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ÖPNV-Umfrage des ADAC, Welche Gründe sprechen gegen den ÖPNV? [Zur Themenübersicht]
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Entenfang
  Geschrieben am: 4 Mar 2017, 18:19


Lebende Forenlegende


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Der ADAC hat kürzlich eine Umfrage durchgeführt, welche Verkehrsmittel die Befragten nutzen, welche Gründe gegen die Nutzung des ÖPNV sprechen und welche Verbesserungen beim ÖPNV umgesetzt werden müssten, damit er attraktiver wird.

Leider lässt sich anhand der beschriebenen Methodik nicht nachvollziehen, auf welcher Basis die insgesamt knapp 6700 Befragten in 10 deutschen Großstädten ausgewählt wurden. Und ob 300 Befragte Gelegenheits- oder Nichtnutzer des ÖPNV als repräsentativ für eine Millionenstadt sind, ist durchaus fraglich.

Bei den Hindernissen für den Umstieg zum ÖPNV nennen 2/3 der Selten-/Nichtnutzer "Ich fahre lieber mit dem Auto" - das ist wenigstens ehrlich. Hierbei handelt es sich um die IV-Stammnutzer, die auch durch gute Argumente und Rahmenbedingungen eher schwer von einem Umstieg zu überzeugen sind.
Interessant finde ich auch die weiteren genannten Gründe - ich frage mich aber schon, wie ein Nichtnutzer überhaupt wissen will, wie voll der ÖPNV ist oder wie oft Verspätungen auftreten. Hier sehe ich in erster Linie ein Imageproblem, welches durch solche Werbespots natürlich noch verstärkt wird.

Besonders auffallend sind die Antworten auf die Vorraussetzungen für den Umstieg auf den ÖPNV. Hier nennen fast 3/4 der Befragten niedrigere Preise - ein Argument, dass schon mehrfach widerlegt wurde.
Entwicklung der Fahrgastzahlen in Wien - 2012 wurde die Jahreskarte für 365 € eingeführt.
Auch die Fahrt zum Kindertarif in Stuttgart bei Feinstaubalarm war eher ein Flop.
Selbst in Tallinn hat der kostenlose ÖPNV für Einheimische kaum für einen Rückgang des MIV gesorgt.
Ich halte die Forderung nach niedrigeren Ticketpreisen daher entweder für vorgeschoben - oder die Autofahrer schätzen die wahren Kosten des Autos viel zu niedrig ein. Genau aus diesem Grund müsste dringend etwas im Hinblick auf Parkgebühren, City + Autobahnmaut getan werden.

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 4 Mar 2017, 22:23


Lebende Forenlegende


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Wohnort: ja


QUOTE (Entenfang @ 4 Mar 2017, 18:19)
Ich halte die Forderung nach niedrigeren Ticketpreisen daher entweder für vorgeschoben - oder die Autofahrer schätzen die wahren Kosten des Autos viel zu niedrig ein.

Ich hatte letztens so eine Diskussion. Häufig ist es eine Kombination aus Gewohnheit, absoluter Unkenntnis des ÖPNV und Fehleinschätzung der Autokosten.

Im konkreten Fall hatte eine Autopendlerin nach München mit etwa ähnlichem Weg wie dem meinigem behauptet, das Auto wäre eh billiger, weil sie es eh hätte und sie wäre auch schneller. Nicht weil sie das überprüft hätte, war mehr so ein "Gefühl". Fakt ist: Mich würden die zusätzlichen 24.000 km mit dem vorhandenen (!) Kleinwagen im Jahr über 5.000 Euro kosten, wenn man den Sprit, Parkgebühren in München (bei meinen Firmen gibt's selten Gratisparkplätze), aber auch die höheren Werkstatt- und Teilekosten, den Wertverlust bzw. das vorzeitige Ersetzen des Pkw durch einen neuen einberechnet, ebenso die höheren Versicherungsprämien aufgrund der höheren Fahrleistung und der ggf. höheren Schadenshäufigkeit. Problem: Diese Kosten sind alle da, aber so gut wie unsichtbar, gut verteilt und versteckt, vor allem wenn man keinen Vergleich hat. Das Bahnticket kostet tatsächlich etwa 2.500 Euro und das muss teurer sein als wenn man tut, was man eh immer tut, "ein paar Mal" für 50 Euro tanken... Auch den Vorteil, dass man als Bahnpendler bei solchen Entfernungen viel höhere Kosten von der Steuer absetzen kann als man eigentlich hatte und das Ticket dadurch indirekt günstiger wird, sehen die meisten nicht. Dass der Zug mittlerweile in 30 Minuten in der Innenstadt ist und schon lange nicht mehr aus "Rumpelwagen" besteht, wusste sie nicht. Das letzte Mal als sie sich damit beschäftigt hatte, gab es wohl Bundesbahn und Bahnbus noch. Genau das ist für viele die Grundlage ihres Vergleichs. Und dann gibt es wohl auch noch viele, die trauen sich einfach nur nicht, weil sie noch nie Zug/Bus gefahren sind. Wie geht das mit dem Automat, muss man die Fahrkarte beim Fahrer kaufen, was muss ich da sagen, könnte ich mich blamieren? Wenn ich mit meiner Sippschaft "Bahnbus" fahre, hab ich lustigerweise an der Haltestelle bald rein zufällig das Geld für alle in der Hand und steh beim Einsteigen ganz vorne... biggrin.gif

Okay und dann muss man ehrlicherweise auch noch sehen, dass die Fahrzeuge in Bayern zwar oft modern sind, aber die Zugangsbauwerke massiv abschrecken. Wenn Bahnhöfe so gepflegt wären wie die meisten Rathäuser und nicht so 0815-mäßig geflickt als hässliche Problemgegend in der Landschaft stünden, wäre vielleicht auch einiges anders. Von einer älteren Dame habe ich mal gehört, sie fährt nicht zum Münchner Hauptbahnhof, denn da laufen nur Drogensüchtige, Besoffene und Bettelbanden rum. Naja und Bushaltestellen, ein vergammeltes Schild aus den 80ern und die bange Frage, kommt der Bus auch wirklich? Und wenn trifft man dort? Und wieder: Könnte man sich blamieren?

Trotzdem fahren grad auf'm Land viele mit alten Autos rum, wo man nicht weiß, startet es nachher wieder, wenn man es abstellt? Aber dieses Problem gehört zum gewohnten Alltag, damit haben alle umgehen gelernt. Ich kenne jemand, ADAC-Mitglied, der hat eine stündlich bediente Haltestelle etwa 300 m von der Haustür entfernt, der Bus fährt genau den selben Weg, den man mit dem Auto auch fährt, er fährt aber mit dem Auto die 10 km in Arbeit. Dort stellt er dieses aufgrund von Parkplatzmangel aber nicht direkt bei der Arbeit ab, sondern im zentralen Parkhaus. Und das liegt lustigerweise genau unter dem Busbahnhof! Aber Busfahren? Ne. Er hat schließlich ein Auto. Gut, im Kurzstreckenverkehr verschlammt der Motor hin und wieder mal, weil der nicht ganz schwächliche Turbomotor auf der Entfernung nie auf Betriebstemperatur kommt, das wurde auch schonmal richtig teuer, aber das sind alles Gedanken, die werden gar nicht erst in Zusammenhang gebracht. Es wird nicht hinterfragt, nicht nach Alternativen gesucht und sich auch nie damit beschäftigt. Es ist einfach so, wie könnte es anders sein? Die verstehen auch nicht die kleine Spitzfindigkeit, wenn ich sage, ihr seid nicht im Stau gestanden (passiv, die anderen sind schuld), ihr seid Teil des Staus gewesen (aktiv und Teil des Problems). Die Leute haben eine völlig andere Perspektive, da kommt man mit EF-Logik nicht ran.

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Hochbrücker
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 06:06


Haudegen


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Beiträge: 546

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Wohnort: Überall und doch nirgends,auf jeden Fall in Oberbayern


Ich muss jetzt dazu sagen,wenn man auf den ÖPNV umsteigen soll,dann muss noch so einiges getan werden. Gerade auf dem Land. Es gibt viele Kommunen die ein Gewerbegebiet haben ,allerdings garkeinen bis miserablen Busanschluß. Meine Firma ist in Schweitenkirchen und dort fährt nur einmal am Tag ein Bus. In der Früh nach Pfaffenhofen und Nachmittag zurück nach Schweitenkirchen. Nachdem es heute auch flexible Arbeitszeiten gibt,so wie ich Berufskraftfahrer bin und keine festen Feierabendszeiten habe,ist das sehr schlecht wenn nur ein Bus pro Richtung fährt. Achja der MVV-Bus 601 fährt von Schweitenkirchen nach Freising,allerdings auch nur einmal pro Richtung und nur an Schultagen.
Auf manchen Linien sehe ich 15 Meter Busse fahren, obwohl sich ein kleiner 8,5 Meter Bus genügen würde. Jetzt kommt bestimmt gleich das Argument das die kleineren Busse nicht auf jeder Linie eingesetzt werden kann,da andere Linien ein 15 Meter Bus benötigen. Dann schaut euch doch mal Busunternehmen an die nur rein für den Schülerverkehr sich einen Gelenkbus zulegen. Oder einen Bus kaufen der nach dem Schülerverkehr auf dem Betriebsgelände rumsteht. So ein kleiner Bus kann ebenso für die Samstagsfahrt verwendet werden,wenn eine Samstagsfahrt vorhanden ist.

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Mit der Tram durch Landshut

Schienenfahrzeuge gehören auf die Schiene und nicht auf die Straße !
    
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146225
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 08:23


Lebende Forenlegende


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Rohrbacher trifft mit seinen Beschreibungen des Pudels Kern, die gleichen Punkte lassen sich immer und immer wieder neu feststellen. Bei den Gesamtkosten fürs Automobil schaffen es die Leute, sich in einer besonderen Art und Weise selbst zu betrügen - als ob das Geld nicht am Ende des Monats genauso vom Konto weg wäre, wie wenn es für etwas anderes ausgegeben worden wäre, zum Beispiel für Fahrkarten?! Erst überneulich wieder bei einem Kollegen gesehen, da waren für eine etwas kompliziertere Reparatur am Auto mal kurz über 1600,- € fällig, aber über diese doch nicht ganz unerhebliche Ausgabe wurde gesprochen, wie wenn es nicht zum Auto dazugehört, eher so wie wenn man sich eine nicht alltägliche Anschaffung leistet, also neue Möbel oder so - nun, der sitzt wohl weiter auf dem alten Sofa, weil das Geld eben unabhängig von der Wahrnehmung weg ist.

Es gibt auch Dualismen im menschlichen Verhalten, die nicht ganz einfach zu verstehen sind: Ein anderer Kollege (er bemitleidet mich immer arrogant von oben herab, weil ich mit dem "Assi-Pack" in der Bahn unterwegs bin, tolles Menschenbild hat er) ist der Laufpapst vor dem Herrn, der hat einen Schrank voll spezieller Laufschuhe mit einem sicherlich fünfstelligen Gesamtwert, arbeitet kontinuierlich wissenschaftliche Fachliteratur zum Thema durch und läuft Halbmarathon eher so nebenher zur Entspannung. Derselbe schafft es aber in seinem sonstigen Alltag nicht, die nicht ganz 3 km zwischen seiner Wohnung und dem Arbeitsplatz mit etwas anderem zurückzulegen (z.B. zu Fuß !?!) wie einem großen Kombi, mit dem er 99,x % der Zeit genau was durch die Gegend fährt? Richtig, sich selbst und sonst nix.

Und ja, die Aussage "wo und wenn ich es brauche, fährt doch eh nix!" basiert in der Regel tatsächlich auf einem Wissenstand Sommerfahrplan 1983 - dass es heutzutage eine Fülle von Informationen dazu wie zu allen anderen Themen auch im Internet gibt, erstaunt dann doch immer schrecklich.

Genauso die mangelnde Übung - da wird dann die Fahrt am Urlaubsende vom Flughafen nach Hause ("weil man da sein gutes Auto nicht so lang stehen lassen wollte und von den Bekannten niemand Zeit hatte, einen abzuholen!") zu einer Odyssee, wo man sich wirklich fragt, wie sich diese vorgeblich erwachsenen Menschen sonst so im Alltagsleben zurecht finden, weil man eigentlich angenommen hätte, dass so doof wirklich niemand sein könnte - Pustekuchen. Ich frage mich zum Beispiel bis heute, wie man auf dem Weg von Frankfurt am Main Flughafen nach Heilbronn mitten an einem Werktag über 2 Stunden in Mannheim Hbf hängenbleiben kann, ohne besondere Situationen wie Streckensperrung durch PU oder ähnliches - es geht aber anscheinend.



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Tågskryt!
    
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Jean
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 09:28


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Na ja...eine Busverbindung die stündlich fährt ist keine Alternative zum Auto. Innerhalb von München kann man sich gut mit dem ÖPNV fortbewegen...aber wehe man will im Umland abseits der S-Bahn fahren.

Ich selbst besitze keine Auto. Dafür habe ich eine gute ÖPNV Anbindung und Geschäfte vor meiner Haustür.

Der Google Vergleich hat übrigend ergeben mit dem Auto bräuchte ich so lange wie mit dem ÖPNV obwohl die hälfte der Fahrzeit reine Gehzeit ist. In der U-Bahn kann ich dann was anderes währenddessen machen). Ich glaube kaum, dass ein Auto nur 65€ im Monat kosten würde. Schon alleine die Versicherung wäre viel teurer. Und das bissen Urlaubfahren im Jahr (selbst bei DB Normalpreisen) kompensiert das auch nicht.

Das einzige was für das Auto spricht ist die Flexibilität (zumindest für einen Single).

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Bayernlover
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 09:45


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Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)


Das EF besteht mehrheitlich (zumindest bei den Stammschreibern) aus kinderlosen Singles. Mit Familie und mehreren Kindern ist es zumindest auf dem Land ohne Auto schon schwieriger.

Wobei ich das Problem sowieso auf große Städte beschränken würde. Auf dem Land stören die paar Autos doch nicht, die Luft ist gut, Platz zum parken ist meistens auch überall und schneller ist man mit dem Auto auch. Erst beim Übergang in die Großstädte muss noch einiges getan werden. Da muss es auch mal sein, dass P+R möglichst einfach und kostenlos gestaltet wird, um die Leute zum Umsteigen zu bewegen.

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Iarn
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 09:53


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QUOTE (Jean @ 5 Mar 2017, 10:28)
Das einzige was für das Auto spricht ist die Flexibilität (zumindest für einen Single).

Das ist es leider nicht.

Auf meiner Arbeitsweg muss ich zwei mal umsteigen aber trotzdem besteht de facto zehn Minuten Takt, das ist wirklich super fexibel ABER:

in meiner Verkehrsverbund sind Störungen weit häufiger als Staus, obwohl München die Stauhauptstadt Deutschlands ist

der U-Bahn Anteil ist regelmäßig so dermaßen überfüllt, dass ich aus Bequemlichkeit doch lieber Auto fahre. Auch wenn ein ganzes Auto um mich herum total dekandent ist, ich möchte zumindest, dass die 10cm um mich herum nicht von anderen Personen eingenommen werden. Mit stehen habe ich kein Problem aber mit zwangsweisem Körperkontakt zu mehreren Fremden gleichzeitig schon.

Deswegen bin ich wèrktags zu 80% ein Bequemlichkeitsfahrer.
    
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JeDi
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 11:32


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QUOTE (Bayernlover @ 5 Mar 2017, 09:45)
Da muss es auch mal sein, dass P+R möglichst einfach und kostenlos gestaltet wird, um die Leute zum Umsteigen zu bewegen.

"Einfach" und "Kostenlos" widerspricht sich aber. Einfach wäre, dass der Parkschein gleichzeitig zum Fahrschein wird. Denn einen Parkscheinautomaten kann der gemeine Autofahrer bedienen, einen ach so komplizierten Fahrkartenautomaten aber nicht.

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Bayernlover
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 11:36


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QUOTE (JeDi @ 5 Mar 2017, 11:32)
"Einfach" und "Kostenlos" widerspricht sich aber. Einfach wäre, dass der Parkschein gleichzeitig zum Fahrschein wird. Denn einen Parkscheinautomaten kann der gemeine Autofahrer bedienen, einen ach so komplizierten Fahrkartenautomaten aber nicht.

Wobei manche Tarifsysteme so kompliziert sind, dass man sich wirklich lange damit beschäftigen muss. Ein Parkscheinautomat hingegen ist eigentlich total einfach: je länger man parkt, desto mehr Geld muss man einwerfen.

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JeDi
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 12:02


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QUOTE (Bayernlover @ 5 Mar 2017, 11:36)
Wobei manche Tarifsysteme so kompliziert sind, dass man sich wirklich lange damit beschäftigen muss. Ein Parkscheinautomat hingegen ist eigentlich total einfach: je länger man parkt, desto mehr Geld muss man einwerfen.

Ein Fahrscheinautomat funktioniert aber ja nicht wesentlich anders. Je weiter man fährt, desto mehr Geld muss rein ;-) Hauptunterschied: Für Wochen- und Monatsparkscheine muss man in der Regel zum personenbedienten Verkauf, was bei der Eisenbahn ja eine Totsünde ist.

Bearbeitet von JeDi am 5 Mar 2017, 12:03

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Entenfang
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 12:37


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Vielleicht mal vorneweg nochmal zur Erinnerung an alle: Die Umfrage wurde ausschließlich in großen Großstädten (>500.000 EW) durchgeführt, die Diskussion um die katastrophale Anbindung des ÖPNV auf dem Land ist hier also eher fehl am Platze (wenngleich natürlich auch wichtig und richtig).

QUOTE (JeDi @ 5 Mar 2017, 12:02)
Hauptunterschied: Für Wochen- und Monatsparkscheine muss man in der Regel zum personenbedienten Verkauf, was bei der Eisenbahn ja eine Totsünde ist.

Müsste man nicht in vielen Fällen mindestens eine halbe Stunde anstehen, wäre der personenbediente Verkauf vielleicht auch nicht so unbeliebt...

QUOTE
Ein Parkscheinautomat hingegen ist eigentlich total einfach: je länger man parkt, desto mehr Geld muss man einwerfen.

Auf den ÖPNV angewendet, heißt es dann aber sofort, dass das Tarifsystem ungerecht ist und nicht den "individuellen Bedürfnissen" entspricht.

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JeDi
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 12:38


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QUOTE (Entenfang @ 5 Mar 2017, 12:37)
Müsste man nicht in vielen Fällen mindestens eine halbe Stunde anstehen, wäre der personenbediente Verkauf vielleicht auch nicht so unbeliebt...

Musste ich noch nie, insbesondere in ÖPNV-Kundenzentren nicht.

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chris232
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 14:11


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QUOTE (Hochbrücker @ 5 Mar 2017, 07:06)
Auf manchen Linien sehe ich 15 Meter Busse fahren, obwohl sich ein kleiner 8,5 Meter Bus genügen würde. Jetzt kommt bestimmt gleich das Argument das die kleineren Busse nicht auf jeder Linie eingesetzt werden kann,da andere Linien ein 15 Meter Bus benötigen. Dann schaut euch doch mal Busunternehmen an die nur rein für den Schülerverkehr sich einen Gelenkbus zulegen. Oder einen Bus kaufen der nach dem Schülerverkehr auf dem Betriebsgelände rumsteht. So ein kleiner Bus kann ebenso für die Samstagsfahrt verwendet werden,wenn eine Samstagsfahrt vorhanden ist.

Ja, und was für Busse sind das? Du kriegst mittlerweile gebrauchte Niederflur-Gelenkbusse ab Baujahr 2000 in ausreichend gutem Zustand für 10.000€. Der 15m-Bus ist dann meistens entweder ein Reisebus, der "sowieso da steht", oder dank der tollen MVV-Ausschreibungen waren Neufahrzeuge gefordert. Dann kann ich mir überlegen, ob ich einen Kleinbus UND einen 15m-Bus kauf, oder eben nur letzteren, auch wenn ich den nur für ein Viertel aller Fahrten brauch.

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Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck

Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 14:52


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Beiträge: 9075




QUOTE (JeDi @ 5 Mar 2017, 13:38)
Musste ich noch nie, insbesondere in ÖPNV-Kundenzentren nicht.

Musste ich in der Poccistraße 2 des öfteren, um meine Stammkarte Ausbildungstarif zu erhalten. Durchaus auch mal am Hbf, beim Kauf der nächsten Monatsskarte.
    
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Yanniboy
  Geschrieben am: 5 Mar 2017, 15:48


Routinier


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Wohnort: Landkreis Heilbronn


Also wenn ich mir den ÖPNV hier in HN (ca 120k Einwohner und Staustadt Nr2) mal so anschaue, kann ich die Leute verstehen die lieber das Auto nehmen als Bus und Bahn. Das fängt schon bei der S4 an, überfüllte Züge, dauernd Ausfälle und im Sommer bei 30-40 Grad keine Klimaanlage drin, da würd ich auch lieber Auto fahren. Oder nehmen wir mal ein Beispiel. Wir wollen von Klingenberg nach Flein fahren. (Beide einen Stadtbusanschluss). Mit dem Auto braucht man 14min. (Plus/Minus ein paar Minuten je nach Verkehr). Mit dem Rad 26min. Mit dem ÖPNV 45min, das ist dreimal solange. Ich würde da wohl auch lieber zum Auto greifen. Das ganze könnte man noch mit anderen Beispielen füllen, das Ergebnis ist immer ähnlich. Bei stimme.de wurden vor ein paar Monaten die Leser nach ihrer Meinung zum ÖPNV hier in HN befragt. Oft stand sowas wie: Schlechte Anbindungen, schlechter Takt, überfüllte Busse und Bahnen und die Ticketpreise wären zu teuer. Und solange wir in HN bei einer ÖPNV-Nutzung von ca. 10% rumkratzen, werden wir wohl auch Staustadt Nr2 in Deutschland bleiben.
    
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