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[M] MVG-Buszüge, war: MVG testet Bus mit Anhänger [Zur Themenübersicht]
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218217-8
  Geschrieben am: 28 Jun 2011, 00:21


Kaiser


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QUOTE (Boris Merath @ 28 Jun 2011, 00:58)
Man sollte auch Saisonverkehre nicht vergessen - zum Beispiel in den Skiregionen im Süden oder auch an der Nordsee. Vor einigen Jahren war ich im März auf Sylt - dort fahren fast leere Gelenkbusse durch die Gegend - nicht unbedingt sehr effizient. Hier würde ich einen absolut idealen Einsatzort für Hängerzüge sehen - im Sommer mit Hänger, im Winter ohne.

Das ist ein sehr interessanter Ansatz, den ich im Zusammenhang mit Anhängerzügen noch nie gehört habe, der aber eigentlich auf der Hand liegt!

QUOTE
Ich könnte mir aber schon vorstellen dass das Vorhalten einiger Hängerzüge sinnvoll sein könnte, um einfach flexibler die Kapazität anpassen zu können (z.B. Wochenende, SEV und ähnliches). Man muss ja nicht gleich den Extremfall nehmen und nur noch Hängerzüge kaufen.


Genau so ist das!

Ich denke auch, dass im großstädtischen Bereich mit hoher Auslastung über den ganzen Tag Anhängerzüge eher eine Randerscheinung bleiben werden. Das ist eher das Einsatzgebiet für Doppelgelenkbusse oder Capacitys.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 28 Jun 2011, 01:40


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Wohnort: ja


QUOTE
Das ist eher das Einsatzgebiet für Doppelgelenkbusse oder Capacitys.

Oder eben nicht: MVG-Chef Herbert König: »Im Gegensatz zum Doppelgelenkbus mit ähnlicher Kapazität, den wir ebenfalls schon getestet haben, ist der Einsatz eines abkuppelbaren Anhängers, der z. B. am Wochenende oder in Ferienzeiten im Depot bleiben kann, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher: So hat der Anhänger eine längere Lebensdauer als das Zugfahrzeug und verbraucht nicht unnötig Energie für Überkapazitäten in Schwachlastzeiten. Der Test soll aber auch zeigen, wie unsere Fahrgäste auf das für München ungewöhnliche Fahrzeug reagieren. Nach Abschluss des Tests werden wir bewerten und entscheiden, ob und ggf. in welchem Umfang wir künftig Anhängerzüge beschaffen.«

Der Buszug soll im Gegensatz zum Doppelgelenkbus auch einfacher zu fahren (kann ich nix zu sagen) und wendiger sein. Der Wendekreis ist kleiner als bei einem normalen Gelenkbus, sagt ein schweizer Hersteller. Ein kleiner Nachteil ist halt die Vmax von generell 60 km/h, auch der Doppelgelenkbus darf anscheinend 80. Aber im MVG-Stadtverkehr sollte das nicht weiter von Belang sein und mit stehenden Fahrgästen darf man generell nicht schneller als 60 km/h. Damit hält ein Buszug auf einer Landstraße auch nicht mehr auf als jeder Lkw-Zug: Die dürfen auch nur 60, auch wenn man das im Alltag kaum merkt. *hust* wink.gif

Noch ein theoretischer Vorteil: Die selben Anhänger mit ihrer 20-jährigen Lebensdauer könnte man auch für O-Busse verwenden. Man weiß ja nie, wie O-Busse innerhalb der nächsten Jahrzehnte vielleicht auch in München nochmal wirtschaftlich werden könnten.

Ich fänd' solche Buszüge in München jedenfalls cool. biggrin.gif

--------------------
Nur echt mit Schachtelsatz.
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 28 Jun 2011, 06:09


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QUOTE (218217-8 @ 28 Jun 2011, 00:35)
Meine Antwort bezieht sich hauptsächlich auf die Beiträge von Cloakmaster und Coxi. Man kann natürlich immer alles extrem sehen. Und es gibt nur schwarz oder weiß. Dank hingegen an Rohrbacher, Boris Merath und NJ Transit für die fundierten, hilfreichen Beiträge.


1. Der Wortteil "Ideal..." stammt exakt aus deinem Beitrag.

2. Ich relativerte deine Aussage dahin, daß auch ein Anhänger eine gewisse Auslastung braucht, und nicht nur für eine Fahrt pro Tag angeschafft wird, zumal bei einem Betrieb in der Grösse der MVG, die weiss Gott genug Busse und Linien zu bedienen hat, so daß es hier eher weniger vorkommen dürfte, daß eine Garnitur samt Fahrer nur für eine bestimmte Route vorgehalten werden muss. Dann wird man lieber einen zweiten Solo fahren lassen, wenn ein Gelenker nicht mehr reicht, als nur für diesen einen Spezialfall einen Anhänger anzuschaffen, und zwei Busse mit AHK nachzurüsten. Von daher ist deine Aussgae - auch der VORDERE, gernerell und nicht überspitzt formulierte Teil
QUOTE

Je weniger Fahrten am Tag der Anhänger benötigt wird, um so größer wird der Kostenvorteil zum Doppel-/XL-Gelenkbus. Überspitzt formuliert: im Idealfall wird der Anhänger nur bei einer einzigen Fahrt angehängt.

in meinen Augen schlicht nicht zutreffend. Derr maximale Kostenvorteil wird niemals an einem der Extreme liegen, sondern sich immer als Kurvenverlauf darstellen.

Denn natürlich darf man auch nicht in das andere Extrem fallen: Wenn man ausschliesslich im Anhängerbetrieb fährt, dann schafft man sich vermutlich besser gleich einen weiteren XL-Bus (Nochmal: ich geh primär von einen Betrieb wie der MVG aus, nicht von einem Kleinunternehmen mit einer Handvoll Fahrzeuge) an, statt sich einen "Exoten" ins Portfolio zu holen, der in der Umlauf-Planung einfach nur stört. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß ein Solo plus Anhänger auch in Anschaffung und Betrieb billiger sind als ein Schlenker. Die Knickverbindurg dürfte jede Menge bewegte Teile haben, das führt zwangsläufig zu Wartung und Verschleiß. Wenn man das auf die Spitze treibt, dann haben wir nach der nächsten Ersatzbeschaffungs-Welle gar keine Schlenker mehr, sondern nur noch Solos & Anhänger. Prinzipiell sicher auch kein gar zu schlechtes Konzept.

Der Umlauf-Planer wird sich übrigens auch bedanken, wenn er innerhalb seines Netzes auch noch einen Inselbetrieb koordinieren darf, weil auf einer bestimmten Route nur noch ein bestimmter Bus eingesetzt werden darf, vor allem, wenn dieser Bus vor der AHK-Nachrüstung noch ganz andere Aufgaben übernommen hat, für die dieser nun nicht mehr zur Verfügung steht. Und auch der zweite umgerüstete Bus, der als Reserve dienen soll, kann nicht mehr so flexibel eingesetzt werden, eben um diesen wirklich auch als Reserve zur Verfügung zu haben, wenns es denn nötig wird. Sonst könnte man sich die Umrüstung auch gleich sparen. Es geht ja nicht nur um den Alltag, sondern auch um Jahres-Kilometerleistung, Wartungen etc.

Im Regiobereich gibt es die alten Kisten, dir nur für ein oder zwei Touren am Tag gebraucht werden, wobei die auch ganz gern genutzt werden, wenn in der Stadt massiver SEV angesagt ist, und der städtische Busbetrieb mit seinen Kapazitäten nicht mehr hinterherkommt. Ein anderer Einsatzbereich sind nächtliche Disco-Fahrten. Da kann es - je nach Uhrzeit - auch vorkommen, daß vor allem heisse Luft transportiert wird, aber eben auch, daß Sardinenbüchsen-Feeling aufkommt. Dank der meist eher "enthemmten" Fahrgäste wird da ungern das nagelneue Fahrzeug, wo der Schutzlack vom Werk noch drauf ist genommen. Dann doch lieber einen Uralt-Bus mit Hocheinstieg und klappernden Türen, und wesentlich unempfindlicheren Holzschalen statt der Polster, die heutzutage verwendet werden.

Und die teuren Aushilfs-Fahrer fahren eben auch nicht nur den einen Schülerbus und sonst gar nichts, sondern stehen auch für SEV, Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen zur Verfügung, anstatt sich ein volles Monatsgehalt mit einer Schülerfahrt am Tag zu verdienen.


Wenn man ganz weg von allem Stadtverkehr geht, dann hat man ein anderes Szenario. Kleinunternehmen, die - wenns hoch kommt - im Zweistundentakt von Klein-Kleckersdorf nach Hinterwalden tuckern brauchen dafür keine grossen Fahrzeuge. Nur kommt dann eben noch der Schulbus dazu, der die Schüler von den Milchkannen ausserhalb bis in den Hauptort zur Schule und wieder zurück bringen musss. Jetzt kommt es aber darauf an: Meistens brauchst du dafür dann trotzdem mehrere Fahrzeuge, weil du schlecht um vier Uhr morgens im ersten Dorf anfangen kannst, um dann nach x Umwegen um zehn vor acht mit allen Kindern des Landkreises an Board auf den Schulhof zu rollen. Auch von da her sehe ich die Anhänger dann doch eher wieder im städtischen Bereich mit sagen wir 50 Fahrzeugen aufwärts. Wenn man unbedingt noch ein Extrem-Beispiel haben will, kann man auch den Ein-Mann-Unternehmer mit nur einem Bus sehen: Der hat sicher auch Vorteile, wenn er mit Solo + Anhänger verschiedene Anforderungsbereiche ohne hohe Kosten abdecken kann. Aber solche Mini-Unternehmen dürfte es wohl nicht mehr all zu viele geben.


3. Boris hatte leider nichts bessseres zu tun, als mit seinen destruktiven Ein-Satz Antworten in schwarz/weiss-Malarei zu verfallen, anstatt sich sinnhaft zu beteiligen, wie er es sonst (fast) immer macht.
    
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218217-8
  Geschrieben am: 30 Jun 2011, 23:12


Kaiser


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Beiträge: 1524




QUOTE (Cloakmaster @ 28 Jun 2011, 07:09)
Dann wird man lieber einen zweiten Solo fahren lassen, wenn ein Gelenker nicht mehr reicht, als nur für diesen einen Spezialfall einen Anhänger anzuschaffen, und zwei Busse mit AHK nachzurüsten. 

Ich bleibe dabei: wirtschaftlicher ist für diesen Fall der Anhängerzug. Schon mal wenigstens mit einem Betrieb gesprochen, der Anhängerzüge hat?

Ich gebe Dir aber Recht, dass der Einsatz von "Exoten" in einer großen Flotte auch Nachteile hat: Fahrereinweisung, Werkstattschulung, Ersatzteile, ... Wenn ein Betrieb mit z.B. 200 Bussen eine reine Mercedes-Flotte hat, rechnet sich für ihn der Einsatz eines Trains mit MAN-Zugfahrzeug natürlich weniger günstig als für einen anderen Betrieb, der schon 200 MAN-Busse hat. Deshalb kommt von Seiten der Mercedes-Betreiber auch immer wieder die Forderung, den Citaro anhängertauglich zu machen.
Trotzdem hat sich Wolfsburg einen Anhängerzug mit Scania/Hess-Zugfahrzeug gekauft, obwohl der ein abslouter Fremdkörper im Fuhrpark ist. Hier war es möglicherweise auch eine politische Entscheidung (Scania gehört zum VW-Konzern).

QUOTE
Wobei ich mir vorstellen könnte, daß ein Solo plus Anhänger auch in Anschaffung und Betrieb billiger sind als ein Schlenker. Die Knickverbindurg dürfte jede Menge bewegte Teile haben, das führt zwangsläufig zu Wartung und Verschleiß.

Anschaffung ist etwas teurer, der Betrieb deutlich günstiger.

QUOTE
Im Regiobereich gibt es die alten Kisten, dir nur für ein oder zwei Touren am Tag gebraucht werden, wobei die auch ganz gern genutzt werden, wenn in der Stadt massiver SEV angesagt ist, und der städtische Busbetrieb mit seinen Kapazitäten nicht mehr hinterherkommt. Ein anderer Einsatzbereich sind nächtliche Disco-Fahrten. Da kann es - je nach Uhrzeit - auch vorkommen, daß vor allem heisse Luft transportiert wird, aber eben auch, daß Sardinenbüchsen-Feeling aufkommt.

Damit lässt sich die Auslastung des Anhängers genauso verbessern und damit die Amortisierung beschleunigen. Entsprechend werden Einsätze im SEV, als Shuttle bei Veranstaltungen oder Messen oder sonstige Sondereinsätze denn auch gerne gemacht. Voraussetzung ist natürlich, dass die Ausnahmegenehmigung nicht auf bestimmte Linien festgelegt ist. In manchen Bundesländern ist das nämlich der Fall. In Baden-Württemberg gibt es keine Bindung an bestimmte Linien. Überliefert sind solche Sondereinsätze z.B. von Rübenacker, Zartmann und Jäger/LVL (alle in BW).

QUOTE
3. Boris hatte leider nichts bessseres zu tun, als mit seinen destruktiven Ein-Satz Antworten in schwarz/weiss-Malarei zu verfallen, anstatt sich sinnhaft zu beteiligen, wie er es sonst (fast) immer macht.

Hä? Ich hatte eigentlich geschrieben, dass die Beiträge von Boris und Rohrbacher hilfreich waren. Und das hatte ich auch so gemeint.

Lassen wir uns einfach mal überraschen, wie die MVG den Testeinsatz bewertet. Wobei sowas auch immer an Personen hängt. Die Stadtwerke Heilbronn haben zum Beispiel Jahre lang behauptet, Gelenkbusse seien für ihr Einsatzgebiet nicht geeignet und sind lieber mit Verstärkerbussen hinter zig Linienwagen her gefahren. Bis 1992 hat es somit keine Gelenkbusse im Stadtbusnetz der 120.000-Einwohner-Stadt gegeben! Dann ist der Betriebsleiter weggegangen, und der neue hat gleichmal die laufende Bestellung von sechs Solowagen schnell noch in vier Gelenkbusse umgewandelt. Seitdem wurde die Gelenkbusflotte stetig ausgebaut. Heute gibt es 45 Solowagen und 17 Gelenkbusse!
    
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218217-8
  Geschrieben am: 30 Jun 2011, 23:21


Kaiser


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QUOTE (218217-8 @ 28 Jun 2011, 00:35)
NJ Transit hat das Einsatzkonzept von Kirchweihtal sehr gut beschrieben. Will mal schauen, dass ich noch ein weiteres Beispiel bringen kann.

Ich kann Euch hier das Einsatzkonzept von Neckarsulm beschreiben:

Zug 1:
Bus rückt mit Anhänger aus und fährt mit Anhänger bis ca. 7:45 Uhr. Die kritischen Fahrten, für die der Anhänger benötigt wird, sind eine Verstärkerfahrt um 7 Uhr ab Dahenfeld und eine Fahrt der Linie 91 um 7:25 Uhr ab Amorbach (Schulbeginn). Danach fährt der Bus ohne Anhänger auf der Linie 91 weiter. Ab ca. 13 Uhr wird der Anhänger dann auf der Linie 91 wieder angehängt für eine Fahrt plus Rückfahrt (Schulende). Danach steht der Anhänger wieder an der Endhaltestelle und wird am frühen Abend von dort auf den Betriebshof überführt.

Zug 2:
Bus rückt mit Anhänger aus und fährt mit Anhänger bis ca. 9:00 Uhr. Die kritische Fahrt, für die der Anhänger benötigt wird, ist auf der Linie 92 um 7:18 Uhr ab Neuberg (Schulbeginn). Danach fährt der Bus ohne Anhänger auf der Linie 93 weiter. Im Winter wird ab ca. 13 Uhr der Anhänger dann auf der Linie 93 wieder angehängt für eine Fahrt plus Rückfahrt (Schulende). Danach steht der Anhänger wieder an der Endhaltestelle und wird abends von der Spätschicht (der Bus hat mittlerweile wieder auf die Linie 92 gewechselt) dort abgeholt und dann auf den Betriebshof überführt. Über den Sommer bleibt der Anhänger über die Mittagsspitze stehen, weil der Solobus ausreicht.

Fahrpläne zum Nachschauen:
http://www.neckarsulmer-stadtbus.de/linien/

Hier ist der Grund für den Hängereinsatz die ausdrückliche Forderung der Stadt, nicht den ganzen Tag mit "leeren" Gelenkbussen durch die Wohngebiete zu fahren. Und dreimal täglich zwei Gelenkbusse mit Solobussen und wieder zurück zu tauschen, wäre dann auch nicht die betrieblich optimale Lösung, zumal dafür dann ja je ein Gelenk- und ein Solobus pro Umlauf benötigt würden. Da waren die neu wieder eingeführten Anhängerzüge eine geschickte Lösung.
    
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Hochbrücker
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 14:13


Haudegen


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Beiträge: 614

Alter: 45
Wohnort: Überall und doch nirgends,auf jeden Fall in Oberbayern


Muß jetzt sagen das es immer Vor oder Nachteile mit so einem Fahrzeug gibt.

*Quelle-"Busanhänger-Wikipedia":
Personalbelastung

Im Vergleich mit dem Einzelfahrzeug kommen auf den Fahrer eines Buszuges diese zusätzlichen Aufgaben zu:

* An- und Abkoppeln des Anhängers einschließlich pneumatischer, elektrischer und heiztechnischer Verbindungen
* Monitorüberwachung der Anhängertüren an Haltestellen
* Monitorüberwachung des Zwischenraums zwischen den Fahrzeugen bei jedem Anfahren, um ein Mitschleifen von unvorsichtigen Fußgängern zu vermeiden
* Monitorüberwachung des Anhänger-Fahrgastraums während der Fahrt (Vandalismus, Belästigungen, etc.)

Vor 1960 hatten Omnibushänger einen Zweimannbetrieb, wobei der zweite Mann im Anhänger einige dieser Aufgaben innehatte.

Der Blick in den Überwachungsmonitor dürfte bei anspruchsvoller Fahrtstrecke für den Fahrer eher selten möglich sein, dadurch und weil kein Rufkontakt mit dem Fahrer möglich ist, leidet das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste im Anhänger.*

Das finde ich auch sehr nachteilig,auch wenn es heute schon jede Menge elektronische Hilfen dafür gibt.

Vorteil,wie schon oft geschrieben,man kann den Anhänger abhängen.
Man sollte aber zuerst die Tests abwarten und dann kann man immer noch sagen,rentiert sich für München oder nicht.


--------------------
Mit der Tram durch Landshut

Schienenfahrzeuge gehören auf die Schiene und nicht auf die Straße !
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 14:23


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Chat: BorisM 

Wohnort: München


Wenn viel los ist, sollte das subjektive Sicherheitsgefühl kein so großes Problem sein. Wenn wenig los ist und jemand hat Angst, kann er ja im Zugfahrzeug einsteigen.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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Cloakmaster
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 14:52


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 9940




QUOTE (218217-8 @ 1 Jul 2011, 00:12)

Hä? Ich hatte eigentlich geschrieben, dass die Beiträge von Boris und Rohrbacher hilfreich waren. Und das hatte ich auch so gemeint.

Und ich habe geschreiben, daß ich einige von Boris' Antworten in diesem Thema als destruktiv und nicht hilfreich empfinde. Verschiedene Menschen können hin und wieder zu verschiedenen Ansichten kommen.

Bearbeitet von Cloakmaster am 2 Jul 2011, 14:52
    
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NJ Transit
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 14:53


EF-Pensionist


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Mitglied seit: 7 Sep 09
Beiträge: 5641

Alter: 24
Wohnort: Wabe 320


QUOTE (Hochbrücker @ 2 Jul 2011, 15:13)
* Monitorüberwachung des Zwischenraums zwischen den Fahrzeugen bei jedem Anfahren, um ein Mitschleifen von unvorsichtigen Fußgängern zu vermeiden

Entweder ist das nicht Pflicht, oder einfach hier nicht umgesetzt. Das gibt es hier nämlich nicht unsure.gif

QUOTE
Der Blick in den Überwachungsmonitor dürfte bei anspruchsvoller Fahrtstrecke für den Fahrer eher selten möglich sein, dadurch und weil kein Rufkontakt mit dem Fahrer möglich ist, leidet das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste im Anhänger.*

Das finde ich auch sehr nachteilig,auch wenn es heute schon jede Menge elektronische Hilfen dafür gibt.


Wir fahren jeden Morgen durch die unfallträchtigste Straße der Region (von der B12 abgesehen). Mach dir da mal keine Sorgen, da entfällt halt jeder 2. Blick in den Spiegel in den Fahrgastraum und wird durch einen Blick in den Monitor ersetzt. Die Anhängertüren müssen übrigens eigentlich nur beim Schließen überwacht werden, geht auch nicht anders, weil den Rest der Zeit ist der Busfahrer hier mir Fahrkarten verkaufen und kontrollieren beschäftigt wink.gif smile.gif

Und zu dem Argument mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl:
Wo erreicht man schneller eine Unterstützung/Hilfe: Im kleinen Hänger mit Gegensprechanlage, oder im Zug aus 5 n-Wägen, wo der Zub bei Fahrt mit Steuerwagen vorraus oft im Steuerabteil verschwindet? wink.gif Und in der Trambahn sind die Fahrer auch durch eine Scheibe abgetrennt, in der S- und U-Bahn gibt es auch keine direkte Kommunikationsmöglichkeit mit dem Fahrer - wo ist da bitte im Buszug das Problem? wink.gif

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My hovercraft is full of eels.

SWMdrölf. Jetzt noch nächer, noch hältiger, noch fitter. Bist auch du Glasfaser und P-Wagen?
    
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BöserWolf
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 15:04


Doppel-Ass


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QUOTE
Wobei ich mir vorstellen könnte, daß ein Solo plus Anhänger auch in Anschaffung und Betrieb billiger sind als ein Schlenker. Die Knickverbindurg dürfte jede Menge bewegte Teile haben, das führt zwangsläufig zu Wartung und Verschleiß.

Ich denke auch, dass für ein kleines/mittleres Busunternehmen (20 Busse), welches nur Solo auf den normalen Linien fährt und für HVZ/SEV/Shuttle ca. 4 Gelenker (alle gebraucht) hat, eine Umrüstung der (4) Solos + Anhängerneubeschaffung erheblich teurer kommt, als wie gesagt 4 gebrauchte Gelenker zu kaufen. Von größeren Betrieben mal abgesehen.
    
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ropix
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 15:14


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Wohnort: Überm großen Teich: Zumindest kann man mit der MVG gemütlich hinschippern


In der Anschaffung sicherlich. Aber im Betrieb, wenn man davon ausgeht dass der Hänger ein paar Busgenerationen überlebt auch?

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146225
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 15:19


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QUOTE (Rohrbacher @ 28 Jun 2011, 02:40)
Noch ein theoretischer Vorteil: Die selben Anhänger mit ihrer 20-jährigen Lebensdauer könnte man auch für O-Busse verwenden. Man weiß ja nie, wie O-Busse innerhalb der nächsten Jahrzehnte vielleicht auch in München nochmal wirtschaftlich werden könnten.

Den theoretischen Vorteil kann man ganz praktisch in Luzern erfahren.

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O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
    
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BöserWolf
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 17:01


Doppel-Ass


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Genaue Preise von Göppel hat keiner vorliegen oder? Wär mal ganz interessant, mit nem Gelenkzug zu vergleichen.
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 17:51


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QUOTE (146225 @ 2 Jul 2011, 16:19)
QUOTE (Rohrbacher @ 28 Jun 2011, 02:40)
Noch ein theoretischer Vorteil: Die selben Anhänger mit ihrer 20-jährigen Lebensdauer könnte man auch für O-Busse verwenden. Man weiß ja nie, wie O-Busse innerhalb der nächsten Jahrzehnte vielleicht auch in München nochmal wirtschaftlich werden könnten.

Den theoretischen Vorteil kann man ganz praktisch in Luzern erfahren.

Siehe Bild. biggrin.gif

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Nur echt mit Schachtelsatz.
    
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Jean
  Geschrieben am: 2 Jul 2011, 19:09


Lebende Forenlegende


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Ich habe den Bus mal heute getestet, sowohl vorne als auch hinten. Fühlt sich auf alle Fälle besser als ein Gelenkbus an. Hat jemand zufällig ein Foto der Kopplung?
Habe den netten Begleiter gleich mal darauf hingewiesen, dass die Haltestelle Dessauer Straße vom MVG Stadtplan verschwunden ist...

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing (aber über das Krankenhaus, Fachhochschule), für die U4
    
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