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Wettbewerb im europäischem Schienen - Güterverkehr [Zur Themenübersicht]
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Sbahnman
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 09:55


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DB begrüßt Wettbewerb im europäischen Schienen-Güterverkehr

zu finden unter Archiv April - Juni 2003

Sbahnman

Bearbeitet von Sbahnman am 22 Jan 2005, 14:57
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 10:10


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Denn bisher ist es so, dass auch ausländische Wettbewerber auf dem deutschen Schienenetz fast alles dürfen, während andere Staaten sich gegen den Wettbewerb auf der Schiene total abschotten.


Diese Kritik richtet sich insbesondere gegen Frankreich, nachdem die französische Connex mit ihren vielen Tochtergesellschaften der DB zu schaffen macht und andererseits Frankreich bisher erfolgreich den Schienenverkehrsmarkt für ausländische und private Anbieter abschottet.
    
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Flok
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 10:11


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Bis 2008 erst?? Naja, immerhin- es tut sich was. Wurde aber auch Zeit. Kann ja nicht sein das Deutschland mal wieder das Land ist, das alles zulässt, und z.B. Frankreich sich strikt weigert andere Unternehmen aufs Netz zu lassen! Andere Läder fangen ja zum Glück auch schon an ihr Netz freizugeben, wie zum Beispiel Holland.
Ich befürchte aber wieder die unfähigkeit unseres Unternehmens (trotz Stinnes-Rückkauf).
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 10:23


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Ich befürchte aber wieder die Unfähigkeit unseres Unternehmens

Die DB hat durchaus Interesse für den französischen Markt. Man holte sich im letzten Jahr den ehemaligen ÖBB Chef Helmut Draxler als Cargo Lobbyisten auch für den Frankreichverkehr ins Boot. Dieser Mann machte aus den ÖBB ein für den Güterverkehr erfolgreiches und profitables Unternehmen. Unter deutschen Verhältnissen wird er zwar keine Wunder vollbringen können, aber vielleicht ein paar kleine Schritte.

Gruß Matthias
    
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Flok
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 10:35


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OH, schön! Man kann diesem Mann nur ganz viel Glück und wenig "Deutsche Hindernisse" wünschen!! Hoffentlich erreicht ein Großverdiener in diesem Konzern mal was sinnvolles, ohne auf das Personal loszugehen :-) .
Mal ernst: ich bewundere Österreich im Güterverkehr! Die Österreicher haben es verstanden: Maut für LKW´s, und das Ökopunktesystem sind ein richtiger Schritt zur verlagerung auf die Schiene. Sie haben es auch verstanden das ein Güterzug aus Wägen besteht, und das sie irgentwoher kommen müssen. Deshalb pflegt man den Einzelwagenverkehr. Man kann durchaus auch in Deutschland rentablen Einzelwagenverkehr durchführen, wie es etliche Private mit ihren "Ringzügen" bewiesen haben.
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 10:58


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[QOUTE]Deshalb pflegt man den Einzelwagenverkehr. [/QOUTE]
Und das obwohl, der Einzelwagenverkehr in Österreich auch personalintensiv ist. Die Sammler sind noch immer mit einem extra Wagen für die Verschubmannschaft unterwegs. Wann wurde derartiges bei uns abgeschafft? Wie man dort trotzdem Geld verdienen kann, sieht man gleich hinter der Grenze: trotz kleiner Orte und kleine Bahnhöfe überall funktionierende Laderampen und sogar elektrifizierte Gleisanschlüsse. Fährt man am Sonntag Morgen mit dem Zug ins Inntal, so ist selbstverständlich der Abrollberg in Wörgl voll in Betrieb, während um diese Zeit in München Nord der Ablaufbetrieb eingestellt ist und gähnende Leere herrscht...

Matthias
    
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Flok
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 11:20


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Wohl gemerkt in MÜNCHEN NORD !! Ist ja nicht unbedingt der kleinste Rangierbahnhof!
In der Schweiz ist es übrigens genau das gleiche. Die haben auch so eine Art Sammler. Und an jedem größeren Bahnhof steht irgentein Gefährt, mit dem man von einem Güterzug die Wägen abzieht und zustellt.
Also mal ehrlich: Als DB Cargo Cheffe würde ich mich in Grund und Boden schämen "Umweltfreundliche und moderne Bahn"!
Hmmm, solangsam vom Thema abrutsch!
Es wird Zeit das die Länder ihre Netze freigeben, das alle gleich berechtigt sind. Mich würde da aber interesieren, ob dann die Zusammenarbeit zwischen den ehem. Staatsbahnen noch genauso gut funktioniert. Zum Beispiel ÖBB und DB. Denn wenn alle Netze offen sind, könnte ja jeder eigentlich sein Zeug selbst fahren. Wie sich das wohl entwickelt?
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 11:52


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Mich würde da aber interesieren, ob dann die Zusammenarbeit zwischen den ehem. Staatsbahnen noch genauso gut funktioniert. Zum Beispiel ÖBB und DB. Denn wenn alle Netze offen sind, könnte ja jeder eigentlich sein Zeug selbst fahren. Wie sich das wohl entwickelt?

Gute Frage, die ehmalige Zusammenarbeit der ehemaligen Staatsbahnen dürfte in der bisherigen Form bald Geschichte sein. Die Entwicklung ist in Einzelfällen schon jetzt völlig verschieden.
Einige Beispiele:

Niederlande: DB Cargo beteiligte sich an NS Cargo (ehemalige Güterverkehrssparte der niederländischen Staatsbahn) und gründete Railion Benelux, an der inzwischen noch andere (ex)Bahnen beteiligt sind.

Schweiz: SBB Cargo entwickelte sich vom ehemaligen Partner zum scharfen Konkurrenten von DB Cargo. SBB Cargo fand in Deutschland eine Partnergesellschaft (HGK Köln) und gründete eine Tochtergesellschaft in Deutschland und ist seitdem auch im deutschen Binnenverkehr aktiv. Im Gegenzug beteiligte sich DB Cargo bei der BLS und ist nun indirekt in der Schweiz aktiv.

Italien: Die Schweiz wollte zusammen mit der FS im Güterverkehr fusionieren, aber aufgrund der doch sehr gegensätzlichen Arbeitsweisen und Vorstellungen ist die Sache wohl gescheitert. SBB Cargo hat nun eine eigene Tochtergesellschaft in Italien geründet und wird auch dort schon in diesem Jahr massiv der FS konkurrenz machen.
Die Position von DB Cargo für den Italienverkehr ist noch ungewiss. Entweder verstärkt DB Cargo seine Zusammenarbeit mit Lokomotion/RTC oder gründet dort eine eigene Bahngesellschaft. Die bisherige Zusammenarbeit zwischen DB und FS steht aufgrund der schlampigen Arbeitsmoral der FS im Güterverkehr ziehmlich unter Druck.

Österreich: Wirklich schwer zu spekulieren, was hier im Güterverkehr zwischen DB und ÖBB passieren wird. Für den wichtigen Transitmarkt über den Brenner wurde eine Gesellschaft gegründet (Brenner Cargo Traction), die zwischen DB, ÖBB und FS vermitteln soll. Ansonsten herrscht zwischen ÖBB und DB momentan Waffenstillstand rolleyes.gif

Matthias
    
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Flok
Geschrieben am: 1 Apr 2003, 21:56


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Das mit der SBB ist so eine Sache, die ich nicht ganz verstehe! Warum sucht sich so ein großes Unternehmen wie SBB Cargo ein etwas "noch" kleines Unternehmen wie die HGK? Nichts gegen die HGK, soll ja eine Firma mit guten Arbeitsumfeld und Bedingungen sein. Aber ich glaube das eine intensivierung der Zusammenarbeit mit DB Cargo weit mehr Erfolg gebracht hätte. Naja, da haben wir wohl alle etwas zu wenig Einblick.
Aber wenns schon so laufen muss, finde ich es gut das wir die BLS an unserer Seite haben. Das Unternehmen wächst meines wissens nach auch immer mehr.
Bei der FS darf es niemanden wundern, das die keiner zum Partner will. Da drüben gehts ja zu, katastrophal! Da regen sich die Deutschen auf weil angeblich ihre Eisenbahn nicht funktioniert > reise mit der FS machen! Ich glaube, das die Ausweitung über Lokomotion mit der RTC am sinnvollsten ist.
Ich glaube auch das das mit der ÖBB so bleiben wird. Der Verkehr ist nämlich gut verzahnt, daher gibts ja so eine gute zusammenarbeit.

Was ja auch noch kommt ist der Verkehr in den Ostteil Europas. Das wird noch spannend!
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 3 Apr 2003, 11:59


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Das mit der SBB ist so eine Sache, die ich nicht ganz verstehe! Warum sucht sich so ein großes Unternehmen wie SBB Cargo ein etwas "noch" kleines Unternehmen wie die HGK?

Vielleicht ganz bewußt. Wer weiss, wie sich Verhandlungen mit der umständlichen DB Cargo hingezogen haben.
Die HGK Köln war eine schlanke und finanziell gesunde Anschlußbahn mit einem goßen eigenen Streckennetz im Kölner Raum, die sich gerade anschickte auf den Gleisen der DB und in die Niederlande zu expandieren. Soetwas kam der SBB sicher gerade recht, schließlich konnte man sich an der Expansion beteiligen und eine eigene deutsche Tochtergesellschaft gründen. Beide Bahnen bedienen auf der Rheinschiene zwischen Rotterdam - Köln - Basel - Italien denselben attraktiven Kundenstamm, warum sich also nicht zusammentun.

Im Binnenverkehr konnte die HGK Köln der DB Cargo einige Verkehre abnehmen (leider) und fahren inzwischen auch bis München. Vielleicht hast du die SBB Reihe 482 (das sind die 185 mit dem großen SBB Cargo Logo an der Seite) schon gesehen. Die fahren mit HGK Kesselzügen für ESSO bis nach München Milbertshofen, wobei die 482 an die HGK für diese Leistungen vermietet sind.

Gruß Matthias
    
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Flok
Geschrieben am: 3 Apr 2003, 12:20


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Da könntest du natürlich recht haben. Die HGK bzw SBB Maschinen habe ich schon für Shell am Münchner Flughafen gesehen. Ich glaub das der Mineralölverkehr bei uns ziemlich weniger geworden ist, oder? HGK und KEG haben da glaub einiges weggemopst.
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 3 Apr 2003, 12:34


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HGK und KEG haben da glaub einiges weggemopst.

Stimmt, beteiligt ist dann auch noch die BCB. Und nach Freiham werden die Kesselzüge mit dänischen Nohabs bespannt, welche Bahngesellschaft mit diesen antiquierten Dingern rumgurgt, hab ich auch noch nicht rausbekommen.

Gruß Matthias
    
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Flok
Geschrieben am: 3 Apr 2003, 12:41


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Die NOHABS sind Leihloks von Lokomotion Capital Leasing. Fahren tut sie die KEG, aber nur übergangsweise bis die Blue Tiger geliefert werden.
Stimmt, die BCB hab ich auch schon in Laim gesehen.
    
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jadefalcon
  Geschrieben am: 3 Apr 2003, 13:02


Kaiser


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Fährt die KEG nicht auch einige ex-ostdeutsche V 100 (DR 202 und Co.)? Ich meine, dass ich diese Maschinen hier um Ffm öfter mal rumdieseln sehe...




--------------------
who has placed the midnight sky / so a spirit has to fly? / as the heavens seem so far / now, who will hang the midnight star?
- eithne ní bhraonáin: paint the sky with stars
    
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Matthias1044
Geschrieben am: 3 Apr 2003, 13:42


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Die NOHABS sind Leihloks von Lokomotion Capital Leasing.

Danke für den Tipp. Eine der beiden angemietetden Maschinen (V170 1143), die mit den aufgemalten dänischen Kronen, ist schon ein schmuckes Teil. Die Nohabs standen vor ein paar Jahren in Holzkirchen rum, und sollten für die BOB Regionalzüge im Oberland fahren, bis jemanden aufgefallen ist, dass die Loks keine elektrische Heizung besitzen biggrin.gif . Naja und die dazu angemieteten historischen Wagen vom EisenbahnKurier Zug wären wohl auch ned das richtige Material für einen modernen Nahverkehr gewesen...
Inzwischen scheinen die Loks eine Odyssee bei verschiedenen Bahngesellschaften hinter sich zu haben.
QUOTE
Fährt die KEG nicht auch einige ex-ostdeutsche V 100 (DR 202 und Co.)?

Stimmt, die KEG hat alles Mögliche gekauft (auch Großdiesel und StreckenELoks von der Dracula Rail aus Transsilvanien biggrin.gif ), und daneben auch ein paar ex DRV100.

Matthias
    
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