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Eisenbahnforum.de > Straßenbahn und Stadtbahn > [M] Trambetriebshof Ständlerstraße


Geschrieben von: Sendlinger am 22 Oct 2014, 10:20
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ramersdorf-mvg-plant-zweiten-trambetriebshof-1.2184116

Die 107 weiteren Fahrzeuge aus der Option der laufenden Auschreibung werfen damit einen ganz realen Schatten voraus. Befürchtet wird allerdings, dass sich die Anwohner, die sich schon gegen das wieder abgeblasene Veolia-Betriebswerk organisiert hatten, sich auch hier wieder "engagieren" werden.

Geschrieben von: andreas am 22 Oct 2014, 10:52
Die Argumentation ist geil: hätten sie nicht vor 36 bzw. 20 Jahren die nicht mehr benötigten Betriebshöfe stillgelegt, dann bräuchten sie heute keinen neuen.
Hätten die Stadtwerke nicht die vielen M/m Züge damals verschrottet bräuchte man heute keinen neuen Trambahnen, hätte man ja mit den Betriebshöfen in betriebsfähigen Zustand erhalten können....


Geschrieben von: mmouse am 22 Oct 2014, 11:33
QUOTE (andreas @ 22 Oct 2014, 11:52)
Die Argumentation ist geil: hätten sie nicht vor 36 bzw. 20 Jahren die nicht mehr benötigten Betriebshöfe stillgelegt, dann bräuchten sie heute keinen neuen.

Die Argumentation ist an sich schon richtig. Hätte man eine vorausschauende Verkehrspolitik betrieben, hätte man auch 1993 wissen können, dass man in einer Millionenstadt nicht auf Dauer mit einem Betriebshof auskommt.

Evtl. hätte man den tatsächlich komplett neu aufbauen müssen, aber selbst das dürfte auf dem Grundstück eines bestehenden Betriebshofes deutlich weniger Anwohnerproteste hervorrufen als wenn man irgendwo neu baut.

Mal davon abgesehen finde ich den Standort Ständlerstraße ziemlich suboptimal, ein Standort im Westen wäre ja betriebstechnisch wohl Klassen besser.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 22 Oct 2014, 11:50
Der 3er in seiner damaligen Form wäre wirklich nicht mehr nutzbar gewesen.
Da hats ja an der gesamten Substanz samt den Einrichtungen gemangelt und vom irgendwelchen neueren Vorschriften zu genügen reden wir mal lieber nicht.

Ein Standort im Westen wäre allerdings wirklich optimaler.

Schaumamal, wann der Vorschlag kommt den gesamten Ost nach Moosach zu verlagern und dafür die Hallen für die Tram zu nutzen.

Geschrieben von: P-fan am 22 Oct 2014, 11:53
Zum Vergleich, Straßburg hat bei 40 km Streckenlänge DREI Betriebshöfe.

Geschrieben von: andreas am 22 Oct 2014, 12:17
QUOTE (mmouse @ 22 Oct 2014, 12:33)
Die Argumentation ist an sich schon richtig. Hätte man eine vorausschauende Verkehrspolitik betrieben, hätte man auch 1993 wissen können, dass man in einer Millionenstadt nicht auf Dauer mit einem Betriebshof auskommt.

Evtl. hätte man den tatsächlich komplett neu aufbauen müssen, aber selbst das dürfte auf dem Grundstück eines bestehenden Betriebshofes deutlich weniger Anwohnerproteste hervorrufen als wenn man irgendwo neu baut.

Mal davon abgesehen finde ich den Standort Ständlerstraße ziemlich suboptimal, ein Standort im Westen wäre ja betriebstechnisch wohl Klassen besser.

finde ich nicht. War es nicht so, daß man im 3er z.b. ohnehin nur noch die Hälfte der Gleise nutzen konnte wegen Unfallschutzvorschriften?
und für die R Züge war er wohl auch nicht geeignet

Und im Endeffekt hätte man trotzdem 30 Jahre den alten Betriebshof erhalten müssen, weil man vielleicht den mal braucht.
Ich denke nicht, daß man 1993 schon vorhergesehen hat, daß das Netz doch so intensiv wachsen wird und die Fahrgastzahlen so massiv zunehmen.

Geschrieben von: MaxM am 22 Oct 2014, 12:36
Es war aber vielleicht falsch, mit dem Betriebshof Westendstraße den letzten im Westen der Stadt zu schließen. Der Großteil der Straßenbahnstrecken ist westlich der Isar, der Betriebshof und auch die Hauptwerkstätte in der Ständlerstraße im Osten. Sowas verlängert die Ausrückwege.

Geschrieben von: andreas am 22 Oct 2014, 12:57
QUOTE (MaxM @ 22 Oct 2014, 13:36)
Es war aber vielleicht falsch, mit dem Betriebshof Westendstraße den letzten im Westen der Stadt zu schließen. Der Großteil der Straßenbahnstrecken ist westlich der Isar, der Betriebshof und auch die Hauptwerkstätte in der Ständlerstraße im Osten. Sowas verlängert die Ausrückwege.

Es wäre aber wenig Zielführend gewesen, den relativ neugebauten Betriebshof im Osten halb leerstehen zu lassen, nur um zwei Betriebshöfe zu haben.


Geschrieben von: Sendlinger am 22 Oct 2014, 13:30
Zur Thematik "Wäre es besser gewesen, alte Betriebshöfe zu erhalten und zu modernisieren ?":

- Der Betriebshof 5 in der Dachauer Straße läge aus heutiger Sicht natürlich in geradezu genialer Weise "mitten im Netz", er hätte aber auch das Problem gehabt, um an heutige Anforderungen angepasst zu werden, hätte man ihn inklusive der Gleisanlagen faktisch komplett abreißen und neubauen müssen. Nachdem es aber gleiche Nutzung am gleichen Platz gewesen wäre, hätte es nach meiner Einschätzung da nur wenige juristische Probleme geben dürfen. Der wesentliche Haken, die Stillegung erfolgte ja bereits 1978, als das Münchner Trambahnsystem noch höchst offiziell auf dem absteigenden Ast war. Daher dann im Laufe der Zeit Umnutzung für andere städtische Zwecke bis hin zum heutigen Zustand einer völlig anderen vorgesehenen Nutzung => es war zu früh zu spät

- Beim Betriebshof 3 war die Sachlage ähnlich, aber doch völlig anders
Ich habe die damalige Diskussion um Stillegung/Konservierung/Abriss ja zu einem guten Teil auch "live" mitbekommen und muß sagen, dass die Entscheidung damals sicher nicht unumstritten war. Im Jahr 1993 waren die Verhältnisse derart, dass die zusätzlichen Kosten für den Betrieb eines zweiten Betriebshofs sich gegenüber den Kosten wesentlich längerer Ein- und Ausrückwege im damaligen Netz sich nahezu die Waage gehalten hätten mit einem nur sehr leichten finanziellen Vorteil seitens der Ein-Betriebshof-Lösung.
Natürlich hätte man den Btf.3 ebenso de facto weitestgehend abreißen und neu bauen müssen, was natürlich Geld gekostet hätte. Demgegenüber war vermutlich der Lockruf des vermeintlich schnellen Geldes bei einem Verkauf der Fläche zwecks perfekt per U-Bahn erschlossenem Wohnungsbau zu unwiderstehlich; insbesondere nachdem sich anfängliche Befürchtungen einer übermässigen Bodenbelastung dann doch nicht bewahrheiteten. Man hätte aber hier aufgrund der zeitlichen wie örtlichen Lage die Gelegenheit gehabt, das in aller Ruhe ohne den alltäglichen Druck des normalen Betriebs umzusetzen.
Und zu früh wäre es durchaus auch nicht gewesen. Nach der Stillegung 1993 war der Btf.3 ja nahezu zehn Jahre praktisch unberührt geblieben. Erst zu Anfang der Nullerjahre mit der Entscheidung zum MVG-Museum Ständlerstraße rückte der Abriß endgültig in den Fokus. Und selbst danach hat sich ja nochmal fast zehn Jahre lang nichts getan ...
Worauf ich hinaus will - spätestens zu Anfang der Nullerjahre war mit dem "überraschenden" Erfolg des 17ers in der Arnulfstraße und der Taktverdichtung dort sowie den anderen Folgen daraus der generelle Erfolg des beschleunigten und modernisierten Systems Trambahn meiner Meinung nach sehr wohl absehbar. Und damit war der Bedarf bereits gegeben !
Und zu diesem Zeitpunkt hätte man sehr wohl noch die Option gehabt, einen modernsierten Betriebshof 3 in aller Ruhe hochzuziehen. Und diese Kurzsichtigkeit der Entscheidungsträger kann man ihnen meines Erachtens sehr wohl tatsächlich vorhalten !


Last not least mal ins Blaue hinein gefragt - haben wir eigentlich schon eine Totalsanierung des Betriebshofs Einsteinstraße gesehen ? Der ist mittlerweile auch fünfzig Jahre alt. Und eine umfassende Modernisierung mit so essentiellen Dingen wie vielleicht einer Betonsanierung, falls sie denn erforderlich werden sollte, bei der derzeitgen "Füllung" des Betriebshofs und bei den derzeitigen betrieblichen Erfordernissen ? Sehe ich persönlich irgendwo als nicht sehr einfach und bestimmt nicht billig an, wenn überhaupt machbar.
Insofern wäre ein zweiter Betriebshof ein praktische Gelegenheit, Fahrzeuge, die bei Bauarbeiten "im Weg rumgehen", einfach auf den anderen zu verlagern, bevor dieser durch Netzerweiterungen einen ähnlichen Füllungsgrad erreicht. Das wäre kein "unsinniger Leerstand", sondern eben wieder vorausschauende Planung gewesen.

Und, um den Bogen zum Thema wieder zu schließen, vielleicht erfüllt ja dann der neue Betriebshof Ständlerstraße genau diese Aufgabe(n) ?

Geschrieben von: mmouse am 22 Oct 2014, 13:54
QUOTE (andreas @ 22 Oct 2014, 13:57)
Es wäre aber wenig Zielführend gewesen, den relativ neugebauten Betriebshof im Osten halb leerstehen zu lassen, nur um zwei Betriebshöfe zu haben.

Doch. Soetwas nennt man Redundanz, und wenn man einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten will, braucht man diese zu einem gewissen Grad.

Selbst wenn man Anfang der 1990er noch nicht von einem Wachstum der Tram ausgehen konnte/wollte, ist ein einzelner Betriebshof eine machbare Notlösung, aber keine sinnvolle Planung.

Geschrieben von: Hot Doc am 22 Oct 2014, 14:32
Was ist denn mit dem Gelände an der Westendstraße? Bis jetzt steht das ja nur leer. Ist das schon verkauft?

Geschrieben von: spock5407 am 22 Oct 2014, 17:19
Sinnvollerweise würde dann zeitgleich auch die Zufahrt auf die Ständlerstraße verlegt, denk ich mal? Die sollte doch eh weg von der Chiemgau (und Aschauer).
Und für den südlichen STUB-Korridor würde die Lage auch nicht sooo schlecht sein.

Geschrieben von: Boris Merath am 22 Oct 2014, 17:26
In dem Artikel steht was von Ausrückweg parallel zur S-Bahn - was auch immer das heißen mag.


Ab hier sind mehrere Beiträge umgezogen nach: [M] Tram nach Neuperlach
http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=3278c2a8a48db34f36b61778f1d19b38&act=ST&f=32&t=4213&st=15&#entry566488

Geschrieben von: spock5407 am 22 Oct 2014, 20:16
Yup. Einverstanden. smile.gif [bezieht sich auf die Anmerkung, Tramverlängerungen woanders weiterzudiskutieren.]

Natürlich ist die Lage im Südosten an der Peripherie sicher nicht der MVG-Herzenswunsch, aber nachdem das mit dem Meridian-Bw nix wurde müsste man das Gelände ja anderweitig nutzen.
Nachdem aber die Hw dort ist und man deren Zufahrt ja auch mal angehen wollte, kann man da sicher einen brauchbaren Businesscase darstellen.
Müsste man erst Fläche im Westen erwerben, würde man vielleicht bei Ein- und Ausrückfahrten gegenüber dem Fall "Ständlerstr." sparen, aber für Grundstück und zusätzliche Betriebsstrecke drauflegen.
Ggf. kann man ja auch mit der Hw zusammen Synergien bzgl. Personal, andere Infrastruktur, etc., heben.

Für mich von aussen betrachtet wäre das eine recht logische Entscheidung, die Fläche dort zu nutzen.

Geschrieben von: ropix am 22 Oct 2014, 21:31
QUOTE (Boris Merath @ 22 Oct 2014, 18:26)
In dem Artikel steht was von Ausrückweg parallel zur S-Bahn - was auch immer das heißen mag.

Also eigentlich will die MVG ja schon lang die Trambahnstrecke auf dem mittleren Ring stilllegen. Der Grund ist klar - die Oberleitung, der Mittlere Rind, die Eisenbahnbrücke und der LKW-Verkehr sind nicht immer miteinander kompatibel.

Eigentlich war mal angedacht, am bisherigen Ende Schwanseestraße ein Dreieck zu bauen - die Linie 27 weiter Richtung Linie 25, ein Abstecher ins Museum mit angeschlossener Werkstatt. Vermutlich wäre ein Betriebshof, der ggf. im Süden der HW liegt dann so angebunden, dass gleich nach der Unterführung die Betriebsgleise zum Btr. abzweigen und entlang der Bahnlinie verlaufen, wärend die HW noch ein kurzes Gleisstück in der Ständlerstraße hat (der Bahnanschluss wäre in diesem Falle dann wohl Geschichte, wenn er das nicht eh schon ist)

damit will man wohl die Anwohner an der jetzigen Zufahrt beruhigen - es sind ja auch die einzigen. Eine Trambahnverlängerung in der Ständlerstraße darf gern in "Zielnetze" oder "unmögliche Netzerweiterungen" oder "nie erfüllter Wunschzettel" weiterdiskutiert werden...

auch wenn die Idee mit den zwei Tramlinien zur Schwansee - und dann links und rechts abbiegen verlockend ist (und so auch hier im EF vermutlich schon ein paar mal nachzulesen ist. Vorteil wäre auch dass man so eine gewisse Redundanz hätte - wenn nicht grad jemand auf allen Gleisen am Ostfriedhof steht)

Und natürlich isses scheiße sich jetzt nochmal einen Betriebshof ans Ende des Netzes zu bauen, wo man schon an der zweiten Abbiegemöglichkeit praktisch in den anderen Betriebshof abbiegt. Andererseits - mit diesem Betriebshof wäre die Linie 17, sollten irgendwann mal zwei Linien zur Schwansee fahren die Linie 27 und 15/25 direkt angebunden. Würde man jetzt noch in Moosach eine Tramabstellhalle mitplanen (was man ja bekanntermaßen nicht tut, weil das wäre ja schlau und billig) wäre alles abgedeckt.

Geschrieben von: Didy am 23 Oct 2014, 00:55
QUOTE (andreas @ 22 Oct 2014, 13:17)
finde ich nicht. War es nicht so, daß man im 3er z.b. ohnehin nur noch die Hälfte der Gleise nutzen konnte wegen Unfallschutzvorschriften?

Es geht nur um die Lage des Grundstücks. Was komplett neues bauen muss man jetzt ohnehin. Und den alten Btf plattmachen musste man auch mit Verkauf des Grundstücks.

Geschrieben von: Iarn am 28 Oct 2014, 07:27
Die SZ befasst sich heute in der Printausgabe mit dem Thema, insbesondere von welchen Anwohnern mit Klage zu rechnen ist. Für mich pikant ist die Tatsache dass sich der CSU Südring Rebell an die Spitze der Bewegung stellt. Südring ja - Anwohner Proteste gibt es keine aber das bisschen Betriebshof eine Katastrophe? Sehr unglaubwürdig in meinen Augen.

Geschrieben von: Sendlinger am 28 Oct 2014, 08:16
Meiner persönlichen Meinung nach sind das diejenigen unter den Volksvertretern, die sonst fachlich einfach kein Bein auf den Boden bekommen, um sich zu profilieren. Ist eben so furchtbar einfach, sich auf ein vemeintliches "Aufreger-Thema" zu stürzen und dann "irgendwas" zu erzählen - und das ist im Bereich der Ständlerstraße ja leidlich nicht der einzige Fall in München ... ph34r.gif

Ansonsten Danke für die Meldung, gleich mal eine noch ne gedruckte SZ besorgen.

Geschrieben von: Metrotram am 29 Nov 2014, 20:24
http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/unternehmen/logistik/ausschreibungen/bekanntmachung8636.pdf für den http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/unternehmen/logistik/ausschreibungen/bekanntmachung8634.pdf

Geschrieben von: spock5407 am 29 Nov 2014, 21:26
Aktuell baut man es ja zurück zum Sportplatz; is schon wieder Rasen mit Fussballtoren drauf.

Geschrieben von: Michi Greger am 29 Nov 2014, 22:27
Nicht zurück, sondern wie geplant um. Die "Drehung" des Fußballfeldes wäre auch mit Eisenbahn-Werkstatt gekommen.

Gruß Michi

Geschrieben von: Wildwechsel am 29 Nov 2014, 23:34
QUOTE (Metrotram @ 29 Nov 2014, 20:24)
http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/unternehmen/logistik/ausschreibungen/bekanntmachung8636.pdf für den http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/unternehmen/logistik/ausschreibungen/bekanntmachung8634.pdf

Um genau zu sein aber nur die Projektsteuerung und die Objektplanung, und noch nicht der Bau selbst.

Geschrieben von: Metrotram am 29 Nov 2014, 23:36
Richtig. Besser wäre wohl "Erste Ausschreibungen für den neuen Betriebshof sind raus." gewesen. smile.gif

Geschrieben von: Sendlinger am 14 Oct 2015, 19:16
Wie http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=2934f256bc5b5f82853519d0487df1da&act=ST&f=19&t=456&view=findpost&p=597954, soll innerhalb der nächsten zehn Jahre die Sanierung vieler Bahnunterführungen auf Münchner Stadtgebiet angegangen werden. Nachzulesen unter anderem in der folgenden http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_vorlagen_dokumente.jsp?risid=3629222

Mit im Fokus ist dabei auch die Unterführung Chiemgaustraße, bei der noch in Untersuchung ist, ob eine Variante nur mit einer Fahrbahnabsenkung oder vielleicht doch eine Kombination mit einer Erhöhung der (DB-)Gleislage sinnvoll sein könnte. Davon hängt dann auch ab, ob die Zufahrt zur Trambahn-Hauptwerkstätte bzw. dem künftigen Betriebshof Ständlerstraße mit Anpassungen dort bleiben kann oder zwingend in die Unterführung Ständlerstraße verlegt werden muß - klar, das macht dann logischerweise den Unterschied, wer was davon bezahlen muß. Wobei ich mir planmäßiges tägliches Aus- und Einrücken über die heutige Strecke als so bizarr vorstelle, dass ich eher nicht daran glauben mag.
Der beabsichtigte Baubeginn für die Unterführung liegt jedenfalls so spät, dass der Betriebshof bei dessen beabsichtigter Realisierung in der ersten Ausbaustufe bereits in Betrieb wäre.

Geschrieben von: Jean am 14 Oct 2015, 19:32
Von der Haltestelle Schwanseestraße ist die Strecke viel kürzer als jetzt...und sicher einfacher realisierbar da es sich bei dem heutigen Abschnitt um den mittleren Ring handelt.

Ich kann mir da nicht vorstellen wie täglich Trambahnen auf dem Abschnitt fahren sollen...

Geschrieben von: Auer Trambahner am 3 Dec 2015, 13:38
Bei TZ-Online ist unter einem Beitrag zur Schranne folgender Leserkommentar:
QUOTE
die Stadt sollte sich schon mal das nächste Konzept für die Schrannenhalle überlegen...
Die italienischen Spezialitäten kriege ich schon seit 40 Jahren in einem italenischen Großhandel im Münchner Norden - nur deutlich billiger!
Wie wäre es mit einer "gläserenen Trambahnwerkstätte" der MVG? Mit 50m neuer Schiene Am Einlaß erreichbar...

Gefällt mir, der Vorschlag, ist aber leider unrealistisch!

Geschrieben von: rabauz am 3 Dec 2015, 15:14
Und bei dem Großhandel im Müncher Norden verschenkt der Chef mitunter auch noch Bonbons wink.gif

Geschrieben von: Wildwechsel am 3 Dec 2015, 21:22
Bonbons? Also ich krieg da immer ne Flasche Wein an der Kasse geschenkt. smile.gif

Geschrieben von: Iarn am 3 May 2016, 09:04
QUOTE (Wildwechsel @ 30 Nov 2014, 00:34)
Um genau zu sein aber nur die Projektsteuerung und die Objektplanung, und noch nicht der Bau selbst.

Glaube ich habe was zum Bau selbst gefunden, zumindest für die technische Ausrüstung der Hallen:
https://www.competitionline.com/de/ausschreibungen/187270
QUOTE
Voraussichtliche Bauzeit 1. Bauabschnitt ist 2019-2021

QUOTE
Abstellung 120 000 m³ mit partieller Tiefgarage 25 000 m³; Wartungshalle mit Lager und Bürotrakt 78 000 m³; Halle für Unterflurdrehmaschine 5 400 m³; Ergänzung des MVG-Museums durch eine unbeheizte Halle 20 000 m³. Es wird von einer Gesamtlänge des Fahrwegs von ca. 10 km ausgegangen. Diese teilt sich in 18 Hallengleise, mehreren Werkstattgleise sowie deren Zuwegung auf. Es ist u. a. folgende Ausrüstung vorgesehen: Außenwaschanlage, Kranbahnen, mobile Heber, Gleichrichterwerk, Unterflurdrehbank, ggf. Hochregallager und ggf. Besandungsanlage.

Geschrieben von: ropix am 3 May 2016, 09:18
QUOTE (Iarn @ 3 May 2016, 10:04)
Glaube ich habe was zum Bau selbst gefunden, zumindest für die technische Ausrüstung der Hallen:

QUOTE
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Neubau Betriebshof Tram Ständlerstraße – Planung Technische Ausrüstung nach § 53 HOAI 2013 (AGR 4 und 5, Elektrische und kommunikationstechn. Anlagen).

II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung, zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche und Analysen
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: München.
NUTS-Code DE212
Klingt jetzt nicht danach dass das was anderes gewesen ist.

Geschrieben von: Iarn am 3 May 2016, 09:26
Sorry, aber nachdem die alten Seiten 404 Fehler zurückgeben, ist es zumindest auch als Redundanz nicht verkehrt.

Geschrieben von: Iarn am 29 May 2016, 10:07
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/4069166.pdf

Zusätzliche Abstellkapazität von 45 Fahrzeugen klingt jetzt nicht wenig, aber nachdem man mittlerweile extrem kleine Gefäßgrößen bestellt (2 Teiler) und es auf vielen Bestandsstrecvken eigentlich dringend zu einer echten Verdichtung kommen müsste (Verdichtung in der Arnulf von 3Teiler / 4Teiler Zugfolgeauf 4Teiler / 4Teiler ist doch ein Witz) dann jkönnte der Betriebshof schon vor der Fertigstellung zu klein werden. Außer man ist sich sicher, dass die meisten Neubaustrecken eh nichts werden.

Geschrieben von: spock5407 am 29 May 2016, 10:30
Wichtig ist doch, das man kurzfristig ein gutes Drittel mehr Betriebshof-Kapazität bekommt. Und das vmtl. zu überschaubaren Kosten, anstelle dort nur Gerümpelfläche zu haben. Das einzige was ich dort in der letzten Zeit gesehen hab, waren einmal aufgestellte Busse oder MVG-Räder.

Geschrieben von: Jean am 29 May 2016, 10:36
Interessanterweise wird auch erwähnt, dass das neue Busdepot mittelfristig wohl nicht reicht...

Geschrieben von: Luas am 29 May 2016, 12:00
QUOTE (Iarn @ 29 May 2016, 11:07)
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/4069166.pdf

Zusätzliche Abstellkapazität von 45 Fahrzeugen klingt jetzt nicht wenig, aber nachdem man mittlerweile extrem kleine Gefäßgrößen bestellt (2 Teiler) und es auf vielen Bestandsstrecvken eigentlich dringend zu einer echten Verdichtung kommen müsste (Verdichtung in der Arnulf von 3Teiler / 4Teiler Zugfolgeauf 4Teiler / 4Teiler ist doch ein Witz) dann jkönnte der Betriebshof schon vor der Fertigstellung zu klein werden. Außer man ist sich sicher, dass die meisten Neubaustrecken eh nichts werden.

Ausserdem sind in den zwischen MVG und Siemens vereinbarten Bestelloptionen neben weiteren Tram - Traktionen und Vierteilern auch Fünfteiler- Avenio vorgesehen.

Geschrieben von: Jean am 29 May 2016, 12:20
Sollte da nicht später noch was in Freiham kommen? Ein Tramdepot im Westen wäre echt nicht schlecht.

Geschrieben von: Iarn am 29 May 2016, 12:32
Es war mal eine Abstellung in Freiham Süd geplant aber Freiham Süd ist tot. Falls die Strecke realisiert wird, nur nördlich der Bahn.

Geschrieben von: cilio am 29 May 2016, 21:27
Freiham ist auch ein wenig weit ab vom Schuss. Da wäre es doch besser wenn es ein wenig zentraler liegen würde.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 29 May 2016, 22:20
QUOTE (cilio @ 29 May 2016, 22:27)
Freiham ist auch ein wenig weit ab vom Schuss. Da wäre es doch besser wenn es ein wenig zentraler liegen würde.

Ideal wäre es, wenn die Stadtwerke in der Gegend um die Westendstraße eine geeignete Fläche zur Verfügung hätten.
Oh, wait...

Geschrieben von: Iarn am 29 May 2016, 22:38
Dachauer Straße wäre auchehrlich super Standort, ca Höhe Leorodplatz. Optimal für Linien 21,22 gelegen, super für 12 und 20, gut für 16, 17, 27, 28, passablen für 23.
Oh weit!

Geschrieben von: viafierretica am 30 May 2016, 06:22
QUOTE (Iarn @ 29 May 2016, 23:38)
Dachauer Straße wäre auchehrlich super Standort, ca Höhe Leorodplatz. Optimal für Linien 21,22 gelegen, super für 12 und 20, gut für 16, 17, 27, 28, passablen für 23.
Oh weit!

aber wo ist da noch Platz?????

Geschrieben von: viafierretica am 30 May 2016, 06:24
QUOTE (TramBahnFreak @ 29 May 2016, 23:20)
Ideal wäre es, wenn die Stadtwerke in der Gegend um die Westendstraße eine geeignete Fläche zur Verfügung hätten.
Oh, wait...

...die geeignete Fläche verkaufen sie ja, daher muss ja auch noch der Busbetriebshof umziehen. Am neuen Busbetriebshof in Moosach wäre eigentlich Platz gewesen, und wäre ideal von der 20 aus erreichbar. Man hätte den Betriebshof ja auch doppelstöckig (Unten Tram, oben Bus) bauen können, Beispiele gibt es genug.

Geschrieben von: Iarn am 30 May 2016, 08:03
QUOTE (viafierretica @ 30 May 2016, 07:22)
QUOTE (Iarn @ 29 May 2016, 23:38)
Dachauer Straße wäre auchehrlich super Standort, ca Höhe Leorodplatz.  Optimal für Linien 21,22 gelegen, super für 12 und 20, gut für 16, 17, 27, 28, passablen für 23.
Oh weit!

aber wo ist da noch Platz?????

Nachdem die Stadt es ja geschafft hat, dass dort Flächen seit Mitte der Siebziger Brache waren (Stilllegung des Betriebshofes war 1977) und erst jetzt von der Hochschule (halbwegs fertig) und dem neuen super-dupi Kreativquartier (bald ™) bebaut werden, hätte man sich die Flächen auch für den ÖPNV schnappen können. Jetzt ist es zu spät aber in den vergangenen 39 Jahren hätte man da was draus machen können.

Geschrieben von: ropix am 30 May 2016, 14:26
Selbst mit dem bebauten Btr. 5 und dem frisch bebauten - war das das Kreisverwaltungsreferat? - Gelände des neuen Justizzentrums am Leo bleibt da hinten immer noch genug Platz.

Man denke allein mal an das Gelände der Ackermannschleife... (Und ja, nein, Ensembleschutz geht auch wenn man das Dach begrünt... - außerdem gibt's mittlerweile Meinungen die durchaus meinen der Bereich gehört überhaupt nicht dazu...)

Geschrieben von: TramBahnFreak am 30 May 2016, 17:05
QUOTE (ropix @ 30 May 2016, 15:26)
Man denke allein mal an das Gelände der Ackermannschleife... (Und ja, nein, Ensembleschutz geht auch wenn man das Dach begrünt... - außerdem gibt's mittlerweile Meinungen die durchaus meinen der Bereich gehört überhaupt nicht dazu...)

Selbst wenn – westlich davon ist auch nicht wenig Freifläche...

Geschrieben von: khoianh am 19 Jul 2017, 10:30
Die MVG lädt nächsten Montagabend ab 18 Uhr zu einer Infoveranstaltung im MVG Museum ein. Geht da jemand hin?

https://www.mvg.de/ueber/presse-print/pressemeldungen/2017/juli/2017-07-19-tram-betriebshof.html

Geschrieben von: Iarn am 19 Jul 2017, 11:03
Danke für die Information.

Geht jemand hin?

Geschrieben von: Entenfang am 24 Jul 2017, 15:39
Ich gehe hin und kann berichten.

Geschrieben von: Iarn am 24 Jul 2017, 15:47
Danke!

Geschrieben von: Hot Doc am 24 Jul 2017, 16:50
Das ist nett. Ich würde auch gerne, aber zu solch Uhrzeiten arbeite ich normalerweise noch. Ich frage mich immer, warum man solche Veranstaltungen nicht ab 20 Uhr machen kann. Bei den heutigen Öffnungszeiten kann doch die Hälfte nicht schon um 18 Uhr.

Geschrieben von: Entenfang am 24 Jul 2017, 20:25
So, eine kurze Zusammenfassung:

  • Gebaut werden 2 Abstellhallen südlich des Museums und der HW
  • Alle dort derzeit vorhandenen Gebäude werden abgerissen
  • Baubeginn vsl. 2021
  • Inbetriebnahme vsl. 2023

Lärmschutz

  • Lärmschutz erforderlich
  • Fahrbetrieb vor allem auf der Westseite des Geländes (also an den DB-Gleisen)
  • Lärmschutz durch die Hallen
  • Zusätzlich LSW in unterschiedlichen Höhen (0,5...2 m im Süden des Geländes, 1 m am heute schon vorhandenen Bremsgleis (Ostseite), 9 m (!) im Nordwesten des Geländes an der Ständlerstr.)


Betriebskonzept

  • Keine Streckenverlegung oder größere Umbaumaßnahmen der Bestandsstrecke geplant (Es bleibt also die Zufahrt über Chiemgaustr. und Aschauer Str.)
  • Verkehr innerhalb des Btf gegen den Uhrzeigersinn
  • Abstellgleisnutzlänge insgesamt rund 4000 m
  • Genehmigung wird für 90 Fahrzeuge eingeholt -> Folglich wird von einer durchschnittlichen Zuglänge von ~44 m ausgegangen
  • Benutzung des Bremsgleises bleibt unverändert (1 Zyklus = 17 Bremsfahrten täglich)
  • Ausrücken findet überwiegend zwischen 3:00 und 7:00 Uhr statt
  • Einrücken verteilt sich stärker zwischen 19:00 und 3:00 Uhr


Im Frageteil kamen dann die üblichen Verdächtigen:

Ist es auch wirklich nötig, den neuen Btf zu bauen und muss es ausgerechnet vor meiner Haustüre sein?
Können die 1 m hohen LSW nicht höher werden, damit die Tramfahrer bei den Bremsversuchen nicht in meinen Garten schauen können? aber auch: Nein, bitte nicht noch mehr Sicht verbauen
Wird der MIV auf dem Mittleren Ring nicht zu sehr behindert?
Wie kommen die berechneten Lärmemissionswerte zustande?

Bei näherem Interesse stelle ich gerne die abfotografierten Pläne zur Verfügung, einfach PM an mich.

Geschrieben von: spock5407 am 24 Jul 2017, 21:04
Danke für den Zeitaufwand und die Mitschrift/Zusammenfassung.

Oha, das ist aber mal ne Hausnummer bzgl. Fahrzeugen.
Ich nehm aber mal an, das wird nicht alles nur additive Kapazität am Ende sein, sondern man wird den 2er dann auch etwas entlasten wollen?

Geschrieben von: Martin H. am 24 Jul 2017, 21:12
Und erstmal sanieren.

Geschrieben von: br420Fan am 24 Jul 2017, 22:41
Aber die Halle des Museums und der Hw werden nicht abgerissen.

Geschrieben von: Lazarus am 25 Jul 2017, 00:28
Die Fahrer, die nach Freiham mal ausrücken dürfen, werden sich freuen... ph34r.gif

Geschrieben von: TramBahnFreak am 25 Jul 2017, 00:38
QUOTE (Lazarus @ 25 Jul 2017, 01:28)
Die Fahrer, die nach Freiham mal ausrücken dürfen, werden sich freuen... ph34r.gif

Einstein–AMA oder Einstein–Pasing ist auch nicht weiter.

Geschrieben von: Boris Merath am 25 Jul 2017, 01:52
QUOTE (Lazarus @ 25 Jul 2017, 01:28)
Die Fahrer, die nach Freiham mal ausrücken dürfen, werden sich freuen... ph34r.gif

Ich glaub denen ist das egal solange sie dafür bezahlt werden.

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2017, 05:55
Danke für die Mühe der schriftlichen Zusammenfassung!

Ich gehe davon aus, dass mit dieser Dimenaionierung ein Betriebshof im Westen zu meinen Lebzeiten außer Reichweite gerückt ist.

Geschrieben von: viafierretica am 25 Jul 2017, 06:51
QUOTE (Lazarus @ 25 Jul 2017, 01:28)
Die Fahrer, die nach Freiham mal ausrücken dürfen, werden sich freuen... ph34r.gif

..bis die Tram nach Freiham ausrückt (falls überhaupt), wird noch viel Wasser die Würm runterfliessen.

Geschrieben von: Entenfang am 25 Jul 2017, 11:05
QUOTE (Iarn @ 25 Jul 2017, 05:55)
Danke für die Mühe der schriftlichen Zusammenfassung!

Ich gehe davon aus, dass mit dieser Dimenaionierung ein Betriebshof im Westen zu meinen Lebzeiten außer Reichweite gerückt ist.

Gerne.

Auf die Frage "Muss es denn ausgerechnet vor meiner Haustür sein?" kam noch die Erläuterung, dass es in München unmöglich ist, ein geeignetes Grundstück mit Schienenanschluss zu finden. Es fiel auch das Wörtchen Freiham, wird aber aus dem Grund als untauglich gesehen, dass es zu weit draußen ist.
Andererseits muss man auch wieder sagen, jetzt hat man halt zwei Btf im Osten/Südosten, auch nicht gerade optimal...

Geschrieben von: Entenfang am 25 Jul 2017, 11:06
QUOTE (br420Fan @ 24 Jul 2017, 22:41)
Aber die Halle des Museums und der Hw werden nicht abgerissen.

Nein.

Geschrieben von: spock5407 am 25 Jul 2017, 11:53
Gab es Fragen/Aussagen, warum weiter über die Aschauer und die Anbindung via SWA und Ständler verworfen wurde?

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2017, 12:05
QUOTE (Entenfang @ 25 Jul 2017, 12:05)
Auf die Frage "Muss es denn ausgerechnet vor meiner Haustür sein?" kam noch die Erläuterung, dass es in München unmöglich ist, ein geeignetes Grundstück mit Schienenanschluss zu finden.

Zumindest im Bereich der zukünftigen SL23 Nord wären sicher einige geeignete Grundstücke ohne direkte Anwohner. Aber da hat man sich halt (zu) viel Zeit gelassen.

Geschrieben von: Entenfang am 25 Jul 2017, 21:39
QUOTE (spock5407 @ 25 Jul 2017, 11:53)
Gab es Fragen/Aussagen, warum weiter über die Aschauer und die Anbindung via SWA und Ständler verworfen wurde?

Leider nicht. Was ich mir vorstellen könnte (und es klang auch irgendwie am Rande der Fragen nach der Anzahl der Ein- und Ausrückfahrten an):
Man will sich schlicht und ergreifend das Genehmigungsprozedere sparen. Auf einer Bestandsstrecke kann man mehr oder weniger machen was man will, weil dafür kein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist.

---

Vielleicht nochmal zur Klarstellung, falls das nicht deutlich rübergekommen ist:

Die HW und das Museum werden nicht abgerissen, nur die Gebäude, die sich südlich davon auf dem Gelände befinden, kommen weg, z.B. das Rote. Der Sportplatz bleibt ebenfalls.
https://www.google.de/maps/@48.1010728,11.6024903,584m/data=!3m1!1e3?hl=de

Geschrieben von: spock5407 am 25 Jul 2017, 21:46
Ja, das macht Sinn. In die Richtung hab ich auch gedacht. Ferner mutmaße ich, dass man dafür einfach auch keine Planungskapazität hat.

Geschrieben von: bestia_negra am 26 Jul 2017, 07:42
QUOTE (spock5407 @ 25 Jul 2017, 21:46)
Ja, das macht Sinn. In die Richtung hab ich auch gedacht. Ferner mutmaße ich, dass man dafür einfach auch keine Planungskapazität hat.

Daran könnte es liegen.

Und ehrlich gesagt ist die Planungskapazität die man hat auch anderweitig sinnvoller eingesetzt als ein einer neuen Zufahrt zu einem Betriebshof/einer Werkstatt für die man schon eine Zufahrt hat.

Da sollten die Planungen neuer Strecken schon vorrang haben...

Geschrieben von: Martin H. am 26 Jul 2017, 09:09
Hauptsächlich kritisch ist die Ausfahrt.
Beim Einbiegen in die Chiemgaustraße, also auf den Ring, landet man nämlich auf deren Linksabbiegerspur.
Mit der Hauptgrund, dass an Museumstagen immer noch der SEV fährt.

Für eine Werkstatt ok, aber bei täglicher x-facher Benutzung.....

Geschrieben von: bestia_negra am 26 Jul 2017, 09:58
QUOTE (Martin H. @ 26 Jul 2017, 09:09)
Hauptsächlich kritisch ist die Ausfahrt.
Beim Einbiegen in die Chiemgaustraße, also auf den Ring, landet man nämlich auf deren Linksabbiegerspur.
Mit der Hauptgrund, dass an Museumstagen immer noch der SEV fährt.

Für eine Werkstatt ok, aber bei täglicher x-facher Benutzung.....

Klar wäre es wünschenswert das zu ändern. Aber wenn die Planungskapazitäten nicht reichen, dann finde ich es verständlich, dass man lieber die Gartentram oder die Westtangente oder so plant...

Erfreulich wäre es, wenn die Planungskapazitäten wieder etwas aufgestockt werden würden.

Geschrieben von: Hot Doc am 26 Jul 2017, 12:26
QUOTE (Martin H. @ 26 Jul 2017, 10:09)
Hauptsächlich kritisch ist die Ausfahrt.
Beim Einbiegen in die Chiemgaustraße, also auf den Ring, landet man nämlich auf deren Linksabbiegerspur.
Mit der Hauptgrund, dass an Museumstagen immer noch der SEV fährt.

Für eine Werkstatt ok, aber bei täglicher x-facher Benutzung.....

Naja, in der Zeit in der die meisten Bahnen aus- und einrücken ist auch da noch überschaubar viel los.

QUOTE
Ausrücken findet überwiegend zwischen 3:00 und 7:00 Uhr statt
Einrücken verteilt sich stärker zwischen 19:00 und 3:00 Uhr


Bis 7 geht der Verkehr noch recht flüssig am Ring. Und zum Einrücken (deutlich verteilter) ist das Problem nicht so groß (kein Linksbbiegen auf die Chiemgauer und keine Linksabbiegerspur).

Im Zweifel muss man halt was an der Ampelsteuerung machen (ehrlich gesagt keine Ahnung wie das aktuell geregelt ist).

Geschrieben von: Valentin am 26 Jul 2017, 18:30
QUOTE (mmouse @ 22 Oct 2014, 13:54)
Doch. Soetwas nennt man Redundanz, und wenn man einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten will, braucht man diese zu einem gewissen Grad.

Selbst wenn man Anfang der 1990er noch nicht von einem Wachstum der Tram ausgehen konnte/wollte, ist ein einzelner Betriebshof eine machbare Notlösung, aber keine sinnvolle Planung.

http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-40683302r haben jetzt erfahren, daß sie jetzt dank Klimawandel im Winter regelmäßig Jahrhunderthachwasser erleben werden.

Falls auch in München der Isarpegel in nicht allzuferner Zukunft auf bisher ungeplante Höhen steigen sollte, müßten auch hier die Isar-Brücken für den Verkehr gesperrt werden. Dann wäre der wichtigste Teil des Schienennetzes von den Remisen abgeschnitten. Keine sehr sichere Planung für die Zukunft. Der Wohnbau in der Westendstraße kann eigentlich nur ein vorgeschobenes Argument zur Aufgabe des dortigen Betriebshofen gewesen sein. Anderswo (Joachimsthaler Platz, Wien) hat man einfach die Abstellanlage in das Untergeschoß des Wohnblocks integriert.




Geschrieben von: khoianh am 26 Jul 2017, 19:44
Danke fürs Erscheinen und Mitschreiben! Mit 90 Fahrzeugen ist die Planung doppelt so groß wie in der ursprünglichen Ausschreibung erwähnt. Auch wenn man noch einige Fahrzeuge Mehrkapazität herausrechnet, um den Betriebshof 2 zu entlasten, ist das schon eine ganze Menge, und gleichzeitig auch ein deutliches Zeichen gegen noch weitere Standorte. Denn wenn man sich die ganzen Neubaustrecken anschaut, die Stand heute ja alle im Norden und Westen entstehen, ist der Standort im Südosten natürlich der absolute Wahnsinn. Eine Stunde für Freiham, Aidenbachstraße oder Kieferngarten sind doch eine unheimliche Verschwendung von Betriebskosten und Arbeitszeit jeden Tag. Aber ich kann es der MVG nicht verübeln, dass man sich angesichts der Not für die einfachste Variante (da bereits Betriebsgrund mit Gleisanbindung) entschieden hat.

Muss das Gleis in der Aschauer und Chiemgaustraße nicht ohnehin saniert werden? Da ließe sich doch auch was an der Gleislage ändern (bspw. Verlegung auf die rechtsabbiegende Spur). Aber ich hätte die Ständlerstraße bevorzugt, dann hätte man wohl auch der Schleife in der Schwanseestraße wieder ein Ausweichgleis spendiert und für Verlängerungsplanungen Richtung Neuperlach wären schon die ersten Meter verlegt.

Geschrieben von: spock5407 am 26 Jul 2017, 19:50
Aktuell ists weit im Südenosten, richtig. Aber wenn mal was Ri Perlach, Neuperlach oder gar Stub Ri Unterhaching ginge, dann schaut die Lage wieder etwas anders aus.

Mutmasslich ist der erhöhte Personalaufwand einfach auch billiger, als der Erwerb teurer Grundstücke in anderen Netzteilen.

Vielleicht packt man die Zufahrt ja mal zusammen in eine Planung Ri Hochäckerstr./Altperlach/Neuperlach? Damit könnte man dem 17süd eine brauchbare Südverlängerung und damit auch höheres Fahrgastpotential bescheren.

Geschrieben von: P-fan am 26 Jul 2017, 20:33
QUOTE (Hot Doc @ 26 Jul 2017, 13:26)
QUOTE (Martin H. @ 26 Jul 2017, 10:09)
Hauptsächlich kritisch ist die Ausfahrt.
Beim Einbiegen in die Chiemgaustraße, also auf den Ring, landet man nämlich auf deren Linksabbiegerspur.
Mit der Hauptgrund, dass an Museumstagen immer noch der SEV fährt.

Für eine Werkstatt ok, aber bei täglicher x-facher Benutzung.....

Naja, in der Zeit in der die meisten Bahnen aus- und einrücken ist auch da noch überschaubar viel los.

QUOTE
Ausrücken findet überwiegend zwischen 3:00 und 7:00 Uhr statt
Einrücken verteilt sich stärker zwischen 19:00 und 3:00 Uhr


Bis 7 geht der Verkehr noch recht flüssig am Ring. Und zum Einrücken (deutlich verteilter) ist das Problem nicht so groß (kein Linksbbiegen auf die Chiemgauer und keine Linksabbiegerspur).

Im Zweifel muss man halt was an der Ampelsteuerung machen (ehrlich gesagt keine Ahnung wie das aktuell geregelt ist).

Hier würde sich eine Ampelschaltung entsprechend Montgelasstraße/Mauerkircherstraße anbieten mit verlängerter Grünphase für die Linksabbieger, wenn sich eine Tram nähert.

Geschrieben von: P-fan am 26 Jul 2017, 20:46
QUOTE (Valentin @ 26 Jul 2017, 19:30)

Falls auch in München der Isarpegel in nicht allzuferner Zukunft auf bisher ungeplante Höhen steigen sollte, müßten auch hier die Isar-Brücken für den Verkehr gesperrt werden. Dann wäre der wichtigste Teil des Schienennetzes von den Remisen abgeschnitten. Keine sehr sichere Planung für die Zukunft. ...

Dazu:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/isar-warum-muenchen-vor-hochwasser-geschuetzt-ist-1.3035013

Zitat hieraus: "Aber vor allem die Renaturierung und der Umbau der Isar zwischen Großhesseloher Brücke und Reichenbachbrücke, der 2011 abgeschlossen wurde, hat einen großen Anteil daran, dass München weniger von Hochwasser bedroht ist als in früheren Zeiten."

Geschrieben von: Boris Merath am 26 Jul 2017, 21:32
QUOTE (Valentin @ 26 Jul 2017, 19:30)
Falls auch in München der Isarpegel in nicht allzuferner Zukunft auf bisher ungeplante Höhen steigen sollte, müßten auch hier die Isar-Brücken für den Verkehr gesperrt werden. Dann wäre der wichtigste Teil des Schienennetzes von den Remisen abgeschnitten.

Wenn das passiert dann ist die U-Bahn abgesoffen und die halbe Stadt steht unter Wasser. Ich glaube dann haben wir auch andere Probleme als nicht ausrückende Trambahnen.

Geschrieben von: Didy am 26 Jul 2017, 22:56
QUOTE (khoianh @ 26 Jul 2017, 20:44)
Mit 90 Fahrzeugen ist die Planung doppelt so groß wie in der ursprünglichen Ausschreibung erwähnt.

Stellt sich die Frage, mit was man "ein Fahrzeug" rechnet. Mit T2 und T3 bekomm ich schließlich auch doppelt so viel Fahrzeuge auf die gleiche Fläche wie T5 ph34r.gif

QUOTE (khoianh @ 26 Jul 2017, 20:44)
Muss das Gleis in der Aschauer und Chiemgaustraße nicht ohnehin saniert werden?

An der Betriebshofzufahrt hat man doch jüngst mal was saniert? Oder war das nur Straßenarbeiten ohne Gleissanierung, weswegen da mal gesperrt war?

Geschrieben von: viafierretica am 27 Jul 2017, 06:51
QUOTE (Didy @ 26 Jul 2017, 23:56)
Stellt sich die Frage, mit was man "ein Fahrzeug" rechnet. Mit T2 und T3 bekomm ich schließlich auch doppelt so viel Fahrzeuge auf die gleiche Fläche wie T5 ph34r.gif


An der Betriebshofzufahrt hat man doch jüngst mal was saniert? Oder war das nur Straßenarbeiten ohne Gleissanierung, weswegen da mal gesperrt war?

Nein, es wurden tatsächlich die Gleise saniert.

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jul 2017, 08:01
QUOTE (Didy @ 26 Jul 2017, 23:56)
Stellt sich die Frage, mit was man "ein Fahrzeug" rechnet. Mit T2 und T3 bekomm ich schließlich auch doppelt so viel Fahrzeuge auf die gleiche Fläche wie T5

Naja, nutzbare Abstellgleislänge wurde ja mit 4400m beziffert.

Gut, etwas Verschnitt gibts ja, je nachdem was man für Wagenlängen auf welches Gleis stellt.

Geschrieben von: Cloakmaster am 27 Jul 2017, 09:45
Rechnerisch wären es etwas über 48 Meter je Fahrzeug.
Wie lange sind T2, T3, T4, und T5?

Geschrieben von: khoianh am 27 Jul 2017, 09:53
QUOTE (Cloakmaster @ 27 Jul 2017, 10:45)
Rechnerisch wären es etwas über 48 Meter je Fahrzeug.
Wie lange sind T2, T3, T4, und T5?

Die MVG gibt für die Kombination T2-T3 eine Länge von 48 Metern an, Siemens für einzelne Fahrzeuge immer Vielfache von neun Metern.

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jul 2017, 10:09
Was etwas ungenau ist; der T1.6 ist ja knapp 37m.

Und hier ein Meter, dort ein halber zzgl. ein kleiner Abstand zwischen den Fzg und schon passt 1 Wagen weniger auf ein Gleis. Oder nur ein kurzer statt ein langer.
Dann kommts wieder drauf an, wie ich die rausschicken will. Das kann man sicher optimieren, aber ein kleiner Verschnitt bleibt trotzdem.

Für die Größenordnung spielt des natürlich nur eine kleine Rolle. Aber bis zu ~90 Großzüge ist schon ne Ansage.

Ok, braucht man auch wenn man neben der Ausweitung der Kurse auch die R2-Flotte größtenteils durch größere Einheiten ersetzen will und gleichzeitig etwas mehr
Flexibilität in der Abstellung haben will, um die Fzg-Bewegungen dort zu optimieren und sich nicht alles bis zum letzten Meter zustellen zu müssen.

Geschrieben von: Entenfang am 27 Jul 2017, 11:15
QUOTE (spock5407 @ 27 Jul 2017, 08:01)
Naja, nutzbare Abstellgleislänge wurde ja mit 4400m beziffert.

Woher hast du diese Zahl? unsure.gif

Ich habe gerade nochmal in den Fotos von der Powerpoint durchgeschaut, dort steht wörtlich:

"Abstellung für bis zu ca. 90 Fahrzeugen (ca. 4000 m Abstelllänge)."

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jul 2017, 11:25
Uups, war nur falsch im Kopf drin. Ich werd alt offenbar. laugh.gif

Aber die 10% ändern nix ja an der Größenordnung.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jul 2017, 13:14
QUOTE (spock5407 @ 26 Jul 2017, 20:50)
Aktuell ists weit im Südenosten, richtig. Aber wenn mal was Ri Perlach, Neuperlach oder gar Stub Ri Unterhaching ginge, dann schaut die Lage wieder etwas anders aus.

Wenn die Oma ein Schwänzle hätte dann wäre es der Opa.

Aktuell halte ich die Realisierungswahrscheinlichkeiten und Zeiträume wie folgt:

Westtangente
T des Nordens
Gartentram
Freiham
Steinhausen - SEM Daglfing (gab vor ein paar Tagen paar kleinere Anzeichen bei einer Einwohnerversammlung zu dem Hochhaus gegenüber dem SZ Hochhaus auf der anderen Seite der Autobahn an der Eggenfeldenerstr. )
Rosenheimer Staße Ri Neuperlach

Selbst wenn die Rosenheimer käme, würde der Schwerpunkt des Netzes trotzdem eher Richtung Nordwesten wandern.

Geschrieben von: bestia_negra am 27 Jul 2017, 13:25
Wenn die Tram zum Kieferngarten kommt, dann würde ich versuchen in Fröttmaning einen Betriebshof zu bauen.

Von dort aus könnte man sehr schnell die neuen Linien im Norden erreichen. Und auch der Scheidplatz und Petuelring wären nicht so weit.

Also Bonuspunkt: Bei Fußballspielen könnte man dann Sonderfahrten von Fröttmaning zur U2 anbieten und so die U6 entlasten.

Geschrieben von: Iarn am 27 Jul 2017, 14:12
Ich hätte aus vielerlei Gründen einen Betriebshof im Norden der SL23 für besser gehalten. Aber man hat halt den Bau der SL23 soweit heraus gezögert, dass wahrscheinlich in der absehbaren Tram Parkplatznot die Ständlerstraße die einzige in der Zeit realisierbare Lösung wurde.

Da Problem ist allerdings, mit der Abstellmöglichkeit für rund 90 Züge braucht man in absehbarer Zeit keinen weiteren Betriebshof mehr.

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jul 2017, 14:48
Damit hättest Du aber ein potentielles Genehmigungsproblem zwischen Scheidplatz und Freiheit.
Das müsste man auch erst mal wegverhandeln, potentiell wegklagen und genehmigen. Die Zeit ist nicht.

Geschrieben von: Rathgeber am 27 Jul 2017, 14:50
Ist der Platz in Moosach zu klein, dass dort nie ein Tram- und Busbetriebshof diskutiert wurden?

Geschrieben von: Iarn am 27 Jul 2017, 14:51
@ spock: Darauf wollte ich hinaus. Eigentlich hätten sowohl die Verlängerung der SL23 als auch die SL24 zum Bau der Wohnungen im Bereich der Bayernkaserne abgeschlossen sein sollen. Da wäre Anfang der 20er Jahre gewesen und somit noch im Zeitrahmen.

Geschrieben von: Flo am 27 Jul 2017, 21:13
QUOTE
Damit hättest Du aber ein potentielles Genehmigungsproblem zwischen Scheidplatz und Freiheit.
Das müsste man auch erst mal wegverhandeln, potentiell wegklagen und genehmigen. Die Zeit ist nicht.


Schließt man ja vielleicht auch im Süden an die Gartentram hoffentlich unsure.gif

Geschrieben von: Tramalbum am 27 Jul 2017, 22:02
Mit dem Bhf 3 hätte man einen Hof im Westen und optimale Ausrückwege zur Westtangente gehabt.

Das Gelände an der Westendstraße als Betriebshof zu entwidmen, war leider die dümmste Idee, die König & Ude während ihrer Regentschaft hatten.

Geschrieben von: spock5407 am 27 Jul 2017, 22:08
Die Fläche wäre gut gewesen, klar. Neu bebauen hätte man aber trotzdem müssen, da die Gleisgeometrie wenn ich mich recht entsinne weitestgehend nicht von den Nf-Wagen befahrbar war.

Aber ich vermute, mit einem signifikanten Ausbau im Westen hat keiner wirklich auf Sicht gerechnet. Trotz aller Konzepte/Ideen. Dazu dann die $-Zeichen in den Augen für die Verwertung.

Geschrieben von: Rathgeber am 27 Jul 2017, 23:38
QUOTE (Tramalbum @ 27 Jul 2017, 23:02)
Das Gelände an der Westendstraße als Betriebshof zu entwidmen, war leider die dümmste Idee, die König & Ude während ihrer Regentschaft hatten.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Pläne von den Vorgängern so weit fortgeschritten waren, dass Ude und König nicht viel anders übrig blieb, als sie umzusetzen.

Geschrieben von: bestia_negra am 28 Jul 2017, 09:21
QUOTE (spock5407 @ 27 Jul 2017, 14:48)
Damit hättest Du aber ein potentielles Genehmigungsproblem zwischen Scheidplatz und Freiheit.
Das müsste man auch erst mal wegverhandeln, potentiell wegklagen und genehmigen. Die Zeit ist nicht.

Wenn im Zuge der neuen Linien im Norden die Tram vom Petuelring zum Hart verlängert, dann hat man das Problem nicht...

Geschrieben von: Iarn am 28 Jul 2017, 09:35
Kommt aber zu spät. München braucht jetzt einen zweiten Betriebshof.

Geschrieben von: bestia_negra am 28 Jul 2017, 13:39
QUOTE (Iarn @ 28 Jul 2017, 09:35)
Kommt aber zu spät. München braucht jetzt einen zweiten Betriebshof.

Vielleicht braucht man ja bis dahin einen dritten Betriebshof...

Dann hätte man einen im Norden, einen im Süden und einen im Osten.

Dann baut man irgendwann noch einen im Westen und die Ausrückwege sind alle überschaubar...

Geschrieben von: Rathgeber am 28 Jul 2017, 13:45
QUOTE (Iarn @ 28 Jul 2017, 10:35)
Kommt aber zu spät. München braucht jetzt einen zweiten Betriebshof.

Kurzfristig, wenn auch nur als Abstellanlage, kann auch Olympiapark Süd genutzt werden.

Geschrieben von: spock5407 am 28 Jul 2017, 14:41
QUOTE (Rathgeber @ 28 Jul 2017, 14:45)
Kurzfristig, wenn auch nur als Abstellanlage, kann auch Olympiapark Süd genutzt werden.

Diese Absicht steht so auch im aktuellen Blickpunkt Straßenbahn. Als Notwendigkeit im Kontext mit der anstehenden Aveniolieferung.

Geschrieben von: Iarn am 28 Jul 2017, 16:02
Bestimmt laufen in der Sprayer Szene schon die ersten Contests, wer dort als erstes eine Tram erwischt.

Geschrieben von: Jean am 28 Jul 2017, 16:05
Einzäunen und Wache hinstellen!

Geschrieben von: Rathgeber am 28 Jul 2017, 16:37
QUOTE (Iarn @ 28 Jul 2017, 17:02)
Bestimmt laufen in der Sprayer Szene schon die ersten Contests, wer dort als erstes eine Tram erwischt.

2009 war die Anlage bewacht.

Geschrieben von: Iarn am 14 Aug 2017, 09:32
https://ru.muenchen.de/pdf/2017/ru-2017-08-04.pdf#page=14 mit gar nicht mal so dummen Fragen aus der CSU Stadtratsfraktion (Stadträtin Beatrix Burkhardt, Stadträtin Sabine Pfeiler)

QUOTE
Die SMV/MVG wird beauftragt zu prüfen,
1. unter welchen Bedingungen die Haupterschließung des künftigen Trambahnbetriebshofs an der Ständlerstraße über eine neue Trasse von der heutigen Endstation Schwanseestraße entlang der Ständlerstraße möglich ist und diese gegebenenfalls  als Bestandteil des  Planfeststellungsverfahrens einzubringen
2. welche Möglichkeiten bestehen, die aktuell geplante Anbindung über die Aschauer Straße/Chiemgaustraße weiterhin zu planen und rechtlich zu sichern, sie innerbetrieblich aber lediglich als Störfallalternative einzusetzen. Bei dieser Variante ist besonders auf die Einhaltung  des Lärmschutzes und die besonderen Gegebenheiten des neuen Schulstandortes an der Aschauer Straße zu achten .
3. inwieweit diese veränderten Schienenführung  eine deutlich effizientere Ergänzung für weitere Trambahnplanungen im 16. Stadtbezirk bedeuten  würde

Geschrieben von: Rathgeber am 14 Aug 2017, 09:52
Zu Punkt 2 fällt mir leider nur ein, dass ÖPNV-Trassen immer als Gefahren für Schulen und Kindergärten angesehen werden, MIV-Trassen hingegen nicht. Und in dem Fall reden wir nur von Aus- und Einrückfahrten, die größtenteils nicht während der Unterrichtszeiten stattfinden.Als Störfallalternative wird die Aschauer Straße bei einer (sinnvollen) neuen Führung über SWS -Ständlerstraße gewiss nicht erhalten werden.

Geschrieben von: Iarn am 14 Aug 2017, 10:03
Ja bei Punkt 2 gebe ich Dir recht. Trotzdem finde ich die Anfrage alles in allem eher sachdienlich.

Geschrieben von: City Cyberspace am 7 Sep 2017, 08:02
QUOTE (Entenfang @ 25 Jul 2017, 21:39)


Die HW und das Museum werden nicht abgerissen, nur die Gebäude, die sich südlich davon auf dem Gelände befinden, kommen weg, z.B. das Rote. Der Sportplatz bleibt ebenfalls.

Und was liegt dort für eine Halle? Natürlich die Gleisbauhalle wo ein Großteil der Historischen Flotte vor sich hingammelt.
Hat man sich da schon überlegt wohin man diese Fahrzeuge hinstellt? blink.gif In den Schuppen in Dingolfing (3113) passen ja wohl nicht alle rein. Die MVG hat sich da ja wohl auch noch nichts ausgedacht. Oder? Am Schluss gehts dann ab nach Blindheim oder Wehmingen! mad.gif mad.gif mad.gif

Geschrieben von: Martin H. am 26 Sep 2017, 07:36
QUOTE (City Cyberspace @ 7 Sep 2017, 09:02)
Und was liegt dort für eine Halle? Natürlich die Gleisbauhalle wo ein Großteil der Historischen Flotte vor sich hingammelt.
Hat man sich da schon überlegt wohin man diese Fahrzeuge hinstellt? blink.gif

Aber natürlich. Die sollen nach aktuellem Stand verschrottet werden.

Geschrieben von: br420Fan am 26 Sep 2017, 15:14
QUOTE (Martin H. @ 26 Sep 2017, 08:36)
QUOTE (City Cyberspace @ 7 Sep 2017, 09:02)
Und was liegt dort für eine Halle?  Natürlich die Gleisbauhalle wo ein Großteil der Historischen Flotte vor sich hingammelt. 
Hat man sich da schon überlegt wohin man diese Fahrzeuge hinstellt?  blink.gif

Aber natürlich. Die sollen nach aktuellem Stand verschrottet werden.

Laut meiner Information sollen die Fahrzeuge nicht verschrottet werden. Wenn die neuen Hallen fertig sind soll es dann auch Stellplätze für die historischen Wagen geben.

Geschrieben von: Martin H. am 26 Sep 2017, 18:41
Das ist ein ewiges Hin und Her, aber oft genug stehen auch die Ausstellungsfahrzeuge wegen Messen draußen.
Und wo bleiben sie alle während des Baus?
Für die Busse gibt's bis auf paar wenige Plätze nur eine Freifläche im hinterletzten Eck.

Geschrieben von: TramBahnFreak am 29 Sep 2017, 12:29
Als Interimslösung, bis der neue Betriebshof fertiggestellt ist, wird nun die Ackermannschleife zur https://www.mvg.de/ueber/presse-print/pressemeldungen/2017/september/2017-09-29-wendeanlage-ertuechtigt.html.

Geschrieben von: sebastian_t am 7 Oct 2017, 11:01
Die Fahrzeuge in der Halle gehören doch nicht der MVG, sondern dem Verein (streng gesehen hat die MVG keine einzige Tram, lauter Experten hier).

Geschrieben von: Martin H. am 7 Oct 2017, 11:39
Einige wenige Fahrzeuge gehören dem Verein, der Rest der MVG/SWM.
Lauter Experten hier.

Geschrieben von: Iarn am 7 Oct 2017, 11:43
Wobei die Eigentumsverhältnisse insofern sekundär sind, dass der Verein keine vergleichbare Halle hinstellen könnten, wenn die Fahrzeuge nicht mehr bei der MVG unterkämen.

Geschrieben von: sebastian_t am 7 Oct 2017, 19:24
Die MVG hat auch keinen Betriebshof oder Hallen...aber die Experten könnten verraten wo sie sind.
@Martin H. Welche Fahrzeuge gehören dem Verein, der MVG/SWM und der SWM? ph34r.gif

Geschrieben von: Martin H. am 7 Oct 2017, 20:43
Der Tatzelwurm und die Wanderbücherei gehören den FMTM, der Rest überwiegend oder ganz der Stadt, welchem Teil auch immer. Da müsste ich nochmal nachfragen.
Vor dem Abschicken des vorherigen Beitrags habe ich grob auf der FMTM-Seite recherchiert, dort steht u.a. dass FMTM die Fahrzeuge im Auftrag der Stadt betreut, sowie dass Bücherei und Tatzelwurm nach der Rückführung dem Verein gehören.
Und in ein Verein den optisch restaurierten P 2009 einfach so zum Ausschlachten und Verschrotten hergegeben hätte? Seither steht im Museum kein P mehr.

Genaueres evtl. in ein paar Tagen.
Schon mal zur Sprache kam das auch, da viele Bahnen vor zig Jahren auf einem Feld standen und Privateigentum sind, "aber die im Museum ja andere sind und der Stadt gehören".

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 27 Nov 2018, 13:04
Gibt es eigentlich irgendwelche Infos dazu, inwiefern sich das Projekt des Neubaus Betriebshof Ständlerstraße durch die Statikschäden an der alten HW-Halle verzögern wird oder auch nicht? Soweit ich weiß sollte doch eine der alten Hallen umgebaut und saniert als Halle des neuen Betriebshofes dienen, handelt es sich dabei um die baufällig gewordene oder um eine andere?

Geschrieben von: Luckner am 9 Apr 2019, 11:37
Jetzt ist es klar, der Betriebshof verzögert sich. Die Planung muss sogar neu beginnen, immerhin scheint man mehr Platz zu gewinnen.
Steht im der genannten Merkur noch mehr drin oder gibts ein Bild von bisherigen Plänen?

https://www.tramreport.de/2019/04/09/neuer-trambahnbetriebshof-planung-beginnt-von-neuem/

Geschrieben von: bestia_negra am 9 Apr 2019, 11:49
"Stattdessen soll das gesamte Gelände – also inklusive der Sportanlagen südlich der bisherigen Tram-Hauptwerkstätte – neu geplant werden."


Da bin ich mal gespannt. Will man da dem Sportverein größere Flächen wegnehmen? Schwer vorstellbar.


Eine deutliche Ausweitung wäre aber durchaus als "großer Wurf" begrüßenswert.

Geschrieben von: Luckner am 9 Apr 2019, 11:56
Nachdem es der Sportverein der SWM ist, dürfte das trotzdem recht einfach gehen.
Möglicherweise könnten ja Abstellhallen schon früher fertig sein, als die Werkstätten. Dann wäre das Platzproblem nicht ganz so groß.

Geschrieben von: Lazarus am 9 Apr 2019, 12:07
Mal abwarten, was da genau geplant wird.

Geschrieben von: Iarn am 9 Apr 2019, 14:41
QUOTE (Luckner @ 9 Apr 2019, 11:37)
Steht im der genannten Merkur noch mehr drin oder gibts ein Bild von bisherigen Plänen?

Wie kommst Du auf Merkur, oder ist das ein Autokorrekturfehler? Im Merkur steht nämlich nichts.

PS Ist das der Grund, warum man die Avenio Bestellungen nicht ausgelöst hat ? Ich hoffe, das führt nicht zu einem Verzug bei dem Aufbau der Trambahnflotte, die Verstärkung wird heute schon dringend benötigt.

Geschrieben von: spock5407 am 9 Apr 2019, 19:10
60m-Züge? Das wäre ja wirklich mal was, um die Kapazität eines Kurses anzuheben.
Vergleichbar mit GT6N /R2-Doppeltraktion, wie es sie ja in Berlin lange gegeben hat (oder noch gibt?).

Aber letztlich ein nachvollziehbares Vorhaben, wenn man an die Personaleffizienz denkt.

Geschrieben von: Luckner am 9 Apr 2019, 21:09
QUOTE (Iarn @ 9 Apr 2019, 14:41)
Wie kommst Du auf Merkur, oder ist das ein Autokorrekturfehler? Im Merkur steht nämlich nichts.

Im München-Teil Seite 32 ist ein Artikel vom Merkur, auf den Tramreport heute früh verwies, ohne Link. Den Artikel gibt es wohl immer noch nicht online. Stattdessen ist an dieser Stelle nun die Pressemeldung verlinkt.

Geschrieben von: Iarn am 9 Apr 2019, 21:10
Danke für die Aufklärung.

Geschrieben von: Iarn am 3 Mar 2021, 20:44
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ramersdorf-noch-steht-alles-auf-los-1.5222589?source=rss

Unklar ist wohl noch die Zufahrt
QUOTE
Dazu gehört die Frage, wie die Trambahnen überhaupt den Reparaturstandort erreichen. Noch favorisiert die MVG eine Zufahrt über Chiemgau- und Aschauer Straße. Inzwischen aber weiß man, dass die Bahnbrücke über die Chiemgaustraße erneuert werden muss - ein momentan schwer zu kalkulierendes Risiko für die Planungen der MVG. Weshalb diese sich nun entschlossen hat, alternativ die Zufahrt zum Betriebshof über die Schwansee-/Ständlerstraße zu prüfen.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 3 Mar 2021, 21:20
QUOTE
"Wir sind noch ganz am Anfang", erklärte Ulrich Osthöver von der MVG den aktuellen Stand.


6 1/2 Jahre nach erster Planungsveröffentlichung. Haben die eigentlich noch alle Sinne beisammen?

Geschrieben von: Iarn am 4 Mar 2021, 10:04
QUOTE (Tram-Bahni @ 3 Mar 2021, 21:20)

6 1/2 Jahre nach erster Planungsveröffentlichung. Haben die eigentlich noch alle Sinne beisammen?

Guter Punkt, das erste Mal wurde ein Zeitplan. Ehrlich gesagt war das in ungefähr meine Erwartung insofern fiel mir das nicht sonderlich ins Auge. Was ich schlimmer finde ist, dass es der Best Case ist und man im Artikel zwischen den Zeilen lesen kann, dass es wesentlich länger dauern kann wenn es blöd läuft.

Geschrieben von: andreas am 4 Mar 2021, 11:24
warum dauert das 4 Jahre zum Bauen?

Ich würde ja die Freaktraumzufahrt bauen: Rosenheimer Straße, Claudius Keller Straße und Balanstraße - dann hat man gleich mal das Niemandsland zwischen S-bahn und U-bahn erschlossen

Geschrieben von: Oliver-BergamLaim am 4 Mar 2021, 16:01
QUOTE (andreas @ 4 Mar 2021, 11:24)
Ich würde ja die Freaktraumzufahrt bauen: Rosenheimer Straße, Claudius Keller Straße und Balanstraße - dann hat man gleich mal das Niemandsland zwischen S-bahn und U-bahn erschlossen

Am Thomasiusplatz keinen U-Bahnhof zu bauen, war wohl eh eine der größten Fehlplanungen des U-Bahn-Baus der 70er-Jahre... mitten in auch damals bereits dichtbebautem Stadtgebiet mal eben ein Stationsabstand von über 1 Kilometer, wollte man da Metro Moskau spielen?

Geschrieben von: andreas am 4 Mar 2021, 16:31
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 4 Mar 2021, 16:01)
Am Thomasiusplatz keinen U-Bahnhof zu bauen, war wohl eh eine der größten Fehlplanungen des U-Bahn-Baus der 70er-Jahre... mitten in auch damals bereits dichtbebautem Stadtgebiet mal eben ein Stationsabstand von über 1 Kilometer, wollte man da Metro Moskau spielen?

vor allem, weil man davor an jeden Hühnerstall gehalten hat (zwischen Kolumbusplatz und Giesing Bahnhof)
könnte man den Bahnhof da nicht nachträglich einfügen?

Geschrieben von: Lazarus am 4 Mar 2021, 18:42
QUOTE (andreas @ 4 Mar 2021, 16:31)
vor allem, weil man davor an jeden Hühnerstall gehalten hat (zwischen Kolumbusplatz und Giesing Bahnhof)
könnte man den Bahnhof da nicht nachträglich einfügen?

Wegen eines eher unwichtigen Bahnhofs wird man nicht die ganze U-Bahn für mehrere Jahre sperren. Das Thema ist erstmal durch.

Geschrieben von: Cloakmaster am 4 Mar 2021, 19:06
Wie lange war noch die U3 beim Einbau des Bf Poccistr. gesperrt?

Geschrieben von: Lazarus am 4 Mar 2021, 19:54
QUOTE (Cloakmaster @ 4 Mar 2021, 19:06)
Wie lange war noch die U3 beim Einbau des Bf Poccistr. gesperrt?

Damals gab es aber Bauvorleistungen. Das ist dann eine ganz andere Situation.

Geschrieben von: Mark8031 am 4 Mar 2021, 20:36
QUOTE (Cloakmaster @ 4 Mar 2021, 19:06)
Wie lange war noch die U3 beim Einbau des Bf Poccistr. gesperrt?

Gerade was Bauen betrifft verbietet sich eigentlich jeglicher Vergleich mit damals™. Wir haben heute ganz andere Anforderungen an Bauwerke, vom Brandschutz über Sicherheit an der Baustelle und bei laufendem Betrieb erst Recht noch an dessen Sicherheit. Die Welt hat sich weiter gedreht und heute geht man weniger Risiken ein, hat dadurch aber auch weniger Arbeitsunfälle und Tote.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 4 Mar 2021, 20:49
Der Bahnhof stürzt sicher nicht ohne Grund zusammen.

Geschrieben von: Beobachter am 4 Mar 2021, 20:50
QUOTE (Lazarus @ 4 Mar 2021, 19:54)
Damals gab es aber Bauvorleistungen. Das ist dann eine ganz andere Situation.

Gab es denn solche?

Geschrieben von: Luchs am 4 Mar 2021, 21:45
Meines Wissens nach ja. Genauer gesagt: der Rohbau war wohl vorhanden.

Luchs.

Geschrieben von: Entenfang am 4 Mar 2021, 23:15
QUOTE (Oliver-BergamLaim @ 4 Mar 2021, 16:01)
Am Thomasiusplatz keinen U-Bahnhof zu bauen, war wohl eh eine der größten Fehlplanungen des U-Bahn-Baus der 70er-Jahre... mitten in auch damals bereits dichtbebautem Stadtgebiet mal eben ein Stationsabstand von über 1 Kilometer, wollte man da Metro Moskau spielen?

Ich finde die Planung eigentlich nicht unplausibel. Man darf ja nicht vergessen, dass der Bahnhof Karl-Preis-Pl. westlich des Platzes liegt und der Eingang durch die ewig lange Rampe keine 400 m entfernt vom Thomaisusplatz liegt. Silberhornstr. und Karl-Preis-Pl. waren sicher zum Umsteigen gesetzt, außerdem ist an der Silberhornstr. auch ein Stadtteilzentrum. Den einzigen Bahnhof, über den man meiner Meinung nach diskutieren kann, ist Untersbergstr. Klar liegt der auch relativ nahe zum östlichen Ausgang von der Silberhornstr. und vermutlich hat man deswegen den Zugang nur mittig errichtet. Im Gegensatz zum Thomasiuspl. hat man dort aber nicht 2 Buslinien und die Bedeutung vom Thomasiuspl. dürfte durch die Hochschule erst deutlich später zugenommen haben. Insofern in meinen Augen nachvollziehbar. Da finde ich das U-Bahn-Kreuz Innsbrucker Ring fragwürdiger, aber der Messeast kam ja viel später. War der überhaupt im Plan der 60er-Jahre drin?

Geschrieben von: Lazarus am 4 Apr 2021, 19:08
https://www.br.de/nachrichten/bayern/historische-muenchner-trambahnen-in-gefahr,STSxUpI?fbclid=IwAR3QX1PS_C8EAoSkMb6q4luOsiI-GEmOUNPQSd0ydQ9yuA0hzCvhtPp2sEA

Endlich mal trauen sich die Medien, gegen die große MVG was zu sagen. Wird ja mal Zeit...

Geschrieben von: Iarn am 9 Apr 2021, 08:48
Die FDP hat einen Stadtratsantrag zur Rettung des MVG Museums gestellt. (QUELLE Rathaus Umschau vom 8.4.)

QUOTE
Antrag
Rettet das MVG-Museum!
Die Stadtverwaltung erstellt ein Standort-Konzept zum dauerhaften Erhalt des MVG-
Museums und der aktuell in der Gleisbauhalle eingelagerten historischen Trambahnen.
Für die Zeit der Bauarbeiten auf dem Gelände an der Ständlerstraße (veranschlagt sind vier Jahre) wird ein praktikables Ausweichquartier gefunden, so dass keine Fahrzeuge verkauft oder verschrottet werden müssen. Das Deutsche Museum Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe wird als möglicher Interimsstandort geprüft.
Parallel wird im Benehmen mit MVG, den Freunden des Münchner Trambahnmuseums e.V. und dem Omnibus Club München ein Konzept erstellt für eine Dauer-Ausstellung und die Möglichkeit zu Wechselausstellungen sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind.
Begründung:
Trambahnen gehören zum typischen Bild von München. Sie prägen die Straßen unserer
Stadt seit weit über 100 Jahren, sind Sympathieträger, bis heute praktisches und beliebtes Verkehrsmittel und erleben in der Verkehrsplanung gerade ein Revival.
Das MVG-Museum vermittelt einen Eindruck dieser Historie und ist trotz der äußerst
eingeschränkten Öffnungszeiten beliebt bei Münchnern und Trambahnfans weltweit. Der
historische Ausstellungsbestand darf nicht gefährdet werden wegen vorübergehenden Platzmangels - auf dem 170.000 Quadratmeter großen Gelände sollte sich eine Ersatzfläche finden. Im Anschluss an die Bauarbeiten könnte die Ausstellung ausgeweitet und aufgewertet werden, die engagierten ehrenamtlichen Vereinsmitglieder haben bereits Konzepte entworfen, die dafür verwendet werden können.

Geschrieben von: Tram-Bahni am 9 Apr 2021, 10:49
QUOTE (FDP/BP @ 9 Apr 2021, 08:48)
Trambahnen gehören zum typischen Bild von München. Sie prägen die Straßen unserer
Stadt seit weit über 100 Jahren, sind Sympathieträger, bis heute praktisches und beliebtes Verkehrsmittel und erleben in der Verkehrsplanung gerade ein Revival.

Kaum gehts mal nicht um den Ausbau, sind Trambahnen für FDP und BP plötzlich nicht mehr unbeliebte Rumpelkisten aus der Verkehrsplanung des vorletzten Jahrhunderts.

Geschrieben von: TheBaxhers am 10 Apr 2021, 08:15
QUOTE (Tram-Bahni @ 9 Apr 2021, 10:49)
Kaum gehts mal nicht um den Ausbau, sind Trambahnen für FDP und BP plötzlich nicht mehr unbeliebte Rumpelkisten aus der Verkehrsplanung des vorletzten Jahrhunderts.

Passt doch in's Bild: Für die FDP gehört die Tram ins Museum, aber halt eben nur in's Museum

Geschrieben von: Iarn am 10 Apr 2021, 10:41
Auch wenn die FDP in den Bezirksausschüssen ein ehr heterogenes Bild abgibt, stand sie in letzter Zeit obwohl Opposition eher hinter den Tram Beschlüssen. So hat auch die FDP für den neuen eher Tram - lastigen Mobilitätsplan gestimmt, wohingegen die ödp dort mit der CSU dagegen gestimmt hat.

In den Bezirksausschüssen dagegen ist eh Kraut und Rüber da stimmen manchmal selbst Grüne gegen eine Tram weil sie eine U-Bahn nicht gefährdet sehen wollen.

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