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[M] S-Bahn-Ausbau, PM des bayerischen Verkehrsministerium [Zur Themenübersicht]
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Lazarus
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 16:08


Lebende Forenlegende


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Das Thema Nordtunnel ist durch. Das wird keiner bezahlen wollen, weil da ist man in einer ähnlichen Preisregion wie Stamm2, wenn nicht sogar noch deutlich höher. Da wird dir die Politik gleich abwinken. Nicht finanzierbar. Nicht zu unrecht...

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 17:40


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QUOTE (Lazarus @ 3 Oct 2021, 17:08)
Das Thema Nordtunnel ist durch.

Ich bin mir bewusst, dass du keinen Meter auf das geschriebene eingehen wirst, aber der von mir gerade erwähnte Tunnel ist ja nicht DER Nordtunnel und wurde so also wahrscheinlich nicht im entferntesten bisher untersucht. Im Endeffekt hast du aber Recht, ganz einfach weil insbesondere die A92-Trasse (oder ein anderer Ausbau München - Freising) auch Güterverkehr kann und das auch muss, während das beim gerade erfundenen Projekt "München21 light Garching-Neufahrn-Express-S-Bahn-ICE" von der Lage her schon komplett ausscheidet, sofern man nicht noch zusätzlich eine beidseitige und ebenfalls zu tunnelnde Nordring-Anbindung einbauen würde. Und Tunnelstrecken mit Mischverkehr insbesondere Personen/Gefahrgut sind naheliegenderweise an sich schon ziemlich böse, vgl. Fürther Güterzugtunnel.

Machen wir das also nicht. Bei (auf der Schiene und vergleichbarer Geschwindigkeit!) 70 Personen pro Fahrt ist damit wieder die Tram das geeignete Verkehrsmittel, das, wie gesagt, auch in und zwischen anderen direkten Umlandorten mit niederflurigen Zweirichtungsfahrzeugen und optionaler Doppeltraktion mit in Spitzenzeiten bis zu 500 Personen (halbe S-/U-Bahn) durchaus zusammenhängend Potential im Nahverkehr haben könnte.

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MfG
    
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andreas
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 17:46


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ich weiß nicht, woher das Märchen kommt, daß eine U6 zwischen Garching und Neufahrn keine Fahrgäste hat - klar, die Sparplanung, die in Neufahrn am Bedarf vorbeifährt und nur am Bahnhof hält, die ist nicht sonderlich attraktiv - aber eine U6, die in Dietersheim, in Neufahrn Süd Mitte hält und am Bahnhof hält dürfte massiv attraktiv sein - zudem ist sie um Welten schneller in Neufahrn als jeder Bus - und die die U6 hat ja mit dem Gewerbegebiet Hochbrück und dem Forschungsgelände viele Arbeitsplätze zu bieten, wohin jeder aus Neufahrn/Freising bisher mit dem PKW fährt.....
Relationen wie Garching - Flughafen, Freising/Neufahrn - Garching usw. die heute jeder mit dem PKW fährt und die auch in Zukunft jeder mit dem PKW fahren wird, weil sich die wenigsten in den Bus hocken werden.... Aber man wird sehen, wie der Bus X660 angenommen wird von den Studenten, nachdem man den in Freising nicht über den Bahnhof fahren lässt ist er halt für die anderen wieder nicht so interessant....
Und Umsteigen in Neufahrn Richtung Freising und Flughafen wird auf jeden Fall attraktiver sein als Umsteigen in Garching und in Neufahrn oder Freising....
Will man eine Verkehrswende muß man solche Strecken bauen - denn die Vergangenheit hat gezeigt, ist das attraktive Angebot da kommen die Leute....

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Es heißt nicht, nicht net.
    
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andreas
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 17:47


Lebende Forenlegende


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wenn die mit 70 Personen pro Fahrt rechnen kannst davon ausgehen daß es in der Realität mindestens das Doppelte sein wird....

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Lazarus
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 17:47


Lebende Forenlegende


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Die sinnvollste Variante ist da in meinen Augen eigentlich die A92-Trasse, weil die Alttrasse ausbauen. Da sehe ich platzmäßig eher keinen Spielraum. Gerade, wenn man sich den Bereich Schleißheim mal so ansieht, wie nah da die Bebauung bereits an die alte Trasse reicht. Dann hätte man die neue für den Regional- und Güterverkehr und die alte für die S-Bahn...

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martinl
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 18:02


Kaiser


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QUOTE (andreas @ 3 Oct 2021, 17:46)
Aber man wird sehen, wie der Bus X660 angenommen wird von den Studenten, nachdem man den in Freising nicht über den Bahnhof fahren lässt ist er halt für die anderen wieder nicht so interessant.

Der X660 hält auch am Freisinger Bahnhof.
    
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andreas
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 18:05


Lebende Forenlegende


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gut, im Merkur Artikel wurde das nicht erwähnt.... danke

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Iarn
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 18:16


Lebende Forenlegende


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Anbei das Halteschema:

Freising,Weihenstephaner Berg
- Weihenstephan
- Weihenstephaner Straße
Freising sbahnlogo.gif
Freising, Schlüterstraße
Achering, Acheringer Hauptstr.
Mintraching, Münchner Straße
Dietersheim, Auweg
Garching, Forschungszentrum (U)

Quelle

Bearbeitet von Iarn am 3 Oct 2021, 18:19

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 3 Oct 2021, 21:00


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QUOTE (Iarn @ 3 Oct 2021, 19:16)
Quelle

Ähm... warum der Entwurf? Beim MVV ist längst der ein gültiger drin, die Linie fährt ja schon. Steht zumindest so in der Zeitung. wink.gif

Und das ist natürlich der Vorteil einer Buslinie. Die ist schnell eingerichtet und fährt auch direkt nach Weihenstephan hoch. Das dürfte so weder S- noch U-Bahn noch (Regio-)Tram machen. Da muss man zur Ermittling der potentiellen Fahrgastzahlen halt schauen, wer die Leute eigentlich sind. Wenn ein Großteil der Fahrgäste tatsächlich zur Uni fährt bzw. sich das in Summe vielleicht U-bahn taugliche Potential nördlich vom Forschungszentrum deutlich auf mehrere Ziele verteilen sollte (Eching, Neufahrn, Freising, Hallbergmoos, Flughafen?), dann ist der Expressbus natürlich tatsächlich der beste Verkehrsträger. Dann macht es Sinn die U-Bahn am Forschungszentrum enden zu lassen und den Umstieg auf die feinere Verteilung gleich dort zu machen.

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MfG
    
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andreas
  Geschrieben am: 5 Oct 2021, 20:17


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Rohrbacher @ 3 Oct 2021, 21:00)
Ähm... warum der Entwurf? Beim MVV ist längst der ein gültiger drin, die Linie fährt ja schon. Steht zumindest so in der Zeitung. wink.gif

Und das ist natürlich der Vorteil einer Buslinie. Die ist schnell eingerichtet und fährt auch direkt nach Weihenstephan hoch. Das dürfte so weder S- noch U-Bahn noch (Regio-)Tram machen. Da muss man zur Ermittling der potentiellen Fahrgastzahlen halt schauen, wer die Leute eigentlich sind. Wenn ein Großteil der Fahrgäste tatsächlich zur Uni fährt bzw. sich das in Summe vielleicht U-bahn taugliche Potential nördlich vom Forschungszentrum deutlich auf mehrere Ziele verteilen sollte (Eching, Neufahrn, Freising, Hallbergmoos, Flughafen?), dann ist der Expressbus natürlich tatsächlich der beste Verkehrsträger. Dann macht es Sinn die U-Bahn am Forschungszentrum enden zu lassen und den Umstieg auf die feinere Verteilung gleich dort zu machen.

schnell? Die haben zwei Jahre gebraucht um die Linie auf die Straße zu bekommen.... und mal wieder kein Betrieb am Wochenende - was sehr schade denn ist, denn für Dietersheim, Mintraching und Achering ist die Linie sehr attraktiv (und in Archering der erste und einzige ÖPNV überhaupt)

Bearbeitet von andreas am 5 Oct 2021, 20:18

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Es heißt nicht, nicht net.
    
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cretu
  Geschrieben am: 5 Oct 2021, 23:33


Tripel-Ass


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QUOTE (Rohrbacher @ 3 Oct 2021, 21:00)
und mal wieder kein Betrieb am Wochenende - was sehr schade denn ist, denn für Dietersheim, Mintraching und Achering ist die Linie sehr attraktiv (und in Archering der erste und einzige ÖPNV überhaupt)

Der Zustand ist doch in Bayern normal! Warum regt man sich deswegen im Bereich des MVV so sehr darüber auf?!?

Überall sonst kommt man am Wochenende nicht einen Meter weit ohne Auto. Warum beklagt sich da ausgerechnet jeder im MVV Gebiet so sehr? Wer beispielsweise schon mal versucht hat, ohne Auto am Wochenende vom Umland nach Landshut - immerhin Sitz der Regierung von Niederbayern - zu kommen, wenn er nur einen oder drei Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen wohnt, hat keine Chancen. Alles, was nicht Stadtverkehr Landshut ist, fährt die umliegenden Ortschaften nur unter der Woche oder max. mit ein, zwei Fahrten am Wochenende an.

Und jetzt frag ich mal: wieviel Kilometer außerhalb der Stadtgrenze von München (Regierungssitz Oberbayern) liegt beispielsweise das hier angesprochene Dieterstheim, Mintraching und Achering? Ich hab grad mal für Samstag Vormittag für Dietersheim beim MVV geschaut. Da kann man heute schon etwa alle 30 Minuten Richtung München fahren. Wer am Wochenende im Umkreis von Landshut sich bewegen möchte, findet meist gar keine einzige Fahrt in die Regierungshauptstadt von Niederbayern (Beispiel Frauenberg, sogar noch Ortsteil (!!!) von Landshut - ca. 4 Kilometer Luftlinie östlich des Stadtkerns von Landshut).

Und ich tippe mal stark drauf, dass hier Landshut nicht gerade das einzige Negativbeispiel in ganz Bayern ist. So wird es wohl flächendeckend aussehen.

Ja Himmelherrgots..... warum beschwert sich alles, was im Münchner Umland lebt, immer so sehr über den ÖPNV, wenn es im restlichen Bayern praktisch gar keine Möglichkeit gibt, öffentlich zu fahren?!? Baut doch erstmal für jedes Dorf in Bayern Samstag wie Sonntag mindestens 3-4 Fahrten am Tag mit den Öffis auf, bevor Dietersheim und alle anderen Dörfer im Münchner Umland noch eine einzige Express-Busfahrt zusätzlich erhält!

Tut mir leid, aber das musst jetzt einfach mal raus!

Bearbeitet von cretu am 5 Oct 2021, 23:48
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 6 Oct 2021, 00:52


Lebende Forenlegende


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Wohnort: ja


QUOTE (andreas @ 5 Oct 2021, 21:17)
schnell? Die haben zwei Jahre gebraucht

Gegenüber einer S-Bahn oder anderen Verkehrsmitteln ist das richtig schnell. Und wenn ich das richtig sehe, sind die Busse neu (fallen nicht vom Himmel) und das neue Semester beginnt meines Wissens im Oktober, nicht zum Fahrplanwechsel. Nachdem sowas zudem in einen Haushalt eingestellt, natürlich ausgeschrieben und überhaupt erstmal geplant und beschlossen werden muss, ist das eigentlich sensationell schnell. Oder nicht?

QUOTE (andreas @ 5 Oct 2021, 21:17)
und mal wieder kein Betrieb am Wochenende

Am Wochenende haben die Unis zu, oder?

QUOTE (andreas @ 5 Oct 2021, 21:17)
was sehr schade denn ist, denn für Dietersheim, Mintraching und Achering ist die Linie sehr attraktiv

An sich richtig. Wobei die Frage ist, ob die Ortsteile ohne den Univerkehr, der der ganzen Planung zu Grunde liegt, am Tag grob 900 Sitzplätze pro Richtung rechtfertigen. Aber wurscht, den Wochenendverkehr könnte man ja bei einer bestehenden Linie noch dazubauen.

@cretu: Das Zitat ist nicht von mir. wink.gif

QUOTE (cretu @ 6 Oct 2021, 00:33)
Überall sonst kommt man am Wochenende nicht einen Meter weit ohne Auto.

Unter der Woche oftmals auch nicht.

QUOTE (cretu @ 6 Oct 2021, 00:33)
Ja Himmelherrgots..... warum beschwert sich alles, was im Münchner Umland lebt, immer so sehr über den ÖPNV, wenn es im restlichen Bayern praktisch gar keine Möglichkeit gibt, öffentlich zu fahren?!?

Weil das Problem nicht weggeht, nur weil im Rest Bayerns gar keiner mehr ein Problem sieht oder - wie ich letztens schon ausgeführt habe - in Bayern die Struturen an sich von ganz oben her schon problematisch sind. Kommt drauf an, ob man drüber redet, was idealerweise sein sollte oder ob man im Dauermotzmodus (oder völlig überzogenen Ansprüchen) auf einem Landkreis rumhackt, der halt unter den gegebenen Bedingungen auch nur mit dem Wasser kochen kann, das er bekommt.

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MfG
    
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mmouse
  Geschrieben am: 6 Oct 2021, 10:17


Kaiser


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QUOTE (cretu @ 5 Oct 2021, 23:33)
Ja Himmelherrgots..... warum beschwert sich alles, was im Münchner Umland lebt, immer so sehr über den ÖPNV, wenn es im restlichen Bayern praktisch gar keine Möglichkeit gibt, öffentlich zu fahren?!?

Hmm, meinst Du nicht, dass Du da irgendwas verkehrtherum aufzäumst?

Die richtige Frage ist doch: Warum fragt im restlichen Bayern nicht jede/r ohne ordentlichen ÖPNV-Anschluss minimum einmal im Monat bei seinem zuständigen Landratsamt an, wann sie denn endlich im 21. Jahrhundert ankommen wollen?

An den Zuständen ändert sich doch nur dann etwas, wenn genug Bürger den maßgeblichen Leuten genug auf die Nerven gehen.



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Ein Vier-Milliarden-Tunnel ist kein Ersatz für ein sinnvolles Nahverkehrskonzept.
    
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Jean
  Geschrieben am: 6 Oct 2021, 10:24


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QUOTE (mmouse @ 6 Oct 2021, 11:17)
Die richtige Frage ist doch: Warum fragt im restlichen Bayern nicht jede/r ohne ordentlichen ÖPNV-Anschluss minimum einmal im Monat bei seinem zuständigen Landratsamt an, wann sie denn endlich im 21. Jahrhundert ankommen wollen?

Jup. So geht das. Nur weil der Rest von Bayern noch schlechter dasteht ist es kein Grund hier keine Verbesserungen durchzuführen.

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing (aber über das Krankenhaus, Fachhochschule), für die U4
    
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cretu
  Geschrieben am: 6 Oct 2021, 11:32


Tripel-Ass


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QUOTE (Jean @ 6 Oct 2021, 10:24)
Jup. So geht das. Nur weil der Rest von Bayern noch schlechter dasteht ist es kein Grund hier keine Verbesserungen durchzuführen.

Das wäre dann das erste Mal, dass ich davon höre, dass am Land nicht jeder eine Verbesserung des ÖPNV fordern würde. Klar, man kann alles verbessern. Nur muss man nicht dort anfangen, wo noch gar kein Angebot ist? Ist am Land nicht jeder Euro in eine Buslinie zehnmal vernünftiger investiert als im einer Gegend, die sowieso schon eine gewisse Grundversorgung hat?

Daher meine Frage: ist ein Einwohner im Umkreis von München gleich soviel mehr "wert", als ein Einwohner im ländlichen Gebiet, dass ein bestehender 30-Minuten-Anschluss am Samstag noch ausgebaut werden, wo am Land gar kein ÖPNV-Anschluss existiert?

Ich denke, der ÖPNV ist eine gewisse Grundaufgabe des Staates. Dazu muss kein 10-Minuten-Takt am Land existieren. Auch keine Expressbusline am Wochenende. Sehr wohl gehört zur Grundversorgung eine Buslinie, die zumindest am Wochenende auch mal sagen wir alle 2-3 Stunden fährt, damit man als Landbewohner nicht weiter abgehängt wird und das ganze Wochenende zu Hause sitzen muss.

Genau dieses Missverhältnis möchte ich kritisieren. Vor einem weiteren Ausbau im Umkreis von München, der u. U. nur deswegen gefördert wird, weil hier halt die bayrische Staatsregierung sitzt, sollte man in Niederbayern, Franken, Oberpfalz, etc. zumindest eine Art Grundversorgung wie im vorhergehenden Absatz beschrieben im Zweifel mit Steuergeldern herstellen. Wenn dies geschehen ist, kann gerne sowohl die Grundversorgung als auch die Umgebung der Landeshauptstadt weiter mit dem ÖPNV ausgebaut werden.
    
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