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[M] Warum gibt es Kostendeckung nur bei MVG?, alle anderen Sädte wohl nicht [Zur Themenübersicht]
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Trapeztafelfanatiker
  Geschrieben am: 6 Dec 2017, 22:58


Routinier


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Beiträge: 302




QUOTE (Jojo423 @ 6 Dec 2017, 23:15)
Es kommen aber noch Zulagen oben drauf, die zwischen den einzelnen Tarifverträgen sehr stark schwanken. Insofern kann man nicht unbedingt darauf schließen, dass die Endgehälter so stark gewachsen sind.

Im SPNV sind auch die Zulagen einheitlich geregelt, ebenso alle anderen Faktoren.

Oder sprichst du hier vom Stadtverkehr?
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 7 Dec 2017, 00:00


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Alter: 23
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QUOTE (Lazarus @ 6 Dec 2017, 16:23)
Ausserdem fahren nicht alle Subs ausschliesslich für die MVG. Watzinger und Ludwig betreiben zudem noch Linien eigenwirtschaftlich im Umland Deren fahren kommen also nicht nur im Stadtgebiet zum Einsatz.
Zusätzlich zu Jojos Anmerkung, dass da nix eigenwirtschaftlich ist, sondern alles im Auftrag des Landkreises (über den mvv) über gewonnene Ausschreibungen (oder sogar wieder als Subunternehmer einer anderen Firma) läuft:
Was fährt Ludwig denn im Umland?

Und die Tatsache, sowohl MVG-blaue als auch mvv-grün-weiß-blaue Busse zu haben, ist jetzt beileibe kein Alleinstellungsmerkmal dieses/r Unternehmen/s...

QUOTE (Jojo423 @ 6 Dec 2017, 16:24)
Nein, die haben dort Ausschreibungen gewonnen, ist was anderes als eigenwirtschaftlich zu fahren. Außer bei der MVG dürfte das im MVV-Gebiet nicht geben, oder?
Soweit ich weiß hat der mvv mittlerweile sämtliche unternehmerische eigeninitiative unterbunden, sprich: Eigenwirtschaftliche mvv-Linien sind mir keine (mehr) bekannt.

QUOTE (Lazarus @ 6 Dec 2017, 16:30)
So gesehen nein.

Wobei es interessant wird, wie es sich mit Linien verhalten wird, die sowohl im Stadtgebiet als auch im Umland verlaufen, sich künftig verhält. Weil da hat ja die MVG nicht das alleinige Sagen. 160 und 172 fallen mir da ein....
Da hat der Landkreis als Aufgabenträger für den außerstädtischen Teil eine Direktvergabe (ohne Ausschreibung) an die MVG vorgenommen.
Ob die MVG das dann selbst fährt oder Subunternehmer einsetzt, ist ihr grundsätzlich mal selbst überlassen. (Kann aber in dieser Direktvergabe auch vertraglich geregelt sein...)

QUOTE (Iarn @ 6 Dec 2017, 16:32)
Zurück zum Thema und meiner ursprünglichen Aussage. Aus meiner Sicht hätte es auch für die Fahrer Vorteile, wenn man den kompletten Bus Verkehr in München mit Tarifplicht ausschreibt.
Weil es dann nicht mehr vorkommen solte, dass durch Ausgründungen Löhne gedrückt werden, wie es anno 2009 mit den Münchner Linien passiert ist.
Braucht man für Tarifpflicht eine Ausschreibung?
Das ist ja eine politische Vorgabe; die sollte für ein städtisches Unternehmen dann doch auch so um- und durchzusetzen sein...?

QUOTE (Jojo423 @ 6 Dec 2017, 17:28)
Das Problem ist eben auch die seltsamen Planungen, die teilweise durchgeführt werden. TramBahnFreak kann dir hier etliche Beispiele aufzählen. Spontan fällt mir Beispielsweise die Linie 858 im LK FFB ein, welche im 15-Minuten-Takt verkehrt, die S-Bahn jedoch im 10/20 Minuten Takt. Daher ist quasi kein Anschluss möglich. Es gibt noch mehr von solchen Späßen.
Der Landkreis FFB hat eh irgendwie so einen 15-/30-Minuten-Takt-Fetisch. Das passt auch beim 830, 836, 840 und 873 hinten und vorne nicht.
Dennoch ist FFB eher noch positiv hervorzuheben – zum kommenden Fahrplanwechsel ordnet man beispielsweise das unübersichtliche Linienwirrwar im westlichen Landkreis vollkommen neu und führt sogar eine landkreisübergreifende Buslinie ein (und finanziert diese selbst), die dann ganztägig im Stundentakt verkehren.
Außerdem ist FFB afaik der einzige Landkreis deutschlandweit, in dem sämtliche Bushaltestellen quasi 24/7 erreichbar sind, durch das flächendeckende Ruftaxi-Konzept.

Ähnlich fortschrittlich was die Fahrplangestaltung (zumindest tagsüber) angeht zeigt sich der südliche Nachbarlandkreis STA, auch hier hat man mittlerweile vielerorts durchgängigen Taktverkehr.

Negativ-Beispiele sind dann halt so Sachen wie die Linien 703, 704, 705 oder 706 bzw. noch mehr Beispiele aus dem Landkreis DAH, die schlicht nichts anderes als Schülerverkehr sind. Viele Orte abseits der Schienenstrecken sind so halt genau zweimal am Tag angebunden: morgens gegen 7, mittags kurz nach 1.

Alles eine Frage der Finanzierung.

Und da haben wir jetzt noch nicht über die mangelhafte Kommunikation an Landkreisgrenzen gesprochen; wer vom westlichen Landkreis DAH in den nördlichen Landkreis FFB will, darf von Ebersried nach Weyhern laufen, weil kein Bus über die Glonn fährt. Die Glonn fungiert hier als Grenze zwischen FFB und DAH.

Ebenfalls nicht gesprochen haben wir über die immer weiter abnehmende Qualität und den immer weiter runter gefahrenen Komfort in Regionalbussen, insbesondere nach Ausschreibungen. Da hilft der beste Taktfahrplan nichts – bevor ich mich jeden Tag zwei Stunden auf mit Stoff überzogenen beton setze, stell ich mich halt doch lieber wieder mit dem gemütlichen Auto in den Stau...

Ich könnte Stunden darüber weiter reden, aber ich fürchte, das wird dann ein wenig offtopic... wink.gif



Der 858 hat mittlerweile übrigens tatsächlich einen 20-Minuten-Takt (sonst hätte die letztens erfolgte Linienweg-Verlängerung nicht fahrzeugneutral durchgeführt werden können...^^)

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Aus Gründen...

Keine Einstellung der Busverbindung durch den Englischen Garten!
    
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Iarn
  Geschrieben am: 7 Dec 2017, 07:57


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QUOTE (TramBahnFreak @ 7 Dec 2017, 00:00)
QUOTE (Iarn @ 6 Dec 2017, 16:32)
Zurück zum Thema und meiner ursprünglichen Aussage. Aus meiner Sicht hätte es auch für die Fahrer Vorteile, wenn man den kompletten Bus Verkehr in München mit Tarifplicht ausschreibt.
Weil es dann nicht mehr vorkommen solte, dass durch Ausgründungen Löhne gedrückt werden, wie es anno 2009 mit den Münchner Linien passiert ist.
Braucht man für Tarifpflicht eine Ausschreibung?
Das ist ja eine politische Vorgabe; die sollte für ein städtisches Unternehmen dann doch auch so um- und durchzusetzen sein...?

Nein, für Tarifpflicht braucht es natürlich keine Ausschreibung. Mit meinem kleinen Exkurs bezüglich der Münchner Linien Ausgliederung von 2009 wollte ich nur aufzeigen, dass bei den jetzigen Strukturen noch Luft nach oben beim Tarifthema ist und eine Ausschreibung hier keine Verschlechterung bedeuten muss.

Das Kernproblem ist, dass
a) wie jeder der in der HVZ die städtischen Bahnen benutzt der Betrieb aktuell nicht funktioniert
b) in der Vergangenheit deutschlandweit einzigartig immer auf die böse EU verwiesen wurde, die angeblich 100% Kostendeckung fordert, sonst müsse ausgeschrieben werden.

Solange die MVG nicht nachvollziehbare Kriterien nennt, wie man mit Problem b) umgeht, bin ich dafür, dass die aktuellen Strukturen zerschlagen werden, so dass Ausschreibungen geschehen können und überhaupt die Grundvoraussetzungen gegeben sind, um mit mehr Geld Problem a zu lösen.

PS die Beispiele Air Berlin und 1860 München haben gezeigt, dass mehr Geld kein Ersatz für strukturelle Reformen ist

Bearbeitet von Iarn am 7 Dec 2017, 08:21

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Für eine Totalsanierung des Münchner Nahverkehrs.
Gegen das weiter wursteln.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 7 Dec 2017, 22:39


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Beiträge: 14244




Der heutige Tag bei der Münchner U-Bahn unterstreicht aus meiner Sicht die Notwendigkeit von Reformen bei der MVG. Was heute an einem Tag schief gegangen ist, war vor 20 Jahren vielleicht die Störungschronik eines ganzen Jahres.
Weiter so darf nicht mehr die Parole sein.

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Jojo423
  Geschrieben am: 8 Dec 2017, 00:38


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Wohnort: München bei Pasing


QUOTE (Iarn @ 7 Dec 2017, 22:39)
Der heutige Tag bei der Münchner U-Bahn unterstreicht aus meiner Sicht die Notwendigkeit von Reformen bei der MVG. Was heute an einem Tag schief gegangen ist, war vor 20 Jahren vielleicht die Störungschronik eines ganzen Jahres.
Weiter so darf nicht mehr die Parole sein.

Und was willst du konkret reformieren?

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Viele Grüße

Jojo423
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Iarn
  Geschrieben am: 8 Dec 2017, 07:40


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Beiträge: 14244




Konkret würde ich wie schon zuvor geschrieben, eine externe Experten Task Force installieren mit Personal, welches nicht in irgendeiner Form weisungsbefugt ist. Gerne auch mit aus dem Ruhestand reaktivierten Fachkräften, die zwar den Betrieb kennen aber keine Angst mehr vor Repressalien haben müssen, wenn sie für die Führung unangenehme Dinge sagen.
Und dann halt frisches Blut, also Experten von außerhalb.


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