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Donau-Isar-Express, war: Streckenausschreibung München-Passa [Zur Themenübersicht]
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 00:05


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Beiträge: 3744




QUOTE (Rohrbacher @ 9 Apr 2020, 17:27)
Lustig, wenn man zur Verteidigung des Ausnahmefalls S-Bahn auf den Ausnahmefall (Ost-)Dosto zeigt, der im Übrigen nichts anderes ist als internationaler Standard. Soviel zum Thema "eigenes Ding".

Man müsste halt "nur" eins der knappesten Ressourcen in die Hand nehmen: Geld ... und damit an jeder größeren Station - vorzugsweise solche, an denes es sowieso Überholgleise gibt (oder gab, der Wiederaufbau aber Sinn macht), pro Richtung 2 Bahnsteighöhen anbieten. Wenn man das Ganze über die Gleishöhe regelt, könnte man den Bahnsteig auch ohne Schräge bauen. Ginge alles .. wenn der Wille und Geld da wäre.

Aktuelles Beispiel: Pleinfeld. Dort kommt die Fränkische-Seenlandbahn aus Richtung Gunzenhausen. Die braucht 55cm. Ergo wird der Mittelbahnsteig an Gl. 4+5 auf der Höhe gebaut. Der Mittelbahnsteig an den Hauptgleisen Gl. 2+3 (Augsburg-Nürnberg) wird auf 76cm gebaut - ist ja die entsprechende Norm. So und nun kommts: Der bisher einzig barrierefrei erreichbare Bahnsteig 1 wird rückgebaut - um Folgekosten zu verhinden. Was hätte statt des Rückbaus wohl ein billiges Upgrade mit aufgesetzten Betonplatten auf 55cm gekostet? Damit hätte man in der Übergangszeit, also die nächsten ~10-20 Jahre, solange die neuen Bombardier-Dostos fahren - barrierefreie 55cm anbieten können. In der Gegenrichtung hätte man auf Gleis 4 ausweichen können. Ja das kostet sicher Zeit, aber das muss man ja nicht bei jedem Zug machen, regulär fährt dort ja eh ein 30Min-Takt.

Es ginge schon viel ... wenn sich Leute darum kümmern würden und dann auch irgendwoher das Geld beschaffen könnten.

Bearbeitet von Metropolenbahner am 10 Apr 2020, 00:06
    
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JeDi
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 00:47


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Rohrbacher @ 9 Apr 2020, 16:27)
Im Prinzip ja, aber so einfach ist das nicht, wenn man neue Bahnsteige mit der Gießkanne verteilt und so auf Jahrzehnte an jeder Strecke noch 15-38 cm hat statt Züge und Strecken parallel und dann komplett auszustatten. Lustig, wenn man zur Verteidigung des Ausnahmefalls S-Bahn auf den Ausnahmefall (Ost-)Dosto zeigt, der im Übrigen nichts anderes ist als internationaler Standard. Soviel zum Thema "eigenes Ding".

Die Berücksichtigung der beiden Ausnahmefälle ergab die Regelbahnsteighöhe. Wurde halt nur in Neufünfland weitestgehend ignoriert - und heute wird gejammert (kann man hier ja besonders gut), dass die Förderrichtlinien an die seit fast 30 Jahren bestehende Rechtslage angepasst werden. Dass es derweil seit 1994 Dosto mit 800mm-Einstiegen gibt, wird dabei ignoriert.

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 01:52


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QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 00:47)
Die Berücksichtigung der beiden Ausnahmefälle ergab die Regelbahnsteighöhe.

1.) Die 76 cm wurden 1927 oder so für stark frequentierte Bahnhöfe erfunden und in Bayern m.W. über Jahrzehnte nicht umgesetzt.
2.) Und die "Regelbahnsteighöhe" ist wieder eine Ausnahme von der EU und UIC. Da sind 55 cm Standard.
3.) Nö, die EBO erlaubt 38 genauso wie 55 cm. Und was haben "Neufünfland", UIC und EU mit der bayerischen Provinz zu tun? Die Züge, die durch Unterschleißheim fahren, haben die 55 cm nicht, weil's auf München - Landshut - Regensburg - Nürnberg/Hof so viele ostdeutsche 55er Bahnsteige gäbe, sondern weil 55 cm der extrem praktische, billige Kompromiss aus dem S-Bahn-Mischverkehr-"Regelbahnsteig" und den real existierenden 10er, 20er, 30er und 38er Bahnsteigen des vorletzten Jahrhunderts ist. Während dem Bn wurscht ist, ob er an 10 oder 96 cm steht, zickt der angeblich "barrierefreie" Zertifikatsneubau ein bisserl rum.

Unsere sogenannte "Regelbahnsteighöhe" ist nichts anderes als das bundesdeutsche Ignorieren des EU- und UIC-Standards, damit wir (billig) Mischverkehr mit Hochflur-S-Bahnen spielen können. Wird Zeit, dass der tatsächliche Standard mal EU-weit durchgesetzt wird, mal sehen, wer dann rumjammert. wink.gif

QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 00:47)
Dass es derweil seit 1994 Dosto mit 800mm-Einstiegen gibt, wird dabei ignoriert.

Du ignorierst, dass die deswegen weitgehend suboptimal sind. Ich meine für Zwerge mit Bergsteigerausrüstung wären auch Twindexx mit 96 cm möglich. Oder Konstruktionen wie die Wagen von Skoda, die zu 2/3 eigentlich einstöckig sind.

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Lobedan
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 10:53


Kaiser


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QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 00:47)
Dass es derweil seit 1994 Dosto mit 800mm-Einstiegen gibt, wird dabei ignoriert.

Haben die nicht auch ein, zwei Stufen, damit man überhaupt einsteigen kann? Ich kenne nur IC2-Ausführung und das ist dann leider absolut nicht barrierefrei, zumal man im Inneren dann auch weder ins Ober- noch ins Unterdeck ohne Stufen kommt.
    
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spock5407
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 12:15


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Beiträge: 13021




Was ist so besonders an Unterschleissheim, dass da "endlich" auch Regionalzüge halten?

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 14:23


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QUOTE (spock5407 @ 10 Apr 2020, 12:15)
Was ist so besonders an Unterschleissheim, dass da "endlich" auch Regionalzüge halten?

Größte Stadt im Landkreis München, wichtiger Gewerbe- und Schulstandort, kein Takt 10 auf der Strecke? (Was durch das angekündige Alibizugpaar natürlich auch nicht entscheidend verbessert wird ...)

QUOTE (Lobedan @ 10 Apr 2020, 10:53)
Haben die nicht auch ein, zwei Stufen, damit man überhaupt einsteigen kann?

Ne, das sind die Hocheinstiegswagen mit ca. 110-120 cm Fußbodenhöhe am Einstieg. Wir reden über die Tiefeinstiegsversionen für 76 cm (z.B. Baureihe 446) oder für 55 cm (z.B. Baureihe 445). Bei letzteren sind die Rampen in den Unterstock von Haus aus flacher/kürzer und der Oberstock wird weniger beeinträchtigt. Will man den Innenraum passend für 76 cm hohe Bahnsteige theoretisch ein bisschen weniger apin gestalten, dann kommen Wagen wie die von Skoda mit großem einstöckigen Bereich raus, wo der Unterstock aber nur in ausgewiesenen Bereichen mit einer langen Rampe stufenlos erreichbar ist, ansonsten mit Stufen wie beim Hocheinstiegswagen.

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JeDi
  Geschrieben am: 10 Apr 2020, 21:39


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QUOTE (Rohrbacher @ 10 Apr 2020, 01:52)
1.) Die 76 cm wurden 1927 oder so für stark frequentierte Bahnhöfe erfunden und in Bayern m.W. über Jahrzehnte nicht umgesetzt.

Seit 1991 sind 760 mm Regelbahnsteighöhe in Deutschland. Vorher gab es m.W. keine Regelhöhe.
QUOTE
2.) Und die "Regelbahnsteighöhe" ist wieder eine Ausnahme von der EU und UIC. Da sind 55 cm Standard.

760 mm ist genau wie auch 550 mm (und einige weitere) eine zulässige Bahnsteighöhe in allen mir bekannten EU- und UIC-Regelwerken (bis hin zur viel gescholtenen TSI PRM). Dafür, dass 55 cm Standard sein sollen, hätte ich dann doch gerne mal einen Beleg.
QUOTE
3.) Nö, die EBO erlaubt 38 genauso wie 55 cm.

Bekanntermaßen heißt sollen müssen, wenn du kannst. Also ja, erlaubt ist es, braucht aber im Zweifel eine gute Begründung. Eine Mögliche wäre zum Beispiel eine Kombatibilität zu Straßenbahnbahnsteigen.
QUOTE
Unsere sogenannte "Regelbahnsteighöhe" ist nichts anderes als das bundesdeutsche Ignorieren des EU- und UIC-Standards

Welche Standards werden denn angeblich ignoriert?
QUOTE
Du ignorierst, dass die deswegen weitgehend suboptimal sind.

Doppelstockwagen sind ansich in der Regel suboptimal, insofern spielt das auch kaum eine Rolle.

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 11 Apr 2020, 01:06


Lebende Forenlegende


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QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 21:39)
Seit 1991 sind 760 mm Regelbahnsteighöhe in Deutschland. Vorher gab es m.W. keine Regelhöhe. (...) 760 mm ist genau wie auch 550 mm (und einige weitere) eine zulässige Bahnsteighöhe in allen mir bekannten EU- und UIC-Regelwerken

Kurzum: Eben. Es gab früher keine Regelbahnsteighöhe (verwendet wurden 38, 76 und quasi nur auf reinen S-Bahngleisen 96 cm) und es gibt heute keine (verwendet werden 55, 76 und leider viel zu oft 96 cm im Mischverkehr, wo sie nicht hingehören). Aber alle führen sich auf, weil jeder meint, seine heilige Schrift sei die heiligste und am Ende machen alle "Kompromisse", die zu noch mehr halbgarem führen, sei's in den noch mehr Regelwerken oder in der Praxis solchen Murksveranstaltungen wie diese zwei RB-Halte, die man eigentlich auch gleich bleiben lassen könnte.

QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 21:39)
Bekanntermaßen heißt sollen müssen, wenn du kannst. Also ja, erlaubt ist es, braucht aber im Zweifel eine gute Begründung.

Welche Begründung gibt es für 96 cm bis Landshut? Die "S-Bahn hat's halt (und ihr hat sich alles unterzuordnen)", ist auch keine bessere Begründung als deine angeblichen "Ostdostos". Das ist sogar genau das selbe. Nur dass 55 cm UIC-Standard sind und nichts anderes, deswegen haben es auch fast alle außer uns.

QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 21:39)
Welche Standards werden denn angeblich ignoriert?

Du bist schlau und weißt es ganz genau.

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218 466-1
  Geschrieben am: 11 Apr 2020, 04:18


Lebende Forenlegende


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QUOTE (JeDi @ 10 Apr 2020, 15:39)
Doppelstockwagen sind ansich in der Regel suboptimal, insofern spielt das auch kaum eine Rolle.
Wenn man so komischie Dostos wie bei euch einsetzt, wo es am selben Zug unterschiedliche Eintiegshöhen gibt, jedoch nur pro Wagen und wenn dann die Züge oft nur aus vier oder fünf solcher Wagen gebildet werden, dann muss man in der Tat die Sinnhaftigkeit in Frage stellen.

QUOTE (Rohrbacher @ 10 Apr 2020, 19:06)
(verwendet wurden 38, 76 und quasi nur auf reinen S-Bahngleisen 96 cm) und es gibt heute keine (verwendet werden 55, 76 und leider viel zu oft 96 cm im Mischverkehr, wo sie nicht hingehören).
Aber in den 1970er wo die 96cm mit BR 420 und mit BR 111 mit x-Schachteln eingeführt wurden, gab es keine Tiefeinstiege. Ggf. konnten E mit ihren n- und m-Schachteln dort auch problemlos halten. Mischverkehr mit sbahnlogo.gif kannst bei Rhein-Ruhr unmöglich vermeiden. Die Linien dort fahren abschnittsweise parallel nebeneinander, statt im LZB-Abstand hintereinander wie bei den meisten anderen sbahnlogo.gif-Netzen.
Fazit: Die Tiefeinstiege haben die Situation mehr verschlimmert als verbessert da jetzt die RE und RB mit modernen Zügen überhaupt nicht mehr an allen Stationen halten können.

Und wenn man die ganz niedrigen Bahnsteige nicht erhöhen kann/will, dann gäbe es noch diese kostengünstige Alternative. Setzt dann aber voraus, dass doch einmal alle Züge mindestens eine Einstiegstüre mit identischer Höhe haben. Zumindest das könnte in EU-Vorgaben untergebracht werden und müsste halt auf Flachwagen ohne Tiefeinstieg (ca. 110 cm ICE) ausgelegt werden. Ansonsten ist Barrierefreiheit in Wirklichkeit überbewertet, da sie jeder irgendwie will aber sobald es auf konstrutive Lösungen ankommt, dann doch wieder nicht. rolleyes.gif

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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