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Diskussion über Kommentar zum BVWP 2030, war:... 2015 [Zur Themenübersicht]
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218 466-1
  Geschrieben am: 19 Apr 2016, 21:26


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QUOTE (146225 @ 19 Apr 2016, 21:04)
Die da wo 611 halt so fahren tun.  dry.gif  - erkennbar am (diesmal) blauen Bäbber aufm Zug.

Den blauem Punkt habe ich bisher nur bei 612 gesehen. Eigentlich wäre ein grüner Punkt m.M. besser. ph34r.gif
QUOTE (Naseweis @ 19 Apr 2016, 21:16)
Ein Deutschlandtakt erfordert das nicht. Ein Deutschlandtakt wäre das Ziel. Man kann von diesem auch nur einen Teil realisieren kann.
Für einen Taktknoten in Schwandorf (den es z.B. schon gibt) ist es nicht wichtig, ob es einen in Osnabrück gibt.

In Deutschland sind die Entfernungen auch manchmal ähnlich.

- Frankfurt -30- Mannheim -30- Stuttgart -30- Ulm -30- Augsburg -30- München
- Frankfurt -30- Aschaffenburg -30- Würzburg -30- Nürnberg -30- Ingolstadt -30- München

Aschaffenburg -40- Würzburg. Schon ist der Takt im A.... wink.gif
Gegenbeispiel: Nürnberg -50- Donauwörth -20- Augsburg. Gesamt 70
QUOTE (Naseweis @ 19 Apr 2016, 21:16)
Ja, es bleiben immer einige Knotenbahnhöfe ausgenommen oder irgendwo passt irgendwas nicht. Das ist heute aber viel schlimmer bzw. es wäre nicht mehr als heute.

Ein Transrapid-Netz fährt auch nicht von heute auf morgen von überall nach überall bzw. es würde sogar viel länger dauern. Und DESWEGEN ist ein Transrapid Mist?

Ich kritisiere ja nicht, dass die Umsetzung bei ersterem so lange dauert. Nur bezweifle ich, dass es so realisierbar ist, dass sich ICE, IC, RE und RB aus und in allen Richtungen zusammen deutschlandweit zu ITF-Knoten zusammenfügen lassen. An vielen Bf gäbe es nichtmal genug Bahnsteige dafür.
Und selbst wenn: Die Umstiege werden zu kurz. Das ist DB Bahn, nicht die SBB. Daher gingen noch viel mehr Anschlüsse verloren, als jetzt.

Besser ist m.M. generelle Verteilung der Linien mit 15 bis 30 Minuten regulärer Wartezeit.
Theoretisch reichen zwei Bahnsteige, einer für Fern- und einer für Regio. ICE-Linie 1 begegnet sich um '00, Linie 2 um '30 ggf. IC Linie 3 um 15, Linie 4 um'45.
Enstpannte Umstige sind unterm Strich schneller, als eine ganze Stunde Wartezeit bei Anschlussverlust.


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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 1 May 2016, 00:02


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Kurze Rückmeldung:
Der Foreneigentümer meldet sich leider nicht auf meine PM, aber ohne seine Zustimmung schicke ich selbstverständlich nichts in seinem Namen ans BVMi. Von daher muss nun leider doch jeder selbst seine Eingabe schicken.

Stichtag ist Montag 2. Mai um 23:59, aber man sollte seinen Beitrag nicht am letzten Tag schicken, da ansonsten Serverüberlastungen befürchtet werden:

QUOTE
Sollten Sie noch eine elektronische Stellungnahme abgeben wollen, empfehlen wir Ihnen daher, diese möglichst nicht erst am 02.05.2016 in unser Online-Formular einzugeben, insbesondere nicht erst in den letzten Stunden vor Ablauf der Frist. Ansonsten kann es im Falle etwaiger hoher Auslastungen dazu kommen, dass Sie Ihre Stellungnahme nicht mehr rechtzeitig abgeben können. Bei etwaigen hohen Auslastungen empfehlen wir Ihnen, die Eingabe ggf. einige Minuten später erneut zu probieren. Vorab sollten Sie in jedem Fall den Text Ihrer Stellungnahme auch lokal in einer Datei gesichert haben.


Es bietet sich also morgiger Sonntag an.

Link zur Onlinestellungsnahme:
https://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet...nahme_node.html

Bearbeitet von Metropolenbahner am 1 May 2016, 00:03
    
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Iarn
  Geschrieben am: 1 May 2016, 09:06


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Ich sehe in dem Thema zwei Einzelleistungen von Ralf Wiedemann und dir, die hier Eingeben machen wollen. Ich weiß auchehrlich gesagt nicht wie die sich decken. Dann gibt es die Positionen von Stock und mir die eher in die Richtung, den Verwegswegeplan nicht mit noch mehr nicht finanzierbaren Projekten zu überfrachten. Und dann gibt es noch zahlreiche andere Meinungen.

Hier eine kosolidierte Stellungnahme des Forums abzugeben wäre selbst wenn Boris sich dazu bereit erklären würde, in meinen Augen unmöglich.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 2 May 2016, 11:28


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QUOTE (Iarn @ 1 May 2016, 10:06)
Hier eine kosolidierte Stellungnahme des Forums abzugeben wäre selbst wenn Boris sich dazu bereit erklären würde, in meinen Augen unmöglich.

Tja, ob Deine Einschätzung zuträfe werden wir nie erfahren.

Ich finde es halt schade. Wenn es schon mal eine Bürgerbeteiligung gibt, bringen wir hier nichts fertig. Klar - die Auswirkungen gingen vermutlich gegen null. Wen im BVMi interessiert schon eisenbahnforum.de. Aber zumindest probieren hätte man es können. So kann man sich jetzt von anderen Bahnfans vorwerfen lassen, das hier nur viel geredet wird, aber nichts vorwärts geht, wenn es - einmal in ~10-15 Jahren - darauf ankäme.

Naja, dann halt privat, nochmal die Info:

Letzte Möglichkeit der Eingabe ist:

HEUTE 2. Mai 2016 23:59


Bearbeitet von Metropolenbahner am 2 May 2016, 11:29
    
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ropix
  Geschrieben am: 2 May 2016, 11:39


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Hier wird sowieso überhaupt nichts fertig gebracht, was auch?

Allerdings war ja jetzt eh erstmal EIngabe zum Generellen, Praktische Eingaben sollen ja jeweils in den Planfeststellungsverfahren erfolgen. Das ist sowieso Quatsch mit Soße. Apropos Soße - HUNGER!

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 2 May 2016, 13:40


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QUOTE (ropix @ 2 May 2016, 12:39)
Hier wird sowieso überhaupt nichts fertig gebracht, was auch?

Ideen für einen besseren BVWP?
Natürlich kann man das naiv nennen, deshalb aber gar nichts zu machen und sich nur in den Foren über den doofen BVWP zu beschweren, ändert garantiert nichts.

QUOTE
Allerdings war ja jetzt eh erstmal EIngabe zum Generellen, Praktische Eingaben sollen ja jeweils in den Planfeststellungsverfahren erfolgen.

Na wenn Du gegen ein Projekt bist und dafür gute Gründe hast, dann solltest Du das JETZT sagen und nicht später bei der Planfeststellung. Dann ist es fast zu spät bzw. schon wieder zig Millionen für die Planung ausgegeben, die dann wieder woanders fehlen.

Oder anders gesagt: Ein Projekte, das in der Feinplanungen großer Mist ist, muss in der Grobplanung nicht unbedingt sinnvoll sein. Eher im Gegenteil, es liegt nahe, dass es bereits dort Mist ist.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 2 May 2016, 13:42
    
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Iarn
  Geschrieben am: 2 May 2016, 14:08


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Ich zum Beispiel finde den BVWP recht brauchbar, meine einzige und somit größte Sorge ist nur, dass er nicht ausreichend finanziert wird. Aber sollte er tatsächlich finanziert werden, bin ich persönlich zufrieden.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 2 May 2016, 15:25


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 2 May 2016, 15:08)
Ich zum Beispiel finde den BVWP recht brauchbar, meine einzige und somit größte Sorge ist nur, dass er nicht ausreichend finanziert wird. Aber sollte er tatsächlich finanziert werden, bin ich persönlich zufrieden.

Ja im Großen und Ganzen bin ich auch zufrieden. Insbesondere, dass es wenigstens mal ein Versprachen gab die Projekte im vordringlichen Bedarf finanzieren zu wollen und dass dort wirklich nur die schlimmsten Engpässe liegen war/ist schon mal ein Fortschritt.

Verbesserungsbedarf seh ich nur im Detail, z.B. die im ersten Posting genannte Netzwirkung der Projekte in Nordbayern. Wenn man statt der urteuren NBS einen Teil der bestehenden Dieselstrecken elektrifiziert, hat man und die Umwelt im Endeffekt mehr davon, als von ~5km NBS.

Darüberhinaus hab ich noch als Ersatz zum 3. Gleis zw. Augsburg und Donauwörth ein 3. Gleis zw. Landshut und Neufahrn/NBay. vorgeschlagen. Erstens für den GV aus/in Richtung Ostkorridor (durch den Donauwörth im Gegenzug entlastet wird), zweitens für den FV in Richtung Regensburg/Prag. Nachdem die Strecke dort bekanntlich schlecht ausgebaut ist, könnte sich da eine kurze NBS mit Vmax200 aus der kombinierten FV+GV-Sicht rechnen. Allerdings war das 3. Gleis Augsburg-Donauwörth sowieso nur im pot. Bedarf. Viel Hoffnung braucht man da also auch nicht haben, aber schauen wir mal.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 2 May 2016, 15:26
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 2 May 2016, 15:50


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Metropolenbahner @ 2 May 2016, 14:40)
Ideen für einen besseren BVWP?
Natürlich kann man das naiv nennen, deshalb aber gar nichts zu machen und sich nur in den Foren über den doofen BVWP zu beschweren, ändert garantiert nichts.

Hier ist es doch aber so, dass selbst eigene, bessere Ideen innerhalb des Forums sofort kleingeredet werden und stets jegliches Potential abgesprochen wird.
Anders als sonst, bleiben hier sogar Alternativideen weitgehend aus. Es wird hier nichtmal geschrieben, was stattdessen gemacht werden sollte, sondern nur, dass dies nicht und das nicht gemacht werden sollte weil es ja eh nur Eisenbahn ist und sich nicht lohnt. rolleyes.gif
Solange hier nur wenige überhaupt Ideen haben und sehr viele typisch deutsch eben mal pauschal dagegen sind, kann man sicher nicht unter der Flagge dem Forums vor dem Bundesminesterium für Verkehr auftauchen.
Dobrindt würde sich kaputt lachen und (zu Recht) sagen: "Einigt euch erstmal selbst!"

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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 2 May 2016, 21:14


Kaiser


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Nun, was den S4-Ausbau betrifft, hat es wohl einige Eingaben gegeben, welche auf Railblog aufgelistet werden:
Grüne Grafrath fordern Aufnahme des Streckenausbaus Pasing-Eichenau in den Bundesverkehrswegeplan: http://www.railblog.info/?p=15269
Ausbau Pasing-Buchenau: Für Nah- oder Fernverkehr? http://www.railblog.info/?p=15268
Streit um Verkehrspolitik: S4-Ausbau gehört in den Bundesverkehrswegeplan: http://www.railblog.info/?p=15266
Stadtratsantrag der Grünen: Stadt Puchheim soll Aufnahme des S4-Ausbau in den Bundesverkehrswegeplan fordern: http://www.railblog.info/?p=15217
Eichenauer SPD fordert: S4-Ausbau soll in den Bundesverkehrswegeplan: http://www.railblog.info/?p=15212
Ausserdem etwas Allgemeiner die Stellungnahme von Pro Bahn Bayern: http://www.pro-bahn.de/bayern/pdf/bvwp_2016.pdf

Bearbeitet von ralf.wiedenmann am 2 May 2016, 21:50

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 3 May 2016, 00:47


Lebende Forenlegende


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QUOTE (218 466-1 @ 2 May 2016, 16:50)
QUOTE (Metropolenbahner @ 2 May 2016, 14:40)
Ideen für einen besseren BVWP?
Natürlich kann man das naiv nennen, deshalb aber gar nichts zu machen und sich nur in den Foren über den doofen BVWP zu beschweren, ändert garantiert nichts.

Hier ist es doch aber so, dass selbst eigene, bessere Ideen innerhalb des Forums sofort kleingeredet werden und stets jegliches Potential abgesprochen wird.
Anders als sonst, bleiben hier sogar Alternativideen weitgehend aus. Es wird hier nichtmal geschrieben, was stattdessen gemacht werden sollte, sondern nur, dass dies nicht und das nicht gemacht werden sollte weil es ja eh nur Eisenbahn ist und sich nicht lohnt. rolleyes.gif
Solange hier nur wenige überhaupt Ideen haben und sehr viele typisch deutsch eben mal pauschal dagegen sind, kann man sicher nicht unter der Flagge dem Forums vor dem Bundesminesterium für Verkehr auftauchen.
Dobrindt würde sich kaputt lachen und (zu Recht) sagen: "Einigt euch erstmal selbst!"

Na das hätten wir probieren können, wenn das Ok des Chefs vorgelegen hätte.
Sehe ich jetzt nicht als Widerspruch.



@Ralf: Danke für die Links, die ProBahn-Stellungsnahme ist ganz interessant, zitiert aber die gleiche Definition, die Du auch von Ferverkehr sagtest, da scheint eine gewisse Falschinformation vorzuliegen, wie besagt, der HKX ist nachweisbar ebenfalls NV...

Bearbeitet von Martin H. am 4 May 2016, 17:09
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 3 May 2016, 18:01


Kaiser


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Um Transparenz zu schaffen, hätte ein MdB mal eine Anfrage stellen müssen, welche Strecke/Züge denn als Fernverkehr und welche als Nahverkehr gelten. Wieder einmal haben es die Politiker geschafft, eine ziemlich schwammige Definition in die Welt zu setzen. Viele Strecken fallen da wohl zwischen Stuhl und Bank. Weder das GVFG noch der BVWP lassen sich da anzapfen. Und es überhaupt kein Konzept, wie denn Mischverkehrsstrecken behandelt werden.

Übrigens kommt nicht einmal der Chef draus: Dobrindt bezeichnet Bahnhof Weilheim als Fernverkehrsbahnhof, gleichzeitig lehnt er Ausbau Tutzing-Garmisch ab, weil dort nur Nahverkehr stattfände ...

Siehe Pressemeldung von 3.5.2016:

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemit...tml%23id209704: "Weilheim wird dadurch zum zeitgemäßen Fernverkehrshalt."

Gleichzeitig heisst jedoch zu Begründung der Ablehnung des Projekts "1-418: ABS Tutzing - Weilheim - Garmisch-Partenkirchen":

Da die Strecke auch weiterhin nicht von überregionalem Verkehr genutzt werden wird, handelt es sich hier um eine SPNV-Maßnahme, die nicht in den BVWP aufzunehmen ist.“ Dobrindt entlarvt damit den Fehler, dass gemäss Bundesrecht SPFV eben nicht gleichzusetzen ist mit den Zuggattungen der Deutschen Bahn. Viele BVWP-Projekte wurden deshalb im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan mit der falschen Begründung a-priori ausgeschieden.


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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 3 May 2016, 22:45


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QUOTE (ralf.wiedenmann @ 3 May 2016, 19:01)
Um Transparenz zu schaffen, hätte ein MdB mal eine Anfrage stellen müssen, welche Strecke/Züge denn als Fernverkehr und welche als Nahverkehr gelten. Wieder einmal haben es die Politiker geschafft, eine ziemlich schwammige Definition in die Welt zu setzen.

Ja wäre ich auch dafür. An der Definition hapert es dabei nicht, die ist im AEG eindeutig definiert:
QUOTE
allgemein zugängliche Beförderung von Personen in Zügen, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Zuges die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt


Das Problem ist die Offenlegung der Fahrgastuntersuchungen, die dürfte für die Eingruppierung verantwortlich sein.
Nachdem das aber wie besagt sogar der HKX schaffte, mache ich mir wenig Hoffnung, dass irgendein langlaufender RE die Eingruppierung in den FV schaffen könnte.


QUOTE
Viele Strecken fallen da wohl zwischen Stuhl und Bank. Weder das GVFG noch der BVWP lassen sich da anzapfen. Und es überhaupt kein Konzept, wie denn Mischverkehrsstrecken behandelt werden.

Ja das fiel mir letztens auch schon auf, dabei werden Eisenbahnschienen doch zu 95% durch NV und FV benutzt. Das ist aus meiner Sicht auch ein Systemfehler. Mit gemeinsamen Projekten dürfte man den Kosten-Nutzenfaktor einiger Vorschläge deutlich heben können. Aber dann haben wir wieder das Problem des unterfinanzierten GVFG.
QUOTE
Übrigens kommt nicht einmal der Chef draus: Dobrindt bezeichnet Bahnhof Weilheim als Fernverkehrsbahnhof, gleichzeitig lehnt er Ausbau Tutzing-Garmisch ab, weil dort nur Nahverkehr stattfände ...

Na das ist mal wieder lustig .. vermutlich hat irgendein Pressesprecher-Editeur gemeint, dass Fernverkehr mehr sexy, nach New York und Sydney klingt. Viechtach und Buxtehude klingen ja viel zu provinziell.
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 4 May 2016, 14:49


Kaiser


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Besteller des Schienenpersonennahverkehr kritisieren Bevorzugung der Strasse gegenüber der Schiene im Bundesverkehrswegeplan: Stellungnahme des Bundesarbeitsgemeinschaft für den Schienenpersonennahverkehr zum Bundesverkehrswegeplan von April 2016: http://bag-spnv.de/files/bagspnv/downloads...20zu%20BVWP.pdf

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 7 May 2016, 10:38


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QUOTE (ralf.wiedenmann @ 4 May 2016, 15:49)
Besteller des Schienenpersonennahverkehr kritisieren Bevorzugung der Strasse gegenüber der Schiene im Bundesverkehrswegeplan: Stellungnahme des Bundesarbeitsgemeinschaft für den Schienenpersonennahverkehr zum Bundesverkehrswegeplan von April 2016: http://bag-spnv.de/files/bagspnv/downloads...20zu%20BVWP.pdf

Danke für den Link, die vielen Umgehungsstraßen sind in der Tat merkwürdig, da sie ebenfalls nur im Nahbereich ihre Funktion erfüllen.
Etwas schwach finde ich wieder die Argumentation mit den 50km:
QUOTE
Umgekehrt liegt der Fernverkehrsanteil des SPNV in aller Regel bei 10 % und mehr: In den (langlaufenden)  Regionalexpresslinien  ist  schon  das  originäre  Punkt-zu-Punkt-Verkehrsauf-kommen mit Reiseweiten über 50 KM vielfach erheblich.

und
QUOTE

Zum  einen  geht  die  tatsächliche  Bedeutung  des  SPNV  heute  weit  über  die  gesetzliche Definition (z.B. durchschnittliche Reiseweite ≤ 50 km) hinaus; Gründe dafür sind sowohl verkehrlicher (Einzugsbereiche der Ballungszentren haben sich in den letzten 20 Jahren deutlich ausgeweitet [ablesbar auch an der Entwicklung der Verbundräume], Vermeidung von  Umsteigevorgängen;  Wegfall  InterRegio/Rückzug  des  SPFV  aus  der  Fläche
4)  als auch betrieblicher Natur (Kapazitätsentlastung von Knotenbahnhöfen).

Das ist mir zu schwammig, die BAG-SPNV hätte doch aber Zugriff auf die Fahrgastbefragungen, oder nicht?
Da hätte ich mir mehr Daten gewünscht, die den Standpunkt untermauern ... soundsoviel Reisende nutzen auf folgenden langlaufenden RE-Linien Verbindungen über 50km.
Ansonsten muss man die Aussage vor dem Hintergrund der HKX-Einstufung leider anzweifeln. Kann schon sein, dass sich das Ganze etwas geändert hat, aber ob das dafür reicht dass die Mehrzahl der Benutzer weiter als 50km reist, ist die Frage.

Am interessantesten finde ich das Argument:
QUOTE
Es besteht daher –auch in Anlehnung an die verkehrliche Funktion der „sonstigen Bundesstraßen“ -weiterhin die Erwartung, dass das BMVI die Bedeutung des regionalen Verkehrsaufkommens und deren Ausbaubedarf auch im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung anerkennt,  zumindest  soweit  Mischverkehrsstrecken  und  Eisenbahnknoten  betroffen  sind.  Andernfalls  besteht  die  ernste  Sorge,  dass  ohne  Berücksichtigung  des größten  Nutzers,  des SPNV,  die  Netzausbauplanung  gesamtwirtschaftlich  und  verkehrlich  zu  einer  Fehlallokation der knappen Investitionsmittel führt.


Das hängt auch mit der Knotenproblematik zusammen, besonders dort wo viel Nahverkehr ankommt/abfährt kann es sich stauen ... wobei in den Knoten dann auch der Fernverkehr benachteiligt wird, d.h. zumindest wegen des FV etwas gebaut werden sollte, z.B. FrankfurtMainPlus, wo 2 exklusive FV-Gleise zur Neubaustrecke führen sollen. Davon hat dann indirekt auch der NV etwas.

Fragt sich nun, ob es Projekte gibt, wo das NV-Aufkommen so stark ist, dass es den GV behindert.
    
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