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Neuer Zulauf zum Brennerbasistunnel über Mühldorf [Zur Themenübersicht]
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Rev
  Geschrieben am: 20 Mar 2019, 15:27


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Nov 11
Beiträge: 2929

Alter: 34



QUOTE
Als direkter Anwohner der B15Alt widerspreche ich mal deutlich! Ein Weiterbau ist bereits heute dringend nötig. Die alte B15 an vielen Tagen nicht mehr nur überlastet, sondern man benötigt für zahlreiche der Ortsdurchfahrten teils mehr als 30 Minuten. Spätestens wenn die Umfahrungen von Rosenheim und Landshut fertig sind, wird die Situation dazwischen noch unmöglicher als sie heute schon ist. Dies ist nicht nur für die Anwohner eine Zumutung, sondern auch für die Umwelt, da der fortwährende Start-und-Stop-Verkehr auch für die Umwelt extrem belastend ist.... Aber wir sind ja hier in einem Eisenbahnforum und sollten daher mehr über Schienenverkehr sprechen, oder?

Und wenn man die Schine entsprechend ausbaut und attraktiv macht sinkt der PKW Verkehr und man braucht keine neue Straße...
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 21 Mar 2019, 02:20


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 1328




QUOTE (cretu @ 20 Mar 2019, 14:00)
Als direkter Anwohner der B15Alt widerspreche ich mal deutlich! Ein Weiterbau ist bereits heute dringend nötig. Die alte B15 an vielen Tagen nicht mehr nur überlastet, sondern man benötigt für zahlreiche der Ortsdurchfahrten teils mehr als 30 Minuten. Spätestens wenn die Umfahrungen von Rosenheim und Landshut fertig sind, wird die Situation dazwischen noch unmöglicher als sie heute schon ist. Dies ist nicht nur für die Anwohner eine Zumutung, sondern auch für die Umwelt, da der fortwährende Start-und-Stop-Verkehr auch für die Umwelt extrem belastend ist.... Aber wir sind ja hier in einem Eisenbahnforum und sollten daher mehr über Schienenverkehr sprechen, oder?

Richtig und wenn wir mehr Schienenverkehr wollen, dann dürfen wir die Straßen nicht immer noch attraktiver machen. Halte ich solche Straßen unattraktiv, dann entsteht Verlagerungsdruck, zumal man hier auch eine erhöhte Lkw-Maut einführen könnte (für alle Bundesstraßen die nicht ausgebaut sind).

Außerdem bin ich sehr wohl dafür, dass man die belasteten Orte wie deinen, durch Ortsumgehungen entlastet. Aber dafür braucht es keinen autobahnähnlichen Ausbau, sondern eine kostengünstige Trassierung.
Die B15neu zwischen Saalhaupt und Landshut ist autobahnmäßig trassiert, mit entsprechenden Geschwindigkeiten. Auch hier hätte man die alte Bundesstraße ausbauen können, mit 3spurigen Abschnitten und Ortsumfahrungen. Hätte absolut gereicht und eben den MIV nicht noch attraktiver gemacht, aber gleichzeitig die belasteten Orte entlastet.

Unfair ist es eh. Denn da wird viel Geld ausgegeben, aber für den Bahnausbau ist kein Geld da.
Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft, dass Landshut - Mühldorf und Mühldorf - Rosenheim, selbst wenn es jetzt in einem Programm ist, in den nächsten 15 Jahren elektrifiziert wird. Da wird rein gar nichts passieren. Selbst für Projekte im vordringlichen Bedarf, der bis 2030 eigentlich abgearbeitet sein müsste, werden Termine in den 30ern und 40ern (!) genannt und beim Stellenwert der Eisenbahn in Deutschland, wird sich ohne eine deutlich radikalere Verkehrswende, die natürlich nicht mit einer rechtspopulistischen Verkehrspolitik wie derzeit gelingt, nichts ändern.

So gesehen, in Bayern, mit der Autopartei CSU und der Noch-mehr-Autopartei FW werden noch mehr Straßen gebaut und ausgebaut (während man den Unterhalt schleifen lässt, der wichtiger wäre) und im Schienenverkehr passiert wenig, bis auf ein paar Alibiprojekte.
Elektrifizierungen werden verschleppt und verteuert, BI werden jede noch so sinnvolle Maßnahme verzögern, behindern und drastisch verteuern, so wie das nur in Deutschland möglich ist. Ich erkenne da keine gute Entwicklung und abseits irgendwelcher Schönwetterreden ist man immer noch nicht aufgewacht, man fährt klimapolitisch immer noch gegen die Wand, auf der Straße natürlich...
    
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cretu
  Geschrieben am: 22 Mar 2019, 11:16


Doppel-Ass


Status: Mitglied
Mitglied seit: 7 Mar 05
Beiträge: 117




QUOTE (Rev @ 20 Mar 2019, 15:27)

Und wenn man die Schine entsprechend ausbaut und attraktiv macht sinkt der PKW Verkehr und man braucht keine neue Straße...

Nur sind an den schlimmsten Tagen, an denen sich der Verkehr staut, 95% der Fahrzeuge keine Einheimischen, etwa 70% sogar mit ausländischen Kennzeichen. Wie willst Du diese Fahrer von einem regionalen Schienenverkehr überzeugen? Viel erfolg dabei, beispielsweise die Holländer davon zu überzeugen, statt mit dem Wohnanhänger mit dem Zug in den Urlaub zu fahren.... Da wird deine Erfolgsquote sicherlich einstellig bleiben. Was bleibt dann also übrig?!?
    
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 22 Mar 2019, 13:17


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 17 May 14
Beiträge: 1328




Am extremsten ist immer noch der Straßengüterverkehr und die Schweiz zeigt, dass man da mit restriktiven Maßnahmen und Infrastrukturausbau einiges bewegen kann.
Ich setze hierzu mal einen Link und dass die Ziele nicht ganz erreicht wurden, liegt einzig an den Nachbarn wie dem bahnfeindlichen Deutschland, dass seine Zulaufstrecken nicht gebacken kriegt.
Zahl der Lkw-Fahrten durch die Schweizer Alpen sinkt weiter

Ansonsten cretu, dieses typische "ich kann mir das nicht vorstellen, also geht es nicht" ist nervig. Natürlich wird man nie alle erreichen können, aber man kann viele erreichen und in Zukunft wird nachhaltiger Urlaub wichtiger denn je.
Es ist Heuchelei wenn Kinder am Freitag in der Schulzeit protestieren und dann mit dem SUV zur Schule gefahren werden usw. und so geht das bis hoch ins Große. Wenn wir jetzt nicht anfangen setzen wir unsere Zukunft aufs Spiel, da hilft es nicht wenn man immer noch in verkehrspolitischen Vergangenheitskategorieren denkt und das typische "da kann man eh nichts ändern" bringt.

Unsere Bundesregierung fährt auch wieder den Klimaschutz an die Wand, weil mal wieder einer an seine schwarze Null denkt, obwohl das irgendwann doch eh alles egal ist, wenn es eine Währungsreform gibt wenn alles kracht und das ist nicht eine Frage ob, sondern wann. Kann Jahrzehnte dauern, kann aber auch nur 10 Jahre dauern, aber wer hier als Staat spart ist dumm. Und gerade, egal wie die Lage ist, an Infrastruktur darf man nie sparen, das ist die Zukunft, vor allem bei nachhaltiger Infrastruktur.

Von den Bahnverbänden kommt auch Kritik an dieser unfähigen Verkehrs- und Finanzpolitik:
Bahnverbände enttäuscht - so erreicht man Klimaschutzziele nicht
    
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