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Eisenbahnforum.de > Bus > Elektromobilität - Bus


Geschrieben von: md11 am 10 Dec 2017, 22:52
... ein neues Thema um mit der Zeit zu fahren

Geschrieben von: md11 am 10 Dec 2017, 22:54
https://www.verkehr-bs.de/unternehmen/elektrobusse-emil.html

Geschrieben von: Jojo423 am 10 Dec 2017, 23:02
In Eindhoven haben sie auch etliche Elektrogelenkbusse von VDL im Einsatz. Ich kann demnächst mal vorbeischauen und ein wenig berichten :-) Als Vorgeschmack gibt es schon mal einen Beitrag von https://www.youtube.com/watch?v=ZR1MWh4-6vA.

Geschrieben von: md11 am 10 Dec 2017, 23:58
https://www.mvg.de/ueber/presse-print/pressemeldungen/2017/september/2017-09-05-ebusco-elektrobusse.html

Geschrieben von: md11 am 11 Dec 2017, 00:03
https://www.mopo.de/hamburg/hochbahn-ruestet-um-hamburg-kauft-1000-elektro-busse-26766518?dmcid=sm_em

Geschrieben von: md11 am 11 Dec 2017, 00:16
https://www.google.de/search?source=hp&ei=xb8tWvr_FZCxkwWD1J_YAQ&q=elektrobusse+deutschland&oq=elektrobusse&gs_l=psy-ab.1.3.0l10.2381.8504.0.10253.12.10.0.2.2.0.106.990.7j3.10.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.12.1010...0i131k1j0i10k1.0.oTy2GdxEvAI

Geschrieben von: Jojo423 am 11 Dec 2017, 00:23
QUOTE (md11 @ 11 Dec 2017, 00:16)
https://www.google.de/search?source=hp&ei=xb8tWvr_FZCxkwWD1J_YAQ&q=elektrobusse+deutschland&oq=elektrobusse&gs_l=psy-ab.1.3.0l10.2381.8504.0.10253.12.10.0.2.2.0.106.990.7j3.10.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.12.1010...0i131k1j0i10k1.0.oTy2GdxEvAI

Oh, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.

Könntest du das Thema bitte nicht sinn- und kommentarlos mit Links füllen!

Geschrieben von: Martin H. am 11 Dec 2017, 23:41
Oder mitten in der Nacht bei nur ein paar Minuten Abstand wenigsten den alten Beitrag bearbeiten?

Geschrieben von: 143 am 12 Dec 2017, 09:37
Ist es eigentlich sinnvoll den ohnehin schon emissionsarmen und wenig energieintensiven ÖPNV durch teure Elektrobusse+Infrastruktur zu verteuern? die 1000 E-Busse, die die Hochbahn anschaffen will würden nach derzeitigem Stand 300 Mio.€ Mehrkosten gegenüber Dieselbussen bedeuten nur für die Fahrzeuge. Dazu kommt noch die Infrastruktur. Zumal da der Strom dann ggf aus Kohlekraftwerken kommt?

Ich würde mal behaupten, würde man die Investitionen für Elektrobusse in häufigere und günstigere Verbindungen stecken würden mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen (s. Schweiz). Emissionstechnisch wäre das wohl weitaus sinnvoller...

Geschrieben von: Jojo423 am 12 Dec 2017, 09:45
QUOTE (143 @ 12 Dec 2017, 09:37)
Ist es eigentlich sinnvoll den ohnehin schon emissionsarmen und wenig energieintensiven ÖPNV durch teure Elektrobusse+Infrastruktur zu verteuern? die 1000 E-Busse, die die Hochbahn anschaffen will würden nach derzeitigem Stand 300 Mio.€ Mehrkosten gegenüber Dieselbussen bedeuten nur für die Fahrzeuge. Dazu kommt noch die Infrastruktur. Zumal da der Strom dann ggf aus Kohlekraftwerken kommt?

Ich würde mal behaupten, würde man die Investitionen für Elektrobusse in häufigere und günstigere Verbindungen stecken würden mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen (s. Schweiz). Emissionstechnisch wäre das wohl weitaus sinnvoller...

Aber es geht ja darum, die lokalen Emissionen einzusparen. Das geht mit Dieselbussen halt nur bedingt. Und Dieselautos aus den Städten schmeißen, dafür doppelt so oft mit dem Dieselbus zu fahren, dürften die wenigsten Leuten nur verstehen.

Geschrieben von: bestia_negra am 12 Dec 2017, 10:26
QUOTE (143 @ 12 Dec 2017, 09:37)
Ist es eigentlich sinnvoll den ohnehin schon emissionsarmen und wenig energieintensiven ÖPNV durch teure Elektrobusse+Infrastruktur zu verteuern? die 1000 E-Busse, die die Hochbahn anschaffen will würden nach derzeitigem Stand 300 Mio.€ Mehrkosten gegenüber Dieselbussen bedeuten nur für die Fahrzeuge. Dazu kommt noch die Infrastruktur. Zumal da der Strom dann ggf aus Kohlekraftwerken kommt?

Ich würde mal behaupten, würde man die Investitionen für Elektrobusse in häufigere und günstigere Verbindungen stecken würden mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen (s. Schweiz). Emissionstechnisch wäre das wohl weitaus sinnvoller...

Die Frage ist halt wie viel Kosten durch die Elektrobusse eingespart werden können.

Bei der ersten Generation mag das noch nicht so zum tragen kommen (Stichwort: Kinderkrankheiten), aber mittelfristig sind Elektrofahrzeuge einerseits deutlich wartungsärmer als Dieselfahrzeuge und andererseits sind die Stromkosten geringer als die Dieselkosten.

Aktuell ist das sicher noch ein Verlustgeschäft, da die E-Busse einfach noch teuer sind. Bei entsprechender Nachfrage wird aber der Preis sich verringern und in Richtung des Preises für einen Dieselbus bewegen.


Die jetzigen Mehrkosten sind einerseits eine Anschubfinanzierung, damit die E-Busse mittelfristig günstiger werden und andererseits eine Investition in die lokale Emissionsfreiheit.

Geschrieben von: 143 am 12 Dec 2017, 10:46
QUOTE (bestia_negra @ 12 Dec 2017, 11:26)
QUOTE (143 @ 12 Dec 2017, 09:37)
Ist es eigentlich sinnvoll den ohnehin schon emissionsarmen und wenig energieintensiven ÖPNV durch teure Elektrobusse+Infrastruktur zu verteuern? die 1000 E-Busse, die die Hochbahn anschaffen will würden nach derzeitigem Stand 300 Mio.€ Mehrkosten gegenüber Dieselbussen bedeuten nur für die Fahrzeuge. Dazu kommt noch die Infrastruktur. Zumal da der Strom dann ggf aus Kohlekraftwerken kommt?

Ich würde mal behaupten, würde man die Investitionen für Elektrobusse in häufigere und günstigere Verbindungen stecken würden mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen (s. Schweiz). Emissionstechnisch wäre das wohl weitaus sinnvoller...

Die Frage ist halt wie viel Kosten durch die Elektrobusse eingespart werden können.

Bei der ersten Generation mag das noch nicht so zum tragen kommen (Stichwort: Kinderkrankheiten), aber mittelfristig sind Elektrofahrzeuge einerseits deutlich wartungsärmer als Dieselfahrzeuge und andererseits sind die Stromkosten geringer als die Dieselkosten.

Aktuell ist das sicher noch ein Verlustgeschäft, da die E-Busse einfach noch teuer sind. Bei entsprechender Nachfrage wird aber der Preis sich verringern und in Richtung des Preises für einen Dieselbus bewegen.


Die jetzigen Mehrkosten sind einerseits eine Anschubfinanzierung, damit die E-Busse mittelfristig günstiger werden und andererseits eine Investition in die lokale Emissionsfreiheit.

Die Alternative CNG-Busse werden derzeit erstaunlicherweise überhaupt nicht thematisiert. Die sind mit überschaubaren Mehrkosten zu bekommen und führen zu einer erheblichen Emssisonsredukton. Solange der Strom für die E-Busse im Falle von Hamburg dann aus Moorburg kommt zieht auch das Argument Lokal emissionsfrei nur noch bedingt.
Mir erscheint das alles rein ideologisch motiviert.

Und nach wie vor behaupte ich, daß ein höherer Nutzungsgrad für den (dieselbasierten) ÖPNV zu weniger Emissionen führt als ein paar Elektrobusse, die den Kostenaufwand für den ÖPNV steigern und damit letzten Endes den Umstieg aufs Auto. Feinstaubtechnisch bringt der Elektrobus übrigens so gut wie überhaupt nix. Die größten Emissionen entstehen hier über Reifenabrieb. Und auch was NOx usw angeht ist ein EURO VI-Bus glaub ich nicht das Problem.

Aber wie schon gesagt: Ideologie. Wenn man wirklich was für die Gesundheit der Menschen tun will sollte man das Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 28 Jul 2018, 10:20
Elektrobusse: Bundesmittel unzureichend für Bedarf der Kommunen

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektrobusse-Bundesmittel-unzureichend-fuer-Bedarf-der-Kommunen-4122365.html

QUOTE
Deshalb appelliert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an die deutsche Autoindustrie, mehr E-Busse anzubieten. Er wolle hier doch kein Förderprogramm für den asiatischen Wirtschaftsraum auflegen, zitiert der Spiegel Scheuer.

Das hätte man nicht vorher merken können?

Geschrieben von: Jean am 28 Jul 2018, 10:45
Nö... Wenn Politiker fixiert sind werden sie für den Rest blind.
Es gibt Deutsche E-Busse. Nennt sich O-Bus!

Geschrieben von: 146225 am 28 Jul 2018, 13:26
QUOTE (Jean @ 28 Jul 2018, 10:45)
Nö... Wenn Politiker fixiert sind werden sie für den Rest blind.
Es gibt Deutsche E-Busse. Nennt sich O-Bus!

Aber auch nur insoweit als Vossloh Kiepe die elektrische Ausrüstung für Trolleybusse zuliefert. Für den weiteren Fahrzeugbau sind sich etablierte Hersteller aus Deutschland ja zwischenzeitlich auch zu schade, so dass Trolleybusse aus Belgien (van Hool), Polen (Solaris) oder der Schweiz (Hess) kommen. Mal abgesehen davon, dass ich nicht daran glaube, jemals einen vierten oder noch mehr Trolleybusbetriebe in Deutschland wieder zu sehen.

Geschrieben von: Entenfang am 3 Aug 2018, 16:14
QUOTE
Deshalb appelliert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an die deutsche Autoindustrie, mehr E-Busse anzubieten. Er wolle hier doch kein Förderprogramm für den asiatischen Wirtschaftsraum auflegen, zitiert der Spiegel Scheuer.

Da ist doch mal wieder die Katze aus dem Sack - es geht nicht darum, die Luft sauberer machen, sondern die deutsche Autoindustrie zu fördern. Es ist zum Verzweifeln.

QUOTE
Mal abgesehen davon, dass ich nicht daran glaube, jemals einen vierten oder noch mehr Trolleybusbetriebe in Deutschland wieder zu sehen.

Berlin geistert dem Hörensagen nach immer mal wieder durch die Gegend. Ich weiß aber nichts Genaueres und mag irgendwie auch nicht so recht dran glauben. Auch wenn ich Obusse viel besser als diesen Akkubusschmarrn finde.

Geschrieben von: bestia_negra am 3 Aug 2018, 16:34
Sehe ich anders.

Klar sind O-Busse effizienter, weil sie den Akku nicht mitschleppen müssen. Aber je billiger, kleiner und leichter die Akkus werden, desto geringer wird der Vorteil der O-Busse.


Akkubusse dürften dafür akzeptierter in der Bevölkerung sein (sehen aus wie herkömmliche Busse, für den Laien liegt der einzige Unterschied darin, dass der Akkubus leiser ist als der Dieselbus) und haben den busspezifischen Vorteil, dass sie (außer in zu kleinen Nebenstraßen) so gut wie überall ohne große Vorbereitungszeit eingesetzt werden können.

Mittelfristig sehe ich deshalb die Akkuvariante im Vorteil.


Ich bin deshalb Verfechter des Modells Bahn (U, S oder/und Regio) - Tram - (Akku)Bus.

Geschrieben von: 146225 am 3 Aug 2018, 18:00
QUOTE (Entenfang @ 3 Aug 2018, 16:14)
Berlin geistert dem Hörensagen nach immer mal wieder durch die Gegend. Ich weiß aber nichts Genaueres und mag irgendwie auch nicht so recht dran glauben. Auch wenn ich Obusse viel besser als diesen Akkubusschmarrn finde.

Ja, Bremen und Leipzig waren auch schon in der Debatte. Beides Städte, die - genau wie Berlin - aufgrund vorhandener größerer Traminfrastruktur wohl auch die Fahrleitungen eines Trolleybusnetzes hätten betreiben können. Es gibt da aber noch ein paar Fragen mehr: sollte wirklich eine Stadt, wo schon die Tram etabliert ist, sich auch noch Trolleybusse halten, oder wäre das nicht besser etwas für die tramlosen Städte? Hätten die "späten" Einstellungen wie Kaiserslautern oder Weimar wirklich sein müssen? Ist ein Trolleybusnetz eine immerhin auch in Jahrzehnten bewährte Alternative für Städte, die zwar den Dieselbus loswerden sollten - noch lange nicht gleichbedeutend mit wollen! - aber für eine Tram warum auch immer nicht bereit sind? In all diesen Fragen verliert sich dann die Chance, jenen vierten Betrieb (oder gar noch mehr) in Deutschland eines Tages zu sehen.

Geschrieben von: Entenfang am 3 Aug 2018, 19:25
QUOTE (bestia_negra @ 3 Aug 2018, 17:34)
Klar sind O-Busse effizienter, weil sie den Akku nicht mitschleppen müssen. Aber je billiger, kleiner und leichter die Akkus werden, desto geringer wird der Vorteil der O-Busse.

Die große Frage ist halt, ob und wann das der Fall sein wird. Und das ist meiner Meinung nach bloße Spekulation, deshalb bin ich ein Verfechter bewährter und funktionstüchtiger Technik.

QUOTE
Akkubusse dürften dafür akzeptierter in der Bevölkerung sein (sehen aus wie herkömmliche Busse, für den Laien liegt der einzige Unterschied darin, dass der Akkubus leiser ist als der Dieselbus)

Ich glaube ehrlich gesagt, dass der Otto Normaldeutsche gar nicht zwischen Diesel-, Batterie- und Obus unterscheiden kann. Zumindest ist in meinem Nichtfreak-Bekanntenkreis immer mal wieder eine der Fragen "Obus? Was ist denn das?" "Bus mit Oberleitung, sowas gibt es?" "Wo ist denn der Unterschied zwischen einem normalen und einem Obus?" gestellt worden.

Planfeststellungsverfahren für die 2 Kabel abschaffen und in paar Jahren fahren in Deutschland viel mehr Busse elektrisch, als wenn man völlig überteuerte und begrenzt funktionstüchtige Akkubusse beschafft.

QUOTE
Ja, Bremen und Leipzig waren auch schon in der Debatte.

Interessant, habe ich noch nie gehört.

Aber ich halte beide Städte für bedingt geeignet für den Obus. Ich denke, der Obus kann seine Vorteile optimal ausspielen, wenn folgende Bedingungen gegeben sind:
- hügelige/anspruchsvolle Topografie (Bessere Beschleunigung, deutliche Lärmreduktion, Energierückspeisung)
- dichter Takt, v.a. auf innenstadtnahen Strecken (Abgasproblematik)
- bei eher mittlerer Nachfrage (Solobus im Takt 20 lohnt die Infratrukturinvestition nicht, sehr stark nachgefragte Linien Tram besser)

Speziell in Leipzig sehe ich eigentlich gar keine dieser Bedingungen gegeben. In Innenstadtnähe hat die Stadt ein sehr dichtes Tramnetz und quasi überhaupt keine Steigungen. Da sehe ich am ehesten noch die Linien 60 und 70 als Anwendungsbereich. Wobei 70 schon sehr ironisch wäre, da man dort die Oberleitung ja erst vor 3 Jahren rausgerissen hat...
Und über die 89 hüllen wir lieber http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Pannen-Linie-89-Leipzigs-erster-E-Bus-schwaechelt

In Bremen kenne ich mich nicht aus.

Für München könnte ich mir als erste Stufe bspw. das Linienbündel 100/153/154 vorstellen.

Geschrieben von: Luas am 22 Sep 2018, 18:42
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/06/bvg-kauft-30-elektrobusse.html

Geschrieben von: Jean am 22 Sep 2018, 23:05
Ich halte die Technik für immer noch nicht ausgereift!

Geschrieben von: 146225 am 23 Sep 2018, 08:31
QUOTE (Jean @ 22 Sep 2018, 23:05)
Ich halte die Technik für immer noch nicht ausgereift!

Also mit dieser Aussage live aus den Salzsäulen-Monumenten deutscher Automobillobbyisten kannst Du das Thema auch nochmals 20 Jahre schieben, soviel Zeit bleibt allerdings weder für die (etablierten) Bushersteller noch für die Städte. Und, mal ehrlich: wenn von rund 1400 Bussen der BVG Berlin mal ca. 30 batterie-elektrische dabei sind, ist das auch nur ein bisschen größerer Probebetrieb.

Geschrieben von: Jean am 23 Sep 2018, 09:50
Hast ja Recht. Ich halte aber nach wie vor O-Busse mit Speicher für eine bessere Möglichkeit.

Geschrieben von: Cloakmaster am 23 Sep 2018, 10:04
Wie schnell und (un-) aufwändig könnte man denn so eine Obus Leitung errichten, bzw Streckenänderungen vornehmen?

Geschrieben von: Jean am 23 Sep 2018, 10:40
Es gibt Lampenmodelle an denen man eine Oberleitung anhängen kann... Ich könnte mir auch Schnellladestationen an Haltestellen vorstellen...
Aber für mich ist München fällt das erst mal flach da die MVG sich sowas nicht vorstellen kann...

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 23 Sep 2018, 10:43
Der Aufwand zur Herstellung eines Fahrleitungsnetzes für O-Busse ist jedenfalls heut zu Tage größer als früher. Eine Montage der Fahrleitungen mittels Wandrosetten an Häuserfassaden kommt jedenfalls nicht mehr in Frage. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

1. Die Statik der Häuser ist jedenfalls ohne die Belastung durch Wandanker für Fahrleitungen konzipert worden. Das ist zumindest bei allen Neubauten so.

2. Die Wärmedämmung könnte Schaden nehmen, wenn Wandanker durch diese hindurch in das Mauerwerk eingebracht werden. Feuchtigkeit könnte eindringen und zu Schimmelbildung führen. Das Ganze wäre dann fatal für die Hausbesitzer und deren Bewohner (vom wirtschaftlichen Schaden mal ganz abgesehen).

Also bleibt nur, alle Fahrleitungen an Masten aufzuhängen. Dafür benötigt man aber auch den entsprechenden Platz. Sind die Gehsteige breit genug, ließe sich das wohl machen. Auch könnten Masten auf dem Mittelsteifen mehrspuriger Straßen aufgestellt werden. Hier müssten dann halt entsprechend lange Ausleger angebracht werden. Da die Oberleitungen für O-Busse immer bipolar ausgeführt sind (ein Fahrdraht Masse, ein Fahrdraht Erdung) sind die Fahrleitungen natürlich schwerer als die Flachketten (einfacher Fahrdraht ohne Zusatzeinspeisung) für die Tram. Hinzukommen an Verzweigungspunkten im O-Busnetz sogenannte Fahrleitungsweichen. Darüber hinaus müssen Unterwerke (Gleichrichterwerke) zur Stromversorgung an mehreren Stellen des künftigen Netzes errichtet werden.

In Städten wie Marburg an der Lahn oder auch in Trier beschäftigt man sich wieder mit der Einführung des O-Busses. In der Perspektive wird dies aber noch mindestens fünf Jahre dauern, falls die Realisierung beschlossen wird. In Marburg zumindest, werden für die Wiedereinführung des O-Busses Planfeststellungsverfahren und - Beschlüsse erforderlich. Und diese - das weiß man bundesweit - benötigen auch ihre Zeit (Klagen von Bestroffenen etc.).

Vom baulichen Aufwand her, müsste ein O-Busnetz kostengünstiger und schneller als bei der Tram errichtet werden können, da ja eigene Trassen sowie Gleise und Weichenanlagen entbehrlich werden. Am Ende des Tages wird jedoch eine Abwägung zwischen Aufwand und verkehrlichem Nutzen erforderlich werden. Denn, selbst wenn O-Busse als Züge mit Anhänger oder als Doppelgelenkvarianten geplant werden, so ist bei einer Länge von 25 Metern Schluss. Eine Tram kann hier natürlich viel mehr an Fahrgästen bewältigen, auch wenn der Aufwand - wie geschildert - um einiges höher sein wird.

Geschrieben von: Cloakmaster am 23 Sep 2018, 11:12
Es ging mir jetzt primär um den Vergleich Bus mit Oberleitung vs. Bus ohne Oberleitung, weniger um Kapazität, Tram etc.

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 23 Sep 2018, 11:14
QUOTE (Jean @ 23 Sep 2018, 10:40)
Es gibt Lampenmodelle an denen man eine Oberleitung anhängen kann... Ich könnte mir auch Schnellladestationen an Haltestellen vorstellen...
Aber für mich ist München fällt das erst mal flach da die MVG sich sowas nicht vorstellen kann...

Du hast Recht, was die Lampenmasten anbelangt. Es gibt welche, an denen man Fahrleitungen aufhängen kann. Doch dazu müssten diese erst gegen die entsprechenden Modelle getauscht werden.

Was die Schnellladestationen für Elektrobusse mit Batterien als Energiespeicher anbelangt, ist es in den meisten Städten nicht gewollt, solch eine Infrastruktur aufzubauen. Lediglich in Köln ist man diesen Weg bisher gegangen. Im Ausland sieht es dagegen ganz anders aus. In den Niederlanden und Schweden beispielsweise wird diese Art der Nachladung an der Strecke bzw. an den Streckenenden sogar bevorzugt. Auch aus Belgien sind mir derartige Aktivitäten bekannt.

Eine weitere Möglichkeit böten sogenannte Trolley-Hybride. Das sind O-Busse, die auf längeren Streckenabschnitten unter der Fahrleitung ihre Traktionsbatterien aufladen können und abseits des Fahrleitungsnetzes mit der Energie aus den Batterien fahren können ( so z. B. in Zürich / Schweiz).

Geschrieben von: Valentin am 23 Sep 2018, 12:08
QUOTE (Jean @ 23 Sep 2018, 10:40)
Es gibt Lampenmodelle an denen man eine Oberleitung anhängen kann... Ich könnte mir auch Schnellladestationen an Haltestellen vorstellen...
Aber für mich ist München fällt das erst mal flach da die MVG sich sowas nicht vorstellen kann...

Oberleitung an Straßenlampenmasten wurde auch in München bis in die 70er gerne als kostengünstige Doppelketten-Lösung bei eigenem Gleiskörper ausgeführt. Aber heute sind die Oberleitungen und damit in Folge auch die Masten recht massiv geworden.

Geschrieben von: Iarn am 23 Sep 2018, 13:51
QUOTE (Reinhard Busfan @ 23 Sep 2018, 11:14)
Eine weitere Möglichkeit böten sogenannte Trolley-Hybride. Das sind O-Busse, die auf längeren Streckenabschnitten unter der Fahrleitung ihre Traktionsbatterien aufladen können und abseits des Fahrleitungsnetzes mit der Energie aus den Batterien fahren können ( so z. B. in Zürich / Schweiz).

Macht man in Peking auch. Die können als Linienwechsel dann auch unelektifizierte Strecken befahren und laden dann wieder unter Oberleitung.

Geschrieben von: 146225 am 23 Sep 2018, 15:07
QUOTE (Iarn @ 23 Sep 2018, 13:51)
Macht man in Peking auch. Die können als Linienwechsel dann auch unelektifizierte Strecken befahren und laden dann wieder unter Oberleitung.

Gibt es bereits auch in Deutschland, 2/3 aller Trolleybusbetriebe in Deutschland setzten so was ein - Esslingen und Solingen.

Geschrieben von: Mark8031 am 12 Feb 2019, 16:02
Die https://www.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Medien/Presse/Presseinformationen/serienreife_elektrobusse_im_fahrgastbetrieb hat die ersten zwei von insgesamt 10 Elektrobussen des Typs Solaris Urbino 12 electric in den Fahrgastbetrieb genommen.

Geschrieben von: Jean am 12 Feb 2019, 16:32
QUOTE (Mark8031 @ 12 Feb 2019, 16:02)
Die https://www.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Medien/Presse/Presseinformationen/serienreife_elektrobusse_im_fahrgastbetrieb hat die ersten zwei von insgesamt 10 Elektrobussen des Typs Solaris Urbino 12 electric in den Fahrgastbetrieb genommen.

Und wann werden die Schiffe auf E-Antrieb umgestellt... Denn davon kommt die größte Verschmutzung in Hamburg... ph34r.gif

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 12 Feb 2019, 18:38
QUOTE (Jean @ 12 Feb 2019, 16:32)
Und wann werden die Schiffe auf E-Antrieb umgestellt... Denn davon kommt die größte Verschmutzung in Hamburg...  ph34r.gif

Es wäre schon ein Riesenfortschritt, wenn die Schiffe statt mit gereinigtem Rohöl mit normalem Dieselkraftstoff bzw. Biodiesel betrieben würden! Außerdem käme auch noch Erdgas als Antriebsstoff in Frage. Aber davon ist die Hochseeschifffahrt noch weit entfernt. Den Beitrag, den die E-Busse zur Luftreinhaltung in Hamburg erfüllen finde ich dann schon ein wenig witzig, wenn man bedenkt, dass bei auflandigen Winden der ganze Dreck der Hochseeschiffe ungehindert in die Stadt drängt!

Geschrieben von: Rohrbacher am 12 Feb 2019, 18:56
QUOTE (Reinhard Busfan @ 12 Feb 2019, 19:38)
Es wäre schon ein Riesenfortschritt, wenn die Schiffe statt mit gereinigtem Rohöl mit normalen Dieselkraftstoff bzw. Biodiesel betrieben würden!

Das ist aber auch irgendwie Populismus. Wer weniger Schweröl rumliegen haben will, muss entsprechend weniger Kerosin, Benzin, Diesel, Heizöl etc. verbrauchen. Davon fallen nunmal in der Raffinerie chemisch definierte Mengenanteile an. Ich kann auch nicht Bananen essen wollen ohne zu wissen, was ich mit den Schalen mache. Im Gegensatz zur Gülle, die's zu jedem Liter Milch und jedem Kilo Fleisch dazugibt, kann man das Schweröl als logische Folge unserer ölbasierten Welt wenigstens verbrennen statt's ins Wasserschutzgebiet zu kippen... Dass man den Schiffen nahezu keine Abgasreinigung oder während des Aufenthalts im Hafen keine Energieversorgung von Land aus vorschreiben kann oder will, ist wieder eine ganz andere Sache. wink.gif

Geschrieben von: mapic am 12 Feb 2019, 18:58
QUOTE (Reinhard Busfan @ 12 Feb 2019, 18:38)
Es wäre schon ein Riesenfortschritt, wenn die Schiffe statt mit gereinigtem Rohöl mit normalem Dieselkraftstoff bzw. Biodiesel betrieben würden!

Werden sie doch. Schweröl als Treibstoff ist schon seit einigen Jahren in der gesamten Nordsee verboten, in vielen Häfen bereits noch länger.

Geschrieben von: Galaxy am 12 Feb 2019, 18:59
QUOTE (Reinhard Busfan @ 12 Feb 2019, 19:38)
Es wäre schon ein Riesenfortschritt, wenn die Schiffe statt mit gereinigtem Rohöl mit normalem Dieselkraftstoff bzw. Biodiesel betrieben würden! Außerdem käme auch noch Erdgas als Antriebsstoff in Frage. Aber davon ist die Hochseeschifffahrt noch weit entfernt. Den Beitrag, den die E-Busse zur Luftreinhaltung in Hamburg erfüllen finde ich dann schon ein wenig witzig, wenn man bedenkt, dass bei auflandigen Winden der ganze Dreck der Hochseeschiffe ungehindert in die Stadt drängt!

Rohöl zu verbrennen ist im Hamburger Hafen, oder besser einen Großteil der Nordsee/Ostsee sowieso schon verboten. International wird es 2020 umgesetzt.

Der größte Treiber für Innovationen bei Schiffsantrieben ist die Yacht Industrie. Es kommt halt schlecht an wenn man beim Sonnenbaden in einer Wolke liegt, oder der strahlend Weiße Lack eine schwarze Patina bekommt.

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 13 Feb 2019, 10:39
QUOTE (Galaxy @ 12 Feb 2019, 18:59)
Rohöl zu verbrennen ist im Hamburger Hafen, oder besser einen Großteil der Nordsee/Ostsee sowieso schon verboten. International wird es 2020 umgesetzt.

Der größte Treiber für Innovationen bei Schiffsantrieben ist die Yacht Industrie. Es kommt halt schlecht an wenn man beim Sonnenbaden in einer Wolke liegt, oder der strahlend Weiße Lack eine schwarze Patina bekommt.


Du hast Recht mit Deiner Darstellung. Anstelle gereinigten Rohöls wird jetzt Marine-Diesel verlangt. Dieser ist aber immer noch schlechter, was die Luftbelastung anbelangt, als Dieselkraftstoff für Landfahrzeuge (entspricht Heizöl EL = extra leicht). Der Grund liegt in der Bauart der großvolumigen und langhubigen Schiffsdiesel. Diese brauchen wegen ihrer Bauart einen relativ zäh fließenden Kraftstoff. Nur bei Schiffsneubauten könnte man andere Antriebsaggregate einbauen, die etwa mit Flüssiggas betrieben werden. Die Meyer Werft in Papenburg hat vor kurzem ein Kreuzfahrtschiff mit Gasantrieb geliefert. Es wird Zeit, dass sich bei der Hochseeschifffahrt sich nachhaltig etwas verändert.

Geschrieben von: Mark8031 am 20 Feb 2019, 13:31
Die Hochbahn hat mit dem https://www.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Medien/Presse/Presseinformationen/deutschlandpremiere_fuer_elektro_gelenkbus den ersten E-Gelenkbus in Deutschland vorgestellt. Er wird testweise für eine Woche ohne Fahrgäste in Hamburg fahren.

Geschrieben von: mmouse am 20 Feb 2019, 13:37
Aus der Pressemitteilung:

QUOTE
Während die ersten vier serienreifen Elektrobusse schon im Fahrgastbetrieb in Hamburg unterwegs sind und in diesem und im kommenden Jahr weitere 56 Elektrobusse nach Hamburg kommen, bleibt der Blick der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) nach vorne gerichtet. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Ausschreibungen für Elektro-Gelenkbusse erfolgen.


Aber bitte leise lesen, sonst wachen die Schnarchnasen bei der SWMMVG noch auf ph34r.gif

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 20 Feb 2019, 13:52
E-Gelenkbusse fahren schon in Köln bei der KVB, bei der VHH in Hamburg, den Stadtwerken Osnabrück sowie bei der ASEAG in Aachen. Es ist Kokolores zu behaupten, man stelle den ersten E-Gelenkbus in Deutschland vor!

Geschrieben von: 218217-8 am 20 Feb 2019, 22:50
In der PM steht das auch nicht drin, nur im Post von Mark. In der PM der Hochbahn verstehe ich das eindeutig so, dass es sich auf speziell diesen Fahrzeugtyp bezieht. Aber ich gebe zu, man kann das leicht falsch interpretieren.

Geschrieben von: Cloakmaster am 21 Feb 2019, 01:04
Die Schiffsdiesel können durchaus auch hochwertigen Kraftstoff verheizen. Sie sind aber eben so konstruiert, daß die auch mit der letzten (= im Einkauf billigsten) Schlacke nicht den Geist aufgeben. Wenn dein Auto für das alte Normalbenzin mit 89 Oktan läuft, dann läuft es auch mit dem 102 Oktan Deluxe Benzin. Nur umgekehrt ist nicht so prickelnd...

Geschrieben von: Mark8031 am 21 Feb 2019, 12:05
QUOTE (218217-8 @ 20 Feb 2019, 22:50)
In der PM steht das auch nicht drin, nur im Post von Mark. In der PM der Hochbahn verstehe ich das eindeutig so, dass es sich auf speziell diesen Fahrzeugtyp bezieht. Aber ich gebe zu, man kann das leicht falsch interpretieren.

Oh, das habe ich tatsächlich falsch verstanden. Jetzt, bei nochmaligem Lesen, geht es tatsächlich um dieses Fahrzeug, das erstmals in Deutschland getestet wird. Asche auf mein Haupt.

Geschrieben von: Balduin am 27 Mar 2019, 10:18
http://www.nordbayern.de/region/e-busse-fur-die-umwelt-experte-fallt-vernichtendes-urteil-1.8735996
Vor dem Hintergrund, dass sich eben auch Nürnberg dem Zeitgeist geschuldet auf E-Busse einschießt. Erstaunlich differenziert und gut recherchiert.

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 27 Mar 2019, 11:22
Prof. Dr.-Ing. Pütz war lange Zeit auch Fachbereichsleiter für Busse und Werkstatteinrichtungen beim VDV. Zuvor hatte er als Motorenentwickler bei BMW gearbeitet. Seit einigen Jahren hat er einen Lehrstuhl an der Hochschule in Landshut. Er schreibt - wie hier schon treffend bemerkt - einen guten Kommentar zum derzeitigen Geschehen. Wer ihn - wie ich - persönlich kennt, schätzt seine analytischen Fähigkeiten. Das er jetzt so etwas schreibt, hat m. E. nichts mit quer schießen wollen zu tun, sondern mit pragmatischen Überlegungen. Wie wir alle wissen, ist ja die Ressource Finanzen "unerschöpflich" - wer es denn glauben mag!

Geschrieben von: Eisenbahn Alex am 22 Apr 2019, 17:51
https://www.youtube.com/watch?v=Q4xcV6GTG8g

Geschrieben von: Jean am 22 Apr 2019, 18:02
QUOTE (Eisenbahn Alex @ 22 Apr 2019, 18:51)
https://www.youtube.com/watch?v=Q4xcV6GTG8g

Mit Heizöl Heizung? rolleyes.gif

Geschrieben von: Metropolenbahner am 9 Jun 2019, 15:07
In Berlin (wo sonst, als in der BER-Metropole) gibts Problemchen:

QUOTE
Nach Informationen der Berliner Morgenpost erledigen die neuen E-Busse dabei bestenfalls einen Halbtagsjob. Etwa von früh morgens bis zur Mittagszeit, spätestens dann müssen die Klimaretter zum stundenlangen Nachladen der Batterien auf den Betriebshof nach Weißensee zurückfahren. Den Rest des Tages fahren dann wieder herkömmliche Dieselbusse, berichten BVG-Busfahrer.


QUOTE
ein Großteil der Buslinien durch die Stadt sind vergleichsweise lang.(...)Nach maximal vier Umläufen (also Hin- und Rückfahrt) müsste der E-Bus auf Linien wie diesen zurück an die Ladesäule.


auch "witzig":
QUOTE
Die Hoffnung der Verkehrsunternehmen, dass sich durch größere Stückzahlen E-Busse verbilligen, haben sich laut dem Dachverband der kommunalen Verkehrsunternehmen VDV bislang nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die große Nachfrage hat zunächst für einen Preisanstieg gesorgt.

https://www.morgenpost.de/berlin/article226090187/Neue-Berliner-E-Busse-koennen-nur-halben-Tag-fahren.html

Gegensteuern will man nun durch kürzere Linien, ob das so ne gute Idee ist?

Geschrieben von: Entenfang am 9 Jun 2019, 21:22
QUOTE (Metropolenbahner @ 9 Jun 2019, 15:07)
Gegensteuern will man nun durch kürzere Linien, ob das so ne gute Idee ist?

Es https://flic.kr/p/23kj4Zz https://flic.kr/p/KrEdoe https://flic.kr/p/HCsuKn https://flic.kr/p/2ds4BRE https://flic.kr/p/oUWwzD https://flic.kr/p/25XCoEo https://flic.kr/p/DrXfTn https://flic.kr/p/26Dacd2 https://flic.kr/p/NEreAc die teils schon seit über 100 Jahren problemlos funktionieren, von der Stange gekauft werden können und länger als einen halben Tag eingesetzt werden können. Es kann doch nicht so schwer sein, irgendwas davon in Berlin zu bauen? rolleyes.gif

Ist doch logisch, dass die Hersteller die Preise anheben, wenn alle Städte jetzt plötzlich im Akkubuswahn sind und Fördergelder sprudeln...

Geschrieben von: 146225 am 10 Jun 2019, 06:46
In Deutschland ist die Abkehr von der Technologie "Verbrennungsmotor" halt immer noch eine mental schwer mit Problemen beladene Geschichte. "Das kann doch gar nicht funktionieren, niemals nicht!" ist die vorherrschende Meinung - und deswegen sehen deutsche Versuche in dieser Richtung immer so unbeholfen aus. Das wird sich auch noch nicht so schnell ändern. Und genau diese mentale Blockade macht es so unmöglich schwer, in Berlin und anderswo einfach zu verwenden, was sich seit über 100 Jahren bewährt hat. Sonst hätten ja Städte mit einem großen Tramnetz und infolgedessen vorhandenem Know-how in Bau und Betrieb von Fahrleitungsnetzen schon längst wieder Trolleybusse, wenn sie schon die Tram nicht ausbauen können/dürfen (ist böse, kostet Parkplätze), und Städte wie Hamburg würden sich nicht seit Jahrzehnten um die Frage Tram ja/nein winden.

Währenddessen machen andere Nationen weiter vor, wie es geht. Und auch bei der Industrie verändern sich Dinge, so dürfte zum Beispiel Alstom, bislang nicht als Bus-Hersteller in Erscheinung getreten, schon mehrere hundert batterie-elektrische "Aptis" verkauft haben, während z.B. MAN bis heute keine serienreife E-Version des LionsCity auf die Straße gebracht hat.

Geschrieben von: Iarn am 10 Jun 2019, 09:00
Ich bin der Meinung man könnte ja auvh mal bei den Chinesen kopieren. Die machen das meiner Meinung nach in Peking recht schlau. Die haben für ihr (für Pekings Verhältnisse) überschaubares O-Bus Netz wahnsinnig viele Busse mit Stromabnehmer. Die Busse werden allerdings durchgestauscht, fahren 2 Stunden unter Oberleitung und dann wieder 5-6 ohne.
Klar damit ist die Einstiegshürde für den elektrischen Busverkehr halt höher, da man Infrastruktur bauen muss, dafür hat man es später im Betrieb leichter.

Geschrieben von: Jean am 10 Jun 2019, 09:21
QUOTE (Iarn @ 10 Jun 2019, 10:00)
Ich bin der Meinung man könnte ja auvh mal bei den Chinesen kopieren. Die machen das meiner Meinung nach in Peking recht schlau. Die haben für ihr (für Pekings Verhältnisse) überschaubares O-Bus Netz wahnsinnig viele Busse mit Stromabnehmer. Die Busse werden allerdings durchgestauscht, fahren 2 Stunden unter Oberleitung und dann wieder 5-6 ohne.
Klar damit ist die Einstiegshürde für den elektrischen Busverkehr halt höher, da man Infrastruktur bauen muss, dafür hat man es später im Betrieb leichter.

Man könnte auch auf den Hauptstrecken relativ schnell Oberleitungen bauen und Duobusse (Mit Akku) bestellen. Es gibt ja Oberleitungsmasten mit integrierten Lampen die gar nicht mal schlecht ausschauen. Langfristig gehören die Hauptbusstecken eh auf Trambahn umgestellt.

Geschrieben von: spock5407 am 10 Jun 2019, 11:21
Dieser Hype bzgl. Batteriebussen ist IMO völlig fehl am Platz. Die Industrie verdient sich ein goldenes Näschen dran. Und so Umweltfreundlich ist das ganze gar nicht mehr, wenn man Gewinnung des Materials sowie Bau der Akkus sowie die mehrfache Wandelung von Energie berücksichtigt.

Während es bewährte Technologien für gut und hoch ausgelastete Verkehrsachsen gibt. Insbesondere auch in Berlin, wo vielfach Mittelstreifen ehemaliger Tramstrecken nur wieder ihrer Nutzung zugeführt werden müssten.

Geschrieben von: Jean am 10 Jun 2019, 11:26
QUOTE (spock5407 @ 10 Jun 2019, 12:21)
Dieser Hype bzgl. Batteriebussen ist IMO völlig fehl am Platz. Die Industrie verdient sich ein goldenes Näschen dran. Und so Umweltfreundlich ist das ganze gar nicht mehr, wenn man Gewinnung des Materials sowie Bau der Akkus sowie die mehrfache Wandelung von Energie berücksichtigt.

Während es bewährte Technologien für gut und hoch ausgelastete Verkehrsachsen gibt. Insbesondere auch in Berlin, wo vielfach Mittelstreifen ehemaliger Tramstrecken nur wieder ihrer Nutzung zugeführt werden müssten.

Da die Akkus nicht in Deutschland produziert werden interessiert die Ökobilanz dieser keinen Politiker! Mal wieder scheinheilig und das kotzt mich an!

Geschrieben von: 146225 am 10 Jun 2019, 11:30
Ein sehr deutsches Argument: Man kann das "Neue" (was ist an Akkus bitte neu?) nicht annehmen, weil es doch Mängel hat. Dass aber die tradierte Steinzeittechnik des Diesels genauso voller erheblicher Mängel steckt, wird in diesem Moment hingenommen wegen "ist halt so". Auflösung dieses Kreislaufs unmöglich...

Geschrieben von: Jean am 10 Jun 2019, 11:58
QUOTE (146225 @ 10 Jun 2019, 12:30)
Ein sehr deutsches Argument: Man kann das "Neue" (was ist an Akkus bitte neu?) nicht annehmen, weil es doch Mängel hat. Dass aber die tradierte Steinzeittechnik des Diesels genauso voller erheblicher Mängel steckt, wird in diesem Moment hingenommen wegen "ist halt so". Auflösung dieses Kreislaufs unmöglich...

Du kannst die Fahrzeuge leichter machen... Und SUV verbieten! Dann sieht die Bilanz auch wieder ganz anders aus.
Und was ist mit Biogas? In der Richtung wird nichts gemacht.

Geschrieben von: Entenfang am 10 Jun 2019, 12:24
QUOTE (Iarn @ 10 Jun 2019, 09:00)
Die machen das meiner Meinung nach in Peking recht schlau. Die haben für ihr (für Pekings Verhältnisse) überschaubares O-Bus Netz wahnsinnig viele Busse mit Stromabnehmer. Die Busse werden allerdings durchgestauscht, fahren 2 Stunden unter Oberleitung und dann wieder 5-6 ohne.

Hast du das vor Ort beobachten können? Ich habe mich nämlich schon oft gefragt, wie die ihre Elektrobusse eigentlich laden.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 10 Jun 2019, 16:56
Ich bin ja gespannt, wie das aufm 232er gahandhabt wird. Die Ladestation am Straßäcker hat ja nur einen Platz, Tauschfahrten nach Feldkirchen?

Geschrieben von: Iarn am 10 Jun 2019, 17:51
QUOTE (Entenfang @ 10 Jun 2019, 12:24)
Hast du das vor Ort beobachten können? Ich habe mich nämlich schon oft gefragt, wie die ihre Elektrobusse eigentlich laden.

Wir haben uns einen Tag den Luxus eines privaten Reiseführers gegönnt, der hat mir das so erklärt.

Geschrieben von: Valentin am 10 Jun 2019, 18:56
QUOTE (Entenfang @ 9 Jun 2019, 21:22)
Es https://flic.kr/p/23kj4Zz https://flic.kr/p/KrEdoe https://flic.kr/p/HCsuKn https://flic.kr/p/2ds4BRE https://flic.kr/p/oUWwzD https://flic.kr/p/25XCoEo https://flic.kr/p/DrXfTn https://flic.kr/p/26Dacd2 https://flic.kr/p/NEreAc die teils schon seit über 100 Jahren problemlos funktionieren, von der Stange gekauft werden können und länger als einen halben Tag eingesetzt werden können. Es kann doch nicht so schwer sein, irgendwas davon in Berlin zu bauen?  rolleyes.gif

Ist doch logisch, dass die Hersteller die Preise anheben, wenn alle Städte jetzt plötzlich im Akkubuswahn sind und Fördergelder sprudeln...

Dir Berliner wollten https://browse.startpage.com/do/show_picture.pl?l=deutsch&rais=1&oiu=https%3A%2F%2Fi.pinimg.com%2Foriginals%2F1c%2Fd4%2F5f%2F1cd45f3be9fa5c02bfaf3a7c9a49188f.jpg&sp=2bd4c93b58baa065437bd431cc7454dd&t=default. Unabhängig ob alltagstauglich oder nicht, das Prestige muß stimmen.

Auch jetzt wurde des Prinzips wegen ein Fahrzeugtyp beschafft, für den es keine Verwendung gibt. Zum Kaufpreis kommt sicherkich ein nicht unerhebliche Personalmehrkosten. Wieviele km Straßenbahn hätte man für das Geld neu bauen und so die nächsten 20 Jahre CO2 reduzieren können?


Geschrieben von: Reinhard Busfan am 10 Jun 2019, 19:39
In Berlin - wie in vielen anderen deutschen Großstädten auch - kann man nicht in jeder Straße und z.B. auf jeder x-beliebigen Linie, die nicht ein besonders hohes Fahrgastaufkommen bietet, einfach nur auf das Transportmittel Straßenbahn zurückgreifen. Auch wenn Batterie E-Busse recht teuer sind (gegenüber einem Euro 6 d Dieselbus), erfordert eine Straßenbahn auch noch eine deutlich teurere Infrastruktur. Zudem sind Trambahnen mit zwei Gelenken und einer Transportkapazität von 170 Personen (4 pro m² Stehfläche) auch nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Derzeitiger Durchschnittspreis je Waggon rund 2,5 Mio. €.

Dort wo es sich lohnt und es vom Platzbedarf her möglich ist, kann man sicherlich auch über eine Straßenbahn nachdenken. Allerdings ist sie nicht die Lösung für Alles und Jedes, wie eingangs beschrieben!

PS: die Reichweite von E-Bussen auf Batteriebasis wird mit der Weiterentwicklung der Akkumalatoren auch zu ausreichenden Reichweiten je Betriebstag führen! Außerdem gibt es auch die Entwicklung von Brennstoffzellen-Hybridbussen. Hier wird aktuell von einer Reichweite von gut 400 km mit einer Betankung der Wasserstoffbehälter ausgegangen.

Geschrieben von: Entenfang am 11 Jun 2019, 10:42
QUOTE (Reinhard Busfan @ 10 Jun 2019, 19:39)
Dort wo es sich lohnt und es vom Platzbedarf her möglich ist, kann man sicherlich auch über eine Straßenbahn nachdenken. Allerdings ist sie nicht die Lösung für Alles und Jedes, wie eingangs beschrieben!

Also gerade Westberlin ist für mich absolut der geeignete Ort, um (wieder) ein flächendeckendes Tramnetz einzuführen. Gerade die langen Metrobuslinien im dichten Takt eignen sich so gar nicht für Akkubusse mit geringer Laufleistung bis zum Nachladen. Natürlich macht es keinen Sinn, jede Buslinie durch eine Tramlinie zu ersetzen. Aber man könnte das Tramnetz noch durch einen Obus ergänzen und nur auf einigen Abschnitten Oberleitung aufhängen. Dann spart man die Investitionskosten in komplizierte Oberleitungskreuzungen und Luftweichen, kann aber gleichzeitig den Akku viel kleiner auslegen und schleppt weniger Gewicht mit. Das sollte man nicht unterschätzen - in Dresden hat der Solaris Hybrid deswegen mehr verbraucht als ein vergleichbarer Dieselbus!

QUOTE
PS: die Reichweite von E-Bussen auf Batteriebasis wird mit der Weiterentwicklung der Akkumalatoren auch zu ausreichenden Reichweiten je Betriebstag führen!

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Möglicherweise wird in 5 Jahren auch eine Beamtechnik erfunden und wir brauchen überhaupt keinen ÖPNV mehr? Solche Zukunftsfantasien sind doch der Grund, warum in Deutschland nichts vorwärtsgeht. Wir brauchen nicht Akkubusse irgendwann, sondern mehr elektrischen ÖPNV jetzt!

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 11 Jun 2019, 13:03
Wenn es gut läuft, sind neue Tramlinien von der Idee über die Beschlussfassung im Stadtrat, Senat, etc., der baureifen Planung, dem Planfeststellungsverfahren incl. Planfeststellungsbeschluss. Mittelbereitstellung durch die Zuschussgeber und der Ausführung des tatsächlichen Baus in 10 Jahren verfügbar. Mir erschließt sich dabei nicht, wie man dabei die Forderung nach elektrischen ÖPNV Verkehrsmitteln "jetzt" und nicht irgendwann umsetzen kann! Jedenfalls nicht mit dem Aufbau neuer Tramlinien. Das geht nur mit jahrelangem Vorlauf, selbst wenn die von mir beschriebene Zeitachse auf vielleicht acht - oder bestenfalls sieben - Jahre optimiert werden könnte.

Das allerdings würde auch ein Umdenken der lieben Mitbürger bei ihrer Einspruchsfreudigkeit im Planfeststellungsverfahren voraussetzen.

Geschrieben von: bestia_negra am 11 Jun 2019, 13:19
QUOTE (Reinhard Busfan @ 11 Jun 2019, 13:03)
Das allerdings würde auch ein Umdenken der lieben Mitbürger bei ihrer Einspruchsfreudigkeit im Planfeststellungsverfahren voraussetzen.

Nicht nur bei den Mitbürgern, sondern auch bei den zuständigen Behörden und Gerichten.


Natürlich muss es in einem Rechtsstaat die Möglichkeit geben Einspruch zu erheben oder zu klagen. Genauso muss es aber auch möglich sein diese Verfahren deutlich zu beschleunigen.



Zum Thema:

Ein OBus-Netz halte ich flächendeckend nicht für durchführbar. Auf den Hauptachsen an denen aus kapazitätsgründen Trambahnen oder Busse in dichtem Takt nötig sind mag das noch duchsetzbar sein. Wenn es aber um eine Strecke geht auf der alle 10 Minuten (oder seltener) ein Bus fährt, dann wird man der Bevölkerung dort eine Oberleitung nicht schmackhaft machen können.



Trambahnen dort wo es die Kapazität erfordert.

Busse (ohne Oberleitung) sonst.



Ob sich dann Batteriebusse mit oder ohne Zwischenladung oder Brennstoffzellenbusse oder ganz andere E-Busse durchsetzen, das wird man sehen.

An eine Renaissance des O-Busses glaube ich nicht.

Geschrieben von: Iarn am 11 Jun 2019, 13:38
QUOTE (Reinhard Busfan @ 11 Jun 2019, 13:03)
Wenn es gut läuft, sind neue Tramlinien von der Idee über die Beschlussfassung im Stadtrat, Senat, etc., der baureifen Planung, dem Planfeststellungsverfahren incl. Planfeststellungsbeschluss. Mittelbereitstellung durch die Zuschussgeber und der Ausführung des tatsächlichen Baus in 10 Jahren verfügbar. Mir erschließt sich dabei nicht, wie man dabei die Forderung nach elektrischen ÖPNV Verkehrsmitteln "jetzt" und nicht irgendwann umsetzen kann! Jedenfalls nicht mit dem Aufbau neuer Tramlinien. Das geht nur mit jahrelangem Vorlauf, selbst wenn die von mir beschriebene Zeitachse auf vielleicht acht - oder bestenfalls sieben - Jahre optimiert werden könnte.

Das allerdings würde auch ein Umdenken der lieben Mitbürger bei ihrer Einspruchsfreudigkeit im Planfeststellungsverfahren voraussetzen.

Bei einem Umdenken wären auch 2-3 Jahre für den Bau einer Tramstrecke drin, gibt es in anderen Ländern und war bei uns in den Jahrzehnten nach dem Krieg auch so.
Wir haben uns nur dran gewöhnt, dass in Deutschland alles immer länger dauert.

Das erste Gleis von München nach Augsburg wurde in einem Sommer verlegt, mit Oxen als maximalem Hilfsmittel und im modernen Industriezeitalter haben Gleis 3 und 4 über ein Jahrzehnt gebraucht.
Warum, weil alles möglichst NIMBY gerecht sein muss. Aber das könnte man wieder zurück ändern. Das Grundgesetz ist quasi das selbe wie in den Navhkriegsjaheen. Klar gibt es durch EU etwas mehr Zeit zu berücksichtigen (Ausschreibungen), andererseits hat man auvh noch technischen Fortschritt sowohl beim Entwurf (CAD) wie bei Fertigungsverfahren (Schweißen).

Busse sind halt der Weg des geringsten Widerstandes.

Geschrieben von: Jogi am 11 Jun 2019, 14:39
QUOTE (Iarn @ 11 Jun 2019, 14:38)
Warum, weil alles möglichst NIMBY gerecht sein muss. Aber das könnte man wieder zurück ändern. Das Grundgesetz ist quasi das selbe wie in den Navhkriegsjaheen.

Mit bislang 63 Änderungsgesetzen ist das GG nun beileibe nicht „quasi das selbe“ Gesetz wie 1949. Für die breite Öffentlichkeit und das allgemeine Leben mag das meiste davon keine unmittelbare Bedeutung haben, aber etwa die Förderalismusreformen, die Neuordnung der Finanzströme zwischen Bund und Ländern wie etwa – jüngste Änderung – mit dem „Digitalpakt“ für Schulen sind durchaus dicke Bretter, die die Kompetenzen neu ordnen.

Davon abgesehen ist das GG für Planfeststellungen quasi irrelevant. Eine solche ist ein Verwaltungsakt, maßgeblich ist also ein Verwaltungsgesetz zusammen mit diversen Fachgesetzen, etwa für den Umweltschutz – der wiederum, schaut man sich den Umfang von Pf-Beschlüssen an, den Löwenanteil eines solchen Verfahrens ausmacht.

Wenn du für zügigeres Planen statt mehr Ressourcen in einem reformierten Prozess effizienter einzusetzen unbedingt Gesetze ändern (lassen) willst, musst du nicht ins oberste Regalfach greifen. Die informelle „frühe Beteiligung“ lässt sich auch ohne eine Zweidrittelmehrheit implementieren. Oder im Zweifel auch wieder rausnehmen.

Dann wären nämlich auch Klagen vor Verwaltungsgerichten gefühlt nicht so erfolgreich. Es zwingt ja kein NIMBY die Bahn dazu, verschiedene Planungsvarianten unzureichend oder falsch abzuwägen, was dann mindestens eine zeitweilige Aufhebung und durchzuführende Neubewertung der Varianten als Urteil zur Folge hat, wie etwa beim Ausbau Fürth-Eltersdorf.

QUOTE (Iarn @ 11 Jun 2019, 14:38)
Busse sind halt der Weg des geringsten Widerstandes.

Ähhh... Busse an sich brauchen am wenigsten neue Infrastruktur, was zusammen mit der relativ einfachen Neubeschaffung an sich ein zügiges Aufbauen ermöglicht. Beispiel X1-Linie in Stuttgart: Unabhängig von Sinn und Unsinn dieser Linie, zwischen Vorstellung der Idee und Inbetriebnahme im Oktober 2018 lagen nicht ganz anderthalb Jahre. Einschließlich eigener Busspur auf der B14, zwei neuer Haltestellen und umfangreichen Anpassungen an Ampeln auf der gesamten Strecke zwischen Cannstatt und der Stuttgarter Innenstadt. Während die vermeintlich simple Verlängerung von Stadtbahnsteigen der U1 erst 2022 fertig sein soll...
Meinst Du das mit geringstem Widerstand?

Geschrieben von: Iarn am 11 Jun 2019, 16:25
Das Grundgesetz und das EU Recht habe ich deswegen referenziert, weil sich diese nicht so einfach verändern lassen.
Pures Verwaltungsrecht kann jede Regierung ändern, wenn sie nur wollen würde.
Und auch beim Umweltschutz muss man sich die ehrliche Frage stellen, was einem wichtiger ist, das große Ganze oder die einzelne blauflüglige Ödlandschrecke. Und da eine Straßenbahn nahezu immer im bereits erschlossenen Straßenraum unterwegs ist, könnte man in solchen Fall beim Umweltschutz (Lokal) für den Umweltschutz (global) Ausnahmeregelungen treffen.

Aber da muss man halt den Arsch in der Hose haben und sich auch mal mit NIMBY und anderen Interessensgruppen fetzen. Wenn man es allen sofort Recht machen will endet man halt bei Bussen. Sieht man insbesondere bei der Verkehrspolitik der CSU in München.

PS die Änderungen im Grundgesetz waren fast alle in Bereichen, die für den Bau von Infrastruktur keine Rolle spielen. Also hat man keine schlechterem Rahmenbedingungen als 1950-1970.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 11 Jun 2019, 18:44
QUOTE (bestia_negra @ 11 Jun 2019, 14:19)
An eine Renaissance des O-Busses glaube ich nicht.

Vielleicht in der Minimalversion, mit OL nur an Haltestellen. Gibt doch schon irgendwo Straßenbahnen, die nur OLs an Haltestellen haben, wieso sollte das nicht auch bei Bussen funktionieren?
Ganz geschickt geplant, könnte man später die Bus-Linie dann auch auf ebenso eine Straßenbahn umbauen.

Geschrieben von: bestia_negra am 11 Jun 2019, 21:26
QUOTE (Metropolenbahner @ 11 Jun 2019, 18:44)
Vielleicht in der Minimalversion, mit OL nur an Haltestellen. Gibt doch schon irgendwo Straßenbahnen, die nur OLs an Haltestellen haben, wieso sollte das nicht auch bei Bussen funktionieren?
Ganz geschickt geplant, könnte man später die Bus-Linie dann auch auf ebenso eine Straßenbahn umbauen.

Das wäre dann das, was ich als E-Bus mit Zwischenladung gemeint habe. Und die Oberleitung müsste dabei ja auch nicht an jeder Haltestelle installiert werden. An den Endstationen natürlich, da es sich dort aufgrund der Wendezeit lohnt und sonst voranging an Stationen an denen mehrere Linien halten.

Wäre aber halt deutlich aufwendiger zu bauen als Ladestationen für Akkubusse im Depot. Müsste man durchrechnen ob sich das durch die kleineren Akkus dann lohnt.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 11 Jun 2019, 22:32
QUOTE (bestia_negra @ 11 Jun 2019, 22:26)
Wäre aber halt deutlich aufwendiger zu bauen als Ladestationen für Akkubusse im Depot. Müsste man durchrechnen ob sich das durch die kleineren Akkus dann lohnt.

Denke schon, v.a. im Winter. Da kann man an den Haltestellen dann auch mal die Heizung aktivieren.
Außerdem hätte man ja einen eventuellen Zusatznutzen beim späteren Straßenbahnbau. Wie oft braucht man bei den Straßenbahnen ein Unterwerk? War das alle 2-5 km oder so? Ein Akku-Bus müsste sicher so ~20km ohne Laden durchhhalten. D.h. man bräuchte weniger Ladestationen als bei der Straßenbahn, aber könnte die Bus-Reichweite beliebig skalieren, das wäre funktional eigentlich ein netter Zwischenschritt zw. Buslinie und Straßenbahn. Falls die Linie erfolgreich ist, kann man mit weniger Mitteleinsatz - ein paar Unterwerke stehen ja schon - Schienen verlegen.

Geschrieben von: bestia_negra am 12 Jun 2019, 06:41
Das Problem bei der Geschichte ist, dass bei den kurzen Standzeiten an den Haltestellen keine allzugroßen Energiemengen geladen werden können.

Deshalb ist das Laden an den Endstationen in der Wendezeit sehr wichtig. Da es aber wegen Verspätungen auch mal zu einem Entfall der Wendezeit kommen kann, müsste der Akku groß genug sein um das zu kompensieren.


In Köln wird so ein Modell getestet:

https://www.elektromobilitaet.nrw.de/fileadmin/Daten/Download_Dokumente/Veranstaltungen/Schwarz_E-Bus_Workshop_Siegen.pdf


Die Busse können hier mit maximal 250kW über einen Stromabnehmer laden.

Die eingesetzten Gelenkbusse haben im Winter (Januar) ca. 2kWh pro km verbraucht.

Bei einer angenommenen Standzeit an der Endstation von 6 Minuten würde das also 25 kWh geladene Energie bedeuten, was ca. 50 km entsprechen würde (und somit für den Umlauf locker ausreichen würde). Die Annahme ist allerdings zu optimistisch, da nicht immer mit der Maximalleistung geladen werden kann.

Außerdem muss man berücksichtigen, dass es durch Verspätungen dazu kommen kann, dass die Standzeit kürzer ist oder ganz entfällt.


Wenn wir jetzt mal in München die Linie 100 als Beispiel nehmen. Diese hat eine Umlaufstrecke Ostbahnhof - Hauptbahnhof - Ostbahnhof von ca. 15 km.

Hier könnte man einen Bus einsetzen, der eine Reichweite von 70km hat (was einen deutlich kleineren, leichteren und billigeren Akku bedeuten würde im Vergleich zu einem Akkubus ohne Zwischenladung). Dieser könnte die komplette Runde also im Verspätungsfall viermal fahren, ganz ohne Nachladen. Mit Nachladen während des Abwartens der Wendezeit sollte der Bus gut über den Tag kommen.


Monsterlinien wie den 54er mit einer Umlauflänge von ca. 40km sollte man dann überdenken oder mit deutlich größeren Wendezeiten versehen.

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 12 Jun 2019, 10:46
QUOTE (Iarn @ 11 Jun 2019, 13:38)
QUOTE (Reinhard Busfan @ 11 Jun 2019, 13:03)
Wenn es gut läuft, sind neue Tramlinien von der Idee über die Beschlussfassung im Stadtrat, Senat, etc., der baureifen Planung, dem Planfeststellungsverfahren incl. Planfeststellungsbeschluss. Mittelbereitstellung durch die Zuschussgeber und der Ausführung des tatsächlichen Baus in 10 Jahren verfügbar. Mir erschließt sich dabei nicht, wie man dabei die Forderung nach elektrischen ÖPNV Verkehrsmitteln "jetzt" und nicht irgendwann umsetzen kann! Jedenfalls nicht mit dem Aufbau neuer Tramlinien. Das geht nur mit jahrelangem Vorlauf, selbst wenn die von mir beschriebene Zeitachse auf vielleicht acht - oder bestenfalls sieben - Jahre optimiert werden könnte.

Das allerdings würde auch ein Umdenken der lieben Mitbürger bei ihrer Einspruchsfreudigkeit im Planfeststellungsverfahren voraussetzen.

Bei einem Umdenken wären auch 2-3 Jahre für den Bau einer Tramstrecke drin, gibt es in anderen Ländern und war bei uns in den Jahrzehnten nach dem Krieg auch so.
Wir haben uns nur dran gewöhnt, dass in Deutschland alles immer länger dauert.

Das erste Gleis von München nach Augsburg wurde in einem Sommer verlegt, mit Oxen als maximalem Hilfsmittel und im modernen Industriezeitalter haben Gleis 3 und 4 über ein Jahrzehnt gebraucht.
Warum, weil alles möglichst NIMBY gerecht sein muss. Aber das könnte man wieder zurück ändern. Das Grundgesetz ist quasi das selbe wie in den Navhkriegsjaheen. Klar gibt es durch EU etwas mehr Zeit zu berücksichtigen (Ausschreibungen), andererseits hat man auvh noch technischen Fortschritt sowohl beim Entwurf (CAD) wie bei Fertigungsverfahren (Schweißen).

Busse sind halt der Weg des geringsten Widerstandes.

Es geht hier nicht um die reine Bauzeit! Der planungs- und genehmigungsrechtliche Vorlauf ist das Problem. Und das braucht halt seine Zeit. Warum wohl werden die Tramtangenten für München erst für Mitte der 2020er Jahre als Umsetzungszeitpunkt kommuniziert?

Kleine Anmerkung am Rande: die Tiere, die Du als Hilfsmittel benennst, schreiben sich immer noch so: Ochsen und nicht Oxen.

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 12 Jun 2019, 11:24
QUOTE (Metropolenbahner @ 11 Jun 2019, 22:32)
Denke schon, v.a. im Winter. Da kann man an den Haltestellen dann auch mal die Heizung aktivieren.
Außerdem hätte man ja einen eventuellen Zusatznutzen beim späteren Straßenbahnbau. Wie oft braucht man bei den Straßenbahnen ein Unterwerk? War das alle 2-5 km oder so? Ein Akku-Bus müsste sicher so ~20km ohne Laden durchhhalten. D.h. man bräuchte weniger Ladestationen als bei der Straßenbahn, aber könnte die Bus-Reichweite beliebig skalieren, das wäre funktional eigentlich ein netter Zwischenschritt zw. Buslinie und Straßenbahn. Falls die Linie erfolgreich ist, kann man mit weniger Mitteleinsatz - ein paar Unterwerke stehen ja schon - Schienen verlegen.

Man muss in so einem Fall aber auch die Oberleitung umbauen. Denn O-Busse haben eine zweipolige Leitung = einen Draht für die Stromaufnahme und einen Draht für die Erdung.

Übrigens die beiden Universitätsstädte Marburg an der Lahn ( ca. 73.000 Einwohner) und Trier (ca. 105,000 Einwohner) haben vor, wieder ein Trolleybus-Grundnetz zu errichten. In beiden Fällen sollen Trolleybus-Hybride zum Einsatz kommen. Diese Busse können unter der Fahrleitung permanent nachladen und mittels Traktionsbatterien auch unter fahrleitungslosen Abschnitten verkehren.

Allerdings sind in beiden Städten (sie hatten zuvor eine Straßenbahn, die durch O-Busse abgelöst wurde) keine neue Straßenbahnlinien geplant.

Geschrieben von: Iarn am 12 Jun 2019, 11:59
QUOTE
Es geht hier nicht um die reine Bauzeit!

Mir auch nicht!
QUOTE (Reinhard Busfan @ 12 Jun 2019, 10:46)
Der planungs- und genehmigungsrechtliche Vorlauf ist das Problem. Und das braucht halt seine Zeit. Warum wohl werden die Tramtangenten für München erst für Mitte der 2020er Jahre als Umsetzungszeitpunkt kommuniziert?

Genau das muss sich in Deutschland ändern. Es war ja nicht immer so schlimm. Es betrifft ja nicht nur den Trambahnbau, sämtliche Infrastruktur in Deutschland wird durch die Bürokratie gelähmt.
Und die Münchner ist selbst für deutsche Verhältnisse sehr bürokratisch.

Für mich sind Busse ab einer gewissen Nachfrage immer nur Behelfslösungen. Egal wie Du einen Bus optimierst, er ist immer ineffizienter als eine Tram.

QUOTE
Kleine Anmerkung am Rande: die Tiere, die Du als Hilfsmittel benennst, schreiben sich immer noch so: Ochsen und nicht Oxen

Da hast ja echt Glück, noch einen Rechtschreibfehler zur Untermauerung der Argumente gefunden zu haben wink.gif

Geschrieben von: Reinhard Busfan am 12 Jun 2019, 12:14
Ein "zuviel" an Bürokratie verärgert viele Menschen. Andererseits: stelle Dir mal vor, die Planung einer neuen Tramstrecke würde nur das reine Projekt umfassen. Außen vor wird der wird der Bauablauf gelassen. Das würde im Planfeststellungsverfahren den Machern der Planung reichlich um die Ohren fliegen. So sind halt auch Umleitungen für den Individualverkehr, Ersatzverkehre für entfallende ÖPNV Regelleistungen, Verlegung von Versorgungs- und Entsorgungsleitungen sowie andere Verlegungen z. B. von Telefonleitungen zu berücksichtigen. Das führt dazu, dass die entsprechenden Unternehmen mit in den Planungsprozess mit einzubinden sind. Und das geht leider nicht von heute auf morgen. Die warten nämlich bestimmt nicht nur auf infrastrukturelle Änderungen im Stadtgebiet, die mit ihren eigentlichen Aufgaben nichts zu tun haben.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 12 Jun 2019, 13:38
QUOTE (bestia_negra @ 12 Jun 2019, 07:41)
Das Problem bei der Geschichte ist, dass bei den kurzen Standzeiten an den Haltestellen keine allzugroßen Energiemengen geladen werden können.

Ja da müsste man dann halt klotzen. Je mehr Spannung desto besser, was wäre innerstädtisch denn das Max für Oberleitungen (auch in Hinblick auf ne späteren Straßebahn)? Gingen auch noch 1,5kV, oder sind nur 750V erlaubt?

QUOTE
Deshalb ist das Laden an den Endstationen in der Wendezeit sehr wichtig. Da es aber wegen Verspätungen auch mal zu einem Entfall der Wendezeit kommen kann, müsste der Akku groß genug sein um das zu kompensieren.

Ja da muss man mal ausrechnen, wo das Optimum aus Batteriekapazität und Nachladezeit liegt. Ein schwerer Bus mit vielen Akkus verbraucht ja auch wieder Strom ...
QUOTE
Bei einer angenommenen Standzeit an der Endstation von 6 Minuten würde das also 25 kWh geladene Energie bedeuten, was ca. 50 km entsprechen würde (und somit für den Umlauf locker ausreichen würde). Die Annahme ist allerdings zu optimistisch, da nicht immer mit der Maximalleistung geladen werden kann.
Naja, die Batterie hat 122 kwh, wenn Du nur 25 kwh aufladen willst und die Batterie eher leer ist, dann geht das schon. Nur ab ca. 80% Ladekapazität geht es langsamer zu laden.

QUOTE
Deshalb ist das Laden an den Endstationen in der Wendezeit sehr wichtig. Da es aber wegen Verspätungen auch mal zu einem Entfall der Wendezeit kommen kann, müsste der Akku groß genug sein um das zu kompensieren.

Das würde ich aufgrund des hohen Akkugewichts ablehen. Eher würde ich nen 2. Bus für ne überschlagene Wende vorhalten.
QUOTE
Monsterlinien wie den 54er mit einer Umlauflänge von ca. 40km sollte man dann überdenken oder mit deutlich größeren Wendezeiten versehen.

Naja, gibts da keine Zwischenhalte an größeren Umsteigestationen, wo sich die Fahrgäste mehr oder minder ausstauschen? Dort könnte man auch mal 5 min zum Zwischenladen stehen bleiben.

Geschrieben von: bestia_negra am 12 Jun 2019, 14:03
QUOTE (Metropolenbahner @ 12 Jun 2019, 13:38)
Ja da müsste man dann halt klotzen. Je mehr Spannung desto besser, was wäre innerstädtisch denn das Max für Oberleitungen (auch in Hinblick auf ne späteren Straßebahn)? Gingen auch noch 1,5kV, oder sind nur 750V erlaubt?

Soweit ich weiß steigt der vorgeschriebene Schutzabstand ab 1kV von 0,5m (unter 1kV) auf 1,5m (über 1kV).

Wird also wohl eher schwierig über 1kV zu gehen.


QUOTE
Ja da muss man mal ausrechnen, wo das Optimum aus Batteriekapazität und Nachladezeit liegt. Ein schwerer Bus mit vielen Akkus verbraucht ja auch wieder Strom ...


Klar. Man muss halt hier den geeigneten Kompromiss finden. Sollte aber kein großes Problem sein hier die geeigntete Kombination herauszufinden.



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Naja, die Batterie hat 122 kwh, wenn Du nur 25 kwh aufladen willst und die Batterie eher leer ist, dann geht das schon. Nur ab ca. 80% Ladekapazität geht es langsamer zu laden.


Ja, im mittleren SOC-Bereich geht das schon. Ich weiß aber nicht, wie das bei Laden über Stromabnehmer läuft. Beim Laden über Kabel/Stecker wird ja erstmal noch zwischen Fahrzeug und Ladeeinrichtung kommuniziert, bevor die Leistung zugeschaltet wird.


QUOTE
Das würde ich aufgrund des hohen Akkugewichts ablehen. Eher würde ich nen 2. Bus für ne überschlagene Wende vorhalten.


Da müsste man wieder ausrechnen, was günstiger ist. Entweder bei allen Bussen den Akku etwas größer machen, oder einen Bus mehr zu kaufen/unterhalten. Und soll der Fahrer dann den Bus wechseln? Falls ja trägt das nicht zur Betriebsstabilität (und Personalzufriedenheit) bei. Falls nein entstehen wieder höhere Personalkosten.

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Naja, gibts da keine Zwischenhalte an größeren Umsteigestationen, wo sich die Fahrgäste mehr oder minder ausstauschen? Dort könnte man auch mal 5 min zum Zwischenladen stehen bleiben.


Gibt es schon, aber mMn kann man eine Linie, die unterwegs planmäßig irgendwo 5 Minuten stehen bleibt, auch gleich in zwei Linien aufteilen.




Was noch eine Möglichkeit wäre, wäre die Kombination aus Akku (für die Ausdauer) und Supercap (für hohe Leistung beim Anfahren, Rekuperation und schnelles Laden).

Geschrieben von: TramBahnFreak am 12 Jun 2019, 20:01
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Chur%E2%80%93Arosa

Geschrieben von: Rohrbacher am 13 Jun 2019, 00:58
QUOTE (TramBahnFreak @ 12 Jun 2019, 21:01)
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Chur%E2%80%93Arosa

Nur weil's im eidgenössischen Paralleluniversum geht, muss das bei uns gar nichts heißen. Das stört ja die Autos beim rumfahren, Parkplätze kostet es auch. Und Elektrosmog! E-L-E-K-T-R-O-S-M-O-G!! - Haben wir eigentlich kein WLAN im Bus? sad.gif

Geschrieben von: 146225 am 13 Jun 2019, 05:11
Wo erforderlich, sind auch (in Deutschland) BOStrab-Abschnitte mit 15 kV machbar - ist aber natürlich auch Ausnahme statt Regelfall.

Geschrieben von: Russischer Spion am 23 Jun 2019, 12:16
Also in Russland, bzw. in Moskau und SPb ist das Thema "Elektrobus" ein Top-Thema! Die Stadt Moskau hat vor kurzem mehr als 600 (!) Stück vom Hersteller "Kamaz" und "GAZ" bestellt (33 Mio. RUB pro Stück). Die Stadt SPb setzt dagegen auf Hersteller "Volgabus" (22 Mio. RUB je Stück).

Elektrobus "Kamaz" 6282 in Moskau:

https://www.youtube.com/watch?v=-d4ir8Ol3so

"Kamaz" und "GAZ":

https://www.youtube.com/watch?v=yooel0D4OYE

Der Chef-Ingenieur und PR-Manager der Fa. "Volgabus" im Interview in Sankt-Petersburg. Leider auf Russisch, trotzdem mit viel Humor und interessant:

https://www.youtube.com/watch?v=h8p-0_I5ghI&t=260s




Geschrieben von: Reinhard Busfan am 24 Jun 2019, 16:06
QUOTE (Russischer Spion @ 23 Jun 2019, 12:16)
Also in Russland, bzw. in Moskau und SPb ist das Thema "Elektrobus" ein Top-Thema! Die Stadt Moskau hat vor kurzem mehr als 600 (!) Stück vom Hersteller "Kamaz" und "GAZ" bestellt (33 Mio. RUB pro Stück). Die Stadt SPb setzt dagegen auf Hersteller "Volgabus" (22 Mio. RUB je Stück).

Elektrobus "Kamaz" 6282 in Moskau:

https://www.youtube.com/watch?v=-d4ir8Ol3so

"Kamaz" und "GAZ":

https://www.youtube.com/watch?v=yooel0D4OYE

Der Chef-Ingenieur und PR-Manager der Fa. "Volgabus" im Interview in Sankt-Petersburg. Leider auf Russisch, trotzdem mit viel Humor und interessant:

https://www.youtube.com/watch?v=h8p-0_I5ghI&t=260s

Schöner Blick über unsere Landesgrenzen hinaus! Ich selbst konnte auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover mir einen Batteriebus von Volga Bus ansehen. Auf dem Messestand erfuhr ich, dass zu diesem Zeitpunkt bereits 54 derartiger Busse in St. Petersburg im Einsatz standen und weitere bestellt wurden. Das verlinkte You Tube Video aus Moskau zeigt auch, dass Kamaz und GAZ recht ordentliche Batteriebusse bauen können. Da ich vorhabe, die beiden Städte St. Petersburg und Moskau zu besuchen, werde ich mir - wenn sich die Gelegenheit bietet - die Busse mal im täglichen Einsatz ansehen.




Geschrieben von: Rohrbacher am 24 Jun 2019, 16:22
QUOTE (Russischer Spion @ 23 Jun 2019, 13:16)
Die Stadt Moskau hat vor kurzem mehr als 600 (!) Stück vom Hersteller "Kamaz" und "GAZ" bestellt

200 Busse für vormittags, 200 für mittags und 200 für nachmittags? unsure.gif wink.gif

Geschrieben von: Valentin am 24 Jun 2019, 17:35
QUOTE (Russischer Spion @ 23 Jun 2019, 12:16)
Also in Russland, bzw. in Moskau und SPb ist das Thema "Elektrobus" ein Top-Thema! Die Stadt Moskau hat vor kurzem mehr als 600 (!) Stück vom Hersteller "Kamaz" und "GAZ" bestellt (33 Mio. RUB pro Stück). Die Stadt SPb setzt dagegen auf Hersteller "Volgabus" (22 Mio. RUB je Stück).

Und wer spendiert in 10 Monaten eine Runde Akkus für alle Bussse, wie in einem der Videos angedroht?

Finaziell (und von den Resourcen?) ein Fass ohne Boden.

Geschrieben von: Entenfang am 24 Jun 2019, 18:45
QUOTE (Valentin @ 24 Jun 2019, 17:35)
Finaziell (und von den Resourcen?) ein Fass ohne Boden.

Vor allem, weil zahlreiche Oberleitungen in der Stadt ungenutzt herumhängen und teilweise demontiert werden oder wurden.

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