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[M] Bilanz der Münchner Verkehrspolitik, aus: [M] Jahresfahrplan 2014 [Zur Themenübersicht]
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viafierretica
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 14:19


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Das Problem ist, dass unter der Regierung Ude anfangs einiges getan wurde, aber seit gut 10 Jahren die Stadt nur noch verwaltet wurde und der seit Jahren bestehende Einwohnerzuwachs konsequent ignoriert wurde. Die Tram-Westtangente wurde vor 22 (!!!) Jahren beschlossen, und man kann von großem Glück reden, wenn sie 30 Jahre nach Beschluss realisiert wird. Die Fahrgastzahlen nahmen konsequent zu, und die MVG hat v.a. auf der U-Bahn das Angebot reduziert, bei der Tram funktionierende P-Wagen verschrottet und zu wenig neue Fahrzeuge bestellt. Alles wurde bis auf die letzten Reserven ausgereizt und gespart, wo es ging. Man kann problemlos 5 bis 10 Jahre bei einem gut funktionierenden System sparen, aber dann kommt die Rechnung, und die ist bitter. Alte U-Bahn-Wagen sehen jämmerlich aus, Zugausfälle und Verspätungen ohne Ende. Und in der Stadtentwicklung ist es keinen Deut besser: statt einer U-Bahn nach Englschalking Vorschub zu leisten, werden am künftigen Knoten Englschalking freie Wiesen mit Einfamilienhäusern zugesch----. Im Bereich Bahn bekommt die Stadt München rein gar nichts auf die Reihe, 12 Jahre hat man der Bay. Staatsregierung nachgeplappert, dass die Lösung aller Probleme nur die 2. Stammstrecke sein kann. Bei schnell umsetzbaren Maßnahmen wie dem Halt Poccistraße ist man erschreckend passiv und tut nichts, aber rein gar nichts, um das voranzutreiben. Dieser Stadt fehlt der Mut, die Stadt irgendwie voranzubringen und plappert lokalen Egozentrikern-Initiativen nach.
    
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viafierretica
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 14:20


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QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 12:31)
Hierzuforum wird aber irgendwie erwartet, dass die MVG die Probleme, die durch Jahrzehnte der Fehlplanung entstanden sind, jetzt, wo die Probleme offensichtlich werden, innerhalb von einem halben Jahr löst. Und daraus, dass sie das nicht tut, wird dann gefolgert, die MVG wäre imkompetent und/oder sähe keinen Lösungsbedarf.

Sorry, Leute. So funktioniert das nicht.

Und was ich sehe, ist: die MVG reißt sich den Arsch auf, um endlich Angebotsverbesserungen bei U-Bahn und Tram umsetzen zu können. Die Gründe, dass das sehr zäh läuft, liegen außerhalb dem Einflussbereich der MVG. Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

"Der Hund hat die Hausaufgaben gefressen" ist nur dann eine schlechte Ausrede, wenn es auch eine Ausrede ist. Bei der MVG kommt das der Realität der letzten paar Jahre aber ziemlich nahe.

Die MVG verkündet nun seit 3 Jahren die Taktverdichtung der 15/25, ohne dass sie jemals umgesetzt wurde. Aber die Fahrpreise wurden u.a. mit dieser Verdichtung ohne schlechtes Gewissen erhöht.
    
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spock5407
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 14:21


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QUOTE (viafierretica @ 30 Nov 2013, 14:19)
Das Problem ist, dass unter der Regierung Ude anfangs einiges getan wurde, aber seit gut 10 Jahren die Stadt nur noch verwaltet wurde......(snip)....... Dieser Stadt fehlt der Mut, die Stadt irgendwie voranzubringen und plappert lokalen Egozentrikern-Initiativen nach.

Jawoll. Das trifft genau ins Schwarze.

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München, Stadt der Nachfrage und Gerechtigkeit. Make Munich Tram Great Again!
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Lazarus
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 14:43


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Zum Glück für den Münchner ÖPNV kann Ude nicht ein weiteres Mal als OB kandidieren.....

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Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!

    
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Sendlinger
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 15:39


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Alleine gewesen ist er es aber auch keineswegs:

- Erst der parteipolitisch bedingte Kleinkrieg um die Nordtangente mit der Attitüde "wir gönnen Dir keinen Erfolg, und wenn das tausend Mal sinnvoll wäre"
- Dann die Transrapid-Träume der Stober-Ära, bei der jede Verbesserung im S-Bahn-Bereich als "Humpel-Express" und ähnliches verunglimpft wurde und jegliche Fortentwicklung der S-Bahn aus dem Sichtfeld geriet (das ist jetzt Landesebene !) - Ausgang leidlich bekannt.
- Dann die wundersame Studie mit der Abwägung Südring vs. Stamm2, bei der auf genauso wundersame Weise Ude auf die Linie eines Herrn Wiesheu eingeschwenkt ist, der wiederum dann aus seinem Amt "verdunstet" ist.
- Dann die willkürliche Festlegung "Ohne Stamm2 nix auf den Außenästen", auch auf Landesebene
- Dann der Kampf mit dem KNF und das Zusammenstreichen von Details mit dem "Gipfel" einer zweiten kompletten Umplanung des Ostabschnitts, von den Widersprüchlichkeiten der dann nicht barrierefreien ÜFEXe an 96cm-Bahnsteigen und dem an manchen Stellen skuril anmutenden Betriebskonzept mal abgesehen. Dauert ja bis heute an und behindert immer noch alles inklusive der Westtangente

Hinzu kommt die offensichtliche Konzeptlosigkeit in Sachen nachhaltiger Problemlösung im großen Paket "Bahnknoten München", bei dem dem Land nichts anderes einfällt als die Trasse Daglfing-Johanneskirchen doch einfach mal oberirdisch anzusetzen, damit die Stadt München nur ja finanziell bluten muß für eine Tunnellösung oder der ganz offiziell eingebrachte absonderliche Vorschlag eines Fernverkehrstunnels Trudering-Grafing im Bundesverkehrswegeplan, der für eine Entlastung des Güterverkehrs im Brenner-Nordzulauf sorgen soll ? Vom ewigen Geschwurbel um die längst nötigen viergleisigen Ausbauten der Strecken nach Markt Schaben, nach Freising und (natürlich) Richtung Geltendorf muss ich nichts extra erzählen
Hier zeigt sich auf Landesebene ebenso eine Konzept- und Ideenlosigkeit sondersgleichen, gepaart mit der Einstellung "des oide Glumpp braucht doch eh koaner, hot doch a jeder a Auto". Das erscheint mir die wahre "Null-Bock"-Generation gewesen zu sein ...

Von der Bundesebene brauchen wir gar nicht erst reden, dort gabs verkehrspolitisches Versagen gleich in Serie, egal bei welcher farblichen Kombination, angefangen noch in den letzten Zügen der Kohl-Ära. Und da mache ich durch die Bank keine Ausnahme. Es war einfach kein Interesse am Thema vorhanden. Hauptsache, man kann bei Eröffnungen von irgendwas, bevorzugt Autobahnen, wie leer sie auch immer danach sein mögen, dann die Bänder durchschneiden und das wird im Fernsehen und der Zeitung mit den vier Buchstaben abgebildet. Und wenns zur Sache gegangen wäre "was, das kost ja Geld, und so viel". Obendrauf der dann der aus heutiger Sicht völlig missratene "Glücksgriff" eines Herrn Mehdorn, der ja erst recht keinen Cent rausrücken, sondern ihn bestenfalls kassieren wollte "Der Betrieb von Toiletten gehört nicht zum Auftrag der Deutschen Bahn AG".

Hammer noch was ?

Also, sehen wir die Fakten mal im großen Bild, KEINER hatte Lust, KEINE hatte Ideen und erst recht hatte KEINER wirklich Ahnung vom Thema. Klar stumpft dann jeder Beteiligte ab, "Nö, die Windmühle, die ich da bekämpfen müsste, die ist mir jetzt egal, passt scho" ...

Bearbeitet von Sendlinger am 30 Nov 2013, 16:24

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Stolzes Mitglied der Autonomen Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front


“Never argue with stupid people, they will drag you down to their level and then beat you with experience.” - Zitat wird sowohl Mark Twain als auch George Carlin zugeschrieben
    
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Jean
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 18:31


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Mehdorn hat ja auch nur getan was die Politik wollte... ph34r.gif

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Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Lazarus
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 18:55


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Ja gut Sendlinger, mit der Aufzählung hast du sicher recht. Aber selbst unter den widrigen deutschen Bedingungen haben andere deutsche Städte deutlich mehr geschafft an Ausbau wie München. Dazu kommt dann noch, das man seit Jahren nur der Nötigste beim Fahrplanwechsel macht. Nämlich nur das, wo man schlicht nicht mehr anders kann, weil die Zustände so gravierend sind, das man nicht mal mehr befördern sagen kann, sondern eher Viehtransport.

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Sendlinger
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 19:15


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QUOTE (Lazarus @ 30 Nov 2013, 18:55)
Ja gut Sendlinger, mit der Aufzählung hast du sicher recht. Aber selbst unter den widrigen deutschen Bedingungen haben andere deutsche Städte deutlich mehr geschafft an Ausbau wie München. Dazu kommt dann noch, das man seit Jahren nur der Nötigste beim Fahrplanwechsel macht. Nämlich nur das, wo man schlicht nicht mehr anders kann, weil die Zustände so gravierend sind, das man nicht mal mehr befördern sagen kann, sondern eher Viehtransport.

An welche konkreten Beispiele anderer Städte denkst Du denn da ? Ich bin ja gerne lernfähig ...
Und das nur das nötigste tun ist natürlich ein Teufelskreis - "ich kann nicht mehr tun, als es der Wagenpark erlaubt, selbst wenn ich wollte". Das ist selbstverständlich auf der städtischen Seite zu suchen; ich stehe immer noch zu meiner geäußerten Meinung, dass z.B. 20 R3 eben keine 40 P-Züge ersetzen konnten. Überzogenes Sparen am falschen Fleck, ebenso wie das frühere sinnbefreite Abbauen von Überholgleisen oder auch Umleitungsstrecken wie Karlstraße. Insofern ist jetzt das beinahe schon offensive Einkaufen von Bussen für so Experimente wie den X30 auf eigene Rechnung OHNE explizite Förderung aus dem Stadtsäckel ja fast schon sowas wie eine Kehrtwende ... ph34r.gif

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Lazarus
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 19:39


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Gut, das man nur das fahren kann, was der Fuhrpark hergibt, ist schon klar. Aber allein die Tatsache, das man es etwa 7 Jahre lang nicht einmal für nötig befand, den Wagenpark zu erweitern, spricht auch Bände und das obwohl schon zum Zeitpunkt der Ablieferung der letzen R3 sich deutlich abgezeichnet hat, das man bald möglichst neue Wagen brauchen würde. Die Ablösung der P war rückblickend gesehen ein grosser Fehler. Das man glaubte 40 P durch nur 20 R zu ersetzen, war einer der grössten Fehler, die sich König ankreiden lassen muss. König sollte heilfroh sein, dass das Unternehmen, für das er gerade arbeitet, zu 100 % der Stadt gehört. In der freien Wirtschaft wär er längst Geschichte....

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sebastian_t
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 19:51


Tripel-Ass


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Beiträge: 196




Ich bin zufrieden mit dem Nahverkehr in München.
Den Kritikern: es fehlt der Nachweis dass die Ude und König Nachfolgern es besser machen werden.
Und genau dies ist die Chance: jetzt vorher, könnt ihr eur Vorschlag auf dem Tisch legen, wie man mit weniger Geld der Ausbau, die Angebotserweiterung, Fahrzeugbeschaffung und Zulassung.
Nachher meckern kann ja jeder (sieht man) - also? Kann ruhig ein längerer Plan sein (10 Jahre), der muss nur Euren Ansprüchen genügen.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 30 Nov 2013, 22:03


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Mitglied seit: 18 Nov 02
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Chat: BorisM 

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QUOTE (viafierretica @ 30 Nov 2013, 14:20)
Die MVG verkündet nun seit 3 Jahren die Taktverdichtung der 15/25, ohne dass sie jemals umgesetzt wurde. Aber die Fahrpreise wurden u.a. mit dieser Verdichtung ohne schlechtes Gewissen erhöht.

Es wurden in der selben Zeit aber auch diverse Verbesserungen sowohl bei der Tram als auch bei der U-Bahn umgesetzt. Dass es ausgerechnet auf dem 15/25 nicht vorangeht ist für die Fahrgäste dieser Linie ärgerlich - aber zu behaupten, es hätte gar keine Verbesserungen gegeben ist so auch nicht richtig.

QUOTE (GSIISp64b @ 30 Nov 2013, 12:31)
Dass jetzt der Avenio auch zu spät kommt, zeigt ja: Die Varios waren kein Fehlkauf. Jeder andere Hersteller kann genauso Verspätungen produzieren oder die Dokumentation nicht nach den hohen Ansprüchen der TAB Oberbayern erstellen.

Das stimmt so auch nicht. Der Avenio kommt sehr früh. Hut ab vor Siemens, dass sie diesen eigentlich absurd kurzen Zeitplan gewagt haben, und Hut ab, dass sie es, so wie es momentan aussieht, beinahe geschafft hätten.

Der Fehler lag hier einzig in der Öffentlichkeitsarbeit - man hätte von Anfang an klar sagen sollen, dass man das sehr ehrgeizige Ziel Fahrplanwechsel hat, aber dass das auch schieflaufen kann bei derart knappem Zeitplan. Wenn die Avenios wirklich bis April fahren, dann bin ich immer noch verblüfft, wie gut die Inbetriebnahme und Zulassung geklappt hat - und das auch noch mit der Münchner TAB.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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viafierretica
  Geschrieben am: 1 Dec 2013, 00:54


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QUOTE (sebastian_t @ 30 Nov 2013, 19:51)
Ich bin zufrieden mit dem Nahverkehr in München.
Den Kritikern: es fehlt der Nachweis dass die Ude und König Nachfolgern es besser machen werden.
Und genau dies ist die Chance: jetzt vorher, könnt ihr eur Vorschlag auf dem Tisch legen, wie man mit weniger Geld der Ausbau, die Angebotserweiterung, Fahrzeugbeschaffung und Zulassung.
Nachher meckern kann ja jeder (sieht man) - also? Kann ruhig ein längerer Plan sein (10 Jahre), der muss nur Euren Ansprüchen genügen.

Weniger Geld geht fast nicht: die MVG finanziert fast alles aus Fahrgeldeinnahmen (ausser Nachtlinien und ein paar Sonderfälle), die Stadt München investiert seit 2010, also der Fertigstellung der U nach Moosach, fast keinen cent in Investitionen, nur etwas Geld für den Betrieb der Nachtlinien und Takt 10 bis 10 (immerhin!).
Keine Großstadt gibt - dank der hohen Fahrgastzahlen und der früher sehr hohen Investitionen - so wenig Geld für den ÖV aus. So erfreulich die Rückzahlung von Schulden ist - durch das Nichtinvestieren häuft man einen immer höheren Berg unterlassener Investitionen an. Der ÖV ist deshalb so gut, weil man bis zur Jahrtausendwende sehr viel Geld in den ÖV-Ausbau gesteckt hat, jetzt wird die Substanz heruntergewirtschaftet. Die Sanierung der U-Bahnhöfe wird von den SWM bezahlt und damit vom Geld der Fahrgäste (und vielleicht der Stromkunden?), aber nicht von der Stadt München, die den Vorteil attraktiver U-Bahnhöfe hat. Die Stadt München jammert, dass andere nichts zahlen, aber investiert selbst kein Geld in den ÖV. Würde man jedes Jahr den gleichen Betrag wie vor 20 Jahren für den ÖV-Ausbau auf die Seite legen, gäbe es kein Finanzierungsproblem.
    
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Lazarus
  Geschrieben am: 1 Dec 2013, 01:28


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Wohnort: München


Und im nächsten Monat feiern Ude und König dann eine 400 Meter lange Tramneubaustrecke als tolle Erweiterung ph34r.gif ph34r.gif ph34r.gif

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Rohrbacher
  Geschrieben am: 1 Dec 2013, 01:38


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QUOTE (Lazarus @ 1 Dec 2013, 01:28)
Und im nächsten Monat feiern Ude und König dann eine 400 Meter lange Tramneubaustrecke als tolle Erweiterung ph34r.gif  ph34r.gif  ph34r.gif

Immerhin. Gegen die nächste, deutlich längere Tram-Erweiterung haben die CSUler ja noch nicht fertig protestiert...

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Ja mei...
    
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GSIISp64b
  Geschrieben am: 1 Dec 2013, 02:18


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 4419




Immerhin gab es mit der Linie 23 und der Emmertram in den letzten paar Jahren schon mehr Neubauten bei der Tram als in den X Jahren davor. Die 400 Meter Tram, die jetzt eröffnet werden, sind also nicht alles, was sich in der Richtung getan hat.

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Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
    
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