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Eisenbahnforum.de > Fernverkehr > Fernverkehr auf der Gäubahn


Geschrieben von: ICE-T-Fan am 10 Feb 2010, 00:32
-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=54630

Originallink: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?2,4674016 (Das Bild von "Der Zeuge Desiros" fasst es gut zusammen)

Tja des einen Freud des anderen Leid... hoffentlich bekommen wir hier dafür Zugpaar 1640/1641 wieder..

Geschrieben von: c-a-b am 10 Feb 2010, 08:22
Noch eine Verzweiflungstat. Langsam bricht der FV wirklich zusammen... sad.gif

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 08:36
Wie einer in diesem Forum schrieb: und so ein Unternehmen will ein weltweiter Logistiker sein? blink.gif blink.gif blink.gif

Geschrieben von: [DB] Fahrgast am 10 Feb 2010, 08:39
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 08:36)
Wie einer in diesem Forum schrieb: und so ein Unternehmen will ein weltweiter Logistiker sein? blink.gif blink.gif blink.gif

Och, ich bin mir sicher, dass sie ihren Flug- und LKW-Verkehr im Griff haben. biggrin.gif

Geschrieben von: Autobahn am 10 Feb 2010, 09:56
QUOTE ([DB] Fahrgast @ 10 Feb 2010, 08:39)
Och, ich bin mir sicher, dass sie ihren Flug- und LKW-Verkehr im Griff haben.  biggrin.gif

Da kannst Du von ausgehen. Achte mal auf die Rangfolge der angebotenen Dienstleistungen:

http://www.schenker.de/deutsch/dienstleistungen/index.html

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 10:05
Da ist ja nicht mal ein Zug abgebildet....anderseits besser ist es wohl!

Geschrieben von: c-a-b am 10 Feb 2010, 10:25
Und wieder mal eine wundervolle Manager-Blubb-Stilblüte beim Schienenverkehr:

QUOTE
Europäische Logistik-Komplettlösungen für Schienentransporte

Um dem wachsenden Bedarf an bahnaffinen Logistiklösungen und der Nachfrage nach einem ganzheitlichen Management der Logistikkette gerecht zu werden, erweitern wir in Zusammenarbeit mit Partnern die Wertschöpfungskette im Sinne unserer Kunden.

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 11:41
Selbst ich der Marketing studiert hat sage dazu nur: heiße Luft die rein gar nichts aussagt!

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2010, 11:49
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 11:41)
Selbst ich der Marketing studiert hat sage dazu nur: heiße Luft die rein gar nichts aussagt!

Gerade Du kannst ja was mit der Information anfangen - andere, die kein Marketing studiert haben, fallen eben darauf rein.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 10 Feb 2010, 11:52
Um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen:

Was wäre denn das Poblem, wenn anstatt der ICE-T lokbespannte Züge verkehren und vielleicht nur wenige Minuten länger unterwegs sind, solange die Anschlüsse bspw. eingehalten werden ?

Oder man machts einfach mal wie in der Schweiz und baut die Strecken an bestimmten Punkten aus (Kurvenbegradigung, Sanierung), dann hat nicht nur der Trassenfresser Neige-ICE was davon.

Geschrieben von: DumbShitAward am 10 Feb 2010, 11:55
nicht gerade Werbung für den Einsatz eines ICE-T auf München - Lindau... dann gibts wohl doch nur Holzklassen-Cisalpini, die ähnlich oft die Segel streichen...

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 11:57
QUOTE
Gerade Du kannst ja was mit der Information anfangen - andere, die kein Marketing studiert haben, fallen eben darauf rein.
Sprüche wo dahinter nichts steht ist ein Graul für mich! Ich falle auf solchen Schwachsinn nicht rein.

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2010, 12:13
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 11:57)
Sprüche wo dahinter nichts steht ist ein Graul für mich! Ich falle auf solchen Schwachsinn nicht rein.

C'est ce que je voulais dire wink.gif Tous les autres ne s'apercoivent pas de la mer** qui est écrite sur la site smile.gif

Geschrieben von: Jojo423 am 10 Feb 2010, 14:00
QUOTE (Bayernlover @ 10 Feb 2010, 12:13)
C'est ce que je voulais dire wink.gif Tous les autres ne s'apercoivent pas de la mer** qui est écrite sur la site smile.gif

QUOTE
§2.6: Das Eisenbahnforum ist ein deutschsprachiges Forum
smile.gif Aus den Regeln des EF

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 14:05
Was ist das denn jetzt für eine Bemerkung von Watzinger. Wenn du es nicht verstehst:
http://www.google.de/language_tools

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2010, 14:15
Jaja, Watzinger, ist ja OK wink.gif

Jean hat's verstanden biggrin.gif

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 14:29
Es ist doch scheißegal, was da fährt! Die Fahrzeiten sind eh schon ewig nimmer Bogenschnell. Dann ist es nur konsequent, die ICT da abzuziehen.

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 14:54
ICE sollten auch fahren da wo die Strecke dementsprechend ausgebaut ist. Es würden wohl aber dadurch viele Strecken gar nicht ICE tauglich sein.

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 14:59
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 14:54)
ICE sollten auch fahren da wo die Strecke dementsprechend ausgebaut ist. Es würden wohl aber dadurch viele Strecken gar nicht ICE tauglich sein.

GNT liegt ja - um die zu nutzen müsst man halt mit 605 fahren...

Geschrieben von: Boris Merath am 10 Feb 2010, 15:33
QUOTE (Bayernlover @ 10 Feb 2010, 14:15)
Jaja, Watzinger, ist ja OK wink.gif

Jean hat's verstanden biggrin.gif

Aber ich nicht :-)

Geschrieben von: Lazarus am 10 Feb 2010, 16:12
QUOTE (Boris Merath @ 10 Feb 2010, 15:33)
QUOTE (Bayernlover @ 10 Feb 2010, 14:15)
Jaja, Watzinger, ist ja OK wink.gif

Jean hat's verstanden biggrin.gif

Aber ich nicht :-)

schliesse mich an

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 16:15
Soll ich übersetzen?

Geschrieben von: Bayernlover am 10 Feb 2010, 16:18
Bitte mach, so wichtig wars nun auch wieder nicht wink.gif

Geschrieben von: Jean am 10 Feb 2010, 16:21
QUOTE
Das ist was ich sagen wollte. Alle anderen merken die Schei*** das auf der Seite steht nicht.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 10 Feb 2010, 16:38
QUOTE (JeDi @ 10 Feb 2010, 14:59)
GNT liegt ja - um die zu nutzen müsst man halt mit 605 fahren...

Die aber zur Zeit genauso wenig bogenschnell gefahren werden... egal ob nun von EBA angeordnet oder nicht. (Laut einem Fernverkehrs-Tf aus Berlin ist es vom EBA angeordnet. -> http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?12583-Fragen-zur-Neigetechnik&p=271887&viewfull=1#post271887 (Man sieht diesen Beitrag nur, wenn man dort angemeldet ist.))

Die DB Fernverkehr wird die ICE-TD derzeit nicht bogenschnell nutzen. Bogenschnell fahren in Deutschland derzeit nur noch die BR 610.

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 16:49
Auch Tf haben nicht unbedingt Ahnung - die 605 sind definitiv zugelassen! Und wenn das so weitergeht, werden die bald auch Bogenschnell fahren.


Alternative wären natürlich die allseits geschätzten ETR470.

Geschrieben von: chris232 am 10 Feb 2010, 17:29
QUOTE (JeDi @ 10 Feb 2010, 16:49)
Auch Tf haben nicht unbedingt Ahnung - die 605 sind definitiv zugelassen!

Ohne daran zu zweifeln, dass du natürlich dich mehr mit der Bahn auskennst als ein ausgebildeter Lokführer - die Quelle deinerseits würde mich mindestens genauso interessieren als die des besagten Tf smile.gif

Geschrieben von: 146225 am 10 Feb 2010, 17:42
QUOTE (ubahnfahrn @ 10 Feb 2010, 11:52)
Um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen:

Was wäre denn das Poblem, wenn anstatt der ICE-T lokbespannte Züge verkehren und vielleicht nur wenige Minuten länger unterwegs sind, solange die Anschlüsse bspw. eingehalten werden ?

Problem ist das notwendige Kopfmachen bzw. auf schweiztaugliche Lok umspannen in RSI, welches in den bogenlangsam planmäßigen 4 Minuten nur mit sehr viel Sportlichkeit zu erledigen ist. Abhilfe wäre natürlich ein Sandwich aus schweiztauglichen Loks.

@JeDi: Haben die 605 eigentlich damals eine dauerhafte Schweizzulassung bekommen ?

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 18:33
QUOTE (146225 @ 10 Feb 2010, 17:42)
@JeDi: Haben die 605 eigentlich damals eine dauerhafte Schweizzulassung bekommen ?

Meines Wissens nein.

Geschrieben von: 146225 am 10 Feb 2010, 18:35
QUOTE (JeDi @ 10 Feb 2010, 18:33)
Meines Wissens nein.

Was also einem dauerhaften durchgängigen Einsatz als ICE TS - XSZH auch erst mal verhindern würde, und ob die SBB vom Diesel begeistert wäre, steht auch auf einem anderen Blatt. Die Einfahrt in den Tunnelbf. in Zürich wäre damit auch gestorben.

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 19:38
Bliebe die Rückkehr der Schissalpinos

Geschrieben von: 146225 am 10 Feb 2010, 19:40
QUOTE (JeDi @ 10 Feb 2010, 19:38)
Bliebe die Rückkehr der Schissalpinos

Das dürfte für die SBB auch keine ernstzunehmende Option sein.

Geschrieben von: sbahnfan am 10 Feb 2010, 20:46
QUOTE (ubahnfahrn @ 10 Feb 2010, 11:52)
Was wäre denn das Poblem, wenn anstatt der ICE-T lokbespannte Züge verkehren und vielleicht nur wenige Minuten länger unterwegs sind, solange die Anschlüsse bspw. eingehalten werden ?

Ich sehe da kein Problem. ICE-T haben gegenüber lokbespannten IC mit klimatisierten Wagen (Bpmz / Bvmz) nur dann einen Vorteil, wenn sie sich neigen und damit die Fahrzeiten verkürzen. Das setzt natürlich voraus, dass zum einen die Fahrzeuge es dürfen und zum anderen dass die Strecke dafür ertüchtigt ist. Ersteres ist derzeit bekanntlich nicht der Fall.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 10 Feb 2010, 21:23
QUOTE (sbahnfan @ 10 Feb 2010, 20:46)
Ich sehe da kein Problem. ICE-T haben gegenüber lokbespannten IC mit klimatisierten Wagen (Bpmz / Bvmz) nur dann einen Vorteil, wenn sie sich neigen und damit die Fahrzeiten verkürzen. Das setzt natürlich voraus, dass zum einen die Fahrzeuge es dürfen und zum anderen dass die Strecke dafür ertüchtigt ist. Ersteres ist derzeit bekanntlich nicht der Fall.

Das Thema "Neigetechnik" ist im deutschen Fernverkehr erstmal definitiv gestorben. Soweit ich informiert bin, wird der Jahresfahrplan 2011 (dessen Trassen bis zum April 2010 eingereicht werden müssen) nach derzeitigem Stand der Dinge ohne GNT-Beschleunigung. d.h. bogenlangsam, geplant.

Die ICE-T (411/415) bekommen ihre Neige-Zulassung erst vom EBA wieder, wenn die Achsen getauscht wurden oder wenn die DB Fernverkehr die Wartungsintervalle auf deutlich unter 30.000 km herab setzt. Beides wird in naher Zukunft nicht eintreten.

Momentaner Stand der Planung ist eine Fahrzeitverlängerung auf den Linien 28 und 50 um etwa 15-20 Minuten.
Die Knotenzeiten der Linie 50 sollen in Frankfurt erstmal soweit es geht beibehalten werden, wodurch die Korrespondenz in Leipzig neu festgelegt werden muss. Zudem kommt es in Dresden entweder wieder zu Kurzwenden oder überschlagenden Wenden, wobei dann der Mehrbedarf an Tfz noch zu klären ist.
Möglicherweise kommt es auch zur Aufgabe eines Taktverkehr im heutigen Sinne., d.h. einzelne Zugleistungen einer Linie werden zur Beschleunigung bestimmte Halte auslassen. Anschlüsse zum Nahverkehr stehen in Frage.

Auf der Linie 28 gibt es noch kein fertiges Konzept, unter Umständen kommen in der HVZ einzelne ICE1 zum Einsatz. Auf jeden Fall sind Doppeltraktionen dann wohl Geschichte.

Es gibt durchaus gute Gründe, warum man die 5 freigesetzten BR 411 für die anderen Linien braucht.

Geschrieben von: sbahnfan am 10 Feb 2010, 21:28
QUOTE (ICE-T-Fan @ 10 Feb 2010, 21:23)
Es gibt durchaus gute Gründe, warum man die 5 freigesetzten BR 411 für die anderen Linien braucht.

Verstehe ich. Ich meine auch nur: Solange die ICE-T bogenlangsam verkehren, ist es egal, ob ICE-T oder lokbespannte (klimatisierte) IC fahren. Einen wesentlichen Komfortunterschied gibt es nicht, und einen Geschwindigkeitsunterschied nun auch nicht.

Geschrieben von: JeDi am 10 Feb 2010, 22:50
QUOTE (sbahnfan @ 10 Feb 2010, 21:28)
Einen wesentlichen Komfortunterschied gibt es nicht

Doch - den fehlenden WR.

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 11 Feb 2010, 02:28
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 14:05)
Was ist das denn jetzt für eine Bemerkung von Watzinger. Wenn du es nicht verstehst:
http://www.google.de/language_tools

Wenn man schon mit Fremdsprachen um sich zu werfen meint, sollte man zumindest das Wort »Translator« richtig schreiben tongue.gif

Im Übrigen war die Bemerkung vom Watzinger nicht so abwegig, die Forenregeln haben durchaus ihren Sinn.

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Feb 2010, 07:34
Hiermit entschuldige ich mich für das Geschriebene und gelobe Besserung smile.gif

Geschrieben von: sbahnfan am 11 Feb 2010, 10:35
QUOTE (JeDi @ 10 Feb 2010, 22:50)
Doch - den fehlenden WR.

Ein paar WR für IC-Züge gibt's noch. Und man kann (gegen gutes Geld natürlich) auch welche von ÖBB oder SBB ausleihen. Ein ex-IR-Bistro ist natürlich kein adäquater WR-Ersatz, da stimme ich dir zu.

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 11:18
Was ich an den IC Bistros besser finde, sind die Sitzecken. Ein echter Mehrwert zum Stehtisch-Bistro im ICE 3.

Geschrieben von: sbahnfan am 11 Feb 2010, 12:42
QUOTE (c-a-b @ 11 Feb 2010, 11:18)
Was ich an den IC Bistros besser finde, sind die Sitzecken. Ein echter Mehrwert zum Stehtisch-Bistro im ICE 3.

Aber noch besser sind die wenigen IC-Vollspeisewagen, die es noch gibt (und die zum Großteil in EC verplant sind). Die sind mindestens so gut wie die BordRestaurants im ICE-T.

Geschrieben von: Boris Merath am 11 Feb 2010, 13:02
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 14:05)
Was ist das denn jetzt für eine Bemerkung von Watzinger. Wenn du es nicht verstehst:
http://www.google.de/language_tools

QUOTE (Google @ 11 Feb 2010, 13:00)
That's what I wink.gif Alle anderen bedeutete, nicht wahr, dass das Meer ** auf der Website smile.gif geschrieben wird


QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 16:21)
Das ist was ich sagen wollte. Alle anderen merken die Schei*** das auf der Seite steht nicht.

Ahja... :-) So viel zum Thema Google :-)

Naja, der Sinn der Forenregel: Die meisten Sprachen (auch französisch) können halt lang nicht alle Leute hier im Forum, ich z.B. habe Französisch nie gehabt in der Schule. Solange es nicht absolut notwendig ist (z.B. bei einem nicht-deutschsprachigen Fragenstelle) sollte man ausländische Sprachen deswegen schon vermeiden.

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Feb 2010, 13:08
Tut mir leid und ich werde es in Zukunft unterlassen smile.gif

Geschrieben von: ubahnfahrn am 11 Feb 2010, 13:36
QUOTE (ICE-T-Fan @ 10 Feb 2010, 21:23)
Momentaner Stand der Planung ist eine Fahrzeitverlängerung auf den Linien 28 und 50 um etwa 15-20 Minuten.

Die DB mit ihren komischen Liniennummern blink.gif

Jetzt mußte sogar ich mal kurz nachschauen, was für welche das nun genau sind:

28: Hamburg-Berlin-Leipzig-Nürnberg-München
50: (Wiesbaden-)Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden

Früher war das einfach, da gabs mal erst 4, dann 5 IC-Linien im Stundentakt und gut wars.
Anfangs mit Einführung des ICE war es auch noch übersichtlich, mit den ICE-Linien 3, 4, 6 und 10 und den IC-Linien 1, 2, 5, 7, 8 und 9.

Dann mit der Strecke Frankfurt-Köln und den ICE3 wurde das immer mehr ausufernder mit den ICE 1, 2, 3, ICE-T und ICE Linien mal im Stundentakt, aber meist nur alle 2 Stunden und dann mit je einer eigenen Nummer rolleyes.gif

Wer kennt sich denn da noch aus und vor allem hat das Ganze noch irgendein System ?

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 13:39
QUOTE (sbahnfan @ 11 Feb 2010, 12:42)
Aber noch besser sind die wenigen IC-Vollspeisewagen, die es noch gibt (und die zum Großteil in EC verplant sind). Die sind mindestens so gut wie die BordRestaurants im ICE-T.

Diese WRmz haben sogar Sitzecken.

Nur: Die Gäubahn-Ersatz-IC haben gar kein gastronomisches Angebot.

Geschrieben von: Naseweis am 11 Feb 2010, 14:06
@ubahnfahrn: Stimmt, diese Nummern kommen mir auch komisch vor. Bei den Kursbuchtabellen müsste es, wenn ich mich nicht recht täusche, ein sehr ähnliches Schema wie bei den regional Autobahnen und den Postleitzahlen geben, zumindest grundsätzlich: In Bayern 9X oder 9XX bei den regionalen BABs, 9XX bei den KBS und 9XXXX bei den Postleitzahlen. Oder?

Im Fernverkehr könnte man folgendes machen: cool.gif
1 NRW - Hamburg
2 NRW - Berlin
3 NRW - Frankfurt - Nürnberg - München/Wien
4 Frankfurt - Dresden
5 Basel/Stuttgart - Mannheim - Hamburg
6 Basel/München - Mannheim - Berlin (hier passt es nicht so ganz!)
7 München - Hamburg/Bremen
8 NRW - Mannheim - Basel/Stuttgart (hier passt es nicht so ganz!)
9 München - Berlin (- Hamburg?)
Teil-, Rand-, besonder aber auch die IC-Linien könnten z.B. 1A, 1B bekommen oder man macht 10, 11, 12, ...

Geschrieben von: Jean am 11 Feb 2010, 14:08
Was in den IC angeboten wird kann nicht wirklich als gastronomisch betrachtet werden.

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 14:23
QUOTE (Jean @ 11 Feb 2010, 14:08)
Was in den IC angeboten wird kann nicht wirklich als gastronomisch betrachtet werden.

Hackfleischbrötchen, Currywurst und TK-Pizza. Ist doch bestes Frittenbuden-Kontingent? Und als Abwechslung gibts ne Suppe aus der Monatsrotation sowie Salat. ph34r.gif

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 15:16
QUOTE (Jean @ 11 Feb 2010, 14:08)
Was in den IC angeboten wird kann nicht wirklich als gastronomisch betrachtet werden.

Wann warst du das letzte mal im Speisewagen?

Geschrieben von: Jean am 11 Feb 2010, 15:24
Die letzten IC die ich hatte, hatten alle kein Speisewagen sondern nur ein Bistro!

Geschrieben von: NIM rocks am 11 Feb 2010, 15:30
QUOTE (Jean @ 11 Feb 2010, 15:24)
Die letzten IC die ich hatte, hatten alle kein Speisewagen sondern nur ein Bistro!

Die IC mit Speisewagen sind durch die Brenner-EC noch seltener geworden, da dort Speisewagen gebraucht wurden. Der IC-Langläufer 2024/2027/2327 (Passau-Hamburg-(Puttgarden) vv.) verlor deswegen unter anderem seinen Vollspeisewagen. Die Wahrscheinlichkeit, einen IC mit Bistro zu erwischen, steigt und steigt ;-)

Geschrieben von: ubahnfahrn am 11 Feb 2010, 15:31
QUOTE (Naseweis @ 11 Feb 2010, 14:06)
@ubahnfahrn: Stimmt, diese Nummern kommen mir auch komisch vor. Bei den Kursbuchtabellen müsste es, wenn ich mich nicht recht täusche, ein sehr ähnliches Schema wie bei den regional Autobahnen und den Postleitzahlen geben, zumindest grundsätzlich: In Bayern 9X oder 9XX bei den regionalen BABs, 9XX bei den KBS und 9XXXX bei den Postleitzahlen. Oder?

Im Fernverkehr könnte man folgendes machen: cool.gif
1 NRW - Hamburg
2 NRW - Berlin
3 NRW - Frankfurt - Nürnberg - München/Wien
4 Frankfurt - Dresden
5 Basel/Stuttgart - Mannheim - Hamburg
6 Basel/München - Mannheim - Berlin (hier passt es nicht so ganz!)
7 München - Hamburg/Bremen
8 NRW - Mannheim - Basel/Stuttgart (hier passt es nicht so ganz!)
9 München - Berlin (- Hamburg?)
Teil-, Rand-, besonder aber auch die IC-Linien könnten z.B. 1A, 1B bekommen oder man macht 10, 11, 12, ...

Wir können uns hier wegen der schieren Größe sogar 2 nummernbereiche leisten:
08/09 bei den Telefonnummern
8xx/9xx bei den KBS
8xxxx/9xxxx bei den PLZ

Ursprünglich (vor dem Chaos) sah das Linienkonzept ICE/IC so aus:

1: Hamburg-Dortmund-Köln-Frankfurt-Nürnberg-München
2: Münster-Köln-Mannheim-München
3: Hamburg-Frankfurt-Mannheim-Basel
4: Hamburg-Würzburg-München
5: Leipzig-Hannover-Dortmund-Köln-Mannheim-Basel
6: Berlin-Göttingen-Frankfurt-Mannheim-München
7: Hamburg-Berlin-Dresden
8: Hamburg-Berlin-Leipzig-München
9: Saarbrücken-Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden
10: Berlin-Hannover-Hamm-Wuppertal/Duisburg-Köln

Diese ICE/IC-Linien gibt es ja immer noch, nur nicht mehr so übersichtlich.

Vor allem, daß dann auch noch sich ICE nennt, was weitgehend nichtmal 200 fahren kann, wie der ICE Stuttgart-Zürich - um wieder beim Thema zu sein ... rolleyes.gif

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 15:40
QUOTE (Jean @ 11 Feb 2010, 15:24)
Die letzten IC die ich hatte, hatten alle kein Speisewagen sondern nur ein Bistro!

Sooo - dann kommen wir der Sache schon näher. Das Bistro hat nur den Anspruch, "Kleine Speisen und Getränke" zu verkaufen - dem kommts recht gut nach.

IC mit Speisewagen gibts z.B. zwischen Stuttgart und Hamburg via Rheinschiene.

Geschrieben von: Jean am 11 Feb 2010, 16:28
Und die bieten nur überteuerte minderwertige Fertig Sandwiches.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 11 Feb 2010, 16:40
QUOTE (ubahnfahrn @ 11 Feb 2010, 13:36)
Die DB mit ihren komischen Liniennummern  blink.gif

Jetzt mußte sogar ich mal kurz nachschauen, was für welche das nun genau sind:

28: Hamburg-Berlin-Leipzig-Nürnberg-München
50: (Wiesbaden-)Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden

Früher war das einfach, da gabs mal erst 4, dann 5 IC-Linien im Stundentakt und gut wars.
Anfangs mit Einführung des ICE war es auch noch übersichtlich, mit den ICE-Linien 3, 4, 6 und 10 und den IC-Linien 1, 2, 5, 7, 8 und 9.

Dann mit der Strecke Frankfurt-Köln und den ICE3 wurde das immer mehr ausufernder mit den ICE 1, 2, 3, ICE-T und ICE Linien mal im Stundentakt, aber meist nur alle 2 Stunden und dann mit je einer eigenen Nummer  rolleyes.gif

Wer kennt sich denn da noch aus und vor allem hat das Ganze noch irgendein System ?

Die Liniennummern haben aber durchaus ein System:
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Intercity-Express-Linien
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Intercity#Aktuelles_Liniennetz

Die Linien die in Berlin (Ostbahnhof) beginnen/enden, bekommen eine 1x-Nummer.
Bsp: Linie 10 Berlin-NRW, Linie 11 Berlin-Stuttgart-München, Linie 12 Berlin-Basel, Linie 15 Berlin-Erfurt-Frankfurt (aktuelle nicht im Fahrplan)

Die Linien, die in Hamburg (Altona) beginnen/enden, bekommen eine 2x-Nummer.
Bsp: Linie 20 Hamburg-Basel, Linie 22 Hamburg-Stuttgart, Linie 25 Hamburg-Hannover-München, Linie 28 Hamburg-Berlin-Leipzig-München

Die Linien, die Nord-Süd durch NRW laufen, bekommen eine 3x-Nummer
Bsp: L30 Hamburg-NRW-Stuttgart, L31 Hamburg-NRW-Nürnberg, L32 NRW-Frankfurt-Stuttgart, L35 Norddeich-NRW-Luxemburg

Die Linien, die in Köln oder Dortmund beginnen/enden, bekommen eine 4x-Nummer
Bsp: Linie 41 Köln-Frankfurt-Nürnberg-München, Linie 42 Dortmund-Frankfurt-Stuttgart-München, Linie 43 Dortmund-Frankfurt-Basel, Linie 45 Köln-Mainz-Stuttgart, Linie 49 "RB300" Köln-Frankfurt

Die Linien, welche Leipzig tangieren, bekommen eine 5x-Nummer
Bsp: L50 Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden, L51 Dortmund-Kassel-Erfurt-Halle-Berlin, L55 Leipzig-Hannover-NRW, L56 Leipzig-Hannover-Bremen

Alle ausländischen Linien bekommen Nummern 7x bis 9x, wobei sie von Nord nach Süd durchnummeriert sind.
Bsp: Linie 75 Berlin-Hamburg-Lübeck-Kobenhagen, Linie 76 Berlin-Hamburg-Flensburg-Arhus, Linie 77 Berlin-Hannover-Amsterdam, Linie 78 Frankfurt-NRW-Amsterdam. Linie 79 Frankfurt-NRW-Brüssel, Linie 80 Köln-Brüssel-Paris, Linie 82 Frankfurt-Saarbrücken-Paris, Linie 83 München-Stuttgart-Straßbourg-Paris, Linie 87 Stuttgart-Singen-Zürich, Linie 88 München-Lindau-Zürich, Linie 89 München-Brenner-Italien, Linie 90 München-Salzburg-Wien, Linie 91 NRW-Frankfurt-Passau-Wien

Die 6x-Linien verlaufen größtenteils durch Bad.-Würt. und Bayern

Geschrieben von: Bayernlover am 11 Feb 2010, 16:42
Tolles System, vor allem so schnell durchschaubar biggrin.gif

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 16:59
QUOTE (JeDi @ 11 Feb 2010, 15:40)
Sooo - dann kommen wir der Sache schon näher. Das Bistro hat nur den Anspruch, "Kleine Speisen und Getränke" zu verkaufen - dem kommts recht gut nach.

IC mit Speisewagen gibts z.B. zwischen Stuttgart und Hamburg via Rheinschiene.

Das letzte Mal im Bistro habe ich zwei Menschen erlebt, die ins Bistro kamen und von der Auswahl recht enttäuscht waren. Mangels herumliegender Speisekarten nahmen sie an, es gäbe nur die ausgezeichneten Gerichte, wie z.B. Chili con carne. Unglücklich, aber hungrig nahmen die sich eine Portion, um sich dann zu mir zu setzen und erstaunt festzustellen, dass es auch noch Salat gab.

Aber die Auswahl an heißen Gerichten ist im Bistro auch recht eingeschränkt und die einzige Servicekraft hat schon mal eine halbe Stunde mit Einräumen der neuen Vorräte zu tun, so dass es immer wieder heiter ist, das "bekomm ich noch was und schaffe ich es das runterzuschlingen?" Lotto zu spielen.

Im Speisewagen dagegen ist bisher (hat sich etwas gebessert) nicht viel mehr im Angebot gewesen ausser der Monatsrotation, die für http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3958503592/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3958503346/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3281621798/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/2758180264/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3101598150/in/pool-821387@N20 ertränkt in Soße etwas viel Geld verlangt. Was das Angebot anbelangt, so finde ich das Menükonzept in der http://asfunction:com.tgv.utils.eval_link.eval,../medias_preview/uploads/1258711394.Restauration_TGVEst.pdf reizvoller, weil alles nicht zu mächtig ist und man mehrere verschiedene Dinge kombinieren kann nach Lust und Laune. Die vielen unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten im selben Menü sind ein großer Vorteil, auch wenn die Gerichte nicht so häufig wechseln. Und das Beste: Ein Menü kostet in etwa so viel wie ein Monatsgericht der Bahn. biggrin.gif

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 18:10
QUOTE (c-a-b @ 11 Feb 2010, 16:59)
Mangels herumliegender Speisekarten nahmen sie an, es gäbe nur die ausgezeichneten Gerichte, wie z.B. Chili con carne. Unglücklich, aber hungrig nahmen die sich eine Portion, um sich dann zu mir zu setzen und erstaunt festzustellen, dass es auch noch Salat gab.

Das liegt dann aber am Personal.

QUOTE
Aber die Auswahl an heißen Gerichten ist im Bistro auch recht eingeschränkt


Siehe oben. Es soll KLEINE Speisen geben. Das sind der LKW, die Pizza, oder auch das Pasta-Angebot. Das halte ich für einen Einmannbetrieb schon für recht brauchbar.

QUOTE
Im Speisewagen dagegen ist bisher (hat sich etwas gebessert) nicht viel mehr im Angebot gewesen ausser der Monatsrotation, die für http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3958503592/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3958503346/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3281621798/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/2758180264/in/pool-821387@N20 http://www.flickr.com/photos/taigatrommelchen/3101598150/in/pool-821387@N20 ertränkt in Soße etwas viel Geld verlangt.


Das Monatszeug is etwas teuer, das stimmt. Ansonsten bringt die Monatskarte immer wieder Überraschungen - letztes Jahr Pfingsten gabs nix wirklich sinnvolles (bis auf die Standardsachen - $Nudeln Bolognese etc), im Sommer gabs dann deutlich mehr Angebot.

QUOTE
Was das Angebot anbelangt, so finde ich das Menükonzept in der http://asfunction:com.tgv.utils.eval_link.eval,../medias_preview/uploads/1258711394.Restauration_TGVEst.pdf reizvoller, weil alles nicht zu mächtig ist und man mehrere verschiedene Dinge kombinieren kann nach Lust und Laune.


Unabhängig davon, dass der Link nicht geht - ich fand das Angebot im TGV etwas dürftig. Es gab iirc 2 (oder 3) Hauptgerichte zur Wahl, von denen mir keins so richtig zugesagt hat. Dazu gabs dann nen winzigen Wein (0,15L oder so), der hierzulande eher im Gartenbaumarkt erhältlich wäre...

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 18:23
Na pass mal auf, dass du nicht ganz Frankreich gegen dich aufbringst mit deinen Aussagen zum Wein, ist ja nicht irgendeiner den die da ausschenken:

Bordeaux AOC Premius (25 cl)
Vin d'Alsace AOC Riesling (25 cl)
Vin d'Alsace AOC Pinot Noir (25 cl)
Beaujolais AOC (25 cl)

Dass der Link nicht geht ist doof, vorhin als ich den reingesetzt habe gings, das habe ich extra noch ausprobiert. Jedenfalls stimmt es schon, dass die Auswahl an Hauptgerichten nicht so breit gestreut ist und der Beschreibung nach noch ein paar Überraschungsmomente eingebaut sind, dafür waren die nach meinem Empfinden ein wenig fantasievoller als Fleisch, Beilage und Soße. Und ich bin eher der Mensch für mehrere kleine Dinge als ein großes. Aber Ansichtssache.

Aber egal ob DB Bistro oder Restaurant, ich würde mir ein wenig mehr Innovation und Mut wünschen. Und nen vernünftigen Obstsalat! biggrin.gif

Geschrieben von: ubahnfahrn am 11 Feb 2010, 18:26
QUOTE (ICE-T-Fan @ 11 Feb 2010, 16:40)

Die Liniennummern haben aber durchaus ein System:
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Intercity-Express-Linien
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Intercity#Aktuelles_Liniennetz

...

Na, sag ich doch:
Aufgeblasen und unübersichtlich, wie die ganze DB seit einiger Zeit rolleyes.gif

Geschrieben von: Jojo423 am 11 Feb 2010, 18:42
QUOTE (Jean @ 10 Feb 2010, 14:05)
Was ist das denn jetzt für eine Bemerkung von Watzinger. Wenn du es nicht verstehst:
http://www.google.de/language_tools

Das war eher als Spaß gedacht... tongue.gif
Ich bin halt nuir ein Realschüler... laugh.gif

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 19:33
QUOTE (c-a-b @ 11 Feb 2010, 18:23)
Na pass mal auf, dass du nicht ganz Frankreich gegen dich aufbringst mit deinen Aussagen zum Wein, ist ja nicht irgendeiner den die da ausschenken

Das hab ich eh schon wegen meinen Aussagen zu Frankreich allgemein ph34r.gif

Edit: Unter Anwendung des Letzten Restes aus 4 Jahren Französischunterricht hab ich die Speisekarten rausgesucht: http://www.tgv.com/medias/uploads/Recto_CarteBar_V1_80x240.pdf und http://www.tgv.com/medias/uploads/Verso_CarteBar_V2_80x240.pdf - leider auch auf der Deutschsprachigen Website nur auf Französisch.

Geschrieben von: 146225 am 11 Feb 2010, 20:03
QUOTE (c-a-b @ 11 Feb 2010, 18:23)
Na pass mal auf, dass du nicht ganz Frankreich gegen dich aufbringst mit deinen Aussagen zum Wein, ist ja nicht irgendeiner den die da ausschenken:


Da wo der JeDi studiert und ich wohne, ist es feste Glaubensregel, daß kein fremder Wein aus egal woher irgendwie gut, geschweige denn besser sein kann. Wein ist hier Stadtreligion, und fast jeder geht in die Kirche... wink.gif

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 21:21
Wenn der http://www.tgv.com/medias_preview/uploads/1258711394.Restauration_TGVEst.pdf diesmal funktioniert, sogar auf deutsch. Man darf halt nicht bei den deutschen Seiten nach der Mehrsprachigen Karte suchen, ist ja logisch. laugh.gif

Edith meint: Eben nochmal ausprobiert, es geht bei mir mit dem Link

Geschrieben von: yeg009a am 11 Feb 2010, 21:34
Eine tolle, und interessante Menü-Karte hast Du da rausgefischt, c-a-b, smile.gif zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, daß im TGV eine Métro-Fahrkarte (Vermutlich einfache Fahrt) zu kaufen gibt. So verlieren die von Bahnhof- zum Bahnhof-Umsteiger praktisch keine Zeit beim Umstieg vom TGV in die Métro in Paris. smile.gif smile.gif

Etwas anderes in Lille: Obwohl ich nicht dort war, konnte ich im http://www.gares-en-mouvement.com/gare.php?gare=fradj entnehmen, daß die Métro zwischen Flandres und Europe für die Umsteiger mit der SNCF-Fahrkarte kostenlos benutzt werden kann.

Geschrieben von: c-a-b am 11 Feb 2010, 21:55
QUOTE (yeg009a @ 11 Feb 2010, 21:34)
Eine tolle, und interessante Menü-Karte hast Du da rausgefischt, c-a-b, smile.gif zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, daß im TGV eine Métro-Fahrkarte (Vermutlich einfache Fahrt) zu kaufen gibt. So verlieren die von Bahnhof- zum Bahnhof-Umsteiger praktisch keine Zeit beim Umstieg vom TGV in die Métro in Paris. smile.gif smile.gif

Das mit den Fahrkarten ist schon seit letztem Herbst neu, das hatte ich schon mal in der Bar vom TGV Forum auseinanderklamüsert. Genau so wie einige neue Gerichte und leider im Gegensatz zur ersten Karte mit ein paar Fehlern in der deutschen Version.

Geschrieben von: JeDi am 11 Feb 2010, 22:39
QUOTE (c-a-b @ 11 Feb 2010, 21:21)
Wenn der http://www.tgv.com/medias_preview/uploads/1258711394.Restauration_TGVEst.pdf diesmal funktioniert, sogar auf deutsch. Man darf halt nicht bei den deutschen Seiten nach der Mehrsprachigen Karte suchen, ist ja logisch. laugh.gif

Edith meint: Eben nochmal ausprobiert, es geht bei mir mit dem Link

Ja, geht.

Ich hab ja auch auf der Franzackischen Seite gesucht - da aber nix gefunden...

QUOTE
Das mit den Fahrkarten ist schon seit letztem Herbst neu, das hatte ich schon mal in der Bar vom TGV Forum auseinanderklamüsert. Genau so wie einige neue Gerichte und leider im Gegensatz zur ersten Karte mit ein paar Fehlern in der deutschen Version.


Sicher? Ich meine, das hätte es schon von Anfang an gegeben. Zumindest im DB-Nachtzug gibts das schon ewig.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 11 Feb 2010, 23:35
QUOTE (ubahnfahrn @ 11 Feb 2010, 18:26)
QUOTE (ICE-T-Fan @ 11 Feb 2010, 16:40)

Die Liniennummern haben aber durchaus ein System:
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Intercity-Express-Linien
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Intercity#Aktuelles_Liniennetz

...

Na, sag ich doch:
Aufgeblasen und unübersichtlich, wie die ganze DB seit einiger Zeit rolleyes.gif

Ich finde das System eigentlich recht gängig, zumal noch Platz für weitere Linien ist...
wobei viel ist es auch nicht, z.B. sind bei den 1x- und 2x-Nummern fast alle besetzt, habe da sogar noch 3 vergessen:

Linie 16 Berlin-Hannover-Frankfurt (WE-VErstärker)
Linie 26 (Stralsund-)Hamburg-Hannover-Marburg-Frankfurt-Heidelberg
Linie 27 Hamburg-Berlin-Dresden-Prag

Marktforschungen haben ja ergeben, dass Direktverbindungen ohne Umstieg von den Leuten besser angenommen werden, selbst wenn die Umsteigeverbindungen bis zu einer Stunde schneller sind.

Es wird in Zukunft also noch mehr Direktverbindungen und Linientausche als aktuelle geben.
Möglicherweise läuft es irgendwann auf einen generellen 4-Stundentakt hinaus, wobei immer 4 Linien zu einem Stundentakt gebündelt werden.

Geschrieben von: c-a-b am 12 Feb 2010, 07:22
QUOTE (JeDi @ 11 Feb 2010, 22:39)
Sicher? Ich meine, das hätte es schon von Anfang an gegeben. Zumindest im DB-Nachtzug gibts das schon ewig.

Ich habe auch eine alte Speisekarte hier rumliegen und habe nochmal nachgesehen, zumindest steht da nichts davon drin. Neu hinzugekommen ist das Angebot unter der Rubrik "Kiosk" in der neuen Karte. Aber zumindest Zeitschriften hat es auch schon vorher gegeben, die habe ich nämlich auch schon sicher vorher dort gesehen.

Geschrieben von: chris232 am 12 Feb 2010, 17:36
Also wenn ich die französische Karte so studier frag ich mich doch, wie du darauf kommst, dass es im deutschen Speisewagen/Bistro so teuer wäre... Das trifft wenn dann eher auf den schweizerischen zu, falls ich mich da nicht komplett falsch erinner.
Und die größere Auswahl find ich übrigens irgendwie auch nicht.

Geschrieben von: c-a-b am 13 Feb 2010, 09:09
Es liegt für meinen Geschmack an den Menüs. Etwas was in DB-Zügen nahezu unbekannt ist. Und die Auswahl innerhalb eines Menüs ist auch recht groß. Während ich für ein Hauptgericht im DB Wagen rund 10-14 Euro zahle, habe ich in der TGV Bar ein Menü dafür. Deswegen finde ich es teuer. Ich mag nunmal lieber nicht so große Portionen und ein paar verschiedene Sachen nacheinander. Bei der DB ist allein ein Salat groß genug für den halben Tag.

Übrigens, ich dachte die ICE T sollten schon weg sein von Stuttgart-Zürich, aber gestern habe ich noch einen aus Zürich im Stuttgarter HBF ankommen sehen...?

Geschrieben von: JeDi am 13 Feb 2010, 10:08
QUOTE (c-a-b @ 13 Feb 2010, 09:09)
Während ich für ein Hauptgericht im DB Wagen rund 10-14 Euro zahle, habe ich in der TGV Bar ein Menü dafür.

Also mehr als 12€ hab ich noch nie bezahlt - dann sind laut deiner Kalkulation auch noch 2,50 für den Schokokuchen drin tongue.gif

Geschrieben von: c-a-b am 13 Feb 2010, 10:38
Tessiner Kastanienhonig-Hähnchen
an Mascarpone-Parmesan-Polenta
12,90 EUR

Berner Sauerbraten "Suure Mocke"
dazu Kartoffelgratin mit Gstaader Bergkäse
14,90 EUR

Das sind die Monatsgerichte. Wenn man sich mit einer Ofenkartoffel oder Hühnerfrikassee abgibt, zahlt man zwar weniger, aber dann sind wir wieder bei dem Problem dass zum einen noch nichts anderes dabei ist und zum anderen... ja richtig, Nachtisch ist auch noch keiner dabei! tongue.gif

Während man im TGV per Menü dankenswerterweise nach momentaner Lust und Laune Getränk und Nachtisch ebenso dabei haben kann. Find ich einfach praktischer. biggrin.gif

Geschrieben von: 146225 am 13 Feb 2010, 10:51
QUOTE (c-a-b @ 13 Feb 2010, 09:09)
Übrigens, ich dachte die ICE T sollten schon weg sein von Stuttgart-Zürich, aber gestern habe ich noch einen aus Zürich im Stuttgarter HBF ankommen sehen...?

Totale Ent-411-erung ist erst ab dem 21.03.2010 vorgesehen. Bis dahin darf jedoch weiterhin mit dem jederzeitigen ungeplanten Auftauchen irgendwelcher Ersatzzüge in mehr oder weniger starker Häufigkeit gerechnet werden.

Geschrieben von: Bayernlover am 13 Feb 2010, 11:40
QUOTE (JeDi @ 13 Feb 2010, 10:08)
Also mehr als 12€ hab ich noch nie bezahlt - dann sind laut deiner Kalkulation auch noch 2,50 für den Schokokuchen drin tongue.gif

Was Ihr für Geld fürs Essen im Zug lasst - aber mir vorwerfen, dass ich nen Mac besitze, nicht wahr, JeDi wink.gif
Wie wäre es denn, sich das Essen mitzubringen? Da brauch ich ein Viertel des Geldes, und bin mir vor allem sicher dass es schmeckt biggrin.gif

Und Business-Class - nunja, ich hab das Gefühl, irgendwas mache ich falsch.

Geschrieben von: c-a-b am 13 Feb 2010, 11:55
QUOTE
Was Ihr für Geld fürs Essen im Zug lasst


Nicht immer, aber gelegentlich gönnt man sich halt mal was. wink.gif

QUOTE
aber mir vorwerfen, dass ich nen Mac besitze


Ist das hier etwa verwerflich? ph34r.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 13 Feb 2010, 12:19
QUOTE (c-a-b @ 13 Feb 2010, 11:55)
Ist das hier etwa verwerflich? ph34r.gif

Naja, insofern dass der eine eben sein Geld im BordBistro lässt und der andere bei Apple. Jedem das Seine, aber wertend möchte ich eigentlich nicht werden.

Geschrieben von: c-a-b am 13 Feb 2010, 12:59
Muss ich mir jetzt Gedanken machen dass ich bei beiden mein Geld lasse? tongue.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 13 Feb 2010, 13:06
Nein, das finde ich gut smile.gif

Achso, JeDi hatte mich mal kritisiert wink.gif

Geschrieben von: chris232 am 13 Feb 2010, 14:14
Na die Monatsgerichte muss ich auch nicht unbedingt haben - wenn das Monatsgericht einfach "Nudeln mit Soß" heißen würd, würd ichs eher nehmen, als bei so 'nem geschwollenen Text. Aber ich hab im deutschen Bordrestaurant auch noch nie mehr als 10€ ausgegeben und bin immer satt geworden davon.

PS: Wer den TGV mag und auch noch Geld für Produkte mit angebissenem Apfel zahlt - naja www_smiliemania_de_75309.png

Geschrieben von: pippo946 am 13 Feb 2010, 15:22
QUOTE (Bayernlover @ 13 Feb 2010, 12:19)
Naja, insofern dass der eine eben sein Geld im BordBistro lässt und der andere bei Apple. Jedem das Seine, aber wertend möchte ich eigentlich nicht werden.

...was hat das eine mit dem anderen zu tun? Beste Grüße von meinem mac...

Geschrieben von: Naseweis am 13 Feb 2010, 15:32
Was hat das mit der Gäubahn zu tun ... ?!? laugh.gif

Geschrieben von: JeDi am 13 Feb 2010, 18:10
QUOTE (Bayernlover @ 13 Feb 2010, 11:40)
Was Ihr für Geld fürs Essen im Zug lasst - aber mir vorwerfen, dass ich nen Mac besitze, nicht wahr, JeDi wink.gif

Ich meckere dafür nicht, dass alles zu teuer ist. Ja, ich hab auch nen Mac.

QUOTE
Das sind die Monatsgerichte.


Nö - das sind die Spezialitäten des Monats. Monatsgerichte sind im Moment:

Teigtaschen gefüllt mit Tomate und Käse in Bärlauchsauce zu 8,90 EUR

Bio-Erbseneintopf mit Mettenden zu 8,90 EUR


Mit Salat je 1€ mehr.

Geschrieben von: c-a-b am 13 Feb 2010, 18:52
QUOTE (JeDi @ 13 Feb 2010, 18:10)
Nö - das sind die Spezialitäten des Monats.

Naja,bBeide haben was mit Monat zu tun. Die Teigtaschen (sagt man dazu nicht Maultaschen? tongue.gif ) will ich mir jedenfalls demnächst mal holen. Hoffentlich komme ich diesen Monat noch dazu...

Geschrieben von: JeDi am 13 Feb 2010, 18:59
Also die Monatsangebote sind eigentlich immer brauchbar - wenn auch teilw. etwas wenig.

Geschrieben von: dragon46 am 13 Feb 2010, 22:39
Das große Drama sehe ich jetzt in der Einstellung des ICE-Verkehrs nicht: Deine ewig verspätete, mit Problemen behaftete Linie wird eingestellt und durch ein anderes Angebot ersetzt, welches - so Gott will - immerhin zuverlässiger sein wird.

Lustigerweise habe ich heute in einer alten Zeitschrift von 2008 den Bericht eines ICE-T TFs auf der Gäubodenbahn gelesen. Er monierte die selben Dinge: die 4-Minuten-Wende, technische Probleme und das Lied mit der Neigetechnik wink.gif

Bezüglich der Bistros: Mit ein bisschen "Wollen" besteht schon die Möglichkeit, etwas mehr Angebot zu schaffen. Man sehe nur, was manche größere Tankstelle schon im Angebot hat...

Wer es besser machen möchte, die Konkurrenz sucht einen Catering Manager für den ALEX: http://www.mobil-mit-alex.de/SITEFORUM?t=/contentManager/onStory&e=UTF-8&i=1232108699256&l=1&active=no&ParentID=1232119786720&StoryID=1251294186899

Geschrieben von: spock5407 am 14 Feb 2010, 10:27
Was bitte ist an einer 4min-Wende schlimm? In Stuttgart ist das lange Jahre Standard bei den ICEs. Und ich hab schon 2min-Wenden gehabt.

Geschrieben von: 146225 am 14 Feb 2010, 10:40
QUOTE (spock5407 @ 14 Feb 2010, 10:27)
Was bitte ist an einer 4min-Wende schlimm? In Stuttgart ist das lange Jahre Standard bei den ICEs. Und ich hab schon 2min-Wenden gehabt.

Schlimm ist daran eigentlich nur, daß man bei einer Ankunftsverspätung auch den abgehenden Zug gleich wieder mit Verspätung rausschickt. Was sich auf den längeren eingleisigen Abschnitten der KBS 740 dann auch für andere Züge negativ auswirkt.

Geschrieben von: NIM rocks am 14 Feb 2010, 14:03
QUOTE (spock5407 @ 14 Feb 2010, 10:27)
Was bitte ist an einer 4min-Wende schlimm? In Stuttgart ist das lange Jahre Standard bei den ICEs. Und ich hab schon 2min-Wenden gehabt.

Es geht ja hier um die Wende am Endpunkt einer Linie, nicht um die Wende im Laufe einer Zugfahrt durch Deutschland. Normalerweise sollten am Linienende doch entsprechend Puffer eingebaut sein, um Verspätungen abfangen zu können. Meiner Meinung nach sollte die Wendezeit bei ICE-Linien mindestens 60 Minuten betragen.

Geschrieben von: Xenon am 14 Feb 2010, 18:08
QUOTE (c-a-b @ 10 Feb 2010, 08:22)
Noch eine Verzweiflungstat. Langsam bricht der FV wirklich zusammen...  sad.gif

Naja, wofür man für eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 80km/h auch einen ICE braucht, erschließt mir nicht so wirklich. Anderswo sind sogar viele RE/RB-Linien schneller als dieser "Hochgeschwindigkeitszug".

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 14 Feb 2010, 18:18
BTW: Derzeit streut jemand noch nebenbei der Gerücht in die Welt, dass sämtliche ICE in wenigen Tagen aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

Ob da was dran ist, wage ich zu bezweifeln, da die DB ja defakto 7 verschiedene ICE-Baureihen betreibt und man nicht alle 7 Baureihen mit der gleichen Begründung abstellen kann, zumindest vom EBA aus.

siehe:

-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=55103

Original:

-> http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?2,4681665

Geschrieben von: spock5407 am 14 Feb 2010, 18:30
Ebent. Und was sollten die ICE-Baureihen gemeinsam haben, was bei anderen Züge nicht wäre.

Geschrieben von: Fastrider am 14 Feb 2010, 18:50
QUOTE (Xenon @ 14 Feb 2010, 18:08)
Naja, wofür man für eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 80km/h auch einen ICE braucht, erschließt mir nicht so wirklich. Anderswo sind sogar viele RE/RB-Linien schneller als dieser "Hochgeschwindigkeitszug".

Wirklich nur 80? Kaum zu glauben. Da sind DIEX und ALEX schneller.

Geschrieben von: JeDi am 14 Feb 2010, 18:51
Da sind auch diverse andre Züge schneller - wenn man aber die Strecke kennt, kennt man den Grund.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 14 Feb 2010, 19:08
QUOTE (JeDi @ 14 Feb 2010, 18:51)
Da sind auch diverse andre Züge schneller - wenn man aber die Strecke kennt, kennt man den Grund.

Ich hatte leider noch nicht das Vergnügen - erzähl unsure.gif

Geschrieben von: firefly am 14 Feb 2010, 19:19
QUOTE (Xenon @ 14 Feb 2010, 18:08)
Naja, wofür man für eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 80km/h auch einen ICE braucht, erschließt mir nicht so wirklich. Anderswo sind sogar viele RE/RB-Linien schneller als dieser "Hochgeschwindigkeitszug".

Um eine Möglichkeit zu bekommen, Plätze zu reservieren. Hört sich albern, ist auch albern. Aber die unsägliche Trennung von Fern- und Nahverkehr ist so tief, dass man sie selbst noch an solchen Details erkennt.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 14 Feb 2010, 19:23
QUOTE (Fastrider @ 14 Feb 2010, 18:50)
Wirklich nur 80? Kaum zu glauben. Da sind DIEX und ALEX schneller.

Na ja, etwas schneller, bis langsamer:

DIEX: 82-90 km/h
ALEX: München-Prag: 74 km/h (davon bis Furth im Wald: 88 km/h)
ALEX: München-Hof: 88 km/h

EC-Verbindungen sollten laut ursprünglicher Definition der Europäischen Bahnen mal eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 90 km/h haben, im Hochgebirge 80 km/h rolleyes.gif

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 14 Feb 2010, 19:24
QUOTE (Fastrider @ 14 Feb 2010, 18:50)
Wirklich nur 80? Kaum zu glauben. Da sind DIEX und ALEX schneller.

Auf meiner Stammlinie fahren die ICE-T wenigstens 100er bis 110er Schnitt.

Wobei es aber das Kuriosum gibt, dass die IC, welche in Gotha halten, eine Minute schnelle sind/waren als die ICE die in Gotha halten.
Nur die ICE die nicht in Gotha halten, sind paar Minuten schneller als die IC, aber auch nicht sehr.

Außerhalb der SFS lohnen sich einfach keine ICE, weil man mit vmax 160 km/h und diversen Geschwindigkeitseinbrüchen in Bahnhöfen und Kurven einfach niemals schnell als 120er Schnitt sein wird.

Geschrieben von: Autobahn am 16 Feb 2010, 20:02
QUOTE (ICE-T-Fan @ 14 Feb 2010, 19:24)
Außerhalb der SFS lohnen sich einfach keine ICE, weil man mit vmax 160 km/h und diversen Geschwindigkeitseinbrüchen in Bahnhöfen und Kurven einfach niemals schnell als 120er Schnitt sein wird.

Ist nur eine Frage der Firmenpolitik. Ein ICE ist nun mal teurer biggrin.gif

Geschrieben von: JeDi am 16 Feb 2010, 20:44
QUOTE (Autobahn @ 16 Feb 2010, 20:02)
Ist nur eine Frage der Firmenpolitik. Ein ICE ist nun mal teurer biggrin.gif

Kannst du das auch Belegen? Wie kommt dann sowas wie:

user posted image

Zustande?

Geschrieben von: luc am 16 Feb 2010, 21:26
QUOTE (JeDi @ 16 Feb 2010, 20:44)
Kannst du das auch Belegen? Wie kommt dann sowas wie:

http://johannesduering.jo.funpic.de/Diverses/Fahrkartenscans/icezuschlag.jpg

Zustande?

Ist doch schon im Vergleich zu früher ein Zuschlag. Schissalpino konnte man zumindest bis zur Einführung der ICE-T ohne Zuschlag fahren (tariflich in etwa IR/D-Zug). Wann genau umgestellt wurde, weiß ich nicht mehr.

Geschrieben von: JeDi am 16 Feb 2010, 21:52
QUOTE (luc @ 16 Feb 2010, 21:26)
Ist doch schon im Vergleich zu früher ein Zuschlag. Schissalpino konnte man zumindest bis zur Einführung der ICE-T ohne Zuschlag fahren (tariflich in etwa IR/D-Zug). Wann genau umgestellt wurde, weiß ich nicht mehr.

Warum? Ein D gehört zum Nahverkehr der PK IC/EC - der Fahrpreis für PK ICE und PK IC/EC ist auf der Gäubahn (von wenigen Abweichungen +50 cent) identisch.

Geschrieben von: luc am 17 Feb 2010, 00:12
QUOTE (JeDi @ 16 Feb 2010, 21:52)
Warum? Ein D gehört zum Nahverkehr der PK IC/EC - der Fahrpreis für PK ICE und PK IC/EC ist auf der Gäubahn (von wenigen Abweichungen +50 cent) identisch.

Das war aber noch vor 2002. Und IR war sogar nach dem großen Tarifchaos m.W. PK C. Vor 2002 gab es allerdings kaum einen tariflichen Unterschied zwischen IR und Regionalzügen, mit Ausnahmen wie Verbundverkehr und SWT beispielsweise. Also war die "Heraufstufung" des CIS in den ICE-Tarif schon eine Preissteigerung.

Geschrieben von: 146225 am 17 Feb 2010, 20:17
QUOTE (luc @ 17 Feb 2010, 00:12)
Das war aber noch vor 2002. Und IR war sogar nach dem großen Tarifchaos m.W. PK C. Vor 2002 gab es allerdings kaum einen tariflichen Unterschied zwischen IR und Regionalzügen, mit Ausnahmen wie Verbundverkehr und SWT beispielsweise. Also war die "Heraufstufung" des CIS in den ICE-Tarif schon eine Preissteigerung.

Ist aber an sich jucke, weil der CIS Geschichte auf der Gäubahn ist und die ICE-Ersatzzüge wohl als IC verkehren werden - und das gleiche kosten wink.gif

Geschrieben von: luc am 18 Feb 2010, 19:18
QUOTE (146225 @ 17 Feb 2010, 20:17)
Ist aber an sich jucke, weil der CIS Geschichte auf der Gäubahn ist und die ICE-Ersatzzüge wohl als IC verkehren werden - und das gleiche kosten  wink.gif

Nein, der CIS war damals wie ein Interregio oder D-Zug ohne InterCity-Zuschlag. Der D ist mittlerweile zur Produktklasse IC/EC (früher PK cool.gif aufgestiegen, der IR blieb bis zu seiner Einstellung in Produktklasse C.

Geschrieben von: sbahnfan am 19 Feb 2010, 10:40
Der Achsentausch beim ICE wird erst Ende 2011 beginnen und Monate dauern, berichtet n-tv, siehe http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-tauscht-Achsen-aus-article736106.html.

Es wird also noch etwas länger Einschränkungen im ICE-Verkehr geben.

Geschrieben von: Bayernlover am 19 Feb 2010, 10:46
"Etwas" ist gut. Das wird das Image des Fernverkehrs und der DB im allgemeinen auf ewig schädigen, da bin ich mir sehr sicher.

Geschrieben von: Boris Merath am 19 Feb 2010, 11:05
QUOTE
In Zukunft wolle die Bahn bereits bei der Planung der Züge intensiver mit der Industrie zusammenarbeiten.


Soso.... war dieser Punkt der Bahnreform wohl doch nicht so toll? :-)

Geschrieben von: 146225 am 19 Feb 2010, 20:17
QUOTE (sbahnfan @ 19 Feb 2010, 10:40)
Der Achsentausch beim ICE wird erst Ende 2011 beginnen und Monate dauern

Das wäre eigentlich wirklich ein Argument, sich über einen gescheiten Gäubahn-ICE-Ersatz bis Ende 2012 (wenn Ende 2011 erst der Achsentausch beginnt, vorausgesetzt, die Achsen erweisen sich als tauglich und finden die Gnade des EBA, dauert das ja eh ins Jahr 2012 hinein) Gedanken zu machen. Also z.B. über den Einsatz frisch modernisierter Wagen, soweit und sobald die SBB diese zur Verfügung stellen kann, und auch über den Einsatz von schweiztauglichen 185/186 im "Päckle", um das Thema Köpfen in RSI fahrzeitmäßig zu entschärfen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Sep 2012, 00:29
Ab Fahrplanwechsel 09.12.12 verkehren IC 180 und IC 285 Mo-Fr, So statt täglich. (Entfall Samstags).
IC 181 und IC 284 verkehren Mo-Sa statt täglich (Entfall Sonntags).
Die Einschränkungen gelten nur für den Abschnitt Singen-Stuttgart.
http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/default/dok/415/415658.gaeubahn_ice_mit_neigetechnik_nicht_in_s@de.html

Geschrieben von: yeg009a am 1 Sep 2012, 08:09
QUOTE (218 466-1 @ 1 Sep 2012, 01:29)
Ab Fahrplanwechsel 09.12.12 verkehren IC 180 und IC 285 Mo-Fr, So statt täglich. (Entfall Samstags).
IC 181 und IC 284 verkehren Mo-Sa statt täglich (Entfall Sonntags).
Die Einschränkungen gelten nur für den Abschnitt Singen-Stuttgart.
http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/default/dok/415/415658.gaeubahn_ice_mit_neigetechnik_nicht_in_s@de.html

Wenn ich das so was lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Warum will die Bahn nicht zur Neigetechnik, das für die Fahrzeitverkürzung von Stuttgart nach Zürich via Singen erforderlich ist, zurückkehren? Und die Streichung von einzelnen Zugverbindungen an bestimmten Tagen zum Fahrplanwechsel aufgrund der "geringen Auslastung" ist meiner Meinung nach eine schwache Leistung, die sie das erbringen kann.

QUOTE (Siehe Link im Zitat)

Diese Reisezeiten zwischen Zürich und Stuttgart werden sich darüber hinaus im Oktober und November aufgrund von Streckensperrungen mit Schienenersatzverkehr um eine Stunde verlängern, teilte die Deutsche Bahn weiter mit.
Woher ist die Information, das die Grünen im Bericht wiedergegeben hat? Im http://bauarbeiten.bahn.de/baden-w/Strecke/740-Stuttgart-Horb-Rottweil-Tuttlingen-Singen/51 steht nirgends, daß es zu Einschränkungen wegen Bauarbeiten im Oktober/November kommt.

Laut Reiseauskunft der Bahn soll von 08.10. bis 18.11. Einschränkungen der Zugverbindungen zwischen Stuttgart und Singen geben.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 1 Sep 2012, 08:39
Nich zu fest schütteln. Die Begründung bezüglich Neigetechnik steht nämlich sogar im verlinkten Text.

Geschrieben von: yeg009a am 1 Sep 2012, 09:18
Eine kurze Frage: Wird auf der Strecke von Frankfurt nach Leipzig und weiter nach Dresden weiterhin mit Neigetechnik gefahren?

Geschrieben von: 146225 am 1 Sep 2012, 09:40
QUOTE (yeg009a @ 1 Sep 2012, 10:18)
Eine kurze Frage: Wird auf der Strecke von Frankfurt nach Leipzig und weiter nach Dresden weiterhin mit Neigetechnik gefahren?

Es verkehren die Baureihen 411 und 415. Allerdings bogenlangsam, bogenschneller Betrieb ist noch immer nicht wieder zugelassen.

Geschrieben von: yeg009a am 1 Sep 2012, 09:55
@Auer Trambahner: Es könnte sein, daß die von der Bahn "Die DB teilte darin mit, dass die Hersteller der ICE-Fahrzeuge "immer noch keine Lösung zum erneuten Einsatz der Neigetechnik gefunden" haben. Damit gibt es auch keine Reisezeitverkürzung auf dieser Strecke, wie dies im Vertrag von Lugano mit der Schweiz vereinbart worden ist." aufgestellte Begründung, welches die Industrie sich nicht in der Lage sehe, ein Lösung für den erneuten Neigetechnikeinsatz zu finden, fadenscheinig ist. Und warum bitteschön dauert das so lange, bis eine Lösung für das technische Problem in der Neigeteichnik gefunden wird?

----

Und wie sieht das mit der Pendolino in Italien, mit dem ICN in der Schweiz, X2000 in Schweden und Krengetog in Norwegen aus? Funktionieren sie heute noch, oder ereilt ihnen auch das gleiche Schicksal, wie beim ICE-T?

Geschrieben von: tobster am 1 Sep 2012, 11:31
QUOTE (yeg009a @ 1 Sep 2012, 10:55)
Und wie sieht das mit der Pendolino in Italien, mit dem ICN in der Schweiz, X2000 in Schweden und Krengetog in Norwegen aus? Funktionieren sie heute noch, oder ereilt ihnen auch das gleiche Schicksal, wie beim ICE-T?

Andere Länder kriegen das auf die Reihe.
Ich war letztes Wochenende mit den http://en.wikipedia.org/wiki/Class_390s in England unterwegs - die neigen sich fleißig mit bis zu 200 km/h, ohne Probleme. Auf der Rückfahrt sogar mit -12 in London Euston angekommen. Und das im sonst so gescholtenen englischen Bahnnetz biggrin.gif

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 1 Sep 2012, 19:00
QUOTE (yeg009a @ 1 Sep 2012, 10:18)
Eine kurze Frage: Wird auf der Strecke von Frankfurt nach Leipzig und weiter nach Dresden weiterhin mit Neigetechnik gefahren?

Nein. Bis Juni wurde hier zwar mit Neigetechnik aber nicht bogenschnell gefahren. Seit Juni wurde die Neigetechnik festgelegt, um weitere Kürzung der Wartungsintervalle zuvor zu kommen.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 1 Sep 2012, 19:02
QUOTE (yeg009a @ 1 Sep 2012, 10:55)
Und warum bitteschön dauert das so lange, bis eine Lösung für das technische Problem in der Neigeteichnik gefunden wird?

----

Und wie sieht das mit der Pendolino in Italien, mit dem ICN in der Schweiz, X2000 in Schweden und Krengetog in Norwegen aus? Funktionieren sie heute noch, oder ereilt ihnen auch das gleiche Schicksal, wie beim ICE-T?

Das Problem ist, dass die neuen Achsen aus dem neuen alten Stahl schwerer werden als die aktuellen Achsen aus dem hochfesten modernen Stahl. Dadurch steigen die Achslasten und darum gibt es Probleme mit dem EBA und auch der DB Netz bezüglich der Neuzulassung des Betrieb mit aktiver Neigetechnik.

Geschrieben von: yeg009a am 5 Sep 2012, 22:05
QUOTE (tobster @ 1 Sep 2012, 12:31)
Andere Länder kriegen das auf die Reihe.
Ich war letztes Wochenende mit den http://en.wikipedia.org/wiki/Class_390s in England unterwegs - die neigen sich fleißig mit bis zu 200 km/h, ohne Probleme. Auf der Rückfahrt sogar mit -12 in London Euston angekommen. Und das im sonst so gescholtenen englischen Bahnnetz biggrin.gif

Das ist interessant. Wo hat Dein Zug zuletzt gehalten, bevor er nonstop nach London Euston weiterfuhr?

Geschrieben von: tobster am 6 Sep 2012, 00:25
QUOTE (yeg009a @ 5 Sep 2012, 23:05)
QUOTE (tobster @ 1 Sep 2012, 12:31)
Andere Länder kriegen das auf die Reihe.
Ich war letztes Wochenende mit den http://en.wikipedia.org/wiki/Class_390s in England unterwegs - die neigen sich fleißig mit bis zu 200 km/h, ohne Probleme. Auf der Rückfahrt sogar mit -12 in London Euston angekommen. Und das im sonst so gescholtenen englischen Bahnnetz biggrin.gif

Das ist interessant. Wo hat Dein Zug zuletzt gehalten, bevor er nonstop nach London Euston weiterfuhr?

Das war ein Zug von Glasgow Central nach London Euston (verkehren stündlich). Und tagsüber von Warrington Bank Quay nach London nonstop in 1h52 (durch Milton Keynes, Nuneaton, Stafford, Crewe, falls du die Route nachvollziehen willst). Über Straßen wären das gut 300 km, also eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 165km/h.

Geschrieben von: sbahnfan am 19 Sep 2012, 17:45
QUOTE (ICE-T-Fan @ 1 Sep 2012, 20:02)
Das Problem ist, dass die neuen Achsen aus dem neuen alten Stahl schwerer werden als die aktuellen Achsen aus dem hochfesten modernen Stahl. Dadurch steigen die Achslasten und darum gibt es Probleme mit dem EBA und auch der DB Netz bezüglich der Neuzulassung des Betrieb mit aktiver Neigetechnik.

Also werden die ICE-T möglicherweise nie mehr mit aktiver Neigetechnik fahren ph34r.gif

Im Nachhinein wäre es besser gewesen, anstelle der ICE-T die gleiche Anzahl weiterer ICE 2 zu beschaffen. Aber das Desaster mit Achsen und Neigetechnik konnte man damals ja noch nicht wissen...

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 20 Sep 2012, 22:41
QUOTE (sbahnfan @ 19 Sep 2012, 18:45)
Also werden die ICE-T möglicherweise nie mehr mit aktiver Neigetechnik fahren ph34r.gif

Im Nachhinein wäre es besser gewesen, anstelle der ICE-T die gleiche Anzahl weiterer ICE 2 zu beschaffen. Aber das Desaster mit Achsen und Neigetechnik konnte man damals ja noch nicht wissen...

Genauso sieht es aus.

Allerdings waren die 411er ursprünglich als Ablösung der IC-Züge gedacht gewesen und darum wurden sie ja auch eine Zeit lang ICT = Intercity-Triebzug genannt. Der ICE2 kann diese Aufgabe nicht erfüllen, zumal es Strecken wie Berlin-Stralsund gibt, wo die ICE-A (401/402) keine Zulassung haben.

Außerdem konnte bis 2008 ja das volle Potential der GNT genutzt werden. Das Achsproblem verhindert zwar derzeit den Einsatz der Neigetechnik, stellt aber keinen neigetechnikspezifischen Mangel dar.

Derzeit könnte die DB eher 70 zusätzlich ICE3 gebrauchen, wobei die zwischen Fulda und Leipzig auch nicht sinnvoll eingesetzt werden könnten, da sie zu langsam sind.
Neulich als Triebzug 4683 als Ersatz für Triebzug 1129 nach Dresden gefahren ist, ist dieser ICE3MF zwischen Erfurt und Eisenach (für 160 km/h ausgebaut) stellenweise nur 120-140 km/h gefahren, da ohne Einsatz der Wirbelstrombremse wichtige Bremshundertstel fehlten.

Die ICE gehören halt auf die Schnellfahrstrecken und nicht in die Peripherie.

Geschrieben von: Rev am 20 Sep 2012, 23:28
QUOTE
Allerdings waren die 411er ursprünglich als Ablösung der IC-Züge gedacht gewesen und darum wurden sie ja auch eine Zeit lang ICT = Intercity-Triebzug genannt. Der ICE2 kann diese Aufgabe nicht erfüllen, zumal es Strecken wie Berlin-Stralsund gibt, wo die ICE-A (401/402) keine Zulassung haben.

War da nicht mal was das der ICE-A seit einem Jahr oder so keine Einschränkungen mehr auf dem DB Netzt hat ich bilde mir ein da was gelesen zu haben. Und die eine Strecke Berlin - Stralsund sehe ich jetzt nicht so kritisch die hätte man schon anpassen können.

Ich finde es sehr schade das wir in Deutschland keinen Zug haben der ohne Probleme mit der GNT fährt. Die Fahrten die ich in Neigetechnik Zügen gemacht habe hatten durchaus einen gewissen Reiz.


Das Problem mit den schweren Achsen finde ich auch wieder sehr komisch ich mein man wusste ja davor schon was die Achsen auf die Wage bringen und ist jetzt wieder davon überrascht das das ein Problem ist?

Geschrieben von: ropix am 21 Sep 2012, 08:07
QUOTE (Rev @ 21 Sep 2012, 00:28)
Das Problem mit den schweren Achsen finde ich auch wieder sehr komisch ich mein man wusste ja davor schon was die Achsen auf die Wage bringen und ist jetzt wieder davon überrascht das das ein Problem ist?

Nein, man ist seit Jahren völlig Ahnungslos. Kommt am besten darin zum Ausdruck dass regelmäßig vergessen wird zum Leergewicht eines Zuges noch seine Ladung hinzuzurechnen (aktuellstes Beispiel Müngstener Brücke)

Geschrieben von: DumbShitAward am 21 Sep 2012, 08:15
QUOTE (yeg009a @ 1 Sep 2012, 10:55)
Und wie sieht das mit der Pendolino in Italien, mit dem ICN in der Schweiz, X2000 in Schweden und Krengetog in Norwegen aus? Funktionieren sie heute noch, oder ereilt ihnen auch das gleiche Schicksal, wie beim ICE-T?

*hust* Chisalpino Due *hust* Gotthardstrecke *hust* zu schwer *hust*

Blöde Erkältung

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 21 Sep 2012, 09:15
QUOTE (Rev @ 21 Sep 2012, 00:28)
War da nicht mal was das der ICE-A seit einem Jahr oder so keine Einschränkungen mehr auf dem DB Netzt hat ich bilde mir ein da was gelesen zu haben. Und die eine Strecke Berlin - Stralsund sehe ich jetzt nicht so kritisch die hätte man schon anpassen können.

Das -A steht ja für Lademaßüberschreitung und auf einigen Strecken in Norddeutschland, wie Stralsund-Anklam-Berlin gibt es Brücken über Wasserstraßen, wo der ICE-A aufgrund seines Lichtraumprofils nicht entlang fahren darf.

-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=187076
-> http://ice-fanforum.de/index.php?id=187084

Geschrieben von: Mühldorfer am 21 Sep 2012, 15:41
Frage zum Problem Neigetechnik Trassen und Geschwindigkeit allgemein:

Welcher minimale Kurvenrdius ist standardmäßig zulässig für folgenden Betriebsfall?

1. V-Plan 160km/h
2. Keine Neigetechnik.
3. Strecke auch für jeden Güterzugsverkehr geeignet.

Daher Kurvenüberhöhung als Kompromiß für 160km/h einerseits und u.U. stehende Güterzüge.

Keine Einschränkungen aufgrund von Lichtraumprofil planumsseitig angenommen.

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 22 Sep 2012, 12:46
QUOTE (Mühldorfer @ 21 Sep 2012, 16:41)
Frage zum Problem Neigetechnik Trassen und Geschwindigkeit allgemein:

Welcher minimale Kurvenrdius ist standardmäßig zulässig für folgenden Betriebsfall?

1. V-Plan 160km/h
2. Keine Neigetechnik.
3. Strecke auch für jeden Güterzugsverkehr geeignet.

Daher Kurvenüberhöhung als Kompromiß für 160km/h einerseits und u.U. stehende Güterzüge.

Keine Einschränkungen aufgrund von Lichtraumprofil planumsseitig angenommen.

Ausgehend von der Tabelle in http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke dürfte bei 160 km/h der Radius in der Größenordnung 1500 m liegen.

Mit NT bei 1000 m.

Geschrieben von: 218 466-1 am 20 Nov 2012, 03:39
Das Eingrenzen des Angebots bei den Gäubahn-IC geht weiter. Einige Umläufe Stuttgart-Zürich fahren ab 09.12.12 lt. fernbahn.de nur noch mit drei Wägli.

Geschrieben von: 146225 am 20 Nov 2012, 05:53
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2012, 03:39)
Das Eingrenzen des Angebots bei den Gäubahn-IC geht weiter. Einige Umläufe Stuttgart-Zürich fahren ab 09.12.12 lt. fernbahn.de nur noch mit drei Wägli.

Zumindest im Abschnitt Stuttgart-Singen.

Geschrieben von: rautatie am 20 Nov 2012, 10:17
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2012, 03:39)
Das Eingrenzen des Angebots bei den Gäubahn-IC geht weiter. Einige Umläufe Stuttgart-Zürich fahren ab 09.12.12 lt. fernbahn.de nur noch mit drei Wägli.

Ich selber brauche diese Strecke zwar normalerweise nicht, aber ich höre von Leuten aus Stuttgart schon seit langem Beschwerden über die schlechte Verbindung in Richtung Zürich... Und jetzt wird sie noch schlechter gemacht?

Manchmal verstehe ich die Bahn wirklich nicht...

Geschrieben von: 218 466-1 am 21 Nov 2012, 02:58
Es ist offensichtlich, dass DB-Fernverkehr für die Verbindung Stuttgart-Zürich nichts mehr übrig hat und wenn die SBB nicht darauf bestehen würde, wäre der Fernverkehr von der Gäubahn längst verschwunden.
Vor einigen Jahren musste man noch wegen der hohen Auslastung von fünfteiligen 415 auf siebenteilige 411 umstellen. Dann kam das Aus für die Neigetechnik mit Anschlussverlust in Stuttgart, dann der Abzug der ICE und Ersatz durch IC (wobei ich persönlich die Lokbespannten IC mit 101 und SBB-Wagen besser weil komfortabler finde, als die ICE-T) und nun die Beschränkung der Verkehrstage bei zwei Zugpaaren und die Verkürzung der Zuglänge zwischen Stuttgart und Singen bei IC 180 (Mo-Do) und IC 283 (Di-Fr).
Die SBB sollte m.M. nicht hinnehmen, wie DB-Fernverkehr mit ihnen umspringt. Da wäre es wesentlich besser, wenn die SBB-Deutschland GmbH mit der NVBW kooperieren würde (Direktvergabe) und man unter Beibehalt des Rollmaterials und der Fahrzeiten, die Zuggattung zwischen Stuttgart und Singen von IC in IRE ändert. Die SBB müsste sich nicht mehr mit DB-Fernverkehr herum ärgern, DB-Fernverkehr wäre diese "lästigen" IC los und die Fahrgäste hätten stündliche und schnelle Direktverbindungen mit dem Baden-Württemberg Ticket und alle wären zufrieden. wink.gif
Bleibt noch zu hoffen, dass der Ausbau der Gäubahn mit Doppelspurinseln und Erhöhung der Geschwindigkeit voran kommt. Dann könnten auch die Lokbespannten Züge ohne Neigetechnik (die wird wohl ohnehin nicht mehr kommen) die 8 Minuten schneller fahren, um die Anschlüsse wieder zu erreichen.

Geschrieben von: viafierretica am 21 Nov 2012, 08:21
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2012, 03:39)
Das Eingrenzen des Angebots bei den Gäubahn-IC geht weiter. Einige Umläufe Stuttgart-Zürich fahren ab 09.12.12 lt. fernbahn.de nur noch mit drei Wägli.

Sehr praktisch, dann kann die DB wieder jubeln, dass sich die Auslastung im Fernverkehr erhöht...
Mit ganzen drei Wagen im Fernverkehr hat man endlich Balkan-Verhältnisse erreicht.

Geschrieben von: Jogi am 21 Nov 2012, 09:45
QUOTE (rautatie @ 20 Nov 2012, 10:17)
Ich selber brauche diese Strecke zwar normalerweise nicht, aber ich höre von Leuten aus Stuttgart schon seit langem Beschwerden über die schlechte Verbindung in Richtung Zürich... Und jetzt wird sie noch schlechter gemacht?

Es ist doch allenfalls eine marginale Verschlechterung, wenn statt 4 lediglich 2 B-Wagen zur Verfügung stehen - und die wird wohl kaum jemand jucken, da kaum jemand mitfährt. Klar ist das nicht toll, doch man bedenke dabei noch eine mögliche Alternative: Statt Lok mit 3 Wagen keine Lok mit ohne Wagen.

Und auch wenn ich die Auslastung dieser beiden betroffenen Züge nicht kenne, üblicherweise ist es aktuell außer im WE-Verkehr bei der Linie kein Problem, kurz vor Abfahrt in Stuttgart noch einen freien Vierer zu finden. Und selbst Freitag nachmittags ist ein freier Sitzplatz trotz der übersichtlichen Wagenzahl ohne Probleme zu bekommen - nur um mal anzudeuten, wie die übliche Auslastung der Züge auf dem deutschen Abschnitt ist, die spätabends um 21 Uhr herum oder vormittags um 10 kaum höher sein wird.

QUOTE (218 466-1 @ 21 Nov 2012, 02:58)
Vor einigen Jahren musste man noch wegen der hohen Auslastung von fünfteiligen 415 auf siebenteilige 411 umstellen.

Gnja, stimmt nur zum Teil (v.a. binnenschweizerisch, s.u.): Vor der Umstellung auf reinen ICE-Betrieb fuhren hier neben den ICE-T.5 auch zwei bzw. drei Cisalpini mit 9 Wagen - und die waren im WE-Verkehr nötig. Die Eigenwende Sonntag abends eines CIS in Stuttgart um 18 Uhr binnen 8 Minuten war immer toll anzusehen, war so eine Art Vorübung für den NIM-Express im Berufsverkehr biggrin.gif. Sprich, nach Abzug der Cisalpini hat man mit der Umstellung auf siebenteilige ICE-T über den Tag verteilt in etwa die gleiche Sitzplatzzahl anbieten können - und die Maximalkapazität eines Zuges wurde und wird nur in Nachfragespitzen gebraucht.
(Edit: Die Schweizer waren über die Umstellung auch nicht glücklich, vor allem in der HVZ waren die 5-teiligen ICE zwischen Schaffhausen und Zürich wohl dauernd überfüllt.)

Geschrieben von: Galaxy am 21 Nov 2012, 20:13
QUOTE (ICE-T-Fan @ 22 Sep 2012, 12:46)

Ausgehend von der Tabelle in http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke dürfte bei 160 km/h der Radius in der Größenordnung 1500 m liegen.

Mit NT bei 1000 m.

Was würde eigentlich passieren wenn die Neigetechnik während der Kurvenfahrt streikt?

Geschrieben von: Rev am 21 Nov 2012, 21:16
QUOTE
Was würde eigentlich passieren wenn die Neigetechnik während der Kurvenfahrt streikt?

Gar nichts haben die 612 oft genug biggrin.gif . Dich zieht es halt mal schnell sehr stark zur Seite. Entweder die Neigetechnik funktioniert dann gleich wieder oder man fährt halt langsamer, stehen möchte ich dabei aber ned wenn es passiert biggrin.gif.

Hab es um Hof schon ein paar mal gehabt das die Neigetechnik mitten in der Kurve weg war oder kurz davor. Meistens ging es dann gleich wieder mit dem neigen weiter ohne die Fahrt zu unterbrechen oder sie wurde eben ausgeschalten.

Der Wagenkasten geht in so einem Fall in der Regel relativ zügig in die Waagrechte.

Geschrieben von: firefly am 22 Nov 2012, 14:11
QUOTE (Jogi @ 21 Nov 2012, 09:45)
(Edit: Die Schweizer waren über die Umstellung auch nicht glücklich, vor allem in der HVZ waren die 5-teiligen ICE zwischen Schaffhausen und Zürich wohl dauernd überfüllt.)

Das ist aber auch nicht gerade eine Liebeserklärung der Schaffhäuser an ihre SBB, wenn sie sich statt dessen in die Triebzüge einer DB drängelt haben, die es angeblich nicht halb so gut macht.

Geschrieben von: Naseweis am 22 Nov 2012, 14:19
QUOTE (firefly @ 22 Nov 2012, 14:11)
Das ist aber auch nicht gerade eine Liebeserklärung der Schaffhäuser an ihre SBB, wenn sie sich statt dessen in die Triebzüge einer DB drängelt haben, die es angeblich nicht halb so gut macht.

Wenn du 9-17 Uhr in Zürich sein willst, kommst du dann schon um 8 Uhr an und fährst erst um 18 Uhr, nur weil in der geraden Stunde der SBB-IR fährt, in der ungeraden der DB-ICE?

Geschrieben von: JeDi am 22 Nov 2012, 14:42
QUOTE (Naseweis @ 22 Nov 2012, 14:19)
Wenn du 9-17 Uhr in Zürich sein willst, kommst du dann schon um 8 Uhr an und fährst erst um 18 Uhr, nur weil in der geraden Stunde der SBB-IR fährt, in der ungeraden der DB-ICE?

Damals fuhr noch zeitnah ein IR über die jeweils zweite Strecke nach Zürich (Bülach oder Winterthur).

Geschrieben von: 146225 am 28 Nov 2012, 22:12
QUOTE (firefly @ 22 Nov 2012, 14:11)
Das ist aber auch nicht gerade eine Liebeserklärung der Schaffhäuser an ihre SBB, wenn sie sich statt dessen in die Triebzüge einer DB drängelt haben, die es angeblich nicht halb so gut macht.

Das ist schlicht und einfach daneben gelabert - das liegt weder an DB-Zug oder SBB-Zug und es läge auch nicht am Zug wenn dort die RZD fahren würde - es liegt daran, das im Gegensatz zum herzlich bescheuerten Tarifsystem in Deutschland der IC(E) in der Schweiz auch nicht mehr oder weniger kostet als jeder andere Zug. Heißt: Der Fahrgast schert sich einen (Appenzeller? Gruyere? Emmentaler?) Käse darum, was für ein Zug kommt - er nimmt den nächsten, der in seine Richtung fährt, und gut ist.

Geschrieben von: firefly am 29 Nov 2012, 02:25
QUOTE (146225 @ 28 Nov 2012, 22:12)
Das ist schlicht und einfach daneben gelabert - das liegt weder an DB-Zug oder SBB-Zug und es läge auch nicht am Zug wenn dort die RZD fahren würde - es liegt daran, das im Gegensatz zum herzlich bescheuerten Tarifsystem in Deutschland der IC(E) in der Schweiz auch nicht mehr oder weniger kostet als jeder andere Zug. Heißt: Der Fahrgast schert sich einen (Appenzeller? Gruyere? Emmentaler?) Käse darum, was für ein Zug kommt - er nimmt den nächsten, der in seine Richtung fährt, und gut ist.

Wenn der Käse stimmen würde, den du hier schreibst, müssten ja alle Züge von Schaffhausen nach Zürich brechend voll sein. Davon ist aber nicht die Rede.
Also kannst du mit deiner unqualifizierten Schwarz-Weiss-Malerei gleich wieder abzischen, *******.

Geschrieben von: 146225 am 29 Nov 2012, 05:42
QUOTE (firefly @ 29 Nov 2012, 02:25)
Wenn der Käse stimmen würde, den du hier schreibst, müssten ja alle Züge von Schaffhausen nach Zürich brechend voll sein. Davon ist aber nicht die Rede.
Also kannst du mit deiner unqualifizierten Schwarz-Weiss-Malerei gleich wieder abzischen, *******.

Ich gebe offen zu, hier keine Fahrgastzahlen pro Zug auf dieser Relation neben mir liegen zu haben. Ich mußte nur einen aus deutscher Sicht verzerrten Blickwinkel mal mit Schweizer Realitäten konfrontieren, und da ist nun mal ganz offensichtlich die Tatsache nicht unerheblich, daß ein Schweizer Fahrgast nicht mit unterschiedlichen Preisen belästigt wird, daher also vermutlich in der Regel der nächste erreichbare (Anschluß-)Zug ohne Ansehen desselben genutzt wird.

Insofern solltest Du schon lange weg sein bevor Du anderen in Deiner unnachahmlichen Arroganz das "Abzischen" empfiehlst.

Geschrieben von: NJ Transit am 29 Nov 2012, 07:15
Wenn ihr euch die Köpfe einschlagen wollt, tut das bitte woanders, aber nicht hier. Danke!

Geschrieben von: JeDi am 29 Nov 2012, 08:22
QUOTE (146225 @ 28 Nov 2012, 22:12)
Das ist schlicht und einfach daneben gelabert - das liegt weder an DB-Zug oder SBB-Zug und es läge auch nicht am Zug wenn dort die RZD fahren würde - es liegt daran, das im Gegensatz zum herzlich bescheuerten Tarifsystem in Deutschland der IC(E) in der Schweiz auch nicht mehr oder weniger kostet als jeder andere Zug. Heißt: Der Fahrgast schert sich einen (Appenzeller? Gruyere? Emmentaler?) Käse darum, was für ein Zug kommt - er nimmt den nächsten, der in seine Richtung fährt, und gut ist.

Um mal wieder was objektives beizutragen: Auf manchen Strecken schon - hier kosten die Fernzüge teils massive Kilometerzuschläge. Und dann wäre da ja noch der Glacier-Express (nachdem Aussagen ja bekanntlich widerlegt sind, sobald es ein Gegenbeispiel gibt biggrin.gif), Kontingentierte und Zuggebundene Sparangebote kennt der Schweizer ja auch.

Nein, ich glaube, der Schweizer Vorteil liegt doch eher am flächendeckenden System. Vergleichbare Strecken und Angebote sind hier wie dort auch vergleichbar nachgefragt. Bevor jetzt wieder jemand mit den tollen 10Dosto+Verstärkermodul-Garnituren kommt - die Teile bewegen sich vom Platzangebot her in der Dimension eines ICE-Vollzuges.

Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Nov 2012, 09:05
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QUOTE
Das ist schlicht und einfach daneben gelabert

QUOTE
Also kannst du mit deiner unqualifizierten Schwarz-Weiss-Malerei gleich wieder abzischen, *******.

QUOTE
Insofern solltest Du schon lange weg sein bevor Du anderen in Deiner unnachahmlichen Arroganz das "Abzischen" empfiehlst.

QUOTE
Wenn ihr euch die Köpfe einschlagen wollt, tut das bitte woanders, aber nicht hier. Danke!

Popkornkino vom feinsten! laugh.gif laugh.gif laugh.gif *SCNR*

Geschrieben von: ICE-T-Fan am 29 Nov 2012, 16:58
QUOTE (Rev @ 21 Nov 2012, 21:16)
Gar nichts haben die 612 oft genug biggrin.gif . Dich zieht es halt mal schnell sehr stark zur Seite. Entweder die Neigetechnik funktioniert dann gleich wieder oder man fährt halt langsamer, stehen möchte ich dabei aber ned wenn es passiert biggrin.gif.

Hab es um Hof schon ein paar mal gehabt das die Neigetechnik mitten in der Kurve weg war oder kurz davor. Meistens ging es dann gleich wieder mit dem neigen weiter ohne die Fahrt zu unterbrechen oder sie wurde eben ausgeschalten.

Der Wagenkasten geht in so einem Fall in der Regel relativ zügig in die Waagrechte.

Ich kenne auch mindestens einen Fall der Fehlsteuerung, wo der Wagenkasten in die falsche Richtung geneigt worden ist. Da gabs sogar Leichtverletzte mit Prellungen und Schürfwunden.

Aber abgesehen von den Vereisungsproblemen im Winter sind die 612er ja wieder sehr zuverlässig, zumindest bei uns in Thüringen.

Geschrieben von: Mühldorfer am 30 Nov 2012, 23:00
Hallo,
zum Anfang, Gäubahn, Stuttgart-Zürich, wieviel Minuten Fahrzeitgewinn bringt denn da Neigetechnik?
Welche Mehrkosten aus teureren Fahrzeugen, Wartungsaufwand für Zug und Gleis?
Welche Reisendenanzahlen Zürich-Raum Stuttgart mit Zeitengpässen, der Fernverkehr ist doch bald beschleunigt im Rheintal von Basel bis Karlsruhe!
Viele Privatfahrten werden ja mit Ländertickets absolviert, 30€ ( hin und zurück ) weniger, 1h mehr Fahrzeit, gerne!

Geschrieben von: JeDi am 30 Nov 2012, 23:07
QUOTE (Mühldorfer @ 30 Nov 2012, 23:00)
Hallo,
zum Anfang, Gäubahn, Stuttgart-Zürich, wieviel Minuten Fahrzeitgewinn bringt denn da Neigetechnik?

Runde 15. Zusammen mit diversen Verbesserungen auf Schweizer Gebiet ist eine Passende Ankunft in Stuttgart für Anschluss von und zur ICE-Linie 42 Richtung Mannheim/Frankfurt möglich.

QUOTE
Welche Reisendenanzahlen Zürich-Raum Stuttgart mit Zeitengpässen, der Fernverkehr ist doch bald beschleunigt im Rheintal von Basel bis Karlsruhe!


Wenn der erwähnte Anschluss in Stuttgart denn gehalten würde, würde Mannheim - Zürich via Rheintal mit Katzenbergtunnel 3:24 dauern; via Stuttgart ebenfalls 3:24...

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Dec 2012, 01:36
QUOTE (Mühldorfer @ 30 Nov 2012, 23:00)
Hallo,
zum Anfang, Gäubahn, Stuttgart-Zürich, wieviel Minuten Fahrzeitgewinn bringt denn da Neigetechnik?

8 Minuten.

Geschrieben von: 146225 am 13 Dec 2012, 19:52
QUOTE (218 466-1 @ 20 Nov 2012, 03:39)
Das Eingrenzen des Angebots bei den Gäubahn-IC geht weiter. Einige Umläufe Stuttgart-Zürich fahren ab 09.12.12 lt. fernbahn.de nur noch mit drei Wägli.

Diesbezüglich durft ich heute in Stuttgart Hbf den IC 183 bewundern, der in genau dieser Kombination - also 101 - Bpm - Bpm - Apm - gefahren wird. Na schön, die Beschleunigung ist gut, aber sonst ist das doch echt nur wieder der DB-Fernverkehr-eigene Drang zum Beförderungsfälle stapeln. 5 Minuten vor Abfahrt in Stuttgart konnte ich nur hoffen, daß in Horb oder Rottweil bestenfalls so viele Reisende wieder zusteigen, wie auch aussteigen - sonst gibt es einen hoffnungslos überfüllten IC. Selbst den Apm konnte man nicht als gähnend leer bezeichnen, auch wenn hier noch der eine oder andere Einzelplatz frei gewesen wäre.

Und das für einen Donnerstag vormittag außerhalb aller Schulferien, 9:56 Uhr ab Stuttgart.

Geschrieben von: 146225 am 6 Mar 2013, 19:27
Über die Zukunft des Fernverkehrs http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gaeubahn-stuttgart-keine-schnellen-ices-auf-gaeubahn.15dcd974-64dc-4f53-a09d-787091c890e8.html wird http://www.suedkurier.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/aktuelles/baden-wuerttemberg/Gaeubahn-Bahn-verzichtet-auf-Neigetechnik;art417921,5942309 entlang der Strecke http://www.nrwz.de/nrwz/region/00047754.

Geschrieben von: 218 466-1 am 6 Mar 2013, 22:29
Die offizielle PM der DB:
http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/3263974/bw20130304a.html
Es hat doch nicht wirklich jemand geglaubt, die ICE-T würden jemals zurückkehren, oder? laugh.gif Grube ist manchmal zu Späßen aufgelegt, wie http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Grube-kaempft-fuer-Gaeubahn;art4319,554501, aber das war mir bereits damals klar.
Wie geht es Weiter? Die NT ist jedenfalls vom Tisch. Das wird auch Herr Goido Wolf irgendwann einsehen (müssen). Ich bin froh, dass man dort nicht mehr von den 411-Kisten belästigt wird und die ETR 610 bekommen von DB-Netz offenbar keine Zulassung.
In anderen Foren wird über weitere Dosto-IC spekuliert. Ich persönlich wäre für die Beibehaltung der jetzigen Züge mit 101 und SBB-Wagen und Gattungswechsel in Singen zum IRE. Ein durchgehender Regionalverkehrs-Stundentakt Stuttgart-Singen ist eigentlich längst überfällig.
Den Streckenausbau sollte man anders planen. Mit Doppelspurinseln und 160 km/h Abschnitten, ggf. Streckenbegradigungen, kann man auch ohne NT viel Zeit heraus holen.

Geschrieben von: JeDi am 6 Mar 2013, 22:31
QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:29)
Ich bin froh, dass man dort nicht mehr von den 411-Kisten belästigt wird und die ETR 610 bekommen von DB-Netz offenbar keine Zulassung.

Du bist froh, deine Anschlüsse in Stuttgart zu verpassen und in rollenden Großraumbüros ohne Bordgastronomie befördert zu werden?

Geschrieben von: 218 466-1 am 6 Mar 2013, 22:39
QUOTE (JeDi @ 6 Mar 2013, 22:31)
Du bist froh, deine Anschlüsse in Stuttgart zu verpassen und in rollenden Großraumbüros ohne Bordgastronomie befördert zu werden?

Das mit den Anschlüssen wird ja nun in einem anderen Konzept erarbeitet. Der mangelnde Komfort der ICE-T würde mich dort von Fahrten gänzlich abhalten. Ich sehe nicht ein, den FV-Tarif für ICE-T, die das "E" uberhapt nicht verdient haben zu zahlen. Das gilt auch auf München-Berlin, wo für mich nur die beiden MET-ICE in Frage kommen. Die SBB-Wagen finde ich jedenfalls sehr bequem. Mehr Komfort ist mir wichtiger, als einige Minuten Zeitgewinn.

Geschrieben von: JeDi am 6 Mar 2013, 22:44
QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:39)
Ich sehe nicht ein, den FV-Tarif für ICE-T, die das "E" uberhapt nicht verdient haben zu zahlen.

...was dich auf der Gäubahn nicht von einer ICT-Nutzung abhalten würde. Von einer Ausnahme abgesehen ist der Tarif für A und B nämlich identisch.

Geschrieben von: sbahnfan am 9 Mar 2013, 16:18
QUOTE (218 466-1 @ 6 Mar 2013, 22:39)
Der mangelnde Komfort der ICE-T würde mich dort von Fahrten gänzlich abhalten.

Was stört dich denn am Komfort des ICE-T ? Die Inneneinrichtung ist bis auf den etwas schmaleren Wagenkasten mit der Inneneinrichtung der ICE 3 identisch.

Geschrieben von: Jogi am 28 Mar 2013, 14:31
Die DB bestätigt das weiter oben angesprochene, neue Betriebskonzept auf der Gäubahn zwischen Stuttgart, Singen (Htw) und Zürich: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/3733742/bw20130328.html?start=0&itemsPerPage=20

Die heute veröffentlichte PM im Wortlaut (eigene Hervorhebungen):
QUOTE
DB plant Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in neue Intercity- Züge für Baden-Württemberg • Ab Ende 2017 stündliche IC[-]Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit Anerkennung von Nahverkehrsfahrkarten zwischen Stuttgart und Singen

(Stuttgart/Berlin, 28. März 2013) Gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann hat Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, am Donnerstag ein neues Fahrplankonzept für die Gäubahn vorgestellt. Die Planung sieht ab Dezember 2017 stündliche umsteigefreie Intercity-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich und damit eine Verdopplung des heutigen Fernverkehrsangebots vor.

Auch für Kunden des Regionalverkehrs wird sich die Anzahl an schnellen Verbindungen zwischen Stuttgart und Singen zukünftig verdoppeln: Sie können dann auf diesem Abschnitt die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne weiteren Aufpreis nutzen. Dieses Angebotskonzept wurde gemeinsam mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt. Zum Einsatz sollen fabrikneue IC-Züge mit hochwertiger Fernverkehrsausstattung kommen.

Ermöglicht wird dies über eine Takt- und Tarifintegration der Fernverkehrsleistungen in das Nahverkehrsangebot. Dabei ist geplant, dass zwischen Stuttgart und Singen der stündliche Fernverkehr die alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge ersetzt. Für die Freigabe der Fernverkehrszüge für Nahverkehrskunden wird das Land der DB einen Ausgleich für die Mindereinnahmen zahlen, die sich aus der Anerkennung der Nahverkehrstarife ergeben. Dafür muss das Land keine RE-Leistungen auf dem Abschnitt Stuttgart–Singen bestellen. Dieses Konzept wird bereits zum Dezember 2013 auf der Strecke Bremen Emden/Norddeich Mole gemeinsam mit den Ländern Niedersachsen und Bremen umgesetzt.

„Das neue Konzept bringt viele Verbesserungen für unsere Kunden. Sie profitieren künftig von stündlichen IC-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit modernen und komfortablen Fernverkehrszügen“, sagte Ulrich Homburg. „Zusätzlich haben Reisende aus Herrenberg, Gäufelden, Bondorf (b. Herr.), Sulz (Neckar), Oberndorf (Neckar), Spaichingen und Engen [= die heutigen RE-Halte, an denen keine IC halten mit Ausnahme von Ergenzingen] alle zwei Stunden eine Direktverbindung nach Zürich, da die IC-Züge auch die Halte der heutigen RE-Züge bedienen werden.“

"Nach der vorläufigen Absage der Neigetechnik auf der Gäubahn bin ich froh, dass wir eine Interimslösung erarbeitet haben. Das Angebot wird für die Fahrgäste deutlich besser werden durch Stundentakt und IC-Qualität der Züge", so Winfried Hermann.

Die Fahrzeit der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich wird bei etwa drei Stunden bleiben. Die Intercity-Züge werden jedoch in einer anderen Zeitlage verkehren und daher im Stuttgarter Hauptbahnhof künftig deutlich bessere Anschlüsse, z.B. in Richtung Köln, Frankfurt (Main), Berlin, Nürnberg und München haben. Auch Böblingen kommt mit einem neuen IC-Halt in den Genuss von stündlichen Direktverbindungen nach Stuttgart und Zürich.

Die finalen Detailplanungen für die Realisierung des neuen Zugangebots werden bis Jahresmitte abgeschlossen sein.

Neue Fernverkehrsfahrzeuge für Baden-Württemberg

Die Deutsche Bahn plant Investitionen von etwa 300 Millionen Euro in fabrikneue Intercity-Züge, die zukünftig in ganz Baden-Württemberg unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge werden deutlich besser als die heutigen IC- und RE-Züge ausgestattet sein und über bequeme Einstiege, komfortable Sitze mit viel Beinfreiheit sowie Steckdosen an jedem Einzel- bzw. Doppelsitz verfügen. In allen Zügen wird es reservierungspflichtige Fahrradstellplätze geben. Sie werden nicht nur auf der Gäubahn sondern auch auf der IC-Linie Karlsruhe–Pforzheim–Stuttgart–Aalen–Nürnberg zum Einsatz kommen.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland


Das MVI-Ministerium Baden-Württembergs hat (noch?) keine eigene PM veröffentlicht, sondern die DB-Meldung übernommen.

Mit den "fabrikneuen Intercity-Zügen" sind übrigens Doppelstockwagen gemeint. Die verbesserten Anschlüsse in Stuttgart bei gleicher Fahrzeit sprechen dafür, dass die Züge in Zürich früher losfahren, d.h. sie wären dann neu im 30er-Knoten eingebunden.

Der SWR hat ein paar weitere Informationen in http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11206996/1r73beb/index.html:
Die genannten Anschlussverbesserungen sollen bereits zwei Jahre vor dem neuen Betriebskonzept umgesetzt werden. Zudem wird hier die "Interimslösung" in wenig konkretisiert. Das neue Konzept solle bis 2025 gelten, weil sich "durch Stuttgart 21 die Anbindungs-Situation für die Gäubahn ändern" dürfe. Wenn man bedenkt, dass offiziell noch 2021 als Eröffnungsdatum für die neue Tiefgarage im Raum steht, ist das - mindestens bemerkenswert.

---
@ Mods: Wäre es möglich, den Threadtitel ein wenig allgemeiner zu formulieren, z.B. "Fernverkehr auf der Gäubahn" o.ä.? Ist schließlich schon etwas länger her, seit die ICEs dort abzogen wurden.

Geschrieben von: JeDi am 28 Mar 2013, 15:40
Mmh... Klingt sehr danach, dass man in der aktuellen RE-Lage +/- fährt.

Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

Geschrieben von: Jogi am 28 Mar 2013, 17:39
QUOTE (JeDi @ 28 Mar 2013, 15:40)
Mmh... Klingt sehr danach, dass man in der aktuellen RE-Lage +/- fährt.

Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

Ja und Ja biggrin.gif

Über das MVI ist übrigens auch eine DB-Präsentation über das neue Fahrplankonzept abrufbar: http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/119145/130326_Ubersicht%20neues%20Gaubahnangebot_final_Presse.pdf?command=downloadContent&filename=130326_Ubersicht%20neues%20Gaubahnangebot_final_Presse.pdf zu den PDF-Folien.

Danach sieht der Zielzustand zwei sich zu einem angenährten Stundentakt überlagernde IC-Taktlagen vor (für die Gegenrichtung gilt sinngemäß dieselbe Fahrtlage ITF-üblich gespiegelt):
(i) mit den heutigen IC-Halten:
Stuttgart ab 10.29 Uhr (heute 9.56 Uhr) - an 11.59 Tuttlingen ab 12.00 (heute 11.26/11.28) - ~ 12.20 Singen ~12.25 (heute 11.49/11.57) - 13.25 Zürich (heute 12.55)
Gesamtfahrzeit: 2:56 h (heute 2:59 h)

(ii) zusätzlich mit o.g. RE-Halten außer Ergenzingen und Eutingen:
Stuttgart 11.17 Uhr - 12.59 Tuttlingen 13.00 - 14.25 Zürich
Gesamtfahrzeit: 3:08 h

Diese Abfahrt entspricht der heutigen Abfahrt der Flügel-RE Stuttgart-Eutingen-Rottweil/Freudenstadt. Der Präsentation nach geht der Rottweiler Teil in (ii) auf und mutiert zum Nachfolger für den heutigen RE Stuttgart-Singen, während der Freudenstädter Ast auf den Abschnitt Bondorf-Freudenstadt beschränkt wird. Freudenstadt verliert damit seine Direktverbindung nach Stuttgart, die erst 2006 nach erfolgter Elektrifizierung der Strecke Eutingen-FDS wieder eingeführt wurde.

Wenn es keine "RB" analog des heutigen Flügels Stuttgart-Horb-Rottweil geben sollte, ergeben sich einige Fragen bzw. Verschlechterungen:
Ohne eine solche "RB" ist es schwer, den bestehenden Stundentakt Stuttgart-Freudenstadt beizubehalten, der momentan durch den erwähnten Flügel und zweistündlich versetzt dazu eine Umsteigeverbindung zwischen Singener RE und Karlsruher Stadtbahn in Eutingen angeboten wird.
Außerdem verlören ohne eine zusätzliche "RB" die Halte Eutingen (wobei der Bahnhof sowieso weitab vom Schuss liegt) und Ergenzingen ihre Direktverbindung nach Stuttgart.
Weitergedacht wirkt sich das auch auf die geplante Ausschreibung des Netztes 3 Gäu-Murr aus (heutige RE Nürnberg-Crailsheim-Stuttgart sowie die Gäubahnzüge). Vielleicht auch deswegen die angedachte zeitliche Begrenzung des Angebots bis 2025? Wobei sich Provisorien gerne mal als besonders langlebig erweisen... :lo:

Den heutigen Fahrplan zugrunde gelgt, bietet sich in der Schweiz eine Integration der IC-Züge in den bestehenden RE Schaffhausen-Zürich an, was bedeuten würde (Konjunktiv!), dass im Alpenland neben Schaffhausen und Zürich auch in Bülach und Oerlikon gehalten werden würde. Heute verkehren die Gäubahn-IC nonstop zwischen Rheinfall und ihrem Enbahnhof.

Daneben wird in der verlinkten Quelle auch angemerkt, dass ab 2020 sich die Fahrzeit über den Gotthard nach Italien (Milano) verkürzen werde, wenn der neue Gotthardtunnel in Betrieb geht. Mit dem heutigen Fahrplan verglichen verlängert sich also zwischen 2015 und 2020 die Fahrzeit Stuttgart-Gotthard-Italien um etwa 40 Minuten.

Wo ich mir noch unsicher bin - die Ende 2010 bestellten IC-Dostos verfügen über insgesamt 10 Fahrradstellplätze (4 im Steuerwagen, je 2 in den Zwischenwagen 2. Klasse), die noch dazu reservierungspflichtig sind. Dagegen sind in den heute eigesetzten RE-Dosto-Zügen mindestens zwei Mehrzweckbereiche vorhanden, die im Sommer durchaus stark genutzt werden (Direktanschluss in Singen Richtung Bodensee). Es schaut so aus, als ob das neue Konzept in dem Punkt eine spürbare Kapazitätsreduzierung mit sich bringt.

Geschrieben von: 146225 am 28 Mar 2013, 22:23
QUOTE (JeDi @ 28 Mar 2013, 15:40)
Ein IC-Fahrschein wäre demnach also zwischen Schaffhausen und Singen nachwievor erforderlich...

Formulierungsfehler? Noch ist ja auch nicht bekannt, wie Verbundfahrausweise und/oder Länderticket behandelt werden. Oder was bei einer Fahrkarte Engen-Tiengen via Schaffhausen gälte. Oder...

Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Mar 2013, 00:56
QUOTE
Auch für Kunden des Regionalverkehrs wird sich die Anzahl an schnellen Verbindungen zwischen Stuttgart und Singen zukünftig verdoppeln: Sie können dann auf diesem Abschnitt die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne weiteren Aufpreis nutzen. Dieses Angebotskonzept wurde gemeinsam mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt. Zum Einsatz sollen fabrikneue IC-Züge mit hochwertiger Fernverkehrsausstattung kommen.
Ermöglicht wird dies über eine Takt- und Tarifintegration der Fernverkehrsleistungen in das Nahverkehrsangebot. Dabei ist geplant, dass zwischen Stuttgart und Singen der stündliche Fernverkehr die alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge ersetzt.
(...) Die Deutsche Bahn plant Investitionen von etwa 300 Millionen Euro in fabrikneue Intercity-Züge


Das ist das Ende des Fernverkehrs auf der Gäubahn, nur schön verpackt. mad.gif Die neuen Züge werden nichts anderes, als RE in Weiß sein. Die DB lässt sich die "IC" subventionieren und verhindert zudem, dass der NV auf der Gäubahn ausgeschrieben wird.
Überhaupt werden die Fahrgäste mit der Zuggattung "IC" aber Gültigkeit der NV-Fahrkarten unnötig verwirrt. Da wäre es besser, wenn man in Singen die Zuggattung zu IRE bzw. RE wechseln würde.
Metropolen wie Gäufelden werden künftig IC-Halt. laugh.gif
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.

Es wäre besser, wenn man die jetzigen Züge mit 101 und SBB-Wagen beibehalten und zwischen TS und RSI als IRE fahren lassen würde. Dann wäre wenigstens der Komfort besser und die Gültigkeit der Fahrkarten durchsichtiger. Dies, sowie die ca. 30 Minuten Verschiebung der Fahrlage, hätte man bereits beim letzten Fahrplanwechsel umsetzen können, wenn die DB nicht "geschlafen" hätte. Nun muss man bis 2015 warten, da sich die SBB bis dahin bei ihren Fahrplänen bereits festgelegt hat. Die 300 Mio. Euro wären in den Streckenausbau besser investiert.rolleyes.gif

Geschrieben von: DumbShitAward am 29 Mar 2013, 01:57
Na das schreit ja nach Stadler DoSto-IC...

Ich spiele hier mal den advocatus diaboli und ich weiß auch, dass ich jetzt von ganz bestimmten Leuten niedergeschrien werde:

Zwar gebe ich 218 466-1 recht, dass das im Endeffekt auf weißlackierte REs hinausläuft, allerdings nicht zwingend aus Gründen des Wagenmaterials. Vielmehr ist die Anerkennung von Nahverkehrsfarscheinen die größere Gefahr für den IC als das der ICx je sein könnte. So toll sind unsere Bpmz ja auch nicht in Schuss als ob man da noch von "Fernverkehrsqualität" sprechen könnte... wurde gerade gestern wieder von einem Bpmz-Sitzfeder rektal missbraucht. Nein, es ist primär die Klientel die einen IC von einem (I)RE unterscheidet und so böse das klingen mag (ich sagte ja, ich spiele den Anwalt des Teufels), die ist im IC einfach erträglicher (Betonung liegt auf dem Komparativ!) als im RE. Wenn jetzt jeder Knallkörper zum BaWü-Ticket-Preis den IC benutzen kann, na dann Prost (Wortspiel beabsichtigt)... Es lockt wohl kaum so viele Leute auf die Schiene als es IC-Kunden ins Auto jagt und fern jeglicher ökonomischer Überlegungen kann das ja aus der Sicht des der Bahn eher wohlgesinnten Menschen nicht der Sinn der Sache sein.

Ob es denn wirklich zu einer objektiven Komfortverschlechterung in Sachen Rollmaterial führt wird sich zeigen: allerdings dürfte eine Verschlechterung im Vergleich zum derzeitigen SBB-Material eigentlich nur mit Vieh- oder n-Wagen möglich sein...

Geschrieben von: 146225 am 29 Mar 2013, 09:19
QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Überhaupt werden die Fahrgäste mit der Zuggattung "IC" aber Gültigkeit der NV-Fahrkarten unnötig verwirrt. Da wäre es besser, wenn man in Singen die Zuggattung zu IRE bzw. RE wechseln würde.



Typisches deutsches Überflüssigkeitsproblem: Würden wir unsere selbst errichteten kreuzüberflüssigen Mauern im Irrgarten des Tarifdschungels endlich mal konsequent niederreißen, käme es gar nicht zu solchen Überlegungen. Ist doch egal, wie die Zuggattung heißt, solang der Kunde eine Fahrkarte kauft! Meinst Du, zwischen Schaffhausen und Zürich juckt es irgendwen, ob der Zug RE oder IC heißt? Doch nur im Hinblick auf die Unterwegshalte - sonst wegen nix.


QUOTE
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.


Wenn Du schon mit den bis jetzt noch gar nicht existenten Dosto unterwegs warst, dann sei bitte doch auch so nett und stelle einen bebilderten Bericht ins Forum, damit wir an Deinem Wissen, was es geben wird und nicht geben wird auch Teil haben können.



Geschrieben von: 146225 am 29 Mar 2013, 09:25
QUOTE (DumbShitAward @ 29 Mar 2013, 01:57)
Es lockt wohl kaum so viele Leute auf die Schiene als es IC-Kunden ins Auto jagt und fern jeglicher ökonomischer Überlegungen kann das ja aus der Sicht des der Bahn eher wohlgesinnten Menschen nicht der Sinn der Sache sein.

Wieso eigentlich? Es ist für meine Auffassung ein guter Kompromiss: Für einen stündlichen RE bis/ab Singen plus den IC war das Land seither zu geizig, und es wäre wohl auch mit der Eingleis-Infrastruktur der Gäubahn etwas schwierig stabil umsetzbar, wenn man noch solche Dinge wie 3er-Ringzüge, Güterzüge und ähnliches dazwischen denkt. So ist das jetzt die Umsetzung des Machbaren, bei der sogar noch ein Stundentakt bis/ab Zürich herauskommt und die alle potentiellen Fahrgäste gleich berücksichtigt.

Was im Nachgang vielleicht noch zu überlegen wäre, wäre eine Verdichtung der "SE" zwischen Stuttgart und Horb, um hier im vorprovinzmetropolistischen zweigleisigen Bereich auch abseits der S1 ein dichtes Angebot zu bieten und mittelfristig mit Ausnahme von eventuell Eutingen im Gäu bei den Zürcher Zügen die Halte zwischen Böblingen und Horb wieder kübeln zu können.

Geschrieben von: Spirit of ChristianMUC am 29 Mar 2013, 09:54
QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Auch der Komfort wird m.M. im Vergleich zu den SBB-Wagen deutlich schlechter. Verstellbare Sitze wird es nicht mehr geben. Dafür Treppen und Reihenbestuhlung. Lediglich gegenüber den jetzigen Dostos der RE gibt es leichte Verbesserungen.

Seit wann haben die SBB-Wagen verstellbare Sitze?

Geschrieben von: Jogi am 29 Mar 2013, 10:26
QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Das ist das Ende des Fernverkehrs auf der Gäubahn, nur schön verpackt. mad.gif

Grütze. Das Ende des Gäubahn-FV ist das Rumpfangebot, so wie es heute besteht: Ohne sinnvolle überregionale Anschlüsse in Stuttgart liegt die Linie isoliert im deutschen Fernverkehrsnetz; das Fahrgastpotential beschränkt sich somit im Wesentlichen auf Württemberg und Teile Hohenzollerns. Das Ende vom Lied ist, dass die 5-Wagen-Garnituren selbst im WE-Verkehr nicht mal voll ausgelastet sind; sowie dass der schicke 3-Wagenzug abends gar keine Platzprobleme aufweist und man sich vormittags ebendort lediglich in Ferienzeiten einen Viererplatz aussuchen muss, der mit mehr als 2 Personen besetzt ist.

Mit der heutigen Konzeption gewinnt man dort keinen Blumentopf. Ach was, nicht mal eine Schaufel Erde.

QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Die neuen Züge werden nichts anderes, als RE in Weiß sein. Die DB lässt sich die "IC" subventionieren und verhindert zudem, dass der NV auf der Gäubahn ausgeschrieben wird.

Öhm, ja.
Bloß: Zunächst gilt das "nur" bis 2025. Was danach kommt, weiß man nicht; und irgendwann muss der "echte" RV dort ausgeschrieben werden.

Und nicht vergessen: Die Alternative lautet entweder gar keinen FV, denn angesichts der "Negativspirale" (VCD) schlechtes Angebot -> weniger Reisende -> schlechteres Angebot -> ... würde irgendwann auch die DB sich den SBB querstellen; oder als andere Option bleibt bloßer SBB-gestützter FV, dann aber ohne tarifliche Integration ins DB-Gefilde. Da kann man's gleich bleiben lassen. Zudem stellt sich auch die Frage nach dem Wagenmaterial, irgendwann wollen auch sie ihre Wagen zurückhaben.

QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Überhaupt werden die Fahrgäste mit der Zuggattung "IC" aber Gültigkeit der NV-Fahrkarten unnötig verwirrt. Da wäre es besser, wenn man in Singen die Zuggattung zu IRE bzw. RE wechseln würde.

Muss man jetzt wirklich verstehen, warum Du oben das "Ende des Fernverkehrs" hier beklagst, hier aber eine Umbezeichnung in IRE forderst? unsure.gif

Ansonsten - was verwirrt da? So lange das auf einen klaren Abschnitt begrenzt bleibt (also Stuttgart-Singen), gibt es genügend Kommunikationskanäle, um den Reisenden klar zu machen, mit euren RV-Tickets könnt Ihr so und so mitfahren. Da fallen mir andere Stolperstricke ein, die die DB erst mal entfernen könnte...

Zudem wurde dir bereits im ICE-Treff verklickert, warum die SBB als Hauptinteressent an der Linie dabei nicht mitspielen, die Züge nördlich von Singen als IRE fahren zu lassen.

QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
Metropolen wie Gäufelden werden künftig IC-Halt. laugh.gif

Als IRE wär das gleiche in Ordnung. Ah ja.... rolleyes.gif

QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2013, 00:56)
[...] die ca. 30 Minuten Verschiebung der Fahrlage, hätte man bereits beim letzten Fahrplanwechsel umsetzen können, wenn die DB nicht "geschlafen" hätte. Nun muss man bis 2015 warten, da sich die SBB bis dahin bei ihren Fahrplänen bereits festgelegt hat. Die 300 Mio. Euro wären in den Streckenausbau besser investiert.rolleyes.gif

Häh? Du beklagst Dich über die DB, bennenst aber gleichzeitig den Grund, warum man die Taktlage nicht kurzfristig verschieben konnte? blink.gif
Bzgl. des Geldes: Das ist die übliche Milchmädchenrechnung. Investitionsmittel von DB-FV kommen nicht ins Netz.

---

QUOTE (DumbShitAward @ 29 Mar 2013, 01:57)
Ich spiele hier mal den advocatus diaboli und ich weiß auch, dass ich jetzt von ganz bestimmten Leuten niedergeschrien werde:

Ach, du Armer... ph34r.gif


QUOTE (DumbShitAward @ 29 Mar 2013, 01:57)
[..] Wenn jetzt jeder Knallkörper zum BaWü-Ticket-Preis den IC benutzen kann, na dann Prost (Wortspiel beabsichtigt)... Es lockt wohl kaum so viele Leute auf die Schiene als es IC-Kunden ins Auto jagt und fern jeglicher ökonomischer Überlegungen kann das ja aus der Sicht des der Bahn eher wohlgesinnten Menschen nicht der Sinn der Sache sein.

Wenn man deine Einschätzung, wie viele FV-Kunden dem neuen Gäubahnangebot ihren Rücken zukehrten an der aktuellen Nachfrage im deutschen Abschnitt misst, dann übersteigt das Regio-Klientel die Zahl bei weitem. Die Auslastung dümpelt irgendwo bei 20 Prozent rum; bei der Abfahrt in Stuttgart ist den ersten beiden 2.-Klasse-Wagen typischerweise kaum ein Vierer mit mit mehr als einer Person besetzt; bis Singen ändert sich sich das nicht wesentlich (und es verbessert sich gleich dreimal nicht). Aus ökonomischer Sicht ist das neue Angebot wesentlich besser als das heutige Rumgesprengsel, wo eigentlich nur der mitfährt, der als Ziel Stuttgart oder gar keine Alternative zur Verfügung hat, denn augenscheinlich ohne mehr Kilometer zu fahren gibt es:
  • Stundentakt Stuttgart-Zürich von morgens bis abends
  • endlich auch einen vernünftigen Stundentakt Singen-Stuttgart; so dass sich auch hier eine gleichmäßige Verteilung einstellen dürfte
  • neues, zur Strecke passendes Material
  • auch eine Verbesserung des Regionalverkehrs, der für das Land keine Mehrkosten bedeuten dürfte - denn der Verkehrs-Winnie gibt der Bahn mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr Geld als unbedingt nötig

Da kann man jetzt schon davon ausgehen, unterm Strich profitieren davon alle Gäubahnnutzer. Die bloßen IC-Nutzer sind da eine (kleine) Minderheit. Bleibt nur die Frage, wie man das mit dem Ast nach Freudenstadt macht; wenn der Flügel nur um eine Stunde versetzt wird, haben auch sie keine Verschlechterung.

Dann spielst Du noch allgemein auf die Qualität des SPFV an, wenn er für eine breitere Masse geöffnet wird: Mit dem aktuellen Organisationskonstrukt, der strikt zwischen eigenwirtschaftlichen FV und bestelltem RV unterscheidet, hast Du im Wesentlichen zwei Alternativen, die zum gleichen bis sehr ähnlichen Ergebnis führen. Entweder zieht sich (wie so oft) der FV zurück, wo der RV in die Bresche springt. Ergebnis ist, dass der ach so elitäre FV-Kunde entweder gar nicht mitfährt oder sich den Zug mit dem Pöbel den vielfältigen Erscheinungen teilen muss, die RV so mit sich bringt.
Oder man subventioniert den FV mit, was im aktuellen Umfeld v.a. über die Regionalisierungsmittel geht. Dann wollen die Länder aber auch was dafür zurückhaben, was auch eine RV-Ticketnutzung beinhaltet. Ergebnis ist, dass der ach so elitäre FV-Kunde entweder gar nicht mitfährt oder sich den Zug mit dem Pöbel den vielfältigen Erscheinungen teilen muss, die RV so mit sich bringt. Moment, hatten wir das nicht schon?

Wenn Du jetzt die Rechtsvertretung des Gehörnten bist, dann erlaubst Du mir hoffentlich, in ein ähnliches Horn zu stoßen wink.gif Wenn Du nicht mehr mitfährst, freut sich eben jemand anders über deinen Sitzplatz. Bestenfalls ist das ein neuer Kunde. Wen der dann öfters mitfährt, ist das "aus ökonomischen Überlegungen" her durchaus "der Sinn der Sache".

A propos Ökonomisches: Wenn das Land (mit-)bestellt, ist es DB Fernverzehr auch ziemlich wurscht, wer mitfährt, so lange es pünktlich sein Geld kriegt.

QUOTE (DumbShitAward @ 29 Mar 2013, 01:57)
Ob es denn wirklich zu einer objektiven Komfortverschlechterung in Sachen Rollmaterial führt wird sich zeigen:  allerdings dürfte eine Verschlechterung im Vergleich zum derzeitigen SBB-Material eigentlich nur mit Vieh- oder n-Wagen möglich sein...

Juppi, Komfortdiskussion :-)
Der eine mag eben Tomatensauce zu seinen Nudeln, der andere will unbedingt Bolognese, die dritte schwört auf Carbonara. Geschmäcker sind so verschieden.

---

QUOTE (Spirit of ChristianMUC @ 29 Mar 2013, 09:54)
Seit wann haben die SBB-Wagen verstellbare Sitze?

Sobald die Halterung gebrochen ist laugh.gif

*SCNR*

Geschrieben von: Naseweis am 29 Mar 2013, 10:44
QUOTE (146225 @ 29 Mar 2013, 09:19)
Typisches deutsches Überflüssigkeitsproblem: Würden wir unsere selbst errichteten kreuzüberflüssigen Mauern im Irrgarten des Tarifdschungels endlich mal konsequent niederreißen, käme es gar nicht zu solchen Überlegungen. Ist doch egal, wie die Zuggattung heißt, solang der Kunde eine Fahrkarte kauft! Meinst Du, zwischen Schaffhausen und Zürich juckt es irgendwen, ob der Zug RE oder IC heißt? Doch nur im Hinblick auf die Unterwegshalte - sonst wegen nix.

QUOTE (Jogi @ 29 Mar 2013, 10:26)
  • Stundentakt Stuttgart-Zürich von morgens bis abends
  • endlich auch einen vernünftigen Stundentakt Singen-Stuttgart; so dass sich auch hier eine gleichmäßige Verteilung einstellen dürfte
  • ...

Jede Stunde, jede Klasse. cool.gif cool.gif cool.gif

(Was für eine Errungenschaft, der neueste Stand der Forschung!)

Jetzt fehlt in der Tat die Umsetzung auch noch auf:
- Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Vaihingen - Stuttgart
- Stuttgart - Plochingen - Göppingen - Geislingen - Ulm (- Lindau)
- ggf. der Achse Stuttgart-Nürnberg, wobei die beiden unterschiedlichen Routen über Murr und Rems zu bedenken sind
- der stündliche RE Würzburg-Stuttgart

Geschrieben von: 146225 am 29 Mar 2013, 11:31
QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 10:44)
- ggf. der Achse Stuttgart-Nürnberg, wobei die beiden unterschiedlichen Routen über Murr und Rems zu bedenken sind

Da sehe ich immer noch 3 Routen, wobei man die dritte gerade den Fernbuskutschern überlässt.

Geschrieben von: Jogi am 29 Mar 2013, 11:58
QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 10:44)
QUOTE (Jogi @ 29 Mar 2013, 10:26)
  • Stundentakt Stuttgart-Zürich von morgens bis abends
  • endlich auch einen vernünftigen Stundentakt Singen-Stuttgart; so dass sich auch hier eine gleichmäßige Verteilung einstellen dürfte
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Jede Stunde, jede Klasse. cool.gif cool.gif cool.gif

(Was für eine Errungenschaft, der neueste Stand der Forschung!)

Wenn schon, denn schon: Richtig glatt ist der Stundentakt ja nicht, aber es ist auf der Achse (Konstanz-)Singen-Stuttgart insoweit was richtig G'scheides, als dass bei "glatter" stündlicher Abfahrt in Singen mit gutem Anschluss an die Schwarzwaldbahn aus Richtung Bodensee zwar kein Zeitvorteil über Stuttgart hinaus erreicht wird, aber die Frequenz verdoppelt wird. So kann in Stuttgart der Knoten sowohl zur geraden wie auch zur ungeraden Stunde erreicht werden.
Heute fahren dagegen die ICs eine Stunde später in Singen ab, verpassen aber knapp die FV-Anschlüsse in Stuttgart, was wie gesagt ziemlicher Dünnpfiff ist. Und selbst zu besten Neigetechnikzeiten hatte man nur zu geraden Stunden Verbindungen über Rottweil hinaus, die dafür innerhalb einer Viertelstunde in Stuttgart abfuhren.

Das Geplante ist vergleichen zum aktuellen Eilzugversprengsel eine echte "Errungenschaft" - für diese Strecke! Bloß schade, dass der RE--IC-light-Anschluss Nürnberg-Gäubahn natürlich um -1 Minute verpasst wird - aber wenigstens wird der IC erreicht, der freut sich auch über ein paar mehr Reisende.

Bzgl. der Nürnberg-Verbindung: Ohne Ausbau der Murrbahn wird sich da nichts Wesentliches verbessern können. Aber wenn ich sehe, wie lange man da an einer Elektrifizierung diverser auf den Bodensee zulaufenden Strecke nicht rumdoktort oder man zwischen und Mannheim, Frankfurt und Fulda sich eher dem Bedauern über die Überlastung widmet als dem Ausbau, da dauert dass noch... sad.gif
Aber sehen wir es mal positiv, eher dürfte diese "Lokalstrecke" ausgebaut worden sein, als dass zwischen Lünen und Münster ein zweites Gleis liegt. Der Abschnitt steht ja schließlich erst seit den späten 1970ern im Bundesverkehrswegeplan laugh.gif

Und KA-Stuttgart gibt's ja schon, nur nicht tariflicher Integration. Andererseits ist hier fraglich, inwieweit der Fernverkehr da ein Interesse dran hat...

Geschrieben von: Naseweis am 29 Mar 2013, 13:16
QUOTE (Jogi @ 29 Mar 2013, 11:58)
Wenn schon, denn schon: Richtig glatt ist der Stundentakt ja nicht, ...

Ein glatter Stundentakt (zumindest für die Enpunkte) wäre möglich, wenn man die kleinen Halte zweistündlich bedienen würde, also z.B. zweistündlich das Paket Herrenberg-Gäufelden-Bondorf und zweistündlich das andere Paket Sulz-Oberndorf-Spaichingen-Engen. Das passt aber nicht zur geplanten Anschluss-Pendel Bondorf-Freudenstadt sowie nicht richtig zu den S1-Zwischentakt-verträglichen Trasse auf der Mischstrecke S-Rohr - Herrenberg.

Übrigens sollte gerade auch der "IC-IC" (also der schnelle 2h-Takt im Gegensatz zum langsamen 2h-Takt "RE-IC") um 10:29 Uhr nicht ganz S1-Zwischentakt-verträglich sein. Klar, um 10:45 Uhr fährt kein Verstärker in Böblingen stadtauswärts. Es betrifft aber die S1-Verstärker um 06:45, 16:45, 18:45 in Böblingen, denen die "IC-IC" um 06:29, 16:29, 18:29 an Stuttgart (nach Takt) im Nacken sitzen, Gegenrichtung entsprechend wohl auch ein paar Fälle. Ein paar Minuten später (Minute 32 statt 29) können die "IC-IC" nicht fahren, da die 00er-Kreuzung in Tuttlingen erreicht werden muss.

QUOTE
... aber es ist auf der Achse (Konstanz-)Singen-Stuttgart insoweit was richtig G'scheides, als dass bei "glatter" stündlicher Abfahrt in Singen mit gutem Anschluss an die Schwarzwaldbahn aus Richtung Bodensee zwar kein Zeitvorteil über Stuttgart hinaus erreicht wird, aber die Frequenz verdoppelt wird. So kann in Stuttgart der Knoten sowohl zur geraden wie auch zur ungeraden Stunde erreicht werden.
Heute fahren dagegen die ICs eine Stunde später in Singen ab, verpassen aber knapp die FV-Anschlüsse in Stuttgart, was wie gesagt ziemlicher Dünnpfiff ist. Und selbst zu besten Neigetechnikzeiten hatte man nur zu geraden Stunden Verbindungen über Rottweil hinaus, die dafür innerhalb einer Viertelstunde in Stuttgart abfuhren.

Guter Anschluss in Singen an die Schwarzwaldbahn-RE/IRE? Singen an Gäubahn von Stuttgart 25', ab Schwarzwaldbahn nach Konstanz 53', also 28 min Umstieg*. Man erreicht noch den Seehaas um 32' ab Singen, nimmt den IRE/RE gar nicht mehr als Anschluss. Weder mit dem IC-IC noch mit dem IC-RE erreicht man in Stuttgart unterm Strich andere Anschlüsse in Stuttgart, nur eben nicht mehr so lange Umsteigezeiten in Stuttgart wie derzeit noch mit IC. Dafür erreicht man in Singen den Seehaas vor der Schwarzwaldbahn, 10 min früher in Konstanz aber etwas unkomfortablere RB- statt RE-Nutzung.

* Wobei ich mir die Frage stelle, wie man dann die Schwarzwaldbahn-IRE/RE ändern kann, da der 10-min-Aufenthalt des IRE in Singen ohne die korrespondierenden Gäubahn-IC kaum noch Sinn macht. Es bleibt ggf. noch der Anschluss vom Hochrhein-IRE aus Basel in Radolfzell nach Konstanz. Aber zum einen scheint der nur einseitig in Fahrrichtung Konstanz -> Basel zu klappen, zum anderen soll der Hochrhein nach der Elektrifizierung sowieso einen verschobenen Fahrplan erhalten. So könnten also die Schwarzwaldbahn-IRE/RE leicht beschleunigt werden. Wegen der Aufteilung der stündlichen Verbindung Donaueschingen-Immendingen auf Schwarzwaldbahn-RE und Donautal-IRE kann aber wohl nur der Schwarzwaldbahn-IRE berschleunigt werden, wodurch auch diese Linie kein genauer Stundentakt auf Singen-Konstanz erhält. Und für den Schwarzwaldbahn-IRE definiert die Seehaas-Trasse (die um 30 in Singen, an die die Gäubahn Anschluss haben wird) die Grenze der Fahrzeitverkürzung, da man diesen sicher nicht überholen will.

Edit: Bei all den kleinteiligen Details vergessen zu erwähnen. Eigentlich wäre ein zweistündliche Splittung der Gäubahn- und Schwarzwaldbahn-Stundentakte in Singen mit Korrespondenz interessanter:
- Stuttgart-Singen-Zürich und Stuttgart-Singen-Konstanz-St.Gallen
- Karlsruhe-Singen-Zürich und Karlsruhe-Singen-Konstanz-St.Gallen (erteres als Ergänzugsleistung für den Stundentakt, ggf. in Singen gebrochen)
Nur, dazu müssten sich beider erstmal wieder in Singen zur richtigen Minute, welche auch immer, treffen.

QUOTE
Das Geplante ist vergleichen zum aktuellen Eilzugversprengsel eine echte "Errungenschaft" - für diese Strecke! Bloß schade, dass der RE - IC-light-Anschluss Nürnberg-Gäubahn natürlich um -1 Minute verpasst wird - aber wenigstens wird der IC erreicht, der freut sich auch über ein paar mehr Reisende.

Die derzeitigen, stündlichen Murrbahn-RB haben doch sowieso eine recht komische Lage, gerade die haben kaum Anschlüsse in Stuttgart. Statt in Schwäbisch Hall neuerdings ca. 15 min rumzustehen, sollte man ca. 15 min versetzt direkt um 00 in Schwäbisch Hall fahren, auf Backnang-Waiblingen eine S-Bahn früher. Problem ist leider die 30er-Kreuzung, die am besten auf einen hypothetischen Begegnungsbschnitt Oppenweiler-Sulzbach fiele. Ok, es entstünden wohl weitere Probleme bzw. Fragen, wie der zweistündliche Anschluss an die Diesel-RE Crailsheim-Heilbronn, die zweistündliche Wendezeit in Schwäbisch Hall, der S4-Anschluss in Backnang usw.

QUOTE
Bzgl. der Nürnberg-Verbindung: Ohne Ausbau der Murrbahn wird sich da nichts Wesentliches verbessern können. Aber wenn ich sehe, wie lange man da an einer Elektrifizierung diverser auf den Bodensee zulaufenden Strecke nicht rumdoktort oder man zwischen und Mannheim, Frankfurt und Fulda sich eher dem Bedauern über die Überlastung widmet als dem Ausbau, da dauert dass noch... sad.gif

Ohne den den oben erwähnten 15-min-Aufenthalt in Schwäbisch-Hall wäre die Murrbahn-RB (ich nenne es mal RB, da überall außer an S-Bahn-Halten gestoppt wird) interessanterweise nur noch wenig langsamer als der IC über Aalen. Der Murrbahn-Ausbau an sich wäre in Verbindung mit Neigetechnik eher für eine Fahrzeit von unter 2h für Stuttgart-Nürnberg interessant. Das wäre aber genau die entgegengesetze Entwicklung zu dem, wieso wir hier gerade diskutieren.

Geschrieben von: Jogi am 30 Mar 2013, 12:24
QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 13:16)
Es betrifft aber die S1-Verstärker um 06:45, 16:45, 18:45 in Böblingen, denen die "IC-IC" um 06:29, 16:29, 18:29 an Stuttgart (nach Takt) im Nacken sitzen, Gegenrichtung entsprechend wohl auch ein paar Fälle. Ein paar Minuten später (Minute 32 statt 29) können die "IC-IC" nicht fahren, da die 00er-Kreuzung in Tuttlingen erreicht werden muss.

Jein, das ist "nur" auf Kante genäht. S-Bahn fährt in BB um 16.44 Uhr ab, kommt in Herrenberg um 16.58 Uhr an. Mit den aktuellen RE-Fahrzeiten führe der IC gegen 17 Uhr in Herrenberg durch. Das wird witzig, wenn die S1 ihre übliche 2-Minuten-Verspätung mitschleppt...

QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 13:16)
Guter Anschluss in Singen an die Schwarzwaldbahn-RE/IRE? Singen an Gäubahn von Stuttgart 25', ab Schwarzwaldbahn nach Konstanz 53', also 28 min Umstieg*. Man erreicht noch den Seehaas um 32' ab Singen, nimmt den IRE/RE gar nicht mehr als Anschluss.

Das hab ich verdaddelt - danke für die Korrektur. Aber mit der SBB besteht immerhin ein guter Anschluss nach Konstanz. Wenn sich deren Fahrtlage nicht verändert, hat man für Stgt-Konstanz mit den "IC-IC" eine Fahrzeit von 2:36 h, mit "RE-IC" 2:49 h (heute 2:20 h bzw. 2:58 h).

QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 13:16)
Weder mit dem IC-IC noch mit dem IC-RE erreicht man in Stuttgart unterm Strich andere Anschlüsse in Stuttgart, nur eben nicht mehr so lange Umsteigezeiten in Stuttgart wie derzeit noch mit IC.

Der war gut wink.gif
Ernsthaft, kommt auf den Vergleichspunkt an. Verglichen zu den heutigen IC sind sowohl "RE-IC" als auch (mit längerer Aufenthaltszeit in Stuttgart) zweifellos besser, da die FV-Anschlüsse nach Norden innerhalb einer Viertel- bis einer halben Stunde erreicht werden. Heute muss man da typischerweise eine Dreiviertelstunde warten auf den nächsten FV-Zug Richtung Norden.
Verglichen zu den heutigen (Singener) RE ergeben sich zwar keine Anschlussverbesserungen, aber eine Fahrzeitverkürzung von ca. 15 Minuten (südlich von Rottweil). Da dies wohl im Wesentlichen durch eine entfallene Kreuzung zustande kommt, schmilzt der Fahrzeitvorteil für Rottweil und nördlich davon auf irgendwas von relativ deutlich unter zehn Minuten zusammen.

Aber was ist denn wichtig für den Fernverkehr auf der Strecke? Die heutigen ICs sind eigentlich perfekt eingetaktet in die regionalen Knoten, dort bestehen immer recht kurze Anschlüsse. Auch in Stuttgart werden die üblichen RV-Anschlüsse innerhalb von 20 Minuten erreicht. Offensichtlich bringt das aber nicht wirklich was (was natürlich auch an den Tarifbarrieren liegt).
Es kommt also auf die FV-Anschlüsse in Stuttgart an, um der überregionalen Bedeutung der Strecke gerecht zu werden. Die entsprechenden Anschlüsse in Stuttgart werden ab 2015 für die Gesamtstrecke stündlich erreicht werden statt wie bisher gar nicht (IC) bzw. nur alle 2 Stunden (Abschnitt zwischen Singen und Rottweil) mit längerer Fahrzeit und weniger Komfort (Regio-Dostos). Verglichen zum RE-Stundentakt zwischen Rottweil und Stuttgart hängt es zum einen davon ab, inwieweit da ein ersetzendes "RB-Angebot" zwischen Rottweil, Horb und Großraum Stuttgart bestellt wird, aber zumindest für Rottweil und Horb ergeben sich diesbezüglich die Vorteile, angefangen beim wegfallenden Nichtkomfort der eingesetzten 425er bis zur kürzeren Fahrzeit nach Stuttgart.

Das alles steht unter dem großen Pluspunkt des neuen Angebots. Was Du euphemistisch als "nicht mehr so lange Umsteigezeiten in Stuttgart" bezeichnest und letztlich einer Dreiviertelstunde entspricht (und auf zwanzig bzw. 10 Minuten gesenkt wird), ist eines, was dem Gäubahn-FV eine Nichtnachfrage von 20 Prozent Auslastung beschert. Und es ist der einzige Punkt, an dem kurzfristig ohne Ausbau und/oder Neigetechnik Verbesserungen erfolgen können. Leider geht das nicht ohne einige Verschlechterungen einher, die sich aber wohl in Grenzen halten...

QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 13:16)
Dafür erreicht man in Singen den Seehaas vor der Schwarzwaldbahn, 10 min früher in Konstanz aber etwas unkomfortablere RB- statt RE-Nutzung.

Bei den seehas-FLIRTs stellt sich die Frage eigentlich nicht.

QUOTE (Naseweis @ 29 Mar 2013, 13:16)
Die derzeitigen, stündlichen Murrbahn-RB haben doch sowieso eine recht komische Lage, gerade die haben kaum Anschlüsse in Stuttgart. Statt in Schwäbisch Hall neuerdings ca. 15 min rumzustehen, sollte man ca. 15 min versetzt direkt um 00 in Schwäbisch Hall fahren, auf Backnang-Waiblingen eine S-Bahn früher. Problem ist leider die 30er-Kreuzung, die am besten auf einen hypothetischen Begegnungsbschnitt Oppenweiler-Sulzbach fiele. Ok, es entstünden wohl weitere Probleme bzw. Fragen, [...]

Deswegen Ausbau, ohne den wird hier nicht viel laufen laugh.gif
Aber das werden wir nicht mehr erleben ph34r.gif

Geschrieben von: JeDi am 19 Jun 2013, 21:41
Neues von der Gäubahn Magistrale Stuttgart-Zürich: Wegen mangelnder Gleiskapazität in Stuttgart Hbf wird Stuttgart-Vaihingen ab 15.7. zum IC-Halt...

Geschrieben von: Rev am 19 Jun 2013, 22:13
Aber nicht generell oder? Ich fahre nach dem 15.7 die Strecke und habe dazu noch keine Info bekommen.

Auch die anderen Züge die ich geprüft habe scheinen das im Fahrplan noch nicht drinnen zu haben?

Geschrieben von: JeDi am 19 Jun 2013, 22:46
QUOTE (Rev @ 19 Jun 2013, 23:13)
Auch die anderen Züge die ich geprüft habe scheinen das im Fahrplan noch nicht drinnen zu haben?

Betrifft nur 181, ist in Hafas eingepflegt...

Geschrieben von: DasBa am 20 Jun 2013, 22:13
QUOTE (Rev @ 19 Jun 2013, 23:13)
Aber nicht generell oder? Ich fahre nach dem 15.7 die Strecke und habe dazu noch keine Info bekommen.

Nur für ein paar Wochen.

Geschrieben von: JeDi am 20 Jun 2013, 22:52
QUOTE (DasBa @ 20 Jun 2013, 23:13)
Nur für ein paar Wochen.

Ups, du hast recht. Asche auf mein Haupt. Klingt jetzt danach, dass die Umleitung so lange statt findet, bis die "Gäu-Gleise" 1-6 verschoben sind?

Geschrieben von: DasBa am 21 Jun 2013, 18:35
QUOTE (JeDi @ 20 Jun 2013, 23:52)
Klingt jetzt danach, dass die Umleitung so lange statt findet, bis die "Gäu-Gleise" 1-6 verschoben sind?

Genau so ist es.

Geschrieben von: JeDi am 12 Mar 2015, 21:27
Neues zum neuen Fahrplankonzept im Gäu gibts von Schweizer Seite: Beim http://www.zvv.ch/zvv/de/fahrplan/fpv/teil1.html gibts schon die Fahrplanvorschauen, die die NVBW für Ende Februar versprochen hat... Konkret gibts http://www.zvv.ch/zvv-assets/fahrplan/fahrplanverfahren/teil1/TF%20BK760.pdf

Grundsätzlich werden die Züge Stuttgart-Zürich um (rund) 30 Minuten nach hinten, die Züge Zürich-Stuttgart um (rund) 30 Minuten nach vorne verlegt. Die erste Abfahrt in Stuttgart wird um 8.29 sein (neu wieder täglich), die letzte tägliche um 18.29, dazu fährt um 20:29 an So bis Fr ein Zug (Sa nur ab Schaffhausen).

In Gegenrichtung gehts Mo-Sa um 6.35 los, täglich um 8:35 weiter im 2-Stunden-Takt bis 18.35.

Soweit sich nicht noch was ändert, werden alle Züge in Böblingen halten. Die Durchbindung von 181/182 von/nach Frankfurt Hbf scheint zu entfallen (wobei da m.W. das letzte Wort noch nicht gesprochen ist).

Geschrieben von: Martin H. am 13 Mar 2015, 11:44
QUOTE
Bericht:

Mmh, wäre vielleicht eine Umbenennung in "Fernverkehr auf der Gäubahn", "Sammelthema Fernverkehr Gäubahn" oder ähnliches sinnvoll?

Dachte ich mir auch schon öfter, jetzt erledigt.

Geschrieben von: JeDi am 13 Mar 2015, 11:46
QUOTE (Martin H. @ 13 Mar 2015, 11:44)
QUOTE
Bericht:

Mmh, wäre vielleicht eine Umbenennung in "Fernverkehr auf der Gäubahn", "Sammelthema Fernverkehr Gäubahn" oder ähnliches sinnvoll?

Dachte ich mir auch schon öfter, jetzt erledigt.

Danke dir!

Geschrieben von: Jogi am 16 Jul 2015, 10:26
Ist das neu, was die http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gaeubahn-warterei-auf-anschluesse-entfaellt.5a0fd7cb-3e56-4eb1-a11c-f9fa59c464c7.html über den Ausbau der Doppelspurinseln der Gäubahn schreiben? Ich hab da etwas den Überblick verloren, wann was fertig sein soll, wann etwas fertig sein sollte und wie viel es doch mal kostet wird/würde...
QUOTE
[...] Wobei die zwei südlicheren Abschnitte noch nicht einmal im offiziellen Planverfahren sind und es auch vom dritten Abschnitt keine guten Nachrichten gibt. Udo Becker von der Bahntochter DB Netz berichtete, dass die öffentliche Auslegung der Pläne für Horb–Neckarhausen nicht bis Ende 2014 stattfinden konnte, und deshalb nun niedrigere Lärmschutzwerte gelten. Die Folge: Der Ausbau verzögert sich um ein weiteres Jahr bis 2020. Außerdem steigen die Baukosten von zehn auf 18 Millionen Euro an.


Ansonsten wird nur bekanntes wiederholt: Fahrgastrückgang durch ICE-T ohne -T und schließlich ohne E, im letzten Jahr durchschnittlich 150 Reisende je Zug (tolle Nullinfo...), ab 2017 Stundentakt und Regioticket-Anerkennung. Außerdem kommt es durch Verschiebung der IC um eine halbe Stunde zum kommenden Fahrplan zu Änderungen bei der Stuttgarter S1: Zwar enden weiterhin Züge in Böblingen statt in Herrenberg, die sonst den IC ausbremsen würden, aber es sollen insgesamt mehr Züge bis Herrenberg durchfahren.

Geschrieben von: 218 466-1 am 16 Jul 2015, 17:56
QUOTE (Jogi @ 16 Jul 2015, 11:26)
Ist das neu, was die http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gaeubahn-warterei-auf-anschluesse-entfaellt.5a0fd7cb-3e56-4eb1-a11c-f9fa59c464c7.html über den Ausbau der Doppelspurinseln der Gäubahn schreiben? (...) ab 2017 Stundentakt und Regioticket-Anerkennung. Außerdem kommt es durch Verschiebung der IC um eine halbe Stunde zum kommenden Fahrplan (...)

Neu ist, dass genau das nicht mehr so sicher ist.
Wegen dem "Humpeltakt", aufgrund der unterschidlichen Halte der "IC-schnell" und "IC-langsam" im stüdlichen Wechsel, was In Tuttlingen und Singen Anschlüsse kosten wird und die Busanschlüsse entlang der Strecke erschwert, fordert der Interessenverband Gäubahn, dass dies in einen sauberen Stundentakt geändert wird.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/bahnreisende-duerfen-sich-freuen-die-taktzeiten-der-gaeubahn-werden-nachgebessert/-/id=1552/did=15829876/nid=1552/rid=15830940/1up0m8m/index.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Landesschau-aktuell-Baden-W%C3%BCrttemberg/G%C3%A4ubahn-f%C3%A4hrt-nicht-optimal/SWR-Baden-W%C3%BCrttemberg/Video?documentId=29538206&bcastId=254078

Geschrieben von: Jogi am 14 Jan 2016, 11:17
Bei DsO wird/wurde schon fleißig diskutiert, nun steht die PM aber auch "offiziell" online: Mit Aufnahme des Integrationskonzeptes rollen http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/umsteigefreie-ic-verbindungen-konstanz-stuttgart-ab-ende-2017/. Auch die Regio-Ticket-Integration fährt mit ihnen bis an das Bodenseeufer (wie das wohl ist mit dem Wochenende-IC "Schwarzwald", sollte der in zwei Jahren noch fahren?).

Neben einigem warmem Blabla ("wichtiges Signal für Konstanz", Konstanz profitierte auch vom neuen Gäubahn-Konzept) werden auch Fahrzeiten und Verkehrstage genannt:
QUOTE
Nach derzeitigem Planungsstand starten die IC in Konstanz montags bis samstags um 6.03 Uhr (Ankunft Stuttgart 8.43 Uhr) sowie montags bis freitags  um 18.07 Uhr (Ankunft Stuttgart 20.43 Uhr). In der Gegenrichtung fahren die IC ab Stuttgart montags bis freitags um 14.29 Uhr (Ankunft Konstanz 16.45 Uhr) sowie täglich außer samstags um 21.17 Uhr (Ankunft Konstanz 23.45 Uhr).

Bei der Verbindung die nächtens in Konstanz ankommt und am Morgen zurückfährt handelt es sich also um eine übliche Tagesrandverlängerung, wo der Zug statt in Singen einfach 20 Kilometer weiter südlich übernachtet. Spannender ist da schon das zweite Zugpaar, das nur Mo-Fr nachmittags verkehrt: Für die Weiterfahrt Richtung Zürich dürfte dann in Singen umgestiegen werden. Verkehrstage und die Ankunft-/Abfahrtszeiten in Zürich (17.25/17.35) sprechen für einen Zug mit höher Kapazität.

Geschrieben von: 146225 am 3 May 2016, 19:32
Man hätte es ahnen können: Bombardier + DB Fernverkehr sind gemeinsam vielleicht jetzt nicht unbedingt das Erfolgsduo, dass für einen zu(g)verlässigen IC-Stundentakt zwischen Stuttgart und Zürich ab 2018 steht. Mehr dazu weiß der http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/Gaeubahn-Bitte-umsteigen-in-Singen;art372458,8693171. Mal abgesehen davon, dass nicht sicher ist, ob die IC2 überhaupt rechtzeitig kommen, stehen die Zeichen aktuell wohl mal für (minimum) umsteigen in Singen am Hohentwiel.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 29 May 2016, 21:28
Falsche Züge, kein Ausbau: Ärger um die Gäubahn
Schweiz verweigert Fahrzeugen Zulassung – Bund will kein Geld für zweites Gleis geben: http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Falsche-Zuege-kein-Ausbau-Aerger-um-die-Gaeubahn-_arid,10459281.html

Gäubahn: ein Desaster für die Bahnindustrie
Deutsche Bahn bestellt Züge ohne Zulassung für die Schweiz – Bund will den Ausbau nicht bezahlen – Politiker protestieren: http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Gaeubahn-ein-Desaster-fuer-die-Bahnindustrie-_arid,10459301.html

Geschrieben von: Martin H. am 29 May 2016, 23:11
Sie haben schon Züge mit Zulassung für die Schweiz bestellt, nur diese bisher noch nicht bekommen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 30 May 2016, 00:36
Statt dem erforderlichen Umstieg in Singen, wäre es m.M. besser, das jetzige Konzept mit SBB-IC und RE-D bis zur Zulassung (falls die überhaupt jemals eteilt wird) beizubehalten.

Geschrieben von: 146225 am 30 May 2016, 04:53
QUOTE (218 466-1 @ 30 May 2016, 01:36)
Statt dem erforderlichen Umstieg in Singen, wäre es m.M. besser, das jetzige Konzept mit SBB-IC und RE-D bis zur Zulassung (falls die überhaupt jemals eteilt wird) beizubehalten.

So ähnlich war mein Fazit - die große DB FV wird das niemals laut sagen, aber klammheimlich froh sein, wenn die viel kleinere Nachbarbahn auch weiterhin die Fahrzeuge stellen kann, die ihr selbst schon seit Jahren fehlen.

Geschrieben von: Jogi am 29 Jun 2016, 15:02
Die (kosten-)günstigste Möglichkeit, sich engagiert zu zeigen: Appelle an denjenigen zu richten, der dafür zahlen soll, was man selber will. So https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/verkehrsministerium-und-interessenverband-fordern-vom-bund-ausbau-der-gaeubahn/ (Oh mein Gott, die IG gibt es noch?) einen Ausbau der Gäubahn, weil sie ja kein popelige Hinterlandverbindung ohne Seehafenverkehr ist, sondern an der transeuopanalen Magistrale von Nürnberg und Stuttgart nach BratislavaZürich und sogar weiter bis Mailand liegt. Dabei kam doch erst letztens raus, dass es keine Durchbindung nach Nürnberg geben wird... wacko.gif

Das Spannende steht im letzten Absatz: Das Ba-Wü-Verkerhsministerium hat seine Fühler über den Rhein ausgestreckt und bei den SBB angefragt, ob die sich nicht vorstellen könnten, ihre Neigezüge nach Stuttgart wackeln zu lassen.

QUOTE
Verkehrsministerium und Interessenverband fordern vom Bund Ausbau der Gäubahn

Amtschef Lahl: Gäubahn ist trans-europäische Verbindung
Vorsitzender Guido Wolf: Die Anwohner erwarten endlich klare Fakten

Die Forderung nach einer Aufnahme des Ausbaus der Gäubahn in den „Vordringlichen Bedarf“ des neuen Bundesverkehrswegeplans (BVWP) erhoben das Verkehrsministerium und der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn gemeinsam bei einem Treffen, zu dem der Vorsitzende des Verbands, Justizminister Guido Wolf MdL, den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Norbert Barthle MdB sowie Landesverkehrsminister Winfried Hermann eingeladen hatte. „Die Gäubahn ist alles andere als eine Regionalbahn. Sie verbindet Stuttgart mit Zürich und im Weiteren mit Mailand. Man kann also mit Recht von einer trans-europäischen Eisenbahnverbindung sprechen“, mit diesen Worten unterstrich Prof. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium, in Vertretung von Minister Hermann die Forderung an den Bund.

Zu Beginn des Treffens überreichte Geschäftsführer Rainer Kaufmann dem Staatssekretär Norbert Barthle die Stellungnahmen von knapp 50 Anliegern der Gäubahn. Sie fordern durchweg den unverzüglichen Ausbau der Strecke. Staatssekretär Barthle betonte, dass über den Ausbau der Gäubahn noch nicht entschieden worden sei. Vielmehr bestünde sehr wohl die Möglichkeit, dass Projekte wie etwa der Gäubahnausbau aus dem sogenannten „Potentiellen Bedarf“ in den „Vordringlichen Bedarf“ als der Stufe mit höchster Priorität aufgenommen werden können. Hierfür stünden insgesamt rund 7 Milliarden Euro zur Verfügung. Allerdings müssten vorher alle für eine gesamtwirtschaftliche Bewertung erforderlichen Unterlagen vorliegen.

Über den Status der Gäubahn im Bundesverkehrswegeplan kann Ende August weiter beraten werden. Obwohl die Schieneninfrastruktur Bundesaufgabe ist, hat das Land Baden-Württemberg ein Gutachten in Auftrag gegeben. Damit wird untersucht, wie die im Vertrag von Lugano zwischen Deutschland und der Schweiz vereinbarte Fahrzeitverkürzung auf deutlich unter drei Stunden auch nach dem Rückzug der Deutschen Bahn aus der Neigetechnik erreicht werden kann. Wenn Ende 2016 abschließend über den BVWP im Bund entschieden wird, kann dieses Gutachten nach Überzeugung der Gesprächsteilnehmer mitberücksichtigt werden. Mit Blick auf den alten BVWP, in dem der Gäubahnausbau bereits im Vordringlichen Bedarf enthalten war, forderte der Vorsitzende des Interessenverbands ein Festhalten an dem Ziel von schnellen IC-Verbindungen auf der Achse Nürnberg-Stuttgart-Zürich mit optimalen Anschlüssen nach Berlin und Norditalien. „Die Anwohner entlang der Strecke erwarten nach all den gemachten Versprechungen jetzt endlich klare Fakten zum Gäubahnausbau“, so Justizminister Guido Wolf.

Da sich die Deutsche Bahn aus der in anderen Ländern mit großem Erfolg eingesetzten Neigetechnik zurück gezogen hat, suchte das Verkehrsministerium Baden-Württemberg nach Alternativen. In Gesprächen mit der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) sei klar geworden, dass der Einsatz von schweizerischen Neigetechnik-Zügen auf der Strecke der Gäubahn durchaus eine Option sein könne, berichtete Prof. Lahl. Staatssekretär Barthle bestätigte, dass der Bund im Verkehrswegeplan für die Gäubahn ein „anbieterneutrales Verkehrskonzept“ verfolge, also nicht allein die Interessen der DB AG im Auge habe. „Wir suchen eine einvernehmliche Lösung mit dem Bund und der Bahn. Doch klar ist, dass ein deutlicher Reisezeitgewinn und komfortable Anschlüsse in den Zielbahnhöfen zu vertretbaren Kosten nur mit der Neigetechnik möglich sind“, so Prof. Lahl abschließend.

Quelle: Verkehrsministerium und Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn


Wie immer: eigene Hervohebungen

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 29 Jun 2016, 15:10
Die Strecke müsste durchgehend zweigleisig ausgebaut werden (würde schon eine Beschleunigung bedeuten), auf jeden Fall mindestens bis Rottweil und danach mit Doppelspurinseln.
Evtl. auch eine Filder-NBS Stuttgart-Flughafen - Tübingen - Sulz (Neckar).

Die neuliche Absage der Durchbindung nach Nürnberg ist natürlich eine Katastrophe, denn mit guten Anschlüssen wären so einige gute Verbindungen mit einmaligem Umstieg, z. B. Erfurt - Rottweil, Zürich - Nürnberg (ohne Umstieg) oder Singen - Bamberg drin.


Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Jun 2016, 17:04
QUOTE (DSG Speisewagen @ 29 Jun 2016, 16:10)
Die Strecke müsste durchgehend zweigleisig ausgebaut werden (würde schon eine Beschleunigung bedeuten), auf jeden Fall mindestens bis Rottweil und danach mit Doppelspurinseln.

Das ginge nur dann, wenn die Schweiz zahlt und ordendlich Druck macht.
Auf deutsche Initiative (abgesehen von wenigen Anrainern, denen etwa zehn mal soviele "Wutbürger" entgegen stehen) kannst du lange warten.

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 29 Jun 2016, 19:46
Man müsste ja nur das Verkehrsministerium mit seinen Lobbyisten austauschen. Da sind die Erben von Wissmann.
In Bayern gibt es dafür ja einen netten Ausdruck der das italienisch klingende System gekonnt verniedlicht.

Die Baden-Württembergische Landesregierung würde da sicher was schaffen, wenn sie Entscheidungsbefugnis hätte.

Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Jun 2016, 20:22
QUOTE (DSG Speisewagen @ 29 Jun 2016, 20:46)
Man müsste ja nur das Verkehrsministerium mit seinen Lobbyisten austauschen.

Das ist alle vier Jahre, als nächstes 2017 möglich. Nur welche Partei, außer der Linkspartei (siehe Signatur von chris232) würde daran überhaupt etwas ändern?

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 29 Jun 2016, 20:34
Derzeit ist die Bundesregierung ja eher dabei den SPFV endgültig zu zerstören, u. a. mit Erhöhung der Trassengebühren, während jede Maut für die grünen Gummigeschosse abgelehnt wird von Dobrindt und seinen völlig unabhängigen Kollegen.

Geschrieben von: Bayernlover am 29 Jun 2016, 20:44
QUOTE (218 466-1 @ 29 Jun 2016, 21:22)
Das ist alle vier Jahre, als nächstes 2017 möglich. Nur welche Partei, außer der Linkspartei (siehe Signatur von chris232) würde daran überhaupt etwas ändern?

Die AfD. Dann müssen wir uns über Auslandsreisen keine Gedanken mehr machen ph34r.gif

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 29 Jun 2016, 22:26
QUOTE (Bayernlover @ 29 Jun 2016, 21:44)
Die AfD. Dann müssen wir uns über Auslandsreisen keine Gedanken mehr machen ph34r.gif

Es ist doch bekannt dass rechte Parteien erst recht bahnfeindlich sind und die sind ja auch noch zutiefst marktradikal dass selbst die FDP neidisch werden könnte. Da fragt man sich wieso so viele Leute so dumm sind und denen nachrennen. Sind diese Leute unfähig das Programm zu lesen? Man geht rein auf Stammtischparolen.

Geschrieben von: spock5407 am 29 Jun 2016, 22:31
Du glaubst doch nicht, dass sich der typische Protestwähler wirklich für den Bahnverkehr interessiert.
Da isses bei denen einfach die "sch... Bahn".

Geschrieben von: DSG Speisewagen am 29 Jun 2016, 22:34
QUOTE (spock5407 @ 29 Jun 2016, 23:31)
Du glaubst doch nicht, dass sich der typische Protestwähler wirklich für den Bahnverkehr interessiert.
Da isses bei denen einfach die "sch... Bahn".

Der typische Protestwähler interessiert sich für gar nichts, merkt ja auch nicht was er macht. Die meisten davon sind dumm und naiv. Die schimpfen auf alles, weil sie keinen Plan haben und wollen etwas abstrafen wie wenn sie im Kindergarten wären.
Der Protestwähler ist nur anfällig für billige Stammtischparolen.

Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Jun 2016, 23:07
QUOTE (DSG Speisewagen @ 29 Jun 2016, 23:34)
QUOTE (DSG Speisewagen @ 29 Jun 2016, 23:26)
Man geht rein auf Stammtischparolen.
billige Stammtischparolen.

Neues Lieblingswort? Prost!

Die Partei von Vorgestern hat sich bzgl. Schiene klar gegen NBS und ABS ausgesprochen und will sich auf Instandhaltung des Bestandsnetz beschränken. Das gilt aber nicht nur für die Gäubahn. Bayernlover wollte mit dem Verein wohl auf mögliche Einstellung der Zürich-Verbindungen anspielen, weil die Grenzen dann zu sind, aber das ist hier eigentlich 00000689.gif

Geschrieben von: Jogi am 15 Jul 2016, 11:30
Bekanntlich gibt es Probleme, die IC2-Züge bis Ende 2017 mit der von der Schweiz geforderten ETCS-Variante auszurüsten. Deshalb stand bisher beim neuen Gäubahnkkonzept (1 IC Stuttgart-Zürich je Stunde mit Tarifintegration in D) ein Zwangsumsteigen in Singen bei allen Zügen im Raum. http://www.deutschebahn.com/presse/stuttgart/de/aktuell/presseinformationen/11717162/2016-2006_pi_neues_verkehrskonzept_gaeubahn.html nach sollen nun die bestehenden IC-Verbindungen weiterhin durchgehend zwischen Neckar und Limmat angeboten werden, also die "echten" IC weiter mit SBB-Material und Tarifintegration gefahren werden, so lange bis die Doppelstöcker auch auf die andere Rheinseite fahren dürfen. In der PM spricht man von ein bis zwei Jahren. Bis dahin fahren in den anderen Stunden die Stoppeldock-IC zwischen Stuttgart und Singen bzw. Konstanz.


QUOTE
Neues Verkehrskonzept auf der Gäubahn: Stündliche Bedienung mit IC-Zügen trotz technischer Herausforderungen sichergestellt
Verzögerung bei ETCS-Ausstattung für Schweiz • Dennoch deutliche Angebotsverbesserungen zum Fahrplan 2018

Die stündliche IC-Direktverbindung zwischen Stuttgart, Singen und Zürich, die die Deutsche Bahn (DB) im Rahmen des neuen Verkehrskonzepts auf der Gäubahn für den Fahrplan 2018 vorgesehen hat, kann ab Fahrplan 2018 noch nicht komplett umsteigefrei angeboten werden. Die heutige zweistündliche Direktverbindung Stuttgart-Zürich, die in Kooperation zwischen DB und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) weiter angeboten wird, wird für ein bis zwei Jahre um eine zweistündliche Umsteigeverbindung ergänzt. Grund hierfür sind Verzögerungen bei der Ausstattung der Intercity 2 mit der für den Schweizverkehr nötigen Leit- und Sicherungstechnik (ETCS).

Sven Hantel, DB-Konzernbevollmächtigter in Baden-Württemberg: „Wir arbeiten gemeinsam mit der Industrie konzentriert daran, die für den Betrieb in der Schweiz zugelassenen Züge so schnell wie möglich zum Einsatz zu bringen. Wir stehen fest hinter unserem Versprechen, attraktive neue Fernverkehrsverbindungen auf der Gäubahn zu schaffen.“

Gemäß diesem Versprechen wird das Fernverkehrsangebot auf der Relation Stuttgart–Singen–Zürich wie geplant ab Dezember 2017 verdoppelt. Erstmals gibt es eine stündliche Fernverkehrsverbindung: Die bestehende zweistündliche Direktverbindung Stuttgart–Zürich mit Fahrzeugen der SBB wird künftig zweistündlich ergänzt um eine IC-Verbindung mit einem bequemen [!!] Umstieg in Singen. Bis für den Schweizverkehr zugelassene Fahrzeuge verfügbar sind, nutzen Reisende bei dieser Umsteigeverbindung ab Singen in Richtung Zürich die Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Auf der Verbindung Stuttgart–Singen sind ab Dezember 2017 im Zwei-Stunden-Takt moderne und komfortable Züge vom Typ Intercity 2 im Einsatz. Auch Kunden des Regionalverkehrs werden bereits im Fahrplan 2018 von dem neuen Angebot  profitieren, denn zukünftig können sie zwischen Stuttgart und Singen die IC-Züge jede Stunde mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne Aufpreis nutzen.


---

(Edit) Das wurde wohl bei einem Treffen von Vertretern der DB, Landesverkehrsministeriums Ba-Wü, Bundesamtes für Verkehr (CH), Kantons Schaffhausen und Schweizer Generalkonsulat herausgearbeitet, wie die http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.eisenbahnverkehr-stuttgart-zuerich-schweiz-mahnt-zu-tempo-bei-der-gaeubahn.079ff393-d6a3-420a-8228-2ddbee913a06.html schreibt. Die Schweizer Vertreter wiederum mahnen einen Ausbau der Strecke an und sehen sie als geradezu präestiniert für den Einsatz von Neigetechnikzügen. Wir erinnern uns, auch das Landesverkehrsministerium hat derletzt die SBB-Wackelzüge ins Spiel gebracht, ob die Eidgenossen sich da vielleicht was vorstellen könnten...
QUOTE
Der Minister [Winfried Hermann] setzt weiterhin darauf, dass es der abschnittsweise Ausbau der Strecke, die nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Reparationen auf ein Gleis zurückgebaut wurde, im nächsten Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf schafft. Um die Bedeutung der Strecke zu unterstreichen, will der Grüne nicht mehr von der „Gäubahn“ sprechen, sondern von der „internationalen Verbindung Stuttgart–Zürich“. In Berlin müsse klar werden, „dass das keine Krautbahn ist“.


QUOTE
Wirtschaftliche Impulse verspricht sich Reto Dubach für die Regionen längs der Strecke, wenn diese erst einmal eine leistungsfähige Verbindung biete. Derzeit aber habe dieser Gotthard-Zulauf eher den Charakter eines „Trampelpfads“, befand der Vertreter des Kantons Schaffhausen. Der Stundentakt dürfe nicht mehr zur Diskussion gestellt werden [...]

Geschrieben von: 146225 am 15 Jul 2016, 18:17
QUOTE (146225 @ 30 May 2016, 05:53)
So ähnlich war mein Fazit - die große DB FV wird das niemals laut sagen, aber klammheimlich froh sein, wenn die viel kleinere Nachbarbahn auch weiterhin die Fahrzeuge stellen kann, die ihr selbst schon seit Jahren fehlen.

Es bleibt dabei.

Geschrieben von: 218 466-1 am 15 Jul 2016, 18:30
QUOTE (218 466-1 @ 30 May 2016, 01:36)
Statt dem erforderlichen Umstieg in Singen, wäre es m.M. besser, das jetzige Konzept mit SBB-IC und RE-D bis zur Zulassung (falls die überhaupt jemals eteilt wird) beizubehalten.

Habe ich ja auch schon vorgeschlagen. smile.gif

Geschrieben von: TramBahnFreak am 16 Jul 2016, 14:33
Irgendwie kann einem die Schweiz schon leid tun, wenn man das Gefühl kennt, nur noch von Vollidioten umgeben zu sein... ph34r.gif

Geschrieben von: ropix am 16 Jul 2016, 15:53
QUOTE (TramBahnFreak @ 16 Jul 2016, 15:33)
Irgendwie kann einem die Schweiz schon leid tun, wenn man das Gefühl kennt, nur noch von Vollidioten umgeben zu sein... ph34r.gif

Wieso, die haben doch eine Grenze mit Österreich?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 16 Jul 2016, 16:36
q.e.d. ... ph34r.gif

Geschrieben von: NJ Transit am 16 Jul 2016, 16:41
Na also komm - ich fänds als Deutschland auch ganz nett, wenn der internationale Schnellzug nicht ab der Grenze zur Regionalbahn wird, weil er nur so in den heiligen http://felsennelkenanger.de/lexikon/#integraler_schnarchfahrplan passt. Dementsprechend isses eigentlich überspitzt gesagt völlig egal ob man ausbaut oder mit eigenen Zügen durchfährt oder nicht, schneller wird davon auf Schweizer Seite auch nix tongue.gif

Geschrieben von: 146225 am 16 Jul 2016, 19:38
QUOTE (NJ Transit @ 16 Jul 2016, 17:41)
Na also komm - ich fänds als Deutschland auch ganz nett, wenn der internationale Schnellzug nicht ab der Grenze zur Regionalbahn wird, weil er nur so in den heiligen http://felsennelkenanger.de/lexikon/#integraler_schnarchfahrplan passt. Dementsprechend isses eigentlich überspitzt gesagt völlig egal ob man ausbaut oder mit eigenen Zügen durchfährt oder nicht, schneller wird davon auf Schweizer Seite auch nix tongue.gif

Mal eben nachdenken - ob man jetzt im 36'000 Einwohner starken Kantonshauptort Schaffhausen hält oder in der 24'500 Einwohner-Stadt Horb macht genau welchen Unterschied? Zumal im neuen Konzept ja noch mehr "Dorfhalte" in Deutschland dazu kommen. Es ist zwar richtig, dass bei den SBB nicht das höchste Tempo in Europa gefahren wird, aber speziell auf diese Verbindung bezogen, glaube ich eher daran, dass man Zürich-Schaffhausen eines Tages mit Hg 200 km/h wird fahren können, als dass die Gäubahn auch nur einen Kilometer ausgebaut wird. Wer einen funktionierenden Hauptbahnhof am Linienende hat und wer eine tragikomische Ruine mit ungeklärter Zukunft wissen wir auch beide. Und wo trotz Schnarchfahrplan die Anschlüsse in alle Richtungen klappen, auch.

EDIT: @T.B.F. - der war gut! cool.gif

Geschrieben von: NJ Transit am 16 Jul 2016, 19:46
Zugegeben - meine Aussage bezog sich eher auf die andere Strecke durchs Allgäu. Und Anschlüsse erreichen? In der Schweiz?? huh.gif

Geschrieben von: 146225 am 16 Jul 2016, 19:55
QUOTE (NJ Transit @ 16 Jul 2016, 20:46)
Zugegeben - meine Aussage bezog sich eher auf die andere Strecke durchs Allgäu. Und Anschlüsse erreichen? In der Schweiz?? huh.gif

Ja klar, wo denn sonst? In Deutschland? laugh.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Geschrieben von: NJ Transit am 16 Jul 2016, 20:04
Weder noch?! Also Länder in denen ich bislang 100% meiner Anschlüsse unter 2h Umsteigezeit erreicht habe - ääh - die Niederlande und Polen. Liegt aber in beiden Fällen daran, dass das singuläre Einzelerscheinungen waren ph34r.gif

Geschrieben von: JeDi am 17 Jul 2016, 11:01
QUOTE (146225 @ 16 Jul 2016, 20:38)
Mal eben nachdenken - ob man jetzt im 36'000 Einwohner starken Kantonshauptort Schaffhausen hält oder in der 24'500 Einwohner-Stadt Horb macht genau welchen Unterschied? Zumal im neuen Konzept ja noch mehr "Dorfhalte" in Deutschland dazu kommen. Es ist zwar richtig, dass bei den SBB nicht das höchste Tempo in Europa gefahren wird, aber speziell auf diese Verbindung bezogen, glaube ich eher daran, dass man Zürich-Schaffhausen eines Tages mit Hg 200 km/h wird fahren können, als dass die Gäubahn auch nur einen Kilometer ausgebaut wird. Wer einen funktionierenden Hauptbahnhof am Linienende hat und wer eine tragikomische Ruine mit ungeklärter Zukunft wissen wir auch beide.

Trotzdem wird man ja wohl fragen dürfen, ob es wirklich sinnvoller ist, 107 km in 57 Minuten zu fahren (Schweiz), oder ob 35 Minuten (Deutschland) nicht doch besser sind. Ja, ich weiß, das ist nicht ISF-Kompatibel - aber ob man jetzt die 22 Minuten im Bahnhof oder im Zug verbummelt, ist ja wohl völlig Wumpe. Dafür ermöglicht man schnellere Verbindungen zwischen Städten, die zu den größten des Landes gehören.
QUOTE
Und wo trotz Schnarchfahrplan die Anschlüsse in alle Richtungen klappen, auch.

Anschlusssicherung? In der Schweiz? Guter Witz! Ich habe in noch keinem Land derartig viele Sicht- und Touchanschlüsse erlebt (übrigens gepaart mit derartig arrogantem Bahnpersonal, dass sich einem die Nägel hochstellen), wie in der Schweiz.

Geschrieben von: 146225 am 17 Jul 2016, 12:38
QUOTE (JeDi @ 17 Jul 2016, 12:01)
Anschlusssicherung? In der Schweiz? Guter Witz! Ich habe in noch keinem Land derartig viele Sicht- und Touchanschlüsse erlebt (übrigens gepaart mit derartig arrogantem Bahnpersonal, dass sich einem die Nägel hochstellen), wie in der Schweiz.

Was für mich befremdlich wirkt, denn selbst der knappste 4-Minuten-Anschluss quer über den Bahnhof hat bei mir noch jedes Mal geklappt. Egal wann, egal wo, egal zwischen welchen EVU.

Geschrieben von: Jogi am 17 Jul 2016, 13:35
QUOTE (146225 @ 16 Jul 2016, 20:38)
Mal eben nachdenken - ob man jetzt im 36'000 Einwohner starken Kantonshauptort Schaffhausen hält oder in der 24'500 Einwohner-Stadt Horb macht genau welchen Unterschied? Zumal im neuen Konzept ja noch mehr "Dorfhalte" in Deutschland dazu kommen.

Wer schrub denn bitteschön im ironischen Gebälke davon, an "Hauptorten" durchzufahren? Dass mit exakt zwei Halten in CH (Schaffhausen und Zürich) nicht die Gäubahn-IC gemeint sein konnten, ist doch eigentlich offensichtlich...

Davon ab fahren die entsprechenden Züge in der Schweiz ja sogar stündlich (zweistündlich versetzt fahren Nonstop-IR Schffhausen-Zürich, die umlaufmäßig mit den Gäubahnzügen verknüpft sind) und halten dabei nicht mal mehr in Bülach (lt. wiki knapp 20.000 Einwohner - Hauptort?) wie früher mal Cisalbino oder einige Wackel-ICE. Wirklich schneller geworden sind die verglichenen Züge nicht, damals wie heute brauch(t)en beide 38 Minuten. Für etwa 50 Kilometer Nonstop ist das durch die deutsche Brille nicht soooo schnell.

Ja, das setzt sich aus spezifischen Faktoren zusammen. Ja, das ist in der Schweiz akzeptiert aus vielerlei Gründen. Ja, da steckt ein Konzept dahinter. Ja, Deutschland hat andere Hausaufgaben zu machen und kann von der Schweiz in Infra-Planung, -Durchführung und Angebotskonzeption lernen.
Und trotzdem ist - isoliert betrachtet - diese Verbindung für einen konsequent runtergevögelten (ich kann's nicht anders ausdrücken, sorry!) internationalen FV-Zug lahmarschig.

Sinngemäß das Gleiche gilt auch für die angesprochenen Allgäu-EC. Grund dafür ist der ISF (n.b., die Seite is' ja geil blink.gif -> biggrin.gif), da beißt die Maus keinen Faden ab, auch wenn mit ihm zahlreiche Vorteile verknüpft sind, das ist ein Nachteil.
Deswegen muss man aber nicht einen Wilhelm Tell deswegen machen wink.gif

Was den nicht vorhandenen Ausbau angeht, ohne das offensichtliche Desinteresse außerhalb der Anrainer und des Landes negieren oder gar verteidigen zu wollen (das ist wirklich nicht feierlich, drei Abschnitte, nur bei einem gibt es weit gediehene Planungen, und alles wandert Jahr um Jahr nach hinten), gehört auch anerkannt, dass die Gäubahn einfach ein kleines Problem ist verglichen zu anderen Ausbauten: Seehafenhinterlandverkehr, Rheintalbahn, Eiserner Rhein, Frankfurt-Fulda, VDE8, Knoten Hamburg, Knoten Frankfurt, Rhein-Ruhr-Express, Engpassbeseitigung allgemein, z.B. Minden-Wunstorf, Unterhalt des Bestehenden. Da rollen Massen an Güterzügen, platzen die vorhandenen Zügen aus fast allen Nähten, da sind notwendige Kapazitätsausweitungen nur noch eingeschränkt möglich.
Dagegen stinkt die "internationale Strecke Stuttgart-Zürich" (höhö) ab: Mit Blick auf den Güterverkehr gen Gotthard eher irrelevant verglichen zur Rheintalbahn, weil Fahrtrichtungswechsel in SIngen nötig und die Frachter den Knoten Zürich mindestens tangieren würden, im Fernverkehr weiß man noch nicht so recht, was kommt (der Lugano-Vertrag spricht butterweich von 2 1/4 Stunden Fahrzeit und einer "angemessenen Frequenz der Züge"; der Dosto-IC-Lösung ist zwar von vorneherein als Interimslösung bis wimre 2025 angekündigt gewesen, bekanntlich hält aber nichts so lange wie Provisorien), im Regionalverkehr sind die Ausweitungen nicht Sache des Bundes und wohl im Wesentlichen auch ohne Ausbau fahrbar.

IMHO hilft da nur, den Bund unter Druck zu setzen, nicht indem man einmal im Monat eine PM veröffentlicht und nach dem Ausbau schreit, sondern indem man ein Betriebskonzept vorlegt, dass nutzenstiftend ist und den notwendigen Ausbau voraussetzt. Nachdem die DB sich von ihrer Neigetechnik im FV wohl verabschiedet hat (hat der Achstausch bei den ICE-T überhaupt schon angefangen?), bleiben nur die SBB über. Heißt also, die SBB müssen sich bereit erklären, entsprechende Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen und das Angebot - zweistündlich oder wie der Schaffhausener Vertreter implizit fordert stündlich - fahren zu können. Ein Konzept für den Regionalverkehr sollte mitgeliefert werden. Die DB sollte mitziehen und das Land so weit wie möglich Stolpersteine (z.B. Vorplanungen, Regionalverkehr) entfernen, die Berlin dazu bringen könnten, das noch weiter zu übergehen.
Bis dahin dürfte auch geklärt sein, was mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof ist. Einen in Vaihingen enden ICN braucht nämlich niemand... ph34r.gif

Geschrieben von: NJ Transit am 17 Jul 2016, 14:31
Eines muss man der Schweiz ja wirklich zugute halten: Es gibt, so wie in einigen wenigen Ländern (zB NL) auch, immerhin ein vernünftiges nationales Konzept, was mit dem Eisenbahnnetz passieren soll. Das fehlt in Deutschland völlig, da kommt hier ne 300er-NBS, da ne ABS, da ne NBS für 250, meistens kommt aber auch einfach gar nichts.

Geschrieben von: Jogi am 17 Jul 2016, 16:16
QUOTE (NJ Transit @ 17 Jul 2016, 15:31)
Eines muss man der Schweiz ja wirklich zugute halten: Es gibt, so wie in einigen wenigen Ländern (zB NL) auch, immerhin ein vernünftiges nationales Konzept, was mit dem Eisenbahnnetz passieren soll. Das fehlt in Deutschland völlig, da kommt hier ne 300er-NBS, da ne ABS, da ne NBS für 250, meistens kommt aber auch einfach gar nichts.

Jup, da wirste von mir nichts Gegenteiliges hören. Da ist seit "Bahn 2000" oder wie das hieß, da ist seit über 30 Jahren etwas auf eidgenössischer Ebene gewachsen und breite Akzeptanz findet, was in D eher auf Landesebene etabliert ist (vulgo Regionalisierung), z.B. bei den weitgehenden ITF-Verknüpfungen im RV von RLP, Ba-Wü oder Bayern, auch Schleswigs Holzbein ist mehr als ordentlich dabei.

Um das noch auf die Gäubahn zu beziehen: Als "unwichtige" Verbindung, weil relativ wenig Fern und Güter, fällt etwas unter den Tisch: die höhere Betriebsstabilität bei regionalen Verkehren, namentlich Seehas und Ringzug, möglicher Kapazitätsausbau beim Ringzug sowie eine höhere Zuverlässigkeit der Stuttgarter S1, wenn die Gäubahnzüge pünktlich(er) fahren.

Das (vermeintlich) "konzeptionslose" Hinpflantschen von NBS ist so auch nicht haltbar, der Doppelspurausbau der Gäubahn beruht ja auf einem entsprechenden Fahrplankonzept mit Wackeldackeln und "Lugano-gerechter" Fahrzeit. Oder wenn Du dir den Planungsprozess zum Ausbau von Hanau-Fulda anschaust, nicht nur wegen der Öffentlichkeitsbeteiligung, der von einer Richtfahrzeit Frankfurt-Fulda von wimre 45 Minuten ausgeht, einen "Deutschland-ITF" im Blick hat und die zu erwartenden vorhandenen Kapazitäten im Frankfurter Hbf mit berücksichtigt, dann lässt sich zumindest ein Umdenken bzgl. NBS-Bau in D ausmachen - es muss in ein "großes Ganzes" passen.

In der Schweiz ist das aber immer noch "ganzer" wink.gif

Geschrieben von: Jogi am 1 Sep 2016, 14:22
Das vom Land in Auftrag gegebene Gutachten, um den Gäubahnausbau Ausbau des internationalen Schienenkorridors Stuttgart-Zürich, so das neue Branding durch die Befürwörter aus Ba-Wü, überhaupt vom Potentiellen in den Vordinglichen Bedarf des BVWP hieven zu können, ist fertig.
https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/landesgutachten-zu-fahrzeitverkuerzungen-auf-der-bahnstrecke-stuttgart-zuerich-liegt-vor/; ich habe die erwartbaren politischen Worthülsen von wegen, es gebe keinen Grund mehr, den Ausbau aufzuschieben, der sowieso so was von sinnvoll, sinnvoller geht's nicht mehr, entfernt. Selbies gilt für Fomatierungen außer die beiden Stichpunkte unter der Zwischenüberschrift "Kernaussagen".

Ebenso die wichtigste Kernaussage des Gutachten dieser PM nach: Neigetechnikfahrzeuge und punktueller Ausbau der Gäub... ähm, der TEN-Strecke Stuttgart-Zürich ermöglichen Fahrzeitverkürzungen im FV von 19 Minuten, die durch bessere Anschlüsse auf eine halbe Stunde steigen können. "Verhältnismäßig" geringe Baukosten implizieren eine hohe Wirtschaftlichkeit (-> deswegen: so was sinnvoll aber auch wink.gif).

QUOTE
Landesgutachten zu Fahrzeitverkürzungen auf der Bahnstrecke Stuttgart – Zürich liegt vor

Minister Hermann: Fahrzeitverkürzungen bei vertretbaren Kosten und guter Fahrplanstabilität möglich. – Bund soll Gäubahnausbau in den „Vordringlichen Bedarf“ aufnehmen

Der Ausbau der Bahnstrecke Stuttgart – Zürich ist zu vertretbaren Kosten und bei guter Fahrplanstabilität möglich. Dies ist das Ergebnis eines vom Land Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Gutachtens für eine Modernisierung der sogenannten Gäubahn, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag, 01. September in Stuttgart mitteilte.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Das Gutachten belegt überzeugend, dass eine Fahrzeitverkürzung zwischen Stuttgart und Zürich um etwa 20 Minuten möglich ist. Mit vergleichsweise überschaubaren Investitionen in die Infrastruktur und in Verbindung mit Neigetechnikzügen können auf der Gesamtstrecke wie auf Teilbereichen mit einer stufenweisen Ausbaustrategie für Fahrgäste deutliche Verbesserungen erzielt werden. [...]“

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat das wie angekündigt noch im August fertiggestellte Gutachten am Montag an das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur geschickt. Die Expertise wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Firmen Ernst Basler + Partner AG, Zürich (EBP; Federführung), VIA-Con Consulting & Development, Aachen, und Sweco GmbH, Bremen (vormals Grontmij GmbH) erstellt. Mit der umfassenden Studie wurde untersucht, wie die Zielvorstellungen des deutsch-schweizerischen Vertrages von Lugano aus dem Jahr 1996 erreicht werden können.

[...]

Das Gutachten des Landes hat daher alle Parameter für Fahrzeitverkürzungen, also die Schieneninfrastruktur sowie die Fahrzeuge (konventionelle wie Neigetechnikfahrzeuge) in den Blick genommen. Zusätzlich wurde erstmals eine komplette Betriebssimulation durchgeführt, um auch die Fahrplanstabilität eines beschleunigten Betriebs zu untersuchen. Dabei wurden auch die neuesten Angebotsplanungen insbesondere beim Schienenpersonennahverkehr in Deutschland und in der Schweiz einbezogen, sowie die Einbindung in die Knoten Stuttgart und Zürich. 

Wesentliche Kernaussagen des Gutachtens :

Eine Fahrzeitverkürzung von 19 Minuten, die durch bessere Anschlüsse im Gesamtnetz eine Fahrzeitverkürzung von einer halben Stunde bewirkt, kann bei einer wirtschaftlich optimalen Betriebsqualität (Fahrplanstabilität) unter folgenden Voraussetzungen erreicht werden:

  • mit einem moderaten Mitteleinsatz (je nach Variantenwahl zwischen 220 Mio und 285 Mio. Euro für den Ausbau der Infrastruktur)
  • durch den Einsatz Neigetechnikzügen.


Der Ausbau der Infrastruktur ist auch schrittweise möglich. Er nützt vor allem dem Personenfernverkehr, bringt aber auch viel für eine bessere Qualität im Personennahverkehr und im Güterverkehr. Damit werden alle Verkehrsarten und somit Attraktivität der Schiene insgesamt gestärkt.

Weiteres Vorgehen:

Das Land hat das Gutachten dem Bund als Verantwortlichen für den Gäubahn-Ausbau übermittelt. Der Bund ist derzeit dabei, die Gäubahn im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes 2030 (BVWP 2030) zu bewerten. Diese Bewertung ist noch nicht abgeschlossen, daher ist die Gäubahn momentan noch im „Potenziellen Bedarf“ (PB) des BVWP 2030 aufgeführt. Die dort gelisteten Vorhaben können im Fall einer positiven Bewertung in den „Vordringlichen Bedarf“ (VB) aufsteigen.

Mit dem Landesgutachten liegt dem Bund nun eine zusätzliche, aktuelle und fundierte Entscheidungsgrundlage für den Ausbau vor. Die Strecke ist auch Bestandteil des Transeuropäischen Eisenbahnnetzes (TEN) und verbindet Deutschland mit seinen südlichen europäischen Nachbarn Schweiz und Italien.

Geschrieben von: 218 466-1 am 1 Sep 2016, 15:49
Wenn die PM mit "Es war einmal ein Minister ..." beginnen, und mit "Und wenn er nicht gestorben ist, träumt her noch heute von Neigetechnik." enden würde, dann wäre das sogar seriös. wink.gif

Geschrieben von: guru61 am 1 Sep 2016, 17:12
QUOTE (218 466-1 @ 1 Sep 2016, 16:49)
Wenn die PM mit "Es war einmal ein Minister ..." beginnen, und mit "Und wenn er nicht gestorben ist, träumt her noch heute von Neigetechnik." enden würde, dann wäre das sogar seriös. wink.gif

Ja, und der lebt sicher in der Schweiz: Träumt von elektrischer Neigetechnik, die seit 20 Jahren einwandfrei funktioniert! Der Garant für einen tüüüfe und xunde Schlaf!

Gruss Guru

Geschrieben von: guru61 am 1 Sep 2016, 17:16
QUOTE (JeDi @ 17 Jul 2016, 12:01)
Anschlusssicherung? In der Schweiz? Guter Witz! Ich habe in noch keinem Land derartig viele Sicht- und Touchanschlüsse erlebt (übrigens gepaart mit derartig arrogantem Bahnpersonal, dass sich einem die Nägel hochstellen), wie in der Schweiz.

Na ja, wenn du denen so rübergekommen bist, wie hier im Forum, dann kein Wunder.

Geschrieben von: Mühldorfer am 6 Sep 2016, 17:08
Hallo,
wie ist denn das Verkehrsbedürfniss Stuttgart-Zürich pro Tag, Woche, Jahr? Wie wichtig ist die Geschwindigkeit.

Würden alle an der Strecke mehr Bahn freudig nutzen können wenn Stuttgart-Singen alle 30min von und nur abwechselnd RE und RB befahren wird? Aber kein Schleich-IC?

Man schaue z.B. das Diesel-Express-Netz Würzburg-Bamberg-Lichtenfels-Hof/Bayreuth und gut verknüpft mit ALEX von Regensburg. Auch die Züge Rodach-Schwandorf sind dort verknüpft.

Hat Stuttgart-Singen mehr Verkehrsbedürfniss.

Geschrieben von: 218 466-1 am 6 Sep 2016, 20:10
QUOTE (Mühldorfer @ 6 Sep 2016, 18:08)
wie ist denn das Verkehrsbedürfniss Stuttgart-Zürich pro Tag, Woche, Jahr? Wie wichtig ist die Geschwindigkeit.
Würden alle an der Strecke mehr Bahn freudig nutzen können wenn Stuttgart-Singen alle 30min von und nur abwechselnd RE und RB befahren wird? Aber kein Schleich-IC?
Man schaue z.B. das Diesel-Express-Netz Würzburg-Bamberg-Lichtenfels-Hof/Bayreuth und gut verknüpft mit ALEX von Regensburg. Auch die Züge Rodach-Schwandorf sind dort verknüpft.
Hat Stuttgart-Singen mehr Verkehrsbedürfniss.
Die Strecke wird überbewertet. Sorry, aber die Gäubahn ohne SBB wäre nur eine eingleisige Nebenbahn, keineswegs mit mehr Verkehrsaufkommen, als z.B. die ZAB (TT - TIN), auf der genauso RE+RB abwechselnd je 2h ausreichen. Außer Rottweil und Tuttlingen gibt es keine nennenswerten Städte an der Gäubahn.
Sie steht klar im Schatten der Rheinschiene über Freiburg, die für Fernreisende Zürich <-> Norden der Gäubahn den Wind aus den Segeln nimmt und die Südbahn (TU - TF) gibt ihr den Rest.
Daher sind Anschlüsse in Stuttgart auch nicht so wichtig und merheitlich nur für den NV von Bedeutung.

Geschrieben von: Bayernlover am 6 Sep 2016, 21:39
Du erzählst einen Unsinn, dass es scheppert.

Hier drunter zweimal Anfeindungen entfernt.

Geschrieben von: Naseweis am 7 Sep 2016, 12:01
QUOTE (Mühldorfer @ 6 Sep 2016, 18:08)
wie ist denn das Verkehrsbedürfniss Stuttgart-Zürich pro Tag, Woche, Jahr? Wie wichtig ist die Geschwindigkeit.
Für die Schweizer ist es unvorstellbar, dass man aus der Schweiz in ein so nahegelegenes Zentrum wie Stuttgart nicht mit dem Eisenbahn-Fernverkehr kommt. Ähnliches Problem bei der Allgäubahn. Deswegen legen die Schweizer viel wert auf den Ausbau und unterstützen ihn. Wie viele Schweizer den Gäubahn-IC tatsächlich bis Stuttgart nutzen, kann ich nicht sagen. Bzw. siehe unten.

QUOTE
Würden alle an der Strecke mehr Bahn freudig nutzen können wenn Stuttgart-Singen alle 30min von und nur abwechselnd RE und RB befahren wird? Aber kein Schleich-IC?
Nein, die Strecke ist ab Horb südwärts eingleisig und der Bedarf für einen 30-min-Takt ist nicht gegeben, sondern nur für einen Stundentakt. Der Vorteil des Interimskonzept soll ja sein, dass die ICs auch mit RE-Fahrkarten genutzt werden können (und die REs wie die ICs nach Zürich durchgebunden sind - das ist aber nur für die Schweizer wichtig). Der Unterschied zwischen RE und IC besteht dann nicht mehr.

Ideal wäre:
- stündl. "Expresszug" Stuttgart - Böblingen - Herrenberg - Horb - Sulz* - Oberndorf* - Rottweil -(Spaichingen*)- Tuttlingen -(Engen*)- Singen - Schaffhausen - Zürich
- stündl. "Lokalzug" Stuttgart - Böblingen - Herrenberg - alle Halte - Eutingen(Gäu) (Flügelung) - Horb bzw. - alle Halte - Freudenstadt

* Für Sulz und Oberndorf wäre der Express das Grundangebot, deswegen stündlicher Halte, sodass man zwischen Horb und Rottweil keinen zusätzlichen Verkehr fahren muss. In Spaichingen und Engen hält dagegen auch der Ringzug bzw. der Seehaas. Hier hielte der Express aber wohl trotzdem zweistündlich (also nur die Hälft der Züge), da die Umsteigeverbindungen nach Stuttgart (Rottweil langer Aufenthalt und Singen Fahrt in Gegenrichtung) recht schlecht sind und somit viel Zeit für die Verbindung nach Stuttgart gespart wird.

QUOTE
Man schaue z.B. das Diesel-Express-Netz Würzburg-Bamberg-Lichtenfels-Hof/Bayreuth und gut verknüpft mit ALEX von Regensburg. Auch die Züge Rodach-Schwandorf sind dort verknüpft.
Wieso sollte die Gäubahn nicht unterwegs verknüpft sein? Bei einer Fahrt von Stuttgart Richtung Zürich:

- in Böblingen Anschluss (nach der 30er-Lage) von der S60, von der Schönbuchbahn und von der S1
- in Herrenberg (nach der 45er-Lage) von S1 und Ammertalbahn (bisher nur RE-Halt, in Zukunft aber auch IC)
- in Horb (ca. 00er-Lage) Anschluss von der Kulturbahn aus Pforzheim und Tübingen
- in Rottweil (45er-Lage) Anschluss an den Ringzug nach Villingen-Schwenningen-Donaueschingen
- in Tuttlingen kleiner 00er-Knoten mit dem Ringzug, dazu (zweistündl., IC-Stunde) Anschluss an den Donautal-RE nach Donaueschingen-Neustadt smile.gif
- in Singen dann 30er-Knoten, bisher hauptsächlich Anschluss an den Seehaas nach Konstanz sowie RB nach Schaffhausen (andere Züge noch im 00er-Knoten)

- Schaffhausen und Zürich sowieso Schweizer ITF mit Schaffhausen 15/45er-Knoten bzw. Zürich 30er-Knoten

Der Unterschied zwischen RE und IC ist hier fast null, da beide die fast gleiche Trasse nutzen sollen. Bloss weil der Zug IC heißt, ist er nicht wesentlich schneller. Einzig der Neigetechnik-ICE (oder SBB-Pendolino, Cisalpino o.ä.) mit dem ursprünglich geplanten Ausbau der Begenungsabschnittes südlich Horb (00er-Eigenkreuzung der ICEs) hätte eine wesentlich andere Trasse. Größtes Manko beim Gäubahn-Interimskonzept ist die Zeitlage um 30 in Singen. Da fehlt ein schneller RE zum direkten Anschluss nach Konstanz bzw. aus Schweizer Sicht sogar bis St.Gallen. Stattdessen muss man die Seehaas-S-Bahn bis Konstanz nehmen. Ansonsten hat die Zeitlage aber wohl mehr Vorteile, insbesondere die entspannteren Anschlüsse in Stuttgart.

QUOTE
Hat Stuttgart-Singen mehr Verkehrsbedürfniss.
Ist das noch eine Frage am Schluss?
Am meisten Verkehrsbedürfnis hat mit Sicherheit die Schweizer Binnenrelation Zürich-Schaffhausen. Deswegen besteht dort eine schneller 30-min-Takt aus IC und RE (RE zusätzliche Halte in ZH-Oerlikon und Bülach). Und die IC sollen zur HVZ auch mit Verstärkerwagen verlängert werden. An zweiter Stellen stehen dann die deutschen Pendlerrelationen des Zentrums Stuttgart mit Horb, Rottweil, Tuttlingen und Singen. Der andere Verkehr zwischen den Mittelstädten sowie der internationale Verkehr wird nachrangig sein. Dennoch ist es kein Fehler, wenn die Züge durchgängig verkehren.

Gruzß, nasweiß

Geschrieben von: Naseweis am 7 Sep 2016, 12:17
QUOTE (218 466-1 @ 6 Sep 2016, 21:10)
Die Strecke wird überbewertet. Sorry, aber die Gäubahn ohne SBB wäre nur eine eingleisige Nebenbahn, keineswegs mit mehr Verkehrsaufkommen, als z.B. die ZAB (TT - TIN), auf der genauso RE+RB abwechselnd je 2h ausreichen. Außer Rottweil und Tuttlingen gibt es keine nennenswerten Städte an der Gäubahn.

Die Strecke wird nicht überbewertet, sondern Deutschland unterbewertet den Bahnverkehr. Zwischen Zürich und Schaffhausen verkehren IC/IR und RE im 30-min-Takt. Dabei ist Schaffhausen lediglich eine einzige Stadt mit rund 35.000 Einwohner und einem kleinen Kanton drumherum. Die gleiche Größenordnung haben auch Rottweil, Tuttlingen und Singen, gleich drei solche Mittelstädtchen auf deutscher Seite. Und Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Radolfzell und Konstanz, weitere solcher Städte, Konstanz sogar größer und mit Universität, sind genauso im Einzugsgebiet der Gäubahn. Ein stündlicher Express (egal oder er nun RE, IRE, IR, IC oder sonstwie heisst) von Stuttgart aus ist also das Mindeste.

QUOTE
Sie steht klar im Schatten der Rheinschiene über Freiburg, die für Fernreisende Zürich <-> Norden der Gäubahn den Wind aus den Segeln nimmt und die Südbahn (TU - TF) gibt ihr den Rest. Daher sind Anschlüsse in Stuttgart auch nicht so wichtig und merheitlich nur für den NV von Bedeutung.

Für den Durchgangsverkehr Deutschland-Schweiz hast du Recht, da steht sie im Schatten. Und auch die Schwarzwaldbahn ist eine Alternative für Singen usw. Gerade für die Orte an der Gäubahn ist aber der funktionierende Anschluss an den ICE nach Mannheim erste Priorität. Da alle anderen Anschlüsse rund um den verzogenen 00er-Knoten Stuttgart nach dem ICE fahren, passen sie dann automatisch, wenn auch mit mittleren Übergangszeiten. Deswegen wurde nun für das Interimskonzept die um 30 gedrehte Fahrlage (bezogen auf die IC, für die RE ist sehr ähnlich) gewählt.

Geschrieben von: Jogi am 7 Sep 2016, 14:36
QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:01)
[...] Wie viele Schweizer den Gäubahn-IC tatsächlich bis Stuttgart nutzen, kann ich nicht sagen. Bzw. siehe unten.

Dem Blick auf gesteckte Reservierungen nach - schon einige. Und mit den besseren Anschlüssen in Stuttgart dürfte es auch relevanter werden, dass zumindest über die Gäubahn die Sparpreise Europa etwas günstiger sind als über die Rheintalbahn.
Erinnerswert ist noch, dass die Schweizer aus irgendwelchen Gründen auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt abfahren; da werden die Gäubahn-ICs gerne mal um zwei B-Wagen verlängert.

QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:01)
Wieso sollte die Gäubahn nicht unterwegs verknüpft sein? Bei einer Fahrt von Stuttgart Richtung Zürich:
- [...]

Ergänzend dazu:
Auch in der Rückschau waren die Gäubahn-ICE/-IC eigentlich immer gut in die regionalen Knoten Tuttlingen, Rottweil und Horb eingebunden, so dass wenigstens in einer Richtung (v.a. Tuttlingen ist hier zu nennen) kurze bis akzeptable Übergänge bestanden; da zeigt sich dann das Problem eines Zweistundentaktes in einem gespreizten 30er-Knoten... In dem Zusammenhang sind noch die Tarifhindernisse zu nennen, wenn die Verbindungen an sich stündlich angeboten werden, aber zweistündlich eine IC-Fahrkarte notwendig ist.

Die (großen) Probleme begannen erst, als die Fahrzeiten so gelegt, dass in Stuttgart gar keine relevanten überregionalen Anschlüsse mehr bestanden; eine Ankunft um die Minute gg.05 bot nur Anschluss zum ICE nach München, Richtung Norden bestand nur sporadisch Anschluss an einen ICE oder IC Richtung Heidelberg/Mainz mit einer halben Stunde Übergang; die traditionelle nachgefragte Verbindung über die Remsbahn hinaus Richtung Nürnberg konnte ebenfalls nur mit längeren Wartezeiten in Stuttgart und den Murrbahn-Rumgurkzeiten angeboten werden.

Auch aus der Warte erklärt sich, warum die Verschiebung der IC-Trasse um 30 Minuten eine pragmatische Lösung ist, die der Auslastung der IC augenscheinlich gut getan hat.

QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:01)
[...] Größtes Manko beim Gäubahn-Interimskonzept ist die Zeitlage um 30 in Singen. Da fehlt ein schneller RE zum direkten Anschluss nach Konstanz bzw. aus Schweizer Sicht sogar bis St.Gallen. Stattdessen muss man die Seehaas-S-Bahn bis Konstanz nehmen. Ansonsten hat die Zeitlage aber wohl mehr Vorteile, insbesondere die entspannteren Anschlüsse in Stuttgart.

Als größeres Manko würde ich eher sehen, dass der RE Stuttgart-Rottweil quasi parallel zum IC fährt und dies, wenn ich das richtig verstanden habe, auch ab 2018 (Ibn Netz Gäu-Murr sowie Interimskonzept) weiterhin der Fall sein wird. Weil der RE südlich von Eutingen/Horb durch den IC verdrängt wird, verlängert sich dessen Fahrzeit um ca. 10 Minuten, sobald man über Eutingen hinaus fahren möchte.
Außerdem gibt es in Rottweil keinen Anschluss von/zu diesem RE in/aus Richtung Villingen; den bietet nur der IC. Bis Ende 2017 schlägt da noch die erwähnte Tarifproblematik zu.
Einziger Anschluss mit etwa einer Viertelstunde Übergang ist der Ringzug Richtung Spaichingen/Tuttlingen/Geisingen; der Vollständigkeit halber, eher semi-sinnvoll kann noch zum IC nach Stuttgart umgestiegen werden. In der Folge bestehen nur zweistündliche Reisemöglichkeiten von den "Nicht-'IC-IC'-Halten" wie Sulz, Oberndorf oder Bondorf über Rottweil hinaus nach Tuttlingen, Singen usw.

Wegen des Anschlusses nach Konstanz, da kommt es ein bisschen auf den Blickwinkel an: Mit dem Interimskonzept besteht dann Singen stündlich Anschluss an den seehas zur Minute .32, der 33 Minuten später in Konstanz ankommt. Die Fahrzeit Stuttgart--Konstanz beträgt dann entweder 2:36 (mit "IC-IC" & seehas) oder 2:48 Stunden (mit "IC-RE" &seehas).
Die aktuelle Fahrzeit mit Gäubahn- und Schwarzwaldbahn-RE beträgt 2:58 Stunden; als die ICs noch im 00-Knoten in Singen ankamen, betrug die Fahrzeit mit IC und Schwarzwaldbahn-IRE ca. 2:25 Stunden.
Kürzungspotential ist also da (und speziell eine Express nach St Gallen klingt ziemlich interessant), mit dem Interimskonzept erfolgt zumindest eine Systematisierung und v.a. auch ein stündliches Angebot.
An dieser Stelle sollte nochmal auf die zwei Durchbindungen (einmal Tagesrand, einmal nachmittags/abends) der Gäubahn-IC nach Konstanz hingewiesen, wenigstens unter der Woche dürfte damit die Fahrzeit nochmal etwas gedrückt werden.

Außerdem erlaubte der Entfall des Schwarzwaldbahn-IRE (mit weniger Halten, um in Singen den Anschluss zum IC zu schaffen, bei beinahe gleicher Fahrzeit für Offenburg--Konstanz) auch eine Systematisierung des RE-Angebots südlich von Offenburg. So kann u.a. Engen stündlich bedient werden oder durch den zweistündlichen Halt in Biberach (Baden) wird von Oberharmersbach nach [Konstanz] ein kurzer Anschluss geboten.

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QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:17)
Für den Durchgangsverkehr Deutschland-Schweiz hast du Recht, da steht sie im Schatten. Und auch die Schwarzwaldbahn ist eine Alternative für Singen usw.

Das kommt natürlich auch auf die einzelne Relation an, die man betrachtet; Konstanz/Singen--Hamburg etwa dürfte auch langfristig am schnellsten mit einem Umstieg in Karlsruhe bzw. wie aktuell in Baden-Baden gehen. Aber mit der Verschiebung des Gäubahn-IC ergeben sich auch über Stuttgart kürzere Fahrzeiten, weil dort (endlich) die ICEs zur Minute .51 erreicht werden. Singen--Mannheim beispielsweise dauert über Stuttgart ca. 2:50 Stunden und wird mit dem Interimskonzept stündlich angeboten. Über Baden-Baden bzw. Karlsruhe dauert diese Fahrt ca. 3:10 bis 3:25 Stunden. Entsprechend sinkt auch die Fahrzeit zu den weiteren Halten der ICEs Richtung Berlins bzw. NRW.

Auch exemplarisch Zürich--Köln ist nicht mal sooo viel langsamer über Stuttgart als über Basel: 5:30 Stunden stehen etwas über 5 Stunden gegenüber. Kommt der Anschluss im Züricher 30er-Knoten an, z.B. die IC aus Chur, ist die Gäubahn zumindest eine Alternative, die durch günstigere (Spar-)Preise locken kann.

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Ansonsten: Danke für den lesenswerten Beitrag smile.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 7 Sep 2016, 17:24
QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:17)
Die Strecke wird nicht überbewertet, sondern Deutschland unterbewertet den Bahnverkehr.
Das ist ja aber (fast) überall so.
QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:17)
Zwischen Zürich und Schaffhausen verkehren IC/IR und RE im 30-min-Takt. Dabei ist Schaffhausen lediglich eine einzige Stadt mit rund 35.000 Einwohner und einem kleinen Kanton drumherum. Die gleiche Größenordnung haben auch Rottweil, Tuttlingen und Singen, gleich drei solche Mittelstädtchen auf deutscher Seite. Und Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Radolfzell und Konstanz, weitere solcher Städte, Konstanz sogar größer und mit Universität, sind genauso im Einzugsgebiet der Gäubahn. Ein stündlicher Express (egal oder er nun RE, IRE, IR, IC oder sonstwie heisst) von Stuttgart aus ist also das Mindeste.
Das gehört aber zur Schwarzwaldbahn, die in der Tat deutlich unterbedient ist. Der Hauptstrom (außer von/nach Stuttgart selbst) geht von Singen &Co klar über Offenburg, bzw. Richtung Bayern über Friedrichshafen - Ulm, nicht über die Gäubahn.
QUOTE (Naseweis @ 7 Sep 2016, 13:17)
Für den Durchgangsverkehr Deutschland-Schweiz hast du Recht, da steht sie im Schatten. Und auch die Schwarzwaldbahn ist eine Alternative für Singen usw. Gerade für die Orte an der Gäubahn ist aber der funktionierende Anschluss an den ICE nach Mannheim erste Priorität. Da alle anderen Anschlüsse rund um den verzogenen 00er-Knoten Stuttgart nach dem ICE fahren, passen sie dann automatisch, wenn auch mit mittleren Übergangszeiten. Deswegen wurde nun für das Interimskonzept die um 30 gedrehte Fahrlage (bezogen auf die IC, für die RE ist sehr ähnlich) gewählt.
Nach Mannheim kommt man über Karlsruhe schneller. Selbst Tuttlingen kann man über Immendingen zur Schwarzwaldbahn zählen. Bleibt nur noch Rottweil übrig, das aber über Villingen auch eine Alternative hat. Also wenn selbst die Schwarzwaldbahn und die Südbahn nicht mehr Verkehr aufweisen können, dann braucht man bei der Gäubahn erst garnicht darüber nachdenken.
Abwechselnd IRE/RB je 2h reicht m.M. aus.

Erstmal zweistündl. IC Konstanz - Karlsruhe -> Norden zusätzlich zum IRE/RE-Stundentakt fahren, aber selbst das ist mit der Wirtschaftsbahn im Autofahrerländle unrealistisch.

Geschrieben von: JeDi am 7 Sep 2016, 17:27
QUOTE (218 466-1 @ 7 Sep 2016, 18:24)
Nach Mannheim kommt man über Karlsruhe schneller.

Via Stuttgart (ab Singen) 2:51, via Baden-Baden 3:08. Aktuell fahren auf der Schwarzwaldbahn übrigens genau so viele Züge, wie auf der Gäubahn (nämlich einer pro Stunde). Auf der Südbahn gibts zugegebenermaßen noch die zusätzliche RB.

Geschrieben von: 146225 am 7 Sep 2016, 18:27
@Naseweis + Jogi: Vielen Dank euch beiden, zu dem Thema "Bedeutung der Gäubahn" hatte ich für heute Abend auch noch was auf der Pfanne, aber das habt ihr zwei ja schon umfangreicher und besser erledigt, als mein Beitrag geworden wäre. Schönes Ding! smile.gif

Geschrieben von: Bayernlover am 7 Sep 2016, 19:50
Ja, vielen Dank für die beiden Antworten mit Substanz.

Geschrieben von: Naseweis am 7 Sep 2016, 21:28
QUOTE (Jogi @ 7 Sep 2016, 15:36)
Als größeres Manko würde ich eher sehen, dass der RE Stuttgart-Rottweil quasi parallel zum IC fährt und dies, wenn ich das richtig verstanden habe, auch ab 2018 (Ibn Netz Gäu-Murr sowie Interimskonzept) weiterhin der Fall sein wird. Weil der RE südlich von Eutingen/Horb durch den IC verdrängt wird, verlängert sich dessen Fahrzeit um ca. 10 Minuten, sobald man über Eutingen hinaus fahren möchte.

Stimmt, das ist dämlich. Die Gäubahn wird die letzte Bahnachse ab Stuttgart sein, der mit Betriebsbeginn der neuen Stuttgarter Netze ein 30-min-Takt fehlt. Selbst die vermutlich noch schwächere Murrbahn bekommt einen solchen - und wenn es eben nur diese zusätzlichen "Metropol-Bahnen" bis Gaildorf-West sind. Eigentlich sollte es auch auf der Gäubahn so eine 30-min-Verteilung geben. Zum einen der stündliche Express nach Singen-Zürich und zum anderen die stündliche "Metropol-Bahn" mit Flügelung in Eutingen(Gäu) nach Freudenstadt und Horb (bzw. Rottweil).

QUOTE
Außerdem gibt es in Rottweil keinen Anschluss von/zu diesem RE in/aus Richtung Villingen; den bietet nur der IC. Bis Ende 2017 schlägt da noch die erwähnte Tarifproblematik zu.

Die Rottweiler Anschlüsse haben allgemein gelitten. Nach dem alten Konzept bestanden Kurzanschlüsse (zweigeteilter "00er-Knoten" um 50' und 10'):
- Gäubahn-REs mit Ringzug gen Villingen-Schwenningen (bzw. mit längerer Umsteigezeit auch die folgenden)
- Gäubahn-FV mit RE gen Neustadt und Ringzug weiter nach Tuttlingen

QUOTE
(...) Singen--Mannheim beispielsweise dauert über Stuttgart ca. 2:50 Stunden und wird mit dem Interimskonzept stündlich angeboten. Über Baden-Baden bzw. Karlsruhe dauert diese Fahrt ca. 3:10 bis 3:25 Stunden. (...)

Zumindest theoretisch könnte die Schwarzwaldbahn gleichziehen, wenn man schon in Offenburg einen kurzen Anschluss an den ICE hätte. Die Kantenzeit Singen-Mannheim wäre sowohl über Offenburg als auch über Stuttgart 3 h. Zwei Optionen für das Zustandekommen:
- Schwarwaldbahn-RE wird um 25 min gedreht
- Rheintal-ICE im 30-min-Takt (+ Halt Offenburg zur 00er-Lage + ggf. leichte Anpassung RE)

Doch mit dem Neigetechnik-FV auf der Gäubahn (ursprüngliche Planung) könnte man Stuttgart-Mannheim auf 2,5 Stunden drücken. Solch eine Option gibt für die Schwarzwaldbahn nicht. Langfristig ist die Gäubahn also wieder stärker. Allgemein ging es mir nur darum, dass zwar z.B. Konstanz und Villingen (Schwarzwaldbahn-Stationen) auch zum Einzugsbereich der Gäubahn gehören, wenn auch definitiv nur im Fall einer Reise nach oder über Stuttgart.

Danke zurück,
naseweiß

Geschrieben von: JeDi am 7 Sep 2016, 21:53
QUOTE (218 466-1 @ 1 Sep 2016, 16:49)
Wenn die PM mit "Es war einmal ein Minister ..." beginnen, und mit "Und wenn er nicht gestorben ist, träumt her noch heute von Neigetechnik." enden würde, dann wäre das sogar seriös. wink.gif

Ich würde damit rechnen, dass die Neigetechnik auf der Gäubahn ab Ende des Interimskonzeptes (also 2025) wieder kommt.

Geschrieben von: 146225 am 26 Oct 2016, 20:48
Durchbruch? Der Südkurier aus Konstanz vermeldet eine wahrscheinliche Aufnahme der Gäubahn in den http://www.suedkurier.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/Millionen-fuer-die-Gaeubahn-Strecke-Singen-Stuttgart-wird-in-den-naechsten-Jahren-ausgebaut;art417930,8970490 des Bundesverkehrswegeplanes 2030.

Die neuen IC2 werden doch (wahrscheinlich) so oder so kommen, also wenn es Bombardier und DB FV nicht wieder gemeinsam versaubeuteln und die SBB wieder mal die gewohnte Rolle als Nothelfer weiter spielen müssen? Von daher verstehe ich den Artikel nicht ganz, es sei denn der Südkurier meint die aktuellen Zustände auf den RE Stuttgart-Singen, die aber ja wohl hoffentlich nicht wirklich von Dauer sein werden.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 29 Oct 2016, 22:52
QUOTE (146225 @ 26 Oct 2016, 21:48)
Die neuen IC2 werden doch (wahrscheinlich) so oder so kommen, also wenn es Bombardier und DB FV nicht wieder gemeinsam versaubeuteln und die SBB wieder mal die gewohnte Rolle als Nothelfer weiter spielen müssen? Von daher verstehe ich den Artikel nicht ganz, es sei denn der Südkurier meint die aktuellen Zustände auf den RE Stuttgart-Singen, die aber ja wohl hoffentlich nicht wirklich von Dauer sein werden.

Naja, erstens ists bis zum Ausbau (ich rechne eher in der 2. Hälfte der 20er Jahre damit) noch länger hin und zweitens: Wer sagt denn, dass die Dostos ewig fahren?

Man würde bekanntlich gerne die SBB mit ihren Pendolini fahren sehen ... ohne NT-Fahrzeuge macht der Ausbau sowieso keinen Sinn. Zumindest steht hier, dass die prognostizierten Fahrzeitgewinne mit NT wären:
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Gruenes-Licht-fuer-die-Gaeubahn-_arid,10552039.html

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 29 Oct 2016, 23:18
Jetzt ist es offiziell: Als „Meilenstein auf dem Weg zu einem besseren Schienenverkehr in Baden-Württemberg“ hat Verkehrsminister Winfried Hermann die Entscheidung der Bundesregierung bezeichnet, den Ausbau der Gäubahn in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 aufzunehmen. PM von Verkehrsminister Winfried Hermann vom 27.10.2016: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/verkehrsminister-hermann-erfreut-ueber-gruenes-licht-fuer-gaeubahn-ausbau/

Geschrieben von: Iarn am 15 Nov 2016, 08:42
http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Strassen-und-Bahnprojekte-fuer-den-Sueden-im-Bundesverkehrswegeplan-hochgestuft-_arid,10563136.html
NKF von 2,7 und endgültige Aufnahme in den BVP als vordringlicher Bedarf.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Jan 2017, 11:17
Beitigheimer Zeitung, 11.1.2017.
http://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/suedwestumschau/die-bahn-ist-am-zug-14286683.html

Geschrieben von: Mühldorfer am 16 Jan 2017, 20:17
Hallo,
welchen Fahrzeitgewinn ermöglicht denn von der Trassierung dort Neigetechnik? Lohnt das?

Was brächte mehr Doppelgleisigkeit, einige wenige Kurven neu trassieren und in den Bahnhöfen Spurplanverbesserung mit "schnelleren" Hauptgleisweichen und längere Vorsignalabständen.

Dann könnten alle Züge schhneller fahren!

Welcher Trassenanteil ist denn von den Radien her für weniger als 160km/h geeignet?

Gibt es denn nennenswerten Bedarf für Zürich-Stuttgart mit ICE?

Geschrieben von: Jogi am 16 Jan 2017, 21:34
Das wird letztlich alles im https://vm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/Dateien/PDF/160909_Gaeubahnstudie_Schlussbericht.pdf (PDF, VM Baden-Württemberg) beantwortet, daher in aller Kürze:

QUOTE (Mühldorfer @ 16 Jan 2017, 21:17)
welchen Fahrzeitgewinn ermöglicht denn von der Trassierung dort Neigetechnik? Lohnt das?

Ca. eine Viertelstunde zwischen Singen (Vollknoten) und Stuttgart (Nullknoten); weil dadurch bessere Anschlüsse erreicht werden (in Stuttgart z.B. der ICE Richtung NRW), steigt der Reisezeitgewinn auf bis zu ca. eine halbe Stunde.

QUOTE (Mühldorfer @ 16 Jan 2017, 21:17)
Was brächte mehr Doppelgleisigkeit, einige wenige Kurven neu trassieren und in den Bahnhöfen Spurplanverbesserung mit "schnelleren" Hauptgleisweichen und längere Vorsignalabständen.

Abseits der ohnehin geplanten Doppelspurinseln und kleinen Infra-Ausbauten - gar nichts beim vorgesehen Fahrplan.

QUOTE (Mühldorfer @ 16 Jan 2017, 21:17)
Dann könnten alle Züge schhneller fahren!

Was bringt das, wenn keine anderen Anschlüsse erreicht werden?

QUOTE (Mühldorfer @ 16 Jan 2017, 21:17)
Welcher Trassenanteil ist denn von den Radien her für weniger als 160km/h geeignet?

Nördlich von Eutingen erlauben die Abschnitte Böblingen-Gärtingen und Herrenberg-Ergenzingen anscheinend mit GNT 160 km/h (S. 13), der Abschnitt kann mit Anpassung von Trassierungselementen und LST auch auf konventionelle 160 km/h gebracht werden (S. 23).
Der Rest der Gäubahn erlaubt wimre höchstens 140 km/h; mit GNT sind stellenweise 150 km/h drin.
Zwischen Singen und Gottmadingen soll der vorhandene 160er-Abschnitt leicht vergrößert werden (S. 26).

QUOTE (Mühldorfer @ 16 Jan 2017, 21:17)
Gibt es denn nennenswerten Bedarf für Zürich-Stuttgart mit ICE?

Wie die neue Fahrtenlage der aktuellen IC-Züge zeigt: ja, wenn die Anschlüsse stimmen.

Geschrieben von: Jogi am 3 May 2017, 11:09
Vom 8. Mai bis zum 2. Juni wird der IC2 auf der Gäubahn einem „Praxistest“ unterzogen. Mo-Fr (nicht am 25. Mai resp. Christi Himmelfahrt) werden daher diese Leistungen mit „Beinfreiheit wie im ICE“ angeboten:
  • RE51935 Stuttgart 11.18—Singen
  • RE51936 Singen 14.18—Stuttgart
  • RE51941 Stuttgart 17.18—Singen
  • RE51944 Singen 20.18—Stuttgart

In der Online-Auskunft fehlt bei diesen Zügen außerdem der Hinweis auf die „begrenzte Fahrradmitnahme“ – kann man ja gespannt sein, wie das gehandlet wird, wenn mehr als neun Fahrräder mitfahren möchten.
Bei Ausfall des IC-Zuges soll (bzw. eher kann auch, wenn Regio Württemberg im Stande ist) eine Regio-Garnitur einspringen.

http://www.deutschebahn.com/presse/stuttgart/de/aktuell/presseinformationen/14062580/2017-128_pm_gaeubahn_praxistest_ic_zwei.html?start=0&itemsPerPage=10 dazu

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 29 May 2017, 08:52
Fahrplanentwurf 2018 Zürich-Schaffhausen-Singen-(Stuttgart)
Veröffentlichung Fahrplanentwurf, heute 29.5.2017: http://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmin/sta_pdf_fields/2018/760.pdf

Schade, dass die Anschlüsse von Stuttgart mit Umsteigen in Singen nicht erwähnt sind.

Hier noch der Kommentar der SBB: http://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmin/sta_pdf_fields/2018/various/Aenderungen_Fern-_und_Regionalverkehr_SBB.pdf

„760 Zürich HB – Schaffhausen

Das in Kooperation mit der Deutschen Bahn gefahrene Fernverkehrsangebot auf der Linie Zürich HB–Schaffhausen–Stuttgart Hbf wird wie geplant von einem Zweistunden- auf einen Stundentakt verdoppelt. Die neu stündlichen InterCity-Verbindungen zwischen Zürich HB und Stuttgart Hbf können jedoch noch nicht komplett umsteigefrei angeboten werden. Reisende benützen die bereits bestehenden zweistündlichen InterCity-Verbindungen zwischen Zürich HB und Stuttgart Hbf mit EuroCity-Rollmaterial SBB bzw. die neuen zweistündlichen InterCity-Verbindungen mit Umstieg in Singen. Für Letztere kommen zwischen Zürich HB und Singen ebenfalls Züge mit EuroCity-Rollmaterial der SBB sowie zwischen Singen und Stuttgart Hbf Züge der Deutschen Bahn vom Typ Intercity 2 zum Einsatz.“

Geschrieben von: Jogi am 29 May 2017, 10:49
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 29 May 2017, 09:52)
Schade, dass die Anschlüsse von Stuttgart mit Umsteigen in Singen nicht erwähnt sind.

Da kann auf die https://www.3-loewen-takt.de/fileadmin/Downloads/pdf/740-Gaeubahn-2018-Entw.pdf (PDF/hatte ich bereits im BW-RV-Thread verlinkt) verwiesen werden. Scheint mit dem von den SBB veröffentlichten Zeiten zu passen.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 7 Oct 2017, 20:34
Vielleicht ist es für euch keine Neuigkeit, ich hab's von offizieller Seite nie so schwarz auf weiss gesehen: von Neigetechnik ist keine Rede mehr. Zeiteinsparung 11 Minuten: Vordringlicher Bedarf aber bei Dringlichkeitseinstufung kein Datum. Hier der link zum PRINS des BMVI: http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-040-V01/2-040-V01.html

Geschrieben von: JeDi am 7 Oct 2017, 21:07
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 7 Oct 2017, 21:34)
Vielleicht ist es für euch keine Neuigkeit, ich hab's von offizieller Seite nie so schwarz auf weiss gesehen: von Neigetechnik ist keine Rede mehr.

Ähm, es ist doch von Zugtyp C (also mit Neigetechnik) die Rede?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 7 Oct 2017, 23:25
Oh, das habe ich übersehen. Ich dachte unter Massnahmen hätte erwähnt sein müssen. Ausrüstung der Strecke für Neigetechnik. Danke für den Hinweis.

Geschrieben von: JeDi am 8 Oct 2017, 11:30
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 8 Oct 2017, 00:25)
Oh, das habe ich übersehen. Ich dachte unter Massnahmen hätte erwähnt sein müssen. Ausrüstung der Strecke für Neigetechnik. Danke für den Hinweis.

Die Strecke ist ja bereits für Neigetechnik ausgerüstet.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 Oct 2017, 09:46
Verzögerung bei Stuttgart 21: http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-start-fuer-stuttgart-21-erst-2023-immer-wahrscheinlicher-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171015-99-455116

Hoffentlich kein Vorwand, um den Baustart der Südbahnelektrifizierung zu verzögern.

Geschrieben von: 146225 am 16 Oct 2017, 17:25
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 16 Oct 2017, 09:46)
Verzögerung bei Stuttgart 21: http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-start-fuer-stuttgart-21-erst-2023-immer-wahrscheinlicher-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171015-99-455116

Hoffentlich kein Vorwand, um den Baustart der Südbahnelektrifizierung zu verzögern.

Alles irgendwo bekannt bzw. berechtigter Einwand, Deutschland kennend, aber wieso bitte gerade in diesem Thema?

Geschrieben von: Metropolenbahner am 16 Oct 2017, 18:34
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 16 Oct 2017, 10:46)
Verzögerung bei Stuttgart 21: http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-start-fuer-stuttgart-21-erst-2023-immer-wahrscheinlicher-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171015-99-455116

Hoffentlich kein Vorwand, um den Baustart der Südbahnelektrifizierung zu verzögern.

Hattest Du doch schon hier gepostet?

https://www.eisenbahnforum.de/index.php?s=827b4f84d623f4d344070ec8cd87da42&act=ST&f=23&t=3734&st=4230&#entry657256

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 16 May 2018, 21:08
Der IC Zürich-Stuttgart wird bekanntlich mit Wagenmaterial der SBB und Zugbegleitung der DB betrieben. In Singen macht der Zug eine Spitzkehre. Die SBB-Cargo-Lok wird vorne abgehängt und hinten wird eine ÖBB-Lok angekuppelt. Dann geht es weiter nach Stuttgart: Schweizer Waggon hinter einer österreichischen Lok auf einer DB-Strecke. Hier noch ein Link mit Foto: https://www.railblog.info/?p=17329

Geschrieben von: JeDi am 17 May 2018, 06:20
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 16 May 2018, 21:08)
Der IC Zürich-Stuttgart wird bekanntlich mit Wagenmaterial der SBB und Zugbegleitung der DB betrieben.

Nein, Zugbegleiter werden von beiden Bahnen (entsprechend ihres Anteils an der Strecke - müsste also etwa 1/3 von den SBB kommen) gestellt.

Geschrieben von: 218 466-1 am 17 May 2018, 16:45
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 16 May 2018, 15:08)
hinten wird eine ÖBB-Lok angekuppelt.
Schön, dass du das nach 5 Monaten auch schon bemerkt hast. wink.gif

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 May 2018, 22:15
Was ist eigentlich der Grund dafür? Lokmangel bei DB und Überschuss bei ÖBB? Oder werden auch noch die Lokführer von der ÖBB gestellt?

Geschrieben von: 146225 am 18 May 2018, 05:03
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 17 May 2018, 22:15)
Was ist eigentlich der Grund dafür? Lokmangel bei DB und Überschuss bei ÖBB? Oder werden auch noch die Lokführer von der ÖBB gestellt?

Da geht es um eine Art Naturalausgleich der Leistungen. Seit die (flachen) Gäubahn-IC 6 Wagen haben, kann DB Fernverkehr nicht mehr wahllos alles einsetzen, was gerade verfügbar ist, sondern müsste theoretisch, um die Fahrzeiten zu halten, durchgehend mit der Baureihe 101 fahren. Diese erbringt in ihren umfangreichen Umläufen natürlich aber auch jede Menge km mit IC/EC und NJ-Zügen in Österreich und für die ÖBB. Als Gegenleistung fahren jetzt die 1016/1116 auf der Gäubahn, mit deren Leistung lassen sich die Fahrzeiten natürlich auch halten. Tf stellt m.W. aber die DB. Getauscht werden die Loks über das EC-Zugpaar 112/113 in Stuttgart.

Geschrieben von: JeDi am 18 May 2018, 07:26
Der Naturalausgleich für die Leistungen im Gäu findet ausschließlich über die Nightjets in Deutschland statt. So gestaltet sich der Fahrzeugeinsatz für alle Beteiligten wirtschaftlicher.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 24 Jul 2018, 19:50
Gäubahn: Bahn und Bund wollen auf Neigetechnik verzichten, Land pocht auf Neigetechnik-Züge
SZ, 24.7.18:
https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-zeitung-land-pocht-auf-neigetechnik-zuege-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180724-99-269498

Geschrieben von: Metropolenbahner am 25 Jul 2018, 07:59
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 24 Jul 2018, 20:50)
Gäubahn: Bahn und Bund wollen auf Neigetechnik verzichten, Land pocht auf Neigetechnik-Züge
SZ, 24.7.18:
https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-zeitung-land-pocht-auf-neigetechnik-zuege-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180724-99-269498

Na doll .. wenn die DB nicht mitmacht, dann ist das egal, dann fährt halt die SBB .. aber wenn der Minister nicht mitmacht und keinen Streckenausbau für NT-Fahrten bezahlen will, nützten die schweizer Pendolini auch nix.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 25 Jul 2018, 09:11
Zur Erinnerung: Im Bundesverkehrswegeplan ist für die Strecke Stuttgart-Singen-Schaffhausen-Zürich der Zugtyp C mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h mit Neigetechnik vorgesehen: Siehe: http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-040-V01/2-040-V01.html
Dass Bundesverkehrsminister Scheurer nun plötzlich von diesem Ziel abweicht, ist höchst ärgerlich.

Hier die Meldungen im Schwarzwälder Boten vom 17.7.2018: „Minister Scheuer gegen Neigetechnik“: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-minister-scheuer-gegen-neigetechnik.383b87a0-f1f7-4ebb-b27c-4bba9ff88619.html

Und die Stellungnahme vom 24.7.2018 des Landes Baden-Württembergs, Schwarzwälder Bote, 24.7.2018: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.horb-a-n-gaeubahn-zoff-um-neigetechnik.6003fe60-61e9-4125-9531-cea70e928fec.html

Falls die Deutsche Bahn nicht bereit ist, die Strecke mit Neigezügen zu bedienen, bei der SBB werden ja Neigezüge frei, der ETR 610 wird auf der Gottardstrecke wegen des Gotthard-Basis-Tunnels nicht mehr benötigt. Diese werden sukzressive durch den Giruno ersetzt (SBB RABe501, Stadler SMILE (für Schneller Mehrsystemfähiger Innovativer Leichter Expresszug, bis 2017 Stadler EC250), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/SBB_RABe_501 und https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/im-zug/unsere-zuege/giruno.html und https://company.sbb.ch/de/medien/medienstelle/medienmitteilungen/detail.html/2018/5/1805-2

Geschrieben von: Metropolenbahner am 25 Jul 2018, 09:33
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 25 Jul 2018, 10:11)
Falls die Deutsche Bahn nicht bereit ist, die Strecke mit Neigezügen zu bedienen, bei der SBB werden ja Neigezüge frei,

Jaja, das ist bekannt, aber die Züge allein bringen halt nichts, wenn die Strecke nicht für NT ausgebaut wird. Und das kann der Herr Minister schön unterbinden ...

Sinn macht das Ganze sicher nicht, höchsten in dem fall Fall, dass er die schweizer Züge für den Verkehr München-Prag reservieren will wink.gif

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2018, 09:42
Ich finde das Thema schwierig. Auf der einen Seite bin ich der Meinung, dass Abmachungen gehalten werden müssen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass Neigetechnik eine technologische Sackgasse ist und es sich auf lange Sicht auszahlt, die Strecken ohne Neigetechnik zu ertüchtigen. Im Endeffekt ist alles, was man in die Neigetechnik investiert für den Fall, dass man von Neigetechnik wieder weg geht, raus geschmissenes Geld.

Die Frage ist auch, ob der im Schwarzwälder Boten vom 24.7. erwähnte teurere, konventionelle Ausbau nicht mehr zweigleisige Abschnitte vorsieht. Dann würde er weniger zur Geschwindigkeitssteigerung bringen, dafür mehr für die Kapazität und Betriebsstabilität.

PS wenn ich mir die Abbildungen im Bundesverkehrswegeplan ansehe, dann ist die Streckenertüchtigung ja wohl haltsächlich damit Begründet (Züge von der Rheintalstrecke (südlich von Straßburg linksrheinisch) zu verlagern (Abbildung 9). Das dürften Güterzüge sein, denen Neigetechnik nichts bringt.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 25 Jul 2018, 09:50
QUOTE (Iarn @ 25 Jul 2018, 10:42)
Ich finde das Thema schwierig. Auf der einen Seite bin ich der Meinung, dass Abmachungen gehalten werden müssen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass Neigetechnik eine technologische Sackgasse ist und es sich auf lange Sicht auszahlt, die Strecken ohne Neigetechnik zu ertüchtigen. Im Endeffekt ist alles, was man in die Neigetechnik investiert für den Fall, dass man von Neigetechnik wieder weg geht, raus geschmissenes Geld.

Ja, schwierig, da schließe ich mich an, aber ich seh im konventionellen Ausbau keine Alternative, wenn der 3x so teuer ist, aber nur 6 statt 20 Minuten Fahrzeitvorteil bringt. Das ist dann doch ein schlechter Witz.

Einziger Vorteil wäre die von Dir erwähnte Fahrplanstabilität, aber auch nur, wenns mehr Begegnungsabschnitte gäbe, was leider nicht sicher ist. Vermutlich ginge das Geld nur für teure Tunnels drauf, aber nicht für längere 2Gleisabschnitte.

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2018, 09:53
Siehe Nachtrag zu vorhin.

Die meisten neuen Züge dürften Güterzüge sein, die natürlich nur von konventionellen Maßnahmen profitieren.

Im Endeffekt ist es wahrscheinlich eine Abwägung Fahrzeitgewinne im FV versus Kapazität im internationalen Güterverkehr. Und damit dürfte klar sein, BW will lieber besseren Fernverkehr als mehr Güterzüge und DB und Bund sehen das anders herum.


Geschrieben von: Metropolenbahner am 25 Jul 2018, 10:08
QUOTE (Iarn @ 25 Jul 2018, 10:53)
Siehe Nachtrag zu vorhin.

Die meisten neuen Züge dürften Güterzüge sein, die natürlich nur von konventionellen Maßnahmen profitieren.

Im Endeffekt ist es wahrscheinlich eine Abwägung Fahrzeitgewinne im FV versus Kapazität im internationalen Güterverkehr. Und damit dürfte klar sein, BW will lieber besseren Fernverkehr als mehr Güterzüge und DB und Bund sehen das anders herum.

Ne, Güterzüge dürften da eher nicht der springende Punkt sein, treibende Kraft des Ausbaus ist der Vertrag von Lugano und der schreibt eben die entsprechenden Fahrzeiten vor, die man nur mit NT erreichen kann - oder mit ner komplett neue Rennstrecke.

Im BVWP wird auch mit NT-Fahrzeugen Typ C gerechnet, siehe Abbildungen 2 und 5.
Von der Verbindungskurve in Singen, die das Kopfmachen verhindert, profiziert aber natürlich auch der Güterverkehr, ebenfalls von der Aufweitung von Tunneln.

Also das ginge Hand in Hand, da seh ich keinen Widerspruch.

Geschrieben von: Hot Doc am 25 Jul 2018, 12:09
QUOTE (Iarn @ 25 Jul 2018, 10:42)
Ich finde das Thema schwierig. Auf der einen Seite bin ich der Meinung, dass Abmachungen gehalten werden müssen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass Neigetechnik eine technologische Sackgasse ist und es sich auf lange Sicht auszahlt, die Strecken ohne Neigetechnik zu ertüchtigen. Im Endeffekt ist alles, was man in die Neigetechnik investiert für den Fall, dass man von Neigetechnik wieder weg geht, raus geschmissenes Geld.

So allgemein kann man das glaube ich nicht sagen.
Es gibt durchaus Topographie, wo ein sinnvoller Ausbau kaum möglich ist oder nur unter extrem hohen Kosten. Hier kann eine NT-Ertüchtigung sehr sinnvoll sein. Auch auf Dauer. Ich gehe ja kaum davon aus, dass man diese Technik wieder verlernt.

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2018, 13:44
QUOTE (Hot Doc @ 25 Jul 2018, 12:09)
Ich gehe ja kaum davon aus, dass man diese Technik wieder verlernt.

Die Technik nicht, aber solange NT ein in Deutschland aussterbendes Randphänomen ist, wird es auf Dauer schwierig passende Züge zu finden, die sowohl NT als auch Deutschland Ausrüstung haben.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 25 Jul 2018, 14:10
Einfach das gleiche Modell wie Zürich-München anwenden.

Geschrieben von: Iarn am 25 Jul 2018, 14:52
Auch bin ich was die langfristige Zu(g)kunft angeht skeptisch. Die DB will sich bei dem Thema nicht groß engagieren und irgendwann wird den Schweizern auch die Lust vergehen.

Geschrieben von: Metropolenbahner am 25 Jul 2018, 15:32
QUOTE (Iarn @ 25 Jul 2018, 14:44)
Die Technik nicht, aber solange NT ein in Deutschland aussterbendes Randphänomen ist, wird es auf Dauer schwierig passende Züge zu finden, die sowohl NT als auch Deutschland Ausrüstung haben.

Na auf der Gäubahn wird beim Ausbau doch sicher auch schon ETCS verbaut werden, oder nicht? Selbst wenn nicht, irgendwann wird das schon spruchreif werden, die aktuellen Pendolini haben ja das deutsche Zub262.

Ich trau den Schweizern nen langen Atem zu, die sehen die Verbindung in die nächsten, ausländischen Metropolen noch als ihre Grundaufgabe an. Solange sich der Anspruch nicht ändert, wird es auch NT-Fahrzeuge geben.

Geschrieben von: Hot Doc am 25 Jul 2018, 15:49
Das ist aber ein klassisches Henne - Ei Problem. Wenn wir jetzt potentielle NT-Strecken nicht mit NT fahren mit dem Argument das wird langfristig vielleicht aussterben, dann wirds aussterben.
Wenn man jetzt konsequent auf NT setzt auf den klassischen Strecken (Gäubahn, Hof-DD,.....), dann wird man die NT sicher in Zukunft brauchen können und auch bekommen.

Geschrieben von: 146225 am 25 Jul 2018, 17:27
Auf jeden Fall wird man wohl kaum von Seiten Baden-Württembergs und noch viel weniger von Seiten der Schweiz irgendwelchen Versprechungen bezüglich einem "konventionellen" Ausbau der Gäubahn trauen. Denn dieser Ausbau, unabhängig von seiner konkreten Ausgestaltung, ist ja auch keine furchtbar neue Idee, sondern zieht sich auch schon mehrere Jahrzehnte durch Gremien, Ministerien, Verträge, ...

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 25 Jul 2018, 20:09
Stuttgarter Zeitung, 30.3.2017: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gaeubahn-schweizer-erhoehen-druck-auf-deutsche-bahn.a7611eab-0a56-4afb-8c39-e6839e73f732.html:
„Die Eidgenossen erhöhen den Druck auf die Deutsche Bahn. Sie wollen die schnelleren Neigetechnik -Züge auf der Strecke Stuttgart-Zürich. ... Es wird aber indirekt leichter Unmut darüber geäußert, dass die Bahn in einem sogenannten Interimskonzept von 2017 bis 2025 nur relativ langsame IC-Doppelstockzüge einsetzen will. Nach 2025 endet der Vertrag der Bahn für den Fernverkehr zwischen Stuttgart und Zürich. ... Die Schweizer haben wiederholt ihre eigenen, schnellen Neigetechnik-Züge vom Typ ETR 610 für die Strecke angeboten, die in einigen Jahren der SBB zur Verfügung stehen.“

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 25 Jul 2018, 20:25
Konventioneller Ausbau 6-7 teurer als Ausbau mit Neigetechnik
Antwort der Schweizer Regierung („Bundesrat“) vom 9.11.2016 auf eine Parlamentsanfrage: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20161046
„Nach derzeitigem Stand der in Ziffer 1 genannten Studien käme der Ausbau auf dem deutschen Streckenabschnitt ohne Neigetechnik auf etwa 1,4 Milliarden Franken, der Ausbau mit Neigetechnik je nach Variante auf etwa 220 bis 285 Millionen Franken zu stehen. Beide Studien gehen für die Verbindung Zürich-Stuttgart von einer Fahrzeit von rund 2 Stunden und 30 Minuten bis 2 Stunden und 40 Minuten aus.“

Geschrieben von: 218 466-1 am 25 Jul 2018, 20:32
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 24 Jul 2018, 13:50)
Gäubahn: Bahn und Bund wollen auf Neigetechnik verzichten, Land pocht auf Neigetechnik-Züge
SZ, 24.7.18:
https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-zeitung-land-pocht-auf-neigetechnik-zuege-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180724-99-269498
Der Minister ist noch nicht aufgewacht?
QUOTE (218 466-1 @ 1 Sep 2016, 09:49)
Wenn die PM mit "Es war einmal ein Minister ..." beginnen, und mit "Und wenn er nicht gestorben ist, träumt her noch heute von Neigetechnik." enden würde, dann wäre das sogar seriös. wink.gif

Geschrieben von: 146225 am 26 Jul 2018, 05:03
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 25 Jul 2018, 20:25)
Konventioneller Ausbau 6-7 teurer als Ausbau mit Neigetechnik
Antwort der Schweizer Regierung („Bundesrat“) vom 9.11.2016 auf eine Parlamentsanfrage: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20161046
„Nach derzeitigem Stand der in Ziffer 1 genannten Studien käme der Ausbau auf dem deutschen Streckenabschnitt ohne Neigetechnik auf etwa 1,4 Milliarden Franken, der Ausbau mit Neigetechnik je nach Variante auf etwa 220 bis 285 Millionen Franken zu stehen. Beide Studien gehen für die Verbindung Zürich-Stuttgart von einer Fahrzeit von rund 2 Stunden und 30 Minuten bis 2 Stunden und 40 Minuten aus.“

Jetzt muss halt nur noch ein Weg gefunden werden wie Berner Regierungswirklichkeit ("Wir wollen ein gutes Angebot mit kurzen Fahrzeiten und erwarten, dass getroffene Vereinbarungen auch eingehalten werden!")mit Berliner Regierungswirklichkeit ("Es interessiert uns nicht wirklich und wir haben absolut kein Interesse, für sowas überhaupt Geld auszugeben!") in Übereinstimmung gebracht werden kann. Das wird sicherlich nicht ganz einfach und vor allem wird es mal wieder länger dauern.

Geschrieben von: 146225 am 17 Aug 2018, 16:49
Eventuell kann man noch im nächsten Jahrzehnt irgendwann https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/Gaeubahn-nimmt-neuen-Anlauf;art410924,9858732 wieder zweigleisig befahren, ansonsten von der Gäubahn nix Neues.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 17 Aug 2018, 19:32
Im Südkurier - siehe Link oben - steht ein Riesenblödsinn. Die SBB gibt die Neigetechnik NICHT auf. Nur die spezielle Zuggattung Intercityneigezug wird abgeschafft, d.h. diese heissen neu einfach Intercity. Am Gotthard wird die Neigetechnik wegen des Gotthard-Basistunnels nicht mehr gebraucht.

Geschrieben von: 146225 am 17 Aug 2018, 20:35
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 17 Aug 2018, 19:32)
Im Südkurier - siehe Link oben - steht ein Riesenblödsinn. Die SBB gibt die Neigetechnik NICHT auf. Nur die spezielle Zuggattung Intercityneigezug wird abgeschafft, d.h. diese heissen neu einfach Intercity.

Dann mach Du nicht auch noch mit - streiche "wird", setze "ist".

Geschrieben von: Metropolenbahner am 17 Aug 2018, 21:54
QUOTE (ralf.wiedenmann @ 17 Aug 2018, 20:32)
Im Südkurier - siehe Link oben - steht ein Riesenblödsinn. Die SBB gibt die Neigetechnik NICHT auf. Nur die spezielle Zuggattung Intercityneigezug wird abgeschafft, d.h. diese heissen neu einfach Intercity. Am Gotthard wird die Neigetechnik wegen des Gotthard-Basistunnels nicht mehr gebraucht.

Ne die haben recht. Ist zwar merkwürdig geschrieben, aber es ist Tatsache, dass es für den ICN kein Nachfolgemodell mit NT mehr geben wird. Das wurde von den SBB so entschieden, Nachfolgemodell ist der Stadler EC250. Die SBB hatten mal ne eierlegende Wollmilchsau ausgeschrieben, 300 km/h plus NT, hat sich nur kein Hersteller dafür gemeldet laugh.gif

Was noch länger bleibt sind nur noch die Wakozüge.

Ändert aber nichts daran, dass die Rabe 503 (Pendolino) noch ziemlich frisch sind und locker noch 20 Jahre schaffen - das Hauptproblem wird eher sein, ob man davon noch genügend hat, wenn damit nach München gefahren wird. Die Strecke ist bekanntlich schon im Bau und auf ein paar schweizer Strecken wird man mittelfristig sicher ein paar ICN ersetzen wollen.

---
Noch zum Zeitungsartikel:
Finde es interessant, dass es einen 10 Minuten-Unterschied beim berechneten Fahrzeitgewinn zw. DB und BaWü gibt. Sowas ist doch eher ungewöhnlich, oder?

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 22 Aug 2018, 19:23
Es werden ja noch Pendolinos und SBB-Neigezüge vom Gotthard frei. Und zur Zeit vekehren sogar ein paar Interregios Basel-Flughafen als Neigezug.Und wer weiss, bei einer erneuten Ausschreibung werden wieder Neigezüge ausgeschrieben. Im Moment hat man genug, also bestellt man keine neue

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 14 Nov 2018, 11:57
Finanzierung des Gäubahnausbaus hat sich verzögert
MdB Gastel mahnt schnellen Abschluss des Finanzierungsvertrag Ausbau Gäubahn an
Siehe Meldung vom 8.11.2018:
http://www.matthias-gastel.de/ausbau-gaeubahn-finanzierungsvertrag-laesst-auf-sich-warten/#.W-v5eJWWxaQ

Geschrieben von: Jogi am 14 Feb 2019, 09:39
https://www.deutschebahn.com/pr-stuttgart-de/aktuell/presseinformationen/031-pm_angebotskonzept_gaeubahn-3775896 über den erfolgreichen Gäubahnverkehr. Was ihn erfolgreich macht? Einmal "nehmen [die Kunden] das Angebots- und Tarifkonzept, bei dem stündlich verkehrende Fernverkehrszüge zwischen Stuttgart und Singen (Hohentwiel) auch von Fahrgästen des Nahverkehrs genutzt werden können, gut an." Fragt bitte nicht, worin das Gute besteht; das würde zu konkret werden. Und einmal sei er mit einer Pünktlichkeitsquote "von knapp 90 Prozent", Tusch, "überdurchschnittlich zuverlässig." Wie schön, dass die sprachliche Präsentation der Quote so alles von 87 bis 93 Hundertstel abdecken kann. Wieder ein Beleg, welchen Standard die DB da mittlerweile anlegt, um ihn als "erfolgreich" anzupreisen wie Verleihnix die Frische seine Fische.

Spannender ist ohnehin der zweite Absatz, aus dem hervorgeht, dass sich die Zulassung der ETCS-Ausrüstung der IC2-Züge verzögern wird. Im Wortlaut heißt es:
QUOTE
Um die Stabilität des Angebots auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, verschiebt die DB die Einführung der in jeder Stunde umsteigefreien Verbindung von Stuttgart nach Zürich voraussichtlich um ein Jahr auf Dezember 2020. Hintergrund: Für den durchgehenden Einsatz der Intercity-2-Züge ist die Ausrüstung mit einer speziellen Version des grenzüberschreitenden Zugsicherungssystem ETCS notwendig. Dafür muss der Fahrzeughersteller Bombardier umfangreiche Tests durchführen und einen Zulassungsprozess beim Eisenbahnbundesamt und dem Schweizer Bundesamt für Verkehr durchlaufen. Für die Entwicklung und Zulassung benötigt Bombardier mehr Zeit, als ursprünglich geplant.
Das bestehende Angebot mit zweistündlich durchgehenden Zügen aus SBB-Wagen und dazu versetzter, zweistündlicher Umsteigeverbindung bleibt erhalten.
QUOTE
Für Kunden wird es aufgrund der zeitlichen Verschiebung des endgültigen Fahrplankonzepts nicht zu Verschlechterungen kommen.
Wo es doch gerade so gut dort läuft...

Geschrieben von: 146225 am 1 Mar 2019, 17:19
Die Ansichten eines https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.aerger-ueber-gaeubahn-wir-schweizer-fuehlen-uns-verdeppert.03dac76c-c0b2-4b9b-9129-8d95cbfab36b.html berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 10 Mar 2019, 19:34
Ausbau Doppelspur Horb-Neckarhausen kurz vor der Finanzierungsvereinbarung: Baustart 2020: Video Schwäbische, 7.3.2019: https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg_video,-g%C3%A4ubahn-bund-sagt-finanzierung-f%C3%BCr-ausbau-zu-_vidid,153610.html und Artikel, 8.3.19: https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg_video,-g%C3%A4ubahn-bund-sagt-finanzierung-f%C3%BCr-ausbau-zu-_vidid,153610.html


Geschrieben von: 218 466-1 am 29 Mar 2019, 06:59
Am 2./3. März wurde ein Umlauf der Gäubahn-IC massiv https://www.youtube.com/watch?v=ReLXgJYpRcA smile.gif

Geschrieben von: 146225 am 29 Mar 2019, 16:26
QUOTE (218 466-1 @ 29 Mar 2019, 06:59)
Am 2./3. März wurde ein Umlauf der Gäubahn-IC massiv https://www.youtube.com/watch?v=ReLXgJYpRcA smile.gif

Ist klar. Derartige Belästigung der Reisenden und Anrainer mit vermeidbaren Emissionen sollte strafbar sein. Welch neuerlicher Offenbarungseid für DB Fernverkehr.

Geschrieben von: Rev am 29 Mar 2019, 18:21
QUOTE (146225 @ 29 Mar 2019, 17:26)
Ist klar. Derartige Belästigung der Reisenden und Anrainer mit vermeidbaren Emissionen sollte strafbar sein. Welch neuerlicher Offenbarungseid für DB Fernverkehr.

Ja voll schlimm man Dieselt mal einen Umlauf, der Untergang des Abendlandes... rolleyes.gif

Geschrieben von: 146225 am 29 Mar 2019, 18:25
QUOTE (Rev @ 29 Mar 2019, 18:21)
Ja voll schlimm man Dieselt mal einen Umlauf, der Untergang des Abendlandes... rolleyes.gif

Die Fahrleitung ist also Deko? Da will man globaler Mobilitätsdienstleister sein und hat nicht mal eine lumpige E-Lok in Reserve? Doch, das ist peinlich.

Geschrieben von: Rev am 29 Mar 2019, 18:44
Es ist Umlauf für 2-3 Tage. Es wird weder die Anwohner umbringen noch hat es negative Einflüsse auf den Fahrplan.

Und es gibt auch noch so ein paar andere Gründe warum man sowas macht.

Da gibt es andere Sachen bei FV die peinlich sind wenn ich mir so ein paar Baureihen anschaue.

Geschrieben von: JLanthyer am 29 Mar 2019, 19:10
Um den Fahrplan halten zu können, brauchen die Züge, abhängig von der Länge (Das Gewicht des Zuges hängt von der Länge ab, nicht nur), passende Loks. Wenn die Züge einige Minuten vor Plan ankommen, dann ist es natürlich gut, so ist die pünktliche Abfahrt auch gewährleistet, daß die Aufenthaltszeit knapp bemessen ist, wenn es blöd kommt, daß mehr ein- und aussteigende Fahrgäste die Aufenthaltszeit des Zuges negativ verlängern.

Ich frage mich, wieso gerade auf der Gäubahn der schweizer IC von 2 218er Loks gezogen wurde... Waren nicht genügend 1116 (Taurus) vorhanden, oder keine passende Ersatzlok, das den Dienst für 1116 übernimmt, für den IC mit 6 Wagen vorhanden?

----

Wenn 2 218 einen IC mit 12 oder 13 Wagen statt 6 Wagen, für letzteres der Fahrplan ausgelegt ist, ziehen würde, wäre die Einhaltung des Fahrplan möglich gewesen?

Geschrieben von: 218 466-1 am 30 Mar 2019, 03:36
QUOTE (146225 @ 29 Mar 2019, 10:26)
Ist klar. Derartige Belästigung der Reisenden und Anrainer mit vermeidbaren Emissionen sollte strafbar sein. Welch neuerlicher Offenbarungseid für DB Fernverkehr.
Ja, dann lässt man Züge stattdessen ausfallen, und verursacht noch mehr Emissionen, weil die Leute auf die Autobahn ausweichen. Super Idee... rolleyes.gif wacko.gif
QUOTE (146225 @ 29 Mar 2019, 12:25)
Die Fahrleitung ist also Deko? Da will man globaler Mobilitätsdienstleister sein und hat nicht mal eine lumpige E-Lok in Reserve? Doch, das ist peinlich.
Kennst Du den Grund, warum keine E-Lok mehr in Reserve war? Nein? Es soll vorkommen, das auf Reserven auch zurückgegriffen wird. Wenn dann halt mehrere Fälle an einem Tag eintreten, dann kann man nicht einfach eine weitere Lok aus dem Hut zaubern.
Die 101er sind alle verplant, 120er bereits stark reduziert, die NVBW zahlt auch nicht mehr Loks, als unbedingt nötig und Cargo trifft man in TS eher selten an.
Peinlich ist eher die ÖBB, weil deren 1016 033-1 verreckt ist und die ganze Aktion erst verursacht ermöglicht hat.



QUOTE (JLanthyer @ 29 Mar 2019, 13:10)
Ich frage mich, wieso gerade auf der Gäubahn der schweizer IC von 2 218er Loks gezogen wurde... Waren nicht genügend 1116 (Taurus) vorhanden, oder keine passende Ersatzlok, das den Dienst für 1116 übernimmt, für den IC mit 6 Wagen vorhanden?
Es hilft ungemein, auch einmal die Berschreibung der Videos zu lesen ...
QUOTE (JLanthyer @ 29 Mar 2019, 13:10)
Wenn 2 218 einen IC mit 12 oder 13 Wagen statt 6 Wagen, für letzteres der Fahrplan ausgelegt ist, ziehen würde, wäre die Einhaltung des Fahrplan möglich gewesen?
Kann man nicht pauschal beantworten. Kommt auf Fahrzeitreserven, Länge der Standzeiten, Steigungen etc. an. Es ist jedoch unwahrsheinlich, dass selbst die reguläre E-Lok bei 13 statt 6 Wagen das noch pünktlich schaffen würde.
Jedenfalls waren in diesem Fall die 2x218 mit 6 Wagen ohne Restaurant, absolut pünktlich. Selbst nur eine 218 hat das in vorherigen Fällen geschafft.

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 26 Apr 2019, 20:50
Finanzierung: Gäubahn-Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen
Süddeutsche, 26.4.2019:
https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr---stuttgart-finanzierung-gaeubahn-ausbau-zwischen-horb-und-neckarhausen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190426-99-979279

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 19 Sep 2019, 18:44
Wirtschaftsvertreter wollen schnelleren Ausbau der Gäubahn
SZ, 19.9.2019: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verkehr-stuttgart-wirtschaftsvertreter-wollen-schnelleren-ausbau-der-gaeubahn-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190919-99-942577

Geschrieben von: ralf.wiedenmann am 2 Jul 2020, 14:42
Fünfjährige Unterbrechung der Gäubahn verhindern, Lok-Report, 29.6.2020:
https://www.lok-report.de/news/deutschland/aus-den-laendern/item/18657-baden-wuerttemberg-fuenfjaehrige-unterbrechung-der-gaeubahn-verhindern.html

Geschrieben von: JoeGroessl am 23 Sep 2020, 10:12
Eine Frage in die Runde: Warum werden nicht Alternativen zum 1,5 Milliarden teuren Gäubahntunnel in Erwägung gezogen?
Bisher las ich nur von kaum umzusetzenden Vorschlägen, die Gäubahn direkt in S21 einzufädeln. Ich sehe zwei andere Möglichkeiten:

1. Eine Führung des Fernverkehrs nach Zürich über den Filderbahnhof, Reutlingen, Tübingen und Horb. Dazu müsste man nur die Strecke Tübingen-Horb elektrifizieren und evtl. teilweise zweigleisig ausbauen. Die S-Bahn könnte man im Gegenzug von Herrenberg bis nach Horb verlängern, um gute Verbindungen z.B. von/nach Böblingen herzustellen. Mir ist klar, das würde zu einer Fahrzeitverlängerung des Fernverkehrs von etwa 15 Minuten führen, dafür aber auch zu sinnvollen neuen Direktverbindungen. Außerdem kann man mit einem Bruchteil der gesparten 1,5 Milliarden Euro (plus einige Hundert Millionen für das nun wegfallende dritte Gleis am Flughafen) sicher andere Streckenteile optimieren, u.a. die komplette Gäubahn endlich 2-gleisig ausbauen.

2. Eine Führung des Fernverkehrs nach Zürich über Filderbahnhof, Reutlingen, Tübingen, Balingen, Rottweil. Hierzu benötigt es eine etwa 20 km lange Neubaustrecke von Balingen nach Rottweil. Dadurch könnte man die aktuelle Fahrzeit beibehalten. Dadurch, dass man aber auch die Strecke von Tübingen nach Balingen noch elektrifizieren und ausbauen müsste, sind die gesamten Investitionskosten hier wahrscheinlich unverhältnismäßig hoch.

Gibt es noch andere Ideen?

Geschrieben von: Iarn am 23 Sep 2020, 11:24
Persönlich bin nicht wirklich vom Sinn von Fernverkehr auf der Gäubahn überzeugt, da es für den Schweizverkehr halt günstigere Trasen gibt und somit der Einzugsbereich halt nur im Wesentlichen der Stuttgarter Raum ist.

Auch wenn ich jetzt Jehova sage:
Wenn man Milliarden in die Hand nehmen will, sollte man alternativ den Querschlag Singen - Aulendorf ins Auge fassen. Zum einen ist die Südbahn wesentlich fernverkehrsfreundlicher trassiert, was den Umweg weitestgehend kompensieren sollte und der weitere Verlauf bis Suttgart ist schon nahezu fertig.
Vorteil hiervon wären neben der besseren Anbindung Ulms an Zürich weiterhin völlig neue Möglichkeiten im Bereich nördlich des Bodensees (vor allem wenn man dann noch Aulendorf Memmingen nachzieht).

Geschrieben von: Metropolenbahner am 23 Sep 2020, 13:51
QUOTE (Iarn @ 23 Sep 2020, 12:24)
Persönlich bin nicht wirklich vom Sinn von Fernverkehr auf der Gäubahn überzeugt, da es für den Schweizverkehr halt günstigere Trasen gibt und somit der Einzugsbereich halt nur im Wesentlichen der Stuttgarter Raum ist.

Naja, das könnte man ja verbessern, indem man Nürnberg-Stuttgart ausbaute. Dann hätte man VDE8-Anschluss nach Berlin. Will man aber halt irgendwie nicht.

QUOTE
Wenn man Milliarden in die Hand nehmen will, sollte man alternativ den Querschlag Singen - Aulendorf ins  Auge fassen. Zum einen ist die Südbahn wesentlich fernverkehrsfreundlicher trassiert, was den Umweg weitestgehend kompensieren sollte und der weitere Verlauf bis Suttgart ist schon nahezu fertig.
Vorteil hiervon wären neben der besseren Anbindung Ulms an Zürich weiterhin völlig neue Möglichkeiten im Bereich nördlich des Bodensees (vor allem wenn man dann noch Aulendorf Memmingen nachzieht).

Uh aber Stuttgart-Ulm sind doch schon fast 100km Umweg, im Süden dürfte es ähnlich sein. Also das wäre zu viel. Nehmen wir mal an es wären ~160km insgesamt, dann betrüge der Fahrzeitaufschlag mit 160 km/h immer noch knapp ne volle Stunde.

Also damit kämst Du auch auf keinen grünen Zweig. Wenn man Milliarden hätte, würde man wohl ne NBS an der A81 bauen. im Vergleich zur Gäubahn ist die ja so gut wie kerzengerade.

In ner ersten Phase könnte man erstmal Ergenzingen-Rottweil bauen, damit wäre der schlimmste Abschnitt mit Vmax 90-110 umgangen, der Rest wäre wenigstens schon um 120-140 und nicht so schlimm.

Ergenzingen-Rottweil ist aktuell per Bahn 55km lang, Fahrtdauer mit ICE laut Trassenfinder ohne Beschleunigung/Abbremsphasen 36min. Über die Autobahn und einer Einfädelung nördlich Reutlingen käme man auf 48km Gesamtstrecke, die mit 200 km/h in ca. 15 min zu fahren wären, Ersparnis dementsprechend: ~20 min. Für nur 50km NBS doch ganz nett wink.gif

Geschrieben von: 218 466-1 am 24 Sep 2020, 03:33
QUOTE (Iarn @ 23 Sep 2020, 05:24)
Persönlich bin nicht wirklich vom Sinn von Fernverkehr auf der Gäubahn überzeugt, da es für den Schweizverkehr halt günstigere Trasen gibt und somit der Einzugsbereich halt nur im Wesentlichen der Stuttgarter Raum ist.
Ohne Schweiz ist die Gäubahn nichts anders, als die Donautalbahn. Von echten Fernverkehr ist sie eh bald befreit, wenn nur noch Teppich-RE fahren.
QUOTE (Iarn @ 23 Sep 2020, 05:24)
Auch wenn ich jetzt Jehova sage:
Wenn man Milliarden in die Hand nehmen will, sollte man alternativ den Querschlag Singen - Aulendorf ins  Auge fassen. Zum einen ist die Südbahn wesentlich fernverkehrsfreundlicher trassiert, was den Umweg weitestgehend kompensieren sollte und der weitere Verlauf bis Suttgart ist schon nahezu fertig.
Vorteil hiervon wären neben der besseren Anbindung Ulms an Zürich weiterhin völlig neue Möglichkeiten im Bereich nördlich des Bodensees (vor allem wenn man dann noch Aulendorf Memmingen nachzieht).
Der Vorschlag wurde schonmal hier verbreitet, damals von Ravensburg nach Singen. Er wird nicht sinnvoller, egal wie ihr das dreht. rolleyes.gif Wegen einer einzigen Linie eine NBS zu bauen, um mit Ravensburg und Friedrichshafen zwei der wichtigsten Halte der Bestandsroute abzuschneiden, ist schlicht Schwachfug Hoch 10. Der Zeitgewinn steht in keinem Verhältnis zum verschwendeten Fahrgastpotential an de Strecke.
Die Lücke zw. der ABS 48 und der Südbahn (TKG - TAU) muss dagegen geschlossen werden. Das wird man nach kurzer Zeit merken, wenn zuletzt häufig genutze Umleitungen nicht mehr funktionieren.
Auch TF - RRZ muss elektrifiziet werden. Dann wären einmal Verbindungen München - Basel möglich - und diesmal sinnvoller als 1990 über TBWA statt TWW wodurch der Richtungswchsel in Lindau entfällt und gesamt mindestens 15 Minuten Zeit gespart wird.
Und für Stuttgart - Zürich wären die Milliaren in einen http://prntscr.com/umsrmg mit anschlissender ABS nach Denzlingen, besser investiert. ph34r.gif

Geschrieben von: Jo33 am 24 Sep 2020, 10:24
QUOTE (Metropolenbahner @ 23 Sep 2020, 13:51)
Uh aber Stuttgart-Ulm sind doch schon fast 100km Umweg, im Süden dürfte es ähnlich sein. Also das wäre zu viel. Nehmen wir mal an es wären ~160km insgesamt, dann betrüge der Fahrzeitaufschlag mit 160 km/h immer noch knapp ne volle Stunde.

Wie kommst du auf die zusätzliche volle Stunde?
Nur weil die Strecke länger ist, einen großen Umweg bedeutet, muss sie nicht die selbe Fahrzeit aufweisen, da man dort eben im Durschnitt mehr als doppelt so schnell als über die Gäubahn fahren kann.

Die aktuelle Fahrzeiten Stuttgart - Singen über Ulm beträgt mit ICE Stuttgart - Ulm 55 min, IRE Ulm - Singen 1 h 56 min.
Also bereits ohne die aktuellen Aus- und Neubauten bist du über den langen Umweg nur eine knappe Stunde langsamer als über die Gäubahn.

Mit dem schon laufenden Ausbauten und Neubauten zwischen Bodensee und Stuttgart. Bist du in Zukunft bei einem durchgehenden Zug welcher auf der NBS mit 250km/h ohne Zwischenhalt fährt, mit Halt in Ulm in ca. 1 Stunde von Stuttgart in Aulendorf.

Aber auch ich halte eine Neubaustrecke von Aulendorf nach Singen, für nicht rentabel, da zu teuer für zu wenig Züge/Fahrgäste. Topografisch sehr anspruchsvoll und deshalb eben auch sehr teuer, das würde wohl gute 2 Mrd. Euro kosten und man wurde damit das Zentrum des Schussentals von Baienfurt bis Bodensee, die gut 150.000 Einwohner, im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen, was eben auch Fahrgastpotenzial bietet, insbesondere eben auch zahlungskräftige Geschäftskunden.

Aber was ich schonmal eingebracht habe, ein kurzes Stück NBS Ravensburg - Markdorf mit Vmax 160 km/h. Spart ca. 15 min Fahrzeit ein, als der Schlenker über Friedrichshafen. Wie auch der mittlerweile recht günstig zu habende weitere Ausbau auf 200 km/h zumindest zwischen Biberach und Donautal, da nur noch 4 Bahnübergänge beseitig werden müssten, die Oberleitung soll schon 200 km/h erlauben, etwas stopfen und ETCS, spart zumindest 2-3 min Fahrzeit ein. Somit wären Stuttgart - Singen, über Ulm und Ravensburg in gut 1,5 Stunden Fahrzeit möglich mit Fernverkehrs-Neigetechnikfahrzeugen, welche es für den Abschnitt Salem - Singen bräuchte, sonst verlängert sich die Fahrzeit um ca. 10 min.
Wobei die Neigetechnikzüge auf der Gäubahn ja auch nicht verkehrt wären und auch dort, Fahrzeit einparen könnten.
Bei der Variante über Ravensburg würde man aber die Fahrgäste von Friedrichshafen wohl eher mitnehmen können, als bei der Lösung über Aulendorf, da erstens die Fahrzeit Friedrichshafen - Ravensburg mit Halt in Meckenbeuren in Zukunft nur noch 12 min braucht, und damit doch wesentlich kürzer wäre als die angestrebten 24 min nach Aulendorf mit Zwischenhalten, zumal die Fahrgäste aus Ravensburg dann ebenso in Aulendorf umsteigen müssten und je mehr Umstiege es bei einer Fahrt gibt, umso unwahscheinlicher wird meist die Wahl dieser Verbindung.
Zusätzliche Wirtschaftlichkeit könnte die NBS Ravensburg - Markdorf wegen Güterzügen und Nahverkehr bringen, welche ebenfalls durch diese neue Verbindung, den kürzeren Streckenabschnitt profitieren würden und auch eine Entlastung der B33.

Aber dass Umwege grundsätzlich eine längere Fahrzeit haben ist falsch, es kommt eben auf die jeweilige Strecke und deren Trassierung an, welche Geschwindigkeiten dort gefahren werden können.

Geschrieben von: Entenfang am 24 Sep 2020, 10:45
QUOTE (Jo33 @ 24 Sep 2020, 10:24)
Aber dass Umwege grundsätzlich eine längere Fahrzeit haben ist falsch, es kommt eben auf die jeweilige Strecke und deren Trassierung an, welche Geschwindigkeiten dort gefahren werden können.

Das ist schon klar - aber in meinen Augen macht es keinen Sinn, NBS bewusst so zu planen, dass die einen Umweg für die wichtigsten Relationen bedeuten. Schau dir einfach mal vergleichsweise an, wie das französische HGV-Netz ausgelegt ist und wie die deutschen ICE-Strecken. Allein schon München-Berlin via Erfurt ist ein Umweg von über 100 km gegenüber der Luftlinie. Selbst bei einem Schnitt von 200 bedeutet das eine Fahrzeitverlängerung von einer halben Stunde!

Geschrieben von: 218 466-1 am 24 Sep 2020, 21:39
QUOTE (Jo33 @ 24 Sep 2020, 04:24)
Aber was ich schonmal eingebracht habe, ein kurzes Stück NBS Ravensburg - Markdorf mit Vmax 160 km/h. Spart ca. 15 min Fahrzeit ein, als der Schlenker über Friedrichshafen (...)
Zusätzliche Wirtschaftlichkeit könnte die NBS Ravensburg - Markdorf wegen Güterzügen und Nahverkehr bringen, welche ebenfalls durch diese neue Verbindung, den kürzeren Streckenabschnitt profitieren würden und auch eine Entlastung der B33.
Das ist und bleibt Schwachsinn! Eine 60.000 Einwohner Stadt mit Anschluss aus Richtung Lindau scheidet niemand für 15 Minuten ab und schon garnicht für eine einzige zweitündliche Linie. Der Halt in Friedrichshafen bringt Fahrgäste, wärend die 15 Min. ohne alternaiven Halt überhaupt keinen Fahrgast bringen.rolleyes.gif
Das wäre politisch auch garnicht vertretbar.
Güterverkehr gibt es zw. Ravensburg und Markdorf planmässig überhaupt nicht mehr. Letzter Zug war http://www.ulmereisenbahnen.de/fotos/225-073_2005-05-28_Dellmensingen.htm von Einsingen b. Ulm nach Milano und der ist auch längst weg.

QUOTE (Jo33 @ 24 Sep 2020, 04:24)
zumal die Fahrgäste aus Ravensburg dann ebenso in Aulendorf umsteigen müssten
In Aulendorf halten die IRE-Sprinter nicht bzw. würden ECE Stuttgart - Zürich auch nicht halten. Anders als in Friedrichshafen wo sie sehr wohl halten würden. wink.gif

Geschrieben von: einen_Benutzernamen am 24 Sep 2020, 22:13
Wo startet und endet die Strecke das Ich es besser Visualisieren kann?

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