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Zum Rhein, am Rhein entlang und rund um die Ruhr, Füllen einiger weißer Flecken [Zur Themenübersicht]
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Entenfang
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 12:27


Lebende Forenlegende


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QUOTE (JeDi @ 14 Jul 2020, 21:18)
Kurz gesagt ja - die S7 richtet sich in ihrem Takt an der S1, an die sie in Ohligs bahnsteiggleichen Anschluss bietet. Und die fährt im 20-Minuten-Takt ;-). Anschlüsse in Wuppertal ergeben sich dadurch freilich eher zufällig, dort gibts allerdings auch keinen wirklich eindeutigen Anschluss.

Ich nehme an, du meinst Solingen Hbf? unsure.gif

Dann ergibt das Ganze freilich Sinn und ist für mich gleichzeitig ein mahnendes Beispiel für zweierlei.
1. sorgt ein unnötiger Systembruch (fehlende Elektrifizierung) und der sich daraus ergebende Umsteigezwang für verlängerte Reisezeiten und Anschlussverluste - nach meinem (kurzen) Eindruck scheint die Betriebsqualität des SPNV in der Region problemlos mit der Region Stuttgart um den letzten Platz zu konkurrieren.

2. unterschiedliche Taktfamilien sorgen am Ende immer irgendwo für Chaos. Entweder man zieht konsequent den "heiligen" 10-Minuten-Takt durch, dann aber auch bei der S-Bahn mit Takt 20. Oder man verfolgt konsequent das 7,5/15/30-Raster wie in der Schweiz. Ich sehe schon eine Vollkatastrophe auf München nach Eröffnung von Stamm 2 zurollen, wenn nicht nur zwei Taktfamilien aneinanderstoßen wie in Wuppertal, sondern sie sogar dieselbe Stammstrecke nutzen.

QUOTE (Lobedan @ 14 Jul 2020, 22:05)
Für das größte japanische Volksfest in Europa!

Sieh an, man lernt nie aus. Danke für diese interessante Info!

QUOTE (146225 @ 15 Jul 2020, 07:40)
Ich denke @Entenfang müsste sich einfach die Zeit nehmen, die von ihm besuchten NRW-Städte - und den Rest dazu - nochmals in Ruhe und unter einem ganz anderen Blickwinkel zu entdecken.

Du hast damit völlig recht. Mir ist es völlig klar, dass ich nur einen äußerst oberflächlichen Eindruck von Teilen dieser sehr vielfältigen Region bekommen habe. Nur ist es halt in 4 Tagen völlig illusorisch, mehr zu schaffen. Wir waren jeden Tag von morgens bis abends unterwegs und am Ende echt geschafft... Und Ziel war erstmal, mit einen Grobüberblick zu verschaffen, da ich außer Essen und Wuppertal keine der Städte zuvor besucht habe. Beim nächsten Mal bleibt dann hoffentlich auch mal Zeit zum aussteigen und umschauen und deine Tipps für Duisburg bleiben im Hinterkopf - vielen Dank dafür. smile.gif

QUOTE (146225 @ 15 Jul 2020, 07:40)
Wer hier "klassische" Schönheit in den Städten sucht oder gar den Puppenstuben-Charme von Heidelbergs Altstadt, der wird sicherlich enttäuscht werden. Gerade Städte wie Duisburg erschliessen sich nicht auf den oberflächlichen Blick, den Zugang dazu muss man sich aus der unglaublichen Vielfalt, dem hohen Anteil Grün und den herzlichen Menschen selbst auftun.

Das habe ich ganz sicher nicht. Eher muss ich mich dafür verteidigen, auch Interesse an scheinbar "hässlichen" Orten zu haben, die auf den zweiten Blick dann doch ihren ganz eigenen Charme haben.

QUOTE (218217-8 @ 15 Jul 2020, 09:03)
QUOTE (Entenfang @ 14 Jul 2020, 21:11)
Hier herrscht reger Verkehr - abgesehen von den Hess-Wagen mit Diesel-Hilfsantrieb stellen VanHool-Wagen den Großteil der Flotte

... wobei der abgebildete Obus ein Berkhof ist und kein Van Hool.

Ups, in der Tat. Danke für die Korrektur, das habe ich übersehen.


Tag 8 Essen -> München

Den Vormittag verbringen wir im Grugapark.
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Wohin wohl diese Tür führt?
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Hübsche Papageien, leider in furchtbar kleine Käfige eingesperrt
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In einer deutlich größeren Voliere gibt es unter anderem Flamingos
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Mir sind die ganze Zeit Gleise ins Auge gefallen. Es muss also eine Parkeisenbahn geben. Nur wann fährt die? Laut Aushang in 10 Minuten. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
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Außer uns fährt noch eine Frau mit zwei Kindern mit. Wir sind im letzten Wagen, sie im ersten.
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Als der Tf unsere Sicherheitskette schließt, weißt er mich nochmal daraufhin, ich müsse während der gesamten Fahrt meine Maske auflassen.
Is klar...


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Ein Verkehrsübungsplatz! Ich bin begeistert. Es war für mich als Kind das Größte, wenn auf dem Pausenhof die Fahrradprüfung durchgeführt wurde und entsprechende Schilder aufgestellt wurden. Und die Ampel war das Highlight schlechthin.

Quak!
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Der Grugapark kostet zwar Eintritt, ist aber wirklich sehr schön gestaltet und wir hätten noch mehr Zeit verbringen können, müsste ich nicht schon zum Bahnhof.
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Entenfang
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 12:29


Lebende Forenlegende


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Am Rande des Parks steht dieses Hundertwasserhaus, welches Familien mit schwer kranken Kindern ein zu Hause bietet, während diese im Uniklinikum behandelt werden.
https://www.mcdonalds-kinderhilfe.org/essen...sen/unser-haus/
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Und so sieht das Programm für die Heimfahrt aus:

Essen Hbf.............ABR 89470.......ab 14:34

Siegen Hbf...................................an 16:48
...........................RE 24961.........ab 16:54

Gießen.........................................an 17:47
...........................RB 29339.........ab 18:11

Gelnhausen..................................an 19:46
..........................RE 4528............ab 20:03

Fulda ..........................................an 20:49
..........................ICE 885.............ab 20:56

München Hbf................................an 23:40


Kurz nachdem ich den Bahnsteig erreicht habe, fährt der Flirt 2 von Abellio ein. Leider steht noch Essen Hbf drauf und ich habe keine Ahnung, welcher Zugteil nach Iserlohn und welcher nach Siegen fährt. Da der Zugteil nach Siegen in Letmathe einen kürzeren Aufenthalt als der nach Iserlohn hat, setze ich mich in den nach der Wende vorderen.
Die Wendezeit ist kurz, zu kurz. Erst mit +2 verlassen wir Essen und sind damit noch gut dran, denn wieder einmal sind diverse Züge verspätet und eine S-Bahn fällt komplett aus. Anfangs beträgt die Auslastung noch rund 50%, doch sie wird mit jedem Halt weniger. Laut DFI sitze ich im falschen Zugteil - doch wie kann das sein? In Letmathe findet kein Richtungswechsel nach Iserlohn statt, sodass der vordere Zugteil eigentlich unmöglich einen kürzeren Aufenthalt als der hintere Zugteil haben kann.
Des Rätsels Lösung: Der Richtungswechsel findet bereits in Hagen statt. Wieder etwas dazugelernt.

Die Strecke ist landschaftlich reizvoll durch ein Flusstal. Mehrere Tunnels kürzen die Flussschleifen ab. Die Burg Altena thront über der Bahnstrecke - den Ort muss ich im Hinterkopf behalten. Ein Mann rennt die Treppe herunter, drückt auf den Türöffner, doch da setzt sich der Triebwagen bereits wieder in Bewegung. Verärgert tritt er gegen den anfahrenden Zug.

Einigermaßen pünktlich komme ich in Siegen an, steige in den Flirt 2 der HLB um. Im WC ist die Seife aus. Ich spreche den Zub an und bitte darum, die Info weiterzugeben. Wenig motiviert meint er nur "Jaja" und widmet sich wieder seinem Handy. Merke: Jede Menge Zettel auszuhängen mit dem Hinweis, nach jedem Schnäuzen, Husten und bei Vollmond doch bitte die Hände mit Seife zu waschen, ist kein ausreichendes Hygienekonzept. Man muss schon auch Seife bereitstellen. Immerhin soll es der einzige Fall auf dieser Reise bleiben.

Zwei Mädels um die 18 unterhalten sich. "Kann man mit unserem Ticket eigentlich auch nach Frankfurt fahren?" "Ja, überall in Hessen", meint die andere. "Wusstest du schon, dass es auch spezielle Fahrkarten gibt? Die heißen Bahncard 25, 50 und 100. Die sind wie ein Abo - mit der Bahncard 100 kannst du alle Züge in ganz Deutschland nutzen! Aber die ist voll teuer - ich glaube 1000 ¤ pro Jahr." "Naja, ob sich das lohnt? Vielleicht, wenn man ständig in den Norden fährt." "Ich glaub schon, dass es Leute gibt, für die sich das lohnt. Aber für 1000 ¤ pro Monat..." "Pro Monat?!" "Oder war es pro Quartal? Ich glaube, irgendsowas..."
"Wusstest du eigentlich schon, in Wuppertal gibt es eine Bahn, die unten keine Schienen hat. Die fährt einfach und unten ist nichts. Die hat die Schienen oben!"

Leicht verspätet komme ich nach Gießen, ein schöner Keilbahnhof.
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Nicht zum ersten Mal auf dieser Reise sehe ich Polizisten im Bahnhof, die keine Maske tragen.

Weiter geht's im GTW der HLB Richtung Gelnhausen, in dem bald freie Platzwahl herrscht. Ich schaue durch den hinteren Führerstand auf die Strecke und sehe die zahlreichen Formsignale hinter uns zuklappen.
Der Knoten Nidda ist als einer der wenigen Bahnhöfe bereits modernisiert.
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Später steigt eine Frau mit einem Baby im Tragekorb zu, ihr Mann hebt ihr eine Tasche in den Zug und verabschiedet sich dann. Im Vierer vor mir knutscht ein junges Pärchen, nur das Küssen fällt mit Maske bisschen schwer. "Entschuldigung, können Sie mir in Gelnhausen helfen?", spricht mich die Frau mit Kind und Tasche an, "ich hatte eine OP und kann nicht schwer heben."
Natürlich kann ich. Eine junge Frau nimmt das Baby, ich die Taschääächz. "Die ist seeeehr schwer", meint die Frau. "Oh, Sie haben ja auch Gepäck." Ich bin es ja gewohnt, viel Gewicht durch die Gegend zu schleppen und da mein Koffer ausnahmsweise nicht extrem schwer ist, komme ich mit dem zusätzlichen Gewicht halbwegs klar. "Ich hatte vor einer Woche Kaiserschnitt", erzählt sie weiter, "mein Rücken tut noch ziemlich weh." "Hier gibt es leider keinen Fahrstuhl", meint sie entschuldigend und deutet auf den Inselbahnsteig, als ich sie fragend anschaue. Seufzend wechsle ich die Hand - mein Koffer ist tatsächlich leichter als ihre nicht mal halb so große, unschuldig aussehende Tasche.

Der RE nach Frankfurt fährt ein, die junge Frau nimmt das noch junge Baby, ihr Freund die Tasche. Die Zub winkt, die Türen schließen, die Klappstufen verschwinden und der Zug saust in den regnerischen Abend.

Herzlich Willkommen in Gelnhausen!
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Die blaue Stunde bricht in Fulda allmählich an
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Zählt das FGR-Formular auch als Liebesbrief?


Der ICE kommt mit +10, ich höre etwas von defekten Bremsen.

"Sehr geehrte Fahrgäste, in Würzburg wartet auf Sie der RE nach Stuttgart. Nicht erreicht wird dagegen der RE nach Bamberg sowie die RB nach Treuchtlingen."
Wer auch immer diese Information an das Zugpersonal gegeben hat, dem ist wohl entfallen, dass die RB nach Treuchtlingen auf demselben Gleis hinter dem RE nach Stuttgart steht und erst nach diesem abfahren kann. Der totale Bahnsinn mal wieder... Jedenfalls stehen beide Züge noch an Ort und Stelle.

Dann, irgendwo in der Schwärze zwischen Würzburg und Nürnberg:

"Meine Damen und Herren, der Zug ist hier außerplanmäßig zum Halten gekommen. Der Grund hierfür ist mir leider nicht bekannt. Ich melde mich wieder bei Ihnen, sobald ich weitere Informationen habe."

Eine Minute später: "Aufgrund von kurzfristigen Bauarbeiten sind wir hier zum Halten gekommen. Wir werden unsere Fahrt in Kürze fortsetzen."

Keine halbe Minute später geht es schon weiter und ein Mann hat völlig grundlos die Hände in die Luft geworfen und ein "Das gibt's doch nicht" gebrummt.

Doch es hilft nichts - die Verspätung steigt auf +20, der Anschlusszug nach Treuchtlingen kommt uns auf dem Vorfeld entgegen.
Für mich endet die erste Reise nach dem Lockdown mit +14 und dem Gefühl, endlich einen großen weißen Fleck auf meiner persönlichen Landkarte ausgefüllt zu haben.


Fazit

Der ÖPNV an Rhein und Ruhr ist ein Paradebeispiel von Stückwerk durch zu viele Zuständigkeiten. Jede Stadt macht irgendwas anderes, überall gibt es Systembrüche und unnötige Kosten (Weichenverbindungen auf beiden Seiten von Stadtgrenzen), sodass die Attraktivität für den Fahrgast reduziert wird. Kein Wunder, dass NRW ein Autoland ist.

Meine Highlights der Fails - mir ist die Auswahl wirklich schwer gefallen:

Platz 3: Die Verkehrsraumaufteilung in Düsseldorf, Kaiserstraße, wo unbedingt für wenige Hundert Meter drei Fahrstreifen hinmussten
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Platz 2: Fahrbahnmarkierung in Mülheim, die Linksabbieger zum Blockieren des Gegengleises einlädt
https://www.flickr.com/photos/47704640@N02/...02/26734855518/

Platz 1: Zwei Fußgänger-LSA in der Holsterhauser Straße in Essen, die in regelmäßigen Abständen für die Bahn auf Halt schalten, obwohl gar kein Fußgänger gedrückt hat und für den MIV gleichzeitig auf grün bleiben:
https://goo.gl/maps/V81eNkhSaNf9ZEHi9

Ich gratuliere den Gewinnern herzlich zum Entenfangschen Preis für unfähige Verkehrsplanung!


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146225
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 17:22


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Entenfang @ 14 Jul 2020, 21:13)
Woran erkennt man die Stadtgrenze zwischen Düsseldorf und Duisburg? Es gibt einen Gleiswechsel.

In Duisburg fällt auf, dass zahlreiche Bahnsteige noch nicht auf Stadtbahnniveau erhöht wurden und somit keinen stufenfreien Einstieg bieten.

Vorhin mit der U79 unterwegs gewesen, muss ich hier nochmals anmerkend tätig werden:

- Es gibt zwei Gleiswechsel mit Abstellgleis, einmal in Wittlaer auf der Düsseldorfer Seite, wo z.B. an Sonn- und Feiertagen der 15-Minuten-Takt der Rheinbahn von Düsseldorf Hbf kommend endet. Weiter nördlich geht es nur im Takt 30. In Duisburg ist der Gleiswechsel südlich der Haltestelle Kesselsberg in Huckingen, bis auf Mo-Sa den ersten Kurs und So die ersten beiden Kurs als Ausrücker wendet da aber nichts planmässig.

- Auf Duisburger Stadtgebiet ab dem Kesselsberg in Huckingen bis zum Südbahnhof in Meiderich bedient die U79 insgesamt 20 Haltestellen. Davon sind aktuell 15 mit Hochbahnsteigen, also 75%. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die Haltestelle "Platanenhof" auch von der teilniederflurigen Tram 903 bedient wird und "Grunewald Betriebshof" unter den 5 (noch) nicht ausgebauten in der Hauptsache vom Personal der DVG benutzt wird, ist das also gar nicht so schlecht. Als letzter Umbau ist ganz frisch die zentral im Stadtteil Wanheimerort gelegene Haltestelle "Im Schlenk" zu erwähnen, hier sind die begleitenden Straßenarbeiten noch nicht ganz fertig. Hätte ich zu entscheiden wie es weiter geht, wäre vermutlich die im Hochfelder Osten recht gut genutzte "Karl-Jarres-Straße" mein Favorit für den nächsten Umbau.


Bearbeitet von 146225 am 15 Jul 2020, 17:30

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146225
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 17:25


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Entenfang @ 15 Jul 2020, 12:29)
Ich gratuliere den Gewinnern herzlich zum Entenfangschen Preis für unfähige Verkehrsplanung!

Na datt kannze dich einfacher haben: die Aussage, dass (mit kleinen Lichtblicken wie dem RRX) die gesamte Nahverkehrspolitik in NRW ein wüstes Versagen ist, würde ich dir glatt unterschreiben. wink.gif

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icicenz
  Geschrieben am: 15 Jul 2020, 18:38


Eroberer


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QUOTE (Entenfang @ 14 Jul 2020, 22:11)
Eine knappe halbe Stunde später sind wir am Bahnhof - wenn Solingen hübsche Ecken hat, haben wir sie heute nicht gefunden. Dazu passt auch, dass die Müngstener Brücke tatsächlich zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Die Eiscafé-Dichte ist jedenfalls rekordverdächtig.

Ja ich stimme dir zu, die schönen Ecken sind rar, immerhin war Solingen lange Zeit <u>die </u>Industriestadt für Messer und Scheren. Aber falls es dich (oder jemand anderen aus dem Forum) mal wieder nach Solingen verschlagen sollte, anbei ein paar Ideen zum Anschauen:
- Industriemuseum: Hier wird noch in einer Originalkulisse gezeigt, wie früher Scheren hergestellt wurden. Info
- Klingenmuseum: Schönes Museum mit Ausstellungen der Messer und Scheren von Steinzeit bis heute. Info
- Schloß Burg (Burg Burg fände ich auch a nette Bezeichnung) inkl. Sesselseilbahn über die Wupper: Info Burg Info Seilbahn
- Und wenn man schon im bergischen Land ist, muss auch eine bergische Kaffeetafel genossen werden: Info
- Die Stadtteile Burg und Gräfrath haben eine schöne Altstadt mit Fachwerkhäusern. Bloß nicht die "eigentliche" Solinger Innenstadt anschauen
- ehemalige Korkenzieherbahn zwischen dem alten Solingen HBF und Wuppertal per Rad erkunden: Info
- Besuch der historischen, museumstechnisch aktiven Tramstrecke zwischen Solingen und Wuppertal: Info


QUOTE

Mal wieder ein Beispiel sinnvoller Gleisnummerierung [von Solingen HBF]

Auch hier kann ich helfen: Die Gleise 4-7 sind Rangiergleise am Nordende vom Bahnhof. Info (Beim Link weit nach unten scrollen).


Und noch zum Schluss a kleine Anekdote: Wenn du sagst, du warst in Solingen, weiß jeder "Ja, die machen Messer", aber kein Mensch weiß, wo es liegt. So erging es mir früher sehr oft.

Danke für deine erneute sehr schöne Fotodokumentation der Reise! smile.gif

Bearbeitet von icicenz am 15 Jul 2020, 18:39
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 16 Jul 2020, 20:13


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QUOTE (icicenz @ 15 Jul 2020, 18:38)
Und noch zum Schluss a kleine Anekdote: Wenn du sagst, du warst in Solingen, weiß jeder "Ja, die machen Messer", aber kein Mensch weiß, wo es liegt. So erging es mir früher sehr oft.

Tja, und ich wusste bis zu meinem Besuch nichts von Messern. Für mich war Solingen immer nur die Stadt mit Obus. biggrin.gif

Danke für die vielen Tipps und die Aufklärung - da habe ich nächstes Mal noch ganz schön viel zu tun. smile.gif

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Entenfang
  Geschrieben am: 21 Jul 2020, 10:14


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QUOTE (Entenfang @ 11 Jul 2020, 15:04)
Ein Musterbeispiel für Fahrradwegparcour findet sich in der Rüttenscheider Straße, einer belebten Einkaufsstraße.
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Und manchmal geht es ganz schnell - dieses Bild ist seit gestern Geschichte. Nach der Umsetzung der ersten Fahrrad-Hauptachse in der Kahrstraße wird aktuell die Rüttenscheider Straße zur Fahrradstraße umgebaut. Geht doch. smile.gif

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