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Eisenbahnforum.de > Stadtverkehr allgemein > [M] Warnstreik MVG 2019


Geschrieben von: Iarn am 8 Jul 2019, 11:48
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-nahverkehr-streik-dienstag-mvg-1.4516089

Geschrieben von: Tram-Bahni am 8 Jul 2019, 12:21
Und welche Tramlinien bevorzugt die MVG? 19 und 20. Spricht gegen die große Pasing-Verschwörung.
Wäre es dennoch nicht sinnvoller, zumindest den 23er zu bedienen? Der hat ja einen gewissen Sonderstatus, mit alleiniger Bedienung der Parkstadt.

Geschrieben von: Jean am 8 Jul 2019, 15:31
Der letzte war doch erst vor einem Jahr...

Geschrieben von: Eisenbahn Alex am 8 Jul 2019, 16:12
Dieses Jahr ist der TV-MVG dran. Letztes Jahr war TV-N

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 16:15
Das der 19er fährt, hilft mir nur leider nicht, weil der 160er vermutlich nicht fährt. ph34r.gif

Geschrieben von: Jean am 8 Jul 2019, 16:21
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 17:15)
Das der 19er fährt, hilft mir nur leider nicht, weil der 160er vermutlich nicht fährt. ph34r.gif

Musst du jedes Jahr die gleiche Grütze von dir geben?
Ich wusste gar nicht, dass die MVG die Linie 160 bedient...

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 17:18
QUOTE (Jean @ 8 Jul 2019, 17:21)
Musst du jedes Jahr die gleiche Grütze von dir geben?
Ich wusste gar nicht, dass die MVG die Linie 160 bedient...

Ungefähr 75% der Kurse fährt die MVG...

Geschrieben von: Iarn am 8 Jul 2019, 17:20
QUOTE (Eisenbahn Alex @ 8 Jul 2019, 16:12)
Dieses Jahr ist der TV-MVG dran. Letztes Jahr war TV-N

Was mich wundert, wieso es dann ein so kleines Notprogramm gibt. Es müsste doch noch mehr Fahrer mit TV-N geben oder?

Geschrieben von: Jean am 8 Jul 2019, 17:22
Ich bin mal so frei:

QUOTE
QUOTE (Lazarus @ 13 Jun 2018, 09:58)
Also kein 160er.....

Watzinger fährt doch noch aufm 160er. :-)

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 17:24
QUOTE (Jean @ 8 Jul 2019, 18:22)
Ich bin mal so frei:

QUOTE
QUOTE (Lazarus @ 13 Jun 2018, 09:58)
Also kein 160er.....

Watzinger fährt doch noch aufm 160er. :-)

Das sind insgesamt 4 Kurse, die von Privaten gefahren werden. Bei der Länge vom 160er kannst dir dann ausrechnen, was das dann für einen Takt ergibt. ph34r.gif

Geschrieben von: Jean am 8 Jul 2019, 17:27
Hier die Antwort vom letzten Jahr:

QUOTE
QUOTE (Lazarus @ 13 Jun 2018, 12:39)
Ja aber erstmal zum Bahnhof kommen...

Alternativ zur Station Westkreuz, falls das näher ist.


Nun habe ich aber genug Rumgespamt.

Geschrieben von: Alex101 am 8 Jul 2019, 20:56
QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2019, 18:20)
Was mich wundert,  wieso es dann ein so kleines Notprogramm gibt. Es müsste doch noch mehr Fahrer mit TV-N geben oder?

Laut https://www.mvg.de/streik werden über 50% im Fahrdienst nach Haustarif bezahlt. Gemäß https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-nahverkehr-streik-dienstag-mvg-1.4516089 sind sogar über 70% (1300 von 1800) zum Streik aufgerufen.

Geschrieben von: Supertom am 8 Jul 2019, 20:57
Die Priorität für die Linie 19 kann ich nicht nachvollziehen. Sicher, es ist im Normalfall eine fahrgaststarke Linie - aber die dortigen Fahrgäste haben mit der S-Bahn eine Alternative, auch wenn dies weitere Fußwege und verlängerte Reisezeit bedeutet.
Ich finde die MVG sollte versuchen, insbesondere das Stadtgebiet zu bedienen das am weitesten von der S-Bahn entfernt liegt. Es sollte zuerst folgendes Notnetz angestrebt werden:

Tram:
20/17 Moosach - Hauptbahnhof - Sendlinger Tor - St. Emmeram
23/28 Schwabing Nord - Scheidplatz - Sendlinger Tor
18 Gondrellplatz - Schwannseestr.
25 Max-Weber-Platz - Grünwald

Bus:
Priorität auf die Bedienung der Metrobusse, ggf. Umplanung von Fahrern

U-Bahn:
Nachdem man sich einen Überblick verschafft und die notwendigen Fahrer zusammengezogen hat, sollte man zuerst einmal folgendes Notnetz anbieten
U3/6 Fürstenried West - Garching
U2/5 Feldmoching - Neuperlach Süd
Wenn dann noch mehr Kapazität ist, dann kann man auch weitere Linien bedienen (U3, U5 separat, U1, U4)

Von den Zahlen her habe ich irgendwo gelesen, dass es 500 Fahrer mit TV-N und 1300 mit TV-MVG gibt. Da müsste etwas mehr als nur die Linien 19 und 20 drin sein...

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 21:05
Ich vermute mal, die Priorität der Linie 19 dürfte nicht an Pasing sondern eher an Steinhausen liegen. Man hat wohl Schiss vorm Süddeutschen Verlag und will es sich mit denen nicht verderben.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 8 Jul 2019, 21:08
Lazarus-Käse.

@Supertom, du hast absolut recht. Ähnlich problematisch wie der 23er ist da St. Emmeram zu sehen. Wobei immerhin an beiden Strecken in der Nähe Buslinien mit privaten Kursen in der deutlichen Mehrheit sind.

Geschrieben von: martinl am 8 Jul 2019, 21:09
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 22:05)
Ich vermute mal, die Priorität der Linie 19 dürfte nicht an Pasing sondern eher an Steinhausen liegen. Man hat wohl Schiss vorm Süddeutschen Verlag und will es sich mit denen nicht verderben.

Hauptsache, du kannst weiterhin behaupten, dass Pasing benachteiligt wird. Wenn das so wäre, würde man 19 Ost und 20 zusammenlegen- und damit Kapazitäten für andere besonders wichtige Linien wie den 23er gewinnen.

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 21:17
Wieder nehmen ein paar wenige eine ganze Stadt in Geiselhaft....

Geschrieben von: martinl am 8 Jul 2019, 21:20
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 22:17)
Wieder nehmen ein paar wenige eine ganze Stadt in Geiselhaft....

Die Formulierung "Geiselhaft" ist eine Frechheit gegenüber allen, die sowas wirklich mal erlebt haben. Und dass du Einwände gegen deinen vorherigen Beitrag ignorierst, statt darauf zu antworten, ist ja auch nicht das erste mal.

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 21:27
Die Frage, nach welchen Kriterien man die beiden Linien ausgewählt hat, kann ich dir leider nicht beantworten und wenn man 19 Ost und 20 zusammen gelegt hätte, was hätte ich machen sollen? Ich hätte es auch hinnehmen müssen...

Geschrieben von: Iarn am 8 Jul 2019, 21:30
QUOTE (Tram-Bahni @ 8 Jul 2019, 21:08)
Lazarus-Käse.

@Supertom, du hast absolut recht. Ähnlich problematisch wie der 23er ist da St. Emmeram zu sehen. Wobei immerhin an beiden Strecken in der Nähe Buslinien mit privaten Kursen in der deutlichen Mehrheit sind.

Wobei von St Emmeram kann man noch zur S-Bahnen Bahn laufen auch wenn es eine Weile dauert. Genauso die SL 19. Da würde ich persönlich die Linie priorisieren, wo es innerhalb einer Stunde Fussweg keine S-Bahn gibt.

Von der MVG Seite
QUOTE
Die Leitstelle wird sich zunächst einen Überblick über die tatsächlich besetzten Züge an den verschiedenen Abstellorten des U-Bahnsystems verschaffen. Wenn ausreichend Beschäftige einsatzbereit sind, wird der U-Bahnbetrieb schnellstmöglich bereits im Verlauf des Warnstreiks aufgenommen


Mich beschleicht das Gefühl, die wissen gar nicht mal auf welcher Schicht eine TV N und auf welcher ein TV MVG Fahrer ist..

Geschrieben von: Supertom am 8 Jul 2019, 21:47
QUOTE
Wobei von St Emmeram kann man noch zur S-Bahnen Bahn laufen auch wenn es eine Weile dauert.


Die Linie 17 habe ich auch deshalb priorisiert, weil man damit das Gebiet im Raum der U4 Arabellapark abdecken kann, die ja auch nicht fährt.

QUOTE
Wieder nehmen ein paar wenige eine ganze Stadt in Geiselhaft....


Ich kann den Streik voll und ganz nachvollziehen. Die massiv gestiegenen Mietkosten im Raum München und die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung gegenüber Altpersonal bei der SWM rechtfertigen die Forderung. Man kann nicht nur über Personalknappheit jammern und gleichzeitg Löhne zahlen, mit denen man seinen Lebensunterhalt kaum mehr verdienen kann. Wer zu allen möglichen unmöglichen Tages- und Nachtzeiten Fahrgäste durch München bringt und sich dabei bisweilen mit schwierigen Fahrgästen, unfähigen Autofahrer und wild rumlaufende Passanten beschäftigen muss, hat sich sein Geld auch verdient. Man muss diesen Beruf attraktiv halten, damit genügend Leute in den Job einsteigen wollen. Nur wenn man den stressigen Job auch honoriert, wird man genug Interessenten finden.

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 22:00
QUOTE (Supertom @ 8 Jul 2019, 22:47)
Ich kann den Streik voll und ganz nachvollziehen. Die massiv gestiegenen Mietkosten im Raum München und die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung gegenüber Altpersonal bei der SWM rechtfertigen die Forderung. Man kann nicht nur über Personalknappheit jammern und gleichzeitg Löhne zahlen, mit denen man seinen Lebensunterhalt kaum mehr verdienen kann. Wer zu allen möglichen unmöglichen Tages- und Nachtzeiten Fahrgäste durch München bringt und sich dabei bisweilen mit schwierigen Fahrgästen, unfähigen Autofahrer und wild rumlaufende Passanten beschäftigen muss, hat sich sein Geld auch verdient. Man muss diesen Beruf attraktiv halten, damit genügend Leute in den Job einsteigen wollen. Nur wenn man den stressigen Job auch honoriert, wird man genug Interessenten finden.

Das wird denke ich mal niemand in Abrede stellen. Aber es gibt eben aber auch Menschen, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind und die vielleicht durch solche Aktionen wie der Morgen ihren Job verlieren, weil sie nicht pünktlich auf ihrem Arbeitsplatz erscheinen können. Sollte man vielleicht auch mal bedenken.

Geschrieben von: Pauline366 am 8 Jul 2019, 22:37
Ich fahre morgen wieder mit dem Rad in die Arbeit. Hab noch eine MVG Jahreskarte. Aber bei der Unpünktlichkeit des MVG war das Rad die Alternative.

Geschrieben von: Jojo423 am 8 Jul 2019, 23:09
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 22:00)
Das wird denke ich mal niemand in Abrede stellen. Aber es gibt eben aber auch Menschen, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind und die vielleicht durch solche Aktionen wie der Morgen ihren Job verlieren, weil sie nicht pünktlich auf ihrem Arbeitsplatz erscheinen können. Sollte man vielleicht auch mal bedenken.

Den Münchner Arbeitgeber möchte ich sehen, der einen AN nur wegen eines Streiks im Nahverkehr rausschmeißt. Und selbst wenn: Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage hat er spätestens übermorgen dann schon wieder einen neuen Job in der Tasche. ;-)

Geschrieben von: Jojo423 am 8 Jul 2019, 23:12
QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2019, 21:30)
Mich beschleicht das Gefühl, die wissen gar nicht mal auf welcher Schicht eine TV N und auf welcher ein TV MVG Fahrer ist..

Darf ein AG überhaupt wissen, bei welcher Gewerkschaft Mitarbeiter XYZ ist? Bei der DB ist das zumindest nicht der Fall, bzw. da weiß ich es sicher.

Geschrieben von: Lazarus am 8 Jul 2019, 23:16
QUOTE (Jojo423 @ 9 Jul 2019, 00:12)
Darf ein AG überhaupt wissen, bei welcher Gewerkschaft Mitarbeiter XYZ ist? Bei der DB ist das zumindest nicht der Fall, bzw. da weiß ich es sicher.

Meines Wissens nach darf ein AG nicht danach fragen bei Vorstellungsgesprächen. Aber man kann es der Personalabteilung nicht verbieten, das sie z.b. bei Streiks Vermerke in die Personalakte macht. Das ist soweit ich weiß, zulässig.

Geschrieben von: Jojo423 am 8 Jul 2019, 23:19
QUOTE (Supertom @ 8 Jul 2019, 21:47)
Ich kann den Streik voll und ganz nachvollziehen. Die massiv gestiegenen Mietkosten im Raum München und die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung gegenüber Altpersonal bei der SWM rechtfertigen die Forderung. Man kann nicht nur über Personalknappheit jammern und gleichzeitg Löhne zahlen, mit denen man seinen Lebensunterhalt kaum mehr verdienen kann. Wer zu allen möglichen unmöglichen Tages- und Nachtzeiten Fahrgäste durch München bringt und sich dabei bisweilen mit schwierigen Fahrgästen, unfähigen Autofahrer und wild rumlaufende Passanten beschäftigen muss, hat sich sein Geld auch verdient. Man muss diesen Beruf attraktiv halten, damit genügend Leute in den Job einsteigen wollen. Nur wenn man den stressigen Job auch honoriert, wird man genug Interessenten finden.

Einen ganz interessanten Beitrag zu diesem Thema habe ich letzte Woche vom Personalvorstand der SWM dazu gehört: Man darf offenbar aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht einfach den Lohn beliebig hoch steigen lassen, da ja auch viele Fahrer bei den privaten Busunternehmern angestellt sind, und dadurch dann ein Ungleichgewicht eintreten würde, bzw. die SWM einen klaren Wettbewerbsvorteil hätten (kann auch gut sein, dass die Quersubventionierung da wieder ein Thema wäre). Klingt zumindest einleuchtend und logisch für mich.

Der Unterschied zwischen TV-N und TV-MVG dürfte doch im gröbsten nur das sein, was die TV-N Gewerkschaften letztes Jahr ausgehandelt haben.

Ob die Verhandlungen jetzt wirklich so schlecht laufen, dass man unbedingt einen Streik anzetteln muss, sehe ich durchaus skeptisch.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 8 Jul 2019, 23:22
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 23:00)
Das wird denke ich mal niemand in Abrede stellen. Aber es gibt eben aber auch Menschen, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind und die vielleicht durch solche Aktionen wie der Morgen ihren Job verlieren, weil sie nicht pünktlich auf ihrem Arbeitsplatz erscheinen können. Sollte man vielleicht auch mal bedenken.

Wenn du wegen ein mal zu spät kommen raus fliegst, musst du aber schon vorher ordentlich Mist gebaut haben...

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 8 Jul 2019, 23:39
QUOTE (Jojo423 @ 9 Jul 2019, 00:19)
Einen ganz interessanten Beitrag zu diesem Thema habe ich letzte Woche vom Personalvorstand der SWM dazu gehört: Man darf offenbar aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht einfach den Lohn beliebig hoch steigen lassen, da ja auch viele Fahrer bei den privaten Busunternehmern angestellt sind, und dadurch dann ein Ungleichgewicht eintreten würde, bzw. die SWM einen klaren Wettbewerbsvorteil hätten (kann auch gut sein, dass die Quersubventionierung da wieder ein Thema wäre). Klingt zumindest einleuchtend und logisch für mich.

Aber die Subunternehmen stehen doch nicht im Wettbewerb mit der MVG, sondern agieren als Kooperationspartner?
Indirekt wäre es aber natürlich auch für die MVG schlecht, wenn die keine Fahrer mehr bekommen und somit weniger Umläufe "ausgelagert" werden können, sonst verstehe ich die Sichtweise nicht.

Und wegen der Gewerkschaftszugehörigkeit: das gilt natürlich nicht nur bei der Bahn.
Man muss nie dem Arbeitgeber mitteilen, dass man in einer Gewerkschaft ist bzw. in was für einer.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 8 Jul 2019, 23:58
QUOTE (Jojo423 @ 8 Jul 2019, 23:12)
Darf ein AG überhaupt wissen, bei welcher Gewerkschaft Mitarbeiter XYZ ist? Bei der DB ist das zumindest nicht der Fall, bzw. da weiß ich es sicher.

Darum geht es doch hier nicht. Sondern welcher Mitarbeiter bei der MVG angestellt ist und welcher noch bei den SWM. Das sollte ja noch herauszufinden sein. Entsprechend deutlich(!) unterschiedlich ist auch die Entlohnung, weil der Wechsel zur MVG eben dieses Lohndumping erst möglich gemacht hat.

Geschrieben von: Jojo423 am 9 Jul 2019, 00:17
QUOTE (Tram-Bahni @ 8 Jul 2019, 23:58)
Darum geht es doch hier nicht. Sondern welcher Mitarbeiter bei der MVG angestellt ist und welcher noch bei den SWM. Das sollte ja noch herauszufinden sein. Entsprechend deutlich(!) unterschiedlich ist auch die Entlohnung, weil der Wechsel zur MVG eben dieses Lohndumping erst möglich gemacht hat.

Nein, der Lohnunterschied kommt vor allem aufgrund des aktuelleren Tarifvertrag bei TV-N zustande. Wenn der neue TV ausgehandelt ist, kann ich hier gerne mal beide gegenüberstellen.

Edit: Schon mal ein Vergleich der alten TV: Zum 01.06.2017 war das Gehalt im TV-N für einen Fahrer in München nach Entgelttabelle 3b 2262 Euro, nach TV-MVG zum 01.07.2017 Entgelttabelle 2 2397 Euro. Einen deutlichen Lohnunterschied zum Nachteil des TV-MVG sehe ich da nicht. Natürlich können die Schichtzulagen und Urlaubsregelungen anders ausfallen, aber selbst danach ist kein deutlicher Unterschied festzustellen.

Geschrieben von: andreas am 9 Jul 2019, 03:50
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 23:00)
Das wird denke ich mal niemand in Abrede stellen. Aber es gibt eben aber auch Menschen, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind und die vielleicht durch solche Aktionen wie der Morgen ihren Job verlieren, weil sie nicht pünktlich auf ihrem Arbeitsplatz erscheinen können. Sollte man vielleicht auch mal bedenken.

genau, also sollen sie doch am besten in ihrer Freizeit streiken, damit ja keiner eine Einschränkung hat....


Geschrieben von: andreas am 9 Jul 2019, 03:52
QUOTE (Jojo423 @ 9 Jul 2019, 01:17)
Nein, der Lohnunterschied kommt vor allem aufgrund des aktuelleren Tarifvertrag bei TV-N zustande. Wenn der neue TV ausgehandelt ist, kann ich hier gerne mal beide gegenüberstellen.

Edit: Schon mal ein Vergleich der alten TV: Zum 01.06.2017 war das Gehalt im TV-N für einen Fahrer in München nach Entgelttabelle 3b 2262 Euro, nach TV-MVG zum 01.07.2017 Entgelttabelle 2 2397 Euro. Einen deutlichen Lohnunterschied zum Nachteil des TV-MVG sehe ich da nicht. Natürlich können die Schichtzulagen und Urlaubsregelungen anders ausfallen, aber selbst danach ist kein deutlicher Unterschied festzustellen.

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Geschrieben von: uferlos am 9 Jul 2019, 04:33
Natürlich brutto.... moderne Sklaverei nennt sich das...

Geschrieben von: Pasinger am 9 Jul 2019, 06:16
Die MVG-App und das gesamte MVG-Internet streiken auch. unsure.gif

Geschrieben von: martinl am 9 Jul 2019, 06:17
QUOTE (Lazarus @ 8 Jul 2019, 18:24)
QUOTE (Jean @ 8 Jul 2019, 18:22)
Ich bin mal so frei:

QUOTE
QUOTE (Lazarus @ 13 Jun 2018, 09:58)
Also kein 160er.....

Watzinger fährt doch noch aufm 160er. :-)

Das sind insgesamt 4 Kurse, die von Privaten gefahren werden. Bei der Länge vom 160er kannst dir dann ausrechnen, was das dann für einen Takt ergibt. ph34r.gif

Auf dem 160er sind laut der Facebook-Seite der MVG derzeit mindestens die Hälfte der Kurse unterwegs.

Geschrieben von: Iarn am 9 Jul 2019, 06:22
QUOTE (Jojo423 @ 8 Jul 2019, 23:12)
Darf ein AG überhaupt wissen, bei welcher Gewerkschaft Mitarbeiter XYZ ist? Bei der DB ist das zumindest nicht der Fall, bzw. da weiß ich es sicher.

Da interpretierst Du wieder was rein, was nicht drin steht.

Es ging um die Frage ob der Arbeitgeber MVG weiß, wer in welchem Tarifvertrag ist, weil die einen dürfen streiken und die anderen nicht. Und das sollten Sie wissen, spätestens bei der Lohnauszahlung.

Geschrieben von: Iarn am 9 Jul 2019, 07:14
QUOTE (Pasinger @ 9 Jul 2019, 06:16)
Die MVG-App und das gesamte MVG-Internet streiken auch. unsure.gif

Mittlerweile ist eine Notseite mit den wichtigsten Infos eingerichtet.

QUOTE

Aktuelle Betriebslage (Stand: 8 Uhr)
- U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt.
- Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb.
- Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 51, 52, 53, 57, 60, 63, 132, 135, 136, 140, 141, 150, 151, 153, 154, 158, 162, 163, 164, 166, 169, 170, 171, 172, 173, 176, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: X30, 55, 59, 62, 130, 134, 139, 143, 147, 159, 160, 161, 168, 175, 183, 184, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: 54, 56, 58, 68, 100, 142, 145, 149, 155, 165, 185, 187, 190, 191, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 144, 186

Die Angaben sind unverbindlich und können sich unter Umständen ändern.

Nächstes Update: ca. 9 Uhr

Geschrieben von: Lazarus am 9 Jul 2019, 08:03
QUOTE (Pasinger @ 9 Jul 2019, 07:16)
Die MVG-App und das gesamte MVG-Internet streiken auch. unsure.gif

Naja, ich muss halt auf einen der 4 Sub-Kurse vom 160er warten ph34r.gif . Weil eine andere Info habe ich nicht. Die App geht ja leider mal wieder nicht...

Geschrieben von: Pasinger am 9 Jul 2019, 08:11
Also wenn man sich 'MVG live' so ansieht, dann sind alle Trambahnen auf allen Linien unterwegs und irre pünktlich.
Schaltet da das System automatisch auf Ich-bekomme-keine-Daten-und-setze-deshalb-alles-so-wie-es-laut-Fahrplan-sein-sollte?

Geschrieben von: martinl am 9 Jul 2019, 08:21
QUOTE (Lazarus @ 9 Jul 2019, 09:03)
Naja, ich muss halt auf einen der 4 Sub-Kurse vom 160er warten ph34r.gif . Weil eine andere Info habe ich nicht. Die App geht ja leider mal wieder nicht...

Es sind mehr als vier Kurse unterwegs, wie du meinem Beitrag und dem von Iarn zitierten Text entnehmen kannst.

Geschrieben von: Jean am 9 Jul 2019, 08:23
QUOTE (Lazarus @ 9 Jul 2019, 09:03)
Naja, ich muss halt auf einen der 4 Sub-Kurse vom 160er warten ph34r.gif . Weil eine andere Info habe ich nicht. Die App geht ja leider mal wieder nicht...

Wusste gar nicht, dass die Linie 160 nur 8 Kurse hat... ph34r.gif

QUOTE
Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: 52, 53, 55, 59, 132, 134, 139, 143, 159, 160, 161, 168, 172, 175, 176, 183, 184, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.

Geschrieben von: Lazarus am 9 Jul 2019, 08:27
QUOTE (martinl @ 9 Jul 2019, 09:21)
Es sind mehr als vier Kurse unterwegs, wie du meinem Beitrag und dem von Iarn zitierten Text entnehmen kannst.

Ich weiß zwar nicht, wo man die Info findet, aber gut. Die App schweigt sich teilweise wieder einmal aus...

Geschrieben von: JeDi am 9 Jul 2019, 08:40
QUOTE (Jojo423 @ 8 Jul 2019, 23:12)
Darf ein AG überhaupt wissen, bei welcher Gewerkschaft Mitarbeiter XYZ ist? Bei der DB ist das zumindest nicht der Fall, bzw. da weiß ich es sicher.

Woher weiß die DB denn dann, nach welchem TV bezahlt werden muss?

Geschrieben von: Martin H. am 9 Jul 2019, 08:40
Es wurde schon länger ein Streikfahrplan erstellt, und die Kooperationspartner neu verteilt. Ebenso die MVG-Kurse, darauf ausgelegt wie viele Mitarbeiter theoretisch da sein müssten.
Danach, wie viel auf Linie X normal von Unternehmen Y gefahren wird kann man heute nicht gehen.

Geschrieben von: imp-cen am 9 Jul 2019, 09:58
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Jul 2019, 00:39)
Aber die Subunternehmen stehen doch nicht im Wettbewerb mit der MVG, sondern agieren als Kooperationspartner?

Natürlich stehen andere Firmen mit der MVG im Wettbewerb um Mitarbeiter.
Wenn die MVG 20% mehr zahlen würde als andere würden die Mitarbeiter ziemlich schnell zu wechseln anfangen, oder?

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Jul 2019, 10:10
Ja, aber die Subunternehmen fahren doch für die MVG, warum sollten die dann Ansprüche für Gehälter machen dürfen.
Da machen doch nur gewerkschaftliche Regeln Sinn, die werden aber auch kaum sagen, dass die MVG den Lohn nicht erhöhen darf.

Geschrieben von: Cloakmaster am 9 Jul 2019, 11:02
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

Geschrieben von: Bayernlover am 9 Jul 2019, 12:21
QUOTE (Cloakmaster @ 9 Jul 2019, 11:02)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

Keine Ahnung? „Scheiße hier“?

Geschrieben von: Jean am 9 Jul 2019, 16:18
Würde überhaupt bereits verhandelt?
Verdi hat ja damals den Vertrag zugestimmt... dies vergessen sie wohl.
Von Verdi halte ich kaum was, auch wenn ich den Fahrern mehr Geld gönnen würde, schon alleine weil nicht genug neue gefunden werden.

Geschrieben von: Lazarus am 9 Jul 2019, 17:47
Hatte heute gegen 11:30 Uhr das zweifelhafte Vergnügen den 20er Richtung Moosach nutzen zu dürfen. Dabei hatte ich Glück, das ich schon am Bahnhofsplatz zugestiegen bin. Am Hauptbahnhof Nord war der 20er bereits so überfüllt, das KEIN Zustieg mehr möglich war. Zu allem Überfluss hat dann auch noch einer mitten auf der Brienner Str die Notbremse gezogen, damit ging dann erstmal weitere 10 Minuten nichts mehr, weil der Fahrer größte Mühe hatte, die Störung zu beseitigen.

Geschrieben von: andreas am 9 Jul 2019, 18:34
QUOTE (Cloakmaster @ 9 Jul 2019, 12:02)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

In welchen Branchen in München gibts sowas noch?

Geschrieben von: Valentin am 9 Jul 2019, 18:39
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 18:34)
QUOTE (Cloakmaster @ 9 Jul 2019, 12:02)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

In welchen Branchen in München gibts sowas noch?

Zimmermädchen? War doch eine der Zielgruppen der MVG-Webekampagne für neue Fahrer.

Geschrieben von: Lazarus am 9 Jul 2019, 18:58
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 19:34)
QUOTE (Cloakmaster @ 9 Jul 2019, 12:02)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

In welchen Branchen in München gibts sowas noch?

Machst du Witze? Da dürfte es mehr als genug Berufsgruppen in München geben. Friseure, Einzelhandel, Pflege, Erzieher. Allein in diesen Berufsgruppen dürfte es Tausende geben, die von den Gehältern der MVG nur träumen können. Von solchen Ausbeutern wie Zeitarbeit fange ich gar nicht erst an.

Geschrieben von: Jojo423 am 9 Jul 2019, 19:15
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 03:52)
QUOTE (Jojo423 @ 9 Jul 2019, 01:17)
Nein, der Lohnunterschied kommt vor allem aufgrund des aktuelleren Tarifvertrag bei TV-N zustande. Wenn der neue TV ausgehandelt ist, kann ich hier gerne mal beide gegenüberstellen.

Edit: Schon mal ein Vergleich der alten TV: Zum 01.06.2017 war das Gehalt im TV-N für einen Fahrer in München nach Entgelttabelle 3b 2262 Euro, nach TV-MVG zum 01.07.2017 Entgelttabelle 2 2397 Euro. Einen deutlichen Lohnunterschied zum Nachteil des TV-MVG sehe ich da nicht. Natürlich können die Schichtzulagen und Urlaubsregelungen anders ausfallen, aber selbst danach ist kein deutlicher Unterschied festzustellen.

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Netto kommt man inkl. Schichtzulagen dann ungefähr auf 2.000 Euro im Monat. Dank Schichtzulagen kann das im Dezember auch mal auf 4.000 Euro netto hochgehen, dann muss man aber an allen Feiertagen nachts fahren.

Geschrieben von: Iarn am 9 Jul 2019, 19:50
QUOTE (Lazarus @ 9 Jul 2019, 18:58)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 19:34)
QUOTE (Cloakmaster @ 9 Jul 2019, 12:02)
QUOTE (andreas @ 9 Jul 2019, 04:52)

Brutto? Und da gehen die noch dafür Arbeiten? Respekt....

Es gibt auch in München Leute, die in Vollzeit nicht einmal annähernd an 2.000 brutto ran kommen. Was solle die erst dazu sagen?

In welchen Branchen in München gibts sowas noch?

Machst du Witze? Da dürfte es mehr als genug Berufsgruppen in München geben. Friseure, Einzelhandel, Pflege, Erzieher. Allein in diesen Berufsgruppen dürfte es Tausende geben, die von den Gehältern der MVG nur träumen können. Von solchen Ausbeutern wie Zeitarbeit fange ich gar nicht erst an.

Wobei gerade bei diesen Berufsgruppen ist es oft entscheidend ob es sich um vollausgebildete Kräfte handelt oder Hilfskräfte. Der Unterscheid zwischen einer Pflegefachkraft und einem Pflegehelfer ist oft Faktor 2.

Geschrieben von: 146225 am 9 Jul 2019, 20:26
Was die schlecht entlohnten Arbeiten angeht, möchte ich dann doch davor warnen, am eigentlichen Problem vorbei zu diskutieren: Wie gut würde eine Stadt wie München wohl noch funktionieren, wenn all die aufgezählten Berufsgruppen (plus noch ein paar ungenannte) der Stadt den Rücken kehren, mangels Möglichkeit, vom Verdienst auch zu leben? Wer mag sich das vorstellen wollen?

Geschrieben von: Jean am 9 Jul 2019, 20:30
Dass die MVG Fahrer schlecht bezahlt werden und mehr verdienen sollten bestreite ich nicht, aber die Art von Verdi ist einfach unverschämt! Streiken befor man überhaupt miteinander geredet hat! Das geht nicht!

Geschrieben von: Tram-Bahni am 9 Jul 2019, 20:31
QUOTE (Jean @ 9 Jul 2019, 20:30)
Streiken befor man überhaupt miteinander geredet hat! Das geht nicht!

Wieso sollte noch nicht verhandelt worden sein?

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Jul 2019, 20:49
QUOTE (Jojo423 @ 9 Jul 2019, 20:15)
Netto kommt man inkl. Schichtzulagen dann ungefähr auf 2.000 Euro im Monat. Dank Schichtzulagen kann das im Dezember auch mal auf 4.000 Euro netto hochgehen, dann muss man aber an allen Feiertagen nachts fahren.

Was sollen das denn für utopisch hohe Feiertagszulagen sein?!

Geschrieben von: Tram-Bahni am 9 Jul 2019, 20:56
Die von jemandem, der keine Ahnung von der tatsächlichen Entlohnung hat. Diese Zahlen begegnen einem immer dann, wenn der miese Lohn gegenüber dem Fahrpersonal gerechtfertigt werden soll. Besonders rund um die Zeit der Streiks. Ähnlich wiederkehrend wie die FDP-Anträge zur fahrerlosen U-Bahn in solchen Tagen.

Geschrieben von: Cloakmaster am 9 Jul 2019, 21:11
QUOTE (Lazarus @ 9 Jul 2019, 19:58)
Da dürfte es mehr als genug Berufsgruppen in München geben. Friseure, Einzelhandel, Pflege, Erzieher. Allein in diesen Berufsgruppen dürfte es Tausende geben, die von den Gehältern der MVG nur träumen können. Von solchen Ausbeutern wie Zeitarbeit fange ich gar nicht erst an.

Ausnahmsweise muss ich dem Pasinger hier mal Recht geben.

Geschrieben von: Iarn am 9 Jul 2019, 21:32
QUOTE (Tram-Bahni @ 9 Jul 2019, 20:56)
Die von jemandem, der keine Ahnung von der tatsächlichen Entlohnung hat. Diese Zahlen begegnen einem immer dann,

Klar, alle Feiertage im Dezember arbeiten ist auch der Normalzustand. Aber hast Du etwas anderes von ihm erwartet?

Geschrieben von: Mark8031 am 9 Jul 2019, 22:25
QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2019, 21:30)
Von der MVG Seite

QUOTE
Die Leitstelle wird sich zunächst einen Überblick über die tatsächlich besetzten Züge an den verschiedenen Abstellorten des U-Bahnsystems verschaffen. Wenn ausreichend Beschäftige einsatzbereit sind, wird der U-Bahnbetrieb schnellstmöglich bereits im Verlauf des Warnstreiks aufgenommen


Mich beschleicht das Gefühl, die wissen gar nicht mal auf welcher Schicht eine TV N und auf welcher ein TV MVG Fahrer ist..

Für die Leitstelle ist das eigentlich auch vollkommen irrelevant, wer in TV-N und wer in TV-MVG ist. Und ob die Leitstelle weiß, welche Person eingeteilt ist, bin ich mir auch nicht sicher. Das machen ja andere Personen und selbst bei denen ist eigentlich Schnurz, wer in welchem Tarifvertrag ist. Und in den Computerprogrammen, mit denen die arbeiten, wird das auch nicht hinterlegt sein. Da wären dann eher wieder die Personaler gefragt, der Abgleich der Daten müsste dann wieder vom Betriebsrat abgesegnet werden. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist das über die Abteilungszuordnung (VB oder MVG) abzufragen, die sollte ja bekannt sein. Aber dann viel Spaß beim händischen Abgleich von 1800 Personen.

QUOTE (Jojo423 @ 8 Jul 2019, 23:09)
Und selbst wenn: Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage hat er spätestens übermorgen dann schon wieder einen neuen Job in der Tasche. ;-)

Nein, das ist ein Irrglaube.

Geschrieben von: Jojo423 am 10 Jul 2019, 00:38
QUOTE (Tram-Bahni @ 9 Jul 2019, 20:56)
Die von jemandem, der keine Ahnung von der tatsächlichen Entlohnung hat. Diese Zahlen begegnen einem immer dann, wenn der miese Lohn gegenüber dem Fahrpersonal gerechtfertigt werden soll. Besonders rund um die Zeit der Streiks. Ähnlich wiederkehrend wie die FDP-Anträge zur fahrerlosen U-Bahn in solchen Tagen.

Das von jemandem, der meint, der TV-MVG sei nur für Lohndumping da… Aber immer schön die eigene Meinung in andere Beiträge reininterpretieren. Ich habe ja nur zwei Zeilen weiter oben den ungefähren Monatsverdienst dazugeschrieben. Aber Hauptsache den Beitrag maximal falsch interpretieren und mich als Feind einer gerechten Entlohnung dastehen zulassen. mad.gif

Geschrieben von: Mark8031 am 10 Jul 2019, 08:36
QUOTE (Jojo423 @ 10 Jul 2019, 00:38)
Ich habe ja nur zwei Zeilen weiter oben den ungefähren Monatsverdienst dazugeschrieben.

Was Du da geschrieben hast ist schön und gut und sieht auf den ersten Blick auch ganz gut aus. Auf den zweiten Blick - das haben aber TV-N und TV-MVG gemeinsam - sehe ich fehlende Rentenbeiträge und eine geringe Rente, denn Zuschläge zählen da nicht dazu. Apropos Rente - das ist einer der größten Unterschiede zwischen den Tarifverträgen. Beim TV-N gibt es Beiträge des Arbeitgebers in die Zusatzversorgungskasse, also eine zusätzliche Betriebsrente. Im TV-MVG gibt es das nicht, da muss der Arbeitnehmer noch mehr privat vorsorgen. Real gesehen, ist der TV-MVG also tatsächlich dem Lohndumping zuzuordnen. Die SWM/MVG sparen sich auf jeden Fall eine Menge Geld.

Geschrieben von: 143 am 10 Jul 2019, 15:15
QUOTE (Tram-Bahni @ 9 Jul 2019, 21:56)
[...]fahrerlosen U-Bahn in solchen Tagen.

Die übrigens nicht billiger ist als der Betrieb mit Fahrer wie man aus Nürnberg weiß.
Zuverlässiger glaub ich auch nicht. Reicht ja schon jemand der in der Lichtschranke der Tür steht um den Zug beliebig lange zu blockieren wink.gif


Geschrieben von: bestia_negra am 10 Jul 2019, 15:18
QUOTE (143 @ 10 Jul 2019, 15:15)
Die übrigens nicht billiger ist als der Betrieb mit Fahrer wie man aus Nürnberg weiß.
Zuverlässiger glaub ich auch nicht. Reicht ja schon jemand der in der Lichtschranke der Tür steht um den Zug beliebig lange zu blockieren wink.gif

Wenn man aber Fahrermangel hat, dann muss die fahrerlose U-Bahn ja unterm Strich nicht billiger sein.

Ist sie gleich teuer bei geringerem Personalbedarf, dann wäre das ja schon ein Fortschritt.


Weiß da jemand genaueres? Braucht man für eine fahrerlose U-Bahn tatsächlich weniger Personal oder nur anderes Personal?

Geschrieben von: Rohrbacher am 10 Jul 2019, 16:16
QUOTE (bestia_negra @ 10 Jul 2019, 16:18)
Weiß da jemand genaueres? Braucht man für eine fahrerlose U-Bahn tatsächlich weniger Personal oder nur anderes Personal?

Ich war mal in einem Vortrag, wo ein Siemensler am Beispiel der Münchner und Nürnberger U-Bahn über das Thema gesprochen hat. Einer der Gründe, warum es sich für München und viele andere U-Bahnen NICHT lohnt, ist die Tatsache, dass die U-Bahn zwar automatisch fährt, was sie in München im Grunde auch schon tut, aber da immer noch die Fahrgäste sind, die sich eben nicht immer berechenbar verhalten. Das heißt, selbst wenn die U-Bahn automatisch fährt, ist es auch auf Dauer sinnvoll bei der Zugabfertigung einen menschlichen Schaffner zu haben. Das Blockieren von Lichtschranken ist schon erwähnt worden und auch bei der S-Bahn München sieht man ja, dass man durch das Übersteuern der Türautomatik durch manuelles Zwangsöffnen und -schließen Sekunden rausholt, die man in sehr engen Takten braucht. Für die Schnittstelle Zug-Fahrgast wird man auch in Zukunft im Stadtverkehr nicht auf den Menschen verzichten können. Auch im Regional- und Fernverkehr, wo man im Notfall zur Selbstrettung jemand auf dem Zug haben muss und der Lokführer eh oft der einzige ist, der noch da ist, ist ein völlig autonomer Verkehr vielleicht technisch möglich, aber eben nicht sinnvoll. In den Medien ist diese Erkenntnis nur noch nicht angekommen... wink.gif

Wenn man jetzt eh jemanden auf dem Zug hat, kann man Geld sparen, indem man die teure Technik der Fahrwegüberwachung einspart, die z.B. in Nürnberg ja auch gewartet und entstört werden muss, und jemand in den Führerstand setzt, der den Betrieb in erster Linie überwacht und im Zweifel schnell (!) manuell eingreift. So gesehen ist der Münchner U-Bahn-Betrieb eigentlich optimal. Wirkliche Vorteile könnte man in München höchstens nachts rausholen, wenn dann mit weniger Personal eine Takterhöhung möglich wäre. Aber unter dem Strich lohnt ein Umbau in München nicht. Sagt der Hersteller. Man stelle sich das Wiesnchaos vor. Auch bei einem automatischen Zugbetrieb müssten den Zug mehrere Leute manuell abfertigen, das lässt sich technisch nicht überwachen, außer jeder Fahrgast bekäme vom Zug ansteuerbare Fußfesseln. Den Zug zu überblicken und Situationen richtig einzuschätzen, wo man im Getümmel die Türen schließen kann. Irgendwelche Bilderkennungssoftware mit 85% Trefferquote wie man sie bei der Videoüberwachung verwendet, wird im Bahnbetrieb zurecht keiner zulassen. Man sieht ja schon an den Fehlern, die so mancher Tesla gemacht hat, dass das alles nicht so einfach ist. Und im Bahnbetrieb ist der Bü halt schon gestört, wenn bei einem ganz simplen Ja-Nein-Vorgang die vier Rechner im Schalthaus nicht zum gleichen Ergebnis kommen. Andere Sicherheitsstufe.

Man könnte natürlich auch die Bahnsteigtüren wieder ausgraben, die kosten aber Zeit, weil da zwei Türsysteme erstmal nachdenken, bevor sie was machen. Btw, schon im Regionalverkehr fallen so Sachen wie Schiebetritte negativ auf, wo im Grunde das gleiche passiert, nämlich die Tür erstmal bei den Tritten fragt, ob die schon ausgefahren sind und wie's der Verwandschaft geht und ob man mal zusammen auf ein Bier geht... Anderswo mag das anders gehen, aber wir sind hier in Deutschland. In BaWü fragt man sich jetzt wohl, ob ein LINT54 mit Schiebetritten trotz vergleichbarer Antriebsleistung eigentlich die Fahrzeiten eines 650 auf der inoffiziellen "S-Bahn" zwischen Friedrichshafen und Radolfzell überall halten können wird... ph34r.gif

Geschrieben von: bestia_negra am 10 Jul 2019, 16:43
Danke für die ausführliche Antwort!

Geschrieben von: Cloakmaster am 10 Jul 2019, 23:41
Gerade für münchen denke ich mir oft, daß man die Schnittstellen-Problematik auch mit Ortsfesten Aufsichten an jeder Haltestelle, ggfs, an jedem Bahnsteig auch lösen könnte. Und falls der 2-Minuten-Takt irgendwann doch mal kommt, dürfte es mehr Kurse geben, als Stationen - also würde Personal gespart. Auch im Hinblick auf eine angedachte Ausweitung des Spät- bzw. Nachtverkehrs (woanders wird auch trotz Wartungen etc zumindest am Wochenende durch gefahren) könnte ich mir vorstellen, daß die Aufsichten schon rein zahlenmäßig weniger sein könnten, als derzeit U-Bahnfahrer.

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Jul 2019, 02:17
QUOTE (Cloakmaster @ 11 Jul 2019, 00:41)
Und falls der 2-Minuten-Takt irgendwann doch mal kommt, dürfte es mehr Kurse geben, als Stationen - also würde Personal gespart.

Dann brauchst du aber eine Aufsicht pro Bahnsteig/Fahrtrichtung oder willst du den einen Zug warten lassen bis der andere abfährt? Und wie gesagt, selbst wenn das ein Nullsummenspiel oder sogar eine Einsparung wäre, dem gegenüber steht die Ausrüstung des kompletten Netzes mit technischer Fahrwegüberwachung während der Fahrt, während das Personal, das das auch machen könnte (wie eben derzeit) auf dem Bahnsteig Däumchen drehend rumstehen hast, gleichzeitig aber weiteres Personal brauchst, dass im Leitstand den Automatikbetrieb fernüberwacht und auch Leute, die die Fahrwegüberwachung warten und entstören und im Falle, dass ein Zug aus irgendeinem Grund keinen Bock mehr hat, zu dem Zug rausfahren/-laufen und ihn dann per Notsteuerung wegfahren. In der Zeit hast du viel Geld verballert, ein riesen Chaos fabriziert und eigentlich kein Personal gespart. Laut Aussage den Siemens-Mitarbeiters ist es bei den Münchner Voraussetzungen derzeit am sinnvollsten wie's jetzt ist, indem die ganzen Aufgaben einfach ein Fahrer übernimmt.

Du hast recht, im Nachtbetrieb ließe sicher was einsparen, aber unter'm Strich eben nicht. Allein die Kosten für über 100 km Fahrwegüberwachung, wären so krass, dass ich die Zahl verdrängt habe. Und wie gesagt, München hat schon den teilautomatischen Betrieb mit LZB! In den meisten anderen Städten, wo rein nach Signalen gefahren wird, käme die LZB oder eine vergleichbare Strecken-/Fahrzeugeinrichtung noch dazu, allein schon wenn man nur die Takte verdichten möchten. Vom Automatisierungs- und Kapazitätslevel her ist München saugut dabei. Und dieser letzte Schritt hin zu fahrenlosen Zügen bringt wohl so wenig, dass es die immensen Kosten nicht durch einen zusätzlichen Nutzen in entsprechender Höhe rechtfertigt. Automatisierung ist ja kein Selbstzweck.

Und im Zusammenhang mit dem Thema Streik, wie jedesmal der Hinweis: Dann streikt halt das Personal der Leitstelle oder die Abfertigung. Das wäre übrigens auch im Krankheitsfall nachteilig. Denn mit stationären Abfertigern musst du immer alle Bahnhöfe besetzen, die du anfahren willst. Wenn dir die Abfertiger wegen Streik oder Krankreit an einem Bahnhof fehlen, dann war's das dort mit Fahren, während du beim Fahrerbetrieb im Zweifel nur ein paar Züge weniger hast. Ich würde als Branche einfach mal aufhören Märchen zu erzählen. Dadurch, dass man den Leuten übrigens schon bald 50 Jahre faktenfern sagt, "Fahrer braucht bald keiner mehr", will den Job kaum einer machen und du produzierst dir den Personalmangel wie im SPNV selbst. Und dann bist du als Betreiber am Ar... weil du eben nicht sagen kannst, ja mei, legen wir eben ein Macbook auf den BRB-LINT, das den Job übernimmt... Das mit dem Fahren im Regelfall lernt der Umschüler, denke ich, während der ersten vier Wochen, das ist so schwer nicht. Interessant ist https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=Q70HxFZ9XPE, der eben kein Computer kann, nämlich den Fall, dass z.B. eben grad der gestört ist. Beim Flieger denkt auch keiner dran, der Kübel fliegt eh allein und wenn nicht, sind eh alle am Ar..., warum noch zwei Piloten draufsetzen? cool.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Jul 2019, 05:43
Da selbst in Hochlohnländern wie in Kanada oder den USA keine einzige U-Bahn führerlos unterwegs ist, scheint sich das wohl doch nicht zu lohnen. Den einzigen Anwendungsbereich sehe ich bei so Schwebebahnen, die nur zwischen wenigen Haltestellen pendeln, wie bei vielen Flughäfen üblich. Da sitzt auch keiner drin, die Störungsmöglichkeiten sind da allerdings auch überschaubar.

Geschrieben von: Galaxy am 11 Jul 2019, 06:10
Ich weiß nicht warum immer die U-Bahn Nürnberg als Beispiel genannt wird warum es keinen Sinn macht. Die stammt aus den 1970er Jahre. Das ist eine Antiquität.

QUOTE (Rohrbacher @ 10 Jul 2019, 17:16)
Ich war mal in einem Vortrag, wo ein Siemensler am Beispiel der Münchner und Nürnberger U-Bahn über das Thema gesprochen hat. Einer der Gründe, warum es sich für München und viele andere U-Bahnen NICHT lohnt, ist die Tatsache, dass die U-Bahn zwar automatisch fährt, was sie in München im Grunde auch schon tut, aber da immer noch die Fahrgäste sind, die sich eben nicht immer berechenbar verhalten. Das heißt, selbst wenn die U-Bahn automatisch fährt, ist es auch auf Dauer sinnvoll bei der Zugabfertigung einen menschlichen Schaffner zu haben. Das Blockieren von Lichtschranken ist schon erwähnt worden und auch bei der S-Bahn München sieht man ja, dass man durch das Übersteuern der Türautomatik durch manuelles Zwangsöffnen und -schließen Sekunden rausholt, die man in sehr engen Takten braucht. Für die Schnittstelle Zug-Fahrgast wird man auch in Zukunft im Stadtverkehr nicht auf den Menschen verzichten können. Auch im Regional- und Fernverkehr, wo man im Notfall zur Selbstrettung jemand auf dem Zug haben muss und der Lokführer eh oft der einzige ist, der noch da ist, ist ein völlig autonomer Verkehr vielleicht technisch möglich, aber eben nicht sinnvoll. In den Medien ist diese Erkenntnis nur noch nicht angekommen... wink.gif



Und warum klappt das z.B: in Kopenhagen? Weil Siemens nicht die Finger im Spiel hat? ph34r.gif

Ich finde schon man sollte im ÖPNV über automatisierte Systeme nachdenken. Eben wegen der Streik Problematik. Den Mitarbeitern das Streiken zu verbieten ist rechtlich, und moralisch nicht zu vertreten. Das mit der "Geiselhaft" ist vielleicht etwas polemisch, dennoch empfinde ich es als Problem wie viel Macht die haben. Deutsche Gewerkschaften sind hier noch sehr zivilisiert. Amerikanische Gewerkschaften gehen mit absoluter Brutalität vor. Es gab schon ÖPNV Streiks die über 6 Monate dauerten.Komplett, ohne Notfallprogramm. Diese Möglichkeit sollte man denen nehmen. Natürlich kann die Zentrale einer automatisierten U-Bahn auch bestreikt werden, aber hier lässt sich vielleicht leichter Aushilfe schaffen. Wenn man keine technische Unikate baut, kann der Hersteller dieser Systeme vielleicht eigene Streikbrecher anbieten. Ähnlich wie Boeing seine Werkspiloten Airlines als Streikbrecher angeboten hat... das war allerdings Boeings eigene Gewerkschaften ein rotes Tuch und wurde wieder abgeschafft.

QUOTE

Man könnte natürlich auch die Bahnsteigtüren wieder ausgraben, die kosten aber Zeit, weil da zwei Türsysteme erstmal nachdenken, bevor sie was machen.


In der Tat scheinen Bahnsteigtüren für automatisierte Systeme vielleicht nicht Notwendig, aber Sinnvoll zu seien. Die werden jedoch in ÖPNV Systeme eingesetzt die mehr Passagiere befördern als die in München, also kein wirkliches Hindernis.

QUOTE (Rohrbacher @ 11 Jul 2019, 03:17)
Beim Flieger denkt auch keiner dran, der Kübel fliegt eh allein und wenn nicht, sind eh alle am Ar..., warum noch zwei Piloten draufsetzen? cool.gif


Beim Flieger wird darüber nachgedacht. Es gibt mehre Probleme, aber der eigentliche Show Stopper ist das eine bi-direktionale Funkverbindung die die Steuerung beeinflusst, aus heutiger Sicht ein absolutes no go ist.

Aber im Prinzip ist das was die militärischen Drohnen machen wesentlich komplexer als von A nach B zu fliegen, wobei man hier Unterscheiden muss zwischen Geräten wie die Predator, die im Grunde bessere fern gesteuerte Flugzeuge sind, und Geräte wie die Global Hawk die wirklich autonom fliegen können.

QUOTE (Bayernlover @ 11 Jul 2019, 06:43)
Da selbst in Hochlohnländern wie in Kanada oder den USA keine einzige U-Bahn führerlos unterwegs ist, scheint sich das wohl doch nicht zu lohnen. Den einzigen Anwendungsbereich sehe ich bei so Schwebebahnen, die nur zwischen wenigen Haltestellen pendeln, wie bei vielen Flughäfen üblich. Da sitzt auch keiner drin, die Störungsmöglichkeiten sind da allerdings auch überschaubar.


Skytrain in Vancouver. Zwar keine U-Bahn, aber ähnliche Funktion.

https://de.wikipedia.org/wiki/SkyTrain_Vancouver

Geschrieben von: Iarn am 11 Jul 2019, 08:48
QUOTE (Bayernlover @ 11 Jul 2019, 05:43)
Da selbst in Hochlohnländern wie in Kanada oder den USA keine einzige U-Bahn führerlos unterwegs ist, scheint sich das wohl doch nicht zu lohnen. Den einzigen Anwendungsbereich sehe ich bei so Schwebebahnen, die nur zwischen wenigen Haltestellen pendeln, wie bei vielen Flughäfen üblich. Da sitzt auch keiner drin, die Störungsmöglichkeiten sind da allerdings auch überschaubar.

Im Endeffekt tauscht man nur Leute vom Zug auf den Bahnsteig. Bei den meisten Peoplemovern stehen halt Leute auf dem Bahnsteig.

Wenn man in München Personal einsparen will, dann würde ich die orangenen Westen gegen Bahnsteigtüren tauschen.

Geschrieben von: imp-cen am 11 Jul 2019, 09:04
QUOTE (Cloakmaster @ 11 Jul 2019, 00:41)
Gerade für münchen denke ich mir oft, daß man die Schnittstellen-Problematik auch mit Ortsfesten Aufsichten an jeder Haltestelle, ggfs, an jedem Bahnsteig auch lösen könnte.

Für was?

Jede Bahnsteigkante ist mit Video überwacht, zur Entscheidung, ob man die Türen schließen kann und der Zug abfahren darf muss heutzutage niemand mehr vor Ort sein.
Der kann am Bildschirm die U2 am Hohenzollernplatz abfertigen, danach die U5 am Stachus, etc.
(Kein wirklich toller Job, oder?)

Und wenn man wie weiter oben genannt einen Menschen dafür braucht, um entscheiden zu können ob man in dem Gewusel die Türe schließen darf, dann nützt die auch keine Bahnsteigtür etwas, weil sich die Entscheidung nur verschiebt.
Allerdings könnte es für eine KI leichter zu erkennen sein, ob der Bereich zwischen Zug und Bahnsteigtüren wirklich leer und sicher ist, wenn man diesen mit ebensolchen schafft.

Wer dann die permant defekten Türen absperrt (wenn keiner mehr vor Ort wäre) ist dann wieder ein anderes Thema (wobei ich diese Woche sogar noch nichtmal eine gesehen hab.)

Geschrieben von: EasyDor am 11 Jul 2019, 11:30
QUOTE (Iarn @ 11 Jul 2019, 08:48)
Im Endeffekt tauscht man nur Leute vom Zug auf den Bahnsteig. Bei den meisten Peoplemovern stehen halt Leute auf dem Bahnsteig.

Wenn man in München Personal einsparen will, dann würde ich die orangenen Westen gegen Bahnsteigtüren tauschen.

Mal abgesehen davon dass ich persönlich Bahnsteigtüren gar nicht mag weil sie für mich als Bahnfreund aus einem Zug eine Aufzügstüre machen sehe ich auch keinen wirklichen Sinn in Ihnen:
Der Sinn der orangenen Westen ist ja, dafür zu sorgen dass die Türen zugehen können! Hätte man Bahnsteigtüren bräuchte man diese Leute bei entsprechendem Andrang trotzdem noch!
Und sie müssten nicht nur dafür sorgen dass eine Tür und ein gewisser Sicherheitsabstand zum Zug frei ist sondern dass an jeder Tür der komplette Bereich Bahnsteigtür + Fahrzeugztür frei ist.
Sprich an stark frequentierten Stationen sogar mehr (!) orangene Westen mit Bahnsteigtüren als ohne...

Selbst wenn die Bahnsteigtüre wie wild blicken und piepen würde, so lange da niemand ist der die Leute zusammenfaltet und in die Schranken weist wird Richtung Zug gedrängelt und an Stationen wie Marienplatz oder HBf kommen ständig Leute nach....

Die einzige Lösung wäre man führt gleichzeitig überall den 2min-Takt ein denn so lange ich weiß dass ich 10 min+X warten muss quetsche ich mich in den jeden Zug.....

Geschrieben von: Iarn am 11 Jul 2019, 13:50
Ich kann Dir nicht folgen. Was vielleicht darin liegt, dass ich den tieferen Sinn der orangen Westen bis heute nicht verstanden habe.

Bei Bahnsteigtüren sorge ich halt für eine zusätzliche Barriere um den bald losfahrenden Zug vom Bahnsteig zu trennen. Dort wo ich die im Einsatz gesehen habe, liefen die astrein. Wobei man halt auch sagen muss in manchen Städten mit Türen sind die Fahrgäste halt auch disziplinierter als bei uns (Tokio), in andere klappt es trotz rücksichtsloser Fahrgäste (Hong Kong).

In München ist halt auch die große Gefahr der Überfüllung von Bahnsteigen. Deswegen hat die MVG ja am Dienstag während der Streiks auch den kompletten U-Bahn Verkehr aufgegeben, weil man Angst hatte, die Leute fallen sonst ins Gleis. Das fällt mit Bahnsteigtüren weg. Genauso wie Suizige oder in Gleis fallende Personen und Gegenstände. Weiterhin wird der Fahrtwind ganz oder teilweise vom Bahnsteig abgehalten.

Aus meiner Sicht sind Bahnsteigtüren kein Muss aber wären eine interessante Überlegung. Ausgangspunkt war der fahrerlose Betrieb, dne ich für sinnbefreit halte. Dann deutlich lieber Bahnsteigtüren.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 11 Jul 2019, 14:11
Meiner Meinung nach ist der Sinn der "orangenen Westen" das Abhalten weiterer einsteigewilliger Fahrgäste und das können halt weder Fahrzeugtüren noch Bahnsteigtüren.

Fest verbaute Türen müssen (heutzutage) aus Gründen der Sicherheit immer irgendwie reversieren und genau das wissen eben auch die Fahrgäste.

Die "orangene Weste" kann die Leute jetzt noch verbal und aktiv versuchen am Einsteigen zu hindern.
Außerdem können die aktiv an der besseren Fahrgastverteilung mitwirken.

Geschrieben von: imp-cen am 11 Jul 2019, 14:16
QUOTE (Iarn @ 11 Jul 2019, 14:50)
Weiterhin wird der Fahrtwind ganz oder teilweise vom Bahnsteig abgehalten.

"Ganz" wär jetz nicht so ideal, weil das eigentlich bei uns die Belüftung darstellt.

Wir sind ja (noch) nicht subtropisch, wie andernorts, wo man das wegen der Klimatisierung so macht.

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Jul 2019, 15:22
QUOTE (Galaxy @ 11 Jul 2019, 07:10)
Und warum klappt das z.B: in Kopenhagen? Weil Siemens nicht die Finger im Spiel hat? ph34r.gif

Das ist jetzt ungefähr als wenn ich sage, bei uns am Dorf haben wir beim Bus immer Eintagestakte mit kontrolliertem Vordereinstieg. Warum klappt das in München nicht? ph34r.gif

Es ist nunmal was anderes ob man eine bessere Trambahn hat (wie in Nürnberg oder Kopenhagen) oder alle zwei Minuten bis zu 1.000 sich nicht berechenbar verhaltende Leute in deutlich größeren Zügen fährt. Wie gesagt, auch bei der S-Bahn wird deswegen in der Stammstrecke extra die vorhandene Technikabfertigung mit Lichtschranke wieder gegen personenbedientes Zwangsöffnen/-schließen ersetzt, um ein paar Sekunden zu gewinnen, was man in weniger zeitkritischen und von weniger Leuten frequentierten Systemen nicht nötig ist.

Bahnsteigtüren sind übrigens abgesehen vom Preis und der Frage, ob die brandschutz- und lüftungsmäßig jeweils nachträglich eingebaut werden könnten, auch von der Fluchtwegproblematik nicht unkritisch. Für den Fall, dass der Strom komplett wegbleibt, die Türen nicht automatisch öffnen oder/und der Zug beim Evakuieren mal nicht an der definierten Stelle steht, soll ja vorkommen, bräuchte man eine Lösung. Und nein, die Lösung darf nicht heißen, einfach die Bahnsteigtüren einen Meter vom Zug wegstellen. Zumindest im EBO-Bereich muss ein Bahnsteig mindestens 2,5 m von der Bahnsteigkante weg komplett frei sein. Das mag bei irgendwelchem Flughafen-Peoplemover-Gedöns und anderen Ländern eventuell anders geregelt sein, aber das hatten wir schon tausend Mal, die Weisheit des Forums weiß es halt immer besser als die Verkehrsbetriebe und Ingenieure, die einfach alle immer nur zu doof sind, irgendwelche Lösungen umzusetzen nur der Lösung wegen und weil's andere auch können und nicht weil es wirklich sinnvoll/machbar wäre...

QUOTE (EasyDor @ 11 Jul 2019, 12:30)
Die einzige Lösung wäre man führt gleichzeitig überall den 2min-Takt ein denn so lange ich weiß dass ich 10 min+X warten muss quetsche ich mich in den jeden Zug.....

Die quetschen sich sich auch bei der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Stachus noch rein und behindern den Verkehr, auch wenn der folgende Zug schon 100 m vor'm Bahnsteig wartet. Oder bei der Trambahn, wenn zwei Kurse der gleichen Linie sichtbar direkt hintereinander fahren - eben weil alle den vorderen Zug behindern. Fahrgäste sind eben nicht rational und logisch handelnd, deswegen ist es völlig praxisferne Techniknaivität, wenn man glaubt, einen Münchner U-Bahnsteig ohne einen grantelnden Fahrer allein mit Technik im Griff zu haben.

Ist/war nicht bei der S-Bahn sogar in Überlegung die Schaffner auf einem der hinteren Führerstände zeitweise wieder einzuführen? Die DB fährt lange Regionalzüge nach München trotz TAV in der HVZ teilweise mit drei Zub, da an einzelnen Bahnsteigen einige zu faul sind auch die Türen 200 m weiter hinten zu nutzen. Auch hier ist die Technik theoretisch in der Lage, das komplett allein zu regeln, in der Praxis bei großen Menschenmassen aber eben nicht. Dauert's zu lange, darf der ICE dann nämlich irgendwann vor...

Geschrieben von: 146225 am 11 Jul 2019, 17:32
Also für Metropolen wie München ist eine fahrerlose U-Bahn freilich nix, schon allein das Zulassungsprocedere möchte man sich ja nicht in den kühnsten Träumen ausmalen müssen. Das ist wohl wirklich besser in südlichen Anderthalb-Millionen-Kleinstädtchen wie Milano aufgehoben, wo schon die zweite U-Bahn-Linie dieser Art (mit Bahnsteigtüren) entsteht.

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Jul 2019, 17:57
QUOTE (146225 @ 11 Jul 2019, 18:32)
Also für Metropolen wie München ist eine fahrerlose U-Bahn freilich nix

Es ist alles gesagt, aber noch nicht von jedem.

Geschrieben von: 146225 am 11 Jul 2019, 18:08
Q.e.d.

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Jul 2019, 18:23
QUOTE (146225 @ 11 Jul 2019, 19:08)
Q.e.d.

Heute so selbstkritisch?

Geschrieben von: EasyDor am 11 Jul 2019, 18:30
QUOTE (Iarn @ 11 Jul 2019, 13:50)
Ich kann Dir nicht folgen. Was vielleicht darin liegt, dass ich den tieferen Sinn der orangen Westen bis heute nicht verstanden habe.

Wie schon geschrieben wurde sind die dafür da, Fahrgäste vom Einsteigen abzuhalten nachdem der Zug abgefertigt wurde. Wie gut das funktioniert und warum es nötig ist kann man z.B. jeden Werktag im Berufsverkehr am HBf U2 beobachten....
Und diese Westen sind keine Hemdchen, das sind externe einer Sicherheitsfirma und daher schon durchaus respekteinflößende Charaktäre. Wenn die einmal brüllen "EYY! Nicht mehr einsteigen, Zug ist abgefertigt!!!" dann bleibt die ganze Meute Lemminge auf einmal stehen.
Eine Bahnsteigtüre würde dort vermutlich bis zum St. Nimmerleinstag vor sich hin Piepen, Blinken und mit einer netten mehrsprachigen Ansage vor sich hin tönen man möge doch bitte dein Einstiegsbereich freimachen...

Geschrieben von: Iarn am 11 Jul 2019, 19:00
QUOTE (EasyDor @ 11 Jul 2019, 18:30)
Und diese Westen sind keine Hemdchen, das sind externe einer Sicherheitsfirma und daher schon durchaus respekteinflößende Charaktäre.

Ich würde es so formulieren:

Man hat ein paar Leute von der Straße zusammen geklaubt. Die eine Hälfte spielt am Smartphone rum, die andere versucht einen auf dicke Eier zu machen. Im Zweifel kann man sie ignorieren, weil ihre erfolgreicheren Kollegen passen auf einen Puff oder ein Rockkonzert auf, bei der U-Bahn landet nur das letzte Aufgebot.

Geschrieben von: Alex101 am 11 Jul 2019, 20:07
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-mvg-verdi-streik-tarifvertrag-1.4520409
Die Verhandlungen gehen am 19.07. weiter. Bis dahin wir es jedoch keine weiteren Streiks geben.

Geschrieben von: Werkstattmeister am 12 Jul 2019, 07:42
QUOTE (Rohrbacher @ 11 Jul 2019, 16:22)
Für den Fall, dass der Strom komplett wegbleibt, die Türen nicht automatisch öffnen oder/und der Zug beim Evakuieren mal nicht an der definierten Stelle steht, soll ja vorkommen, bräuchte man eine Lösung.

Diese Lösung gibt es zumindest in London und Paris in der Form, dass die Glasbereiche zwischen den Türen von Gleisseite aus wie Klapptüren geöffnet werden können.

Geschrieben von: Galaxy am 12 Jul 2019, 07:59
QUOTE (Rohrbacher @ 11 Jul 2019, 16:22)
Das ist jetzt ungefähr als wenn ich sage, bei uns am Dorf haben wir beim Bus immer Eintagestakte mit kontrolliertem Vordereinstieg. Warum klappt das in München nicht? ph34r.gif


Und was ist bei den U-Bahnen von Beijing und Shanghai deine ausrede? Was die neu bauen ist GoA4.


Geschrieben von: Mark8031 am 12 Jul 2019, 17:29
QUOTE (Iarn @ 11 Jul 2019, 19:00)
bei der U-Bahn landet nur das letzte Aufgebot.

Dann hast Du die "Einstiegslotsen" bei der S-Bahn noch nicht gesehen. Das ist wirklich das Letzte.

Geschrieben von: Lazarus am 12 Jul 2019, 18:23
QUOTE (Mark8031 @ 12 Jul 2019, 18:29)
Dann hast Du die "Einstiegslotsen" bei der S-Bahn noch nicht gesehen. Das ist wirklich das Letzte.

Solche Einstiegslotsen gibts auch bei der U-Bahn. Gesehen am Hauptbahnhof....

Geschrieben von: Tram-Bahni am 12 Jul 2019, 18:48
QUOTE (Lazarus @ 12 Jul 2019, 18:23)
Solche Einstiegslotsen gibts auch bei der U-Bahn. Gesehen am Hauptbahnhof....

Bei der S-Bahn gibts die auch.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 12 Jul 2019, 23:23
Ach?

Ach was?

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