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[CZ] Ein Jahrhundertsommer in Mähren, ...wenn sogar der T6 vor Hitze stöhnt... [Zur Themenübersicht]
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Entenfang
  Geschrieben am: 10 Apr 2019, 22:08


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Mit heftigem Kadongkadong holpert der Zug pfeifend in den Abend. Weil wir noch einen Bauzug abgewartet haben, sind wir bereits leicht hinter Plan.
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In Verovice heißt es dann erstmal 10 Minuten auf den verspäteten Gegenzug warten, ehe weiter nach Valašské Mezirící geholpert wird.

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Dort steige ich in den nächsten Regionova um, welcher wiederum nach Warten auf Anschluss mit +6 startet. Meinen 4-Minuten-Anschluss zum R nach Brno sehe ich aber nicht in Gefahr, weil wir etliche Bedarfshaltestellen sowie einen 11-minütigen Aufenthalt in Kromeríž haben. Auch dieser ist für mich wenig einleuchtend, da zu dieser Zeit kein Gegenzug mehr gekreuzt werden muss.
Die Berge haben wir nun endgültig zurückgelassen und der Triebwagen rollt durch die hereinbrechende Nacht.
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Nach dem Aufenthalt wird das letzte Stück pünktlich zurückgelegt. Auch der R rollt kurz darauf überraschenderweise pünktlich herbei.
Doch die Freude währt nicht lange, denn bald müssen wir einen Gegenzug abwarten und der neben uns wartende, um 30 Minuten verspätete Sp darf – warum auch immer – vor. Damit behindert er den planmäßig nur einmal haltenden R natürlich massiv und wir sammeln bis Brno absolut vermeidbare +18 ein. Sehr ärgerlich für alle, die bei Ankunftszeit 22:54 mit dem Nachtbusknoten um 23:00 gerechnet haben…
Ich schwinge mich auf den Sattel und beende bald den Tag.


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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 10 Apr 2019, 22:38


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QUOTE (Entenfang @ 7 Apr 2019, 01:04)
Mendlovo namĕstí aus der Vogelperspektive
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Seh ich das richtig, dass da ein deutsches Gymnasium im Vordergrund ist?

Ansonsten wieder mal ein beeindruckender Reisebericht – Vielen Dank dafür! smile.gif

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Aus Gründen...

Für mehr Zwergi nach Pasing!
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 11 Apr 2019, 18:25


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QUOTE (TramBahnFreak @ 10 Apr 2019, 22:38)
Seh ich das richtig, dass da ein deutsches Gymnasium im Vordergrund ist?


Absolut. Könnte ja vielleicht erklären, warum in Brno so viele Leute Deutsch können. wink.gif

QUOTE
Ansonsten wieder mal ein beeindruckender Reisebericht – Vielen Dank dafür!  smile.gif

Na das freut mich doch - ich hatte schon meine Zweifel, ob den 5. Bericht aus Tschechien noch jemanden interessiert... unsure.gif


Tag 8

„Was für ein Glück, dass heute nicht so heiß ist.“
Hä?
„War nur ein Witz.“

Und ein schlechter noch dazu…

Im Sprachkurs darf ich erläutern, warum VDE 8 über Erfurt gebaut wurde, wie viel eine Fahrt kostet und wie lange sie dauert.

Aufgrund der Temperatur starte ich erst kurz vor Sonnenuntergang.
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Der Gelbe Berg entpuppt sich leider als eher bescheiden, doch auf den bewährten Ausblick von der Burg Špilberk ist Verlass.
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Mein Mitbewohner meint, so etwas Schönes hätte er ja noch nie gesehen.
Wie? Du studierst in Peking und warst noch nie auf dem Aussichtshügel nördlich der Verbotenen Stadt?
Doch, schon. Aber es wäre bei Tag und da wären viel zu viele andere Leute gewesen. Jedenfalls sei es besser, als Computer zu spielen.
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Auf dem Hügel weht ein angenehmes Lüftchen, doch unten in den Häuserschluchten ist es trotz der späten Stunde noch schrecklich heiß.

Irgendwie hat sich in unsere Kommunikation ein Mix aus Englisch und Tschechisch eingeschlichen – das klingt dann etwa so:

„Are you going there autobusem?“

„I went there with my spolubydlicí.“


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146225
  Geschrieben am: 11 Apr 2019, 18:41


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QUOTE (Entenfang @ 11 Apr 2019, 18:25)
Na das freut mich doch - ich hatte schon meine Zweifel, ob den 5. Bericht aus Tschechien noch jemanden interessiert... unsure.gif

Da mach dir mal nicht zu viele Sorgen, ich z.B. war auch noch nicht in Brno, aber es ist eine der Städte in Tschechien, wo ich mal hin möchte. Da sind deine Eindrücke doch gerne willkommen, bis es dann eines Tages so weit ist. smile.gif

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Und vergessen Sie nicht: Bevor Sie gehen -
HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN!
    
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Maikäfer
  Geschrieben am: 11 Apr 2019, 21:10


Routinier


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Servus Entenfang,
muss auch mal was zu deinen Berichten schreiben: sie sind ein absolutes Highlight in diesem Forum! Super Fotos und so gut geschrieben, dass man fast das Gefühl hat, man wäre selbst dabei gewesen. Weiter so, wo auch immer du hinkommst!
Viele Grüße, Josef!
    
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Oliver-BergamLaim
  Geschrieben am: 15 Apr 2019, 15:39


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Da ich derzeit beruflich gut eingebunden bin, brauche ich mit dem Lesen derzeit oft länger, als Du mit dem Reisebericht schreiben wink.gif

Trotzdem verfolge ich nach wie vor jeden der schönen Beiträge aufmerksam, und beim Ansehen der stimmungsvollen Bilder wird mir eines ganz deutlich klar: ich muss nach eineinhalb Jahren Abstinenz endlich mal wieder ins Nachbarland! smile.gif Insbesondere mit den Regionalstrecken rund um Brno zeigst Du eine Ecke Tschechiens, die ich bisher noch nicht so umfangreich bereist habe. Kromeriz und Hrad Pernstejn, aber auch Znojmo und Telc stehen u.a. noch auf meiner "want to see"-Liste. Und ganz generell lohnt sich immer eine Reise nach Tschechien, fast egal wohin, denn das Land glänzt fast überall mit lieblichen grünen Hügeln, viel Platz (in weiten Teilen viel dünner besiedelt als Deutschland, insbesondere im grenznahen und generell im westlichen Böhmen), einer erfrischend anderen Mentalität als hier, insbesondere reizt mich aber auf Deinen Bildern das immer noch absolut unschlagbar kultige Nebenstrecken-Flair abseits von modernen Kaspereien wie railjets und privaten 628ern smile.gif
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 16 Apr 2019, 19:02


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Verehrte Leser, aufgrund der Nichtverfügbarkeit von Wifioneis kam es zu Verzögerungen im Reiseberichtsablauf. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Überraschend gab es die Freigabe zur abschnittsweisen Wiederinbetriebnahme der Neigetechnik, sodass wir die Verspätung wieder reduzieren können. Bitte halten Sie Ihre Sektgläser fest.

QUOTE
ich z.B. war auch noch nicht in Brno, aber es ist eine der Städte in Tschechien, wo ich mal hin möchte.

Na dann ist 2019 vielleicht das passende Jahr dafür - dort wird nämlich das 150-jährige Jubiläum des ÖPNV gefeiert.


Tag 9

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36 Grad - Und es wird noch heißer…

Okok, ich will ja nicht übertreiben. Es sind nur 34. Nachdem ich mein Fahrrad zurückgegeben habe, bietet es sich an, gleich den Überlandabschnitt nach Modrice abzuarbeiten. In den Bahnen ist es einfach unerträglich. Sitze, Haltestangen, Fenster – alles glüht vor Hitze. Sonderlich spektakulär ist die Strecke in der Mitte einer Schnellstraße allerdings nicht.
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Ausfädelung zur Schleife Ústrední hrbitov
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Wendeschleife Ústrední hrbitov
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So macht das Warten viel Spaß
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Und der Zugang noch mehr…
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1604 überquert die Stadtgrenze
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Entenfang
  Geschrieben am: 16 Apr 2019, 19:02


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Im Tatrawagen
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Die Wendeschleife liegt neben der Schnellstraße
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Auf dem Rückweg entdecke ich eine heftige Betriebsstörung, die dank des dichten Taktes gleich zu einem erheblichen Stau führt. Rechts steht ein Ersatzbus bereit.
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Der Škoda 03T links ist verreckt und wird vom folgenden 13T abgeschleppt.


1215 bei Poricí, das Gleis nach rechts führt als Anschlussgleis der Eisenbahn zur Messe
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Ich lege noch einen Stop am Verkehrsknoten Nové sady ein, wo man einen Schleichweg zu den Bahnsteigen des Hbf nehmen kann. Vorsicht - Nachtbusse halten hier nicht!
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Das Jaulen des T6 klingt wie ein Wehklagen über die Hitze. Die Temperatur in den Bahnen ist für eine umfassende Rundfahrt einfach zu hoch.

36 Grad – Kein Ventilator…
    
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Entenfang
  Geschrieben am: 16 Apr 2019, 19:04


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Tag 10

Überraschend bekommen wir eine Führung in der Villa Tugendhat angeboten. Da sagen wir doch gleich zu, denn angeblich ist es sehr schwer, Karten zu bekommen und das auch noch für eine deutsche Führung. Svícková zum Mittagessen kann meine Stimmung nur begrenzt heben, dafür ist es einfach zu heiß.

Häuserfassade
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1704 wirbt am Obilní trh für das 150-jährige Bestehen des Brünner ÖPNV
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3062 ebendort
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Nachmittags werden wir von einer Unimitarbeiterin abgeholt und zur Villa Tugendhat gebracht. Bevor die Führung beginnt, müssen alle entweder die Schuhe ausziehen oder diese Maschine benutzen – für einen Moment ist gilt die Aufmerksamkeit nicht mehr dem Haus.
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Wer sich an die Maschine wagt, bekommt einen Plastiküberzug über die Sohlen.


Das 1930 fertiggestellte, riesige Haus ist jedenfalls spektakulär – und den gesetzten Rahmen, nämlich dass Kosten keine Rolle spielen, ließ sich der Architekt Ludwig Mies van der Rohe nicht entgehen.

Die komplett freitragende Gestaltung sorgt für einen fließenden Übergang in den Garten. Das Haus wird nur durch Stahlträger gehalten und benötigt daher keine tragenden Wände.
Im Haus lebten 12 Menschen, doch da die Eigentümer Juden waren, flohen sie bereits 1938 in die Schweiz und lebten nur wenige Jahre in diesem Haus.
Schlafzimmer
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Wohnzimmer
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Spektakulär ist nicht nur die links im Bild sichtbare Onyxplatte, welche bei Sonnenuntergang reicht rötlich durchschimmert und allein dem Wert von mehreren Einfamilienhäusern entsprach. Angeblich hat der Architekt von diesem Effekt nicht gewusst, was jedoch angesichts seines Berufs als Steinmetz bezweifelt werden darf. Als die Gestapo das Haus beschlagnahmte, wurden mehrere Zwischenwände eingebaut und dabei auch die Onyxplatte hinter einer Mauer verborgen. Vermutlich nur durch diesen glücklichen Umstand überlebte sie sowohl den 2. Weltkrieg als auch die anschließende Nutzung durch die Rote Armee. Zu den Funktionen des Wohnzimmers gehörten dann unter Anderem eine Turnhalle sowie ein Pferdestall.
Auch die versenkbaren Fenster sowie die Klimatisierung des Wohnzimmers sind eine technische Meisterleistung. Nur darf die Klimatisierung, obwohl funktionsfähig, heute leider nicht mehr benutzt werden, um die Anlage zu schonen. Seufz.
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Beim Blick hinter die Kulissen, für die ein Hausmeister zuständig war, wird die Umsetzung deutlich. Geheizt wurde mit Koks, gekühlt mit kaltem Wasser, dass zwischen Steinen hindurchläuft und verdampft. Sämtliche Luft wurde durch einen Ölfilter und anschließend durch Zedernholzspäne geführt, um ihr einen frischen Duft zu verleihen.
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Im Winter wurde die Abluft durch einen Wärmetauscher geführt.

Die Kosten der Villa entsprachen dem damaligen Wert von etwa 50 (!) großzügigen Einfamilienhäusern.

Anschließend ruhen wir uns im schattigen Garten aus. Der heutige Tag ist nur mit möglichst wenig Bewegung erträglich…

Fassadenblick auf dem Rückweg zur Tram
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1708 am námestí 28. Ríjna zu Füßen von Špilberk
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  Geschrieben am: 16 Apr 2019, 19:04


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Am Abend starte ich noch eine kurze Nachtfototour auf dem Nordabschnitt der Linie 12.
Innenraum Škoda 13T
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Pause in der Wendeschleife Technologický park
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Hier gibt es seit der Streckeneröffnung 2008 auch eine 2. Zufahrt zum Betriebshof Medlanky.

Bis 2008 endete die Strecke bereits 2 Haltestellen früher an der Haltestelle Cervinkova, die Wendeschleife ist erhalten geblieben.
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1921 an der ziemlich düsteren Skácelova
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Entenfang
  Geschrieben am: 17 Apr 2019, 17:29


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Tag 11

BssssssDonk.

BssssssDonk.

Ich wache auf, als ein Insekt gegen die Wand fliegt. In unserem Zimmer ist es wie in der Sauna. Da geistert auch schon mein Mitbewohner zum Waschbecken, um sich zu erfrischen.
Wie schön, du kannst also auch nicht schlafen. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Fenster zu öffnen. Klimaanlagen und Lüftungen summen. Es ist 4:06 Uhr. Kurz darauf fährt ein Bus vorbei. Das dürfte wohl der Nachtbus des 4:00-Knotens sein.

Bald bricht die blaue Stunde an. Und das vertraute Jaulen eines T6 nähert sich. Kadongkadong. Direkt folgend gleich ein zweiter Ausrücker. Kadongkadong.
WsiiiiiiiiiiiiiiiiiiKadongkadongiiiiiiiiiiii. Ein 13T.
WiiiooooooooooKadongkadongooooooooo. Ein T3.
Ich stopfe mir Ohrstöpsel rein und schlafe schließlich wieder ein.


Als der Wecker klingelt, weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht. Die Nacht war kein bisschen erholsam. Ich taumle durch das Zimmer, stopfe Schlüssel und ganz wichtig – die Wasserflasche aus dem Kühlschrank – in den Rucksack. Selbst das T-Shirt aus dem Schrank fühlt sich an, als hätte es auf der Heizung gelegen.

Ich stolpere zur Tramhaltestelle und mir fehlt die Kraft, mich über den T3 zu freuen. Eigentlich ist es schon um halb 9 viel zu warm. Wie viel beim Sprachkurs mit Raumtemperatur um die 30° rumkommt, kann man sich wahrscheinlich vorstellen. Meine 2-Liter-Flasche ist nach 4h schon fast leer. Es gibt drei Getränkeautomaten im Gebäude und an allen drei ist das Wasser ausverkauft. Vermutlich nicht nur wegen der Müdigkeit sind daher einige auf Kaffee umgestiegen.

Genau wie wir in China nach jedem Fleckchen Wärme gesucht haben, ist nun Abkühlung gesucht.
Im Wohnheim – Sauna.
In der Mensa – Sauna.
In der Uni – Sauna.
Im Restaurant – Sauna.
Draußen – Sauna.
Im ÖPNV – Sauna.

Es sieht nicht so aus, als wäre demnächst Abkühlung in Sicht. Eine Entscheidung muss her – Berge oder Heimat.
Schließlich wähle ich Heimat, eine Stunde vor Abfahrt bietet die ČD Brno – Salzburg noch für attraktive 22€ an. Dazu noch Sparschiene Neumarkt-Köstendorf – München für 14€ und die Fahrt ist komplett.
Theoretisch wäre auch…

Brno hl.n...........Regiojet 1037.....ab 18:48
Wien Hbf.....................................an 20:23

........................RJ 42..................ab 20:30
Salzburg Hbf................................an 22:54

........................M 79048.............ab 23:00
München Hbf................................an 00:57

…gegangen. Aber das ist mir ohne durchgehende Fahrkarte dann doch ein bisschen zu heiß (haha, Wortwitz) und ich starte mit dem CD-Railjet um 17:23 Uhr.
Ahhhh, welch Wohltat. Eine Klimaanlage.

Pünktlich lasse ich nicht ganz freiwillig Brno schon wieder zurück. Nächstrrr Halt: Breclav.

Meine Damen und Herren, wir erreichen jetzt Břeclav. Danke für Ihren Besuch in der Tschechischen Republik und Auf Wiedersehen.“
Hoffentlich bald.

Ein Junge filmt die Abfahrt und wenige Minuten später sind wir auf österreichischen Gleisen unterwegs. In Tschechien waren quasi durchgehend 160 drin, jenseits der Grenze sind es maximal 120. Doch die bleiben es nicht lange. Wir bremsen auf Fahrradgeschwindigkeit ab. Pfeeeeeeeif! Pfeeeeeeeeeif! Noch etwas langsamer. Pfeeeeeeif! Pfeeeeeeif!
„Was ist denn da los?“, höre ich eine Frau paar Sitzreihen weiter. „Ist da jemand auf den Schienen?“
Pfeeeeeeeeif! Wir rollen in Schrittgeschwindigkeit. „Hmm, vielleicht ein Rindvieh?“ Pfeeeeeeeif! Wie ich bereits vermutet habe, folgt wenig später ein BÜ, an dem die Schranken offen sind und ein Mann in Warnweste eine orangefarbene Fahne hält. Dann wird wieder beschleunigt. Und kommt ein anderer Zug entgegen, der wesentlich schneller durchrauscht als wir.
Die Ankunft in Wien steht jetzt mit +5 im System, aber auch der RJ nach Salzburg hat angeblich +10, sodass mein 6-Minuten-Anschluss klappen könnte. Doch kaum haben wir die 120 wieder erreicht, wird schon wieder auf Fahrradgeschwindigkeit abgebremst. Dasselbe Spielchen wie vorhin folgt, mit dem kleinen Unterschied, dass die Schranken am folgenden BÜ geschlossen sind.
Planmäßig sollten es noch 10 Minuten bis Wien sein, doch ich ahne schon, dass es deutlich mehr sind. Merkwürdigerweise wird auch die Verspätung bei der ÖBB nicht aktualisiert. Die kommentierende ältere Frau steht zusammen mit zwei weiteren auf, um „schon mal die sieben Zwetschgen zusammenzupacken.“ Viel Spaß beim Stehen.

Es folgt noch ein längerer Betriebshalt, die Frauen haben auf den Klappsitzen im Fahrradabteil platzgenommen. Mit +26 sind wir schließlich in Wien. Angeblich gäbe es wegen Witterungseinflüssen größere Verspätungen. Mein Anschluss ist jedenfalls weg, doch kaum ist der CD-Railjet abgefahren, wird schon die Einfahrt eines RJ nach Innsbruck verkündet.
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Der Nightjet verschwindet mit einer Handvoll Autos und Motorrädern in den nach einem heftigen Schauer wieder sonnigen, schwülheißen Abend.
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Freie Platzwahl im RJ und wenige Minuten später bleibt Wien auch schon wieder zurück.
Der Schaffner regt sich im feinsten Österreichisch darüber auf, dass die Sparpreise der CD ja viel zu billig wären und dass das doch nicht sein könne, während er die tschechische Fahrkarte des jungen Tschechen mit gegenüber kontrolliert.
Tut mir schrecklich leid, ich habe aber auch eine tschechische Fahrkarte.
„Ja schauns mal, 22€ von Brünn bis Salzburg. Das ist doch verrückt! Die allerbilligste Sparschiene Wien – Salzburg kostet 19€. Aber wir als Zugbegleiter kriegen das ja nur mit und können es nicht ändern. Ich hatte sogar mal eine 1.Klasse-Fahrkarte Budapest – Zürich für 39€. Stellen Sie sich das mal vor! Das war irgendein ungarischer Sparpreis. Klar, wer sich auskennt, den freut´s. Aber die sitzen dann halt neben Leuten, die 150€ für ihre Fahrkarte gezahlt haben.“

Es gibt keine ungewöhnlichen Ereignisse und folglich habe ich eine gute Stunde Aufenthalt in Salzburg. Kuchen kaufen, Obusse gucken, Bahnhof begutachten. Macht eindeutig mehr her als der Wiener Hbf.
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Wir warten auf den RJ – laut der Zub wie jedes Mal – und starten mit +9.

Die Verspätung schmilzt nicht zuletzt dank der zügigen Fahrweise des Tf dahin. Ständig verkündet irgendwo ein Handy lautstark den Eingang einer Nachricht.
In Bad Endorf fahren wir auf der falschen Seite ein, was dank der Fahrgast-Nichtinformation für die Zusteiger einen Sprint zu später Stunde bedeutet. Der schnellste blockiert die Tür, doch die Zub beruhigt. Sie habe schon gesehen, was Sache ist und hätte natürlich gewartet.
Der Mann mit gegenüber stöhnt, als er nach dem Fahrschein gefragt wird. „Muss das wirklich sein?“ „Aber natürlich.“ „Oh Mann, jedes Mal…“ Mit großem Widerwillen kramt er seine Fahrkarte heraus. „Na sehn´s, so schwer war das doch nicht“, meint der Zub.

Pünktlich erreiche ich zu später Stunde den Münchner Ostbahnhof, nehme die nächste Tram und den letzten Bus. Nächster Halt: Bett.




Tag 12

Die Abkühlung lässt nach fast einer Woche weiter auf sich warten, doch heute fahre ich wieder nach Brno. Die U5 fährt nicht ganz regelmäßig. Während ich 10 Minuten auf die stadteinwärtige warten muss, fahren drei stadtauswärts.
Ich habe mich entschieden, bereits mit dem M nach Salzburg vorzufahren, wofür ich noch einen Sparpreis Aktion Hbf-Ostbf. Ergattert habe. Außerdem besticht der passende EC mit 54% Pünktlichkeit im letzten Monat – das ist mir ein bisschen zu heikel bei 13 Min. Umsteigezeit.
Und ich behalte recht – während mich der Meridian pünktlich nach Salzburg bringt, ist der EC mit +30 wegen umgestürztem Baum im Gleis unterwegs. Damit wäre eine neue CD-Fahrkarte fällig gewesen, welche mich wieder 22€ gekostet hat.
Der RJ ist wenigstens ordentlich klimatisiert, während im Meridian drückende Schwüle herrscht. Am Tisch gegenüber sitzt eine Frau mit ihren zwei Söhnen und einer Tochter von 7 bis 11 Jahren, der Vater sitzt an meinem Tisch. Während die Sprachverwendung bei der Kommunikation mit den Eltern klar verteilt ist (Französisch mit der Mama, deutsch mit dem Papa), plaudern die Kinder untereinander in einem wilden Krauderwelsch aus Deutsch und Französisch.

Ich suche den Speisewagen auf. Für die kleinen Portionen sind die Preise ganz schön gesalzen.
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„Ein Hinweis für Fahrgäste, die keinen Sitzplatz haben. Bitte steigen Sie in Linz in den ICE 23 um, der direkt hinter uns ist. Fahrgäste mit Fahrtziel St. Pölten, Wien-Meidling, Wien Hbf: Bitte steigen Sie in den nachfolgenden ICE 23 um!“ Trotz des Hinweises halte ich die Aktion für gefährlich, denn der RJ hält öfter als der darauffolgende ICE. Und warum man nicht den Fahrgästen einfach empfiehlt, in den letzten Wagen durchzugehen, wird mir auch nicht klar. Dort sind nicht mal die Hälfte aller Sitzplätze belegt.

In Linz überholt uns die Westbahn, weiter geht’s mit +6. Die Familie wird ungeduldig, weil sie nur 6 Minuten Umsteigezeit haben. In einer Mischung aus Deutsch und Französisch erklärt die Mutter dem Jüngsten irgendwelche Rechenaufgaben, während sich der Älteste beim Vater auf Deutsch beschwert, dass bei seiner Bruchrechnung irgendwelche negativen Zahlen rauskommen würden.
Durch die zügige Fahrweise nimmt die Verspätung schnell ab und sie dürften ihren Anschluss wohl noch erreicht haben.
Pünktlich bin ich in Wien, hüpfe direkt in den RJ nach Prag am Gleis gegenüber. Dieser startet zwar pünktlich, doch das bleibt nicht lange so. „Zugbegleiter bitte beim Lokführer melden.“ Ohne weitere Erläuterungen legen wir drei außerplanmäßige Halte an kleinen Bahnhöfen ein und erreichen die tschechische Grenze mit +15. Immerhin dürfen wir den inzwischen vorgefahrenen Os noch unterwegs überholen.
Im CD Pro vás-Magazin (Anm.: wie die DB Mobil) klagt die Frau eines Fdl ihr Leid über den Eisenbahnslang, den ihr Mann benutzen würde. Außerdem würde er selbst im Schlaf noch Züge abfertigen und wirres Zeug vor sich hinplappern. Beispielsweise irgendwas von modernisierten 810ern (Anm.: Brotbüchsen), die nach der Modernisierung RegioMouse genannt werden. Zum Schluss meint sie, zwar Englisch und Französisch studiert zu haben und auch ein bisschen Latein, Hebräisch und Gebärdensprache zu können, aber wohl demnächst eine Sprachschule für Eisenbahnerslang besuchen zu müssen.

Nach zwei Wochen ohne Regen und mit Temperaturen jenseits der 30° ist die Landschaft staubig gelb-braun. Quellwolken sind am Horizont erkennbar.

Mit +15 erreiche ich Brno, öffne die Tür und hieve meinen Koffer auf den Bahnsteig. BÄÄÄÄÄM! Mit der Wucht eines Faustschlags schlägt mir die Hitze entgegen. Am liebsten wäre ich sofort wieder in den klimatisierten Zug eingestiegen. Eine Woche ist vergangen und es ist immer noch so heiß wie zuvor. Ich kommentiere das Wetter lieber nicht mehr, welches mir den kompletten Aufenthalt versaut hat.


Was denn ein Imperfekt Partizip Passiv sei, erkundigt sich mein Mitbewohner. Die Kursleiterin hätte einen Zettel ausgeteilt, auf dem die tschechische Grammatik nur auf Deutsch erklärt wird.
Ist eine anspruchsvolle Aufgabe, einem Chinesen auf Englisch einen deutschen Begriff der tschechischen Grammatik zu erklären…

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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:25


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Tag 13

Und heute geht es so weiter, wie es gestern aufgehört hat. Die Temperatur kratzt am Allzeitmaximum von 36° für diesen Augusttag.

Was liegt da näher, als die einzige Obuslinie mit 100% klimatisierten Fahrzeugen aufzusuchen? Aufgrund von Bauarbeiten wird die Linie 32 umgeleitet. Um die rund einen Kilometer lange Baustelle zu umfahren, muss der Akku zum Einsatz kommen.
3301 und 3303 bei Šumavská
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1941 rollt nordwärts
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Sprung zur Halbringlinie 25/26:
3637 zwischen Pionýrská und Konecného námestí
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3036 bei Sušilová
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Die Radiallinien 32, 34 und 36 enden am Rande der Innenstadt an der Haltestelle Ceská.
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Zelný trh bei Abendsonne
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1738 am Šilingrovo námestí
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Die viergleisige Haltestelle vor dem Hbf dürfte wohl die meistfrequentierteste des Netzes sein.

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Doch anstatt die Fußgänger einfach in das danebenliegende Bahnhofsgebäude laufen zu lassen, werden sie in die Unterführung mit Vietnamesenmarkt gezwungen (bzw. zum Überklettern/Umlaufen der Absperrungen).
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Endlich gönnt die Sonne der hitzegeplagten Stadt ein paar Stunden Pause… Doch selbst um Mitternacht liegt die Temperatur noch über 30°.
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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:25


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Abendliche Impressionen vom Bahnhof
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Tag 14 Ostrava

An einem bereits heißen Morgen starten wir Richtung Ostrava. Immerhin haben die Wetterfrösche für heute Abkühlung versprochen.

Gleisbauarbeiten
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Da es in Brno nur einen einzigen legalen Zugang zu den Bahnsteigen gibt, sind die Züge sehr ungleichmäßig ausgelastet. Wir könnten daher entspannt ein Abteil für uns alleine haben, doch der klimatisierte Gepäckwagen ist dann doch zu verlockend.
Die Baustelle östlich von Brno lassen wir mit +9 zurück, ehe es in gemütlichem Tempo weiter Richtung Přerov geht. Ein Mann, der schon ein Bier zu viel hatte, plappert auf Deutsch vor sich hin. „Ja, hier fährt man nur so schnell wie ein Fahrrad…“ Ganz so schlimm ist es dann doch nicht.
An der Verspätung ändert sich bis Ostrava nichts mehr. Die 24h-Karte gilt in den Ferien und am Wochenende für bis zu 5 Personen und kostet 90 Kronen.
Im Gegensatz zu Brno liegt der Bahnhof etwas abseits des Zentrums. Mit der Tram oder dem Obus lässt sich die Entfernung jedoch überbrücken. Ungünstig für die Netzgestaltung ist jedenfalls insbesondere bei der Tram, dass es sich um eine verhältnismäßig kurze Stichstrecke handelt, deren Bedienung aber unerlässlich ist, will man den Bahnhof nicht ohne ÖV-Anbindung lassen. Das Problem ist insbesondere in Zwickau bekannt.

Der inzwischen verschleierte Himmel ist eine wahre Wohltat… Möglicherweise klettert das Thermometer heute wirklich nur auf 30°!
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Mit Tram und Bus dauert es nicht lange zum Bergbaumuseum Landek Park.
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Leider müssen wir erstmal 50 Minuten auf die nächste Führung warten. Da können wir uns ja mal dem Minenzug widmen.
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Hängebahn
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Umkleideraum – um die Alltagskleidung sauber zu halten, muss man sich nach Dienstende erstmal gründlich von Kopf bis Fuß waschen.
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Schließlich werden wir von diesem Aufzug fünf Meter unter die Erdoberfläche befördert.
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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:25


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Jobs, die wahrscheinlich keiner vermisst:
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Liegend oder gebückt mit dem Presslufthammer bei über 35° rumzuhantieren, klingt nicht gerade nach einem Traumjob. Und welche Luft und welcher Lärm hier unten geherrscht haben müssen…

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Kondenswasser überall
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Das Obusnetz verbindet vor allem die östliche Innenstadt mit dem Bahnhof. Eingesetzt werden – soweit ich das gesehen habe – ausschließlich Solaris Trollino verschiedener Längen.
3704 unweit des neuen Rathauses
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Im Rathaus…
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…wird man von einer prunkvollen Eingangshalle empfangen.
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Doch es gibt auch eine klimatisierte Touristeninfo und eine tolle Aussichtsplattform.

Ostrava – von oben unverkennbar eine Industriestadt
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Im Hintergrund dürfte der Wald schon zu Polen gehören.

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  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 13:26


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Obus im Doppelpack
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Die Ostravice – Überraschung – windet sich durch Ostrava.
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Blick über die Innenstadt
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Im Infokiosk des DPO kann man mir leider keinen Netzplan geben. Ich könne ihn doch im Internet herunterladen… Tue ich notgedrungen, nur wird er auf meinem Handy irgendwie fehlerhaft angezeigt. Irgendwie kann ich das nächste Ziel doch entziff… Ohhhh! Das steht ja gerade der passende Obus an der Haltestelle. Wir springen schnell rein und nehmen ganz vorne Platz. Warum hier keine Kinder unter 12 sitzen dürfen, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis – vielleicht, damit sie den Fahrer nicht ablenken…
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In der Wendeschleife Hulváky
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Von hier geht’s mit der Tram weiter.
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In der Mitte einer Schnellstraße führt die Strecke in die einige Kilometer entfernte Vorstadt Ostrava-Svinov, welche sogar ihren eigenen Fernverkehrshalt hat. Aus diesem Grund verteilen sich die Reisenden in Tschechiens drittgrößter Stadt recht stark auf 2 Bahnhöfe. Daher ist Olomouc hl.n. in Tschechien der Bahnhof mit den dritthöchsten Fahrgastzahlen (nach Prag und Brno.)

In allen Fahrzeugen kann man mit kontaktloser Kreditkarte Fahrscheine kaufen und auf den stationären Automaten wird diese Variante angepriesen. Außerdem würden manche Automaten bald entfernt werden.

Überall in Tschechien werden Fahrer gesucht, zumindest hängt fast in allen Fahrzeugen entsprechende Werbung. In Ostrava würde man als Durchschnittsgehalt 30.500 Kronen bekommen, in Prag sind es 35.000. Zusätzlich wird mit vergünstigten Wohnungen und Freifahrten geworben.


In den Fahrzeugen dominiert viel Plastik und die fehlende Klimaanlage macht sich natürlich sehr negativ bemerkbar.
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An etlichen Haltestellen sind Mitarbeiter positioniert, welche das Fahrpersonal mit kühlen Getränken versorgen.

Die Fahrt zieht sich ewig hin, Ostrava hat wahrhaftig eine flächenmäßig riesige Ausdehnung für knapp 300.000 Einwohner.
In der Wendeschleife Vresinská
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Von hier geht es noch weiter nach Westen, allerdings nur mit Umsteigezwang und nur noch im Halbstundentakt. Da bleibt noch Zeit, zu überprüfen, warum wir an einer Stelle nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren sind. Denn das ist in Tschechien immer höchst verdächtig.
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Werden die Schienen nur auf Metallteilen gelagert, ist es vielleicht besser, wirklich nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren.
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