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Ruhrgebiet: Bus und Bahn vergleichsweise schlecht, Studie für Rhein-Ruhr [Zur Themenübersicht]
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Autobahn
  Geschrieben am: 27 May 2008, 19:47


Lebende Forenlegende


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QUOTE (612 hocker @ 27 May 2008, 19:59)
Aber die Mitarbeiter find ich teilweise nicht seriös, weil einige mit Migrationshintergrund dabei sind, die kaum die deutsche Sprache beherrschen. Letztens wollte einer in Hagen erklären dass die Zugteile getrennt werden und sagte per Lautsprecherdurchsage: "vorne Siegen, hinten Iserlohn". Mit dieser Information könnte ich als Laie nichts anfangen.

An "vorderster Front" sollten die Mitarbeiter schon über gute Sprachkenntnisse verfügen. Aber das heißt nicht, dass der Mitarbeiter unseriös ist, nur weil er einen Migrationshintergrund hat. Davon abgesehen, es gibt auch genügend Deutsche, die nicht über eine umfassende Ausdrucksfähigkeit verfügen und solche Sätze über den Lautsprecher abgeben würden. Viele Menschen, auch solche mit besserer Bildung haben eine Scheu, in ein Mikrofon oder vor Publikum zu sprechen. Ich erinnere mich auch an einen deutschen Gemüsehändler, der (ca. 1960) in einer Zeitungswerbung (wörtlich) angeben wollte: "Haltestelle direkt vor Tür". Und dieser Mann war wahrlich nicht unseriös, ihm fehlte einfach nur Ausdrucksfähigkeit.

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Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
    
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612 hocker
  Geschrieben am: 27 May 2008, 20:11


Lebende Forenlegende


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Ich würde diesen Sachverhalt auch nicht gerade unter dem Begriff seriös werten. Als unseriös würde ich ein Unternehmen bezeichnen, dass mich aufs Ohr haut (z.B.Telekom mad.gif ) oder für seine schlechten Dienstleistungen bekannt ist. Dazu würde ich Abellio bestimmt nicht zählen. Aber das Wohlbefinden als Kunde zwischen den Unternehmen ist schon ein anderes.

Bearbeitet von 612 hocker am 27 May 2008, 20:13
    
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ruhri
  Geschrieben am: 1 Jun 2008, 22:44


Kaiser


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Jürgen Großmann, amtierender RWE-Boss, hat in einem WAZ-Interview gerade darüber sinniert, dass das Ruhrgebiet sich nicht als Stadt bzw. Metropole wahrnehmen würde und im übrigen die einzige Metropole sei, die schrumpfte. Seiner Meinung war die Gemeindereform aus den 20er Jahren jene Entscheidung, die das Ruhrgebiet bislang am meisten nach vorne gebracht hätte und er bedauert es, dass sich in der Richtung seit den 70er Jahren nichts mehr getan habe.

Was hat das nun mit Nahverkehr zu tun? Nun, in einer großen Ruhrstadt müsste dieser komplett neu überdacht werden und dieses Mal würde es nur von einer Perspektive aus geschehen, jener nämlich der neuen größeren Stadtregierung. Aber egal, ob es die ganz große Lösung (logischerweise mit Düsseldorf!) werden würde oder nur eine kleine, bei der etwa Düsseldorf und die vier großen von der Ruhr (Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund) sich ihre kleineren Nachbarn einverleibten, es würde bei der Bevölkerung der zu schluckenden Städte erheblichen Widerstand geben.

Meine Frage nun: Wäre es das eurer Meinung nach trotzdem den Aufwand wert?
    
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josuav
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 06:28


Lebende Forenlegende


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Alle Staedte zusammenhauen? Was wuerde das bringen?

Ich meine, man muesste fuer die Bahn in NRW mindesten genauso viel Geld raushauen, wie man es mit dem neuen Hbf usw in Berlin gemacht hat. Man braucht neue Bahnhoefe, aus denen man nich nur mit 30 raus- und reinschleichen kann und vor Allem auch einen Ausbau der Strecken.

Es ist sicher kein Zufall, dass die Menschen im Ruhrgebiet am wenigsten und die in Berlin am meisten Bahn fahren.
    
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bobo
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 07:02


Jungspund


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Was die sog. "Metropole" Ruhrgebiet betrifft, so bin ich der Meinung, dass damit national wie international gesehen keiner etwas mit anfangen kann; da kann die Verpackung noch so gut sein, solange der "Inhalt" schlecht ist.....Nein, ich denke Städte wie Dortmund und Essen, müssten gepuscht werden, damit meine ich vor allem die Namen der Städte müssten besser vermarktet werden. Davon würde dann letzendlich auch das gesamte Ruhrgebiet partipizieren.

Was den Bahnverkehr betrifft: Hier sollte man NRW als Ganzes betrachten, dazu gehört die Abschaffung der Verkehrsverbünde, die übergeordnete/konzeptionelle Planung sollte stärker beim Land bzw. Bund liegen.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 12:20


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QUOTE (josuav @ 2 Jun 2008, 07:28)
Man braucht neue Bahnhoefe, aus denen man nich nur mit 30 raus- und reinschleichen kann

Das dürfte aber in den meisten Fällen nicht nur am Geld sondern auch am Platz scheitern - schnellere Weichen kosten auch deutlich mehr Geld.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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josuav
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 14:37


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Dafuer muesst man Tunnel bauen: Koeln raus Richtung Duisburg mit Tunnel, dann ein Tunnel ab Duisburg und Tunnelbahnhoefe fuer Essen, Bochum und Dortmund. Ab dort SFS nach Hannover und Bremen.
Zusaetzlich ein Ausbau/Neubau der Strecke Koeln - Wuppertal - Dortmund mit Abzweig von der Strecke Koeln Duesseldorf.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 14:51


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QUOTE (josuav @ 2 Jun 2008, 15:37)
Dafuer muesst man Tunnel bauen: Koeln raus Richtung Duisburg mit Tunnel, dann ein Tunnel ab Duisburg und Tunnelbahnhoefe fuer Essen, Bochum und Dortmund. Ab dort SFS nach Hannover und Bremen.
Zusaetzlich ein Ausbau/Neubau der Strecke Koeln - Wuppertal - Dortmund mit Abzweig von der Strecke Koeln Duesseldorf.

Hast mal ein paar dutzend Milliarden da um das zu finanzieren? :-)

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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612 hocker
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 14:55


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Erstmal ist eine Erweiterung der S-Bahn und die Aufstockung der Kapazitäten auf den bisherigen Linien wichtig. Im Zuge der Einführung des ET 422 könnte man mal über 5 X-Wagen auf den Hauptlinien nachdenken. Die S1, S6 und S8 platzen in der HVZ jetzt schon aus allen Nähten. Dann kann man sich mal über neue Milliarden Gräber unterhalten
    
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josuav
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 17:09


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QUOTE (Boris Merath @ 2 Jun 2008, 15:51)
QUOTE (josuav @ 2 Jun 2008, 15:37)
Dafuer muesst man Tunnel bauen: Koeln raus Richtung Duisburg mit Tunnel, dann ein Tunnel ab Duisburg und Tunnelbahnhoefe fuer Essen, Bochum und Dortmund. Ab dort SFS nach Hannover und Bremen.
Zusaetzlich ein Ausbau/Neubau der Strecke Koeln - Wuppertal - Dortmund mit Abzweig von der Strecke Koeln  Duesseldorf.

Hast mal ein paar dutzend Milliarden da um das zu finanzieren? :-)

Ich glaub wenn man 10 Mrd fuer Berlin gebraucht hat, muessten hier vllt 6 reichen.
    
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ruhri
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 19:14


Kaiser


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Nun ja, den Schienen-Personennahverkehr kann man sicherlich auch verbessern ohne auch nur die kleinste Gemeindereform durchzuführen. Man müsste das Thema nur mal endlich angehen (Stichworte: S-Bahn-Netz 2015 und Rhein-Ruhr-Express). Wenn man da zu Tunneln greifen würden, würde man eher 16 oder 20 Mrd. ausgeben als 10 - schließlich ist Berlin mit dem Ruhrgebiet nicht zu vergleichen. Ich glaube aber irgendwie nicht, dass wir hierzulande großartig Tunnel bauen werden. Sie sind vermutlich weder zu finanzieren noch überhaupt notwendig.

Ich dachte aber eher an den ÖPNV auf Basis von U-, Stadt- oder Straßenbahnen bzw. Omnibussen.
    
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Autobahn
  Geschrieben am: 2 Jun 2008, 23:47


Lebende Forenlegende


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QUOTE (ruhri @ 2 Jun 2008, 20:14)
Ich dachte aber eher an den ÖPNV auf Basis von U-, Stadt- oder Straßenbahnen bzw. Omnibussen.

Der regionale Bus- und Straßenbahnverkehr ist vergleichsweise gut aufgestellt und die örtlichen Verkehrsbetriebe leisten gute Arbeit. Aber jenseits des Kirchturms hört es auf. Obwohl das S-Bahnnetz Rhein-Ruhr über eine große Dichte von Haltepunkten verfügt, ist die Leistung recht mager.

Eine grobe Übersicht über das Netz:

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ruhri
  Geschrieben am: 3 Jun 2008, 19:28


Kaiser


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Mein Reden! biggrin.gif

Natürlich fallen einen dann noch ein paar Beispiele ein, wo es auch innerhalb der Städte nicht so toll läuft, aber insgesamt ist es o.k.

Und dann geschieht wieder so etwas wie gerade in Hattingen, wo externe Verkehrsplaner aus Kassel die Idee entworfen haben, die 308 Samstags nur noch im 15-Minuten-Takt fahren zu lassen. Arbeiten diese Planer denn nun auch noch für Bochum? Haben die überhaupt Ahnung vom Straßenbahnverkehr? mad.gif
    
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Tequila
  Geschrieben am: 3 Jun 2008, 21:53


Kaiser


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Alter: 38
Wohnort: Selke-Aue (LHEW)


In Kassel wird bei der Straßenbahn auch in der Normalverkehrszeit im 15-Minuten-Takt gefahren, vielleicht färbt das ab...

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02.05.1996 - 27.05.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
28.05.2000 - 04.11.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar - Hildesheim
05.11.2000 - 13.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover
ab 14.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
Der ZGB beschloß im Rahmen des Regionalbahnkonzepts 2014+ zusammen mit der LNVG und RH das Brechen des RE 4 in Goslar zugunsten eines fahrzeugreinen Echtstundentaktes auf Bad Harzburg - Hannover!
    
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ruhri
  Geschrieben am: 3 Jun 2008, 22:47


Kaiser


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Wohnort: Bochum


Das dürfte es erklären! wink.gif

Ich mag es aber immer noch nicht glauben, dass Bochum sich von Hattingen einen 15-Minuten-Takt am Samstag aufdiktieren lassen wird, und auch nicht, dass Bochum von sich aus einen anstrebt. Der aktuelle 5/5/10-Minuten-Takt erscheint mir doch jetzt schon zu knapp - alle 5 Minuten eine Bahn wäre meines Erachtens angemessener. Und da sollen demnächst womöglich sechs Bahnen anstelle von neun pro Stunde reichen?

Aber das wäre mal wieder das Ruhrgebiet, wie wir es nicht sehen wollen! sad.gif
    
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