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http://stellwerke.blogspot.com, Meine Eisenbahngeschichten [Zur Themenübersicht]
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hmmueller
  Geschrieben am: 16 Mar 2012, 23:26


König


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Hallo allerseits, und insbesondere Sicherungsanlageninteressierte -

ich habe nun die ersten 1060 meiner alten Eisenbahnfotos einscannen lassen; und mit 22 davon drei Blogbeiträge zum Lienzer (oder "Lienzner", wie's bei uns geheißen hat) Bahnhof gestaltet:

Lienz 1978, Lienz, WInter 1978, Lienz - die alten Sicherungsanlagen.

Wieso die Fotos einen Trauerrand haben, steht hier - ich lass das einmal so; aber wenn jemand eine Meinung (+ oder -) dazu hat, kann er sich entsprechend äußern ...

Die 1060 - 22 = 1038 weiteren Fotos werde ich ein bissl weniger ausführlich darstellen ...

Grüße allerseits!


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Meine Eisenbahngeschichten - "Von Stellwerken und anderen Maschinen ..."

Die Organe der Bahnerhaltung sind ermächtigt, den Arbeitern zur Aneiferung angemessene Quantitäten von Brot, Wein oder Branntwein unentgeltlich zu verabfolgen.
Nr. XXVII - Vorschriften für das Verhalten bei Schneefällen, K. k. Österreichische Staatsbahnen, Gültig vom 1. Oktober 1906; Artikel 14(5)
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Boris Merath
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 00:21


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Hallo,

sehr interessante Bilder - ich bin ziemlich erstaunt ehrlich gesagt.

Was ich so noch nie gesehen habe (was aber vielleicht häufiger wär?) ist, dass bei den Befehlen des Fahrdienstleiters keinerlei technische Abhängigkeit zum Gleis gegeben ist, sondern dass offenbar nur allgemein die Fahrtrichtung befohlen wird - und dass der Fahrdienstleiter dann auch noch seinem Stellwerker zustimmen muss, das habe ich auch noch nie gesehen :-)

Vermutlich musste der Stellwerker dann den Schlüssel aus dem Ze-Feld erstmal in sein Zentralschloß stecken, und es bestand keine direkte Abhängigkeit zur Hebelbank?

Was ich gerade aber nicht verstehe ist der Schlüssel im Befehlsempfangsfeld - bestand hier am Ende die Abhängigkeit zwischen Befehlsempfang und Signalhebel ebenfalls über das Zentralschloß? Aber ich finde da jetzt kein entsprechendes Schloß im ZS.

Ansonsten sehe ich beim Fahrdienstleiter noch ein Za-Feld, weißt Du was das war?

Zum Thema Doppelstellerhebel: Ganz so selten waren die wohl nicht, und da gibts auch noch welche in Betrieb.

Und zuletzt noch: Weißt Du, wann die Register 5007 ungefähr kamen? Wobei sich bei denen die Frage stellt, ob das wirklich neue waren, oder nicht eher aufgearbeitete von anderen Bahnhöfen - in Österreich war es ja schon immer sehr beliebt Stellwerke von einem Bahnhof in den nächsten zu tragen :-)

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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hmmueller
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 21:19


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QUOTE (Boris Merath @ 17 Mar 2012, 00:21)

Was ich so noch nie gesehen habe (was aber vielleicht häufiger wär?) ist, dass bei den Befehlen des Fahrdienstleiters keinerlei technische Abhängigkeit zum Gleis gegeben ist, sondern dass offenbar nur allgemein die Fahrtrichtung befohlen wird ..


Ich denke, dass es das auf Güterbahnhöfen mit Gruppenausfahrsignalen und Zentralschlössern schon sonstwo noch gegeben haben mag ... aber es stimmt schon. Lienz war ein "lebendes Fossil". Es lief halt alles über den Fernsprecher: "Zug 78007 befährt Gleis 2" / "Zug 78007 befährt Gleis 2" / "Korrekt" ... usw.usf. alles im Fernsprechvormerk mitgeschrieben.

QUOTE
...und dass der Fahrdienstleiter dann auch noch seinem Stellwerker zustimmen muss, das habe ich auch noch nie gesehen :-)


... wenn ich dann versuche, die Anlagen on St.Valentin zu beschreiben, wird's wirklich haarig (wo in der Fahrdienstleitung ein Ff-Feld war, das m.W. die Ze-Felder von Stellwerken festgelegt hat).

QUOTE
Was ich gerade aber nicht verstehe ist der Schlüssel im Befehlsempfangsfeld - bestand hier am Ende die Abhängigkeit zwischen Befehlsempfang und Signalhebel ebenfalls über das Zentralschloß? Aber ich finde da jetzt kein entsprechendes Schloß im ZS.


Ohne es genau aufgeschrieben zu haben, denke ich, es war "ganz normal":

  • Aus dem Zentralschloss bekommt man den Fahrstraßenschlüssel, wenn alle Weichen korrekt gesperrt sind;
  • den steckt man ins Signalstellwerk und verschiebt damit einen kleinen Fahrstraßenschieber (=der Schlüssel "ist" die Fahrstraßenknagge [der Fahrstraßenhebel])
  • Wenn auch noch das Ba-Feld entblockt ist, wird ein Signalschieber freigegeben
  • und man kann freistellen.


Das Za-Feld (was Du oben fragst) ist für die Mittelweiche W30 (+ zugehörigen Sperrschuh). Den Schlüssel dieser Weiche steckt der Fdl ins (m.W.) linke Schloss des Befehlswerks und kann nun das Za-Feld blocken. Am Stw.2 kann nun der Schlüssel unter dem entsprechenden Ze-Feld entnommen und in das Zentralschloss gesteckt werden, sodass Fahrstraßen aus (und in?? - da bin ich mir nicht sicher) Gleis 5 gesperrt werden können.

QUOTE
Zum Thema Doppelstellerhebel: Ganz so selten waren die wohl nicht,


Ich hab damals überhaupt nicht drauf geachtet: Vielleicht mach ich ja beim Durchmarsch durch meine Scans eine kleine Statstik (wo man's erkennen kann) ...

QUOTE
und da gibts auch noch welche in Betrieb.


Tatsächlich? Wo denn?

QUOTE
Und zuletzt noch: Weißt Du, wann die Register 5007 ungefähr kamen?

Irgendwann 1981 - ich hab noch ein Foto wohl von Ende 1981 gefunden, wo der neue Rankapparat in Betrieb ist - ich werde noch ein Posting zu Lienz machen, wo ich einen Schwung von gefundenen Fotos hineinstelle. Außerdem hab ich heute Kontakt zum Verein der Lienzer Eisenbahnfreunde aufgenommen ... die kann ich ja bei Gelegenheit fragen, wann da was passiert ist ...

QUOTE
Wobei sich bei denen die Frage stellt, ob das wirklich neue waren, oder nicht eher aufgearbeitete von anderen Bahnhöfen - in Österreich war es ja schon immer sehr beliebt Stellwerke von einem Bahnhof in den nächsten zu tragen :-)


Naja - was ist "neu"? Natürlich waren das fast sich aufgearbeitete - aber sie haben schon sehr neu ausgesehen :-)

// Edits: Ein paar Tippfehler korr ...

Bearbeitet von hmmueller am 17 Mar 2012, 21:22

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ropix
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 21:35


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QUOTE (hmmueller @ 17 Mar 2012, 21:19)
Tatsächlich? Wo denn?

Meine spontane Vermutung - sie haben die absolute Mehrheit bei heutigen Mittelstellwerken 5007 wenn selbiges auch Weichenhebel hat.

Die zu uns nächstgelegsten finden sich in Mattighofen, Mauerkirchen und Munderfing biggrin.gif

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hmmueller
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 22:29


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Ich hab noch ein Stück weitergeschrieben und nun auch das Stellwerk Dölsach mitgenommen ... Das Dölsacher 5007er-Mittelstellwerk hatte übrigens doppelte Hebel für die Esig wink.gif


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Boris Merath
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 22:36


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QUOTE (hmmueller @ 17 Mar 2012, 21:19)
Das Za-Feld (was Du oben fragst) ist für die Mittelweiche W30 (+ zugehörigen Sperrschuh). Den Schlüssel dieser Weiche steckt der Fdl ins (m.W.) linke Schloss des Befehlswerks und kann nun das Za-Feld blocken.

Ups, ich habe mich verschrieben - ich meinte das Ze-Feld - aber das ist wohl die Anschlußbahn, wenn ich mir das neueste Foto vom Rankapparat so ansehe :-)

QUOTE
Ohne es genau aufgeschrieben zu haben, denke ich, es war "ganz normal":

Meine Frage bezieht sich auf den Schlüssel, der in dem Be-Feld steckt - dessen Sinn verstehe ich grade nicht...

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hmmueller
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 23:14


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QUOTE
Ups, ich habe mich verschrieben - ich meinte das Ze-Feld - aber das ist wohl die Anschlußbahn, wenn ich mir das neueste Foto vom Rankapparat so ansehe


Yep. "Ze von D. f. AB" = "Ze von Dölsach für Anschlussbahn" (ins Umspannwerk der Verbundgesellschaft - am Rankapparat steht's ein bissl ausführlicher: "Freigabe AB Verb.Ges." = "Anschlussbahn Verbundgesellschaft" smile.gif

QUOTE
Meine Frage bezieht sich auf den Schlüssel, der in dem Be-Feld steckt - dessen Sinn verstehe ich grade nicht...


Jetzt hast Du mich erwischt - ich versteh überhaupt nichts mehr. Laut dem Foto 6074 (letztes des Postings) gibt es keine Eifnahrten in Gleis 5 - also ist meine Theorie mit dem Ze-Feld schon falsch. Außerdem gibt es dort unten ein Schloss mit der Bezeichnung "Bl-Schl" - ich nehme an, das ist genau für den Schlüssel in dem Be-Feld für die Ausfahrt. Vielleicht musste man nur bei der Ausfahrt diesen Schlüssel ins Zentralschloss stecken, um dort ... naja, was?

Leider hab ich die Hebelbank nie so fotografiert, dass man sieht, ob links und rechts genügend Fahrstraßen-Schlösser dran sind - aber das wird schon so sein ...

Hmh.


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ropix
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 23:29


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QUOTE (hmmueller @ 17 Mar 2012, 23:14)
Yep. "Ze von D. f. AB" = "Ze von Dölsach für Anschlussbahn" (ins Umspannwerk der Verbundgesellschaft - am Rankapparat steht's ein bissl ausführlicher: "Freigabe AB Verb.Ges." = "Anschlussbahn Verbundgesellschaft" smile.gif

Das dürften aber irgendwie zwei paar Stiefel sein???

die eine Zustimmung kam ja vom anderen Stellwerk (und hat dann beim Fahrdienstleiter den Bedienschlüssel freigegeben?) wärend am Rankschen wohl eher ein Blockfeld für die Schlüsselfreigabe vor Ort an der Anschlussweiche war?

Der Schlüssel aus dem Be für die Ausfahrten hat wohl irgendwie was mit der Richtung zu tun? Bei dem Zentralschloss fällt nämlich auf, der hat mehr Fahrstraßenschlüssel (8) als er per Weichen (6) Bahnhofsgleise haben kann. Ergo wird irgendwas (ich vermute Gleis 1?) eine Richtungsinformation vonnöten gewesen sein. Aber wozu keine Ahnung. Durchfahrten werden ja wohl kaum irgendwie extra technisch gesichert gewesen sein, Durchfahrtvoranzeiger dürfte es sicher auch keine gegeben haben?

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hmmueller
  Geschrieben am: 17 Mar 2012, 23:51


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QUOTE (ropix @ 17 Mar 2012, 23:29)
Das dürften aber irgendwie zwei paar Stiefel sein???

die eine Zustimmung kam ja vom anderen Stellwerk (und hat dann beim Fahrdienstleiter den Bedienschlüssel freigegeben?) wärend am Rankschen wohl eher ein Blockfeld für die Schlüsselfreigabe vor Ort an der Anschlussweiche war?



Ja klar ... ich meinte nur prinzipiell, dass da diese Anschlussbahn ist. Tatsächlich ist auf einem späteren Dölsacher Foto kein Ze-Feld mehr zu sehen, also wird's so sein, wie Du sagst - aber ich war da immer schleißiger im Nachforschen, was wie umgebaut wurde ... das Studieren in Wien wurde (gottseidank) wichtiger wink.gif

QUOTE
Der Schlüssel aus dem Be für die Ausfahrten hat wohl irgendwie was mit der Richtung zu tun?

Da wird wohl was Wahres dran sein ...

QUOTE
Bei dem Zentralschloss fällt nämlich auf, der hat mehr Fahrstraßenschlüssel (8) als er per Weichen (6) Bahnhofsgleise haben kann.

Tatsächlich sieht man (vielelicht nur ich auf den besser aufgelösten Scans), dass auf den Verschlussangaben rechts die Gleise 1, 3, 2, 4, 6, 8, 5 und dann nocheinmal 1 stehen. Und die Schilder neben den Schlüsseln haben die Aufschriften "Gl. 1 von", "Gl. 3 v.u.n.", ..., "Gl. 8 v.u.n.", [Gl. 5 leider von Besetzt-Schild verdeckt], "Gl. 1 nach".
Nein, Durchfahrten gab es nie in Lienz - natürlich auch keine Ausfahrvorsignale (die gab's in Österreich bei Formsignalen ja fast nirgends). Was es gab, war die Weichenverbindung 54/53 "ganz hinten zum (Umfahr-)Gleis 10" - ich hab so wackelig in Erinnerung, dass der Flankenschutz der W53 nur bei einer Einfahrt nötig war, aber nicht bei einer Ausfahrt. Wenn man sich allerdings das ganz erste Foto ansieht, dann stecken da schon interessante Schlüssel ... und einen Gleisplan (mit Weichennummern) hab ich schon lang nicht mehr. Nunja ... wird wohl eher ein ungelöstes Rätsel bleiben ...

// Edit: Mann, ich komm mit den Quotes nicht klar ...


Bearbeitet von hmmueller am 17 Mar 2012, 23:52

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hmmueller
  Geschrieben am: 18 Mar 2012, 07:18


König


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QUOTE (ropix @ 17 Mar 2012, 23:29)
Der Schlüssel aus dem Be für die Ausfahrten hat wohl irgendwie was mit der Richtung zu tun?

Könnte es nicht so sein? = "eigentlich ganz einfach":

Am Signalbock müssen ja drei Schlösser sein:

  • Eines für Ausfahrt auf R
  • Eines für Einfahrt auf Z einflügelig
  • Eines für Einfahrt auf Z zweiflügelig

Der Schlüsselbart für die Schlüssel, die R und Z zweiflügelig freigeben, kann der gleiche sein. Und er ist auch der gleiche, weil man aus dem Zentralschloss ja Schlüssel für "v.u.n. Gl. #" (von und nach Gleis #) herauskriegt. Da kann auch nichts schiefgehen:
Wenn z.B. eine Ausfahrt aus Gl. 4 gestellt werden soll, der Stellwerker den Schlüssel "v.u.n. Gl.4" aber versehentlich ins Hebelbankschloss für die Einfahrt ins Gl. 4 steckt, dann kriegt er das Signal Z nicht auf frei, weil das ja auch noch vom Be-Feld "von Spittal/M." freigegeben werden müsste - es ist aber vom Fdl "nach Spittal/M." entblockt worden.

Der Schlüsselbart für "von Gleis 1" (Ausfahrt aus Gleis 1) muss also gezwungenermaßen auch der Gleiche sein wie der für alle "v.u.n."-Schlüssel, damit man damit das gleiche Signal R freigeben kann.

Er darf aber nicht der gleiche sein wie der für "Einfahrt auf Z einflügelig"! Nicht deswegen, weil man dann versehentlich eine zweiflügelige Einfahrt auf Gl. 1 stellen könnte - sondern deswegen, weil dann (nach dem Transitivitätsgesetz der Gleichheit: a = b und b = c folgt a = c wink.gif) die "v.u.n."-Schlüssel für die Gleise ungleich 1 auch das Z einflügelig entsperren könnten - und das wäre schrecklich!
Daher ist der Schlüssel für "Einfahrt auf Z einflügelig" einer mit einem anderen Bart.

Mhm ... aber das erklärt es auch nicht vollständig: Denn nehmen wir mal an, dass der "Block-Schlüssel" fehlt, aber doch zwei verschiedene Schlüssel für "von Gl.1" und "nach Gl.1" vorhanden sind: Dann könnte der Stellwerker also den falschen dieser 2 Schlüssel aus dem Zentralschloss nehmen - aber wegen der Abhängigkeit der Signale zu den Blockfeldern könnte er doch nicht das falsche Signal freistellen.

Man könnte jetzt noch annehmen, dass man den Stellwerker zwingen will, dass er schon am Zentralschloss merkt, ob er einen korrekten Schlüssel herausnimmt. Oder anders gesagt, man will einen vollständig deterministischen Ablauf: Der Stellwerker kann immer nur höchstens einen Schlüssel aus dem Zentralschloss herausnehmen. Das "will man einfach so", um Fehlbedienungen zu verhindern = er nimmt den falschen Schlüssel, reißt am Hebel herum, er glaubt, das Stellwerk ist untauglich ... oder was auch immer.

Würde das als Erklärung reichen?

// Edit: Formatierung. Und sinnstörenden Fehler zwei- statt einflügelig korr!

Bearbeitet von hmmueller am 18 Mar 2012, 07:25

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hmmueller
  Geschrieben am: 18 Mar 2012, 22:08


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Soda ... eine ganze Reihe von Postings ins Blog gestellt mit vielen Lok-Aufnahmen von 1978 und 1979. Und jetzt endlich auch ein Posting mit ein "paar mehr" Stellwerksfotos: St.Valentin. Ziemlich spartanisch von der Fotomenge her - mehr hielt ich damals anscheinend nicht für nötig ...


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hmmueller
  Geschrieben am: 20 Mar 2012, 23:03


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Hallo allerseits -

ich erlaube mir kurz anzumerken, dass ich die Diascans in meinem Blog verbessert habe, indem ich sie nun endlich in halbwegs ordentlicher Auflösung ablege (560 px im Blog, 1000px bei Klick auf das Bild). Das vorherige, naive Verfahren, Googles Blog-Import zu verwenden, hat durch das zweimalige Skalieren (durch Google und dann den Browser) eher schreckliche Ergebnisse geliefert. Die aktuellen Unschärfen sind nun leider von den Originalen ... aber dafür sind manche Bilder ein wenig imposant geworden, wie die von der Angerschluchtbrücke in diesem Posting. Einige wenige Sicherungsanlagen haben es auch in Postings geschafft ...

H.Müller

P.S. Die Postings von bayerischen Bahnhöfen und von Statzendorf verwenden noch die alten Bilder; ich werde sie beizeiten auch umstellen ...


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Boris Merath
  Geschrieben am: 20 Mar 2012, 23:13


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Mal ein kurzer Verbesserungsvorschlag - BLogs können die Beiträge meist zu Kategorien hinzufügen - wäre es vielleicht möglich eine Kategorie "Stellwerke" anzulegen und die Beiträge entsprechend einzuordnen? :-)

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hmmueller
  Geschrieben am: 20 Mar 2012, 23:32


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QUOTE (Boris Merath @ 20 Mar 2012, 23:13)
Mal ein kurzer Verbesserungsvorschlag - BLogs können die Beiträge meist zu Kategorien hinzufügen - wäre es vielleicht möglich eine Kategorie "Stellwerke" anzulegen und die Beiträge entsprechend einzuordnen? :-)

So?

Welche Kategorien würdest Du Dir noch wünschen?

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Boris Merath
  Geschrieben am: 20 Mar 2012, 23:46


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Prima, danke :-) Keine Ahnung, mir reicht das Label "Stellwerke" :-)

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