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Städtebahn Sachsen stellt Betrieb ein, Ab 25.7. kein Betrieb mehr bei der SBS [Zur Themenübersicht]
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Martin H.
  Geschrieben am: 27 Jul 2019, 17:56


Lebende Forenlegende


Status: Globaler Moderator
Mitglied seit: 6 Jan 10
Beiträge: 8421

Wohnort: München


QUOTE (218 466-1 @ 27 Jul 2019, 14:51)
Und es würde mich wundern, wenn Elektriker Termine absagen, die Müllabfuhr ausfällt oder der Friseursalon geschlossen bleibt, wegen Personalmangel. Soweit ist es in anderen Brachen noch nicht. Falls doch, dann wäre Deutschland in den letzten drei Jahren gewaltig den Bach hinunter gegangen.

Beim Elektriker gibt's den Termin nicht in zwei Tagen, sondern eher zwei Monaten. Beim Friseur ebenfalls längere Wartezeiten.

Erst gestern haben wir letztendlich das Restaurant gewechselt da erst nach knapp ner Stunde mal die Getränke bestellt werden konnten und dann auch nur teilweise kamen........

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das Dass
Forenanleitung
auf der Ignorierliste: Politisches
Bis Anfang März nur sporadisch hier, zu viel zu tun.
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 27 Jul 2019, 21:58


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 1433




QUOTE (146225 @ 27 Jul 2019, 07:35)
Ja genau, ich bin der böse Grosskapitalist, der die Arbeitnehmerschaft versklavt und ausquetscht wie eine Zitrone. Mit Verlaub: was für ein Schwachsinn. Ich bin mit der Erste, der für Arbeitnehmerrechte und für wertschätzende, fair bezahlte Arbeitsbedingungen eintritt. Das muss auch in einem Wettbewerbsumfeld machbar sein, ohne irgendwelche Nostalgien von der einen großen Staatsbahn zu träumen oder sonstigen von den Realitäten der Welt abweichenden Fantasien. Der - auch durch andere Branchen - sich wie ein roter Faden ziehende Personalmangel zeigt nun eben sehr deutlich auf, bei welchen EVU das Arbeitsumfeld stimmt, und bei welchen eben nicht.

Wer ist hier der Eisenbahner?
Es funktioniert eben nicht. Selbst jetzt bei diesem riesigen Mangel nicht. Es funktioniert nicht.
Beim Gehalt mag es ein Flächentarifsniveau geben, aber dafür findet der Wettbewerb dann über die Arbeitsbedingungen statt. Immer mehr EVU stellen die Dienstplanung so um dass der Computer am meisten rauspressen kann, also möglichst viele Schichten in die erlaubte Zeit pressen usw.

Mir ist z. B. egal welche Lösung es gibt, es kann auch der heutige Wettbewerb bleiben, aber das Personal muss aus diesem Wettbewerb und diesem unmenschlichen Druck genommen werden.

Das derzeitige System funktioniert nicht, denn der große Mangel hätten ja schon längst zu deutlich besseren Arbeitsbedingungen führen müssen (und da ist es egal welche Farbe das EVU hat, die sind alle gleich, alle), aber Pustekuchen.
Warum verliert die Branche denn Personal? Das ist derzeit noch das größere Problem gegenüber dem, dass man immer schwerer Neupersonale gewinnen kann.

Und dein letzter Satz ist total naiv. Das kann nur von Außenstehenden kommen.

    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 27 Jul 2019, 22:07


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 1433




QUOTE (218 466-1 @ 27 Jul 2019, 14:51)
Diese 8-13 Jahre Witzverträge, wo Tf schon wissen, dass sie nach Vertragsablauf ggf. das EVU oder den Wohnort wechseln müssen, sind das Problem! Und solange sich das nicht ändert, ist es im Wettberweb beim SPNV eben nicht möglich. Gerade bei der NVBW gab es Personalbedingte Ausfälle lange Zeit nicht, wo alles DB Regio gefahren hat. Erst seit andere EVU zum Zug kommen und wo Betreiberwechsel bevorstehen, geht es im Endstadium - egal bei welchem EVU - steil bergab.

Die Probleme in BaWü hat man selber herbeigeführt und es war einfach kaum attraktiv für Personale zu wechseln. Die NVBW hat ja hochnäsig feste Regelungen abgelehnt, wie z. B. ein totaler Betriebsübergang mit übernahme aller Regelungen der Vorbetrieber (aller, nicht nur gleiches Tarifniveau).

Das Problem ist ja nicht der Wettbewerb an sich, sondern dass Menschen Spielball dieses perversen Systems sind. Wieso nimmt man das Personal nicht aus dem Wettbewerb raus?
Wettbewerb um Marketing, Qualität usw.?
Das Personal könnte man beim Land anstellen und sie fahren dann für alle EVU als Dienstleister oder welches Modell auch immer, aber man muss das Personal aus dem Wettbewerb nehmen. Wer das nicht so sieht ist ein Arbeitnehmerfeind, denn es ist bewiesen, dass nicht mal der Personalmangel zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen geführt hat.

Die Eisenbahn nimmt doch derzeit durch die ganzen Ausfälle riesigen Schaden und manche haben nichts besseres zu tun als sich darüber zu freuen wenn es EVU A oder B trifft oder mit dem Finger auf andere zu zeigen, ohne das Grundproblem zu sehen, es schadet der gesamten Branche und ist eben auch leider ein Produkt eines Wettbewerbs auf dem Rücken des Personals.
Es ist nicht einzusehen warum die Personale alle paar Jahre wieder vor einer Ungewissheit stehen, obwohl ihre Arbeit weiter besteht, am gleichen Ort und ohne Abbestellung auch mindestens mit gleicher Personalzahl.

Man nimmt mit Fahrzeugfinanzierung oder Fahrzeugpools, Fremdwerkstätten oder Werkstattfinanzierung diese "Gegenstände" aus dem Wettbewerb, aber die Menschen sollen diesem eiskalt ausgeliefert werden. Das ist das perverse!
    
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Alex101
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 10:53


Routinier


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Mitglied seit: 4 Jan 11
Beiträge: 365




Der VVO hat lt. Pressemitteilung den Verkehrsvertrag gekündigt: Dieselnetz: VVO kündigt Verkehrsvertrag
QUOTE
Gemäß den Bestimmungen des Verkehrsvertrages hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) nach 72 Stunden ohne Zugbetrieb sein Sonderkündigungsrecht wahrgenommen und den Vertrag mit der Städtebahn Sachsen gekündigt.
[...]
Der VVO nimmt jetzt Kontakt mit geeigneten Eisenbahn-Unternehmen auf, damit nach einer Notvergabe schnellstmöglich der Zugverkehr auf den Strecken des Dieselnetzes wieder aufgenommen wird.

Das dürfte für kaum jemanden eine Überraschung sein.
    
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146225
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 14:14


Lebende Forenlegende


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Netinera freut sich.

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Tågskryt!
    
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JeDi
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 14:52


Lebende Forenlegende


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Wohnort: Schlafwagen


QUOTE (146225 @ 28 Jul 2019, 14:14)
Netinera freut sich.

Wieso grade die? In Dresden fahren ja auch noch andere EVU (DB Regio und Transdev/MRB).

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Fight the Cistem! Fight "AfD"! Fight Nazis!
    
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146225
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 20:14


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 1 Apr 07
Beiträge: 14994

Alter: 41
Wohnort: TH/EDBU


QUOTE (JeDi @ 28 Jul 2019, 14:52)
Wieso grade die? In Dresden fahren ja auch noch andere EVU (DB Regio und Transdev/MRB).

Kommt einem als erstes in den Sinn, weil die schon mit 642 vor Ort arbeiten. Aber klar, im Prinzip kann auch jedes x-beliebige andere EVU zum Zuge kommen.

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Tågskryt!
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 22:34


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 1433




Egal was da nun kommt, so etwas schadet dem SPNV massiv. Da fährt jetzt tagelang kein Zug und die Arbeitnehmer stehen da und sie sind wieder mal die Verlierer.
Die werden sicher hinterher vom neuen Betreiber, der per Notvergabe bestimmt wird, übernommen, aber jetzt hängen sie durch, unnötige Sorgen und harte Zeiten ohne dass sie etwas dafür können.
Also wie immer, zwei Opfer: Die Fahrgäste und die Personale.

Dazwischen ein Possenspiel zwischen Beteiligten wo sich jeder die Schuld gegenseitig zuschiebt. Traurig und der SPNV verliert dabei, egal wie das nun ausgeht.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 28 Jul 2019, 22:46


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 10 Apr 06
Beiträge: 12215

Wohnort: ja


QUOTE (146225 @ 28 Jul 2019, 21:14)
Kommt einem als erstes in den Sinn, weil die schon mit 642 vor Ort arbeiten.

Machst du gedanklich etwa böse planwirtschaftliche Direktvergaben? Jetzt enttäuschst du mich aber. Nenene, das kriegt der billigste, auch wenn der vor Ort rein gar nix zu tun hat und eine völlig andere inkompatible Baureihe fährt. Völlig egal. ph34r.gif

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mapic
  Geschrieben am: 29 Jul 2019, 06:53


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 2188

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Wohnort: Holzkirchen


Was den zukünftigen Fahrzeugeinsatz angeht: Alpha Trains hätte da gerade kurzfristig passende Fahrzeuge in passender Anzahl ganz in der Nähe rum stehen. Ich würde doch mal irgendwie davon ausgehen, dass der neue Betreiber die einfach bekommen wird, oder? Alles andere wäre doch nur unnötig kompliziert und zeitraubend.

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218 466-1
  Geschrieben am: 29 Jul 2019, 17:36


Lebende Forenlegende


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SBS ist unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 29 Jul 2019, 17:40


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 12215

Wohnort: ja


Was die 218 466 sagen möchte: Wie auf DSO zu lesen, hat die (für mich grad etwas überraschend in Bayern ansässige) Städtebahn Sachsen GmbH wenig überraschend Insolvenz angemeldet. Gerüchte ranken sich nun aber vor allem um den plötzlich (?) in Namibia gemeldeten Geschäftsführer.

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Alex101
  Geschrieben am: 29 Jul 2019, 18:32


Routinier


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Mitglied seit: 4 Jan 11
Beiträge: 365




QUOTE (Rohrbacher @ 29 Jul 2019, 18:40)
Gerüchte ranken sich nun aber vor allem um den plötzlich (?) in Namibia gemeldeten Geschäftsführer.

"Plötzlich" passt schon. Bei der Sitzverlegung nach Bayern Mitte Juni war er noch in Obernburg am Main gemeldet: North Data-Eintrag
Das wirkt schon alles sehr dubios. Schon die Verlegung des Firmensitzes in eine über 400 km vom tatsächlichen Betriebsort entfernte Kleinstadt finde ich merkwürdig.
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 30 Jul 2019, 15:15


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Beiträge: 10137

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Ist die SBS nicht mit der Nordbayerischen Eisenbahn verhandelt?
Da macht der Unternehmenssitz doch eigentlich schon Sinn...?

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Aus Gründen...

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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 30 Jul 2019, 18:58


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Beiträge: 10137

Alter: 25
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QUOTE (TramBahnFreak @ 30 Jul 2019, 16:15)
Ist die SBS nicht mit der Nordbayerischen Eisenbahn verhandelt?
Da macht der Unternehmenssitz doch eigentlich schon Sinn...?

Verbandelt soll das natürlich heissen...




Im Übrigen ist die Sache mit den „Baumschäden“ zwar, was man so hört, sicherlich ärgerlich und verursacht auch Kosten - wenn davon allerdings die gesamte Firma pleite geht, liegt die Vermutung nahe, dass da vielleicht auch andere Sachen nicht so ganz planmässig gelaufen sind...

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Aus Gründen...

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