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Weltpolitik [Zur Themenübersicht]
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Autobahn
  Geschrieben am: 20 Aug 2008, 21:50


Lebende Forenlegende


Status: gesperrt
Mitglied seit: 23 Jan 08
Beiträge: 9574




QUOTE (Fastrider @ 20 Aug 2008, 18:36)
Warum sind Kanada und Mexiko nicht die richtigen Besipiele? Natürlich nicht heute und jetzt. Aber wenn China oder Russland denen irgend welche wirtschaftlich sehr vorteilhaften Versprechungen macht... Man kann ja nie wissen...

1. Kanada ist Gründungsmitglied dar Nato
2. Mexico (Estados Unidos Mexicanos - Vereinigte Mexikanische Staaten) ist ein westlich orientierter Staat.

Weder Energiepolitisch noch in irgendeinem anderen wirtschaftlichen Bereich könnten Angebote der Russen (oder Anderer) lukrativ sein laugh.gif
QUOTE
Meiner Meinung nach spielen da irgendwelche US-Basen in dem Konflikt durchaus eine Rolle. Das wird nur von der US-Propaganda verschwiegen.

Ist die russische "Propaganda" glaubwürdiger? Militärs sind von Natur aus eher zurückhaltend, es sei denn, sie wollen Stärke demonstrieren.
QUOTE
Nein ich bin weder Amerikahasser noch Russlandfreund, aber gerade seit dem Irakkrieg sehe einige Dinge in der Weltpolitik etwas kritischer.

Das habe ich auch vor dem Irakkrieg getan. Allerdings in erster Linie in der Abwehr des Kommunismus (ich bin eben ein wenig älter wink.gif ). Und da haben die Amis (politisch) einen Punkt Vorsprung vor den Ex-Sowjets. Persönlich pflege ich hervorragende Kontakte zu beiden "Völkern" biggrin.gif .
QUOTE
Die besten und neutralsten Informationen bekommt man immer noch, wenn man sich die US-Propaganda und die Russische Propaganda anhört oder durchliest und dann einen Mittelwert bildet.

Durchaus richtig, so mache ich es in der Regel auch. Allerdings schließe ich auch "regiemkritische" Berichte aus den jeweiligen Ländern ein.


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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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BMI
  Geschrieben am: 21 Aug 2008, 00:29


Haudegen


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Mitglied seit: 11 May 08
Beiträge: 563

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Wie war nochmal die Reaktion von Kennedy auf die Eröffnung der Militärs, dass die Sowjets Nuklerraketen auf Kuba stationiert hatten?
Er sagte: "Das ist ja so, als ob WIR solche Raketen in der Türkei stationiert hätten!!!"
Darauf ein Ranghoher Militär: "Ähh, Mr. President, DAS haben wir bereits getan..."

Merke: Die USA machen nur das, was den USA am besten ist, dann kommen die USA und erst dann die... USA! tongue.gif

P.S. Warum hat sich Kuba der Sowjetunion zugewandt??? Weil Fidel einen von den USA bevorzugten Diktator gestürzt hatte, was den USA nicht gefallen hatte!



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I´ve seen the future, brother:
it is murder.

(L.Cohen, The Future)
    
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JNK
  Geschrieben am: 22 Aug 2008, 11:41


Lebende Forenlegende


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Wohnort: Wuppertal


Die Russen verlieren ausländisches Geld: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,573645,00.html

Der Aktienkurs sackt ab, Investoren ziehen ihr Geld zurück und die US-Finanzkrise zeigt auch in Russland Wirkung.

Ob Putin das miteinkalkuliert hat?

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KBS 855
  Geschrieben am: 29 Aug 2008, 13:23


Unregistered









QUOTE (JNK @ 22 Aug 2008, 12:41)
Die Russen verlieren ausländisches Geld: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,573645,00.html

Der Aktienkurs sackt ab, Investoren ziehen ihr Geld zurück und die US-Finanzkrise zeigt auch in Russland Wirkung.

Ob Putin das miteinkalkuliert hat?

Mir sind viele Menschen in Deutschland eindeutig zu Russlandfreundlich! Es ist langsam langweilig immer den
USA die Schuld zu geben, während Russland, Kuba, Nordkorea etc. die friedlichen Weltretter sind.
Man kann die US-Politik kritisch sehen, aber gerade Russland ist die deutlich größere Gefahr und das will
keiner wahr haben. Die haben immer noch ihre Großmachtsfantasien und den meisten Russen gehts nicht
besser als zu UdSSR-Zeiten, nur denen, die vom neuen System profitiert haben.

Wieso erkennt Russland Südossetien an, während es den Freiheitsdrang von Tschetschenien mit aller
Macht bekämpft? Wie kann man so einen Staat verteidigen, wie es ein ehem. Bundeskanzler macht,
der das Land auch noch als lupenreine Demokratie bezeichnet?
Georgien ist sicher nicht unschuldig am derzeitigen Konflikt, aber Russland ist der eigentliche Aggressor!
Südossetien ist ein Teil Georgiens und das Einschreiten Georgiens im eigenen Land ist legitim, während
die Russen dort nichts verloren haben, außer ihren Größenwahn durchzusetzen.
Wie kann man so einem Staat nur glauben, wie kann man nur auf Seiten dieses Russlands stehen?

Die EU muss hier auf der richtigen Seite stehen und das ist nicht Russland! Die Länder die unter der
russischen Herrschaft und Unterdrückung leiden musste, wie Polen, wissen wo sie zu stehen haben.
Auch Tschechien wurde übelst von den Russen mitgespielt, wenn man an Prag 1968 denkt, wo die Russen
brutalst und ohne jegliches Recht einmarschiert und ihren dümmlichen Willen durchsetzen mussten.
    
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Tequila
  Geschrieben am: 29 Aug 2008, 13:58


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 20 Jul 05
Beiträge: 1538

Alter: 40
Wohnort: Selke-Aue (LHEW)


Vor allem, wenn man sich die neuerlichen Worte vom Kremlchef zu Gemüte führt "man hätte auch keinen Angst vor einen neuen Kalten Krieg", "man hofft, daß es zu keinen 'versehentlichen Zusammenstößen' zwischen Russen- und NATO-Flotte im Schwarzen Meer komme" usw. kann man schon gemischte Gedanken bekommen.

Laßt uns hoffen, daß es so glimpflich ausgeht wie 1963 Kuba, 1989 Ostblock oder 1999 Kosovo.

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02.05.1996 - 27.05.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
28.05.2000 - 04.11.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar - Hildesheim
05.11.2000 - 13.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover
ab 14.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
Der ZGB beschloß im Rahmen des Regionalbahnkonzepts 2014+ zusammen mit der LNVG und RH das Brechen des RE 4 in Goslar zugunsten eines fahrzeugreinen Echtstundentaktes auf Bad Harzburg - Hannover!
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 29 Aug 2008, 17:38


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 23 Jan 08
Beiträge: 9574




QUOTE (Tequila @ 29 Aug 2008, 14:58)
Laßt uns hoffen, daß es so glimpflich ausgeht wie 1963 Kuba, 1989 Ostblock oder 1999 Kosovo.

Es wird keine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland geben. Die gegenseitige Bedrohungslage ist einfach zu hoch, denn die Waffenlager sind auf beiden Seiten immer noch gut gefüllt.

Aber der russische Bär hat seine Wunden geleckt und reckt nun wieder die Pranken. Georgien gehörte, wie alle anderen Sowjetrepubliken, schon unter den Zaren zum russischen Reich. Viele Russen haben daher am Ende der Sowjetunion kaum damit gerechnet, dass sich diese Regionen abspalten würden. Erst recht nicht die dort ansässigen ethnischen Russen.

Auch haben die Georgier nicht damit gerechnet, dass Osseten und Abchasen nicht in einem georgischen Staat leben wollen, sondern nach Selbständigkeit streben. Dabei ist eine Selbständigkeit so kleiner Volksgruppen volkswirtschaftlicher Unsinn, doch vor dem Hintergrund jahrhunderterlanger Unterdrückung irgendwie verständlich.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion gibt es aber noch einige weitere Baustellen.

Ukraine:

QUOTE (Tante Wiki @ ,)
Nach der offiziellen Volkszählung von 2001 leben in der Ukraine 77,8 % Ukrainer, wobei die Menschen mit den gemischten russischen und ukrainischen Nationalitäten als Ukrainer gezählt wurden, 17,3% Russen, und über 100 weitere Nationalitäten, darunter rund 410.000 Rumänen (davon gaben 259.000 Personen ihre Nationalität als "moldauisch" an), 276.000 Weißrussen, 358.000 Tataren (davon 248.000 Krimtataren), 205.000 Bulgaren, 157.000 Ungarn, 144.000 Polen, 103.000 Juden, 100.000 Armenier, 92.000 Griechen, 48.000 Roma, 45.000 Aserbaidschaner, 34.000 Georgier, 33.000 Deutsche und 32.000 Gagausen


Die Russen konzentrieren sich im wesentlichen auf den östlichen Teil und auf die Krim, wo auch die russische Schwarzmeerflotte (per Vertrag) stationiert ist. Dort ist die Stimmung eher pro Russland, während sie im Westen des Landes eher pro EU gelagert ist.

Moldawien:

QUOTE (Tant Wiki @ ,)
In Moldawien leben Völker unterschiedlicher ethnischer Herkunft: Die größte Gruppe machen die rumänischen Moldauer mit 64,5 % aus. Etwa gleichgroß sind die Anteile der Ukrainer (13,8 %) und der Russen (13,0 %), von denen viele in Transnistrien leben. Hinzu kommen 3,5 % Gagausen, 2 % Bulgaren, 1,5 % Juden sowie einige andere Ethnien (Deutsche, Polen, Weißrussen, Tataren u.a.).


Hier gibt es in Transnistrien ähnliche Probleme, wie in Ossetien oder Abchasien. Auch diese Region hat sich von Moldawien losgesagt und sich für selbständig erklärt.


Die baltischen Staaten gehören heute zu EU und Nato, aber auch dort leben ethnische Russen.

Estland:

QUOTE (Tante Wiki @ ,)
Neben der estnischen Mehrheit (68,6 %) gibt es eine starke russische Minderheit (25,7 %) sowie kleinere Gruppen von Ukrainern (2,1 %), Weißrussen (1,2 %) und Finnen (0,8 %). Knapp 45% der Einwohner Tallinns sind Nicht-Esten.

Trotz zahlreicher staatlicher Programme ist es noch nicht gelungen, die in der Zeit der Sowjetunion zugewanderten oder gezielt angesiedelten Einwohner nicht-estnischer Nationalität vollständig zu integrieren. Es gibt sogar Russen, die ihre Familiennamen geändert haben, in der Hoffnung, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Im Durchschnitt verfügen die Esten im Vergleich zu der russischsprachigen Minderheit über ein höheres Einkommen. Esten sind vor allem in Leitungspositionen anzutreffen, Russen eher im Dienstleistungs- und Produktionsbereich.

Mittlerweile lassen sich zahlreiche Ausländer einbürgern. Das Einbürgerungsverfahren ist jedoch mit einem Sprachtest verbunden, den viele vor allem ältere Russen als unzumutbar und schwierig empfinden. Teilweise lehnen sie es aus Nationalstolz auch ab, Estnisch zu lernen. Jüngere Russen beherrschen vielfach estnisch und tun sich mit den Aufnahmekriterien leichter. In letzter Zeit bringen Russen vermehrt ihre Kinder in die estnischen Kindergärten und Schulen, um ihnen eine bessere Integration zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite sprechen die Esten wiederum immer weniger Russisch, was die Kommunikation mit den Geschäftspartnern aus Russland erschwert und den russisch-sprechenden Einwohnern bessere Berufsaussichten eröffnet.


Lettland:

Zu den Problemen der russischsprachigen Minderheit in Lettland lest bitte den Link.

Litauen:

QUOTE (Tante Wiki @ ,)
Von den knapp 3,4 Millionen Einwohnern sind 83,5 Prozent Litauer, 6,75 Prozent Polen, 6,3 Prozent Russen, 1,2 Prozent Weißrussen und 0,65 Prozent Ukrainer (Zensus des Statistischen Amtes Litauens vom April 2001).





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JNK
  Geschrieben am: 1 Sep 2008, 21:05


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Beide Parteien haben wohl Streubomben eingesetzt, die Georgier haben es zugegeben, die Russen dementieren noch fleißig, trotz Beweisen.

Die Georgischen Streubomben kamen vermutlich aus Israel, unwahrscheinlich scheint, dass sie von Rheinmetall (BRD) stammen.

Quelle: TAZ vom 02.09.08

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Fastrider
  Geschrieben am: 6 Sep 2008, 21:41


Lebende Forenlegende


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Mir sind neutrale Kleinstaaten immer noch am Liebsten. Wieso muss Georgien die Amerikaner ins Land holen. Da brauchen sie sich nicht wundern, zur Zielscheibe zu werden. Österreich und Schweiz sind im kalten Krieg mit ihrer Neutralität auch gut gefahren. Sie waren praktisch für beide Seiten von Nutzen.
    
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JNK
  Geschrieben am: 8 Sep 2008, 13:51


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Die amerikanische Regierung hat die beiden angeschlagenen Hypothekenbanken Freddie Mac und Fanny Mae (Stichwort: Subprime-Krise) gekauft. Prompt schießen die Kurse an den Börsen an diesem Montag nach oben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,576924,00.html

Kommentar: Ob das so sinnvoll ist? Diese Banker haben im Verbund mit anderen eine große unverantwortliche Blase produziert und werden nun gewissermaßen von der Regierung in Schutz genommen. Was lernen wir daraus? Machst Du Gewinn, ist alles gut, Machst Du einen riesigen Haufen Scheiße, kommt Papa Staat und rettet Dich. Als ob jetzt einer Umdenken würde. In 5 Jahren haben wir den nächsten Absturz, nur andere Branche/ anderer Bereich.

Anmerkung: Ich weiß, dass bei der Bank jede Menge Leute arbeiten. Mir geht's aber um die volkswirtschaftliche Sicht.

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Autobahn
  Geschrieben am: 8 Sep 2008, 14:05


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Es geht wohl in erster Linie um die Sparer. Aus dieser Sicht macht es schon Sinn, gerade volkswirtschaftlich. Unsinn wäre es, wenn der amerikanische Staat wie gefordert den US-Autoherstellern mit Krediten helfen würde.

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Larry Laffer
  Geschrieben am: 11 Sep 2008, 10:53


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Heute ist der 11. September und der Jahrestag eines grauenhaften, menschenverachtenden, demokratiefeindlichen Ereignisses.

Es war ein Dienstag. Dienstag, der 11. September 1973, als eine Terrororganisation namens CIA den demokratisch gewählten chilenischen Präsidenten Salvador aus dem Amt geputscht und ein Terrorregime unter Führung Augusto Pinochets installiert hat.

Doch der US-amerikanischer Aggressor Henry Kissinger, damals Außenminister unter den US-Präsidenten Nixon und Ford, mußte reagieren, er konnte nicht zulassen, daß die Chilenen falsch wählen. Für solche Terrorakte kriegt man übrigens einen Friedensnobelpreis, falls mal wer Interesse hat.

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Iarn
  Geschrieben am: 11 Sep 2008, 12:13


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QUOTE (JNK @ 8 Sep 2008, 14:51)
Die amerikanische Regierung hat die beiden angeschlagenen Hypothekenbanken Freddie Mac und Fanny Mae (Stichwort: Subprime-Krise) gekauft. Prompt schießen die Kurse an den Börsen an diesem Montag nach oben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,576924,00.html

Kommentar: Ob das so sinnvoll ist? Diese Banker haben im Verbund mit anderen eine große unverantwortliche Blase produziert und werden nun gewissermaßen von der Regierung in Schutz genommen. Was lernen wir daraus? Machst Du Gewinn, ist alles gut, Machst Du einen riesigen Haufen Scheiße, kommt Papa Staat und rettet Dich. Als ob jetzt einer Umdenken würde. In 5 Jahren haben wir den nächsten Absturz, nur andere Branche/ anderer Bereich.

Anmerkung: Ich weiß, dass bei der Bank jede Menge Leute arbeiten. Mir geht's aber um die volkswirtschaftliche Sicht.

Mir ist es allerdings lieber, dass nun der amerikanische Staat für Fannys und Freddys Schulden einsteht, als dass eine Implosion der beiden die Weltwirtschaft mitrunterreißen würde.
angenehmer Nebeneffekt: den USA fehlt in den nächsten Jahren das Geld für außenpolitische Abenteuer.
    
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Larry Laffer
  Geschrieben am: 11 Sep 2008, 12:21


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Jetzt sind die Dinge außer Kontrolle. Ein selbsternannter Neoliberaler will die Banken verstaatlichen.

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Iarn
  Geschrieben am: 11 Sep 2008, 12:27


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QUOTE (Larry Laffer @ 11 Sep 2008, 13:21)
Jetzt sind die Dinge außer Kontrolle. Ein selbsternannter Neoliberaler will die Banken verstaatlichen.

Bin halt kein Dogmatiker biggrin.gif
F&F liefen nie nach den Regeln eines freien und fairen Marktes, sondern nach einem Mauschel und Schummelsystem. Insofern verliert die Marktwirtschaft nichts, wenn man die Augenwischerei beendet und die USA auch offiziell die Suppe auslöffeln, die sie sich eingebrockt haben.
    
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Larry Laffer
  Geschrieben am: 11 Sep 2008, 16:26


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Ah verstehe. Du willst also Banken nur dann verstaatlichen wenn sie Verlust machen, wenn sie Gewinne machen, nicht. So wie Herr Ackermann, der hat das auch gefordert.

Das könnte dann also so laufen: Wenn die Bank Gewinn macht, muß sie zur Bewahrung der Wettbewerbsfähigkeit keine Steuern bezahlen. Wenn sie Verluste macht, geht der Vorstandsvorsitzende zum Finanzminister und läßt sich von dem das Geld wiedergeben. Das ist auch kein Kommunismus. Kommunismus wäre ein Mindestlohn für die Putzfrauen in der Bank von 7,50€ pro Stunde. Der Bank mehrere Milliarden zu schenken, die sie im Kasino verzockt hat, das ist undogmatische Wirtschaftspolitik.

Wo wir gerade bei Kasino sind. Oskar Lafontaine, bei dem es sich nach Überzeugung der Rechten um den Vertreter Erich Honeckers auf Erden hält, hat von Kasino-Kapitalismus gesprochen. Das ist aber nicht zutreffend und sachlich falsch. In einem Kasino gibt es strenge Regeln und eine staatliche Oberaufsicht, aber auf den Finanzmärkten gibt es das nicht. Und wenn sich im Kasino einer verzockt, dann erschießt er sich wenigstens. Auf den Finanzmärkten dürfen wir noch die Wettschulden bezahlen.

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