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Doppelstockwagen bei DB Fernverkehr, war: Offizielle DBPM:Neue FV-Dostos komn [Zur Themenübersicht]
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Balduin
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 11:52


Kaiser


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QUOTE (Rohrbacher @ 27 Jan 2020, 23:28)
Gerade beim IC2 haben wir ja so gar keine technischen Besonderheiten, die einen in sich geschlossenen Ganzzug erfordern würde, das Ding läuft nicht einmal über 160 km/h. Aber man meint heutzutage eben immer das Rad neu erfinden und immer noch komplexer machen zu müssen. Und dann noch bei Zügen, die es aus meiner Sicht, so gar nicht geben dürfte. Entweder hätte man die Züge technisch 1:1 wie die Regio-Züge bestellen müssen, damit man konzernintern vom Pool profitieren und die Wagen und Loks bei Bedarf zwischen Regional- und Fernverkehr servicemäßig und optisch hoch- und runterrüsten kann (das wäre aus meiner Sicht das einzige Kaufargument) oder man hätte gleich für statt IC2, ECx, KISS und mindestens einem Teil der ICE4 eine (!) eigene Plattform bestellt, die im besten Fall nicht nur Dieselloks mag, sondern auch optional Autozug- und Nachtzug-tauglich ist.

Meines Wissens nach haben die IC2-Dostos schon technische Besonderheiten gegenüber den Regiofahrzeugen. Mindestens für die Reservierungsanzeige die es bekanntlich im Regioverkehr nicht gibt, braucht man wohl eine zusätzliche Datenleitung, womit sie dann eben nicht mehr kompatibel sind. Irgendwas anderes hängt da vielleicht auch noch dran. Die Frage ist natürlich, ob die Lösung wie man es umgesetzt hat so sinnvoll ist.

Ich denke, Grundproblem ist einfach, das Bombardier was Projektmanagment anbelangt schon vor Jahren an die Wand gefahren wurde, mit der Folge dass eine Katastrophe die andere verursacht und jagt. Ich habe mal schon vor 1,2 Jahren Berichte gehört, das Bombardier wegen seiner Geldprobleme von Lieferanten nur noch per Vorkasse beliefert wurde (weil die keine Lust mehr hatten eben ihrem Geld hinterherzurennen). Mit der der Folge, dass in Produktion ständig vorne und Hinten was fehlt. Und die mehr improvisierte Bastelei ist anstatt planmäßige Fertigung. Qualität kommt da natürlich nicht raus...

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Jean
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 12:29


Lebende Forenlegende


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Wurde der Süddeutsche Artikel schon erwähnt? Klingt echt nicht super für die neuen FernDostos.

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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 13:57


König


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QUOTE
Mindestens für die Reservierungsanzeige die es bekanntlich im Regioverkehr nicht gibt, braucht man wohl eine zusätzliche Datenleitung, womit sie dann eben nicht mehr kompatibel sind.
Wenn Ich ein Hersteller wäre würde Ich nur eine Software für alle machen und das deaktivieren was nicht verbaut ist.
Ich verstehe die ganzen Probleme rund um die Software nicht. rolleyes.gif

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218 466-1
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 14:17


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QUOTE (Jean @ 28 Jan 2020, 06:29)
Wurde der Süddeutsche Artikel schon erwähnt?
Guten Morgen!

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 15:23


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QUOTE (Balduin @ 28 Jan 2020, 12:52)
Meines Wissens nach haben die IC2-Dostos schon technische Besonderheiten gegenüber den Regiofahrzeugen.

Schon klar. Ich meinte jetzt schon eher, dass der Zug an sich nix besonderes kann, also weder über 160 km/h fährt, noch druckertüchtigt ist, keine besondere Auslandszulassungen oder sowas braucht. Es ist eigentlich ein gewöhnlicher RE160-Wendezug, wie wir ihn seit 25 Jahren kennen, wo umso unverständlicher ist, warum die Züge so dermaßen störanfällig sind. Wenn die 445 bocken, verstehe ich das noch halbwegs, die ET sind mechanisch wie elektrisch wirklich neu. Aber zumindest in meiner Gegenwart waren die bisher unauffälliger als ihr Ruf und scheinen in München zuverlässig zu funktionieren. Altzüge habe ich in letzter Zeit nur noch auf den RE-Verstärkern gesehen, wo ja eigentlich die Skoda-Züge hingehören. Die fahren 445 ja auch mit WTB, womit man dann nicht nur theoretisch auch Reservierungsanzeigen, sondern z.B. auch die Wagenübergangstüren ansteuern kannst. Öffne die erste und die zweite im Nachbarwagen öffnet sich automatisch mit. Magic. Das dürfte nicht so das Problem sein, vermutlich kommunizieren auch viele Triebzüge intern damit.

Wenn ich die Medien und die halbwegs kompetent wirkenden DSO-Beiträge richtig deute, geht's abgesehen von Kleinkram hauptsächlich um die gegenüber den Regio-Zügen wohl tatsächlich komplett andere Leit- und Steuerungstechnik samt ETCS (zentrales Element ist wohl der Steuerwagen), die die zweite Bauserie der IC2 mit 147 zeitweise unfahrbar macht und in der Schweiz scheinbar nicht wie geplant zugelassen wird. Deswegen möchte die DB die dritte Serie nun erstmal nicht abnehmen.

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Balduin
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 15:35


Kaiser


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Irgendwo stand mal was, dass Bombardier einen Teil der Softwareentwicklung aus Kostengründen nach Indien outgesourct/verlagert hat. Keine Ahnung obs stimmt, es drängt sich aber dann der Vergleich mit Boeing auf, die bekanntlich u. A. wegen so einer ähnlichen Maßnahme bei der B737-Max eine Bauchlandung hingelegt haben. So ein indischer Programmierer mag zwar deutlich günstiger sein, was natürlich die Finanzmanager freut. Nur kapieren solche Experten halt nicht, dass nur weil man gestern halbwegs eine Pokemonhandyapp zusammengehackt hat, man genauso gleich heute einfach so auch Züge oder Flugzeuge machen kann. Merke: Es ist nicht egal, ob es sich um Kartoffel- oder Computerchips handelt.

Bearbeitet von Balduin am 28 Jan 2020, 15:36

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rautatie
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 15:41


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QUOTE (Jean @ 28 Jan 2020, 13:29)
Wurde der Süddeutsche Artikel schon erwähnt? Klingt echt nicht super für die neuen FernDostos.

Habe ich auch heute gelesen. Das würde zumindest meine bisherigen Beobachtungen erklären, wie z.B. der Fall von neulich, als so ein Doppelstock-IC von Karlsruhe kommend unerwartet in Stuttgart enden musste und eine größere Anzahl Reisender nicht nach Nürnberg mitnehmen konnte. Da hat möglicherweise der Fahrtrichtungswechsel die Software überfordert?

Und vor einigen Wochen wollte ich mal den IC von Leipzig über die Saalestrecke Richtung Nürnberg nehmen, der auch den Dienst quittiert hatte.

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Wo ist das Problem?
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 28 Jan 2020, 16:12


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Beiträge: 3557




QUOTE (Rohrbacher @ 28 Jan 2020, 05:30)
Häng (außer zum Abschleppen) eine andere als die speziellen 146.5/147 dran, z.B. eine 146 von DB Regio und du musst die ganze Milchstraße rebooten. Heißt es. Aber es ist ja scheinbar gar nicht die Lok an sich, sondern wohl das WTB-System an dem im Zug irgendwie alles dranhängt, oder?

Ja das ist die Wurzel allen Übels, der Sinn bestünde genau darin mit ner anderen Lok das genau nicht zu benutzen bzw. nutzen zu müssen biggrin.gif
Das mit den 2 Tf i st witzlos .. absolute Zustimmung. Da sieht man schon die miserable Programmierung, in nem älteren Thread auf DSO schrieb einer der Tf auch mal, dass er überhaupt keine Fehlermeldung bekäme, das ist schon unterste Schublade, das nicht zu programmieren.

QUOTE
Das wäre ja keine in dem Sinne minderwertige Lösung, sondern eine, das dürfte das Problem sein, auf dem Papier eher teurere. (...) Stelle ich also zu hohe Ansprüche oder hab ich nur was grundlegendes übersehen?
Ne ich denke nicht, bei dem Thema bin ich absolut auf Deiner Seite. Ich würde sogar weitergehen und behaupte, dass das sogar ne billigere Lösung wäre, da die Wartung deutlich erleichtert wird, man nur 1 Sorte Ersatzteile vorhalten muss etc. pp. Die ÖBB machts mit ihrem Taurus-Pool vor wie es geht, die DB AG hatte für so simple Lösungen einfach zu viel Geld übrig und Mehdorn wollte auch nur Triebzüge...

@218-466:
QUOTE
Dafür hätte man aus GB Traktion 1996 DB Traktion machen müssen.

Hat man gemacht, DB Traktion und Werke wurde erst 1999 mit der 2. Stufe der Bahnreform aufs Schafott gejagt. Um die Zeit herum gabs auch noch Pläne für nen Mega-Lokpool (~2000 Stück) zusammen mit der ÖBB.
Dass da die Werke = Instandhaltung mit dabei war, war ebenfalls keine schlechte Idee, heute haben dagegen die ganzen DB Regios ihren eigenen Kram DB FV sowieso. Vermutlich könnte eine DB Regio Werkstatt, vor der ein IC2 mit WTB-147er verunglückt heute nicht einmal groß weiterhelfen, abgesehen von ner Abschlepplok. Da sieht man wie schlimm das ganze System kastriert wurde. Vollends kurios wird es, wenn man feststellt, dass die ganze Verschlimmbesserung damals unter dem Wort "Entflechtung" lief. Als ob das Chaos hinterher nen schlankeren Aufbau gehabt hätte ...

Bearbeitet von Metropolenbahner am 28 Jan 2020, 16:13
    
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