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Eisenbahnforum.de > Stadtverkehr allgemein > MVG steigt ins Fahrradgeschäft ein


Geschrieben von: Iarn am 19 Oct 2013, 09:31
Nachdem es im schienengebundenen Nahverkehr hakt, steigt die MVG nun ins Fahrradgeschäft ein.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/leihraeder-fuer-muenchen-mvg-steigt-ins-fahrradgeschaeft-ein-1.1798262
QUOTE
Das intern "MVG Rad" getaufte Projekt solle "mittelfristig quasi unser vierter Betriebszweig neben U-Bahn, Bus und Tram werden", kündigt König an.

Prinzipiell habe ich nichts gegen Leihräder, aber langsam habe ich echt das Gefühl die MVG will nicht mehr auf der Schiene wachsen (Buszüge, Expressbusse, Leihräder).

Geschrieben von: sebastian_t am 19 Oct 2013, 10:43
Bei Schiene überwiegen die Verwaltungsnachteile die technischen Vorteilen - das sollte der Bürger mit seiner Regierung klären, nicht mit der MVG.
Zum Thema: das geklaute Radl ist billiger wie das MVG Rad... rolleyes.gif

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 11:34
Irgendwie habe ich den Eindruck, die MVG kann tun, was sie will, sie wird so oder so dafür kritisiert, dass sie nicht stattdessen die U-Bahn ausbaut.

Wie Fahrräder die U-Bahn ersetzen sollen, ist mir komplett schleierhaft. Die Idee, ein auf den schienengebundenen Verkehr hin ausgerichtetes Fahrradvermietungssystem einzurichten, finde ich aber ziemlich gut und das kann sicherlich neue Fahrgastpotentiale erschließen.

Wenn das einem MVG-Verkehrsmittel Konkurrenz macht, dann am Ehesten dem Bus und der Tram bei der Feinverteilung im Nahbereich.

Geschrieben von: JeDi am 19 Oct 2013, 11:36
Leihstationen an Haltestellen bringen aber nichts, wenn man damit die letzte Meile abdecken will - den fehler macht die DB aber ja genau so.

Geschrieben von: Iarn am 19 Oct 2013, 11:58
Natürlich stehen Fahrräder nicht in verkehrlicher Konkurrenz zu einer U-Bahn.
Allerdings Frage ich mich wie es sein kann, dass man seit Jahren angeblich keine Kapazitäten im Bereich der Planung hat, sich aber mit Freude in Nebengeschäften verzettelt.

Was für mich in allen Bereichen fehlt, ist eine bedarfsgerechte Bewältigung der Kern Herausforderung en. Das betrifft die MVG, die Kliniken und den Wohnungsbau und am meisten unseren globalen Ökostromriesen SWM.
Der Bürger braucht keine Radlclowns, Windkraftwerke in der irischen See, Kontaktläden für und gegen alles sondern Wohnungen, pünktliche Verkehrsmittel in denen man nicht zerquetscht wird und wenn er krank ist ein Klinikum was funktioniert.

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 12:00
Nein, Windräder in der irischen See braucht der Bürger tatsächlich nicht. Der Strom kommt ja aus der Steckdose.

(Als ich das letzte Mal nachgeguckt habe, war Energie auch ein Kerngeschäft der SWM.)

Geschrieben von: Iarn am 19 Oct 2013, 12:15
Der Strom aus der irischen Produktion wird in Irland Und Großbritannien verbraucht.
Dafür kauft man dann in Deutschland Strom ein (wo und wie der hergestellt wird muss sich jemand anders kümmern) und verkauft in den den Münchner Bürgern als 100% Ökostrom.

Das letzte mal als ich nach geschaut habe stand dass M in SWM noch für München.

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 12:27
Ich kann's jedenfalls einfach nicht mehr hören, dass bei jedem Handschlag der MVG diese Windräder erwähnt werden. Ich find's übrigens schnurz, wo die SWM jetzt was zur Energiewende beiträgt, solange sie das überhaupt tut, und sehe die Energieversorger da auch in der Verantwortung.

Eigentlich ist es hier aber off-topic.

Übrigens, eine Kleinigkeit: Es heißt Münchener VERKEHRSgesellschaft. Nicht Münchener Massenverkehrs- oder Schienenverkehrs- oder Ähnliches. Münchener VERKEHRSgesellschaft.

Warum sollte RadVERKEHR nicht zum Kerngeschäft einer Münchener VERKEHRSgesellschaft gehören dürfen?

Geschrieben von: Caesarion am 19 Oct 2013, 12:37
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 13:27)
Ich kann's jedenfalls einfach nicht mehr hören, dass bei jedem Handschlag der MVG diese Windräder erwähnt werden. Ich find's übrigens schnurz, wo die SWM jetzt was zur Energiewende beiträgt, solange sie das überhaupt tut, und sehe die Energieversorger da auch in der Verantwortung.

Eigentlich ist es hier aber off-topic.

Übrigens, eine Kleinigkeit: Es heißt Münchener VERKEHRSgesellschaft. Nicht Münchener Massenverkehrs- oder Schienenverkehrs- oder Ähnliches. Münchener VERKEHRSgesellschaft.

Warum sollte RadVERKEHR nicht zum Kerngeschäft einer Münchener VERKEHRSgesellschaft gehören dürfen?

Volle Zustimmung zum gesamten Beitrag, danke!

Geschrieben von: spock5407 am 19 Oct 2013, 12:43
Das ist das neue SEV-Verkehrsmittel. ph34r.gif

Geschrieben von: Iarn am 19 Oct 2013, 12:47
Sorry aber ihr glaubt doch nicht, dass man mit paar Fahrradständern und Leihrädern die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt lösen kann.
Klar sind Fahrräder Verkehr, Fußgänger sind es auch. Vielleicht gibt es demnächst MVG Laufschuhe.

Geschrieben von: JeDi am 19 Oct 2013, 12:48
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 13:27)
Warum sollte RadVERKEHR nicht zum Kerngeschäft einer Münchener VERKEHRSgesellschaft gehören dürfen?

Weil das Betreiben von Bordellen auch nicht dazugehört.

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 12:51
QUOTE (JeDi @ 19 Oct 2013, 13:48)
Weil das Betreiben von Bordellen auch nicht dazugehört.

Wenn du das Niveau noch ein bisschen senken möchtest, leihe ich dir gerne einen Spaten.

Geschrieben von: JeDi am 19 Oct 2013, 12:53
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 13:51)
Wenn du das Niveau noch ein bisschen senken möchtest, leihe ich dir gerne einen Spaten.

Nur weil ich deine Argumentation aufgreife? Ich kenne den Gesellschaftsvertrag derMVG nicht - gehe aber davon aus, dass da was von ÖPNV drinsteht. Spaten-"Bier" ist im übrigen Widerlich.

Edit: Auf persönlichen Wunsch eines einzelnen ein Leerzeichen gelöscht

Geschrieben von: gmg am 19 Oct 2013, 13:21
QUOTE (Iarn @ 19 Oct 2013, 10:31)


Prinzipiell habe ich nichts gegen Leihräder, aber langsam habe ich echt das Gefühl die MVG will nicht mehr auf der Schiene wachsen (Buszüge, Expressbusse, Leihräder).

Warum sind Fernverkehrsbusfahrten billiger als die Bahn? Weil die Busunternehmen die Fahrwege nicht bezahlen müssen. Zu dieser Erkenntnis kam wohl auch die MVG

QUOTE
Sorry aber ihr glaubt doch nicht, dass man mit paar Fahrradständern und Leihrädern die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt lösen kann.


Unterschätze das mal nicht! In anderen Städten spielen Mieträder eine sehr große Rolle im ÖPNV. Ich persönlich habe das in Paris (Velib) und Sevilla (Sevici) gesehen.

QUOTE
Vielleicht gibt es demnächst MVG Laufschuhe.
Wenn die eine Nike-Air-Max-Sohle haben aber ansonsten Made in Germany sind, würde ich mir die glatt kaufen. Mieten würde ich sie aber nicht!

Geschrieben von: JeDi am 19 Oct 2013, 13:23
QUOTE (gmg @ 19 Oct 2013, 14:21)
Warum sind Fernverkehrsbusfahrten billiger als die Bahn? Weil die Busunternehmen die Fahrwege nicht bezahlen müssen. Zu dieser Erkenntnis kam wohl auch die MVG



Das ist quatsch und kannst du hier im Forum auch nachlesen.

QUOTE
Unterschätze das mal nicht! In anderen Städten spielen Mieträder eine sehr große Rolle im ÖPNV. Ich persönlich habe das in Paris (Velib) und Sevilla (Sevici) gesehen.


Nur wenn der ÖPNV Mist ist. Zuschussgeschäft bleibt das ganze trotzdem.

Geschrieben von: panurg am 19 Oct 2013, 14:01
QUOTE (Iarn @ 19 Oct 2013, 12:58)
Der Bürger braucht keine Radlclowns, Windkraftwerke in der irischen See, Kontaktläden für und gegen alles sondern Wohnungen, pünktliche Verkehrsmittel in denen man nicht zerquetscht wird und wenn er krank ist ein Klinikum was funktioniert.

Populist biggrin.gif wink.gif

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 14:54
QUOTE
Sorry aber ihr glaubt doch nicht, dass man mit paar Fahrradständern und Leihrädern die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt lösen kann.


Ich glaube, dass ein sinnvoll angelegtes Radverleihsystem einen sehr guten Beitrag zur Attraktivierung und auch einen kleinen Beitrag zur Entlastung des ÖPNVs leisten kann. Die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt löst man sicher nicht damit, aber die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt löst man auch niicht mit zwei neuen U-Bahnhaltestellen an einem Außenast.

Zum Einwand, Radverleih sei ein Zuschussgeschäft - also soweit ich mich erinnere, ist ÖPNV das eigentlich meistens. Warum darf man da Geld reinbuttern, in Fahrradverleih aber nicht? Zumal man für das, was die öffentliche Hand für selbst kleinere U-Bahnerweiterungen blecht, schon ein ziemlich gutes Fahrradstationsnetz aufbauen kann.

Man kann sicherlich zum verkehrlichen Nutzen oder zu den Kosten dieser Angelegenheit oder später dann auch zur stehen, wie man will. Aber Fakt ist: Denken und Planen in Systemen ist sinnvoller als Inseldenken des ÖPNV. Fakt ist: Anderswo werden Radverleihdienste rege genutzt, und der ÖPNV leidet darunter offensichtlich nicht. Fakt ist: Dieses Radsystem wird bestimmt nicht so teuer sein, dass es den Ausbau des schienengebundenen ÖPNVs kannibalisiert.

Fakt ist: Die MVG wird dieses Modell ausprobieren. Das kann gut laufen oder schlecht.

Mich kotzt es aber an, dass die MVG dafür, dass sie einen neuen Weg beschreitet, wenn die alten Wege halt nicht zur Problemlösung beitragen, gleich mal pauschal, ohne Kenntnis der Details und ohne dem Ganzen auch nur eine Chance zu geben, schlecht geredet wird. Nicht alles, was nicht auf Schienen fährt, ist deshalb automatisch schlecht. Und ein bisschen weniger Konkurrenzdenken aller Seiten würde dem deutschen Verkehr als Ganzes sehr gut tun.

Geschrieben von: DonFabiano am 19 Oct 2013, 16:04
Und dennoch klingt die Aussage "vierter Betriebszweig"* in meinen Ohren schon eher schwachfugig, bei allem Respekt. Überspitzt gesagt, assoziiert das nämlich die schleichende Verlegung des gemeinen Beförderungsfalls von U-Bahn/Bus/Tram (= für ihn bequem, für uns MVG teuer & evtl. unwillig zu verbessern) auf das Fahrrad (= seine Sache, wenn er sich die Haxn abfriert & überfahren wird).
Für mich also genau wie die Ausschilderung der Fußwege Hauptbahnhof<>Wiesn zwar nett überlegt, aber es wirkt für den Laien eben immer wie bemühte Ablenkung von den eigentlichen Problemen.

Die Idee an sich gefällt mir schon, sowas fehlt in München halt, zumindest funktionierend. Man darf sich halt nicht wirklich an diesem DB-System orientieren, das scheint ja nicht so der Oberbrüller zu sein, für mich zumindest ist es irgendwie unattraktiv bzw. sogar unbekannt.
Mir hat sowas z.B. in Barcelona immer super gefallen (mit den vielen Kinderkrankheiten dort). Aber da sehe ich eben auch den Unterschied zwischen dem besseren "Fahrrad-Klima" in Spanien und den wohl wieder vermehrt auftretenden "XXL-Wintern" im Alpenvorland...


* "...ihre MVG - U-Bahn, Bus, Tram und Fahrrad für München." Seriously?! ph34r.gif

Geschrieben von: mmouse am 19 Oct 2013, 17:12
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 15:54)
Mich kotzt es aber an, dass die MVG dafür, dass sie einen neuen Weg beschreitet, wenn die alten Wege halt nicht zur Problemlösung beitragen, gleich mal pauschal, ohne Kenntnis der Details und ohne dem Ganzen auch nur eine Chance zu geben, schlecht geredet wird.

Sorry, aber wenn ich ein Fahrrad brauche, kaufe ich mir eines oder leihe mir eines bei den zwei, drei oder auch mehr Unternehmen, die das ja heute bereits anbieten.

Aber man meint offenbar, das Versagen in einer Kern-Betriebsaufgabe ("funktionierender ÖPNV") durch munteres Erfinden neuer Betriebsfelder vertuschen zu können. Und befindet sich damit ja in bester Gesellschaft, ich sage nur DB und Schenker bzw. diverse DB-Auslandsaktivitäten.

Ich denke, dass sich ein "halb-öffentliches" Unternehmen wie die MVG dafür zu Recht harsche Kritik anhören muss. Wenn bei der MVG offenbar Kapazitäten vorhanden sind, so etwas zu planen, sollte sofort jeder damit beschäftigte Mitarbeiter in die Planung und/oder Betriebssteuerung von U-Bahn/Tram versetzt werden. Da wird die Manpower ganz offensichtlich dringend gebraucht.


Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 17:20
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:12)
Sorry, aber wenn ich ein Fahrrad brauche, kaufe ich mir eines oder leihe mir eines bei den zwei, drei oder auch mehr Unternehmen, die das ja heute bereits anbieten.

Kaufen ist für Gelegenheitsnutzer keine Option, und die zwei, drei oder auch mehr anderen Unternehmen habe ich bisher nie bewusst wahrgenommen - ein wirklich sinnvolles System können die also nicht haben.

Und wie gesagt - Bikesharing kann man auch als Bestandteil eines ÖPNV-Systems betrachten.

Geschrieben von: gmg am 19 Oct 2013, 17:23
QUOTE (DonFabiano @ 19 Oct 2013, 17:04)
sowas fehlt in München halt, zumindest funktionierend. Man darf sich halt nicht wirklich an diesem DB-System orientieren, das scheint ja nicht so der Oberbrüller zu sein, für mich zumindest ist es irgendwie unattraktiv bzw. sogar unbekannt.

Die DB-Räder sind zu selten, zu teuer und es gibt keine festen Stationen, wo man die Räder einklingt und somit immer aufsuchen kann.

QUOTE
Aber da sehe ich eben auch den Unterschied zwischen dem besseren "Fahrrad-Klima" in Spanien und den wohl wieder vermehrt auftretenden "XXL-Wintern" im Alpenvorland...


Da solltest du nichts verallgemeinern. Als ich 9 Monate in Santiago d.C. verbracht habe, war ich so ziemlich der einzige Radfahrer. Die Leute haben mir alle erzählt, dass Radfahren dort zu gefährlich ist.

Ich sehe großes Potenzial in den Mieträdern. Sie fahren wann immer du willst und wohin du auch immer willst. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit ihnen sogar neue Kunden aus ihren Autos herauslockt oder vom Taxifahren abhält -- Letzteres vor allem nachts.

Wenn ich noch Student wäre, würde ich dieses Angebot auf jeden Fall nutzen.

Geschrieben von: mmouse am 19 Oct 2013, 17:27
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 18:20)
(...) und die zwei, drei oder auch mehr anderen Unternehmen habe ich bisher nie bewusst wahrgenommen - ein wirklich sinnvolles System können die also nicht haben.

Seltsamer Rückschluss wink.gif

Ich benutze gelegentlich das DB-System ("Call-a-bike") und finde daran eigentlich keine gravierenden Schwächen.

Wo das nächste Fahrrad steht, zeigt eine App aufm Handy. Ein kurzer Anruf zum Ausleihen, zum Zurückgeben reicht ein entsprechender Knopfdruck auf dem Schloss. Der Fahrtpreis ist für kurze Strecken äußerst moderat, ich zahle immer nur ein paar Cent.

Nachteile: Es dürften mehr Fahrräder sein, und man kann sie nur innerhalb des mittleren Rings abstellen. Ansonsten lässt höchstens der Bekanntheitsgrad zu wünschen übrig, wie's scheint...

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 17:28
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:27)
Seltsamer Rückschluss wink.gif

Wenn das System ohne vorherige Recherche nicht mal auffindbar ist, dann hat es anscheinend ein Problem. Ja.

Geschrieben von: gmg am 19 Oct 2013, 17:42
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:27)

Wo das nächste Fahrrad steht, zeigt eine App aufm Handy. Ein kurzer Anruf zum Ausleihen, zum Zurückgeben reicht ein entsprechender Knopfdruck auf dem Schloss. Der Fahrtpreis ist für kurze Strecken äußerst moderat, ich zahle immer nur ein paar Cent.


Das Pariser Velib kriegst du umsonst, wenn du weniger als eine halbe Stunde damit fährst!

Wie hast du das gemacht, als du noc kein Smartphone hattest?

Geschrieben von: mmouse am 19 Oct 2013, 17:55
QUOTE (gmg @ 19 Oct 2013, 18:42)
Das Pariser Velib kriegst du umsonst, wenn du weniger als eine halbe Stunde damit fährst!


Das kannst Du bei http://www.callabike-interaktiv.de/index.php?id=423&&f=500 auch haben, kostet Dich allerdings pauschal 2 bis 4 Euro/Monat. Ob das die MVG günstiger hinkriegt, bleibt erstmal abzuwarten.

QUOTE
Wie hast du das gemacht, als du noc kein Smartphone hattest?


Einfach auf der Straße nach dem nächsten Rad geschaut. Die sind leicht zu erkennen, und zumindest bei mir in der Umgebung (Maxvorstadt) ist die "Spontan-Trefferquote" ziemlich gut. Mal davon abgesehen: Wer hat heute noch kein Smartphone? blink.gif

Geschrieben von: Iarn am 19 Oct 2013, 18:19
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:55)
Das kannst Du bei http://www.callabike-interaktiv.de/index.php?id=423&&f=500 auch haben, kostet Dich allerdings pauschal 2 bis 4 Euro/Monat. Ob das die MVG günstiger hinkriegt, bleibt erstmal abzuwarten.

Ja das ist für mich das entscheidende. Es gibt schon Callabike. Auch ohne MVG. Aber außer der MVG fällt mir niemand ein, der für neue U- Bahnen sorgen könnte.

Geschrieben von: mmouse am 19 Oct 2013, 18:41
QUOTE (Iarn @ 19 Oct 2013, 19:19)
Aber außer der MVG fällt mir niemand ein, der für neue U- Bahnen sorgen könnte.

Zustimmung.
Ich nehme sogar die vorhandenen A-Wagen, wenn man ihnen mal eine technische Überholung und einen Eimer neuer Farbe gönnen würde. Aber für sowas fehlen ja die Kapazitäten ph34r.gif

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 18:44
Dass bei der MVG gerade eine Fahrzeugneubeschaffung für die U-Bahn läuft, ist vermutlich nur ein Gerücht?

Geschrieben von: mmouse am 19 Oct 2013, 19:14
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 19:44)
Dass bei der MVG gerade eine Fahrzeugneubeschaffung für die U-Bahn läuft, ist vermutlich nur ein Gerücht?

Und die sind wann genau tatsächlich einsatzfähig? Und was genau macht man bis dahin gegen die ständigen Fahrzeug-Ausfälle? Und wieviele C2 wurden genau bestellt? Wieviele alte A-Wagen gibt es aber? *kopfschüttel*


Geschrieben von: sebastian_t am 19 Oct 2013, 19:57
Also das off topic Gemeckere..."funktionierender ÖPVN"... "Kapazitäten"...
Wenn die MVG Limousinenservice betreiben würden, würde man über die Champagnesorte diskutieren.

Geschrieben von: GSIISp64b am 19 Oct 2013, 20:10
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 20:14)
Und die sind wann genau tatsächlich einsatzfähig? Und was genau macht man bis dahin gegen die ständigen Fahrzeug-Ausfälle? Und wieviele C2 wurden genau bestellt? Wieviele alte A-Wagen gibt es aber? *kopfschüttel*

Inwiefern verzögert die Finanzierung des Aufbaus eines Bike Sharing-Systems durch einen externen Dienstleister die Inbetriebnahme des C2?

Inwiefern hemmt diese Finanzierung die Lösung des Problems bisheriger Fahrzeugausfälle, und welche Lösungsansätze genau würden sich durch den Verzicht auf diese Finanzierung eröffnen?

Wie viele C2 könnte man für das Geld anschaffen, das voraussichtlich in dieses Bike Sharing-System fließen wird?

Wie viele A-Wagen könnte man dementsprechend bei Verzicht auf dieses System ersetzen?

Das sind natürlich rhetorische Fragen.

Geschrieben von: ropix am 20 Oct 2013, 10:44
QUOTE (GSIISp64b @ 19 Oct 2013, 21:10)
Inwiefern verzögert die Finanzierung des Aufbaus eines Bike Sharing-Systems durch einen externen Dienstleister die Inbetriebnahme des C2?

Inwiefern hemmt diese Finanzierung die Lösung des Problems bisheriger Fahrzeugausfälle, und welche Lösungsansätze genau würden sich durch den Verzicht auf diese Finanzierung eröffnen?

Wie viele C2 könnte man für das Geld anschaffen, das voraussichtlich in dieses Bike Sharing-System fließen wird?

Wie viele A-Wagen könnte man dementsprechend bei Verzicht auf dieses System ersetzen?

Das sind natürlich rhetorische Fragen.

von denen zumindest die erste beantwortbar wäre. Weil der externe Dienstleister eben doch interne Kapazitäten bindet - wie auch die Windräder - die man auch im Bestandsgeschäft hätte brauchen können.

Das Kernproblem ist ein anderes. Die dazugehörigen Pressemeldungen "wir sind toll" und das Erscheinungsbild passen nicht zusammen. Nichts gegen die Windräder oder die Call-A-Bikes in Blau statt rot, aber solange wie der Münchner ÖPNV im Argen liegt, man zu seiner letzten großen Panne im Stromnetz keine Erklärung hat, geschweigedenn eine Ahnung wie man den Ausstieg aus der Atomkraft jetzt reell überleben soll (das Problem ist doch genau das - Windräder kann man überall bauen, aber von Kraftwerken die noch Energie nach 2018 produzieren gibt es nicht genug Leitungen nach München, Windräder in der ganzen Welt haben aber München nicht mehr mit der nötigen Energie versorgen können...)

Und da sind in meinen Augen dann Beschwerden und Angriffe doch erlaubt. Weil je toller, desto höher der Thron und desto höher die Fallhöhe zurück in die Realität. Und wenn die MVG mit den Fahrrädern tatsächlich das Problem auffangen will für dann 60 Jahre alte Fahrzeuge von heut auf Morgen Ersatz schaffen zu müssen weils dafür keinen Strom in München mehr gibt dann gute Nacht.

(Ja, natürlich, so schlimm ist es wohl noch nicht. Aber auch die SW//M können nicht zaubern und zu der Problemstellung gibt's meines Wissens nach noch keine Jubelpressemeldung.)

Geschrieben von: Michi Greger am 20 Oct 2013, 11:41
QUOTE (Iarn @ 19 Oct 2013, 13:47)
Vielleicht gibt es demnächst MVG Laufschuhe.

QUOTE (DonFabiano @ 19 Oct 2013, 17:04)
Und dennoch klingt die Aussage "vierter Betriebszweig"* in meinen Ohren schon eher schwachfugig, bei allem Respekt. Überspitzt gesagt, assoziiert das nämlich die schleichende Verlegung des gemeinen Beförderungsfalls von U-Bahn/Bus/Tram (= für ihn bequem, für uns MVG teuer & evtl. unwillig zu verbessern) auf das Fahrrad (= seine Sache, wenn er sich die Haxn abfriert & überfahren wird).
Für mich also genau wie die Ausschilderung der Fußwege Hauptbahnhof<>Wiesn zwar nett überlegt, aber es wirkt für den Laien eben immer wie bemühte Ablenkung von den eigentlichen Problemen.

Die nächste Stufe der Verbesserung: MVG Walk - wir fahren nicht, aber gehen sie doch zu Fuß? rolleyes.gif
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:55)
Mal davon abgesehen: Wer hat heute noch kein Smartphone?  blink.gif

Ähm, ich, aber ich glaub, das tut hier nix zur Sache... wink.gif

Gruß Michi

Geschrieben von: gmg am 20 Oct 2013, 12:39
Ich wüsste mal gerne, wo die eigentlich das Foto her haben bzw. ob das eine Foto-Montage ist. Scheinbar sind die ja noch gar nicht soweit.

Geschrieben von: JeDi am 20 Oct 2013, 12:44
QUOTE (gmg @ 20 Oct 2013, 13:39)
Ich wüsste mal gerne, wo die eigentlich das Foto her haben bzw. ob das eine Foto-Montage ist.

Steht doch drunter, wos ist. Du kannst ja mal in Neuaubing aussteigen und hinlaufen wink.gif
(Die MVG schießt für Call a Bike Freiham was zu, daher sind die dortigen Räder MVG-gelabelt...)

Geschrieben von: Boris Merath am 20 Oct 2013, 12:50
Sinn ergibt das ganze nur, wenn es nicht nur Stationen gibt, sondern auch übers normale Stadtgebiet verteilte Räder. Hier finde ich es nicht so optimal, wenn jetzt noch ein weiterer Anbieter kommt - um wirklich attraktiv zu sein, braucht es eine große Dichte der verfügbaren Räder. Wenn wir hier jetzt x verschiedene Anbieter haben, macht das das ganze eher unattraktiver.

Siehe z.B. Call-a-bike. Hier habe ich eine Flatrate. Wenn jetzt bei den MVG-Rädern ein anderer Anbieter zum Zuge kommt, kann ich die nicht nutzen - oder muss bei dem (sofern existent) ebenfalls wieder eine Flatrate nehmen.

Geschrieben von: gmg am 20 Oct 2013, 12:59
QUOTE (Boris Merath @ 20 Oct 2013, 13:50)
Sinn ergibt das ganze nur, wenn es nicht nur Stationen gibt, sondern auch übers normale Stadtgebiet verteilte Räder.

Meine Erfahrung in Paris war eine andere. Wenn die Stationen in derselben Dichte auftreten wie Bushaltestellen, kannst du damit echt etwas anfangen. Stationen haben auch den Vorteil, dass wenn du ein kaputtes Rad bekommst, es dort alternativ auch funktionierende gibt -- in der Regel.

Geschrieben von: JeDi am 20 Oct 2013, 13:10
QUOTE (Boris Merath @ 20 Oct 2013, 13:50)
Sinn ergibt das ganze nur, wenn es nicht nur Stationen gibt, sondern auch übers normale Stadtgebiet verteilte Räder. Hier finde ich es nicht so optimal, wenn jetzt noch ein weiterer Anbieter kommt - um wirklich attraktiv zu sein, braucht es eine große Dichte der verfügbaren Räder.

Genau das ist das Problem. Mit den aktuellen Stationsgebundenen Systemen in Deutschland schafft man sich eher eine Konkurrenz zum ÖPNV statt einer Ergänzung. Bei allen bislang getesteten Varianten - ob die jetzt Call a Bike Flex, Nextbike, Norisbike, Stadtrad oder sonstwie heißen, gibts die Stationen im Grunde nur an S- und U-Bahn-Stationen und an einigen "POI" (Uni-Hauptgebäude, Landtag, Museen, etc). Für die letzte Meile bräuchte man blöd gesagt an jedem U-Bahn-Ausgang und an jeder Straßenecke so eine Station, ansonsten frisst der Zeitaufwand für entleihen und zurückgeben den Zeitvorteil durch die Radfahrt (statt zu Fuß gehen oder Bus+Umstieg) doch deutlich auf.

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 20 Oct 2013, 14:52
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 20:14)
Und wieviele C2 wurden genau bestellt?

21 Züge wurden bestellt, mit Optionen auf insgesamt 67.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 20 Oct 2013, 14:53
QUOTE (mmouse @ 19 Oct 2013, 18:12)
das Versagen in einer Kern-Betriebsaufgabe ("funktionierender ÖPNV")

Bidde was? blink.gif

Geschrieben von: gmg am 20 Oct 2013, 19:51
QUOTE (JeDi @ 20 Oct 2013, 14:10)
Genau das ist das Problem. Mit den aktuellen Stationsgebundenen Systemen in Deutschland schafft man sich eher eine Konkurrenz zum ÖPNV statt einer Ergänzung.

Wenn die MVG der Anbieter ist, können die Räder schon einmal nicht zur Konkurrenz werden. Oder siehst du die U2 in Konkurrenz zur U3, weil man mit beiden vom Scheidplatz zum Sendlinger Tor fahren kann?

Dass die MVG groß ins Mietrad-Geschäft einsteigt, ist ein kluger Schritt. So verhindert sie Konkurrenz! Und ein Image-Gewinn stellt es für die Stadt München IMHO auch dar. München versorgt seine Bürger mit einem Fahrradnetz und ermutigt somit die Leute, die Karre stehen zu lassen.

Und überhaupt sehe ich in Deutschland kaum stationsgebundene Systeme. Die DB-Räder stehen doch immer irgendwo herum. In Germering haben wir seit neuestem eine Mietrad-Station am Bhf MUG. Das ist aber auch die einzige, die ich kenne.

Geschrieben von: JeDi am 20 Oct 2013, 19:56
QUOTE (gmg @ 20 Oct 2013, 20:51)
Dass die MVG groß ins Mietrad-Geschäft einsteigt, ist ein kluger Schritt. So verhindert sie Konkurrenz! Und ein Image-Gewinn stellt es für die Stadt München IMHO auch dar. München versorgt seine Bürger mit einem Fahrradnetz und ermutigt somit die Leute, die Karre stehen zu lassen.

Es sind halt nur schon 2 Konkurrenten da.

QUOTE
Und überhaupt sehe ich in Deutschland kaum stationsgebundene Systeme.

Ich hatte ja schon Beispiele genannt.

QUOTE
Die DB-Räder stehen doch immer irgendwo herum.

Nein. Call a Bike Fix ist deutlich in der Mehrheit.

QUOTE
In Germering haben wir seit neuestem eine Mietrad-Station am Bhf MUG. Das ist aber auch die einzige, die ich kenne.

Dann schaust du offenbar nicht genug hin - der selbe Anbieter betriebt auch z.B. in München ein Fahrradverleihsystem. Stationsgebunden.

Geschrieben von: gmg am 20 Oct 2013, 20:24
QUOTE (JeDi @ 20 Oct 2013, 20:56)
Es sind halt nur schon 2 Konkurrenten da.

Die MVG wird das Ganze ja wahrscheinlich bezuschussen. Da kann die Konkurrenz dann einpacken, und zwar ihre Räder samt Stationen.

Geschrieben von: Galaxy am 20 Oct 2013, 20:28
QUOTE (Iarn @ 19 Oct 2013, 13:15)
Der Strom aus der irischen Produktion wird in Irland Und Großbritannien verbraucht.
Dafür kauft man dann in Deutschland Strom ein (wo und wie der hergestellt wird muss sich jemand anders kümmern) und verkauft in den den Münchner Bürgern als 100% Ökostrom.

Das letzte mal als ich nach geschaut habe stand dass M in SWM noch für München.

Ich verstehe zwar deine Kritik und würde auch zustimmen das ein örtlicher Versorger, nun ja, örtlich agieren sollte, beim konkreten Beispiel bin ich aber anderer Meinung. CO2 ist ja per se - anders als z.B. ein Ölleck - eine Problem ohne Grenzen. Also macht es auch keinen Sinn das ganze örtlich zu bekämpfen. Wenn Du 100% Ökostrom bestellst und die Elektronen die bei dir aus der Steckdose flitzen im Braunkohlekraftwerk erzeugt werden dann ist das eigentlich egal, wenn dafür der Brite der konventionellen Strom bestellt dafür deinen Ökostrom bekommt.

Geschrieben von: Wildwechsel am 20 Oct 2013, 20:37
Eines verstehe ich bei den MVG-Leihfahrradln aber trotzdem noch nicht: Der Bereich, wo man die wieder abstellen kann, ist auch umsteigefrei per Bus erschlossen. Dort, wo man nicht per Bus hinkommt, das Ganze also eine schöne Ergänzung wäre, kommt man daher auch nicht per Radl hin, weil man am Ziel den Drahtesel nicht zurückgeben darf. unsure.gif

Geschrieben von: gmg am 21 Oct 2013, 12:32
QUOTE (Wildwechsel @ 20 Oct 2013, 21:37)
Der Bereich, wo man die wieder abstellen kann, ist auch umsteigefrei per Bus erschlossen.

Wo hast du diese Info denn her -- also das mit dem umsteigefrei? Du weißt doch gar nicht, woher die Leute kommen. Wie kannst du dann sagen, dass sie dort umsteigefrei hingekommen sind?

Es gibt in München eigentlich keine Gegend, die nicht per Bus erreichbar ist. Das Problem ist aber, dass viele Busse umständliche Wege fahren und nicht dort hinfahren, wo man hin will. Man muss also umsteigen, wodurch auch wieder zusätzliche Wartezeit entsteht. Mit dem Fahrrad ginge man zur nächsten Haltestelle würde sich ein Rad nehmen und einfach zur seiner Zielstation fahren. Keine Wartezeit, kein Stau, kein Umteigen. MVV oder Stau -- Sie haben die Wahl.

Geschrieben von: chris232 am 21 Oct 2013, 13:22
QUOTE (gmg @ 21 Oct 2013, 13:32)
Es gibt in München eigentlich keine Gegend, die nicht per Bus erreichbar ist. Das Problem ist aber, dass viele Busse (...) nicht dort hinfahren, wo man hin will.

Also was jetzt - kann man per Bus hinfahren oder nicht?

Geschrieben von: gmg am 21 Oct 2013, 14:52
QUOTE (chris232 @ 21 Oct 2013, 14:22)
Also was jetzt - kann man per Bus hinfahren oder nicht?

Ich meine, der Bus, der dort losfährt, wo du bist, fährt oft nicht dahin wo du hin willst. Deshalb musst du umsteigen. Oder er fährt zwar hin, aber nur mit großen Umwegen.

Geschrieben von: Wildwechsel am 21 Oct 2013, 15:55
QUOTE (gmg @ 21 Oct 2013, 13:32)
Wo hast du diese Info denn her -- also das mit dem umsteigefrei? Du weißt doch gar nicht, woher die Leute kommen. Wie kannst du dann sagen, dass sie dort umsteigefrei hingekommen sind?

Das in der http://www.mvg-mobil.de/presse/2013-09-13b_mvg-pressemeldung.pdf genannte Kerngebiet, in dem die Räder wieder zurück gegeben werden können, wird von der Buslinie 143, und zwar nur von dieser, bereits abgedeckt.

Geschrieben von: gmg am 22 Oct 2013, 15:51
QUOTE (Wildwechsel @ 21 Oct 2013, 16:55)
Das in der http://www.mvg-mobil.de/presse/2013-09-13b_mvg-pressemeldung.pdf genannte Kerngebiet, in dem die Räder wieder zurück gegeben werden können, wird von der Buslinie 143, und zwar nur von dieser, bereits abgedeckt.

Ok, soweit komme ich jetzt mit dir mit. Aber die 100 geplanten Stationen, die im ersten SZ-Link stehen, sind das doch noch nicht! unsure.gif
Man kann nur hoffen, dass die das, wenn dann, richtig aufziehen. Dazu gehört eine regelmäßige Artung der Räder ebenso wie ein sinnvolles Netz an Stationen.

Geschrieben von: Flo_K am 22 Oct 2013, 16:22
QUOTE (Wildwechsel @ 21 Oct 2013, 16:55)
Das in der http://www.mvg-mobil.de/presse/2013-09-13b_mvg-pressemeldung.pdf genannte Kerngebiet, in dem die Räder wieder zurück gegeben werden können, wird von der Buslinie 143, und zwar nur von dieser, bereits abgedeckt.

Das in Freiham ist ja ein eigenes System, ein Test. Das neue System kann ganz anders aussehen.

Geschrieben von: Iarn am 10 Nov 2014, 09:19
In der Print SZ ist heute zum Thema ein nahezu ganzseitiger Artikel zum Thema.

Unter anderem werden konkrete Preise von 10 c/min genannt. Nachdem ich mich mit Leihrädern nicht auskennen: ist das jetzt am unteren oder am oberen Ende?

Geschrieben von: eightyeight am 10 Nov 2014, 09:41
Call a Bike hat einen Minutentarif von 0,08€/Min.

Geschrieben von: mmouse am 10 Nov 2014, 10:04
Mann, Mann, die sollen Ihre Straßen- und U-Bahnen ordentlich fahren lassen, da hätten sie mehr als genug zu tun.
</grantl>

Geschrieben von: Südostbayer am 10 Nov 2014, 15:29
QUOTE (Iarn @ 10 Nov 2014, 10:19)
In der Print SZ ist heute zum Thema ein nahezu ganzseitiger Artikel zum Thema.

Auch online: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fahrradverleih-der-mvg-radeln-gegen-den-stau-1.2211785

Geschrieben von: eightyeight am 10 Nov 2014, 19:17
Hm... irgendwie blick ich nicht ganz durch.
Einerseits wird geschrieben, dass für die Fahrräder Stationen zur Verfügung gestellt werden, andererseits dass es in einem festgelegten Geschäftsgebiet möglich sein soll, die Räder frei abzustellen.
Allerdings werden anfangs nicht alle Stationen zur Verfügung stehen, was dann über virtuelle Stationen gelöst werden soll. Wozu brauchts das, wenn man die Räder angeblich frei abstellen kann? huh.gif

Geschrieben von: JeDi am 10 Nov 2014, 19:25
Innerhalb des Kerngebietes überall, Abstellung an Stationen gibt aber Rabatt. Außerhalb des Kerngebietes nur an den Stationen *sagenwürd*

Geschrieben von: eightyeight am 10 Nov 2014, 19:54
Ok, dann lag ich mit meiner Vermutung nicht so falsch. Nur das mit den virtuellen Stationen hatte mich ein wenig verwirrt, aber dann bekommt da wahrscheinlich auch Rabatt, obwohl mein sein Fahrrad trotzdem einfach auf die Straße stellt.

Geschrieben von: Boris Merath am 10 Nov 2014, 20:25
Hm - das Konzept ist nicht blöd. Ich war bezüglich des Stationskonzeptes ja zuerst misstrauisch, aber das klingt so wie wenn man hier die Vorteile von Stationskonzept und freiem Abstellen kombinieren würde. Durch die Rabatte motiviert man die Kunden dazu, Räder bevorzugt an Stationen abzustellen, so dass dann an den Stationen im Idealfall verlässlich einige Räder stehen - wer von der U-Bahn aufs Rad umsteigt, findet hier also schnell und ohne langes Suchen ein passendes Fahrrad.

Gleichzeitig können die Räder aber auch außerhalb von Stationen abgestellt, und auch entliehen werden.

Was mir aber nicht gefällt ist, dass das Geschäftsgebiet vorerst nur geringfügig größer ist als das von Call a bike - aber die Ankündigung, dass sich das in Zukunft vergrößern soll, lässt ja schon mal Hoffnungen entstehen.

Geschrieben von: Iarn am 10 Nov 2014, 22:32
QUOTE (mmouse @ 10 Nov 2014, 11:04)
Mann, Mann, die sollen Ihre Straßen- und U-Bahnen ordentlich fahren lassen, da hätten sie mehr als genug zu tun.
</grantl>

U- und Straßenbahnen sind sowas von siebziger. Die moderne Stadt baut lieber Windräder in der irischen See und unterhält einen Radlclown.

Geschrieben von: Valentin am 30 Aug 2015, 20:50
Rechtzeitig zum Herbstanfang werden jetzt die Verleihstationen in den U-Bahnhöfen ausgeschildert:

user posted image

Ob die Konkurenten auch auf eine Ausschilderung klagen können? ph34r.gif Das DB-Logo als allgemeines Eisenbahnlogo hatte auch kein so langes Leben.

Geschrieben von: Michi Greger am 30 Aug 2015, 21:02
QUOTE (Valentin @ 30 Aug 2015, 21:50)
Rechtzeitig zum Herbstanfang werden jetzt die Verleihstationen in den U-Bahnhöfen ausgeschildert:

Schon länger, entliang der U5 schon sicher 6 Wochen so.

Gruß Michi

Geschrieben von: viafierretica am 31 Aug 2015, 06:55
QUOTE (Iarn @ 10 Nov 2014, 23:32)
QUOTE (mmouse @ 10 Nov 2014, 11:04)
Mann, Mann, die sollen Ihre Straßen- und U-Bahnen ordentlich fahren lassen, da hätten sie mehr als genug zu tun.
</grantl>

U- und Straßenbahnen sind sowas von siebziger. Die moderne Stadt baut lieber Windräder in der irischen See und unterhält einen Radlclown.

nicht zu vergessen CarSharing und die eminent wichtigen Mobilitätsstationen. Die 3 Autos, die an der Mobilitätsstation Schwabing stehen, werden das Verkehrsgeschehen nachhaltig verändern.

Geschrieben von: Step_3 am 4 Sep 2015, 23:43
QUOTE (viafierretica @ 31 Aug 2015, 07:55)
nicht zu vergessen CarSharing und die eminent wichtigen Mobilitätsstationen. Die 3 Autos, die an der Mobilitätsstation Schwabing stehen, werden das Verkehrsgeschehen nachhaltig verändern.

Wenn dort was steht, dann irgendwas Unberechtigtes, was kurze Zeit später abgeschleppt wird. Sonst habe ich den Platz noch nie wirklich besetzt gesehen.

Geschrieben von: Sendlinger am 5 Sep 2015, 00:27
Wie aus einer https://www.swm.de/dam/jcr:46752cc6-78a8-4dac-86b3-5084618acdb5/mvg20150904-mvg-rad-startet.pdf ersichtlich und auch im http://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/startschuss-mvg-mietradflotte-oktober-5491237.html berichtet, gibt es jetzt mit dem 9. Oktober diesen Jahres einen neuen Starttermin.

Geschrieben von: Iarn am 7 Feb 2017, 21:35
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-mvg-investiert-millionen-in-neue-mietraeder-1.3368113
Damit bleibt MVG Rad der einzige Betriebszweig mit nennenswerten Zuwachsraten.

Geschrieben von: NJ Transit am 7 Feb 2017, 21:38
QUOTE (Iarn @ 7 Feb 2017, 22:35)
Damit bleibt MVG Rad der einzige Betriebszweig mit nennenswerten Zuwachsraten.

Nein, auch der flexible und innovative MVG Fuß verzeichnet Zuwachsraten, zum Beispiel zwischen Marienplatz und Marienplatz Süd.

Geschrieben von: Cloakmaster am 7 Feb 2017, 21:48
Nur verbrennt die MVG damit kein Geld

Geschrieben von: Elch am 7 Feb 2017, 21:48
Wenn man die Dinger nur endlich mal Smartphone-Befreit mieten könnte sad.gif

Geschrieben von: Lazarus am 7 Feb 2017, 21:58
QUOTE (Elch @ 7 Feb 2017, 21:48)
Wenn man die Dinger nur endlich mal Smartphone-Befreit mieten könnte sad.gif

Die Sorgen hab ich in Pasing nicht, weil Mieträder gibts hier nicht. ph34r.gif ph34r.gif

Geschrieben von: Cloakmaster am 7 Feb 2017, 22:15
Die gibts ja auch nur in wichtigen Stadtteilen.

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 8 Feb 2017, 14:40
Gibt es eigentlich irgendwo außer in der entsprechenden Smartphone-App eine Möglichkeit, sich alle MVG Rad-Stationen in einer Übersichtskarte anzeigen zu lassen? Bei Google Maps sind sie, soweit ich gesehen habe, nicht hinterlegt - auf der MVG-Webseite findet sich auch nichts Entsprechendes. Ganz große Marketing- bzw. Informationslücke! Die tabellarische Übersicht auf der MVG-Webseite hat leider keinerlei Übersichtswert, da sie völlig chaotisch und ohne erkennbares System sortiert ist. Bei den neu hinzugefügten Stationen am Ende der Liste hat man sogar jegliche halbwegs alphabetische Sortierung aufgegeben.

Für alles und jedes bastelt man mittlerweile spezielle Karten und Netzpläne, aber dafür reicht's dann nicht beim neuen Lieblingsprojekt?

Geschrieben von: Jojo423 am 8 Feb 2017, 14:42
QUOTE (Cloakmaster @ 7 Feb 2017, 22:15)
Die gibts ja auch nur in wichtigen Stadtteilen.

In Pasing-Obermenzing leben 60.000 Einwohner. Ist das nicht wichtig?

Geschrieben von: Entenfang am 8 Feb 2017, 17:32
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 8 Feb 2017, 14:40)
Gibt es eigentlich irgendwo außer in der entsprechenden Smartphone-App eine Möglichkeit, sich alle MVG Rad-Stationen in einer Übersichtskarte anzeigen zu lassen?

Als Offline-Antwort würde mir der MVG-München-Stadtplan einfallen.

Geschrieben von: BusBertl am 10 Feb 2017, 14:58
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 8 Feb 2017, 15:40)
...außer in der entsprechenden Smartphone-App ...

auf der https://carsharing.mvg-mobil.de/?ref=separate Karte ist zumindest am PC in der entsprechenden Zoomstufe auch die Fahrrad-Info zu finden.
hilft / reicht Dir das ? oder hättest das gern auf Papier ausgedruckt (wie soll man da die "lose" abgestellten Räder eintragen )?

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 10 Feb 2017, 16:28
BusBertl, vielen Dank! Die Karte kannte ich noch gar nicht.

Geschrieben von: Iarn am 20 Apr 2017, 03:57
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/muenchen-ort29098/neuer-tagespreis-so-will-mvg-mietfahrraeder-fuer-muenchner-attraktiver-machen-8177205.html
QUOTE
Damit kosten die gemieteten Räder maximal 12 Euro für einen ganzen Tag. Nutzer von MVG Rad-Paketen zahlen pro Tag für ein Mietrad sogar noch weniger: Maximal 10,50 Euro pro Tag bezahlen sie für die Radmiete. Sowohl für Mietrad-Nutzer ohne als auch mit MVG Rad-Paket gilt der jeweilige Minutenpreis bis zum Erreichen des Tagespreises.

Geschrieben von: Entenfang am 20 Apr 2017, 21:17
Verstehe ich das richtig, dass man ohne Jahresgebühr und ohne IsarCard ein Fahrrad für 12€ 24h lang behalten kann?
https://www.mvg.de/services/mobile-services/mvg-rad/mvg-rad-preise.html

Das würde ich in der Tat attraktiv für Besucher finden.

Geschrieben von: khoianh am 20 Apr 2017, 22:13
QUOTE (Entenfang @ 20 Apr 2017, 22:17)
Verstehe ich das richtig, dass man ohne Jahresgebühr und ohne IsarCard ein Fahrrad für 12€ 24h lang behalten kann?
https://www.mvg.de/services/mobile-services/mvg-rad/mvg-rad-preise.html

Das würde ich in der Tat attraktiv für Besucher finden.

Pro Kalendertag, ansonsten korrekt. Das ist vor allem für diejenigen Besucher interessant, die nicht sämtliche Strecken mit einem ausgeliehenen Fahrrad zurücklegen möchten und es sonst überall hin mitnehmen müssten sowie die, die flexibel bei Ausleih- und Rückgabeort sein wollen. Wie oft man diese 12-Euro-Obergrenze tatsächlich erreicht, ist aber fraglich, schließlich entspricht dies zweieinhalb Stunden Fahrt und wenn man diese unterbricht kann man die Leihe im Vertragsgebiet ja beliebig unterbrechen.

Geschrieben von: Boris Merath am 20 Apr 2017, 22:46
QUOTE (khoianh @ 20 Apr 2017, 23:13)
und wenn man diese unterbricht kann man die Leihe im Vertragsgebiet ja beliebig unterbrechen.

Kann man, hat dann aber das Risiko dass das Rad von jemand anderem ausgeliehen wird und weg ist.

Geschrieben von: Entenfang am 21 Apr 2017, 10:28
QUOTE (khoianh @ 20 Apr 2017, 22:13)
Wie oft man diese 12-Euro-Obergrenze tatsächlich erreicht, ist aber fraglich, schließlich entspricht dies zweieinhalb Stunden Fahrt und wenn man diese unterbricht kann man die Leihe im Vertragsgebiet ja beliebig unterbrechen.

Ich frage in erster Linie, weil ich nicht innerhalb des Geschäftgebiet wohne. Aber für 12€ pro Tag kann man das durchaus Beuschern empfehlen, wenn es dafür dann über Nacht daheim geparkt werden kann.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jun 2017, 14:25
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/altstadt-per-e-trike-durch-die-innenstadt-1.3561306

Geschrieben von: Boris Merath am 27 Jun 2017, 14:50
Die Gemeinde Brunnthal möchte übrigens gerne in ihrem Gemeindegebiet mehrere Stationen aufbauen, u.a. im Gewerbegebiet, und plant die Nachbargemeinden davon zu überzeugen sich da auch anzuschließen. Das soll aber nur kommen wenn die Nachbargemeinden auch mitmachen, und so ein Netz entsteht. Es wäre jedenfalls sehr erfreulich wenn das Netz sich nach und nach über den gesamten MVV ausbreiten würde (zumindest in den dichter besiedelten Gebieten).

Geschrieben von: Iarn am 27 Jun 2017, 15:47
Ich Frage mich halt immer noch was so schlimm an den DB Leihrädern ist, dass man die MVG Alternative braucht. Das DB Angebot hätte sich ja auch flächendeckend angeboten.

Geschrieben von: Lazarus am 27 Jun 2017, 15:56
Pasing hat man zum Glück mit dem Quatsch verschont. Hier gibt es gottseidank weder DB Rad noch MVG Rad biggrin.gif

Geschrieben von: Flogg am 27 Jun 2017, 16:18
QUOTE (Boris Merath @ 27 Jun 2017, 15:50)
Die Gemeinde Brunnthal möchte übrigens gerne in ihrem Gemeindegebiet mehrere Stationen aufbauen, u.a. im Gewerbegebiet, und plant die Nachbargemeinden davon zu überzeugen sich da auch anzuschließen. Das soll aber nur kommen wenn die Nachbargemeinden auch mitmachen, und so ein Netz entsteht. Es wäre jedenfalls sehr erfreulich wenn das Netz sich nach und nach über den gesamten MVV ausbreiten würde (zumindest in den dichter besiedelten Gebieten).

Mal ehrlich, was bringt eine Radlstation im Gewerbegebiet Brunnthal? Wer mietet da ein Rad an, außer vielleicht einer Handvoll Stay2Munich Besucher im Jahr um ne Runde auf den Feldern oder im Wald zu drehen? Unterhaching und Taufkirchen sollen ja Stationen bekommen (selbst da bleibt fraglich, ob das genutzt wird). Wer bitte fährt mit dem Rad von einer der beiden S-Stationen z.B. zum Ikea oder zur Metro und vor allem wieder, vollgepackt, zurück?

Geschrieben von: Cloakmaster am 27 Jun 2017, 16:28
Ich wollte schon immer mal ein Billy-Regal mit dem Radl heim fahren...

Geschrieben von: Rathgeber am 27 Jun 2017, 16:54
QUOTE (Lazarus @ 27 Jun 2017, 16:56)
Pasing hat man zum Glück mit dem Quatsch verschont. Hier gibt es gottseidank weder DB Rad noch MVG Rad biggrin.gif

Nur weil Du es offenbar nicht nutzt, ist das flächendeckende Angebot von Leihrädern, kein Quatsch.

Geschrieben von: Domo am 27 Jun 2017, 17:13
QUOTE (Lazarus @ 27 Jun 2017, 16:56)
Pasing hat man zum Glück mit dem Quatsch verschont. Hier gibt es gottseidank weder DB Rad noch MVG Rad biggrin.gif

Falsch tongue.gif biggrin.gif http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=428064-1498580112.jpg

Geschrieben von: Lazarus am 27 Jun 2017, 17:18
QUOTE (Domo @ 27 Jun 2017, 18:13)
Falsch tongue.gif biggrin.gif http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=428064-1498580112.jpg

Das muss aber ganz neu sein. Wo steht das Ding?

Geschrieben von: khoianh am 27 Jun 2017, 17:20
Ich bin zwar nicht besonders oft in Pasing, aber das ist doch rechts der Kaufring und links die Arcaden...

Geschrieben von: EasyDor am 27 Jun 2017, 18:05
QUOTE (Iarn @ 27 Jun 2017, 15:47)
Ich Frage mich halt immer noch was so schlimm an den DB Leihrädern ist, dass man die MVG Alternative braucht. Das DB Angebot hätte sich ja auch flächendeckend angeboten.

1. Konkurrenz macht moderate Preise und 2. ein weiterer Anbieter schafft mehr verfügbare Räder bzw. eine bessere Verteilung.

Viele, mich eingeschlossen, nutzen ja einfach beides, da wird das nächste Rad genommen, egal ob nun DB oder MVG. Vom Fahrrad her sind beide gut...
Als ich nur bei Call a Bike war kam es durchaus öfter vor, dass im kompletten fußläufig erreichbaren Bereich keins mehr da war.

Geschrieben von: Hot Doc am 27 Jun 2017, 21:26
Tschuldigung, aber da muss ich widersprechen! Das MVG-Rad ist - zumindest für großgewachsene Menschen - eine Tortur, ein Hexenschussgarant und eine Frechheit!
Der Sattel müsste beim herausziehen wesentlich weiter nach hinten gleiten, also die Sattelstütze schräger gestellt sein. Wenn ich auf den Rädern fahre treffe ich die Pedale bei halbwegs ergonomischer Haltung gerade noch mit meinen Fersen. So kann selbst eine nahezu ebene Strecke z.B. von der Hackerbrücke nach Westend zur endlosen Qual werden.

Hab ich auch schon an die MVG-Rädler geschrieben. Zurück kam nur der übliche Schrott von "Danke für Ihre Meinung...".

Geschrieben von: TravellerMunich am 27 Jun 2017, 21:28
Kann alles nicht sein, die haben einen Designpreis.

Geschrieben von: Hot Doc am 27 Jun 2017, 21:31
Ich dache die Call-a-Bikes hätten den Designerpreis???
DIE sind deutlich angenehmer zu fahren.

Geschrieben von: TravellerMunich am 27 Jun 2017, 22:32
QUOTE (TravellerMunich @ 27 Jun 2017, 22:28)
Kann alles nicht sein, die haben einen Designpreis.

Ich Depp muss mich korrigieren:
MVG Rad hat sogar drei Preise gewonnen:
- German Design Award
- Green Product Award (obwohl die blau sind)
- Universal Design Award

https://www.mvg.de/ueber/presse-print/pressemeldungen/2017/februar/2017-02-23-designaward-mvg-rad.html

Geschrieben von: Boris Merath am 28 Jun 2017, 00:24
QUOTE (Flogg @ 27 Jun 2017, 17:18)
Mal ehrlich, was bringt eine Radlstation im Gewerbegebiet Brunnthal? Wer mietet da ein Rad an, außer vielleicht einer Handvoll Stay2Munich Besucher im Jahr um ne Runde auf den Feldern oder im Wald zu drehen? Unterhaching und Taufkirchen sollen ja Stationen bekommen (selbst da bleibt fraglich, ob das genutzt wird). Wer bitte fährt mit dem Rad von einer der beiden S-Stationen z.B. zum Ikea oder zur Metro und vor allem wieder, vollgepackt, zurück?

Das Gewerbegebiet besteht nicht nur aus Ikea und Metro, sondern hat auch Fitnesscenter, einen Busbetriebshof, diverse Einzelhandelsläden, einen McDonalds (ja, in bestimmten Altersgruppen ist das ein Anziehungspunkt!), ein Bowlincenter und vieles mehr. Dazu kommen diverse Bürogebäude etc. Ich zum Beispiel kann mir gut vorstellen gelegentlich mal nach der Arbeit nach Hause oder durch Wald und Felder nach Hohenbrunn o.ä. zu radeln - wenn ich in Brunnthal ein Rad ausleihen kann ist das ja ganz nett, am Morgen zur Arbeit im Halbschlaf muss Radfahren aber nicht sein. Außerdem ist das Gewerbegebiet Brunnthal abends verdammt schlecht angebunden - statt zu Fuß zum Bus zu laufen kann man ja auch ein Stück mit dem Rad fahren.

Außerdem, wie geschrieben, geht es ja nicht nur um das Gewerbegebiet. Die Gemeinde Brunnthal hat diverse Siedlungen, die vom ÖPNV her nicht allzu gut angebunden sind. Versuch mal um 19 Uhr von Neukirchstockach nach München zu kommen - da geht nur Auto, Taxi oder langer Fußmarsch. Da kann es zu bestimmten Zeiten schon eine Möglichkeit sein den Bus im Gewerbegebiet zu nutzen, und den Weg zwischen Kirchenstockach und Gewerbegebiet mit dem Rad zurückzulegen. Wenn man ein Mietrad nimmt hat das gegenüber dem eigenen Rad den großen Vorteil, dass man bei Bedarf in eine Richtung das Rad, und in die andere den Bus nehmen kann. Die Räder können, wenn man es schafft dass bei Bedarf immer ein Rad zur Verfügung steht, durchaus eine Lücke in der Versorgung schließen.

Geschrieben von: Iarn am 28 Jun 2017, 08:14
QUOTE (TravellerMunich @ 27 Jun 2017, 23:32)
Ich Depp muss mich korrigieren:
MVG Rad hat sogar drei Preise gewonnen:

Und wahrscheinlich noch eine Auszeichnung der Innung der Osteopathie und Masseure für einen herausragenden Beitrag zur Geschäftsentwicklung.

Geschrieben von: Flogg am 29 Jun 2017, 18:06
QUOTE (Boris Merath @ 28 Jun 2017, 01:24)
Das Gewerbegebiet besteht nicht nur aus Ikea und Metro, sondern hat auch Fitnesscenter, einen Busbetriebshof, diverse Einzelhandelsläden, einen McDonalds (ja, in bestimmten Altersgruppen ist das ein Anziehungspunkt!), ein Bowlincenter und vieles mehr. Dazu kommen diverse Bürogebäude etc. Ich zum Beispiel kann mir gut vorstellen gelegentlich mal nach der Arbeit nach Hause oder durch Wald und Felder nach Hohenbrunn o.ä. zu radeln - wenn ich in Brunnthal ein Rad ausleihen kann ist das ja ganz nett, am Morgen zur Arbeit im Halbschlaf muss Radfahren aber nicht sein. Außerdem ist das Gewerbegebiet Brunnthal abends verdammt schlecht angebunden - statt zu Fuß zum Bus zu laufen kann man ja auch ein Stück mit dem Rad fahren.

Außerdem, wie geschrieben, geht es ja nicht nur um das Gewerbegebiet. Die Gemeinde Brunnthal hat diverse Siedlungen, die vom ÖPNV her nicht allzu gut angebunden sind. Versuch mal um 19 Uhr von Neukirchstockach nach München zu kommen - da geht nur Auto, Taxi oder langer Fußmarsch. Da kann es zu bestimmten Zeiten schon eine Möglichkeit sein den Bus im Gewerbegebiet zu nutzen, und den Weg zwischen Kirchenstockach und Gewerbegebiet mit dem Rad zurückzulegen. Wenn man ein Mietrad nimmt hat das gegenüber dem eigenen Rad den großen Vorteil, dass man bei Bedarf in eine Richtung das Rad, und in die andere den Bus nehmen kann. Die Räder können, wenn man es schafft dass bei Bedarf immer ein Rad zur Verfügung steht, durchaus eine Lücke in der Versorgung schließen.

Sei mir nicht böse, aber ich glaube nicht, dass sich das dort auch nur annähernd lohnen würde. Wieviele Leute versuchen denn, ab 19 Uhr oder am Sonntag von Neukirchstockach nach München zu kommen? Und Wieviele nutzen dann zuerst ein kostenpflichtiges Leihradl, dann den 241er Bus und schließlich noch die S um in die Stadt zu kommen? Die Bewohner dort haben -so vermute ich mal- in großer Mehrheit eigene Räder.

Wohne auch in der Gegend und fahre regelmäßig, seit Entstehung, in dieses Gewerbegebiet. Da sind generell nur wenige Radler anzutreffen, im Gegensatz zum z.B. Gewerbegebiet in Unterhaching/Taufkirchen an der A995. Drum ist das auch eine von mir bevorzugte Radlstrecke (in der Regel freie Fahrt und keinerlei Fußgänger :-) ).

Da wäre eine Station am Deininger Weiher mit Verknüpfung zur S Deisenhofen wahrscheinlich profitabler.

Geschrieben von: TravellerMunich am 29 Jun 2017, 18:52
QUOTE (Iarn @ 28 Jun 2017, 09:14)
QUOTE (TravellerMunich @ 27 Jun 2017, 23:32)
Ich Depp muss mich korrigieren:
MVG Rad hat sogar drei Preise gewonnen:

Und wahrscheinlich noch eine Auszeichnung der Innung der Osteopathie und Masseure für einen herausragenden Beitrag zur Geschäftsentwicklung.

Bei Design ging es noch nie ums Funktionieren.
Sonst würden die prämierten Münchner C-Züge nicht mit den lustig geschwungenen Holzsitzen rum fahren.

Geschrieben von: Valentin am 25 Sep 2017, 20:11
MVG sucht jetzt http://stellenmarkt.sueddeutsche.de/jobs/senior-experte-m-w-umlandstrategie-mvg-rad-3526673?context=ksa&subcontext=1.3677347 einen "Senior Experte (m/w) Umlandstrategie MVG Rad"

QUOTE

Ihre Aufgaben:
    Sie weiten MVG Rad ins Umland aus und stellen die optimale Einbettung in ein gesamthaftes, multimodales Mobilitätsangebot innerhalb der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus sicher.
    Sie erstellen Angebote und Verträge mit internen Bereichen sowie externen Dienstleistern zur Realisierung von MVG Rad in Umlandkonzepten und drittfinanzierten Radstationen.
    Sie managen die Verträge und reporten Kennzahlen.
    Sie erheben Anforderungen der Umlandgemeinden und Großkunden hinsichtlich der fachlichen, tech­nischen und IT-seitigen Weiterentwicklung des Produkts und steuern die interne wie externe Umsetzung.
...
Wir suchen eine engagierte und erfahrene Persönlichkeit, die das Produkt MVG Rad – entsprechend den Bedürfnissen des Umlands – weiterentwickelt.


Ob die Chinesen im Umland auch "Hase und Igel" mit der MVG spielen werden? MVG-Räder sind im Gegensatz zu den gelben Leihrädern inzwischen kaum noch an den Verleih-Stationen bei den U-Bahnhöfen zu finden.

Geschrieben von: 146225 am 25 Sep 2017, 20:13
Für das MVG-Rad in Hohenwulsch. Und in "Einöd, Abzw." - mindestens. wink.gif

Geschrieben von: spock5407 am 25 Sep 2017, 20:31
Ahhh, die "Kleine Wies" und "Attaching-Gewerbegebiet" wurden deswegen ja schon zeitweise ans Isartor verlegt. wink.gif

Geschrieben von: Auer Trambahner am 10 May 2018, 01:57
Sollte man eine "Störungschronik MVG-Rad" einführen?

Seit gestern 11.00 4 Räder nicht am angegebenen Ort oder in nächster Nähe auffindbar
das 4. jetzt gerade hab ich nur durch Zufall gefunden, es stand am Haidenauplatz obwohl es laut App am Ostbahnhof vor der Oberbank stehen sollte (ca. 550 Meter entfernt)
Und dann mußte ich für die Rückgabe auch noch die arme Peggy aufwecken, weil das verschließen nicht im Computer ankam. rolleyes.gif

Geschrieben von: Valentin am 7 Jul 2018, 17:23
Obike im Konkurs
Die Fahrradblase ist geplatzt. Obike hat den Geschäftsbetrieb einfach eingestellt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bikesharing-Obike-ist-offenbar-pleite-4101293.html

Geschrieben von: Auer Trambahner am 7 Jul 2018, 17:30
Ich erwähnte bereits gestern im allgemeinen Fahrradthema.

Irgendwie ist nachwievor nicht ganz klar, ob das ganze O-Bike einen Platten hat oder nur in Singapur.

Geschrieben von: Valentin am 8 Jul 2018, 11:41
QUOTE (Auer Trambahner @ 7 Jul 2018, 17:30)
Ich erwähnte bereits gestern im allgemeinen Fahrradthema.

Irgendwie ist nachwievor nicht ganz klar, ob das ganze O-Bike einen Platten hat oder nur in Singapur.

Der europäische Geschäfsführer wurde vor Monaten durch einen Chinesen ersetzt. Der ist wegen eingestellter Telefonnummer schon länger von der Stadt München nicht mehr erreichbar. Sonstige gültige Kontaktadressenexistieren nicht mehr. Schaut nach finalem Ende aus.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 10 Jul 2018, 23:22
Der Europäische Geschäftsführer sollte rein juristisch zweitrangig sein, für D müßte erstmal der GF der OBG Germany GmbH, Adrianus Gertrudus Maria Sas, den allerwertesten hinhalten.
Das der halt dann auch in allem vom großen Boss abhängig ist schon klar, wirklich was zu melden haben die regionalen ja scheinbar nicht.


Aber wie gesagt, das hat alles nix mehr mit der MVG zu tun.

Geschrieben von: Entenfang am 4 Apr 2019, 11:16
Gestern habe ich zum ersten Mal MVG Rad ausprobiert, hauptsächlich als SEV für den 19er. 1. Ausleihe an einer Station, es dauert fast eine Minute, bis das Schloss freigegeben wird. Klappt dann aber immerhin. Positiv finde ich jedenfalls, dass die Räder 7 Gänge haben. Das dürfte für Bikesharing ziemlich einzigartig sein.
Abgabe frei in der Flex-Zone, dauert wieder ewig, funktioniert aber.

Etwas später leihe ich wieder ein Rad in der Flexzone aus, dieses Mal klappt alles perfekt. Nach einer kurzen Fahrt parke ich wieder frei, Rückgabe auch bestens.
Einige Minuten später versuche ich dasselbe Rad wieder auszuleihen, es wird als ausgeliehen angezeigt und die Zeit läuft, aber das Schloss geht nicht auf. Also versuche ich, es wieder zurückzugeben. "Schlossfehler, bitte Hotline anrufen." Positiv jedenfalls, trotz der späten Stunde ist sie besetzt, die Ausleihe wird manuell beendet, ich muss aber ein anderes Rad suchen. In der App werden im nahen Umkreis 2 angezeigt, die aber nicht auffindbar sind. Also gibts halt MVG Fuß durch die Maximilianstraße.

An der Oper stehen wieder einige Fahrräder rum, bei einem wird "verfügbar" angezeigt, gleichzeitig steht aber "Rückgabe wird durchgeführt". Das fasse ich mal lieber nicht an und versuche es mit dem daneben. Verdächtig ist jedenfalls, dass weder die grüne noch die rote Lampe blinken. Ausleihe in der App klappt jedenfalls, doch das Schloss lässt sich nicht öffnen. Also nochmal Hotline anrufen. "Da ist der Akku leer." Wird storniert und es gibt für den Ärger 20 Freiminuten. Super, denke ich, dann kann ich ja jetzt umsonst zum Ziel fahren. Oh, die anderen 3 Räder blinken auch nicht, also lasse ich sie lieber stehen und laufe bis zum Odeonsplatz. Dort finden sich noch 3 Räder, von denen 2 rot blinken und eins gar nicht. Da der Bus auch +6 hat, reichts ja noch, bis zur Von-der-Tann-Straße vorzulaufen. Noch 2 Räder sind auffindbar, alle mit leerem Akku. Da nun auch der Bus in Sicht ist, beende ich mal MVG Fuß und lasse mich mal wieder fahren.
Da ich dank Verspätung meinen Anschluss abfahren sehe, ein letzter Versuch, das in der laut App um die Ecke geparkte Rad zu nutzen. Nur finde ich es nicht und gebe entnervt auf, als der nächste Bus kommt.

MVG - ganz einfach immobil. sad.gif

Geschrieben von: Auer Trambahner am 4 Apr 2019, 11:54
Der ganz normale Wahnsinn, darüber könnte man stundenlang nörgeln.
Das lernt man aber schnell, welche Nummernkreise besonders ärgerträchtig sind.

Leere Akkus z.B. sind schon seit vorigen Herbst bei den 974xx - 979xx ein bekanntes Problem, die haben teilweise nichtmal einen Monat durchgehalten.
96xxx sind altersbedingt häufig schon ziemlich zerscchlissen, die schaut man vorm leihen genau an.

QUOTE
dass die Räder 7 Gänge haben

8 doch eigentlich, solang die Schaltung nicht ausgenudelt ist und die Gänge deshalb verspringen oder man ins leere tritt.

Geschrieben von: Iarn am 22 Jun 2019, 08:56
https://ru.muenchen.de/pdf/2019/ru-2019-06-21.pdf#page=26 mit einer Mitteilung zu einer Test Seite der MVV Auskunft, welche auch Bike und Car Sharing mit anzeigt.

Skurrrilerweise werden da MVG Bikes nicht angezeigt, dafür Call A Bike und das mir dato unbekannte Donkey Republic.

Ich hoffe nur, dass das nur eine erste Teststufe ist. Aber bei der Rivalität MVG da MVG kann man ja nie wissen.

Edit: leider hatte sich durch Autokurrektur ein Fehler eingeschlichen, der den Post sinnlos machte

Geschrieben von: Auer Trambahner am 22 Jun 2019, 09:46
Also ich bin da grad auf der MVV Seite gelandet, und es ist auch nirgends von der MVG die Rede,

Geschrieben von: Iarn am 22 Jun 2019, 09:48
Sorry jetzt habe ich es, die Autokorrektur hat beides zu MVG gemacht. Entschuldigt die Verwirrung! Leider habe ich es nicht mehr geschafft meinen ursprünglichen Beitrag innerhalb des Zeitfensters vollstöndig zu bereinigen.

Danke @Auer für den Hinweis

Geschrieben von: Wildwechsel am 12 Aug 2019, 10:06
Die Betriebsqualität von MVG Rad gleicht sich leider immer mehr den übrigen Betriebszweigen der MVG an. Bei gerade einmal 7 Fahrten heuer hatte ich folgende Probleme:

  • 3x Telefonat mit der Hotline wegen Problem bei der Ausleihe (Station wollte nicht entriegeln)
  • 1x Telefonat mit der Hotline wegen Problem bei der Rückgabe
  • 1x war das Radl technisch völlig am Ende (u.a. keine Luft, Gangschaltung pendelte unbeeinflussbar zwischen 3-4 Gängen hin und her)
  • 3x wurde die Fahrt falsch abgerechnet (1x nur 5 statt 10 Freiminuten bei Rückgabe in Station, 1x gar keine Freiminuten bei Rückgabe in Station (beides Station Goetheplatz Nord), 1x Rückgabe erst nach 13 Minuten gebucht)


Geht's Euch diesbezüglich ähnlich?

Geschrieben von: Hot Doc am 12 Aug 2019, 11:41
Jein. Ich fahre allerdings auch nicht so oft, da ich meistens mit dem eigenen Rad unterwegs bin.

Meine Geschichten bis jetzt: Einmal hat das entleihen einfach sehr lange gedauert. Ich wollte schon wieder gehen, als ich im Augenwinkel gesehen habe, dass das Display sich irgendwie ändert. War beim Zurückgeben ähnlich, aber da war ich ja schon vorgewarnt. Ist halt ärgerlich, weil man erst lange wartet und am Ende noch mehr bezahlen muss.

Das zweite Mal war das Rad einfach nicht da. Haben zu 2t mehrere Minuten Straße hoch und runter bds. abgesucht. Kein Rad da. Hab dann doch die U-Bahn genommen, obwohl im Spätverkehr mit langen Umsteigezeiten verbunden.

Den ersten Fall stempel ich mal unter ärgerlich, aber nicht weltbewegend ab.
Beim zweiten bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob die MVG was dafür kann, oder ob einfach einer das Rad in seine Einfahrt gestellt hat, um am nächsten Tag wieder weiter zu fahren.

Ich finde nur die Sitz-/Fahrhaltung für große Menschen auf den Rädern ein Graus!
Sowohl velib in Paris als auch Call-a-Bike sind da um Welten besser.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 10 Dec 2019, 17:34
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/5804683.pdf Tatsächlich hört man von vielen unbenutzbaren Rädern, auch blinkt bei vielen herumstehenden Rädern kein Lämpchen mehr. Nutzt das wer von euch?

Geschrieben von: Hot Doc am 10 Dec 2019, 19:02
Wenn die Bayernpartei den Antrag stellt, würde es mich nicht wundern, wenn sie die Ausfallquote von "bis zu 50%" an einer Stichprobe von 2 Fahrrädern ermittelt haben. rolleyes.gif

Mal im Ernst, ich habe - bis auf die 2 Anekdoten oben - eigentlich bisher keine Probleme mit den Rädern gehabt. Außer, dass in einigen Außenbezirken einfach noch keine sind und der Fahrkomfort aufgrund der Sitzhaltung bei großen Menschen einfach unterirdisch ist!


Geschrieben von: Auer Trambahner am 11 Dec 2019, 08:18
Schön für dich, ich hab erst gestern wieder mal 2 Räder nicht gefunden.
Ansonsten das übliche. 8er die schon fast 16er sind, klappern, rappeln zernudelte Sattelstützenklemmen.
Man kann sich schon auf den Winter freuen, da werden die Batterien auch wieder wie die Fliegen sterben.

Geschrieben von: imp-cen am 11 Dec 2019, 22:07
Ich sehe oft genug Radlstationen, wo kein einziges Radl drinsteht. Zumindest da sollten sie doch hin verteilt werden, oder?
(Sofern man noch was zum Verteilen hätte.)

Geschrieben von: Iarn am 24 Dec 2019, 09:42
https://radmarkt.de/nachrichten/muenchen-mvg-rad-nachverdichtung-ohne-e mit einigen Infos zum Verleihgeschäft der MVG.

An diese Stelle noch mal ein Verweis auf die mangelnde Wirtschaftlichkeit
QUOTE
Im Zeitraum Oktober 2015 (seit dem Start von MVG Rad) bis September 2019 mussten die Stadtwerke einen Betrag von 2,3 Millionen Euro zuschießen. Anders ausgedrückt: trotz hoher Nutzer- und Verleih-Zahlen arbeitet das System nicht kostendeckend &#8211; und wird es auch wohl nie. So kommt das Referat für Arbeit und Wirtschaft zu der Einsicht, dass das Mietrad-System »perspektivisch nicht eigenwirtschaftlich zu betreiben« sei.

Deswegen wird auch auf die Kostenbremse gedrückt und keine Elektro und Lastenräder beschafft.

Geschrieben von: Hot Doc am 24 Dec 2019, 10:46
Wenn ich es richtig verstehe, sind das Defizit hauptsächlich die Investitionskosten. Der Betrieb sollte sich recht gut finanzieren lassen. Bei den vielen Stationen - die viele andere Anbieter nicht haben - kein Wunder.

Damit fährt MVG Rad immerhin besser als MVG U-Bahn.

Geschrieben von: Iarn am 24 Dec 2019, 11:13
Ich verstehe "perspektivisch nicht eigenwirtschaftlich" genau anders herum.

Geschrieben von: Hot Doc am 24 Dec 2019, 11:41
QUOTE (Iarn @ 24 Dec 2019, 12:13)
Ich verstehe "perspektivisch nicht eigenwirtschaftlich" genau anders herum.

Hatte ich bis jetzt auch, lese es aber aus dem Artikel anders heraus.

Geschrieben von: TravellerMunich am 24 Dec 2019, 22:10
Jede Fahrt mit MVGRad wurde offenbar mit über einem Euro pro Fahrt bezuschusst. Die meisten Großstädte in Deutschland melden rund einen Verleihvorgang pro Rad und Tag, ohne dass ich am Heilgabend Lust habe, das für München auszurechnen. Die Jubelmeldungen für MVGRad im Landkreis vor kurzem ergeben einen Verleihvorgang pro Rad und Woche, aber Journalisten rechnen nie und daher fällt das keinem auf. Es wäre effektiver gewesen, die Räder zu verschenken.
Die U-Bahn München übrigens gehört zu den effizientesten und kostendeckendster U-Bahn-Systemen der Welt, kann jeder selbst ausrechnen, der sich die Zahlen ansieht. Da ist die U-Bahn ein Schnäppchen im Vergleich zu MVG Rad.

Geschrieben von: Cloakmaster am 24 Dec 2019, 23:28
Gerüchteweise soll die Ubahn in Hongkong Gewinne einfahren...

Geschrieben von: TravellerMunich am 24 Dec 2019, 23:56
QUOTE (Cloakmaster @ 25 Dec 2019, 00:28)
Gerüchteweise soll die Ubahn in Hongkong Gewinne einfahren...

Durch die Einkaufszentren drüber. Ja.
Ansonsten ist die MVG stolz drauf, bei den Betriebskosten kostendeckend zu sein.
Da gehört die U-Bahn dazu. Und es ist mindestens europaweit einmalig, in den USA sind es eher 20 Prozent. München ist der Sparmeister Europas. Der SPD sei dank.

Geschrieben von: Boris Merath am 25 Dec 2019, 02:07
Es geht aber ja nicht nur um die Kosten an sich (2,3Mio pro Jahr sind jetzt nun wirklich nicht das Problem), sondern um die Bereitstellung eines möglichst umfassenden ökologischen Verkehrssystems. Und für mich sind Call-a-Bike oder MVG Rad halt ein Baustein der mich mobil macht - auch wenn ich es absolut gesehen nicht so wahnsinnig oft nutze, schließt es doch eine Lücke in meiner Mobilität, eben gerade dadurch dass es relativ flächendeckend und spontan verfügbar ist.

Hier hat das MVG Rad durch die starke Stationsbezogenheit aber auch ein paar Nachteile... beim Call a bike war gefühlt zumindest innerhalb des mittleren Rings meist eines zwei bis drei Straßen entfernt. Durch die Stationen muss man gefühlt doch weiter laufen.

hätte man die Räder verschenkt hätte das aber nichts gebracht - weil mein eigenes Rad ist im Zweifel im Keller und nicht da wo ich es grade zufällig brauche.

Aus der Sicht finde ich es ganz klar einen Fehler keine Lastenräder bereitzustellen - die Verfügbarkeit eines Lastenrades wäre für mich wesentlich - ich habe nicht oft größere Sachen zu transportieren, aber wenn ich mal z.B. nen richtigen Großeinkauf beim V-Markt mache wäre das Lastenrad schon ein großer Gewinn.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 25 Dec 2019, 10:23
QUOTE (Boris Merath @ 25 Dec 2019, 03:07)
Aus der Sicht finde ich es ganz klar einen Fehler keine Lastenräder bereitzustellen - die Verfügbarkeit eines Lastenrades wäre für mich wesentlich

Die "freien Lastenradler" scheinen auch wieder auf dem absteigenden Ast zu sein, da gibts laut Webseite grad noch 2 Stück in Trudering.

Was halt am System MVG-Rad ankaast, das z.B. in Grünwald an die 50 Räder rumstehen müssen u.A. an so eher absurden Stationen wie Wörnbrunn.

Hat eigentlich jemand im letzten halben Jahr einen Nextbiketransporter im Stadtgebiet gesehen? Ich nicht. Und das lässt mal für die nächste Zeit wieder wenig gutes erwarten.

Geschrieben von: andreas am 25 Dec 2019, 10:53
QUOTE (TravellerMunich @ 25 Dec 2019, 00:56)
Durch die Einkaufszentren drüber. Ja.
Ansonsten ist die MVG stolz drauf, bei den Betriebskosten kostendeckend zu sein.
Da gehört die U-Bahn dazu. Und es ist mindestens europaweit einmalig, in den USA sind es eher 20 Prozent. München ist der Sparmeister Europas. Der SPD sei dank.

aber du siehst ja, auf welchen Kosten man das erreicht hat - überfüllte Fahrzeuge, alte Fahrzeuge, zu wenig Fahrer, ständig ausfallende Kurse usw....

Geschrieben von: TravellerMunich am 25 Dec 2019, 12:07
MVGRad ist schön fürs Image, kommt bei Politik und Medien gut an und wäre etwas, was man unter Marketingausgaben verbuchen könnte. Sinnvoller wohl als diese Mobilitätsmacher-Kampagne, zu einer Zeit, zu der man noch nicht einmal mehr den Fahrplan fahren kann. Als Dreingabe für Abo-Besitzer hätte es was, man könnte auch mit jedem Einzelfahrschein einen Freischaltcode verschenken. Teuer genug ist eine einzelne Fahrt in München mit 3,30 Euro ja inzwischen schon, da wäre das noch ein Zusatznutzen.
Bedenklich wird es dann, wenn Verkehrsunternehmen, Politik oder Stadtplaner meinen, Leihradsysteme könnten Mobilitätsprobleme lösen, es als zentrales Element der Verkehrserschliessung für Neubaugebiete vorsehen (kostet immerhin fast nichts) oder meinen, damit die Zubringerdienste zur U-Bahn ersetzen zu können. Gerade Stadtplaner hegen oft diese Illusion. Es ist gut für das Image, dürfte aber auch aktuell unter den Nutzerzahlen selbst einer einzigen der schwächeren Buslinien liegen. Da zudem die Räder ständig mit LKW herum gekarrt werden müssen und die Lebensdauer überschaubar sein dürfte, ist das System auch nicht besonders nachhaltig oder ressourcenschonend, wohl ganz im Gegenteil. Aber ein nettes Spielzeug immerhin, wenngleich die E-Scooter als Spielzeug ihm derzeit vom Eindruck her den Rang ablaufen.

Geschrieben von: Iarn am 25 Dec 2019, 13:21
QUOTE (Boris Merath @ 25 Dec 2019, 02:07)
Es geht aber ja nicht nur um die Kosten an sich (2,3Mio pro Jahr sind jetzt nun wirklich nicht das Problem), sondern um die Bereitstellung eines möglichst umfassenden ökologischen Verkehrssystems.

Das ist allerdings eine Abkehr vom Dagma der Kostendeckung und pseudo- nachfragegerechtem Angebot, welches die Münchner Verkehrspolitik die letzten 20 Jahre verfolgt hat.

Geschrieben von: andreas am 25 Dec 2019, 15:49
QUOTE (TravellerMunich @ 25 Dec 2019, 13:07)
MVGRad ist schön fürs Image, kommt bei Politik und Medien gut an und wäre etwas, was man unter Marketingausgaben verbuchen könnte. Sinnvoller wohl als diese Mobilitätsmacher-Kampagne, zu einer Zeit, zu der man noch nicht einmal mehr den Fahrplan fahren kann. Als Dreingabe für Abo-Besitzer hätte es was, man könnte auch mit jedem Einzelfahrschein einen Freischaltcode verschenken. Teuer genug ist eine einzelne Fahrt in München mit 3,30 Euro ja inzwischen schon, da wäre das noch ein Zusatznutzen.
Bedenklich wird es dann, wenn Verkehrsunternehmen, Politik oder Stadtplaner meinen, Leihradsysteme könnten Mobilitätsprobleme lösen, es als zentrales Element der Verkehrserschliessung für Neubaugebiete vorsehen (kostet immerhin fast nichts) oder meinen, damit die Zubringerdienste zur U-Bahn ersetzen zu können. Gerade Stadtplaner hegen oft diese Illusion. Es ist gut für das Image, dürfte aber auch aktuell unter den Nutzerzahlen selbst einer einzigen der schwächeren Buslinien liegen. Da zudem die Räder ständig mit LKW herum gekarrt werden müssen und die Lebensdauer überschaubar sein dürfte, ist das System auch nicht besonders nachhaltig oder ressourcenschonend, wohl ganz im Gegenteil. Aber ein nettes Spielzeug immerhin, wenngleich die E-Scooter als Spielzeug ihm derzeit vom Eindruck her den Rang ablaufen.

wobei ich bei den E-Scootern schon den Eindruck habe, daß die ein echtes Schönwetterverkehrsmittel sind - wie jetzt die Woche vor Weihnachten überall schön Fön war in München sah man wieder mehr, die wochen davor, als es eher feucht und kalt war hatte ich den Eindruck, daß da wenig damit gefahren sind...

Geschrieben von: Hot Doc am 25 Dec 2019, 21:34
Für mich hapert die ganze Diskussion daran, dass die Zahlen nicht klar sind. Hier wird mit lauter Vermutungen argumentiert. Ich versuche nochmal die Zahlen zusammenzufassen.

Es gibt inzwischen 160.000 angemeldete Nutzer. Das finde ich eher schwach, allerdings haben die 1,8 Millionen Fahrten hingelegt. D.h. jeder Nutzer schon mehr als 10 Fahrten. Das wiederum ist für ein Fahrzeug, das eher für die spontane Fahrt gedacht ist, nicht schlecht.
2,3 Millionen Euro musste die SWM über 4 Jahre zuschießen. Andererseits ist (mir) nicht wirklich klar, ob damit nur der Betrieb gedeckt wurde, oder ob da eben doch ziemlich große Anfangsinvestitionen und das aktuelle Ausbauprogeamm finanziert wurden (wovon ich eher ausgehe und was das ganze auch deutlich weniger schlimm machen würde, da auch bei anderen Verkehrsträgern die Investitionen eben getrennt vom Betrieb betrachtet werden).
Bei aktuell 3.200 Rädern ergibt sich eine Zahl von knapp 0,4 Nutzungen pro Tag und Rad. Wenn man jetzt bedenkt, dass am Anfang deutlich weniger Räder zur Verfügung standen, dass ein Rad auch mal kaputt ist, und dass im Winter einfach deutlich weniger gefahren wird, finde ich den Wert für den Anfang gar nicht so schlecht.

Im Artikel ist noch die Rede davon, dass MVG-Rad 27.000 Euro pro Jahr einnehmen müssten um kostendenkend zu sein. Da stimmt irgendwas überhaupt nicht mit dieser Zahl.
Die laufenden Kosten müssen deutlich höher sein, da allein eine Stelle mehr Geld kosten müsste. Es kann also gemeint sein, dass man 27.000 Gewinn machen muss, um die erwarteten Investitionen selber zu stemmen. Wir reden aber gerade nur von den laufenden Kosten, da wir uns - glaube ich - einig sind, dass die Investionen im ÖPNV eigentlich so gut wie nie reingeholt werden können.

Mir ist das noch zu undurchsichtig.....

Geschrieben von: TravellerMunich am 26 Dec 2019, 11:34
Im RIS der Landeshauptstadt ist der Beschluss vom 19. November eingestellt, die Zahlen sind transparent dargestellt.
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_vorlagen_dokumente.jsp?risid=5651254

Bislang wurden für das vorhandene System 17,36 Mio. Euro investiert, davon knapp die Hälfte durch die Stadt, das übrige von den Stadtwerken. Jetzt sollen 1200 Räder und 125 Stationen dazu kommen und nochmals 4,3 Mio. Euro ausgegeben werden. Dazu kam seit Inbetriebnahme ein Betriebskostendefizit von 2,3 Mio Euro. Das heißt selbst ohne die Investitionen zu berücksichtigen wurde jede Fahrt mit 1,27 Euro bezuschusst. Geht man von einer eher sehr hohen Lebensdauer von 6 Jahren pro Rad aus und bleiben die Ausleihen pro Jahr bei im Schnitt 0,5, dann kostet jeder Ausleihvorgang 3,30 Euro Investitionskosten plus 1,27 Betriebskostendefizit, jede Fahrt wird also mit rund 4,50 Euro bezuschusst. Die Ausleihdauer liegt im Schnitt zwischen 15 und 20 Minuten, d.h. es werden um die 4 km Strecke zurück gelegt, jeder selbst mit eigener Muskelkraft gefahrene Kilometer also mit 1 Euro bezuschusst. Da stellt sich schon eine Gerechtigkeitsfrage bzw. die Frage der Verhältnismäßigkeit. Ist es für den Umweltschutz wirklich so sinnvoll, für eine Fahrt mit dem Leihrad 4,50 Euro zuzuschießen?

Für die Zukunft rechnet die MVG mit einem jährlichen Betriebskostendefizit von 1,6 Mio Euro, was für 2020 von der MVG alleine zu tragen ist.
Der bislang stärkste Monat war der Juni 2019 mit 120.000 Ausleihen im Monat, im Winter waren es um die 20.000 pro Monat und noch im Mai um die 70.000. Für Juli und danach werden keine Zahlen aus 2019 genannt, ab dann begann die E-Scooter-Welle. Im besten Monat wurde jedes Rad also im Schnitt 1,3 mal ausgeliehen, im Jahresschnitt 2018 wurde ein Rad wohl jeden zweiten Tag einmal bewegt.

Geschrieben von: Jean am 26 Dec 2019, 11:46
Es ist doch so: für den normalen Fahrbetrieb dreht man jeden Euro zwei Mal im und dann gibt es genug Geld für den MVG Tiger und die Fahrräder...irgendwo stimmt was nicht mehr!

Geschrieben von: Hot Doc am 26 Dec 2019, 17:01
Ich kann Trevellers Rechnung nur bedingt zustimmen.
Trotzdem zunächst erstmal vielen Dank für den Link, der bringt uns schon deutlich weiter.

Die Bezuschussung von ca. 1,27¤ pro fahrt bei den Betriebskosten, halte ich für nicht so dramatisch, zudem sollte sich da schon noch was ändern. Wenn man die Statistik der angemeldeten Nutzer und auch die der Fahrten über die Jahre ansieht, ist hier ein stetiges Wachstum vorhanden. Im letzten Jahr nochmal besoders deutlich nach weiteren Radanschaffungen und Eröffnungen neuer Stationen. Hier wird sich die Zahl der Nutzungen sicher weiter erhöhen und stabilisieren und damit auch die Bezuschussung pro Fahrt sicher noch etwas reduzieren.

Der zweite Teil ist der Investitionsteil. Hier gehst du von 6 Jahren Radlebensdauer aus. Da bin ich mal gespannt, was da die Realität sagt. Ist für mich schwer einzuschätzen.
Danaben tust du aber so, als ob die ganze Investitionssumme nur auf die Räder gerechnet würde. Das ist aber mitnichten der Fall. Im Gegenteil. Offensichtlich sind die Stationen teuerer als die Räder, die darin Platz haben und zudem war sicher auch die IT rund um die Ausleihe nicht gerade günstig. Diese Invstitionen kommen aber so schnell nicht nochmal und müssen über weit mehr Jahre (bei Einrichtungen der ÖPNV gewöhnlich 25 Jahre) berechnet werden.

PS: Das ist übrigens mein zweiter wesentlicher Kritikpunkt neben der für große Menschen schlicht beschissenen Ergometrie der Räder: das Ausleihen und Zurückgeben ist zu kompliziert.


Geschrieben von: Tram-Bahni am 26 Dec 2019, 17:25
QUOTE (Hot Doc @ 26 Dec 2019, 17:01)
und Zurückgeben ist zu kompliziert.

Schloss schließen und Ok drücken bzw. einfach in die Station schieben. Kompliziert?

Geschrieben von: Hot Doc am 26 Dec 2019, 18:23
Lass und sagen zu unverlässlich. Hab in meinen wenigen Fahrten schon 2x Probleme gehabt, dass das Rad in der Station nicht erkannt und gesperrt wurde und einmal, dass trotz Schloss schließen keine Bestätigung kam, dass das Rad abgegeben wurde.
Nevt schon ziemlich bei jeder 2. Fahrt ein Problem mit dem zurückgeben.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 26 Dec 2019, 18:30
Dann wäre unzuverlässig das gesuchte Wort, nicht kompliziert.
Und ja, wobei es derzeit etwas besser geht, als vorigen Winter. Aber lass es erst kalt werden.

Geschrieben von: Iarn am 26 Dec 2019, 19:52
QUOTE (Hot Doc @ 26 Dec 2019, 17:01)
Die Bezuschussung von ca. 1,27¤ pro fahrt bei den Betriebskosten, halte ich für nicht so dramatisch, zudem sollte sich da schon noch was ändern.

Bei den konventionellen Verkehrmitteln hat man das Gefühl, es stirbt jedes Mal in der Emmy Noether Straße jemand einen Herzinfakt, wenn pro Fahrt 10 Cent an Betriebskosten zugeschossen werden müssten.

Ich habe nichts dagegen, wenn umweltfreundliche Verkehrsmittel bezuschusst werden aber hier habe ich das Gefühl, man misst mit deutlich zweierlei Maß.

Geschrieben von: Hot Doc am 26 Dec 2019, 20:10
Ich möchte mal wissen mit wieviel Euro bzw. Mark in den ersten 4 Jahren der U-Bahn bezuschusst wurde. Ich glaube da sind wir bei ganz anderen Zahlen.

Und ich denke hier kommt es eben schon auf die Abdeckung an. MVG-Rad hat nach der nächsten Erweiterung das gesamte Stadtgebiet mit einigen Umlandgemeinden abgedeckt. Das ist mehr als die U-Bahn aktuell.
Wenn du mal guckst, was so ein halbvoller Quartiersbus an Zuschuss braucht, da kommt wahrscheinlich mehr zusammen. Trotzdem wird er halt als Zubringer im Gesamtnetz gebraucht. MVG-Rad ist ein weiterer wichtiger Meilenstein.

Ich würde mich eher fragen, was MVG-Rad anders macht als andere, die sich schon selbstfinanziert halten können.
Einen Punkt kann ich beantworten (und der ist zumindest mit maßgeblich): man beschränkt sich nicht auf die lukrative Innenstadt, sondern versucht eine möglichst umfassende Abdeckung zu bekommen.

Geschrieben von: Iarn am 26 Dec 2019, 21:48
Der Punkt ist die U-Bahn war etwas was es in München vorher noch nicht gab. Vor MVG Rad hat man in München Call a Bike benutzt und es war auch gut.
Wie bei so vielem (z.B. der Handy App) muss die MVG aber auf Teufel komm raus andren öffentlichen Verkehrsunternehmen (DB, MVV) Konkurrenz machen. Aus meiner Sicht wäre es wesentlich sinnvoller gewesen mit der DB zu kooperieren als sie mit Quersubventionen aus dem Markt zu drängen.

Geschrieben von: Jean am 27 Dec 2019, 06:29
QUOTE (Iarn @ 26 Dec 2019, 21:48)
Der Punkt ist die U-Bahn war etwas was es in München vorher noch nicht gab. Vor MVG Rad hat man in München Call a Bike benutzt und es war auch gut.
Wie bei so vielem (z.B. der Handy App) muss die MVG aber auf Teufel komm raus andren öffentlichen Verkehrsunternehmen (DB, MVV) Konkurrenz machen. Aus meiner Sicht wäre es wesentlich sinnvoller gewesen mit der DB zu kooperieren als sie mit Quersubventionen aus dem Markt zu drängen.

Zustimm. Zumindest bei den E-Rollern hat man dazu gelernt.

Geschrieben von: Jean am 2 Jan 2020, 10:59
Die Station Schatzbogen ist außer Gefecht. Alle 8 Räder scheinen platt zu sein. Ich habe es auch bereits gemeldet. Da scheint sich wohl jemand ausgetobt zu haben. Man kann die MVG hassen wie man will, es ist aber kein Grund deren Eigentum zu schädigen!

Geschrieben von: Auer Trambahner am 2 Jan 2020, 11:49
QUOTE (Jean @ 2 Jan 2020, 11:59)
die MVG ... deren Eigentum

Die Kraxn gehören doch Nextbike?

Geschrieben von: Jean am 2 Jan 2020, 11:52
QUOTE (Auer Trambahner @ 2 Jan 2020, 11:49)
Die Kraxn gehören doch Nextbike?

Da bin ich überfragt...auf den Rädern steht zumindest MVG drauf. unsure.gif

Geschrieben von: Iarn am 8 Jul 2020, 22:45
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/mietraeder-ottobrunner-eigensinn-1.4961313
Der Ottobrunner OB wehrt sich nicht nur gegen Trambahnen sondern auch gegen Mieträder. Anscheinend macht er nichts unter einer U-Bahn.

Geschrieben von: Jean am 7 Apr 2021, 08:32
Bisschen Staub weg wisch: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/muenchen-landkreis-mvg-rad-strafgebuehr-wildparken-1.5256408. Im Unland dürfen die Fahrräder zukünftig nur noch in den Abstellstationen abgegeben werden. Sehr kundenfreundlich.

Geschrieben von: Iarn am 7 Apr 2021, 09:19
Wobei das von Anfang an so konzipiert war und bis jetzt unter Kulanz gelaufen ist. Wirklich vorwerfen kann man der MVG maximal schlechte Kommunikation

Geschrieben von: Entenfang am 7 Apr 2021, 22:26
Für mich persönlich schmälert der Rückgabezwang an Stationen die Attraktivität von Sharing-Angeboten erheblich. Ich sehe die Vorteile eher darin, dass man vielleicht mit dem Rad irgendwohin fahren kann, wo die ÖV-Anbindung eher schlecht ist oder dass man eben bis zum gewünschten Ziel fahren kann und dann nicht mehr laufen muss.
In Gemeinden mit einer guten Stationsabdeckung (z.B. Garching) gehts vielleicht noch, aber was bringt es, wenn es wie z.B. in Höhenkirchen nur eine einzige Station am Bahnhof gibt? Irgendwie kann ich mir nur schwer vorstellen, dass da jetzt massenweise Leute in die Siedlung Faistenhaar radeln...

Geschrieben von: Iarn am 7 Apr 2021, 22:50
Für mich ist das ein schwer lösbares Problem. Rückgabezwang an den Stationen schmälert die Attraktivität, überall abstellen führt dazu, dass die Räder de facto dauern mit einem Kfz wieder abgeholt werden müssen, da an vielen Abstellorten nicht genügend Leute vorbei kommen.

Im Endeffekt ist außerhalb dich besiedelter Ortschaften so ein Dienst wahrscheinlich nicht kostendeckend zu betreiben. Bisher wollte die MVG augenscheinlich expandieren, egal was es kostet, was jetzt in Corona Zeiten halt doch nicht fliegt.

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 8 Apr 2021, 07:11
Einen Lösungsansatz, der m. W. in Leipzig praktiziert wird ist, besteht in der Beschränkung der freien Rückgabe auf bestimmte Hauptstraßenzüge bei gleichzeitig deutlich erweitertem Rückgabegebiet. Damit ließe sich auch in Faistenhaar & Co. eine gute Erschließung bei noch vertretbarem Einsammelaufwand (gut, In Faistenhaar wohl nie.... dry.gif) realisieren.

Geschrieben von: Jean am 8 Apr 2021, 07:28
QUOTE (Iarn @ 7 Apr 2021, 23:50)
Im Endeffekt ist außerhalb dich besiedelter Ortschaften so ein Dienst wahrscheinlich nicht kostendeckend zu betreiben. Bisher wollte die MVG augenscheinlich expandieren, egal was es kostet, was jetzt in Corona Zeiten halt doch nicht fliegt.

In Corona Zeiten würde ich eh sagen, es kann nicht sein, dass dieser defizitäre Dienst weiterhin angeboten wird. rolleyes.gif

Geschrieben von: ET 415 am 8 Apr 2021, 09:59
Man könnte doch folgenden Kompromiss finden: Im Landkreis ist die Rückgabe innerhalb geschlossener Ortschaften auch außerhalb einer Station möglich. Das Abstellen außerhalb geschlossener Ortschaften dagegen ist kostenpflichtig, da es hier sehr aufwendig sein kann, das Rad zurück zu transportieren, z.B. aus den Isarauen.

Geschrieben von: Jojo423 am 8 Apr 2021, 10:43
QUOTE (Iarn @ 7 Apr 2021, 21:50)
Im Endeffekt ist außerhalb dich besiedelter Ortschaften so ein Dienst wahrscheinlich nicht kostendeckend zu betreiben. Bisher wollte die MVG augenscheinlich expandieren, egal was es kostet, was jetzt in Corona Zeiten halt doch nicht fliegt.

MVG Rad wurde doch immer von den Gemeinden quer subventioniert?

Geschrieben von: MVG-Wauwi am 8 Apr 2021, 13:10
Schon - aber eben nur auf Basis des jetzt durchgesetzten stationsbasierten Modells.

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