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Fernverkehr auf der Gäubahn, war: Eine ICE-Linie wird kompl.eingest., [Zur Themenübersicht]
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146225
  Geschrieben am: 6 Mar 2013, 19:27


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Über die Zukunft des Fernverkehrs auf der Gäubahn wird weiter entlang der Strecke diskutiert und gestritten.

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218 466-1
  Geschrieben am: 6 Mar 2013, 22:29


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Die offizielle PM der DB:
DB-Konzern
Es hat doch nicht wirklich jemand geglaubt, die ICE-T würden jemals zurückkehren, oder? laugh.gif Grube ist manchmal zu Späßen aufgelegt, wie hier, aber das war mir bereits damals klar.
Wie geht es Weiter? Die NT ist jedenfalls vom Tisch. Das wird auch Herr Goido Wolf irgendwann einsehen (müssen). Ich bin froh, dass man dort nicht mehr von den 411-Kisten belästigt wird und die ETR 610 bekommen von DB-Netz offenbar keine Zulassung.
In anderen Foren wird über weitere Dosto-IC spekuliert. Ich persönlich wäre für die Beibehaltung der jetzigen Züge mit 101 und SBB-Wagen und Gattungswechsel in Singen zum IRE. Ein durchgehender Regionalverkehrs-Stundentakt Stuttgart-Singen ist eigentlich längst überfällig.
Den Streckenausbau sollte man anders planen. Mit Doppelspurinseln und 160 km/h Abschnitten, ggf. Streckenbegradigungen, kann man auch ohne NT viel Zeit heraus holen.

Bearbeitet von 218 466-1 am 6 Mar 2013, 22:29

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JeDi
  Geschrieben am: 6 Mar 2013, 22:31


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QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:29)
Ich bin froh, dass man dort nicht mehr von den 411-Kisten belästigt wird und die ETR 610 bekommen von DB-Netz offenbar keine Zulassung.

Du bist froh, deine Anschlüsse in Stuttgart zu verpassen und in rollenden Großraumbüros ohne Bordgastronomie befördert zu werden?

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218 466-1
  Geschrieben am: 6 Mar 2013, 22:39


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QUOTE (JeDi @ 6 Mar 2013, 22:31)
Du bist froh, deine Anschlüsse in Stuttgart zu verpassen und in rollenden Großraumbüros ohne Bordgastronomie befördert zu werden?

Das mit den Anschlüssen wird ja nun in einem anderen Konzept erarbeitet. Der mangelnde Komfort der ICE-T würde mich dort von Fahrten gänzlich abhalten. Ich sehe nicht ein, den FV-Tarif für ICE-T, die das "E" uberhapt nicht verdient haben zu zahlen. Das gilt auch auf München-Berlin, wo für mich nur die beiden MET-ICE in Frage kommen. Die SBB-Wagen finde ich jedenfalls sehr bequem. Mehr Komfort ist mir wichtiger, als einige Minuten Zeitgewinn.

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JeDi
  Geschrieben am: 6 Mar 2013, 22:44


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QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:39)
Ich sehe nicht ein, den FV-Tarif für ICE-T, die das "E" uberhapt nicht verdient haben zu zahlen.

...was dich auf der Gäubahn nicht von einer ICT-Nutzung abhalten würde. Von einer Ausnahme abgesehen ist der Tarif für A und B nämlich identisch.

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sbahnfan
  Geschrieben am: 9 Mar 2013, 16:18


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QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:39)
Der mangelnde Komfort der ICE-T würde mich dort von Fahrten gänzlich abhalten.

Was stört dich denn am Komfort des ICE-T ? Die Inneneinrichtung ist bis auf den etwas schmaleren Wagenkasten mit der Inneneinrichtung der ICE 3 identisch.
    
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Jogi
  Geschrieben am: 28 Mar 2013, 14:31


Kaiser


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Die DB bestätigt das weiter oben angesprochene, neue Betriebskonzept auf der Gäubahn zwischen Stuttgart, Singen (Htw) und Zürich: "Doppelt so viele schnelle Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich: Auf der Gäubahn ab 2017 kombiniertes Fern- und Nahverkehrsangebot im Stundentakt"

Die heute veröffentlichte PM im Wortlaut (eigene Hervorhebungen):
QUOTE
DB plant Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in neue Intercity- Züge für Baden-Württemberg • Ab Ende 2017 stündliche IC[-]Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit Anerkennung von Nahverkehrsfahrkarten zwischen Stuttgart und Singen

(Stuttgart/Berlin, 28. März 2013) Gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann hat Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, am Donnerstag ein neues Fahrplankonzept für die Gäubahn vorgestellt. Die Planung sieht ab Dezember 2017 stündliche umsteigefreie Intercity-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich und damit eine Verdopplung des heutigen Fernverkehrsangebots vor.

Auch für Kunden des Regionalverkehrs wird sich die Anzahl an schnellen Verbindungen zwischen Stuttgart und Singen zukünftig verdoppeln: Sie können dann auf diesem Abschnitt die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne weiteren Aufpreis nutzen. Dieses Angebotskonzept wurde gemeinsam mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt. Zum Einsatz sollen fabrikneue IC-Züge mit hochwertiger Fernverkehrsausstattung kommen.

Ermöglicht wird dies über eine Takt- und Tarifintegration der Fernverkehrsleistungen in das Nahverkehrsangebot. Dabei ist geplant, dass zwischen Stuttgart und Singen der stündliche Fernverkehr die alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge ersetzt. Für die Freigabe der Fernverkehrszüge für Nahverkehrskunden wird das Land der DB einen Ausgleich für die Mindereinnahmen zahlen, die sich aus der Anerkennung der Nahverkehrstarife ergeben. Dafür muss das Land keine RE-Leistungen auf dem Abschnitt Stuttgart–Singen bestellen. Dieses Konzept wird bereits zum Dezember 2013 auf der Strecke Bremen Emden/Norddeich Mole gemeinsam mit den Ländern Niedersachsen und Bremen umgesetzt.

„Das neue Konzept bringt viele Verbesserungen für unsere Kunden. Sie profitieren künftig von stündlichen IC-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit modernen und komfortablen Fernverkehrszügen“, sagte Ulrich Homburg. „Zusätzlich haben Reisende aus Herrenberg, Gäufelden, Bondorf (b. Herr.), Sulz (Neckar), Oberndorf (Neckar), Spaichingen und Engen [= die heutigen RE-Halte, an denen keine IC halten mit Ausnahme von Ergenzingen] alle zwei Stunden eine Direktverbindung nach Zürich, da die IC-Züge auch die Halte der heutigen RE-Züge bedienen werden.“

"Nach der vorläufigen Absage der Neigetechnik auf der Gäubahn bin ich froh, dass wir eine Interimslösung erarbeitet haben. Das Angebot wird für die Fahrgäste deutlich besser werden durch Stundentakt und IC-Qualität der Züge", so Winfried Hermann.

Die Fahrzeit der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich wird bei etwa drei Stunden bleiben. Die Intercity-Züge werden jedoch in einer anderen Zeitlage verkehren und daher im Stuttgarter Hauptbahnhof künftig deutlich bessere Anschlüsse, z.B. in Richtung Köln, Frankfurt (Main), Berlin, Nürnberg und München haben. Auch Böblingen kommt mit einem neuen IC-Halt in den Genuss von stündlichen Direktverbindungen nach Stuttgart und Zürich.

Die finalen Detailplanungen für die Realisierung des neuen Zugangebots werden bis Jahresmitte abgeschlossen sein.

Neue Fernverkehrsfahrzeuge für Baden-Württemberg

Die Deutsche Bahn plant Investitionen von etwa 300 Millionen Euro in fabrikneue Intercity-Züge, die zukünftig in ganz Baden-Württemberg unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge werden deutlich besser als die heutigen IC- und RE-Züge ausgestattet sein und über bequeme Einstiege, komfortable Sitze mit viel Beinfreiheit sowie Steckdosen an jedem Einzel- bzw. Doppelsitz verfügen. In allen Zügen wird es reservierungspflichtige Fahrradstellplätze geben. Sie werden nicht nur auf der Gäubahn sondern auch auf der IC-Linie Karlsruhe–Pforzheim–Stuttgart–Aalen–Nürnberg zum Einsatz kommen.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland


Das MVI-Ministerium Baden-Württembergs hat (noch?) keine eigene PM veröffentlicht, sondern die DB-Meldung übernommen.

Mit den "fabrikneuen Intercity-Zügen" sind übrigens Doppelstockwagen gemeint. Die verbesserten Anschlüsse in Stuttgart bei gleicher Fahrzeit sprechen dafür, dass die Züge in Zürich früher losfahren, d.h. sie wären dann neu im 30er-Knoten eingebunden.

Der SWR hat ein paar weitere Informationen in seiner Meldung:
Die genannten Anschlussverbesserungen sollen bereits zwei Jahre vor dem neuen Betriebskonzept umgesetzt werden. Zudem wird hier die "Interimslösung" in wenig konkretisiert. Das neue Konzept solle bis 2025 gelten, weil sich "durch Stuttgart 21 die Anbindungs-Situation für die Gäubahn ändern" dürfe. Wenn man bedenkt, dass offiziell noch 2021 als Eröffnungsdatum für die neue Tiefgarage im Raum steht, ist das - mindestens bemerkenswert.

---
@ Mods: Wäre es möglich, den Threadtitel ein wenig allgemeiner zu formulieren, z.B. "Fernverkehr auf der Gäubahn" o.ä.? Ist schließlich schon etwas länger her, seit die ICEs dort abzogen wurden.

Bearbeitet von Jogi am 28 Mar 2013, 14:37
    
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JeDi
  Geschrieben am: 28 Mar 2013, 15:40


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Mmh... Klingt sehr danach, dass man in der aktuellen RE-Lage +/- fährt.

Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

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Jogi
  Geschrieben am: 28 Mar 2013, 17:39


Kaiser


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QUOTE (JeDi @ 28 Mar 2013, 15:40)
Mmh... Klingt sehr danach, dass man in der aktuellen RE-Lage +/- fährt.

Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

Ja und Ja biggrin.gif

Über das MVI ist übrigens auch eine DB-Präsentation über das neue Fahrplankonzept abrufbar: Direktlink zu den PDF-Folien.

Danach sieht der Zielzustand zwei sich zu einem angenährten Stundentakt überlagernde IC-Taktlagen vor (für die Gegenrichtung gilt sinngemäß dieselbe Fahrtlage ITF-üblich gespiegelt):
(i) mit den heutigen IC-Halten:
Stuttgart ab 10.29 Uhr (heute 9.56 Uhr) - an 11.59 Tuttlingen ab 12.00 (heute 11.26/11.28) - ~ 12.20 Singen ~12.25 (heute 11.49/11.57) - 13.25 Zürich (heute 12.55)
Gesamtfahrzeit: 2:56 h (heute 2:59 h)

(ii) zusätzlich mit o.g. RE-Halten außer Ergenzingen und Eutingen:
Stuttgart 11.17 Uhr - 12.59 Tuttlingen 13.00 - 14.25 Zürich
Gesamtfahrzeit: 3:08 h

Diese Abfahrt entspricht der heutigen Abfahrt der Flügel-RE Stuttgart-Eutingen-Rottweil/Freudenstadt. Der Präsentation nach geht der Rottweiler Teil in (ii) auf und mutiert zum Nachfolger für den heutigen RE Stuttgart-Singen, während der Freudenstädter Ast auf den Abschnitt Bondorf-Freudenstadt beschränkt wird. Freudenstadt verliert damit seine Direktverbindung nach Stuttgart, die erst 2006 nach erfolgter Elektrifizierung der Strecke Eutingen-FDS wieder eingeführt wurde.

Wenn es keine "RB" analog des heutigen Flügels Stuttgart-Horb-Rottweil geben sollte, ergeben sich einige Fragen bzw. Verschlechterungen:
Ohne eine solche "RB" ist es schwer, den bestehenden Stundentakt Stuttgart-Freudenstadt beizubehalten, der momentan durch den erwähnten Flügel und zweistündlich versetzt dazu eine Umsteigeverbindung zwischen Singener RE und Karlsruher Stadtbahn in Eutingen angeboten wird.
Außerdem verlören ohne eine zusätzliche "RB" die Halte Eutingen (wobei der Bahnhof sowieso weitab vom Schuss liegt) und Ergenzingen ihre Direktverbindung nach Stuttgart.
Weitergedacht wirkt sich das auch auf die geplante Ausschreibung des Netztes 3 Gäu-Murr aus (heutige RE Nürnberg-Crailsheim-Stuttgart sowie die Gäubahnzüge). Vielleicht auch deswegen die angedachte zeitliche Begrenzung des Angebots bis 2025? Wobei sich Provisorien gerne mal als besonders langlebig erweisen... :lo:

Den heutigen Fahrplan zugrunde gelgt, bietet sich in der Schweiz eine Integration der IC-Züge in den bestehenden RE Schaffhausen-Zürich an, was bedeuten würde (Konjunktiv!), dass im Alpenland neben Schaffhausen und Zürich auch in Bülach und Oerlikon gehalten werden würde. Heute verkehren die Gäubahn-IC nonstop zwischen Rheinfall und ihrem Enbahnhof.

Daneben wird in der verlinkten Quelle auch angemerkt, dass ab 2020 sich die Fahrzeit über den Gotthard nach Italien (Milano) verkürzen werde, wenn der neue Gotthardtunnel in Betrieb geht. Mit dem heutigen Fahrplan verglichen verlängert sich also zwischen 2015 und 2020 die Fahrzeit Stuttgart-Gotthard-Italien um etwa 40 Minuten.

Wo ich mir noch unsicher bin - die Ende 2010 bestellten IC-Dostos verfügen über insgesamt 10 Fahrradstellplätze (4 im Steuerwagen, je 2 in den Zwischenwagen 2. Klasse), die noch dazu reservierungspflichtig sind. Dagegen sind in den heute eigesetzten RE-Dosto-Zügen mindestens zwei Mehrzweckbereiche vorhanden, die im Sommer durchaus stark genutzt werden (Direktanschluss in Singen Richtung Bodensee). Es schaut so aus, als ob das neue Konzept in dem Punkt eine spürbare Kapazitätsreduzierung mit sich bringt.

Bearbeitet von Jogi am 28 Mar 2013, 17:44
    
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146225
  Geschrieben am: 28 Mar 2013, 22:23


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QUOTE (JeDi @ 28 Mar 2013, 15:40)
Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

Formulierungsfehler? Noch ist ja auch nicht bekannt, wie Verbundfahrausweise und/oder Länderticket behandelt werden. Oder was bei einer Fahrkarte Engen-Tiengen via Schaffhausen gälte. Oder...

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218 466-1
  Geschrieben am: 29 Mar 2013, 00:56


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QUOTE
Auch für Kunden des Regionalverkehrs wird sich die Anzahl an schnellen Verbindungen zwischen Stuttgart und Singen zukünftig verdoppeln: Sie können dann auf diesem Abschnitt die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne weiteren Aufpreis nutzen. Dieses Angebotskonzept wurde gemeinsam mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt. Zum Einsatz sollen fabrikneue IC-Züge mit hochwertiger Fernverkehrsausstattung kommen.
Ermöglicht wird dies über eine Takt- und Tarifintegration der Fernverkehrsleistungen in das Nahverkehrsangebot. Dabei ist geplant, dass zwischen Stuttgart und Singen der stündliche Fernverkehr die alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge ersetzt.
(...) Die Deutsche Bahn plant Investitionen von etwa 300 Millionen Euro in fabrikneue Intercity-Züge


Das ist das Ende des Fernverkehrs auf der Gäubahn, nur schön verpackt. mad.gif Die neuen Züge werden nichts anderes, als RE in Weiß sein. Die DB lässt sich die "IC" subventionieren und verhindert zudem, dass der NV auf der Gäubahn ausgeschrieben wird.
Überhaupt werden die Fahrgäste mit der Zuggattung "IC" aber Gültigkeit der NV-Fahrkarten unnötig verwirrt. Da wäre es besser, wenn man in Singen die Zuggattung zu IRE bzw. RE wechseln würde.
Metropolen wie Gäufelden werden künftig IC-Halt. laugh.gif
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.

Es wäre besser, wenn man die jetzigen Züge mit 101 und SBB-Wagen beibehalten und zwischen TS und RSI als IRE fahren lassen würde. Dann wäre wenigstens der Komfort besser und die Gültigkeit der Fahrkarten durchsichtiger. Dies, sowie die ca. 30 Minuten Verschiebung der Fahrlage, hätte man bereits beim letzten Fahrplanwechsel umsetzen können, wenn die DB nicht "geschlafen" hätte. Nun muss man bis 2015 warten, da sich die SBB bis dahin bei ihren Fahrplänen bereits festgelegt hat. Die 300 Mio. Euro wären in den Streckenausbau besser investiert.rolleyes.gif

Bearbeitet von 218 466-1 am 29 Mar 2013, 00:58

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DumbShitAward
  Geschrieben am: 29 Mar 2013, 01:57


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Na das schreit ja nach Stadler DoSto-IC...

Ich spiele hier mal den advocatus diaboli und ich weiß auch, dass ich jetzt von ganz bestimmten Leuten niedergeschrien werde:

Zwar gebe ich 218 466-1 recht, dass das im Endeffekt auf weißlackierte REs hinausläuft, allerdings nicht zwingend aus Gründen des Wagenmaterials. Vielmehr ist die Anerkennung von Nahverkehrsfarscheinen die größere Gefahr für den IC als das der ICx je sein könnte. So toll sind unsere Bpmz ja auch nicht in Schuss als ob man da noch von "Fernverkehrsqualität" sprechen könnte... wurde gerade gestern wieder von einem Bpmz-Sitzfeder rektal missbraucht. Nein, es ist primär die Klientel die einen IC von einem (I)RE unterscheidet und so böse das klingen mag (ich sagte ja, ich spiele den Anwalt des Teufels), die ist im IC einfach erträglicher (Betonung liegt auf dem Komparativ!) als im RE. Wenn jetzt jeder Knallkörper zum BaWü-Ticket-Preis den IC benutzen kann, na dann Prost (Wortspiel beabsichtigt)... Es lockt wohl kaum so viele Leute auf die Schiene als es IC-Kunden ins Auto jagt und fern jeglicher ökonomischer Überlegungen kann das ja aus der Sicht des der Bahn eher wohlgesinnten Menschen nicht der Sinn der Sache sein.

Ob es denn wirklich zu einer objektiven Komfortverschlechterung in Sachen Rollmaterial führt wird sich zeigen: allerdings dürfte eine Verschlechterung im Vergleich zum derzeitigen SBB-Material eigentlich nur mit Vieh- oder n-Wagen möglich sein...

Bearbeitet von DumbShitAward am 29 Mar 2013, 01:58

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Lektion 73 in unserer Serie "Rechtsstaat für Anfänger", heute: §81 StGB

Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder die auf dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.
    
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146225
  Geschrieben am: 29 Mar 2013, 09:19


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QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Überhaupt werden die Fahrgäste mit der Zuggattung "IC" aber Gültigkeit der NV-Fahrkarten unnötig verwirrt. Da wäre es besser, wenn man in Singen die Zuggattung zu IRE bzw. RE wechseln würde.



Typisches deutsches Überflüssigkeitsproblem: Würden wir unsere selbst errichteten kreuzüberflüssigen Mauern im Irrgarten des Tarifdschungels endlich mal konsequent niederreißen, käme es gar nicht zu solchen Überlegungen. Ist doch egal, wie die Zuggattung heißt, solang der Kunde eine Fahrkarte kauft! Meinst Du, zwischen Schaffhausen und Zürich juckt es irgendwen, ob der Zug RE oder IC heißt? Doch nur im Hinblick auf die Unterwegshalte - sonst wegen nix.


QUOTE
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.


Wenn Du schon mit den bis jetzt noch gar nicht existenten Dosto unterwegs warst, dann sei bitte doch auch so nett und stelle einen bebilderten Bericht ins Forum, damit wir an Deinem Wissen, was es geben wird und nicht geben wird auch Teil haben können.




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146225
  Geschrieben am: 29 Mar 2013, 09:25


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QUOTE (DumbShitAward @ 29 Mar 2013, 01:57)
Es lockt wohl kaum so viele Leute auf die Schiene als es IC-Kunden ins Auto jagt und fern jeglicher ökonomischer Überlegungen kann das ja aus der Sicht des der Bahn eher wohlgesinnten Menschen nicht der Sinn der Sache sein.

Wieso eigentlich? Es ist für meine Auffassung ein guter Kompromiss: Für einen stündlichen RE bis/ab Singen plus den IC war das Land seither zu geizig, und es wäre wohl auch mit der Eingleis-Infrastruktur der Gäubahn etwas schwierig stabil umsetzbar, wenn man noch solche Dinge wie 3er-Ringzüge, Güterzüge und ähnliches dazwischen denkt. So ist das jetzt die Umsetzung des Machbaren, bei der sogar noch ein Stundentakt bis/ab Zürich herauskommt und die alle potentiellen Fahrgäste gleich berücksichtigt.

Was im Nachgang vielleicht noch zu überlegen wäre, wäre eine Verdichtung der "SE" zwischen Stuttgart und Horb, um hier im vorprovinzmetropolistischen zweigleisigen Bereich auch abseits der S1 ein dichtes Angebot zu bieten und mittelfristig mit Ausnahme von eventuell Eutingen im Gäu bei den Zürcher Zügen die Halte zwischen Böblingen und Horb wieder kübeln zu können.

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Spirit of ChristianMUC
  Geschrieben am: 29 Mar 2013, 09:54


Haudegen


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QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.

Seit wann haben die SBB-Wagen verstellbare Sitze?

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Ich glaube, dass die Welt sich noch mal ändern wird - und dann Gut über Böse siegt,
dass irgendjemand uns auf unseren Wegen lenkt - und unser Schicksal in die Hände nimmt.
Ja, ich glaube an die Ewigkeit - und dass jeder jedem mal vergibt.
Alle werden wieder voreinander gleich, jeder kriegt, was er verdient.
(DTH - Wünsch DIR was)
    
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