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Länge von Güterzügen [Zur Themenübersicht]
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143
  Geschrieben am: 22 Apr 2011, 18:25


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Jul 10
Beiträge: 909




Hallo,

kurze Frage: Ist die vorgeschriebene zulässige Höchstlänge von Güterzügen (die mal mit 835, mal mit 700m angegeben wird-wasstimmt denn nu?) eigentlich aus technischen Gründen oder aus juristischen Gründen beschränkt (etwa damit Autofahrer am Bü nicht allzu lange warten müssen)?
    
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Martin H.
  Geschrieben am: 22 Apr 2011, 19:44


Lebende Forenlegende


Status: Globaler Moderator
Mitglied seit: 6 Jan 10
Beiträge: 8443

Wohnort: München


700 Meter sind richtig, mit längeren wird bisher nur experimentiert.
Die Länge ergibt sich aus den Längen der Bahnhofsgleise, davon sind aber auch nicht alle 700 Meter lang.
Wenn der Zug mal langsamer fährt, macht das mehr aus als wenn er länger ist, aber mit Fahrplangeschwindigkeit verkehrt.

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das Dass
Forenanleitung
auf der Ignorierliste: Politisches
Bis Anfang März nur sporadisch hier, zu viel zu tun.
    
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143
  Geschrieben am: 23 Apr 2011, 07:56


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Jul 10
Beiträge: 909




ok, danke Martin. Aber würde es nicht Sinn machen Bahnhofsgleise -wo möglich- zu verlängern um längere Güterzüge fahren zu lassen? vor 2 Jahren gabs ja schließlich Meldungen daß nicht genügend Kapazitäten für Güterzuüge zur Verfügung standen.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 23 Apr 2011, 13:44


Lebende Forenlegende


Status: Admin
Mitglied seit: 18 Nov 02
Beiträge: 18083
Chat: BorisM 

Wohnort: München


QUOTE (143 @ 23 Apr 2011, 08:56)
ok, danke Martin. Aber würde es nicht Sinn machen Bahnhofsgleise -wo möglich- zu verlängern um längere Güterzüge fahren zu lassen? vor 2 Jahren gabs ja schließlich Meldungen daß nicht genügend Kapazitäten für Güterzuüge zur Verfügung standen.

Das Problem dürfte im Wort "wo möglich" liegen.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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Systemfehler
  Geschrieben am: 23 Apr 2011, 20:44


Kaiser


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Beiträge: 1705

Alter: 34
Wohnort: München


Oh ja, das ist gar nicht so einfach...
Du glaubst gar nicht, was da alles mit dran hängt, sowohl technisch als auch administrativ!
    
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Balduin
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 12:15


Kaiser


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Mitglied seit: 7 Mar 10
Beiträge: 1166




Die Kapazitätsengpässe dürften wohl in erster Linie von Engpässen in bestimmten Korridoren kommen.

Ein paar längere Züge dürften da kaum etwas bringen.
Bahnhofsgleise zu verlängern ist zwar auf den ersten Blick schneller und einfacher, als neue Strecken zu bauen - aber das müsstest du mehr oder weniger auch mit allen auf einmal machen. Es ist dasselbe Problem mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen und -längen im Personenverkehr.

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Angie, Angie,when will those clouds all disappear? Angie, Angie, where will it lead us from here? With no loving in our souls and no money in our coats you can't say we're satisfied. But, Angie, Angie, they can't say we never tried. Angie, you're beautiful, yeah, but ain't it time we said goodbye?
Europe is falling apart: In the absence of war we are questioning peace
    
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mapic
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 14:10


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Martin H. @ 22 Apr 2011, 20:44)
700 Meter sind richtig, mit längeren wird bisher nur experimentiert.

Ich glaube die 835m-Züge sind aber auf irgendeiner bestimmten Strecke im hohen Norden auch schon planmäßig zugelassen.

Die grundsätzliche maximale Zuglänge beträgt übrigens 740m, allerdings dürfen Wagenzüge nur 700m lang sein.
Zusätzliche Einschränkungen ergeben sich durch die maximal zugelassene Anzahl an Achsen, aber das wurde erst kürzlich in irgendeinem anderen Theme ausführlich diskutiert.

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firefly
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 15:12


Kaiser


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Wohnort: UWEH


QUOTE (Balduin @ 24 Apr 2011, 13:15)
Die Kapazitätsengpässe dürften wohl in erster Linie von Engpässen in bestimmten Korridoren kommen.

Ein paar längere Züge dürften da kaum etwas bringen.
Bahnhofsgleise zu verlängern ist zwar auf den ersten Blick schneller und einfacher, als neue Strecken zu bauen - aber das müsstest du mehr oder weniger auch mit allen auf einmal machen. Es ist dasselbe Problem mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen und -längen im Personenverkehr.

Das seh ich nicht so. Du kannst auch ein Gleis nach dem Anderen verlängern und dir dabei richtig Zeit lassen. Längere Züge kannst du dann halt erst fahren lassen, wenn auch das letzte Gleis lang genug ist.
    
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NIM rocks
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 16:12


Kaiser


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Beiträge: 1109




QUOTE (mapic @ 24 Apr 2011, 15:10)
Ich glaube die 835m-Züge sind aber auf irgendeiner bestimmten Strecke im hohen Norden auch schon planmäßig zugelassen.

Ob planmäßig zugelassen weiß ich nicht, diese Züge fahren auf alle Fälle von Maschen aus nach Skandinavien (erstmal Dänemark natürlich) und sind mit meist mit EG3100 bespannt. Südlich von Maschen gehts mit den langen Zügen nicht.

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Balduin
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 16:40


Kaiser


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Beiträge: 1166




QUOTE (firefly @ 24 Apr 2011, 16:12)
Das seh ich nicht so. Du kannst auch ein Gleis nach dem Anderen verlängern und dir dabei richtig Zeit lassen. Längere Züge kannst du dann halt erst fahren lassen, wenn auch das letzte Gleis lang genug ist.

Klaro, ich wollte damit nur deutlich machen, daß das nicht als Sofortmaßnahme taugt. Bis du sämtliche Bahnhofsgleise beispielsweise im Korridor Emmerich-Basel verlängert hast + Ausweichrouten, das ist eine Aufgabe, deren Abarbeitung wohl eher im Jahrzehntsbereich liegt.

Zumal ich bezweifel, daß die dann möglichen zusätzlichen paar Waggons jetzt einen riesigen Kapazitätszuwachs bringen. Da wäre allerdings an dieser Stelle mal interessant zu wissen, wie viel Prozent der Güterzüge tatsächlich mit Maximallänge fahren. Hat da jemand Daten?

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143
  Geschrieben am: 24 Apr 2011, 21:36


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 18 Jul 10
Beiträge: 909




naja viel bringen würden längere Züge allein wohl nicht, da die Zuglänge ja meistens durch die Masse des Zuges begrenzt wird bzw. durch die Zugkraft der Lokomotiven. Als Beispiel nenn ich mal die Tonzüge vom Westerwald nach Italien (i.d.R. 2*185+ rund 35 Tamns-macht also sowas um die 3000 Tonnen), die zwar auch länger sein könnten, aber dann einfach zu schwer wären um von zwei 185ern bewegt werden zu können- zumindest wenns mal regnet. Hier wären sechsachsige, mehrsystemfähige Loks toll, aber die will ja die DB ja leider nicht :-( Versteh ich zwar nicht so ganz, aber naja...
Aber zumindest theoretisch wären längere Güterzüge möglich bei Autotransporten, die ja nicht soviel auf die Waage bringen...
    
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riedfritz
  Geschrieben am: 26 Apr 2011, 18:40


Haudegen


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Beiträge: 638

Wohnort: Bayern, Oberpfalz


QUOTE
Aber zumindest theoretisch wären längere Güterzüge möglich bei Autotransporten, die ja nicht soviel auf die Waage bringen...


Und wo sollen diese langen Autotransporterzüge beladen werden? Meinst Du BMW, VW Audi, usw. wollen die Verladegleise verlängern und dafür doppelt so lange warten, bis die Autos in den Seehäfen verschifft werden?

Wieso geht Ihr immer davon aus, dass alleine die Bahn solche Dinge bestimmt?

Auch im Güterverkehr kämpft die Bahn doch um Marktanteile und wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, werden die Aufträge anderweitig vergeben.

Viele Grüße,

Fritz

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riedfritz
  Geschrieben am: 27 Apr 2011, 09:18


Haudegen


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Mitglied seit: 31 Jan 11
Beiträge: 638

Wohnort: Bayern, Oberpfalz


Zur Ergänzung meines vorigen Posts:

Je nachdem wie weit die Transportwege, Verlade- und Entladezeiten sind, muss für längere Güterzüge die Anzahl der zur Verfügung stehenden Waggons erhöht werden, da der Ausstoss z.B. von Kraftfahrzeugen kontinuierlich erfolgt, der Abtransport aber schubweise. Ob diese Zusatzkosten (Investitionen) durchsetzbar sind, kann ich nicht beurteilen.

Viele Grüße,

Fritz


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alphorn
  Geschrieben am: 28 Apr 2011, 00:40


Eroberer


Status: Mitglied
Mitglied seit: 26 Apr 09
Beiträge: 51




In der Schweiz waren 1500m-Züge angedacht. Insbesondere wollte man zwei 750m-Züge vereinigen, bevor man sie durch den Gotthardtunnel schickt; das hätte dessen Kapazität wesentlich erhöht. Einige Experimente mit 1000m-Zügen wurden gemacht, aber vorerst glaubt man, mit 750m auszukommen.

Ein wesentliches Hindernis ist übrigens die Schraubenkupplung. Züge mit mehr als 750 Metern überlasten ab einer gewissen Steigung diese Kupplung, sodass auch Loks in Mehrfachtraktion diese Züge nicht mehr ziehen dürfen - man müsste aufwendig nachschieben oder sogar Loks im Zugverband mitlaufen lassen. Lange Züge werden also wohl erst nach der Einführung der automatischen Kupplung interessant.
    
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Mahlzeit
  Geschrieben am: 6 May 2011, 20:27


Foren-Ass


Status: Mitglied
Mitglied seit: 12 Apr 11
Beiträge: 86




QUOTE (alphorn @ 28 Apr 2011, 00:40)
In der Schweiz waren 1500m-Züge angedacht. Insbesondere wollte man zwei 750m-Züge vereinigen, bevor man sie durch den Gotthardtunnel schickt; das hätte dessen Kapazität wesentlich erhöht. Einige Experimente mit 1000m-Zügen wurden gemacht, aber vorerst glaubt man, mit 750m auszukommen.

Ein wesentliches Hindernis ist übrigens die Schraubenkupplung. Züge mit mehr als 750 Metern überlasten ab einer gewissen Steigung diese Kupplung, sodass auch Loks in Mehrfachtraktion diese Züge nicht mehr ziehen dürfen - man müsste aufwendig nachschieben oder sogar Loks im Zugverband mitlaufen lassen. Lange Züge werden also wohl erst nach der Einführung der automatischen Kupplung interessant.

In der Schweiz laufen doch schon Züge mitten im Zugverband mit.
Hier ist etwas zu sehen:
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://...6LY6EswbGvfiUDw
Das ist mit Sicherheit auch in Deutschland machbar. Vor allem entlastet das die Schraubenkupplungen.
    
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