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COVID-19 und die Folgen [Zur Themenübersicht]
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EasyDor
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 17:36


Lebende Forenlegende


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Hallo Zusammen,

es gibt zwar bereits einen Thread der die Folgen auf das Eisenbahnwesen thematisiert, aber hier gab es immer schon echt gute offtopic-Diskussionen, daher habe ich mir gedacht, ich starte einfach mal eine allgemeine Diskussion dazu und stelle eine Frage in die Runde:
Bin ich der einzige, der die Folgen des Ganzen als viel schlimmer ansieht als das Virus selbst?

Und bin ich der einzige dem das Verhalten von vielen sehr bedenklich vorkommt?
Man muss ja - und Zahlen gibt es inzwischen genug - annehmen, dass die ältere Generation hauptsächlich von schlimmen Fällen betroffen ist und die jüngeren eher deutlich unter den Folgen des Lockdowns zu leiden haben werden.
Da ist es ja schon bedenklich dass in den Kommmentarspalten der Zeitungsseiten immer gleich noch größere Einschränkungen gefordert werden und die Presse unterfüttert das mit immer schlimmeren Artikeln, besonders zu Italien und Frankreich, da werden Fallsterblichkeitszahlen vertauscht und vollkommen ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer als gegeben angenommen, da werden ein paar jüngere Fälle instrumentalisiert um zu zeigen "ES BETRIFFT AUCH JÜNGERE, WIR WERDEN ALLE STERBEN einself" etc.
Dass in den südlichen Ländern das Gesundheitssystem ein anderes ist und vor allem dass wie die dortige Gesellschaft mit körperlicher Nähe und Familienzusammenhalt umgeht bei einer Tröpfcheninfektion die größten Auswirkungen hat liest man allenfalls in ein paar Meinungsbeiträgen, dass Rauchen die Gefahr eines schweren Verlaufs oder überhaupt erst Symptomen extrem fördert sagt auch keiner laut (Außer Herr Söder gestern auf der PK, gab sicher danach nen bösen Anruf der Tabaklobby).

Ich könnte dazu jetzt ein halbes Buch schreiben, will aber erstmal nur die Grundaussage in den Raum werfen: Mir macht das Vorgehen der Politik, der Presse und der Menschen gerade ziemlich Angst, vor dem Virus hingegen habe ich keine.

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"Wer die Menschen verwirrt, wer sie ohne Grund in Unsicherheit, Aufregung und Furcht versetzt, betreibt das Werk des Teufels."
Franz-Josef Strauß, 1986

Audiatur et altera pars
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andreas
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 20:04


Lebende Forenlegende


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Ja, letztens hat angeblich irgendend so ein Olympiafuzzi was gefaselt von 'Es geht ums überleben der Menschheit'. Ich mein, was man so hört ist der Virus ekelhaft und auch nicht ungefährlich, aber so schlimm, daß man von einem Massensterben ausgehen muß ist er dann auch nicht - und wenn dann Leute wie Orban das für ihre persönlichen Ermächtigungsgesetze nutzen und den Rechtsstaat abschaffen, dann frag ich mich schon, ob das nicht gefährlicher ist als der Virus....

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Es heißt nicht, nicht net.
    
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Pauline366
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 20:12


Doppel-Ass


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Ich sehe auch die Entwicklung in meiner Branche extrem düster. Ich verdiene meine "Brötchen" mit Blumen. März, April, Mai, evtl. Juni sind die Hochsaison, in der 50-60% des Jahresumsatz bzw. des Rohertrages erwirtschaftet werden müssen. In der Hochsaison verstecken sich eigentlich 2 Saisonen, in der 1. kannst sagen je nach Witterung ab Februar (Valentinstag) mit Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen; dann startet die Baumschule u.a. mit Frühjahrsblüher & der 1. Pflanzzeit ebenso die Stauden. Ab Mitte April dann Geranien & die ganze Welt der Beet- & Balkonpflanzen, Kübelpflanzen, Gemüse, etc; (immer unter Berücksichtigung der Eisheiligen) Höhepunkt Muttertag (2.Sonntag im Mai;[Prüfungsfrage im Gartenbau & Floristik])
Das hat der Bayerische Ministerpräsident auch gut gelöst: Baumarkt & Gartencenter bleiben offen. Was macht der Kunde: er stürmt die "Läden" schon in in der ersten Woche der Schulschließung bis am Freitag der Bayerische Ministerpräsident die Notbremse ziehen mußte: Bau- & Gartencenter zu. Folge: Stillstand im Gartencenter.(auch in vielen anderen Regionen Deutschlands) Das schaukelt sich jetzt auf quer durch Europa in den Erzeugergebieten; falls die 3 Großen Zentren Aalsmeer (NL), Odense (Dk), Niederrhein (D) in die Knie gehen, ist es für die Branche so, als wenn alle Autobauer in Europa gleichzeitig Konkurs anmelden.

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Wir sind alle Menschen & bleiben wir auch in dieser schwieriger Situation menschlich mit Anstand & Abstand.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 21:27


Lebende Forenlegende


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Ich bin dafür, das ganze ziemlich nüchtern zu betrachten (Ich verwende bewußt einfache gerundete Zahlen, weil genauer weiß es eh noch keiner und es reicht um die Mathematik dahinter zu verstehen. Abweichungen sind so gut wie sicher, ändern aber am Gesamtszenario wenig.):

Das Virus hat, wenn wir es unter Kontrolle halten und alle Erkrankten, die es benötigen, medizinisch und notfallmedizinisch versorgen, eine Sterblichkeit von rund 1%.

Wenn wir - wie in Italien in einigen Regionen - das Gesundheitssystem überlasten, steigt die Sterblichkeit auf 5% vielleicht noch höher. Die Ausbreitung verschlimmert sich, da zu viele Infizierte und Erkrankte zu Hause bleiben und doch irgendwie durch Angehörige versorgt werden müssen und auch in den Krankenhäusern durch die Überforderung die Ansteckungsgefahr steigt. Ärzte und Pfleger erkranken, müssen zu Hause bleiben und die Kapazität der Kliniken nimmt weiter ab.
Der Teufelskreis ist perfekt.
DAZU kommen die Menschen, die an normalerweise heilbaren Krankheiten sterben, da sie eben keine Behandlung mehr bekommen können. Die Anzahl dieser Patienten kann bisher keiner schätzen.

Wenn so ein Szenario nicht nur eine Region, wie in Italien, sondern ein ganzes Land erwischt, dann kann keiner vorhersagen, wie das ausgeht. Friedlich ziemlich sicher nicht.
Und selbst, wenn die Verdopplungsrate in D jetzt langsam sinkt, sind wir nur wenige Wochen von so einem Szenario weg.

Kurze Berechnung:
28.000 Intensivbetten in D
80% davon normalerweise belegt
mit Reduktion aller geplanten Belegungen plus weiteren Möglichkeiten (Nutzung von OP-Beatmungsmaschienen...) großzügig gerechnet 14.000 Intensivbetten für Corona frei
bei einer Liegezeit von mindestens 14 Tagen also jeden Tag 1000 neue Fälle möglich
5% aller Fälle brauchen intensivmedizinische Betreuung
20.000 Neufälle/d = 4.000 neue Intensivfälle wäre die Grenze des Gesundheitssystems
aktuell 4.000 Neufälle pro Tag
bei einer Verdopplung aktuell alle 5 Tage haben wir also nach nicht einmal 2 Wochen AB JETZT Zustände wie in Italien, wo das Militär die Särge in Lastwagen vom Krankenhaus abholt
in einigen Regionen wahrscheinlich sogar früher, da die Krankheit sich nicht gleichmäßig ausbreitet

Man muss aber der Ehrlichkeit halber sagen, dass wir ja schon vor 10 Tagen Maßnahmen ergriffen haben. D.h. die Hoffnung, das die 5 Tage Verdopplungszeit sich deutlich verlängern ist da.

Die andere Seite, die Pauline aus ihrer Sicht angesprochen hat, ist natürlich auch bedenklich. Hier muss man je länger der Ausnahmezustand anhält Lösungen finden:
- strenge Beschränkungen der Kundenzahlen
- Einkaufstermine vorher online vereinbaren
- Lieferdienste für alles Mögliche....
...sind nur ein paar Beispiele.

Hier sind jetzt auch die Berufsverbände gefragt, Möglichkeiten zu finden und vorzuschlagen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber in ein paar Wochen läßt ich sowas schon einrichten.
Trotzdem wird es Berufsbilder geben, die nicht weitermachen können. Friseure z.B. können ohne Kundenkontakt nicht arbeiten. Hier schnürt aber der Staat ja schon wirklich großzügige Hilfpakete.

Die Presse macht das, was sie am besten kann: PAAAAAANIK!!!! Wobei es auch da drauf ankommt, was man ließt. Spiegel oder Süddeutsche sind eigntlich relativ sachlich. Dass man das von der Bild nicht erwarten kann, wen wunderts?
Die Politiker?! Naja, am Anfang viel zu langsam und zu zaghaft, verstehen sie so nach und nach, um was es geht. Die Gesetze, die jetzt durchgepeitscht werden sollen, gehen mir auch an einigen Stellen zu weit, an anderen widerum zu wenig weit.
Die aktuellen Beschränkungen allerdings finde ich erstaunlich konsequent und auch erstaunlich ausgewogen. Ich befürchte, wir werden noch ein bisschen nachlegen müssen, aber das wird sich zeigen.

Ein aus meiner Sicht sehr guter Ansatz ist die Hammer und Tanz-Methode. Am Anfang "der Hammer", also Ausgangsbeschränkungen und hartes Eingreifen, bis man die Verdopplunsrate im Griff hat. Dann "der Tanz", langsame Lockerung der Maßnahmen, gleichzeitiges Einsetzen von Gesundeten an heiklen Positionen und von noch Gesunden an sicheren Positionen. Zusätzliche flexible Lösungen: z.B. Schule im Freien nur bei gutem Wetter, kleine Klassen mit riesigem Abstand zwischen den einzeln besetzten Tischen die im Wochenrythmus abwechseln..........
    
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AK1
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 21:28


König


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Ja, Sorgen mache ich mir auch... Ich hoffe, dass die ganzen Maßnahmen etwas bringen. Sichererer bin ich mir momentan bei dem Schaden, der angerichtet wird. Erst mal fährt man mutwillig die Wirtschaft an die Wand und dann soll es Unterstützung für alles und jeden geben ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf den Schuldenstand. Natürlich muss der Staat dann Geld in die Hand nehmen, aber bitte nicht ohne Verstand! Ich sehe da z.B. keine Abstimmung zwischen Bund und Ländern, da kann man dann gern mehrfach etwas abgreifen. Und man darf auch nicht vergessen, auch ohne Corona wäre eine Rezession gekommen, die eine oder andere Pleite hätte es auch da gegeben. Wenn ich dann sowas lese wie Vapiano - haben die jemals Geld verdient? Aber jetzt würden sie auch gern mit Corona-Mitteln vor der Insolvenz gerettet werden...
Leider ist die Presse nicht nur hier zurückhaltend mit Kritik, aber diesen Kommentar habe ich dann heute erfreulich gefunden: https://www.faz.net/aktuell/politik/berlin-...n-16694998.html
    
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Pauline366
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 22:53


Doppel-Ass


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QUOTE
- strenge Beschränkungen der Kundenzahlen
- Einkaufstermine vorher online vereinbaren
- Lieferdienste für alles Mögliche...

das Problem ist, daß das die Kunden bis heute nicht kapieren, daß der Egotrip sich bis auf weiteres verabschiedet hat

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Wir sind alle Menschen & bleiben wir auch in dieser schwieriger Situation menschlich mit Anstand & Abstand.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 25 Mar 2020, 23:24


Lebende Forenlegende


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Wenn die, die es kapieren einkaufen können und die anderen nicht, werden es "die anderen" schon ziemlich schnell lernen.

Für die Einhaltung kann man ja Leute vor den Laden stellen. Sollte genügend geben, die Zeit haben und sich ihren Arbeitsausfall so ein wenig abfedern können.
    
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218 466-1
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 04:26


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 25 Mar 2020, 15:27)
Hier muss man je länger der Ausnahmezustand anhält Lösungen finden:
- strenge Beschränkungen der Kundenzahlen
- Einkaufstermine vorher online vereinbaren
Wird das hier doch noch Realität? ph34r.gif

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Keine Alternative zum Transrapid MUC
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Jo33
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 09:52


Eroberer


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QUOTE (andreas @ 25 Mar 2020, 20:04)
Ja, letztens hat angeblich irgendend so ein Olympiafuzzi was gefaselt von 'Es geht ums überleben der Menschheit'. Ich mein, was man so hört ist der Virus ekelhaft und auch nicht ungefährlich, aber so schlimm, daß man von einem Massensterben ausgehen muß ist er dann auch nicht - und wenn dann Leute wie Orban das für ihre persönlichen Ermächtigungsgesetze nutzen und den Rechtsstaat abschaffen, dann frag ich mich schon, ob das nicht gefährlicher ist als der Virus....

Ja man kann eigentlich schon von einem Maßensterben sprechen, ähnlich wie bei der Pest oder der spanischen Grippe. Natürlich keine 100 oder 50 %, auch dies gab es damals nicht, sondern bei Covid19 lediglich 2 % im Durchschnitt. Macht aber dann halt immer noch sehr viele Mensche am Ende wären in den USA etwa gute 6.000.000 Tote in der EU inklussive GB ca. 10.000.000 Tote während der Virus aktiv ist, also im Normalfall bis 2022/23.
Wobei es wohl die Sterberate eben auch ganz unterschiedlich ausfallen kann, wie man aktuell sieht, es macht ein Unterschied ob Mehrgenerationenhaushalt wie in Italien üblich oder doch eher Singlewohnungen, Altenheime. Ebenso spielt die allgemeine Gesundheit insbesondere der Atemwege eine Rolle, wobei man gerade in Norditalien, Wuhan, aber auch NJ und anderswo wohl auch mittlerweile einen Zusammenhang sieht, dass die schlechte Luftqualität durch Abgase wie auch teilweise zusätzlich gestärkt durch schlechten Luftaustausch durch Tallagen/geographischen Gegegenheiten, die Atemwege vieler Menchen dort schon vorher, bisher unbekannt eine Vorschädigung erhalten haben und daher dort das Virus ein wesentlich leichteres Spiel hat, bzw. es dort auch Jüngere betrifft welche nun ums überleben kämpfen. Wobei in China es eben auch eher normal ist, mit Mundschutz rumzulaufen, gerade auch wegen der Luftverschmutzung, aber eben auhc andere Philosophie man sorgt sich um seine Mitmenschen, sprich selbst wenn man infiziert ist, steckt man so niemand mehr an, daher es machen sich eben auch kulturrelle Unterschiede auf der Welt den Unterschied. Dazu eben auch wie generell das Gesundheitswesen aufgestellt ist. Zumindest kam dazu eine Studie aus Oxfsford, bzw. ist noch am laufen.

Das Problem an dem Virus ist es gibt eben noch keine Medikamente, keine Behandlung, kein Mittel dagegen. Die einzige Möglichkeit das Virus zu besiegen ist der Mensch, der Körper, der Patient selbst. Die Ärzte können ihm hierbei lediglich unterstützen, aber die Hauptaufgabe, den Virus zu töten hat das Immunssstem jedes einzelnen Individiums.
Man kann nicht sagen, jetzt wird mal ne Runde Antibiotika verteilt und dann bekommst du noch ne Runde Sauerstoff und schon geht es dir in ein paar Tagen besser. Es gibt aktuell kein Heilmittel, keine Behandlung gegen Covid19, das körpereigene Immunssystem ist das einzig zur Verfügung stehende Mittel aktuell.

Erst wenn es dann ein Heilmittel gibt oder eben ein Impfstoff, wobei das Heilmittel wohl eher da sein könnte in ein paar Monaten, dann wurden die Todeszahlen effektiv auf nahe Null gesenkt werden.
Beim Impfstoff gehe ich auch eher davon aus, dass dieser nicht vor 2021 vorhanden sein wird, wenn überhaupt. Nur mal ein Zahlenbsp. es gibt aktuell noch keinen zugelassenen HIV Impfstoff, obwohl dort bereits 500 verschiedene Impfstoffe für HIV entwickelt wurden, aber kein einziger von diesen 500, zeigte am Ende beim Menschen die Wirkung welche man eigentlich erzielen wollte. Aber zumindest gibt es heute gute Medikamente gegen HIV, selbst um sich vor einer HIV Ansteckung zu schützen. Ähnlich könnte es auch bei Coronna sein und wie gesagt hoffentlich wesentlich schneller als bei AIDS.

Daher aktuell heißt die einzige Strategie, sich vor einer Infektion zu schützen so gut es geht.
Sprich Abstandhalten.
Hygienregeln einhalten, bzw. eher noch zu verschärfen.
Denn dass nächste tükische an dem Virus ist, dass es sich sehr gut an unsere heutige Zivilisation angepasst hat. Sprich gerade bei glatten Materialien wo wir für besonders hygienisch halten, welche eben vielfach überall in Hygienebereichen eingesetzt werden egal ob bei Lebensmittel oder im Krankenhaus: auf Kunststoffen und auf Edelstahl hält sich der Virus extrem lange bis zu 3 Tage, auf eher allgemein als unhygienischen geltenden Materialien wie Stoff, Holz, Geldmünzen, Papier, Pappe nur ein paar Stunden.
Jedoch zumindest ein gutes gibt es, es braucht nicht mal Desinfektionsmittel um diesem Virus den gar aus zu machen, alles was Tenside enthält reicht um den Virus zu zerstören, sprich Seife, Duschgel, Spülmittel, Waschmittel, Allesreiniger, Essigreiniger usw. all dies zerstört den Virus.
Was aber eben auch dann heißt am besten, gerade wenn mehrere Personen im selben Haus wohnen am besten überall wo man hinfasst, insbesondere da wo auch Fremde (Postbote) hinfasst, Griffe, Fernbedienungen, Smartphones, Tabletts, Handläufe, Lichtschalter etc. sollten täglich abgewischt werden mit irgendetwas was Tenside enthält.
    
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EasyDor
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 10:48


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QUOTE (Hot Doc @ 25 Mar 2020, 21:27)
Das Virus hat, wenn wir es unter Kontrolle halten und alle Erkrankten, die es benötigen, medizinisch und notfallmedizinisch versorgen, eine Sterblichkeit von rund 1%.

Wenn wir - wie in Italien in einigen Regionen - das Gesundheitssystem überlasten, steigt die Sterblichkeit auf 5% vielleicht noch höher. Die Ausbreitung verschlimmert sich, da zu viele Infizierte und Erkrankte zu Hause bleiben und doch irgendwie durch Angehörige versorgt werden müssen und auch in den Krankenhäusern durch die Überforderung die Ansteckungsgefahr steigt. Ärzte und Pfleger erkranken, müssen zu Hause bleiben und die Kapazität der Kliniken nimmt weiter ab.
Der Teufelskreis ist perfekt.
DAZU kommen die Menschen, die an normalerweise heilbaren Krankheiten sterben, da sie eben keine Behandlung mehr bekommen können. Die Anzahl dieser Patienten kann bisher keiner schätzen.

Und genau das ist der springende Punkt der - wie oft auch immer er wiederholt wird - nicht zwingend richtig sein muss.

Man kann eben keinen Prozentwert über die Sterblichkeitsrate abgeben, da diese extrem variiert, vor allem mit dem Alter.
Infizierst du ein Altenheim (oder ein Kreuzfahrtschiff...), dann liegt die Rate sicherlich bei 2%, infizierst du eine Schule liegt sie bei 0%, bei einer Universität bei 0,1% (Und das sind dann die Profs).
Bei der ganzen Gesellschaft kommt noch die vermutlich riesige Dunkelziffer dazu - man schaue sich doch nur mal an wie viele Leute infiziert, alleine ich habe in der Firma (an einem anderen Standort) zwei Fälle plus weitere denen ein Test verweigert wird weil sie zu wenig Symptome haben.
Und im Bekanntenkreis haben viele einige typische Anzeichen, eine Bekannte meiner Freundin wurde trotz Atemnot und Husten ohne Test wieder heimgeschickt, da das Fieber am Vorabend schon weggegangen ist.
Wer gar keine oder nur leichte Symptome hat (und das sind wohl 80%) - bekommt ohne Promistatus gar keinen Test.

Realistisch ist daher eher, und diese Aussage habe ich auch schon von Medizinern aus dem Bekanntenkreis gehört, eher eine Letalität von 0,05 - 0,2% der Gesamtbevölkerung. Und auch da kommt es wieder darauf an wie hoch der Altersdurchschnitt ist und vor allem wie viele rauchen.
Und mit dieser Zahl kann man recht leicht hochrechnen:
Italien hat jetzt beim Verfassen dieses Beitrags grob 74.000 positiv getestete und 7.500 Tote, man kommt also bei 0,2% auf 3.750.000 tatsächlich Infizierte, bei 0,05% auf 15.000.000.
In Italien gibt es außerdem noch gesellschaftliche Faktoren, zum einen halten sich die Menschen generell mehr draußen und unter Freunden und Bekannten auf, und wenn sie das tun, dann auch mit einer deutlich höheren körperlichen Nähe. Und sehr oft leben die Jungen mit den Alten unter einem Dach.
Es hat also dort zu einem großen Teil genau die Gesellschaftsgruppe getroffen die gefährdet ist.

Zusätzlich muss man zu Italien noch sagen, dass dort post mortem getestet und somit Covid-19 oft gar nicht die Todesursache war. Habe ich schon erwähnt, dass Italien ein riesen Problem mit Krankenhauskeimen hat?

Nun nehmen wir aber mal wieder die Letalität von 0,2%, die bedeutet für Deutschland 166.000 Todesfällle. Die letzten Jahre hatten wir ohne Corona immer über 900.000, Tendenz steigend, einfach der demografischen Entwicklung geschuldet.
Und dann muss man bei diesen Todesfällen auch sehen, dass davon wahrscheinlich 80% sowieso im Laufe dieses oder nächsten Jahres gestorben wären, dann eben an einer Grippe, einer schlimmen Erkältung, einem Herzinfakt etc.
Klar ist jeder unnötige Tod zu vermeiden, aber wir nehmen ja auch Krankenhauskeime in Kauf, Verkehrstote, tote durchs Rauchen uvm.

Das nur mal so als Denkanstoß....

Bearbeitet von EasyDor am 26 Mar 2020, 10:53

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EasyDor
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 11:04


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QUOTE (Jo33 @ 26 Mar 2020, 09:52)
Das Problem an dem Virus ist es gibt eben noch keine Medikamente, keine Behandlung, kein Mittel dagegen.

Doch, es gibt sogar mehrere Medikamente die gut funktionieren und sogar schon Patienten, für die man keine Hoffnung mehr hatte, zurück ins Leben geholt haben.
Ist nur die Frage wann die zugelassen werden, ich hoffe sehr bald.
Ein Medikament mit gewissen Risiken bei einem bereits Kranken einzusetzen ist ethisch ja auch etwas ganz anderes als einen Impfstoff mit unbekannten Nebenwirkungen einem Gesunden zu verabreichen, daher ist die Hoffnung berechtigt dass es schneller geht.

QUOTE (Jo33 @ 26 Mar 2020, 09:52)
Denn dass nächste tükische an dem Virus ist, dass es sich sehr gut an unsere heutige Zivilisation angepasst hat. Sprich gerade bei glatten Materialien wo wir für besonders hygienisch halten, welche eben vielfach überall in Hygienebereichen eingesetzt werden egal ob bei Lebensmittel oder im Krankenhaus: auf Kunststoffen und auf Edelstahl hält sich der Virus extrem lange bis zu 3 Tage, auf eher allgemein als unhygienischen geltenden Materialien wie Stoff, Holz, Geldmünzen, Papier, Pappe nur ein paar Stunden.

Und jetzt sage ich nur eines: Dunkelziffer!

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Cloakmaster
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 11:42


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Nun, es gab schon Corona-Tote auch unter jungen, gesunden, und gebildeten Menschen. Nicht sehr viele bisher, aber dann doch mehr, als 0%. Nur auf das Alter abzustellen funktioniert also nicht. Die Idee der "Massenimmunisierung" durch regelrechte "Corona-Partys" scheint nicht die Erfolge zu bringen, die man sich erhofft hat. Andererseits muss man auch sage, daß - bisher zumindest - die Meldungen aus zB Weißrussland bisher nicht nahelegen, daß dort die Fallzahlen explodieren würden, obwohl dort keinerlei "Schutzmaßnahmen" getroffen wurden.

Was mir ein wenig fehlt ist die "Freiheit der individuellen Entscheidung", welche sonst ja sehr, sehr hoch gehoben wird. Wenn der Einzelne sich entschließt, zu rauchen, Alkohol zu trinken , undgeschützen Verkehr mit fremden Personen zu haben - so gilt immer: freie Entscheidung, persönliches Risiko.

Der Mensch ist ein Gesellschaftstier. Persönliche Gesellschaft mit anderen ist ein wesentlicher Bestandteil des Mensch-sein, und kann/darf nicht für längere Zeit unterbunden werden, ohne einen guten Teil unserer Menschlichkeit aufzugeben.

Und darum würde ich es begrüßen, wenn man zwar größere Ansammlungen im Sinne der "Volksgesundheit" derzeti verbietet, aber kleinere Treffen, durchaus in zB Größe einer Vereinsmannschaft weiter zulassen, bzw. die Teilnahme daran auf freiwilliger Basis zulassen würde.
    
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Jo33
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 12:57


Eroberer


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QUOTE (Cloakmaster @ 26 Mar 2020, 11:42)
Nun, es gab schon Corona-Tote auch unter jungen, gesunden, und gebildeten Menschen. Nicht sehr viele bisher, aber dann doch mehr, als 0%. Nur auf das Alter abzustellen funktioniert also nicht. Die Idee der "Massenimmunisierung" durch regelrechte "Corona-Partys" scheint nicht die Erfolge zu bringen, die man sich erhofft hat. Andererseits muss man auch sage, daß - bisher zumindest - die Meldungen aus zB Weißrussland bisher nicht nahelegen, daß dort die Fallzahlen explodieren würden, obwohl dort keinerlei "Schutzmaßnahmen" getroffen wurden.

Wobei man in Russland aber auch in Weißrussland, da sich teils die Statistiken auch etwas schön rechnet, verzerrt, weil man da mittlerweile häufiger als Todesursache Lungenentzündungen meldet, jedoch ist gerade diese Zahl der verstorbenen Menschen auf Grund einer Lungenentzündung sehr nach oben gegangen in der letzten Zeit, ein Schelm wer böses denkt. Sprich diese Lungenentzündungen werden wohl auch hauptsächlich durch Corona ausgelöst worden sein, daher in Italien wären die Menschen an Covid19 gestorben, der selbe Patient aktuell in Russland an einer Lungenentzündung.
Nicht überall gelten die selben Methoden, daher auch teils recht unterschiedliche Statistikergebnisse.
    
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EasyDor
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 13:29


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QUOTE (Cloakmaster @ 26 Mar 2020, 11:42)
Nun, es gab schon Corona-Tote auch unter jungen, gesunden, und gebildeten Menschen. Nicht sehr viele bisher, aber dann doch mehr, als 0%.

Ja, aber das waren ja wirklich Ausnahmen und keiner weiß etwas über die Hintergründe. Waren sie vielleicht Raucher, hatten sie eine bisher unerkannte Vorschädigung der Lunge (die natürlich zum Zeitpunkt der Obduktion durch die von Covid ausgelösten Schädigungen im Nachhinein nicht auffällt) oder ein allgemein schlechteres Immunsystem.
Außerdem ist bei Fällen aus den USA z.B. auch immer zu bedenken dass die Qualität der medizinischen Behandlung absolut vom Geldbeutel abhängt...
Und selbst wenn die Covid-Behandlung bezahlt wird, gab es bei den Vorbehandlungen, die alle einen Einfluss auf das Immunsystem haben, sicher einen Unterschied. Und wenn man nur eine Lungeneinzündung mal ohne Arztbesuch selbst auskuriert hat.

Ich sage nicht, dass es keine jüngeren treffen kann, aber diese Fälle medial dermaßen zu pushen sie in keinerlei Relation zu stellen halte ich für gefährlich. Auch wenn mir der Sinn durchaus einleuchtet: Man möchte damit erreichen, dass die jüngeren auch eingeschüchtert werden und sich so lange wie möglich an die bestehenden Maßnahmen halten.
Aber ewig sollte man das nicht tun und es wird auch nicht funktionieren.

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Cloakmaster
  Geschrieben am: 26 Mar 2020, 13:31


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oder ist Corona vielleicht doch gefährlicher, als du denkst?

Bearbeitet von Cloakmaster am 26 Mar 2020, 13:32
    
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1 Mitglieder: Antares
2475 Antworten seit 25 Mar 2020, 17:36 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
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