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Der Deutschland-Takt kommt!, ...so verspricht es zumindest die Groko [Zur Themenübersicht]
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bayerhascherl
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 09:53


König


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QUOTE (Iarn @ 5 Dec 2013, 01:20)
Ich denke, man darf nicht versuchen, die Schweiz auf Deutschland über tragen zu wollen. Die Schweiz wäre Flächen und Einwohner mäßig in Deutschland ein einzelnes Bundesland.

Der einzige "Unterschied" ist, dass die Bundesrepublik eben die Schweiz mehreinfach aneinandergereiht ist, gerade dein Vergleich mit einzelnen Bundesländern als Relation (Größe & Einwohner) macht das deutlich. Somit kann man den Grundgedanke sehr wohl auf die Bundesrepublik übertragen.
    
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firefly
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 10:36


Kaiser


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QUOTE (JeDi @ 5 Dec 2013, 09:38)
Jena hätte einen passenden Bahnhof (Göschwitz), der sogar relativ gut für einen Knoten liegt. Erfordert grademal Verschiebungen im Minutenbereich, die mit dem ohnehin geplanten Ausbauten auf der Mitte-Deutschland-Verbindung nötig werden. Insofern ist dieses Beispiel ein passendes Eigentor.

Nö, ist es nicht. Erstens ist Göschwitz nicht richtig Jena. Da sollte man sich auch nicht von einer Eingemeindung täuschen lassen. Zweitens ist der Bahnhof nicht besonders umsteigefreundlich angelegt. Er hat auch gar nicht genug Bahnsteigkanten für alle Züge, die dort verkehren. Und drittens liegt der Bf Göschwitz längst nicht so günstig zu den Knoten um ihn herum, so dass sich dort bestenfalls die REs treffen können. RBen fahren in Göschwitz dagegen komplett aneinander vorbei. Es reicht eben nicht nur die Holzlandbahn auszubauen. Es muss eben auch auf der Saalbahn passen.
    
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firefly
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 10:49


Kaiser


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QUOTE (Xenon @ 5 Dec 2013, 01:43)
Das Problem ist aber, dass man in Deutschland viele solcher schlecht ausgebauter Relationen findet und durchaus auch zwischen Städten, welche die Größe von Genf oder Zürich haben. Irgendwelche Schweizer Bergbahnen mit deutschen Neubaustrecken zwischen Ballungsräumen zu vergleichen, kann man wohl ebenfalls kaum als Argumentationsgrundlage gegen den ITF nehmen.

Du ziehst doch selbst den schiefen Vergleich heran zwischen der wichtigsten und am besten ausgebauten Strecke in der Schweiz mit ein paar weniger wichtigen Verbindungen in Deutschland. Vergleiche Genève-St Gallen lieber mit Hannover-Frankfurt/M oder Köln-Stuttgart.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 11:55


Lebende Forenlegende


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QUOTE (bayerhascherl @ 5 Dec 2013, 09:53)
Der einzige "Unterschied" ist, dass die Bundesrepublik eben die Schweiz mehreinfach aneinandergereiht ist, gerade dein Vergleich mit einzelnen Bundesländern als Relation (Größe & Einwohner) macht das deutlich. Somit kann man den Grundgedanke sehr wohl auf die Bundesrepublik übertragen.

Vielen Dank für Deinen Versuch meine Grammatik zu korrigieren. Die Trennung der beiden Worte erfolgte aber ausschließlich aus dem Grund, dass ich anlässlich einer Dienstreise nur ein Mobilgerät mit eingeschränkten Eingabe Möglichkeiten zu Verfügung habe.

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
    
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Xenon
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 12:24


König


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QUOTE (firefly @ 5 Dec 2013, 10:49)
Du ziehst doch selbst den schiefen Vergleich heran zwischen der wichtigsten und am besten ausgebauten Strecke in der Schweiz mit ein paar weniger wichtigen Verbindungen in Deutschland. Vergleiche Genève-St Gallen lieber mit Hannover-Frankfurt/M oder Köln-Stuttgart.

In den Agglomerationen Stuttgart, Frankfurt und Köln wohnen jeweils 2 Millionen Menschen. In der Agglomeration Genf sind es lediglich eine halbe Millionen, in Zürich sind es 1 Million. Diese Relationen unterscheiden sich somit schon aufgrund ihres Verkehrspotenzials erheblich von einander. Und dass ein geringes Verkehrspotenzial auch zu einem geringerem Ausbaustandard führt, sollte doch eigentlich klar sein, oder?
    
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bayerhascherl
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 13:28


König


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Eben. Es ist doch nicht schwer, die dahinter stehenden Konzepte zu abstrahieren und auf unsere Gegebenheiten zu übertragen. Außer evtl. wenn man das gar nicht "will" und nach Argumenten gegen das System sucht, was in der Schweiz sehr erfolgreich in der Praxis angewendet wird und nur darum mit diesem Land als "lebendes Beispiel" erklärt wird (erprobte Konzepte sind eigentlich - sollte man meinen - wesentlich überzeugender, als reine Theorien...das ist der einzige Grund, warum es hier überhaupt um die Schweiz geht).
    
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firefly
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 15:39


Kaiser


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QUOTE (Xenon @ 5 Dec 2013, 12:24)
In den Agglomerationen Stuttgart, Frankfurt und Köln wohnen jeweils 2 Millionen Menschen. In der Agglomeration Genf sind es lediglich eine halbe Millionen, in Zürich sind es 1 Million. Diese Relationen unterscheiden sich somit schon aufgrund ihres Verkehrspotenzials erheblich von einander. Und dass ein geringes Verkehrspotenzial auch zu einem geringerem Ausbaustandard führt, sollte doch eigentlich klar sein, oder?

Den Zusammenhang, den du hier herstellt, gibt es so nicht. Der Ausbaustandard richtet sich eher nach Entfernung und Verkehrsstärke, als der Zahl jener, die mitfahren und nicht nach denen, die mitfahren könnten. Die Entfernung ist fast gleich und bei der Verkehrsstärke wäre ich mir nicht sicher, ob auf den besagten Strecken in Deutschland mehr Leute unterwegs sind als auf der schweizer Strecke.

Die grossen Fahrpotentiale in dem Beispiel zeigen jedoch, dass Deutschland es sich gar nicht leisten kann, dem schweizer Beispiel zu folgen und auf SFSen weitgehend zu verzichten. Wir brauchen hier auf Grund der grösseren Distanzen mehr Geschwindigkeit und wir brauchen mehr Kapazität.
    
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P-fan
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 19:32


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https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Stähli

Für diejenigen, die es noch nicht kennen. Auch in der Schweiz wurde der ITF zunächst für undurchführbar angesehen.

Als die Idee des Bayern-Taktes aufkam, soll es anfangs angeblich nur das geflügelte Wort "AGABU" gegeben haben.

Mittlerweile verwirklicht auch Frankreich schrittweise den ITF.

Bearbeitet von P-fan am 5 Dec 2013, 19:35

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Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
    
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Catracho
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 21:18


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QUOTE (P-fan @ 5 Dec 2013, 19:32)
Mittlerweile verwirklicht auch Frankreich schrittweise den ITF.

Kunststück, bei den paar Zügen die da außerhalb der Île-de-France noch unterwegs sind..... ph34r.gif

Mfg
Catracho

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Theirs not to reason why, theirs but to do and die. - Alfred Tennyson
    
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146225
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 21:37


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QUOTE (firefly @ 5 Dec 2013, 15:39)
Die grossen Fahrpotentiale in dem Beispiel zeigen jedoch, dass Deutschland es sich gar nicht leisten kann, dem schweizer Beispiel zu folgen und auf SFSen weitgehend zu verzichten. Wir brauchen hier auf Grund der grösseren Distanzen mehr Geschwindigkeit und wir brauchen mehr Kapazität.

Insofern durch partiellen HGV-Ausbau ein Mehrnutzen für den ITV entsteht, ist das ja auch völlig okay. Nur die pure Lust am Tempo um des Tempos willen ist eher eindimensional im Nutzen.

Das mit den Mehrkapazitäten darf man getrost doppelsinnig verstehen: Sowohl durchlässigere Strecken als auch längere Züge wären sicherlich an vielen Stellen sehr von Vorteil.

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O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
    
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P-fan
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 21:38


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QUOTE
Kunststück, bei den paar Zügen die da außerhalb der Île-de-France noch unterwegs sind..... 

Ah ja ... http://fahrplan.oebb.at/bin/stboard.exe/dn...nput=&sqView=2&

Bearbeitet von P-fan am 5 Dec 2013, 21:38

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Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
    
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Chemin de fer
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 22:34


Routinier


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QUOTE (Catracho @ 5 Dec 2013, 21:18)
Kunststück, bei den paar Zügen die da außerhalb der Île-de-France noch unterwegs sind..... ph34r.gif

Mfg
Catracho

In Frankreich soll nach und nach auch in den Regionen der Taktverkehr eingeführt werden.
    
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firefly
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 22:41


Kaiser


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QUOTE (146225 @ 5 Dec 2013, 21:37)
Insofern durch partiellen HGV-Ausbau ein Mehrnutzen für den ITV entsteht, ist das ja auch völlig okay. Nur die pure Lust am Tempo um des Tempos willen ist eher eindimensional im Nutzen.

In Deutschland wurde noch keine Strecke der Lust am Tempo wegen erbaut. Und das wird sich auch nicht ändern. Gebaut werden SFSen allein, um die Fahrzeiten einzudampfen und die Kapazitäten in dem jeweiligen Korridor zu erweitern.
Nur partiell wird man eine SFS nicht sinnvoll bauen können. Deswegen sind in der Richtung auch weiterhin sehr konzentrierte Investitionen nötig.

Bearbeitet von firefly am 5 Dec 2013, 22:47
    
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firefly
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 22:44


Kaiser


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QUOTE (Chemin de fer @ 5 Dec 2013, 22:34)
In Frankreich soll nach und nach auch in den Regionen der Taktverkehr eingeführt werden.

Taktverkehr ist ziemlich trivial. Die wirkliche Schwierigkeit ist erst der Sprung hin zum ITF.
    
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P-fan
  Geschrieben am: 5 Dec 2013, 23:12


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QUOTE (firefly @ 5 Dec 2013, 22:44)
Taktverkehr ist ziemlich trivial. Die wirkliche Schwierigkeit ist erst der Sprung hin zum ITF.

Frankreich hat mindestens bereits zum "Sprung" angesetzt. So hat man z. B. erkannt, dass die bisherige Maxime falsch war, Fernverkehrszüge "einfach" in Paris zur vollen Stunde abfahren zu lassen, wenn infolge dessen bei den folgenden Halten kein sinnvoller Taktknoten zustande kommt.

Berichten zufolge war hier ebenfalls eine bekannte Firma aus der Schweiz beratend tätig, die auch beispielsweise schon der Münchner S-Bahn "geholfen" hat, Ende 2004 zur einheitlichen Symmetrieminute zurückzukehren.

Bearbeitet von P-fan am 5 Dec 2013, 23:15

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Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
    
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