Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Datenschutzerklärung | Hilfe

Seiten: (6) « Erste ... 4 5 [6]  ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema |
DSB kauft Talgo-Züge für Hamburg-Kopenhagen, aus: DB-F kauft IC/Es-Garnituren b Talgo [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Rohrbacher
  Geschrieben am: 12 May 2021, 15:25


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 10 Apr 06
Beiträge: 13172

Wohnort: ja


Die Wachstumsschmerzen könnten sicherlich noch dazukommen und vielleicht auch der Ausblick auf die Zukunft und geplante Auslastung der Werke. In den letzten beiden Jahrzehnten wurde in vielen Ländern das Rollmaterial erneuert, effizienter gemacht und zum Teil nachgeholt, was die Länder in den 80ern verpennt haben. Gut möglich, dass man auch deswegen um jeden Auftrag kämpft, weil man davon ausgeht, dass allgemein weniger bestellt wird, ggf. wegen Corona Investitionen verschoben werden und man damit rechnen muss, dass weitere Marktteilnehmer (nicht nur aus China, sondern z.B. auch wieder Siemens) auch noch mitmachen wollen. Dazu kommt, dass die Produktpalette durch den absehbaren Wegfall der Dieseltraktion und zu weiten Teilen auch der lokbespannten Personenzüge eher weniger breit sein wird und dann mehr Hersteller um die gleichen Aufträge buhlen werden.

Wenn du zurückschaust, hatten wir in den 70ern in Deutschland ja mal die Geschichte, dass die DB fast keine Loks mehr gekauft hätte. Der Vorkriegsbestand war weitgehend bereinigt, nach der Ölpreiskrise saß das Geld nicht mehr so locker und die Universal-Drehstromlok kündigte sich an, war aber noch nicht serienreif, der Bau von Dieselloks war nahezu beendet. Damals haben auch die Interesssenvertreter derjenigen, die nur Loks gebaut haben, erreichen können, dass die S-Bahnnetze (als die fast einzigen Großaufträge damals) aus rein industriepolitischen Gründen mit x-Wagen und zusätzlichen 111 ausgestattet wurden statt mit weiteren 420 oder einem ggf. auch in einer Regionalversion denkbaren Nachfolger, der aber nur den Triebwagenbauern genutzt hätte. Heute haben wir eine andere Bahn und eine andere Wirtschaft, heute beschafft man sich seine Krücken, weil man gerade nichts anderes kriegt oder jemand eine Lücke in der Ausschreibung gefunden hat ... Das Problem, dass der Markt für Triebwagen für Kurz- und Mittelstrecken enger werden könnte, dürfte Stadler sicher auf dem Schirm haben. Dadurch dass die Plattformen im Gegensatz zu früher nur untereinander funktionieren und jede Vergabe eventuell für lange Zeit die Bindung an einen (anderen) Hersteller bedeutet bzw. dass man selbst für längere Zeit bei diesem Kunden raus ist (im Gegensatz zu den Herstellern z.B. von Güterzugloks), man aber die Arbeitsplätze und Werke dauerhaft unterhalten und auslasten muss, verschärft die Sache natürlich, auch weil nicht überall so'n Mischwarenladen zusammengekauft wird in Deutschland. Da könnten ein paar Aufträge sicher für die Hersteller mehr als nur nice to have oder (in einen bestimmten Zeitraum) gleichwertig ersetzbar sein.

Bearbeitet von Rohrbacher am 12 May 2021, 15:29

--------------------
Nur echt mit Schachtelsatz.
    
    Link zum BeitragTop
Thema wird von 1 Benutzer gelesen (1 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
75 Antworten seit 5 Feb 2020, 20:04 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (6) « Erste ... 4 5 [6] 
<< Back to Bahn International
Antworten | Neues Thema |