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Nicht nur ÖPNV in und um Leipzig, Entdeckungen in Sachsens größter Stadt [Zur Themenübersicht]
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Lobedan
  Geschrieben am: 1 Oct 2017, 19:06


Kaiser


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Alter: 29



Vielleicht war die Wahl der Farbe Silber für die S-Bahnen auch nicht die beste aller Entscheidungen. Zwischen all dem Sichtbetongrau der Tunnelstationen und Lärmschutzwandmauern könnte man fast meinen, dass das Designbüro der Sprayerszene angehört. huh.gif
    
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Jogi
  Geschrieben am: 1 Oct 2017, 20:28


Kaiser


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QUOTE (Entenfang @ 1 Oct 2017, 19:35)
Ich hatte überlegt, meine "gewonnene" Stunde in einem Spaziergang dorthin zu investieren, mich dann aber für den Einkauf fürs Abendessen entschieden. wink.gif

[OT] Von Außen ist das Bauhaus recht IMO unspektakulär (Bauhaus eben laugh.gif) - und für's Innere hättest Du wohl Eintritt bezahlen müssen, wenn Du ein bisschen mehr sehen wolltest als den Eingangsbereich, einen Besprechungsraum und das Büro von wimre Gropius. Für eine Stunde etwas knapp.
Von dem her: gute Entscheidung wink.gif[/OT]

QUOTE (Entenfang @ 1 Oct 2017, 19:35)
Lag er in der Tat, deswegen sind die Sehenswürdigkeiten auch arg kurz gekommen.

Was ich, ausdrücklich gesagt, nicht kritisieren wollte! Kann ja durchaus sein, dass Du mit dem Bauhaus-Stil für fehlgeleitet bis überschätzt hältst oder mit der Ästhetik nichts anfangen kannst. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten wink.gif

QUOTE (Entenfang @ 1 Oct 2017, 19:35)
Es geht nicht nur in Ordnung, es ist sogar ausdrücklich erwünscht!

Na dann

Ganz hübsch fand ich die Römischen Ruine, die heute das westliche Entree in den Park Georgium bilden (entworfen wie andere Parkbauten von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf in Anlehnung an den Saturntempel auf dem Forum Romanum (wiki)).
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Damit weiß vielleicht schon der eine oder andere was mit dem auch Sieben Säulen bezeichneten Immobile auf sich hat - egal von wo aus man auf den Säulenbau schaut, es sind immer sieben Säulen zu sehen, dabei sind es derer acht. Wer etwas genauer hinschaut, erkennt rechts oben das Kapitell der achten Säule.

QUOTE (Entenfang @ 1 Oct 2017, 19:35)
Wie es der Zufall will, habe ich nämlich tatsächlich noch einen weiteren Ausflug mit Fahrrad in die Ecke geplant (Fokus DWE). Da nehme ich mir deine Ratschläge gerne zu Herzen und mit fahrbarem Untersatz sollten die Entfernungen auch kein Problem darstellen.

Im Wörlitzer Park kann das Rad auf jeden Fall nicht schaden. Und bereits jetzt sei viel Freude dabei gewünscht!
Als kleiner Apetizer, als ich in meine Regionalbahn gen LuWi steigen wollte, ist mir dieses Fahrzeug begegnet:
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Womit wieder der Bogen zum ÖPNV in und um Leipzig geschlagen ist biggrin.gif
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 1 Oct 2017, 23:07


Kaiser


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QUOTE (Lobedan @ 1 Oct 2017, 20:06)
Vielleicht war die Wahl der Farbe Silber für die S-Bahnen auch nicht die beste aller Entscheidungen. Zwischen all dem Sichtbetongrau der Tunnelstationen und Lärmschutzwandmauern könnte man fast meinen, dass das Designbüro  der Sprayerszene angehört. huh.gif

Glaubst du wirklich bei einer anderen Farbe würde weniger gesprayt?
Die Resignation finde ich erschreckend, denn die befördert das ganze ja nur. Sieht man ja leider an den Güterwagen, die werden so gut wie nie gesäubert und daher sind das beliebte Ziele.

Mal unabhängig davon, weiß jemand wieso die Eisenbahn so übermäßig stark betroffen ist. Private Häuser und andere Orte werden i. d. R. ja verschont und besprayte Lkw oder Busse sind äußerst selten.

An Leipzig ist auch interessant dass direkt am Hbf ein Hotel seit Ewigkeiten vor sich hinrottet und das in zentraler Lage und bei einer wachsenden Stadt.

Bearbeitet von Trapeztafelfanatiker am 1 Oct 2017, 23:07
    
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146225
  Geschrieben am: 2 Oct 2017, 06:11


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 1 Oct 2017, 23:07)
Mal unabhängig davon, weiß jemand wieso die Eisenbahn so übermäßig stark betroffen ist. Private Häuser und andere Orte werden i. d. R. ja verschont und besprayte Lkw oder Busse sind äußerst selten.

Eisenbahn ist negativ konnotiert, genießt kaum gesellschaftliche Wertschätzung, sondern wird als veraltet, nur für "zweifelhaftes" Publikum, zu langsam, zu teuer, zu laut, zu unflexibel... und was weiß ich nicht noch alles negativ bewertet. Also fällt es natürlich leichter, die Hemmschwelle ist geringer, so etwas zu beschädigen.

Der andere Punkt dürfte allerdings auch sein, wie gerade die DB ihre Fahrzeuge und Anlagen präsentiert: auch große Hauptbahnhöfe sind teilweise ungepflegte Unkrautäcker, etliche Hp sind zwischen Verfall und Vergessen, viele Fahrzeuge sehen aus als wären sie vor mehreren Jahren das letzte Mal gewaschen und gepflegt worden - dieser falsch verstandene Sparwahn senkt die Hemmschwellen natürlich auch.

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But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of | You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk | Aus: Coolio, "Gangsta's Paradise"
    
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MVG-Wauwi
  Geschrieben am: 2 Oct 2017, 09:43


Lebende Forenlegende


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Das "Eisenbahn negativ konnotiert" ist, greift, wie ich finde, etwas zu kurz. Generell geht es der Gemeinde ja darum, "Fame" zu erlangen und den erlangt man u. a. dadurch, dass viele Betrachter das Zeug zu Gesicht bekommen. Da steht natürlich schon mal die Eisenbahn weit oben auf der Begehrlichkeitsliste. Aber auch ganz praktisch bieten Bahnanlagen viele Vorteile. Zugfahrten sind berechenbar und lassen ausreichend freie Zeitfenster für eine ungestörte "Kunstausübung". Dass die Leinwände im Zuge so genannter Lärmsanierungsprogramme nicht ausgehen, tut natürlich ein Übriges. Und da sich bei einer einmal hingestellten Wand niemand mehr drum kümmert, zieht das nach der 'Broken-Windows-Theorie' an immer weiteren Ecken eine Verwahrlosung nach sich.

Bearbeitet von MVG-Wauwi am 2 Oct 2017, 09:44

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Gruß vom Wauwi
    
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karhu
  Geschrieben am: 2 Oct 2017, 09:46


Kaiser


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QUOTE (Trapeztafelfanatiker @ 2 Oct 2017, 00:07)
Sieht man ja leider an den Güterwagen, die werden so gut wie nie gesäubert und daher sind das beliebte Ziele.

An Güterwagen finde ich gut gemachtes Graffiti sogar gut und das würde ich auch legalisieren. Weil sonnst sind doch Güterwagen fast nur schmutz-grau-braun oder schmutz-verblasstes -verkehrsrot. Da ist es doch besser wenn die schön bunt sind.
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 2 Oct 2017, 10:52


Kaiser


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Beiträge: 1433




QUOTE (karhu @ 2 Oct 2017, 10:46)
An Güterwagen finde ich gut gemachtes Graffiti sogar gut und das würde ich auch legalisieren. Weil sonnst sind doch Güterwagen fast nur schmutz-grau-braun oder schmutz-verblasstes -verkehrsrot. Da ist es doch besser wenn die schön bunt sind.

Dann legalisieren wir auch das besprühen deiner Wohnung und deines Eigentums, denn die Gestaltung ist trist und gefällt mir nicht.

Das mit "negativ konnotiert" sehe ich nicht als das Grundproblem, denn der ÖPNV ist noch negativer konnotiert und da ist Graffity total selten bis gar nicht vorhanden.
Bei Bussen die auf der Autobahn fahren (oder Lkw) wäre der Wirkungsgrad sogar noch viel größer und da sind viele in Industriegebieten usw. abgestellt.

Man resigniert mir zu viel vor dem Problem, statt es offensiv anzugehen. Wenn man damit Stunden- und Tagelang rumfährt braucht man sich nicht wundern. DB Fernverkehr bietet da ein immer erbärmlicheres Bild. Die Strafen der Aufgabenträger müssten hier viel höher sein, so dass eine überwachte Abstellung deutlich günstiger kommt.
Wie schafft man es also in GB und wieso nimmt man sich das nicht als Vorbild? In Leipzig scheint dann eher Slowenien oder Kroatien das Vorbild zu sein, die nicht mal mehr etwas entfernen.
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 8 Oct 2017, 21:32


Lebende Forenlegende


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Und schon wieder eine Woche vergangen... Da möchte ich die Reaktionen natürlich nicht unkommentiert stehen lassen.


QUOTE
Glaubst du wirklich bei einer anderen Farbe würde weniger gesprayt?

Ich habe mal gehört, silber wäre als Hintergrund bei Sprayern sehr beliebt, weil es die teuerste Farbe ist.

QUOTE
Mal unabhängig davon, weiß jemand wieso die Eisenbahn so übermäßig stark betroffen ist. Private Häuser und andere Orte werden i. d. R. ja verschont und besprayte Lkw oder Busse sind äußerst selten.

Ein Grund könnte sein, dass Züge oft leicht zugänglich in der Pampa abgestellt werden, während Busse entweder in bewohnten Straßen (ist mir in Dresden in Bahnhofsnähe oft aufgefallen) oder auf gesicherten Betriebshöfen abgestellt werden. Verschonte Privathäuser ist in Leipzig definitiv nicht zutreffend - Bilder folgen noch. Hier gibt es einfach eine äußerst aktive und agressive links-anarchistische Szene.

QUOTE
An Leipzig ist auch interessant dass direkt am Hbf ein Hotel seit Ewigkeiten vor sich hinrottet und das in zentraler Lage und bei einer wachsenden Stadt.

Ja, richtig. In Leipzig gibt es noch einige Brachflächen und Ruinen in sehr guter Innenstadtlage. Doch die meisten wurden entweder schon bebaut und saniert oder es gibt Pläne dafür. Angeblich soll auch im nächsten Jahr etwas am Astoria passieren.
Hier ein kurzes Video über das Luxushotel zu DDR-Zeiten, das 1996 geschlossen wurde.

QUOTE
Dass die Leinwände im Zuge so genannter Lärmsanierungsprogramme nicht ausgehen, tut natürlich ein Übriges. Und da sich bei einer einmal hingestellten Wand niemand mehr drum kümmert, zieht das nach der 'Broken-Windows-Theorie' an immer weiteren Ecken eine Verwahrlosung nach sich.

Meinst du sowas? ph34r.gif
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QUOTE
An Güterwagen finde ich gut gemachtes Graffiti sogar gut und das würde ich auch legalisieren.

Ich würde Graffiti nicht generell legalisieren, aber z.B. einen Wettbewerb an ausgewählten Zügen veranstalten. Abgesehen davon stimme ich dir insofern zu, dass Graffiti auch nicht schlimmer aussieht als so manche Vollwerbung.

---

Heute widmen wir uns dem Bahnhofsplatz. Die Mittagspause nutzte ich oft für einen kleinen Spaziergang mit Fotostops - und das Wetter war äußerst gnädig mit mir. Egal wie mies es am Morgen war, während der Mittaspause schien fast immer die Sonne.

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Der auffällige Fahrschulwagen 5001
Im Hintergrund übrigens das baufällige Hotel Astoria.

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Eine Innenstadtrundfahrt über den Promenadenring geht zwar nicht ohne Umsteigen, denn keine Linie befährt den kompletten Promenadenring. Am nächsten kommt dem noch die Linie 14.

Während der Hbf-Sperrung wurde der Großzug im normalen Liniendienst auf der 16 eingesetzt.

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Der ganz alltägliche Stau an der zentralen Haltestelle Hbf. Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes sowie die Kapazitätserweiterung der unübersichtlichen viergleisigen Doppelhaltestelle ist ein Ziel des SEP 2030.

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Bis auf die Linien 8 und 9 mit eigenen Haltepositionen verkehren hier alle 13 Straßenbahnlinien sowie 2 Buslinien. Die Fußgängerquerungen sind nicht signalgesichert, sondern durch Sturmklingeln seitens der Bahnen. Die Treppen führen zur S-Bahn.

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1002 als Fahrschulfahrt am Hbf

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Noch ein Wort zur Radverkehrsführung: Angesichts des kontrastarmen Zweirichtungsradwegs vor dem Hbf ist es kein Wunder, dass permanent Fußgänger den Weg blockieren. [URL=http://4.bp.blogspot.com/-IbrcDQO4nUc/UPkp7Dlg2MI/AAAAAAAAKRg/bn0myDKg9RU/s1600/_20130118-Harras-00.jpg]Harras lässt grüßen. Die Radverkehrsführung am Promenadenring lässt vielerorts zu wünschen übrig.

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NGT8+NB4 werden i.d.R. werktags (Sa) auf der 1E eingesetzt. Die nachträglich für den Einsatz mit den NGT8 ausgerüsteten Beiwagen sind an der angepassten Lackierung erkennbar.

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Im Gegensatz dazu ein Tatra-Großzug mit NB4 in der Goethestraße. Nach und nach werden die innenstadtnahen Baulücken geschlossen wie hier links.

Insgesamt 43 Niederflurbeiwagen bieten bei den Hochflurern Barrierefreiheit. Die Beiwagen besitzen einen Hilfsführerstand inkl. Scheibenwischer, allerdings keinen Spiegel.


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1003 in der Goethestr.

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  Geschrieben am: 8 Oct 2017, 21:33


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Noch befindet sich der "Fernbusbahnhof" hier am Straßenrand. Derzeit wird ein Neubau an der Ostseite des Hbf errichtet.

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Ich bin ein Berliner und helfe als SEV während der Hbf-Sperrung aus. Links die Baustelle für den neuen Fernbusbahnhof.

Während mich die ersten beiden Wochen mit nahezu idealem Fotowetter verwöhnt haben, erhält der Herbst nun spürbar Einzug.
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  Geschrieben am: 10 Oct 2017, 21:01


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Von der Museumseisenbahn zum Tagebau

Den letzten warmen Tag des Frühherbsts (und nebenbei der letzte Gültigkeitstag meines Semestertickets) konnte ich natürlich nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Die KBS 550 und 555 (Leipzig - Gera - Saalfeld) wird auch als Museumseisenbahn bezeichnet, da noch zahlreich Alttechnik vorhanden ist.

Nachdem ich mein Fahrrad in Zwenkau-Großdalzig entladen habe, bleibt mir eine Weile zum Genießen der ländlichen Idylle.
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Vorsicht Regioshuttle! Leider wurden in der letzten Zeit doch einige BÜ modernisiert und präsentieren sich nicht mehr im Reichsbahnflair.
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Hauptziel des Tagesausflugs ist die Blockstelle Zauschwitz.

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Blick vom Trafoanschlussgleis zum Bksignal...

...welches sogar ein eigenes Signal besitzt, obwohl die Strecke auch früher nicht weiterführte.
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VT 312 passiert das Blockwärterhaus. Erfreulicherweise bleiben die Schranken geschlossen...

...und nachdem mir noch in der EB sitzend eine Ludmilla entgegengekommen ist, gelingt nun doch ein Bild mit Gz. Zwar ist die Strecke regelmäßig befahren, doch etwas Glück gehört schon dazu.
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Rund eine halbe Stunde folgt der nächste Triebwagen.
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Ortswechsel nach Pegau, wo eine Dreifachtraktion mit einiger Verpätung gen Leipzig ausfährt.
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Vorerst genug auf die Bahn gewartet - jetzt wird gestrampelt. Nochmal dörfliche Idylle unterwegs in Elstertrebnitz
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Da schau her

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  Geschrieben am: 10 Oct 2017, 21:01


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Ein interessanter Aussichtspunkt über den Tagebau Vereinigtes Schlehenhain befindet sich nur einen Katzensprung vom Hp Deutzen.
Hier wird alles dafür getan, damit Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlt.
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Um die Anwohner vor Staubemissionen zu schützen, versprüht diese Anlagen feinen Nebel.
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Zügig radle ich weiter nach Borna, wo mir dank der Ankunft 30 Sekunden vor Abfahrt der S-Bahn keine Zeit mehr bleibt, die Formsignale zu dokumentieren. Dann bleibt noch etwas für nächstes Mal.

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  Geschrieben am: 21 Oct 2017, 18:26


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Zwischen Wörlitz und Dessau

Der Herbst zeigt seine schönste Seite, da suche ich doch gleich das Weite.

Nochmal Dessau, aber dieses Mal zieht es mich vom Bahnhof zum abseits gelegenen Gleis 1, an dem bis Ende Oktober täglich Ausflugsverkehr im 2h-Takt angeboten wird. Die DWE setzt einen Dosto-Tw der BR 670 ein. Die einfache Fahrt nach Sondertarif kostet 5€, die Fahrradmitnahme ist kostenlos.
Unterdeck, der Tw hat kein WC.
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Oberdeck
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Die Fensterplätze lassen den Kopf größerer Menschen schnell zur Lü werden.

Die 1. Reihe ist durch einen siebenjährigen Jungen samt Eltern und Großeltern belegt, doch auch aus der 2. Reihe kann sich der Blick sehen lassen.
„Wann fahren wir endlich los?“
„Um Viertel.“ Opa schaut auf die Uhr. „In guten fünf Minuten.“

Es vergehen keine zwei Minuten. „Wann fahren wir los?“
„In fünf Minuten“, stellt die Mama fest.
„Noch soooo lange…“
„Da schau mal“, meint der Opa, „siehst du das rote Licht? Wenn das Grün wird, fahren wir gleich los.“

Bahn frei! Brummend setzt sich der Triebwagen in Bewegung.
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Allzu eilig sollte man es aber auf der Strecke nicht haben.
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Die Fahrt über 18 km dauert 35 Minuten.

Leicht schwankend rollt das Fahrzeug durch die enge Schneise im herbstlichen Buschwerk. Ein paar Altwagen auf dem Gelände der Dessau-Wörlitzer Museumsbahn
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Möglicherweise Deutschlands kürzester Bahnsteig, der Zug hält hier aber planmäßig nicht.
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Es folgt eine kombinierte Bahn- und Fußgängerbrücke über die Mulde.
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Bemerkenswert finde ich die großzügige Bauausführung früherer Generationen – selbst die Brücke dieser Wald- und Wiesenbahn ist für einen zweigleisigen Ausbau ausgelegt.

„…ene meine muh und raus bist du.“ Der Junge spielt Abzählreime mit den Fingern an Mamas Hand durch. „Raus bist du noch lange nicht, sag mir erst wie alt du bist!“ „Mama?! Wie alt ist der Finger?“ „Zwei.“ „Eins, zwei. Ok, der Finger hat gewonnen!“

Nein, wirklich große Geschwindigkeiten lässt die Strecke wahrlich nicht zu…
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Aber warum mussten die ihr Haus ausgerechnet im Sichtdreieck am BÜ errichten?

An den Bedarfshalten unterwegs steigt niemand ein und niemand aus. Die Hp liegen leider sehr ortsfern am Waldrand.

Schnurgerade führt die Trasse durch den Wald und der Triebwagen ruckelt mit 60 dahin.
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Äste schlagen gegen die Scheibe und kratzen an der Seitenwand. „Raus bist du noch lange nicht, sag mir erst wie alt du bist!“ „Vier.“ „Na gut, der hat gewonnen. Mama, spielen wir Schnick, schnack, schnuck?“

Wald und Grasland wechseln sich auf dem letzten Abschnitt ab.

„Leo, schau mal ein Eisenbahnsignal!“
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Ein kurzer Blick. „Mama, spielen wir weiter Schnick, schnack, schnuck?“

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  Geschrieben am: 21 Oct 2017, 18:26


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Endstation Wörlitz, früher kam man hier noch zwei Käffer weiter.
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Die Rückfahrt wird bereits sehnlich erwartet (und die im Auto wartende Beifahrerin sah nicht gerade übermäßig begeistert aus).
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Ländliche Idylle – irgendwie hätte man für die Herbstlandschaft eine etwas knalligere Lackfarbe brauchen können…
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Zeit für einen Spaziergang im Wörlitzer Park. Bei dem Wetter bin ich natürlich längst nicht der einzige mit dieser Idee.
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„Na, kleine Pause?“, meint ein zehnjähriger Junge zu mir, während ich auf einer Bank Brotzeit mache. Grmpf, ist die Wespensaison denn immer noch nicht zu Ende?

Der Park bietet auch ein besonderes Verkehrsmittel, nämlich von Hand angetriebene Kurbelfähren.
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Reger Schiffsverkehr im Krägergraben
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Um den Park nicht nur über kleine Fähren und enge Brücken erreichen zu können, existiert auch eine Furt. Im Sommer ist sie sicherlich auch für Fußgänger geeignet…
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Eine gute Stunde reicht hinten und vorne nicht, um den großzügigen Park auch nur ansatzweise zu durchstreifen. Aber ich will ja heute noch zurück nach Dessau radeln…

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  Geschrieben am: 21 Oct 2017, 18:27


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Auf seiner nächsten Runde begegnet mir der Triebwagen bei Oranienbaum.

Zeit für einen kurzen Blick auf das Schloss Oranienbaum.
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In Oranienbaum gab es einst eine größere Betriebsstelle mit Fahrtmöglichkeiten zum ehemaligen Kohle- und Gaskraftwerk Vockerode sowie an die Hauptstrecke bei Gräfenhainichen. Auf dem Ast finden gelegentlich Fahrten bis Ferropolis statt. Der letzte Ast führt in den Bahnhof Oranienbaum, welcher mit zwei Rückfallweichen ausgestattet ist.
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Die Bahn im ländlichen Raum Ostdeutschlands – eine vom Aussterben bedrohte Art?
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Nun ist es Zeit, zügig zurück nach Dessau zu strampeln.
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Zeit für einen kurzen Blick in die Stadt bzw. die riesigen Parks bleibt mir noch.

Fürst-Franz-Denkmal im Beckerbruchpark
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In diesem Viertel gibt es einige großzügige Villen entlang der herbstlichen Alleen.
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Doch auch hier sind zwischen Wohnblocks plötzlich große Freiflächen, vermutlich aufgrund abgerissener Häuser.
Über böses Kopfsteinpflaster kämpfe ich mich voran und lande in dieser Garagenanlage, in die wohl kein heutiges Auto mehr reinpasst.
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  Geschrieben am: 21 Oct 2017, 18:27


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Auf dem Rückweg zum Bahnhof noch ein kurzer Stop im Georgium mit Blick auf das Mausoleum.
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Vermutlich soll auch der Bahnhof dem Bauhausstil entsprechen.
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Ganz so vernichtend muss mein Urteil dann doch nicht ausfallen, als ich den Hamster zur Rückfahrt nach Leipzig besteige.

Ein arabischstämmiger Mann Ende 20 sitzt im Vierer gegenüber und spricht die Mutter von zwei Kindern an, die dort ebenfalls platzgenommen hat. „Zwei Kinder?“, fragt er mit starkem Akzent. Sie erläutert, dass sie noch ein drittes habe, welches aber gerade nicht dabei ist. Die beiden Töchter, zehn und zwölf Jahre alt, sitzen im Zweier hinter mir und schauen gemeinsam in ein Smartphone. „Boah, der macht voll viel Schaden!“

„Verheiratet mit Mann?“
„Nein, ich bin nicht verheiratet.“ Der Syrer ist ehrlich erstaunt. „Drei Kinder und nicht verheiratet???“
„Nein, das macht nichts in Deutschland. Hier heiratet man vor allem wegen der Krankenversicherung und den Steuern.“ Der Mann grinst.
Später erzählt er noch, dass seine Großeltern 270 Urenkel haben und sein Bruder mit Frau und Kindern in Dessau wohnt. Nun ist er auf dem Rückweg nach Leipzig.
Begeistert erzählt der Mann noch, dass sein Bruder keine Fahrkarten für die Kinder lösen musste, als er mit der Bahn zu ihm auf Besuch gekommen ist. „In Bahn, Kinder keine Fahrkarte in Deutschland! In Bus muss Fahrkarte für alle kaufen.“

Da verstehe einer den deutschen Tarifdschungel…

Ein Mann drückt am Fahrkartenautomaten herum und fragt die Zub, ob es denn das Hopper-Ticket nicht mehr gäbe. „Doch, aber das finden Sie nur unter „Weitere Angebote“, nicht aber bei Start-Ziel.“

Achja, Begeisterung mal wieder auch von meiner Seite. Auf meiner ersten Fahrt nach Dessau hatte ich noch extra die Zub gefragt, ob ich denn für den Abschnitt außerhalb des MDV eine Fahrradtageskarte NV lösen muss, was diese bejaht hat. Bei der Kontrolle heute wird mir mitgeteilt, dass Fahrräder in Sachsen-Anhalt generell kostenfrei transportiert werden.

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