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Eisenbahnforum.de > Fernverkehr > Wo sind VT 605 (ICE-TD) eingesetzt ?


Geschrieben von: Baureihe 185 am 28 Oct 2002, 18:42
Kann mir einer sagen, auf welchen Strecken der ICE-TD eingesetzt wird und wo er seine Vmax. ausfahren kann ? :)

Geschrieben von: thg am 28 Oct 2002, 20:26
Hi, also ICE-TD werden u.a. auf der Strecke Nürnberg-Dresden eingesetzt. V max kann dort glaub ich noch nicht ausgefahren werden, es geht derzeit max. 160 km/h mit eingeschalteter Neigetechnik. Desweiteren weiß ich nicht genau, ob die ICE-Strecke von München nach Zürich noch bedient wird, dort waren sie einmal im Einsatz.

Geschrieben von: Smirne am 28 Oct 2002, 20:49
[QUOTE][I]Original von thg [/I] Desweiteren weiß ich nicht genau, ob die ICE-Strecke von München nach Zürich noch bedient wird, dort waren sie einmal im Einsatz. [/QUOTE] Also letzte Woche waren sie es noch.

Geschrieben von: Tigerente290 am 29 Oct 2002, 21:16
Die Diesels werden zwischen Dresden und Nürnberg eingesetzt. HG = 150 km/h. Desweiterem München -Zürich (ICE 92 und 93). HG 140 km/h. Die volle Geschwindigkeit kann er ausfahren, wenn er von München nach Hof zur Werkstatt überführt wird und dazu noch den Fpl für 200 km/h bekommt.

Geschrieben von: Acela am 14 Nov 2002, 11:34
servus. Zu den VT 605. Die Züge auf der Sachsenmagistralke fahren im Moment nur zwischen Chemnitz und Nürnberg, da ja die Strecke Dresden-Chemnitz nach dem Hochwasser praktisch nicht mehr existiert, und auch erst frühestens ende 2003 wieder aufgebaut wird. Höchstgeschwindigkeit war keinesfalls 150. Zwischen Dresden und Zwickau max. 120, da Strecke noch nicht komplett Neigetechnik tauglich war. Zwischen Zwickau und Nürnberg war die Strecke schon vorbereitet, da die Bahn aber vergas, die Kontakte für die Bahnübergänge zu versetzen (Schlömener Kurve), konnt dort auch nur 100 gefahren werden. Sers.

Geschrieben von: 218 466-1 am 28 Jul 2016, 17:53
Bei der Vogelfluglinie ist bald Schluss.

Wo BR 605 künftig eingesetzt wird, hängt davon ab wer sie kauft...

https://www.db-gebrauchtzug.de/index.php?view=vehicleDetails&mod=showdetails&bid=6790316

Wenn sie niemand kauft, geht deren Eisatzzeit wohl schon zu ende. unsure.gif

Einer http://www.ice-fansite.com/index.php/ice-infos/ice-unfaelle/105-ice-td-stuerzt-im-september-2001-von-einer-hebebockanlage wurde überigens heuer im Juni verschrottet.

Geschrieben von: Hot Doc am 28 Jul 2016, 19:58
Wär doch was schönes für die BOB. biggrin.gif

Geschrieben von: 146225 am 28 Jul 2016, 20:03
QUOTE (Hot Doc @ 28 Jul 2016, 20:58)
Wär doch was schönes für die BOB. biggrin.gif

Eher für RegioJet oder so - die kaufen doch alles, was sich die arme DB nicht mehr leisten kann (z.B. auch Abteilwagen...)

Geschrieben von: Rev am 28 Jul 2016, 20:38
Was fährt dann eigentlich zukünftig nach dänemark 🇩🇰?

Oder stellt man für Verbindung so ein die war doch immer gut ausgelastet?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 28 Jul 2016, 20:40
https://de.wikipedia.org/wiki/DSB_MF.

Mit dem Vorteil, auch als DoTra auf die Vogelflug-Fähren zu passen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 15 Dec 2016, 01:12
http://bahnfotokiste.startbilder.de/bild/Deutschland~Diesellok~BR+218/531652/meg-304-218-390-3-mit-einer.html
Zu schön, dass eine 218 die 605er zur Abstellung fährt. cool.gif

Geschrieben von: TramBahnFreak am 15 Dec 2016, 10:11
Ähm, dir ist schon bekannt, dass die ICE-TD keineswegs vollständig arbeitslos sind...?

Geschrieben von: Balduin am 15 Dec 2016, 11:17
Wo sind denn momentan noch wie viele im Einsatz?

Geschrieben von: Jogi am 15 Dec 2016, 11:31
QUOTE (Balduin @ 15 Dec 2016, 12:17)
Wo sind denn momentan noch wie viele im Einsatz?

Bis zum 1.10. nächsten Jahres wird noch ein Umlauf auf der Vogelfluglinie als ICE gefahren, danach übernimmt auch diesen eine dänische Gumminase:
ICE 1233 Hamburg 9.28 - 14.22 Koebnhavn
ICE 1230 Oesterport 17.23 - 22.23 Hamburg (nicht 23.6. - 13.8.)
ICE 1232 Oesterport 15.23 - 20.21 Hamburg (23.6. - 13.8.)

Wenn ich mich richtig erinnere, hieß es bei DsO derletzt, dass aktuell fünf Tz zur Verfügung stehen, zwei davon mit Frist bis zum Sommer, einer bis Dezember.

Geschrieben von: Balduin am 15 Dec 2016, 13:27
Danke, und die anderen 2 müssten dann die beiden sein, die laut Wikipedia in den beiden letzten Jahren doch noch eine HU bekommen hatten. Die könnten noch darüber hinaus irgendwo (Reserve) eingesetzt werden. Mal schauen was da noch aus denen wird.
Wer weiß, Totgesagte leben länger, die 605er haben ja schon mal eine Auferstehung geschafft.

Geschrieben von: Jogi am 15 Dec 2016, 13:43
QUOTE (Balduin @ 15 Dec 2016, 14:27)
Danke, und die anderen 2 müssten dann die beiden sein, die laut Wikipedia in den beiden letzten Jahren doch noch eine HU bekommen hatten. Die könnten noch darüber hinaus irgendwo (Reserve) eingesetzt werden. [...]

Die abgestellten Züge stehen unter db-gebrauchtzug.de (https://www.db-gebrauchtzug.de/index.php?view=vehicleList&filter=set) zum Verkauf (falls noch jemand ein Weihnachtsgeschenk sucht...). Daher kann ich mir vorstellen, die beiden Züge werden quasi als fahrbare Anschauungsobjekte vorgehalten.

Die Option auf irgendwelche Sonderfahrten wird man wohl noch mitnehmen. Aber als normale Einsatzreserve, um kurzfristig ICE Neundreiviertel zwischen King's Cross und Hogwarts zu ersetzen, dürften die nicht benutzt werden wink.gif

Außer wenn DB Fern fahrzeugseitig das Wasser bis zum Hals... OK, schlechte Referenz ph34r.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 26 Dec 2016, 23:09
218 390-3 gefällt die Rolle als "Sensenlok". smile.gif
Am 16.12.16 holte sie den letzgebauten Tz 5520 (504 020/520) zur http://tge.hamburg/Salzwedel-Ritze_MEG_218_390-3_ICE-TD-Tz_5520_Hamburg-Espenhain_3834-Pano.jpg. cool.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 27 Oct 2018, 08:16
Ein noch existierender 605 ist jetzt Versuchskanninchen.
QUOTE
Mir dem advanced TrainLab stellt die Deutsche Bahn einen Versuchsträger zur Erprobung innovativer Technologien zur Verfügung. (...) Der aus einem Triebzug der Baureihe 605 (auch bekannt als ICE-TD) bestehende Erprobungszug vereinigt die bestehenden Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Versuchsumgebung.
https://www1.deutschebahn.com/advancedtrainlab-de/projektidee-de-3167564

Geschrieben von: Hot Doc am 27 Oct 2018, 10:44
Mal ne vernünftige funktionierende Neigetechnik bauen steht wohl nicht unter innovative Technik. Bleibt ja wohl ausgeschaltet oder sogar ausgebaut.
Aus meiner Sicht ein Armutszeugnis.

Geschrieben von: Iarn am 27 Oct 2018, 10:49
Vielleicht muss sich halt auch eingestehen, dass Neigetechnik eine Sackgassen Technologie wie Schienenzeppeline oder Gasturbinenlokomotiven.

Geschrieben von: Entenfang am 27 Oct 2018, 11:10
QUOTE (Iarn @ 27 Oct 2018, 11:49)
Vielleicht muss sich halt auch eingestehen, dass Neigetechnik eine Sackgassen Technologie wie Schienenzeppeline oder Gasturbinenlokomotiven.

Kommt drauf an. Neigetechnik gibt es doch in vielen Ländern und sie funktioniert auch. Norwegen, Schweiz, Schweden, Tschechien, Italien...

Dass man in Deutschland erst Strecken für mehrere 100 Millionen € mit NT ausrüstet und dann Reichsbahnwagen einsetzt, ist ja kein generelles Problem der NT. Und NT kann schon sinnvoll sein. Die Knoten Nürnberg und Hof wären ohne sie nicht zu halten.

Geschrieben von: Iarn am 27 Oct 2018, 11:18
Es gibt auch viele Länder die auf Diesel setzen. Von Verbreitung würde ich nicht auf den Sinn schließen. Aber genauso wie mit dem Diesel spart man bei der Neigetechnik halt beim Streckenbau, um es dann bei den laufenden Kosten drauf zu zahlen.

Geschrieben von: spock5407 am 27 Oct 2018, 11:33
Es gäbe gerade in Österreich durchaus Strecken, für die sich Neitech sehr vorteilhaft erweisen würde und nie das Aufkommen und v.a. nicht das Gelände für Neubaustrecken haben.
Tauernbahn und Arlberg z.B.

Geschrieben von: Mark8031 am 27 Oct 2018, 11:53
Der Allgäu-Franken-Express ist dank NT auf der Strecke Nürnberg-Augsburg 4 Minuten schneller als der ICE ohne NT (beide mit Halt in Donauwörth). Würde man konsequent auf NT setzen und damit Streckengeschwindigkeiten der Altbaustrecken erhöhen, könnte man deutschlandweit schon einiges beschleunigen. Sicher wären Neubaustrecken mit Streckengeschwindigkeiten >250 km/h noch wirkungsvoller, aber wir wissen ja alle, wie schwierig und langwierig es ist, Neubaustrecken politisch und in der Bevölkerung durchzusetzen. NT-Ausrüstung ist schneller und einfacher zu realisieren.

Geschrieben von: Iarn am 27 Oct 2018, 12:00
Gerade die Tauernbahn wurde ja in den letzten Jahrzehnten immer mal wieder ein Stück begradigt und ausgebaut.
Ich für meinen Teil bin froh, dass man nicht einfach ein paar Balisen aufgestellt hat und sonst alles beim alten gelassen.

Geschrieben von: Iarn am 27 Oct 2018, 12:06
QUOTE (Mark8031 @ 27 Oct 2018, 11:53)
Der Allgäu-Franken-Express ist dank NT auf der Strecke Nürnberg-Augsburg 4 Minuten schneller als der ICE ohne NT (beide mit Halt in Donauwörth). Würde man konsequent auf NT setzen und damit Streckengeschwindigkeiten der Altbaustrecken erhöhen, könnte man deutschlandweit schon einiges beschleunigen. Sicher wären Neubaustrecken mit Streckengeschwindigkeiten >250 km/h noch wirkungsvoller, aber wir wissen ja alle, wie schwierig und langwierig es ist, Neubaustrecken politisch und in der Bevölkerung durchzusetzen. NT-Ausrüstung ist schneller und einfacher zu realisieren.

Dafür zahlst Du beim NT Ausbau jedes Jahr deutlich mehr für das Rollmaterial, zusätzlich sind Neigetechnik Züge energiehungriger. Die Baureihe 612 dürfte so mit der größte Spritschlucker bei der deutschen Bahn sein. Umweltschutz sieht anders aus.

Und für den Güterverkehr ist Neigetechnik im besten Fall nutzlos, evtl sogar kontraproduktiv.


Geschrieben von: spock5407 am 27 Oct 2018, 12:29
I.w. gings dort ja um Kapazitätserweiterung durch Zweigleisigkeit.. auf der Tauernbahn ging nichts davon in Reisezeitverkürzung, ich bin da einigermaßen regelmäßig unterwegs.
München-Villach biste immer noch knapp 4h30 unterwegs wie vor dem großen Ausbau.

Zwischen Salzburg und Schwarzach, wo die langsamsten Abschnitte sind, ist außer Sanierung und S-Bahnstationen, goar nix passiert; ebenso Spittal-Villach.
Ich habs mal durchgerechnet, man könnte durch Neitech zwischen M und Villach etwa ne knappe Stunde einsparen.

Nürnberg-Augsburg ist klar, dass es nicht viel bringt; bis Donauwörth sowieso nicht, weiter bis Treuchtlingen ist konventionell meist 130-140 und Treuchtlingen-Weißenburg ist 160, und weiter Ri Nürnberg hats auch noch 160er Abschnitte, nur ein Teil ist 120-140 bzw. ein paar schmerzhafte Einbrüche auf 100.
=> Da ist zeitlich nicht viel drin und die Diesel müssen unter Fahrdraht fast permanent AK laufen. => Einsatz IMO hier nicht sinnvoll.

Nach N-Hof ists konventionell i.d.Regel 110-130, damit kann die aktive Neitech fast das Maximum an möglicher Fahrzeitverkürzung ausspielen. Ähnlich wärs auf der Tauernachse, dort ist vielfach 100-130 mit weiteren Einbrüchen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 27 Oct 2018, 14:47
Falls DB jemals noch über NT-Züge nachdenken sollte, dann wäre dringend dazu geraten, wieder auf die bewährte hydraulische Fiat-technik zurückzugreifen.
Der elektr. Käse in 605, 611 und 612 hat auf ganzer Linie versagt. 610 fuktionierte dagegen weitgehend (abgesehen von Schlingerdämpfer-problemen).

Militärtechnik und Eisenbahn, passt einfach nicht zusammen..
Das hat schon in den 1970er nicht fuktioniert, als http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieselloks--92-80-~br-210-v-160-gasturbinenlok/1015606/die-gasturbinen-210-006-3-im-dezember-1975.html fuhren, die eigentlich https://de.wikipedia.org/wiki/Bell_UH-1 gehörten.
Und was in den http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieseltriebzuege~br-612-fernverkehr-ic-ice-farbvariante/1049572/nachschuss-auf-612-079-welcher-am.html steckt, wurde von https://de.wikipedia.org/wiki/Leopard_2#Leopard_2A5_KWS_II geklaut.
Das Allgäu steht praktisch doppelt für die Flops der DB - dank König Ludwig, der die Strecke so deppert trassieren lassen hat.

Noch zehren BEG und NVBW vom Entfall der Beschaffungskosten. Im Regionalverkehr dürfte nach Ablauf der gegenwärtigen Verträge für NT der Kas bissen sein. Sonst hätte man vor Jahren z.B. schon ET mit NT für die Gäubahn ausgeschrieben und würde auch sonst die problematischen 611/612 nicht länger dulden und bereits jetzt durch entsprechende Nachfolger ersetzen.
Im Fernverkehr sollte sich DB ein Beispiel an SBB & Co nehmen, die solche Kisten mit bewährter Italienischer Technik einsetzen. Aber beim 411 hat auch das nichts genutzt, weil man zunächst glaubte, an der falschen Stelle (Radsätze) sparen zu können. rolleyes.gif

Problem ist halt, dass bei DB alles nichts kosten darf und daher wird man wohl weiterhin, halbe Sachen machen und hinterher bereuen, dass man überhaupt investiert hat. ph34r.gif

Geschrieben von: Mark8031 am 27 Oct 2018, 15:15
QUOTE (218 466-1 @ 27 Oct 2018, 15:47)
Problem ist halt, dass bei DB alles nichts kosten darf und daher wird man wohl weiterhin, halbe Sachen machen und hinterher bereuen, dass man überhaupt investiert hat. ph34r.gif

Genau dieser Satz sagt eigentlich alles relevante aus.

Geschrieben von: Hot Doc am 27 Oct 2018, 21:35
Wenn man jetzt anfängt den Deutschland-Takt umzusetzen, wird es einigen Streken geben, bei denen man durch Neigetechnik bestimmte Kantenzeiten halten kann. Muss ja auch nicht immer ein Dieselantrieb sein. Und klar ist der Unterhalt und die Beschaffung teurer. Aber bei bestimmter Topographie kann eine ausreichende Begradigung noch deutlich teurer sein. Vor allem, wenn die Zugzahlen nicht so extrem hoch sind.

Geschrieben von: Iarn am 28 Oct 2018, 08:17
Jetzt bin ich wieder der böse gemeine Neo Liberale und sage, wenn auf den Strecken nicht so viel los ist, dann könnte man das Geld an anderer Stelle sinnvoller verwenden.

Wir haben und ich glaube, in dem Punkt sind wir uns ausnahmsweise mal einig, zu wenig Geld in den Töpfen für Schienenverkehr.

Und wir müssen um eine grundsätzliche Verkehrswende hin zu bekommen, auch mehr Güterverkehr auf die Schiene bekommen. Und insbesondere da der Güterverkehr nichts von der Neigetechnik hat, halte ich es für kontraproduktiv viel Geld in den Betrieb von Neigetechnik zu stecken.
Lieber da investieren, wo ich mit Strecken Begradigung und Elektrifizierung für Personen und Güterverkehr gleichzeitig Vorteile gewinnen kann statt mit dem Verbrauch eines übergroßen SUV paar Leute mit einer 612 überteuert durch die Landschaft zu Gondeln.

Geschrieben von: Balduin am 28 Oct 2018, 11:02
QUOTE (218 466-1 @ 27 Oct 2018, 15:47)

Im Fernverkehr sollte sich DB ein Beispiel an SBB & Co nehmen, die solche Kisten mit bewährter Italienischer Technik einsetzen.

Wirklich glücklich ist die SBB mit den ETR 610 aber auch nicht. Die Beschaffung war im Grunde nur eine Notgeburt, auch von den Italienieren aufgezwungen für eben den Verkehr dahin. Nicht umsonst hat man stattdessen als künftiges Standardfahrzeug den Giruno von Stadler entwickeln lasse

Geschrieben von: 146225 am 28 Oct 2018, 11:09
QUOTE (Balduin @ 28 Oct 2018, 11:02)
Wirklich glücklich ist die SBB mit den ETR 610 aber auch nicht. Die Beschaffung war im Grunde nur eine Notgeburt, auch von den Italienieren aufgezwungen für eben den Verkehr dahin. Nicht umsonst hat man stattdessen als künftiges Standardfahrzeug den Giruno von Stadler entwickeln lasse

Weil man auf der Gotthardachse nach 2020 dank GBT und Ceneri-Basistunnel auch ohne Neigetechnik sinnvolle Fahrtzeiten hinbekommt. Die vorgesehene Weiterverwendung der RABe 503 als EC Zürich-München zeigt, dass die SBB mit den Fahrzeugen durchaus noch etwas anzufangen wissen.

Geschrieben von: Hot Doc am 28 Oct 2018, 11:43
QUOTE (Iarn @ 28 Oct 2018, 09:17)
Jetzt bin ich wieder der böse gemeine Neo Liberale und sage, wenn auf den Strecken nicht so viel los ist, dann könnte man das Geld an anderer Stelle sinnvoller verwenden.

Es gibt halt einen Unteschied zwischen 'nicht so viel los' und 'nicht viel los'.
Nürnberg - Hof - Dresden' ist jetzt nicht gerade leer die Doppeltraktion 612er, im Gegenteil manchmal war ich froh in Hof noch einen Sitzplatz zu bekommen.
Hier wäre der klassische Fall für einen IR-Linie oder dann ein wirklicher Fernzug Augsburg - Nürngerg - Hof - Dresden (dann könnte man sich die unsäglichen Schleich-ICEs München - Augsburg - Nürnberg auch sparen).
Die Strecke der heutigen Sondergattung IRE ist aufgrund der Topographie nur extrem aufwändig zu begradigen, mit NT aber ein durchaus attraktiver Ferkehr anzubieten. Auch ein durchgehender Zug München - Regensburg - Hof - Dresden wäre denkbar und würde auch von der NT profitieren.
Dass man alle genannten Strecken elektrifizieren sollte, da das sich wirklich lohnt, ist eh klar. Begradigungen sind an besonderen Punkten sicher möglich und auch im einzelfall sinnvoll. Die Strecke aber durchgehend auf vernünftige Geschwindigkeiten auszubauen, da sehe ich kein Weg hin.

QUOTE
Wir haben und ich glaube, in dem Punkt sind wir uns ausnahmsweise mal einig, zu wenig Geld in den Töpfen für Schienenverkehr.
Wer 6 Milliarden plus x für S21 und 3 Milliarden plus x für den Stamm2 ausgeben kann, hat nicht zu wenig Geld in den Töpfen. Aktuell bekommt der Staat teilweise Minuszinsen, wenn er sich Geld leiht, wo soll da ein Problem sein???

QUOTE
Und wir müssen um eine grundsätzliche Verkehrswende hin zu bekommen, auch mehr Güterverkehr auf die Schiene bekommen. Und insbesondere da der Güterverkehr nichts von der Neigetechnik hat, halte ich es für kontraproduktiv viel Geld in den Betrieb von Neigetechnik zu stecken.
Der Güterverkehr ist, im Gegensatz zum Personenverkehr, nicht so sehr geschwindigkeitskritisch sondern im Wesentlichen pünktlichkeitskritisch. Dem Gut ist es meistens egal, ob es von A nach B 5 oder 7 Stunden braucht. Wichtig ist, dass es wie vereinbart pünktlich geliefert wird. Hierfür braucht es Stabilität im Fahrplan, d.h. zweigleisiger Ausbau wo immer möglich, Ausbweichmöglichkeiten ausbauen nicht abbauen, Elektrifizierung wo immer sinnvoll, kurze Blockabstände, viele Überleitungen, Gleise in Schuss halten.
Ich bin nicht gegen Streckenverbesserungen. Aber es gibt genügend Stellen im Netz - meistens in Tälern und entlang von großen Flüssen - an denen eine Begradigung sofort viele Tunnel oder/und viele Brücken bedeutet. Das kann dann schnell den sinnvollen Rahmen sprengen auch wenn die Strecke durchaus gut genutzt wird.

Genau so, wie es sinnvolle Einsatzgebiete für einen Akkutriebwagen gibt und geben wird, wird es auch sinnvolle Einsatzgebiete für einen NT-Zug geben und zwar durchaus im Fernverkehr, als auch im Regionalverkehr. Und selbst wenn man einige Strecken davon begradigen könnte, bis das fächendeckend passiert ist, geht sicher eine Zuglebensdauer ins Land.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 2 Nov 2018, 17:41
QUOTE (218 466-1 @ 27 Oct 2018, 15:47)
Falls DB jemals noch über NT-Züge nachdenken sollte, dann wäre dringend dazu geraten, wieder auf die bewährte hydraulische Fiat-technik zurückzugreifen.
Der elektr. Käse in 605, 611 und 612 hat auf ganzer Linie versagt. 610 fuktionierte dagegen weitgehend (abgesehen von Schlingerdämpfer-problemen).

Na ich würde auf schweizer Know-How setzen und das System des ICN nehmen. Das ist so gut, dass Virgin es extra bei Alstom bestellt hat, die Hydrauliktechnik hat ebenfalls einige Schwachstellen. Elektrik ist prinzipiell die beste Lösung - wenns denn funktioniert wink.gif

Mittlerweile heißt die Parole aber: Billig, d.h. man wird entweder gar nix in die Richtung nehmen, oder ne Sparlösung wie Bombardiers Wako. In Anbetracht der nicht wenigen Überkeitsrückmeldungen mit voller NT, dürfte das ein relativ guter Kompromiss sein, v.a. taugt der Wankkomensator auch noch als zusätzlicher Dämpfer, d.h. er steigert den Komfort. Außerdem muss man bei den kleineren Wankbewegungen auch nicht das Wagenkastenprofil ändern.

Unterm Strich einige Vorteile, bei wenig Zusatzkosten -> die beste Lösung (wenn man es sich leisten mag).

Wenn Bombardier wollte, könnten sie einfach ihre paar Married-Pair Wagen damit ausstatten und man hätte schon mal die halbe Lösung. Für nen kompletten Zug fehlte nur noch ne Leichtbau-Lok, aber dafür hätte Bombardier sicher auch noch das Know-How.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 2 Nov 2018, 17:46
QUOTE (Hot Doc @ 28 Oct 2018, 12:43)
Wer 6 Milliarden plus x für S21 und 3 Milliarden plus x für den Stamm2 ausgeben kann, hat nicht zu wenig Geld in den Töpfen. Aktuell bekommt der Staat teilweise Minuszinsen, wenn er sich Geld leiht, wo soll da ein Problem sein???

Na das Problem ist das der schwarzen Null ... aus meiner Sicht auch ein völliger Blödsinn, das 0er Mantra wird nur dazu gebraucht, um den Staat zu PPPs zu zwingen. Hoch lebe der Einfluss der Bankerlobby ...

Geschrieben von: 218 466-1 am 31 Jul 2020, 01:01
https://www.instagram.com/p/CDQ_r0DIHAM/

Geschrieben von: Rohrbacher am 31 Jul 2020, 01:41
Ja, die 605 kehren jetzt als erste ICE-Baureihe systematisch https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?004,9400923. An sich war der Zug ja eine gute Idee ...

Geschrieben von: ET 474 am 31 Jul 2020, 15:16
QUOTE (Rohrbacher @ 31 Jul 2020, 02:41)
Ja, die 605 kehren jetzt als erste ICE-Baureihe systematisch https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?004,9400923. An sich war der Zug ja eine gute Idee ...

Ich fand den Zug auch ganz gut. Zu Nahverkehrszügen degradiert hätten die bestimmt noch ein gutes Bild gemacht.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 31 Jul 2020, 19:03
Die Betriebskosten waren halt in keinem vertretbaren Rahmen – und mit immer mehr Jahren auf dem Buckel wird das für eine Splitterbaureihe vermutlich nicht besser...

Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 31 Jul 2020, 20:30
Waren die Teile (grossteils) identisch mit den T oder (Typisch Grosse Firma) etwas neues mit ähnlichen Namen?
Klar der T lauft mit Strom und der TD hat einen Diesel (Generator) drinnen.

Ich behaupte einmal eine Diesellok (zb wie die ÖBB diese einetzt: https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_ER20) + normale Wagen oder selbst Fernverkehrswagen sind für die meisten Diesel Strecken effizienter.
Ich weiss Deutschland ist das tiefste Entwicklungsland. wink.gif

Geschrieben von: Metropolenbahner am 31 Jul 2020, 21:31
QUOTE (einen_Benutzernamen @ 31 Jul 2020, 21:30)
Waren die Teile (grossteils) identisch mit den T oder (Typisch Grosse Firma) etwas neues mit ähnlichen Namen?

Nö, komplett anders, da war Siemens eigene Neigetechnik eingebaut. Identisch bzw. ähnlich war nur das Design, die Technik komplett anders.

Siemens wollte die Baureihe als Prototyp für nen Elektro-Neigezug verstanden wissen, der hatte den Projektnamen "Venturio", wurde aber nie bestellt.

Ich fand die Technik besser als Fiats, dort ist der Antrieb per Welle über einen Motor in Wagenkastenmitte ins Drehgestell doch etwas arg kompliziert und man kann auch nur einen Radsatz eines Drehgestells antreiben.

Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 31 Jul 2020, 21:41
Ich meinte war/ ist der TD (D = Diesel laugh.gif ) (teil) identisch zum ICE-T so das man ka den selben Fahrgastraum, Neigetechnik,... hat?
Klar bei Diesel sind genug Teile logischerweise unterschiedlich.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 31 Jul 2020, 22:04
QUOTE (einen_Benutzernamen @ 31 Jul 2020, 22:41)
Ich meinte war/ ist der TD (D = Diesel laugh.gif ) (teil) identisch zum ICE-T so das man ka den selben Fahrgastraum, Neigetechnik,... hat?

Ich schrieb doch, dass die NT anders ist? blink.gif


Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 31 Jul 2020, 22:28
War beim T die Fiat eingebaut?
Ich habe mal auf Wikipedia gelesen das es für irgend einen Nahverkehrszug "testweise" eine gab von Siemens.
Und der Talent oder Desiro (Ich merke mir nie welcher von wem ist) soll auch eine eingebaut haben aber nur in Schweden (?) oder Norwegen (?) soll die eingebaut sein und deswegen soll er teuer oder kompliziert oder sonst was sein meinte mal jemand in einen (AT) Forum?!

Geschrieben von: 218 466-1 am 31 Jul 2020, 22:51
QUOTE (ET 474 @ 31 Jul 2020, 09:16)
Ich fand den Zug auch ganz gut. Zu Nahverkehrszügen degradiert hätten die bestimmt noch ein gutes Bild gemacht.
Nur 195 Sitzplätze, ggü. 292 Sitzplätze bei x2 612. Betriebskosten bestimmt nicht weniger. Dazu Nutzung der NT nicht gestattet. Vmax 200 km/h kann praktisch nirgends auf Dieselstrecken ausgefahren werden. Noch Fragen? wink.gif
QUOTE (einen_Benutzernamen @ 31 Jul 2020, 14:30)
Ich behaupte einmal eine Diesellok (zb wie die ÖBB diese einetzt: https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_ER20) + normale Wagen oder selbst Fernverkehrswagen sind für die meisten Diesel Strecken effizienter.
Ich weiss Deutschland ist das tiefste Entwicklungsland.  wink.gif
Deutschland konnte V-Lok mit 160 km/h schon http://archiv.rainersbahnbilder.de/displayimage.php?pid=3971 und auch https://de.wikipedia.org/wiki/Bombardier_Traxx#/media/Datei:Metronom_Hamburg_Cuxhaven_03.jpg.
Vor 22 Jahen paar Bimz, heuer Dosto dran und schon hat man den 160 km/h RE ohne Fahrleitung. Ja, in der Tat deutlich wirtschaftlicher als der NT-Kram.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 1 Aug 2020, 00:26
QUOTE (einen_Benutzernamen @ 31 Jul 2020, 23:28)
War beim T die Fiat eingebaut?

Jupp, genau die. Ganz am Anfang wollte man die auch bei der Dieselversion, also im BR605 haben, aber Siemens hat dann sein eigenes Ding durchgezogen, möglicherweise auch mit Druck was eigenes/deutsches zu haben.

Schlecht war die nicht mal, nur halt teuer im Einkauf, dafür mit Vorteilen bei der Wartung. In der Kleinserie machte das aber halt leider auch keinen Sinn.

Eigentlich müsste man die Drehgestelle der 605 fast vom Schrottplatz retten und unter nen Desiro ML basteln, das wär witzig wink.gif (Naja ernsthaft besehen wäre das auch sinnlos, denn erstens muss das a) funktionieren und dann könnte man b) wegen der fehlenden Lichtraum-Anpassung des Wagenkastens nicht voll neigen. Also hohe Kosten bei geringem Nutzen.)

QUOTE

Ich habe mal auf Wikipedia gelesen das es für irgend einen Nahverkehrszug "testweise" eine gab von Siemens.
Und der Talent oder Desiro (Ich merke mir nie welcher von wem ist) soll auch eine eingebaut haben aber nur in Schweden (?) oder Norwegen (?) soll die eingebaut sein und deswegen soll er teuer oder kompliziert oder sonst was sein meinte mal jemand in einen (AT) Forum?!


Das war der Talent für Norwegen. Das ist ne ganz primitive=billige Technik und hat sich deswegen nicht durchgesetzt. Dann besser Wako.

@218 466-1:
QUOTE
Dazu Nutzung der NT nicht gestattet.
Wieso denn nicht? Die NT des BR605 war nicht von der Achse des Bösen betroffen, die Fahrzeuge durften seit 2005 oder so durchgehend neigen. Hat man aber halt nie mehr gebraucht.

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Aug 2020, 06:30
QUOTE (Metropolenbahner @ 31 Jul 2020, 18:26)
@218 466-1:
Wieso denn nicht? Die NT des BR605 war nicht von der Achse des Bösen betroffen, die Fahrzeuge durften seit 2005 oder so durchgehend neigen. Hat man aber halt  nie mehr gebraucht.
Es gab 2003 Probleme mit den Radsatzwellen. Das wurde zwar ausgebessert, aber aufgrund zu hoher Wartungskosten wurde die NT bei den meisten Tz ausgebaut, die wo sie evtl. noch haben dürfen von seiten der DB aus Kostengründen nicht damit betrieben werden.

Geschrieben von: Rev am 1 Aug 2020, 09:52
Es gab nur einen 605 bei dem sie ausgebaut wurde. Danach erlosch die Zulassung und erst nach erneutem Einbau durfte damit wieder gefahren werden.

Geschrieben von: JeDi am 1 Aug 2020, 10:30
QUOTE (TramBahnFreak @ 31 Jul 2020, 20:03)

Die Betriebskosten waren halt in keinem vertretbaren Rahmen – und mit immer mehr Jahren auf dem Buckel wird das für eine Splitterbaureihe vermutlich nicht besser...

Zumal die vorhandenen 612 für die derzeit bedienten Neigetechnikstrecken ausreichen - und eben deutlich wirtschaftlicher zu betreiben sind. Für den wird es perspektivisch dann auch einen Nachfolger geben, der vrsl. von den drei "Neigetechnik-Ländern" gemeinsam entwicklelt wird.

Interessant wird, ob sich in diesem Rahmen auch im Bereich "Neigetechnik-ET" nochmal was tut, auf Strecken wie der Gäubahn könnte das durchaus einige Fahrzeitvorteile bringen.

Geschrieben von: JeDi am 1 Aug 2020, 10:32
QUOTE (218 466-1 @ 1 Aug 2020, 07:30)
QUOTE (Metropolenbahner @ 31 Jul 2020, 18:26)
@218 466-1:
Wieso denn nicht? Die NT des BR605 war nicht von der Achse des Bösen betroffen, die Fahrzeuge durften seit 2005 oder so durchgehend neigen. Hat man aber halt  nie mehr gebraucht.
Es gab 2003 Probleme mit den Radsatzwellen. Das wurde zwar ausgebessert, aber aufgrund zu hoher Wartungskosten wurde die NT bei den meisten Tz ausgebaut, die wo sie evtl. noch haben dürfen von seiten der DB aus Kostengründen nicht damit betrieben werden.

Das ist nicht richtig, die BR 605 durfte (bis auf die Probleme 2003 - seit August 2003 mit geänderten Achsen dann aber wieder) immer neigen, auch wenn sie das im norddeutschen/dänischen Flachland natürlich nur eingeschränkt konnte (im Rahmen der Komfortneigung).

Das einzige, was in der Tat mal erloschen ist, ist die Schweizzulassung, da wurde mal die Zugsicherung ausgebaut.

Geschrieben von: ET 474 am 1 Aug 2020, 10:49
QUOTE (218 466-1 @ 31 Jul 2020, 23:51)
Nur 195 Sitzplätze, ggü. 292 Sitzplätze bei x2 612. Betriebskosten bestimmt nicht weniger. Dazu Nutzung der NT nicht gestattet. Vmax 200 km/h kann praktisch nirgends auf Dieselstrecken ausgefahren werden. Noch Fragen? wink.gif

Ich hatte dabei auch an einen Einsatz auf der Strecke Hamburg - Westerland gedacht. 1. Klasse wird ausgebaut, Züge werden im Fernverkehr rein 2.klassig und im Nahverkehr rein 1.klassig tarifiert. So könnten diese Züge auf der Marschbahn die bisherigen Lok-bespannten IC-Züge ersetzen.

Geschrieben von: JeDi am 1 Aug 2020, 10:57
QUOTE (ET 474 @ 1 Aug 2020, 11:49)
Ich hatte dabei auch an einen Einsatz auf der Strecke Hamburg - Westerland gedacht. 1. Klasse wird ausgebaut, Züge werden im Fernverkehr rein 2.klassig und im Nahverkehr rein 1.klassig tarifiert. So könnten diese Züge auf der Marschbahn die bisherigen Lok-bespannten IC-Züge ersetzen.

Sprachst du nicht noch von Nahverkehr, warum möchtest du jetzt die IC-Züge (deren größtes Pfund übrigens die direkte Anbindung der nordfriesischen Urlaubsregionen an so unbedeutende Städte wie Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Berlin ist) ersetzen? Das ändert die Unwirtschaftlichkeit aber auch nicht wirklich. Zudem hast du das Problem der Kurswagengruppen nach Dagebüll Mole, und sonstige kleinere Sperenzchen (z.B. 2-3 Speisewägen statt einem, keine Fahrradmitnahme, usw).

Einen Nahverkehr mit rein 1. Klasse wird dir die NAH.SH übrigens um die Ohren hauen, obwohl die dort eingesetzten Nahverkehrszüge bereits jetzt einen relativ hohen Erstklass-Anteil haben.

Geschrieben von: ET 474 am 1 Aug 2020, 12:37
QUOTE (JeDi @ 1 Aug 2020, 11:57)
Einen Nahverkehr mit rein 1. Klasse wird dir die NAH.SH übrigens um die Ohren hauen, obwohl die dort eingesetzten Nahverkehrszüge bereits jetzt einen relativ hohen Erstklass-Anteil haben.

Es geht hier um Touristik-Züge, welche die Urlauber aus Köln, Frankfurt/Main, Berlin usw. 2.klassig an die nordfriesischen Küstenorte bringen sollen. Diese Züge sollen über den Fernverkehr rein 2.klassig buchbar sein, im NAH.SH-Tarif jedoch rein 1.klassig sein, damit im NAH.SH-Tarif die RE-Züge und nicht IC-Züge benutzt werden.

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Aug 2020, 20:05
QUOTE (Rev @ 1 Aug 2020, 03:52)
Es gab nur einen 605 bei dem sie ausgebaut wurde. Danach erlosch die Zulassung und erst nach erneutem Einbau durfte damit wieder gefahren werden.
Wer hat Dir denn den Bären aufgebunden?

QUOTE (ET 474 @ 1 Aug 2020, 04:49)
Ich hatte dabei auch an einen Einsatz auf der Strecke Hamburg - Westerland gedacht. 1. Klasse wird ausgebaut, Züge werden im Fernverkehr rein 2.klassig und im Nahverkehr rein 1.klassig tarifiert. So könnten diese Züge auf der Marschbahn die bisherigen Lok-bespannten IC-Züge ersetzen.
Welchen Sinn soll das haben? Schwachfug hoch 10!
Die Strecke ist nur für max. 140 km/h zugelassen und nicht für NT geeignet. Dazu würde ein zusätzlicher Umstieg im Itzehoe oder Hamburg das Angebot unattraktiv machen. Dieseln bis Köln/Berlin/Frankfurt wäre ein Schildbürgersteich und in der Öffentlichkeit nicht vertretbar!
Die Nachfrage würde zudem jew. 2x605 erfordern womit die "Wirtschaftlichkeit" zum Fass ohne Boden werden und die Einstellung der IC wegen tiefroter Zahlen drohen würde.
Die 1. Klasse ist keineswegs leer in den aktuellen IC!
Füe die aktuellen IC fallen bei der Traktion nur Mietkosten an RP und PRESS an, keine Instandhaltungskosten.

Welcher Vorteil deiner (Schnaps-)Idee bleibt übrig? Keiner. wink.gif
Fazit: Es gibt keinen Bedarf die bisherigen Lok-bespannten IC-Züge ersetzen bzw. das wird mit ECx zu gegebener Zeit deutlich wirtschaftlicher und ohne Umstiegszwng möglch sein.
Thema ist eh durch mit der Zerlegung der 605.

Geschrieben von: Rev am 1 Aug 2020, 20:52
QUOTE
Wer hat Dir denn den Bären aufgebunden?


QUOTE
2011 wurde die Aufarbeitung und Reaktivierung der drei Triebzüge 5508, 5513 und 5515 in Auftrag gegeben, um als Betriebsreserve zu dienen. Da die Neigetechnik im geplanten Betrieb nicht eingesetzt werden sollte und um die Wartung zu vereinfachen, wurden die aktiven Komponenten der Neigetechnik aus den Zügen ausgebaut.[60] Durch diese tiefgreifende Änderung haben die Züge jedoch die EBA-Zulassung verloren, weshalb die Wagen bis zur Wiedererteilung der Zulassung abgestellt wurden. Weil bis zum Mai 2014 keine solche Zulassung erfolgt ist, wurde entschieden, diese Triebzüge wieder mit Neigetechnik zu versehen und umgehend wieder in Dienst zu stellen. Hintergrund war die Tatsache, dass bei den restlichen Triebzügen Hauptuntersuchungen anstanden und die DB dadurch Engpässe im Fahrgastbetrieb befürchtete.[61]

Geschrieben von: ET 474 am 1 Aug 2020, 21:08
QUOTE (218 466-1 @ 1 Aug 2020, 21:05)
Welchen Sinn soll das haben?
Welcher Vorteil deiner (Schnaps-)Idee bleibt übrig? Keiner. wink.gif
Thema ist eh durch mit der Zerlegung der 605.

Die 605 sollten halt nicht zerlegt werden, sondern im Touristik-Verkehr eingesetzt werden. Der Sinn soll der sein, dass die 605 Fern-Reisende und nicht Nah-Reisende ansprechen sollen. Deshalb Verkauf im DB-Fernverkehr von Köln, Frankfurt, Berlin usw. rein 2.klassig und im NAH.SH-Tarif innerhalb Schleswig-Holsteins rein 1.klassig wie die ECx-Züge.

Geschrieben von: JeDi am 1 Aug 2020, 21:50
QUOTE (ET 474 @ 1 Aug 2020, 22:08)
QUOTE (218 466-1 @ 1 Aug 2020, 21:05)
Welchen Sinn soll das haben?
Welcher Vorteil deiner (Schnaps-)Idee bleibt übrig? Keiner. wink.gif
Thema ist eh durch mit der Zerlegung der 605.

Die 605 sollten halt nicht zerlegt werden, sondern im Touristik-Verkehr eingesetzt werden. Der Sinn soll der sein, dass die 605 Fern-Reisende und nicht Nah-Reisende ansprechen sollen. Deshalb Verkauf im DB-Fernverkehr von Köln, Frankfurt, Berlin usw. rein 2.klassig und im NAH.SH-Tarif innerhalb Schleswig-Holsteins rein 1.klassig wie die ECx-Züge.

Die ECx-Züge werden eine ganz normale 1. Klasse haben, eine Nahverkehrsintegration ist nicht geplant. Selbiges würde selbstverständlich mit 605 auf der Marschbahn (dafür gab es in der Tat mal Pläne) genauso passieren. Ganz normaler Fernverkehr, mit 1. und 2. Klasse. Wurde aber wegen der schon genannten Punkte (betrieblich wie wirtschaftlich) sehr schnell verworfen.

Geschrieben von: JeDi am 1 Aug 2020, 21:51
QUOTE (218 466-1 @ 1 Aug 2020, 21:05)
Die Nachfrage würde zudem jew. 2x605 erfordern womit die "Wirtschaftlichkeit" zum Fass ohne Boden werden und die Einstellung der IC wegen tiefroter Zahlen drohen würde.

Eher deren 3. 2 nach Westerland und einer auf die Mole. Die 2 "Dagebüll-Wagen" sind derzeit schon eher knapp...

Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 1 Aug 2020, 22:42
Weiss jemand wird der mit der Einrichtung verschrottet? Sprich könnte man jetzt "günstig" (und legal) an Souvenirs kommen?

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Aug 2020, 23:56
QUOTE (ET 474 @ 1 Aug 2020, 15:08)
Die 605 sollten halt nicht zerlegt werden, sondern im Touristik-Verkehr eingesetzt werden. Der Sinn soll der sein, dass die 605 Fern-Reisende und nicht Nah-Reisende ansprechen sollen. Deshalb Verkauf im DB-Fernverkehr von Köln, Frankfurt, Berlin usw. rein 2.klassig und im NAH.SH-Tarif innerhalb Schleswig-Holsteins rein 1.klassig wie die ECx-Züge.
Wozu genau braucht man dafür 605?

DB macht es nicht, die Kisten waren zum Verkauf angeboten, aber niemand wollte sie haben.

ECx werden nicht im NAH.SA angeboten. Nur ganz normale DB IC Fahrkarten Normalpreis oder Sparpreis, egal ob 1. oder 2. Klasse.

Deine persönliche Fuzzy-Wunschtäumerei, mehr nicht.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 2 Aug 2020, 01:42
QUOTE (einen_Benutzernamen @ 1 Aug 2020, 23:42)
Weiss jemand wird der mit der Einrichtung verschrottet? Sprich könnte man jetzt "günstig" (und legal) an Souvenirs kommen?

Ja, das sollte eigentlich bei db resale auftauchen, oder im bahnshop:

https://bahnshop.de/db-originale/

Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 2 Aug 2020, 11:33
biggrin.gif Ich dachte eher vom Schrotthändler günstig.
Es ist ein wahnsinn die verlangen gefühlt mehr als die jemals neu gekostet haben. blink.gif

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