Powered by Invision Board
 Willkommen Gast ( Einloggen | Registrieren )

Portal | Board | TV | Kalender | Suche | Mitglieder | Regeln | Impressum | Datenschutzerklärung | Hilfe

Seiten: (4) 1 [2] 3 4  ( Zum ersten neuen Beitrag ) Antworten | Neues Thema |
Ruhrgebiet: Bus und Bahn vergleichsweise schlecht, Studie für Rhein-Ruhr [Zur Themenübersicht]
« Älteres Thema | Neueres Thema » Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
ruhri
  Geschrieben am: 24 May 2008, 23:12


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


So viel zu den Themen „Kirchturmsdenken“ und „Zersplitterung“! wink.gif

Aber mal ernsthaft: Im ÖPNV gibt es natürlich einige Stellen, die verbessert werden könnten, seien es Nord-Süd-Verbindungen von Bochum aus oder eine Verbindung zwischen Essen, Bochum und Dortmund abseits des SPNV. Beliebige weitere Beispiele lassen sich ohne weiteres finden.
    
    Link zum BeitragTop
Tramalbum
  Geschrieben am: 25 May 2008, 09:00


Doppel-Ass


Status: Mitglied
Mitglied seit: 19 Nov 06
Beiträge: 148




Braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn die Mittel nicht reichen, wenn man das Geld so schildbürgermäßig verplempert!

Ich war neulich mal wieder in Bochum und habe die neue unterirdische Kathedrale besichtigt. Hat man dieses Millionengrab wirklich bauen müssen? War das wirklich notwendig? Ist die Fußgängerzone oben drüber etwa nicht breit genug für die Straßenbahn?

Und dann fährt da am Wochenende gerade mal alle halbe Stunde eine Bahn durch. Also, das in der Erde vergrabene Geld, hätte man vielleicht besser für einen dichteren Takt verwendet, als für solche überdimensionierten unterirdischen Paläste.

Ein Halbstundentakt auf der Straßenbahn ist doch wirklich nur noch eine Notversorgung für die drei A (Auszubildende, Alte, Arme). Wenn man eine halb Stunde auf die Tram warten muß, fährt doch wirklich niemand öffentlich, der auch ein Auto besitzt und sich aussuchen kann, mit was er fährt.

--------------------
Für eine Tram durch den Englischen Garten!
    
     Link zum BeitragTop
ruhri
  Geschrieben am: 25 May 2008, 12:01


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


Mit „Kathedrale“ meinst du sicherlich den Bahnhof Bochum Rathaus (Süd), oder? Nun, bei diesem hatte ich mir auch schon bei der Eröffnung gedacht, dass da vielleicht zu viel Geld hineingesteckt wurde. Gerade die Lichtinstallation erscheint mir recht fragil, und in der Tat war sie letztens einige Wochen ausgefallen. Das ganze lief dann noch unter „Gewährleistung des Herstellers“.

Aber mal andersherum: Wenn man schon unter der Erde einen Bahnhof baut, dann sollte der nun auch nicht klein, eng und schmutzig sein, denn davon haben wir in Deutschland nun wirklich schon genug. So gesehen hat sich die Ausgabe schon gelohnt.

Und nein, die „Fußgängerzone“ war nicht breit genug. Wir konnten den Boulevard auf der Bongard-/Massenbergstraße doch nur deshalb so bauen, weil ein Großteil des Verkehrs inklusive der Straßenbahnen daraus verbannt wurde. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Haltestelle Hauptbahnhof (heute: Hauptbahnhof/Boulevard) der Linien 302, 306 und 310 viel zu weit weg lag von den Bahnsteigen der 308, 318 und U35. Heute liegt am Hauptbahnhof alles nahe beieinander mit Ausnahme der Buslinien 345 und 368.

Den Wochenendtakt empfinde ich allerdings auch etwas zu knapp kalkuliert. Wenn ein Drittel aller HVZ-Fahrten in der SVZ wegfallen, ist das noch in Ordnung, also statt 20 Minuten-Takt auf den meisten Buslinien und den Straßenbahnlinien 310 und 318 nur 30-Minuten-Takt. Bei den Straßenbahnen 302, 306 und 308 fallen dagegen sogar zwei Drittel weg. Natürlich verkehren auf der Strecke, an der Bochum Rathaus (Süd) liegt, die Bahnen 302 und 310 zwischen Wattenscheider Straße und Laer Mitte in einem sauberen 15-Minuten-Takt. Auf der Gelsenkirchener 301 wird sonntags jetzt sogar bis Buer Süd alle 15 Minuten gefahren, jede zweite Fahrt mit den längeren NF6D.

Festhalten möchte ich aber noch, dass „Wochenende“ in dem Zusammenhang Sonntag und Samstag ab ca. 15:00 Uhr bedeutet. Samstag vormittags und am frühen Nachmittag gilt auf den meisten Linien normaler HVZ-Takt. Zugegeben, in der heutigen Zeit ist 15-16:00 Uhr samstags noch beste Einkaufszeit. Die Nachbarstadt Dortmund ist da natürlich ein gutes Beispiel, wie man es machen sollte.
    
    Link zum BeitragTop
612 hocker
  Geschrieben am: 25 May 2008, 12:31


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Jul 07
Beiträge: 2221




Die Studie wäre doch mal ein Grund um wichtige S-Bahn Projekte voran zutreiben. Dazu gehören die Aufwertung der S 5 (20Minuten-Takt, mehr Haltepunkte). Endlich mal eine Verbindung der RB 47 und der S7 durch Diesel-Hybrid Fahrzeugen. Dann die Verlängerung der S8 nach Rheydt-Odenkirchen. Bei der S9 der Innenstadttunnel in Bottrop. Dann der Kölner Westring um die Diesel S Bahn von Mainerzhagen nach Kall (Jünkerath) zu realisieren. Um die S Bahn Wuppertal - Bonn zu realisieren sind zusätzliche Gleise auf der linken Rheinstrecke und der Kölner Westring nötig. Dann sollte man die S Bahn Hagen - Essen - Haltern möglichst schnell realisieren. Dann sollte man noch mal unbedingt über die Reaktivierung der Rather Bahn nachdenken um die S-Bahn Wesel - Duisburg - Düsseldorf zu realisieren. Die Realisierung der S Bahn Mönchengladbach - Krefeld - Duisburg - Essen - Dortmund.

Außerdem sollte man mal über neue S Bahn Linien nachdenken wie z.B. Geilenkirchen - Mönchengladbach - Viersen - Krefeld - Duisburg - Oberhausen - Bottrop - Herten - Recklinghausen oder Kempen - Krefeld - Düsseldorf - Wuppertal - Ennepetal - Hagen - Schwerte.

Bearbeitet von 612 hocker am 25 May 2008, 12:46
    
     Link zum BeitragTop
ruhri
  Geschrieben am: 25 May 2008, 17:21


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


Die S-Bahn kann aber nicht die Lösung aller Verkehrsprobleme sein. Auf manchen Strecken wäre sie schlichtweg zu langsam.

Du hast da eine S-Bahn-Linie Geilenkirchen-Recklinghausen erwähnt. Das entspräche zu einem Gutteil den beiden Ästen der heutigen RB33, die mit Fahrzeugen verkehrt, die anderswo als S-Bahnen unterwegs sind. Im berühmten „Zielnetz 2015“ gibt es da ja die S21, die von Mönchengladbach nach Kamen fahren sollte und für die die RB33 S-Bahn-Vorlaufverkehr fährt. Was ist aber mit den anderen Teilen der RB33? Der Ast nach Wesel würde wohl mit der RB37 zu einer S20 vereinigt, aber was wäre mit der Strecke Mönchengladbach-Aachen?

Mir persönlich fehlen natürlich Verbindungen von Bochum aus nach Norden und Süden. Eine Verlängerung der RB40 Richtung Wuppertal, notfalls mit Umdeklarierung als S-Bahn, wäre das eine, vielleicht aber auch eine Verlängerung der S3. Ebenso fehlt es im Norden. Vorgesehen war die U35, die eine S-Bahn vielleicht ersetzen könnte, wenn sie denn endlich gebaut würde. Ebenso wäre wünschenswert eine direkte Nahverkehrsverbindung von Bochum nach Münster, vermutlich über Dortmund und sogar Hamm, die aber eher eine stündliche Verbindung statt einer S-Bahn sein sollte. Vorgesehen ist solche eine Verbindung im Rahmen des RRX-Projektes.
    
    Link zum BeitragTop
612 hocker
  Geschrieben am: 25 May 2008, 19:12


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Jul 07
Beiträge: 2221




QUOTE
Die S-Bahn kann aber nicht die Lösung aller Verkehrsprobleme sein. Auf manchen Strecken wäre sie schlichtweg zu langsam.
Wie wäre es mit ein paar zusätzlichen REs. Wie z.B. Wesel - Oberhausen - Essen - Velbert - Wuppertal.
QUOTE
Du hast da eine S-Bahn-Linie Geilenkirchen-Recklinghausen erwähnt. Das entspräche zu einem Gutteil den beiden Ästen der heutigen RB33, die mit Fahrzeugen verkehrt, die anderswo als S-Bahnen unterwegs sind.
Vorallem sollte man nicht vergessen, dass Herten durch meine Variante einen SPNV Anschluss bekommt und die RB 44 zur S Bahn aufgewährtet wird.
QUOTE
Im berühmten „Zielnetz 2015“ gibt es da ja die S21, die von Mönchengladbach nach Kamen fahren sollte und für die die RB33 S-Bahn-Vorlaufverkehr fährt.
Wir könnten es auch so machen. laugh.gif
user posted image
QUOTE
Der Ast nach Wesel würde wohl mit der RB37 zu einer S20 vereinigt, aber was wäre mit der Strecke Mönchengladbach-Aachen?
Da baut der AVV seine eigene S Bahn unter dem Namen Euregiobahn. wink.gif

Bearbeitet von 612 hocker am 25 May 2008, 19:27
    
     Link zum BeitragTop
ruhri
  Geschrieben am: 25 May 2008, 22:32


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


QUOTE (612 hocker @ 25 May 2008, 20:12)
Wie wäre es mit ein paar zusätzlichen REs. Wie z.B. Wesel - Oberhausen - Essen - Velbert - Wuppertal.

Von mir aus auch eine stinknormale Regionalbahn, von mir aus auch weiter nach Hagen-Witten-Bochum-Herne-Recklinghausen! smile.gif

QUOTE
Vorallem sollte man nicht vergessen, dass Herten durch meine Variante einen SPNV Anschluss bekommt und die RB 44 zur S Bahn aufgewährtet wird.

Herten ist wohl auch so ein trauriges Kapitel. Noch nicht einmal zur U21 oder einer entsprechenden Straßenbahn hat es gereicht. Wir können aber vermutlich selbst im Ruhrgebiet und am Rande desselben nicht jede einzelne Regionalbahn zur S-Bahn umdeklarieren, zumal die Taktrate dann zwar steigen müsste, die Reisedauer in den meisten Fällen aber eben leider auch.

QUOTE
Da baut der AVV seine eigene S Bahn unter dem Namen Euregiobahn.  wink.gif

Ob das eine echte S-Bahn mit mindestens einem 20-Minuten-Takt werden wird, bleibt abzuwarten. Eine von den Linien soll wohl mit den bereits heute auf der RB20 eingesetzten TALENTen als Quasi-Straßenbahn in die Aachener Innenstadt fahren. Aber was hilft es, wenn bis Mönchengladbach eine S-Bahn verkehrt und der Lückenschluss zum Schienenverkehr im künftigen AVV-Musterländle verpasst wird?
    
    Link zum BeitragTop
Tequila
  Geschrieben am: 26 May 2008, 04:33


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 20 Jul 05
Beiträge: 1538

Alter: 38
Wohnort: Selke-Aue (LHEW)


QUOTE (ruhri @ 25 May 2008, 23:32)
Herten ist wohl auch so ein trauriges Kapitel. Noch nicht einmal zur U21 oder einer entsprechenden Straßenbahn hat es gereicht. Wir können aber vermutlich selbst im Ruhrgebiet und am Rande desselben nicht jede einzelne Regionalbahn zur S-Bahn umdeklarieren, zumal die Taktrate dann zwar steigen müsste, die Reisedauer in den meisten Fällen aber eben leider auch.

S-Bahn ist kein Garant für einen 20-Minuten-Takt (siehe Haltern, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Düren, Au).

QUOTE
Ob das eine echte S-Bahn mit mindestens einem 20-Minuten-Takt werden wird, bleibt abzuwarten. Eine von den Linien soll wohl mit den bereits heute auf der RB20 eingesetzten TALENTen als Quasi-Straßenbahn in die Aachener Innenstadt fahren. Aber was hilft es, wenn bis Mönchengladbach eine S-Bahn verkehrt und der Lückenschluss zum Schienenverkehr im künftigen AVV-Musterländle verpasst wird?
Nunja, eher nicht. Der Grundtakt ist derzeit 60 Minuten, wobei zwischen Herzogenrath und Stolberg Altstadt/Eschweiler-Weisweiler zum 30-Minuten-Takt überlagert wird.
Es ist ja noch eine Linie über Lindern (Kopfmachen) nach Heinsberg geplant. Damit würde die Lücke um zig Kilometer verringert. Ich könnte mir vorstellen, daß man die Linien dann ab Herzogenrath so verschiebt, daß auf der Stammstrecke Herzogenrath - Aachen - Stolberg Hbf durch Linienbündelung ein 20-Minuten-Takt entsteht.

Wenns ganz dumm kommt (die geplante S21 ist ja bis Mönchengladbach-Wickrath geplant, wobei ich dann aber gleich bis Erkelenz fahren würde), fährt zwischen Wickrath und Lindern dann nur noch der RE 4. Dieses Modell hat man bereits heute auf der KBS 380 (Hannover - Bremen). Zwischen Hannover und Nienburg bedient die hannoversche S2 alle Stationen und zwischen Verden und Bremen die zukünftige (ab 2011) bremische S1. Zwischen Nienburg und Verden fährt nur der RE mit Halt auf allen Stationen.

--------------------
02.05.1996 - 27.05.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
28.05.2000 - 04.11.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar - Hildesheim
05.11.2000 - 13.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover
ab 14.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
Der ZGB beschloß im Rahmen des Regionalbahnkonzepts 2014+ zusammen mit der LNVG und RH das Brechen des RE 4 in Goslar zugunsten eines fahrzeugreinen Echtstundentaktes auf Bad Harzburg - Hannover!
    
         Link zum BeitragTop
612 hocker
  Geschrieben am: 26 May 2008, 17:14


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Jul 07
Beiträge: 2221




QUOTE
Wenns ganz dumm kommt (die geplante S21 ist ja bis Mönchengladbach-Wickrath geplant, wobei ich dann aber gleich bis Erkelenz fahren würde), fährt zwischen Wickrath und Lindern dann nur noch der RE 4. Dieses Modell hat man bereits heute auf der KBS 380 (Hannover - Bremen).
Wobei aber der VRR immer davon spricht die Linie RE 4 optimieren zu wollen und keiner weiß was damit gemeint ist. Vielleicht ein 30 Minuten Takt zwischen Düsseldorf und Aachen.
QUOTE
Zwischen Hannover und Nienburg bedient die hannoversche S2 alle Stationen und zwischen Verden und Bremen die zukünftige (ab 2011) bremische S1. Zwischen Nienburg und Verden fährt nur der RE mit Halt auf allen Stationen.
Wenn die Übergänge nur 5 Minuten wären könnte man dass ja noch akzeptieren aber in Verden sind es 20 Minuten und in Nienburg 10 Minuten und die RB Minden - Rothenburg fährt auch nur noch am Wochenende.
    
     Link zum BeitragTop
ruhri
  Geschrieben am: 26 May 2008, 19:25


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


Tja, so eine Lücke sollte wirklich nicht neu generiert werden, denn das wäre die Rückkehr des Kirchturmdenkens und somit eine völlig unnötige Grenzziehung.
    
    Link zum BeitragTop
Autobahn
  Geschrieben am: 26 May 2008, 19:45


Lebende Forenlegende


Status: gesperrt
Mitglied seit: 23 Jan 08
Beiträge: 9573




Die Planspiele über mögliche, gewünschte oder notwendige S-Bahn Linien mögen ja alle irgendwo berechtigt sein. Aber das ist in meinen Augen erst der zweite oder dritte Schritt. Die mangelnde Akzeptanz des S-Bahn Verkehrs bei der Bevölkerungin in der Rhein-Ruhr Region liegt doch in erster Linie an der mangelnden Qualität und den zu langen Reisezeiten durch schlechte Anschlussverbindungen. Wenn alle S-Bahnen die Qualität der Regiobahn (S28) aufweisen würden und alle Bahnhöfe so sauber wären, wie die der Regiobahn gehöhrenden, wäre der erste Schritt getan.

--------------------
Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
    Link zum BeitragTop
612 hocker
  Geschrieben am: 26 May 2008, 21:19


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Jul 07
Beiträge: 2221




QUOTE
Die Planspiele über mögliche, gewünschte oder notwendige S-Bahn Linien mögen ja alle irgendwo berechtigt sein. Aber das ist in meinen Augen erst der zweite oder dritte Schritt. Die mangelnde Akzeptanz des S-Bahn Verkehrs bei der Bevölkerungin in der Rhein-Ruhr Region liegt doch in erster Linie an der mangelnden Qualität und den zu langen Reisezeiten durch schlechte Anschlussverbindungen. Wenn alle S-Bahnen die Qualität der Regiobahn (S28) aufweisen würden und alle Bahnhöfe so sauber wären, wie die der Regiobahn gehöhrenden, wäre der erste Schritt getan.
Aber welche Möglichkeiten hat der VRR überhaupt den jetztigen Zustand zu ändern? Einen Betreiberwechsel kann (und will) der VRR nicht vollziehen. Die Stationen sind in der Hand von DB Station & Dingsbums, Service kann man das doch nicht nenen, die ein Heiden Geld für die Bedienung bekommt. Diese kann auch keiner in die Schranken weisen. Die Bundesnetzagentur ändert an diesem Sachverhalt schon seit Jahren nichts. Ich weiß jetzt nicht die genaue Zahl aber DB Station & Dingsbums macht im Jahr einen 2-3 stelligen Millionen Umsatz. Warum wird da so gut wie nichts von investiert?

@Nigthwish oder wer das war: Die x-Wagen Garnitur mit der Nachtexpressbeklebung hat jetzt zwei Grafittis. Die Bilder sind aus dem siffigen Fenster des RE 5 leider nichts geworden.
    
     Link zum BeitragTop
Autobahn
  Geschrieben am: 27 May 2008, 17:41


Lebende Forenlegende


Status: gesperrt
Mitglied seit: 23 Jan 08
Beiträge: 9573




QUOTE (612 hocker @ 26 May 2008, 22:19)
Aber welche Möglichkeiten hat der VRR überhaupt den jetztigen Zustand zu ändern? Einen Betreiberwechsel kann (und will) der VRR nicht vollziehen. Die Stationen sind in der Hand von DB Station & Dingsbums, Service kann man das doch nicht nenen, die ein Heiden Geld für die Bedienung bekommt. Diese kann auch keiner in die Schranken weisen. Die Bundesnetzagentur ändert an diesem Sachverhalt schon seit Jahren nichts. Ich weiß jetzt nicht die genaue Zahl aber DB Station & Dingsbums macht im Jahr einen 2-3 stelligen Millionen Umsatz. Warum wird da so gut wie nichts von investiert?

@Nigthwish oder wer das war: Die x-Wagen Garnitur mit der Nachtexpressbeklebung hat jetzt zwei Grafittis. Die Bilder sind aus dem siffigen Fenster des RE 5 leider nichts geworden.

Leider gilt der Verkehrsvertrag für das S-Bahn Netz noch bis 2018, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Die Möglichkeiten für eine vorzeitige Kündigung seitens des VRR dürften ziemlich beschränkt sein und die Netzagentur hat hier noch weniger Möglichkeiten.

Passend zu meinem gestrigen Beitrag erschien heute in der Printausgabe der Rheinischen Post ein Bericht zur S28.

QUOTE (In der Rheinischen Post heist es: @ ,)
"Jedes Mal, wenn es um die Qalität der S-Bahnen in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann geht, hagelt es Kritik für die von der Deutschen Bahn betriebenen Linien. Die Züge sind oft verspätet, mitunter fallen sie komplett aus, sind alt und verdreckt. ......."


Als die Deutsche Bahn die Strecke im Jahre 1999 einstellte, nutzten nur noch 500 Kunden täglich die Strecke von Mettmann nach Düsseldorf. Das ist wahrlich nicht kostendeckend. Aber bereits nach einem Jahr Regiobahn waren es 5200 (!) Fahrgäste, heute sind es 18600 täglich. Davon 80% Stammgäste, wie ein Sprecher der Regiobahn erklärte.

Um es mit Larry Laffers Worten auszudrücken, die Regiobahn hat nicht einen Wasserkopf, wie die DB. Ganze 15 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, davon fünf Fahrdienstleiter. Bei der Rheinisch Bergischen Eisenbahngesellschaft, die im Auftrag der Regiobahn das Fahr- und Werkstattpersonal stellt, sind es 36.



--------------------
Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
    Link zum BeitragTop
ruhri
  Geschrieben am: 27 May 2008, 18:42


Kaiser


Status: Mitglied
Mitglied seit: 23 May 07
Beiträge: 1534

Alter: 53
Wohnort: Bochum


QUOTE (Autobahn @ 27 May 2008, 18:41)
Leider gilt der Verkehrsvertrag für das S-Bahn Netz noch bis 2018, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Die Möglichkeiten für eine vorzeitige Kündigung seitens des VRR dürften ziemlich beschränkt sein und die Netzagentur hat hier noch weniger Möglichkeiten.

So habe ich das auch verstanden - die S-Bahnen laufen erst per Fahrplanwechsel 2018 im Ausschreibungsverfahren. Die DB Regio NRW hat noch ein paar zusätzliche Jahre wegen Zusatzleistungen ausgehandelt.

QUOTE
Als die Deutsche Bahn die Strecke im Jahre 1999 einstellte, nutzten nur noch 500 Kunden täglich die Strecke von Mettmann nach Düsseldorf. Das ist wahrlich nicht kostendeckend. Aber bereits nach einem Jahr Regiobahn waren es 5200 (!) Fahrgäste, heute sind es 18600 täglich. Davon 80% Stammgäste, wie ein Sprecher der Regiobahn erklärte.

Um es mit Larry Laffers Worten auszudrücken, die Regiobahn hat nicht einen Wasserkopf, wie die DB. Ganze 15 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, davon fünf Fahrdienstleiter. Bei der Rheinisch Bergischen Eisenbahngesellschaft, die im Auftrag der Regiobahn das Fahr- und Werkstattpersonal stellt, sind es 36.

Tja, darauf muss sich die Deutsche Bahn mit all ihren Unternehmen so langsam, aber sicher mal einstellen.

Übrigens: Bei Drehscheibe Online hat vor kurzem mal jemand Arriva und Veolia zu den seriösen Privatbahnen gezählt, Abellio Rail dagegen zu den definitiv unseriösen. Fragt mich aber nicht, wie er darauf kommt!
    
    Link zum BeitragTop
612 hocker
  Geschrieben am: 27 May 2008, 18:59


Lebende Forenlegende


Status: Mitglied
Mitglied seit: 28 Jul 07
Beiträge: 2221




QUOTE
Übrigens: Bei Drehscheibe Online hat vor kurzem mal jemand Arriva und Veolia zu den seriösen Privatbahnen gezählt, Abellio Rail dagegen zu den definitiv unseriösen. Fragt mich aber nicht, wie er darauf kommt!
Das hat seine Gründe. Gegen Abellio hab ich nichts, die haben mich bisher immer zuverlässig zum Ziel gebracht. Aber die Mitarbeiter find ich teilweise nicht seriös, weil einige mit Migrationshintergrund dabei sind, die kaum die deutsche Sprache beherrschen. Letztens wollte einer in Hagen erklären dass die Zugteile getrennt werden und sagte per Lautsprecherdurchsage: "vorne Siegen, hinten Iserlohn". Mit dieser Information könnte ich als Laie nichts anfangen. Wenn man hingegen sich die NWB anschaut. Dort wird man teilweise durch die Mitarbeiter begrüßt, wenn z.B. die RE 82 in Altenbeken wendet.

Bearbeitet von 612 hocker am 27 May 2008, 19:03
    
     Link zum BeitragTop
Thema wird von 0 Benutzer gelesen (0 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:
55 Antworten seit 20 May 2008, 15:24 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
Seiten: (4) 1 [2] 3 4 
<< Back to Regionalverkehr
Antworten | Neues Thema |