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[M] Flughafen-S-Bahn(en) [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 14:47


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Rohrbacher @ 8 Jul 2020, 14:29)
Fair und nüchtern betrachtet zieht man das seitens Bahn und eigentlich auch seitens der Stadt ebenerdig durch wie schon bei anderen Strecken. Auch um keinen Präzedenzfall zu schaffen, wobei das schon zu spät ist. Was passiert, wenn überall über Generationen nach Tunneln und Deckeln gerufen wird, sieht man ja bei jedem Ausbau von Geretsried bis Brenner ebenso wie was passiert, wenn man wie so manche Stadt im Ruhrgebiet viele Tunnel baut, die man irgendwann, wenn die fetten Jahre vorbei sind, dann nicht mehr unterhalten kann ...


Die Einwohnerzahlen sind auch hier wieder nicht so ausschlagkräftig wie du jetzt wieder annimmst. Dass ein einzelner Anwohner die gleichen Rechte hat wie 1.000.000 willst du hoffentlich nicht bestreiten, oder? smile.gif I

Wie Du selbst sagst, es ist für für das Thema kein Präzedenzfall schon zu spät. Jetzt gibt es Präzedenzfälle und dann muss man damit leben, dass damit verglichen wird.

QUOTE
Die Einwohnerzahlen sind auch hier wieder nicht so ausschlagkräftig wie du jetzt wieder annimmst. Dass ein einzelner Anwohner die gleichen Rechte hat wie 1.000.000 willst du hoffentlich nicht bestreiten, oder? smile.gif


Doch, ich bin der Meinung ein einzelner Anwohner hat die gleichen Rechte wie ein anderer einzelner Anwohner. Viele einzelne Anwohner haben natürlich in Summer mehr Rechte als einer. Deswegen auch der Ansatz mit ausgegebenem ¤ pro Einwohner.

QUOTE
Ich wüsste aber nicht, dass an Freischütz-, Silvana- und Preziosastraße z.B. internatonaler Autobahn- und Fernzugverkehr wäre, sowie landwirtschaftliche Flächen, Naturschutz sowie die Wasserwirtschaft eine vergleichbare Rolle spielen. Ich wüsste auch nicht, dass die Geografie in München so wäre, dass man rechts und links von der Trasse ein paar hundert Meter höheres Gelände hätte, das Schall über zig Kilometer reflektiert und für höher gelegene Siedlungsgebiete sehr viel weiter zu hören ist als bodennah. Und aus betrieblicher Sicht: Ich wüsste auch nicht, dass München ähnliche Schneehöhen hätte. Allein zur betrieblichen Stabilisierung einer doch recht alternativlosen Strecke von internationaler Bedeutung könnten großzügige Tunnelstrecken im Inntal beitragen, selbst wenn das Inntal vollkommen unbewohnt wäre.

Dumme Frage: Warst Du da jemals?

Um Deine letzte sicherlich eher provokante Frage zu beantworten: am 19. und 20. Januar diesen Jahres, dann kam Corona, so dass weitere Aufenthalte nicht in Frage kamen.
Wobei die Beschreibung, die Du gibst, im Wesentlichen für den österreichischen Teil des Inntals zutrifft. Ich denke da zu tunneln war unter anderem aus den von Dir genannten Gründen auch die richtige Entscheidung. Das kann man sicherlich auch für den Abschnitt bis Brannenburg übertragen. Im Bereich von Brannenburg bis Ostermünchen sind jedoch einige doch eher jetzt großzügige Tunnelanlagen im Rennen auch die östliche Umtunnelung von Rosenheim (Variante violett mit einem Tunnel von deutlich südlich Nußdorf bis nördlich Rosenheim). Dies schafft natürlich im Münchner Osten Begehrlichkeiten.

PS mir ist klar, dass die Variante violett nur eine von vielen ist, aber halt die, womit unser Bundesverkehrshanswurst immer hausieren geht

Bearbeitet von Iarn am 8 Jul 2020, 14:54
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 15:27


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 14:59)
Es ist bei Planungen allgemein üblich auch benachbarte Planungen mit aufzunehmen. Wird zwar oft ignoriert, aber dann wundert man sich wieso das Neubaugebiet keinen Bahnanschluss hat. Und wir reden hier von einem Bahnprojekt, welches vermutlich erst in 20 Jahren beendet wird. DIE SEM als Maßnahme ist bereits eingeleitet und war es zu Beginn der Studie zur Höhenlage auch schon.

Die SEM ja, aber noch nicht welche Häuser wo gebaut werden sollten. Also ich hab nichts dagegen Pläne nicht zu berücksichtigen, im Gegenteil ich plädiere aus Finanznot dafür und eben die SEM-Bauten weiter von der Strecke abzusetzen.

QUOTE
Ich meine die nördliche Freischützstraße, die Silvanastraße und die Preziosastraße. Dumme Frage: warst Du da jemals ? Ich frage deswegen so direkt, weil die Bebauung einem sofort beim Befahren der Strecke ins Auge springt. Das dürften so 14-16 stöckige Gebäude sein.
Nur mit der SBahn ein paar Mal dran vorbeigefahren, ins Gedächtnis prägten sich die Bauten deshalb nicht ein. Aber ja, die Dinger sind hoch 9 bis 16 Stockwerke. Wobei die bahnnahen Gebäude nur 1 Fenster (Badezimmer, Treppenhaus)? In Richtung Bahn hätten, die Häuser parallel zur Strecke und Balkonseite zur Bahn sind wieder 100m weiter versetzt. Naja wie auch immer, hätte dort für ne oberirdische Führung dann sowieso nen Deckel vorgeschlagen, dass ist genau ggü. des vorher erwähnten Hotels/Schreinerei. Mit den Hochhäusern auf der anderen Seite rentiert sich das dann richtig.

QUOTE
Ich bin jetzt nicht der größte Fan vom Tunnel und tendiere auch eher zur ebenerdigen Variante, aber ich finde wenn man man fair und nüchtern die Situation ansehen und nicht versuchen beispielsweise Anwohnerzahlen klein zu reden.
Nönö ist ok, wenn ich nen Fehler mache, darfst Du den gerne korrigieren. Im gleichen Maße war die vorherige Aussage ja übertrieben, dass die Strecke "Mitten" durch Bogenhausen ginge und sämtliche 90.000 Ew beträfe, was dann von mir korrigiert wurde. Ich erhöhe dann meine Pi+Daumenschätzung auf im Moment vielleicht 10.000 Betroffene. Wäre das ok?

QUOTE
Beim Brenner Nordzulauf werden für wesentlich kleinere und dünner besiedelte Ortschaften von Seiten der Politik viel Aufwand in Aussicht gestellt, das muss man halt auch mal mit betrachten um die Begehrlichkeiten vor Ort zu verstehen.
Puh naja, aber das Inn-/Brennertal ist halt auch schmäler und hat auch noch ne Autobahn zu verkraften. Trotzdem ist neben der Strecke noch mehr Natur und nicht das Heizkraftwerk Nord oder der Entsorgungsfachbetrieb wink.gif

So oder so: Schallschutzwände plus eventuellem Deckel wären im Münchner Osten auf alle Fälle ne Verbesserung, auch wenn man noch 2 Gleise mehr baut.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 15:50


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Metropolenbahner @ 8 Jul 2020, 15:27)
Die SEM ja, aber noch nicht welche Häuser wo gebaut werden sollten.  Also ich hab nichts dagegen Pläne nicht zu berücksichtigen, im Gegenteil ich plädiere aus Finanznot dafür und eben die SEM-Bauten weiter von der Strecke abzusetzen.

Der Nachteil vom Absetzen der neuen Gebäude von der Strecke ist halt, dass sie dann wieder schlechter per ÖPNV erschlossen sind. Ich bin bei Tunnel oder oberirdisch nicht festgelegt, aber aus meiner Ansicht muss das Hand in Hand gehen. Tunnel macht Sinn in Kombination mit vielen und bahnnahen neuen Gebäuden. Wenn die SEM nicht voll ausgeschöpft werden soll, dann macht natürlich eher oberirdisch Sinn. Deswegen bringt mich die Position der CSU vor Ort ja so auf die Palme, weil die ja unbedingt Tunnel und auf keinen Fall 30000 Einwohner wollen.

QUOTE
Nur mit der SBahn ein paar Mal dran vorbeigefahren, ins Gedächtnis prägten sich die Bauten deshalb nicht ein. Aber ja, die Dinger sind hoch 9 bis 16 Stockwerke. Wobei die bahnnahen Gebäude nur 1 Fenster (Badezimmer, Treppenhaus)? In Richtung Bahn hätten, die Häuser parallel zur Strecke und Balkonseite zur Bahn sind wieder 100m weiter versetzt. Naja wie auch immer, hätte dort für ne oberirdische Führung dann sowieso nen Deckel vorgeschlagen, dass ist genau ggü. des vorher erwähnten Hotels/Schreinerei. Mit den Hochhäusern auf der anderen Seite rentiert sich das dann richtig
Zwischen den Hochhäusern wird der Schall ja mehrfach hin und her geworfen. Da ist es schon recht laut und wird auch durch den Lärmschutzwall mutmaßlich nicht sonderlich gedämpft. Die Lärmkarten der Untersuchung sind alle auf 6 m über Geländekante, da wäre halt mal 30m zum Vergleich interessant.

QUOTE
Nönö ist ok, wenn ich nen Fehler mache, darfst Du den gerne korrigieren. Im gleichen Maße war die vorherige Aussage ja übertrieben, dass die Strecke "Mitten" durch Bogenhausen ginge und sämtliche 90.000 Ew beträfe, was dann von mir korrigiert wurde. Ich erhöhe dann meine Pi+Daumenschätzung auf im Moment vielleicht 10.000 Betroffene. Wäre das ok?

Fein smile.gif Ja Du hast mit dem "mitten durch Bogenhausen" recht, dass wäre allerhöchstens mit der SEM der Fall und selbst dann würde es eher tangential gehen. Ich würde es aktuell auf ca 15k schätzen(1/6 der Bevölkerung Bogenhausens) , Tendenz nach oben (die jetzt zu beziehenden Häuser im Bereich der östlichen Prinz Eugen Kaserne sind zwar ca 400-500m weg aber auch wieder relativ hoch, dass die auch betroffen sein könnten, genauso wie die Nachverdichtung an der Johanneskirchner Straße)

QUOTE
Puh naja, aber das Inn-/Brennertal ist halt auch schmäler und hat auch noch ne Autobahn zu verkraften. Trotzdem ist neben der Strecke noch mehr Natur und nicht das Heizkraftwerk Nord oder der Entsorgungsfachbetrieb

Im echten Inntal möchte ich das nicht in Abrede stellen, her mehr im eher flachen Zulauf nördlich von Brannenburg wo die Politik aktuell auch einen ziemlichen Eiertanz um die Anwohner Interessen macht bis hin zu dem meiner Meinung nach sehr früher kategorischen nein zur Nutzung der Strecke Mühldorf - Rosenheim als Brennerzulauf durch einige CSU Granden (was jetzt zu dem eher absurden Ergebnis führt, dass Landshut - Mühldorf ausgebaut werden soll aber mühldorf Rosenheim nicht.

QUOTE
So oder so: Schallschutzwände plus eventuellem Deckel wären im Münchner Osten auf alle Fälle ne Verbesserung, auch wenn man noch 2 Gleise mehr baut.


Die Meinung teile ich auch wenn ich den Deckel als eine reine EF Diskussion ansehe. Die oberirdische Nutzung wäre auch deutlich früher und mit weniger betrieblichen Einschränkungen (SEV, Taktausdünnungen, Auslassen von Halten) zu haben. Das stelle ich im Übrigen bei Diskussionen vor Ort eher als den Vorteil raus und nicht das Geld Genauso wie dass der Tunnel eine eher ungemütliche Bauphase hat das wohl kaum TBMs zum EInsatz kommen(das Grundwasser steht extrem hoch und da wird wohl einigen an Spundwänden gerammt werden müssen und viel Aushub abtransportiert)

Bearbeitet von Iarn am 8 Jul 2020, 15:54
    
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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 15:56


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Die Untersuchungsvarianten für die Daglfinger und Truderinger Kurve wurden (virtuell) vorgestellt
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 17:02


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Entlang der Stammstrecke (oberirdisch) wurde jüngst auch relativ viel ziemlich nah bis an die Gleise ran gebaut. Wie weit ist es am Ostbahnhof von Gleis 1 bis zum Bürogebäude am Orleansplatz?
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 18:56


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QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 15:47)
Doch, ich bin der Meinung ein einzelner Anwohner hat die gleichen Rechte wie ein anderer einzelner Anwohner. Viele einzelne Anwohner haben natürlich in Summer mehr Rechte als einer. Deswegen auch der Ansatz mit ausgegebenem ¤ pro Einwohner.

Also mal konkret und ganz drastisch: Jeder hat das Recht auf Leben, aber eine größere Gruppe dann mehr als eine kleinere Gruppe? Wenn ich mich recht erinnere, ist es z.B. bei der Frage zum theoretischen Abschuss von Flugzeugen zur Gefahrenabwehr eine eher umstrittene Ansicht, dass man Einzelrechte wie Euromünzen aufsummieren könnte, um zum richtigen Ergebnis zu kommen.

QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 13:20)
Nun zusammen mit der SEM (30k) sollten das östliche Denning, Zamdorf, Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen aber dann auch irgendwo um die 50k Einwohner haben (ich schätze mal heute mindestens 15k auf beiden Seiten der Bahn, plus ein paar Tausend in kleineren Projekten außerhalb der SEM). Das entspricht dann in 20 Jahren etwa Passau.

Wow, wie wichtig ... Nein. Ich würde einen halben Stadtteil, wo man vielleicht noch was vom Zug hören könnte, wenn man ganz genau lauscht, wie in anderen Fällen, gar nicht als Anwohner werten. Hochhäuser sind toll, die schirmen den Schall super ab, was die Zahl der Betroffenen dann sogar erheblich reduziert. Ergo macht man im Inntal vielleicht doch zurecht mehr Geschiss, zumal es dort u.U. um einen Neubau an anderer Stelle geht, an der S8 um einen Ausbau wie an jeder Münchner Bahnstrecke, die dort seit dem 19. Jahrhundert steht. Wenn der Ausbau in anderen Stadtteilen oberirdisch möglich war, dann sollte das in Johanneskirchen auch gehen. Ich schaue in die Lärmkarte und komme zu dem Schluss, dass 7 m hohe Lärmschutzwände und ähnliche Maßnahmen wie z.B. in Obermenzing offenbar ein ausreichend gutes Mittel sein sollten, dass uns überhaupt nicht interessieren muss, ob zwei Straßen weiter 2.000, 20.000 oder 200.000 Leute wohnen. Allein der Fairness wegen, da braucht man gar nicht wieder populistisch, aber ohne jeden Sachzusammenhang auf die Gemeinden im Inntal runterschauen ...

Wenn man an der Frage mehr als fünf Minuten rumdiskutiert, macht man sich der oft kritisierten Verschleppung von Bauprojekten mitschuldig.

QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 14:59)
eigentlich ist die Strecke vom Nordring nach Trudering ja ja auch Brenner Nordzulauf

Und Bremerhaven!

Bearbeitet von Rohrbacher am 8 Jul 2020, 18:58

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Iarn
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 20:08


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Rohrbacher @ 8 Jul 2020, 18:56)
Also mal konkret und ganz drastisch: Jeder hat das Recht auf Leben, aber eine größere Gruppe dann mehr als eine kleinere Gruppe? Wenn ich mich recht erinnere, ist es z.B. bei der Frage zum theoretischen Abschuss von Flugzeugen zur Gefahrenabwehr eine eher umstrittene Ansicht, dass man Einzelrechte wie Euromünzen aufsummieren könnte, um zum richtigen Ergebnis zu kommen.

Eine Nummer kleiner geht es nicht? Und selbst wenn Du nicht einsiehst, dass diese Haltung generell bei anderen Raumordnungsverfahren durchaus zur Anwendung kommt und das hier eine Nummer kleiner ist als Dein Beispiel zum Flugzeugschuss: Der Flugzeugabschuss zur Gefahrenabwehr ist zwar in Deutschland verboten, wird aber sicherlich in anderen, ebenfalls rechtsstaatlichen Ländern eventuell anders gehandhabt. Darüber hinaus ist hat sich das Bundesverfassungsgericht nicht dazu geäußert, wie zu verfahren wäre, wenn der Pilot des Kampfflugzeuges von sich aus anders entscheidet, auch wenn es den Befehl zum Abschuss als unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt hat.
Ich halte im übrigen das Thema (im Gegensatz zu Eisenbahninfrastruktur) für ungeeignet für Forumsplemik.
    
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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 20:45


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 16:50)
Der Nachteil vom Absetzen der neuen Gebäude von der Strecke ist halt, dass sie dann wieder schlechter per ÖPNV erschlossen sind. Ich bin bei Tunnel oder oberirdisch nicht festgelegt, aber aus meiner Ansicht muss das Hand in Hand gehen.

Jupp so sehe ich es auch.

QUOTE
Tunnel macht Sinn in Kombination mit vielen und bahnnahen neuen Gebäuden. Wenn die SEM nicht voll ausgeschöpft werden soll, dann macht natürlich eher oberirdisch Sinn. Deswegen bringt mich die Position der CSU vor Ort ja so auf die Palme, weil die ja unbedingt Tunnel und auf keinen Fall 30000 Einwohner wollen.

Lol, waas? Das ist in der Tat "witzig"...

Aber man könnte das auch ausnutzen, falls Du welche kennen solltest, mach denen mal unsere EF Einhausungsidee schmackhaft, denn (Zitat Wiki):
QUOTE
Oberirdische Einhausungen von Verkehrswegen mit mindestens 80 m Länge und Galeriebauwerke gelten ebenfalls als Tunnel.

Das wäre eigentlich eine schöne Ausrede sich aus den früheren Tunnel-Versprechungen rausreden zu können und trotzdem oberirdisch zu bauen wink.gif

QUOTE
Zwischen den Hochhäusern wird der Schall ja mehrfach hin und her geworfen. Da ist es schon recht laut und wird auch durch den Lärmschutzwall mutmaßlich nicht sonderlich gedämpft. Die Lärmkarten der Untersuchung sind alle auf 6 m über Geländekante, da wäre halt mal 30m zum Vergleich interessant.
Ja eben, deshalb seh ich nach Deiner Hochhaus-Info schon fast den Zwang den Deckel draufzumachen. Im 9. Stock hat man sicherlich wenig von ner putzigen 6m Wand.

QUOTE
Fein smile.gif Ja Du hast mit dem "mitten durch Bogenhausen" recht, dass wäre allerhöchstens mit der SEM der Fall und selbst dann würde es eher tangential gehen. Ich würde es aktuell auf ca 15k schätzen(1/6 der Bevölkerung Bogenhausens)  , Tendenz nach oben (die jetzt zu beziehenden Häuser im Bereich der östlichen Prinz Eugen Kaserne sind zwar ca 400-500m weg aber auch wieder relativ hoch, dass die auch betroffen sein könnten, genauso wie die Nachverdichtung an der Johanneskirchner Straße)
Ok einigen wir uns auf 15.000 ich tendiere eher zu weniger, Du zu mehr. Sollte dabei nicht um nennenswert Viele gehen.

QUOTE
Im echten Inntal möchte ich das nicht in Abrede stellen, her mehr im eher flachen Zulauf nördlich von Brannenburg wo die Politik aktuell auch einen ziemlichen Eiertanz um die Anwohner Interessen macht bis hin zu dem meiner Meinung nach sehr früher kategorischen nein zur Nutzung der Strecke Mühldorf - Rosenheim als Brennerzulauf durch einige CSU Granden

Ja, dass das dort CSU-Kernland ist, dürfte auch mit reinspielen. Wobei der Zulauf um Brannenburg auch an Rosenheim liegt und da hat man dann bei insgesamt 60.000 Einwohner schon deutlich mehr Betroffene, da die Strecke in dem Fall wirklich Mitten durch geht. Also irgendwie außen herum, aber da ist auch alles dicht. Insbesondere die kurze Linie mit Mangfallüberquerung ist nahe an der Kurklinik Bad Aibling auch keine Lösung. Von daher hab ich in dem Fall auch halbwegs Verständnis für die Pläne.
QUOTE
(was jetzt zu dem eher absurden Ergebnis führt, dass Landshut - Mühldorf ausgebaut werden soll aber mühldorf Rosenheim nicht.

Aktuell könnte es sogar andersherum sein. Für Landshut-Mühldorf besteht kein Bedarf, das Projekt bekam nur nen NKV von 0,7:
https://www.bvwp-projekte.de/schiene_2018/2.../2-039-V01.html

Mühldorf-Rosenheim wurde dafür letztes Jahr zum Sonderprogramm Elektrifizierung angemeldet. Wär ja ein Treppenwitz, wenn das jetzt die OL bekäme laugh.gif Wobei man auch das pos. sehen müsste, denn beim nächsten BVWP muss die Untersuchung Mühldorf-Landshut dann zwangsweise zu nem fantastischen NKV führen. Vielleicht könnte man damit dann sogar ne NBS Regensburg-Landshut schön rechnen laugh.gif

QUOTE
Die Meinung teile ich auch wenn ich den Deckel als eine reine EF Diskussion ansehe.
Im Moment natürlich, aber ich würde damit mal die Werbetrommel rühren, vielleicht könnten sich die Parteien dann schnell darauf einigen und es könnte verhältnismäßig schnell losgehen ... Dass sich im Moment irgendeiner bewegt, glaub ich nicht.

QUOTE
Die oberirdische Nutzung wäre auch deutlich früher und mit weniger betrieblichen Einschränkungen (SEV, Taktausdünnungen, Auslassen von Halten) zu haben. Das stelle ich im Übrigen bei Diskussionen vor Ort eher als den Vorteil raus und nicht das Geld Genauso wie dass der Tunnel eine eher ungemütliche Bauphase hat das wohl kaum TBMs zum EInsatz kommen(das Grundwasser steht extrem hoch und da wird wohl einigen an Spundwänden gerammt werden müssen und viel Aushub abtransportiert)
Keine Kritik, wenn Du andere Vorteile als den Kostenvorteil bewirbst wink.gif Ist ja auch richtig.

Wie hoch/dick ist eigentlich so ein durchschnittliches Schotterbett? Frage mich gerade, ob man mit fester Fahrbahn und Stromschiene am Deckel vielleicht auch etwas niedriger rauskäme als ne 6m Schallschutzwand. Wäre dann ja auch ein Vorteil. Die geringste Fahrdrahthöhe beträgt nur 4,95m (SBahnstrecken 4,80, aber das steht hier ja nicht zur Debatte), wenn man dann noch max. 1m beim Schotterbett rausholen könnte, würde man schon an die 2m einsparen.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 8 Jul 2020, 21:27


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 21:08)
Eine Nummer kleiner geht es nicht?

Prinzip ist Prinzip und manche kapieren's drunter halt nicht.

QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 21:08)
Und selbst wenn Du nicht einsiehst

Falsch.

QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 21:08)
dass diese Haltung generell bei anderen Raumordnungsverfahren durchaus zur Anwendung kommt

Bei welchem Raumordnungsverfahren kommen denn konkret Interessen von Leuten zum Tragen, die gar nicht betroffen sind, sondern lediglich von dir willkürlich dazu erklärt werden, den Ausbau dieser gerademal 4-5 km Bahnstrecke im Stadtbereich München übertrieben groß und wichtig aussehen zu lassen? Beim Lärm sind nunmal nur die relevant, die nah genug bzw. ungeschützt an der Trasse wohnen, da gibt's Lärmkarten. Und das sind bei vergleichbarer Bebauung am Gleis auch vergleichbar viele Leute, egal wie viele nicht betroffene Gebiete samt Einwohnern noch zur Gebietskörperschaft gehören. Da ein Hochhaus (suggeriert ganz viele betroffene Leute) den Lärm gut abschirmt, können schon allein deswegen u.U. weniger Leute betroffen sein als in einer Einfamilienhaus-Siedlung, wo sich der Lärm je nach Gelände viel weiter ausbreiten kann.

QUOTE (Iarn @ 8 Jul 2020, 21:08)
(...) ist zwar in Deutschland verboten, wird aber sicherlich in anderen, ebenfalls rechtsstaatlichen Ländern eventuell anders gehandhabt.

Achso, das heißt wir können uns entlang der S8 auch den Regelungen anderer, ebenfalls rechtsstaatlicher Länder bedienen, wenn's uns grad passt? wink.gif




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QUOTE (Metropolenbahner @ 8 Jul 2020, 21:45)
Mühldorf-Rosenheim wurde dafür letztes Jahr zum Sonderprogramm Elektrifizierung angemeldet. Wär ja ein Treppenwitz, wenn das jetzt die OL bekäme laugh.gif

Warum? Die Strecke kann je nach Zeitpunkt einer Umsetzung an bis zu drei Punkten (Rosenheim, Wasserburg Bf und Mühldorf) bereits an das E-Netz anschließen. Die eine Strecke aus dem einen Topf, die andere Strecke aus dem anderen, es gäbe Möglichkeiten, warum sowas weniger doof sein kann als es hierzuforum aussieht. Ich würde den Fahrdraht auch auf der Teilstrecke schonmal nehmen, egal wie er zustande kommt. Das interessiert hinterher eh nicht mehr.

QUOTE (Metropolenbahner @ 8 Jul 2020, 21:45)
Ja eben, deshalb seh ich nach Deiner Hochhaus-Info schon fast den Zwang den Deckel draufzumachen. Im 9. Stock hat man sicherlich wenig von ner putzigen 6m Wand.

Wo siehst du den Zwang genau? Entweder stehen die Häuser einfach trotzdem weit genug weg, die Wand nah genug am Gleis, die Wand ist einfach noch ein Stückchen höher oder man behilft sich mit anderen Maßnahmen wie Lärmschutzfenstern. Der Flughafen hat auch keinen Deckel und die A94 oder der A9-Ausbau ging auch irgendwie teils ganz ohne Lärmschutz. Güterzüge haben bis dahin eh "leise" zu sein und wenn ich mir die Anmerkung aus der Anwohnerpraxis erlauben darf, vor allem die neuen scheibengebremsten (?) Güterwagen, die fast so leise rollen wie ein Reisezug, bringen subjektiv um Welten mehr als alle anderen Maßnahmen.

Bearbeitet von Rohrbacher am 8 Jul 2020, 21:28

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