
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 14 Oct 2017, 21:16


Haudegen


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Dekadent bezog sich weniger auf das Restaurant. Das fand ich sehr angenehm, wenn ich als Vegetarier auch eher zu kurz kam und daher mit Nachschlag derselben Speisen als mit Vielfalt satt werden musste. Und der Kellner war echt ein absolutes Highlight. Ich gehöre aber zu der Sorte Mensch, für die es zwei Sorten Nudeln gibt: Löffelnudeln und Gabelnudeln. NIE würde ich Löffel und Gabel zum Pastaessen gleichzeitig benutzen. Und daher habe ich vom vorhandenen Besteck auch meist nur ein Paar benutzt, sofern mir nicht irgendein Kellner das gebrauchte gemopst hat. Nein, dekadent war für mich einfach der Ersteindruck des Hotels. Das mag auch an meinem schlichten Lebensstil liegen, der keinen Hotelservice gewohnt ist.
QUOTE (JeDi @ 13 Oct 2017, 22:16)
Grundsätzlich das ;-) (Speisekarte auf Englisch und Walisisch).

Was ich vergessen hatte: Danke für den Bericht ;-)

Das klingt interessant und nach ausgiebigen Zugfahrten. Hoffentlich nicht nur aus der Mikrowelle?

Immer wieder gern!

~~~

Tag 3 oder: Einmal quer über die Insel

Heute steht der eigentlich Zweck der Reise an: Ein 80. Geburtstag. Der Morgen beginnt entsprechend und das Frühstück zieht sich länger. Ich bedaure es dabei, dass ich am Vortag nicht alle süßen Teilchen vom Backwarenbuffet durchprobiert habe, denn heute gibt es nur noch die Croissants. Die Vanilleschnecken, Franzbrötchen und keine Ahnung, was da noch alles lag, fahren sie offenbar nur sonntags auf.

Das erste Tagesziel lautet: Zinnowitz. Irgendwer hatte vor Jahren dort eine hervorragende Fischplatte verdrückt. Da wir trotz Auffahren aller Karten- und Suchdienste den Namen des Lokals jedoch nicht ermitteln können, um herauszufinden, ob es das überhaupt noch gibt, fahren wir auf gut Glück los. Leider mit mehreren Autos, anstatt fast von Tür zu Tür mit der Usedomer Bäderbahn.

Für alle, die nicht damit vertraut sind: Die UBB befährt die Insel Usedom in einem S-Bahn-artigen Verkehr. S-Bahn-artig ist zum einen der Stationsabstand - allein die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck haben zusammen sechs Stationen, insgesamt gibt es auf der Insel 21 Stationen - zum anderen aber auch der Takt. In der Hauptsaison wird durchgehend halbstündlich gefahren. Jetzt in der Nebensaison nur wochenends, an diesem Montag wären wir nur stündlich über die Insel gekommen.
Neben der Hauptstrecke Züssow (Anschluss RE Berlin-Stralsund) - Wolgast - Zinnowitz - Heringsdorf - Swinemünde wird noch die Stichstrecke Zinnowitz - Peenemünde im Norden der Insel bedient. Einige Züge fahren bis nach Stralsund, die Taktverstärker teilweise nur auf der Insel. Da die Bundesstraße anders als auf Rügen hier alle Ortsdurchfahrten mitnimmt, ist der Zug auf den meisten Relationen genauso schnell wie das Auto. Auch die Stationen liegen trotz der teils hügligen Landschaft meist zentrums- und/oder strandnah. Zum Einsatz kommen Stadler GTW (BR 646), bei Bedarf in Doppeltraktion.
Auf der Insel selbst gab es im 2. Weltkrieg kaum Zerstörungen, sodass der Bahnbetrieb seit nunmehr über 100 Jahren aufrecht erhalten wird. Zerstört wurden 1945 allerdings beide Eisenbahnbrücken nach Usedom, sowohl die Karniner Hubbrücke im Süden, wovon bis heute der Hubteil als technisches Denkmal im Peenestrom steht (die beiden Zufahrten wurden von der Wehrmacht gesprengt, die Hubvorrichtungen fuhren sie jedoch nur nach oben, um der eigenen Marine keine Trümmer in den Weg zu legen):

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(Bild von Wikipedia, da ich nicht dorthin kam, aber für mich ist dieser Bau einfach nur beeindruckend)

Zum anderen zerstört wurde die Wolgaster Brücke.
Infolgedessen erfolgte der Eisenbahnverkehr im wahrsten Sinne des Wortes als Inselverkehr, Bahnreisende nach Usedom mussten zu DDR-Zeiten mit der Fähre übersetzen. Da Swinemünde nach dem Krieg polnisch wurde, wurde auch der südliche Teil der Strecke zwischen Ahlbeck und Ducherow (südlich von Anklam) aufgegeben und nicht mehr befahren. Erst im Jahr 2000 wurde die Bahntrasse auf der Wolgaster Brücke wieder aufgebaut. Die Karniner Brücke sollte indessen schon mehrfach abgerissen werden, genauso gibt es aber auch immer wieder Bestrebungen zum Wiederaufbau der Brücke und der alten Trasse. Von Ahlbeck her kommt man seit 2008 wieder bis nach Swinemünde. Dort ist der Großteil der alten Trasse inzwischen überbaut, was den Wiederaufbau dort auch zusätzlich erschwert. Für Reisende aus Richtung Berlin würde er die Reisezeiten jedoch erheblich verkürzen.
Der Streckenabschnitt zwischen Züssow und Wolgast wurde 1989 übrigens elektrifiziert. Mit dem Ausbau der Strecke für höhere Geschwindigkeiten um die Jahrtausendwende wurde die Fahrleitung samt Masten jedoch zurückgebaut, eine Elektrifizierung der Insel war und ist nicht vorgesehen.

Auf der Autofahrt nach Zinnowitz kommen wir an der Station Schmollensee vorbei, die in einer engen Kurve liegt. Die Station wird derzeit als Begradigung dieser Kurve zweigleisig neugebaut, was vorwiegend für Zugkreuzungen mit Schüler- und Fernzügen sowie zur Verbesserung der Betriebsstabilität benötigt wird.
Zinnowitz ist der größte Ort auf dem nördlichen Teil der Insel. Weitgehend auf Kopfsteinpflasterstraßen kommt man von Hauptstraße und Bahnhof zur Küste und begegnet dort und an der Strandpromenade so manch schmuckem Häuschen:

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Direkt am Weg zur Seebrücke befindet sich dieser Hingucker:

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Ein Panorama-Café, das jede Stunde in die Höhe fährt und Ausblick über Insel, Küste und Meer ermöglicht. Es kostet jedoch 5 Euro Eintritt pro Person, Speisen und Getränke selbstverständlich nicht im Preis inbegriffen.

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Auf der Seebrücke traut sich jemand, die Möwen zu füttern. Wie die Geier kreisen sie daraufhin über ihm, einige stehen auch einfach in der steifen Brise und warten auf Zuwurf des Futters:

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Entlang der Strandpromenade gibt es einen Skulpturengarten:

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Achja: Das gesuchte Fischrestaurant gab es tatsächlich noch. Auf mich machte die Fischplatte keinen appetitlichen Eindruck, einige Stücke sahen aus wie frittiert, aber ich mochte Fisch auch noch nie besonders. Den anderen hat es jedoch geschmeckt. Als Vegetarier blieb mir die Wahl zwischen Kartoffelecken mit Quark und der Kinderportion Kartoffelpuffer. Ich wählte letzteres und bekam, dem Eindruck nach, TK-Essen mit Apfelmus aus dem Glas. Vielleicht entstand auch deshalb meine Einschätzung des Fischs.
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 14 Oct 2017, 21:16


Haudegen


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Zurück ging es dann erstmal nur zwei Orte weiter bis nach Koserow. Dort findet sich unter anderem dieser Weltrekord, den wohl nicht unbedingt jeder braucht:

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(Weltrekord 2012: 27.390 Kaffeekannen. Aktueller Stand: ca. 40.000. Wir sammeln weiter! - wie alt das Schild ist, entzieht sich meiner Kenntnis, in erster Linie erweitern sie sich durch Spenden und Geschenke und nicht durch Zukäufe)

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Drumherum ein bisschen Erlebnis-Dorf für Kinder und Junggebliebene und eine Art Schaufabrik-Verkauf von Erdbeer-Konfitüre, Bonbons und ganz viel Krempel. Nebenbei lief, passend zur Jahreszeit, eine Kürbisausstellung, von der ich jedoch keine Fotos habe.

Danach sollte es eigentlich weiter bis zur Grenze in Ahlbeck gehen, warben schließlich direkt vor dem Hotel und überall auf der Insel derartige Sandskulpturen für eine große Ausstellung ebensolcher:

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Der Eintrittspreis von 8 Euro pro Person hat uns dann aber abgeschreckt, sodass wir uns stattdessen noch ein wenig was von Heringsdorf anschauen.
Freiluftbühne an der Strandpromenade mit Seebrücke im Hintergrund:

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Wem der Strand zu sandig ist, der kann auch einfach hier auf der Promenade einen Strandkorb nehmen:

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Ob das Haus wirklich so alt ist wie der gute Mann auf der Säule?

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Mit ein paar Bäumen wirkt es noch anders:

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Und dann gibt es da noch die Gegensätze zwischen alt und DDR-alt:

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Bis auf diesen und einen zweiten solchen Plattenbau-Turm, die beide Kureinrichtungen beherbergen, gibt es hier keine Hotelburgen. Das macht Usedom in meinen Augen auch so reizvoll. Zwar ist es im Sommer genauso hoffnungslos überlaufen, die Atmosphäre auf der Insel ist aber eine ganz andere uns insgesamt wirkt alles etwas ruhiger und familiärer.
Vor allem im Hinterland abseits der Touristenpfade macht sich das enorm bemerkbar. Schon zur Hauptstraße hin findet man selbst in den drei Kaiserbädern noch viele verfallene DDR-Bauten. Begibt man sich in die kleinen Dörfer auf der südlichen Insel, so fühlt man sich teilweise in DDR-Zeiten zurückversetzt. Alte Landwirtschaftsmaschinen und DDR-Grau. Obwohl ich schon mal auf Usedom war, habe ich das bislang nicht wahrgenommen und war überrascht, hier im Grunde genommen das typische Mecklenburg-Vorpommern zu finden: Da, wo kaum Touristen hinkommen, ist scheinbar die Zeit stehen geblieben.

Das heutige Abendessen im Hotel ist übrigens bei Weitem nicht so gut wie das am Sonntag. Die Westernpfanne ist mir viel zu scharf (zu deutsch: sie ist ein wenig stärker gewürzt, ich vertrage nur nichts) und alles andere ist fischig oder fleischig. Ich bleibe beim Angebot des kalten Buffets, denn auch die Desserts sind heute nicht mein Fall. Schade!

Nach Einbruch der Dunkelheit verirre ich mich noch mal an den Strand und versuche mich an Nachtaufnahmen, mit dem Handy ist das aber vergeblich und damit möchte ich euch auch nicht quälen. Über dem Meer strahlt ein Dreiviertelmond, in der Ferne blinken die Positionslichter verschiedener Schiffe und der Hafeneinfahrt von Swinemünde. Und im Norden dreht sich ein Leuchtfeuer. Das steht jedoch nicht auf Usedom, die Insel selbst hat meines Wissens keinen eigenen Leuchtturm, sondern auf einer der kleinen vorgelagerten Inseln gen Rügen hin.
    
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Lobedan
  Geschrieben am: 15 Oct 2017, 20:02


Haudegen


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Tag 3 und Rückfahrt

Der Tag beginnt wie die beiden vorherigen gegen 8 Uhr mit dem Krach des Zimmerservice. Immerhin haben sie es nur am ersten Morgen mit Klopfen versucht, geweckt haben sie mich dennoch jeden Morgen.
Da mein Zug erst kurz nach 12 Uhr ab Anklam fährt, habe ich Zeit ohne Ende und würde sie mir gern auch nehmen, um diese Kurzreise entspannt und genüsslich zu Ende zu bringen. Beim Rest der Anwesenden herrscht jedoch hektische Aufbruchsstimmung, sodass mir sogar der Appetit vergeht und ich nicht so reichlich frühstücken kann. Ich verdrücke mich kurzerhand noch mal an den Strand, der heute in dichtem Nebel liegt. Mit Müh und Not bekomme ich die gesamte Seebrücke aufs Foto:

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Irgendwann geht es dann eben los, mit dem Auto über den Südteil der Insel, vorbei an reichlich DDR-Zeitzeugen über die Peene zurück aufs Festland. Schon auf der Hinfahrt war mir am Bodden ein vermeintlicher Sumpf aufgefallen, diesmal ist das Licht zumindest halbwegs für ein paar Fotos während der Fahrt geeignet. Richtig gespenstisch und auf vielen Kilometer Länge erheben sich die Hölzer in den sich lichtenden Nebel:

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Tatsächlich handelt es sich hier um ein Moor. Bis nach dem 1. Weltkrieg wurde hier Torf abgebaut, seit den 1960er Jahren ist das Gelände sich selbst überlassen. Es erstreckt sich auf über 11 km Länge entlang der Peene bei Anklam bis zur Küste und steht heute unter Naturschutz.

Gegen halb zwölf werde ich am Anklamer Bahnhof abgesetzt. Auf die Nichtinformation im Internet und der Bahnapp will ich mich nicht verlassen und eile zum Bahnsteig, ehe das Auto mich allein zurücklässt, um herauszufinden, ob der Zug auch wirklich fährt. Leider hat der Bahnhof dahingehend keine elektronischen und personellen Informationsquellen zu bieten, lediglich der Fahrkartenautomat vermeldet über die Verbindungssuche, dass ICE 1513 heute in umgekehrter Wagenreihung verkehrt. Ich nehme das als Bestätigung dafür, dass er fährt und verabschiede mich.
Der Bahnhof ist so trist, dass es zum Klischee von Mecklenburg-Vorpommern passt. An diesem Dienstagmittag ist hier kaum etwas los, aber der nächste Regionalzug kommt auch erst in anderthalb Stunden. Das Bahnhofsgebäude selbst ist nicht mehr zugänglich, nur ein kleiner Vorraum auf der Bahnsteigseite bietet neben dem Bahnsteigmobiliar ein paar Sitzmöglichkeiten und ein Dach. Türen gibt es nicht, den Temperaturen ist man also ausgesetzt. Erstaunlicherweise hat sogar eine kleine DB-Agentur hier ihr Büro, sie verkauft auch Kaffee, Zeitungen, Eis, Schokoriegel und Kaugummis. In der "Wartehalle" wirbt sie mit diesem Plakat:

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In der nächsten halben Stunde gesellen sich einige weitere Reisende zu mir, insgesamt bleibt es jedoch einstellig. Überraschenderweise gibt es sogar kostenloses WLAN.
Der Zug kommt eine Minute vor Plan und ohne Ansage oder sonstige Vorankündigung, lediglich das Schließen der Schranken am nahen Bahnübergang lässt einen nahenden Zug vermuten.
Es steigt sogar jemand aus, dann noch der Zugbegleiter und schließlich ich ein, um kurz darauf meinen Platz im auch diesmal sehr gut gefüllten T7 einzunehmen. Sind das alles Urlauber oder hat die Ostseeküste doch Potential für mehr Fernverkehr? Die Gepäckablage deutet weniger auf ersteres hin, sonderlich viele große Koffer und Taschen sehe ich nicht.
Gemächlich setzen wir uns schließlich in Bewegung, der Zugbegleiter ist direkt zur Stelle, spricht mich jedoch nicht an, sondern tippt nur auf seinem Terminal herum. Dann geht er weiter und kontrolliert woanders die Tickets. War das jetzt ein Selbst-Check-Inn?
Die Strecke verläuft schnurgerade, dennoch habe ich das Gefühl, dass der Zug keine 100 km/h langsam fährt. Laut Fahrplan benötigt er für die 43 km von Anklam bis zum nächsten Halt in Pasewalk 34 Minuten, das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ziemlich genau 75 km/h. Hier wäre echt ein Streckenausbau sinnvoll, der Regionalverkehr würde hier dank der großen Halteabstände ebenso profitieren.
Eine zweite Zugbegleiterin kommt vorbei und fragt nach neuzugestiegenen Fahrgästen. Ehrlicherweise halte ich ihr mein Smartphone entgegen, sie hat jedoch kein passendes Gegengerät dabei und verspricht, dem Kollegen bescheid zu geben. Dafür notiert sie sich meine Sitznummer. Der kommt auch kurz darauf (es ist der von vorhin) und will nun tatsächlich mein Ticket scannen. Doch nichts mit ungestört reisen. Angesichts des unangenehmen Mundgeruchs meiner Sitznachbarin fühle ich mich aber ohnehin nicht ungestört.
Die weitere Strecke verläuft ähnlich kurvenarm und je näher wir Berlin kommen, desto weniger langsam fühlt sich die Fahrt an. Geschwindigkeitsrekorde stellt hier draußen dennoch niemand auf. Aufgrund der Sperrung des Karower Kreuzes gibt es eine Stadtrundfahrt durch Berlin inklusive. An den Plattenbauburgen von Wartenberg, Hohenschöhnhausen und Marzahn war ich noch nie, auf diese Anblicke hätte ich aber auch verzichten können. Als wir Lichtenberg durchfahren, geht das große Packen los, dabei sind es planmäßig noch gut 15 Minuten Fahrt bis zum Hauptbahnhof. Noch vor Erreichen der Ringbahn bilden sich Schlangen in Richtung beider Wagenenden, die sich in der Wagenmitte treffen, auch meine Sitznachbarin beschließt, mich ein paar Minuten saubere Luft atmen zu lassen. Ich überlege, ob ich nicht sitzen bleiben sollte, wo doch dank Xavier keine Zugbindung gilt. Doch die weitere Schleichfahrt bis Nürnberg erscheint mir doch zu lang, zeitlich würde ich damit absolut nichts gutmachen, dafür jedoch auf mein Mittagessen am Hauptbahnhof verzichten müssen.
Berlin Gesundbrunnen wird planmäßig ohne Halt durchfahren, warum, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht fehlende Fahrtzeitreserven aufgrund der Umleitung? Nun erlöst auch der Zugchef die auf Ausstieg Wartenden und teilt ihnen den nahenden Halt und das Erreichen aller vorgesehenen Anschlüsse mit. Letztlich bleiben dennoch +3 auf der Uhr stehen, sodass meine Aufenthaltszeit auf 64 Minuten schrumpft. Ich hätte auch rennen und den ICE nach Basel nehmen können, um in Mannheim nochmals umzusteigen, aber auch das war mir den Stress nicht wert, zumal ich aufgrund der umgekehrten Wagenreihung am falschen Ende des Hauptbahnhofs aussteigen müsste. Mit mir verlässt ein Großteil der Reisenden den Zug. Stattdessen erklimme ich die Geschosse gemächlich und finde mich im letzten verbliebenen Berliner Ableger meiner Lieblingsbürgerkette aus München wieder, die übrigen Filialen haben sich vor einiger Zeit aufgrund von Streitigkeiten über das Franchisekonzept abgespalten und unter neuem, mir nicht mehr bekannten Namen selbstständig gemacht. Ab dem kommenden Frühjahr kommen sie auch endlich nach Ulm. Auffallenderweise wirken fast alle Kellnerinnen einschließlich der Barkeeperin verschnupft, das finde ich gar nicht gastfreundlich. Es schmeckt trotzdem.
Halb vier nehme ich dann ICE 693 nach Ulm. Er ist gut gefüllt, aber nicht so übervoll, wie ich es in Berlin zu manch anderer Zeit erlebt habe. Dienstagnachmittag ist aber natürlich auch keine Hauptreisezeit. Mein Nachbarplatz soll von Berlin bis Hanau reserviert sein, doch auch in Spandau gesellt sich niemand zu mir. Irgendwo bei Stendal legen wir eine Pause auf offener Strecke ein, kurz nach Wolfsburg nochmals (nein, wir sind nicht versehentlich an der VW-Stadt vorbeigefahren, der Zug hält hier planmäßig nicht), sodass in Braunschweig +10 auf der Uhr stehen. Ich bekomme nun einen Film-konsumierenden Sitznachbarn, der bis Göttingen bei mir bleibt, die restliche Fahrt habe ich meine Ruhe. Insgesamt verläuft die Fahrt auffallend ruhig und ohne Zwischenfälle, vielleicht die Wiedergutmachung für die Hinfahrt, ab Frankfurt auch wieder voll im Plan, was sich bis Ulm nicht ändert, da der Korrespondenz-ICE in Mannheim derart viel Verspätung hat, dass wir ihn nicht abwarten können. Statt in Ulm den nächsten Regio über die Donau abzuwarten, fahre ich mit den zu dieser späten Stunde erstaunlich vollen Stadtbus weiter. Der ICE sammelt bis München derweil noch eine halbe Stunde Verspätung.

~~~

Damit verabschiede ich mich von euch, behalte die Usedomer Ostsee absolut positiv in Erinnerung und überlege nun, was ich mit meinem Weihnachtsurlaub anstelle.
    
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146225
  Geschrieben am: 15 Oct 2017, 20:06


Lebende Forenlegende


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Danke für die Erinnerungen an die Sonneninsel Usedom - wo ich seit dem Frühsommer 2013 noch immer den Gedanken im Kopf habe, da eines Tages nochmals hin zu wollen. Wenn es doch nur nicht so viel andere Reiseziele auch noch gäbe. wink.gif

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Und vergessen Sie nicht: Bevor Sie gehen -
HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 15 Oct 2017, 20:37


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Lobedan @ 15 Oct 2017, 21:02)
Damit verabschiede ich mich von euch, behalte die Usedomer Ostsee absolut positiv in Erinnerung und überlege nun, was ich mit meinem Weihnachtsurlaub anstelle.

Und ich danke dir für die Eindrücke, auch wenn für mich klar ist, dass bei einer längst überfälligen Reise nach Usedom nur alternative Verkehrsmittel und Übernachtungsmöglichkeiten infrage kommen. biggrin.gif

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Zwei Mädels, etwa 17 Jahre alt, unterhalten sich in der S-Bahn. Als wir einen abgestellten Autotransportzug passieren, meint eine: "Boah, ich würde jetzt gerne eines dieser Autos nehmen und losfahren!" Darauf die andere: "Ah, und wer von uns hat denn einen Führerschein???" "Na wenn es Automatik sind, dann geht das schon..."
    
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